„EcoStep strahlt Kompetenz, Professionalität und Sicherheit aus.“ – Interview mit Anke Haupt (QM der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach)

230 ha Weinbergbesitz bildet das Fundament des über 900 Jahre währenden Erbes der Zisterzienser von Kloster Eberbach. Auf der Strecke von mehr als 100 km von der Hessischen Bergstrasse bis nach Assmannshausen liegt dabei der Boden für den Facettenreichtum der Weine der hessischen Staatsweingüter GmbH Kloster Eberbach.

Im Jahr 2007 begannen die Staatsweingüter das integrierte Managementsystem EcoStep 5.1 Wein einzuführen. Innerhalb von zwei Jahren erfolgte dann der schrittweise Aufbau des Systems innerhalb der verschiedenen Bereiche des Weingutes. Das Weingut engagiert sich im „Arbeitskreis EcoStep-Wein“.

GUTcert-Interview mit Anke Haupt

Anke Haupt ist seit 2002 in verschiedenen Funktionen in den Staatsweingütern tätig, leitet dort heute die Verwaltung und ist die Qualitätsmanagement- und somit EcoStep-Beauftragte.

H. Lange (GUTcert): Erst einmal herzlichen Dank, dass Sie sich bereit erklärt haben, über Ihr System zu sprechen. Welche Motive und Wünsche standen damals hinter der Einführung von EcoStep Wein?

A. Haupt: Es stand damals zuerst die Diskussion im Raum, IFS einzuführen. Nach gründlicher Recherche mussten wir aber feststellen, dass IFS für uns nicht gepasst hat. Wir waren dann sehr interessiert daran, EcoStep Wein kennenzulernen. Wir schätzen es sehr, dass dieses System mit den Schwerpunkten Qualität, Umwelt, Arbeitsschutz und Lebensmittelsicherheit so umfassend ist und uns durch die entsprechenden Normen Rechtssicherheit gibt.

Lange: Das freut uns! Welche organisatorischen Erfolge innerhalb des Unternehmens konnten Sie durch den prozessorientierteren Ansatz von EcoStep denn bis heute schon generieren?

Haupt: Die größten Erfolge sehe ich vor allem aufgrund der Prozessorientierung des Systems. Die Mitarbeiter haben begonnen, die Prozesse ganzheitlicher zu überdenken und damit besser umzusetzen. Außerdem funktioniert durch EcoStep auch die Schnittstellenorganisation zwischen den Bereichen Weinbau, Keller und Vertrieb besser. Dies ist ein sehr wichtiger Aspekt für unser Weingut, bedingt durch unsere Organisation an verschiedenen Standorten. Die Schnittstellenproblematik war ein großes Thema und konnte durch EcoStep besser geregelt werden.

Lange: Wie Sie eben angesprochen haben, zeichnen sich grade die kleinen und mittleren Weinbaubetriebe durch ihre Individualität aus. Mit EcoStep 5.1 Wein sollen die eigenen Sphären Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Lebensmittelsicherheit und Qualitätsverbesserung erkannt und genutzt werden. Welchen Vorteil sehen Sie in diesem systemischen Ansatz vor allem gegenüber den gängigen Bio-Siegeln wie z.B. Fair’n Green oder EcoVin?

Haupt: Der größte Vorteil ist vor allem, dass durch EcoStep die Kernanforderungen der vier großen ISO-Normen abgedeckt werden. Und neben der erwähnten Rechtssicherheit durch die Schwerpunkte Umweltmanagement, Arbeits- und Lebensmittelsicherheit hebt auch besonders die Qualitätssicherung durch das Qualitätsmanagement EcoStep für uns von den herkömmlichen Siegeln ab.

Das vollständige Interview finden Sie unter https://www.gut-cert.de/produkte/managementsysteme-azav/integrierte-ms/ecostep.html

Die GUTcert ist offizieller Zertifizierungspartner von EcoStep.

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GUTcert verifiziert die Alunorf für nachhaltiges Aluminium

Mit dem Ziel, ab 2019 vollständig nachhaltiges Aluminium anbieten zu können, kam Hydro Hoogezand im Sommer 2018 auf die GUTcert zu, um die Durchführung der notwendigen Audits nach dem ASI Performance Standard zu planen. Die Zusammenarbeit gestaltete sich trotz der Kurzfristigkeit sehr kooperativ und angenehm, was schließlich zu der erfolgreichen Zertifizierung des Standortes im Januar 2019 führte.

Alunorf, ein Joint Venture von Hydro und Novelis in Neuss, Deutschland, ist die weltweit größte Aluminiumwalz- und Gießerei mit mehr als 2.200 Mitarbeitern und einer Jahresproduktion von mehr als 1.500.000 Tonnen.

Die Aluminium Stewardship Initiative

Die im Jahr 2015 gegründete Aluminium Stewardship Initiative setzt sich zum Ziel, verschiedene Stakeholder der Aluminiumbranche zusammenzubringen, um die Wertschöpfungskette von Aluminium möglichst nachhaltig zu gestalten. Zu diesem Zweck wurde ein Zertifizierungssystem entwickelt, das alle Schritte vom Bauxitabbau über die Aluminiumverarbeitung bis hin zum Recycling betrachtet und in diesem Zusammenhang die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards und Aspekte der Führung überprüft.

Die ASI-Zertifizierung teilt sich in zwei Standards auf, den „ASI Chain of Custody Standard“ und den „ASI Performance Standard“. ASI-Mitglieder verpflichten sich dazu, innerhalb von zwei Jahren nach Beitritt ein Third-Party-Audit nach dem Performance Standard durchzuführen. Dies beinhaltet die Prüfung von 11 Punkten aus den Bereichen Governance, Umwelt und Soziales. Der Chain of Custody Standard (CoC) ist freiwillig und bezieht sich auf die verantwortungsvolle Gestaltung der Lieferketten.

Beide Standards wurden im Dezember 2017 veröffentlicht und die GUTcert wurde kurz darauf als erste Zertifizierungs- und Verifizierungsstelle in Deutschland für beide Standards akkreditiert. Und Anfang November kam ein weiterer Meilenstein: In Neuss prüfte die GUTcert die weltweit größte Aluminiumwalz- und Gießereianlage nach dem ASI Performance Standard.

Den Alunorf Zusammenfassungsbericht finden Sie hier.

Weitere Zertifizierungen nach ASI-Standard geplant

Die neuen ASI-Standards sind die höchsten international anerkannten Nachhaltigkeitsstandards in der Aluminiumindustrie. Die GUTcert hat langjährige Erfahrung in der Aluminiumbranche und betreut auch andere Unternehmen der Aluminiumindustrie bei der ASI-Zertifizierung. Eine enge und vertrauensvolle Kooperation mit den Kunden steht dabei an erster Stelle. Als Tochter der international aufgestellten AFNOR-Gruppe bieten wir unsere Leistungen weltweitan.

Fragen oder Hinweise richten Sie bitte an Herrn Nicolas Fouquet, Tel.: +49 30 2332021-78 oder Herrn Tim Viereck, Tel.: +49 302332021-57.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website oder auf der Aluminium Stewardship Initiative (Englisch).

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ETL vertraut auf Lizengo

Seit Ende des letzten Jahres arbeitet die ETL Gruppe mit Produkten der lizengo GmbH & Co. KG. Die ETL-Gruppe ist in Deutschland mit über 870 Kanzleien vertreten und beschäftigt in über 50 Ländern weltweit mit 220 Kanzleien rund 7.000 Mitarbeiter.

"ETL, als Marktführer im Bereich Steuerberatung und eines der führenden Unternehmen in den Segmenten der Wirtschaftsprüfung und Rechtsberatung in Deutschland, benötigt einen Partner auf Augenhöhe. In lizengo haben wir diesen Partner gefunden.
Neben der preislichen Flexibilität hat uns die prozessuale Unterstützung und Betreuung – auch bei besonderen Anforderungen – einfach überzeugt.“, so Dr. Dirk Goldner, Generalbevollmächtigter IT, Softwareentwicklung und Digitalisierung.

Tobias M. Zielke, Chief Sales Officer bei lizengo dazu: „Gerade im Finanzbereich ist ein starker, flexibler und vertrauenswürdiger Partner unabdingbar. Eine umfassende Beratung sowie eine valide und individuelle Bedarfsanalyse sind essenzielle Grundpfeiler einer langfristigen Geschäftsbeziehung. Wir freuen uns ETL von unseren Produkten und Services überzeugt zu haben.“

Die lizengo GmbH & Co. KG ist Europas größter Onlineshop für den Erwerb von Software namhafter Hersteller. lizengo bietet Unterstützung im Software-Management sowie neue, originale Software-Produktschlüssel zu günstigen Preisen, was zu Sicherheit und Einsparpotenzialen auf Seiten von Unternehmen und Endanwendern führt. Des Weiteren profitieren Unternehmen von der kostenlosen Lizenzberatung des persönlichen Ansprechpartners und der Sicherheit durch die Audit-Übernahme seitens lizengo.

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Neue BAFA-Regeln zu Energieaudits: GUTcert-Infoabend am 20.03. in Berlin

Die einen genießen die letzten Tage des Karnevals, die anderen erfreuen sich an den ersten Sonnenstrahlen im Frühling – und die GUTcert kämpft mit stürmischen Neuerungen im Energiemanagement.

Hürden für Energieaudits steigen deutlich 

Bereits am 13.02.2019 veröffentlichte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das neue Merkblatt und einen Leitfaden für Energieaudits (GUTcert berichtete). Derzeit wird noch rege diskutiert, aber eins ist bereits klar: Energieaudits nach DIN EN 16247-1 werden deutlich ambitionierter – sowohl inhaltlich als auch im gesamten Auditverfahren! So wird beispielsweise Produktionsunternehmen und Unternehmen ohne einheitliche Filialstruktur (Krankenhäuser, Hotelbetriebe, etc.) grundsätzlich die Anwendung des Clusterverfahrens verwehrt.

Infoabend mit Dr. Bastian Rüther und Jochen Buser am 20. März in Berlin

Wir wollen Licht ins Dunkel bringen und laden Sie herzlich zu unserem Info-Abend Energieaudits 2019 am 20.03.2019 ab 17 Uhr in die GUTcert Akademie ein. Zwei unserer Experten (Dr. Bastian Rüther, Herr Jochen Buser) werden Ihnen kurz und prägnant vorstellen, was Sie künftig erwartet. Selbstverständlich bleibt bei Schnittchen und Softgetränken auch noch ausreichend Zeit für Diskussionen und Fragen.

Wir freuen uns auf Sie!

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Erneute Auszeichnung: ORWO Net ist familienfreundliches Unternehmen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld

Die ORWO Net GmbH absolvierte erfolgreich das Audit zum Zertifikat „Beruf und Familie“ des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Somit wird sie erneut für ihre familienbewussten Arbeitsbedingungen ausgezeichnet und erhält, wie bereits 2012, den Titel “Familienfreundliches Unternehmen“.

Individuelle Gleitzeitmodelle, Möglichkeiten für Überstundenauf- und Abbau, familienbedingte Teilzeit – mit diesen und anderen familienorientierten Arbeitsbedingungen erleichtert ORWO seinen 340 Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nach einem Audit des Landkreises Anhalt-Bitterfeld nahmen Geschäftsführerin Claudia Snehotta und Betriebsratsvorsitzender Lars Hönig stolz die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen“ in Form eines Schildes sowie einer Urkunde im Hause ORWO entgegen.

Somit beweist ORWO, dass Familienfreundlichkeit fest in der Firmenphilosophie verankert ist – ein wichtiges Statement von einem der größten Unternehmen des Landkreises. Das findet auch Claudia Snehotta, Geschäftsführerin der ORWO Net GmbH: „Wir sind uns der Verantwortung bewusst und sehr stolz, so viele Frauen und Mütter in unserer Firma zu beschäftigen. Diese wollen wir größtmöglich unterstützen.“

Bereits im Jahr 2012 erhielt ORWO Net diese Auszeichnung und kann nun stolz das neue Schild an den Eingängen beider Standorte in der Röntgenstraße 3, Wolfen und in der Guardianstraße 16, Thalheim anbringen.

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TÜV SÜD beteiligt sich an flowtify im Rahmen einer strategischen Partnerschaft

Die TÜV SÜD Food Safety Institute GmbH beteiligt sich im Rahmen einer strategischen Partnerschaft an der flowtify GmbH, einem Anbieter von mobilem Hygiene- & Qualitätsmanagement.

Der Erwerb erfolgt im Rahmen der Series-A Finanzierungsrunde von flowtify. „Wir erwarten, dass sich der Schwerpunkt von der reinen Auditierung auf die Fernüberwachung, Systemüberwachung und -verwaltung verlagern wird“, sagt Thorsten Steinhübel, Geschäftsführer der TÜV SÜD Food Safety Institute GmbH. Durch die strategische Kooperation mit flowtify können in Zukunft Dienstleistungen mit digitalen Lösungen angeboten werden, die die tägliche Qualitätssicherungsarbeit der Kunden erleichtern und einen Mehrwert bieten.

flowtify hilft mittels einer App und IoT-Produkten, cloudbasierte Qualitäts- und Hygienekontrollen im Rahmen der EU VO 852/2004 (HACCP) lückenlos und rückverfolgbar durchzuführen. Die flowtify-App dient der digitalen Strukturierung und Umsetzung von Dokumentationen und unterstützt Mitarbeiter durch Videos, Fotos oder PDFs, ihnen auch noch unbekannte Aufgaben selbstständig zu erledigen. Durch IoT-Unterstützung soll zukünftig die Sicherheit im Umgang mit Lebensmitteln weiter erhöht werden.

Ergänzend zur bestehenden App für digitale Qualitäts- und Hygienechecks entwickelt flowtify aktuell eine Audit-App. „In den letzten Monaten haben unsere Kunden speziell für 2nd Party Audits ausdrücklich ein digitales Instrument für solche Audits gewünscht. Dementsprechend wollen wir den kompletten Audit-Prozess digitalisieren und unseren Kunden ein digitales Tool zur Verfügung stellen, mit dem Daten und Prozesse einfach analysiert, interpretiert und dokumentiert werden können“, so Steinhübel weiter. Zunächst ist der Einsatz von flowtify im deutschsprachigen Raum geplant, mittelfristig könnte die flowtify-Applikation auch in anderen Audit- und Inspektionsgeschäften von TÜV SÜD eingesetzt werden. Dafür wurde eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

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Qualitätsoffensive Energieaudits – Quo Vadis Energieaudit? (Interview mit Dr. Bastian Rüther)

Am 13.02.2019 hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) relativ unerwartet ein neues Merkblatt für Energieaudits nach den gesetzlichen Bestimmungen des §§ 8 ff. EDL-G veröffentlicht. Neu dazugekommen ist der Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach den Vorgaben der DIN EN 16247-1 und den Festlegungen des BAFA, die ab jetzt verbindlich gelten.

Das Veröffentlichen der neuen Anforderungen bezweckt sehr wahrscheinlich eine Qualitätsoffensive: Die Erfahrungen aus der Verwaltungspraxis hatten wohl gezeigt, dass hinsichtlich der Anforderungen an Energieaudits Klarstellungsbedarf besteht, um die Qualität der Energieauditberichte signifikant zu erhöhen.

Damit die Auswirkungen der neuen Regelungen für Anwender besser fassbar werden, haben wir einzelne Akteure aus der Branche interviewt. Im ersten Interview zum Thema sprach Jochen Buser, GUTcert Prokurist und Verantwortlicher für Energiedienstleistungen mit Dr. Bastian Rüther, Geschäftsführer der EnPQM Group.

Dr. Bastian Rüther ist als international agierender Unternehmensberater sowie als Interimsmanager und Personalcoach für namhafte Konzerne tätig. In seiner Rolle als Referent, Hochschuldozent und leitender Auditor setzt er sich für das kontinuierliche Weiterentwickeln und strategische Ausrichten unterschiedlicher Managementsysteme ein.

Eine kurzfristige Informationsveranstaltung über Änderungen und Neuheiten im BAFA Merkblatt / Leitfaden findet am 20. März 2019 von 17 – 20 Uhr in der GUTcert-Akademie statt. Hier können Sie sich anmelden!

Interview mit Dr. Bastian Rüther

  • Auszug: BAFA “Merkblatt für Energieaudits“, Seite 16

„3.2.1 Unternehmen mit mehreren gleichartigen Standorten

Bei Unternehmen, die über eine Vielzahl an vergleichbaren Standorten verfügen, wird das Energieaudit als verhältnismäßig und repräsentativ bewertet, wenn Energieaudits nur an einer repräsentativen Anzahl von Standorten durchgeführt werden. Zu diesem Zweck können sogenannte Multi-Site-Verfahren zur Anwendung kommen, bei denen Cluster von Standorten gebildet werden. Wichtig hierbei ist, dass auch bei Anwendung des Multi-Site-Verfahrens der Gesamtenergieverbrauch des jeweiligen Unternehmens ermittelt werden muss. Erst dann können die Standorte unter Verwendung von Vergleichskriterien geclustert werden. Das Multi-Site-Verfahren reduziert lediglich die Anzahl der Außeneinsätze.

Sinn und Zweck des Multi-Site-Verfahrens ist es, durch geeignete und definierte Vergleichskriterien, mehrere gleichartige Standorte zu identifizieren und somit die Anzahl der Außeneinsätze zu reduzieren (Wurzelfunktion). Demnach müssen die Energieauditberichte der Standorte, welche einer kompletten Analyse unterzogen wurden, auf die restlichen, im Cluster befindlichen Standorte übertragbar sein. Diese Übertragbarkeit kann nur dann gegeben sein, wenn alle Standorte energetisch und strukturell ähnlich und vergleichbar sind (z.B. Filialen).

Nicht geeignet ist die Anwendung des Multi-Site-Verfahrens aufgrund der komplexen und differenzierten gegebenen technischen Infrastruktur z.B. für den Krankenhausbereich oder für Produktionsstätten.

Das Energieaudit ist dann als verhältnismäßig und repräsentativ anzusehen, wenn Energieaudits nach der DIN EN 16247-1 an einer Anzahl an Standorten des jeweiligen Clusters durchgeführt werden, die der Quadratwurzel der Gesamtzahl an Standorten des jeweiligen Clusters, gerundet auf die höhere ganze Zahl, entspricht. Dies bedeutet, dass zunächst aus der Anzahl aller Standorte des Unternehmens geeignete Cluster an vergleichbaren Standorten zu bestimmen sind.

Näheres hierzu finden Sie in dem Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten, Kapitel VI.“

Jochen Buser (GUTcert): Welche Auswirkungen haben die neuen Regelungen bzw. Möglichkeiten zur Clusterung auf die Kalkulation Ihrer Angebote, im Hinblick auf die Tatsache, dass die 90/10 Regelung für Mischsysteme jetzt deutlich anders angewendet wird?

Dr. Bastian Rüther (EnPQM): Die Neuregelung des Multi-Site-Verfahrens im Rahmen von Energieaudits führt das Fortsetzen von Mischsystemen (ISO 50001 + Energieaudits) ad absurdum. Zukünftig kann nur auf die Energieaudit-Unternehmensteile die 90/10 Regelung angewandt werden. Betrachtet man dabei jedoch das ganzheitliche Firmenkonstrukt, kann es bei Anwenden von Mischsystemen zu einer benötigten Abdeckung von weit mehr als 90% des Gesamtenergieverbrauchs kommen. Dies wiederum steht den vollwertigen Single-Systemen (reine ISO 50001-Konstrukte oder Energieaudits) entgegen. Alleine aus organisatorischer und unternehmerischer Sicht werden daher bei komplexen Konzernstrukturen die Mischsysteme aussterben. Denn bekanntlich „springt ein gutes Pferd nur so hoch, wie es muss.“

  • Auszug: BAFA “Merkblatt für Energieaudits“, Seite 16

„Nicht geeignet ist die Anwendung des Multi-Site-Verfahrens aufgrund der komplexen und differenzierten gegebenen technischen Infrastruktur z.B. für den Krankenhausbereich oder für Produktionsstätten.“

  • Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 50

„Cluster von beispielsweise Produktionsstätten oder Krankenhäuser können nicht gebildet werden, da bei diesen Einrichtungen keine eindeutige Vergleichbarkeit im Cluster gewährleistet werden kann. Es ist in solchen Fällen nicht möglich, die Ergebnisse aus Standortuntersuchungen auf die restlichen, im Cluster befindlichen Standorte im Rahmen einer Vergleichbarkeit zu übertragen.“

Buser: Laut der neuen Regelungen ist das Multi-Site-Verfahren auf komplexe Systeme wie etwa Produktionsstätten und Krankenhäuser nicht mehr anwendbar. Was bedeutet das konkret für Ihre Kunden? Und für die Planung und Durchführung Ihrer Audits? Wie werden sich die Kosten für Energieaudits verändern? Und welche Branchen/Unternehmen sind Ihrer Meinung nach ebenfalls von dieser Regelung betroffen?

Dr. Rüther: Der Umstand, dass komplexe Strukturen wie z.B. Produktionsunternehmen, Krankenhäuser (gleiches dürfte auch für große Hotels, etc. gelten) aus dem Multi-Site-Verfahren im Energieaudit ausgeschlossen werden, bestätigt uns nur in unserer Vorgehensweise bei den Kunden. Das Energieaudit mit seiner nun geforderten Tiefe wird für Produktionskonzerne weder abbildbar noch bezahlbar werden.

Weiterhin reden wir dann nicht mehr von einer Stichprobe, sondern von einer Vollprüfung. Hier bleibt nur der Ausweg in die ohnehin für komplexe Unternehmen intelligentere und strategisch richtige Lösung – die ISO 50001. Denn diese birgt die Vorteile sehr hochwertiger ISO-Audits durch bestens geschulte ISO-Auditoren und lässt außerdem die Anwendung von Multi-Site-Verfahren zu.

  • Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 18

„Unter diesem Punkt muss der energetische IST-Zustand des Unternehmens beschrieben, analysiert und bewertet werden. Es sind die energieerzeugenden, transportierenden und verbrauchenden Anlagen schematisch darzustellen und textlich zu beschreiben. Die eingesetzten Energieträger sind sowohl absolut als auch prozentual bezogen auf den Energieverbrauch des untersuchten Objekts anzugeben. Die erhobenen Daten sind durch grafische Abbildungen darzustellen.

Grundlage für die Erhebung und Bewertung des Energieverbrauchs ist nach DIN EN 16247-1 Ziffer 5.5 eine umfassende, systematische Bestandsaufnahme und Analyse der Energieströme des Unternehmens zusammen mit einer übersichtlichen Dokumentation der Ergebnisse.“

Buser: Technische Analyse – wie beurteilen Sie die Qualitätsanforderungen an die technische Analyse zur Aufschlüsselung des Gesamtenergieverbrauchs, insbesondere bzgl. 4.1 Querschnittstechnologie, 4.3 Transport und 4.4 Gebäudehülle?

Dr. Rüther: Die hier geforderte technische Tiefe wird nicht nur das eine oder andere Unternehmen, sondern auch die ausführenden Berater vor neue Herausforderungen stellen. Gewisse Bereiche, wie der Bereich der Kältetechnik, Drucklufttechnik oder dergleichen werden ohne teure und anspruchsvolle Messtechnik und speziell geschultes Personal nicht ohne weiteres abbildbar sein.

Dieser Umstand kann zwei Folgen haben: Erstens werden Audits voraussichtlich teurer, da der Kreis der Beratungsunternehmen, die diese Qualität und Tiefe inkl. des entsprechenden Equipments abbilden kann, sehr elitär wird. Oder die BAFA muss, wie im ersten Durchgang (die vergangenen 4 Jahre), Abstriche bei den späteren Berichten machen. Obwohl diese Qualitätsoffensive endlich den weder nachvollziehbaren noch vergleichbaren Angeboten bis in den Bereich des Dumpings ein Ende setzen würde, kann weder die eine noch die andere Folge im Extremum im Sinne der BAFA sein.

  • Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 28

„6 Energieleistungskennzahlen

Gemäß DIN EN 16247-1 Ziffer 5.5 a) Nummer 5) sind eine oder mehrere Energieleistungskennzahlen, die zur Evaluierung des auditierten Objekts geeignet sind, zu bilden.

Kennzahlen ermöglichen die Bewertung und Überwachung der Energieeffizienz vom gesamten Unternehmen, Prozessen oder einzelnen Bereichen. Dabei ist auf aussagekräftige Energiekennzahlen zu achten, die für die Verbesserung der Energieeffizienz sinnvoll sind. Um eine möglichst zielgerichtete Anwendung zu erreichen, sollte bei der Erstellung insbesondere auf folgende Punkte eingegangen werden:

  • Zielgruppe (Geschäftsführung, Mitarbeiter, etc.)
  • Aussageziel mit Begründung
  • Wirkung
  • Aufwand
  • Nutzen/Anwendbarkeit

Bezugswerte für Kennzahlen sollten, wenn möglich folgendes umfassen:

  • Gesetzliche Bestimmung zu Neubauten (EnEV)
  • Gesetzliche Bestimmungen für Sanierung (EnEV, KfW)
  • Beste, am Markt verfügbare Technik
  • Typische (statistische) Werte für bereits vorhandene oder neu errichtete Gebäude

Beispiele für jährliche Kennzahlen:

  • Energieverbrauch/spez. Verbraucher bezogen auf die Bezugsfläche in kWh/m² pro Jahr oder auf das Raumvolumen kWh/m³ pro Jahr
  • : Heizung kWh/m², Warmwasser kWh/m³, Nutzung kWh/Person“

Buser: Energiekennzahlen – die Anforderungen an Aussagekraft und Systematik (Bottom Up) der Energiekennzahlen unterscheiden sich erheblich von den alten Verfahren. Was bedeutet dies für die Energieberatung?

Dr. Rüther: Das Thema Kennzahlen verursacht bis heute bei fast jeder Organisation Bauchschmerzen, egal ob groß oder klein und auch nahezu in jedem nicht-betriebswirtschaftlichen Themenfeld. Problematisch sehe ich hier, dass die Organisation bei den verschiedenen Prozessen eine exzellente Datenlage aufweisen müsste.

Dies ist in der Realität, bei sogenannten „gewachsenen Strukturen“, leider nie ohne große Kosten und erheblichen technischen Aufwand wirklich gegeben. Unternehmen, die schon sehr professionell und mit viel Aufwand Kennzahlen im Rahmen der ISO 50001 bilden und komplexe Modelle mit und ohne Software-Lösungen betreiben, tun sich bis heute schwer mit Kennzahlen und sind selten ganz „glücklich“ mit den gebildeten Systemen. Daher bedeutet auch dieser Umstand, dass sich Unternehmen mit einfachen Strukturen (Bürostandorte, Vertriebsstandorte, Filialisten, etc.)  aufgrund der geringen technischen Komplexitätstiefe und der einfachen Kennzahlenstruktur weiterhin im Energieaudit beheimatet fühlen und Unternehmen mit hohem Komplexitätsgrad den Rückzug in die ISO 50001 antreten werden.

Denn alleine die Kennzahlenfindung ist ein iterativer und langwieriger Prozess und im Bereich Kennzahlen heißt es immer noch „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut“: Dies kann binnen weniger Monate nahezu kein Unternehmen leisten.

  • Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 49

„3.2 Maßnahmenplan

Gemäß DIN EN 16247-1 Ziffer 5.6.2 Buchstabe a) muss die Zusammenfassung der Ergebnisse in Form eines Maßnahmenplans dokumentiert werden. Aus diesem Plan müssen die wichtigsten Kennzahlen für eine ökologische und wirtschaftliche Bewertung der ermittelten Energieeinsparmaßnahmen hervorgehen. Darüber hinaus muss die mit dem Unternehmen vereinbarte Bewertung und Definition der Rangfolgekriterien eindeutig ersichtlich sein.“

„3.3 Umsetzungsplan

Anschließend ist mit Absprache des auditierten Unternehmens anhand der festgelegten Kriterien ein Maßnahmenplan zu erstellen und die Schritte der Umsetzung sind zu beschrieben. Folgendes Beispiel zeigt eine grafische Darstellung eines Maßnahmenplans in Form eines zeitlichen Umsetzungs-/Ablaufplans für ein Jahr.“

Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 5

„Daher ist die Amortisationszeit als Kriterium für Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzvorhaben ungeeignet. Eine dynamische Betrachtung erfolgt z.B. über eine Kapitalwertbetrachtung oder die interne Verzinsung.“

Buser: Maßnahmenplan – laut Leitfaden ist ein Maßnahmenplan inklusive Wirtschaftlichkeitsanalyse zu erstellen. Die oft angewendete statische Amortisationszeit wird als ungeeignetes Kriterium für diese Analyse eingestuft. Sind Unternehmen Ihrer Meinung nach in der Lage, kurzfristig eine passende und aussagekräftige Kennzahl zu bilden?

Dr. Rüther: Der Ansatz des Maßnahmenplans und der Priorisierung ist nicht schlecht. Meiner Meinung nach lag einer der größten Kritikpunkte der ersten Runde darin, dass Unternehmen zwar ein Energieaudit durchgeführt, die wenigsten aber die Potentiale gehoben haben.

Die Forderungen nach Kennzahlenbildung, tiefergehenden betriebswirtschaftlichen Betrachtungen bei Maßnahmen, etc. werden zwar die Kosten und den Aufwand seitens der Unternehmen erhöhen, aber ohne Druck trotzdem nicht das Ausschöpfen der Potentiale vorantreiben. Wobei zudem fraglich ist, ob alle Unternehmen mit der vorhandenen Datenlage im Stande sein werden, zufriedenstellende Kennzahlen zu bilden. Daher sollte dieser Ansatz noch einmal diskutiert werden.

Buser: Wie werden Sie mit den erhöhten Qualifikationsanforderungen an die Beratertätigkeit durch die verstärkten Anforderungen, die in den Fragen 3. ,4. ,5. bereits angesprochen wurden, umgehen?

Dr. Rüther: Unsere Unternehmensgruppe ist durch unsere international aufgestellten Konzernkunden permanent dazu angehalten, die Ausbildung unserer Ingenieure auch im nationenübergreifenden Kontext voranzutreiben und stetig Investitionen in neue Technologien zu tätigen. Daher zahlt sich für uns hier unsere Größe und unser großes Leistungsportfolio aus.

Im Zweifelsfall ziehen wir aus unseren Tochtergesellschaften Know-how und Spezialisten zum Projekt hinzu. Kleinen Beratungsfirmen und Einzelberatern wird aber wohl nur der Weg der Konsolidierung durch Aggregation mit anderen Firmen und Beratern bleiben, um die hier geforderten Punkte leisten zu können. 

  • Auszug: BAFA “Merkblatt für Energieaudits“, Seite 22 ff.

„Nicht richtige oder nicht vollständige Durchführung

Bei Energieaudits, die nicht richtig oder nicht vollständig anhand der DIN EN 16247-1 und den vom BAFA herausgegebenen Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten durchgeführt worden sind, bleibt die Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Durchführung bestehen. Das BAFA behält sich vor, bei mangelhaften Energieauditberichten die Durchführung eines weiteren Energieaudits durch eine andere Person als derjenigen, die das zu bemängelnde Energieaudit durchgeführt hat, zu verlangen. Die Verpflichtung bleibt über den gesamten Zeitraum bestehen und endet erst mit der richtigen und vollständigen Durchführung des Audits. Auch in diesem Fall können bei dauerhafter Nicht-Erfüllung der Pflicht mehrere Bußgeldbescheide gegen ein verpflichtetes Unternehmen erlassen werden.“

Buser: Die Änderungen im Merkblatt sind augenscheinlich marginal, dafür sorgt der neue Leitfaden für größere Überraschungen, insbesondere im Hinblick auf die Zeit der Veröffentlichung kurz vor der zweiten Verpflichtungsperiode der Wiederholungsaudits. Wie verbindlich ist dieser Leitfaden Ihrer Meinung nach?

Dr. Rüther: Im Merkblatt wird immer wieder auf den Leitfaden eingegangen, und es wurde hier viel Arbeit und Know-how in die Verbesserung der Qualität der Audits und der entsprechenden Berichte investiert. Daher nehmen wir den Leitfaden sehr ernst und begrüßen den Vorstoß der BAFA. Es wäre auch ein fatales Signal seitens der BAFA, im Merkblatt auf die Qualität des Berichts und der Audits im Hinblick auf die Vorgaben des Leitfadens zu verweisen und diese Vorgaben dann später nicht einzufordern. Das würde die gesamte Arbeit, die die BAFA hier investiert hat, zunichtemachen.

Buser: Was würden Sie bei der Entscheidung ISO 50001 versus DIN EN 16247-1 als Fazit ziehen? Kommt die ISO 50001 in einen neuen Frühling? Welche Vor- und Nachteile sehen Sie in den jeweiligen Systemen?

Dr. Rüther: Unserer Einschätzung nach geht mit dem Merkblatt in Kombination mit dem Leitfaden eindeutig der Punktesieg an die ISO 50001 und EMAS. Das Energieaudit wird in die Bereiche verwiesen, wo es unserer Ansicht nach schon in der ersten Runde nur hätte angewendet werden sollen: Filialisten und Unternehmen mit reinen Büro- und Verwaltungsstandorten und geringem technischen Komplexitätsgrad.

Hier ist es angebracht und schlägt sinnhafterweise die Managementsysteme mit Blick auf Kosten und Aufwand. Sobald wir aber über Produktionsunternehmen oder komplexe und international agierende Unternehmensstrukturen reden, führt kein Weg an Managementsystemen vorbei.

Quellen:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach den Vorgaben der DIN EN 16247-1 und den Festlegungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)“, Stand 19.02.2019

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): „Merkblatt für Energieaudits nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§8 ff. EDL-G“, Stand 13.02.2019

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Arbeitsschutz: GUTcert erhält Akkreditierung für ISO 45001:2018

Die GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme mbH Umweltgutachter (GUTcert) erhält von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) die Akkreditierung für die neue internationale Norm für „Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“ (ISO 45001:2018; SGA-MS). Ab sofort können also vom Treptower Park in Berlin aus akkreditierte Zertifikate für SGA-MS nach ISO 45001:2018 ausgestellt werden.

Seit fast 10 Jahren zertifiziert die GUTcert Arbeitssicherheitssysteme: Im Februar 2009 stellte sie ihr erstes Zertifikat nach BS OHSAS 18001:2007 aus. So kam die Akkreditierung der DAkkS für die neue ISO 45001:2018 pünktlich zum Jubiläum.

ISO 45001 als Ergebnis langjähriger Erfahrungen

In die Entwicklung der ISO 45001:2018 haben internationale Experten ihre Erfahrung einfließen lassen. Alle wichtigen Industriebranchen, Arbeitgeber, Berater, aber auch Vertreter der Arbeitnehmer, z.B. die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), waren maßgeblich beteiligt. Die Norm ist damit ein Schmelztiegel an Expertenwissen, der in eine Form gegossen wurde, die im Prinzip für Unternehmen jeder Größe und Branche anwendbar ist. Großer Vorteil: Die ISO 45001:2018 enthält im Anhang einen Leitfaden zur Einführung eines SGA-MS. Darüber hinaus kann der Standard aufgrund der einheitlichen High Level Structure (HLS) gut in bereits bestehende Managementsysteme integriert werden, etwa in ISO 50001:2018, 14001:2015, 9001:2015.

Seit der Wiedervereinigung sind die Arbeitsunfälle in absoluten Zahlen nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) von etwa 1.800.000 auf ca. 870.000 pro Jahr gesunken. Die Reduktion ist natürlich ein Erfolg, zeigt aber auch deutlich, dass noch Verbesserungspotenzial zu heben ist. Hier können SGA-MS als Instrumente zur weiteren Entwicklung genutzt werden. Außerdem begreifen viele Arbeitgeber sie in Zeiten des Fachkräftemangels und des demographischen Wandels als Chance, ihre Arbeitnehmer gesund und produktiv zu halten.

Zertifizierungen beruhen immer auf Vertrauen – und auf der Aussagekraft von Zertifikaten. Durch die Akkreditierung zeigt die GUTcert, dass sie die strengen Vorgaben der DAkkS an Kompetenz und Systematik erfüllt. Ihre akkreditierten Zertifikate stehen über die Normerfüllung hinaus als Nachweis eines funktionierenden SGA-MS.

Bringen Sie den Arbeitsschutz in Deutschland voran! 

Die GUTcert bietet bis zum 15.03.2019 zwei Kurse zum Jubiläumsrabatt an:

GUTcert Bestandskunden erhalten einen Nachlass von 20%, alle anderen den sonst üblichen Bestandskundenrabatt von 50€.

GUTcert Bestandskunden erhalten einen Nachlass von 20%, alle anderen den sonst üblichen Bestandskundenrabatt von 100€.

Geben Sie einfach bei der Anmeldung für diese Kurse im Mitteilungsfeld das Stichwort "18.02.2019 – ISO 45001" an.

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Version 3.1 – Zusammenarbeit fördern

Cubes Informationsplattform (Dashboard)

Die weiterentwickelte Informationsplattform Cubes bietet noch mehr personalisierte Informationen an zentraler Stelle. Der Benutzer wird auf Neuigkeiten, die für ihn relevant sind, sofort hingewiesen. Mit einem Klick können Prozesse, Dokumente und andere Inhalte geöffnet, bearbeitet oder weitergeleitet werden. Sehen Sie dazu auch unser Video zur Informationsplattform Cubes!

Kommentarfunktion – mehr Inputs für mehr Qualität

Eine neue Kommentarfunktion ermöglicht auf intuitive Weise, dass Anwender bei Prozessinhalten Kommentare anbringen können um deren Überarbeitung mit eigenen Ideen und Anmerkungen zu verbessern. Zusammenarbeiten war noch nie so einfach!

Prozessausführung: Automatisierte und ablauffähige Prozesse

Dank der Entwicklung des komplett neuen Moduls «Prozessausführung» werden automatisierte und ablauffähige Prozesse und Formulare auf ein neues Level angehoben. Es kann damit nicht nur eine lückenlose, normgetreue und nachvollziehbare Dokumentation aller möglichen Geschäftsfälle umgesetzt, sondern auch eine vereinfachte, verantwortungsbezogene Aufgabensteuerung realisiert werden. Als Ergänzung zur Kernfunktionalität werden vorkonfigurierte Lösungspakete wie z.B. Audit, Kundenmeldungen, Verbesserungsvorschläge oder Personaleintritt angeboten.

Systemweite Auswertungen über alle Geschäftsbereiche

Mit den ausgebauten Auswertungsmöglichkeiten können sämtliche ablaufgesteuerten Prozesse, Massnahmen, Formulare und Dokumente in der Auswertungsmaske nach Ausführungstyp, Ausführungsdatum des Workflowschrittes, Personen, Abteilungen oder Textinhalten aller verwendeter Eingabefelder gefiltert werden.

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ECOVIS International ist jetzt Mitglied im Forum of Firms

ECOVIS International ist seit Januar neues Mitglied im Forum of Firms, einer unabhängigen Vereinigung internationaler Netzwerke von Unternehmen, die länderübergreifende Audits durchführt. Mit der Mitgliedschaft zeigt ECOVIS International, dass es sich für Auditqualität einsetzt. Den Partnern von ECOVIS International in mehr als 70 Ländern eröffnet die Mitgliedschaft neue Möglichkeiten.

Als neues Mitglied des Forum of Firms ist ECOVIS International jetzt Teil einer unabhängigen Vereinigung internationaler Netzwerke von Unternehmen, die weltweit länderübergreifende Audits durchführt. Die Mitgliedschaft bescheinigt ECOVIS International, dass es über entsprechende Richtlinien und Methoden für länderübergreifende Audits verfügt:

  • Diese basieren auf internationalen Prüfungsstandards.
  • Sie stimmen mit dem International Code of Ethics for Professional Accountants des International Ethics Standards Board for Accountants sowie den nationalen Ethikkodizes überein.
  • Sie halten die Qualitätskontrollnormen in Übereinstimmung mit den internationalen Normen für Qualitätskontrolle sowie die einschlägigen nationalen Normen ein.

Die Mitglieder des Forums bestätigen darüber hinaus, dass sie regelmäßige und weltweit koordinierte interne Qualitätssicherungsprüfungen durchführen, sofern diese nationalen Vorschriften nicht widersprechen. „Teil des Forum of Firms zu sein, ist ein weiterer Beweis unseres Engagements für Auditqualität“, sagt Carmen Vasile. Vasile ist Wirtschaftsprüferin und Certified Public Accountant (CPA) bei ECOVIS Rumänien SRL und Geschäftsführungsmitglied von ECOVIS International.

Um dem Forum of Firms beizutreten, hat sich ECOVIS International dem Beitrittsprozess des Forums unterzogen. Es zeigt damit sein Engagement für die Verpflichtung des Forums zur Unterstützung der Auditqualität. „Die Mitgliedschaft eröffnet unseren Partnern von ECOVIS International in mehr als 70 Ländern große Chancen“, sagt Armin Weber, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Leiter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in der Münchner Hauptnierderlassung von Ecovis.

Das Forum ist ein weiterer wichtiger Schritt für ECOVIS International. Es zeigt sein fortwährendes Engagement für Prüfungsqualität. Und es stellt sein Ziel unter Beweis, dass es die persönliche Beratung vor Ort mit der Expertise eines internationalen und interdisziplinären Netzwerks von Fachleuten verbindet.

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