Anbau nachwachsender Rohstoffe in Deutschland: Rapsanbau für Biodiesel geht zurück

Mit geschätzten 2,45 Millionen Hektar ist die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe hierzulande in 2018 im Vergleich zu 2017 annähernd gleichgeblieben, die Zahlen für 2017 wurden im Zuge der rückwirkenden statistischen Erfassung jedoch deutlich nach unten korrigiert1.

Insgesamt bleibt die Biomasseerzeugung auf fast 21 Prozent der Ackerflächen ein bedeutendes Standbein für die Landwirte. Gemeinsam mit den Forstwirten liefern sie Deutschlands mengenmäßig wichtigste erneuerbare Energieträger sowie biobasierte Rohstoffe für Chemikalien und Produkte.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) erhebt die Anbauzahlen jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Die FNR ist Projektträger des BMEL. Eine Zusammenfassung ihrer Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 findet sich im aktuellen  Jahresbericht, der auf mediathek.fnr.de zur Verfügung steht.

Energiepflanzen für Biogasanlagen beanspruchten mit 1,35 Mio. Hektar auch 2018 die mit Abstand größte Fläche beim Anbau nachwachsender Rohstoffe. Silomais belegte etwa zwei Drittel dieser Fläche, auf dem anderen Drittel standen weitere Energiepflanzen wie Gräser, Getreide, Rüben und Leguminosen oder die Durchwachsene Silphie. Diese bienenfreundliche Dauerkultur hat ihren Anbauumfang mit fast 3.000 Hektar innerhalb der letzten fünf Jahre verzehnfacht.  

Deutlich rückläufig auf etwa 560.000 ha entwickelte sich der Rapsanbau für Biodiesel, der vor allem auf die stärkere Verwendung von Soja- und Palmöl für die Biodieselherstellung in deutschen Anlagen zurückzuführen ist. Rohstoffe für die Bioethanolproduktion wuchsen nahezu unverändert auf etwa 246.000 Hektar, feste Brennstoffe wie Kurzumtriebsholz und Miscanthus wurden auf ca. 11.000 Hektar erzeugt.

Der heimische Anbau zur Gewinnung von Industrierohstoffen bewegt sich weiterhin auf einem stabilen, aber niedrigen Niveau von etwa 275.000 Hektar. Es dominieren Industriestärke (Weizen, Körnermais, Kartoffeln) mit 129.000 Hektar und Rapsöl für technische Zwecke mit rund 109.000 Hektar. Zuckerrüben für Industriezucker wuchsen auf 12.000 Hektar sowie Arznei- und Färbepflanzen ebenfalls auf etwa 12.000 Hektar.

Die ausführlichen Zahlen finden sich im Abschlussbericht zum Projekt „NRstat“, der auf fnr.de im Menü Projektförderung unter dem Förderkennzeichen 22004416 zur Verfügung steht. Die Pressegrafiken mit den Anbauzahlen sowie weitere Grafiken zur energetischen und stofflichen Nutzung finden Sie hier.

Wer mehr über nachwachsende Rohstoffe und die Projektförderung des BMEL in diesem Bereich erfahren möchte, kann sich im aktuellen Jahresbericht der FNR für das Geschäftsjahr 2017/18 informieren. Der Bericht weist 629 Vorhaben mit rund 161 Millionen Euro gebundenen Fördermitteln aus. Diese Vorhaben unterstützt das BMEL im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“, das die FNR als Projektträger des BMEL betreut.

1Die FNR schätzt jährlich die Flächen für den Anbau nachwachsender Rohstoffe anhand der allgemeinen landwirtschaftlichen Anbaustatistik und auf Basis verfügbarer Marktdaten zur energetischen und stofflichen Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen aus dem Vorjahr. Mit Vorlage entsprechender Marktinformationen für das jeweilige Bezugsjahr wird diese Schätzung im Folgejahr nochmals validiert und entsprechend angepasst.

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Menschen und Unternehmen in Niedersachsen profitieren von gestiegener Förderung der NBank

Die NBank hat im Jahr 2018 einen äußerst starken Förderjahrgang hingelegt. Gegenüber 2017, als 639 Millionen Euro Fördermittel abgerufen wurden, war im vergangenen Jahr ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Mit der Auszahlung von 818 Millionen Euro wurde ein Sprung von annähernd 30 Prozent erreicht. Dieser deutliche Anstieg verdeutlicht sich auch in der Gesamtanzahl der Förderungen. Sie stieg von 18.066 auf 20.840 an. „Durch dieses sehr gute Ergebnis hat die NBank als zentrales Förderinstitut des Landes mit ihren Förderungen wieder maßgeblich geholfen, das Ziel eines lebenswerten, qualitativ wachsenden Niedersachsens zu verwirklichen. Das stark angestiegene Fördervolumen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Verwaltungsratsvorsitzender StS Dr. Berend Lindner.

Start-up- und Gründungsförderung mit Kapital und Know-How

„Gründungen sind ein klassisches Thema der NBank“, so Dr. Lindner. Hervorzuheben ist daher der deutliche Anstieg beim Niedersachsen-Gründerkredit. Im Jahr 2018 wurden 158 Kredite über eine Summe von 31,2 Millionen Euro vergeben. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 21,8 Millionen Euro und 111 bewilligten Krediten.

Unterstützt wird die erfreuliche Entwicklung bei den Gründungen durch die verstetigte Nachfrage beim MikroSTARTer. Damit werden Gründungen in einem niedrigschwelligen Bereich angeregt. Die Fördersumme beträgt maximal 25.000 Euro und wird ohne Sicherheiten akzeptiert. Im letzten Jahr machten davon 254 Niedersachsen Gebrauch. Sie wurden insgesamt mit 5,4 Millionen Euro gefördert.

Rege Nachfrage herrscht beim Beteiligungsprodukt NSeed der NBank, das speziell für Unternehmen in der Gründungsphase konzipiert ist. Die bereit gestellten vier Millionen Euro wurden bereits am Markt platziert. Weitere drei Millionen konnten zusätzlich als private Kofinanzierung aktiviert werden. Deswegen wurde der Fonds spezifisch für den Bereich Innovation um 25 Millionen Euro aufgestockt. Mit dem neuen Stipendium für Start-up Gründer ist eine weiter steigende Nachfrage zu erwarten.

Neben der direkten Förderung ist ein abgestimmtes System von Angeboten wichtig. Das Land unterstützt acht Start-up-Zentren (Inkubatoren) an sieben Standorten in Niedersachsen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Dort können Gründungsteams marktfähige Ideen entwickeln. Eine große Anzahl von Forschungseinrichtungen, Technologiezentren und Entrepreneurship-Lehrstühlen an den Universitäten und Hochschulen ergänzt diese Struktur. „Junge Unternehmen in Niedersachsen anzusiedeln und zu binden, um deren Know im Wirtschaftskreislauf zu integrieren, ist ein besonders wichtiger Eckpfeiler für eine starke Wirtschaft“, so Verwaltungsratsvorsitzender StS Dr. Lindner.

Wirtschaftsförderung in Niedersachsen mit deutlichem Zuwachs

Für die Wirtschaftsförderung war das Jahr 2018 mit einem Volumenplus von 30,7 Millionen auf 224 Millionen Euro ein Top-Jahr. Hervorzuheben ist, dass dabei die Summe der Kredite von 45 Millionen Euro auf 101 Millionen Euro angestiegen ist. Der Produktemix hat sich damit erfreulicherweise verlagert, indem Förderdarlehen ein deutlich größeres Gewicht im Gesamtergebnis der Bank erhalten haben. Die Fördermittel können auf diese Weise revolvierend eingesetzt werden. „Unserem Ziel, uns unabhängiger von Fördermitteln aus Brüssel zu machen, kommen wir damit näher“, so der Vorstandsvorsitzende der NBank, Michael Kiesewetter. Insgesamt profitierten 850 niedersächsische Unternehmen.

Gelungen ist auch der Einstieg in das Niedersachsen-Konsortialgeschäft. Gemeinsam mit einem Bankenkonsortium vergab die NBank ein Darlehen ohne Landes-, Bundes- und EU-Beteiligung. Auch dieses neue Geschäftsfeld zahlt auf die Strategie ein, die Darlehensquote zu erhöhen und die Ertragssituation zu verbessern.

Wohnraumförderung legt erheblich zu

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist enorm hoch. Dies verdeutlicht die Fördernachfrage bei der NBank. Im Jahr 2018 legte die Bank mit 158 Millionen Euro gegenüber 107 Millionen Euro im Jahr 2017 ein sehr erfreuliches Ergebnis vor. Davon wurden im vergangenen Jahr 1.644 Wohnungen errichtet. 2017 waren es 1.186.

Die Förderung ging vorwiegend in Ballungsräume. Aber auch die Menschen in den ländlichen Regionen profitierten sowie Studierende auf Wohnungssuche durch die gezielte Förderung von studentischem Wohnraum. „Dieses Thema wird uns weiter stark beschäftigen, da der Druck auf die Wohnungsmärkte nach wie vor sehr hoch ist und dies noch längere Zeit anhalten dürfte“, so NBank-Vorstand Dr. Ulf Meier.

Beruflicher Aufstieg von Fachkräften weiter im Fokus und mit beachtlicher Nachfrage

Die Zahlen im Breich des Arbeitsmarktes entwickelten sich ähnlich erfreulich wie die Gesamtförderzahlen. Es wurden mit 18.482 Einzelförderungen überdurchschnittlich viele Förderungen bearbeitet. Das Volumen belief sich insgesamt auf 131,6 Millionen Euro, einem Plus von 32,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Besonders intensiv wurden die Förderungen genutzt, die der Qualifizierung, Fortbildung oder Spezialisierung dienen.

Hervorzuheben ist zunächst das sogenannte Aufstiegs-BAföG mit einem neuerlichen Sprung der Inanspruchnahme. Insgesamt investierte die NBank in diesem Segment im vergangenen Jahr 63,2 Millionen Euro nach zuvor 61,5 Millionen Euro. „Damit ist der bisher höchste Wert in Niedersachsen erreicht, was in jedem einzelnen Fall eine hochqualifizierte Fachkraft für den Arbeitsmarkt bedeutet“, so Vorstandsmitglied Dr. Ulf Meier.

Die Meisterprämie erhielten 2.195 Menschen. Die dafür ausgezahlte Fördersumme betrug 8,8 Millionen Euro. Die Meisterprämie ist für das Handwerk genau die richtige Antwort auf die sinkende Zahl von Meisterprüfungen und Betrieben. Durch diese finanzielle Unterstützung bekommen zukünftige Handwerksmeister einen echten Anreiz, die Gründung oder Übernahme eines Betriebs zu starten.

Kommunen nutzen Produktportfolio der NBank immer stärker

Die Infrastrukturförderung im Städtebau verzeichnete eine rege Nachfrage und stieg von 149 Millionen Euro auf 160 Millionen Euro an. 19 Kommunen nahmen den Kommunalen Infrastrukturkredit Niedersachsen in Anspruch. Damit sind Darlehen in Höhe von etwa 75 Millionen Euro verbunden. „Dies bedeutet einen Anstieg um mehr als 51 Millionen Euro und kommt wiederum der Strategie zugute, die Darlehensquote signifikant zu steigern“, so Vorstandsvorsitzender Michael Kiesewetter.

Ausblick

Für 2019 strebt die NBank eine weitere Verstetigung ihrer Geschäftstätigkeit und einer Steigerung des gesamten Kreditvolumens an. „Der Konsortialkredit soll in die Fläche ausgerollt werden, im Bereich Risikokapital für Start-ups werden wir noch nachlegen, um das gründungsfreundliche Klima in Niedersachsen weiter zu befördern. Unter dem Strich entwickeln wir so unser Kreditgeschäft strategisch weiter“, so Vorstandsvorsitzender Kiesewetter.

Zudem beginnt 2021 eine neue EU- Förderperiode, die es zusammen mit dem Land vorzubereiten gilt, um die richtigen Förderweichen zu stellen. Dabei setzt die Bank auch auf ihre 15-jährige Erfahrung. In Zahlen ausgedrückt heißt dies, dass sie seit 2004 Unternehmen, Kommunen und Menschen in Niedersachsen mit bisher 11,79 Milliarden Euro unterstützte. Insgesamt wurden 154 verschiedene Förderprogramme umgesetzt und 204.833 Anträge bewilligt. Eine gute Expertise, um die nächste Förderperiode erfolgreich anzugehen und umzusetzen. „Die niedersächsische Förderlandschaft stets zeitnah und flexibel an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen, vorhandene Förderinstrumente zu bündeln oder zu erweitern und Neues einzuführen, sind nicht nur wichtige Schritte, um die NBank fortlaufend weiter zu entwickeln, sondern dies trägt dazu bei, eine hohe Lebensqualität in Niedersachsen zu gewährleisten“, so Verwaltungsratsvorsitzender StS Dr. Lindner abschließend.

Hier finden Sie die „NBank Förderergebnisse 2018“ als Grafik.

Den gesamten Bericht als Onlineversion „Das Förderjahr 2018“ inklusive Videomaterial können Sie hier abrufen.

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Service-Einsätze im Zeichen von Industrie 4.0 – Vierte Ausgabe des VORTEX-Reports erschienen

Anstecken, messen, fertig – so einfach wünscht man sich eine Bestimmung der Datenkommunikationsqualität in Industrie-Netzwerken. Mit einer Abnahme-Messung oder Fehlersuche mag sich niemand gern länger als nötig aufhalten. Doch welche Voraussetzungen sind dafür notwendig?

Zur Beantwortung dieser Frage wirft der sogenannte VORTEX Report der Indu-Sol GmbH einen Blick in die Praxis. Der jährlich erscheinende Bericht enthält in komprimierter Form die Erkenntnisse aus mehreren hundert Service-Einsätzen, die die Messingenieure des Thüringer Technologie-Unternehmens im Laufe des jeweils zurückliegenden Kalenderjahres durchgeführt haben. So liefert der VORTEX Report nun schon zum vierten Mal in Folge ein Abbild des aktuellen Zustands industrieller Netzwerke. Daraus lassen sich wichtige Hinweise ableiten, wie sich auch in Zukunft für eine stabile Datenkommunikation sorgen lässt.

Im Zentrum der 2019er Ausgabe stehen die Auswirkungen der steigenden Verbreitung ethernetbasierter Kommunikationsprotokolle. Sie begünstigen eine durchgängige Vernetzung zwischen Maschinen und Anlagen – sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch weltumspannend über verschiedene Standorte hinweg. Wie verändern sich Netzwerkstrukturen durch diese Entwicklung? Wie wirkt sich das auf die Dauer und die zu erbringenden Aufwände für eine messtechnische Bewertung der Datenkommunikationsqualität im Netzwerk aus? Was können Maschinen- und Anlagenbetreiber tun, um schnell und präzise die notwendigen Diagnosedaten zu erhalten?

Antworten auf diese Fragen können Sie nicht nur im VORTEX 2019 nachlesen, sondern sogar einen Selbsttest machen. Schauen Sie gleich rein!

Hier können Sie ihn herunterladen oder darin online blättern: https://www.indu-sol.com/support/kataloge/#VORTEX

Besuchen Sie uns auf einer der nächsten Messen:

Hannover Messe, 01.-05. April 2019, Halle 9, Stand 80
MEORGA in Halle, 10. April 2019, Stand Q1 (Gemeinschaftsstand der PI)
Smart Automation Austria in Linz (Österreich), 14.-16. Mai 2019, Pavillon Stand 525

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Tagesordnung – Sitzung des Ausschusses für Abfallwirtschaft am 04.04.2019, 16:00 Uhr

Zu der Sitzung des Ausschusses für Abfallwirtschaft am Donnerstag den 04.04.2019 um 16:00 Uhr

Ort: N 001 Neues Regionshaus, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover

T a g e s o r d n u n g:

1. Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, der Beschlussfähigkeit und der Tagesordnung

2. Fragen von Einwohnerinnen und Einwohnern

3. Mitteilungen des Regionspräsidenten

3.1. Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover
Kosten und Gebühren bei etwaiger Einführung eines Schadstoffmobils
– mündlicher Bericht –

4. Vertretung der Region Hannover in wirtschaftlichen Unternehmen

4.1. Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover; 16. Änderung der Abfallsatzung
Weisung an die Vertretung der Region Hannover in der Verbandsversammlung

4.2. Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover; 5. Änderung der Abfallgebührensatzung
Weisung an die Vertretung der Region Hannover in der Verbandsversammlung

5. Rückabwicklung O-Tonne
Antrag der AfD-Fraktion vom 17. Januar 2019

6. Schadstoffmobil für die Region Hannover
Prüfantrag der FDP-Fraktion, der Gruppe REGION und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 18. März 2019

7. Anfragen an die Verwaltung

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„Workshop Kosten und Leistungsrechnung sowie Controlling im Bauhof mit MS-Excel“

Die Einführung des doppischen Rechnungswesens führt dazu, dass kommunale Bauhöfe ihre Leistungen nicht einfach über die Stundenzahl der Mitarbeiter auf die Kommune umlegen können. Zukünftig müssen leistungsabhängige Abrechnungen erstellt werden, welche insbesondere transparent darstellen wie hoch die Kosten für die Bauhofleistungen wie z.B. Straßenreinigung, Winterdienst, Abfallbeseitigung, Gebäudereinigung, Grünflächen- Sportplatz und Spielplatzpflege u.a. sind. Dazu ist der Aufbau einer KLR mit Hilfe eines Betriebsabrechnungsbogens notwendig. Neben der Vorkalkulation der Leistung ist auch eine Spitzabrechnung am Ende des Jahres notwendig. Damit die Wirtschaftlichkeit im Bauhof zukünftig gewährleistet werden kann, ist der Aufbau eines Controlling-Konzepts mit den notwendigen Wirtschaftlichkeitsrechnungen erforderlich. An dieser Stelle setzt unser Workshop an. Die Teilnehmer erstellen unter Anleitung die erforderlichen Kalkulationsmodelle neben dem dazugehörigen Bericht. Während des Workshops werden Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, um die Kalkulation unter Anleitung zu erstellen. Die Ergebnisse werden geprüft und diskutiert. Dieser Spezialworkshop behandelt praxisorientiert die typischen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen im Bauhof. Von den Teilnehmern werden Grundkenntnisse der Anwendungssoftware MS-Excel erwartet.
Unsere Inhalte:Grundlagen der Aufgabengestaltung des Bauhofs

  • Eigenerstellung oder Fremdvergabe
  • Produkte des Bauhofs
  • Gestaltungsmöglichkeiten mit der Kommune

Kalkulatorische Kosten

  • Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen & Abschreibungen
  • Kalkulatorische Einzelprobleme

Aufbau der Kostenrechnung

  • Kostenartenrechnung
  • Kostenträgerrechnung
  • Kostenstellenrechnung

Kalkulationsverfahren

  • Divisionskalkulation
  • Äquivalenzziffernkalkulation
  • Spitzabrechnung, Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

Termin:29.04. – 30.04.2019 in SchwerinAnmeldung unter www.robert-roller.de oder telefonisch unter 030- 450 209 97

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Spionage-Vorwürfe: Forschungsdaten für Unterwasserkriegsführung im Fokus chinesischer Hacker

Seit geraumer Zeit registrieren Sicherheitsforscher chinesische Hacker-Gruppen, die weltweit verstärkt versuchen, an sensible Daten zu gelangen. Im Fadenkreuz der Hacker sind dabei nicht nur internationale Konzerne, sondern offenbar vor allem Militärgeheimnisse der Marine.

Laut eines Berichts von iDefense, dem Sicherheitsforschungszweig des Technologie-Dienstleisters Accenture, hatten die Hacker hauptsächlich Universitäten aus den USA im Visier, die Unterwasserforschungen durchführen. In Spear-Phishing-E-Mails gaben sie sich als Partneruniversitäten aus und verbreiteten so eine Malware, durch die sie auf gespeicherte Recherchedaten zugreifen konnten. Bei dieser Art von Phishing-Kampagne werden potenzielle Opfer gezielt angesprochen. Die Angreifer verwenden hierbei persönliche Informationen, wie den Namen, Titel oder Positionen im Unternehmen, um eine gewisse Vertrautheit zu erzeugen. Ziel ist es, das Opfer dazu zu verleiten, entweder einen scheinbar harmlosen Dateianhang herunterzuladen oder auf einen Link zu klicken, der zu einer mit einem Exploit oder einem Schädling verseuchten Webseite führt. Spear-Phishing-E-Mails enthalten in der Regel häufig verwendete Dateitypen, wie zum Beispiel .XLS, .PDF, .DOC, .DOCX und HWP. Die Opfer sind den tagtäglichen Umgang mit diesen Dateitypen gewohnt und vertrauen diesen somit.

Betroffen waren unter anderem das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die University of Washington, aber auch Universitäten aus Kanada und Südostasien. Die Angreifer haben diese Ziele offenbar gewählt, weil sie auf dem Gebiet der Unterwasserkriegsführung forschen und über Fakultäten mit verwandten Themengebieten verfügen. Zudem haben viele Universitäten Kontakt zu dem größten ozeanographischen Institut der USA, welches wiederrum direkt an das Kriegsführungszentrum der US-Marine gebunden ist.

Die Sicherheitsforscher nehmen an, dass die Hacker zu der vermeintlich chinesischen Cyberspionage-Gruppe TEMP.Periscope gehören, die auch unter dem Namen Levithian oder MUDCARP bekannt ist. Bei der zuletzt gemeldeten Attacke sollen sie sensible Daten entwendet haben, die spezielle U-Boot-Technologien verschiedener Verteidigungsunternehmen umfassen, so der Bericht. Jede Technologie und jedes Programm, das sich mit Waffenlieferungen und -abschüssen durch U-Boote oder andere Unterwassergefährte befasst, sei für TEMP.Periscope von großem Interesse. Ob die Gruppe von der chinesischen Regierung gefördert wird, ist fragwürdig. Allerdings schließt iDefense eine solche Regierungsspionage im Rahmen militärischer Machenschaften nicht aus.

Aus einem weiteren kürzlich veröffentlichten Bericht des Netzwerksicherheitsanbieters FireEye geht hervor, dass dieselbe Hacking-Gruppe auch in anderen Themenbereichen aktiv ist. Abgesehen von U-Boot-Technologien wurden offenbar auch Regierungen, Rüstungsindustrien sowie Konzerne aus dem Telekommunikations-, Transport- und Chemiesektor ausspioniert. Auffällig war hierbei, dass sich die Spionage-Angriffe vor allem auf Länder konzentrierten, die für die sogenannte Belt and Road Initiative – also den geographischen Handelsraum Chinas – von strategischer Bedeutung sind.

In den letzten Monaten wurden der Volksrepublik China mehrfach kriminelle Cyberaktivitäten vorgeworfen. So beispielsweise der Angriff auf die Hotel-Kette Marriott, bei der bis zu 500 Millionen Kundendaten gestohlen wurden, oder die aktuellen Huawei-Spionagevorwürfe – Behauptungen, für die allerdings noch keine konkreten Beweise vorliegen.

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EcoVadis veröffentlicht United Nations Global Compact Performance Report

EcoVadis, der weltweit zuverlässigste Anbieter von Nachhaltigkeitsratings für Unternehmen, hat einen neuen Bericht über Nachhaltigkeitsvergleiche zwischen Unternehmen veröffentlicht, die sich den Prinzipien des UN Global Compact verpflichtet haben, und Unternehmen, die dies nicht getan haben. EcoVadis hat hierfür die Leistung in den Schlüsselthemen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Geschäftsethik und nachhaltige Beschaffung analysiert und festgestellt, dass Unternehmen, die sich den Prinzipen verpflichtet haben in ihren Lieferketten bessere Leistungen erzielen.

„Wir bewerten jährlich die Nachhaltigkeitsleistung von fast 20.000 Unternehmen und dieser Bericht untersucht speziell den Zusammenhang zwischen der Annahme der Zehn Prinzipien des UN Global Compact und einer fortschrittlichen Nachhaltigkeitsleistung“, sagte Sylvain Guyoton, SVP of Research bei EcoVadis. „Wir haben positive Belege dafür gefunden, dass Unternehmen, die die Prinzipien des UN Global Compact übernommen haben, sich der Herausforderung stellen:  CSR-Risiken in ihrem operativen Geschäft zu mindern und sich in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft zu bewegen.“

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Unternehmen, die sich den Prinzipien des UN Global Compact verpflichtet haben, weisen im Durchschnitt eine bessere Nachhaltigkeitsleistung auf: Die Ergebnisse zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen fortgeschrittener CSR-Leistung und der Teilnahme am UN Global Compact. Die Teilnahme am UN Global Compact führt jedoch nicht zu einer verbesserten CSR-Leistung an sich;
  • Unter den Teilnehmern des UN Global Compact zeigen kleine und mittlere Unternehmen eine bessere Leistung als große. Dies könnte damit begründet sein, dass kleine und mittlere Unternehmen schneller agieren und auf CSR-Fragen reagieren können.
  • Unternehmen schneiden in den Bereichen Arbeits- & Menschenrechte und Umwelt deutlich besser ab als in den Bereichen Ethik und nachhaltige Beschaffung.
  • Nachhaltige Beschaffungs- und Umweltthemen weisen die größte Diskrepanz zwischen den Teilnehmern des UN Global Compact und den Nichtteilnehmern auf. Diese Diskrepanz kann mit der Notwendigkeit verbunden sein, dass sich die Führungsebenen ausdrücklich verpflichten, Investitionen in ökologische und nachhaltige Beschaffungsprogramme zu tätigen. Ein solches Engagement ist deutlicher und bewusster Bestandteil der Teilnahme am UN Global Compact und erklärt so die höhere Leistung der am UN Global Compact teilnehmenden Unternehmen in diesen Themenbereichen.

„Wir müssen die Ziele für nachhaltige Entwicklung erreichen – für uns und für künftige Generationen“, sagte Lise Kingo, CEO und Executive Director des UN Global Compact. „Immer mehr Unternehmen unterstützen die globalen Ziele, und jetzt müssen wir auf die Wendepunkte hinarbeiten, die Nachhaltigkeit für kleine und große Unternehmen überall zur Realität werden lassen. Es ist ermutigend zu sehen, dass unsere Zehn Prinzipien zu den Themen Menschenrechte, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung Unternehmen helfen, ihre Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern.“

Um mehr über den UN Global Compact und seine Unterzeichner zu erfahren, laden Sie den vollständigen Bericht herunter: https://www2.ecovadis.com/…

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CRM ist Pflicht – BI die Kür

Mit Business Intelligence (BI) verwenden klein- und mittelständische Unternehmen die im CRM-System vorhandenen Geschäftsdaten unmittelbar für erfolgreiches unternehmerisches Handeln! Hierzu sind diese auf einen Nenner zu bringen, zu visualisieren und interpretieren. Unidienst setzt die Geschäftsprozesse der Kunden in Microsoft Dynamics 365 um und liefert das Know How für interaktive Berichte mit Microsoft Power BI.

Microsoft Power BI – die logische Konsequenz der UniPRO/Solutions für Microsoft Dynamics 365 Customer Engagement. Denn Kunden bedienen Tools für Vertrieb, Customer Service, Field Service, Project Management und Marketing. Sie generieren Geschäftsdaten, die nicht ungenutzt stehen bleiben dürfen. Stefan Wambacher, Geschäftsführer seit Jahresanfang 2019, hat Microsoft Power BI „im Gepäck“ und nimmt es in das Portfolio von Unidienst auf.

Während das CRM-System die Geschäftsprozesse eines Unternehmens abbildet, strukturiert und optimiert, zeigt BI deren Performance auf. Stefan Wambacher sieht Business Intelligence als Erfolgsmeldung gelebter Geschäftsprozesse. Wäre dem nicht so, müssen Entscheider Stärken und Schwächen erkennen und sofort handeln! Interaktive Reports stellen z.B. Wandlungsraten, Deckungsbeiträge oder Aktivitäten dar – visualisiert etwa als Grafiken oder Landkarten. Business Analytics soll dabei nicht Data Mining oder Cluster sein, sondern das IST – transparente Ergebnisse der Prozesse in leicht interpretierbarer Oberfläche.  
Der effektive Nutzen aus Business Analytics ist für Unternehmen die Erfolgstransparenz, ohne sich in ausufernden Auswertungsszenarien zu verlieren.

Wie in Microsoft Dynamics Customer Engagement gilt bei Power BI der Self Service Gedanke: Geübte Anwender ohne technischen Hintergrund erstellen eigene Business Analytics. Abhängig von der Komplexität der Analyse ist in den ersten Schritten wohl Unterstützung notwendig. Hier springt Unidienst mit dem Wissen um die Datenmodelle mit Dienstleistung ein. Die Kunden wissen, welche Geschäftsdaten relevant sind – Unidienst wie sie auf einen Blick mit Microsoft Power BI darstellbar sind.

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QGroup präsentiert Best of Hacks: Highlights Dezember 2018

Im Dezember wird publik, dass chinesische Hacker scheinbar jahrelang Regierungsbehörden und Technologieunternehmen ausspioniert haben. Ebenfalls kommt ans Tageslicht, dass die Regierung Tschechiens seit 2016 von russischen Spionen gehackt wurde und dass die Charity Organisation Save the Children an einen Internetbetrüger eine Million Euro verloren hat.

US-Behörden zufolge hat eine chinesische Hackergruppe, die in der Szene als APT10 (Advanced Persistent Threat 10) bekannt ist, jahrelang im Auftrag der chinesischen Regierung weltweit Regierungsbehörden und Technologieunternehmen ausspioniert. Die Hacker hätten Schadsoftware platziert und Daten abgefischt. Zwischen 2006 bis 2018 seien so bei Behörden und Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen in mindestens zwölf Ländern Hunderte Gigabyte mit heiklen Daten gestohlen worden. Neben großen Technologieunternehmen wie HPE und IBM seien Firmen aus zahlreichen Branchen von den Attacken betroffen, darunter Autozulieferer, Hersteller von Laborinstrumenten, der Banken- und Finanzsektor sowie Firmen aus den Bereichen Telekommunikation, Informationstechnologie, Medizinausrüstung, Biotechnologie, Pharma, Bergbau, Öl- und Gasförderung, Luftfahrt und Weltraumforschung.

Die Regierung Tschechiens gibt bekannt, dass sich russische Spione angeblich in mehrere Netzwerke der Regierung gehackt haben. Die Angreifer sollen sich seit 2016 im Netzwerk aufgehalten haben. Die Spione sollen Teil der Hackergruppe Turla und APT28 (Fancy Bear) sein.

Ein Kommunikations-Netzwerk der Europäischen Union wurde vermutlich jahrelang von chinesischen Hackern ausspioniert. Die New York Times berichtete von dem Vorfall. Demnach seien streng vertrauliche Dokumente auslesbar gewesen. Darunter auch Dokumente zur Einschätzung der weiteren Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump sowie ein Bericht, der andeutet, dass Russland Atomwaffen auf der Krim stationiert hat. Die Angreifer haben durch eine im Kommunikations-Netzwerk platzierte Malware immer wieder Dokumente kopiert.

Ein Mitarbeiter der Charity Organisation Save the Children erhält eine E-Mail mit der Anweisung, eine Million Euro an ein angegebenes Konto zu überweisen. Im Anhang der EMail befinden sich angeblich offizielle Dokumente, die die Überweisung genehmigen und bestätigen. Für den Mitarbeiter scheint alles ganz normal. Es ist nicht die erste Überweisung mit einem solch hohen Betrag, die von ihm durchgeführt werden soll. Später fragt sich die Führungsetage, warum der Organisation eine Million Euro fehlen und warum in Pakistan kein Geld für eine Solaranlage angekommen ist. Schnell wird klar, dass die Organisation Opfer eines Internetbetrügers geworden ist. Der Mitarbeiter hatte eine Million Euro auf ein privates Konto in Japan überwiesen. Der Betrug erfolgte bereits im Mai 2017, die Details wurden allerdings erst viel später veröffentlicht.

Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) bestätigte, wurde der in München ansässige Maschinenbaukonzern KraussMaffei Group von Hackern angegriffen. Die Angreifer legten dabei mehrere Rechner lahm und versuchten ein Lösegeld zu erpressen. KraussMaffei ging auf die Forderungen nicht ein. Als Folge des Angriffs musste die Produktion an mehreren Standorten gedrosselt werden.

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BWP Marktzahlen 2018: Nachhaltiges Wachstum mit Luft nach oben, deutliches Signal für die Politik

Mit einer Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Absatz von insgesamt 84.000 Heizungswärmepumpen freut sich die Branche über einen stetigen Zuwachs. Das Potenzial für den Klimaschutz ist allerdings erheblich größer.

Den größten Zuwachs verzeichnen die Luftwärmepumpen: 2018 wurden in diesem Segment insgesamt 60.500 Geräte abgesetzt, das entspricht einer Steigerung von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Splitgeräte konnten hierbei mit einem Plus von 15 Prozent (27.500 verkaufte Geräte) besonders zulegen. Bei den Monoblockgeräten fiel das Wachstum mit 6 Prozent geringer aus.

Erdgekoppelte Systeme (inklusive Grundwasser-Wärmepumpen) legten mit 23.500 Geräten gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent zu. Die Marktanteile zwischen erdgekoppelten Wärmepumpen und Luftwärmepumpen haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert: So machten Luftwärmepumpen mit rund 72 Prozent den Großteil des Wärmepumpen-Absatzes aus (Vorjahr: 71 Prozent). Erdwärmepumpen und sonstige liegen bei 28 Prozent (2017: 29 Prozent).

Insgesamt sind in Deutschland nun rund 880.000 Heizungswärmepumpen installiert. BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel: “Wir freuen uns über das stabile Wachstum der vergangenen Jahre. Auch wenn sich – wie erwartet – gezeigt hat, dass der Markt nicht mehr so rasant wächst, wie in den vergangenen Jahren und die Effekte der EnEV nicht mehr so stark spürbar sind, hat sich die Wärmepumpe als umweltschonendes Heizsystem im Markt etabliert.“

Anhand der gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie erhobenen Zahlen ist ersichtlich, dass auch der Absatz von Warmwasserwärmepumpen verglichen mit dem Vorjahr um 11 Prozent angestiegen ist: es wurden 15.000 Geräte verkauft. Im Jahr 2018 wurden somit insgesamt 99.000 Wärmepumpen auf dem deutschen Markt abgesetzt. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends.

Stabilisierung für 2019 erwartet: für die Erreichung der Klimaschutzziele ist das nicht genug

Das Potenzial – insbesondere im Gebäudebestand – ist allerdings noch lange nicht ausgeschöpft. Heizkessel, die über 30 Jahre alt sind, müssen laut EnEV in der Regel ausgetauscht werden. Das wären allein in diesem Jahr etwa eine Million Geräte. „Der Trend geht aber nach wie vor zum Austausch des alten Ölkessels durch eine moderne Gas- oder Öl-Brennwertheizung. Das liegt insbesondere daran, dass es durch den hohen Strompreis nach wie vor wenig Anreize für den Abschied von fossilen Energieträgern im Wärmemarkt gibt“, erläutert Sabel.

„Die Klimaschutzziele und die Umsetzung von Maßnahmen, die den Klimawandel aufhalten, haben in der Politik keine Priorität“, so der Geschäftsführer. Die Wärmepumpen-Hersteller stehen längst in den Startlöchern für einen Markthochlauf, der den wissenschaftlichen Prognosen entspricht. Die Experten gehen dabei von rund 4 bis 8 Millionen verbauten Wärmepumpen bis 2030 und rund 8 bis 17 Millionen bis 2050 aus, wenn Deutschland seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen erfüllen will. Vor diesem Hintergrund mahnt der BWP-Geschäftsführer im Hinblick auf das in diesem Jahr zu erwartende  Gebäudeenergiegesetz, das Klimaschutzgesetz und die nun einzusetzende Gebäudekommission, endlich konkrete und effektive Maßnahmen zu vereinbaren. „Teurer Strom und billige fossile Brennstoffe sind das größte Hindernis für den Erfolg der Wärmewende. Der Bericht der Kohlekommission verweist eindringlich auf die hohen Stromkosten für private Haushalte. In keinem anderen Land der EU kostet Strom so viel wie in Deutschland. Wird dieser Missstand nicht beseitigt, kann die Energiewende als Ganzes nicht erfolgreich sein. Die Wärmepumpenbranche und Heizungsindustrie haben Lösungsvorschläge geliefert.“

Nadelöhr Handwerk: Maßnahmen zwingend erforderlich

Auch für das Handwerk müssen Anreize geschaffen werden, um zukünftig mehr klimaschonende Systeme anzubieten und zu verbauen. „Vor allem darf der Fachkräftemangel im SHK-und Brunnenbau- Sektor nicht zur Bremse für die Wärmewende werden“, mahnt Sabel. Laut der Prognos-Studie „Fachkräftebedarf für die Energiewende in Gebäuden“ vergrößert sich die SHK-Fachhandwerkerlücke aufgrund des gesteigerten Sanierungsbedarfs durch die Energiewende insgesamt um mindestens 50 Prozent. 40.000 SHK-Fachkräfte würden nach der Prognose bereits im Jahre 2025 fehlen.

Im Rahmen der VDI-Richtlinie 4645 „Heizungsanlagen mit Wärmepumpen in Ein- und Mehrfamilienhäusern – Planung, Errichtung, Betrieb“ hat der VDI in Kooperation mit dem BWP im vergangenen Jahr deshalb ein Schulungskonzept zum „Sachkundigen für Wärmepumpensysteme“ erarbeitet, um SHK-Fachbetrieben, Planern und Beratern die Möglichkeit zu geben, sich in Richtung erneuerbare Heizsysteme weiterzubilden. Derartige Maßnahmen sind entscheidend und müssen auch auf politischer Ebene zukünftig mehr Beachtung und Unterstützung finden, um der zu erwartenden wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können.

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