Weingut Sauer: Leidenschaft für edle Tropfen

Das fränkische Weingut Sauer ist eine der Topadressen in Deutschland für feinen Wein. Für den Besitzer Horst Sauer ist das kein Grund, sich zurückzulehnen. Im Gegenteil: Stete Neugier und Leidenschaft treiben ihn zu immer neuen Höchstleistungen an.

Das Weingut Sauer im fränkischen Escherndorf bei Volkach gehört zu den absoluten Topadressen in Deutschland. Horst Sauer und seine Tochter werden mit nationalen und internationalen Auszeichnungen geradezu überhäuft. Gerade sind sie vom Weinführer Gault-Millau zum „Winzer des Jahres“ in Deutschland gekürt worden.

Horst Sauer freut sich darüber. Aber Grund zum Zurücklehnen sind die Auszeichnungen für ihn nicht. „Mich hat stets die Neugier getrieben. Schon als junger Mensch hatte ich den Ehrgeiz, aus den Trauben, die ich an den Rebstöcken hängen sah, das Bestmögliche zu machen“, sagt er.

Begonnen hat er 1977 mit 1,5 Hektar aus dem elterlichen Betrieb. Heute bewirtschaftet er zusammen mit seiner Tochter Sandra 20 Hektar: „Seit sie mitmacht, haben wir die Fläche mehr als verdoppelt.“ Sandra Sauer ist gelernte Winzerin und studierte Önologin und hat sich auch anderswo umgeschaut, bevor sie in die Heimat zurückkehrte. Vater Horst sieht sich und seine Tochter als Team. 180.000 Flaschen füllen die beiden jährlich ab. Vor allem den für Franken typischen Silvaner, aber auch Müller-Thurgau und Riesling. Sauers Einstellung zu seinem Wein ist von Respekt und Demut vor der Natur, dem Klima, dem Boden und den Reben geprägt. „Nicht wir machen den Wein. Der Wein macht uns. Er hat uns verändert. Und dann haben wir wieder den Wein verändert. Und der Wein wieder uns. Das ist wie ein Pingpong-Spiel.“ Sein Ziel sei es nicht, einen besseren Wein zu machen als andere, sondern einen besseren Wein als gestern.

Ein Beispiel dafür ist „Sehnsucht“, sein im Barrique-Fass ausgebautes Silvaner-Cuvée. Vieles entsteht auch in Zusammenarbeit mit Gastronomen wie den Spitzenköchen Tim Raue und Christian Jürgens. „Denn die Weine müssen zum Essen passen“, sagt Sauer.

Er ist sich sicher, dass man beim Trinken spüren kann, ob ein Winzer mit Leidenschaft an der Arbeit war. Diese Leidenschaft spürt er auch bei seinem Ecovis-Steuerberater Robert Menz aus Volkach, der ihn seit 23 Jahren begleitet. „Das ist jemand, der immer sein Bestes gibt. Und er hat Sensibilität für Wein“, lobt Sauer den Ecovis-Berater. Menz entstammt selbst einem Winzerhaushalt. Er kennt nicht nur die klassischen Themen wie Lohn- und Finanzbuchhaltung oder Jahresabschlüsse, sondern auch die spezifischen Themen der Winzer, wie die Bewertung von Weinbeständen. Und er hat Sauer nach dessen Worten „das Gefühl gegeben, nie allein zu sein“ – auch als große Bauvorhaben realisiert wurden. Menz hat eine besondere Beziehung zu dem Weingut. „Horst und Sandra Sauer sind mit Herz und Leidenschaft dabei, hinterfragen ständig, was sie machen, und wollen immer noch besser werden.“

Robert Menz Steuerberater bei Ecovis in Volkach

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Datenschutzbedingungen von Facebook rechtswidrig

Der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. hatte Facebook unter anderem wegen bestimmter Voreinstellungen zum Datenschutz im Registrierungsvorgang verklagt.

Facebook hatte bei den Privatsphäre-Einstellungen Voreinstellungen über die Reichweite der Datenverarbeitung getroffen, die bspw. die Zielgruppe von Postings, die Aktivierung des Ortungsdienstes für den Facebook-Messenger und die Freigabe des Links zur Nutzer-Chronik in Suchmaschinen betrifft. Der Nutzer musste die Voreinstellungen erst ändern, um die entsprechende Datenverarbeitung zu verhindern. Die von Facebook verwendeten Nutzungsbedingungen enthielten auch eine Klarnamenpflicht und eine Reihe vorformulierter Erklärungen (beispielsweise die Zustimmung zur Weiterleitung von Daten in die USA und deren Verwendung durch Facebook in kommerziellen, gesponserten oder verwandten Inhalten). Darüber hinaus mussten die Nutzer bestätigen, die Datenrichtlinie gelesen zu haben.

Das Gericht entschied jetzt, dass die Voreinstellungen im Datenschutz-Center gegen das Datenschutzrecht verstoßen. Das bloße Angebot eines „Privatsphärenrundgangs“ auf der Website bei der Registrierung sei kein ausreichender Hinweis auf den Umfang der Datenverarbeitung. Es fehle an einer ausreichenden Information des Nutzers für eine freie, umfassend informierte Entscheidung als Grundlage einer Einwilligung. Auch eine konkludente Einwilligung durch Fortsetzen der Nutzung könne aufgrund mangelnder Kenntnis von der Zustimmung nicht angenommen werden.

Bemerkenswert auch die Entscheidung, dass die Erklärung, die vom Nutzer verlangt wurde, nämlich dass er die „Datenrichtlinie“ gelesen habe, gegen deutsches AGB-Recht verstoße. Denn die Bestätigung würde die Beweislast zum Nachteil des Nutzers verschieben.

Auch die Selbstverpflichtung des Nutzers zur Angabe korrekter personenbezogener Daten sei unwirksam. Der Nutzer erteile nämlich gleichzeitig (für ihn nicht ersichtlich) seine Einwilligung zur Verarbeitung dieser Daten – mangels ausreichender Information sei diese aber nicht wirksam.

Die interessante und immer noch umstrittene Frage, ob eine Klarnamenpflicht überhaupt zulässig ist, lässt das Gericht aber leider ausdrücklich offen.

(Landgericht Berlin, Urteil vom 16.01.2018, Aktenzeichen 16 O 341/15)

Fazit

Es ist jetzt schon sehr schwierig, überhaupt eine wirksame Einwilligung in die Datenverarbeitung zu formulieren. Und das wird durch das neue Datenschutzrecht ab dem 25.05.2018 noch schwieriger, da beispielsweise ein Kopplungsverbot hinzukommt oder ein Mindestalter für die wirksame Einwilligung eingeführt wird (ab 16 Jahren).

Daher wird man sich künftig wohl eher auf ein berechtigtes Interesse an der Datenverarbeitung berufen, was die Datenschutzgrundverordnung ermöglicht.

Das Urteil zeigt aber auch, dass die bloße Erfüllung der Informationspflichten schon Schwierigkeiten bereitet. Denn bei Beginn der Datenerhebung muss über viele Dinge im Zusammenhang mit der Datenverarbeitung informiert werden.

Verstöße gegen diese Vorgaben werden mit dem neuen Recht durch die exorbitant steigenden Bußgelder übrigens noch wesentlich teurer.

Timo Schutt
Rechtsanwalt
Fachanwalt für IT-Recht

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Die Rolle der Praxismanagerin/des Praxismanagers in der Arztpraxis

Für den Großteil der niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte besteht die Hauptaufgabe darin, ihre Patienten medizinisch optimal zu versorgen. Neben der medizinischen Tätigkeit bleibt oft nur noch wenig Zeit, um sich mit der Organisation oder der Optimierung der Praxisabläufe zu beschäftigen.

Bei einer schlecht koordinierten Arztpraxis kann das Betriebsklima in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kann darüber hinaus zum Beispiel zu Über- oder Unterbesetzungen innerhalb der Praxis kommen und es können lange Wartezeiten für die Patienten entstehen. Die Konsequenz ist, dass zu wenig Zeit für die Hauptaufgabe einer Arztpraxis bleibt: die optimale Behandlung der Patienten.

Nicht zuletzt leidet bei einer missglückten Praxisorganisation auch die betriebswirtschaftliche Umsatz- und Ertragssituation. In solchen Fällen sowie bei Praxen mit hohem Personal- und Patientenstamm zahlt es sich daher aus, eine/n Praxismanager/in auszubilden bzw. einzustellen, um den Praxisablauf zu verbessern.

Wichtige Aufgaben der Praxismanagerin/des Praxismanagers

Für die Rolle des Praxismanagers/der Praxismanagerin eignen sich in der Regel erfahrene MFAs mit guten medizinischen Kenntnissen und Führungsqualitäten. Neben der effektiven Organisation der Praxisabläufe besteht die Hauptaufgabe darin, eine Führungsrolle zwischen medizinischen Fachangestellten und Praxisinhaber einzunehmen. Somit ist der Praxismanager/die Praxismanagerin ein Bindeglied zwischen Ärzten, Patienten und dem Praxisteam.

Ein/e erfahrene/r Praxismanager/in sorgt für einen reibungslosen Ablauf im täglichen Praxisbetrieb und eine angenehme Atmosphäre mit erhöhter Patientenbindung. Zudem sichert sie/er den wirtschaftlichen Erfolg der Praxis, denn anders als in früheren Zeiten, sind Arztpraxen keine wirtschaftlichen Selbstläufer mehr. Die Ausgaben der Krankenkassen stagnieren, andererseits sind immer mehr aufgeklärte Patienten bereit, für sinnvolle ärztliche Zusatzleistungen (IGeL) Geld auszugeben – die Aufgabe des Praxismanagers/der Praxismanagerin liegt darin, diese Leistungsangebote zu koordinieren.

Da der Trend in der modernen Ärzteschaft in Deutschland immer mehr in Richtung Berufsausübungsgemeinschaften und ärztliche Zentren geht, werden gute Praxismanager/innen immer wichtiger für die Koordination in großen Praxen. Ein/e gute/r Praxismanager/in versteht es, auch in schwierigen Situationen, den Überblick zu behalten und Ruhe zu bewahren, Unstimmigkeiten zu bereinigen und ohne Hektik nach Problemlösungen zu suchen.

Aufgaben des Praxismanagers/der Praxismanagerin auf einen Blick:

  • Praxisorganisation
  • Kassen- und Privatabrechnung
  • Führung
  • Mitarbeitereinsatzplanung/Zeitmanagement
  • Patientenbetreuung
  • Kommunikation
  • Prozessmanagement
  • Wirtschaftlichkeit, Marketing
  • Qualitätsmanagement
  • Kenntnis von Rechtsvorschriften

Für die Ausbildung zum Praxismanager/zur Praxismanagerin stehen, je nach verfügbarem und gewünschtem Zeitaufwand verschiedene Lehrgänge, wie z. B. Tages- und Wochenendkurse oder Fernkurse zur Verfügung. Heutzutage sind Praxismanager/innen aus einer modernen Arztpraxis nicht mehr wegzudenken. Wenn die/der beauftragte Praxismanager/in die oben genannten Aufgaben gut beherrscht und im Praxisalltag umsetzt, bleibt mehr Zeit für die Patientenbetreuung durch die MFAs und die Ärzte – das trägt zur Zufriedenheit aller Beteiligten bei.

Weitere Schritte zur Optimierung der Praxisabläufe

Eine weitere wichtige Voraussetzung für einen reibungslosen und wirtschaftlich erfolgreichen Praxisbetrieb ist der Einsatz geeigneter Marketingmaßnahmen zur Patienteninformation wie eine Praxishomepage, Wartezimmer-TV und informative Druckmedien.

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Erfolgreiche Blutspendeaktion bei der SCALTEL AG

Das Blutspende-Mobil des BRK machte am Mittwoch, den 11. April 2018 einen außertourlichen Stopp auf dem Firmengelände der SCALTEL AG in Waltenhofen. Ein „herzliches Dankeschön“ an alle Spender für die tatkräftige Unterstützung.

Blut spenden, Leben retten!
Diesem Aufruf folgten nicht nur 24 Mitarbeiter der SCALTEL AG und somit mehr als 10% der Belegschaft, sondern auch 62 externe Blutspender. Insgesamt haben 86 Teilnehmer 43 Liter Blut gespendet, wovon 22 Erstspender waren. Die gemeinsame Aktion des Bayerischen Roten Kreuzes mit der SCALTEL AG, wurde von den Teilnehmern für die Organisation, die Bewirtung und den unkomplizierten Ablauf gelobt und verlief durchweg positiv.

Tolle Aktion mit Blick auf die Allgäuer Berge
Nicht nur für die Erstspender war die Aktion etwas ganz Besonderes, auch für viele Stammspender war das Spenden in einem Blutspende-Mobil ein kleines Highlight. „Blutspenden mit einem herrlichen Ausblick auf die Allgäuer Alpen“, so schwärmte sogar eine Blutspenderin im Anschluss. Die SCALTEL AG lud alle Teilnehmer nach der Blutspende in ihre Firmenräume ein, um ihren Kreislauf bei einem kleinen Imbiss wieder in Schwung zu bringen und sich mit den Helfern auszutauschen. Die lebenswichtige Blutkonserve wird immer knapper und ist bei vielen Operationen und Erkrankungen unverzichtbar. Deshalb sind diese Termine auch so wichtig. Jede Spende zählt.

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Masterflex erhält AEO-Zertifizierung

Ein Unternehmen, das den Status AEO besitzt, gilt als besonders zuverlässig und vertrauenswürdig und kann dafür besondere Vergünstigungen im Rahmen der Zollabfertigung in Anspruch nehmen.

„Die Beantragung des Zertifikats war sehr arbeits- und zeitintensiv. Doch der Aufwand hat sich gelohnt, denn der AEO-Status bringt uns tatsächlich viele Erleichterungen“, sagt Robert Daitschmann, Head of Purchasing and Logistics bei der Masterflex Group. Unter anderem werden Waren und Unterlagen seltener, beziehungsweise vorrangig geprüft. Im Rahmen von Vorabanmeldungen muss Masterflex nur noch reduzierte Datensätze einreichen.

Diese Vorzüge kommen auch den Auftraggebern des weltweit tätigen Schlauch- und Verbindungsspezialisten in Gelsenkirchen zugute: „Der AEO-Status ist nicht nur ein Qualitätsmerkmal, er beschleunigt und vereinfacht die Zollabfertigung erheblich und bietet damit auch unseren Kunden einen echten Mehrwert“, sagt Daitschmann.

Die Bewilligung des AEO-Status ist an umfangreiche Voraussetzungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit, der Einhaltung einschlägiger Rechtsvorschriften und Darlegung der sicheren internen Prozesse geknüpft. Weiter müssen in den Bereichen Computersysteme und Datensicherung bestimmte Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Bei dem Zertifikat handelt es sich um ein wichtiges Element des EU-Sicherheitskonzepts. Der Status des „Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten“ ist in allen Mitgliedstaaten gültig und zeitlich nicht befristet. Er gilt innerhalb der Masterflex Group nur für die Marke Masterflex.

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Facebook: Gericht verbietet Löschung Kommentars

Das Landgericht Berlin hat eine einstweilige Verfügung gegen die Löschung eines Facebook-Kommentars erlassen. Es handelt sich nach unserer Kenntnis damit um das erste dementsprechende Urteil.

Der Kommentar des Antragstellers wurde von Facebook unter dem Hinweis auf einen Verstoß gegen die Gemeinschaftsstandards des Unternehmens gelöscht und der Nutzer wurde für 30 Tage gesperrt. Das Landgericht Berlin verbot Facebook jetzt mit einstweiliger Verfügung, den Kommentar zu löschen beziehungsweise den Nutzer zu sperren.

Da es sich bei einer Einstweiligen Verfügung um ein Eilverfahren handelt, das in der Regel ohne Anhörung des Gegners und ohne mündliche Verhandlung eine vorläufige („einstweilige“) Entscheidung ermöglicht, kann das natürlich alles noch anders werden. Eine Begründung gibt es daher leider auch nicht.

Im Sachverhalt ging es darum, dass der Nutzer einen Zeitungsartikel, in dem es unter anderem um Äußerungen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban zur Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland ging, kommentiert hat. Er schrieb: "Die Deutschen verblöden immer mehr. Kein Wunder, werden sie doch von linken Systemmedien mit Fake-News über „Facharbeiter“, sinkende Arbeitslosenzahlen oder Trump täglich zugemüllt."

Den Anwälten des Nutzers zufolge hob Facebook nach einer Abmahnung die Sperre auf, die Löschung aber nicht. Zur Begründung habe es geheißen, eine erneute sorgfältige Überprüfung habe ergeben, "dass die Gemeinschafsstandards korrekt angewendet worden waren und der Inhalt daher nicht wiederhergestellt werden kann". Die Gemeinschaftsstandards – sozusagen die „Hausordnung“ von Facebook – verbieten unter anderem Hassbotschaften und Gewaltaufrufe.

Timo Schutt
Rechtsanwalt
Fachanwalt für IT-Recht

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Cloud Act: USA bläst zum Angriff auf EU-Daten

In den USA hat Präsident Donald Trump den CLOUD Act unterzeichnet. Die Abkürzung steht für den Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act, der den bestehenden Stored Communications Act (SCA) ergänzt.

Das neue Gesetz verpflichtet Internet-Unternehmen in den USA, amerikanischen Sicherheitsbehörden auch dann Zugriff auf Daten von Nutzerinnen und Nutzern zu geben, wenn die Daten nicht in den USA gespeichert sind.

Umgekehrt sieht der CLOUD Act auch für ausländische Sicherheitsbehörden die Möglichkeit vor, direkt auf Nutzerdaten in den USA zuzugreifen. Interessierte Staaten können dafür ein bilaterales Abkommen mit den USA schließen.

Hintergrund ist unter anderem die Weigerung von Microsoft, in Irland gespeicherte Kundendaten an amerikanische Sicherheitsbehörden herauszugeben. Inzwischen liegt der Fall United States vs. Microsoft Corp. beim amerikanischen Supreme Court, dem höchsten US-Gericht. Das Gericht hat allerdings noch nicht entschieden. Es stellt sich jetzt die Frage, wie der oberste Gerichtshof damit umgehen wird, dass das neue Gesetz nun etwas ausdrücklich erlaubt, worüber gerichtlich erst noch entschieden werden soll.

Auf das Urteil wird in Fachkreisens schon längere Zeit gespannt gewartet, weil es enorme Auswirkungen auf den Datenschutz hat. Wenn nämlich tatsächlich auch Daten, die außerhalb der USA gespeichert sind, von US-Unternehmen an US-Behörden jederzeit herausgegeben werden müssen, dann stellt das einen klaren Verstoß gegen die Regelungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dar, die Daten von EU-Bürgern – gleich wo sie gespeichert sind – unter einen hohen Schutz stellt, auch vor Zugriffen öffentlicher Stellen.

Die Folge dessen ist, dass ein US-Online-Dienst nicht mehr von einem EU-Unternehmen rechtmäßig genutzt werden kann, da ein Verstoß gegen EU-Recht, also die DSGVO, unvermeidlich ist. Auch sind die Auswirkungen auf das US-EU-Privacy Shield noch nicht abzusehen. Bislang können EU-Daten an US-Unternehmen, die dem Shield beigetreten sind, übermittelt werden, da das Datenschutzniveau dem der EU angeglichen wurde. Doch der CLOUD Act führt dazu, dass das Niveau nicht mehr dem der EU entspricht.

Der CLOUD muss in der Konsequenz dazu führen, dass onlinebasierte US-Services ab sofort als unsicher und nicht datenschutzkonform anzusehen sind. Die EU hat nach unserer Kenntnis noch nicht reagiert. Es ist aber zu erwarten, dass eine Reaktion erfolgt. Wir werden gespannt beobachten, wie sich das Thema weiter entwickelt und hier berichten.

Timo Schutt
Rechtsanwalt
Fachanwalt für IT-Recht

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Ist LEAN unmodern?

Digitalisierung, Industrie 4.0, Agil sind die derzeitigen Megaschlagworte, wenn es um die strategische Ausrichtung von Unternehmen und Organisationen geht. Berater, Professoren, die Politik und nicht zuletzt die Medien meinen heute sehr genau zu wissen, wie sich die Unternehmen aufstellen müssen, um zukunfts- und konkurrenzfähig zu bleiben.

  • Was ist konkret zu tun?
  • Auf was muss sich beispielsweise ein mittelständischer Maschinenbaubetrieb einstellen?
  • Was bedeutet Digitalisierung für die eigenen unternehmerischen Prozesse einerseits und für das kundenorientierte Produktspektrum andererseits?

Unternehmen, die sich teils schon seit Jahren mit der konsequenten Implementierung von „Lean“ auseinandersetzen, sind hier eindeutig im Vorteil. Sind bereits Methoden und Tools zur kontinuierlichen Verbesserung etabliert, lässt sich natürlich der Schritt zur Digitalisierung der Prozesse leichter gehen, als wenn man bei „Null“ beginnt.

Außerdem dürfte jedem einleuchten, dass bereits optimierte, verschwendungsfreie – von den Beteiligten durchdachte und beherrschte – Prozesse sinnvoller und effizienter zu digitalisieren sind. Verschwendung zu digitalisieren macht keinen Sinn.

Der zweite Punkt auf der Zeitreise zu digitalisierten 4.0 Unternehmen dürfte den meisten mittelständischen Unternehmern größeres Kopfzerbrechen bereiten. Wie muss künftig das Produktspektrum aussehen bzw. wie muss es angepasst werden, um die Kundenbedürfnisse nach Maschinen und Anlagen, die im digitalen Umfeld bestehen können, befriedigen zu können.

Auch hier sind die Unternehmen eindeutig im Vorteil, die schon bisher mit „Leanmethoden“ entwickelt und gearbeitet haben. Kundenorientierung ist die Basis jeglicher Lean-Aktivität – ja auch der Wertschöpfungsbegriff ist entsprechend definiert. Wert für den Kunden schaffen bzw. wertschöpfend ist alles was der Kunde zahlt!

Dennoch wird es künftig nicht trivial sein, Produkte für Prozesse und Schnittstellen für Systeme zu entwickeln, welche auch von dem Kunden in vielen Fällen noch nicht detailliert spezifiziert werden können.

Hier werden agile Entwicklungsmethoden mit großer Sicherheit unverzichtbar sein, um den Anforderungen an künftige Produktentwicklungsprojekten Genüge zu tun.

Alles in allem lässt sich konstatieren, dass die Digitalisierung und Industrie 4.0 eher als die Weiterentwicklung der Leanphilosophie mit neuen technologischen Mitteln zu sehen ist und somit wohl auch in Zukunft nicht auf die – teils mühsame, aber lohnenswerte – Leanimplementierung verzichtet werden kann.

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Branchenvergleich: „Die Besten Berater 2018“

Porsche Consulting zählt zu den besten deutschen Unternehmensberatungen. Im aktuellen Branchenvergleich „Beste Berater 2018“ belegt die weltweit tätige Managementberatung Platz 1 in den Branchen „Auto & Zulieferer“ und „Maschinen- & Anlagenbau“. Die dritte Bestplatzierung erhielt Porsche Consulting für den Arbeitsbereich „Operations-Management“. Für die aktuelle Studie befragten die Marktforscher von Statista im Auftrag des Magazins „brand eins“ 1350 leitende Angestellte in Unternehmen, die Beratungsmandate vergeben. Nachzulesen ist der große Report in „brand eins Thema Consulting“ (Heft 9, 13. April 2018; 12 Euro). Online-Kiosk: https://kiosk.brandeins.de/

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Porsche Consulting schafft Anwendungsfälle für künstliche Intelligenz

Damit künstliche Intelligenz Realität werden kann, brauchen Wirtschaft und Industrie konkrete Anwendungsfälle. Um die zu schaffen, schließt Porsche Consulting eine strategische Partnerschaft mit UnternehmerTUM, dem Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München. Die Managementberatung will den Einsatz künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Start-ups und Wissenschaftlern in der Praxis vorantreiben. Dazu wurde jetzt in München die Initiative appliedAI (angewandte künstliche Intelligenz) gegründet.

Eberhard Weiblen, Vorsitzender der Geschäftsführung von Porsche Consulting, will die gewonnenen Erfahrungen Klienten in Beratungsprojekten zur Verfügung stellen. „Uns geht es darum, die neue Technologie in die Industrie hineinzutragen und Unternehmen bei der erfolgreichen Transformation zu begleiten. Die Initiative appliedAI bringt dafür die richtigen Köpfe zusammen.“

Die Managementberatung erweitert mit dieser Partnerschaft das eigene Leistungsangebot in den Bereichen Analytics und Artificial Intelligence. Teams aus Beratern und Experten für künstliche Intelligenz begleiten die Projekte von der Konzeptionierung bis zur Pilotierung. Mögliche Anwendungsfälle sind zum Beispiel die prädiktive Instandhaltung von Industrieanlagen, die datenbasierte Produktentwicklung oder die Automatisierung von Verwaltungsaufgaben. Eberhard Weiblen sieht in nahezu allen Branchen Einsatzmöglichkeiten für künstliche Intelligenz: „In der Industrie wird die Kooperation von Mensch und intelligenter Maschine die Produktivität steigern, zu anspruchsvolleren Aufgaben für die Mitarbeiter führen und Innovationen viel schneller voranbringen. Aber auch im Privatbereich wird künstliche Intelligenz die Lebensqualität steigern – beispielsweise in der Medizin.“

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