INKA Beteiligungsverwaltung muss ihre 20 Mio. Euro-Anleihe restrukturieren

Die INKA Beteiligungsverwaltung GmbH (vormals Admiral Beteiligungsverwaltung GmbH) aus Wiesbaden hat eine Schuldverschreibung (ISIN: DE000A1K0XL0, WKN: A1K0XL) emittiert.

Für den 21. November 2018 hat die Gesellschaft ihre Anleihegläubiger zur Gläubigerversammlung eingeladen. Nach eigenen Angaben befindet sich die INKA Beteiligungsverwaltung GmbH in einer wirtschaftlichen Krise und bittet aus diesem Grunde dem Restrukturierungskonzept zuzustimmen. In den letzten Jahren konnten nicht die für die Rückführung der Schuldverschreibung erforderlichen Umsätze erwirtschaftet werden. Der ursprüngliche Geschäftsgegenstand „Fotodrucker“ war so die Gesellschaft nicht mehr erfolgversprechend. Aus diesem Grund beabsichtigte die Emittentin, Gewinne aus Immobilienprojekten, zu erwirtschaften. Dennoch ist es der Gesellschaft nicht möglich, die Anleihe zurückzuzahlen. Weder die fällige Zinsforderung noch die Rückzahlung ist nach Angaben der Emittentin möglich.

Die Anleihegläubiger sollen nun über verschiedene Rückzahlungsoptionen abstimmen. Diese sehen zum Teil einen Verzicht in Höhe von 40 Prozent des Nennbetrages vor. Ein weiterer Vorschlag sieht die Rückzahlung in Raten über einen Zeitraum von zehn Jahren vor.

Unklar ist bislang, ob die Emittentin ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben hat. Belastbare Nachweise, welche die Einhaltung der Restrukturierungsziele stützten, sind bislang nicht bekannt.

Die auf das Insolvenz-/Sanierungsrecht sowie auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Buchalik Brömmekamp bietet den Anleihegläubigern nicht nur die Bündelung, sondern auch die Vertretung ihrer Interessen an.

Was müssen Anleger tun?

  1. Anleihegläubiger sollten schon jetzt einen sog. Sperrvermerk bei ihrer Depotbank anfordern, damit sie ein Stimmrecht in der Anleihegläubigerversammlung erhalten. Ohne einen solchen Sperrvermerk kann ein Stimmrecht nicht ausgeübt werden.
  2. Anleihegläubiger, die an der am 21. November 2018 anberaumten Anleihegläubigerversammlung vertreten werden wollen, können der Kanzlei Buchalik Brömmekamp eine entsprechende Vollmacht erteilen, damit diese die Rechte in der Gläubigerversammlung ausübt. Die Stimmrechtsvollmacht finden Investoren unter: https://www.kapitalanlagen-krise.de/

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Hoppla, falsches Kabel

Deutschland stand vor einigen Jahrzehnten noch für Pünktlichkeit und extrem gute Qualität. Diese Ära ist vorbei. Sollte es noch schlimmer kommen, sichern sich Anleger am besten mit Gold ab.

Die Deutsche Bahn, eine Institution, die für Stabilität, Pünktlichkeit und Verlässlichkeit steht. Halt! Gestanden hat, muss es heute heißen. Denn jüngst konnte die Bahn nur noch eine Pünktlichkeit von gut 70 Prozent vorweisen. Viele Bahnhöfe sind überlastet. Einige Strecken wurden von Konkurrenten übernommen, die sich erst beweisen müssen. Will ein Reisender zum Beispiel pünktlich an den Flughafen, sollte er sich große Puffer einbauen, will er mit der Bahn fahren.

Doch die Bahn ist nur eine Vorzeigeinstitution, an der ein Niedergang eines Landes sichtbar wird. Ob Straßenbau, bei dem einfach Internetkabel abgetrennt werden, „Hoppla, fasches Kabel“, heißt es dann lapidar und die Reparatur dauert Tage. Oder Gemeinden, die ihre Einrichtungen wie Hallenbad oder Eishalle aus Kostengründen zusperren müssen. Die Menschen merken es. Nicht zuletzt daher laufen den Volksparteien die Wähler davon. Dagegen zusteuern wird mit der heutigen Politiker Riege sicher nicht leicht. Bürger sollten sich daher nicht darauf verlassen, dass es zum Beispiel im Renten- und Krankensystem große Besserungen geben wird. Selbstinitiative bei der Absicherung ist daher gefragt. Da jedoch die Finanzen des Staates langfristig klamm werden dürften, sollte nicht allein auf Immobilien gesetzt werden, denn diese sind nicht mobil und leicht zu besteuern.

Gold ist ein Ausweg und gutes Mittel langfristig Krisen zu überstehen. Physisches Edelmetall ist dafür die erste Wahl. Investoren, die Risiken nicht scheuen, können auch auf Aktien von Unternehmen mit Goldprojekten setzen. Bei einem steigenden Goldpreis sollte hier ein Hebel wirken, was die Kurschancen erhöht. Ein Beispiel ist Sibanye-Stillwater https://rohstoff-tv.net/c/c,search/?v=298570 – aus Südafrika. Sibanye hat jedoch nicht nur im südlichen Afrika Gold-, Platinmetalle- und ein Uranprojekt, sondern produziert auch in den USA Platinmetalle. Im ersten Halbjahr 2018 konnte eine erfreuliche Umsatzsteigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbucht werden.

Natürlich sind auch die Modernisierungsbemühungen in Deutschland nicht zu unterschätzen. So wird im Bereich der regenerativen Energie einiges vorangebracht. Auch die Bahn baut immer weiter die Elektrifizierung ihrer Strecken – und auch Neuprojekte aus. Solche Infrastrukturprojekte sind weltweit wichtig. Dabei spielt das rötliche Metall Kupfer eine entscheidende Rolle. Denn es wird für viele Projekte, bei denen es um Strom geht, gebraucht. Der Preis des Konjunkturmetalls sollte daher steigen.

Mit Aktien von Unternehmen wie Copper Mountain Mining https://rohstoff-tv.net/c/c,search/?v=298605 – setzen Investoren auf den Kupfermarkt. Copper Mountain Mining besitzt im Süden von British Columbia die Copper Mountain Mine (zu 75 Prozent), die rund 90 Millionen Pfund Kupferäquivalent pro Jahr produziert. Das zu 100 Prozent im Eigentum der Gesellschaft befindliche Eva Copper-Projekt in Australien, bereits genehmigt, wird voraussichtlich mit etwa 100 Millionen Pfund Kupferäquivalent zur Kupferproduktion beitragen.

Dieser Bericht wurde von unserer Kollegin Frau Ingrid Heinritzi verfasst, den wir nur als zusätzliche Information zur Verfügung stellen.

Aktuelle Unternehmensinformationen und Pressemeldungen von Sibanye-Stillwater (https://www.resource-capital.ch/de/unternehmen/sibanye-stillwater-ltd.htmlund von Copper Mountain Mining (https://www.resource-capital.ch/de/unternehmen/copper-mountain-mining-corp.html).

Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass JS Research oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den "Webseiten", dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte "third parties") bezahlt. Zu den "third parties" zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten "third parties" mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar!

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Weiterer Fortschritt bei Sicherung von Vermögenswerten für Gläubiger der insolventen deutschen P&R Gesellschaften

Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé
Insolvenzverwalter der P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, sowie der P&R Transport-Container GmbH, Grünwald

Rechtsanwalt Dr. Philip Heinke
Insolvenzverwalter der P&R Container Leasing GmbH, Grünwald, sowie der P&R AG, Grünwald

Weiterer Fortschritt bei Sicherung von Vermögenswerten für Gläubiger der insolventen deutschen P&R Gesellschaften

Anteile an Schweizer P&R nun im direkten Zugriff der Insolvenzverwaltung

Container-Vermietung läuft uneingeschränkt weiter

Inhaftierter P&R Gründer aus Verwaltungsrat ausgeschieden

Bei der Sicherung von Vermögenswerten zu Gunsten der Gläubiger der insolventen deutschen P&R Gesellschaften haben die Insolvenzverwalter nun einen weiteren Fortschritt erzielt. Die Anteile an der nicht insolventen Schweizer P&R Gruppen-Gesellschaft, bei der die Einnahmen aus der weltweiten Container-Vermietung zusammenlaufen, gehören nun den deutschen Container-Verwaltungsgesellschaften. Auf der Grundlage einer Verpfändung durch den bisherigen Eigentümer der Schweizer P&R und Gründer der Gruppe, Herrn Heinz Roth, nach Schweizer Recht wurden diese auf dem Wege des sogenannten "Selbsteintritts" an diese bzw. deren Insolvenzverwalter übertragen. Gleichzeitig wurde Herr Heinz Roth aus dem Verwaltungsrat entlassen.

"Nachdem wir bereits einen alleinvertretungsberechtigten Verwaltungsrat installieren konnten, haben wir im Rahmen unserer vielfältigen Stabilisierungs- und Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf die Schweizer P&R nun eine weitere wichtige Hürde genommen. Die Gesellschaft und das dort laufende Container-Management sind nunmehr im direkten Zugriff der Insolvenzverwalter. Wichtig ist vor allem, dass der Geschäftsbetrieb der nicht insolventen Schweizer P&R völlig ungestört weiterläuft, alle laufenden Zahlungen geleistet werden können und sichergestellt ist, dass die dort eingehenden Gelder über die deutschen Insolvenzverfahren an die Anleger verteilt werden können," so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé.

Aufgrund der vertraglichen und historisch gewachsenen Strukturen werden die Einnahmen aus der Container-Vermietung an Leasing- und Transportgesellschaften weltweit zunächst in der Schweizer Gesellschaft erzielt. Diese soll – wie eine "Zahlstelle" – ihre Einnahmen an die deutschen P&R Gesellschaften weiterleiten.

Sicherung der Einnahmen für die Gläubiger

Die bereits durchgeführten Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die erwirtschafteten Einnahmen letztlich den Gläubigern der deutschen P&R Gesellschaften zu Gute kommen.

Wieviel bei einer bestmöglichen Verwertung durch eine Kombination aus Weitervermietung und Verkauf der Container an die Anleger zurückfließen kann, lässt sich derzeit noch nicht seriös abschätzen. Dies hängt von mehreren Faktoren wie etwa auch der Entwicklung der Weltwirtschaft und Wechselkursschwankungen ab, insbesondere jedoch von der Möglichkeit der ungestörten Weitervermietung der Container durch die Schweizer P&R.

"Die Schweizer P&R führt ihren Geschäftsbetrieb seit den Insolvenzanträgen der deutschen Gesellschaften vor mehr als acht Monaten uneingeschränkt fort", stellt Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé fest.

Er warnt jedoch weiter: "Trotz der mittlerweile im Interesse der Gläubiger erreichten weitgehenden Stabilisierung trägt die Schweizer P&R weiterhin das gesamte Risiko des Container-Flottenmanagements. Sollte es hier zu Störungen kommen, etwa wenn die Geschäftspartner das Vertrauen verlieren und P&R Container außer Dienst stellen, würde dies zu Ausfällen für die Gläubiger führen. Es bleibt dabei, dass Alleingänge von Anlegern oder deren Anwälten keine Aussicht auf Erfolg versprechen, sondern vielmehr das Risiko in sich tragen, allen Gläubigern schwere Schäden zuzufügen."

Die Insolvenzverwalter sind weiterhin dabei, die Voraussetzungen für eine erste Abschlagsverteilung zu schaffen. Die gerichtlichen Prüfungstermine wurden zwischenzeitlich auf den 29.05.2019 vertagt. Allerdings muss zunächst Rechtssicherheit über die generierten Mittel und über die festgestellten Forderungen hergestellt sein. De Übernahme der Anteile stellt hierfür einen wichtigen Zwischenschritt dar. Ziel bleibt es weiterhin, eine erste Zahlung an die Gläubiger im Jahr 2020 zu leisten. Dies ist ein vergleichsweise früher Zeitpunkt in Insolvenzverfahren dieser Größenordnung und Komplexität.

Weitere Informationen

Dr. Michael Jaffé zählt zu den erfahrensten und renommiertesten Insolvenzverwaltern Deutschlands. Er wird seit über zwei Jahrzehnten regelmäßig von den Gerichten in schwierigen und großen Insolvenzfällen bestellt, in denen es darum geht, das Vermögen für die Gläubiger zu sichern und bestmöglich zu verwerten. Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia des verstorbenen Dr. Leo Kirch, der vormals weltweit tätige Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des ehedem größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa, deren Anteile ebenfalls von einer Gesellschaft in der Schweiz gehalten wurden. In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH konnte er vor kurzem den Gläubigern mitteilen, dass ihre Forderungen in voller Höhe befriedigt werden können. Darüber hinaus gelang es ihm unter anderen die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen.

Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera, die mit der Daseinsvorsorge für rund 200.000 Menschen befasst waren, konnte er die Betriebe nach dem Insolvenzantrag schnell stabilisieren und in der Folge ohne Einschränkungen fortführen. Zwischenzeitlich wurde für alle Beteiligungen eine dauerhafte Fortführungslösung realisiert. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Derzeit ist er darüber hinaus als Insolvenzverwalter für die ProHealth AG, die Phoenix Solar AG und die Dero Bank AG bestellt.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Die Anwälte der Kanzlei verstehen Unternehmenskrise und Insolvenz nicht als Ausdruck unternehmerischen Scheiterns, sondern setzen sich mit großem Nachdruck und Erfolg dafür ein, dass das Unternehmen in der Insolvenz saniert wird, Arbeitsplätze erhalten und zugleich die Gläubiger bestmöglich befriedigt werden, und zwar sowohl innerhalb eines klassischen Insolvenzverfahrens als auch im Rahmen von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren. Die Anwälte der Kanzlei werden regelmäßig in schwierigen Verfahren als Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt; ihre Erfahrungen und ihre Unabhängigkeit sind ein Garant für ein faires und erfolgreiches Verfahren.

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U.S. Gold Corp. mit Abschluss einer ATM-Vereinbarung

U.S. Gold Corp. (NASDAQ: USAU) ("U.S. Gold" oder das "Unternehmen" – http://www.commodity-tv.net/c/search_adv/?v=298583) gab heute bekannt, dass sie mit H.C. Wainwright & Co. ein At-the-Market Offering Agreement (das "ATM Agreement") abgeschlossen hat. LLC ("Wainwright") als Vertriebsleiter. Gemäß den Bedingungen des ATM-Vertrags ist die Gesellschaft berechtigt, nach eigenem Ermessen und von Zeit zu Zeit nach eigenem Ermessen Stammaktien am Kapital der Gesellschaft ("Aktien") über Wainwright zu verkaufen, wobei diese Verkäufe einen Bruttoverkaufswert von insgesamt bis zu 1,0 Million US-Dollar aufweisen dürfen (das "Angebot"). Der ATM-Vertrag bleibt bis zum 31. Juli 2019 oder bis zum Datum der Kündigung des ATM-Vertrags gemäß den darin enthaltenen Bedingungen in vollem Umfang in Kraft. 

Der Verkauf von Aktien, falls vorhanden, erfolgt durch Ausschüttungen direkt an der NASDAQ oder einem anderen etablierten US-amerikanischen Handelsmarkt. Die Aktien werden zu den zum Zeitpunkt des Verkaufs geltenden Marktpreisen ausgegeben. Infolgedessen können die Preise der im Rahmen des Angebots verkauften Aktien, falls vorhanden, zwischen Käufern und Ausschüttungen variieren.

Das Angebot erfolgt in Form eines Prospektnachtrags vom 2. November 2018 (der "Prospektnachtrag") zum Basisprospekt, der in der bestehenden US-Regalregistrierungserklärung der Gesellschaft auf dem Formular S-3 (Datei Nr. 333-217860) (die "Registrierungserklärung") enthalten ist, die am 16. Mai 2017 in Kraft getreten ist. Der Prospektnachtrag und der Basisprospekt wurden bei der United States Securities and Exchange Commission (die "SEC") eingereicht und sind zusammen mit dem dazugehörigen Registration Statement auf der Website der SEC unter www.sec.gov verfügbar. Alternativ stellt Wainwright auf Anfrage Kopien dieser Dokumente zur Verfügung, indem es sich an H.C. Wainwright & Co., LLC, 430 Park Avenue, 4th Floor, New York, NY 10022 unter atm@bcwco.com. wendet.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass das bestehende Arbeitskapital in Verbindung mit potenziellen zukünftigen Quellen nicht verwässernder Finanzierungen ausreichen wird, um ihre Fixkosten und Projektaktivitäten zu decken. Dieser Geldautomatenvertrag ist ein kostengünstiges Mittel zur Schaffung zusätzlicher Bilanzflexibilität; die Gesellschaft ist jedoch nicht verpflichtet, von ihrem Recht zum Verkauf von Aktien im Rahmen des Geldautomatenvertrags Gebrauch zu machen. Wenn sich die Marktbedingungen deutlich verbessern und Aktien verkauft werden, beabsichtigt U.S. Gold, den Nettoerlös für allgemeine Unternehmens- und Betriebskapitalzwecke zu verwenden.

Die Gesellschaft zahlt Wainwright eine Provision in Höhe von 3,0% des Bruttoverkaufspreises aus etwaigen Verkäufen im Rahmen des Angebots.

Diese Pressemitteilung stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch die Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren dar, noch wird es einen Verkauf der Wertpapiere in einer Rechtsordnung geben, in der ein solches Angebot, eine solche Aufforderung oder ein solcher Verkauf vor der Registrierung oder Qualifikation nach den Wertpapiergesetzen einer solchen Rechtsordnung rechtswidrig wäre.

Über U.S. Gold Corp.

U.S. Gold Corp. ist ein börsennotiertes, auf die USA fokussiertes Goldexplorations- und Entwicklungsunternehmen. U.S. Gold Corp. verfügt über ein Portfolio von Entwicklungs- und Explorationsgrundstücken. Copper King befindet sich im Südosten von Wyoming und hat einen technischen Bericht über die vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA), der von Mine Development Associates erstellt wurde. Keystone ist ein Explorationsobjekt im Cortez Trend in Nevada, das von Dave Mathewson identifiziert und konsolidiert wurde. Für weitere Informationen über U.S. Gold Corp. besuchen Sie bitte https://www.usgoldcorp.gold/

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne des U.S. Securities Act von 1933 in der jeweils gültigen Fassung und des U.S. Securities Exchange Act von 1934 in der jeweils gültigen Fassung. Zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Pressemitteilung und alle anderen Aussagen, die keine historischen Fakten sind, erfolgen gemäß den Safe Harbor-Bestimmungen des Private Securities Litigation Reform Act von 1995. Diese Aussagen beinhalten Faktoren, Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse in zukünftigen Perioden wesentlich von diesen Aussagen abweichen, einschließlich Aussagen über die potenzielle Zunahme der gesamten Metallausstattung des Projekts und die Verwendung eines aktualisierten digitalen Explorationsmodells zur Unterstützung bei der Identifizierung von Lagerstättenerweiterungen und hochgradigen Zielgebieten. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von denjenigen abweichen, die in solchen zukunftsgerichteten Aussagen angegeben sind. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Risiken, die sich aus folgenden Faktoren ergeben: ob U.S. Gold Corp. in der Lage sein wird, Kapital durch dieses Angebot zu beschaffen oder dieses zu vollziehen, die Erfüllung der üblichen Abschlussbedingungen, die vorherrschenden Marktbedingungen, die erwartete Verwendung der Erlöse aus dem Angebot und die Auswirkungen der allgemeinen wirtschaftlichen oder politischen Bedingungen in den Vereinigten Staaten oder weltweit. Eine Liste und Beschreibung dieser und anderer Risikofaktoren finden Sie im jüngsten Jahresbericht des Unternehmens auf Formular 10-K, in den Quartalsberichten auf Formular 10-Q und in den aktuellen Berichten auf Formular 8-K, die bei der Securities and Exchange Commission eingereicht wurden und unter www. sec.gov eingesehen werden können. Wir geben keine Zusicherung oder Garantie, dass die hierin enthaltenen Informationen vollständig und korrekt sind, und wir sind nicht verpflichtet, die hierin enthaltenen Informationen zu korrigieren oder zu aktualisieren.

Warnhinweis für US-Investoren in Bezug auf Mineralressourcen

Wir können bestimmte Begriffe in dieser Pressemitteilung verwenden, die in den Richtlinien des Canadian Institute of Metallurgy definiert sind, die weitgehend befolgt werden, um den Canadian National Instrument 43-101– Standards of Disclosure for Mineral Projects ("NI 43-101") zu entsprechen. Wir weisen US-Anleger darauf hin, dass diese Bedingungen von der United States Securities and Exchange Commission (die "SEC") nicht anerkannt werden. Die SEC erlaubt Emittenten jedoch in der Regel nur, Mineralisierungen zu melden, die nach SEC-Standards keine "Reserven" darstellen, und zwar in Tonnage und Güteklasse ohne Bezugnahme auf die Maßeinheiten. Es ist zu beachten, dass eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung vorläufiger Natur ist und abgeleitete Mineralressourcen beinhaltet, die geologisch als zu spekulativ angesehen werden, um die wirtschaftlichen Überlegungen angewendet zu bekommen, die es ermöglichen würden, sie als Mineralreserven zu klassifizieren, und es besteht keine Sicherheit, dass die vorläufige Bewertung durchgeführt wird.

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Neue Beteiligung Chainledger Systems AG positioniert sich als Lösungsanbieter für Blockchain-Technologie

  • Blockchain-Technologie ermöglicht extreme Optimierung bestehender Prozesse
  • Einsatz von IOTA als grundlegende Technologie spielt wichtige Rolle
  • Enorme Wachstumschancen auch bei mit Assets hinterlegten Coins

Die Chainledger Systems AG, die neu formierte 100%ige Beteiligung der im Scale-Segment der Frankfurter Wertpapierbörse notierten mic AG (ISIN DE000A0KF6S5), positioniert sich als Lösungsanbieter für den Einsatz und die Einbindung von Blockchain-Technologie in mittelständischen Unternehmen.

Am 08. Dezember 2017 hat die Chainledger Systems AG mit dem weltweit tätigen Blockchain-Spezialisten Tymlez B.V. (Den Haag / Niederlande) eine Kooperations- und Investmentvereinbarung geschlossen. Diese beinhaltet insbesondere eine umfangreiche Lizenz an der von Tymlez entwickelten hyper-skalierbaren Blockchain-Architektur. Mit dieser Architektur können anhand eigener Applikationen sowohl Public Blockchains als auch Private Blockchains, die auf die Konsensalgorithmen "Proof of Work" oder "Proof of Stake" basieren, aber auch abgewandelte Systeme, wie z. B. IOTA, einfach in bestehende Unternehmensanwendungen und Prozesse integriert bzw. an diese angebunden werden. Neben der Implementierung von Blockchain-Lösungen bietet Chainledger Systems ihren Kunden umfassende Beratung bei der Planung sowie der Umstrukturierung bestehender Abläufe zu Blockchain-fähigen Prozessen.

"Als mic-Vorstand sehe ich das große Bild, besonders wenn es um Prozessoptimierung, Datensicherheit und -herkunft, Beweis- und Fälschungssicherheit oder auch Identifizierung geht – sei es in Firmen, Organisationen, anderen heterogenen Gruppierungen oder dem Internet der Dinge (IoT). Überall dort können mithilfe der Blockchain-Technologie bestehende Prozesse und Beweisverfahren extrem optimiert und vergünstigt werden. Hierfür können wir als mic AG unseren Beteiligungen aber auch externen Firmen durch unsere neue Tochter Chainledger Systems alle Möglichkeiten aus einer Hand bieten", so Andreas Empl, Vorstand der mic AG, zur Positionierung der neuen Blockchain-Tochtergesellschaft.

Innerhalb der mic-Gruppe ist die Blockchain-Architektur der Chainledger Systems bereits seit Anfang des Jahres 2018 in ausgewählten Unternehmen im Einsatz. Hier standen im ersten Schritt die Anbindung an die bisherigen Softwarelösungen im Vordergrund, so z. B. bei der Beteiligung SHS Technologies: "Nach einer kurzen Kennenlernphase der umfangreichen Architektur mit all ihren bereits vorhandenen Schnittstellen- und Entwicklungslösungen sehen wir uns bereits nach wenigen Wochen in der Lage, mithilfe der Entwicklerwerkzeuge, die uns Chainledger Systems zur Verfügung stellt, die Blockchain sinnvoll und wertsteigernd in unser SOANA-System zur Bauteilüberwachung in Automobilpresswerken zu integrieren. Zusätzlich bietet sich für unser System zum Beispiel auch die Option der Überwachung und Einhaltung von Lieferketten über eine zusätzliche Applikation", so Toni Hoyer, Vorstand der 4industries AG und Geschäftsführer der SHS Technologies GmbH.

Entwickler der mic-Gruppe arbeiten derzeit zudem an der Anbindung einer IOTA-basierten Applikation an ein marktreifes und bereits mehrfach verkauftes IoT-Produkt der 100%igen Tochtergesellschaft CTS City & Traffic Solutions GmbH. Diese hat ein Device zur Überwachung und Aufzeichnung von Verkehrsströmen entwickelt, mit dem unter anderem die bisher teure Sensorik zur intelligenten Verkehrssteuerung ersetzt werden kann. Die Technologie ist für diesen Bereich prädestiniert, um Daten zu Verkehrsflüssen, z. B. in kritischen Gebieten wie Umweltzonen, verlustfrei und fälschungssicher aufzuzeichnen und bis zum letzten Interessenten weiterzugeben, z. B. über offizielle Internetplattformen zur Bürgerinformation. Der Einsatz von IOTA als grundlegende Technologie spielt hier, wie im gesamten IoT-Umfeld, eine wichtige Rolle, da über die standardmäßige Blockchain Datenflüsse zu langsam und speicherintensiv werden. Daher hat sich die Chainledger Systems AG dazu entschieden, auch IOTA-Technologie innerhalb ihrer Architektur anzubieten.

"Blockchain ist mehr als Coin oder ICO" 

"Auf den ICO- und Coin-Hype werde ich natürlich besonders oft angesprochen, ist dies doch nahezu immer der Aufhänger, um im Gespräch tiefer in die Blockchain-Technologie einzusteigen. Es ist jedoch wichtig zu wissen: Die Blockchain-Technologie ist weit mehr als nur die Grundlage für Coins oder ICOs; wir sehen die Blockchain als eine konkurrenzlose Alternative, um in vielen Bereichen mittelständischer Unternehmen z. B. Prozesse zu optimieren und dabei die Datensicherheit zu erhöhen. Trotzdem beraten wir auch Unternehmen in den Bereichen Initial Coin Offering und Generierung von Coins oder Tokens und erstellen hierfür Smart Contracts oder führen Sicherheitsaudits für diese durch", so Maximilian Lecker, Vorstand der Chainledger Systems AG.

"In diesem Bereich sind wir bereits mit etablierten Unternehmen im Gespräch, die nicht unbedingt aus der Start-up-Szene stammen, aber interessante Ansätze in diesen Bereichen haben. Hierzu zählen aus meiner Sicht vor allem mit Assets hinterlegte Coins, bei denen der Wert nicht völlig aus der Luft gegriffen ist. In diesem Bereich sehen wir ebenfalls enorme Wachstumschancen", ergänzt Lecker.

Über die Chainledger Systems AG:
Die Chainledger Systems AG agiert als Lösungsanbieter und Beratungshaus für Blockchain-Technologien. Mit ihrer eigenen hyper-skalierbaren Blockchain-Architektur stellt Chainledger Systems alle operativen Komponenten bereit, die Unternehmen benötigen, um Blockchain-Anwendungen zu modellieren, zu implementieren und effektiv sowie sicher, auch in Verbindung mit Altsystemen, zu betreiben. Die Beratung bei der Planung sowie der Umstrukturierung bestehender Abläufe zu Blockchain-fähigen Prozessen gehört, neben der Anwendungsentwicklung, zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Mehr Informationen zur Chainledger Systems AG erhalten interessierte Anleger unter www.chainledger-systems.com.

Haftungsausschluss:
Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf der gegenwärtigen Sicht, Erwartungen und Annahmen des Managements der mic AG und beinhalten bekannte sowie unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächliche Faktenlage, Ergebnisse oder Ereignisse erheblich von den darin enthaltenen ausdrücklichen oder impliziten Aussagen abweichen können. Die tatsächlichen Resultate, Ergebnisse oder Ereignisse können wesentlich von den darin beschriebenen abweichen aufgrund von, unter anderem, Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds oder der Wettbewerbssituation, Risiken in Zusammenhang mit Kapitalmärkten, Wechselkursschwankungen und dem Wettbewerb durch andere Unternehmen, Änderungen in einer ausländischen oder inländischen Rechtsordnung insbesondere betreffend das steuerrechtliche Umfeld, die mic AG betreffen, oder durch andere Faktoren. mic AG übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

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4.500 Gläubiger bei Berichtsterminen der insolventen P&R Gesellschaften – Insolvenzverwalter einstimmig bestätigt

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Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé

Insolvenzverwalter der P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, sowie der P&R Transport-Container GmbH, Grünwald

Mehr als 4.500 Gläubiger bei ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R Gesellschaften in der 
Münchner Olympiahalle

Insolvenzverwalter und Gläubigerausschüsse bestätigt

Insgesamt mehr als 4.500 Gläubiger fanden sich zu den ersten Gläubigerversammlungen (Berichtstermine) in den Insolvenzverfahren für die P & R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs GmbH, die P & R Container Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH sowie die P & R Transport-Container GmbH in der Münchner Olympiahalle ein. Dabei wurde Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé in jeder Versammlung einstimmig als Insolvenzverwalter bestätigt. Auch die Mitglieder der einzelnen Gläubigerausschüsse wurden mit großer Mehrheit in dieser Funktion bestätigt. Zu den nicht-öffentlichen Gerichtsterminen hatten sich ursprünglich insgesamt über 9.000 Gläubiger (Anleger) angemeldet.

Für die Organisation und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen gab es durchweg positive Reaktionen seitens der Teilnehmer. Insgesamt sorgten 24 Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger, vier Richterinnen und Richter, sowie 39 Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister vor Ort für einen zügigen und ungestörten Verlauf.

Auch für den ausführlichen Bericht des Insolvenzverwalters Dr. Michael Jaffé über die Krisenursachen, die Hintergründe der Insolvenz und die Möglichkeiten zur Verwertung des vorhandenen Vermögens gab es große Zustimmung und vielfachen Applaus.

Jaffé betonte, dass er möglichst zügig die Voraussetzungen für eine erste Abschlagsverteilung schaffen und grundsätzlich die gegebenenfalls vorhandene Masse so schnell wie möglich an die Gläubiger auszahlen wolle. Allerdings müsse zunächst Rechtssicherheit über die generierten Mittel und auch über die festgestellten Forderungen hergestellt sein.

"Wir müssen noch viele rechtliche und steuerliche Fragen klären. Wenn wir jedoch wie geplant bei unserem mehrstufigen koordinierten Verwertungskonzept vorankommen, erscheint eine erste Zahlung an die Gläubiger im Jahr 2020 möglich. Dies ist ein vergleichsweise früher Zeitpunkt in Insolvenzverfahren dieser Größenordnung und Komplexität", so Dr. Jaffé.

Zunächst müsse weiterhin eine Stabilisierung und Sicherung des Vermögens bei der Schweizer P&R erreicht werden, weil diese Vertragspartner der Leasinggesellschaften ist und dort die Mieteinnahmen bzw. etwaige Veräußerungserlöse auflaufen. Die von dieser Gesellschaft derzeit fast vollständig vermietete Containerflotte (aktueller Bestand 629.832 Einheiten) stelle einen erheblichen Vermögenswert dar. Allerdings sei derzeit eine seriöse Bewertung der Containerflotte nicht möglich, weil diese von mehreren Faktoren abhänge, insbesondere der Möglichkeit der ungestörten Weitervermietung durch die Schweizer P&R, der Entwicklung der Weltwirtschaft, Wechselkursschwankungen und anderen.

Als Anhaltspunkt nannte Jaffé die – unter der Voraussetzung eines weiterhin ungestörten Vermietungs- und Verwertungsprozesses – von der Schweizer P&R erzielbaren Einnahmen. Diese könnten bis Ende 2021 bereits bei rund 560 Mio. Euro liegen, weitere Erlöse seien in den Folgejahren zu erwarten.

"Eine bestmögliche Verwertung im Interesse der Gläubiger ist nur durch eine Kombination aus Weitervermietung und Verkauf der Container erreichbar", machte Jaffé abschließend deutlich.

Weitere Informationen

Dr. Michael Jaffé zählt zu den erfahrensten und renommiertesten Insolvenzverwaltern Deutschlands. Er wird seit über zwei Jahrzehnten regelmäßig von den Gerichten in schwierigen und großen Insolvenzfällen bestellt, in denen es darum geht, das Vermögen für die Gläubiger zu sichern und bestmöglich zu verwerten. Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia des verstorbenen Dr. Leo Kirch, der vormals weltweit tätige Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des ehedem größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa, deren Anteile ebenfalls von einer Gesellschaft in der Schweiz gehalten wurden. In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH konnte er vor kurzem den Gläubigern mitteilen, dass ihre Forderungen in voller Höhe befriedigt werden können. Darüber hinaus gelang es ihm unter anderen die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen.

Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera, die mit der Daseinsvorsorge für rund 200.000 Menschen befasst waren, konnte er die Betriebe nach dem Insolvenzantrag schnell stabilisieren und in der Folge ohne Einschränkungen fortführen. Zwischenzeitlich wurde für alle Beteiligungen eine dauerhafte Fortführungslösung realisiert. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Derzeit ist er darüber hinaus als Insolvenzverwalter für die ProHealth AG, die Phoenix Solar AG und die Dero Bank AG bestellt.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Die Anwälte der Kanzlei verstehen Unternehmenskrise und Insolvenz nicht als Ausdruck unternehmerischen Scheiterns, sondern setzen sich mit großem Nachdruck und Erfolg dafür ein, dass das Unternehmen in der Insolvenz saniert wird, Arbeitsplätze erhalten und zugleich die Gläubiger bestmöglich befriedigt werden, und zwar sowohl innerhalb eines klassischen Insolvenzverfahrens als auch im Rahmen von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren. Die Anwälte der Kanzlei werden regelmäßig in schwierigen Verfahren als Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt; ihre Erfahrungen und ihre Unabhängigkeit sind ein Garant für ein faires und erfolgreiches Verfahren.

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P&R Gläubigerversammlung: Anleger können nur auf Rückzahlung hoffen – Anfechtung weiter offen

Mehr als 2.500 Gläubiger besuchten die erste von insgesamt vier Gläubigerversammlungen (Berichtstermin) für die insolventen deutschen P&R Gesellschaften. Dazu kamen in die Münchner Olympiahalle weitere 7.723 Anwälte, darunter auch Sascha Borowski von Buchalik Brömmekamp. Viel Neues konnte Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé den geschädigten Anlegern nicht mitteilen, und bei der Höhe der Verluste blieb er sehr vage. Dennoch soll 2020 eine erste Abschlagszahlung an die Investoren erfolgen.

Laut Jaffé bestand die drohende Zahlungsunfähigkeit bereits seit 2010. Schon damals reichten die Erlöse aus der Vermietung der Containerflotte nicht mehr aus, um die Mietansprüche der Anleger zu bedienen. Die fälligen Zahlungen an die Investoren wurden mit neu eingeworbenen Geldern finanziert. Das Schneeballsystem brach dann infolge der Insolvenz des Wettbewerbers Magellan in den Jahren 2016 und 2017 sowie der Prospektpflicht ein, da kaum Neukunden gewonnen werden konnten. Als die Liquidität im März 2018 aufgebraucht war, stellten die P&R Gesellschaften die Insolvenzanträge.

P&R hatte rund 3,5 Milliarden Euro eingesammelt und sollte rund 1,6 Mio. Container dafür kaufen. Vorhanden sind allerdings nur rund 630.000 Boxen. Die Münchner Staatsanwaltschaft, die P&R-Firmengründer Heinz R. im September wegen Betrugsverdachts in Untersuchungshaft nehmen ließ, schätzt den Schaden auf 1,5 bis zwei Milliarden Euro. Schadensersatzansprüche gegen die Geschäftsführer will Jaffé durchsetzen. Er sieht jedoch keine nennenswerten Zuflüsse in die Insolvenzmasse.

Der Insolvenzverwalter versucht, die Vermietung der vorhandenen Container, die vom schweizerischen Zug aus an Reedereien und Leasingfirmen erfolgt, weiterzuführen. Die Boxen sollen erst nach und nach verkauft werden. Bis 2021 könnten damit 560 Millionen Euro erwirtschaftet werden, sofern die schweizerische P&R-Gesellschaft nicht selbst in die Insolvenz rutscht und die Vermietung und Verwertung ungestört weiterläuft.

Einen übereilten Verkauf der Container schließt Jaffé derzeit aus. „Erste Abschlagszahlungen können jedoch erst erfolgen, wenn entsprechende Mittel generiert wurden und Rechtssicherheit auch über die festgestellten Forderungen hergestellt ist. Ziel ist es, möglichst zügig die Voraussetzungen für eine erste Abschlagsverteilung an die Gläubiger zu schaffen“, so der Verwalter. Ein Großteil der Anleger ist mehr als 70 Jahre alt und er wisse um die berechtigten Erwartungen der Anleger auf Zahlungen innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens. Erste Zahlung an die Gläubiger wären im Jahr 2020 möglich. Über die Höhe schwieg Jaffé, der wie auch der Gläubigerausschuss in der Gläubigerversammlung bestätigt wurde.

Brisant bleibt für die Anleger die Frage, ob der Insolvenzverwalter die gezahlten Mieten und Rückkaufszahlungen für Container im Rahmen der Anfechtung zurückfordert. Betroffen wären alle Zahlungen, die früher als vier Jahre vor Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorgenommen wurden. Das Anfechtungsvolumen dürfte mehrere Milliarden Euro betragen. Die Gläubiger müssen zudem die Kosten für die Durchsetzung der Anfechtungsansprüche tragen. Hier könnten allein die damit beschäftigten Anwälte mehrere 100 Millionen Euro verschlingen. Auf der Gläubigerversammlung wollte sich Jaffé trotz intensiver Nachfragen zur Anfechtung nicht zu den Rückforderungen äußern. Wie in anderen Fällen bereiten die Verwalter die Ansprüche lieber von langer Hand vor. Jaffé kann sich dafür bis zur Verjährung im Jahr 2021 Zeit lassen.

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10 Jahre Lehman Pleite

Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite: Ausgerechnet die Hauptverursacher der Krise stehen heute am besten da. „Eine Ironie des Schicksals“, sagt Jörg Wiechmann, Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC). Denn die Anleger in den USA spüren die Folgen der Krise heute am wenigsten. Am stärksten träfen sie dagegen die deutschen Sparer.

Die Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers habe Schockwellen um den Globus geschickt, so Wiechmann. Die Ursache sei eine Anlageklasse gewesen, die viele Deutsche auch heute noch für sicher hielten: Immobilien. Vor 2008 seien deren Preise aufgrund niedriger Zinsen immer weiter gestiegen, und alle hätten mitverdienen wollen: US-Banken mit leichtfertig vergebenen Krediten und der Rest der Welt, allen voran deutsche Landesbanken, indem sie den US-Banken die Hypotheken gleich paketweise abkauften.

Dann platzte die Blase, in den USA ebenso wie in Südeuropa. Die Folgen zeigten sich noch heute: Millionen Privathaushalte seien überschuldet, Staaten aber ebenso, sodass die Zinsen niedrig bleiben müssten, um Staatspleiten zu verhindern, sagt Wiechmann. Das treffe vor allem deutsche Sparer, deren Geld größtenteils auf Sparkonten und in Lebensversicherungen gehortet werde. Die Inflation steigt, das Finanzvermögen der Deutschen sinkt, wie die Bundesbank gerade bestätigt habe. „Deutschland spart sich also arm – höchst offiziell“, sagt der IAC-Geschäftsführer.

Anders die US-Anleger: Diese setzten vor allem auf Aktien. Zwar seien die Börsen nach der Lehman-Pleite kurzfristig eingebrochen, aber der Dow-Jones-Index stehe nun nicht bei 11.400 Punkten, wie am Vorabend der Insolvenz, sondern bei rund 26.000 Punkten. Wiechmanns Fazit: „Während deutsche Sparer beim Vermögensaufbau kaum vorankamen, haben US-Anleger ihr Vermögen trotz der Krise weit mehr als verdoppelt.“

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Northern Bitcoin geht in m:access

Seit dem 28. September ist die Aktie (WKN A0SMU8) der Northern Bitcoin AG aus Frankfurt im Freiverkehrssemgent m:access der Börse München gelistet. Damit zog erstmals ein Unternehmen aus dem Bereich der Kryptowährungen in das Mittelstandssegment ein. „Ein Beweis mehr für die große Wertschätzung, die dem anerkannten und stark wachsenden Segment entgegengebracht wird“, so Dr. Marc Feiler, Geschäftsführer der Börse München. „Mit Northern Bitcoin haben wir ein innovationsstarkes, junges Unternehmen in einer sehr interessanten und vielbeachteten Branche für m:access gewonnen“, so Feiler. Anfang September war mit der Netfonds AG (WKN A1MME7) aus Hamburg ein Unternehmen in m:access gewechselt, das sich der FinTech-Szene zurechnet. „Das zeigt uns, dass wir in München einen unbürokratischen und flexiblen Börsenplatz anbieten, der Gesellschaften über alle Branchen hinweg anzieht“, freut sich Feiler, der schon demnächst weiteren Zuwachs in m:access erwartet.

„Das Geschäft der Northern Bitcoin AG ist sehr dynamisch. Wir entwickeln uns zusammen mit der global stark wachsenden Bitcoin-Blockchain und deren erster und größter Anwendung, dem Bitcoin. Um dabei auch als eines der weltweit ersten börsennotierten Unternehmen in diesem Bereich die Interessen und Bedürfnisse unserer Anleger und Investoren stärker bedienen zu können, ist das Börsensegment m:access der Börse München sehr attraktiv. Mit dem Listing in diesem Segment können wir unseren Anlegern eine stärkere Publizität bieten, die sich an unserem schnell wachsenden operativen Geschäft orientiert“, erläutert Mathis Schultz, Vorstandsvorsitzender der Northern Bitcoin AG, und betont: „Das Listing gestaltete sich in enger Abstimmung und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Börse München sehr strukturiert und effektiv.“ Bereits im Juni konnte die Gesellschaft auf Grundlage eines von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten Prospekts eine Kapitalerhöhung erfolgreich platzieren.

Die Northern Bitcoin AG ist ein auf die Bitcoin-Blockchain fokussiertes Technologieunternehmen. Sie verzeichnet ein rasantes Wachstum infolge der global starken Verbreitung des Bitcoins und seiner Blockchain. Das Unternehmen betreibt eine eigene innovative und nachhaltige Mining-Infrastruktur auf der Basis von erneuerbaren Energieträgern in einer zu einem Hochleistungs-Rechenzentrum umgebauten ehemaligen Mineralmine in Norwegen. Darüber hinaus hat das Unternehmen für seinen eigenen Mining-Pool eine Software zur Steuerung von Mining-Rechenleistung entwickelt. Die Gesellschaft nutzt ihre Marktstellung und die vorhandene Mining-Infrastruktur bereits, um auf Basis der Bitcoin-Blockchain weitere neuartige Anwendungen zu entwickeln, die Probleme in unterschiedlichen Industrien lösen sollen.

Im Mittelstandssegment m:access der Börse München sind Unternehmen mit den Schwerpunkten Immobilien, IT/Software, Finanzdienstleistungen und Technologie gelistet. Neben dem Börsengang der Homes & Holiday AG im Juli 2018 kamen 2018 noch die UniDevice AG, die Weng Fine Art AG, die Traumhaus AG und die Netfonds AG neu in das Segment – aktuell läuft überdies die Anleihe der physible GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der KGAL. Insgesamt liegt die Marktkapitalisierung der in m:access notierten Unternehmen bei über 11 Mrd. Euro. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite www.maccess.de.

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Anleger entscheiden über das Schicksal der P&R und ihr Vermögen

Die Münchner Staatsanwaltschaft und einige Anlegeranwälte fahnden derzeit intensiv nach dem privaten Vermögen von P&R-Gründer Heinz Roth. Laut der Münchner Behörde, hat sie zwar vermögenssichernde Maßnahmen eingeleitet, beschlagnahmt wurde jedoch noch nichts. Der Insolvenzverwalter geht derzeit von einem Vermögen von nur zehn bis 13 Millionen Euro aus. Es bleibt abzuwarten, ob die Suche erfolgreich sein wird und ob angesichts des Milliarden-Schadens die Anleger überhaupt etwas von diesem Geld sehen werden. Erste Einblicke werden die Gläubigerversammlungen Mitte Oktober geben. Dann können die Anleger auch über das Schicksal der P&R entscheiden. Trotz der gerichtlichen Frist bis Mitte September können auch weiterhin Forderungsanmeldungen abgegeben werden.

Für die vier maßgeblichen in Deutschland ansässigen P&R-Gesellschaften hat das Insolvenzgericht die nachfolgenden Termine anberaumt:

  • P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, 17.10.2018 ab10:00 Uhr,
  • P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, 18.10.2018, ab 09:00 Uhr,
  • P&R Transport-Container GmbH, 18.10.2018, ab 15:00 Uhr,
  • P&R Container Leasing GmbH, 22.10.2018, ab 09:00 Uhr,

Im Rahmen der Gläubigerversammlung, der auch Berichtstermin genannt wird, werden zunächst die jeweiligen Insolvenzverwalter bestätigt oder können abgewählt werden. Weiterhin haben die Gläubiger über die Einsetzung und Besetzung der Gläubigerausschüsse abzustimmen. Letztendlich werden die Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé und Dr. Philip Heinke über ihre bisher getroffenen Maßnahmen ebenso berichten, wie über die vorgefundenen finanziellen Verhältnisse und die aktuelle Lage der Gesellschaften.

Der Bericht des Insolvenzverwalters stellt die wesentliche Informationsquelle für die Gläubiger dar. Aus diesem Grunde sieht das Gesetz auch vor, dass die Gläubiger darüber zu informieren sind, ob und wie die insolvente Gesellschaft fortgeführt werden kann. Auch die Liquidation des Unternehmens ist seitens der Verwaltung darzustellen.

Entscheidungsgewalt liegt bei den Gläubigern

Die Gläubiger müssen dann auf dieser Informationsgrundlage entscheiden, ob das Unternehmen liquidiert werden soll, also die Unternehmenswerte veräußert werden sollen oder, ob die Insolvenzschuldnerin (ggf. auch in anderer Gestalt) fortgeführt werden soll. Im Rahmen der Gläubigerversammlung werden also weitreichende Entscheidungen über das Schicksal des Unternehmens getroffen. Vielfach wird der Berichtstermin als reine Informationsveranstaltung angesehen, in welchem die Gläubiger nur noch den Vorschlag der Insolvenzverwaltung „abnicken“ sollen. Dabei wird verkannt, dass weder das Gericht noch der Insolvenzverwalter über das Schicksal entscheiden, sondern die Gläubiger.

Ob eine Sanierung des Unternehmens, eine gegebenenfalls auch eingeschränkte Fortführung oder auch ein Tausch der Forderung gegen Anteile an dem Unternehmen (Dept to Equity-Swap) sinnvoll ist, bedarf einer fachkundigen Bewertung der vom Insolvenzverwalter mitgeteilten Informationen und einer mehrheitlichen Gläubigerentscheidung. Diese Mehrheiten werden jedoch häufig nicht erreicht. Hintergrund ist, dass die Investoren ihre Rechte und Ansprüche nicht ausreichend poolen. Oft sind Interessenvertreter nicht in der Lage die Rechte in den Berichtsterminen erfolgreich auszuüben, da sie nicht über ausreichende insolvenzrechtliche Expertise verfügen. Die Insolvenzordnung folgt eigenen Regeln und hebelt dadurch das normale Wirtschaftsrecht aus. Insolvenzverfahren sind gerade nicht mit Zivil-, Verwaltungs- und Strafprozessen vergleichbar. Bei der Auswahl des richtigen Vertreters sollte die Anleger deshalb auf das insolvenzrechtliche Know-how achten.

Forderungsmeldungen können weiter angemeldet werden

Am 14. September 2018 lief die vom Insolvenzgericht gesetzte Frist zur Forderungsanmeldung ab. Anleger, die diese Frist nicht eingehalten haben, können ihre Forderung weiterhin anmelden. Die „verspätet“ angemeldete Forderung wird grundsätzlich wie eine rechtzeitig angemeldete Forderung behandelt. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass eine an das Insolvenzgericht zu zahlende Nachmeldegebühr von 20 Euro (VV 2340 GKG Kostenverzeichnis) entstehen könnte. Die Entstehung einer solchen Gebühr setzt die Anberaumung eines neuen Prüfungstermins, in welchem die verspätet angemeldete Forderung geprüft wird, voraus. Das Insolvenzgericht hat die Prüftermine für den 14. November 2018 anberaumt.

Forderungsanmeldung nachmelden und den neueren Entwicklungen anpassen

Gläubiger, die ihre Forderungen bislang nicht angemeldet haben, sollten mit der Anmeldung ihrer Forderungen jedoch nicht zu lange warten. Nur wenn die Forderung ausreichend begründet und sowohl für den Insolvenzverwalter als auch für die weiteren Gläubiger der Insolvenzschuldnerin nachvollziehbar ist, hemmt die Anmeldung die Verjährung. Erfolgt die Anmeldung nicht ordnungsgemäß, also nicht ausreichend individualisiert und substantiiert oder wird die Forderung gar nicht angemeldet, dann droht die Verjährung der Ansprüche im Insolvenzverfahren. Eine Quote können diese Gläubiger nicht erwarten. Unter Bezugnahme auf den Bundesgerichtshof stellt das OLG München fest, dass es einer hinreichenden Darlegung des Lebenssachverhalts“ in der Forderungsanmeldung bedarf, damit dem „Insolvenzverwalter und den Gläubigern eine zutreffende rechtliche Beurteilung der angemeldeten Forderung“ möglich ist.

Die auf das Insolvenz- und Kapitalanlagerecht spezialisierte Kanzlei Buchalik Brömmekamp hat für ihre Mandanten die Forderung rechtzeitig zum 14. September 2018 angemeldet. Von einer Verwendung des Vordrucks der Insolvenzverwalter hat die Kanzlei Abstand genommen, da sie die in den vorausgefüllten Forderungsanmeldungen enthaltene Begründung „Forderung aus Vertrag/Schadensersatz“ nicht für ausreichend erachtete. Hinzu kommt, dass den neueren Entwicklungen, der Verhaftung von Heinz Roth (Gründer und Namensgeber von P&R), Rechnung zu tragen war. Eine Forderungsanmeldung, die nicht auch deliktische Ansprüche berücksichtigt, missachtet also die aktuellen Entwicklungen.

Investoren, deren Anmeldungen die aktuellen Entwicklungen nicht berücksichtigen, können ihre Anmeldungen noch abändern – dies sollten allerdings Experten durchführen, um Rechtsnachteile zu vermeiden.

Kostenlose Vertretung in der Gläubigerversammlung

Die Kanzlei Buchalik Brömmekamp verfügt nicht nur über die erforderliche Kapitalmarktexpertise, sondern auch über das notwendige insolvenzrechtliche Know-how, da sie seit vielen Jahren Unternehmen in der Krise und Insolvenz erfolgreich begleitet und saniert.

Um für unsere Mandanten (sowie alle weiteren geschädigten Anleger) in den P&R-Insolvenzverfahren das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, bieten wir sämtlichen Anlegern der insolventen Gesellschaften die kostenlose Wahrnehmung in den jeweiligen Gläubigerversammlungen an.

 

Über Buchalik Brömmekamp

Seit über zehn Jahren vertritt Rechtsanwalt Sascha Borowski (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht) von der auf Insolvenzrecht spezialisierten Kanzlei Buchalik Brömmekamp erfolgreich Investoren in und außerhalb von Insolvenzverfahren.

Die Kanzlei Buchalik Brömmekamp zählt zu den markführenden Insolvenz- und Sanierungsberatern und wurde vielfach, so u.a. vom FOCUS zur TOP Wirtschaftskanzlei im Bereich Insolvenz & Sanierung, ausgezeichnet.

Gerne beraten wir Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Setzen Sie sich gern mit uns per E-Mail: kapitalanlagen@buchalik-broemmekamp.de, per Telefon 0211 828977-200 oder postalisch: Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Prinzenallee 15, 40549 Düsseldorf, in Verbindung.

Besuchen Sie uns auch unter: https://www.kapitalanlagen-krise.de/

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