Neue CEBIT als buntes Festival – aber mit weniger Business

Der VOI – Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. zieht nach Abschluss der diesjährigen CEBIT für seine Mitaussteller an den vom VOI betreuten Ständen Bilanz. Hiernach ist die Zahl der Fachbesucher deutlich zurückgegangen. Nur noch am zweiten Messetag wurde eine zu den Vorjahren vergleichbare Besucherfrequenz registriert. Die neue Anordnung der Hallen und die damit einhergehende Neugliederung der Themen gelang offensichtlich nicht und stiftete bei den Besuchern zusätzlich Verwirrung. Die Qualität der Besucher blieb hingegen unverändert hoch und sorgte dann bei den Ausstellern doch für den einen oder anderen guten Kontakt.

Durchaus eine Bereicherung stellte das Festival auf dem neuen Campus vor den Hallen dar. Viele junge Menschen besuchten die dort aufgebauten Event-Stände und insbesondere die am Abend stattfindenden Konzerte. Den Weg in die Hallen fanden sie aber nur selten, so dass die gewünschte Vernetzung der beiden Welten nicht wirklich stattfand. Für Aussteller aus dem „Business to Business“ Bereich (B2B) erschloss sich ein greifbarer Mehrwert des Festivals insofern noch nicht. Ganz im Gegenteil hat es den Anschein, dass das neue Konzept viele bisherige Fachbesucher zunächst von einer Reise nach Hannover abgeschreckt hat.

So sehr man also die Belebung durch das Festival und die Teilnahme von neuen jungen Besucherschichten an der CEBIT begrüßen kann, so wenig direkte Impulse strahlten noch vom Festival auf das Geschäft in den Hallen aus. Hier sind Anpassungen am Konzept der Veranstaltung dringend notwendig, um die Attraktivität für B2B-Aussteller wieder deutlich zu steigern. 

Ja, die neue CEBIT hat durchaus Spaß gemacht! Wenn jetzt noch mehr Business dazu kommt, könnte sich hier in den nächsten Jahren durchaus ein erfolgreiches Format entwickeln. Es bleibt den Veranstaltern zu wünschen, dass sie nach einer kritischen Analyse das Konzept in diesem Sinne noch einmal überarbeiten und dabei anders als bisher die Business-Anforderungen der Aussteller besser berücksichtigen. Wenn das gelingt und auch überzeugt, könnte es was werden mit dem Business-Festival.    

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