STORE&GO-Anlage macht erneuerbare Energie speicherbar

Energiewende, Kohlekompromiss, CO2, Speicher. Eine kleine Firma aus Martinsried baut bereits rings um Deutschland so genannte Power-to-Gas-Anlagen (Dänemark, Ungarn, nun auch in der Schweiz), und belegt damit, dass die bakteriell-biotechnologische Umwandlung zu einem speicherbaren, energiereichen Gas den Machbarkeitsnachweis liefert.

Aktuell feiert man die Eröffnung einer Anlage in der Schweiz und wir möchten Ihnen dazu einige Informationen zukommen lassen. Bitte wenden Sie sich bei Nachfragen an die angegebenen Kontakte.

Die Firma Electrochaea, Planegg bei München, freut sich, die Eröffnung der Power-to-Gas-Anlage in Solothurn (Schweiz) mit der patentierten Biomethanierungstechnologie bekannt zu geben. Diese Installation ist Teil des europäischen Forschungsprojekts "STORE & GO", an dem Electrochaea, Regio Energie Solothurn und vier weitere Partner beteiligt sind.

Das Herzstück der Anlage ist der Bioreaktor von Electrochaea, der einen selektiv entwickelten Stamm von Archaeen (urtümlichen Bakterien) enthält und aus erneuerbaren Energien und Kohlendioxid erneuerbares Erdgas produziert. Dieses patentierte Verfahren bietet eine einzigartige Möglichkeit, Energie zu speichern und grünes CO2 zu recyceln. Es wurde in den Electrochaea-Laboren in Planegg bei München sowie in der Power-to-Gas-Demonstrationsanlage des Unternehmens in Avedøre bei Kopenhagen entwickelt und skaliert.

Die Einweihung des Solothurner Werks ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energiezukunft, da es die weltweit modernste und automatisierte Biomethanierungsanlage der Welt ist.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie in der beigefügten ausführlicheren Meldung der Schweizer Projektpartner.

Kontakt:

Dr. Doris Hafenbradl,

über: Anna Bornschlegel, Executive Assistant
Electrochaea GmbH
Semmelweisstraße 3
82152 Planegg-Steinkirchen
Germany
Tel.         +49 (89) 3249367-34
Fax         +49 (89) 3249367-66
E-Mail     anna.bornschlegel@electrochaea.com

Web        www.electrochaea.com

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Internationaler Fachkongress für erneuerbare Mobilität: Erneuerbare Mobilität im Spannungsfeld von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz

Zum Auftakt des Fachkongresses am 21. Januar 2019 im CityCube Berlin stellten Redner des Bundesverbandes Bioenergie, des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, der internationalen Mineralölwirtschaft, der deutschen Automobilwirtschaft und aus der Wissenschaft vor über 550 Kongressteilnehmern ihre Konzepte, Strategien und Forschungsergebnisse für eine erneuerbare Mobilität der Zukunft vor. 

Artur Auernhammer, MdB, und Vorsitzender des Vorstandes des Bundesverbandes Bioenergie (BBE) betonte in seiner Eröffnungsrede, dass für die Ausgestaltung und Weiterentwicklung einer nachhaltigen Verkehrs- und Klimaschutzpolitik auch in den kommenden Jahrzehnten kein Weg an Biokraftstoffen vorbeiführt. „Der Anteil von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor sollte daher von 10 Prozent in 2020 auf 12 Prozent in 2022, 14 Prozent in 2024, 16 Prozent in 2026, 18 Prozent in 2028 und 20 Prozent in 2030 angehoben werden. Dementsprechend folgen muss zeitnah die stufenweise Anhebung der Treibhausgasminderungsquote im Bundesimmissionsschutzgesetz. Konkret fordert die Biokraftstoffbranche die schrittweise Anhebung der Treibhausgas-Minderungsquote auf 7 Prozent in 2021, und schließlich 16 Prozent in 2030. Mit dieser Erhöhung wird auch den neuen alternativen Kraftstoffen der Marktzugang erleichtert und die Motivation geschaffen, endlich mit den erforderlichen Investitionen zu beginnen“, begründete der BBE-Vorsitzende die Kernforderungen.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, präsentierte die fortgeschriebene Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung.

„Nachhaltige Biokraftstoffe aus Rest- und Abfallstoffen werden einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Deshalb haben wir das Deutsche Biomasseforschungszentrum mit einem Pilotprojekt beauftragt. Damit soll erstmals eine vollständige Nutzung der Potentiale der Rest- und Abfallstoffe realisiert werden und die Umwandlungseffizienz in Biomethan maximiert werden“, so Staatssekretär Bilger.

Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, thematisierte die zukünftige Rolle und die Anforderungen für alternative Antriebe und Kraftstoffe im Zusammenhang mit den künftigen EU-Flottengrenzwerten. „Um die ambitionierten Klimaziele im Verkehrssektor wirtschaftlich und sozial verträglich zu erreichen, sollten alle Technologien zur CO2-Reduzierung die gleichen Chancen haben – aktuell sind erneuerbare Kraftstoffe regulatorisch stark benachteiligt. E-Fuels bis E-Auto – beide Technologien sind zur Dekarbonisierung des Verkehrs unverzichtbar. Nicht „entweder oder“ sondern „sowohl als auch“ – ist die richtige Strategie. Zum Erreichen der Klimaziele im Verkehrssektor benötigen wir einen robusten Technologiemix“, unterstrich der VDA-Präsident.

Wolfgang Langhoff, Vorstandsvorsitzender BP Europe SE, sprach über erneuerbare Energien und alternative Kraftstoffe als wichtige Optionen zur Treibhausgasreduktion im Verkehrssektor aus Sicht der Mineralölwirtschaft: „Nachhaltige und innovative Biokraftstoffe müssen ein viel größeres Gewicht bekommen. Vor allem müssen wir die RED II so umsetzen, dass für die Erfüllung der anspruchsvollen Ziele nicht dogmatisch bestimmte Optionen ausgeschlossen werden. Dazu gehören insbesondere das Coprocessing und Grüner Wasserstoff  – je mehr Optionen, desto besser und schneller wird die CO2-Reduktion möglich sein“.

Prof. Dr.-Ing. Manfred Aigner, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, präsentierte Handlungsoptionen für eine Energiewende im Verkehrssektor und die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Forschungsinitiative „Energiewende im Verkehr“ (BEniVer). „Nachhaltige, alternative Kraftstoffe können und werden einen entscheidenden Beitrag zur zeitnahen Reduzierung der Klimawirkung in allen Mobilitätsbereichen leisten. Die Begleitforschung der „Energiewende im Verkehr“ legt die wissenschaftliche Basis, um herauszufinden, welches die optimalen Kraftstoffe sind und bewertet deren Wirkungen hinsichtlich technischer, ökonomischer, ökologischer und gesellschaftlicher Kriterien“, betonte Prof. Dr. Aigner.

Mehr als 550 Teilnehmer aus mehr als 30 Nationen sind der Einladung von fünf Verbänden der deutschen Biokraftstoffwirtschaft gefolgt, um sich auf dem internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ am 21./22. Januar 2019 in Berlin über Marktentwicklungen, technologische Innovationen und die Zukunft der erneuerbaren Mobilität zu informieren.

Beigefügtes Bild:

V.l.n.r.: am Rednerpult: Steffen Bilger (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Bernhard Mattes (Präsident des Verbandes der Automobilindustrie), Elmar Baumann (Geschäftsführer Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie e.V.), Artur Auernhammer (MdB und Vorsitzender des Vorstandes des Bundesverbandes Bioenergie), Wolfgang Langhoff (Vorstandsvorsitzender BP Europe SE), Prof. Dr.-Ing. Manfred Aigner (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt)

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Mobilität im Spannungsfeld von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz

Damit die Klimaschutzziele der Bundesregierung für das Jahr 2030 erreicht werden können, muss der Verkehrssektor einen erheblichen und stärkeren Beitrag zur Dekarbonisierung als bisher leisten. Neben bekannten und neuartigen Biokraftstoffen spielen die Elektromobilität und weitere alternative Kraftstoffe eine große Rolle. Wie erneuerbare Energien in steigendem Maße im Verkehr eingesetzt werden können, ist das bestimmende Thema zum Auftakt des 16. Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft“ vom 21. bis 22. Januar 2019 in Berlin.

Die europäischen Rahmenbedingungen für den Beitrag des Verkehrs zum Klimaschutz bis zum Jahr 2030 sind mit der Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (RED II) im Europäischen Parlament im November 2018 verabschiedet worden. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union müssen diese Vorgaben bis 2021 in nationales Recht übertragen. Wie die Bundesregierung dabei vorgeht, wird zum Auftakt der Konferenz diskutiert werden. Derzeit und in nächster Zukunft bestimmen Biokraftstoffe mit einem Anteil von rund 90 Prozent den Anteil erneuerbarer Energien im Straßenverkehr.

Schon heute ist klar: Das 14-Prozent-Verkehrsziel der RED II reicht bei weitem nicht aus, um die deutschen Klimavorgaben für 2030 zu erreichen. Die Bundesregierung muss also über die europäische Richtlinie hinausgehen, auch um einem Rückgang bei konventionellen Biokraftstoffen entgegenzuwirken, den Markthochlauf neuartiger alternativer Kraftstoffe zu unterstützen und verlässliche Rahmenbedingungen für die Biokraftstoffwirtschaft zu schaffen.

Mit der RED II will die Europäische Union die Entwicklung von neuartigen Biokraftstoffen und die Elektromobilität fördern, indem ihr jeweiliger Beitrag zur Erreichung des Gesamtziels mehrfach angerechnet wird. Bei neuen Antrieben wie der Elektromobilität zeigen sich die Verbraucher, gemessen an den Neuzulassungen, trotz erheblicher staatlicher Förderung in Anschaffung und Infrastruktur nach wie vor sehr zurückhaltend. Bei neuartigen Biokraftstoffen aus Abfall- und Reststoffen oder erneuerbarem Strom (e-Fuels) ist weniger die technische Entwicklung, sondern vorrangig die mangelnde Investitionsbereitschaft hemmend für die Kapazitätsentwicklung. Dieses Dilemma erschwert die Erreichung der Klimaschutzziele im Transportsektor. Die Mitgliedstaaten können entsprechend der RED II erhebliche Gestaltungsspielräume nutzen, um die bis 2030 geltenden europäischen Vorgaben umzusetzen. Zur Eröffnung setzt der Fachkongress Impulse für diese Gestaltungsspielräume und Zukunftsperspektiven.

Das Programm im Eröffnungsplenum:

Arthur Auernhammer, MdB, Vorsitzender des Bundesverbandes Bioenergie (BBE),  stellt konkrete Forderungen der Biokraftstoffwirtschaft zur Umsetzung der neuen europäischen Richtlinie vor, damit diese auch künftig einen steigenden Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Steffen Bilger, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, präsentiert die aktualisierte Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung. Er zeigt auf, welche Rolle nachhaltige Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse sowie aus Abfällen und Reststoffen im Rahmen dieser Strategie aus Sicht der Bundesregierung in Zukunft einnehmen sollen.

Prof. Dr. Manfred Aigner, Direktor des Instituts für Verbrennungstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Präsident Wissenschaft und Forschung aireg e.V. stellt die wissenschaftliche Begleitforschung des DLR zum Projekt „Energiewende im Verkehr“ und wichtige Erkenntnisse dieser Initiative vor.

Wolfgang Langhoff, Vorstandsvorsitzender BP Europe SE, skizziert die Vorstellungen eines international aufgestellten Mineralölunternehmens von der Zukunft der Mobilität. BP will mit alternativen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien den Treibhausgasausstoß im Verkehrssektor verringern.

Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), erläutert die Zukunftsstrategie der Hersteller, damit der Straßenverkehr seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet. In seinem Vortrag zeigt er die Bedeutung von Elektromobilität und alternativen Kraftstoffen für die Automobilwirtschaft auf.

Im Anschluss diskutieren unter der Leitung von Sonja van Renssen, Energy Post, über die klimagerechte Zukunft der Mobilität und die dabei eingesetzte Technik:

  • Pekka Pesonen, Generalsekretär Copa-Cogeca
  • Dr. Ruprecht Brandis, Director External Affairs im BP Büro Berlin
  • Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsführer Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH
  • Jenny Walther-Toss, Politische Referentin World Life Fund (WWF) Deutschland
  • Stefan Schreiber, Präsident Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB)

Bis zum 30.11.2018 können sich Teilnehmer noch zum vergünstigten Frühbucher-Tarif anmelden!

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Biomethan im Verkehrssektor

Auf dem 16. Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität werden zahlreiche Parallelforen den technischen und ökonomischen Aspekten der Antriebe von morgen und den großen Herausforderungen durch ambitionierte Klimaschutzziele gewidmet sein. Biomethan steht am zweiten Tag des Fachkongresses, am 22. Januar 2019 um 09.00 Uhr, im Mittelpunkt eines Parallelforums.

Der Workshop „Biomethan im Verkehrssektor in Deutschland“ hat das Ziel, erste Beispiele für die gelungene Etablierung von Biomethan als umweltschonenden und wirtschaftlichen Kraftstoff zu demonstrieren und daraus die Wege der Defossilisierung des Kraftstoffmixes aufzuzeigen. Experten der Biogasbranche, der Flottenbetreiber und der kommunalen Unternehmen werden sich über zentrale Fragestellungen austauschen.

Die spürbare Defossilisierung des Verkehrssektors verlangt von den Branchenakteuren und den politischen Entscheidungsträgern eine kurzfristige Umstrukturierung des Kraftstoffmixes mit einer intensiven Etablierung von erneuerbaren und kohlenstoffarmen Energieträgern. Neue Möglichkeiten für den Einsatz von Biomethan im Kraftstoffsektor stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Horst Seide, Fachverband Biogas. Die Novellierung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II), die fortschrittlichen Kraftstoffen Anreize für den Einstieg in den Kraftstoffmarkt nach 2020 sichert, bietet auch für die Biogasbranche beachtliche Zukunftsperspektiven.

Neben dem möglichen CO2-Einspareffekt stellen auch Synergieeffekte in der Nutzung eine der Kernanforderungen an die neuen Kraftstoffe dar. Die Einbindung von Biomethan in regionale Wertschöpfungsketten mit Zugriff auf bestehende Logistik- und Versorgungsinfrastruktur lässt die regionalen Akteure der Verkehrsbranche und der Landwirtschaft von diesem treibhausgasarmen Kraftstoff profitieren. Einzelheiten hierzu werden im Vortrag von Frank Scholwin, Institut für Biogas, Kreislaufwirtschaft & Energie, unter dem Titel „Regionale Ressourcen für regionalen Kraftstoff“ intensiv behandelt.

Eine der Besonderheiten des Biomethans ist die Möglichkeit der Speicherung und des weiteren Transports sowohl im gasförmigen als auch in flüssigen Aggregatzustand. Durch eine wesentlich höhere Energiedichte gekennzeichnet, lässt sich verflüssigtes Biomethan gut im Fernverkehr, Schwerlastverkehr und der Schifffahrt anwenden. Eine Potenzialanalyse zur lokalen Produktion von diesem innovativen Kraftstoff wird von Michael Kralemann aus dem 3N Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe vorgestellt.

Biomethan ist auch im städtischen Bereich ein Multitalent. Busse des ÖPNV und Lieferfahrzeuge sind für diesen Kraftstoff bestens geeignet. Lars Nehrling, Remondis SE & Co. KG, berichtet über die Beweggründe seines Unternehmens, betriebseigene Müllsammelfahrzeuge mit Biomethan anzutreiben. Wie wirkt sich das auf den Erfolg bei den Ausschreibungen aus? Wie sieht der Weg eines nachhaltigen Betriebs in die defossilisierte Zukunft aus? Diese und viele weitere Fragen zu Biomethan im Flottenbetrieb sollen dabei in den Fokus des Gesprächs rücken.

Regionale Unterstützung zur Biomethannutzung im Verkehr ist in manchen Projekten entscheidend, um eine erfolgreiche Realisierung des Vorhabens durch Fördermittelbeschaffung, durch Zusammenbringen der Beteiligten und durch Integration in die lokale Wertschöpfungskette zu sichern. Alexander Holle, EnergieAgentur.NRW, bringt dem Fachpublikum die Bedeutung regionaler Netzwerke bei der Installierung neuer Mobilitätsprojekte näher.

Am zweiten Kongresstag bieten insgesamt 11 Foren ein breites Themenspektrum aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien im Mobilitätssektor: Deutsche und internationale Experten stellen Neuigkeiten aus der technischen Entwicklung, Forschung, Zertifizierung, Marktanalyse und den Handelsströmen vor und diskutieren mit den Kongressteilnehmern. Dort und im Aussteller-Forum mit Messeständen bietet sich auch Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Netzwerken.

Weitere Informationen, eine Anmeldemöglichkeit und das vollständige Programm finden Sie unter www.kraftstoffe-der-zukunft.com

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Wie geht es mit der KWK weiter?

Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) stellte auf seinem Jahreskongress in Berlin die Rolle der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) für den Klimaschutz, die Versorgungssicherheit und die Wirtschaftlichkeit der Energiewende in den Vordergrund. Hochkarätige Vertreter der Politik und Wirtschaft teilten die Ansicht, dass die KWK als ein unverzichtbarer Baustein der Energieversorgung weiterhin dringend benötigt wird. Die Branche muss sich auf einige Änderungen einstellen.

So betonte der Parlamentarische Staatssekretär des BMWi, Thomas Bareiß, „Die Seiten des  Dreiklangs „Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit“ stehen gleichberechtigt im Zentrum der Energiepolitik der Bundesregierung“. Er nennt drei Schwerpunkte der KWK-Politik:

1.    „In der Energieeffizienzstrategie des Bundes muss die KWK mit ihrer hohen Effizienz eine ganz entscheidende Rolle spielen“. Auch in 10, 20, 30 Jahren würden es nicht Wind und PV alleine schaffen, so Bareiß weiter. Es würden auch andere Energieträger in  effizienten Anwendungen gebraucht, z.B. KWK mit biogenen Brennstoffen.

2.    „KWK bietet Sicherheit für unser Energiesystem – KWK ist ein Partner volatiler Erneuerbarer Energien“. Insbesondere die stromgeführte KWK würde zukünftig eine wichtige Aufgabe übernehmen.

3.    „KWK  spielt eine große Rolle auch in der Energieversorgung für die Industrie. Zudem stelle die KWK auch einen ganz wichtigen Industriezweig dieses Landes im Anlagenbau dar auch durch Schaffung vieler wichtiger Arbeitsplätze.“

Zu drei wichtigen Vorhaben der Bundesregierung führt StS Bareiß aus, dass das Energiesammelgesetz (früher 100-Tagegesetz) mit wichtigen Regelungen für den KWK-Eigenverbrauch bis zum Ende dieses Jahres kommen soll, es gelte nur noch „Feinjustierungen“ mit dem Koalitionspartner  vorzunehmen. Die KWKG-Novelle wird 2019 erfolgen. Hier dankte StS Bareiß ausdrücklich dem B.KWK, sich hier in besonderer Weise einzubringen in den vom BMWi initiierten Diskussionsprozess, welcher noch 2018 abgeschlossen werden soll. Und schließlich sehe das BMWi Wärmenetze als einen weiteren  Schwerpunkt, wo KWK eine wichtige Rolle spielen werde.  

Die Kraft-Wärme-Kopplung spielt auch in den ländlichen Gebieten eine wichtige Rolle, wie der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Thomas Griese, betonte. „Rheinland Pfalz ist das KWK-Land schlechthin, denn 50% der hier verbrauchten Energie stammt aus KWK“. Wegen der schneller als erwartet eintretenden von Klimaforschern vorhergesagten Veränderungen solle schneller aus der Kohleverstromung umgestiegen werden auf KWK. „KWK ist in der Lage, Strom und Wärme auch dann zu liefern, wenn die volatilen Energieträger Wind und Sonne nicht zur Verfügung stehen.“ StS Dr. Griese unterstreicht „Das Thema Versorgungssicherheit im Zusammenhang mit den Erneuerbaren Energien wird durch die KWK gelöst“. Er fordert, dass Anreize gesetzt werden, damit „ die KWK ihrer Rolle als hocheffiziente flexible Residuallast auch gerecht wird“. Für die Zukunft setze er auch auf die Umsetzung der EU-Richtlinie im EEG, wonach alle Anlagen größer 30 kW von Umlagen ganz befreit werden sollen. Das Energiesystem werde sich umformieren mehr zur dezentralen Versorgung und auch zu dezentralem Ausgleich. Dafür müsse netzdienliches Verhalten gefördert und nicht netzdienliches Verhalten sanktioniert werden.

Heinz-Ulrich Brosziewski, Vizepräsident des B.KWK, betont, „Da wo heute KWK aufgebaut werde mit fossilen Brennstoffen, wird später Biomethan, synthetisches Methan, Wasserstoff oder flüssiger synthetischer oder Biobrennstoff eingesetzt zur flexiblen Strom- und Wärmeversorgung. KWK ist das Effizienz-Energiewandlungsprinzip der Zukunft“. Über die Details müsse noch intensiv debattiert werden, aber eines sei deutlich: „Wenn jemand behauptet, KWK sei eine must-run Technologie, so liegt das nur an den Rahmenbedingungen – KWK kann flexibel!“

In der Podiumsdiskussion mit Abgeordneten aller Bundestagsfraktionen wurden wertvolle Erkenntnisse zur KWK verlautbart: Andreas Rimkus, SPD, verwies darauf, „die Bedingungen für die KWK sind im Koalitionsvertrag fixiert“. Er sei in diesem Bereich sehr zuversichtlich. „Aber es ist fraglich, ob wirklich alle Bereiche des 100-Tage-Plus-Gesetzes bis Jahresende gelöst sein werden.“ Carsten Müller, CDU, betont:“ Eine Trennung des Themas KWK von den anderen im 100-Tagegesetz wäre aus seiner Sicht sinnvoll.“ Aber die Bedenken der SPD seien andererseits auch nachvollziehbar. Dr. Julia Verlinden, B90/Grüne, geht es darum, dass die Energiewende in Deutschland einigermaßen voran gehe. Sie fordert „ Wir möchten einen klaren Rahmen auch nach 2022 haben für die Dekarbonisierung von Fernwärmenetzen“.    

Prof. Dr. Marin Neumann, FDP, betont, das Ziel heiße „Netzdienlichkeit“. Wenn mit einer CO2-Bepreisung die Emissionen sinken, sind wir auf dem richtigen Weg. Ralph Lenkert, Die Linke, befürwortet die Einführung eines nationalen CO2-Preises, wenn auch die Importe belastet würden und Exporte freigestellt würden. „Ob CO2-Steuer oder Zertifikate mit Mindestpreis, kann diskutiert werden. Aber CO2 muss einen Preis bekommen“. Brosziewski, B.KWK, weist hin für das notwendige Gleichgewicht zu sorgen zwischen Anlagen im ETS (größer 20 MW Feuerungswärmeleistung) und kleineren. Andreas Rimkus, SPD, findet CO2-Preise richtig im non-ETS-Bereich, beginnend beim Verkehr.

Andreas Rimkus, SPD, fordert eine richtige Verlängerung des KWK-Ausbaus.“ Eine Verlängerung über 2030 würde ich empfehlen.“ Auch Prof. Neumann, FDP, hält eine Verlängerung über 2030 hinaus für richtig. Ralph Lenkert, Die Linke, fordert „Wir müssen von der Anlageneffizienz kommen zur Systemeffizienz, sonst sind die Anlagen nicht systemdienlich.“

Eine Zukunftsperspektive der KWK besteht in einer Symbiose mit den Erneuerbaren Energien. Die Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V., Dr. Simone Peter, erkennt die Perspektiven dieses Zusammenspiels: „Der B.KWK und der BEE gehen schon seit längerer Zeit gemeinsame Wege. Ich sehe Erneuerbare Energien und KWK als ideale Partner der Entwicklung der zukünftigen Energieversorgung.“ Frau Dr. Peters fordert verlässliche Rahmenbedingungen mit einem Zeit- und Mengengerüst für 2030 von der Politik. Aber auch von den Branchen erwartet sie Veränderungen „Wir brauchen die Kopplung der KWK mit den Erneuerbaren. Das bedeutet, die KWK muss flexibler werden“.

Der B.KWK-Kongress ist ein etablierter Branchetreff und widmete sich zum 10. Mal in Folge allen Themen rund um die Kraft-Wärme-Kopplung. Mit 120 Gästen aus der Energiewirtschaft, Politik und Wissenschaft feierte der B.KWK-Kongress sein 10. Jubiläum. Im Fachvorträgen wurden solche Themen wie innovative KWK, industrielle Anwendungen der KWK, CO²-Einsparung durch die KWK u.v.m. behandelt.

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Kongressprogramm jetzt online!

Das Programm des 16. Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft“ steht für Sie unter www.kraftstoffe-der-zukunft.com bereit. Im Namen der Veranstalter, Bundesverband Bioenergie (BBE), Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und Fachverband Biogas, sind Sie herzlich eingeladen, am 21. und 22. Januar 2019 in Berlin dabei zu sein.

Die Verhandlungen über das weltweite Klimaabkommen in Katowice im Dezember 2018 (COP24) sind ein weiterer Meilenstein, um die ambitionierten Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung und Verringerung der Treibhausgasemissionen zu erreichen. Wie kann der Verkehr, unter Nutzung sämtlicher technologischer und bezahlbarer Entwicklungen, zur Realisierung der Klimaschutzziele beitragen?  Im Hinblick auf eine nachhaltige erneuerbare Mobilität ist die zunehmende Diversifizierung der Antriebstechnologien sowie die Produktion und Verwendung erneuerbarer Kraftstoffe eine Herausforderung, aber auch zugleich der Schlüssel für die Zielerreichung. Das Thema der Antriebstechnologien findet sich, neben einer Ausdifferenzierung der Kraftstoffoptionen, verstärkt im Kongressprogramm wieder.

Das umfangreiche Programm bietet eine Vielfalt der Themen, die für mehr Klimaschutz im Individual- und Schwerlastverkehr, aber auch in der Luft- und Schifffahrt, relevant sind:

Am Eröffnungstag steht die Mobilität im Spannungsfeld von Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz im Vordergrund. Im Plenum befassen sich Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, des Europäischen Parlaments, der Mineralöl- und Automobilwirtschaft und der Wissenschaft mit den Zukunftsperspektiven im Verkehrssektor.

In der Podiumsdiskussion werden die Statements aus Sicht der Industrie, der Politik, der europäischen Landwirtschaft und der Umweltorganisation WWF aufgegriffen. Unter Leitung von Sonja van Renssen, Redakteurin der „Energy Post“, diskutieren Pekka Pesonen (COPA-COGECA), Dr. Klaus Bonhoff (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie), Dr. Ruprecht Brandis (BP Europe SE), Jenny Walther-Thoss (WWF Deutschland) und Stefan Schreiber (Verbio AG) über die Zukunft der erneuerbaren Mobilität im Kontext unterschiedlicher Antriebs- und Kraftstoffoptionen. Im Forum am Nachmittag werden die Zukunftsperspektiven synthetischer Kraftstoffe analysiert.

Am zweiten Kongresstag  bieten insgesamt 11 Foren ein breites Themenspektrum aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien im Mobilitätssektor: Deutsche und internationale Experten stellen Neuigkeiten aus der technischen Entwicklung, Forschung, Zertifizierung, Marktanalyse und den Handelsströmen vor und diskutieren mit den Kongressteilnehmern. Dort und im Aussteller-Forum mit Messeständen bietet sich auch Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Netzwerken.

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Save the Date: Kraftstoffe der Zukunft 2019

Der vom Bundesverband Bioenergie (BBE), der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), dem Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), dem Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und dem Fachverband Biogas (FvB) ausgerichtete Fachkongress wird auch im Jahr 2019 große thematische Vielfalt bieten. Nach Vorträgen im Plenum und einer Podiumsdiskussion werden in parallelen Sessions spezifische Themen vorgestellt und diskutiert:

  • Auswirkungen der neuen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II)       
  • Erneuerbare Mobilität in der EU bis 2030: Status Quo und Ausblick
  • Biokraftstoffe im Umfeld synthetischer Kraftstoffe
  • Biodiesel: Technologie- und Marktentwicklung
  • Bioethanol: Technologie- und Marktentwicklung
  • Power-To-X
  • Biokraftstoffe in der Schiff- und Luftfahrt
  • Biomethan im Verkehrssektor in Europa
  • Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft
  • Alternative und synthetische Kraftstoffe
  • Elektromobilität und alternative Mobilitätskonzepte
  • (Bio-) Kraftstoffhandel und weltweite Warenströme

Folgende Unternehmen und Institutionen haben ihre Präsenz bereits zugesagt:

  • Argus Media Ltd.
  • Carbon Recycling International Iceland
  • Deutsches Biomasseforschungszentrum
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
  • Deutz AG
  • Ethanol Europe Renewables Ltd.
  • Evonik Performance Materials GmbH 
  • Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
  • InaChem GmbH
  • Landwärme GmbH
  • Lanxess Distribution GmbH
  • Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion
  • Mittelstandsverband abfallbasierter Kraftstoffe e.V.
  • REC Reliable Engineering Concepts GmbH
  • REDcert GmbH

Viele weitere Unternehmen werden noch folgen. Wir laden Sie daher herzlich ein, die Möglichkeit zu nutzen, mit über 500 internationalen Kongressteilnehmern in Kontakt zu treten, interessante und hochaktuelle Vorträge zu hören und im Ausstellungsbereich an den Sponsoren-Ständen technologische Neuerungen und Exponate zu besichtigen.

Sie erwartet wieder eine große Themenvielfalt, in der Strategien zum Ausbau einer erneuerbaren Mobilität entwickelt und Lösungsansätze für die Herausforderungen des Sektors vorgestellt werden. Die Veranstalter präsentieren Ihnen durch wissenschaftliche Fachbeiträge, politische Statements und praktisches, angewandtes Wissen, aktuelle Informationen aus dem gesamten Spektrum der Wertschöpfungskette einer erneuerbaren Mobilität.

Außerdem erhält Ihr Unternehmen oder Verband auf dem Ausstellerforum den geeigneten Rahmen für Präsentationen und Kontakte zu Ihrer Zielgruppe. Weitere Informationen über das Ausstellerforum entnehmen Sie bitte der beigefügten „Einladung an Sponsoren“.

Der vergangene Kongress „Kraftstoffe der Zukunft 2018“ fand im Januar 2018 zum 15. Mal statt. In Europa ist dieser Kongress mittlerweile einer der bedeutendsten und thematisch umfassendsten Veranstaltungen zu Fragen der Biokraftstoffe und alternative Antriebe geworden. Aufgrund der thematischen Vielfalt und der umfassenden Auswahl an Parallel-Foren bieten die Veranstalter über den folgenden Link die Möglichkeit, die Ergebnisse und maßgebenden Diskussionen nochmals nachzuvollziehen. Der Kongressbericht 2018 kann hier heruntergeladen werden.

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Arcanum Energy übergibt Geschäftsbereich Bilanzkreismanagement an Landwärme u. konzentriert sich auf Projektgeschäft, Anlagenbetrieb & Nachweisführung

Arcanum Energy und Landwärme werden sich zukünftig entlang der Biomethanwertschöpfungskette ergänzen. Mit Wirkung vom 1. Juli 2018 übernimmt die Münchener Landwärme den Geschäftsbereich Bilanzkreismanagement der Arcanum Energy aus Unna. Damit baut Landwärme ihr Dienstleistungsgeschäft rund um den Biomethanhandel weiter aus. Arcanum Energy legt den Fokus künftig verstärkt auf das Projektgeschäft, den kaufmännischen und technischen Anlagenbetrieb für Biogasaufbereitungsanlagen und Energieerzeugungsanlagen sowie die Massenbilanzierung. Diese Konzentration auf die jeweiligen Kompetenzfelder bietet beiden Unternehmen die Chance, den Biomethanmarkt effizient weiterzuentwickeln.

„Oberste Priorität bei diesem Schritt haben unsere Kunden und Mitarbeiter. Wir wollen unseren Kunden langfristig hochwertige und bezahlbare Dienstleistungen garantieren und unseren Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze zu besten Bedingungen bieten,“ so stimmen die geschäftsführenden Gesellschafter beider Unternehmen, Zoltan Elek von Landwärme, Dr. Helmut Kern und Vera Schürmann von Arcanum Energy, überein.

In den letzten Jahren haben die Biomethanspezialisten aus Unna neben der Projektentwicklung erfolgreich den Bereich Service und Betrieb von Biomethananlagen ausgebaut. „Mittlerweile sind wir herstellerübergreifend für mehr als 35 Anlagen tätig. Für uns also ein logischer Schritt, genau diesen Bereich weiter auszubauen“ erläutert Kern.

Landwärme-Geschäftsführer Elek erläutert: „Als einziger unabhängiger Biomethanhändler konnten wir unser Biomethanvolumen in den letzten Jahren deutlich steigern. Genau hier sehen wir auch unsere Kernkompetenz. Wir beraten unsere Kunden hinsichtlich unterschiedlicher Biomethanqualitäten und unterstützen sie bei der Portfoliooptimierung. Durch die Integration des Bilanzierungsportfolios der Arcanum Energy stärken wir unsere Position in diesem Geschäftsfeld weiter. Unseren neuen sowie bestehenden Kunden und Kooperationspartnern bieten sich dadurch attraktive Synergieeffekte.“

Das erneuerbare Gas Biomethan gewinnt in der Energiewende zunehmend an Bedeutung. Die Chancen für Biomethan liegen neben dem deutschen EEG-regulierten Markt vor allem im Wärme- und Kraftstoffmarkt. „Um die dafür erforderliche nationale und internationale Nachweisführung werden wir uns in der Arcanum Energy auch zukünftig kümmern“, so Schürmann. „Hier sehen wir große Synergien zu unseren neuen Geschäftsfeldern Energieeffizienz, CO2-Footprint, CO2-Zertifikate sowie Online-Handels- und Abwicklungsplattformen,“ stellt sie die künftige Ausrichtung dar. Landwärme hingegen wird weiterhin den Schwerpunkt auf Biomethanhandel und -versorgung und die professionelle Abwicklung legen. „Durch die Übernahme ermöglichen wir unseren Kunden nicht nur ausgezeichnete, aufeinander abgestimmte Dienstleistungen, sondern auch Planbarkeit und Sicherheit hinsichtlich ihrer Energieportfolien,“ so Elek.

„Die Konzentration auf einzelne Kompetenzfelder ist ein wichtiger Schritt, um die Leistungsstärke und Zukunftsfähigkeit beider Unternehmen zu steigern. Wir sind überzeugt, dass sich diese Neuausrichtung auf alle Beteiligten positiv auswirken wird,“ sind sich Elek, Dr. Kern und Schürmann einig.

Landwärme wird das Bilanzkreismanagement der Arcanum Energy Management GmbH mit den aktuellen Mitarbeitern in Unna unter dem Namen „Landwärme Service GmbH“ fortführen. Die Dienstleistungen rund um Energieeffizienz, Nachweisführung und Onlineplattformen werden zukünftig von der Arcanum Energy Solutions GmbH erbracht.

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Rückblick: Das 9. GUTcert Exzellenznetzwerk EEG 2018 – Erneuerbare Energie aus Biomasse

Am 19. April referierten in Berlin Vertreter u.a. des Fachverbands Biogas, der Clearingstelle EEG | KWKG und der MASLATON Rechtanwaltskanzlei anlässlich des jährlich stattfindenden GUTcert Exzellenznetzwerks EEG. Das dena Biogasregister, die natGAS AG, die MKH greenergy cert und die MTM Anlagenbau GmbH bereicherten das Vortragsprogramm der Veranstaltung. 

Fachverband Biogas
Frau Weyberg vom Fachverband Biogas machte deutlich, dass die EEG-Branche noch immer sehr umstritten ist:

– Positive Wahrnehmung durch zunehmende Reststoffverwertung und umfassende Wärmeversorgung
– Negative Wahrnehmung durch nicht abreißende Teller-Tank-Diskussionen und vermehrte Havarien

Alle Branchenteilnehmer sind aufgerufen, durch regionalen Verkauf von Strom & Wärme den Nutzen der Biogasanlage für direkte Anlieger zu erhöhen und somit den gesellschaftlichen Rückhalt und die Akzeptanz für Bioenergie zu stärken.

Um den zum Teil ausufernden Pflichten der Biogasanlagenbetreiber etwas entgegenzusetzen, fordert der Fachverband Biogas eine zukünftige Vergütung von Systemdienstleistungen, die mit Blick auf die Netzstabilität immer wichtiger werden (z.B. Bereitstellung von Blindleistung etc.).

Recht und Gesetz
Herr Dr. Maslaton ging auf die Rechtsprechung zu Meldepflichten ein, die mit der Einführung der MaStRV (Marktstammdatenregister-Verordnung) zum 01.07.2017 auch für Bestandsanlagen mit der Pflicht zur Nachmeldung wieder relevant geworden sind. Bis spätestens 30.06.2019 müssen auch die Betreiber von Bestandsanlagen sich und ihre Anlage registrieren, vorhandene Daten ergänzen und Datenverantwortung übernehmen. Zu beachten ist außerdem, dass z.B. eine Leistungsänderung oder das Inanspruchnehmen der Flex-Prämie (meldepflichtiges Ereignis) spätestens innerhalb eines Monats zu melden ist.

Dena Biogasregister
Einen Ausblick auf anstehende Neuerungen im Biomethanbereich gab das dena Biogasregister:

– THG-Emissionen gehandelter Biomethanchargen werden neuerdings im Register ausgewiesen. Der Aufbau eines einheitlichen Systems zur grenzüberschreitenden Übertragung von Biomethanherkunft und -eigenschaften, das sog. European Renewable Gas Registry (EGaR), trägt der steigenden Tendenz des Im- und Exports von Biomethan in Europa Rechnung.

– Datenauswertungen des dena Biogasregisters ergaben, dass sich trotz des stagnierenden Anlagenzubaus die Produktionsleistung durch kontinuierliche Verbesserungen hinsichtlich der Einspeisevolumen und Jahresbetriebsstunden um ca. 10% erhöht hat. Außerdem wurde ein Mehreinsatz alternativer Energiepflanzen von bis zu 25% registriert.

Neue Kooperation der GUTcert
Da der Anschluss an das Mittelspannungsnetz im Zuge der Anlagenflexibilisierung für viele Betreiber von Biogasanlagen ebenfalls relevant wird, bietet die GUTcert neuerdings über eine Kooperation mit der Hamburgischen Zertifizierungsstelle MKH Greenergy Cert GmbH das Erstellen der notwendigen Nachweise auch für GUTcert-Kunden an. Grundsätzlich wird zum Netzanschluss ein Einheitenzertifikat benötigt, das beim Erwerb eines neuen BHKWs vom BHKW-Hersteller zur Verfügung gestellt wird. Ab einer Anschlussleistung von >950 kWel oder einer Kabellänge >2 km wird zusätzlich ein Anlagenzertifikat und eine EZA-Konformitätserklärung gefordert.

Seit 2014 sind diese Nachweise auch für Erzeugungsanlagen mit Verbrennungskraftmaschinen (z.B. BHKW) verpflichtend. Im Zuge der anstehenden Novellierung der Technischen Anschlussregeln an die Mittelspannung (TAR Mittelspannung, VDE-AR-N 4110) wird zudem ein vereinfachtes Verfahren eingeführt zum Erstellen eines Anlagenzertifikats auch für Anlagen mit einer geringeren Anschlussleistung (135 – 950 kWel).

Etwas Zeit zur Vorbereitung bleibt den Betroffenen noch – die novellierte TAR wird voraussichtlich zum 27.04.2019 in Kraft treten und dann die derzeit geltende BDEW-Mittelspannungsrichtlinie verbindlich ersetzen.

Direktvermarktung
Als Repräsentant der natGAS erläuterte Herr Siebert in seinem Vortrag, dass das Ziel der modernen Direktvermarktung das Optimieren der Vermarktung des Stromverkaufs auf allen Ebenen sein muss. Hierzu gehören gemäß natGAS drei wesentliche Zusatzerlösquellen:

– Zusätzliche Erträge aus der Bewirtschaftung der Stromproduktion an den Terminmärkten
– Zusätzliche Erlöse durch Optimieren der Erträge an den kurzfristigen Spot-Märkten, unterstützt durch saisonale Verschiebungen
– Konsequentes Nutzen der Wertschöpfung Flexibilität.

Als etablierter Direktvermarkter bietet die natGAS ihren Kunden zusätzlich zu einem natGAS -spezifischen Monatsmarktwert eine garantierte feste Zusatzvergütung. Auch die Managementprämie bleibt zu 100% beim Anlagenbetreiber. Zusätzlich stellt die natGAS als erster Direktvermarkter einen technischen Kundendienst (‚FlexMobil‘) zur Verfügung, der Betreiber von Biogasanlagen vor Ort besucht, um eine optimale Fahrweise sicherzustellen.

Clearingstelle
Im Rahmen des Vortrags der Clearingstelle EEG| KWKG diskutierten die Teilnehmer mit der Referentin Frau Richter. Unter anderem ging es um die Inbetriebnahme bei Ver- und Ersetzen von BHKW (Votum 2017/39), das Inbetriebsetzen eines BHKW durch den Hersteller und das Zusammenfassen von Anlagen (Votum 2017/25).

Erwähnt werden sollte hier zudem das Empfehlungsverfahren 2017/37 zu Auslegungs- und Anwendungsverfahren der Anlagenregisterverordnung und des EEG 2014 bzw. EEG 2017.

Neue Technologie zur Substratoptimierung
Eine mögliche Art der Substratoptimierung stellte Herr Lauffer von der MTM Anlagenbau GmbH vor. Die sogenannte ‚Mobile Turbo Maische‘ ist eine dreistufige biologische Substrataufbereitung. Sie gewährleistet einen gleichmäßigen, biologischen Voraufschluss besonders faserhaltiger Substrate und ermöglicht damit das Bewältigen der zukünftigen Herausforderungen ‚Substratkosten senken‘ und ‚Maiseinsatz reduzieren‘. Die Anlage ist einfach zu beherrschen und hat folgende Vorteile:

– Nur gleichmäßig vorverdaute Substrate gelangen in den Fermenter
– Vermeiden von Schwimmschichten und Rührproblemen
– Gasertragssteigerung faserhaltiger Substrate
– Verweilzeit in Turbo-Maische 1 – 2 Tage
– Maische-Abluft enthält kein H2

Die Möglichkeit einer hohen Raumbelastung bei kurzer Verweilzeit erlaubt es zudem, die Biogasproduktion innerhalb von 2 Wochen auf das Doppelte der Nennleistung zu erhöhen und so die Gasproduktion saisonal anzupassen.

Das Exzellenznetzwerk EEG 2018 enthielt viele  wertvolle Informationen und beantwortete so mache Frage, die in den Pausen direkt mit den Referenten diskutiert werden konnte. Wir danken unseren Referenten und Teilnehmern für die gelungene Veranstaltung!

Im November 2018 plant der EEG-Bereich der GUTcert einen weiteren Erfahrungsaustausch, der vorrangig praxisbezogene Themen in den Vordergrund stellen soll und bei einem unserer Kunden stattfinden wird. Über den genauen Termin und das Veranstaltungsprogramm informieren wir Sie, sobald diese konkretisiert wurden.

Fragen zum Thema beantwortet Ihnen gerne Herr Thomas Gebhardt, thomas.gebhardt@gut-cert.de / Tel.: +49 30 2332021-43.

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Call for papers und Präsentationsangebot verfügbar!

Der 16. Internationale Fachkongress für erneuerbare Mobilität "Kraftstoffe der Zukunft 2019" findet vom 21.-22.01.2019 wieder in Berlin statt. Die Veranstalter sind der Bundesverband Bioenergie (BBE), die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), der Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und der Fachverband Biogas (FvB).

Der Fachkongress bietet Akteuren aus dem Bereich der erneuerbaren Mobilität, Wissenschaft und Forschung und beteiligten Interessenkreisen eine Plattform zu den aktuellen EU-rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Umsetzung in nationales Recht. Dabei bestimmen zunehmend die Klimaschutzverpflichtungen die förderpolitische Ausrichtung und Sachzwänge. Diese haben Auswirkungen auf die Zukunft der markteingeführten und sich in der verfahrenstechnologischen Entwicklung befindlichen Biokraftstoffe. Gleichzeitig müssen motorische Antriebe mit diesen Biokraftstoffen die jeweils geltenden emissionsrechtlichen Anforderungen erfüllen. Das ist eine Herausforderung für die betroffenen Wirtschaftsbereiche und insbesondere für die Forschung und Entwicklung. Die Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie (REDII) wird maßgeblich die politische Ausrichtung dieses Kongresses bestimmen.

Die Veranstalter laden daher dazu ein, an der Programmgestaltung des kommenden Internationalen Fachkongresses für erneuerbare Mobilität mitzuwirken und Vortragsvorschläge einzureichen. Bitte nutzen Sie hierfür das beigefügte Dokument "Call for papers". Sollte Interesse bestehen, einen Vortrag im Plenum oder in einem der zahlreichen Fachforen zu halten, bitten die Veranstalter, den Vorschlag mit dem beigefügten Antwortformular und einem kurzen Exposé bis zum 16. Juni 2018 an den Bundesverband Bioenergie zu senden. Über die Aufnahme Ihres Vorschlages entscheidet der Programmbeirat des Fachkongresses.

Darüber hinaus haben interessierte Unternehmen die Möglichkeit, Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation einem internationalen Fachpublikum mit einem Ausstellungsstand vorzustellen und über ein Sponsoring zu präsentieren. Im Januar 2019 werden wieder mehr als 500 internationale Teilnehmer erwartet, darunter Vertreter aus der Rohstoffproduktion und Logistik, Biokraftstoffproduzenten, Vertreter der Mineralölwirtschaft, der Fahrzeugtechnologie und Automobilindustrie, der Chemischen Industrie, der Politik, Auditoren und Beratungsunternehmen, der Zertifizierungssysteme und aus Wissenschaft und Forschung. Bitte sehen Sie hierzu auch das beigefügte "Ausstellungs- und Präsentationsangebot".

Die Veranstaltung wird durch die Landwirtschaftliche Rentenbank gefördert.

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