Fachkongress für erneuerbare Mobilität: Experten plädieren für sofort wirksame und technologieoffene Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr

Auf dem internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität steht die neue europäische Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) im Fokus der Diskussionen. Ihr zufolge soll der Mindestanteil erneuerbarer Energien im Verkehr von zehn im Jahr 2020 auf 14 Prozent im Jahr 2030 ansteigen. Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse dürfen hierzu einen Beitrag von bis zu sieben Prozent leisten.
Aus Sicht der Veranstalter muss die Bundesregierung jetzt zügig Maßnahmen ergreifen, das Klimaschutzpotenzial zertifiziert nachhaltiger und in Europa hergestellter Biokraftstoffe durch deutlich höhere Anteile im Kraftstoffmix auszuschöpfen. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland durch den Einsatz dieser Biokraftstoffe 7,7 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente eingespart. Die Veranstalter fordern daher, die zur Verringerung der CO2-Emissionen von Kraftstoffen in Deutschland bestehende Treibhausgasminderungsquote zeitnah anzuheben und bis zum Jahr 2030 auf 16 Prozent zu steigern.

RED II nicht ausreichend für mehr Klimaschutz im Verkehr

Kern der RED II ist das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 32 Prozent und im Verkehrssektor auf 14 Prozent bis zum Jahr 2030 zu steigern. Die EU-Kommission soll diese Zielvorgaben im Jahr 2023 überprüfen. Das jeweilige nationale Engagement wird bis dahin anhand der Energie- und Klimapläne der Mitgliedstaaten ablesbar sein, die spätestens Ende 2019 der EU Kommission vorzulegen sind. Um das in Deutschland postulierte Ziel für den Verkehrssektor gemäß Klimaschutzplan im Jahr 2030 zu erreichen, werden die Vorgaben der RED II laut Energiereferenzprognose voraussichtlich nicht genügen: Sogar mit 6 Mio. zugelassenen Elektro-Fahrzeugen und erheblichen Effizienzgewinnen ist im Jahr 2030 ein erneuerbare Energien-Anteil von 20 Prozent im Kraftstoffbereich erforderlich, um die vorgegebene Minderung der Treibhausgasemissionen tatsächlich zu erzielen. Die Veranstalter schlagen deshalb vor, die Ziele für den Ausbau Erneuerbarer Energien im Verkehrssektor wie folgt zu erhöhen: Der Anteil von Erneuerbaren Energien sollte von 10 Prozent in 2020 auf 12 Prozent in 2022, 14 Prozent in 2024, 16 Prozent in 2026, 18 Prozent in 2028 und 20 Prozent in 2030 angehoben werden.

Treibhausgasminderungsquote als effizientes und kostengünstiges Instrument für den Klimaschutz

Biokraftstoffe leisten aktuell den größten Beitrag zur Einsparung von CO2 im Verkehrssektor, insbesondere durch stetige Verbesserung ihrer Treibhausgasbilanz. Die durchschnittliche Einsparung an Treibhausgasemissionen der in Deutschland in Verkehr gebrachten Biokraftstoffe betrug im Jahr 2017 rund 81 Prozent (Vorjahr: 77 Prozent) im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. Durch den Einsatz dieser zertifiziert nachhaltigen Biokraftstoffe wurden 7,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden. Die Effizienzsteigerung führt jedoch zu einem sinkenden Volumen von Biokraftstoffen in Diesel und Benzin, weil die derzeit geltende Treibhausgasminderungspflicht nicht streng genug ist. Sie muss daher zeitnah angehoben werden. Durch eine sachgerechte Quotenerhöhung können das bestehende nachhaltige Biomassepotenzial ausgeschöpft sowie neue innovative Alternativen in ihrer Breite gefördert werden. Die Veranstalter schlagen deshalb eine Anhebung der THG-Minderungsquote ab 2021 auf 7 Prozent und eine stufenweise Erhöhung bis 2030 auf 16 Prozent vor. Für die weitere Reduktion von CO2-Emissionen im Verkehr sind die marktetablierten und bezahlbaren Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse und Rest- und Abfallstoffen, neben der Effizienzsteigerung von Motoren, alternativen Antriebstechnologien sowie der Optimierung von Verkehrsinfrastrukturen, der wichtigste Baustein.

Zum Auftakt des Fachkongresses am 21. Januar 2019 im CityCube Berlin stellen Redner des
Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, der internationalen Mineralölwirtschaft, der deutschen Automobilwirtschaft und aus der Wissenschaft ihre Konzepte, Strategien und Forschungsergebnisse für eine erneuerbare Mobilität der Zukunft vor.

Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, präsentiert die fortgeschriebene Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung.

Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, thematisiert die zukünftige Rolle und die Anforderungen für alternative Antriebe und Kraftstoffe im Zusammenhang mit den künftigen EU-Flottengrenzwerten.

Wolfgang Langhoff, Vorstandsvorsitzender BP Europe SE, spricht über erneuerbare Energien und alternative Kraftstoffe als wichtige Optionen zur Treibhausgasreduktion im Verkehrssektor aus Sicht der Mineralölwirtschaft.

Prof. Dr. Manfred Aigner, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, präsentiert Handlungsoptionen für eine Energiewende im Verkehrssektor und die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Forschungsinitiative „Energiewende im Verkehr“ (BEniVer).

In der Podiumsdiskussion am Nachmittag des ersten Kongresstages werden die Perspektiven für eine erneuerbare Mobilität bis 2030 vertieft erörtert. Moderiert von Sonja van Renssen, Redakteurin des Fachmagazins „Energy Post“, diskutieren Vertreter der Bundesregierung, Tobias Wolny (BP Europa SE), Dr. Klaus Bonhoff (NOW GmbH), Jenny Walther-Thoss (WWF) und Stefan Schreiber (Präsident des VDB) über geeignete Rahmenbedingungen für CO2-reduzierte Kraftstoffe und alternative Antriebe zur Erreichung der Klimaschutzziele.

Mehr als 550 Teilnehmer aus mehr als 30 Nationen sind der Einladung von fünf Verbänden der deutschen Biokraftstoffwirtschaft gefolgt, um sich auf dem internationalen Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ am 21./22. Januar 2019 in Berlin über Marktentwicklungen, technologische Innovationen und die Zukunft der erneuerbaren Mobilität zu informieren.

Kontakt zu den Veranstaltern:

Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE)
Godesberger Allee 142-148
53175 Bonn
Tel.: 0228/81002-22
Fax: 0228/81002-58
info@bioenergie.de
www.bioenergie.de

Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP)
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
Tel.: 030/31904-202
Fax: 030/ 31904-4 85
info@ufop.de
www.ufop.de

Bundesverband der deutschen
Bioethanolwirtschaft (BDBe)
Reinhardtstraße 16
10117 Berlin
Tel.: 030/3012953-0
Fax: 030/ 3012953-10
mail@bdbe.de
www.bdbe.de

Verband der deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. (VDB)
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
Tel.: 030 – 72 62 59 11
Fax: 030 – 72 62 59 19
info@biokraftstoffverband.de
www.biokraftstoffverband.de

Fachverband Biogas e.V. (FvB)
Angerbrunnenstraße 12
85356 Freising
Tel. 08161 984660
Fax 08161 984670
info@biogas.org
www.biogas.org

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Mit angewandter Mathematik und Informatik die Energiewende vorantreiben

Daran arbeiten Forschende des Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM. Auf der E-world zeigen sie in Halle 4 am Stand 4-619 aktuelle Technologien und Projekte zur Energiewirtschaft – vom Energiemanagementsystem Amperix über Regelungskonzepte für Energienetze bis hin zu finanzmathematischen Methoden. Die Messe findet vom 5.2.2019 – 7.2.2019 in Essen statt.

Die Energiewende stellt Stromanbieter, Stadtwerke, Netzbetreiber und Technikentwickler vor neue Aufgaben, die sich mithilfe unterschiedlicher Methoden der Mathematik und Informatik des Fraunhofer ITWM lösen lassen.

Amperix® unterstützt Energieautonomie

Die »Green by IT«-Gruppe präsentiert das Amperix® Energiemanagementsystem und die myPowerGrid-Plattform: Der Amperix® vernetzt Erzeuger und Speicher unterschiedlicher Hersteller und vollzieht die Sektorenkopplung von Strom, E-Wärme und E-Mobilität in Privathaushalten und der Industrie. Energiedienstleistungen wie prognosebasierte Eigenverbrauchsoptimierung und Peak-Shaving des Netzbezugs (physikalisch und 15-Minuten RLM) können über drei Sektoren gleichzeitig betrieben werden. Die myPowerGrid-Plattform dient als Informationsschnittstelle zum Kunden und Techniker. Außerdem werden über die Plattform neuartige Geschäftsmodelle wie Microgrids oder Schwarmkonzepte und die gemeinschaftliche, verteilte Erbringung von Energiedienstleistungen umgesetzt.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt auch das Vorzeigeprojekt Schoonschip in Amsterdam. Dort wird die ITWM-Technologie in 30 schwimmenden Häusern mit PV-Erzeugern, Batteriespeichern und Wärmepumpen installiert: Das Microgrid strebt eine weitgehend autonome Energieversorgung an und bildet zukünftig das nachhaltigste schwimmende Quartier in Europa. Durch das Amperix® EMS werden hier vier Energiedienstleistungen über zwei Sektoren gleichzeitig realisiert.

Optimale Instandhaltungsplanung von Anlagen mit Machine Learning

In die Zukunft denken ebenso die Projekte rund um Predictive Maintenance (PM). Eine zuverlässige Vorhersage der Anlagenverfügbarkeit ist Bestandteil jeden Predictive Maintenance Systems. Denn auch in punkto Energie heißt es, eine Anlage ist nur dann zuverlässig produktiv, wenn sie zeitnah instandgesetzt wird, d.h. Wartung und Reparatur bei Bedarf erfolgen.

»Die Erkennung komplexer Muster vergangener Ereignisse sowie deren Eigendynamik und Trends sind der Schlüssel des von uns entwickelten Systems«, so Andreas Wirsen vom Fraunhofer ITWM. »Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit der Lösungsfindung zu unterschiedlichsten industriellen Fragestellungen; dazu setzen wir u.a. Methoden des Maschinellen Lernens ein«.

So werden einerseits im Idealfall die Risiken für bestimmte unerwünschte Ereignisse belastungsabhängig prognostiziert und die Wartungsaufwände angepasst. Andererseits werden Anlagenzustände basierend auf Sensorsignaldatenströmen mathematisch modelliert und in Risikogruppen unterteilt. Fehler oder Ausfälle können so bewertet und verhindert werden, noch bevor sie passieren.

MathEnergy: Regelungskonzepte für Energienetze der Zukunft

Um wiederkehrende mathematische Grundprobleme geht es auch beim Projekt MathEnergy bei der Modellierung, Simulation und Regelung hierarchischer Energienetze. Denn in Bezug auf eine CO2-neutrale Energieversorgung muss der Blick weit gefasst werden – zum Energiekreislauf gehören Erzeugung, Umwandlung, Transport, Speicherung und Verbrauch in Strom-, Gas- und Wärmenetzen. Wichtig ist die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit.

Ziel des Projektes MathEnergy ist die Erstellung einer Softwarebibliothek, die das komplette gekoppelte Gas- und Stromnetz Deutschlands in allen Ebenen abbildet und die Steuerung des Gesamtnetzes signifikant verbessert. Das Verbundprojekt MathEnergy wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Finanzmathematik für die Energiewirtschaft der Zukunft

Um die Zukunft der Energienetze dreht es sich auch im BMBF-Projekt ENets, aber hier aus finanzmathematischer Perspektive: Das Projektteam erstellt Prognosemodelle, wie sich der Bedarf an Strom im Jahresverlauf entwickelt, um das Stromnetz optimal zu gestalten. Zum Beispiel um an Spitzentagen Zukäufe aus dem Ausland zu vermeiden und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Aber die Finanzmathematik hat noch andere Bereiche im Blick: »Erneuerbare Energien verändern die Energiewirtschaft und damit auch ihre Aufgaben und Herausforderungen. Wir liefern individuelle Lösungen von der Modellierung einzelner Commodities bis zur Implementierung einer vollständigen Risiko-Controlling- Software«, so Andreas Wagner vom Fraunhofer ITWM.

Besuchen Sie die Experten des Fraunhofer ITWM auf der E-world in Essen in Halle 4 am Stand 4-619 und lassen Sie sich mehr zu den aktuellen Technologien und Projekten berichten. Auch für Hintergrundgespräche und Interviews stehen sie zur Verfügung.

Weiter Informationen zu den Projekten gibt es auf der Website unter folgenden Links:

Zum Amperix und dem Energiemanagementsystem myPowerGrid
Zur Pressemeldung: Schoonschip Community in Amsterdam nutzt ITWM-Technologie
Zur Optimalen Planung der Instandhaltung (Predictive Maintenance)
Zum Projekt MathEnergy: Regelungskonzepte für Energienetze der Zukunft
Zur Finanzmathematik für die Energiewirtschaft

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Rothaus geht mit KHS den nächsten Schritt in der Glasabfüllung

Besser in allen Belangen: Rothaus setzt auf den Füller KHS Innofill Glass DRS und profitiert dabei von wesentlichen Neuerungen. Denn KHS hat seinen Glasfüller gezielt weiterentwickelt. Für die Brauerei bedeutet das eine leistungsstarke und zugleich zuverlässige Abfüllung des Bieres.

Der Name ist nicht neu. Mit dem Innofill Glass DRS bietet KHS seinen Kunden seit Jahren einen etablierten Glasfüller, der immer wieder mit neuen Lösungen an die Bedürfnisse der Anwender angepasst wurde. Die Version der Maschine, die bei der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG steht, ist dennoch eine ganz besondere. Die flexible Linienmaschine mit ihren 132 Füllstationen, für bis zu 50.000 Flaschen pro Stunde, ermöglicht eine hygienische Abfüllung bei geringem CO2– und Medieneinsatz. An gleich vier Punkten hat sich KHS mit seinem Know-how aus 150 Jahren Erfahrung in der Brauereitechnik spürbar verbessert.

Clevere Technik im kompakten Format

Rothaus füllt auf seiner Neuinvestition 0,5-Liter- und 0,33-Liter-Flaschen ab. Schnelle Formatteilwechsel sorgen für eine hohe Flexibilität bei Produktionsplanung und Anlageneffizienz. KHS bietet dazu als neuen Standard seine hygienische Schnellverriegelung QUICKLOCK. Flaschenführungsteile sind mit wenigen Handgriffen getauscht und halten sicher dank des Formschlusses zwischen Auflage und Formatteil. Die Umstellzeit für Füller mit einem Verschließer reduziert sich um bis zu 33 Prozent auf nur noch 15 bis 20 Minuten. „Einfache Schaltknäufe lösen und befestigen nicht nur, sondern sind auch stabil, sodass sie beispielsweise Glasbruch oder Chemikalien standhalten“, erklärt Ludwig Clüsserath, Leiter Entwicklung Fülltechnik bei KHS.

Damit es gar nicht erst zu einem möglichen Flaschenbruch kommt, ist der Innofill Glass DRS zudem mit dem zum Patent angemeldeten SOFTSTOP-System ausgestattet. Dieser kompakt und hygienisch gebaute Flaschenstopper wird bei voller Leistung aktiviert. Eine Lichtschranke misst hier die Abstände der Behälter bei der Zuführung in den Füller. Anschließend sorgt ein Bremskeil für ein schonendes Abbremsen des Flaschenstroms, sodass der Füllprozess und die Aufschäumung bei konstant hoher Leistung erfolgen. Das erzeugt eine stabile Qualität der Abfüllung. Ein Umbau für andere Formate ist nicht notwendig und dank der neuen Bremsrampe gibt es kein zusätzliches Scuffing[1] und weniger Lärm.

Alleinstellungsmerkmal für mehr Qualität

Beim anschließenden Füllen sorgt das einzigartige Assistenzsystem DIAS für einen überwachten Füllprozess. Drucksensoren in jedem einzelnen Füllventil bieten eine lückenlose Überwachung von Druck, Zeit und Schrittfolge. Abweichungen von Sollwerten werden dadurch sofort erkannt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Kontrolle der Evakuierungs- und CO2-Spülprozesse zur Realisierung niedriger Sauerstoffaufnahmen. Flaschenbruch wird lückenlos über den gesamten Bearbeitungswinkel erkannt und die Bottle-Burst-Routine[2] gestartet. Die Daten der Sensoren können als Druckkurve auf dem Bildschirm aufgerufen werden. „Bediener bekommen dadurch die Möglichkeit, Fehler schnellstmöglich zu erkennen“, sagt Clüsserath. In der Praxis führt das nicht nur zu einer gezielten und schnellen Reparatur und einer Entlastung der Bediener, sondern dient auch als Basis für eine vorbeugende Wartung. Mit den Daten ist eine statistische Beurteilung der Ergebnisse möglich, anhand der sich zukünftige Fehlerquellen bereits im Vorfeld beseitigen lassen. Das sorgt für gleichbleibende Qualität und eine Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs.

Ein weiteres wesentliches Merkmal ist die kamerageführte HDE-Regelung OPTICAM. Der durch die HDE[3] erzeugte Schaum verdrängt den Restsauerstoff aus der Flasche und ist daher für die Qualität des Bieres von sehr großer Bedeutung. Da das Aufschäumen jedoch von diversen Parametern im Füllprozess abhängig ist, ermöglicht KHS mit seiner neuen kamerageführten HDE-Regelung eine ständige Kontrolle und Regelung der Schaumkrone unabhängig vom Bediener. So kann Rothaus einerseits einem übermäßigen Bierverlust durch Überschäumen vorbeugen, gleichzeitig aber auch unzureichend aufgeschäumte Flaschen erkennen und ausschleusen. Kommt es beim Bier zu hohen Fehlerquoten, erfolgt ein Produktionsstopp und die Bediener können die Ursache in einer übersichtlichen Auswertung ablesen.

Mit der Entscheidung für die optionalen Ausstattungen SOFTSTOP, DIAS und OPTICAM sichert die gesamte KHS-Anlage bei Rothaus durch mechanische und digitale Lösungen die Qualität des Bieres im gesamten Abfüllprozess.

[1] Scuffing ist der englische Begriff für Scheuern. Es bezeichnet in der Getränkeindustrie die sichtbaren Spuren an den breitesten Stellen einer Flasche. Sie entstehen z. B. auf Transportbändern oder in Kästen.

[2] Flaschenplatzer oder –bruch (Bottle Burst) während des Füllvorgangs werden erkannt und durch eine festgelegte Routine aus der Produktion entfernt, z. B. um die Kontamination anderer Behälter mit möglichen Splittern zu verhindern.

[3] Zur Reduktion des Restsauerstoffs wird das Bier vor dem Verschließen mit einem feinen Wasserstrahl zum Überschäumen gebracht: die sogenannte Hochdruckeinspritzung (HDE).

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Energiesparmeister-Wettbewerb sucht Deutschlands beste Klimaschutz-Schulen

Jeder kann in seinem Umfeld einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Frage, welche Ideen Schüler für den Schutz des Klimas einbringen können, geht der Energiesparmeister-Wettbewerb nach. Bereits zum elften Mal werden Deutschlands beste Klimaschutz-Schulen gesucht.

Ob Recycling-Aktion an der Grundschule, Smart-Energy-Programm an der Berufsschule oder Trinkwasserprojekt am Gymnasium – der Schulwettbewerb zeichnet in jedem Bundesland das beste Klimaschutzprojekt mit Schülern aller Altersgruppen aus. Bewerben können sich ab sofort alle Klimaschützer an Schulen im Internet unter www.energiesparmeister.de. Den 16 Landesssiegern und einem Sonderpreisträger winken Geld- und Sachpreise im Wert von 50.000 Euro sowie eine Projektpatenschaft mit einem Unternehmen aus ihrer Region. Bewerbungsschluss ist am 4. April 2019.

Im vergangenen Jahr konnte die Arche Schule in Waren an der Müritz das beste Klimaschutzprojekt in Mecklenburg-Vorpommern vorweisen. So werden an der Grundschule die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit theoretisch vermittelt und auch praktisch umgesetzt. Es wird auf Einwegplastik verzichtet und bei der Verpflegung auf Regionalität gesetzt. Die Kinder werden im Energiesparen geschult und regelmäßig führen Exkursionen zu Erzeugern erneuerbarer Energie. Für ihr Engagement haben die Landessieger 2.500 Euro sowie eine Patenschaft mit der WEMAG erhalten. „Auch, wenn es nicht für den Bundessieg gereicht hat, bin ich überzeugt davon, dass die jungen Schülerinnen und Schüler der evangelischen Grundschule Waren auf dem richtigen Weg sind. Klimaschutz braucht oft einen langen Atem. Das sehen wir zum Beispiel an den Klimawäldern, die wir seit fast zehn Jahren mit unseren Kunden pflanzen. Die Ergebnisse werden erst den nächsten Generationen zugutekommen“, sagte Thomas Murche, technischer Vorstand der WEMAG und verwies darauf, dass auch die Preisträger der vergangenen Wettbewerbsjahre die Chance auf eine Auszeichnung haben: Auf das Projekt mit der überzeugendsten Weiterentwicklung wartet ein mit 1.000 Euro dotierter Sonderpreis. Als ökologisch ausgerichtete Energieversorgerin unterstützt die WEMAG auch in diesem Jahr wieder diesen Nachwuchswettbewerb und steht der Gewinnerschule als Pate auf dem Weg zum Bundeswettbewerb zur Seite.

Durch die Auszeichnung mit dem Energiesparmeister-Titel sollen schulisches Engagement für Klimaschutz honoriert und Schüler und Lehrer für das Thema sensibilisiert werden. „Allein durch ihren Strom- und Heizenergieverbrauch verursacht eine mittelgroße Schule rund 300 Tonnen CO2 jährlich. Klimaschutzprojekte in Schulen tragen dazu bei, diesen großen CO2-Fußabdruck zu verringern“, sagte Lothar Eisenmann, Geschäftsführer des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) und seit zehn Jahren Jurymitglied beim Energiesparmeister-Wettbewerb. „Gleichzeitig lernen Schüler in den Projekten, wie sie selbst für den Klimaschutz aktiv werden und so ihre Zukunft mitgestalten können“, so Eisenmann.

Das in Sachen Kreativität, Nachhaltigkeit und Kommunikation überzeugendste Projekt aus jedem Bundesland wird Ende April von einer Expertenjury aus Politik und Gesellschaft bestimmt. Die sechzehn Landessieger erhalten je 2.500 Euro Preisgeld sowie die Chance auf den mit weiteren 2.500 Euro dotierten Bundessieg. Der Bundessieger wird Ende Mai per öffentlicher Online-Abstimmung auf www.energiesparmeister.de bestimmt.

Alle neuen Preisträger reisen zur Energiesparmeister-Preisverleihung am 14. Juni 2019 in das Bundesumweltministerium. Der Energiesparmeister-Wettbewerb wird unterstützt durch die vom Bundesumweltministerium beauftragte Kampagne „Mein Klimaschutz“ und ist eine Aktion der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online.

Über den Energiesparmeister-Wettbewerb

Der Energiesparmeister-Wettbewerb (http://www.energiesparmeister.de) wird durch die Kampagne „Mein Klimaschutz“ im Auftrag des Bundesumweltministeriums unterstützt. Der Schulwettbewerb wird seit elf Jahren von co2online realisiert. Dabei werden jedes Jahr Preise im Wert von insgesamt 50.000 Euro an engagierte Schüler und Lehrer vergeben.

Über „Mein Klimaschutz“ und co2online

„Mein Klimaschutz“ (https://www.mein-klimaschutz.de) ist eine Mitmachkampagne von co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums. Sie motiviert Verbraucher, den eigenen CO2-Fußabdruck dauerhaft zu verkleinern. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online (http://www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Seit 2003 helfen die Energie- und Kommunikationsexperten privaten Haushalten, ihren Strom- und Heizenergieverbrauch zu reduzieren. Unterstützt wird co2online von der Europäischen Kommission, dem Bundesumweltministerium sowie Partnern aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

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Renault Trucks D 2019: Reduziert Kraftstoffverbrauch um 7 Prozent

Renault Trucks präsentiert die Version 2019 der beiden Verteilermodelle Renault Trucks D und D Wide. Die neue Variante umfasst Verbesserungen im Bereich der Aerodynamik und des Fahrkomforts. Darüber hinaus sind die Fahrzeuge mit neuen Motoren der Abgasnorm Euro VI Stufe D ausgerüstet. Diese Neuerungen führen zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um bis zu 7 Prozent im Vergleich zur vorherigen Fahrzeuggeneration.

Motoren gemäß Abgasnorm Euro VI Stufe D

Die 5-,8 und 11-Liter-Motoren entsprechen damit nun der Abgasnorm Euro VI Stufe D, die am 1. September 2019 in Kraft tritt. Darüber hinaus wurden die Motoren der Renault Trucks Modelle D und D Wide weiter verbessert. Ergänzend erhalten die Fahrzeuge einen Partikelfilter der neusten Generation.

Um den Kraftstoffverbrauch weiter zu reduzieren erhielten die 5- und 8- Liter Motoren eine überarbeitete Software. Außerdem wurden sämtliche Nebenaggregate überarbeitet. Dementsprechend wurden die Modelle Renault Trucks D und D Wide mit einem neuen Ölkühler sowie einer neuen Wasserpumpe mit reduziertem Durchfluss ausgestattet.

Optimierte Aerodynamik

Die aktuellste Erprobung, die Renault Trucks mit dem Versuchsfahrzeug Urban Lab 2 durchführte, hat gezeigt, dass eine optimierte Aerodynamik entscheidend zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs sowie der CO2-Emissionen bei Verteilerfahrzeugen beiträgt.

Um den Luftwiderstand und den damit verbundenen Kraftstoffverbrauch erheblich zu reduzieren, wurde die Aerodynamik der Fahrzeugmodelle Renault Trucks D und D Wide weiter optimiert. Die Version 2019 erhält folglich neue Seiten- sowie einen verstellbaren Dachspoiler. Dieser lässt sich dank seiner 12 verschiedenen Einstellpositionen jeder Art von Fahrzeugaufbau anpassen.

Sicherheit und Fahrkomfort

Für mehr Sicherheit und Fahrkomfort werden die Renault Trucks D und D Wide zukünftig mit einem neuen Fahrassistenzsystem ausgestattet. Der einstellbare Geschwindigkeitsregler (ACC) ermöglicht, für eine fließende Fahrweise bei hohem Verkehrsaufkommen, automatisch einen Mindestabstand zum Vorderfahrzeug einzuhalten. Dies kann vor allem die Ermüdung des Fahrers reduzieren. Der einstellbare Geschwindigkeitsbegrenzer (ASL) ist dabei ebenfalls integriert. Die Bedienelemente dieser beiden Systeme sind in ergonomischer Reichweite des Fahrers angebracht und ermöglichen so eine effiziente und sichere Fahrweise.

Diese Ausstattungen und Verbesserungen führen insgesamt zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um bis zu 7 Prozent im Vergleich zur vorherigen Fahrzeuggeneration.

Die Renault Trucks D und D Wide 2019 stehen ab sofort zum Verkauf zur Verfügung. Sie sind kompatibel mit Biodiesel (optional bis zu 100 %) und werden auch in einer erdgasbetriebenen CNG-Version angeboten. Die Elektroausführung der beiden Fahrzeuge wird ab dem zweiten Halbjahr 2019 im Renault Trucks Werk in Blainville-sur-Orne in der Normandie gefertigt und stehen dann auch als Serienfahrzeuge zur Verfügung.

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TÜV SÜD: Zulassungsregeln für Fahrzeuge verändern sich stark

Die Zulassungsverfahren für neue Fahrzeuge sind derzeit großen Veränderungen unterworfen. TÜV SÜD, OEM und Behörden befassen sich intensiv damit. Einen besonderen Schwerpunkt bilden weiterhin Abgastests und die Prüfung automatisierter Fahrzeuge. Auf der seit Jahren etablierten TÜV SÜD-Fachtagung „Homologation“ diskutierten Experten jetzt aktuelle Probleme und die Weiterentwicklung der Homologation im nächsten Jahrzehnt.

Die Teilnehmer der Tagung waren sich einig: Trotz verschärfter Vorschriften sollen die Verfahren zur Homologation nicht zu großen Verzögerungen oder Behinderungen bei der Einführung neuer Technologien führen. „Wir wollen den Markteinritt nicht verhindern, sondern ermöglichen“, sagte Philip Puls von der TÜV SÜD Auto Service GmbH bei der Eröffnung. TÜV SÜD habe beispielsweise die Einrichtungen für Abgastests deutlich aufgestockt, um „eine Mobilität sicherzustellen, die sicher und umweltfreundlich ist.“

Im nächsten Jahrzehnt würden große Herausforderung auf die technischen Dienste, zu denen TÜV SÜD gehört, zukommen. Pascal Mast, Experte für Emissionsmessungen bei der TÜV SÜD Auto Service GmbH, stimmte die Tagungsteilnehmer auf immer komplexere Antriebe und neu hinzukommende Schadstoffmessungen von immer geringeren Konzentrationen ein. Bedeutende Veränderungen der Zulassungsverfahren wird es auch im Zusammenhang mit dem automatisiertem und autonomen Fahren geben. Die Simulation im Computer werde dabei laut Dr. Houssem Abdellatif, Leiter des Projektteams von TÜV SÜD zum hochautomatisierten Fahren, eine große Rolle spielen. Jedoch brauche es weiter reale Fahrten auf Prüfgeländen. „Am Ende bleibt so ein Auto trotz aller Software physisch“, sagte er.

Wie groß das Interesse am Thema Homologation ist, zeigte sich bereits an den Teilnehmerzahlen. Mit 195 Experten aus Industrie und Verwaltung war die diesjährige Tagung dazu vollständig ausgebucht. Die TÜV SÜD Akademie musste sogar einigen Interessenten absagen. Nahezu unisono berichteten Redner und Diskussionsteilnehmer vom schnellen Takt der Veränderungen in den Regeln. Der gerade erst eingeführte WLTP-Abgastest würde durch einen „Second Act“ noch erweitert. Auch der zusätzlich erforderliche Test der Real Driving Emissions (RDE) wird ausgebaut. Im kommenden Jahr soll er auch CO2 messen und damit den Verbrauch unter realistischen Bedingungen auf der Straße ermitteln, was zusätzlichen Aufwand bedeutet. Auf der anderen Seite ist der RDE-Test auf dem Weg zur globalen Anwendung.

Was wird aus britischen Genehmigungen?
Hoch aktuell war die Tagung bei der Diskussion von Auswirkungen des Brexits auf die Homologation. Die Konferenz fand schließlich nur einen Tag nach Annahme der Austrittsvereinbarungen durch die verbleibenden EU-Staaten statt. Die Teilnehmer erfuhren, dass zumindest für jene Genehmigungen eine Lösung in Sicht ist, die von der britischen Zulassungsbehörde erteilt wurden. Sie werden – höchstwahrscheinlich – auf die entsprechenden Stellen in anderen EU-Ländern übertragen. Noch nicht klar ist hingegen, wie die Briten mit den bestehenden Genehmigungen nach EU-Regeln umgehen werden.

Weitere Informationen unter www.tuev-sued.de/automotive.

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ArcelorMittal fordert Einführung einer grünen Grenzanpassung, um dem Klimawandel zu begegnen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Stahlwerke zu sichern

ArcelorMittal fordert die Einführung einer grünen Grenzanpassung (green border adjustment), mit der nach Europa importierter Stahl den gleichen CO2-Standards unterworfen wird wie der in Europa produzierte Stahl im Rahmen des Emissionshandelssystems (ETS). Bei der Anpassung sollen etwaige CO2-Emissionen vom Importeur ausgeglichen werden. Die Grenzanpassung würde Anreize für eine wirksame Verringerung der CO2-Emissionen schaffen und verhindern, dass die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Stahlindustrie beeinträchtigt wird.

In der 4. Handelsperiode im ETS entstehen den europäischen Stahlproduzenten zusätzliche Kosten, die Unternehmen, die in anderen Regionen der Welt produzieren und nach Europa importieren, nicht zahlen müssen.

Stahl ist ein weltweit gehandeltes Material, bei dem ungefähr ein Drittel in einem anderen Land verbraucht als produziert wird. Die Importe nach Europa sind in den vergangenen Jahren infolge globaler Überkapazitäten gestiegen, wobei die Importe aus Ländern ohne vergleichbare Klimapolitik im Jahr 2018 bei etwa 26 Millionen Tonnen lagen.

Aditya Mittal, President und CFO von ArcelorMittal, sagte auf dem jährlichen Pressetag des Unternehmens in Paris:

„Die Einführung einer grünen Grenzanpassung ist entscheidend, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die echte Verbesserungen vorantreiben. Das derzeitige System wird nichts an der Art und Weise ändern, wie Stahl hergestellt wird, sondern nur wo. Europa wird nach wie vor so viel Stahl verbrauchen wie bisher, aber der Stahl wird dann aus Ländern kommen, die keine vergleichbare Klimapolitik haben. Europa kann dann zwar behaupten, weniger Emissionen zu produzieren, aber das ist bedeutungslos, wenn nicht die Emissionen dessen, was hier verbraucht wird, berücksichtigt werden. Es gibt keine Kontinente am Himmel, und obwohl die Beiträge einzelner Länder wichtig sind, müssen Maßnahmen getroffen werden, um Carbon Leakage bei weltweit gehandelten Materialien wie Stahl zu verhindern. Ich bin überzeugt, dass wir dazu beitragen können, einen echten und positiven Unterschied zu bewirken – aber nur, wenn wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen und Anreize für Investitionen in potenzielle Transformationstechnologien zu schaffen. Ich hoffe aufrichtig, dass die politischen Entscheidungsträger Europas die Logik und die Beweggründe dafür erkennen und das ernsthaft in Erwägung ziehen werden. "

Beim Pressetag teilte ArcelorMittal auch mit, neue Technologien zu analysieren, die längerfristig und erheblich wirken, wie zum Beispiel die Speicherung und Nutzung von Kohlendioxid; die Verwendung erneuerbaren Kohlenstoffs sowie erneuerbarer Biomasse; und der Einsatz erneuerbarer Energiequellen statt Kohlenstoff. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass sowohl öffentliche als auch private Investitionen für die Demonstration, Ausweitung und industrielle Einführung bahnbrechender Technologien erforderlich sind, wie dies im europäischen Energiesektor der Fall war, der staatliche Unterstützung erhalten hat, die einer jährlichen Förderung von durchschnittlich mehr als 50 EUR / t vermiedener CO2-Emissionen entspricht.

David Clarke, Vice President Strategy und CTO, sagte:

„Stahl ist das weltweit bevorzugte Material, es ist umweltfreundlich, es unterstützt die Kreislaufwirtschaft und ist das Herzstück einer nachhaltigen Zukunft. Stahl ist anderen Materialien hinsichtlich Recyclingfähigkeit und Intensität der CO2-Emissionen überlegen. Politik-, Energie- und Technologieentwicklungen werden die entscheidenden Determinanten für erfolgreiche Emissionspfade für die Stahlerzeugung sein. Eine umfassende Unterstützung bei der Bewältigung der technischen Herausforderung vorausgesetzt, können wir davon ausgehen, dass die Stahlindustrie ihre Technologie in den nächsten Jahrzehnten anpassen kann, um die CO2-Herausforderung zu meistern. Um dies zu ermöglichen, ist es jedoch von entscheidender Bedeutung, dass die Regierungen solide Rahmenbedingungen schaffen, die gleiche Wettbewerbsbedingungen und den Zugang zu wettbewerbsfähigen, erneuerbaren Energien beinhalten.

ArcelorMittal hob den natürlichen Vorteil von Stahl gegenüber anderen Materialien hervor, sowohl hinsichtlich der Recyclingfähigkeit als auch hinsichtlich des CO2. Stahl ist einfach zu recyclen, weil es magnetisch ist und aus Abfallströmen leicht gewonnen werden kann, und es ist zu 100% recycelbar. Ein Produkt aus Stahl hat am Ende deutlich weniger CO2 erzeugt als ein Produkt aus anderen Materialien, einschließlich Glas oder Aluminium.

Um auf die Präsentationen des Pressetags zuzugreifen, besuchen Sie bitte: https://corporate.arcelormittal.com/news-and-media/publications-and-reports

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Bioethanol als Kraftstoff

Auf dem 16. Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität werden zahlreiche Parallelforen den verschiedenen technischen und ökonomischen Aspekten der Antriebe von morgen und den großen Herausforderungen durch ambitionierte Klimaschutzziele gewidmet sein.

Bioethanol, der als Beimischung oder als Reinkraftstoff weltweit am stärksten verbreitete Biokraftstoff, steht am zweiten Tag des Fachkongresses, am 22. Januar 2019, im Fokus eines Parallelforums mit Experten aus Unternehmen und Forschung in Großbritannien, Indien, Irland und den USA.

Die neuen aktuell diskutierten europäischen CO2-Flottengrenzwerte für Pkw werden von verschiedenen Seiten entweder als zu niedrig oder als zu hoch kritisiert. Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) geht davon aus, dass weder in Deutschland noch in den übrigen EU-Mitgliedstaaten allein mit schärferen Flottengrenzwerten die ambitionierten Ziele zur Minderung der verkehrsbedingten Emissionen erreicht werden können.

Vor diesem Hintergrund ist eine differenzierte Betrachtung alternativer Kraftstoffe und ihrer jeweiligen Verfügbarkeit bei der Minderung der Treibhausgasemissionen im Verkehr von großer Bedeutung. Die im Jahr 2017 in Deutschland verbrauchten Biokraftstoffe haben nach amtlichen Angaben eine Einsparung der Treibhausgasemissionen von mehr als 81 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen bewirkt. Allein durch die Beimengung von Bioethanol zu fossilem Benzin wurden national rund 2,2 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente vermieden.

Die am 13. November 2018 vom Europäischen Parlament verabschiedete Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) bietet Planungssicherheit für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse, die auch künftig einen entscheidenden Beitrag zu erneuerbaren Energien im Verkehr leisten sollen. Ebenso bietet die neue Richtlinie ab 2020 für Biokraftstoffe aus Abfällen und
Reststoffen eine Zukunftsperspektive, da für sie ein deutlich steigender Mindestanteil vereinbart wurde. Dabei sollen sie wie bisher auf die Zielvorgaben für den Einsatz erneuerbarer Energien im Verkehr doppelt angerechnet werden.

Programm des Forums „Vorteile hochoktaniger Kraftstoffe und neue (Bio-)Technologien in der Produktion von Bioethanol“ am 22.01.2018 ab 9.00 Uhr:

Zoltán Szabó, ClonBio Group Ltd (ehem. Ethanol Europe Renewables Ltd), eröffnet das Parallelforum mit einem Vortrag über hochoktanige Kraftstoffe, die aufgrund der Beimischung von Bioethanol für mehr Wirkungsgrad und Effizienz des Verbrennungsmotors sorgen. Die technischen Aspekte von Bioethanol als „Oktan-Booster“ sind seit längerem von internationalen Fachleuten vielfach untersucht worden. Zoltán Szabó analysiert die Standardisierung der Oktanwerte für E15 (USA) und E10 (Europäische Union) sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Höhe der Oktanzahl. In seiner Schlussfolgerung legt er die Auswirkungen für Klimaschutz und Gesellschaft dar, die eine angenommene Einführung von E20 oder E25 hätte.

Rahul Dagwar, Praj Industries Ltd, Pune, Indien, präsentiert die neueste Technologie des international tätigen Unternehmens im Anlagenbau für Ethanol auf Zellstoffbasis. Im Jahr 2018 wurde Praj Industries in die jährlich vom internationalen Fachmagazin „Biofuels Digest“ veröffentlichte Liste der „Top 50 Hottest Companies in Advanced Bioeconomy“ aufgenommen.

Dr. Alex Brogan, Imperial College London, Department of Chemical Engineering, hat sich mit seinem Team auf die Modifizierung des Glukodisase-Enzyms konzentriert, welches dabei hilft, die in Biomasse enthaltenen komplexen Kohlenhydrate in Pflanzenzellen aufzuspalten. Im Juni 2018 wurde in „Nature Chemistry“ über das neu entwickelte Verfahren zur Beschleunigung des Umwandlungsprozesses in Glukose als Basis für die Herstellung von Ethanol berichtet. Mit seiner Präsentation berichtet Dr. Brogan über den aktuellen Stand der Forschung und die Aussichten für eine industrielle Anwendung.

Freya Burton, LanzaTech, Chicago, USA, informiert über die erste, gemeinsam mit ArcelorMittal konzipierte Anlage im belgischen Gent, die Kohlenmonoxid aus der Stahlproduktion in Ethanol umwandeln wird. Die von LanzaTech lizenzierte Technologie nutzt Mikroben, die sich von
Kohlenmonoxid „ernähren“, um Ethanol herzustellen. Mit dem Bau wurde 2018 begonnen, die Inbetriebnahme wird bis Mitte 2020 erwartet.

Am zweiten Kongresstag bieten insgesamt 11 Foren ein breites Themenspektrum aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien im Mobilitätssektor: Deutsche und internationale Experten stellen Neuigkeiten aus der technischen Entwicklung, Forschung, Zertifizierung, Marktanalyse und den Handelsströmen vor und diskutieren mit den Kongressteilnehmern. Dort und im Aussteller-Forum mit Messeständen bietet sich auch Gelegenheit zum fachlichen Austausch und Netzwerken.

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Bioplastics Award 2018 – Finalisten stehen fest…

Die internationale Fachzeitschrift bioplastics MAGAZINE präsentiert den 13. "Global Bioplastics Oskar". Fünf Juroren aus Hochschule, Presse und Verbänden aus Amerika, Europa und Asien haben die fünf Finalisten für den international einzigartigen Bioplastics Award ausgewählt.

Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die durch innovative Ideen, Produkte oder Serviceleistungen hervorstechen und für den Einsatz von Biokunststoffen beispielhaft sind. Die Produkte mussten in 2017 oder 2018 entwickelt oder in den Markt eingeführt worden sein.

Der Preis wird am 4. Dezember anlässlich der 13. European Bioplastics Conference in Berlin verliehen. Die fünf nominierten Unternehmen / Produkte sind (ohne Rangfolge):

Loliware (USA)

Lolistraw – essbare und hyperkompostierbare Strohhalme

Viele Menschen sind sich bewusst, dass es genügend Plastikstrohhalme gibt, um den Erdball 2,5 mal täglich zu umwickeln. Strohhalme sind zum recyceln zu klein. So landen sie in der Regel auf Deponien Flüssen und dem Meer, wo sie auf unbestimmte Zeit verweilen, der Tierwelt schaden und die Natur beeinträchtigen.

Lolistraw, von Loliware aus New York, USA, das sind die weltweit ersten hyperkompostierbare und sogar essbaren Strohhalme. Sie werden mittels einer patentierten, auf Meeresalgen basierenden Technologie von Loliware hergestellt und sind kompostierbar, maritim abbaubar und gentechnikfrei.

Die Strohhalmdesigner Chelsea Briganti und Leigh Ann Tucker nennen das Material sogar hyperkompostierbar, da die Strohhalme leicht zerfallen und ohne Spuren biologisch vollständig abgebaut werden. Das Material wird in der Kompostierung zusammen mit Lebensmittelabfällen innerhalb von maximal 60 Tagen abgebaut.
Seetang ist eine erneuerbare Ressource, die keine Landressourcen benötigt und CO2 absorbiert, wodurch dieses Produkt auf Algenbasis einen ökologischen Vorteil bietet.

Die anfängliche Textur von Lolistraw ist wie Kunststoff, kann aber mit einem Geschmack oder mit zusätzlichen Nährstoffen versetzt werden. Vor der spurlosen Entsorgung hält Lolistraw in einem Getränk bis zu 8 Stunden und ist trocken bis zu 24 Monate haltbar. Wenn die Verbraucher Ihr Getränk verzehrt haben, können sie den Strohhalm essen oder kompostieren.

"Unsere Welt braucht einen radikal neuen Ansatz für den täglichen Verbrauch von Einweg-Kunststoffen, die allzu oft auf Deponien landen oder die Ozeane verschmutzen. Unsere Lösungen verwandeln Einwegprodukte durch Kompostierung in Pflanzennährstoffe oder menschlichen Brennstoff durch den Verzehr", sagt Loliware-Mitbegründerin Leigh Ann Tucker."

www.loliware.com

Technische Universiteit Eindhoven (The Netherlands)

Das weltweit erste biobasierte "Zirkulare Auto"

Das weltweit erste biobasierte "Zirkulare Auto", das von der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden entworfen und gebaut wurde, wurde Anfang des Jahres von einem Team von Studenten vorgestellt, das für die Entwicklung und Realisierung verantwortlich ist.

Dies ist das erste Mal, dass ein Fahrgestell und alle Karosserieteile aus natürlichen und biobasierten Materialien hergestellt wurden – für die Strukturteile des Autos wurden keine Metalle oder traditionellen Kunststoffe verwendet. Die Teile bestehen aus leichten und stabilen Sandwichpaneelen auf Basis von natürlichen Flachsfasern und Luminy PLA von Total Corbion PLA.

Das Auto, das vom TU/ecomotive Studententeam Noah genannt wird, wurde als Stadtauto konzipiert und verfügt über zwei Sitze und einen geräumigen Kofferraum. Noah unternimmt derzeit eine europäische Tournee und besucht Automobilhersteller, Zulieferer und Universitäten, um andere zu inspirieren. Neben seiner biobasierten Zusammensetzung ist es auch ultraleicht und elektrisch betrieben. Noah erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h und die Reichweite der Batterie reicht bis zu 240 km. Mit 360 kg beträgt das Gewicht des Autos ohne Batterien weniger als die Hälfte des Gewichts vergleichbarer Serienfahrzeuge. Neben der biobaserten Herkunft sind die Teile auch recycelbar, was zu einem 100% "zirkulären" Auto führt, das in allen Lebensphasen nachhaltig ist.

Das von Total Corbion PLA für den Einsatz im Auto gelieferte PLA ist biobasiert und recycelbar und besteht aus nachwachsenden Rohstoffen, die im Vergleich zu vielen herkömmlichen Kunststoffen eine geringere CO2-Bilanz aufweisen. Bei der Konstruktion des Fahrzeugs wurden hochwärmebeständige Luminy PLA-Typen verwendet, um eine lange Lebensdauer und ausreichende Hitzebeständigkeit zu gewährleisten.
www.tue.nl

Aakar Innovations (India)

Kompostierbare Damenbinden für Indiens Mädchen und Frauen

Die Menstruation, das natürlichste biologische Phänomen für Frauen, gilt in ganz Indien als schmutzig und unrein. Dies spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie mit dem gesamten Konzept der Menstruationshygiene umgegangen wird. Die Scham, die Geheimhaltung, der fehlende Zugang zu sauberen Binden oder Toilettenanlagen tragen zusätzlich zu den Herausforderungen bei.

Probleme wie mangelndes Bewusstsein, mangelnder Zugang und Kosten zwingen etwa 300 Millionen Frauen, sich auf alte Lumpen, Plastik, Sand und Asche zu verlassen, um ihre "Hygiene"-Bedürfnisse während ihres Menstruationszyklus zu erfüllen.

Die 12% der Frauen und Mädchen, die Zugang zu besseren Produkten haben, werfen jeden Monat rund 433 Millionen Binden weg, die einen Abfallberg von 9.000 Tonnen in Indien erzeugen. Darüber hinaus werden mehr als 80% dieser Abfälle entweder die Toilette hinuntergespült oder auf einer Deponie entsorgt.

Aakar Innovations (Belapur, Mumbai, Indien) ist bestrebt, das Schweigen über das Thema Menstruationshygiene zu brechen und allen Beteiligten, insbesondere jugendlichen Mädchen, Wissen und Orientierung zu vermitteln.

Aakar ist ein hybrides Sozialunternehmen, das es Frauen ermöglicht, bezahlbare, qualitativ hochwertige, zu 100% kompostierbare Damenbinden in ihren Gemeinden herzustellen und zu vertreiben und gleichzeitig das Bewusstsein und die Sensibilisierung für die menstruelle Hygiene zu erhöhen. Deshalb hat Aakar unter dem Markennamen Anandi eine 100% kompostierbare Damenbinde auf den Markt gebracht.

Anandi ist eine 100% kompostierbare Damenbinde mit biobasierter, kompostierbarer Polymerfolie. Es wird naturbelassener Weichkiefernholz-Zellstoff verwendet, der mehr als 97% Cellulose und Hemicellulose enthält. Der verwendete Holz-Zellstoff besteht aus reinen Cellulosematerialien mit hoher Gleichmäßigkeit der Fasern, die eine leichte Zersetzung ermöglichen.Die Rohstoffe für den Biokunststoff stammen aus natürlich vorkommender Maisstärke.

www.aakarinnovations.com

Bio4Pack (Germany)

PLA Schale für frisches Fleisch

Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit in Zusammenarbeit mit mehreren großen Unternehmen der Fleisch- und Verpackungsindustrie hat Bio4Pack eine völlig neue nachhaltige Verpackung für Frischfleisch aus nachwachsenden Rohstoffen auf den Markt gebracht. Es handelt sich hier um eine Weltneuheit, die sicherstellt, dass eine wichtige Kategorie traditioneller Kunststoffverpackungen eine vollwertige Alternative erhält und durch nachhaltige Verpackungen ersetzt werden kann.Das Tray wird aus PLA auf Zuckerrohrbasis thermogeformt und die transparente Mehrschicht-Deckelfolie besteht aus einer Schicht auf Cellulosebasis und einer Schicht aus einer PBS/ PBAT/PLA-Mischung. Sogar das Cellulose-Absorptionskissen ist biobasiert und kompostierbar.Die Frischfleischverpackung von Bio4Pack leistet einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz und Anwendung von Biokunststoffen und hat damit einen positiven Einfluss auf die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft.Die Fleischverpackung erfüllt alle Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit und kann problemlos auf allen gängigen Verpackungsmaschinen verarbeitet werden. Die Bio4Pack Fleischschalen sind in verschiedenen Farben und Größen erhältlich. Die Verpackung ist nach EN13432 für Kompostierbarkeit zertifiziert und ist 4-Sterne biobasiert.Recycling bevorzugtDie Fleischschale wird aus nachwachsenden Rohstoffen (Zuckerrohr) hergestellt, die eine erhebliche CO2-Einsparung ermöglichen.Obwohl die komplette Verpackung die EN 13432 erfüllt, untersuchen Bio4pack und andere Interessengruppen in den Niederlanden den besten Weg, PLA zu recyceln, um es als Rohstoff für neue nachhaltige Produkte und/oder Verpackungen zu nutzen.
www.bio4pack.com 

PepsiCo and Danimer Scientific (USA)

Biobasierte/kompostierbare flexible Verpackung der zweiten Generation

Seit der Markteinführung einer 100% kompostierbaren Chipstüte auf PLA-Basis im Jahr 2009 arbeitet PepsiCo gemeinsam mit Danimer an der Entwicklung der nächsten Generation biobasierter Kunststoffe, die industriell kompostierbare Snackbeutel mit dem richtigen Verhältnis aus Nachhaltigkeit, Leistung und Kosten ermöglichen könnten. Die neuen Danimer-Biokunststoffe sind Mischungen aus Biopolymeren und mineralischen Füllstoffen. PepsiCo entwickelte die richtigen Supply-Chain-Partner und arbeitete an der Optimierung der Verarbeitung der Basisfolien zu Barrierefolien und anschließend voll laminierten Folienstrukturen, die ihren Leistungsanforderungen entsprechen. Die Beutel der nächsten Generation sind in Haptik, Geräusch und Performance mit den heutigen Beuteln von PepsiCo vergleichbar und vom TÜV-Austria als industriell kompostierbar zertifiziert. Noch in diesem Jahr ist geplant, die neuen biobasierten Strukturen in Chile und Indien zu erproben. In der Zwischenzeit arbeiten Danimer und PepsiCo an einer Chiptüte der dritten Generation, die auf der PHA-Technologie von Danimer basiert und in der Heimkompostierung vollständig biologisch abbaubar sein wird.

Durch die Einführung einer industriell kompostierbaren Chipstüte als Ersatz für einen Artikel, der nicht recycelt werden kann, könnte dies einen großen Einfluss auf den Markt haben. PepsiCo’s "Performance with Purpose" hat Nachhaltigkeit in seine Geschäftsstrategie integriert. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Agenda ist die Entwicklung von Verpackungen für alle Produkte bis Ende 2025, die entweder recycelbar, kompostierbar oder biologisch abbaubar sind. Gleichzeitig sollen sie zum Ziel einer 20-prozentigen Reduzierung der Treibhausgase über die gesamte Wertschöpfungskette beitragen. Eine kompostierbare Chipstüte bietet PepsiCo die Chance, ein Marktführer für nachhaltige Snackverpackungen zu werden und hilft Wettbewerbern, Produkte zu liefern, die die Umwelt weniger belasten.

www.danimerscientific.com | www.pepsico.com

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Zuteilungsanträge 4. Handelsperiode: Voraussetzungen konkretisieren sich!

Im Dialog mit den verschiedenen Akteuren des Emissionshandels (DEHSt/UBA, Anlagenbetreiber, Berater und Verifizierer) greifen wir aktuelle Themen zur Rechtskonformität und ggf. vorhandenes Verbesserungspotential bei Ihren Zuteilungsanträgen oder Ihrer Emissionsberichterstattung auf, um Ihnen Gedankenanstöße und sinnvolle Empfehlungen und Hinweise  mit auf den Weg zu geben. Damit neben der Fülle an Informationen zu Neuerungen genug Raum für Diskussionen und Fragen bleibt, haben wir uns entschieden, die diesjährige Veranstaltung auf zwei Tage auszudehnen.

Das vorläufige Programm und die Anmeldemöglichkeit finden Sie bei der Veranstaltung auf den Seiten der Akademie.

Novelle des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes (TEHG)

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Novelle des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes (TEHG) beschlossen. Die Novelle dient der Umsetzung der geänderten Emissionshandels-Richtlinie (2003/87/EG) der Europäischen Union und ist damit die Grundlage für den EU-Emissionshandel in der 4. Handelsperiode. Die Europäische Kommission bereitet derzeit noch die einheitlichen Free Allocation Rules (FAR) vor, die die nationalen Zuteilungsverordnungen wie die Zuv2020 ablösen und als direkt anwendbare Verordnung erlassen werden.

Wichtige Änderungen neben der Aufhebung der nationalen Zuteilungsverordnungen und Anpassungen in Bezug auf den Luft- und Seeverkehr im Rahmen der TEHG-Novelle sind die unbegrenzte Gültigkeit der ausgegebenen Zertifikate und die mögliche Löschung von Zertifikaten im Fall von Stilllegung nationaler Stromerzeugungskapazitäten.

Free Allocation Rules (FAR)

Im Rahmen der Free Allocation Rules (FAR), die voraussichtlich Ende 2018 Inkrafttreten werden, wird sich wesentliches gegenüber der CIMs ändern. Die Zuteilung soll nicht mehr auf den kapazitätsbezogenen Zuteilungsberechnungen basieren, sondern auf den historischen Aktivitätsraten 2014-2018 für die erste und 2019-2023 für die zweite Hälfte der 4. Handesperiode. Die damit verbundene Definition der Benchmarks wird voraussichtlich noch einmal konkretisiert, sollte aber grundlegend in der Methodik bestehen bleiben.

Die Abgabefrist zum Versand der verifizierten Zuteilungsanträge endet voraussichtlich am 30.06.2019.

Neu und für die Anlagenbetreiber teilweise umfangreich wird das Monitoring der zuteilungsrelevanten Daten ab 2019. Für jede Anlage muss zum Zuteilungsantrag ein einmaliger „Methodikbericht“ als Basis für den stetigen „Methodikplan“ erstellt werden, auf dessen Grundlage die zukünftigen Daten überwacht werden. Der Methodikplan soll gemäß Annex VI (FAR) beinhalten:

  • eine Liste und Beschreibung aller Verbindungen an ETS und Non-ETS Anlagen inkl. Austausch von Wärme, Produkten, Abgasen und CO2
  • eine Zuordnung der Emissionen und Brennstoffenergie je Zuteilungselement
  • eine Aufteilung der messbaren Wärme nach Produktion und Fernwärmezwecken
  • eine Abgrenzung der einzelnen Unteranlagen inkl. Beschreibung der Ermittlung der einzelnen Produktionen, technischen Bestandteile, Eingangs- und Ausgangsstoffe

Neben weiteren Angaben und Prozesserläuterungen soll, wie bereits aus den Emissionsberichten bekannt, eine Methodik zum Umgang mit Datenlücken erstellt werden.

Der Methodikbericht muss nicht durch die DEHSt genehmigt werden, die Anwendung wird aber bei der Verifizierung der Zuteilungsanträge durch den Verifizierer mitgeprüft.

Bei Fragen zum Thema wenden Sie sich gerne an Herrn Maik Kadraba, Tel.: +49 30 2332021-64 oder Herrn Thilo Merz, Tel.: +49 30 2332021-66.

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