Film ab: Verleihung der Hannover Filmklappe 2018

Sie gehört zu den gefragtesten regionalen Kurzfilmwettbewerben in Niedersachsen: die Hannover Filmklappe. Die zwölfte Auflage erfreute sich in diesem Jahr erneut konstanter Teilnehmerzahlen: 30 Filme wurden eingereicht, rund 170  Kinder und Jugendliche haben sich in diesem Jahr mit dem Medium Film beschäftigt und ihre Freizeit in die Produktion eines Kurzfilmes investiert. Morgen (20. Oktober) werden im Kino am Raschplatz die Preise an die besten Kreationen junger Filmschaffender aus der Region Hannover und den Landkreisen Celle und Hildesheim verliehen. Michaela Michalowitz, stellvertretende Regionspräsidentin, zeigt sich beeindruckt von der Kreativität und dem Einfallsreichtum der Kinder und Jugendlichen: „In Zeiten von Smartphones, Tablets und fortschreitender Digitalisierung wird das Thema Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche immer wichtiger. Umso schöner ist es zu sehen, mit wie viel Engagement und Kreativität schon die Jüngsten mit dem Medium Film umgehen und welche Themen die Kinder und Jugendlichen beschäftigen.“

Rund 170 Kinder und Jugendliche haben sich in den vergangenen Monaten in 30 Kurzfilmproduktionen als Drehbuchautor, Cutter oder Kameramann versucht. 13 eingereichte Kurzfilme sind aus privater Initiative heraus entstanden, 17 sind schulische Filmprojekte. Nicht nur für die Kinder und Jugendlichen ist es ein bewegender Moment, den eigenen Film dann als Sieger auch auf großer Leinwand zu sehen. Uwe Plasger, medienpädagogischer Berater und Filmklappen-Organisator vom Medienzentrum der Region Hannover, fiebert diesem Moment jedes Mal ebenso entgegen. „Die Präsentation der Siegerfilme schließlich so groß in toller Auflösung und bester Tonqualität im Kino zu sehen, ist für die Nachwuchsfilmemacher die Belohnung  für die monatelange Arbeit an ihren Filmen. Und wenn es uns gelingt, der heranwachsenden Generation die Faszination für das Medium Film zu vermitteln, dann ist das erfolgreiche Nachwuchsarbeit“, sagt Plasger. 

„Zwar waren die Genres Fantasy/Horror (5) und Komödie (3) mit Bezug zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen bei den jungen Filmschaffenden beliebt, doch mit insgesamt 14 Filmen bildete das Drama einen Genre-Schwerpunkt in diesem Jahr“, berichtet Uwe Plasger. In den Alterskategorien sind die Klassen 11 bis 13 mit 14 Beiträgen und die Acht- bis Zehntklässler mit sieben Filmen am besten vertreten. In der Sonderkategorie „60 Seconds Clip“ wurden zwei Filme eingereicht, bei den Dokumentarfilmen waren es drei Beiträge. „Es waren wieder so viele tolle Filme unter den Einreichungen, dass die Jury gerne auch noch einige dritte Plätze vergeben hätte, doch das ist nach den für alle regionalen Filmklappen in Niedersachsen einheitlichen Statuten nicht möglich“, erläutert Plasger. „Hier in Hannover können wir das auffangen mit einer lobenden Erwähnung für einen Film und einem Platz für die Filmcrew bei ‚To the Movies!‘, der jungen Filmschule der Region Hannover. Eine solche lobende Erwähnung haben wir diesmal für den Film ‚Wir müssen reden‘ ausgesprochen. In dem Zweiminüter setzen sich Robin Tielker und Jonas Küster aus Burgdorf kritisch mit dem Handykonsum unter Jugendlichen auseinander“, berichtet Plasger begeistert. In der Jungen Filmschule der Region Hannover werden filmbegeisterte Jugendliche in mehreren ganztägigen und kostenlosen Workshops von professionellen Filmschaffenden geschult. „To the Movies 2019“ startet im März, Bewerbungen sind ab Mitte Januar möglich.
Bewertet wurden die Wettbewerbsfilme von einer fachkundigen Jury aus medienpädagogischen Beratern, Experten aus der Filmbranche sowie jungen Filmschaffenden nach der Qualität der Story, der schauspielerischen und kreativen Inszenierung sowie dem Einsatz filmgestalterischer Mittel. Zehn Filme schafften den Sprung aufs Siegerpodest, zudem gab es eine lobende Erwähnung. Als Gewinn erhielten die Erstplatzierten in den jeweiligen Alterskategorien jeweils 200 Euro, die Zweitplatzierten einen Kinobesuch mit Freigetränk für die ganze Filmcrew, die Sonderpreise wurden mit jeweils 100 Euro bedacht. Die ersten Sieger der „Hannover Filmklappe 2018“ nehmen automatisch an der „Niedersachsen Filmklappe“ teil, bei der sie gegen die Erstplatzierten aus den 15 anderen regionalen Filmklappen Niedersachsens antreten.

Die „Hannover Filmklappe“ gibt es seit dem Jahr 2007. Der jährliche Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche aus der Region Hannover und den Landkreisen Celle und Hildesheim ist inzwischen zu einer festen Größe in der Jugend-Filmszene Hannovers geworden. Kooperationspartner sind die Hochhaus-Lichtspiele, das Kino am Raschplatz, die Kammer-Lichtspiele Celle, die Neue Schauburg in Burgdorf, das Andere Kino in Lehrte sowie das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten folgende Schulen:

Region Hannover: IGS Roderbruch, Ricarda-Huch-Schule, Gymnasium Langenhagen, Gymnasium Burgdorf, Freie Waldorfschule Hannover Maschsee, Gymnasium Mellendorf, IGS Hämelerwald, Dr. Buhmann Schule, Käthe-Kollwitz-Schule, Kurt-Schwitters- Gymnasium, Sophienschule, Multimedia-BBS, BBS ME, Elsa-Brändström Schule, Matthias-Claudius-Gymnasium Gehrden, Albert-Schweitzer-Grundschule, Theodor-Heuss-Grundschule Ronnenberg 

Landkreis Celle: Gymnasium Ernestinum, Oberschule Westercelle, Sprachheilschule Celle, Oberschule Lachendorf, Kaiserin Auguste-Viktoria-Gymnasium 

Landkreis Hildesheim: Gymnasium Sarstedt, Goethe-Gymnasium Hildesheim

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Neue Beteiligung Chainledger Systems AG positioniert sich als Lösungsanbieter für Blockchain-Technologie

  • Blockchain-Technologie ermöglicht extreme Optimierung bestehender Prozesse
  • Einsatz von IOTA als grundlegende Technologie spielt wichtige Rolle
  • Enorme Wachstumschancen auch bei mit Assets hinterlegten Coins

Die Chainledger Systems AG, die neu formierte 100%ige Beteiligung der im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse notierten mic AG (ISIN DE000A0KF6S5), positioniert sich als Lösungsanbieter für den Einsatz und die Einbindung von Blockchain-Technologie in mittelständischen Unternehmen.

Am 08. Dezember 2017 hat die Chainledger Systems AG mit dem weltweit tätigen Blockchain-Spezialisten Tymlez B.V. (Den Haag / Niederlande) eine Kooperations- und Investmentvereinbarung geschlossen. Diese beinhaltet insbesondere eine umfangreiche Lizenz an der von Tymlez entwickelten hyper-skalierbaren Blockchain-Architektur. Mit dieser Architektur können anhand eigener Applikationen sowohl Public Blockchains als auch Private Blockchains, die auf die Konsensalgorithmen "Proof of Work" oder "Proof of Stake" basieren, aber auch abgewandelte Systeme, wie z. B. IOTA, einfach in bestehende Unternehmensanwendungen und Prozesse integriert bzw. an diese angebunden werden. Neben der Implementierung von Blockchain-Lösungen bietet Chainledger Systems ihren Kunden umfassende Beratung bei der Planung sowie der Umstrukturierung bestehender Abläufe zu Blockchain-fähigen Prozessen.

"Als mic-Vorstand sehe ich das große Bild, besonders wenn es um Prozessoptimierung, Datensicherheit und -herkunft, Beweis- und Fälschungssicherheit oder auch Identifizierung geht – sei es in Firmen, Organisationen, anderen heterogenen Gruppierungen oder dem Internet der Dinge (IoT). Überall dort können mithilfe der Blockchain-Technologie bestehende Prozesse und Beweisverfahren extrem optimiert und vergünstigt werden. Hierfür können wir als mic AG unseren Beteiligungen aber auch externen Firmen durch unsere neue Tochter Chainledger Systems alle Möglichkeiten aus einer Hand bieten", so Andreas Empl, Vorstand der mic AG, zur Positionierung der neuen Blockchain-Tochtergesellschaft.

Innerhalb der mic-Gruppe ist die Blockchain-Architektur der Chainledger Systems bereits seit Anfang des Jahres 2018 in ausgewählten Unternehmen im Einsatz. Hier standen im ersten Schritt die Anbindung an die bisherigen Softwarelösungen im Vordergrund, so z. B. bei der Beteiligung SHS Technologies: "Nach einer kurzen Kennenlernphase der umfangreichen Architektur mit all ihren bereits vorhandenen Schnittstellen- und Entwicklungslösungen sehen wir uns bereits nach wenigen Wochen in der Lage, mithilfe der Entwicklerwerkzeuge, die uns Chainledger Systems zur Verfügung stellt, die Blockchain sinnvoll und wertsteigernd in unser SOANA-System zur Bauteilüberwachung in Automobilpresswerken zu integrieren. Zusätzlich bietet sich für unser System zum Beispiel auch die Option der Überwachung und Einhaltung von Lieferketten über eine zusätzliche Applikation", so Toni Hoyer, Vorstand der 4industries AG und Geschäftsführer der SHS Technologies GmbH.

Entwickler der mic-Gruppe arbeiten derzeit zudem an der Anbindung einer IOTA-basierten Applikation an ein marktreifes und bereits mehrfach verkauftes IoT-Produkt der 100%igen Tochtergesellschaft CTS City & Traffic Solutions GmbH. Diese hat ein Device zur Überwachung und Aufzeichnung von Verkehrsströmen entwickelt, mit dem unter anderem die bisher teure Sensorik zur intelligenten Verkehrssteuerung ersetzt werden kann. Die Technologie ist für diesen Bereich prädestiniert, um Daten zu Verkehrsflüssen, z. B. in kritischen Gebieten wie Umweltzonen, verlustfrei und fälschungssicher aufzuzeichnen und bis zum letzten Interessenten weiterzugeben, z. B. über offizielle Internetplattformen zur Bürgerinformation. Der Einsatz von IOTA als grundlegende Technologie spielt hier, wie im gesamten IoT-Umfeld, eine wichtige Rolle, da über die standardmäßige Blockchain Datenflüsse zu langsam und speicherintensiv werden. Daher hat sich die Chainledger Systems AG dazu entschieden, auch IOTA-Technologie innerhalb ihrer Architektur anzubieten.

"Blockchain ist mehr als Coin oder ICO" 

"Auf den ICO- und Coin-Hype werde ich natürlich besonders oft angesprochen, ist dies doch nahezu immer der Aufhänger, um im Gespräch tiefer in die Blockchain-Technologie einzusteigen. Es ist jedoch wichtig zu wissen: Die Blockchain-Technologie ist weit mehr als nur die Grundlage für Coins oder ICOs; wir sehen die Blockchain als eine konkurrenzlose Alternative, um in vielen Bereichen mittelständischer Unternehmen z. B. Prozesse zu optimieren und dabei die Datensicherheit zu erhöhen. Trotzdem beraten wir auch Unternehmen in den Bereichen Initial Coin Offering und Generierung von Coins oder Tokens und erstellen hierfür Smart Contracts oder führen Sicherheitsaudits für diese durch", so Maximilian Lecker, Vorstand der Chainledger Systems AG.

"In diesem Bereich sind wir bereits mit etablierten Unternehmen im Gespräch, die nicht unbedingt aus der Start-up-Szene stammen, aber interessante Ansätze in diesen Bereichen haben. Hierzu zählen aus meiner Sicht vor allem mit Assets hinterlegte Coins, bei denen der Wert nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. In diesem Bereich sehen wir ebenfalls enorme Wachstumschancen", ergänzt Lecker.

Über die Chainledger Systems AG:
Die Chainledger Systems AG agiert als Lösungsanbieter und Beratungshaus für Blockchain-Technologien. Mit ihrer eigenen hyper-skalierbaren Blockchain-Architektur stellt Chainledger Systems alle operativen Komponenten bereit, die Unternehmen benötigen, um Blockchain-Anwendungen zu modellieren, zu implementieren und effektiv sowie sicher, auch in Verbindung mit Altsystemen, zu betreiben. Die Beratung bei der Planung sowie der Umstrukturierung bestehender Abläufe zu Blockchain-fähigen Prozessen gehört, neben der Anwendungsentwicklung, zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Mehr Informationen zur Chainledger Systems AG erhalten interessierte Anleger unter www.chainledger-systems.com.

Haftungsausschluss:
Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf der gegenwärtigen Sicht, Erwartungen und Annahmen des Managements der mic AG und beinhalten bekannte sowie unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächliche Faktenlage, Ergebnisse oder Ereignisse erheblich von den darin enthaltenen ausdrücklichen oder impliziten Aussagen abweichen können. Die tatsächlichen Resultate, Ergebnisse oder Ereignisse können wesentlich von den darin beschriebenen abweichen aufgrund von, unter anderem, Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds oder der Wettbewerbssituation, Risiken in Zusammenhang mit Kapitalmärkten, Wechselkursschwankungen und dem Wettbewerb durch andere Unternehmen, Änderungen in einer ausländischen oder inländischen Rechtsordnung insbesondere betreffend das steuerrechtliche Umfeld, die mic AG betreffen, oder durch andere Faktoren. mic AG übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

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Insolvenzverfahren Phoenix Solar AG: Dr. Michael Jaffé als Insolvenzverwalter bestätigt -Verhandlungen mit Investoren für einzelne Tochtergesellschaften dauern an

Das Amtsgericht München hat heute das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Phoenix Solar AG eröffnet und Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé von der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter zum Insolvenzverwalter bestellt. In seinem der Eröffnung zugrundeliegenden Gutachten kommt Dr. Jaffé zu dem Ergebnis, dass bei der Phoenix Solar AG, die als Finanzholding für ihre weltweit tätigen Projekt- und Tochtergesellschaften fungierte, sowohl Zahlungsunfähigkeit als auch Überschuldung als Insolvenzgründe vorliegen. Derzeit laufen Verhandlungen mit potenziellen Investoren für die einzelnen operativen Beteiligungen.

"Das Vermögen der Phoenix Solar AG besteht im Wesentlichen noch aus den Beteiligungen an den nicht insolventen Tochtergesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum, in Italien, in Griechenland sowie im Nahen und Mittleren Osten. Hierfür laufen die Verhandlungen mit potentiellen Investoren. Der Ausgang ist allerdings noch ungewiss. Aller Voraussicht nach werden die Verwertungserlöse jedoch nicht ansatzweise ausreichen, um die fälligen Verbindlichkeiten der Phoenix Solar AG zu decken", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé in seinem Gutachten zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Tochtergesellschaften für strategische Investoren interessant

Der Wert der Beteiligungen besteht im Wesentlichen darin, dass funktionierende organisatorische Einheiten für die Durchführung von Projekten bestehen und zumindest ein Portfolio an angebahnten Projekten existiert, die mit Unterstützung eines Investors gegebenenfalls noch aufgegriffen werden können. "Die Tochtergesellschaften sind damit für strategische Investoren interessant, die in Verbindung mit eigenen Projekten nach einer solchen etablierten Einheit suchen und hier entsprechende Synergien heben können", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé.

Vor diesem Hintergrund wurden bereits im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung intensiv Verwertungsmöglichkeiten für einzelne Beteiligungen geprüft und forciert. In der Folge wurden innerhalb kürzester Zeit Interessenten in aller Welt kontaktiert und Gespräche über die Investitionsobjekte und den weiteren Verfahrensgang geführt.

Am aussichtsreichsten ist dabei der Verkauf der italienischen Beteiligungen, die einen Solarpark auf Sizilien im Eigentum halten. Hierzu wurden bereits zahlreiche Gespräche mit mehreren potenziellen Käufern geführt, erste indikative Kaufangebote liegen vor. Dies gilt auch für Anteile an einer Photovoltaik-Anlage in Waltenhofen, Deutschland.

Umfangreiche Markenrechte

Für die Tochtergesellschaften der Phoenix Solar AG im asiatisch-pazifischen Raum wird ebenfalls angestrebt, mit einem der interessierten potentiellen Investoren schnellstmöglich zu einem Vertragsabschluss zu kommen. "Ob dies gelingt, kann noch nicht prognostiziert werden", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé in seinem Gutachten. Auch für die Tochtergesellschaften in der Türkei und in Oman wird noch mit potentiellen Interessenten verhandelt, wobei hier erheblich schwierigere Rahmenbedingungen gegeben sind. Daneben wird nach einer Fortführungsmöglichkeit für die Tochtergesellschaft in Griechenland (Phoenix Solar M.E.P.E., Athen) gesucht.

Für die mit einem Anteil von zuletzt 78 Prozent am Konzernumsatz größte Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG, die US-Tochtergesellschaft Phoenix Solar Inc., gibt es keine Fortführungslösung. Die Auftraggeber der Phoenix Solar Inc. hatten bereits vorinsolvenzlich wichtige Aufträge gekündigt, sodass die US-Gesellschaft selbst am 29. Dezember 2017 einen Insolvenzantrag nach Chapter 7 des US Bankruptcy Code stellte.

Die Phoenix Solar AG hatte am 13. Dezember 2017 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, nachdem ein großer Kunde der Phoenix Solar Inc. projektbezogene Akkreditive im Umfang von rund 8 Mio. USD gezogen hatte. Dadurch war die Muttergesellschaft Phoenix Solar AG mit Erstattungsansprüchen der ausstellenden Banken in gleicher Höhe konfrontiert. Dies überstieg ihre finanziellen Möglichkeiten. Versuche der Unternehmensführung, mit dem US-Kunden und dem Bankenkonsortium in Deutschland zu einer Lösung zu kommen, blieben erfolglos.

Interesse haben potenzielle Investoren an den umfangreichen Markenrechten der Phoenix Solar AG angemeldet. Auch hierzu laufen Verwertungsverhandlungen, für deren Abschluss der Weg mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens frei ist.

Weitere Informationen

Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. Michael Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia, der Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des ehedem größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa. Darüber hinaus gelang es ihm unter anderen die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen. Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera, die mit der Daseinsvorsorge für rund 200.000 Menschen befasst waren, konnte er die Betriebe nach dem Insolvenzantrag schnell stabilisieren und in der Folge ohne Einschränkungen fortführen. Zwischenzeitlich wurde für alle Beteiligungen eine dauerhafte Fortführungslösung realisiert. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé im Sommer 2016 zudem eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Vor kurzem bestellte ihn das Amtsgericht München auch als Insolvenzverwalter für das Rinecker Proton Therapy Center (RPTC), das erste vollklinische Protonen-Bestrahlungscenter in Europa zur Behandlung von Krebspatienten.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Die Anwälte der Kanzlei verstehen Unternehmenskrise und Insolvenz nicht als Ausdruck unternehmerischen Scheiterns, sondern setzen sich mit großem Nachdruck und Erfolg dafür ein, dass das Unternehmen in der Insolvenz saniert wird, Arbeitsplätze erhalten und zugleich die Gläubiger bestmöglich befriedigt werden, und zwar sowohl innerhalb eines klassischen Insolvenzverfahrens als auch im Rahmen von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren. Dr. Jaffé und die Anwälte der Kanzlei werden regelmäßig als Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt; ihre Erfahrungen und ihre Unabhängigkeit sind ein Garant für ein faires und erfolgreiches Verfahren.

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Immungenetics AG: Last Patient Last Visit (LPLV) reached in first part of the DrainAD Study, a Phase 2 trial for the early diagnosis and causative treatment of Alzheimer’s Disease (AD)

Immungenetics AG, a German based biopharmaceutical company focusing on novel treatments for unmet medical needs in the field of neurodegenerative, autoimmune diseases and aging, announced today that the last study visit of the last patient enrolled (Last Patient’s Last Visit, LPLV) occurred on 06 June 2018 in the first subgroup of DrainAD, a Phase II proof-of-concept study for the early diagnosis and causative therapy of Alzheimer’s Disease (AD).
The DrainAD study is structured in two parts aiming at the early detection and monitoring of AD by means of a blood test, as well as at developing a novel treatment for altering the course of the disease; a treatment that may halt or even reverse disease progression.
The completed subgroup of fourteen participants (seven patients with newly diagnosed early-to-mild dementia due to Alzheimer’s Disease and seven healthy volunteers) received a daily dosage of 26 mg of the drug thiethylperazine for four consecutive days. The investigation was conducted at the University of Göttingen under supervision of Prof. Jens Wiltfang. More than 150 blood samples were obtained and will be analyzed at five labs under different aspects.
Interim results for the primary endpoints safety and tolerability as well as efflux of amyloid beta peptides after drug administration are expected to be available in the third quarter of 2018. These findings will also serve to decide if a similar exercise with a 52 mg daily regimen is to be undertaken. Additional data mining will deliver further insights later this year.
"This is a significant milestone towards elucidating this novel angle of attack against this devastating disease.", commented Antonio Martinez Arbizu, CEO of Immungenetics. "We would like to thank all trial participants and medical professionals who helped executing step one of DrainAD, and are very much looking forward to share our results in a couple of months."
The new mechanism of action being investigated by DrainAD is the capability of thiethylperazine to activate so called ABC-transporters,  especially ABCC1 at the chosen dosage. ABC-transporters located at the blood-brain barrier are in charge of the export of toxic substances like beta amyloid species (ABeta) from the brain into the blood stream. This was demonstrated by Prof. Jens Pahnke (University of Rostock then, now University of Oslo) in transgenic AD-mice: treated with thiethylperazine, toxic ABeta was reduced by 70% within 25 days (1).
In a second, award winning research paper, Pahnke proved the ABC transporter hypothesis in a non-transgenic early AD mouse model. The article verified recent evidence that sporadic Alzheimer’s disease (AD), which counts for more than 98% of all cases, is not caused by an overproduction of the neurotoxic ABeta peptide but by its impaired clearance from the brain and that soluble ABeta species are the main scourge of the disease (2).

Science:
1) Krohn et al. 2011: "Cerebral amyloid-β proteostasis is regulated by the membrane transport protein ABCC1 in mice." J Clin Invest. 2011 Oct 3; 121(10): 3924-3931.
2) Krohn et al. 2015: "Accumulation of murine amyloid-β mimics early Alzheimer’s disease." Brain, 138(Pt8):2370-82.

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Pyrolyx AG: Niels Raeder übergibt nach 10 Jahren den Vorsitz im Vorstand

Der bisherige Vorstandsvorsitzende und Gründer der Pyrolyx AG, Niels Raeder hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung beschlossen, den Vorstandsvorsitz in die Hände von Bernhard Meder zu übergeben.

Niels Raeder hat die Pyrolyx AG im Jahre 2008 als Gründer aufgebaut und bis heute als Vorstandsvorsitzender geleitet. Unter seiner Führung wurde die Pyrolyx AG Weltmarktführer für recovered Carbon Black (rCB). Als wichtigsten Schritt auf diesem Weg konnte er die mehrheitliche Übernahme der US-amerikanischen Reklaim Group realisieren, welche die Grundlage für den erfolgreichen Börsengang der Pyrolyx AG im Jahre 2017 an der australischen Börse ASX bildete. Pyrolyx baut heute das modernste und derzeit weltweit größte Werk für rCB in den USA.

Der neue Vorstandsvorsitzende Bernhard Meder greift auf einen großen Erfahrungsschatz als Geschäftsführer und Vorstand von mittelständischen Unternehmen zurück. Als Hauptgesellschafter und Aufsichtsrat der CCT AG hat er das Unternehmen bereits vor 4 Jahren erfolgreich in die heutige Pyrolyx AG integriert und damit gemeinsam mit Niels Raeder den Grundstein für den aktuell erfolgreichsten thermischen Prozess des Altreifenrecycling gelegt.

Alexis Gurdjian, Vorsitzender des Aufsichtsrats erläutert dazu: "Durch den festen Glauben an die Möglichkeit der Rückgewinnung von Carbon Black aus Altreifen hat Niels Raeder schon vor 10 Jahren enormen Weitblick für eines der heutigen größten Umweltproblem bewiesen. Er und das gesamte Pyrolyx Team haben es geschafft die Pyrolyx Group zu formen und international federführend aufzustellen. Niels Raeder hat darum gebeten, die Position des Vorsitzenden, nach der erfolgreichen Aufbauzeit neu zu besetzen.

Mit Bernhard Meder haben wir einen äußerst angesehenen Experten, Ingenieur und erfolgreichen Vorstand für die Position gewinnen können. Die Pyrolyx Group wird also auch in der Zukunft bestens aufgestellt sein.

Bei Niels Raeder möchte ich mich im Namen des gesamten Aufsichtsrats sowie aller Mitarbeiter der Pyrolyx Gruppe für seine einzigartige Leistung sehr herzlich bedanken. Als angesehener Experte bleibt er weiterhin dem Unternehmen beratend erhalten und wird speziell die internationale Expansion sowie strategische Partnerschaften mit der internationalen Reifen- und Carbon Black Industrie vorantreiben und darüber freue ich mich sehr".

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Dr. Markus Böning ist neuer Chief Financial Officer (CFO) der Tekfor Gruppe

Die TEKFOR Gruppe, ein führender Hersteller von hochdifferenzierten Produkten für die globale Automobilindustrie, beendet nun auch im Bereich Finanzen/Controlling die Übergangsphase. Mit Dr. Markus Böning hat Tekfor zum 01. Juli 2018 einen international erfahrenen Manager und Finanzspezialisten für die Position des Finanzvorstands (Chief Financial Officer, CFO) gewinnen können.

Dr. Markus Böning promovierte nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften/Verwaltung an der Universität Bochum im Bereich Finanzen. In seiner bisherigen beruflichen Karriere hat er umfassende Berufserfahrung auf diesem Gebiet gesammelt, davon mehrere Jahre in den USA. Er war dabei unter anderem bei American Specialty Alloys Inc., der ThyssenKrupp AG und der Siemens AG beschäftigt. Zuletzt hatte er die Position des CFO bei der Aenova Holding GmbH, einem der weltweit größten pharmazeutischen Auftragshersteller mit einem Umsatz von rund 750 Mio. Euro, in Starnberg/Deutschland inne. Dr. Böning berichtet als Geschäftsführer und Managing Director der Tekfor Global Holding an den Vorstandsvorsitzenden (CEO) Johann Ecker.

Er übernimmt bei Tekfor die Verantwortung für die Bereiche Finanzen und Controlling von Peter Neubacher von AlixPartners, der das Topmanagement von Tekfor als Interim CFO in den vergangenen zwölf Monaten wirkungsvoll unterstützte.

Die TEKFOR Gruppe hat sich seitdem wieder finanziell unabhängig und strategisch eigenständig als "Global Player" im Automotive-Markt aufgestellt. Das aktuell starke Wachstum der Gruppe geht vor allem auf die Erweiterung der Wertschöpfungskette zurück: Massivumformung, Zerspanungstechnik, Wärme- und Oberflächenbehandlung bis hin zu einbaufertigen Einzelteilen und zur Montage kompletter Baugruppen. Heute ist TEKFOR führend in der Herstellung gewichtsreduzierter, leistungsstarker Komponenten.

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Offener Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der Audi AG zur ‚Personalie Stadler‘ und Defiziten in der Kapitalmarktkommunikation in einer börsennotierten Publikumsaktiengesellschaft

Die Scherzer & Co. AG ist langjährige Aktionärin der Audi AG. Sie hat heute den folgenden Text als offenen Brief an den Vorstand und den Aufsichtsrat der Audi AG gerichtet:

Audi AG
Vorstand und Aufsichtsrat
Auto-Union-Straße 1
85045 Ingolstadt

Offener Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der Audi AG zur "Personalie Stadler" und Defiziten in der Kapitalmarktkommunikation in einer börsennotierten Publikumsaktiengesellschaft

die Scherzer & Co. AG (www.scherzer-ag.de) ist eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Köln und selbst sowie im Umfeld mit mehr als 4 Mio. Euro in Aktien der Audi AG investiert. Da wir nicht wissen, ob ein Brief an die Audi AG alle zuständigen Entscheidungsträger in der aktuellen Situation des Unternehmens überhaupt erreichen würde, haben wir uns zu diesem offenen Brief entschieden.

Auf der zurückliegenden Hauptversammlung der Audi AG in Ingolstadt Anfang Mai 2018, erstmals unter der Leitung des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Herbert Diess, ist uns positiv aufgefallen, dass die Audi AG in einer Momentaufnahme erkennbar um einen neuen Stil im Umgang mit ihren Minderheitsaktionären bemüht gewesen ist.

Herbert Diess präsentierte sich in der Versammlungsführung anders als sein Vorgänger Matthias Müller, dessen im Rückblick kurze, aber teure Amtszeit von einer nur schwer erträglichen Arroganz gegenüber den Audi-Minderheitsaktionären geprägt war. So bestand auf unserer Seite zeitweise die Hoffnung, dass es Audi/Volkswagen – noch immer erkennbar stark unter dem Eindruck der "Diesel-Thematik" stehend – ernst gemeint haben könnte mit den gebetsmühlenhaft vorgetragenen Beteuerungen nach einer neuen "Unternehmenskultur" und einem Neuanfang. Der damals noch amtierende CEO Rupert Stadler sprach auf der Hauptversammlung im Mai sogar wiederholt von "Together for Integrity" als neuem Leitbild der Audi AG. Tempi passati, Herr Stadler scheint mit Blick auf die aktuellen Ereignisse im Konzern an weiteren Kapiteln dieser neuen Integritätskultur im Audi-Konzern vorläufig nicht mehr mitschreiben zu können. Der im Kern positive Eindruck der Hauptversammlung hat zuletzt wieder erheblich gelitten.

Bei uns ist – wieder einmal – der Eindruck entstanden, dass die Audi AG erhebliche Defizite in der Kommunikation gegenüber den eigenen Streubesitzaktionären offenbart, während die Volkswagen AG ihre eigenen Aktionäre besser und schneller über die Vorgänge bei der Tochter Audi AG informiert als Vorstand und Aufsichtsrat der Audi AG, obwohl diese bekanntlich börsennotiert ist.

Diese Ungleichbehandlung der Aktionäre innerhalb des verzweigten Volkswagen-Konzerns sehen wir kritisch und sie werfen – Stichwort "Neuanfang" – auch kein gutes Licht auf die Verantwortlichen und Verantwortlichkeiten im Volkswagen-Konzern. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter: Es geht offenbar weiter mit der gezielten Desinformation der Audi-Kleinaktionäre innerhalb des Volkswagen-Konzerns.

Die Tatsache, dass Audi-CEO Rupert Stadler am Montag, 18. Juni 2018 auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II aufgrund von "Verdunklungsgefahr" in Untersuchungshaft genommen wurde, ist hinlänglich bekannt und soll hier nicht weiter thematisiert werden.

Einen Tag später, am Dienstag, 19. Juni 2018, informierte die beherrschende Volkswagen AG im Rahmen einer Pressemitteilung, dass "der Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft (.) am Dienstag [Anm.: 19.06.2018] der Bitte von Konzernvorstand Rupert Stadler entsprochen [hat], ihn von seinen Aufgaben als Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG (!) zu entbinden." (Quelle: Volkswagen AG, Investor Relations, Finanznachrichten)

Die Volkswagen AG weist in dieser Pressemitteilung vom 19. Juni 2018 ferner darauf hin, dass Rupert Stadler in seiner Funktion als Vorsitzender des Vorstands der Audi AG zum 1. Januar 2010 in den Vorstand der Volkswagen AG berufen wurde.

In einer separaten Pressemitteilung vom gleichen Tag teilt die Volkswagen AG (!) weiter mit, dass der Aufsichtsrat der Audi AG beschlossen habe, Abraham Schot – seit September 2017 im Vorstand der Audi AG verantwortlich für den Geschäftsbereich Vertrieb und Marketing – mit sofortiger Wirkung kommissarisch die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden zu übertragen. (Quelle: Volkswagen AG, Investor Relations, Finanznachrichten)

An dieser Stelle beginnen aus unserer Aktionärsperspektive die Merkwürdigkeiten in der Kommunikationspolitik der Volkswagen AG / Audi AG gegenüber dem Kapitalmarkt, denn die Gremien und Zuständigkeiten von Audi und Volkswagen werden hier offenbar bunt nach Belieben vermischt.

Es hat – soweit wir es überblicken – bis zum heutigen Tag keine "offizielle" Kapitalmarktkommunikation der Audi AG als börsennotierter Gesellschaft zur "Personalie Stadler / Schot" gegeben, obwohl nicht zuletzt die Kursentwicklung der Audi AG-Aktie seit Ereigniseintritt – der Verhaftung des Vorstandsvorsitzenden und der erfolgten "Beurlaubung" – deutlich negativ war.

In erster Linie war Herr Stadler bis zu seiner Beurlaubung nicht "Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG", sondernVorstandsvorsitzender der Audi AG – und nur in dieser Funktion auch Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG. Konsequenterweise hätte also auch die Audi AG die "Beurlaubung" ihres Vorstandsvorsitzenden melden müssen. Es ist ferner davon auszugehen, dass die Beurlaubung – angeblich auf "Bitte" von Herrn Stadler – zunächst durch den Aufsichtsrat der Audi AG abgesegnet werden musste, ehe der Volkswagen-Aufsichtsrat hierüber zu informieren war. Wäre es anders, würde sich unweigerlich die Frage stellen, wer die Audi AG eigentlich überwacht und kontrolliert: der Audi-Aufsichtsrat oder der Volkswagen-Aufsichtsrat?

Wir haben bis zum heutigen Tag keine Kapitalmarktkommunikation der Audi AG auf www.audi.com oder in den einschlägigen News-Datenbanken zur "Personalie Stadler / Schot" gesehen. Nach unserer Einschätzung der Situation hätten der Aufsichtsrat und/oder Vorstand der Audi AG – losgelöst von der noch offenen, von der Justiz zu klärenden Schuldfrage – die Audi-Aktionäre über die "Beurlaubung" des Vorstandsvorsitzenden der Audi AG sofort nach dem Aufkommen erster Medienberichte informieren müssen. Es stellt sich für uns die Frage: warum wird die Volkswagen AG als Audi-Großaktionär und werden die Volkswagen-Aktionäre informiert, die Audi-Streubesitzaktionäre aber nicht?

Umso skurriler erscheint dieses Defizit in der Kapitalmarktkommunikation vor dem Hintergrund, dass die kommissarische (!) Bestellung von Herrn Rupert Stadler, damals Vorstand Finanz und Organisation der Audi AG, als Nachfolger von Martin Winterkorn zum 1. Januar 2007 durch den Aufsichtsrat der Audi AG von der Audi AG am 6. Dezember 2006 sogar "Adhoc" – wegen erheblicher Börsenkursrelevanz! – von der Audi AG gemeldet wurde (Quelle: www.audi.com, Kapitalmarktkommunikation, Ad-hoc-Meldungen).

Der guten Ordnung halber rufen wir nochmals in Erinnerung, dass es sich bei der Audi AG – auch wenn die Volkswagen AG dies gerne "vergisst" – um ein selbständig börsennotiertes Unternehmen mit langer Börsentradition und aussenstehenden Aktionären handelt, die ebenso einen Informationsanspruch haben wie die Aktionäre der Muttergesellschaft Volkswagen AG.

"Together for integrity" ist längst wieder Geschichte, wenn man die Ereignisse der letzten Wochen und Ihren Umgang damit auch gegenüber den Audi-Minderheitsaktionären unbefangen auf sich wirken lässt. Statt "Together for Integrity" ist es heute das "Schweigen der Ringe", das uns und viele andere Audi-Aktionäre beschäftigt und verärgert.

Ganz grundsätzlich stellt sich auch die Frage, wie lange das aktuelle "Führungsvakuum" an der Unternehmensspitze der Audi AG angesichts der andauernden "Beurlaubung" von CEO Stadler überhaupt noch andauern soll. Aus unserer Sicht ist jetzt der Aufsichtsrat in der Pflicht, möglichst zeitnah für klare Verhältnisse in der Führung der Audi AG zu sorgen – auch, um weiteren Schaden vom Unternehmen abzuwenden.

Die jüngsten Ereignisse in der Audi AG (sowie implizit auch der Volkswagen AG!) erinnern uns bisweilen – leider – an das japanische Sprichwort von den drei Affen:

Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen.

Wir erwarten von Ihnen, dass Sie die Aktionäre der Audi AG von jetzt an offen, transparent und vollständig über alle Angelegenheiten informieren, die die Audi AG und ihre Minderheitsaktionäre betreffen. Dazu zählen auch alle weiteren personellen Entwicklungen in Vorstand und/oder Aufsichtsrat.

Darüber hinaus erwarten wir von Vorstand und Aufsichtsrat der Audi AG, dass diese Gremien – ohne Ansehen der Person – rechtliche Schritte gegen alle amtierenden und ehemaligen Vorstände bzw. Aufsichtsräte der Audi AG einleiten, deren Fehlverhalten juristisch erwiesen ist und deren Handlungen die Audi AG und ihre Aktionäre in der Vergangenheit geschädigt haben bzw. noch schädigen werden. Dies betrifft auch alle Fragen der Organhaftung. Auch daran werden wir Sie und den von der Verwaltung propagierten "Neubeginn" bei der Audi AG messen. Wir erlauben uns, diesen gerade erst begonnenen Erneuerungsprozess weiter konstruktiv-kritisch zu begleiten.

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Insolvenzverfahren für die insolventen deutschen P&R Gesellschaften eröffnet

Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé
Insolvenzverwalter der P&R Container Vertriebs- und
Verwaltungs-GmbH, Grünwald, der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, sowie der P&R Transport-Container GmbH, Grünwald

Rechtsanwalt Dr. Philip Heinke
Insolvenzverwalter der P&R Container Leasing GmbH, Grünwald

Insolvenzverfahren für die insolventen deutschen
P&R Gesellschaften eröffnet – Insolvenzverwalter bestätigt

Im Zuge der Sicherung von Vermögenswerten erste 
Zahlungseingänge aus der Schweiz bewirkt

Anleger können nun ihre Forderungen anmelden – 
Hinweise der Insolvenzverwalter dazu

Das Amtsgericht München hat mit Beschluss vom 24. Juli 2018 die Insolvenzverfahren für die deutschen P&R Container-Verwaltungsgesellschaften eröffnet und die Rechtsanwälte Dr. Michael Jaffé und Dr. Philip Heinke (beide Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter) als Insolvenzverwalter bestellt. Beide waren in den jeweiligen Verfahren bislang schon als vorläufige Insolvenzverwalter tätig. Mit der Eröffnung der Insolvenzverfahren ist nun der Weg für die rund 54.000 Anleger frei, ihre Forderungen gegenüber den insolventen Gesellschaften anzumelden. Das Gericht hat dafür eine Frist bis zum 14.09.2018 gesetzt. Die ersten gerichtlichen Gläubigerversammlungen (sog. Berichtstermine) finden am 17. und 18. Oktober 2018 statt. Hierfür wurde die Münchener Olympiahalle reserviert, um möglichst vielen interessierten Gläubigern die Teilnahme zu ermöglichen. Das Gericht bestätigte zudem die bestehenden Gläubigerausschüsse und erweiterte diese angesichts der Größe und Komplexität der Insolvenzverfahren um jeweils zwei Mitglieder. Diese bestehen nun aus sieben bzw. fünf Mitgliedern und vertreten die Interessen aller Gläubiger. In den Ausschüssen sind Anlegeranwälte ebenso vertreten wie Großgläubiger und Vertreter der Kleingläubiger- und Arbeitnehmerinteressen. Zudem wurde nunmehr auch ein unabhängiges Mitglied bestellt, das über eine langjährige Erfahrung in Insolvenzsachen verfügt.

Verträge über nicht-existente Container

In ihrem nun bei Gericht zur Insolvenzeröffnung eingereichten Gutachten bestätigten die Insolvenzverwalter die bislang veröffentlichten Erkenntnisse. Demnach hat die Auswertung der vorinsolvenzlich nicht miteinander vernetzten Datensysteme in Deutschland und der Schweiz ergeben, dass die Zahl der von den vier deutschen Gesellschaften an die Anleger verkauften Container deutlich über der Zahl der vorhandenen und verwalteten Container liegt. Während rund 1,6 Mio. Container vorhanden sein müssten, da diese an die Anleger verkauft wurden, beläuft sich die tatsächlich verwaltete Containerflotte auf rund 618.000 Stück. Die Fehlmenge besteht bereits seit Jahren und hat sich – so die heutigen Erkenntnisse – seit dem Jahr 2007 immer weiter vergrößert.

"Dass heute so viele Container fehlen, bedeutet nicht, dass diese früher vorhanden waren und dann verloren gingen. Tatsächlich zeigen die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchungen, dass die deutschen Gesellschaften offensichtlich über viele Jahre hinweg Verträge mit Anlegern über Container geschlossen haben, die es de facto nie gegeben hat und die auch nicht angeschafft wurden. Vielmehr wurden die neu eingeworbenen Gelder dazu genutzt, laufende Verbindlichkeiten aus Mietzahlungen und Rückkäufen gegenüber Altanlegern zu begleichen. Da erhebliche Zahlungen für Container geleistet wurden, die es gar nicht gab, standen auch keine Mittel zur Verfügung, um die Containerflotte weiter aufzubauen und so die Fehlmengen zu reduzieren. Vielmehr vergrößerte sich der Fehlbestand seit dem Jahr 2007 kontinuierlich", so Dr. Jaffé.

Ziel: Minimierung der Schäden der Gläubiger

Jetzt geht es vor allem darum, die bestehende Containerflotte bestmöglich zu verwerten, denn nur hierdurch lassen sich die Schäden der Anleger minimieren. "Wir haben in den letzten vier Monaten insbesondere die Geschäftsbeziehungen der Schweizer P&R-Gesellschaft zu den Leasinggesellschaften und den Endkunden stabilisieren und Vertrauen aufbauen können, was angesichts der äußerst schwierigen Ausgangslage einen erheblichen Erfolg darstellt. Derzeit wird das weiterhin stabil laufende Vermietungsgeschäft fortgeführt. Ein übereilter Verkauf der gut vermieteten und nahezu vollständig ausgelasteten Containerflotte würde zum jetzigen Zeitpunkt unnötig Werte vernichten. Es geht uns darum bestmögliche Ergebnisse für die Gläubiger zu erzielen. Wir möchten nicht, dass Dritte die Gelegenheit nutzen, um auf Kosten der Gläubiger Geschäfte zu machen. Hierdurch würden die Anleger nur weiter geschädigt", erläutert Dr. Jaffé.

Aufgrund der vertraglichen und historisch gewachsenen Strukturen werden die laufenden Einnahmen aus der Fortsetzung der Container-Vermietung an Leasing- und Transportgesellschaften ausschließlich in der Schweizer Gesellschaft erzielt. Diese verfügte jedoch – ebenso wie die deutschen Gesellschaften – bei Insolvenzantragstellung über nahezu keine Liquidität mehr, was auch der Grund für die Insolvenzanträge der deutschen Gesellschaften war. Die Liquidität war durch die letzten Zahlungen an Anleger im Februar und März fast vollständig aufgebraucht worden. Durch die jetzt erreichten und weitere geplante Sicherungs- und Stabilisierungsmaßnahmen sollen die Einnahmen aus der Vermarktung der Container ebenso wie die Verwertungserlöse des eigenen Vermögens der Schweizer Gesellschaft einschließlich deren Beteiligungen letztlich allen Anlegern und Gläubigern der deutschen P&R Gesellschaften zu Gute kommen und in den deutschen Insolvenzverfahren an die Gläubiger verteilt werden.

Hierbei wurden weitere Fortschritte erzielt: So ist es gelungen, eine erste Auszahlung der Schweizer P&R Gruppen-Gesellschaft auf die Anderkonten der Insolvenzverwalter der deutschen Gesellschaften zu bewirken.

Die Insolvenzverwalter machen auch weiter deutlich, dass eine Verwertung und Befriedigung der Anlegeransprüche außerhalb der deutschen Insolvenzverfahren rechtlich wie faktisch ausgeschlossen ist. "Nur durch eine koordinierte Verwertung im Insolvenzverfahren können die Schäden für die Anleger so gering wie möglich gehalten werden. Eine Verwertung der Container durch die Anleger selbst ist nicht möglich und wirtschaftlich sinnlos."

Eine Verwertung durch die Anleger ist losgelöst davon auch deshalb unmöglich, weil diese kein Eigentum erworben haben: Die wirksame Übereignung von Gegenständen setzt nämlich voraus, dass der zu übereignende Gegenstand so präzise bezeichnet ist, dass ein Dritter schon an Hand der zwischen den Parteien getroffenen Absprachen diesen Gegenstand identifizieren kann (sog. "Sachenrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz"). Dies ist vorliegend mit den mit den Anlegern getroffenen Vereinbarungen nicht möglich, denn diese enthalten keine Bezugnahme auf konkrete Container. Die bloße Übereignung einer bestimmten Zahl eines bestimmten Containertyps genügt nicht, um zu bestimmen, welche Container im Einzelnen gemeint waren. Dies hat das Landgericht München I zwischenzeitlich in einer rechtskräftigen Entscheidung vom 20.06.2018 bestätigt. Auch in den wenigen Fällen, in denen die Anleger nach Vertragsschluss Zertifikate erhalten haben, ändert sich an diesem Ergebnis nichts.

"Dies ist jedoch kein wirtschaftlicher Nachteil für die Anleger", betonen die Insolvenzverwalter, "denn sie werden über die auf ihre Insolvenzforderungen gezahlte Quote an den Erlösen aus der koordinierten Verwertung partizipieren. Eine solche Verwertung kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn sie ungestört verläuft. Störungen des koordinierten Verwertungsprozesses können zu erheblichen Schäden für den einzelnen Anleger wie auch für die Gläubigergesamtheit bis hin zum Totalverlust führen. Die Anleger haben durchweg verstanden, dass es keine Alternative zu einer koordinierten Verwertung gibt und lassen sich nicht verunsichern. Wir wissen aus unzähligen Gesprächen, die wir mit Anlegern und deren Anwälten geführt haben, dass die große Mehrheit der Anleger mit der gewählten Vorgehensweise einverstanden ist und auf die Verwertung durch die Insolvenzverwalter vertraut, die ja bereits erste Erfolge gezeigt hat. Hierfür bedanken wir uns bei den Anlegern."

"Die Zahl der Anleger und Anwälte, die die Reedereien, die Leasinggesellschaften oder die Schweizer P&R-Gesellschaft ansprechen und dort Informationen über vermeintlich "ihre" Container oder direkte Zahlungen an sich verlangen, ist sehr klein. Es ist allen klar, dass keine dieser Firmen direkte Zahlungen an Anleger leisten wird. Allerdings besteht die Gefahr, dass Anleger durch solche Aktionen einen erheblichen Schaden verursachen. Denn die Geschäftspartner der Schweizer Gesellschaft haben mit den Vorkommnissen der Vergangenheit nichts zu tun und möchten das auch gar nicht. Wenn sie die Container nicht ungestört nutzen können, kann es passieren, dass sie P&R Container insgesamt außer Dienst stellen. Dann werden die Container auf einen Schlag zu einer Last und könnten zur Abdeckung der enorm hohen Standkosten durch Dritte zwangsverwertet werden. Für die Anleger würde dann nichts mehr übrigbleiben. Gleiches würde im Falle eines Konkurses der Schweizer P&R-Gesellschaft gelten", ergänzt Dr. Jaffé.

Durchsetzung von Haftungsansprüchen gegen die Verantwortlichen

Die Aufarbeitung der Insolvenzursachen und der sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen dauert noch an. Insbesondere werden weiterhin die umfangreichen Unterlagen ausgewertet, die für die weiter zurück liegende Vergangenheit teilweise nur in Papierform vorliegen und händisch aufgearbeitet werden müssen. Dabei geht es auch um die Analyse der Zahlungsflüsse innerhalb der P&R-Gruppe, um zu überprüfen, ob Gelder zweckwidrig verwendet wurden. Derzeit gibt es noch keine Anhaltspunkte dafür, dass signifikante Geldbeträge rechtsgrundlos an einzelne Beteiligte oder Dritte geflossen wären. Die Untersuchungen werden jedoch weiter fortgesetzt. Unabhängig davon bestehen Haftungsansprüche gegen die für die Vorgänge verantwortlichen Personen, die mit Nachdruck durchgesetzt werden. Erste Ansprüche daraus sind bereits geltend gemacht worden. Weitere Anspruchsgeltendmachungen werden folgen. "Die Anleger haben ein Recht darauf, dass die Verantwortlichen auch zivilrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden", so Dr. Jaffé.

Er warnt jedoch davor, zu große wirtschaftliche Erwartungen daran zu knüpfen: "Die daraus bestenfalls für die Masse zu generierenden Vermögenswerte werden kaum geeignet sein, die enormen Schäden in Milliardenhöhe auch nur ansatzweise auszugleichen. Für einzelne Anleger macht es wirtschaftlich wenig Sinn, hier selbst aktiv zu werden. Es ist unsere Aufgabe, erfolgversprechende Ansprüche gegen die Verantwortlichen durchzusetzen, wenn sich hierdurch Gelder realisieren lassen. Die Erlöse aus der Durchsetzung von Haftungsansprüchen werden im weiteren Verlauf der Insolvenzverfahren über die Quote an die Gläubiger verteilt".

Parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft München I weiter gegen mögliche Verantwortliche, wobei der damalige Geschäftsführer Feldkamp bereits im Jahr 2016 verstorben war und der Geschäftsführer Stömmer, der ebenfalls in der relevanten Zeit tätig war, vor wenigen Wochen überraschend verstorben ist, was auch für die Insolvenzverwaltung die Aufarbeitung der Vergangenheit nicht erleichtert.

Forderungsanmeldung mit vorausgefüllten Formularen

Mit der Eröffnung der Insolvenzverfahren werden die Insolvenzverwalter die Anleger anschreiben und ihnen Formulare für die Anmeldung ihrer Forderungen in den verschiedenen Insolvenzverfahren übermitteln. Diese werden voraussichtlich Anfang August versandt werden. Um Anlegern die Anmeldung dieser Schadenersatzforderungen möglichst zu erleichtern, aber auch, um im Interesse der Gläubiger die Verfahrensabwicklung effizient zu gestalten, wurden aus den Systemen der Gesellschaften Daten zu möglichen Ansprüchen der Anleger ermittelt und die Formulare entsprechend vorausgefüllt, so dass es für die Forderungsanmeldung genügt, das Formular zu überprüfen, ggf. zu korrigieren und unterzeichnet zurückzusenden. Eine Forderungsanmeldung per E-Mail ist nicht möglich. Die Prüfung der Forderungsanmeldungen erfolgt unabhängig von der Anmeldung zu einem späteren Zeitpunkt.

Auch Anleger, die ihre Forderungen bereits vor Eröffnung der Insolvenzverfahren geltend gemacht hatten, müssen ihre Forderungen jetzt formal zur Insolvenztabelle anmelden, damit sie berücksichtigt werden. In jedem Fall werden die Anleger gebeten, den Erhalt der Formulare abzuwarten und diese nach Möglichkeit zu nutzen, um eine effiziente Erfassung der weit über 80.000 Forderungsanmeldungen sicherzustellen. Wer die vorausgefüllten Formulare nutzt, muss den Anmeldungen keine weiteren Unterlagen beifügen, da diese bei den insolventen Gesellschaften bereits vorhanden und den Formularen zugeordnet sind.

Die Rücksendung der Formulare soll bis spätestens zum 14.09.2018 erfolgen. "Wir bitten vor allem die Anleger, die zur Gläubigerversammlung erscheinen wollen, darum, die Formulare möglichst rasch zurückzusenden, damit sie rechtzeitig erfasst werden können", so die Insolvenzverwalter.

Berichtstermine im Oktober in der Olympiahalle

Das Gericht hat für die ersten Gläubigerversammlungen (Berichtstermine) die folgenden Termine festgesetzt:

P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH | Datum: 17.10.2018, 10:00 Uhr (Einlass ab 08:00), Ort: Olympiahalle München, Eingang Ost, Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München

P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH | Datum: 18.10.2018, 09:00 Uhr (Einlass ab 08:00), Olympiahalle München, Eingang Ost, Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München

P&R Transport-Container GmbH | Datum: 18.10.2018, 15:00 Uhr (Einlass ab 14:00), Olympiahalle München, Eingang Ost, Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München

Die Versammlungen finden angesichts der hohen Zahl an Gläubigern in der Olympiahalle statt. Der Berichtstermin der P&R Container Leasing GmbH wird wegen der geringeren Zahl der zu diesem Termin erwarteten Gläubiger im Anschluss in den Räumen des Insolvenzgerichts stattfinden.

Im Berichtstermin wird der Insolvenzverwalter den Gläubigern ausführlich über den aktuellen Stand des Verfahrens berichten. Auch wird zu den Hintergründen der Insolvenz, den Krisenursachen, zu den Verwertungsmöglichkeiten und dem weiteren Vorgehen berichtet werden. Zudem werden im Berichtstermin wichtige verfahrensleitende Entscheidungen getroffen. Die Gläubiger sind eingeladen, an der Versammlung teilzunehmen, wenn sie sich aus erster Hand informieren wollen.

Aktualisierte Fragen und Antworten

Zudem wurden die laufenden Fragen der Anleger und der Vertriebspartner ausgewertet. Dementsprechend wurden auch die Antworten auf häufig gestellte Fragen ergänzt und enthalten jetzt auch zahlreiche neue Antworten zu Fragen zur Forderungsanmeldung und zum Berichtstermin. Die Gläubiger und Anleger finden diese auf der eigens dafür eingerichteten Internetseite www.frachtcontainer-inso.de, die regelmäßig aktualisiert wird.

Weitere Informationen

Dr. Michael Jaffé zählt zu den erfahrensten und renommiertesten Insolvenzverwaltern Deutschlands. Er wird seit über zwei Jahrzehnten regelmäßig von den Gerichten in schwierigen und großen Insolvenzfällen bestellt, in denen es darum geht, das Vermögen für die Gläubiger zu sichern und bestmöglich zu verwerten. Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia des verstorbenen Dr. Leo Kirch, der vormals weltweit tätige Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des ehedem größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa, deren Anteile ebenfalls von einer Gesellschaft in der Schweiz gehalten wurden. In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH konnte er vor kurzem den Gläubigern mitteilen, dass ihre Forderungen in voller Höhe befriedigt werden können. Darüber hinaus gelang es ihm unter anderen die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen.

Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera, die mit der Daseinsvorsorge für rund 200.000 Menschen befasst waren, konnte er die Betriebe nach dem Insolvenzantrag schnell stabilisieren und in der Folge ohne Einschränkungen fortführen. Zwischenzeitlich wurde für alle Beteiligungen eine dauerhafte Fortführungslösung realisiert. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Derzeit ist er darüber hinaus als Insolvenzverwalter für die ProHealth AG, die Phoenix Solar AG und die Dero Bank AG bestellt.

Dr. Philip Heinke ist seit vierzehn Jahren Rechtsanwalt in der Kanzlei JAFFÉ und wird seit zehn Jahren überregional als Insolvenzverwalter bestellt. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen in grenzüberschreitenden Insolvenzverfahren ebenso wie in Kapitalanlageverfahren.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Die Anwälte der Kanzlei verstehen Unternehmenskrise und Insolvenz nicht als Ausdruck unternehmerischen Scheiterns, sondern setzen sich mit großem Nachdruck und Erfolg dafür ein, dass das Unternehmen in der Insolvenz saniert wird, Arbeitsplätze erhalten und zugleich die Gläubiger bestmöglich befriedigt werden, und zwar sowohl innerhalb eines klassischen Insolvenzverfahrens als auch im Rahmen von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren. Die Anwälte der Kanzlei werden regelmäßig in schwierigen Verfahren als Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt; ihre Erfahrungen und ihre Unabhängigkeit sind ein Garant für ein faires und erfolgreiches Verfahren.

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Grundsteinlegung für neue Produktionsstätte am Standort Schmölln

  • Tekfor schafft weitere hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort Schmölln
  • Kapazität für Nockenwellenproduktion erweitert – Wachstumsschub für Gruppe

"Das ist ein entscheidender Baustein unserer Zukunftsstrategie und eines der Fundamente des weiteren Wachstums der Tekfor Gruppe." Mit diesen Worten fasste der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Johann Ecker, heute bei der feierlichen Grundsteinlegung den Sinn und Zweck der bevorstehenden Erweiterung des Tekfor-Standorts Schmölln zusammen. Auf über 6.000 Quadratmetern entsteht hier in den nächsten Monaten eine moderne Produktionsstätte für Antriebskomponenten für die internationale Automobilindustrie. Mit der Kapazitätserweiterung ist die Schaffung weiterer hochqualifizierter Arbeitsplätze verbunden.

"Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Standort direkt neben den Bestandsgebäuden vergrößern können. Unser 2,5 Hektar großes Grundstück im Gewerbegebiet Crimmitschauer Straße bietet ausreichend Platz für den Neubau. Auch für eine bereits geplante Erweiterung um 4.000 Quadratmeter in einem zweiten Bauabschnitt reicht die vorhandene Grundstücksfläche aus", erklärt Johann Ecker.

Die Neumayer Tekfor Schmölln GmbH wurde 2001 gegründet und zählt zu den neuesten Werken der Tekfor Gruppe. Aktuell produzieren hier rund 300 Mitarbeiter Antriebskomponenten wie etwa Nockenwellen und Pleuelstangen für weltweit führende Automobilhersteller. "Wir investieren hier im ersten Schritt rund 10 Millionen Euro in den Neubau und die Produktionsanlagen, um unsere Kapazität für den zukünftigen Bedarf zu erweitern", betont Johann Ecker.

Die TEKFOR Gruppe hat sich im vergangenen Jahr als strategisch eigenständiger "Global Player" im Automotive-Markt positioniert und ist wieder auf Erfolgskurs. Dazu hat vor allem eine Erweiterung der Wertschöpfungskette von Massivumformung, Zerspanungstechnik, Wärme- und Oberflächenbehandlung bis hin zu einbaufertigen Einzelteilen und zur Montage kompletter Baugruppen beigetragen. Heute ist TEKFOR führend in der Herstellung gewichtsreduzierter, leistungsstarker Komponenten.

Präzisionsteile und Applikationen von TEKFOR finden sich heute fast überall in PKWs und LKWs, vor allem dort, wo es um Sicherheit und Zuverlässigkeit geht. Die Vision für TEKFOR ist dabei unverändert: Der führende Partner bei hochdifferenzierten Produkten für die Globale Automobilindustrie zu sein.

Am Standort Schmölln sind die Kernkompetenzen Zerspanung, Wärmebehandlung und Montage angesiedelt. Damit verbunden sind hoch qualifizierte Arbeitsplätze. "Innovation, Präzision und Qualität sind die Werte, die Tekfor im internationalen Wettbewerb herausheben, und für die unsere Mitarbeiter stehen. Für unsere neue Produktionsstätte brauchen wir neue Kollegen, die diese Werte teilen. Wir können ihnen als flexibler Mittelständler neben einer leistungsgerechten, tarifgebundenen Entlohnung auch attraktive Zusatzleistungen bieten. Das macht Tekfor in der Region auch als Arbeitgeber interessant," betont Werksleiter Jens Heger.

Als Partner beim Neubau entschied sich Tekfor für den Leipziger Geschäftsbereich der Freyler Industriebau GmbH. Freyler wird den Neubau nach detaillierter Planung bis Februar 2019 schlüsselfertig ausführen.

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Durchbruch in der Tinnitus-Therapie

Mit Veröffentlichung in dem Fachmagazin für Komplementärmedizin CO.med 06/2018 informierte Dr. med Johannes Ebbers aus Düren über die Ergebnisse seiner klinischen Anwenderbeobachtung mit dem Tinnitus-Therapiegerät tinniwell.

Seit 2016 vertreibt die Resaphene Suisse AG (Börse Wien: CH0367465439) das tinniwell. Das Gerät kann von dem Patienten in der heimischen Umgebung oder auch mobil angewendet werden. Es vereinigt dabei den Ansatz der Wärme- und der Musiktherapie in einem Gerät, welches zum Patent angemeldet wurde. Darüber hinaus kann es die exakte Frequenz des Tinnitus bei dem Patienten ermitteln. Wettbewerber, die mit Apps arbeiten, können dieses meist nur indikativ und daher führt die Therapie dort nicht zum Erfolg.

Im Zeitraum Oktober 2016 bis Juli 2017 wurden 30 Patienten mit einem chronisch dekompensierten Tinnitus rekrutiert. Die Teilnehmer der Studie waren zwischen 17 und 72 Jahren alt und wurden zuvor unterschiedlichen Untersuchungen (z.B. otoneurologische Abklärung) unterzogen; Ausschlusskriterium war u.a. eine organische Ursache des Tinnitus.

Zum Start der Therapie wurde bei den Teilnehmern der Tinnitus-Schweregrad anhand des Mini-Questionaires nach Göbel und Hiller ermittelt. In der vierwöchigen Therapiezeit sollte das tinniwell mindestens 30 Minuten täglich angewendet werden und leichte Tätigkeiten wie Lesen usw. waren statthaft.

Nach spätestens 6 Wochen wurde bei den Patienten erneut der Tinnitus-Schweregrad ermittelt. 1 Teilnehmer brach ohne Angaben von Gründen ab, womit von 29 Teilnehmern die Daten erhoben werden konnten. Im Durchschnitt ging der Tinnitus um 54,1% zurück. Die Bandbreite der Ergebnisse lag zwischen 100% (vollständige Linderung) und 20% Verbesserung.

Die Studie ist hier abrufbar:
http://resaphene.ch/wp-content/uploads/2018/08/comed_062018-Artikel-DrEbbers.pdf

"Die Ergebnisse der Anwenderbeobachtung ermutigen uns im nächsten Schritt eine Doppelblindstudie durchzuführen." so Anke Rauterkus, CEO der Resaphene Suisse AG. "Als Schlüssel zum Erfolg der Therapie sehen wir die Kombination aus Wärme und frequenzgefilterter Musik. Mittlerweile ist der Prototyp zur 3. Serie des tinniwell entwickelt worden. Die neue Gerätegeneration ist erheblich kleiner und wird zukünftig Schnittstellen zu Smartphones und anderen Geräte haben."

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