Horváth-Studie „Urban Air Mobility“ – Flugtaxi-Pilotstrecken ab 2025 auch in Deutschland realistisch

  • Autonomes Fliegen in 15 Jahren für Endkunden verfügbar
  • Automobilhersteller als Anbieter bevorzugt – deutsche Firmen mit guten Chancen auf Europa- und Premiumgeschäft
  • Größtes Umsatzpotenzial liegt in Flugvermittlung und Zusatzservices

Innerhalb der nächsten fünf Jahre plant der Flugzeugbauer Airbus, einen Prototyp für ein selbstfliegendes Flugtaxi auf den Markt zu bringen. Allerdings ist die Marktdynamik extrem hoch, wie die aktuelle Studie „Urban Air Mobility“ der Managementberatung Horváth & Partners zeigt. Der Airbus-Prototyp könnte zu spät kommen. „Schon 2025 werden Flugtaxis in großen Städten auf ersten, festgelegten Routen Passagiere transportieren“, prognostiziert Dr. Daniel Guffarth, Studienleiter und Mobilitätsexperte bei Horváth & Partners. Autonomes Fliegen und autonomes Fahren stehen Endkunden künftig parallel als neue Fortbewegungsart zur Verfügung. Dies gilt den Studienautoren zufolge auch für den deutschen Markt.

Zwar bestehen hierzulande für den Luftraum strenge Sicherheitsauflagen – jedoch ist der Luftverkehr deutlich einfacher zu kontrollieren, da anders als auf der Straße weder öffentlicher noch Individualverkehr unterwegs ist.  Zudem zeigen Analysen von Horváth & Partners, dass die Akzeptanz der Bevölkerung bei selbstfliegenden Passagierdrohnen höher ist als bei selbstfahrenden Autos. Die Experten führen dies darauf zurück, dass in jüngster Zeit viele negative Berichte über Risiken, Unfälle bei Pilotversuchen sowie ethische Fragestellungen in Verbindung mit selbstfahrenden Autos Ängste geweckt haben. Autonomes Fliegen dagegen galt bis vor kurzem als Zukunftsvision. „In zahlreichen Städten weltweit werden Teststrecken für Flugtaxis eingerichtet. Sobald die ersten Pilotprojekte erfolgreich sind, wird sich auch in Deutschland die Politik für Versuchsstrecken und Betriebsrouten öffnen und die erlassenen Restriktionen, die vor allem auf Hobby-Drohnen gemünzt sind, anpassen“, prophezeit Guffarth.

2035 wird Personenbeförderung mit Flugtaxis zur endkundenreifen Dienstleistung

In der Initialphase von Urban Air Mobility (UAM) ab 2025 werden sich Flugtaxis in Megacitys ab zehn Millionen Einwohnern beziehungsweise Metropolregionen mit dieser Bevölkerungsdichte etablieren. In Deutschland könnten sich Pilotstrecken auf stark strapazierten Pendlerstrecken durchsetzen, zum Beispiel in der Rhein-Ruhr-Region. Generell sind in Deutschland neben innerstädtischer Mobilität auch Stadt-Land- oder Stadt-Stadt-Verbindungen zur Entlastung des Berufsverkehrs von hoher Relevanz. Ein Großteil der täglich 2.000 Staus – ein neuer Rekordwert aus dem Gesamtjahr 2018 – entfallen auf den Berufsverkehr.

In einer zweiten Phase ab 2035 wird sich UAM weltweit als Mobilitätsdienstleistung etablieren, mit Regelstrecken für den Transport mehrerer Personen pro Flugkapsel in nahezu jeder Metropole. 125 Millionen Stunden werden Flugtaxis den Berechnungen von Horváth & Partners zufolge im Jahr 2035 bereits in der Luft sein. Bis 2050, wenn der öffentliche Personennahverkehr mit Flugtaxis auch in kleineren Städten mit bis zu 600.000 Einwohnern Normalität sein wird, steigen die Flugstunden der Studie zufolge auf neun Milliarden Stunden an.

Autohersteller als Anbieter in der Gunst der Bevölkerung vorn

Der Kampf um die Vormachtstellung im Milliardenmarkt Urban Air Mobility ist im vollen Gang, aber längst nicht entschieden. Im Wochentakt vermelden Unternehmen verschiedener Branchen erfolgreiche Jungfernflüge. Audi und Airbus haben gemeinsam ein modulares Flugauto entwickelt, Daimler ist am Pionier-Startup Volocopter beteiligt, und das Urban Air Vehicle des amerikanischen Flugzeugbauers Boeing hat jüngst seinen ersten Testflug gemeistert. Die Kooperation von Airbus und Audi ist besonders erfolgversprechend. Denn, wie die Horváth & Partners Studie zeigt, werden Automobilhersteller als Anbieter von Lufttaxis gegenüber Luftfahrtunternehmen von der Bevölkerung bevorzugt. „Automobilhersteller punkten durch Markenbekanntheit, Kundennähe und vielfache positive Erfahrungen in punkto Qualität und Sicherheit. Gerade deutsche Premiumhersteller verfügen hier über einen Vertrauensvorschuss“, so Guffarth. Langfristig werden autonomes Fahren und autonomes Fliegen dem Experten zufolge ohnehin zu einem Gesamtmarkt „autonome Mobilität“ verschmelzen, da Anbieter eine Beförderung von A nach B dem Kunden gegenüber als ganzheitliches Mobilitätsangebot präsentieren werden. Marktteilnehmer mit langfristig guten Erfolgsaussichten benötigen also idealerweise in beiden Bereichen ein Standbein – ein weiteres Pro für die Automobilindustrie, die sich aufgrund des hohen Marktdrucks schon länger mit neuen Anforderungen urbaner Mobilität auseinandersetzt.

Profitabelstes Geschäft liegt in Flugvermittlung und Services

So sehr aktuell die Technik im Fokus steht – mit ihr wird im zukünftigen UAM-Markt nicht am meisten verdient werden. Die Produktion von Flugtaxis wird den Experten von Horváth & Partners zufolge lediglich fünf Prozent am Gesamtmarkt ausmachen, der Betrieb maximal ein Drittel. Auf die Flugvermittlung sowie begleitende Services wird mit 55 Prozent der Löwenanteil entfallen. Solche Zusatzservices reichen von Gastronomie-, Entertainment- oder Entspannungsangeboten innerhalb der Flugkapseln über die Beförderung zu oder von den Flugtaxihaltestellen bis hin zu digitalen Shoppingoptionen auf dem Flug.

„Im Premium-Segment, also der Einzelbeförderung in komfortabel ausgestatteten Kapseln, haben deutsche Automobilhersteller durch ihre Kundenbasis aber auch im Vermittlungsgeschäft gute Chancen, gerade in Europa“, sagt Horváth-Experte Daniel Guffarth. Neben Asien mit Ozeanien und den USA ist das Marktpotenzial für Urban Air Mobility auch in Europa überdurchschnittlich hoch, wie die Horváth-Studie zeigt. „Im weltweiten Massengeschäft wird sich aber wahrscheinlich ein globaler Technologiekonzern mit einer werbefinanzierten Plattform durchsetzen“.

Über die Studie:

Für die Studie „Urban Air Mobility – Business Between Sky and Earth“ führten die Experten von Horváth & Partners klassische Marktanalysen, digitale Sentiment-Analysen auf Basis künstlicher Intelligenz sowie qualitative Experteninterviews durch.

Die wesentlichen Ergebnisse sind in einer Infografik veranschaulicht, die hier heruntergeladen werden kann.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Intelligent Connection: SMA Data Manager Successfully Tested at the 3rd E-Mobility Plugfest

Charging your electric vehicle at home helps you save time and money – especially when your electric vehicle charging system is intelligently connected to your home energy system. At the 3rd E-Mobility Plugfest hosted by the EEBUS Initiative, communication between the charging infrastructure and other home energy generators and consumers was put to the test. One outcome of the event was that, as the central controller of SMA’s Home Energy Management System, the Data Manager S from SMA Solar Technology AG (SMA) ensures safe and cost-optimized charging.

“On the energy market, energy generators, consumers and utility grids are getting closer together,” said Maik Brüschke, Head of Product Group Solutions at SMA. Components in energy systems that communicate via EEBUS speak the same language, meaning that the energy flows can be coordinated and optimized more effectively. Plugfest in Brussels focused on e-mobility, a key pillar of our future energy supply. We are delighted that our energy management platform ennexOS and the SMA Data Manager S with the EEBUS specification enable efficient charging for electric vehicles. In the future, the SMA Data Manager S will also integrate the different electricity sectors — including self-generated PV electricity, heat, e-mobility and storage systems — into the Home Energy Management System, thereby helping consumers optimize energy usage and reduce costs.”

“Electric vehicles will play a key role in the digital energy landscape of the future,” said Veit Rohrberg, who heads Audi’s Smart Charging development team. “As a flexible energy storage system, it offers tremendous potential for driving forward e-mobility against the background of the energy transition and absorb conditional peak loads through regenerative generation. This is why Audi is working on seamless, cross-industry communication in the energy system of the future. Our first all-electric series vehicle, the Audi e-tron, is intelligently connected to the home energy system and offers customers real added value.”

Uniform standard for trouble-free communication
At the E-Mobility Plugfest on January 28 and 29, EEBUS members in the Audi plant in Brussels will be testing their developments on the basis of the open communication standard. Developers and engineers will be performing model-based experiments to test whether the PV system, charging infrastructure, electric vehicle and heater can communicate among each other smoothly. The devices are connected by means of a Home Energy Management System (HEMS), a control center where all the relevant information and data are pooled so that the devices can communicate their respective electricity demand among each other. Following Plugfest, the participating companies will agree upon the EEBUS specifications for e-mobility.

SMA and AUDI AG collaborating in the field of e-mobility
In June of last year, SMA and AUDI AG announced plans to collaborate in the field of e-mobility. Thanks to the SMA Data Manager S and AUDI AG’s charging system “connect,” the new Audi e-tron can be charged easily, safely and cost-effectively. The SMA Data Manager S ensures that the batteries are charged with electricity whenever prices are especially low. Not only personal mobility needs but also factors, such as departure time and charge level, are taken into consideration here. Thanks to the intelligent charging functions, customers benefit from power outage protection. The customer can always use the maximum available power that the house connection and the car allow for charging. The charging system takes into account the needs of other loads and thus avoids overloading the utilities connection and triggering the main breaker. If the house has a PV system, customers can optimize the charging process in such a way that the Audi e-tron prioritizes its self-generated electricity for charging.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Großangelegtes EU-Projekt: TU Ilmenau entwickelt innovative Komponenten für Elektrofahrzeuge

Die Technische Universität Ilmenau ist an einem großen EU-Projekt beteiligt, das innovative Komponenten und Systeme für Elektrofahrzeuge entwickelt. Ziel des EVC1000-Projekts ist es unter anderem, neuartige Radnabenmotoren zu entwickeln, die einem SUV-Elektrofahrzeug bei einer einmaligen Aufladung von weniger als 90 Minuten eine Reichweite von 1000 Kilometern ermöglicht. In dem 6,8-Millionen-Euro-Projekt ist die TU Ilmenau verantwortlich für die Entwicklung energieoptimierter Fahrwerkssysteme und für den Aufbau von Fahrzeugdemonstratoren.

Im Rahmen des Förderprogramms der Europäischen Union Horizon 2020 für Forschung und Innovation werden in der „European Green Vehicles Initiative“ Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Energieeffizienz von Straßenfahrzeugen gefördert. Das Projekt „Electric Vehicle Components for 1000 km daily trips (EVC1000)“ bringt zehn Teilnehmer aus Industrie und Wissenschaft aus ganz Europa zusammen, die seit Januar 2019 drei Jahre lang Fahrzeugkomponenten entwickeln, die die effiziente Integration von Antriebsstrang- und Fahrwerksystemen ermöglichen. Die innovativen Bauteile werden die Reichweite von Elektrofahrzeugen drastisch steigern und, für die Serienproduktion optimiert, die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen bei Verbrauchern erhöhen.

Zu den Komponenten gehören neu entwickelte Radnabenmotoren mit einer Leistungselektronik in Siliziumkarbid-Technologie, ein kombiniertes elektrohydraulisch-mechanisches Brake-by-Wire-Bremssystem, eine elektromagnetische Radaufhängung und ein integrierter Controller für die Fahrdynamikregelung und das Energiemanagement. Die neuen Komponenten werden in zwei serienreifen Elektrofahrzeug-Demonstratoren integriert. Dazu wird die TU Ilmenau in Zusammenarbeit mit den Fahrzeugherstellern Audi und JAC aus Italien zwei SUV-Demonstratoren für unterschiedliche Fahrzeugmarktsegmente aufbauen: einen Audi e-tron und einen JAC iEV6S.

Unter der Projektleitung von Prof. Klaus Augsburg ist die TU Ilmenau im Rahmen des EVC1000-Projekts für die Entwicklung der aktiven Fahrwerksysteme und deren Systemintegration in das Fahrzeug verantwortlich. Zudem ist sie am Ende des Projekts zuständig für die experimentelle Validierung des Gesamtfahrzeugs, das heißt, sie überprüft, ob die Projektziele erreicht wurden. Prof. Klaus Augsburg ist zuversichtlich, eines der derzeit größten Probleme von Elektrofahrzeugen – die im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor geringe Reichweite – in den Griff zu bekommen: „Alle Projektpartner haben in der jüngeren Vergangenheit ihr hohes Know-how auf den relevanten Technologiegebieten gezeigt. Die Projektkooperation verspricht die Lösung der ambitionierten Ziele der energetischen Optimierung.“

Am EVC1000-Projekt sind folgende Partner beteiligt:

  • AVL List GmbH, Österreich (Koordinator)
  • AUDI AG, Deutschland
  • Brembo, Italien
  • ELAPHE, Slovenia
  • Fraunhofer ENAS, Deutschland
  • Ideas & Motion, Italien
  • JAC, Italien
  • Technische Universität Ilmenau, Deutschland
  • Tenneco Automotive Europe, Belgien
  • University of Surrey, UK

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Industrie 4.0 für Oldies – Intelligente Instandhaltung für ältere Maschinen und Anlagen mit MaRCo Connect

Vom 5. bis 8. Februar findet die Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik, Intec, statt. Am Gemeinschaftsstand der IHK Chemnitz, Halle 3, Stand A20/B21, wird die CBS AG vertreten sein und im Fachforum ein Fehlererfassungsgerät für ältere Maschinen und Anlagen ergänzend zu MaRCo, dem Maintenance- und Ressourcen-Cockpit für intelligente Wartung und Instandhaltung, vorstellen.

Alte Maschinen sind in der Regel nicht in Informations- und Datenströme der Industrie 4.0 einbindbar und notwendige Investitionen in neue Maschinen sind hoch. MaRCo Connect schafft eine kostengünstige und individuell anpassbare Lösung um auch ältere Maschinen in die intelligente Instandhaltung einzubeziehen. Das Ressourcen-Cockpit bringt erstmals alle für die Instandhaltung wesentlichen Informationen in einer Web-Anwendung zusammen. Mit dem möglichen Nachrichtenaustausch mit der Maschinensteuerung über das Plugin-Konzept wird die direkte Mensch-Maschine-Kommunikation in den Kontext des Instandhaltungsmanagements gestellt. Damit wird die Vision der Vernetzung von Maschinen untereinander, aber vor allem auch mit dem Menschen Realität. Ältere Maschinen und Anlagen werden in die Lage versetzt, dem Anlagenbetreuer direkt die Wartungsanforderungen auf ein beliebiges mobiles Gerät zu übermitteln – unter Berücksichtigung einer sehr einfachen Bedienbarkeit im Hinblick auf den fokussierten Einsatzzweck. Gleichzeitig wird so die Vernetzung mit ERP-Systemen und anderen Business Lösungen hergestellt, aus denen das Cockpit Informationen zur Ressourcen- und Materialverfügbarkeit extrahiert.

Bestehende Lösungen konzentrieren sich entweder auf den administrativen Bereich als Erweiterung eines ERP-Systems oder aber auf die Auswertung der Maschinendaten für Predictive Maintenance mit Algorithmen der  künstlichen Intelligenz (KI). MaRCo Connect ist nicht mehr auf ein wartungsaufwändiges Datenbanksystem mit separatem Server angewiesen. Die Open-Source-Datenbank ermöglicht den Einsatz als Stand-Alone-Lösung.

Ullrich Trommler, Vorstand der CBS AG, sieht ein großes Potential für das Tool: „Mit MaRCo Connect können wir unseren Kunden ab sofort ein Fehlererfassungsgerät liefern, dass preiswert für ältere Maschinen und Anlagen direkt an der Maschine installiert werden kann. Die Mitarbeiter identifizieren sich mit RFID-Chip und geben den entsprechenden Störcode manuell ein. Die Informationsübergabe läuft über W-LAN.“

Das Ressourcen-Cockpit ist bereits auf dem Markt und wurde bei der Audi AG, der BLU energy AG, der Hiersemann Prozessautomation GmbH sowie der Professur für Fabrikplanung und Fabrikbetrieb an der Technischen Universität Chemnitz erfolgreich getestet.

Am 7. Februar 2019 referiert Vorstand Ullrich Trommler um 15:30 Uhr im Ausstellerforum in der Halle 2 unter der Überschrift „Fehlererfassungsgerät MaRCo Connect macht alte Anlagen fit für die Instandhaltung in der Industrie 4.0“.

Die CBS AG hat sich mit MaRCo Connect für den Intec-Preis 2019 beworben.

Die CBS Information Technologies AG ist Aussteller auf der Intec 2019:

Gemeinschaftsstand der IHK Chemnitz | Halle 3 Stand A20/B21
Messe Leipzig, Messe-Allee 1, 04356 Leipzig

5. bis 8. Februar 2019
Dienstag – Donnerstag: 09:00 bis 17:00 Uhr
Freitag: 09:00 bis 16:00 Uhr

7. Februar 2019 | 15:30 Uhr – 15:45 Uhr | Ausstellerforum Halle 2
Vortrag: „Fehlererfassungsgerät MaRCo Connect macht alte Anlagen fit für die Instandhaltung in der Industrie 4.0“

Herausgeber
CBS Information Technologies AG
Vorstandsvorsitzender Frank Trommler
Curiestraße 3a
09117 Chemnitz
Tel.: +49 371 81 00 340
Fax:  +49 371 81 00 338
www.cbs.ag | info@cbs.ag

Pressekontakt und Belegexemplar:
P3N MARKETING GMBH
Bernhardstraße 68
09126 Chemnitz
Deutschland
+49 371 5265-380
info@p3n-marketing.de

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

ITK Engineering: Formel E ist Entwicklungslabor für die Serie

Neuer Antriebsstrang, aktives Bremssystem, eine stärkere Batterie und besondere Regeln ‒ die fünfte Formel-E-Saison stellt die Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi sowie den Entwicklungspartner ITK Engineering, vom Team Audi Sport ABT Schaeffler, vor spannende Herausforderungen. Ohne die in der Formel E unübliche Live-Datenübertragung muss das Zusammenspiel zwischen Fahrer und der Software im Fahrzeug perfekt funktionieren. Die Vorentwicklung hat entscheidenden Einfluss auf den Fahrverlauf. Damit ist der Rennsport sehr nah dran am Alltagsszenario mit einem E-Fahrzeug. Für ITK Engineering stellt die Formel E eine optimale Plattform dar, um die Software-Entwicklung für Serienfahrzeuge in Bezug auf Umweltfreundlichkeit, Effizienz, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit, weiter voranzutreiben.

Die aktuelle Formel-E-Saison bietet viele Neuheiten: Es gibt keinen Boxenstopp mehr, gefahren wird nach Zeit anstatt nach Runden und mit dem Attack-Mode steht einem Fahrer während des Rennens kurzzeitig mehr Leistung zur Verfügung, um Konkurrenten zu überholen oder die Position zu verteidigen. „Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Energiestrategie für unsere Fahrer Daniel Abt und Lucas di Grassi sowie auf die Software-Entwicklung für ihre Audi e-tron FE05. Zudem müssen neue Systeme wie die stärkere Batterie und das aktive Bremssystem, optimal in die Software integriert werden“, sagt Sven Wergandt, Programm Manager für den Geschäftsbereich Motorsport bei ITK Engineering.

Die entwickelten Algorithmen sorgen dafür, dass die vor einem Rennen berechneten Strategien und Energieverteilungen auf dem Fahrzeugsteuergerät hinterlegt sind. Während der Fahrt müssen sie sich dann in Echtzeit den jeweiligen Bedingungen anpassen. „In der Formel E gibt es keine Telemetrie vom Fahrzeug in die Box. Daher muss die Software möglichst autark funktionieren. Insbesondere was die Energieverteilung betrifft, sind Fahrer und Fahrzeug auf sich allein gestellt", erklärt Wergandt.

Von der Rennstrecke in die Serie

Durch Virtualisierung und Simulation können innerhalb kürzester Zeit, ohne reale Erfahrungswerte von der Rennstrecke, neue Anforderungen umgesetzt werden, die gleichzeitig höchsten Ansprüchen an Qualität, Nachvollziehbarkeit, Testabdeckung und Dokumentation genügen. „Die Formel E ist ein Entwicklungslabor, wo große Hersteller und Technologie-Unternehmen wie ITK Engineering, deutliche Fortschritte in punkto Umweltfreundlichkeit, Effizienz, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit herbeiführen und anschließend auf Serienfahrzeuge übertragen können. Als Software-Entwickler ist die Formel E für uns ganz besonders interessant, da wir hier unser Know-how vollständig einbringen können“, so Wergandt.

Dieter Gass, Leiter Audi Motosport, ergänzt: „Um in der Formel E erfolgreich zu sein, kommt es auf viele Details und weit mehr als nur das schnellste Fahrzeug im Feld an. Effizienz, Rekuperation, Strategie und Batteriemanagement ‒ Antriebsstrang und Software müssen reibungslos zusammenspielen, sodass sich unsere Fahrer hundertprozentig auf ihren Audi e-tron FE05 verlassen können. Das ist der Schlüssel zum Erfolg in dieser Rennserie. Mit ITK Engineering haben wir dafür seit vielen Jahren einen erfahrenen Partner an unserer Seite. Das gilt nicht nur für die Erstellung der Software, sondern auch für deren permanente Abstimmung und Weiterentwicklung.“

Weiterführende Informationen:

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

VISION mobility live von der CES 2019: Deutsche Überraschungen

Der Konsum von Mobilität, wie wir ihn jahrzehntelang praktiziert haben, erlebt eine historische Zäsur. Die Welt steht vor ähnlichen Umwälzungen wie nach der Erfindung des Autos vor 125 Jahren. Wenn heute von der Zukunft der Mobilität die Rede ist, geht es nicht länger nur um die räumliche Fortbewegung der Lkw, Transporter, Busse und Pkw. Es geht um die neue Verkehrsmittelnutzung, neue Antriebsformen und Fahrzeug-Features. Die Zeitschrift VISION mobility hat dies live auf der CES in Las Vegas erlebt. Die Zukunft wird elektrisch – diesen Eindruck hat man jedenfalls nach Aussagen der deutschen Hersteller in Las Vegas, deren stärkstes Exponat von Daimler Vans kam. Das zeigt, dass auch hier umgedacht wird und selbst Nutzfahrzeuge in Las Vegas präsentiert werden. Damit trägt man auch dem Interesse vieler B2B-Kunden und Flotten Rechnung. Auf der CES trat Daimler vollumfänglich mit Pkw, Van und Truck an, wobei die Nutzfahrzeuge der Tochter Freightliner vor den Toren der Stadt ihre teilautonomen und vollelektrischen Runden drehten.

Ausgerechnet die Van-Sparte passte inhaltlich am besten auf die CES: Die Konzeptstudie „Vision Urbanetic“ feierte zwar schon auf der Nutzfahrzeug-IAA Premiere, kam mit ihrer exaltierten Gestaltung und dem radikalen Konzept (die Kabine lässt sich vom Chassis trennen und durch ein Cargoabteil ersetzen) aber erst in Las Vegas so richtig zur Geltung. Sie erhielt als elektrischer autonom fahrender Pod auch gleich einige neue Gadgets, darunter einen elektronischen Roulettekreisel unter dem Anzeigenrondell am Dach, der sich per Smartphone aktivieren ließe. Einmal mehr präsentierte Daimler darüber hinaus die kommunikativen Fähigkeiten seiner Van-Kugel, die als autonomes Fahrzeug auch aktiv mit der Umgebung in Kontakt treten kann. Ganz klar war darüber hinaus das Bekenntnis, dass die Zukunft elektrisch ist. Das würde man mittlerweile vielleicht auch bei Audi bestätigen. Doch die Bayern gaben sich hier wesentlich bescheidener und unspektakulärer im Auftritt: Audi kochte nochmal die Studie „Aicon“ der Pkw-IAA 2017 und den e-tron auf und zeigte neue Infotainment-Details. Der „Audi Experience Ride“ soll das Auto zum „mobilen Erlebnispark“ machen: Zukünftig können Passagiere auf dem Rücksitz mithilfe einer Virtual-Reality-Brille Filme, Videospiele und interaktive Inhalte noch realistischer erleben. Dabei sollen virtuelle Inhalte in Echtzeit an die Fahrbewegung des Autos angepasst werden. Bei „Audi Immersive In-Car Entertainment“ greift man Impulse aus Filmszenen auf und übersetzt sie in reale Fahrzeugbewegungen. 

Weitere wichtige CES-Highlights erfahren Sie in der nächsten Ausgabe, die am 01. Februar 2019 erscheint, im VISION mobility Messe Spezial. VISION mobility ist ab sofort auch als ePaper im iKiosk erhältlich.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Österreichischer E-Mobilitätspionier has·to·be liefert Software für europäisches Schnell-Ladenetz

Mit einem flächendeckenden Netz an superschnellen Ladestationen will das Joint Venture IONITY der Elektromobilität in Europa Flügel verleihen. has·to·be, ein junges Unternehmen aus Österreich, leistet dazu einen wichtigen Beitrag. 

IONITY bringt Elektromobilität auf die Überholspur 

Befragt man Autofahrer zu den Nachteilen von E-Fahrzeugen, fällt meist die eingeschränkte Reichweite und die lange Ladedauer der Akkus. Diese Bedenken werden schon bald der Vergangenheit angehören. Dann werden in ganz Europa alle 120 Kilometer superschnelle Ladepunkte zur Verfügung stehen, die leere Batterien in wenigen Minuten laden. Hinter dem Projekt steht IONITY, ein Gemeinschaftsunternehmen von BMW, Daimler, Ford sowie des Volkswagen-Konzerns mit Audi und Porsche.  

has·to·be: Ein junges Unternehmen aus Salzburg liefert Software und Services 

Bei dem Aufbau des flächendeckenden Ladenetzes setzt IONITY auf die Zusammenarbeit mit starken Partnern aus der Branche. Einer davon ist das rot-weiß-rote Tech-Unternehmen has·to·be. Der Betrieb mit Sitz in Radstadt (Salzburg) ist inzwischen Marktführer im Bereich des White-Label Betrieb von smarten Lösungen im Gesamtumfeld der Elektromobilität.  Zu diesem Zweck hat das Unternehmen eine intelligente Software zu Verwaltung von Elektroladeinfrastrukturen entwickelt. Das Produkt nennt sich be.ENERGISED. Es wird weltweit bei mehr als 12.000 Ladestationen erfolgreich eingesetzt. Besonderer Trumpf des Betriebssystems be.ENERGISED ist seine Vielseitigkeit: Die Software ist nicht an einen bestimmten Gerätetyp gebunden, sondern mit fast allen Ladestationen am Markt kompatibel. Das macht die Lösungen von has·to·be attraktiv für große Unternehmen auf der ganzen Welt. 

has·to·be: Verlässlich im Hintergrund 

Im Ladenetz von IONITY kommen gleich mehrere Lösungen von has·to·be zum Einsatz: „Unsere Software sorgt für den stabilen Betrieb der Ladestationen und ermöglicht die einfache Abrechnung, egal mit welcher Ladekarte die Kunden laden möchten. Sogar vertragslose Direktbezahlung an der Ladestation ist möglich. Außerdem betreiben wir die Hotline, bei der Kunden anrufen, wenn einmal etwas nicht funktioniert“, erklärt CEO Martin Klässner. „Dabei treten wir immer als White-Label Anbieter auf. Das bedeutet, der Endkunde sieht uns nicht, sondern spürt nur die Qualität der Abwicklung“, so Klässner weiter. 

Die Partnerschaft zwischen IONITY und has·to·be endet jedoch nicht bei diesen Services und wird in Zukunft intensiviert. So arbeiten die Unternehmen etwa beim Thema Eichrecht eng zusammen. Das gemeinsame Ziel ist die Herstellung einer eichrechtskonformen Ladeinfrastruktur für die verwendeten Super High Charger. Damit kann IONITY künftig nach abgeschlossenen Normprüfungen eichrechtlich korrekt erfasste Ladevorgänge anbieten. Für die Kunden bedeutet das: Maximale Sicherheit bei der Abrechnung ihrer Tankvorgänge. 

 

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Essen MotorShow: Eibach feuert aus allen Rohren

Auch in diesem Jahr weiß Eibach die Fans gepflegter Fahrzeugoptimierung mit spannenden Highlights zu überraschen. So kommt nach dem höhenverstellbaren Pro-Street-S Fahrwerk nun eine Produkt-Evolution auf den Markt, die sowohl höhen- als auch leistungsverstellbar ist und deshalb auf den Namen Pro-Street-Multi hört. Als Kooperation von Eibach und ZF Sachs bietet das Pro-Street-Multi-Fahrwerk, bestehend aus ZF Sachs Einrohr-Gasdruckdämpfern in Upside-Down-Technologie und den bewährten Eibach Performance Fahrwerksfedern, eine individuelle Einstellmöglichkeit von Zug- und Druckstufe auch im eingebauten Zustand. Sensationell ist hier insbesondere die Variabilität: Mit nur 33 unterschiedlichen Ausführungen kann Eibach über 2700 Fahrzeugausführungen bedienen. 

Mit Spannung erwartet die Fachwelt auch die Enthüllung des Eibach Projektfahrzeugs 2019 auf der Essen MotorShow. Der Mercedes Benz C63S AMG Coupé wird dank spannender Projektpartner garantiert ein würdiger Nachfolger des letztjährigen Audi RS5 Coupé. Nicht zuletzt haben sich neben Hankook, Recaro und BBS noch weitere Vertreter aus dem Who´s who des German After Markets an dem Spitzen-Benz beteiligt, um aus dem diesjährigen Projektfahrzeug das Maximum an Perfektion und Handling herauszuholen. Ein Schwesterfahrzeug wird im Übrigen als Track-Tool im Dress von Black-Falcon unter anderem auf dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring zu sehen sein. Last but not least gibt’s noch eine weitere Überraschung auf der EMS 2018 zu bestaunen – Die spektakuläre Deutschland-Messepremiere eines GT3 Rennwagens aus dem Hause Audi! All dies und vieles mehr gibt es dann auch bald auf der komplett neuen Website von Eibach zu bestaunen. Noch ein Grund mehr bei Eibach vorbeizuschauen ­­

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Offener Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der Audi AG zur ‚Personalie Stadler‘ und Defiziten in der Kapitalmarktkommunikation in einer börsennotierten Publikumsaktiengesellschaft

Die Scherzer & Co. AG ist langjährige Aktionärin der Audi AG. Sie hat heute den folgenden Text als offenen Brief an den Vorstand und den Aufsichtsrat der Audi AG gerichtet:

Audi AG
Vorstand und Aufsichtsrat
Auto-Union-Straße 1
85045 Ingolstadt

Offener Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der Audi AG zur "Personalie Stadler" und Defiziten in der Kapitalmarktkommunikation in einer börsennotierten Publikumsaktiengesellschaft

die Scherzer & Co. AG (www.scherzer-ag.de) ist eine Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Köln und selbst sowie im Umfeld mit mehr als 4 Mio. Euro in Aktien der Audi AG investiert. Da wir nicht wissen, ob ein Brief an die Audi AG alle zuständigen Entscheidungsträger in der aktuellen Situation des Unternehmens überhaupt erreichen würde, haben wir uns zu diesem offenen Brief entschieden.

Auf der zurückliegenden Hauptversammlung der Audi AG in Ingolstadt Anfang Mai 2018, erstmals unter der Leitung des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Herbert Diess, ist uns positiv aufgefallen, dass die Audi AG in einer Momentaufnahme erkennbar um einen neuen Stil im Umgang mit ihren Minderheitsaktionären bemüht gewesen ist.

Herbert Diess präsentierte sich in der Versammlungsführung anders als sein Vorgänger Matthias Müller, dessen im Rückblick kurze, aber teure Amtszeit von einer nur schwer erträglichen Arroganz gegenüber den Audi-Minderheitsaktionären geprägt war. So bestand auf unserer Seite zeitweise die Hoffnung, dass es Audi/Volkswagen – noch immer erkennbar stark unter dem Eindruck der "Diesel-Thematik" stehend – ernst gemeint haben könnte mit den gebetsmühlenhaft vorgetragenen Beteuerungen nach einer neuen "Unternehmenskultur" und einem Neuanfang. Der damals noch amtierende CEO Rupert Stadler sprach auf der Hauptversammlung im Mai sogar wiederholt von "Together for Integrity" als neuem Leitbild der Audi AG. Tempi passati, Herr Stadler scheint mit Blick auf die aktuellen Ereignisse im Konzern an weiteren Kapiteln dieser neuen Integritätskultur im Audi-Konzern vorläufig nicht mehr mitschreiben zu können. Der im Kern positive Eindruck der Hauptversammlung hat zuletzt wieder erheblich gelitten.

Bei uns ist – wieder einmal – der Eindruck entstanden, dass die Audi AG erhebliche Defizite in der Kommunikation gegenüber den eigenen Streubesitzaktionären offenbart, während die Volkswagen AG ihre eigenen Aktionäre besser und schneller über die Vorgänge bei der Tochter Audi AG informiert als Vorstand und Aufsichtsrat der Audi AG, obwohl diese bekanntlich börsennotiert ist.

Diese Ungleichbehandlung der Aktionäre innerhalb des verzweigten Volkswagen-Konzerns sehen wir kritisch und sie werfen – Stichwort "Neuanfang" – auch kein gutes Licht auf die Verantwortlichen und Verantwortlichkeiten im Volkswagen-Konzern. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter: Es geht offenbar weiter mit der gezielten Desinformation der Audi-Kleinaktionäre innerhalb des Volkswagen-Konzerns.

Die Tatsache, dass Audi-CEO Rupert Stadler am Montag, 18. Juni 2018 auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II aufgrund von "Verdunklungsgefahr" in Untersuchungshaft genommen wurde, ist hinlänglich bekannt und soll hier nicht weiter thematisiert werden.

Einen Tag später, am Dienstag, 19. Juni 2018, informierte die beherrschende Volkswagen AG im Rahmen einer Pressemitteilung, dass "der Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft (.) am Dienstag [Anm.: 19.06.2018] der Bitte von Konzernvorstand Rupert Stadler entsprochen [hat], ihn von seinen Aufgaben als Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG (!) zu entbinden." (Quelle: Volkswagen AG, Investor Relations, Finanznachrichten)

Die Volkswagen AG weist in dieser Pressemitteilung vom 19. Juni 2018 ferner darauf hin, dass Rupert Stadler in seiner Funktion als Vorsitzender des Vorstands der Audi AG zum 1. Januar 2010 in den Vorstand der Volkswagen AG berufen wurde.

In einer separaten Pressemitteilung vom gleichen Tag teilt die Volkswagen AG (!) weiter mit, dass der Aufsichtsrat der Audi AG beschlossen habe, Abraham Schot – seit September 2017 im Vorstand der Audi AG verantwortlich für den Geschäftsbereich Vertrieb und Marketing – mit sofortiger Wirkung kommissarisch die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden zu übertragen. (Quelle: Volkswagen AG, Investor Relations, Finanznachrichten)

An dieser Stelle beginnen aus unserer Aktionärsperspektive die Merkwürdigkeiten in der Kommunikationspolitik der Volkswagen AG / Audi AG gegenüber dem Kapitalmarkt, denn die Gremien und Zuständigkeiten von Audi und Volkswagen werden hier offenbar bunt nach Belieben vermischt.

Es hat – soweit wir es überblicken – bis zum heutigen Tag keine "offizielle" Kapitalmarktkommunikation der Audi AG als börsennotierter Gesellschaft zur "Personalie Stadler / Schot" gegeben, obwohl nicht zuletzt die Kursentwicklung der Audi AG-Aktie seit Ereigniseintritt – der Verhaftung des Vorstandsvorsitzenden und der erfolgten "Beurlaubung" – deutlich negativ war.

In erster Linie war Herr Stadler bis zu seiner Beurlaubung nicht "Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG", sondernVorstandsvorsitzender der Audi AG – und nur in dieser Funktion auch Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG. Konsequenterweise hätte also auch die Audi AG die "Beurlaubung" ihres Vorstandsvorsitzenden melden müssen. Es ist ferner davon auszugehen, dass die Beurlaubung – angeblich auf "Bitte" von Herrn Stadler – zunächst durch den Aufsichtsrat der Audi AG abgesegnet werden musste, ehe der Volkswagen-Aufsichtsrat hierüber zu informieren war. Wäre es anders, würde sich unweigerlich die Frage stellen, wer die Audi AG eigentlich überwacht und kontrolliert: der Audi-Aufsichtsrat oder der Volkswagen-Aufsichtsrat?

Wir haben bis zum heutigen Tag keine Kapitalmarktkommunikation der Audi AG auf www.audi.com oder in den einschlägigen News-Datenbanken zur "Personalie Stadler / Schot" gesehen. Nach unserer Einschätzung der Situation hätten der Aufsichtsrat und/oder Vorstand der Audi AG – losgelöst von der noch offenen, von der Justiz zu klärenden Schuldfrage – die Audi-Aktionäre über die "Beurlaubung" des Vorstandsvorsitzenden der Audi AG sofort nach dem Aufkommen erster Medienberichte informieren müssen. Es stellt sich für uns die Frage: warum wird die Volkswagen AG als Audi-Großaktionär und werden die Volkswagen-Aktionäre informiert, die Audi-Streubesitzaktionäre aber nicht?

Umso skurriler erscheint dieses Defizit in der Kapitalmarktkommunikation vor dem Hintergrund, dass die kommissarische (!) Bestellung von Herrn Rupert Stadler, damals Vorstand Finanz und Organisation der Audi AG, als Nachfolger von Martin Winterkorn zum 1. Januar 2007 durch den Aufsichtsrat der Audi AG von der Audi AG am 6. Dezember 2006 sogar "Adhoc" – wegen erheblicher Börsenkursrelevanz! – von der Audi AG gemeldet wurde (Quelle: www.audi.com, Kapitalmarktkommunikation, Ad-hoc-Meldungen).

Der guten Ordnung halber rufen wir nochmals in Erinnerung, dass es sich bei der Audi AG – auch wenn die Volkswagen AG dies gerne "vergisst" – um ein selbständig börsennotiertes Unternehmen mit langer Börsentradition und aussenstehenden Aktionären handelt, die ebenso einen Informationsanspruch haben wie die Aktionäre der Muttergesellschaft Volkswagen AG.

"Together for integrity" ist längst wieder Geschichte, wenn man die Ereignisse der letzten Wochen und Ihren Umgang damit auch gegenüber den Audi-Minderheitsaktionären unbefangen auf sich wirken lässt. Statt "Together for Integrity" ist es heute das "Schweigen der Ringe", das uns und viele andere Audi-Aktionäre beschäftigt und verärgert.

Ganz grundsätzlich stellt sich auch die Frage, wie lange das aktuelle "Führungsvakuum" an der Unternehmensspitze der Audi AG angesichts der andauernden "Beurlaubung" von CEO Stadler überhaupt noch andauern soll. Aus unserer Sicht ist jetzt der Aufsichtsrat in der Pflicht, möglichst zeitnah für klare Verhältnisse in der Führung der Audi AG zu sorgen – auch, um weiteren Schaden vom Unternehmen abzuwenden.

Die jüngsten Ereignisse in der Audi AG (sowie implizit auch der Volkswagen AG!) erinnern uns bisweilen – leider – an das japanische Sprichwort von den drei Affen:

Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen.

Wir erwarten von Ihnen, dass Sie die Aktionäre der Audi AG von jetzt an offen, transparent und vollständig über alle Angelegenheiten informieren, die die Audi AG und ihre Minderheitsaktionäre betreffen. Dazu zählen auch alle weiteren personellen Entwicklungen in Vorstand und/oder Aufsichtsrat.

Darüber hinaus erwarten wir von Vorstand und Aufsichtsrat der Audi AG, dass diese Gremien – ohne Ansehen der Person – rechtliche Schritte gegen alle amtierenden und ehemaligen Vorstände bzw. Aufsichtsräte der Audi AG einleiten, deren Fehlverhalten juristisch erwiesen ist und deren Handlungen die Audi AG und ihre Aktionäre in der Vergangenheit geschädigt haben bzw. noch schädigen werden. Dies betrifft auch alle Fragen der Organhaftung. Auch daran werden wir Sie und den von der Verwaltung propagierten "Neubeginn" bei der Audi AG messen. Wir erlauben uns, diesen gerade erst begonnenen Erneuerungsprozess weiter konstruktiv-kritisch zu begleiten.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

MEXICAN AUTOMOTIVE INDUSTRY 2018 TO 2020+ QUO VADIS 6th and 7th of November in Querétaro (Mexico)

Meet Executives and Experts of OEMs and Suppliers in México.   As a best-cost country, the Mexican automotive and supplier industry is facing the new challenges in Mexico with new vehicle models, OEMs, suppliers, service providers and new agreements.

Under the motto "MEXICAN AUTOMOTIVE INDUSTRY 2020+ – QUO VADIS” representatives of the automotive industry will meet on 6th/7th of November in Querétaro (Mexico) to review their strategies and approaches with the companies.

  • Speeches form ABB, AKJ, Admexus, AUDI, Bosch, Brose, CeDIAM, Continental, Daimler, Ford, Hellmann, Honda de México, INA, Industrias Norm, IPL, PriceWaterhouseCoopers, Schnellecke, Volkswagen de México, WELLDEX and additional companies.
  • SESSION 1 – Automotive Industry Mexico – Status Quo and future
  • DISCUSSION PANEL 1 – Mexico in a new world of opportunities and barriers. Mexico is in first place for most OEMs and suppliers from Europe and Asia when it comes to new locations for automotive and component production? In addition to new growth impulses and opportunities, risks must also be taken into account – these must be made transparent and controlled.
  • SESSION 2 – Drive Supply Chain Excellence
  • SESSION 3 – Drive Innovation and future for automotive
  • SESSION 4 – Innovation in product and process
  • DISCUSSION PANEL 2 – Industry 4.0 – Status quo, challenges and consequences. The labour force in Mexico is becoming increasingly scarce. In this field more and deeper qualifications are necessary. Industry 4.0 is increasingly opening up new opportunities to close this gap with more automation and digitization – both in the operational and administrative areas.
  • Plant Tours at Bosch, Brose, Continental und Kirch Automotive in Qerétaro,
  • Workshop – "Implementation of Industry 4.0"

Use the network of executive and experts at the automotive conference in Querétaro to learn more about the current and future strategy

The most important expectations, strategies and approaches from the point of view of OEMs and suppliers are presented. How are the framework conditions for manufacturers, suppliers and service providers changing? To what extent do OEMs, suppliers and service providers integrate the new capabilities of i4.0 and digital transformation? What should the Roadmap 2020+ for the Mexican automotive industry look like?

The discussion of the contributions also focuses on how the Automotive Network can be used for the further development of innovation in the automotive and supplier industry in Mexico.

If you have any questions, please do not hesitate to contact me by email kjschmidt@iplnet.de. Check also www.akjnet.com/akj2018mexico.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox