Technische Federn für die Medizintechnik

Metzingen, 11.05.2020 (PresseBox) – In der Medizintechnik kommt eine ganze Reihe unterschiedlicher Federtypen zum Einsatz, darunter auch  Formfedern, Kontaktfedern, Flachfedern, Blattfedern und Federklammern. Sie finden in Geräten, Apparaten und Beleuchtungskörpern Verwendung oder werden als speziell entworfene Metallclips zur Beschriftung genutzt.
Für ihren Einsatz in der Medizintechnik sind neben der idealen Form und Funktion der technischen Federn die strengen Handhabungs- und Hygienevorschriften in dieser Branche ausschlaggebend. So stehen neben den funktionellen Eigenschaften vor allem die Material– und Oberflächeneigenschaften der Komponenten im Vordergrund. Als Werkstoff sind rostbeständige Edelstähle mit der Werkstoffnummer 1.4310 und 1.4001 und einem Chromgehalt von über 14 Prozent am besten geeignet. Für Kontaktfedern kommen auch Kupferlegierungen wie CuSn6 und CuBe2 in Frage.
Neben der Sterilität der Komponenten ist es essenziell, dass sie auch über einen längeren Zeitraum hinweg intensiven Reinigungsprozessen standhalten. Die in diesem Bereich eingesetzten technischen Federn müssen über eine reine Oberfläche verfügen und sehr beständig gegen die häufigsten Korrosionsarten wie Flächenkorrosion, Muldenkorrosion, Kontaktkorrosion, Lochkorrosion und Spannungsrisskorrosion sein. Verschiedene Oberflächenbehandlungen wie Passivieren, Beizen und Elektropolieren stellen den notwendigen Schutz der Feder sicher und sorgen für eine reine Oberfläche. Nachfolgend die wichtigsten Eigenschaften der Oberflächenbehandlungen in der Medizintechnik.
Passivieren – Oxidschicht bietet Schutz
Beim Passivieren wird die Technische Feder mit einer Schutzschicht überzogen, der sogenannten Passivschicht. Der Überzug verhindert Korrosion – oder kann sie zumindest beträchtlich verlangsamen. Die Passivschicht entsteht durch spezielle Passivierungschemikalien oder natürlich durch Feuchtigkeit und Sauerstoff. Für dieses Verfahren müssen die Oberflächen metallisch rein sein. Das natürliche Passivieren dauert mehrere Tage; kommen Passivierungschemikalien zum Einsatz, reduziert sich die Zeit auf wenige Minuten. Passivierte Oberflächen verfügen durch ihre Oxidschicht über eine hohe Beständigkeit, können sich selbst regenerieren und bieten einen guten Korrosionsschutz.
Beizen – für metallisch reine Oberflächen
Beizen ist ein Verfahren, das alle Verunreinigungen von Edelstahloberflächen auf chemischem Weg – sprich durch Säure – beseitigt. Das Ergebnis ist eine metallisch reine Oberfläche. Nur darauf kann sich im nächsten Schritt die schützende Passivschicht bilden.
Elektropolieren – Edelstahloberflächen korrosionsbeständig machen
Das Elektropolieren behandelt die Oberflächen von Edelstahl. Es dient vor allem dazu, das Material optisch zu veredeln – beispielsweise bei medizinischen Geräten. In einem einzigen Arbeitsgang wird hierbei mittels einer anodischen Auflösung eine sehr dünne Schicht der Oberfläche abgetragen. Verunreinigungen, Partikel, Mikrorisse, Gefügestörungen und lokale Spannungen werden ebenfalls bereinigt. Die behandelten Oberflächen sind metallisch rein und glänzend, grat- und partikelfrei, im Mikrobereich geschlossen und verfügen über optimale Eigenschaften des Grundwerkstoffes. So behandelte Komponenten verfügen über eine gute Korrosionsbeständigkeit, minimierte Mikrorauheit, verbesserte Dauerfestigkeit sowie einen reduzierten Reibungskoeffizienten. Behandelte Oberflächen überzeugen zudem durch eine geringe Produktanhaftung sowie eine verringerte Belagbildung. Sie lassen sich somit sehr leicht und schnell reinigen.
Individuelle Metallfedern für die Medizintechnik
Welche medizinische Vorschrift der Auslegung Ihrer technischen Feder als Grundlage dient – ob die Medizintechnik-Norm DIN EN 60601-1, welche die mechanische Sicherheit von Medizinprodukten regelt oder die DIN 6784, welche die Beschaffenheit der Werkstückkanten definiert – Gutekunst Formfedern entwickelt mit Ihnen gemeinsam die optimale Lösung für Ihr Projekt.
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