Das Gespinst der Digitalisierung

Übernehmen bald die Roboter? Hat die Menschheit noch eine Zukunft? Und was hat das mit der Ausbreitung des Populismus zu tun? Der Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump, die Abstimmung für den Brexit und die Abschaffung demokratischer Grundregeln in Ungarn, Polen und der Türkei haben nach Meinung von Ulrich Sendler eines gemeinsam: „Die aktuellen Angriffe auf die demokratischen Freiheiten kamen nicht durch einen Militärputsch, sondern

durch demokratische Abstimmungen zustande.“ Der Autor des bei Springer erschienenen Sachbuchs Das Gespinst der Digitalisierung vermutet, dass dieses Bröckeln gedachter demokratischer Gewissheiten etwas mit einer allgemeinen Entwicklung in der Welt zu tun hat, die einem großen Teil der Menschheit Angst macht: mit der globalen Digitalisierung, der digitalen Vernetzung und dem Eindringen künstlicher Intelligenz in scheinbar jede Ritze unseres menschlichen Lebens. In seinem Buch spannt Sendler jetzt einen Bogen von der Digitalisierung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Umbrüchen und verknüpft seine Analyse mit politischen, historischen, wirtschaftlichen, soziologischen und philosophischen Fragestellungen.

„Das, wofür sich da in einem Land nach dem anderen Mehrheiten entscheiden, sind keine neuen Ideen – es sind alte, längst überholt gedachte: Nationalismus, Ausgrenzung von Andersartigem sowie linke und rechte Wutparolen der extremen Art, denen man noch vor ein paar Jahren in kaum einem demokratischen Land der westlichen Welt das Erreichen einer Mehrheit zugetraut hätte“, gibt Ulrich Sendler zu Bedenken. Ausgerechnet in den führenden Industrieländern sei diese Epidemie ausgebrochen. Die Demokratie werde in immer mehr Ländern reduziert auf das Wahlrecht, während wichtige Elemente des Rechtsstaats aus der Verfassung gestrichen, Verfassungsgerichte in ihren Kontrollrechten beschnitten und Meinungs- und Pressefreiheit attackiert oder gänzlich beseitigt werden. Gleichzeitig verändert sich die Industrie, so Sendler weiter: „Die Art, wie mit Produktentwicklung und Produktion sowie mit Dienstleistung und Handel Werte geschöpft werden, ändert ihre Gestalt.“ In weniger als 20 Jahren habe sich die gesamte Gruppe der führenden Großkonzerne erneuert: „Die großen alten Industrien wie Konsumgüter- und Autohersteller oder Energieerzeuger und die Pharmaindustrie sind zwar noch da, aber ihre Führungsrolle ist in Frage gestellt – seit 2013 haben Apple und Google sich vor Coca-Cola an die Spitze der laut Interbrand wertvollsten Marken der Welt gesetzt.“ Die digitale Vernetzung sei zum Kern des Geschäftsmodells der führenden Unternehmen der Welt geworden.

Nach Sendlers Analyse gehen die gegenwärtigen Angriffe auf die Demokratie und deren schwache Abwehr nicht zufällig mit der Digitalisierung von Wirtschaft und Industrie einher: Sie sind vielmehr zwei Seiten derselben Medaille: „Es deutet sich erneut und in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit der Situation zu Beginn der Industrialisierung an, dass als Folge der Digitalisierung bald weltweit eine neue Wirtschaftsordnung an die Stelle der kapitalistischen Marktwirtschaft treten könnte.“ Vieles ließe zudem vermuten, dass sich der Übergang vom industriellen ins digitale Zeitalter nicht ohne Revolten, Umstürze und Kriege vollziehen wird.

Übersichtlich strukturiert und leicht verständlich geschrieben hilft das Buch Lesern, das Wesen der digitalen Transformation zu begreifen –  unter anderem, indem es Parallelen zur industriellen Revolution aufzeigt. In seinem Rückblick auf die Geschichte zeigt Ulrich Sendler, auf welche Art und Weise gesellschaftliche Phänomene wie Klassenkampf, Nationenbildung und Demokratisierung mit dem Industriezeitalter verwoben sind. Er beschreibt, wie die Digitalisierung spätestens seit den 1970er Jahren mit der massenhaften Herstellung von Mikrochips die Welt erobert. Diese Entwicklung ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass fast alle privaten und öffentlichen Bereiche davon geprägt sind. Der Autor verknüpft seine Schilderung mit politisch-gesellschaftlichen Umbrüchen – von der Revolte der 68er bis zum neoliberalen Gesellschaftsentwurf. Das Buch sagt nicht vorher, was auf uns zukommt. Es stellt Zusammenhänge her, hilft aktuelle Entwicklungen zu verstehen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ulrich Sendler will damit eine Debatte über das anbrechende digitale Zeitalter und damit über den dritten großen Umbruch der Menschheit nach der landwirtschaftlichen und der industriellen Revolution anstoßen.

Ulrich Sendler ist seit mehr als drei Jahrzehnten als Fachjournalist, Technologieanalyst und Autor rund um die Digitalisierung der Industrie tätig. Sein Buch Industrie 4.0 wurde in China ein Bestseller.

Ulrich Sendler
Das Gespinst der Digitalisierung
2018, 319 S.
Hardcover + eBook € 24,99 (D) | € 25,58 (A) | sFr 25.50 (CH)
ISBN 978-3-658-21896-6
Auch nur als eBook verfügbar

Weitere Informationen

Informationen zum Buch
www.springer.com/de/book/9783658218966

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Mit Gx® InnoSafe mehr Sicherheit vor Nadelstichverletzungen

Gebrauchte Spritzen sind mit ihren freiliegenden Kanülen eine allgegenwärtige Gefahrenquelle in Arztpraxen, Labors oder Krankenhäusern. Bestehende Nadelschutzsysteme vermindern die Verletzungsgefahr des Endanwenders, erfordern aber zusätzlichen Aufwand bei der Abfüllung beim Pharmaunternehmen und dem Einsatz der Spritze durch das medizinische Fachpersonal.  Mit Gx InnoSafe bietet Gerresheimer eine Spritze mit integriertem, passivem Sicherheitssystem, die unbeabsichtigte Nadelstichverletzungen vermeidet, eine erneute Wiederverwendung ausschließt und auf die Produktionsabläufe im Pharmaunternehmen als auch auf die einfache und intuitive Anwendung durch medizinisches Fachpersonal optimiert ist.

„Für Beschäftigte im Gesundheitswesen gehört es zum Alltag, mit bereits benutzten Injektionsnadeln zu hantieren. Dies führt in einigen Fällen zur Übertragung schwerer Krankheiten. Schätzungsweise ereignen sich in Europa rund eine Million Nadelstichverletzungen pro Jahr,“ erklärt Maximilian Vogl, Product Manager Injection Devices. und ergänzt, dass es im ungünstigsten Fall zu schwerwiegenden Infektionen führen kann. Zudem besteht die Gefahr, dass bereits benutzte Spritzen versehentlich ein zweites Mal eingesetzt werden.

Gx InnoSafe schützt zuverlässig vor unbeabsichtigten Nadelstichverletzungen und schließt eine erneute Wiederverwendung aus. Anders als bei vielen existierenden Lösungen wird der Nadelschutzmechanismus dabei automatisch aktiviert und erfordert keine zusätzlichen Handgriffe durch den Endanwender. Es handelt sich somit um ein sogenanntes passives Nadelschutzsystem. Ebenso vorteilhaft  ist für den Pharmazeuten die Verarbeitung der Gx InnoSafe Spritzen, die ohne größere Veränderungen auf bestehenden Linien im genesteten Zustand erfolgen kann. Ein zusätzlicher Montageschritt eines Sicherheitssystems wie derzeit marktüblich entfällt. 

Der Anwender wünscht sich ein Sicherheitssystem, das den vertrauten Injektionsvorgang unverändert lässt, intuitiv und ergonomisch bedienbar ist und keine zusätzliche manuelle Aktivierung zur Sicherung der Kanüle vor der Entsorgung erfordert. Das Gx InnoSafe Sicherheitssystem wird im Rahmen des Herstellungsprozess wie ein Standardnadelverschluss im Reinraum auf Gx RTF Glasspritzen montiert. Der Spritzenkörper ist völlig frei einsehbar, um optimal das Vorhandensein des Wirkstoffs, dessen Reinheit und die Verabreichung sehen und kontrollieren zu können. Auch die Injektion selbst wird wie gewohnt verabreicht. Nach dem Abnehmen der ergonomischen Verschlusskappe mit integriertem, flexiblen Nadelschutz wird die Spritze auf die Injektionsstelle gesetzt, die Kanüle in das zu verabreichende Gewebe eingeführt und der Wirkstoff wie bei einer herkömmlichen Spritze injiziert. Ein versehentliches Auslösen des Sicherheitssystems ist ausgeschlossen, da der Mechanismus vor der Injektion nicht vorgespannt ist. Das System wird erst beim Einstechen der Kanüle aktiviert und sorgt dann beim Entfernen der Spritze von der Injektionsstelle automatisch dafür, dass der Sicherheitsmechanismus dauerhaft verriegelt wird. Auf diese Weise ist die Kanüle zuverlässig verdeckt und eine erneute Wiederverwendung der Spritze ausgeschlossen.

Für das Pharmaunternehmen bietet Gx InnoSafe Vorteile beim Abfüllprozess von Ready-to-fill Spritzen. Das Sicherheitssystem wird im RTF-Prozess vollautomatisch aufgesetzt und durch visuelle Kontrolle zu 100 Prozent auf Durchstich und Positionierung überprüft. Die Spritzen werden dann einschließlich Sicherheitssystem in 100er-Lochtray (Nest) und Wanne verpackt, verschlossen und mit Ethylenoxidgas sterilisiert. Sie können auf bestehenden Abfülllinien ohne zusätzliche Vorbereitungs- und Assemblierungsschritte verarbeitet werden. Das Design des Sicherheitsmechanismus gewährleistet, dass eine unbeabsichtigte Aktivierung während Abfüllung, Verpackung und Transport vermieden wird. Das flexible Nadelschutzteil ist in allen marktüblichen Elastomeren für pharmazeutische Applikationen erhältlich. Mit der Einführung der neuen Produktlinie ist Gx InnoSafe für die 1,0 ml long RTF Glasspritze mit ½“ Kanüle verfügbar. Weitere Spritzenvarianten werden folgen.

Gerresheimer präsentierte seine Produkte und Services vom 9. bis zum 11. Oktober auf der CPhI Worldwide in Madrid in der Halle 4 am Stand C30.

Gx® und RTF® sind eingetragene Marken der Gerresheimer Gruppe. Innosafe ist eine zur Anmeldung eingereichte Marke der Gerresheimer Gruppe.

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Durch Microsoft Office 365 Integration wird Dienst-BMW zum mobilen Büro

Viele Menschen auf Geschäftsreise empfinden die Zeit im Auto oftmals als verschenkt und unproduktiv. Auch für den Geschäftsführer der Maler-Einkauf eG (MEG) in Paderborn war dies bis vor kurzem nicht anders. Nun sorgt ein von der Münsteraner GWS Gesellschaft für Warenwirtschaft-Systeme mbH umgesetztes Pilot-Projekt für ganz neue Möglichkeiten. Über eine integrierte Schnittstelle zu Microsoft Office 365 lassen sich in seinem BMW-Dienstwagen per Diktier- und Vorlesefunktion unter anderem E-Mails während der Fahrt bearbeiten, Termine zu- oder absagen und Besprechungsorte in das Navigationssystem übertragen.

Um Kunden- oder Lieferantentermine wahrzunehmen, legt der Geschäftsführer der Maler-Einkauf eG in Paderborn, Dietmar Meyer, pro Jahr mehrere zehntausend Kilometer zurück. Sein Dienstwagen ist also fast wie ein zweites Zuhause. Die Herausforderung bislang: Obwohl er die Zeit und auch die Ruhe hatte, konnte er während der Fahrt nur begrenzt administrative und organisatorische Aufgaben per Telefon über seine Freisprechanlage erledigen. Ein Zugriff auf Daten oder Synchronisation verschiedener Endgeräte war während der Fahrt nicht möglich beziehungsweise erlaubt. Meyer: „Ich habe mir oft gewünscht, dass diese Zeit nicht verloren geht.“  

Mobiles Büro im Auto

Mit der Microsoft Office 365 Lösung innerhalb der BMW-Connected-drive-Varianten ist diese Einschränkung nun ein für alle Mal vorbei. Dank der Verknüpfung der Kommunikationseinrichtung des Pkw´s mit dem persönlichen Microsoft Office 365-Konto des Geschäftsführers werden E-Mails, Kontakte und Kalendereinträge kontinuierlich mit seinen anderen Endgeräten synchronisiert und lassen sich direkt im Auto bearbeiten, sogar ohne dass ein Endgerät in der Nähe ist. Der E-Mail Server des Unternehmens wurde dazu mit dem Exchange Online über eine Hybridstellung verbunden. Über eine Skype for Business Anbindung werden zudem Telekonferenzen automatisch im Kalender erkannt und lassen sich mit einem Klick starten. Das Besonders dabei: Der Fahrer muss kein Smartphone in die Hand nehmen, um die Konferenzkennung einzugeben, sondern kann sich so ganz auf den Verkehr konzentrieren. 

GWS setzt Projekt um 

Als langjähriger Kunde beauftragte die Maler-Einkauf eG (MEG) Paderborn die GWS mit der gesamten Umsetzung des Projekts. Die Vorteile, die sich heute für den Vielfahrer ergeben, sind beachtlich. Während zuvor die Zeit im Auto gar nicht oder nur beschränkt genutzt werden konnte, lässt sie sich nun effizienter nutzen, ohne die Fahrsicherheit zu gefährden. „Viele Dinge sind dann schon auf den Weg gebracht, bevor man am Ziel der Fahrt ankommt“, so Meyer.    

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26. Münchner Management Kolloquium – Smart & Agil & Disruptiv – Wertschöpfung 4.0

„Smart & Agil & Disruptiv –­ Wertschöpfung 4.0“ ist das neue Thema des am 12. und 13. März 2019 stattfindenden Münchener Management Kolloquiums. Über 80 renommierte Manager und Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen werden zu diesem Thema referieren und ihre Lösungskonzepte vorstellen. Die Digitalisierung verändert aktuell die Strukturen unserer Industrie wie keine andere Technologie zuvor: Roboter, die so einfach zu bedienen sind wie Smartphones. Maschinen, die aus ihren Fehlern lernen. Energiesysteme, die digital integriert und gesteuert werden. Und das alles total menschenzentriert.

Industrie 4.0 – Wenn analoge Maschinen zum Leben erwecken

Bis heute hat der wissenschaftliche und technologische Fortschritt drei industrielle Revolutionen hervorgerufen, die durch "kreative Zerstörung" die Wirtschaftstheorie und Unternehmenspraxis verändert haben. Die Welt steht heute vor der Herausforderung der vierten technologischen Revolution – der Industrie 4.0. Getrieben durch die Digitalisierung, zeichnet sie sich dadurch aus, dass neue, verschiedene Datenquellen entstehen und miteinander verknüpft werden. Maschinen beginnen mit anderen Maschinen zu kommunizieren und der Mensch nimmt nach und nach eine neue Rolle im Produktionssystem ein. Infolgedessen ergeben sich veränderte Informationsströme, die durch mehr Interaktionen und Transaktionen charakterisiert sind. Die Konnektivität steigt und die Integration von Daten, Menschen, Prozessen, Diensten und Systemen schafft so eine intelligente Fabrik und neue Produktionsökosysteme. Auch die Etablierung von Cyber-physikalischen Systemen zeigt sich unter anderem in einer Erhöhung der Konnektivität. Die mit dem Internet verbundenen Geräte haben sich in den letzten zehn Jahren alle fünf Jahre verdoppelt. Immer mehr Produkten wird eine „digitale Seele“ eingehaucht. Die Produkte und Maschinen, die wir erschaffen, werden dadurch komplexer aber auch personalisierter.

Die Digitalisierung lässt kaum einen Bereich im Unternehmen unberührt

Wie wird der Wandel, der sich in der Industrie ankündigt, die Arbeitswelt verändern? Sehr wahrscheinlich ist, dass es branchenübergreifende Veränderungen sein werden. Geschäftsmodelle, Strategien, Mitarbeiterkompetenzen und die gesamte Gesellschaft werden von den Einflüssen der Industrie 4.0 betroffen sein.

Produktionsunternehmen im klassischen Sinne werden sicher am Markt bleiben. Aber die etablierten Akteure werden zweifellos ihre Organisationen, Prozesse und Fähigkeiten verändern; ganz oder teilweise während der industriellen Revolution. Bislang waren es insbesondere die Branchenriesen wie Siemens, die die digitale Transformation vorangetrieben haben. Der Mittelstand wird jedoch kurzfristig nachziehen. Aktuell wird er durch ein wenig industrietaugliches Internet ausgebremst. Es wird aber neue Wettbewerber geben, die mit radikal neuen industriellen Geschäftsmodellen aufwarten.

Neue Umwandlungstechnologien wie z.B. das Internet oder Mobiltelefone wurden nicht erfolgreich, nur weil sie neu waren, sondern weil auf sie auch ein gesellschaftlicher Wandel folgte. Das Internet als Technologie hat keine sozialen Netzwerke erfunden, aber die sozialen Netzwerke haben sich dank dem Internet etablieren und sich weiter entwickeln können. Dasselbe gilt für die Industrie 4.0. Sie wird neue Rahmenbedingungen schaffen, welche die Spielregeln für die Industrieunternehmen verändern werden.

So ist zu erkennen, dass sich die Produktionssysteme mehr und mehr umstellen und sich auf die Endverbrauchermärkte anpassen. Die „One-size-fits-all“ Produktstrategien sind veraltet. Die Kunden verlangen unterschiedliche Wertschöpfung in den Produkten und wollen hochindividualisierte Produkte. Das physische Produkt rückt aus dem Fokus, seine Nutzung und damit sein Mehrwert stellt sich in den Vordergrund. In der Fabrik von morgen verschmelzen Informationstechnik, Telekommunikation und Fertigungsindustrie. Maschinen werden smarter und die Prozesse agiler.

Der Kundennutzen rückt in den Mittelpunkt der Innovationen

Digitale Technologien ermöglichen es, die Kunden in allen Phasen des Produktlebenszyklus mit einzubeziehen. Der Kunde ist damit nicht alleiniger Geschäftszweck, sondern wird dadurch zu einem kreativen Partner, der zur Innovationstätigkeit des Produktes beiträgt. Ermöglicht wird dies durch eine vernetzte Produktion oder auch Smart Factory. Mit Hilfe von Software werden Maschinen und Anlagen vernetzt, sodass sie den Produktionsplan, den eigenen Zustand und den der angrenzenden Betriebsmittel jederzeit kennen sowie die Arbeitsschritte automatisiert aufeinander abstimmen. Diese Vernetzung erfolgt sowohl innerhalb einer Fabrik, aber vor allem innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken. Diese Netzwerke bestehen aus mehreren Werken eines Unternehmens sowie den Produktionsstätten seiner Zulieferer und seiner Kunden.

Agilität zahlt sich aus

Die Industrialisierung hat sich auch dadurch entwickelt, dass sich Unternehmen auf einzelne wertschöpfende Prozesse spezialisiert haben. Jedoch mit Hilfe der Digitalisierung und der dadurch höheren Automatisierung können neue Geschäftsmodelle entstehen. Ein deutscher Industriezulieferer hat sich auf kleine Serien und Prototypen spezialisiert. Das Portfolio ist ganz auf den Kunden zugeschnitten: Manche Bauteile werden komplett hergestellt, bei anderen nur bestimmte Arbeitsschritte. Grund für dieses Modell ist Agilität, die das Unternehmen dadurch erlangt. Wer sich in der Branche auf ein Bauteil spezialisiert und es in großer Stückzahl herstellt, muss hohe Summen in die Serienfertigung investieren. Das macht abhängig vom Geschäft der großen Player in der Branche und birgt deshalb Risiken etwa, wenn das Bauteil dann früher als gedacht nicht mehr gebraucht wird.

Industrie 4.0 wird die Effizienz der deutschen Industrie um bis zu 30% steigern

Eine digitalisierte Supply Chain zeichnet sich dadurch aus, dass sämtliche Prozesse transparent werden. Somit werden auch Kosten sichtbar die bislang versteckt geblieben sind: Sicherheitsbestände und Working Capital, Maschinenauslastung, Prozessschleifen, Logistikkosten, Komplexitäts- und Qualitätskosten aber auch Instandhaltungsprozesse, die durch preventive Maintenance verbessert werden. In allen Bereichen sind Verbesserungsspannen von 10-30 % aber auch 60-70% möglich.

Auf dem Münchner Management Kolloquium werden Lösungskonzepte zur Industrie 4.0 diskutiert

Die Industrie 4.0 bietet viele neue Möglichkeiten, digitale Zwillinge, maschinelles Lernen, vorausschauende Wartung, intelligente Materialien sowie vernetzte und kollaborative Roboter (sogenannte Cobots). Unternehmen jeder Größe haben dadurch heute eine Vielzahl von High-Tech-Lösungen zur Auswahl, mit der sie die Zukunft gestalten können. Aber oft fällt es ihnen schwer vorherzusagen, welchen Wert diese Art von Lösungen haben könnten. Auf dem Münchner Management Kolloquium stellen über 80 renommierte Manager und Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen solche Lösungskonzepte vor.

Mehr Informationen zum 26. Münchner Management Kolloquium finden Sie unter: www.management-kolloquium.de.

Diesen Beitrag sowie weitere lesenswerte Veröffentlichungen finden Sie auf unserer Unternehmensseite unter: https://www.tcw.de/consulting-blog.

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Verschleissfest und vielseitig – die neuen Fräser VPX 200 & 300 mit tangentialen Wendeschneidplatten

Die umfangreiche Palette an leistungsstarken Fräsern mit Wendeschneidplatten von Mitsubishi Materials wurde erweitert und um ein brandneues Modell ergänzt: den VPX.

Verschleißfest

Die moderne Zerspanungsindustrie erfordert Vielseitigkeit und überragende Verschleißfestigkeit bei neuen Fräsern mit Wendeschneidplatten. Aufgrund dieser Anforderungen hat das Entwicklungsteam von Mitsubishi ein besonders verschleißfestes Fräswerkzeug mit tangentialer Wendeplattenanordnung entwickelt. Diese Art der Anordnung der Wendeschneidplatten ermöglicht einen größeren Kern des Werkzeugkörpers als bei herkömmlichen Fräsern mit radialer Anordnung. Dies verbessert die Gesamtsteifigkeit und ermöglicht höhere Zerspankräfte, ohne dass es zu übermäßiger Werkzeugverformung kommt. Infolgedessen sind höhere Vorschübe und Geschwindigkeiten möglich. Davon profitieren die Anwender, indem sie verschiedene Werkstücke ohne Werkzeugwechsel bearbeiten können. Darüber hinaus können effizientere Bearbeitungsstrategien, auch bei einer mannlosen Produktion eingesetzt werden.

Vielseitig

Der VPX kann für eine Vielzahl von Fräsoperationen verwendet werden: vom herkömmlichen Schulterfräsen über Tauchfräsen bis hin zu Taschenfräsen. Diese Vielseitigkeit sowie die Erkenntnis, dass die heutigen Kunden sowohl eine hohe Leistung als auch eine optimale Einsatzfähigkeit voraussetzen, um ihren Bestand an Schneidwerkzeugen zu minimieren, war ein wesentlicher Faktor der ursprünglichen Konstruktionsparameter.

Tangentiale doppelseitige Wendeschneidplatten

Die Geometrie der Wendeschneidplatte bietet die erforderliche Verschleißfestigkeit sowie vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Für das Tauchfräsen ist bei den meisten Fräswerkzeugen mit tangentialen Wendeschneidplatten die Verwendung einer speziellen Wendeschneidplatte erforderlich. Durch die innovative Geometrie der oberen Schneidkante der VPXWendeschneidplatte wird jedoch nur ein Typ für alle Bearbeitungsverfahren benötigt. Dadurch wird der Bestand an Wendeschneidplatten beim Kunden minimiert und etwaige teure Montagefehler werden vermieden. Darüber hinaus sind die Wendeschneidplatten doppelseitig und bilden somit die wesentliche Grundlage für maximale Wirtschaftlichkeit.

Die durchgehende Spanfläche der Wendeschneidplatte optimiert die Spanabfuhr und ermöglicht die präzise Bearbeitung von Wandungen, mit einer Rautiefe von nur 8 μm bei der Schulterbearbeitung. Darüber hinaus bietet die Nebenschneide, die nahtlos in den Eckradius übergeht, einen Vorteil, da sie eine gute Oberflächenbeschaffenheit des Bauteils ermöglicht. Die Geometrie der Schneide umfasst die Nebenschneide sowie einen Freiwinkel, der das Tauchfräsen ermöglicht.

Entwickelt für Sicherheit und Präzision

Sowohl der Fräskörper als auch die Wendeschneidplatte verfügen über große Kontaktflächen im Plattensitz für eine sichere und stabile Positionierung der Schneide. Dies beugt einer Ablenkung der Wendeschneidplatte vor, die durch Belastung während der Bearbeitung entstehen könnte. Darüber hinaus trägt ein zusätzlicher konvexer Positionierungssteg auf der Wendeschneidplatte zu einer höheren Festigkeit, Steifigkeit und Positionssicherheit bei.

Wendeschneidplattensorten und Beschichtungen

Für die Bearbeitung von Werkstoffen, von Kohlenstoffstahl, Edelstahl und gehärtetem Stahl bis hin zu Gusseisen und schwer zerspanbaren Materialien werden 8 verschiedene Sorten angeboten, darunter die neueste MP6100-, MP7100- und MP9100-Serie. Die PVD und CVD Kombination der TOUGH SIGMABeschichtungstechnologie von Mitsubishi, ermöglicht einen Schutz der Hartmetallsubstrate, der dem neuesten Stand der Technik entspricht.

Die Fräser der Serie VPX 200 und 300 sind mit zwei verschiedenen Wendeplattengrößen erhältlich und dadurch sowohl in größeren als auch in kleineren Maschinen einsetzbar. Die Serie 200 verfügt über Wendeschneidplatten der Größe 09, während die Serie 300 jene der Größe 12 enthält. Beide Serien sind als Schaft-, Einschraub- und Aufsteckwerkzeug in Größen von Ø16 bis Ø80 erhältlich.

WENDESCHNEIDPLATTEN DER SERIE MP6100/MP7100/MP9100
„TOUGH-Σ“-Technologie

Eine Kombination der verschiedenen Beschichtungsverfahren PVD und Multilayer-Beschichtung bietet zusätzliche Verschleißfestigkeit.

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Meyer Burger veräussert Geschäftsbereich Solarsysteme an Patrick Hofer-Noser

Im Rahmen der am 2. November 2017 kommunizierten Optimierung des Produktionsstandorts Thun und des Produktportfolios gab Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) heute bekannt, dass die Gesellschaft ihren Geschäftsbereich Solarsysteme („Energy Systems“) und die betroffenen 32 Mitarbeitenden auf eine neu zu gründende Gesellschaft 3S Solar Plus AG übertragen wird und diese an Dr. Patrick Hofer-Noser verkauft worden ist. Für den Geschäftsbereich, der mit MegaSlate® Produkten speziell den Schweizer Markt abdeckt, hat Meyer Burger in den vergangenen Monaten verschiedene strategische Optionen geprüft. Der Verkauf führt auf Seiten Meyer Burger zu einem Verlust in kleinerem einstelligen Millionenbetrag, inklusive eines Goodwill Recyclings von rund CHF 1 Mio. Der Vollzug des mit Dr. Patrick Hofer-Noser unterzeichneten Kaufvertrags untersteht marktüblichen Vollzugsbedingungen und soll noch im 1. Halbjahr 2018 abgewickelt werden. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Hans Brändle, CEO von Meyer Burger: „Mit dem Verkauf des Bereichs Solarsysteme an Patrick Hofer-Noser konnten wir eine industrielle und vor allem auch lokale Lösung für das Geschäft der MegaSlate® Produkte und die Mitarbeitenden finden.“     

Patrick Hofer-Noser ist ein langjähriger und international anerkannter Solarindustrie-Spezialist. Er war im 2001 Gründungsmitglied und später Delegierter des Verwaltungsrats sowie Chief Executive Officer der 3S Industries AG, CH-Lyss, welche im Jahr 2010 in die Meyer Burger Gruppe fusioniert wurde. Bis 2012 war er Chief Technology Officer und Mitglied der Geschäftsleitung der Meyer Burger Gruppe. Von April 2012 bis April 2017 bekleidete er die Funktion als Head of Energy Systems und hatte danach bis zu seinem Ausscheiden bei Meyer Burger im Dezember 2017 die Verantwortung als Policy Liaison Officer.

Patrick Hofer-Noser: „Ich freue mich darauf, zusammen mit meinen Mitarbeitenden und Partnern das seit über 15 Jahren zuverlässige, ästhetische und in der Schweiz hergestellte MegaSlate® Solardach- und Fassadensystem weiterzuführen, im Markt auszubauen und so zum Schutz des Klimas beitragen zu dürfen.“  

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Seminar über neue Anforderungen an Sicherungsdienstleistungen nach DIN 77200

Die Normenreihe DIN 77200 beschreibt einen einheitlichen Qualitätsstandard für Sicherungsdienstleistungen. Mit ihr soll die Qualität von Dienstleistungen in der Wach- und Sicherheitsbranche sichergestellt werden. In der neuesten Fassung DIN 77200:2017-11 werden noch höhere Anforderungen an Sicherheitsdienstleistungen, Qualifizierung und Zertifizierung definiert. In ihren Seminaren vermittelt die UDS Beratung Sicherheitsdienstleistern praxisbezogenes Know-how zur Umsetzung individueller Qualitätsmethoden. Dieses Wissen ermöglicht es, ein prozessorientiertes Managementsystem zu etablieren.

Neue Herausforderungen für stationäre und mobile Sicherheitsdienstleistungen
Im Teil 1 der DIN 77200 werden Mindestanforderungen und Qualitätskriterien für Sicherheitsdienstleiter beschrieben, Teil 3 regelt die Kriterien, die von akkreditierten Zertifizierungsstellen zu prüfen sind. Teil 2 der Norm ist in Erarbeitung und soll zukünftig auch die Anforderungen an Veranstaltungsdienste regeln.

„Die neue DIN 77200 legt mehr Gewicht auf Qualifikation, Organisation und Qualität der Prozesse bei Sicherungsdienstleistungen“, erklärt Jörg Müller von der UDS Beratung GmbH. Mit speziell konzipierten Normenschulungen vermittelt die UDS Beratung Sicherheitsdienstleistern die notwendigen Kenntnisse und unterstützt darüber hinaus auch bei der Umsetzung des geforderten QM-Systems.

Die nächsten UDS-Seminare zu aktuellen Qualitätsanforderungen für Sicherungsdienstleistungen finden am 19.06.2018 in Berlin und am 21.11.2018 in Fulda statt. „Hier erfahren Sicherheitsunternehmen, was die neue DIN 77200 mit sich bringt und wie sie die neuen Chancen für sich nutzen können.“

Die wichtigsten Änderungen der DIN 77200:2017-11 im Überblick
Die alten Leistungsstufen der DIN 77200:2008 „Qualität und Preis sind von gleicher Wichtigkeit“, „Qualität ist wichtiger als der Preis, aber der Preis bleibt relevant“ und „Qualität ist von höchster Bedeutung, der Preis ist ein zweitrangiger Belang“ werden in der neuen Norm nicht mehr erwähnt. Wie auch der Liquiditätsnachweis wurden sie mit der neuen Normenreihe DIN 77200:2017 abgeschafft.

Die neue DIN 77200 definiert stationäre Sicherungsdienstleistungen (Alarmdienst, Empfangsdienst und Kontrolldienst), mobile Sicherungsdienstleistungen (Revierdienst, Interventionsdienst, Kontrolldienst) und Veranstaltungsdienste als Anwendungsbereiche. Zu den neuen zu erbringenden Nachweisen gehören
 – jährlicher Auszug aus dem Gewerbezentralregister
 – diverse Unbedenklichkeitsbescheinigungen dürfen nicht älter als 6 Monate sein
 – Datenschutzverpflichtungserklärung nach gültigem BDSG
 – Verpflichtungserklärung zur Verschwiegenheit
 – Eigenerklärung zur Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns
 – schriftliche Dokumentationen zu verschiedenen Verfahren
 – Sachkundeprüfung für Mitarbeiter, die noch nicht dauerhaft drei Jahre als Sicherheitsmitarbeiter beschäftigt waren

Führungskräfte müssen nach der neuen DIN 77200:2017 den Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit oder geprüften Schutz- und Sicherheitskraft sowie zwei Jahre Berufserfahrung nach abgelegter Prüfung bzw. eine höherwertige Qualifikation nachweisen. Befreit sind Führungskräfte, die eine Führungsfunktion für einen Zeitraum von mehr als drei Jahren nachweisen können.

Höhere Anforderungen an Schulung und Weiterbildung von Sicherungsdienstleistungen SDL
Der Sicherheitsdienstleister muss nach der neuen DIN 77200 für seine Sicherheitsmitarbeiter ein schriftlich dokumentiertes Weiterbildungskonzept erstellen. Die neue Norm für SDL definiert nicht unerhebliche Stundenvorgaben, welche in Form von Präsenzunterricht durchzuführen und nachzuweisen sind. Ein- und Unterweisungszeiten sind keine Aus- und Weiterbildungszeiten im Sinne der DIN 77200:2017.

„Für Sicherheitsunternehmen gilt es, viele weitere Regelungen zum Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Arbeits- und Gesundheitsschutz, zum Datenschutz und für die Weiterbildung umzusetzen. Hier stehen wir ihnen mit fachkundigem Rat und Tat zur Seite.“

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CI-Maschine von EMAG ECM: Hocheffektive Lösung für das Entgraten von komplexen Bauteilen

Ob autonome Steuer- und Bremssysteme, hydropneumatische Fahrwerke oder radikal niedrigere Verbrauchswerte – hinter diesen Schlagworten steht ein technologischer Wandel, der in Branchen wie dem Automobilbau einen Domino-Effekt auslöst: Immer mehr Bauteile müssen extremen Qualitätsanforderungen genügen. Sie müssen völlig fehlerfrei und perfekt die Produktion verlassen. Sonst könnte beispielsweise das autonome Bremssystem des Autos in entscheidenden Momenten versagen. An dieser Stelle spielt zum Beispiel das Entgraten der Bauteile eine entscheidende Rolle – die Elektrochemische Metallverarbeitung (ECM) sorgt für die benötigte Oberflächenperfektion. Aktuell sind viele Planer auf der Suche nach schlanken Produktionssystemen, um herkömmliche Entgrat-Prozesse abzulösen. Genau vor diesem Hintergrund haben die Entwickler von EMAG ECM ihre CI-Maschinenreihe jetzt weitgehend überarbeitet: Die neue ECM-Maschine CI garantiert extrem schnelle und perfekte elektrochemische Bearbeitungsprozesse beim Entgraten und Bearbeiten („ECM-Räumen“). Außerdem benötigt sie nur eine minimale Aufstellfläche. Selbst komplexe Bauteile wie Pumpen- oder Hydraulikgehäuse lassen sich mit der ECM-Technologie von EMAG rasant, fehlerfrei und reproduzierbar entgraten. Und: Anwender profitieren bei der neuen CI Maschine von einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

Welche Herausforderung hinter dem Entgraten steht, macht bereits der erste Blick auf komplexe Komponenten wie etwa Pumpengehäuse deutlich: Diese Bauteile durchziehen häufig ein regelrechtes Geflecht von Bohrungen, durch die später z.B. das Hydrauliköl oder der Kraftstoff mit hohem Druck fließen. Insbesondere bei mehreren Bohrungsverschneidungen im Inneren eines solchen Gehäuses ist es dann nicht einfach, die vorhandenen Grate zu entfernen. Mitunter erfolgt ein langwieriger manueller Prozess, der bei großen Hydraulikkörpern für die Aviation- oder Nutzfahrzeugindustrie eine Stunde und mehr andauern kann und somit kostenintensiv ist. „Außerdem birgt die manuelle Bearbeitung natürlich ein Fehlerrisiko“, betont Richard Keller, Mitglied der Geschäftsleitung bei EMAG ECM. „Wenn Mitarbeiter einen Grat übersehen, kann sich dieser im späteren Einsatz lösen und die Strömung behindern. Das ist angesichts der hohen Sicherheitsanforderungen im Flugzeug- oder Automobilbau nicht akzeptabel.“  – Insofern kann es nicht überraschen, dass sich in den letzten Jahren das elektrochemische Entgraten bei vielen Bauteilen durchgesetzt hat. Fehler sind hier weitgehend ausgeschlossen und das Bearbeitungstempo ist rasant: Während der Elektrochemischen Metallbearbeitung fließt zwischen dem Werkstück (der positiven Anode) und dem Werkzeug (der negativen Kathode) eine Elektrolytlösung. Dabei lösen sich Metall-Ionen vom Werkstück ab. Die Form der Kathode bzw. des Werkzeugs mit den aktiven, stromleitenden Bereichen ist so gewählt, dass der Materialabtrag am Werkstück zur gewünschten Bauteilkontur führt. Das führt nicht nur zu Oberflächen mit maximaler Güte – ohne thermische Schädigung des Werkstoffgefüges –, sondern auch zu völlig gleichbleibenden und repropuzierbaren Ergebnissen.    

Attraktives Preis-Leitungs-Verhältnis

Dabei entwickeln die ECM-Spezialisten von EMAG mit Sitz in Gaildorf bei Schwäbisch Hall das Verfahren mit Blick auf neue Werkstoffe, Bauteil-geometrien und Qualitätsanforderungen ständig weiter. Die wachsenden Herausforderungen bei Kunden in aller Welt geben den Takt vor. Mit der seit Frühjahr 2017 zur Verfügung stehenden neuen CI-Maschinenreihe geht EMAG ECM jetzt den nächsten Schritt: Um teuren Arbeitsraum in den Produktionsstätten ihrer Kunden einzusparen, haben die Ingenieure von EMAG dabei unter anderem das Grundgestell der CI-Anlage überarbeitet und die Größe des Schaltschranks sowie des Elektrolytmanagementsystems optimiert. Was steckt hinter diesen und weiteren Veränderungen? „Es ist offensichtlich, dass angesichts der technologischen Entwicklung das Entgraten und ECM-Räumen, zum Beispiel im bereits gehärteten Zustand eines Bauteiles, immer wichtiger werden. Wir wollten dafür eine Lösung entwickeln, die einerseits die herausragenden Vorteile der elektrochemischen Metallbearbeitung den Anwendern vollumfänglich garantiert und dabei prozesssichere Abläufe gewährleistet, andererseits zu einem extrem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden kann. Genau das bietet die CI-Maschinenreihe. Unter anderem auf Basis von Early-Bird-Aktionen senken wir die Investitionskosten für den Kunden sogar noch weiter ab.“  Anschließend profitieren Anwender von einer flexiblen Technologie mit durchgängig hochwertigen Komponenten. Die Taktzeit lässt sich durch skalierbare Vorrichtungen präzise verändern, je nach Anforderung können mehrere Bauteile während eines Prozessschrittes gleichzeitig bearbeitet werden, eine Aufrüstung zur Vollautomation ist mit der CI-Maschine unproblematisch möglich. Alle Parameter während des ECM-Prozesses werden vollumfänglich und reproduzierbar überwacht sowie dokumentiert. Nicht zuletzt benötigt die CI-Maschine nur einen Stellplatz von rund 7,5 Quadratmetern inklusive Filtration – ein weiterer Kostenkiller im Einsatz.

E-Mobilität rückt mit in den Fokus

Dass diese Argumente die Anwender überzeugen, verdeutlichen aktuelle Erfolge von EMAG ECM: Die neue CI-Maschine ist bereits bei einem nordamerikanischen Luftfahrt- und einem italienischen Nutzfahrzeug-Zulieferer im Einsatz. In beiden Fällen erfolgt eine Entgratung an sehr komplexen Gehäusen. Trotz einer Vielzahl von Bohrungen am Bauteil betragen die Zykluszeiten weniger als 60 Sekunden – ein Quantensprung angesichts der zuvor durchgeführten langwierigen manuellen Prozesse. „Die Beispiele zeigen, dass wir mit unserem Entwicklungsansatz richtig liegen: Wir konnten uns gegen nationale und internationale Mitbewerber durchsetzen, weil die CI-Maschine hervorragende Leistungswerte aufweist, gleichzeitig aber kostengünstig ist. Der enorme Kostendruck bei den Anwendern verlangt nach einem effektiven Maschinenbau, wie wir ihn mit der CI-Maschine bieten“, erklärt Keller.  – Es spricht vieles dafür, dass dieses Kosten-Nutzen-Argument in Zukunft noch mehr Beachtung bei den Anwendern gewinnt, denn viele Bauteile in Elektro- und Hybridmotoren verlangen ebenso nach ECM-Räum-, -Bohr- und -Entgrat-Prozessen, für die EMAG ECM bereits jetzt eine effektive Lösung zur Verfügung hat. Dazu kommt ein weiteres Argument, dass angesichts der aktuellen Diskussion um den CO2-Footprint in der Automobilproduktion nicht zu unterschätzen ist: Im Vergleich zu vielen alternativen Verfahren vollzieht sich die Elektrochemische Metallverarbeitung deutlich schneller. Viele Tonnen Kohlendioxid werden so eingespart – eine Tatsache, die auch das Bundesumweltministerium überzeugt hat. So bekam ein EMAG ECM-Kunde einen Umweltinnovationspreis, weil er die Elektrochemische Metallbearbeitung großtechnisch zum Einsatz bringt. „Das bestätigt unser Engagement rund um diese effektive Technologie, die wir in den nächsten Jahren noch breiter in den Markt einbringen wollen. Die CI-Maschinen sind dafür die ideale Basis“, so Keller abschließend.

 

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5. PLA World Congress

PLA ist ein vielseitiger "Biokunststoff" aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Einsatzgebiete reichen von Verpackungsanwendungen über Fasern und Textilien bis hin zu technischen Teilen. Auch die Automobilindustrie und der Unterhaltungselektronik zeigen großes Interesse und haben bereits Anwendungen aus PLA und PLA-Blends und Compounds im Einsatz. Die Möglichkeit PLA mit Naturfasern zu verstärken, erweitert den Anwendungshorizont insbesondere für technische Applikationen. Auf der anderen Seite werden Themen wie Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und Klimaveränderung öffentlich diskutiert.

All das ist Grund genug für die Polymedia Publisher GmbH, nun schon zum fünften Mal einen PLA World Congress zu veranstalten.Experten mit umfangreicher Erfahrung auf dem Gebiet PLA aus den Bereichen Rohstoffherstellung und -compoundierung, Additive, Verarbeitung, Anwendung und „Markt“ werden ihr Wissen konzentriert aber umfassend an zwei Tagen den Konferenzteilnehmern vermitteln. Wie bei den ersten vier PLA World Congressen haben die Teilnehmer die Gelegenheit Grenzen und  Möglichkeiten sowie zukünftige Entwicklungschancen untereinander und mit den Referenten zu diskutieren.  Eine Table-Top-Ausstellungergänzt die umfassenden Networking-Möglichkeiten

Die Konferenz findet am 29. und 30. Mai 2018 in München statt. Auf dem Programm stehen Themen wie:

    * Jüngste Entwicklungen
    * Marktsituation
    * Circular Economy
    * Produktionskapazitäten
    * Temperaturverhalten und Verbesserungen
    * High impact PLA
    * Anwendungen (Verpackung, Flaschen, Automobil, Electronik, etc)
    * Schweißen von PLA
    * Schäumen von PLA
    * Vertsärken mit PLA Fasern
    * Reaktive Extrusion
    * Nachhaltigkeit
    * Recycling

Weitere Informationen über die Konferenz gibt es unter: www.pla-world-congress.com

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ITK schafft Perspektiven

Im Rahmen der jährlichen Spendenaktion von ITK Engineering unterstützen Mitarbeiter und Geschäftsführung das bhz Stuttgart e. V. mit 3.000 Euro. Der diakonische Träger widmet sich der Förderung, Beschäftigung, Begleitung und Integration von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in Stuttgart. Dafür betreibt das bhz unter anderem anerkannte Werkstätten mit über 400 Arbeitsplätzen. In der Abteilung „Kreativ & Industrie“ der Werkstatt Fasanenhof werden neben einfachen Aufträgen aus der Industrie auch kreative Eigenprodukte aus Holz hergestellt. Um die Produktpalette erweitern und 17 Mitarbeitern mit unterschiedlichen Behinderungen mehr Beschäftigungsmöglichkeiten bieten zu können, wurde in diesem Bereich eine Langlochbohrmaschine benötigt. Mithilfe der Spende von ITK Engineering konnte diese nun angeschafft werden.       

„Gerade die handwerklichen und kreativen Bereiche in unseren Werkstätten werden als Beschäftigungsmöglichkeit für Menschen mit Behinderung immer wichtiger, da wir merken, dass einfache Montagearbeiten für die Industrie immer weniger nachgefragt werden. Für die Ausstattung der Arbeitsplätze mit technischem Equipment sind wir auf Spenden angewiesen“, sagte Leonie Seidel, Referentin für Sozialwirtschaft beim bhz Stuttgart e. V. bei der symbolischen Spendenübergabe durch Stephan Schreiber, Leiter Engineering Stuttgart und Friedrichshafen bei ITK Engineering. 

Die Mitarbeiter des Technologieunternehmens sammeln einmal pro Jahr für gemeinnützige Organisationen. Die Spendensumme wird anschließend von der Geschäftsführung verdoppelt. „Seit der Firmengründung unterstützen wir zahlreiche Einrichtungen, Projekte und Vereine, um Menschen zu helfen. Soziales Engagement und unternehmerische Verantwortung sind uns sehr wichtig“, sagt Michael Englert, Gründer und Vorsitzender der Geschäftsführung von ITK Engineering. In diesem Jahr unterstützt das Unternehmen das bhz Stuttgart e. V. und Harl.e.kin e.V. aus München.

bhz Stuttgart: gemeinsam mit und ohne Behinderung

Das bhz Stuttgart e.V. ist Mitglied des Diakonischen Werks der evangelischen Kirche in Württemberg. Es widmet sich der Förderung, Beschäftigung, Begleitung und Integration von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Dafür betreibt das bhz anerkannte Werkstätten mit über 400 Arbeitsplätzen, Förder- und Betreuungsgruppen, mehrere Wohnheime, ambulante Betreuungsdienste für selbstständig wohnende Menschen mit Behinderung, einen familienentlastenden Service und weitere begleitende Maßnahmen und Dienste.

Weiterführende Informationen:

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