Jenoptik bleibt auf Wachstumskurs

·         Akquisitionen im 3. Quartal erfolgreich abgeschlossen·         Starkes Wachstum – Umsatz legte um 12,6 Prozent zu, organisch um 8,5 Prozent·         Gewinn deutlich verbessert – EBIT stieg um 27,8 Prozent, EBITDA um 21,7 Prozent, trotz erheblicher PPA-Effekte

Jenoptik ist weiterhin klar auf Wachstumskurs. Alle Segmente haben in den ersten neun Monaten 2018 zur erfreulichen Entwicklung beigetragen. „Wir verzeichnen eine unverändert solide Nachfrage in unseren Märkten. Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung und der Übernahmen von Prodomax Automation sowie der Otto-Gruppe werden wir ein starkes 4. Quartal sehen. Die beiden Unternehmen haben bereits im 3. Quartal gut zum Umsatz beigetragen. Aufgrund der Akquisitions- und Konsolidierungseffekte erhöhen wir unsere Prognose für 2018 auf 820 bis 830 Mio Euro. Unsere Margenziele bestätigen wir trotz der erheblichen PPA-Effekte“, fasst Jenoptik-Chef Stefan Traeger den Geschäftsverlauf und den Ausblick für Jenoptik zusammen.

Umsatzplus von 12,6 Prozent, starkes Wachstum in Deutschland und Amerika

Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten 2018 deutlich um 12,6 Prozent auf 593,4 Mio Euro (i.Vj. 526,8 Mio Euro). Das organische Wachstum betrug 8,5 Prozent. Zurückzuführen war der Anstieg auf die gute Nachfrage nach optischen Systemen für die Halbleiterausrüstungsindustrie und Systemen aus dem Bereich Healthcare & Industry. Auch der Bereich der Verkehrssicherheit trug erheblich zu diesem Wachstum bei. Zudem leisteten die Akquisitionen im Bereich Automotive mit 21,8 Mio Euro einen deutlichen Umsatzbeitrag. Auf dem Heimatmarkt Deutschland stiegen die Erlöse um insgesamt 19,4 Prozent auf 180,1 Mio Euro (i.Vj. 150,9 Mio Euro), insbesondere aufgrund der Auslieferungen der Mautkontrollsäulen im Segment Mobility. In Amerika stieg der Umsatz unter anderem akquisitionsbedingt um 24,7 Prozent auf 149,7 Mio Euro (i.Vj. 120,0 Mio Euro).

Gute Geschäftsentwicklung in allen Segmenten lässt Ergebnisse überproportional steigen

Das EBIT verbesserte sich in den ersten drei Quartalen 2018 deutlich überproportional zum Umsatz. Mit 66,7 Mio Euro lag das operative Betriebsergebnis um 27,8 Prozent über dem Vorjahreswert (i.Vj. 52,2 Mio Euro). Zurückzuführen ist dies neben dem Umsatzwachstum auch auf einen unterproportionalen Anstieg der Funktionskosten. Die gute Entwicklung wurde von allen Segmenten getragen. Die EBIT-Marge übertraf mit 11,2 Prozent signifikant das Vorjahr (i.Vj. 9,9 Prozent). Das EBIT der neu erworbenen Unternehmen belief sich auf minus 0,2 Mio Euro. Darin berücksichtigt sind Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA), die nach vorläufigen Berechnungen bei minus 6,3 Mio Euro lagen. Das EBITDA stieg um 21,7 Prozent auf 89,0 Mio Euro (i.Vj. 73,1 Mio Euro). Hierin sind PPA-Effekte von etwa minus 4,8 Mio Euro enthalten.

Rekordauftragsbestand und starker Cashflow

Der Auftragseingang stieg bis Ende September 2018 auf 588,4 Mio Euro (i.Vj. 576,2 Mio Euro). Im 3. Quartal solo wuchs der Auftragseingang um 11,9 Prozent. Die Book-to-Bill-Rate lag bei 0,99, nach 1,09 im Vorjahr. Der Auftragsbestand erreichte mit 480,9 Mio Euro ein neues Rekordniveau (31.12.2017: 453,5 Mio Euro).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit kletterte auf 72,8 Mio Euro (i.Vj. 50,2 Mio Euro). Aufgrund des deutlich verbesserten operativen Cashflows erhöhte sich auch der Free Cashflow auf 57,2 Mio Euro (i.Vj. 32,2 Mio Euro). Die Verbesserung war trotz der umsatzbedingt gestiegenen Auszahlungen für das Working Capital und der über dem Vorjahr liegenden Investitionen möglich. Die Nettoverschuldung lag trotz der Auszahlungen für die getätigten Akquisitionen und der höheren Dividendensumme nur bei 16,6 Mio Euro (31.12.2017: minus 69,0 Mio Euro).

Umsatzzuwachs und deutliche Ergebnisverbesserung in allen Segmenten

Der Umsatz im Segment Optics & Life Science legte um 10,4 Prozent auf 211,2 Mio Euro zu (i.Vj. 191,3 Mio Euro). Getrieben wurde diese Entwicklung wie bereits in den vergangenen Quartalen zum einen durch ein anhaltend gutes Geschäft mit Lösungen für die Halbleiterausrüstungsindustrie. Aber auch der Absatz im Bereich Healthcare & Industry entwickelte sich weiterhin sehr positiv. Das EBIT verbesserte sich insbesondere aufgrund des positiven Produktmix und der guten Auslastung signifikant um 23,3 Prozent auf 45,5 Mio Euro (i.Vj. 36,9 Mio Euro). Das Segment konnte damit seine EBIT-Marge auf 21,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbessern (i.Vj. 19,3 Prozent). Der Auftragseingang stieg aufgrund des Wachstums im Bereich der optischen Systeme um 4,8 Prozent auf 233,4 Mio Euro (i.Vj. 222,8 Mio Euro).

Der Umsatz im Segment Mobility stieg um 23,7 Prozent auf 223,4 Mio Euro (i.Vj. 180,6 Mio Euro). Das organische Wachstum des Segments betrug 11,6 Prozent. Beide Bereiche, Systeme und Anlagen für die Automobilindustrie und die Verkehrssicherheitstechnik, konnten dabei zulegen, letzterer insbesondere aufgrund der Auslieferungen der Mautkontrollsäulen. Auch die Akquisitionen der Prodomax Automation Ltd. sowie der Otto-Gruppe trugen mit einem Umsatz von 21,8 Mio Euro zum Wachstum bei. Aufgrund der guten Entwicklung wies das Segment mit einem EBIT von 16,9 Mio Euro wieder eine deutlich verbesserte Ertragsqualität auf (i.Vj. 8,6 Mio Euro). Die EBIT-Marge konnte auf 7,6 Prozent zulegen (i.Vj. 4,8 Prozent). Das operative Betriebsergebnis von Mobility berücksichtigt bereits die beschriebenen PPA-Effekte im Zusammenhang mit den Übernahmen von minus 6,3 Mio Euro. Die Erwerbskosten beliefen sich auf 1,8 Mio Euro. Der Auftragseingang lag bei 212,3 Mio Euro (i.Vj. 200,7 Mio Euro).

In den ersten neun Monaten 2018 realisierte das Segment Defense & Civil Systems Umsätze von 160,9 Mio Euro (i.Vj. 155,1 Mio Euro). Trotz des im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegenen Umsatzes konnte das EBIT deutlich verbessert werden und stieg auf 15,4 Mio Euro (i.Vj. 12,3 Mio Euro). Zurückzuführen war dies unter anderem auf einen geänderten Produktmix sowie Kosteneinsparungen. Die EBIT-Marge legte im Berichtszeitraum entsprechend auf 9,6 Prozent zu (i.Vj. 7,9 Prozent). Der Auftragseingang fiel mit 144,0 Mio Euro um 6,7 Prozent geringer aus als im Vorjahr (i.Vj. 154,4 Mio Euro). Im 4. Quartal 2018 wird jedoch mit einer Verbesserung des Auftragseingangs im Vergleich zu den Vorquartalen gerechnet. Im September 2018 hat Jenoptik die neue Marke VINCORION eingeführt. Darunter positioniert der Konzern künftig sein Leistungsangebot an mechatronischen Lösungen für die Märkte Luftfahrt, Sicherheit und Verteidigung sowie Bahn.

 Vorstand hebt die Umsatzprognose nochmals an und bestätigt, trotz erheblicher PPA-Effekte, die Margenziele für 2018

Nach den erfolgreichen Zukäufen und einem anhaltend guten Geschäftsverlauf erhöht der Vorstand die bisherige Umsatzprognose vom Juli von 805 bis 820 Mio Euro nunmehr auf eine neue Spanne von 820 bis 830 Mio Euro. Trotz erheblicher PPA-Effekte im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen und der Erwerbskosten sollen die Margen 2018 unverändert bei den im Sommer angehobenen Werten von rund 15 Prozent beim EBITDA und ca. 11 Prozent beim EBIT liegen.

Der Zwischenbericht steht unter „Investoren/Berichte und Präsentationen“ zur Verfügung. Die „Jenoptik App“ ermöglicht die Ansicht des Zwischenberichts auf Mobilgeräten mit iOS- und Android-Betriebssystemen. Bilder zum Download finden Sie in der Jenoptik-Bilddatenbank in der Galerie „Aktuelle Bilder / Finanzberichte“.

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Veranstaltungshinweis Linked Data Workshop 2018 Darmstadt, 25. und 26. Oktober 2018

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How to achieve End2End Transparency?

Am 25. und 26. Oktober 2018 findet bereits zum vierten Mal der Linked Data Workshop in Darmstadt statt. Die CONWEAVER GmbH freut sich sehr, Ihnen das erweiterte Workshop-Konzept vorzustellen und Sie In diesem Jahr zum ersten Mal zu eineinhalb Tagen Linked Data einzuladen.

Erfahren Sie am ersten, praxisbezogenen Tag, was CONWEAVER zu bieten hat und teilen Sie mit uns Ihre Erfahrungen zu Technik und Projekten. Am Abend erwartet Sie Sie dann noch ein spannender Icebreaker-Vortrag Herrn Thomas Lamprecht (Robert Bosch GmbH) zum Thema „SE based on Linked Product Data (Digital Twin Basis)“.

Am zweiten Tag starten wir dieses Mal mit der Keynote von Heike Halkenhäußer (Daimler AG) zum Data Layer im PDM2020 Programm, das die Vision des Digital Twin in Angriff nimmt. Danach geht es in die World-Cafés. Wir freuen uns sehr, vier erstklassige Paten für unseren Workshop gewonnen zu haben:

·         Herr Ralf Rentschler (Daimler AG): Linked Data Layer & Architektur
·         Frau Andrea Denger (AVL): UX & Nutzer
·         Herr Prof. Vahid Salehi (Hochschule München): Linked Data im Markt
·         Herr Sven-Olaf Schulze (Präsident GfSE): Virtuelles Greenfield?

Am Ende des Workshops erwartet Sie eine Keynote von Maxim Mankevich, Experte für Erfolgswissen und Ideenfindung, mit der wir Sie inspirieren wollen – für Ihren Arbeitsalltag und darüber hinaus.

Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden Sie hier: https://www.conweaver.com/de/lida2018

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Donnerstag, 25. Oktober 12 – 22 Uhr (inkl. Abendveranstaltung)
Freitag, 26. Oktober, 8:30 – 17:30 Uhr
darmstadtium Wissenschafts- und Kongresszentrum
Teilnahmegebühr: ab 99 € pro Person (zzgl. MwSt.)

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In der Logistik wird Digitales mit Realem kombiniert

Unter dem Motto „Digitales trifft Reales“ hat am heutigen Mittwoch der 35. Deutsche Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. in Berlin begonnen. Der Wirtschaftsbereich meldet gute Zahlen und nutzt die Chancen der technologischen Entwicklung.

„Kapazitätsengpässe bei Transportangeboten und Infrastruktur sowie Fachkräftemangel mit Ansage – das sind nur zwei Beispiele für sehr reale Problemstellungen, mit denen unser Wirtschaftsbereich derzeit konfrontiert ist“, so der Vorstandsvorsitzende der BVL Robert Blackburn. Die Digitalisierung schaffe beeindruckende Werkzeuge, zum Beispiel beim Einsatz intelligenter autonomer Systeme. Neue digitale Tools, so Blackburn, könnten einen entscheidenden Beitrag zur Lösung drängender Fragestellungen leisten. Er sprach zum Auftakt des Kongresses, ebenso wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Professor Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa Carsten Spohr, Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender der Sick AG und der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) Bernhard Mattes.

Die großen Trends, mit denen es die Logistik zu tun hat, verändern sich. In den letzten Jahren ging es um Komplexität, Kosten und Kooperation. Jetzt treten Kundenorientierung, Nachhaltigkeit,  neue Technologien, disruptive Geschäftsmodelle und neue Anforderungen an Personalführung und Personalentwicklung in den Mittelpunkt der Diskussionen. „Dabei haben wir im Blick: Mensch und Maschine werden nach und nach zu Partnern in einer Social Networked Industry“, so Blackburn.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für diesen Wandel sind gut und die September-Umfrage zum Logistik-Indikator der BVL spiegelt am Übergang zum vierten Quartal eine verhalten optimistische Stimmung wider. In Industrie und Handel wird die aktuelle Geschäftslage aber signifikant besser eingeschätzt als die Erwartungen für die nächsten Monate. Bei den Logistik-Dienstleistern dagegen sind die Erwartungen steigend. Das ist nach Blackburns Einschätzung kein Jubelszenario, aber Ausdruck solider Zuversicht.

„Allen Unkenrufen zum Trotz – und trotz der kleinen konjunkturellen Delle im Sommer: Der Wirtschaftsbereich Logistik bleibt auf seinem erfolgreichen Kurs“, sagte er.

Am Jahresende 2018 kann der Wirtschaftsbereich Logistik voraussichtlich zum achten Mal hintereinander ein stabiles Wachstum vermelden. Die Hochrechnung der Logistikweisen für den Umsatz lautet: 274 Milliarden Euro (nach 267 Milliarden Euro 2017), für die Beschäftigtenzahl: 3,2 Millionen Menschen (nach 3,15 Millionen 2017).  

„Dieses positive Szenario ist nicht selbstverständlich“, so Blackburn. Er verwies auf schwierige Rahmenbedingungen wie den weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Kontext, die Irritationen in der EU, ungelöste Probleme in der urbanen Logistik und den Personalmangel.

An die Politik gerichtet forderte Blackburn „Sacharbeit, Sacharbeit, Sacharbeit!“ Nach den zwölf mühsamen Monaten seit der Bundestagswahl seien die Herausforderungen immer noch dieselben: Der Investitionsstau bei Straße und Schiene müsse aufgelöst werden, die Intermodalität der Verkehrsträger sei zu stärken, flächendeckend seien leistungsfähige IT-Netze zu schaffen. „Wir brauchen Deregulierung, Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, Planungssicherheit durch Stabilität politischer Prozesse und Support für wirtschaftliche Vorhaben“, so Blackburn.

Jenseits primär logistikrelevanter Anliegen forderte der Vorstandsvorsitzende der BVL den Ausstieg aus dem Soli noch in dieser Legislaturperiode und eine insgesamt der wirtschaftlichen Lage angemessene Steuerpolitik.

Einige Highlights des Kongresses

Transatlantische Beziehungen

Die Logistik ist ein international agierender Wirtschaftsbereich. Sie hat mit ihren Leistungen die Globalisierung operativ möglich gemacht – und ist mit dem internationalen Austausch von Gütern und Dienstleistungen gewachsen. Die Gefahr von Handelsbarrieren, von Zöllen oder sonstigen Hindernissen bis hin zu einem „Handelskrieg“ ist für Logistiker in Industrie, Handel und Logistikdienstleistungen von höchster Brisanz. Beim Kongress wird Robin S. Quinville, die Gesandte der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, zu Gast sein. In der Abendveranstaltung des ersten Kongresstages geht sie in einen Gedankenaustausch mit Frank Sportolari, dem Präsidenten der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham) und Prof. Thomas Wimmer, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der BVL.

Schwerpunkt Personalthemen

Gleich fünf Programmpunkte des 35. Deutschen Logistik-Kongresses sind dem Thema „Personal“ gewidmet. Schließlich kann der technologische Wandel nur erfolgreich gestaltet werden, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter mit auf die Reise nehmen.

Der Wirtschaftsbereich Logistik eignet sich aufgrund seiner starken Prozessorientierung ausgezeichnet für Digitalisierung und Automatisierung. Zukünftig werden sich 

menschliche und maschinelle Arbeit mehr und mehr ergänzen. Viele Aufgaben kommen damit auch auf die Personalverantwortlichen im Wirtschaftsbereich Logistik zu: IT-bezogene Kompetenzen wie Informatik, Data-Engineering, Modellierungs- und Analysefähigkeiten („Erkennen“), Branchen- und Geschäftsprozesswissen („Anwenden“) sowie Storytelling-Kompetenzen („Überzeugen“) sind neue Fertigkeiten, die für die Gestaltung von Logistikprozessen und für agile Supply Chains benötigt werden.  

Die Personalschwerpunkte sind: die Podiumsdiskussion „Digitales trifft Reales“, die Fachsequenz „Schöne neue Arbeitswelt“, die Fachsequenz „Lernen aus digitalen Projekten“, das LOG.Camp „HR and Recruiting”, organisiert als World Café, und der Hauptvortrag „Zukunft der Arbeit: Welche neuen Anforderungen stellt die digitale Transformation?“ von Julie Linn Teigland (Ernst & Young).

Ganz operativ: Digitales trifft Reales

Die vier Themenbereiche „Neue Technologien“, „Methoden“, „Märkte“ und „Science und Research“ werden in zahlreichen Fachsequenzen in unterschiedlichen Formaten behandelt und liefern Beispiele für das Zusammenspiel von Logistik und IT, ganz nach dem Motto „Digitales trifft Reales“. Ein Blick auf verschiedene Schwerpunkte:

Robotik und autonome Logistik         

Bis vor zwei Jahrzehnten noch als Science Fiction angesehen, stellt die Robotik heute einen Eckpfeiler der Digitalisierung dar. Sowohl in der Produktion als auch in der Erbringung von Dienstleistungen sind autonome Systeme dank erheblicher technologischer Fortschritte stellenweise bereits im Einsatz. In einer Fachsequenz wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Bandbreite bestehender Robotikanwendungen berichtet und es gibt Impulse zu Einsatzmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette. 

Collaborative Supply Chain      

Collaboration ist die gemeinsame, vernetzte Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg. Spätestens bei der Bereitstellung aller notwendigen Daten tun sich viele Unternehmen aber bisher schwer mit der Vorstellung, Collaboration tatsächlich zu leben. Dabei bietet sie viele Chancen, um Problemen wie Leerfahrten oder Doppelarbeiten zu begegnen. Welcher Wechsel in der Haltung von Unternehmensführungen ist nötig, welche Lösungen müssen neutrale Plattformen bieten, um das ungenutzte Effizienzpotenzial zu heben und wo sind die Grenzen der Collaboration? 

Blockchain  

Das enorme Potenzial, das der Blockchain zugeschrieben wird, hat in den letzten Monaten einen Hype ausgelöst. Diverse Start-ups und etablierte Unternehmen entwickeln bereits Lösungen und prüfen so die Grenzen der Technologie. Wo ihr Einsatz einen Mehrwert erzeugt und welche Anwendungen in Zukunft realistisch sind, erfahren die Teilnehmer in dieser Sequenz. 

Künstliche Intelligenz    

Dank der rasanten Weiterentwicklung der Technik hat künstliche Intelligenz (KI) mit ihren unterschiedlichen Bereichen wie Machine Learning, neuronale Net und Deep Learning bereits heute Einzug in viele Bereiche der Logistik gehalten. Mit Hilfe intelligenter Algorithmen werden die Prozesse entlang der Wertschöpfungsketten stetig smarter und effektiver. Konkrete Anwendungsfälle finden sich bereits heute zum Beispiel in Predictive Analytics und im Risikomanagement. KI wird dabei zum Servicepartner für Entscheider in Unternehmen.

Lernen aus digitalen Projekten

Die Herausforderung, bestehende Prozesse zu digitalisieren und digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, führt zu einer Vielzahl an digitalen Projekten. Nicht immer verläuft das erfolgreich, nicht immer ist das Ziel sofort klar ersichtlich. Agile Entwicklungsansätze ermöglichen es, Konzepte auszuprobieren und gehören mittlerweile zum Standard. Es gibt gute Beispiele, wo Trial-and-Error am Ende zum Erfolg geführt hat. Der Kongress präsentiert drei davon.

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LeasePlan Analyse: Das kostet der Auto-Unterhalt im europäischen Vergleich

Ein neues Fahrzeug kostet durchschnittlich etwa 600 Euro Unterhalt im Monat. Das zeigt der neue europäische Car Cost Index von LeasePlan, einem der größten Autoleasing-, Fuhrparkmanagement- und Car-as-a-Service Anbieter weltweit. Die deutschen Ergebnisse hat das Unternehmen auf Basis seiner über 100.000 im Full-Service-Leasing betreuten, ausschließlich gewerblich genutzten Fahrzeuge erhoben.

Beim Car Cost Index von LeasePlan handelt es sich um eine umfassende Untersuchung der Kosten für den Unterhalt eines Klein- bis Mittelklassefahrzeugs in 21 europäischen Ländern. Für die Analyse wurden repräsentative Fahrzeugmodelle ausgewählt. Der Index umfasst sämtliche Kosten fürs Autofahren einschließlich Treibstoff, Wertverlust, Steuern, Versicherung und Instandhaltung. Alle Kosten wurden über die ersten drei Fahrzeugjahre gemittelt und gehen von 20.000 km Fahrleistung pro Jahr aus.

Laut Kraftfahrtbundesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 3,44 Millionen Pkw neu zugelassen, das sind 2,7 Prozent mehr als 2016. Darunter befanden sich 25.056 Elektrofahrzeuge. Das entspricht einem Anstieg von 119,6 Prozent zum Vorjahr. Was kostet Autofahren in Europa und wie wettbewerbsfähig sind Elektroautos mittlerweile im Vergleich zu herkömmlichen Antrieben? Diesen Fragen ging LeasePlan nach.

Roland Meyer, Geschäftsführer von LeasePlan Deutschland, sagt dazu: „Die gute Nachricht ist, dass Elektrofahrzeuge heute in mehreren europäischen Ländern eine immer wettbewerbsfähigere Option für Autofahrer darstellen. Deutschland ist mit 788 Euro Gesamtkosten im Monat für ein E-Auto zwar das siebtgünstigste Land, aber die Differenz zu einem Fahrzeug mit herkömmlichem Benzin- oder Diesel-Antrieb ist mit knapp 300 Euro immer noch sehr hoch. Wichtig ist, dass sich die Politik mit Schlüsselfragen wie der Ladeinfrastruktur und Besteuerung von Fahrzeugen befasst, damit Elektrofahrzeuge eine realisierbare Alternative werden können.“

In Deutschland kostet ein Benziner seinen Besitzer durchschnittlich 515 Euro im Monat, ein Diesel liegt bei 489 Euro und ein Elektroauto bei 788 Euro. Deutschland liegt damit bei allen Antrieben leicht unter dem europäischen Durchschnitt (Benzin: 536 Euro, Diesel 523 Euro, Elektro 819 Euro).

Die Ergebnisse sind von Land zu Land insgesamt sehr unterschiedlich. Norwegen ist das einzige Land, in dem die durchschnittlichen Gesamtkosten für die Haltung eines Elektrofahrzeugs (670 Euro) niedriger sind als die Kosten für einen Benziner (731 Euro) und ein Dieselfahrzeug (722 Euro).

Roland Meyer: „Die Segel für Elektromobilität sind gesetzt, ganz wichtig ist jetzt die Verbesserung der Ladeinfrastruktur. Hier sind wir dabei, Lösungen für Unternehmen, Selbstständige und Gewerbetreibende zu entwickeln. Dazu zählen auch entsprechende Abrechnungsmöglichkeiten über eine Art Roamingvertrag und Tankkarte. Der Ansatz von LeasePlan ‚Any car, any time, anywhere‘ bedeutet Mobilität mit jeder Antriebsart, jederzeit und überall. E-Mobilität passt derzeit noch nicht für jeden Außendienstler, der täglich mehrere hundert Kilometer fährt, aber sie passt auch jetzt schon für ganz viele Mitarbeiter in Leitungs- oder Bürofunktionen.“

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten aus dem LeasePlan Car Cost Index

•       In Deutschland kostet ein Benziner seinen Besitzer durchschnittlich 515 Euro im Monat, ein Diesel liegt bei 489 Euro und ein Elektroauto bei 788 Euro. Deutschland liegt damit bei allen Antrieben leicht unter dem europäischen Durchschnitt (Benzin: 536 Euro, Diesel: 523 Euro, Elektro: 819 Euro)

•       Gewichtet nach dem Bruttoinlandsprodukt haben Fahrer in Italien, Finnland und Belgien die höchsten Fahrzeughaltungskosten, während Fahrern in Irland, Polen und in der Schweiz diesbezüglich die geringsten Kosten entstehen.

•       Die Kosten für Elektroantriebe sind in Europa sehr unterschiedlich. Am niedrigsten sind sie in Ungarn, wo die monatlichen Durchschnittskosten bei 597 Euro liegen. Im Gegensatz dazu belaufen sich die monatlichen Durchschnittskosten in Italien auf 986 Euro, womit dieses Land der teuerste Ort für die Haltung eines Elektrofahrzeugs ist. Deutschland ist mit 788 Euro das siebtgünstigste der 21 Länder.

•       Norwegen ist das einzige Land, in dem die durchschnittlichen Gesamtkosten für die Haltung eines Elektrofahrzeugs (670 Euro pro Monat) niedriger sind als die Kosten für einen Benziner (731 Euro) und ein Dieselfahrzeug (722 Euro). Bei der Haltung eines herkömmlich angetriebenen Fahrzeugs ist Norwegen das teuerste Land.

•       Halter von Elektrofahrzeugen zahlen höhere Steuern. Der Halter eines Elektrofahrzeugs zahlt im europäischen Durchschnitt pro Monat 131 Euro Kfz-Steuer und Mehrwertsteuer (aufgrund des höheren Kaufpreises). Das ist erheblich mehr als der Durchschnitt von 104 Euro für Benziner und 108 Euro für Dieselfahrzeuge.

•       Elektrofahrzeughalter sparen viel beim Treibstoff. Sie geben im Schnitt 39 Euro pro Monat für Elektrizität aus, verglichen mit 110 Euro pro Monat für Benzin und 78 Euro pro Monat für Diesel.

 

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