SAVE THE DATE – TSI Kongress 2018 am 27. und 28. September 2018 in Berlin

Bankenregulierung, Brexit, Fintechs, Kreditfonds, Digitalisierung und Blockchaintechnologie, Green Finance & E-Mobilität, Rückkehr des Kreditzyklus sowie die geldpolitische Wende – wohin man auch schaut, für die Zukunft Europas und den Euro kündigen sich umwälzende Veränderungen und ein „Wind of change“ an. Und für die Finanzwirtschaft wird sich die Frage stellen, was dieser heute an Veränderungen mit sich bringen wird.

Der einsetzende Strukturwandel in Real- und Finanzwirtschaft, Hand in Hand mit der langsam einsetzenden Zinswende, wird es mit sich bringen, dass Asset Based Finance-Finanzierungen weiter an ökonomischer Bedeutung gewinnen und diese Konsequenzen und Veränderungen wollen wir auf dem diesjährigen TSI Kongress umfassend betrachten.

Treffen Sie Fach- und Führungskräfte, Geschäftsführer, Partner und Vorstände aus den Bereichen Kredit und Kreditportfoliomanagement, Risikomanagement, Recht, Handel, Treasury in Banken, die Spezialisten aus Kanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Ratingagenturen, aus Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen der Wirtschaft sowie Investoren aus dem In- und Ausland sowie die Treasurer der großen Corporates.

In über 35 Diskussionsforen und Workshops sowie fachbezogenen Round Tables oder Lunch- und Breakfast Events behandelt der Kongress alle aktuellen Fragestellungen und Marktthemen rund ums Thema Asset Based Finance und gibt den Teilnehmern auch die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Marktteilnehmern und Vertretern der Politik und Aufsicht.

Merken Sie sich den Termin schon heute vor!

https://www.tsi-kongress.de/…

 

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Augenmaß ist notwendig

Die Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie e.V., Nora Schmidt-Kesseler, warnt vor überzogenen Forderungen in der Tarifrunde. „Die Gewerkschaft fordert mehr als sieben Prozent, das ist eindeutig zu viel. Ein solcher Abschluss wäre eine tonnenschwere Zukunftslast für unsere Unternehmen, die wettbewerbsfähig sein müssen, wenn die Wirtschaft wieder schlechter läuft.“

Auch wenn die Chemie-Branche für das vergangene Jahr eine gute Bilanz vorlegen kann, sorgen Risiken wie internationale Handelskonflikte und der unklare Ausgang der Brexit-Verhandlungen zunehmend für Verunsicherung. Wenn die Chemie-Industrie weiter erfolgreich sein will, braucht sie eine zukunftsfähige Tarifpolitik. Es muss ausreichend Spielraum für Investitionen, Innovationen und die Sicherung von Arbeitsplätzen gewährleistet werden. Zudem haben der Arbeitgeberverband Nordostchemie und die IG BCE im Jahr 2017 das Potsdamer Modell abgeschlossen, was für die Unternehmen bereits zusätzliche Belastungen bedeutet.

„Wichtig für das Tarifergebnis ist, dass niemand abgehängt wird. Vor allem die Ostchemie kämpft mit den wachsenden Herausforderungen der Branche, besonders mit den Auswirkungen des demografischen Wandels. Schon jetzt klagen knapp dreiviertel der Unternehmen über Fachkräfteengpässe und hohe Arbeitskosten. Wir wollen flexible Arbeitszeitmodelle  ebenso wie die Chancen der Digitalisierung nutzen. Die aktuelle Tarifrunde bietet die Möglichkeit, hier Fortschritte sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer zu erzielen“, erklärt Schmidt-Kesseler.

Die Tarifverhandlungen für die 43.500 Beschäftigten in 162 Unternehmen der Ostchemie beginnen am 29. Juni 2018 in Leuna. Die Mitglieder des Verbandes sind zu 75 Prozent kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten.

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Solides Wachstum

Die regionale Wirtschaft schwimmt im Frühsommer 2018 im Branchendurchschnitt weiterhin auf der Erfolgswelle. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die Beurteilung der aktuellen und zukünftigen Geschäftslage in einem Wert darstellt, ist von seinem bisherigen Allzeithoch zu Jahresbeginn um sechs Punkte auf derzeit 142 Punkte und damit auf den Wert von Herbst 2017 zurückgegangen. Ausgehend von einem extrem hohen Klimaniveau haben die Unternehmen sowohl ihre aktuelle Lageeinschätzung als auch die Erwartungshaltung für die kommenden zwölf Monate damit etwas zurückgenommen. Den Beschäftigungs- und Investitionsplanungen tut dies jedoch kaum einen Abbruch. Sie fallen mit minimalen Abstrichen ähnlich expansiv aus wie vier Monate zuvor und halten sich damit auf einem soliden Wachstumsniveau.

IHK-Präsident Wolfgang Grenke: „Die aktuellen Ergebnisse bestätigen einmal mehr die hohe nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft. Die Einschätzung der Lage ist immer noch sehr gut und die häufig gut gefüllten Auftragsbücher sorgen für einen optimistischen Ausblick auf die kommenden Monate.“ Der leichte Rückgang des IHK-Konjunkturklimaindex von einem sehr hohen Niveau aus zeigt laut Grenke, dass sich die Konjunktur normalisiert: „Je besser die aktuelle Situation, um so weniger Unternehmen erwarten noch bessere Geschäfte. Die Produktion stößt an Kapazitätsgrenzen, auch personell aufgrund fehlender Fachkräfte, so dass nicht mehr alle Aufträge angenommen werden können. In den leicht abgeschwächten Erwartungen spiegeln sich nicht zuletzt die Arbeitsmarktknappheit, die nach wie vor bestehende Unklarheit über die Modalitäten des Brexit und die zunehmende Sorge vor eskalierenden globalen Handelskonflikten sowie die extrem hohe bürokratische Belastung zur Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung wider.“

Auch wenn das hohe Lageniveau vom Jahresbeginn nicht ganz gehalten werden konnte, laufen die Geschäfte in der regionalen Wirtschaft im Frühsommer 2018 rund. Mit 60 Prozent berichtet ein nach wie vor hoher Anteil der Unternehmen von gut laufenden Geschäften. 36 Prozent bezeichnen sie als befriedigend, bei nur vier Prozent liegt der Anteil der Unternehmen, die mit dem Geschäftsverlauf unzufrieden sind.

Die Erwartungen an die kommenden zwölf Monate werden nach wie vor von den zuversichtlich gestimmten Unternehmen dominiert. 35 Prozent der Betriebe (Jahresbeginn 2018: 39 Prozent) rechnen mit einer Expansion ihrer Geschäfte, um vier Prozentpunkte auf 59 Prozent angestiegen ist der Anteil der Unternehmen, die eine stabile Entwicklung auf dem erreichten hohen Niveau erwarten. Bei nach wie vor sechs Prozent hält sich der Anteil der Skeptiker. Die regionalen Unternehmen sehen im Fachkräftemangel und damit auch steigenden Arbeitskosten die größten Wachstumsbremsen.

Im Branchendurchschnitt planen etwa drei von zehn Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten Neueinstellungen, sechs von zehn Betrieben wollen an dem bisherigen Personalstamm festhalten. Mit weniger Beschäftigten auskommen wollen unverändert elf Prozent der Betriebe. Den größten Bedarf an Fachkräften haben aktuell der Dienstleistungssektor und die Bauindustrie.

Die Bereitschaft, im Inland zu investieren, ist im Frühsommer 2018 leicht gesunken. Der Investitionssaldo ist von 32 Punkten zu Jahresbeginn auf nunmehr 28 Punkte zurückgegangen. Nach derzeitigem Planungsstand wollen 40 Prozent der Betriebe in den kommenden zwölf Monaten mehr investieren (Jahresbeginn 2018: 45 Prozent), 48 Prozent der Unternehmen möchten die Investitionsausgaben in der nächsten Zeit konstant halten. Bei 12 Prozent liegt der Anteil der Unternehmen, die ihr investives Engagement im Inland reduzieren oder gar keine Investitionen tätigen wollen (Jahresbeginn 2018: 13 Prozent). Neben notwendigen Ersatzinvestitionen, dem nach wie vor am häufigsten genannten Investitionsmotiv, sollen insbesondere Innovationen umgesetzt werden. Jeweils 32 Prozent der Betriebe wollen expandieren bzw. in Rationalisierungsmaßnahmen investieren. Drei von zehn Unternehmen möchten die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben (Mehrfachnennungen waren möglich).

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Brexit-Boom in Frankfurt: ASC unterstützt Banken mit Compliance Recording und Analytics

Zahlreiche in London ansässige Banken stehen aufgrund des Brexits vor dem Umzug. Experten rechnen damit, dass rund 10.000 Londoner Arbeitsplätze nach Frankfurt verlegt werden. ASC, ein weltweit führender Softwareanbieter im Bereich Compliance Recording und Analytics, unterstützt Finanzinstitute mit maßgeschneiderten Lösungen bei der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben wie MiFID II sowie bei der Aufdeckung von Compliance-Verstößen.

Viele Banken haben laut Medienberichten längst begonnen, in Frankfurt Banker einzustellen. So wie durch den Brexit die Zahl der Banker in Frankfurt deutlich steigen dürfte, so nimmt auch in der ganzen Branche die Menge der aufzeichnungspflichtigen Kommunikation zu. ASC Lösungen sorgen für Sicherheit: „Zur Erfüllung von Dokumentationsvorgaben bieten wir unseren Kunden eine innovative Recording Suite, die sowohl die strengen MiFID II als auch die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllt. Analytics-Tools unterstützen bei der Aufdeckung von Compliance-Verstößen“, erläutert Marco Müller, Chief Operating Officer von ASC. So werden in einer riesigen Anzahl von Aufzeichnungen mögliche Risiken automatisch erkannt.

Bereits im vergangenen Jahr hat die gesamte Finanzmarktbranche aufgerüstet, um für MiFID II gewappnet zu sein. Durch diese EU-Richtlinie sind seit Januar 2018 Finanzinstitute dazu verpflichtet, Beratergespräche beweissicher zu dokumentieren und zu archivieren. „Wir unterstützen unsere Kunden mit ausfallsicherer Aufzeichnung bei der Erfüllung dieser gesetzlichen Vorgabe“, so Marco Müller.

Softwarelösungen aus der Cloud erleichtern Finanzdienstleistern die Aufzeichnung und Auswertung der Kommunikation weiter. Die ASC Cloud Services sorgen für zentrale Verfügbarkeit von Telekommunikations-Diensten und Recording. Das Handling ist einfach und flexibel. Verschlüsselung und Zugriffsrechte-Konzept sorgen für Sicherheit bei der Archivierung.

Mehr Informationen über das Portfolio von ASC unter www.asc.de.

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#DeleteFacebook: Die Datenkrake in Bedrängnis

Facebook sieht sich derzeit mit dem größten Datenskandal seiner Geschichte konfrontiert. Über 50 Millionen Nutzerprofile sollen unrechtmäßig in die Hände von Cambridge Analytica gefallen sein, einem Unternehmen, das auf die Analyse von Daten spezialisiert ist. Dort brüstete man sich damit, sowohl die Brexit-Abstimmung als auch die Wahl in den USA maßgeblich beeinflusst zu haben. Facebook hingegen entschuldigte sich und sieht sich selbst als Opfer. Doch was ist eigentlich passiert?

2010 führte Facebook seine Open Graph API für Entwickler ein. Damit konnten sich App-Anbieter von ihren Nutzern das Recht einräumen lassen, auf Daten ihrer Facebook-Profile zuzugreifen. Dazu gehörten neben Namen, Geschlecht, Wohnort und Facebook-ID auch biografische Daten wie Schulbildung, Zugehörigkeit zu Organisationen, Beziehungsstatus, Religion sowie gelikte und geteilte Seiten und Beiträge. Dieser Zugriff beschränkte sich nicht auf das eigene Profil, sondern galt auch für die Daten der Facebook-Freunde – der Grundstein der aktuellen Debatte.

Drei Jahre später programmierte Psychologieprofessor Aleksandr Kogan eine Umfrage-App und bezahlte Medienberichten zufolge rund 270.000 Personen dafür, sie auszufüllen. Das ist an und für sich nicht ungewöhnlich, wenn im universitären Umfeld Daten im großen Stil erhoben werden sollen. Doch dank der damals gültigen Datenschutzbestimmungen bei Facebook gelangte Kogan nicht nur an die Daten seiner Teilnehmer. Gleichzeitig erhielt er die ihrer Kontakte – in Anbetracht der Anzahl der „Freunde“, die viele bei Facebook haben, verwundern dann auch die 50 Millionen Datensätze nicht mehr.

2015 beendete Facebook die Nutzung seiner Open Graph API. Hintergrund waren Negativschlagzeilen über die extensive Datenerfassung von externen Apps und immer mehr Beschwerden von Nutzern, die den Kontrollverlust über ihre Daten fürchteten. Seither können Nutzer selbst bestimmen, welche Daten sie zusätzlich herausgeben wollen.

Doch um den Skandal zu verhindern, war es bereits zu spät. Im gleichen Jahr wurde bekannt, dass Kogan die Daten aus seiner App an die Firma Cambridge Analytica verkauft hatte. Facebook verklagte das Unternehmen, denn die Weitergabe der Daten war ein klarer Verstoß gegen die Richtlinien, denen Kogan zugestimmt hatte. Das Ergebnis: Cambridge Analytica wurde gezwungen, die unrechtmäßig erworbenen Daten zu löschen. Facebook erhielt eine beglaubigte Erklärung als Beleg für die Löschung und verließ sich darauf. Ein Fehler, wie sich jetzt herausgestellt hat.

Vor einigen Tagen berichteten die New York Times und der Guardian übereinstimmend, dass die Profildaten der Nutzer weiterhin bei Cambridge Analytica vorliegen. Ein Whistleblower bestätigte dies gegenüber verschiedenen Zeitungen. Eine Katastrophe für Facebook, denn die Nutzer geben dem sozialen Netzwerk die Schuld, nicht besser auf ihre Daten aufgepasst zu haben. Auch die US-Verbraucherschützer der Federal Trade Commission und das deutsche Justizministerium sehen Anhaltspunkte, dass Facebook zumindest eine Mitschuld hat.

Mit der Schuldfrage wird sich die Justiz befassen. Derweil ist aber klar: Facebook hat das Vertrauen vieler Nutzer endgültig verspielt. Bereits seit Tagen geistert der Hashtag #DeleteFacebook durch die sozialen Medien. Auch die Ankündigung Facebooks, Maßnahmen gegen eine Wiederholung des Vorfalls ergreifen zu wollen, dürfte den Shitstorm kaum abmildern. Nutzern, die sich nicht direkt abmelden wollen, bleibt nur, sich mit dem Teilen und Preisgeben von Informationen zurückzuhalten, um die Datenkrake nicht weiter zu füttern. Der Fall macht einmal mehr deutlich, welche Macht soziale Netzwerke mittlerweile haben und dass es zumindest fraglich ist, ob sie sich ihrer würdig erweisen.

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IHKs im Rheinland legen Konjunkturbericht vor: Wirtschaft im Rheinland wächst und wächst und wächst

Und es geht immer noch etwas besser: Die rheinische Wirtschaft glänzt zu Jahresbeginn mit neuen Bestnoten. Das zeigt die jüngste Konjunkturbefragung der IHKs im Rheinland. „Die Wirtschaft im Rheinland ist in Topform“, fasst Dr. Ulrich S. Soénius, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Köln und amtierender Geschäftsführer der IHK-Initiative Rheinland, das Ergebnis der aktuellen Befragung der IHKs bei den Unternehmen im Rheinland zusammen. „Seit Erscheinen des ersten Rheinland-Konjunkturbarometers im Jahr 2003 haben die Unternehmen ihre Lage noch nie so gut bewertet wie aktuell.“

Dabei fußt der Konjunkturaufschwung auf einem breiten Fundament: Gestützt wird die konjunkturelle Hochlage sowohl durch die beständig gute Binnennachfrage als auch durch eine wachsende Nachfrage aus dem Ausland. „Die Wirtschaft im Rheinland profitiert zum einen von einem soliden Arbeitsmarkt – Rekordbeschäftigungsstand und steigende Löhnen treiben den Konsum weiter an. Zum anderen hat auch der Außenhandel im Zuge der konjunkturellen Erholung der Weltwirtschaft zum Jahresende nochmal merklich zugelegt“, so Ulrich S. Soénius weiter.

Für die aktuelle Konjunktur-Umfrage Rheinland, die die sieben rheinischen Industrie- und Handelskammern (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Duisburg, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid) heute in Düsseldorf präsentierten, wurden rund 2.700 Unternehmen zu ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie zu ihren Erwartungen für 2018 befragt.

Risiken – wie etwa der Brexit 2019, Konflikte mit Russland, der Türkei und Nordkorea sowie die Spannungen innerhalb der Europäischen Union – bestehen zwar weiter fort, treten in der Einschätzung der Unternehmen jedoch gegenüber nationalen Unsicherheiten in den Hintergrund. Insbesondere der Fachkräftemangel bereitet den Betrieben angesichts gut gefüllter Auftragsbücher und einer hohen Kapazitätsauslastung von über 82 Prozent Sorgen. Vor allem einige Industriebranchen, allen voran die Kunststoffindustrie, der Maschinenbau, die Elektroindustrie und die Metallindustrie suchen dringend Mitarbeiter. Vorsichtiger als zuletzt sind die Beschäftigungspläne im Einzelhandel, der Ernährungsindustrie und im produktionsnahen Großhandel. Alle anderen Branchen gehen von einem moderaten Anstieg der Beschäftigten aus.

„Hauptrisiko für die rheinische Wirtschaft bleibt der Fachkräftemangel, mehr als jedes zweite der befragten Unternehmen zeigt sich entsprechend besorgt“, fasst Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, das Umfrageergebnis zusammen. Gleichzeitig möchte fast jedes dritte Unternehmen im Jahresverlauf mehr Mitarbeiter als aktuell beschäftigen. Als zweitwichtigstes Risiko nennen die Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Die Betriebe sehen zum Beispiel die Stabilität und Handlungsfähigkeit der Politik angesichts der langwierigen  Regierungsbildung in Gefahr oder verweisen auf die Diskussion um Dieselfahrverbote.

Insgesamt 49 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre Lage in der aktuellen Umfrage als gut, weitere 43 Prozent sind zufrieden. Der Anteil derjenigen, die ihre Lage als schlecht einschätzen, ist mit rund acht Prozent so niedrig wie nie zuvor. Der Geschäftslageindex, also die Differenz der guten und der schlechten Einschätzungen, erreicht mit 41,3 Punkten einen neuen Höchstwert und übertrifft abermals deutlich seinen Zehn-Jahres-Durchschnitt von 22,1 Punkten.

Mit Blick auf die nächsten Monate äußern sich nur noch neun Prozent der Betriebe im Rheinland pessimistisch und rechnen mit schlechteren Geschäften. Demgegenüber gehen insgesamt 28 Prozent davon aus, dass sich ihre Geschäftslage (noch weiter) verbessert. Der überwiegende Teil der Unternehmen (63 Prozent) rechnet mit einer gleichleibenden Entwicklung.

Im Vergleich zur Herbst-Umfrage legen die Exporterwartungen kräftig zu: Mit 37 Prozent gehen deutlich mehr Betriebe als noch im Herbst 2017 davon aus, ihren Export zu steigern. Eurozone, USA und China bleiben die wichtigsten Zielregionen. Das belegt auch die Kennziffer Export-Erwartungsindikator: Er liegt mit 29 Punkten deutlich über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.

Die zunehmende Kapazitätsauslastung und die lebhafte Nachfrage bewegen die Unternehmen dazu, vermehrt in neue Anlagen zu investieren. Auch hier erreicht die entsprechende Kennziffer den höchsten Stand seit dem Jahr 2003.

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TSI Workshop: Brexit – Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft und die Finanzgeschäfte von Unternehmen

Etwa drei Viertel des europäischen Kapitalmarktgeschäftes findet in UK statt; im Derivate und Clearinggeschäft dürften es fast 90% sein. Doch auch jenseits dieser viel diskutierten Bereiche stellen sich viele Fragen hinsichtlich des Brexits. Sowohl die deutsche Finanz- als auch Realwirtschaft sind vielfältig mit der UK-Finanzwelt verbunden. Langfristige Kreditbeziehungen bestehen, UK-Recht und Benchmarks werden genutzt, Datenschutzfragen stellen sich. Und auch Structured Finance Produkte sind vielfältig mit dem UK-Markt verbunden.

Die Uhr tickt. Ein Jahr ist eine kurze Zeit für die notwendigen Anpassungsprozesse.

So ist der 15. März 2018, ein Jahr vor Brexit, sicherlich auch das richtige Datum für einen Workshop „Brexit – Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft und die Finanzgeschäfte von
Unternehmen
“.

In dem Workshop wollen wir den oben aufgeführten Themen nachgehen und auch beleuchten, welche Optionen es denn jenseits von Brexit, Exit von Brexit und EWR-Lösung geben könnte – wie z.B. Verlängerung der Verhandlungsfristen, Grandfathering und Übergangsfristen. Dabei soll – wie immer bei TSI Workshops – für die Teilnehmer viel Raum für Fragen und Diskussion bestehen.

Der Workshop ist für alle interessant, die sich unter finanzwirtschaftlichem Blickwinkel
mit dem Brexit befassen bzw. davon betroffen sind und den gemeinsamen Austausch
suchen.

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Welthandel: Düstere Wolken trüben die gute Konjunktur

Die Globalisierung ließ die deutsche Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten boomen. Doch die gute Konjunktur ist gefährdet durch den zunehmenden Protektionismus sowie politische Krisen. Diese sorgen in jüngster Zeit vor allem bei Mittelständlern für Verunsicherung.

Kaum eine Volkswirtschaft profitierte vom Abbau der Handelsbarrieren und der Öffnung der Märkte nach dem Fall der Mauer so stark wie die deutsche. Deutsche Industrieprodukte sind in den vergangenen Jahren auf den Weltmärkten besonders gefragt. Auch Mittelständlern aus Deutschland eröffneten sich ganz neue internationale Expansionsmöglichkeiten durch
• den europäischen Binnenmarkt mit einer gemeinsamen Währung,
• die Integration Osteuropas,
• die ökonomische Einbeziehung bevölkerungsreicher Schwellenländer wie Brasilien, der Türkei, Indien und Indonesien,
• die Öffnung des chinesischen Markts.

Obwohl die Wirtschaft hierzulande nach wie vor brummt, wächst seit einiger Zeit die Besorgnis. Die Finanz- und Eurokrise schädigte vor allem die südeuropäischen Länder schwer. Die deutschen Firmen konnten dies aber durch Verkäufe in andere Regionen kompensieren. Die politischen Krisen wie die Sanktionen gegen Russland oder die zunehmend angespannten Beziehungen zur Türkei treffen jetzt auch hiesige Unternehmen.

Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowie protektionistische Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump haben zwar bisher keine konkreten Folgen gezeigt. Sie könnten jedoch negative Auswirkungen auf die Konjunktur haben. Investoren sind bereits deutlich vorsichtiger geworden. „Gerade für mittelständische Unternehmen, die besonders auf verlässliche politische, wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen angewiesen sind, wird es wichtiger, Auslandsgeschäfte besser abzusichern, sich umfassend zu informieren und zu prüfen. Das gilt für die Gestaltung von Verträgen genauso wie für mögliche Ausfallbürgschaften und Wechselkursrisiken“, sagt Dr. Holger Fischer, Unternehmensberater bei Ecovis in Würzburg. Prinzipiell gilt jedoch, dass übertriebener Pessimismus so lange nicht gerechtfertigt ist, wie Staaten miteinander reden und weiter Handel treiben.

Dr. Holger Fischer, Unternehmensberater bei Ecovis in Würburg

Worauf müssen Unternehmen, die international tätig sind, achten? Wo hat es in den Handelsbeziehungen bereits Änderungen gegeben? Wo sind welche geplant? Ecovis-Partner aus Großbritannien, den USA und der Türkei geben in ECOVIS red Antworten.

„Wir spüren die Auswirkungen möglicher gesetzlicher Änderungen auf das wirtschaftliche Klima schon jetzt. Die Geschäftswelt ist besorgt darüber, ob es einen weichen oder harten Brexit geben wird und eine kurze oder eine längere Übergangsphase. Es herrscht eine riesige politische Unsicherheit und die Wirtschaft hasst Unsicherheit. Wir stellen fest, dass sich vor allem US-Unternehmen weniger für Großbritannien interessieren. Entscheidungsträger verschieben Projekte zumindest so lange, bis mehr Klarheit über die ökonomische und politische Zukunft besteht. Entscheidend für die Wirtschaft ist, ob ausländische Arbeitnehmer ungehindert Zugang zu Großbritannien haben. Wenn nicht, dann drohen Personalengpässe, und das führt unweigerlich zu Druck auf die Löhne. Eine weitere Frage ist, ob wir nach wie vor Zugang zum Binnenmarkt haben. Wenn nicht, brauchen wir viele, sehr teure Fachleute wie Rechtsanwälte, Wirtschaftsexperten und Politiker, die sich mit den damit verbundenen Veränderungen beschäftigen. Diese Änderungen bringen der Wirtschaft nichts, kosten aber viel Geld.“
Christopher Jenkins, Wirtschaftsprüfer und Senior Partner bei Ecovis in London, UK

„Ich glaube, dass sich trotz der ausgesprochen angespannten Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei nicht viel verändert hat für deutsche Unternehmen in der Türkei. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner der Türkei. Es ist der wichtigste Exportmarkt, der zweitwichtigste Importeur und der sechstgrößte Investor in der Türkei. Bisher ist mir nichts von Problemen deutscher Unternehmen bekannt. Es hat bislang ja weder Änderungen in der Steuergesetzgebung noch andere gesetzliche Änderungen gegeben. Ich habe mich eingehend nach Problemen oder nach Diskriminierung deutscher Firmen wie Daimler und Siemens, aber auch von Mittelständlern erkundigt. Kein Unternehmen hat über Schwierigkeiten irgendwelcher Art berichtet. Allerdings gibt es Sorgen, was künftige Investitionen anbelangt. Die jüngsten Entwicklungen infolge des gescheiterten Militärputsches und des folgenden Ausnahmezustands haben für wachsende Beunruhigung gesorgt. Immer mehr Menschen suchen nach Investitionsmöglichkeiten im Ausland.“
Dr. Celal Çelik, Steuerberater und Partner bei Ecovis in Istanbul, Türkei

„Es hat bislang in den USA keine Änderungen in der Steuerpolitik oder bei internationalen Handelsgesetzen gegeben. Es gibt viele Schlagzeilen und Sorgen, aber unser Regierungssystem gesteht dem Präsidenten nur begrenzte Befugnisse zu, die Gesetzgebung zu ändern. Er hat einige bemerkenswerte Vorschläge gemacht, aber die müssen vom Kongress angenommen werden. Obwohl er Republikaner ist, hat Präsident Trump bisher keinen Weg gefunden, mit seiner Republikanischen Partei im Kongress zusammenzuarbeiten. Deshalb hat er bisher sehr wenig erreicht. Glücklicherweise haben die Gründerväter eine Verfassung geschaffen, die eine Gewaltenteilung (checks and balances) zwischen Präsident, Kongress und Justiz vorsieht. Trotz all des Lärms funktioniert das System.“
James Smart, Partner bei Ecovis in Philadelphia, USA

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Trotz Trump und Brexit – Hoffnungszeichen für den Freihandel

  • EU und Japan haben Freihandelsabkommen abgeschlossen
  • Mexiko- und Mercosur-Verhandlungen auf der Zielgeraden

Allen Unkenrufen zum Trotz war 2017 kein schlechtes Jahr für den Freihandel. Ulrich Ackermann, Leiter VDMA Außenwirtschaft, erklärt dazu: „Zwar gab es in diesem Jahr wegen Trumps Protektionismus, dem laufenden Brexit-Verfahren und dem andauernden Stillstand in der Welthandelsorganisation WTO auch Rückschläge für den Freihandel. Tatsächlich brachte 2017, ausgehend von der Europäischen Union, aber auch sehr viele positive Entwicklungen. Neben dem Abschluss des Freihandelsabkommens mit Japan (JEFTA) und dem vorläufigen Inkrafttreten des Abkommens mit Kanada (CETA) ist aus Sicht des Maschinenbaus auch die kurz vor dem Abschluss stehende Modernisierung des Freihandelsabkommens mit Mexiko zu nennen. Die EU und Mexiko wollen beweisen, dass bei gegenseitigem politischen Willen ein Weg zu einem raschen Verhandlungsabschluss gefunden werden kann. Das hätte Vorbildfunktion für die weiteren Verhandlungen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten.“

Das im Dezember endgültig abgeschlossene Freihandelsabkommen der EU mit Japan schafft ab 2019 einen offenen Handelsraum für 600 Millionen Menschen. Wichtig für den Maschinenbau ist dabei die grundsätzliche Nutzung internationaler Standards und Regeln im bilateralen Warenaustausch, die geplante gemeinsame Erarbeitung von Standards und der erleichterte Zugang bei öffentlichen Aufträgen in Japan.

Die Europäische Union und Mexiko setzten zum Jahresende 2017 ein positives Signal für Freihandel und gegen Marktabschottung. Nach noch nicht einmal zweijährigen intensiven Verhandlungen ist die politische Grundsatzvereinbarung über die Modernisierung des Freihandelsabkommens in greifbarer Nähe. Profitieren dürften der deutsche und europäische Maschinenbau vor allem von einem besseren Marktzugang durch modernisierte Ursprungsregeln, die Anerkennung internationaler Standards und den Zugang zu öffentlichen Beschaffungsaufträgen.

Mexiko wird 2018 in Deutschland besondere Aufmerksamkeit erfahren: Das mittelamerikanische Land ist im April Gastland der Hannover Messe mit zahlreichen Beteiligungen mexikanischer Unternehmen und einem politischen Dialog auf höchster Ebene.

Auch die Verhandlungen für das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten haben im laufenden Jahr erhebliche Fortschritte gemacht. Zwar konnte der Abschluss nicht wie geplant schon 2017 erreicht werden, die Verhandlungen befinden sich aber auf der Zielgeraden. Wie so häufig, sind im Agrarbereich noch Hürden zu nehmen.

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Exporte bleiben der Erfolgsgarant für den Maschinenbau

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• Umsatz im Maschinenbau steigt 2017 erstmals über die Marke von 220 Milliarden Euro
• Umsatzzuwachs auf mehr als 230 Milliarden Euro für 2018 in Aussicht
• Ausfuhren nach China wachsen stark, Tempo wird sich im kommenden Jahr aber verlangsamen
• Zusatzkosten in dreistelliger Millionenhöhe, wenn Großbri-tannien aus der Zollunion austritt
• Maschinen- und Anlagenbau ist und bleibt größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland

Nach einem erfolgreichen Jahr starten die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland zuversichtlich und mit Schwung in die kommenden Monate. 2017 wird die Maschinenbauindustrie erstmals im Umsatz die Marke von 220 Milliarden Euro übertreffen – angepeilt werden 224 Milliarden Euro, sagte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker auf der Jahrespressekonferenz des Verbands in Frankfurt. Das zu Ende gehende Jahr könne daher „mit Fug und Recht als Aufschwungsjahr bezeichnet werden“. Welcker ergänzte: „Für 2018 erwarten wir eine gleichbleibende Dynamik, also erneut ein Produktionswachstum von 3 Prozent. Das würde immerhin einen weiteren Umsatzanstieg auf mehr als 230 Milliarden Euro bedeuten.“

Allerdings muss die Industrie auch im kommenden Jahr mit vielen Unwägbarkeiten im In- und Ausland leben, die ein höheres Wachstumstempo verhindern könnten. In Deutschland gebe es zwar berechtigte Hoffnung darauf, dass sich der seit langem aufgebaute Investitionsstau nach und nach auflöst. „Viele der älteren Maschinen und Anlagen im Markt dürften die fortschreitende Digitalisierung nicht hinreichend meistern. Das macht uns Mut, dass auch die Inlandsorders endlich wieder Fahrt aufnehmen“, erläuterte Welcker. Die politischen Weichen seien aber noch nicht für ein stärkeres Inlandsgeschäft gestellt. „Unsere Kernforderungen, die wir vor der Bundestagswahl aufgestellt haben, bleiben bestehen“, betonte der VDMA-Präsident. Dazu gehören unter anderem der flächendeckende Aufbau eines Gigabit-Netzes, die Einführung der Steuerlichen Forschungsförderung sowie eine Arbeitsmarktpolitik und ein Arbeitsrecht, die sich an der unternehmerischen Praxis orientieren. „Daran wird sich jede neue Regierung messen lassen müssen“, mahnte Welcker. Auch die Tarifparteien seien nun gefordert. „Die Tarifpartner müssen sich darüber im Klaren sein, dass es um die künftige Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie geht. Die Forderungen der IG Metall und dabei insbesondere der Einstieg in eine 28-Stunden-Woche würden den mittelständischen Unternehmen im Land erheblichen Schaden zufügen“, warnte der VDMA-Präsident.

Exportplus von 6,2 Prozent in den ersten neun Monaten 2017

Erfolgsgarant für den Maschinenbau aus Deutschland war auch in diesem Jahr der Export. Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten Waren für 124,4 Milliarden Euro ins Ausland geliefert – ein Zuwachs von real 6,2 Prozent zum Vorjahr. Drei von vier Maschinen waren für den Export bestimmt, wobei die EU die mit Abstand größte Absatzregion blieb.  46,5 Prozent aller Ausfuhren gingen in die 27 Partnerländer der Europäischen Union. An der Spitze der größten Einzelexportmärkte behaupteten sich in dieser Periode die USA, das wesentlich stärkere Wachstum wies jedoch China auf. „China ist auf gutem Weg, sich den Spitzenplatz in unserer Exportrangliste wieder zurück zu erobern. Einen Zuwachs der Ausfuhren um 24 Prozent in den ersten neun Monaten hätten wir Anfang des Jahres nicht für möglich gehalten. Ganz offensichtlich haben die Anstrengungen der chinesischen Regierung, das Land rund um den 19. Parteitag der Kommunistischen Partei in bester Blüte zu präsentieren, hier eine wichtige Rolle gespielt“, analysierte Welcker. Allerdings werde sich das Wachstum der Exporte nach China 2018 schon wegen des bereits erreichten Niveaus etwas verlangsamen, fügte er hinzu.

Der VDMA-Präsident bemängelte, dass es im China-Geschäft noch immer an Verlässlichkeit mangele. „Wir benötigen dort mehr Planungssicherheit, verlässliche Rahmenbedingungen und bessere Investitionsbedingungen“, forderte er. Der Verband werde nicht müde, dies gegenüber den chinesischen Behörden einzufordern. Der Maschinenbau wolle keine neuen Hindernisse für chinesische Investoren, die in Deutschland aktiv werden wollen, erwarte dieselben Investitionsbedingungen aber auch in China. „Wir erwarten, dass wir ebenfalls die Möglichkeit bekommen, in lokale chinesische Unternehmen zu investieren oder diese übernehmen zu dürfen. Und wir lehnen es ganz klar ab, dass Parteikader in China versuchen, auf die Geschäftsführungen unserer Unternehmen mehr Einfluss zu nehmen“, betonte Welcker. Rund 750 zumeist mittelständische Maschinenbauer aus Deutschland sind in China bereits vor Ort, damit leiste diese Industrie einen großen Beitrag zur technologischen Entwicklung des Landes, sagte der VDMA-Präsident.

Brexit-Verunsicherung zeigt sich in Exportrückgang

Mit Sorgen beobachten die Maschinenbauer die Entwicklungen rund um den Brexit. In den ersten neun Monaten 2017 sanken die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich, dem viertgrößten Einzelexportmarkt, um 4,5 Prozent zum Vorjahr. Es sei höchste Zeit, die Verhandlungen über das künftige Verhältnis der EU zu Großbritannien voranzubringen, um einen harten Brexit im März 2019 zu verhindern, forderte Welcker. „Wir erwarten, dass mit Beginn der zweiten Phase der Verhandlungen die Handels- und Wirtschaftsthemen rasch geklärt werden.  Wir brauchen Maßnahmen, die ein Auseinanderdriften der Marktbedingungen nach dem Austritt verhindern. Dafür wäre eine Zollunion der geeignetste Weg.“ Sollten die Briten die Zollunion verlassen, drohen den deutschen Maschinenbauern nach Berechnungen des VDMA Zusatzkosten im Export von mehr als 180 Millionen Euro im Jahr. Hinzu kämen Zusatzkosten im Import von Maschinen aus Großbritannien von 44 Millionen Euro im Jahr plus weitere Aufwendungen für den Import von Komponenten.

Zur geplanten amerikanischen Steuerreform erklärte der VDMA-Präsident: „Noch sind viele Detailfragen offen, aber ich wage zu prognostizieren, dass diese Steuerreform – je nach Ausgestaltung – auch erhebliche Auswirkungen auf unsere europäischen Steuersysteme haben wird.“

Maschinenbau in Deutschland zählt 1,35 Millionen Erwerbstätige

Mit knapp 1,35 Millionen Erwerbstätigen ist der Maschinen- und Anlagenbau der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Das gilt auch, wenn die Beschäftigtenzahl auf Basis der Betriebe ab 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermittelt wird. Nach dieser Zählung waren im deutschen Maschinenbau im September 1,03 Millionen Menschen beschäftigt – ein Plus von 21.000 Menschen oder 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und weiterer Zuwachs deutet sich an: In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres wurden im Maschinenbau (ohne Reparatur und Installation von Maschinen) 24.000 neu zu besetzende Stellen bei den Agenturen für Arbeit gemeldet – fast 37 Prozent mehr als im Vorjahr. „Die anhaltend hohe Nachfrage nach technischen Fachkräften, IT-Spezialisten oder Ingenieuren führt für unsere Unternehmen immer häufiger zu Engpässen in der Rekrutierung. Verschärfend kommt hinzu, dass der Maschinenbau überdurchschnittlich viele Mitarbeiter durch die Rente mit 63 früher verliert, als den Betrieben lieb sein kann. Hier ist die neue Bundesregierung besonders gefordert, die Weichen wieder umzustellen und es den Fachkräften vielmehr zu ermöglichen, länger in den Unternehmen zu verbleiben“, forderte der VDMA-Präsident.

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