Fossil und Bio – Kraftstoffforschung sichert Absatzmärkte

Biodiesel und Bioethanol sind in Deutschland und in der Europäischen Union die mit Abstand wichtigsten alternativen, nachhaltigen Kraftstoffe. Allein in Deutschland betrug deren Anteil zur Treibhausgasminderung im Jahr 2017 etwa 7,7 Mio. t CO2-Äquivalent. Auch global sind Biokraftstoffe wichtig zur Erreichung der nationalen Energie- und Klimaschutzziele im Verkehr. Deren stetig wachsende Bedeutung ist an den gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Erhöhung der Beimischungsanteile in den USA, Brasilien, Argentinien sowie Malaysia und Indonesien abzulesen. Voraussetzung für den Marktzugang von Biokraftstoffen ist die Erfüllung der motortechnischen und emissionsrechtlichen Anforderungen.

Vor diesem Hintergrund ist eine umfassende Biokraftstoffsystemforschung als marktbegleitende Maßnahme zwingend erforderlich, damit vorausschauend mögliche negative Wechselwirkungen der Kraftstoffe untereinander, aber auch mit Motorenkomponenten, evaluiert und beseitigt werden. Freigabenverteilungen für unterschiedliche Kraftstoffmischungen bestimmen die internationale bzw. weltweite Marktentwicklung. Während in der Europäischen Union die betroffenen Wirtschaftskreise   gesetzliche emissionsrechtlichen Anforderungen umsetzen bzw. erfüllen müssen, wird andernorts politischer Druck ausgeübt, um Technologiekonzepte und Biokraftstoffe am Markt zu etablieren.

Ihr Markterfolg liegt auch darin begründet, dass sich diese vergleichsweise problemlos in bestehende Distributionssysteme integrieren lassen und damit nicht zu zusätzlichen Investitionen oder Förderbedarf aus Steuermitteln führen, verglichen mit Anforderungen der Wasserstofftechnologie oder E-Mobilität.

Daher müssen treibhausgasoptimierte und nachhaltige Biokraftstoffe durch eine systematische Begleitforschung als global wichtige Beimischungskomponente weiterentwickelt und wenn möglich, deren Synergieeffekte untersucht werden.  Gemessen an der zeitlich sehr ambitionierten Zielvorgabe kann der Klimaschutz, insbesondere im global stetig wachsenden Verkehrssektor, auf bestehende und entwicklungsfähige Optionen nicht verzichten. Im Parallelforum „Biodiesel“ des 16. internationalen Fachkongresses stellen Wissenschaftler  ausgewählte Forschungsthemen und Ergebnisse vor, moderiert von Prof. Dr. Jürgen Krahl, Vorsitzender der UFOP-Fachkommission Biokraftstoffe und Nachwachsende Rohstoffe.

Prof. Dr. Thomas Garbe, Volkswagen AG, erläutert in seinem Vortrag die Bedeutung von Biodiesel als Teil der Lösung bei zukünftigen Mischkraftstoffen. Im Fokus steht Oxymethylenether (OME), ein erneuerbarer Kraftstoff, der langfristig eine wachsende Rolle im erneuerbaren Kraftstoffmix spielen könnte.Martin Kortschak vom Technologietransferzentrum Automotive der Hochschule Coburg (TAC), stellt  den Einfluss von Biokraftstoffen auf die Emissionen im Zusammenhang mit dem sogenannten RDE-Test (Real Driving Emission) vor.Prof. Dr. Lukas Möltner, MCI Management Center Innsbruck, erläutert die Auswirkungen der Alterung von Biodiesel, auftretende Oxidationsmechanismen, die Folgen auf die motorische Verwertbarkeit und präsentiert erforderliche Gegenmaßnahmen.Welche Bedeutung das Alterungsverhalten verschiedener Otto- und Dieselkraftstoffe für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge haben kann, stellt Anja Singer vom TAC Coburg in ihrem Vortrag vor.

Im Lichte der internationalen Bedeutung von Biodiesel und Bioethanol ist zu betonen, dass diese Forschungsergebnisse nicht nur für den deutschen und europäischen Markt bedeutend, sondern vom globalen Interesse sind, weil die motorischen Anforderungen durch den Fahrzeugwechsel naturgemäß auch in wichtigen Produktions- und Anwendungsländern in Nord- und Südamerika sowie im asiatischen Raum steigen. Der Fachkongress richtet sich daher an alle an der Vermarktung sowie der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Biokraftstoffproduktion und Anwendung interessierten internationalen Forschungs- und Wirtschaftskreise. Der Kongress bietet die ideale Plattform in diesem Sinne Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzubringen.

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Fossil and Biofuel Research Safeguards Sales Markets

Biodiesel and bioethanol are by far the most important alternative sustainable fuels in Germany and the European Union, not only today, but also in the years ahead. In Germany alone, they contributed about 7.7 million t CO2 equivalent towards greenhouse gas reduction in 2017. These biofuels are also by far the most important alternative fuels for attaining national energy and climate protection targets in transport on a global scale. Their ever-increasing importance is reflected in the statutory framework conditions for increasing admixture levels in the USA, Brazil, Argentina, as well as Malaysia and Indonesia. As a basic precondition for market access, this biofuel or different fuel mixtures must fulfil requirements relating to engine systems and emission laws at the same time.

In light of this, comprehensive biofuel system research is essential as a market-associated measure so that anticipated potentially negative interactions of the fuels – not only with each other, but also with engine components – can be evaluated and eliminated.  Approvals for different fuel mixtures determine the international or worldwide market development. While the relevant industry groups are implementing or have to implement the required statutory requirements under emissions law in the European Union, elsewhere political pressure is mounting to anchor technological concepts and biofuels in the market. Their market success is also established in the fact that this can be integrated comparatively easily in existing distribution systems and does not therefore lead to any additional investment costs or subsidies from tax revenues, in contrast to hydrogen technology or e-mobility.

In light of this, sustainable biofuels – optimised with greenhouse gases in mind – not only need to be developed further by systematic accompanying research, but also beyond this as a globally significant admixture component, while also examining synergy effects wherever possible. In view of the highly ambitious target time framework, climate protection measures cannot afford to dispense with existing and viable future options, especially in the transport sector that is continuing to grow globally. Against this background, scientists are presenting select research topics and results in the parallel forum “Biodiesel” of the 16th International Conference”, moderated by Dr Jürgen Krahl, Chairman of the UFOP Expert Commission “Biofuels and Renewable Resources”.

Dr Thomas Garbe, Volkswagen AG, explains in his presentation the significance of biodiesel as part of the solution for future mixed fuels. The focus here is on oxymethylene ether (OME), a renewable fuel that could play an increasing role in the renewable fuel mix long-term.Martin Kortschak from the Technology Transfer Center for Automotive Technology of Coburg University of Applied Sciences (TAC) discusses the influence of biofuels on emissions in conjunction with the so-called RDE test (Real Driving Emission) as an effective tool for fuel development.Dr Lukas Möltner, MCI Management Center Innsbruck, explains the consequences resulting from the ageing of biodiesel on oxidation mechanisms and engine usability and in the required countermeasures.The significance that the ageing process can have on various petrol and diesel fuels for black in-hybrid routes is outlined by Anja Singer from the TAC Coburg in her presentation.

In view of the international importance of biodiesel and bioethanol, it must be stressed that these research results are not only important for the German and European market, but are also of global interest because the engine requirements due to vehicle changes are also set to become stricter in key production and application countries in North and South America as well as in Asia. The Conference is therefore oriented towards all international research and industry groups interested in marketing as well as research and development in the field of biofuel production and application. The Conference offers an ideal platform for bringing science and industry together in this context.

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Mobilität im Spannungsfeld von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz

Damit die Klimaschutzziele der Bundesregierung für das Jahr 2030 erreicht werden können, muss der Verkehrssektor einen erheblichen und stärkeren Beitrag zur Dekarbonisierung als bisher leisten. Neben bekannten und neuartigen Biokraftstoffen spielen die Elektromobilität und weitere alternative Kraftstoffe eine große Rolle. Wie erneuerbare Energien in steigendem Maße im Verkehr eingesetzt werden können, ist das bestimmende Thema zum Auftakt des 16. Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft“ vom 21. bis 22. Januar 2019 in Berlin.

Die europäischen Rahmenbedingungen für den Beitrag des Verkehrs zum Klimaschutz bis zum Jahr 2030 sind mit der Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (RED II) im Europäischen Parlament im November 2018 verabschiedet worden. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union müssen diese Vorgaben bis 2021 in nationales Recht übertragen. Wie die Bundesregierung dabei vorgeht, wird zum Auftakt der Konferenz diskutiert werden. Derzeit und in nächster Zukunft bestimmen Biokraftstoffe mit einem Anteil von rund 90 Prozent den Anteil erneuerbarer Energien im Straßenverkehr.

Schon heute ist klar: Das 14-Prozent-Verkehrsziel der RED II reicht bei weitem nicht aus, um die deutschen Klimavorgaben für 2030 zu erreichen. Die Bundesregierung muss also über die europäische Richtlinie hinausgehen, auch um einem Rückgang bei konventionellen Biokraftstoffen entgegenzuwirken, den Markthochlauf neuartiger alternativer Kraftstoffe zu unterstützen und verlässliche Rahmenbedingungen für die Biokraftstoffwirtschaft zu schaffen.

Mit der RED II will die Europäische Union die Entwicklung von neuartigen Biokraftstoffen und die Elektromobilität fördern, indem ihr jeweiliger Beitrag zur Erreichung des Gesamtziels mehrfach angerechnet wird. Bei neuen Antrieben wie der Elektromobilität zeigen sich die Verbraucher, gemessen an den Neuzulassungen, trotz erheblicher staatlicher Förderung in Anschaffung und Infrastruktur nach wie vor sehr zurückhaltend. Bei neuartigen Biokraftstoffen aus Abfall- und Reststoffen oder erneuerbarem Strom (e-Fuels) ist weniger die technische Entwicklung, sondern vorrangig die mangelnde Investitionsbereitschaft hemmend für die Kapazitätsentwicklung. Dieses Dilemma erschwert die Erreichung der Klimaschutzziele im Transportsektor. Die Mitgliedstaaten können entsprechend der RED II erhebliche Gestaltungsspielräume nutzen, um die bis 2030 geltenden europäischen Vorgaben umzusetzen. Zur Eröffnung setzt der Fachkongress Impulse für diese Gestaltungsspielräume und Zukunftsperspektiven.

Das Programm im Eröffnungsplenum:

Arthur Auernhammer, MdB, Vorsitzender des Bundesverbandes Bioenergie (BBE),  stellt konkrete Forderungen der Biokraftstoffwirtschaft zur Umsetzung der neuen europäischen Richtlinie vor, damit diese auch künftig einen steigenden Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Steffen Bilger, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, präsentiert die aktualisierte Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung. Er zeigt auf, welche Rolle nachhaltige Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse sowie aus Abfällen und Reststoffen im Rahmen dieser Strategie aus Sicht der Bundesregierung in Zukunft einnehmen sollen.

Prof. Dr. Manfred Aigner, Direktor des Instituts für Verbrennungstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Präsident Wissenschaft und Forschung aireg e.V. stellt die wissenschaftliche Begleitforschung des DLR zum Projekt „Energiewende im Verkehr“ und wichtige Erkenntnisse dieser Initiative vor.

Wolfgang Langhoff, Vorstandsvorsitzender BP Europe SE, skizziert die Vorstellungen eines international aufgestellten Mineralölunternehmens von der Zukunft der Mobilität. BP will mit alternativen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien den Treibhausgasausstoß im Verkehrssektor verringern.

Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), erläutert die Zukunftsstrategie der Hersteller, damit der Straßenverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. In seinem Vortrag zeigt er die Bedeutung von Elektromobilität und alternativen Kraftstoffen für die Automobilwirtschaft auf.

Im Anschluss diskutieren unter der Leitung von Sonja van Renssen, Energy Post, über die klimagerechte Zukunft der Mobilität und die dabei eingesetzte Technik:

  • Pekka Pesonen, Generalsekretär Copa-Cogeca
  • Dr. Ruprecht Brandis, Director External Affairs im BP Büro Berlin
  • Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH
  • Jenny Walther-Toss, Politische Referentin World Life Fund (WWF) Deutschland
  • Stefan Schreiber, Präsident Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB)

Bis zum 30.11.2018 können sich Teilnehmer noch zum vergünstigten Frühbucher-Tarif anmelden!

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Bioethanol als Kraftstoff

Auf dem 16. Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität werden zahlreiche Parallelforen den verschiedenen technischen und ökonomischen Aspekten der Antriebe von morgen und den großen Herausforderungen durch ambitionierte Klimaschutzziele gewidmet sein.

Bioethanol, der als Beimischung oder als Reinkraftstoff weltweit am stärksten verbreitete Biokraftstoff, steht am zweiten Tag des Fachkongresses, am 22. Januar 2019, im Fokus eines Parallelforums mit Experten aus Unternehmen und Forschung in Großbritannien, Indien, Irland und den USA.

Die neuen aktuell diskutierten europäischen CO2-Flottengrenzwerte für Pkw werden von verschiedenen Seiten entweder als zu niedrig oder als zu hoch kritisiert. Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) geht davon aus, dass weder in Deutschland noch in den übrigen EU-Mitgliedstaaten allein mit schärferen Flottengrenzwerten die ambitionierten Ziele zur Minderung der verkehrsbedingten Emissionen erreicht werden können.

Vor diesem Hintergrund ist eine differenzierte Betrachtung alternativer Kraftstoffe und ihrer jeweiligen Verfügbarkeit bei der Minderung der Treibhausgasemissionen im Verkehr von großer Bedeutung. Die im Jahr 2017 in Deutschland verbrauchten Biokraftstoffe haben nach amtlichen Angaben eine Einsparung der Treibhausgasemissionen von mehr als 81 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen bewirkt. Allein durch die Beimengung von Bioethanol zu fossilem Benzin wurden national rund 2,2 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente vermieden.

Die am 13. November 2018 vom Europäischen Parlament verabschiedete Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) bietet Planungssicherheit für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse, die auch künftig einen entscheidenden Beitrag zu erneuerbaren Energien im Verkehr leisten sollen. Ebenso bietet die neue Richtlinie ab 2020 für Biokraftstoffe aus Abfällen und
Reststoffen eine Zukunftsperspektive, da für sie ein deutlich steigender Mindestanteil vereinbart wurde. Dabei sollen sie wie bisher auf die Zielvorgaben für den Einsatz erneuerbarer Energien im Verkehr doppelt angerechnet werden.

Programm des Forums „Vorteile hochoktaniger Kraftstoffe und neue (Bio-)Technologien in der Produktion von Bioethanol“ am 22.01.2018 ab 9.00 Uhr:

Zoltán Szabó, ClonBio Group Ltd (ehem. Ethanol Europe Renewables Ltd), eröffnet das Parallelforum mit einem Vortrag über hochoktanige Kraftstoffe, die aufgrund der Beimischung von Bioethanol für mehr Wirkungsgrad und Effizienz des Verbrennungsmotors sorgen. Die technischen Aspekte von Bioethanol als „Oktan-Booster“ sind seit längerem von internationalen Fachleuten vielfach untersucht worden. Zoltán Szabó analysiert die Standardisierung der Oktanwerte für E15 (USA) und E10 (Europäische Union) sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Höhe der Oktanzahl. In seiner Schlussfolgerung legt er die Auswirkungen für Klimaschutz und Gesellschaft dar, die eine angenommene Einführung von E20 oder E25 hätte.

Rahul Dagwar, Praj Industries Ltd, Pune, Indien, präsentiert die neueste Technologie des international tätigen Unternehmens im Anlagenbau für Ethanol auf Zellstoffbasis. Im Jahr 2018 wurde Praj Industries in die jährlich vom internationalen Fachmagazin „Biofuels Digest“ veröffentlichte Liste der „Top 50 Hottest Companies in Advanced Bioeconomy“ aufgenommen.

Dr. Alex Brogan, Imperial College London, Department of Chemical Engineering, hat sich mit seinem Team auf die Modifizierung des Glukodisase-Enzyms konzentriert, welches dabei hilft, die in Biomasse enthaltenen komplexen Kohlenhydrate in Pflanzenzellen aufzuspalten. Im Juni 2018 wurde in „Nature Chemistry“ über das neu entwickelte Verfahren zur Beschleunigung des Umwandlungsprozesses in Glukose als Basis für die Herstellung von Ethanol berichtet. Mit seiner Präsentation berichtet Dr. Brogan über den aktuellen Stand der Forschung und die Aussichten für eine industrielle Anwendung.

Freya Burton, LanzaTech, Chicago, USA, informiert über die erste, gemeinsam mit ArcelorMittal konzipierte Anlage im belgischen Gent, die Kohlenmonoxid aus der Stahlproduktion in Ethanol umwandeln wird. Die von LanzaTech lizenzierte Technologie nutzt Mikroben, die sich von
Kohlenmonoxid „ernähren“, um Ethanol herzustellen. Mit dem Bau wurde 2018 begonnen, die Inbetriebnahme wird bis Mitte 2020 erwartet.

Am zweiten Kongresstag bieten insgesamt 11 Foren ein breites Themenspektrum aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien im Mobilitätssektor: Deutsche und internationale Experten stellen Neuigkeiten aus der technischen Entwicklung, Forschung, Zertifizierung, Marktanalyse und den Handelsströmen vor und diskutieren mit den Kongressteilnehmern. Dort und im Aussteller-Forum mit Messeständen bietet sich auch Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Netzwerken.

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Alternative Biokraftstoffe

Auf dem 16. Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität werden zahlreiche Parallelforen den verschiedenen technischen und ökonomischen Themen der Antriebe von morgen und den großen Herausforderungen durch ambitionierte Klimaschutzziele gewidmet sein. Alternative Biokraftstoffe stehen am zweiten Tag des Fachkongresses, am 22. Januar 2019 um 11.30 Uhr, im Mittelpunkt eines Parallelforums mit Experten aus Deutschland, Finnland und England.

Kirstin Sternberg (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe) zeigt Strategien zur Überwindung der zentralen Hinderungsgründe beim erfolgreichen Roll-out alternativer Kraftstoffe, als Projektergebnisse aus dem internationalen "Advance Fuel"-Projekt, auf. Sabine Ziem-Milojevic (E4Tech) befasst sich mit modernen Kraftstoffen auf biologischer Basis und aus recycelten fossilen Kraftstoffen. Die zentrale Frage hierbei ist, ob es für entsprechende Kraftstoffe eine Nachfrage gibt und ob diese Nachfrage auch gedeckt werden kann? Marko Janhunen (UPM Biofuels) sieht einen dringenden Bedarf zur weiteren Dekarboniesierung des Verkehrsselktors mit alternativen Biokraftstoffen. Dr. Klaus Lucka (Tec4Fuels GmbH) stellt sich die Frage nach den Auswirkungen von alternativen Kraftstoffen auf entsprechende Anwendungen und sieht in „Fit for Purpose Tests“ eine Möglichkeit hierauf Antworten zu finden. Dr. Armin Günther (Air Liquide Global E&C Solutions Germany GmbH) sieht alternative Biokraftstoffe als eine wichtige Möglichkeit zur Dekarbonisierung der Industrie und des Transportsektors und zeigt firmeneigene Anwendungen auf.

Unter folgendem Link finden Sie weiterhin das DECHEMA Positionspapier "Advanced alternative liquid fuels: For climate protection in the global raw materials change". Das Positionspapier betont die Notwendigkeit und Wichtigkeit alternativer Biokraftstoffe für die Treibhausgasreduktion im Verkehrssektor.  

Am zweiten Kongresstag bieten insgesamt 11 Foren ein breites Themenspektrum aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien im Mobilitätssektor: Deutsche und internationale Experten stellen Neuigkeiten aus der technischen Entwicklung, Forschung, Zertifizierung, Marktanalyse und den Handelsströmen vor und diskutieren mit den Kongressteilnehmern. Dort und im Aussteller-Forum mit Messeständen bietet sich auch Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Netzwerken.

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Kongressprogramm jetzt online!

Das Programm des 16. Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft“ steht für Sie unter www.kraftstoffe-der-zukunft.com bereit. Im Namen der Veranstalter, Bundesverband Bioenergie (BBE), Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und Fachverband Biogas, sind Sie herzlich eingeladen, am 21. und 22. Januar 2019 in Berlin dabei zu sein.

Die Verhandlungen über das weltweite Klimaabkommen in Katowice im Dezember 2018 (COP24) sind ein weiterer Meilenstein, um die ambitionierten Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung und Verringerung der Treibhausgasemissionen zu erreichen. Wie kann der Verkehr, unter Nutzung sämtlicher technologischer und bezahlbarer Entwicklungen, zur Realisierung der Klimaschutzziele beitragen?  Im Hinblick auf eine nachhaltige erneuerbare Mobilität ist die zunehmende Diversifizierung der Antriebstechnologien sowie die Produktion und Verwendung erneuerbarer Kraftstoffe eine Herausforderung, aber auch zugleich der Schlüssel für die Zielerreichung. Das Thema der Antriebstechnologien findet sich, neben einer Ausdifferenzierung der Kraftstoffoptionen, verstärkt im Kongressprogramm wieder.

Das umfangreiche Programm bietet eine Vielfalt der Themen, die für mehr Klimaschutz im Individual- und Schwerlastverkehr, aber auch in der Luft- und Schifffahrt, relevant sind:

Am Eröffnungstag steht die Mobilität im Spannungsfeld von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz im Vordergrund. Im Plenum befassen sich Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, des Europäischen Parlaments, der Mineralöl- und Automobilwirtschaft und der Wissenschaft mit den Zukunftsperspektiven im Verkehrssektor.

In der Podiumsdiskussion werden die Statements aus Sicht der Industrie, der Politik, der europäischen Landwirtschaft und der Umweltorganisation WWF aufgegriffen. Unter Leitung von Sonja van Renssen, Redakteurin der „Energy Post“, diskutieren Pekka Pesonen (COPA-COGECA), Dr. Klaus Bonhoff (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie), Dr. Ruprecht Brandis (BP Europe SE), Jenny Walther-Thoss (WWF Deutschland) und Stefan Schreiber (Verbio AG) über die Zukunft der erneuerbaren Mobilität im Kontext unterschiedlicher Antriebs- und Kraftstoffoptionen. Im Forum am Nachmittag werden die Zukunftsperspektiven synthetischer Kraftstoffe analysiert.

Am zweiten Kongresstag  bieten insgesamt 11 Foren ein breites Themenspektrum aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien im Mobilitätssektor: Deutsche und internationale Experten stellen Neuigkeiten aus der technischen Entwicklung, Forschung, Zertifizierung, Marktanalyse und den Handelsströmen vor und diskutieren mit den Kongressteilnehmern. Dort und im Aussteller-Forum mit Messeständen bietet sich auch Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Netzwerken.

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Save the Date: Kraftstoffe der Zukunft 2019

Der vom Bundesverband Bioenergie (BBE), der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), dem Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), dem Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und dem Fachverband Biogas (FvB) ausgerichtete Fachkongress wird auch im Jahr 2019 große thematische Vielfalt bieten. Nach Vorträgen im Plenum und einer Podiumsdiskussion werden in parallelen Sessions spezifische Themen vorgestellt und diskutiert:

  • Auswirkungen der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II)       
  • Erneuerbare Mobilität in der EU bis 2030: Status Quo und Ausblick
  • Biokraftstoffe im Umfeld synthetischer Kraftstoffe
  • Biodiesel: Technologie- und Marktentwicklung
  • Bioethanol: Technologie- und Marktentwicklung
  • Power-To-X
  • Biokraftstoffe in der Schiff- und Luftfahrt
  • Biomethan im Verkehrssektor in Europa
  • Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft
  • Alternative und synthetische Kraftstoffe
  • Elektromobilität und alternative Mobilitätskonzepte
  • (Bio-) Kraftstoffhandel und weltweite Warenströme

Folgende Unternehmen und Institutionen haben ihre Präsenz bereits zugesagt:

  • Argus Media Ltd.
  • Carbon Recycling International Iceland
  • Deutsches Biomasseforschungszentrum
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
  • Deutz AG
  • Ethanol Europe Renewables Ltd.
  • Evonik Performance Materials GmbH 
  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
  • InaChem GmbH
  • Landwärme GmbH
  • Lanxess Distribution GmbH
  • Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion
  • Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe e.V.
  • REC Reliable Engineering Concepts GmbH
  • REDcert GmbH

Viele weitere Unternehmen werden noch folgen. Wir laden Sie daher herzlich ein, die Möglichkeit zu nutzen, mit über 500 internationalen Kongressteilnehmern in Kontakt zu treten, interessante und hochaktuelle Vorträge zu hören und im Ausstellungsbereich an den Sponsoren-Ständen technologische Neuerungen und Exponate zu besichtigen.

Sie erwartet wieder eine große Themenvielfalt, in der Strategien zum Ausbau einer erneuerbaren Mobilität entwickelt und Lösungsansätze für die Herausforderungen des Sektors vorgestellt werden. Die Veranstalter präsentieren Ihnen durch wissenschaftliche Fachbeiträge, politische Statements und praktisches, angewandtes Wissen, aktuelle Informationen aus dem gesamten Spektrum der Wertschöpfungskette einer erneuerbaren Mobilität.

Außerdem erhält Ihr Unternehmen oder Verband auf dem Ausstellerforum den geeigneten Rahmen für Präsentationen und Kontakte zu Ihrer Zielgruppe. Weitere Informationen über das Ausstellerforum entnehmen Sie bitte der beigefügten „Einladung an Sponsoren“.

Der vergangene Kongress „Kraftstoffe der Zukunft 2018“ fand im Januar 2018 zum 15. Mal statt. In Europa ist dieser Kongress mittlerweile einer der bedeutendsten und thematisch umfassendsten Veranstaltungen zu Fragen der Biokraftstoffe und alternative Antriebe geworden. Aufgrund der thematischen Vielfalt und der umfassenden Auswahl an Parallel-Foren bieten die Veranstalter über den folgenden Link die Möglichkeit, die Ergebnisse und maßgebenden Diskussionen nochmals nachzuvollziehen. Der Kongressbericht 2018 kann hier heruntergeladen werden.

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Call for papers und Präsentationsangebot verfügbar!

Der 16. Internationale Fachkongress für erneuerbare Mobilität "Kraftstoffe der Zukunft 2019" findet vom 21.-22.01.2019 wieder in Berlin statt. Die Veranstalter sind der Bundesverband Bioenergie (BBE), die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), der Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und der Fachverband Biogas (FvB).

Der Fachkongress bietet Akteuren aus dem Bereich der erneuerbaren Mobilität, Wissenschaft und Forschung und beteiligten Interessenkreisen eine Plattform zu den aktuellen EU-rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Umsetzung in nationales Recht. Dabei bestimmen zunehmend die Klimaschutzverpflichtungen die förderpolitische Ausrichtung und Sachzwänge. Diese haben Auswirkungen auf die Zukunft der markteingeführten und sich in der verfahrenstechnologischen Entwicklung befindlichen Biokraftstoffe. Gleichzeitig müssen motorische Antriebe mit diesen Biokraftstoffen die jeweils geltenden emissionsrechtlichen Anforderungen erfüllen. Das ist eine Herausforderung für die betroffenen Wirtschaftsbereiche und insbesondere für die Forschung und Entwicklung. Die Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (REDII) wird maßgeblich die politische Ausrichtung dieses Kongresses bestimmen.

Die Veranstalter laden daher dazu ein, an der Programmgestaltung des kommenden Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität mitzuwirken und Vortragsvorschläge einzureichen. Bitte nutzen Sie hierfür das beigefügte Dokument "Call for papers". Sollte Interesse bestehen, einen Vortrag im Plenum oder in einem der zahlreichen Fachforen zu halten, bitten die Veranstalter, den Vorschlag mit dem beigefügten Antwortformular und einem kurzen Exposé bis zum 16. Juni 2018 an den Bundesverband Bioenergie zu senden. Über die Aufnahme Ihres Vorschlages entscheidet der Programmbeirat des Fachkongresses.

Darüber hinaus haben interessierte Unternehmen die Möglichkeit, Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation einem internationalen Fachpublikum mit einem Ausstellungsstand vorzustellen und über ein Sponsoring zu präsentieren. Im Januar 2019 werden wieder mehr als 500 internationale Teilnehmer erwartet, darunter Vertreter aus der Rohstoffproduktion und Logistik, Biokraftstoffproduzenten, Vertreter der Mineralölwirtschaft, der Fahrzeugtechnologie und Automobilindustrie, der Chemischen Industrie, der Politik, Auditoren und Beratungsunternehmen, der Zertifizierungssysteme und aus Wissenschaft und Forschung. Bitte sehen Sie hierzu auch das beigefügte "Ausstellungs- und Präsentationsangebot".

Die Veranstaltung wird durch die Landwirtschaftliche Rentenbank gefördert.

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Erneuerbare Mobilität in Europa

Auf dem 15. Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität werden am ersten Kongresstag die politischen Weichenstellungen für eine erneuerbare Mobilität in Europa mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowie Vertretern von EU-Kommission und Bundesregierung diskutiert. Die Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) steht aktuell auf EU-Ebene zur Diskussion. Nach der Veröffentlichung des Vorschlags der EU-Kommission im November 2016 positionierten sich im zweiten Halbjahr 2017 die EU-Parlamentsausschüsse für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) und für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI). Im Dezember 2017 hatte sich der Energieministerrat auf eine gemeinsame Position verständigt. Am 16.Januar 2018 wird das Europäische Parlament im Rahmen einer Plenumsabstimmung beraten. Damit werden die Voraussetzungen für die anstehenden Trilog-Beratungen zwischen Ministerrat, Europäischem Parlament und EU-Kommission über die Neufassung der Richtlinie für den Zeitraum 2020 bis 2030 geschaffen. Von dessen Ausgang hängen die sinnvolle Ausgestaltung einer erneuerbaren Mobilität in Europa und die Zukunft der Biokraftstoffbranche ab.

Der Kongress bietet hochaktuell die Möglichkeit der Diskussion mit Vertretern aus der Politik und der Wirtschaft zu Fragen, wie eine erneuerbare Mobilität in Deutschland und Europa ausgestaltet werden kann und welche Weichenstellungen auf EU-Ebene vorgenommen werden.

Die Vorträge im Plenum des ersten Kongresstages befassen sich mit folgenden Themen:

Artur Auernhammer, Mitglied des deutschen Bundestages und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Bioenergie (BBE), beschreibt die Klimaschutzwirkung der Biokraftstoffe und deren potenzieller Rolle in einer erneuerbaren Mobilität der Zukunft.

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, schildert die Rolle der Biokraftstoffe in der Kraftstoff- und Mobilitätsstrategie der Bundesregierung.

Bas Eickhout, Mitglied des Europäischen Parlaments, erläutert den Bericht des Umweltausschusses zur Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie.

Kyriakos Maniatis, Abteilungsleiter in der Generaldirektion Energie der EU-Kommission, zeigt die Vorschläge für eine erneuerbare Mobilität auf.

Paul Greening, Abteilungsleiter im Verband der europäischen Automobilindustrie (ACEA), thematisiert die zukünftige Rolle und Anforderungen für alternative Antriebe und für Biokraftstoffe aus Sicht der Automobilindustrie.

Tobias Kuhnimhof, Abteilungsleiter im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), präsentiert Handlungsoptionen für eine Energiewende im Verkehrssektor.

In der Podiumsdiskussion am Nachmittag des ersten Kongresstages werden die Perspektiven für eine erneuerbare Mobilität bis 2030 vertieft erörtert. Moderiert von Sonja van Renssen, Redakteurin der „Energy Post“, diskutieren Rainer Bomba (BMVI), Mitglieder des Europäischen Parlaments – Bas Eickhout und Marijana Petir, Paul Greening (ACEA), Kyriakos Maniatis (EU-Kommission) und Norbert Schindler (Vorsitzender Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft) die Rahmenbedingungen für CO2-reduzierte Kraftstoffe und alternative Antriebe zur Erreichung der Klimaschutzziele, sowie eine zielführende Ausgestaltung der RED II.

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Hype oder Zukunft?

Auf dem 15. Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität werden zahlreiche Parallelforen den verschiedenen technischen und ökonomischen Themen der Antriebe von morgen gewidmet sein. Strombasierte Kraftstoffe als Verbindung zwischen Elektrizitäts- und Transportsektor (Sektorkopplung), stehen am zweiten Tag des Fachkongresses, am 23. Januar 2018, um 9.00 Uhr, im Mittelpunkt eines Parallelforums mit Experten von verschiedenen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Mit Beginn des Jahres 2017 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderinitiative „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“ gestartet. Für die kommenden drei Jahre stellt das BMWi rund 130 Millionen Euro bereit und setzt damit Anreize für die Nutzung von Synergien durch Forschung in der technologischen und innovationspolitischen Verzahnung der Energiewirtschaft mit dem Verkehrssektor und der maritimen Wirtschaft. Der Fokus der Förderung liegt auf Projekten zur Herstellung und Nutzung von alternativen, strombasierten Kraftstoffen und der Einbindung der neuen Technologien in die Energiewirtschaft. Die strombasierten Kraftstoffe sollen in Pkw, Lkw, Schiffen, Baumaschinen oder in stationären Industriemotoren genutzt werden. Gleichzeitig investieren Unternehmen der Energiewirtschaft, der Fahrzeug- und der Zulieferindustrie beachtliche Summen in diese Perspektive, die die Zukunft des Verbrennungsmotors mitbestimmen wird.

Kraftstoffe auf Strombasis befinden sich erst im Projektstadium. Die Kommerzialisierung und der damit verbundene Markthochlauf werden spürbar aber erst langfristig zum Klimaschutz beitragen können. Treibhausgasemissionen können nur dann vermieden werden, wenn Strom aus erneuerbaren Energien zur Erzeugung von Kraftstoffen wie Wasserstoff, synthetische Flüssigkraftstoffe oder Methan herangezogen wird.

Die Vorträge im Parallelforum „Strombasierte Kraftstoffe – Verbindung zwischen Elektrizitäts- und Transportsektor“ präsentieren den Stand der Forschung und den Entwicklungsrahmen für die zukünftige Nutzung:

Dr. Alexander Tremel (Siemens AG) sieht strombasierte Kraftstoffe als wichtiges Bindeglied zwischen Elektrizitätswirtschaft und Verkehrssektor sowie als bedeutenden Faktor für das Gelingen einer Sektorkopplung.

Sebastian Becker (sunfire AG) beschreibt den aktuellen Stand und die nächsten Schritte in der Umwandlung von Power-to-Liquids. Die reversible Hochtemperatur-Elektrolyse (RSOC) ermöglicht diesen Übergang vom Stromsektor in den Kraftstoffsektor. Sie vereint Brennstoffzelle und Elektrolyse in einer Anlage und produziert aus Wind- oder Solarstrom grünen Wasserstoff.

Stephan Schmidt (Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH) zeigt die technologischen Möglichkeiten der Herstellung von synthetischem Benzin auf.

Horst Fehrenbach (ifeu Institut für Energie-und Umweltforschung Heidelberg) analysiert die Klimabilanz verschiedener Antriebssysteme. Im Fokus der Betrachtung stehen fossile Kraftstoffe, Biokraftstoffe, Power-to-X und batteriebetriebene Fahrzeuge.

Karin Naumann (DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH) vergleicht in ihrem Vortrag verschiedene Arten erneuerbarer Kraftstoffe. Hierbei steht ein grundsätzlicher Systemvergleich zwischen Biomass-to-X und Power-to-X im Vordergrund.

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