Klimakabinett muss Chance für CO2-Bepreisung ergreifen

Am heutigen Mittwoch tagt erstmals das neu eingesetzte Klimakabinett, das mit der Aufgabe betraut ist, die gesetzliche Umsetzung des Klimaschutzplans zu intensivieren. Die Bioenergieverbände fordern, dass das Klimakabinett die Chance ergreift, eine Grundlage für die Einführung einer CO2-Bepreisung im Energiesektor zu schaffen. Dieses Instrument findet in der Wirtschaft und in der Gesellschaft inzwischen breite Akzeptanz und ist besonders  geeignet, weitere Einsparungen in den Sektoren Strom, Wärme und Kraftstoffe marktwirtschaftlich anzureizen.

Mit 64,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, einem Anteil von ca. 36 Prozent an den insgesamt durch Erneuerbare Energien eingesparten Treibhausgasemissionen 2017, leistet die Bioenergie bereits heute einen essenziellen Beitrag zum Klimaschutz. Sie sparte im Stromsektor laut Umweltbundesamt 27,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein. Im Wärmesektor vermied die Nutzung der Bioenergie 30,2 Millionen Tonnen und im Kraftstoffsektor 7,0 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Gleichzeitig stellte die Bioenergie 2017 mit 230 Terawattstunden 55 Prozent der Erneuerbaren Energie bereit. Diese klimafreundliche Wirkung der Bioenergie als Ersatz für fossile Energieträger muss jetzt gestärkt werden angesichts des national gesetzten Sonderziels, bis 2030 den Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostrombedarf auf 65% zu steigern. Sollte – wie 2020 – dieses Ziel erneut verfehlt werden, verliert Deutschland endgültig seine international wichtige Vorreiterfunktion im Klimaschutz.

Die Bioenergieverbände fordern daher das Klimakabinett auf, unverzüglich die Einführung einer CO2-Bepreisung auf den Weg zu bringen und die geltende Energiebesteuerung neu auszurichten. Zur Intensivierung der Klimaschutzbestrebungen der Bundesregierung müssen darüber hinaus weitere Maßnahmen eine CO2-Bepreisung flankieren. Hierzu haben die Verbände eine Reihe an Vorschlägen in einem gemeinsamen Positionspapier erarbeitet.

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Jetzt praxisgerechter Förderrahmen: BMWi erweitert den Anwendungsbereich seines neuen Prozesswärmeprogrammes auf Gebrauchtholz

Berlin, 02. April 2019: Mit einem neu veröffentlichten Merkblatt bessert das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) die Förderung für Erneuerbare Energien in der Prozesswärme nach. 
Die Bioenergieverbände begrüßen diese Änderung, da bislang vom Förderproramm gerade die energie- und klimapolitisch wünschenswerten biogenen Rest- und Abfallstoffe, wie die Gebrauchtholzsortimente A1 und A2 ausgeschlossen waren. Mit der nun veröffentlichten zweiten Fassung des Merkblattes und den dazugehörigen technischen Mindestanforderungen wird das Förderprogramm einem sehr breiten Brennstoffmix aus holzartigen und anderen biogenen Brennstoffen geöffnet. Das BMWi hat bewiesen, dass es ein Auge für die Praxis besitzt, da die Nutzung von Holzabfällen und anderen Biomassesortimenten heute eine der wenigen Lösungen darstellt, bei der es die erneuerbare  Prozesswärme wirtschaftlich und technisch mit fossilen Energieträgern aufnehmen kann.

Auch die Klarstellung, dass landwirtschaftliche Betriebe ebenfalls in den Anwendungsbereich des Förderprogrammes fallen, wird von den Bioenergieverbänden begrüßt. So sind beispielsweise Betriebe mit ihrem hohen Wärmebedarf für Gewächshäuser und Veredelungsprozesse ein idealer Nutzer für Prozesswärme aus Bioenergie. Hier gilt es ältere Kessel auf fossiler Basis durch effiziente Erneuerbare- Energien – Anlagen zu ersetzen. Nach Ansicht der Bioenergieverbände wird das Programm hier helfen.       

Das Förderprogramm 295 der KfW zur „Förderung der Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ unterstützt Maßnahmen zur Energieeinsparung und Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland durch zinsgünstige Kredite der KfW in Verbindung mit attraktiven Tilgungszuschüssen aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Bei der Investition in eine Biomasseanlage zur Prozesswärmebereitstellung übernimmt beispielsweise das Förderprogramm maximal 10 Mio. Euro (bis zu 55% der förderfähigen Investitionskosten) oder gewährt einen zinsgünstigen Kredit mit bis zu 55 % Tilgungszuschuss und einem Kreditvolumen bis 25 Millionen Euro pro Vorhaben. Auch stellt die BAFA, anstelle von Tilgungszuschüssen, direkte Investitionszuschüsse in gleicher Höhe bereit.

Über die Bioenergieverbände
Der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE), der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV), der Fachverband Biogas e.V. (FvB) und der Fachverband Holzenergie (FVH) bündeln im Bereich Energiepolitik ihre Kompetenzen im Hauptstadtbüro Bioenergie (HBB). Gemeinsam bilden sie im HBB die gesamte Bioenergiebranche ab von Land- und Forstwirten, Anlagen- und Maschinenbauern, Energieversorgern bis hin zu Betreibern und Planern. Das HBB setzt sich als starke Stimme der Bioenergie technologieübergreifend in den Sektoren Strom und Wärme für die energiepolitischen Belange seiner Trägerverbände ein. Im Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern kann das HBB außerdem auf ein breites Unterstützernetzwerk zurückgreifen und kooperiert insbesondere mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE).

Kontakt

Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE)
Bernd Geisen
Geschäftsführer
Tel. 02 28 / 810 02 59
Mail: geisen@bioenergie.de

Fachverband Biogas e.V. (FvB)
Mareike Fischer
Fachreferentin Politische Kommunikation
Tel. 0 30 / 2758 179 22
Mail: mareike.fischer@biogas.org

Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
Axel Finkenwirth
Pressesprecher
Tel. 0 30 /31904 240
Mail: presse@bauernverband.net

Fachverband Holzenergie im BBE (FVH)
Matthias Held
Geschäftsführer
Tel. 0 30 / 2758 179 19
Mail: held@bioenergie.de

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EUROSOLAR zum EuGH-Urteil: EEG ist keine Beihilfe und damit keine Subvention

„Wir freuen uns über das Urteil des höchsten Europäischen Gerichts, das abschließend und rechtsverbindlich festgestellt hat, dass das letzte echte EEG 2012 keine Beihilfe und damit auch keine Subvention darstellt. Seit Beginn der – von interessierter Seite – konstruierten Beihilfe-Debatte gegen das EEG, hat EUROSOLAR immer die Auffassung vertreten, dass die Unterwerfung der Erneuerbaren Energien unter das Beihilfe-Regime der EU-Kommission rechtlich nicht geboten ist, sondern nur dazu dient, das Geschäftsmodell der fossil-atomaren Energiewirtschaft zulasten der Allgemeinheit zu verlängern. Leider kommt das Urteil zu spät, um den bereits entstandenen schweren Schaden beim Ausbau Erneuerbarer Energien seit der falschen Beihilfe-Entscheidung der EU-Kommission in 2014 rückgängig zu machen. Nach dem Zusammenbruch des Ausbaus der Solar- und der Bioenergie hat diese verheerende Politik im Jahr 2018 auch die Windenergie erreicht. Während die Energiewende und der Klimaschutz fast in jeder Sonntagsrede seinen Platz hat, findet zurzeit kein nennenswerter Ausbau der Erneuerbaren Energien mehr statt – die Energiewende ist damit zum Erliegen gekommen, wovor EUROSOLAR die verantwortlichen Politiker vor der Einführung des Ausbau-Deckels und der Ausschreibungen mit dem EEG 2017 eindringlich gewarnt hat.

Umso mehr muss jetzt die vom EuGH geschaffene Rechtsklarheit genutzt werden, der Energiewende wieder neuen Schwung zu verleihen. Das Ausbremsen der Energiewende muss beendet und das EEG repariert werden. Bewährte Regelungen des echten EEG, mit denen die Energiewende durch kräftigen Zubau regenerativer Erzeugungskapazitäten verwirklicht wurde, müssen wieder eingeführt werden.“

Hintergrund: EUROSOLAR hatte in den vergangenen Jahren mehrfach darauf hingewiesen, dass das Beihilfe-Regime der EU-Kommission die Energiewende lahmlegen würde, und dass sich die Bundesregierung diesem nicht unterwerfen solle. Dazu hier ein Auszug aus der EUROSOLAR-Stellungnahme vom Februar 2015:

EUROSOLAR-Memorandum zum Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“: Neue Energiemarktordnung statt nur ein Strommarktdesign (Februar 2015):

Die Energiewende gibt es nur mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien. Aus gegebenem Anlass muss diese Binsenweisheit wiederholt werden. Denn mit den sog. „Zielkorridoren“ im EEG 2014 wird es schon auf der Ebene der Ziele keine wirkliche Energiewende geben. Jeweils 2,5 GW Zubau an Wind- und Solarenergie pro Jahr reichen noch nicht einmal dazu aus, die unzureichenden Ziele des EEG 2014 von 80 % EE-Anteil am Stromverbrauch bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Hierzu wäre bei Wind- und Solarenergie ein Zubau von jeweils 4 GW erforderlich. (…) Noch verheerender würden sich die – europarechtlich nicht (!) gebotenen – Ausschreibungen auswirken. Dies kann man an der Pilot-Ausschreibungs-Verordnung für Solarfreiflächenanlagen (Freiflächenausschreibungsverordnung – FFAV) sehen, die zwischen den Jahren 2015 bis 2017 sinkende (!) Kleinst-Quoten für den „Zubau“ vorsieht. Darüber hinaus werden durch die bürokratischen Ausschreibungen die treibenden Kräfte der Energiewende seit 1990/2000 nun endgültig vom Markt gedrängt. Wenn aber Mittelstand, Energiegenossenschaften, kleine Stadtwerke und Bürger nicht mehr investieren, fallen knapp 90 % der bisherigen Investoren aus. Dies wird sich als die größte Bremse bei der Energiewende erweisen. Denn zentralistische Großprojekte, wie teure Offshore-Windparks, können diesen Ausfall bei weitem nicht kompensieren. Die Instrumente mit dem EEG als Kern der neuen Energiemarktordnung formuliert das EUROSOLAR-Memorandum zu den Eckpunkten für eine EEG-Novelle: „Wirtschaftlich vernünftig ist jetzt, die preiswerten Erneuerbaren beschleunigt auszubauen“.

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Internationaler Fachkongress für erneuerbare Mobilität: Erneuerbare Mobilität im Spannungsfeld von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz

Zum Auftakt des Fachkongresses am 21. Januar 2019 im CityCube Berlin stellten Redner des Bundesverbandes Bioenergie, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, der internationalen Mineralölwirtschaft, der deutschen Automobilwirtschaft und aus der Wissenschaft vor über 550 Kongressteilnehmern ihre Konzepte, Strategien und Forschungsergebnisse für eine erneuerbare Mobilität der Zukunft vor. 

Artur Auernhammer, MdB, und Vorsitzender des Vorstandes des Bundesverbandes Bioenergie (BBE) betonte in seiner Eröffnungsrede, dass für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung einer nachhaltigen Verkehrs- und Klimaschutzpolitik auch in den kommenden Jahrzehnten kein Weg an Biokraftstoffen vorbeiführt. „Der Anteil von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor sollte daher von 10 Prozent in 2020 auf 12 Prozent in 2022, 14 Prozent in 2024, 16 Prozent in 2026, 18 Prozent in 2028 und 20 Prozent in 2030 angehoben werden. Dementsprechend folgen muss zeitnah die stufenweise Anhebung der Treibhausgasminderungsquote im Bundesimmissionsschutzgesetz. Konkret fordert die Biokraftstoffbranche die schrittweise Anhebung der Treibhausgas-Minderungsquote auf 7 Prozent in 2021, und schließlich 16 Prozent in 2030. Mit dieser Erhöhung wird auch den neuen alternativen Kraftstoffen der Marktzugang erleichtert und die Motivation geschaffen, endlich mit den erforderlichen Investitionen zu beginnen“, begründete der BBE-Vorsitzende die Kernforderungen.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, präsentierte die fortgeschriebene Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung.

„Nachhaltige Biokraftstoffe aus Rest- und Abfallstoffen werden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Deshalb haben wir das Deutsche Biomasseforschungszentrum mit einem Pilotprojekt beauftragt. Damit soll erstmals eine vollständige Nutzung der Potentiale der Rest- und Abfallstoffe realisiert werden und die Umwandlungseffizienz in Biomethan maximiert werden“, so Staatssekretär Bilger.

Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, thematisierte die zukünftige Rolle und die Anforderungen für alternative Antriebe und Kraftstoffe im Zusammenhang mit den künftigen EU-Flottengrenzwerten. „Um die ambitionierten Klimaziele im Verkehrssektor wirtschaftlich und sozial verträglich zu erreichen, sollten alle Technologien zur CO2-Reduzierung die gleichen Chancen haben – aktuell sind erneuerbare Kraftstoffe regulatorisch stark benachteiligt. E-Fuels bis E-Auto – beide Technologien sind zur Dekarbonisierung des Verkehrs unverzichtbar. Nicht „entweder oder“ sondern „sowohl als auch“ – ist die richtige Strategie. Zum Erreichen der Klimaziele im Verkehrssektor benötigen wir einen robusten Technologiemix“, unterstrich der VDA-Präsident.

Wolfgang Langhoff, Vorstandsvorsitzender BP Europe SE, sprach über erneuerbare Energien und alternative Kraftstoffe als wichtige Optionen zur Treibhausgasreduktion im Verkehrssektor aus Sicht der Mineralölwirtschaft: „Nachhaltige und innovative Biokraftstoffe müssen ein viel größeres Gewicht bekommen. Vor allem müssen wir die RED II so umsetzen, dass für die Erfüllung der anspruchsvollen Ziele nicht dogmatisch bestimmte Optionen ausgeschlossen werden. Dazu gehören insbesondere das Coprocessing und Grüner Wasserstoff  – je mehr Optionen, desto besser und schneller wird die CO2-Reduktion möglich sein“.

Prof. Dr.-Ing. Manfred Aigner, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, präsentierte Handlungsoptionen für eine Energiewende im Verkehrssektor und die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Forschungsinitiative „Energiewende im Verkehr“ (BEniVer). „Nachhaltige, alternative Kraftstoffe können und werden einen entscheidenden Beitrag zur zeitnahen Reduzierung der Klimawirkung in allen Mobilitätsbereichen leisten. Die Begleitforschung der „Energiewende im Verkehr“ legt die wissenschaftliche Basis, um herauszufinden, welches die optimalen Kraftstoffe sind und bewertet deren Wirkungen hinsichtlich technischer, ökonomischer, ökologischer und gesellschaftlicher Kriterien“, betonte Prof. Dr. Aigner.

Mehr als 550 Teilnehmer aus mehr als 30 Nationen sind der Einladung von fünf Verbänden der deutschen Biokraftstoffwirtschaft gefolgt, um sich auf dem internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ am 21./22. Januar 2019 in Berlin über Marktentwicklungen, technologische Innovationen und die Zukunft der erneuerbaren Mobilität zu informieren.

Beigefügtes Bild:

V.l.n.r.: am Rednerpult: Steffen Bilger (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Bernhard Mattes (Präsident des Verbandes der Automobilindustrie), Elmar Baumann (Geschäftsführer Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.), Artur Auernhammer (MdB und Vorsitzender des Vorstandes des Bundesverbandes Bioenergie), Wolfgang Langhoff (Vorstandsvorsitzender BP Europe SE), Prof. Dr.-Ing. Manfred Aigner (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

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EEG 2019 – Änderungen durch das Energiesammelgesetz

Durch den Beschluss des Energiesammelgesetzes am 30. November 2018 kommt es zu Veränderungen an 20 Gesetzen und Verordnungen.

Nicht nur im KWK-Gesetz gibt es einige Veränderungen. Auch die gesetzlichen Regelungen betreffend Photovoltaik, Windenergie und Bioenergie werden durch das Energiesammelgesetz beeinflusst.

Mit dem Energiesammelgesetz wird auch die mit der europäischen Kommission ausgehandelte Neuregelung der EEG-Umlage auf selbstverwendeten KWK-Strom von KWK-Neuanlagen in das EEG übernommen.

 

Aktuelle Inhalte des Energiesammelgesetzes in Seminaren und Konferenzen

Die Workshops und Seminare von BHKW-Consult, die im Frühjahr 2019 stattfinden, beinhalten bereits die aktuellen gesetzlichen Veränderungen. Dabei werden die konkreten Auswirkungen der gesetzlichen Neuregelungen praxisnah erläutert.

Der Workshop „Rechtliche Rahmenbedingungen für BHKW-Anlagenbetreiber“ am 29./30. Januar 2019 in Kassel wird vor allem über die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen informieren. Alle Themen rund um „Mieterstrom“ werden in dem Intensivseminar am 31. Januar 2019 in Kassel behandelt.
Mit den Auswirkungen des Energiesammelgesetzes für die Administration von KWK-Anlagen befasst sich das zweitägige Administrationsseminar, das u. a. am 12./13. Februar 2019 in Stuttgart sowie am 19./20. Februar 2019 in Erfurt angeboten wird.
Das Intensivseminar „EEG-Umlage und Einspeisemanagement“ befasst sich mit den aktuellen Regelungen zur EEG-Umlage für Betreiber von KWK- und EE-Anlagen und wird am 21. Februar 2019 in Erfurt und am 20. März 2019 in Mainz angeboten.

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Bioenergieverbände: Bundestag muss bei Energiesammelgesetz dringend nachbessern

Im Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie findet heute die Anhörung zum Entwurf des sogenannten Energiesammelgesetzes statt. Für die Bioenergie fehlen im Entwurf bislang wichtige Weichenstellungen. Die Bioenergieverbände betonen anlässlich der Anhörung abermals den dringenden Handlungsbedarf, um der Branche Planungssicherheit und Investitionsschutz zu gewährleisten. Rückenwind erhalten die Verbände hierzu aus verschiedenen Bundesratsausschüssen, u.a. für Wirtschaft und Umwelt. Diese drängen in ihrer Stellungnahme vom vergangenen Freitag ebenfalls auf Anpassungen im jetzigen Entwurf, um die Rahmenbedingungen für die Bioenergie zu verbessern.

Zwar ist den Bioenergieverbänden klar, dass das parlamentarische Verfahren zum Energiesammelgesetz nicht vollumfänglich die künftige Ausrichtung der Bioenergieerzeugung klären kann, dennoch sollte die Chance genutzt werden, um essenzielle Änderungen einzubringen:

Die Bundesregierung muss laut EEG 2017 „rechtzeitig“ einen Vorschlag für die Biomasse-Ausschreibungsvolumina ab 2023 vorlegen. Die Bioenergieverbände betrachten das Energiesammelgesetz als richtige Möglichkeit dazu und plädieren dafür, zumindest der Bundesregierung im EEG den Herbst 2019 als verbindliche Frist vorzuschreiben. Auch die Bundesratsausschüsse fordern die sofortige Festlegung neuer Ausschreibungsvolumina. Von der Festlegung der Biomasse-Ausschreibungsvolumina ist nicht zuletzt die Erreichung des im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziels von 65 Prozent Erneuerbaren Stroms in 2030 sowie der nationalen Klimaschutzziele abhängig.

Weiterhin ist es dringend erforderlich, so früh wie möglich den Investitions- und Vertrauensschutz für bestehende Biogasanlagen herzustellen, die aufgrund innovativer Anlagentechnik und besonders niedriger Emissionswerte den so genannten Luftreinhaltebonus erhalten. Aufgrund rechtlicher Unklarheiten werden aktuell hunderte Betreiber dieser technisch optimierten Anlagen mit horrenden Rückzahlungsforderungen konfrontiert, die aus Sicht der Bioenergieverbände rechtlich nicht haltbar sind. Hier muss der Gesetzgeber dringend rechtliche Klarheit schaffen. Auch die Bundesratsausschüsse unterstreichen die Bestrebungen der Verbände.

Hinsichtlich der Weiterentwicklung der Flexibilitätsprämie hatten sich die Regierungsfraktionen im Juni in den Verhandlungen zum EEG/KWKG-Änderungsgesetz geeinigt: Nach Ausschöpfung des Deckels sollten einem Betreiber 16 Monate verbleiben, seine Anlage auf eine bedarfsgerechte Fahrweise umzurüsten. Im Gegenzug dazu sollte der Deckel um 250 MW auf 1.100 MW abgesenkt werden. Die Bioenergieverbände verstehen nicht, warum von dieser Einigung abgewichen werden und es nun nach Wunsch der Bundesregierung eine Absenkung um 350 MW auf 1.000 MW geben soll. Aus Branchensicht würde eine Beibehaltung der Einigung von Juni oder alternativ eine Verlängerung der Frist, die einem Betreiber nach Ausschöpfen des Deckels bleibt, von 16 auf 20 Monate bevorzugt werden. Den Erhalt der Höhe des Deckels von 1.100 MW sowie eine Fristverlängerung wird ebenfalls von den Bundesratsausschüssen empfohlen.

Der Appell der Bioenergieverbände an die Abgeordneten des Bundestags lautet nun entsprechend, die Nachbesserungen am Entwurf des Energiesammelgesetzes umzusetzen, damit die flexible und verlässliche Bioenergie auch künftig mit ihrer wichtigen Rolle im Energiesystem erhalten bleibt und Bestandsanlagen auf den zugesicherten Investitions- und Vertrauensschutz bauen können.

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Call for papers und Präsentationsangebot verfügbar!

Der 16. Internationale Fachkongress für erneuerbare Mobilität "Kraftstoffe der Zukunft 2019" findet vom 21.-22.01.2019 wieder in Berlin statt. Die Veranstalter sind der Bundesverband Bioenergie (BBE), die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), der Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und der Fachverband Biogas (FvB).

Der Fachkongress bietet Akteuren aus dem Bereich der erneuerbaren Mobilität, Wissenschaft und Forschung und beteiligten Interessenkreisen eine Plattform zu den aktuellen EU-rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Umsetzung in nationales Recht. Dabei bestimmen zunehmend die Klimaschutzverpflichtungen die förderpolitische Ausrichtung und Sachzwänge. Diese haben Auswirkungen auf die Zukunft der markteingeführten und sich in der verfahrenstechnologischen Entwicklung befindlichen Biokraftstoffe. Gleichzeitig müssen motorische Antriebe mit diesen Biokraftstoffen die jeweils geltenden emissionsrechtlichen Anforderungen erfüllen. Das ist eine Herausforderung für die betroffenen Wirtschaftsbereiche und insbesondere für die Forschung und Entwicklung. Die Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (REDII) wird maßgeblich die politische Ausrichtung dieses Kongresses bestimmen.

Die Veranstalter laden daher dazu ein, an der Programmgestaltung des kommenden Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität mitzuwirken und Vortragsvorschläge einzureichen. Bitte nutzen Sie hierfür das beigefügte Dokument "Call for papers". Sollte Interesse bestehen, einen Vortrag im Plenum oder in einem der zahlreichen Fachforen zu halten, bitten die Veranstalter, den Vorschlag mit dem beigefügten Antwortformular und einem kurzen Exposé bis zum 16. Juni 2018 an den Bundesverband Bioenergie zu senden. Über die Aufnahme Ihres Vorschlages entscheidet der Programmbeirat des Fachkongresses.

Darüber hinaus haben interessierte Unternehmen die Möglichkeit, Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation einem internationalen Fachpublikum mit einem Ausstellungsstand vorzustellen und über ein Sponsoring zu präsentieren. Im Januar 2019 werden wieder mehr als 500 internationale Teilnehmer erwartet, darunter Vertreter aus der Rohstoffproduktion und Logistik, Biokraftstoffproduzenten, Vertreter der Mineralölwirtschaft, der Fahrzeugtechnologie und Automobilindustrie, der Chemischen Industrie, der Politik, Auditoren und Beratungsunternehmen, der Zertifizierungssysteme und aus Wissenschaft und Forschung. Bitte sehen Sie hierzu auch das beigefügte "Ausstellungs- und Präsentationsangebot".

Die Veranstaltung wird durch die Landwirtschaftliche Rentenbank gefördert.

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Klimaschutz mit nachhaltiger Bioenergie!

Die zielgerichtete und konsequente Weiterentwicklung der Energiewende und des Klimaschutzes werden in der laufenden Legislaturperiode zentrale Herausforderungen und Aufgaben für die neue Bundesregierung sein. Nachhaltige Bioenergie ist ein zentraler Eckpfeiler für die Energiewende und den Klimaschutz und kann diesen durch ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und den diesbezüglichen Treibhausgaseinsparungen in allen Energiesektoren mehr Dynamik verleihen.

Der BBE richtet daher seinen diesjährigen Parlamentarischen Abend "Klimaschutz mit nachhaltiger Bioenergie!" am 06.06.2018 in der Bayerischen Vertretung in Berlin zentral auf die Perspektiven der Bioenergie in der neuen Legislaturperiode aus.

In Eingangsstatements werden Vertreter aus der Politik die Bedeutung und Rolle der Bioenergie im Rahmen der Energiewende und des Klimaschutzes präsentieren und die geplanten und zu erwartenden Maßnahmen in der aktuellen Legislaturperiode auf Grundlage des Koalitionsvertrages erläutern. In einer anschließenden interaktiven Diskussion mit dem Publikum unter dem Motto „Die Branche fragt – die Politik antwortet!“ haben Sie die Möglichkeit, Ihre Erwartungen für die politischen Rahmenbedingungen im Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarkt an die Politik heranzutragen und aufzuzeigen, welche diesbezüglichen politischen Handlungsnotwendigkeiten in der laufenden Legislaturperiode bestehen. Mit Ihnen zusammen möchten wir für verlässliche Marktperspektiven der Bioenergie in der neuen Legislaturperiode werben, überzeugen und kämpfen!

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Der Bioenergie-Tag in Deutschland

Bioenergie ist die bedeutendste erneuerbare Energiequelle in Deutschland. Etwa 59% der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Quellen stammen aus der energetischen Nutzung von Biomasse im Wärme-, Strom- und Verkehrssektor. Um die oftmals übersehene Bedeutung der Bioenergie zu veranschaulichen, hat der Bundesverband Bioenergie (BBE) sie ins Verhältnis zur Gesamtenergienachfrage gesetzt. Demnach könnte Deutschland rechnerisch ab dem 23. November vollständig ohne Kohle, Öl und Gas ausschließlich mit biogenen Energieträgern zuverlässig und klimafreundlich versorgt werden.

Gerade im Wärmemarkt, der gut die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland ausmacht, wird die besondere Rolle der Bioenergie offensichtlich: 11,8% beträgt bereits der Anteil der klimafreundlichen Wärme aus biogenen Quellen in 2016 und damit 88% aller erneuerbaren Energien. Doch auch beim Stromverbrauch ist die Bioenergie mit 8,6% nach der Windkraft der zweitgrößte Produzent erneuerbaren Stroms. Mit einem Marktanteil von 4,6% im Verkehrssektor stellen Biokraftstoffe knapp 90% aller erneuerbaren Energien und damit die tragende Säule für eine klimafreundliche Mobilität. Ohne die Bioenergie wären in 2016 so insgesamt ca. 64 Millionen Tonnen mehr klimaschädlicher Treibhausgase emittiert worden.

Die Bioenergie ist jedoch auch ein enormer Wirtschaftsfaktor für Deutschland. Die Vorteile der Bioenergie ist ihre enorme Flexibilität, denn sie kann nicht nur zur Strom-, Wärme- oder Biokraftstoffproduktion eingesetzt werden, sondern steht auch wetterunabhängig jederzeit zur Verfügung. Die Nutzung der heimischen Biomassen ersetzt Importe fossiler Energieträger und trägt so spürbar zur Erhöhung der Energieversorgungssicherheit bei. Doch gehen von ihr auch enorme Wirtschaftsimpulse durch die Förderung regionaler Wertschöpfungsketten, die Stärkung vor allem klein und mittelständischer Unternehmen und die Belebung des ländlichen Raumes aus. In 2016 betrugen diese ca. 10,5 Mrd. Euro[ii], mehr als 113.000 Beschäftige[iii] finden so in Deutschland durch die Bioenergie Arbeit. Die Bioenergie ist ein Job- und Konjunkturmotor im ländlichen Raum.

Sprechen diese Zahlen bereits für sich, könnte der Anteil der Bioenergie am Primärenergieverbrauch durch konsequente Mobilisierung des nachhaltig verfügbaren Potenzials von derzeit etwas mehr als 7 Prozent bis 2050 auf das Vierfache gesteigert werden[iv] – mit entsprechenden Wirkungen für mehr Klimaschutz, mehr Beschäftigung und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Auch in Europa ist die Bioenergie der Pfeiler der Energiewende. So feierte die EU nur knapp vor Deutschland am 21.11. bereits ihren „EU Bioenergy Day“. 41 Tage lang könnte demnach die EU ihren Energiebedarf nach aktuellem Stand ausschließlich über biogene Energieträger decken. Einzelne

Mitgliedsstaaten wie Schweden (132 Tage), Finnland (121 Tage) oder Lettland (112 Tage) sind dabei schon deutlich weiter. Die Platzierung Deutschland im Mittelfeld der EU Mitgliedsstaaten offenbart das Steigerungspotenzial, dass es hier zu Land zu heben gilt.

Weitere Informationen zum EU Bioenergie-Tag und beispielhaften Leuchtturmprojekten unter: EuropeanBioenergyDay

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Bioethanol zur Senkung von Abgasemissionen

Auf dem 15. Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität werden zahlreiche Parallelforen den verschiedenen technischen und ökonomischen Themen der Antriebe von morgen und den großen Herausforderungen durch ambitionierte Klimaschutzziele gewidmet sein. Bioethanol, der weltweit am weitesten verbreitete Biokraftstoff – als Beimischung oder als Reinkraftstoff – steht am zweiten Tag des Fachkongresses, am 23. Januar 2018, um 9.00 Uhr, im Mittelpunkt eines Parallelforums mit Experten aus Dänemark, Deutschland, Frankreich und Österreich.

Am 8. November 2017 legte die EU-Kommission ein Paket für saubere Mobilität vor. Dieses umfasst eine Mitteilung sowie Rechtsetzungsinitiativen und einen Aktionsplan für alternative Kraftstoffe. Wesentlicher Inhalt sind neue Zielvorgaben für die durchschnittlichen Kohlendioxid-Emissionen neuer Pkw und Lkw in der Europäischen Union. Die durchschnittlichen Kohlendioxid-Emissionen von im Jahr 2025 bzw. 2030 in der EU neu zugelassenen Personenkraftwagen müssen 15 Prozent bzw. 30 Prozent unter dem ab 2021 geltenden Wert von 95 g CO2/km liegen Eine Quote für Fahrzeuge mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb ist nicht vorgesehen.

Die neuen Flottengrenzwerte wurden von verschiedenen Seiten entweder als zu niedrig oder als zu hoch kritisiert. Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) geht davon aus, dass weder in Deutschland noch in den übrigen EU-Mitgliedstaaten nur mit Flottengrenzwerten eine effiziente Reduktion der Emissionen für die Klimaziele erreichbar ist.

Vor diesem Hintergrund ist eine differenzierte Betrachtung alternativer Kraftstoffe und ihrer jeweiligen Verfügbarkeit zwecks Minderung der Treibhausgasemissionen im Verkehr von Bedeutung. Nach dem Evaluationsbericht aller im Jahr 2016 in Deutschland verbrauchten Biokraftstoffe haben diese eine Einsparung der Treibhausgasemissionen von nahezu 77 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen bewirkt. Das bedeutet, das durch den Einsatz von Biokraftstoffen – Biodiesel und Bioethanol – rund 7,3 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent vermieden wurden (Vorjahr ca. 6,7 Mio.).

Das Programm des Parallelforums „Bioethanol zur Senkung von Abgasemissionen“:

Maximilian Frankl (Technologie- und Förderzentrum Straubing TFZ) referiert über einen Test, bei dem Realemissionen eines Flexible-Fuel-Vehicles beim Betrieb mit ethanolhaltigen Kraftstoffen untersucht wurden.

Ronan Rocle (Global Bioenergies) präsentiert die Entwicklung einer industriellen Demonstrationsanlage zur Produktion von ETBE (Ethyl-Tertiär-Butylether) aus Bioethanol und erneuerbarem Isobuten. Die Demonstrationsanlage befindet sich am Standort des Fraunhofer CBP in der Raffinerie Leuna und ist der zweite Schritt nach einer im europäischen Zentrum für Agrarindustrie von Pomacle-Bazancourt errichteten Pilotanlage.

Prof. Dr. Bernhard Geringer und Marcus Szikora (Technische Universität Wien) stellen in Österreich durchgeführte Tests vor, bei denen die Emissionspotenziale von Benzin mit unterschiedlichem Ethanolanteil (E5, E10 und E20) auf CO2- und Partikelanzahlemissionen im realen Fahrbetrieb untersucht wurden.

Melich Dietrich Seefeldt (Novozymes AS, Dänemark) berichtet über Bioraffinerien zur Produktion von Biokraftstoff der so genannten zweiten Generation. Ein besonderer Fokus des Vortrags ist der Bericht über Realisierungszeiten in Europa.

Anmeldungen zum vergünstigten Frühbucher-Tarif sind noch bis einschließlich 30.11.2017 möglich!

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