SSL-Verschlüsselung wird immer wichtiger

Das Internet soll sicherer werden. Dieser Mission hat sich Google mit dem Slogan „A secure web is here to stay“ verschrieben. Um dem Ziel näher zu kommen, hat der Internetriese nun angekündigt, dass ab Juli 2018 alle Webseiten, die weiterhin keine SSL-Verschlüsselung nutzen, im hauseigenen Browser Chrome als unsicher gekennzeichnet werden. Bislang wird solchen Seiten nur das grüne Sicherheitsschloss in der Adressleiste vorenthalten, ab Sommer soll zusätzlich der Schriftzug „Not secure“ erscheinen. Diese Entwicklung hat sich schon vor Jahren angekündigt. So werden http-Seiten ohne SSL-Verschlüsselung bereits seit 2014 in den Ergebnissen der Suchmaschine heruntergestuft.

Wer das vermeiden will, sollte sich schnellstmöglich darum kümmern, seine Webangebote auf https umzustellen. Das ist auch längst nicht so kompliziert und teuer, wie die meisten vermuten. Google stellt den Nutzern hierfür sogar Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sich beispielsweise sogenannter Mixed Content aufspüren lässt. Damit wird sichergestellt, dass die Verschlüsselung auch tatsächlich das gesamte Webangebot umfasst und nicht einzelne Inhalte von der Verschlüsselung ausgenommen werden. Auch die Kosten halten sich in Grenzen. Die Initiative Let’s Encrypt von Google, der Electronic Frontier Foundation (EFF), Mozilla und weiterer Software-Unternehmen bietet kostenlose SSL-Zertifikate an, und auch deutsche Hoster halten für ihre Kunden gebührenfreie Alternativen bereit.

Für Webseiten-Betreiber ist dieser Schritt von Google ein weiterer Anreiz, ihre Webseiten auf Vordermann zu bringen und eine sichere Verschlüsselung zu implementieren. Werden Kundendaten erhoben, wie bei einem Kontaktformular, einer Newsletter-Anmeldung oder einem Mitgliederbereich mit Log-in, ist dies mit Blick auf die im Mai in Kraft tretende EU-Datenschutz-Grundverordnung ohnehin geboten. Denn die Verordnung fordert „geeignete“ Maßnahmen zum Schutz der übertragenen Daten. Und das heißt im Klartext: Verschlüsselung ist Pflicht.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

kohlpharma wählt BOARD als neues Reporting-Tool

BOARD International, führender Softwareanbieter einer All in One-Plattform für Business Intelligence, Performance Management und Advanced Analytics, hat den größten deutschen Arzneimittelimporteur kohlpharma als Kunden gewonnen. Der All in One-Ansatz, die Geschwindigkeit der Umsetzung und die Agilität der BI-Lösung haben kohlpharma überzeugt, in Zukunft bei der Analyse von Daten auf BOARD zu setzen.

Als einer der größten Parallelhändler in Europa leistet kohlpharma mit preisgünstigeren Markenarzneimitteln einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der Arzneimittelausgaben. Patienten und Krankenkassen profitieren von den realisierten Einsparungen, Ärzte schonen ihr Budget und schaffen sich so Freiräume für die optimale Therapie. Dieses Geschäftsfeld steht täglich vor großen Herausforderungen, um bei niedrigeren Preisen für den Verbraucher profitabel zu sein. Gerade der Vertrieb ist auf möglichst marktnahe und zielgruppenspezifische Informationen angewiesen, um optimale Entscheidungen treffen zu können. Deswegen hat sich kohlpharma entschlossen, sein Vertriebs-Reporting neu aufzubauen. Das Reporting soll schlanker und deutlich agiler werden. Dank Dashboards können die Informationen zielgerichteter und individueller abgerufen werden. Zurzeit nutzen 72 Mitarbeiter BOARD. Nach Abschluss der ersten Phase im Bereich Vertriebsreporting wird kohlpharma die Realisierung Stück für Stück auf weitere Unternehmensbereiche erweitern. Damit löst BOARD die bisherige Anwendung Cognos ab und ersetzt das auf Tabellenkalkulation basierende Reporting-System durch eine moderne, nachhaltige Plattform.

Für die BOARD-Lösung spricht vor allem der integrierte Ansatz für alle Anwendungsbereiche von Analyse, Planung und Reporting, der es kohlpharma erlaubt, nicht nur seine aktuellen Bedürfnisse zu erfüllen, sondern auch diverse Anpassungen und Erweiterungen in der Zukunft vorzunehmen. Außerdem können neue Applikationen ohne Programmierung erstellt werden, so dass für die Durchführung von Analysen und Auswertungen keine vertieften IT Kenntnisse notwendig sind. Das macht die Bedienung für die Mitarbeiter sehr einfach und trägt maßgeblich zur hohen Akzeptanz der Lösung bei den Anwendern bei. BOARD werden verschiedenste Quellen zugeführt, welche in einem übersichtlichen Dashboard darstellbar sind. Damit hat das langwierige Switchen zwischen Anwendungen bzw. Quellen ein Ende. Von der Bündelung und Verarbeitung aller Informationen in einem einzigen System verspricht sich kohlpharma auch eine deutliche Effizienz-, Qualitäts- und Transparenzsteigerung.

„BOARD hilft uns unsere Agilität zu steigern, um im dynamischen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und unsere Position als Marktführer weiterhin zu behaupten. Dank BOARD haben wir bei der Schaffung und Nutzung neuer Anwendungsgebiete und Funktionen ein flexibles und einfach zu bedienendes System etabliert. Zudem lässt sich das Tool script- und programmierfrei verwenden, was eine schnelle Realisierung von Ideen ohne IT-Kenntnisse ermöglicht. Das bietet so kein anderer Anbieter“, sagt Marc Hargarter, Leiter des Vertriebsinnendienstes bei kohlpharma.

„kohlpharma und BOARD teilen sich essenzielle, gemeinsame Werte, denn wir glauben an Nachhaltigkeit und langfristigen Erfolg. Wir freuen uns, mit unserer All in One-Lösung für Analyse, Planung und Reporting kohlpharma dabei zu unterstützen, die Nachhaltigkeit durch fundierte und damit bessere Entscheidungen zu erreichen. Das ist eine wichtige Mission, die wir sehr ernst nehmen und die Teil der Firmenphilosophie von BOARD ist“, sagt Ansgar Eickeler, General Manager Central & East Europe bei BOARD.

Über kohlpharma
kohlpharma kauft Original-Markenarzneimittel namhafter Pharma-Hersteller ausschließlich bei in den Mitgliedsstaaten der EU lizenzierten Pharma-Großhändlern preisgünstig ein und importiert sie nach Deutschland. 1979 als Ein-Mann- Unternehmen von Edwin Kohl in Perl gegründet, arbeiten für kohlpharma heute über 700 Mitarbeiter. kohlpharma ist Marktführer bei den deutschen Arzneimittelimporteuren.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Commanders Act ermöglicht Kunden die Datenverarbeitung gemäß DSGVO

Commanders Act, ein europäischer Anbieter von Enterprise-Lösungen für Tag-, Daten- und Customer-Journey-Management, gibt bekannt, dass er sämtliche Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erfüllt. Die neue Verordnung der Europäischen Union soll die Regelungen zur Verarbeitung personenbezogener Daten EU-weit vereinheitlichen.

Mit dem Cookie-Zustimmungsmodul (Consent) „Privacy“ bietet Commanders Act seinen Kunden einen entsprechenden zusätzlichen Schutz: Privacy sorgt für eine DSGVO-konforme Nutzereinwilligung für alle Marketing-Lösungen, die über das Tag Management auf der Website und in der App implementiert wurden. Dadurch werden die Rechte der betroffenen Personen gewährleistet.

Commanders Act jetzt DSGVO-konform
Nachdem Commanders Act im April 2017 das Datenschutz-Gütesiegel ePrivacyseal erhalten hatte, verfolgte das Unternehmen in den letzten Monaten konsequent das Ziel, in allen Belangen DSGVO-konform zu werden. Dadurch können die Kunden von Commanders Act ihre Maßnahmen im Online-Marketing datenschutzkonform umsetzen.

Heute erfüllt Commanders Act sämtliche Vorgaben hinsichtlich der Infrastruktur, der allgemeinen Geschäftsbedingungen, der Dokumentation und der eingesetzten Datenverarbeitungsverfahren.

Commanders Act speichert alle erfassten Daten in Tier-4-Rechenzentren, die sich in Frankreich befinden. Sämtliche Daten lassen sich zurückverfolgen, womit die Speicherung von Daten unbekannter Herkunft systematisch verhindert wird. Alle gesammelten Daten werden anonymisiert und verschlüsselt, um eine Identifizierung einzelner Nutzer ohne ihre ausdrückliche Zustimmung (Opt-In) zu der Datenverarbeitung unmöglich zu machen.

Ein Exportmodul, das speziell für die DSGVO-Vorgabe der Datenübertragbarkeit entwickelt wurde, ermöglicht auf Anfrage des Nutzers die Extraktion sämtlicher ihn betreffender Daten. Eine einfache E-Mail-Nachricht genügt, damit Commanders Act schnell und unkompliziert alle Daten zum betreffenden Nutzer löscht.

Die bei Commanders Act eingerichteten Workflows stellen sicher, dass im Falle einer Schwachstelle beziehungsweise einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten innerhalb von 72 Stunden eine Erklärung bei den zuständigen Behörden eingeht.

Jeder Akteur trägt künftig eine stärkere Verantwortung für den Schutz personenbezogener Daten. Daher muss darauf geachtet werden, dass eine Zusammenarbeit nur mit Partnern und Auftragsverarbeitern beziehungsweise Subunternehmern erfolgt, die ihrerseits in der Lage sind, die Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung einzuhalten. Indem sie sich für Commanders Act entscheiden, erklären diese Unternehmen, dass sie die Regeln zur Auftragsverarbeitung laut Artikel 28 der DSVGO einhalten.

Modul Privacy: Einwilligung zur Datenverarbeitung gemäß DSGVO
Die Datenschutz-Grundverordnung zielt darauf ab, dass jeder Besucher seine Einwilligung auf der Grundlage ausreichender Informationen abgibt, bevor seine persönlichen Daten verarbeitet werden. Das setzt voraus, dass er sowohl über die Art der erfassten Daten als auch über den Zweck der Verarbeitung informiert wird. Da die Datenverarbeitung zu mehreren Zwecken erfolgen kann, ist es die Pflicht des Unternehmens, diese Zwecke aufzulisten, anzuzeigen und eine problemlose Deaktivierung der verwendeten Dienste zu ermöglichen.

Deshalb sind ab Mai 2018 die derzeit weitverbreitetsten Methoden zur Einholung der Einwilligung unzulässig. Es genügt nicht mehr, auf „OK“ zu klicken oder einfach dem Navigationspfad zu folgen, um die Verarbeitung zu genehmigen. Die Nutzer müssen ausführlich informiert werden. Zu den Lösungen, die von den neuen Bestimmungen betroffen sind, gehören Analytics-Lösungen, Werbelösungen, Personalisierungs- und Empfehlungslösungen oder auch Lösungen zur Überwachung von sozialen Netzwerken.

Die native Integration der Consent-Lösung mit dem Tag Management verschafft Commanders Act eine einzigartige Marktposition: Durch eine bessere Verwaltung der Tags der eingesetzten Lösungsanbieter können die Marketing- & IT-Teams den Datenschutz einfacher sowie wesentlich gezielter steuern und kontrollieren, als mit eigenständigen Tools. Die Zustimmungsmeldung (Consent Banner) von Commanders Act leitet den Besucher zum Privacy Center, wo er seine persönlichen Cookie-Einstellungen verwalten kann. Anhand dieser Auswahl aktiviert das Tag Management ausschließlich die Lösungen oder Lösungsfamilien, für die der Besucher – nach Kenntnisnahme der entsprechenden Informationen – seine ausdrückliche Zustimmung erteilt hat. Nur für diese Lösungen werden die Tags ausgeführt, Cookies im Browser platziert, die gewünschten Informationen vom Marketing-Team verarbeitet und der benötigte Wert ausgegeben. Für alle anderen Lösungen werden weder Cookies platziert noch andere personenbezogene Daten erfasst.

Das Modul Privacy spiegelt die Grundsätze der DSGVO wider: Der Verbraucher soll nicht mehr widersprechen müssen, sondern sich aktiv mit der Datenverarbeitung einverstanden erklären, nachdem er ausreichende Informationen erhalten hat.

Neues Whitepaper mit Informationen rund um die DSGVO steht zum Download bereit
Die aktuelle Gesetzesentwicklung zeigt, dass Commanders Act in puncto Datenschutz stets den richtigen Kurs verfolgt hat: Schon 2012 brachte der SaaS-Anbieter das Modul Privacy auf den Markt. Darüber hinaus führt Commanders Act nicht nur Datenschutz-Audits (Zählung und Kontrolle der vorhandenen Tags, Datenerfassung), sondern auch Schulungen und Beratungen zum Thema Tag Management und Daten durch.

Welche Regeln Unternehmen mit der neuen EU-DSGVO einhalten müssen, wie sie sich darauf vorbereiten und wie sie ihre Kundendaten DSGVO-konform verwalten, erklärt das neue Whitepaper „Ab Mai ohne Nutzerdaten?!“, das unter folgendem Link *kostenlos zum Download* bereitsteht: http://www2.commandersact.com/…

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

BHP Billiton: Freude über die Dividende

Die Zahlen zum ersten Halbjahr von BHP Billiton (WKN: 908101) haben Licht- und Schattenseiten. Marktbeobachter sind sich nicht wirklich sicher, wie sie die Daten letztlich werten sollen. Der Rohstoffkonzern macht im ersten Halbjahr einen Umsatz von 21,8 Milliarden Dollar, das ist ein Minus von 16 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Verschuldung um 23 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar. Damit kommt man dem eigenen Verschuldungsziel von 10 Milliarden Dollar bis 15 Milliarden Dollar sehr nahe.

Der Gewinn von BHP Billiton sinkt um 37 Prozent auf 2 Milliarden Dollar. Dennoch steigt die Dividende an. Entsprechend wird der Dividendenvorschlag sehr gut aufgenommen. 0,55 Dollar will der Konzern je Aktie ausschütten. Damit liegt die Ausschüttungsquote bei hohen 72 Prozent. Im Vorjahr gab es für das erste Halbjahr eine Dividende von 0,40 Dollar. Im vergangenen Geschäftsjahr gab es insgesamt eine Dividende von 0,83 Dollar, das entspricht einer Dividendenrendite von 3,8 Prozent.

Für die Analysten von Macquarie liegt das Ergebnis im ersten Halbjahr auf Höhe der Erwartungen. Der Dividendenvorschlag ist hingegen eine sehr positive Überraschung für die Experten. Da sich die Verschuldungssituation bei BHP weiter verbessert, erwarten die Analysten auch für die kommenden Halbjahre gute Dividendenzahlungen. Diese sind auch vom Cashflow abhängig, der ebenfalls eine positive Tendenz zeigt. Neben einer normalen Dividende mit einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent soll es Sonderdividenden geben. Für das laufende Jahr halten die Experten somit eine Gesamtdividende von 1,12 Dollar für möglich. Das entspricht einer Dividendenrendite von 5,4 Prozent.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht:

BHP Billiton: Freude über die Dividende

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter: http://www.goldinvest.de/newsletter
Folgen Sie uns auf Facebook: https://www.facebook.com/goldinvest.de
Besuchen Sie uns auf YouTube: https://www.youtube.com/user/GOLDINVEST

Risikohinweis: Die Inhalte von www.goldinvest.de und allen weiteren genutzten Informationsplattformen der GOLDINVEST Consulting GmbH dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Des Weiteren ersetzten sie in keinster Weise eine individuelle fachkundige Anlageberatung, stellen vielmehr werbliche / journalistische Texte dar. Leser, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Der Erwerb von Wertpapieren birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die GOLDINVEST Consulting GmbH und ihre Autoren schließen jedwede Haftung für Vermögensschäden oder die inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Artikel ausdrücklich aus. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungshinweise.

Laut §34b WpHG möchten wir darauf hinweisen, dass Partner, Autoren und/oder Mitarbeiter der GOLDINVEST Consulting GmbH Aktien der erwähnten Unternehmen halten können oder halten und somit ein Interessenskonflikt bestehen kann. Wir können außerdem nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns besprochenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen. Ferner kann zwischen den erwähnten Unternehmen und der GOLDINVEST Consulting GmbH direkt oder indirekt ein Beratungs- oder sonstiger Dienstleistungsvertrag bestehen, womit ebenfalls ein Interessenkonflikt gegeben sein kann.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Westfalia – Digitaler Zwilling vermeidet Verschwendung

Wir brauchen einen „digitalen Zwilling“ – das hört man immer öfter, wenn es um die Umsetzung einer durchgängigen Digitalisierungsstrategie für die Produktentwicklung und Produktion geht. Was dahinter steckt, betrifft vor allem die digitale Abbildung von Produkten, Maschinen und Anlagen sowie deren informationstechnische Vernetzung.    

Im Vortrag von

Westfalia Automotive – Matthias Ahlke, Operations Integration Europe, Rheda-Wiedenbrück
Manufacturing 4.0 – Auf dem Weg zur digitalen Fertigung
mit Beispielen aus der Umsetzung in der Fabrik und Supply Chain

wird erläutert, wie das Konzept des digitalen Zwillings auch für die Prozessgestaltung und permanente Planung und Steuerung über alle Fertigungs- und Montageprozesse genutzt werden kann.  Im Vordergrund steht die verschwendungsfreie Produktion und Optimierung aller Wertströme in der Supply Chain.

Hier greift das Konzept des „digitalen Prozess-Zwillings“. Das Prinzip dabei: Es werden die physischen Prozesse mit den Informationsprozessen so in Einklang gebracht, dass alle im Prozess relevanten Daten permanent synchronisiert werden.

Das klassische Lean-Konzept, das bisher vor allem von der Kraft einfacher Regeln und Visualisierung lebt, bekommt mit dem digitalen Abbild aller Zustände und Erwartungen im Prozess eine ganz neue Bedeutung. Alle Wertströme können dynamisch bewertet und hieraus zeitnah und direkt die Teilprozesse so beeinflusst werden, dass das Ziel einer verschwendungsfreien Fabrik bei hoher Lieferperformance erreicht wird.

Mehr unter www.akjnet.de/akj2018.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Mit guten Produktdaten zu mehr Kunden und mehr Umsatz im Omnichannel

Die Qualität von Produktdaten ist für Herstellter und Händler sehr wichtig. So bewerteten 92 % der 427 befragten Unternehmen (ProDa-Studie 2017) aktuelle Produktdaten wichtig, bis sehr wichtig. Kein Wunder: Fast 60 % der Unternehmen geben an, dass sie die Produktdaten täglich oder wöchentlich aktualisieren. Für 94% der Unternehmen ist die Korrektheit der Daten sehr wichtig. Die Vollständigkeit und Aktualität der Produktdaten ist jeweils für mehr als 80% der Unternehmen sehr wichtig.

SDZeCOM, Systemarchitekt und Systemintegrator für Produktdaten-Management, gibt Tipps, wie sich die Qualität von Produktdaten erhöhen lässt:

1. Definieren Sie die einzelnen Schritte und Verantwortlichkeiten bei der Erstellung von Produktinformationen.
Wer liefert die richtigen Informationen? Legen Sie fest, welche Abteilungen bzw. Personen bei der Erstellung von Produktdaten einzubeziehen sind und wo sich diese Daten zusammenführen lassen. Ein Product-Information-Management-System (PIM) unterstützt sowohl das Datenmanagement als auch einen effizienten und transparenten Erstellungsprozess.

2. Legen Sie einheitliche Standards für Ihre Produktdaten fest.

Welche Attribute gilt es grundsätzlich für alle Produkte zu beschreiben? Wie viele Bilder soll es zu jedem Produkt geben und in welcher Größe? Entsprechende Spezifikationen bzw. Datenmodelle helfen dabei, Produktdaten einheitlich und vollständig bereitzustellen.

3. Verwenden Sie eine konsistente Terminologie.
Nicht nur Art und Umfang der Produktdaten müssen konsistent sein, sondern auch Begrifflichkeiten und Maßeinheiten. Beispielsweise sollten Sie die Farbe von Artikeln einheitlich beschreiben, etwa als dunkelblau oder marineblau, und Kabellängen durchgängig in Zentimetern oder Metern angeben.

4. Passen Sie die Produktinformationen zielgruppenspezifisch an.
Jede Zielgruppe braucht spezielle Produktinformationen. Ein Hersteller zum Beispiel argumentiert gegenüber einem Händler mit anderen Produktmerkmalen, als dieser es gegenüber dem Endkunden tut. Um Produktinformationen auch in anderen Ländern zur Verfügung zu stellen, müssen Sie neben der Sprache auch Maßeinheiten und Bilder an die jeweiligen Zielgruppen anpassen. Damit der Aufwand insbesondere bei Bildern möglichst gering bleibt, sollte kein Text im Bild selbst enthalten sein – verwenden Sie lieber Bildunterschriften.

5. Optimieren Sie Ihre Produktdaten im Hinblick auf Suchmaschinen.
Wer heutzutage nach einem Produkt sucht, tut dies meist zuerst im Internet. Damit Ihre Produkte unter den Top-Suchergebnissen bei Google und Co. erscheinen, sollten die Beschreibungen vollständig sein und die richtigen Keywords enthalten. Für ein optimales Ranking stellen Onlinehändler oder Anbieter auf Online-Marktplätzen idealerweise umfangreiche und aussagekräftige Produktinformationen bereit.

6. Beachten Sie rechtliche Vorgaben.
Je nach Produkt und Zielland sind verschiedene gesetzliche Kennzeichnungspflichten einzuhalten, beispielsweise eine Altersbegrenzung gemäß Jugendschutzgesetz. Fehlt eine derartige Information oder ist sie falsch angegeben, droht Ihnen nicht nur der Vertrauensverlust Ihrer Kunden, sondern auch Ärger mit dem Verbraucherschutz sowie unter Umständen sogar eine Abmahnung oder Geldbuße.

7. Machen Sie Ihre Produktdaten für unterschiedliche Kanäle verwertbar.
Um tatsächlich von mehr Kunden und mehr Umsatz zu profitieren, reicht es nicht, nur gute Produktdaten anzulegen. Sie müssen diese auch über alle relevanten Kanäle und Touchpoints an Ihre Zielgruppen ausspielen. Hierbei ist es von Vorteil, wenn Sie Informationen schon im PIM-System – zum Beispiel durch eine automatisierte Verschlagwortung – passend zu Nutzerprofilen und Kanälen, wie Newsletter oder Print-Katalog, zusammenstellen können. Die 8 häufigsten Fehler bei der Multichannel-Kommunikation und wie PIM-Systeme helfen können, hat SDZeCOM in einem kostenfreien Download zusammengestellt.

Diese und weitere Tipps zur Optimierung von Produktdaten gibt es unter: www.sdzecom.de/downloads-5

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Ticketmaster nutzt Datorama, optimiert Marketingaktivitäten und erzielt Unternehmenswachstum

Für die Marketingexperten der internen Medienagentur von Ticketmaster galt es eine Lösung zu finden, die in der Lage war, alle Marketingdaten ihrer Kunden in einer Plattform zusammenzuführen und zu vereinheitlichen. Die Daten sollten zudem in Dashboards visuell aussagekräftig aufbereitet werden und automatisiert Erkenntnisse aufzeigen. Zudem sollte die Lösung den jeweiligen Kunden, Teams und Entscheidungsträgern die richtigen Informationen zur Verfügung stellen, so dass diese daten-basiert die Kontrolle über Performance, Wirkung und Geschäftswachstum ausüben können. Die Entscheidung von Ticketmaster für die Marketing-Intelligence-Plattform von Datorama erzielte bereits nach kurzer Zeit überzeugende Ergebnisse. Nicht nur wurde die Analyse und das Reporting deutlich effizienter, das Unternehmen konnte zudem die Kampagnenperformance deutlich steigern. Den vollständigen Anwenderbericht können Sie auf der Webseite von Datorama nachlesen. Eine kurze deutsche Zusammenfassung folgt:

Über Ticketmaster

Ticketmaster ist der weltweit führende Anbieter von Live-Ticketlösungen mit mehr als 450 Millionen umgesetzten Tickets pro Jahr. Innerhalb des Unternehmens betreut Ticketmaster Blue Digital als digitale Medienagentur seine internen Kunden aus den Bereichen Kunst, Sport, Musik, Werbung und Veranstaltungsorte. In Deutschland beschäftigt die Ticketmaster GmbH über 80 Mitarbeiter im Berliner Hauptquartier und den Büros in Hamburg und München.

Zielsetzungen

Jeden Monat führt Ticketmaster Blue Digital tausende Kampagnen für seine Kunden durch. Die digitalen Marketingexperten wussten, dass das Zusammenführen und Vereinheitlichen der in unterschiedlichsten Formaten und System vorhandenen Daten sowohl ihre größte Herausforderung als auch ihre größte Chance darstellte. „Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit, umfassende und höchst aktuelle Kundendaten für ein äußerst effektives Marketing zu nutzen. Aber, um echte Erkenntnisgewinne zu erzielen und um die richtige Entscheidung über Kampagnen, Kanäle und Verkäufe hinweg zu treffen war es notwendig, all unsere Daten in einer Plattform zusammenzuführen", erläutert Gosha Khuchua, VP of Digital Media bei Ticketmaster. „Die Informationen mussten sauber, verlässlich, vereinheitlicht und absolut aktuell sein; eine riesige Herausforderung an die Technologie und unser Business.“

Lösung

Ticketmaster entschied sich für Datoramas ganzheitliche Marketing-Intelligence-Plattform und begann mit der Integration von annähernd 300 unterschiedlichen Datenquellen, von Search über Social, Programmatic, bis hin zu in Web-Formularen gesammelten Daten. Indem Datorama sowohl fertige API-Konnektoren bereitstellt als auch über TotalConnect die Möglichkeit bietet, jedwede Datenquelle ohne technische Vorkenntnisse direkt anzubinden, erhielt Ticketmaster für das Zusammenführen aller Daten die maximale Flexibilität.

Der Datenintegration folgte die Erstellung interaktiver Dashboards, die auf einen Blick alle relevanten KPIs für die Budgetsteuerung und Performance-Messung sowie Echtzeit-Verkaufs- und Umsatzanalysen bereitstellen, so dass interne Kunden smarte Entscheidungen treffen können. Mittels der Ansicht zur kanalübergreifende Optimierung wird es beispielsweise direkt offensichtlich, ob eine Kurskorrektur vorgenommen werden muss, oder die Kampagne wie geplant weiterlaufen kann.

Ergebnisse

Heute nutzt Ticketmaster die Datorama Plattform, um allen Beteiligten – Kunden, Account Managern aber auch der Unternehmensleitung – in Echtzeit die richtigen Informationen für ihre Entscheidungen zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse für Ticketmasters Business:

[*] 30 % Umsatzwachstum für Blue Digital im Vergleich zum Vorjahr
[*] Verdoppelung des Kampagnenvolumens auf heute über 2.000 verschiedene Kampagnen pro Monat
[*] Effizienzgewinne durch automatisiertes Reporting und automatische Erkenntnisgewinne (120 Analysten-Stunden pro Monat eingespart)
[*] Um 30 % gesteigerte Performance, indem datenbasiert sämtliche Kampagnen kanal- und deviceübergreifend optimiert werden
[*] 99 % Datenintegrität

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Digitale Innovation für das Berichtswesen von Unternehmen

Das Berichtswesen auf Basis solider Kennzahlen ist eine fundamentale Informationsbasis des Managements. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Unternehmensphilosophie in die Praxis unterstützt das bayerische Unternehmen Simmeth System mit ihren Softwareprodukten seit dem Jahr 2002 bei über 100 mittelständischen und großen Unternehmen europaweit. Pünktlich zum 15jährigen Bestehen wurde von Simmeth System mit der Software KPI-Monitor 4.0. eine neue Toolbox für das „Steuern mit Kennzahlen“ entwickelt.

Gerade in den letzten Jahren, die durch immer komplexer werdende, oft international verflochtene Unternehmensstrukturen geprägt waren, hat sich gezeigt, dass im Berichtswesen viel Zeit und Kosten in die manuelle, immer wiederkehrende Erstellung und Verteilung von Geschäftsberichten fließt. Betroffen sind dabei nicht nur das Controlling, sondern alle Fachbereiche wie Einkauf, Qualität, Materialwirtschaft, Produktion, Logistik und Vertrieb. Der vollkommen neu überarbeitete „Report-Generator“ im KPI-Monitor 4.0. ermöglicht es, auf Basis von einfachen Standard Microsoft Tools beliebige Berichtsvorlagen im jeweiligen Layout des Unternehmens zu gestalten. Im Report-Generator wird dann lediglich über einen Kalender eingestellt, wer in welchen Zyklen die Berichte erhalten soll. Den Rest, das Füllen der Berichte mit den gewünschten Daten und die Verteilung, erledigt die Software automatisch. So wird aus der aufwändigen, immer wiederkehrenden Erstellung von Wochen-, Monats-, Quartals- und Jahresberichten eine einmaliger „Design-Aufgabe. Die verantwortlichen Mitarbeiter können sich nun auf Inhalte konzentrieren statt Daten aufzubereiten und zu kopieren.

Die bewährten KPI-Monitor Business Intelligence Tools, die es Analysten erlauben, Kennzahlen und deren Daten aus verschiedensten Blickwinkeln zu betrachten und zu visualisieren, wurden mit flexiblen KPI-Cockpits ergänzt. Ob auf dem Mobiltelefon, Tablet oder Desktop: die Verantwortlichen im Unternehmen können sich mit den KPI-Cockpits jederzeit schnell und einfach einen Überblick über den aktuellen Status verschaffen. Auch als elektronische Infotafeln im Unternehmen bieten sich die KPI-Cockpits an.

Für die Erstellung der Kennzahlen gibt es nun mit dem KPI-Designer ein vollkommen neues Werkzeug. Über einen Wizard werde die KPI Schritt für Schritt spielend einfach konfiguriert – von den Datenquellen und Formeln bis zu den Ampelschaltungen der Kennzahlen in den Cockpits. Damit kann die Verwaltung und Konfiguration von Kennzahlen und Berichte nun neben den oft überlasteten IT-Fachabteilungen auch von den verantwortlichen Unternehmensbereichen selbst übernommen werden.

Der KPI-Monitor 4.0. ist das optimale Tool für alle mittelständischen und großen Unternehmen, die ein effizientes, zuverlässiges Informationsmanagement auf Basis von soliden Kennzahlen und Berichten mit einem Minimum an Aufwand und Kosten und einem Maximum an Zuverlässigkeit und Transparenz anstreben.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Sprache als Bürokratie-Turbo?

Gestern hat sich der Bundesgerichtshof mit dem Ansinnen befasst, ob es zumutbar ist, Felder in Formularen mit der grammatikalisch männlichen Form der Wörter Kunde, Kontoinhaber und Sparer etc. zu bezeichnen, auch wenn diese Formulare an Frauen verschickt werden. Das Urteil wird am 13. März 2018 verkündet.

Jetzt sind Formulare und andere juristische Werke nicht gerade Texte, die man mit Vergnügen intensiv liest. Sie haben einen Zweck, nämlich Daten möglichst schnell und eindeutig zu erfassen.

Jeder, der schon einmal beispielsweise einen 600seitigen Bildungsbericht gelesen hat, weiß wie quälend es ist, immer männliche und weibliche Bezeichnungen im Wechsel zu lesen. Es bläht einen Text unglaublich auf, ohne einen inhaltlichen Mehrwert zu bieten. Manche Verfasser versuchen, sich durch substantivierte Partizipien um die ständigen Doppelnennungen herum zu drücken. Mit dem Ergebnis, das wir dann statt „Studentinnen und Studenten“ von „Studierenden“ lesen.

Was für ein ausgemachter Blödsinn: Zum einen sind Studierende nicht dasselbe wie Studenten. Denn als Student muss ich an einer Hochschule eingeschrieben sein, als Studierender nicht. Außerdem ist das Problem im Singular auch nicht gelöst, weil es der und die Studierende sein kann.

Aber zurück zu möglichen Schreibweisen: Wenn man zwei bzw. drei sexuellen Geschlechtern mit ursprünglich grammatikalisch männlichen oder weiblichen Wörtern meint gerecht werden zu müssen, kann es sein, dass man niemandem mehr gerecht wird. Was schreibt man also? Geschlechtsneutral Student*in oder Student_in? Oder doch Student/in oder gar feministisch StudentIn? Vielleicht aber auch Student*? Oder das nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zum dritten Geschlecht angebrachte StudenX? Das alles macht Formulare nicht übersichtlicher oder verständlicher, insbesondere dann nicht, wenn sich die übrigen, 57 konstruierten „Geschlechter“ demnächst auch noch auf jedem Formular wiederfinden wollen. Heiliger Bürokratius hilf!

Aus meiner Sicht wird mit solchen absurden Regelungen ohne Not die unbefangene Kommunikation zwischen Menschen unglaublich verkompliziert. So fließt eine Menge Energie in Überlegungen, wie man künstlich herbeigeführte Überempfindlichkeiten umgehen kann und für die inhaltliche Auseinandersetzung mit wichtigen Themen bleibt kaum noch Energie. Hinzu kommt: Wenn niemand mehr sicher weiß, wie man was genau formulieren „muss“, traut sich am Ende keiner mehr, überhaupt noch Gedanken zu äußern. Wo bleibt da die Freude am Denken, Sprechen und Schreiben, am Austausch mit anderen?

Erhalten Sie sich Ihre Lust an der Sprache. Gehen Sie auf Entdeckungsreise: http://www.baron-texttraining.de/index.php?id=buecher

Die Autorin:

Gabriele Baron, seit 25 Jahren freiberufliche Texterin sowie Trainerin mit dem Schwerpunkt empfängerorientierte Korrespondenz und Kundenorientierung in der Kommunikation. Autorin u.a. des Bestsellers „Praxisbuch Mailings. Print- und Online-Mailings planen, texten und gestalten.“, mi-Verlag sowie „Glückwunsch! Passende Worte zu Jubiläum, Beförderung & Co.“, Verlag C.H. Beck.

Gabriele Baron, Text & Training, Abt-Walther-Straße 4, 94081 Fürstenzell,
Telefon (08502) 48 95 27 82, info@baron-texttraining.de, www.baron-texttraining.de

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Datenschutz im Bewerbungsverfahren nach der Datenschutzgrundverordnung

Mit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und des neuen Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG 2018) am 25.5.2018 müssen sich Unternehmen auf neue Regelungen im Datenschutzrecht einstellen. Neben dem Schutz der Daten ihrer Mitarbeiter sind Unternehmen auch zum sensiblen Umgang mit Daten von Bewerbern verpflichtet. Diese sind ebenfalls „Beschäftigte“ im Sinne des BDSG 2018.

Bewerber müssen künftig bei Eingang der Bewerbung über Art und Umfang der Datenverarbeitung informiert werden. Insbesondere sind nach Art. 13 DSGVO die Namen und Kontaktdaten der Verantwortlichen und, sofern vorhanden, des Datenschutzbeauftragten des Unternehmens mitzuteilen. Ferner müssen der Zweck der Datenverarbeitung sowie die Dauer der Speicherung transparent gemacht werden („für die Zwecke des Bewerbungsverfahrens“). Schließlich sind die Betroffenen auf ihr Auskunftsrecht, das Recht zur Berichtigung oder Löschung und das Recht zum jederzeitigen Widerruf einer erteilten Einwilligung zur Datenverarbeitung hinzuweisen.

Bei Arbeitgebern, die Online-Bewerbungen ermöglichen, ist die Einhaltung dieser Anforderungen ohne erhöhten Aufwand möglich. Ein entsprechender Hinweis zu Beginn des Bewerbungsformulars oder an anderer, im Bewerbungsprozess sicher vom Bewerber wahrzunehmender, Stelle genügt.

Fraglich ist, wie Arbeitgeber, die Bewerbungsmappen bevorzugen, vorgehen sollten. Sofern auch sie auf dem Internetauftritt des Unternehmens Informationen zu offenen Stellen bereitstellen, bieten sich Datenschutzhinweise bezüglich des Bewerbungsverfahrens hier an. Falls Bewerbungen online, per E-Mail und „klassisch“ alternativ angeboten werden, gehören hierher auch Informationen zum Umgang mit Bewerbungsmappen: Diese sind grundsätzlich zurückzusenden. Falls dies einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeutet, sind sie zeitnah zu vernichten. Wenn Stellenanzeigen in Tageszeitungen geschaltet werden, sollten diese einen kurzen Hinweis hierzu enthalten oder diesbezüglich auf den Internetauftritt des Unternehmens verweisen.

Die zeitnahe Vernichtung beziehungsweise Löschung der Daten von abgelehnten Bewerbern ist eine Pflicht, die alle Arbeitgeber trifft. Dies kann jedoch bis zu sechs Monate nach Abschluss des Bewerbungsgesprächs geschehen, da die Arbeitgeber zur Abwehr etwaiger Ansprüche abgelehnter Bewerber aus dem AGG ein berechtigtes Interesse an der Aufbewahrung von Bewerbungsunterlagen haben.

Eine Speicherung der Daten über sechs Monate hinaus, etwa zur Aufforderung zur erneuten Bewerbung zu einem späteren Zeitpunkt, bedarf des ausdrücklichen, schriftlichen Einverständnisses des Bewerbers.

Datenschutzrechtlich relevant sind auch Informationen, die der Arbeitgeber im Laufe des Bewerbungsverfahrens, etwa im Vorstellungsgespräch, über den Bewerber erhält. Sämtliche Grunddaten zur Person sowie tätigkeitsbezogene Auskünfte dürfen abgefragt und innerhalb der dargestellten Grenzen gespeichert werden. Nicht gestattet sind weiterhin Fragen nach der sexuellen Orientierung, sowie religiösen, weltanschaulichen oder politischen Ansichten. Angaben oder auch nur Eindrücke hierzu dürfen nicht, auch nicht mit der Einwilligung des Betroffenen, erhoben, verarbeitet oder gespeichert werden.

Zwar wurde insbesondere aufgrund des Betreibens Deutschlands in Art. 88 DSGVO eine Öffnungsklausel für mitgliedsstaatliche Regelungen eingefügt, jedoch sind die Mitgliedstaaten lediglich frei, einen höheren Datenschutzstandard vorzusehen. Auch die in Bezug auf den Datenschutz in Unternehmen in Deutschland praktisch sehr relevanten Betriebsvereinbarungen können hiernach bestehen bleiben. Sie sollten jedoch vor Inkrafttreten der neuen Regelungen, sowie bei zukünftigen Änderungen auf Vereinbarkeit mit DSGVO und dem neuen BDSG überprüft werden.

Die DSGVO stellt die gleichen Anforderungen an Unternehmen, die ihren Sitz außerhalb der EU haben. Somit müssen sich auch etwa US-amerikanische Arbeitgeber in Zukunft bei Datenerhebung in Europa an das europäische Datenschutzrecht halten. Neu ist außerdem der Sanktionsmechanismus, welcher in Art. 83 DSGVO Geldbußen in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro beziehungsweise vier Prozent des globalen Unternehmensumsatzes vorsieht.

Praxistipp

Arbeitgeber sollten die Informationen zum Datenschutz bei Online-Bewerbungen vor dem 25.5.2018 dringend überarbeiten. Ferner sollte der unternehmensinterne Umgang mit den Daten abgelehnter Bewerber überprüft werden. Eine Speicherung über wenige Monate hinaus ist nicht gestattet und – wie andere Verstöße auch – mit beträchtlichen Geldbußen bedroht.

 

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox