Link11 DDoS-Report Q1 2018: eine neue Dimension der Gefährdung

Das Link11 Security Operation Center (LSOC) hat im 1. Quartal 2018 eine Zunahme der Attacken um 10 % gegenüber dem vorangegangenen Quartal registriert. Von Januar bis März wurden 14.736 Angriffe auf Kunden von Link11 gestartet. Das bedeutete durchschnittlich 160 Attacken pro Tag, die sich auf die Branchen Hosting/IT, Gaming, Retail, E-Commerce, Logistik, Medien und Finanzen verteilten. Bei 12 Attacken überstieg das Angriffsvolumen die 100-Gbps-Marke.

Marc Wilczek, Geschäftsführer von Link11: „Die Hochvolumen-Vektoren markieren ein neues Zeitalter in der IT-Security. DDoS-Schutz muss in neuen Dimensionen gedacht werden und keine Limitierung bei Angriffsvolumen und beim Schutz umfassender Multicloud-Strukturen der Unternehmen erzeugen.“

Steigende Angriffsvolumen durch Memcached Reflection und SSDP Reflection
Für die Erreichung der großen Bandbreiten konnte das LSOC zwei wichtige Vektoren identifizieren. Zum einen trieben die Angreifer mit SSDP die Bandbreiten in die Höhe. Der Anteil von SSDP-Attacken war im 1. Quartal mit über 27 % so hoch wie nie zuvor. Die zweite wichtige Angriffstechnik war Memcached Reflection, die bis zum 1. Quartal unbekannt war. Als einer der ersten IT-Security Unternehmen registrierte das LSOC die erste Memcached Reflection-Attacke am Vormittag des 25. Februar. Bis zum Ende des Quartals kamen weitere 157 Attacken hinzu.

Onur Cengiz, Leiter des LSOC: „Die neue Angriffstechnik Memcached Reflection kam scheinbar aus dem Nichts, die ausgenutzte Schwachstelle war aber schon lange bekannt. Weitere solcher möglichen Einfallstore für DDoS-Angreifer gibt es zu Dutzenden und ihr Gefahrenpotenzial kann genauso hoch sein wie bei Memcached Reflection.“

Weitere zentrale Ergebnisse des Reports:
Mit 14.736 Angriffen hat die Zahl der DDoS-Attacken erneut einen sehr hohen Wert erreicht
Das Link11 Security Operation Center (LSOC) verzeichnete jeden Tag im Durchschnitt 160 Attacken auf Ziele in der DACH-Region
Im 1. Quartal 2018 hat das LSOC 12 Attacken mit einem Angriffsvolumen von über 100 Gbps abgewehrt
Der Spitzenwert bei der Angriffsbandbreite betrug 212 Gbps
Unter den Reflection-Vektoren war das SSDP-Protokoll mit 27 % am stärksten vertreten

Mehr Informationen liefert der vollständige Link11 DDoS-Report Q1 2018 unter https://www.link11.com/de/ddos-report/ . Aktuelle Daten zu DDoS-Attacken, Erpressungen sowie Zahlen liefert der Link11 DDoS Blog https://www.link11.com/de/blog/ .

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Telekom-Manager Marc Wilczek verstärkt Geschäftsführung beim DDoS-Schutzanbieter Link11

Der deutsche DDoS-Schutzanbieter Link11 befindet sich auf Wachstumskurs. Für eine zielgerichtete Umsetzung der internationalen Strategie bestellt der deutsche DDoS-Schutzanbieter Marc Wilczek zum Geschäftsführer, der zuvor als Manager im Deutsche Telekom Konzern tätig war. Er verstärkt die bisherige Geschäftsführung des Unternehmens, die aus Jens-Philipp Jung und Karsten Desler besteht, und zeichnet sich künftig in der neu geschaffenen Funktion des Chief Operating Officers für den strategischen Ausbau der Geschäftsaktivitäten und Kundenbeziehungen verantwortlich. In der neuen Konstellation wird Jens-Philipp Jung den kaufmännischen Bereich bei Link11 leiten. Im Zuständigkeitsbereich von Karsten Desler liegen weiterhin die Weiterentwicklung der Link11 DDoS Filter-Cluster und der Ausbau der dafür benötigten Netzwerk-Infrastruktur.

„Die Erweiterung der Geschäftsführung mit Marc Wilczek ist ein wichtiger Meilenstein für Link11, denn so schaffen wir optimale Voraussetzungen für unseren Wachstums- und Expansionskurs“, so der Mitgründer von Link11 Jens-Philipp Jung. „Mit Marc Wilczek gewinnen wir einen ausgewiesenen Experten im Bereich der Internationalisierung, der Wachstumspläne für neue Märkte entwickelt und konsequent umsetzt.“

Marc Wilczek übernimmt ab 15. November 2017 die Rolle des dritten Geschäftsführers mit den Aufgabenschwerpunkten Geschäftsentwicklung im In- und Ausland sowie Geschäftsführung für Marketing und Vertrieb. Er ist eine erfahrene Führungskraft, die sich nicht nur in der IT-Sicherheit exzellent auskennt, sondern auch mit dem internationalen Ausbau von Strukturen und Märkten bestens vertraut ist. Neben Managementfunktionen innerhalb des Deutsche Telekom Konzerns, wo er zuletzt als Vice President bei T-Systems die Weiterentwicklung der Cloud-Strategie und des Cloud-Portfolios vorantrieb, war er zuvor als Senior Vice President Asien-Pazifik/Lateinamerika/Naher Osten und Afrika beim eHealth-Konzern CompuGroup Medical tätig. Davor wiederum leitete er u.a. als Managing Director das Asiengeschäft beim IT-Sicherheitsexperten Utimaco Safeware (heute Sophos).

„Mein Einstieg bei Link11 erfolgt zu einem sehr spannenden Zeitpunkt. Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung wird es immer wichtiger die Performance und Verfügbarkeit von Unternehmens-IT abzusichern. Link11 erfährt eine hohe Nachfrage nach DDoS-Schutzlösungen und ist aufgrund der umfangreichen Expertise in der Erkennung und Abwehr von Angriffen tonangebend in der Absicherung von Infrastrukturen und Online-Services. Ich freue mich sehr, Teil dieses innovativen und vielversprechenden Unternehmens zu werden und dessen Wachstum und Erfolg weltweit voranzutreiben“, so Marc Wilczek.

Seit Jahren wächst die Zahl der DDoS-Attacken kontinuierlich. Deloitte Global geht für 2017 von mehr als 10 Millionen Angriffen weltweit pro Monat aus. Mit Angriffsbandbreiten im Terabit-Bereich und neuen Attackvektoren sind die Angreifer ungeschützten Unternehmen meist immer einen Schritt voraus. Die ernste Bedrohungslage zeigt Wirkung: Das Bewusstsein für IT-Sicherheit im Allgemeinen sowie DDoS-Schutz im Speziellen wächst weltweit und die Investitionen in dem Bereich steigen. Immer mehr Unternehmen integrieren dedizierte DDoS-Schutzlösungen in ihre IT. Allein in Deutschland ist in den vergangenen 12 Monaten der Einsatz von Cloud-Scrubbing, wie es der Link11 DDoS-Schutz bietet, um 6 % gewachsen.

Seit 2013 ist Link11 sehr erfolgreich mit einer selbstentwickelten und cloudbasierten DDoS-Schutzlösung im deutschsprachigen IT-Sicherheitsmarkt vertreten. Mit der zum Patent angemeldeten und mehrfach ausgezeichneten Schutzlösung ist Link11 in kürzester Zeit zu einem der führenden Anbieter Deutschlands aufgestiegen. Im deutschsprachigen Raum zählt Link11 neben DAX-Konzernen führende Unternehmen aus den Bereichen E-Commerce, Finanzen und Versicherung sowie Medien und Produktion als Kunden.

(1) Deloitte: Technology, Media und Telecommunications Predictions 2017, Seite 06, https://www2.deloitte.com/…
(2) Link11: it-sa-Umfrage 2017

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