Regelinsolvenzverfahren eröffnet – Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig startet M&A Prozess

– Investorensuche für POLIGRAT wird beschleunigt
– Geschäftsbetrieb läuft in vollem Umfang weiter – Sanierung wird fortgesetzt

Das Amtsgericht München hat zum 01. September 2018 das Regelinsolvenzverfahren für die POLIGRAT GmbH eröffnet und den bisherigen vorläufigen Sachwalter, Dr. Max Liebig von der bundesweit renommierten Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter, zum Insolvenzverwalter bestellt. Sein Hauptaugenmerk gilt der Investorensuche für das weltweit tätige und technologisch führende Unternehmen in der Veredelung von Metalloberflächen, wie er den Mitarbeitern bei einer Betriebsversammlung erläuterte. Dazu wird nun ein M&A Prozess gestartet. Die im Antragsverfahren bereits eingeleitete operative Sanierung zeigt unterdessen erste Erfolge, so dass der Geschäftsbetrieb in Deutschland und bei den europäischen Tochtergesellschaften in vollem Umfang fortgeführt werden kann.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter nun die Befugnisse, um mit potenziellen Interessenten zügig eine dauerhafte Fortführungslösung für POLIGRAT zu verhandeln. "Wenn alle Beteiligten und insbesondere die Kunden und Lieferanten POLIGRAT weiter so unterstützen wie bisher, dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Zukunft dieses Unternehmens und der über 200 Arbeitsplätze in der Gruppe sichern können", so der Insolvenzverwalter in einer ersten Einschätzung bei der gestrigen Mitarbeiterversammlung.

Am Hauptstandort München und per Video-Live-Übertragung an die übrigen drei deutschen Standorte informierte er die Mitarbeiter dabei über die Eröffnung des Verfahrens und die weiteren Schritte. Von Mitarbeiterseite gab es dazu ein positives Echo und ein klares Signal zur Unterstützung des Investoren- und Sanierungsprozesses.

Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in München war in Schieflage geraten, als es sich mit Tochtergesellschaften im Ausland engagierte und dort Verluste verzeichnen musste. Diese belasteten die Muttergesellschaft letztlich so, dass die POLIGRAT GmbH am 22. Juni 2018 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens – zunächst in Eigenverwaltung – stellen musste.

In der Folge gelang es unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters, die operative Sanierung einzuleiten, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und ohne Einschränkung weiter zu produzieren. Im Interesse einer bestmöglichen Gläubigerbefriedigung durch eine erfolgreiche Sanierung entschied das Amtsgericht München mit Beschluss vom 01. September 2018 einen Insolvenzverwalter einzusetzen, da es das Regelinsolvenzverfahren zur Erreichung der Verfahrensziele gegenüber dem zunächst angestrebten Eigenverwaltungsverfahren als erfolgversprechender erachtete.

"POLIGRAT ist ein sanierungsfähiges und -würdiges Unternehmen mit Potenzial. Schon die bisherigen Gesellschafter strebten eine Nachfolgelösung mit Beteiligung neuer Investoren an. Im Insolvenzverfahren treiben wir die Investorensuche nun mit Hochdruck voran, um dieses Zukunftspotenzial im Interesse der Gläubiger wie der Arbeitnehmer auszuschöpfen", erläutert Dr. Max Liebig.

Seit über 65 Jahren ist das Unternehmen spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und Anwendung von Verfahren zur chemischen und elektrochemischen Veredelung von Metalloberflächen unter anderem in Architektur, Maschinenbau und Medizintechnik und verfügt hier über technische Alleinstellungsmerkmale. POLIGRAT-Verfahren werden weltweit erfolgreich eingesetzt für Oberflächen, die höchsten Anforderungen an Funktionalität und Aussehen entsprechen müssen und deren Herstellung betriebssicher erfolgen muss. Die Umsetzung erfolgt durch die Lieferung schlüsselfertiger Verfahren und Einrichtungen einschließlich Anlagen und Chemikalien oder durch die Anwendung der Verfahren als Dienstleistung in eigenen Lohnbetrieben und vor Ort beim Kunden.

Der auf seinem Gebiet international führende Systemanbieter beschäftigt rund 230 Mitarbeiter an neun Standorten in Europa, davon 150 in Deutschland. Der Umsatz der POLIGRAT-Gruppe beläuft sich auf rund 25 Millionen Euro im Jahr. POLIGRAT-Verfahren wurden unter anderem beim Bau des Münchner U-Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum und bei der Herstellung von Mars-Sonden angewendet.

Weitere Informationen

Diplom-Kaufmann Dr. Max Liebig ist aufgrund seines betriebswirtschaftlichen Hintergrunds fokussiert auf die operative Fortführung von Unternehmen in Krisensituationen. Er wird seit 2010 häufig von Gerichten als Insolvenzverwalter sowie als Sachwalter bestellt, um in dieser Funktion nachhaltige Sanierungslösungen für Not leidende Betriebe und deren Gläubiger zu finden. Ende 2017 schloss er sich der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter an, die seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren in Deutschland gehört.

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BV ESUG: Das Rettungswerkzeug Eigenverwaltung funktioniert – ESUG Evaluierung zieht positives Fazit: Erwartungen wurden erfüllt

Das ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) hat die Erwartungen erfüllt und ist ein Meilenstein für eine Verbesserung der deutschen Insolvenzkultur. Die Evaluierung des vor rund sechs Jahren in Kraft getretenen Sanierungsgesetzes zieht damit ein positives Fazit, erklärte Justizministerin Dr. Katarina Barley bei der Ergebnisvorstellung im Bundestag.

„Das Rettungswerkzeug Eigenverwaltung funktioniert. Als Erfolgsfaktoren erweisen sich die rechtzeitige Antragstellung und eine professionelle Beratung. Das umfasst die Vorabstimmung mit dem Gericht, ein plausibles Sanierungskonzept und die Unterstützung der wesentlichen Gläubiger für den Sanierungsweg“, sieht sich Robert Buchalik, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes ESUG und Sanierung (BV ESUG), durch das Gutachten bestätigt. Er begrüßt die positiven Einschätzungen von Justizministerin Barley ausdrücklich, die eher in großen gesamtwirtschaftlichen Bögen und nicht in kleinen Karos denkt. „Frau Barley zeigt“, so Buchalik, „dass Justizpolitik an dieser schwierigen Schnittstelle zwischen Krise und Insolvenz immer auch Gesellschafts- und in diesem Fall besonders auch Wirtschaftspolitik ist, und dieses Denken wird durch die Ministerin in hervorragender Weise repräsentiert.“

Die Kritiken zum ESUG sind durchaus unterschiedlich: So bewerten vor allem Schuldner- und Unternehmensberater, Geschäftsleiter wie auch Gläubiger, Gläubigerberater und Mitglieder im Gläubigerausschuss das ESUG positiv und sehen ihre Erwartungen eher als erfüllt an. Die Sachwalter und Insolvenzverwalter, die bei der Eigenverwaltung anstatt einer Regelinsolvenz wirtschaftliche Nachteile erfahren, bewerten es zumindest als befriedigend, fürchten aber erkennbar um ihren Einfluss im Insolvenzverfahren. Einige Richter und Rechtspfleger stehen dem Gesetz immer noch skeptisch gegenüber. Eine Rückkehr zum alten Insolvenzrecht wird von der fünfköpfigen Expertenkommission in dem 330 Seiten starken Bericht jedoch erfreulicherweise nicht empfohlen. „Der bestehende gesetzliche Werkzeugkasten kann noch verbessert werden, jedoch ist er im Interesse der Wirtschaft weiter auszubauen“, fordert Sanierungsexperte Buchalik, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Buchalik Brömmekamp.

Die Studie untersuchte rund 1.600 Eigenveraltungsverfahren innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Das ist ein Anteil von rund 3,5 Prozent an allen Unternehmensinsolvenzen. Besonders beliebt ist das Verfahren bei größeren Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 10 Mio. Euro. Laut der Expertenanalyse funktioniere das Insolvenzplanverfahren im Wesentlichen gut und die Anwendungsmöglichkeiten haben sich deutlich erweitert. Die positiven Auswirkungen vor allem auf die Gläubiger zeigen darüber hinaus die erzielten Befriedigungsquoten. In der Eigenverwaltung liegen diese durchschnittlich bei zehn Prozent, so eine erweiterte Studie des BV ESUG. Dieser Wert liegt damit deutlich über den oft niedrig einstelligen Werten von zwei bis drei Prozent, die im klassischen Regelverfahren erreicht werden.

Die Befürchtung, dass durch die Stärkung der Gläubigerrechte die Unabhängigkeit der Verwalter leide, haben sich nicht bewahrheitet. Zumal viele Sachwalter ihre Aufsichtsrolle deutlich aktiv wahrnehmen und teilweise Aufgaben des Schuldners übernehmen. Dass sich auf diese Weise der Kreis der Insolvenzverwalter, die für solche Sanierungen überhaupt als Sachwalter infrage kommen, deutlich verkleinert, ist aus der Sicht des Beiratsvorsitzenden des BV ESUG, Prof. Dr. Hans Haarmeyer, ein zu begrüßender Effekt des ESUG. Das Gesetz fördere die unternehmerisch denkenden Verwalter mit Sanierungsansatz gegenüber den „Plattmachern“.

Deutliche Vorteile des vielfach gerühmten Schutzschirmverfahrens nach § 270b InsO werden in der Studie nicht gesehen. Diese zweite Form der Eigenverwaltung, die Unternehmen nutzen können, sofern diese noch nicht zahlungsunfähig sind, fristet auch aufgrund einer gesetzlichen Fehlkonstruktion ein Schattendasein und kommt in der Praxis immer weniger zur Anwendung. Lediglich 300 Verfahren wurden bisher gezählt. Vor diesem Hintergrund fordert der BV ESUG den schnellen Aufbau eines präventiven, außergerichtlichen Sanierungsverfahrens nach der für Anfang 2019 zu erwartenden Richtlinie der EU. Bei dessen Inkrafttreten könnte das Schutzschirmverfahren ersatzlos entfallen.

Bei der Anordnung der Eigenverwaltung sind sich das Justizministerium und die Expertengruppe uneins. Der Bericht empfiehlt eine stärkere Begrenzung des Zugangs zur Eigenverwaltung. Justizministerin Barley bekräftigt dagegen, dass die Studienteilnehmer keine zu häufige Anordnung der Eigenverwaltung oder gar eine häufige Anordnung an nicht geeignete Schuldner gesehen hätten. „Hier sind“, so Prof. Haarmeyer, „insbesondere die Insolvenzgerichte gefordert, um schon im Rahmen der Zulassung eines Antrags die Ziele des Gesetzgebers konsequenter zur Anwendung zu bringen. Die dabei anzuwendenden Kriterien liegen seit Jahren offen, werden aber in der Praxis leider immer noch zu häufig nicht zur Anwendung gebracht und ungeeignete Schuldner werden gerichtlich durchgewunken“.  Weitere Ausschlusskriterien wie Lohn- und Gehaltsrückstände oder noch offene öffentlichen Abgaben und Steuern könnten ungeeignete Unternehmen von vornherein vom Zugang ausschließen.

Während die Zusammenarbeit mit den Gerichten schon bei den Vorgesprächen als auch später bei der Abstimmung des Insolvenzplanes gut verläuft, sehen die Beteiligten die Befähigung der Gerichte im Umgang mit komplexen Sanierungen eher skeptisch. „Ein für das Insolvenzgericht verpflichtendes Vorgespräch sollte deshalb zwingend in das Gesetz aufgenommen werden, denn nur so können etwaige Hürden bereits vor Beginn des Verfahrens beseitigt werden“, erklärt Robert Buchalik. Ebenso müsste zwingend die Berechtigung des eigenverwaltenden Schuldners im Rahmen einer Betriebsfortführung Masseverbindlichkeiten begründen zu können, gesetzlich klar geregelt werden.

Das komplexe Eigenverwaltungsverfahren funktioniert in der Regel immer dann, wenn es von einer vorherigen professionellen Beratung begleitet wird. Im Fokus stehen dabei die Kosten von Verwaltern, Gerichten und Beratern. „Das vordergründige Argument, die Eigenverwaltung produziere Mehrkosten, geht in der Praxis allerdings in Leere. Die Gerichte fordern immer einen Kostenvergleich zwischen Eigenverwaltung und Regelinsolvenz. Liegen die Kosten der Eigenverwaltung höher, wird die Eigenverwaltung von den Gerichten abgelehnt“, meint der Sanierungsexperte und BV ESUG Vorstand Robert Buchalik. Die Steigerung der Kosten wird zudem maßgeblich durch die erhöhten gesetzlichen und gerichtlichen Anforderungen an einen Antrag auf Eigenverwaltung getrieben. Die Vorlage einer solchen Vergleichsrechnung sollte daher zwingend vorgeschrieben werden, um möglichem Missbrauch vorzubeugen und zugleich den Gerichten eine eindeutige Entscheidungsvorlage zur Verfügung stellen zu können.

 

Hintergrundinformationen:

Mit dem ESUG sollten ab März 2012 die Rahmenbedingungen für eine Sanierung von Unternehmen in der Krise verbessert werden. Gefährdeten Unternehmen soll eine zweite Chance gegeben werden. Dazu wurden die Rechte der Gläubiger, insbesondere bei der Auswahl des Insolvenzverwalters, und das Eigenverwaltungsverfahren gestärkt. In diesem Verfahren entwickelt der Unternehmer eigenverantwortlich ein Sanierungskonzept. Dieses Konzept wird dann anschließend regelmäßig als Insolvenzplan, dem die Gläubiger zustimmen müssen, umgesetzt.

Dokumente zur Evaluierung des ESUG sowie die Studie finden Sie unter: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2018/101018_Bericht_ESUG.html

 

Zum BV ESUG und Sanierung e.V.

Der Bundesverband ESUG und Sanierung (BV ESUG) ist eine berufsgruppenübergreifende Vereinigung. Ziel des BV ESUG ist die Verbesserung der Sanierungschancen von Unternehmen. Mit der Verbesserung der Sanierungschancen soll zugleich eine Kultur der zweiten Chance für Unternehmer geschaffen und gefördert werden. Die Insolvenz soll nicht mehr länger als Scheitern, sondern auch als Mittel und Chance der nachhaltigen Sanierung unter dem Schutz des Rechts wahrgenommen werden.

www.bv-esug.de

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Tetenal beantragt Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Der klassische Fotomarkt schrumpft weiter. Die Key-Player der analogen Boomzeiten haben Schwierigkeiten sich der neuen Situation anzupassen.

Teils fallen Technologien ganz weg, teils bestehen Sie als Nischenprodukte weiter. Diese können oft nur von kleinen Spezialunternehmen weiter betrieben werden. Die klassischen Handelsstrukturen (Hersteller-Distributor-Großhandel-Handel) gehören in vielen Branchen bereits der Vergangenheit an.

So hat jetzt auch Tetenal seine Kunden darüber in Kenntnis gesetzt, dass die #Tetenal Europe GmbH am 28.09.2018 einen Antrag auf Eröffnung des #Insolvenzverfahrens verbunden mit einem Antrag auf Anordnung einer (vorläufigen) Eigenverwaltung für Tetenal Europe GmbH beim Amtsgericht Norderstedt gestellt hat. Tetenal gibt an, dass die starken Veränderungen des Marktes in den letzten Jahren im klassischen Geschäft der Fotochemie als auch in der Markendistribution zu starken Umsatz- und Margenverlusten geführt haben, die durch die positive Entwicklung im Neuproduktegeschäft nicht kompensiert werden konnten.

Das zuständige Gericht hat mit Beschluss vom 28.09.2018 die vorläufige Eigenverwaltung nach § 270a InsO über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet. Damit hat die Tetenal Europe GmbH die Möglichkeit im Rahmen eines lnsolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung die Firma zu sanieren. Nach eigenen Angaben soll die Verfahrensaufhebung bis spätestens im 2. Quartal 2019 angestrebt werden.

Tetenal betont ausdrücklich, dass der Geschäftsbetrieb vollumfänglich fortgeführt wird!

Zudem sind die Geschäfte der Auslandstöchter in UK, Frankreich und Polen durch diesen Schritt in keiner Weise betroffen. Diese Gesellschaften sind eigenständig und somit nicht wirtschaftlich von der Tetenal Europe GmbH abhängig.

Tetenal hat sich in der Vergangenheit neben der klassischen Fotochemie für die sogenannten Naßlabs / Minilabs und mit vielen Produkten rund um den Digitaldruck beschäftigt. Dazu gehörten auch Drucksystem von Kodak und Epson. Auch in der hochwertigen Fotobuchproduktion hat sich Tetenal versucht. Eine kurzzeitige Vermarktung der schweizer Ilford-Papiere scheiterte am Konkurs der schweizer Firma Ilford.

Hier zeigt sich, dass Qualitätsprodukte auch keine Erfolgsgarantie darstellen. Dies gilt auch für die Vermarktung der FineArt Papiere von Hahnemühle. Für diese hochwertigen Fotopapiere von Hahnemühle sind Spezialkenntnisse vonnöten. Das klassische Fotostudio setzt diese Papiere nur bedingt ein, da diese beratungsintensiv sind und die Laufkundschaft oft auch den Wert der Papiere nicht erkennt oder einfach das Preis-/Leistungsverhältnis nicht akzeptiert. Somit werden diese Papiere zunehmend im E-Commerce Handel vertrieben. Die semiprofessionellen Fotografen mit eigenem Drucker fragen danach. Diese sind jedoch online unterwegs und bevorzugen die qualitative Beratung. Der Spagat zwischen der Online Präsenz (Preisschere) und der abgeforderten kostenfreien Beratung wird in Zukunft sicher noch schwieriger.

In diesem schwierigen aber interessanten Umfeld ist auch die Photolux GmbH beheimatet. Jedoch hat sich Photolux frühzeitig auf diese Situation eingestellt. Photolux ist Distributor für viele Marken wie z.B. #Hahnemühle, #Canson, Museo aber auch Spezialist für die Drucksysteme von #Canon und Epson und bedient den klassischen Fotomarkt / Fotostudio aber auch Labore. Hier stellt Photolux mit der Eigenmarke die sogenannte Cash-Cow für diese Zielgruppe bereit. Teils sogar maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse (Rollenbreiten, Lauflänge, Spezialpapiere, etc.).

In der gehobenen Hobbyszene geht der Trend zur hochwertigen Präsentation. Deshalb betreibt Photolux eine große Demo-Galerie und bezeichnet den Erstellungsprozess (Workflow) von der Auswahl des Papieres über die Bildveredelung, Druck, Montage bis zur Wand als #FinaleKomposition

Mittlerweile nutzen viele Fotografen und Fotoclubs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dieses Angebot um sich neu zu orientieren. Fotografie wird damit wieder zum Erlebnis.

Bei Interesse kann man sich an Photolux wenden. Tel. 09122 833029 oder email: info@photolux.de

Fotografen und Fotoclubs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen dieses Angebot um sich neu zu orientieren. Fotografie wird damit wieder zum Erlebnis.

Das gesamte Sortiment der Photolux GmbH finden Sie hier

 

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Tetenal Europe stellt sich durch Sanierungsverfahren wieder profitabel auf

Der seit Jahren rückläufige Umsatz in der Fotodruck-Industrie im zweistelligen Prozentbereich und ein rund fünfmonatiger Lieferausfall eines Herstellers für Colorpapiere haben die Tetenal Europe GmbH in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Vor diesem Hintergrund hat Geschäftsführer Daniel Middendorf für das Unternehmen beim Amtsgericht Norderstedt einen Antrag auf eine Sanierung unter Insolvenzschutz gestellt. „Tetenal steht seit Jahren unter hohem Anpassungsdruck durch radikale Veränderungen in unseren Märkten. Dieser Druck von außen führt jetzt dazu, dass wir unsere gesamten Strukturen überprüfen und anpassen müssen. Der jetzt eingeschlagene Sanierungsweg wird das Unternehmen auf neue Beine stellen und uns zu nachhaltiger Profitabilität führen“, erklärt Geschäftsführer Middendorf.

Das Gericht hat dem Antrag stattgegeben und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Mit dem ESUG, dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen, hat der Gesetzgeber seit 2012 hierzu die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen. Sie sollen Unternehmen eine wettbewerbliche Auszeit ermöglichen, um sich wieder marktgerecht aufzustellen.

Das Besondere des Eigenverwaltungsverfahrens ist, dass der bisherige Geschäftsführer weiterhin im Amt bleibt und die Sanierung selbstständig durchführen kann. Dabei wird er durch die Sanierungsexperten des Beratungsunternehmens Buchalik Brömmekamp begleitet. Tim Langstädtler ergänzt die Unternehmensleitung als Sanierungsgeschäftsführer. Weiterhin übernimmt ein vorläufiger Sachwalter eine Aufsichtsfunktion. Er hat die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen. Das Amtsgericht hat Dr. Sven-Holger Undritz von der Kanzlei White & Case zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

„Die Produktion, der Vertrieb sowie unsere Handelsplattformen bleiben während des Verfahrens weiterhin uneingeschränkt geöffnet. Die Anordnung der Eigenverwaltung hat keinerlei Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb. Es ist sichergestellt, dass alle Aufträge weiter ausgeführt und auch neue Aufträge angenommen werden können“, so Daniel Middendorf. Die Tetenal Europe GmbH entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige chemische Spezialprodukte für die professionelle Fotobilderzeugung (Imaging), die Wasseraufbereitung (Aquaristik), den Agrar- und Biogasbereich (Mikronährstofflösungen) sowie Kosmetik. Weiterhin verkauft das Norderstedter Traditionsunternehmen Geräte und Verbrauchsmaterialien ausgewählter Markenhersteller im Bereich Druck und Fotobilderzeugung. Am Produktionsstandort in Norderstedt sind rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. Die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Frankreich und Polen sind von dem Eigenverwaltungsverfahren nicht betroffen.

Die Mitarbeiter wurden bereits in einer Mitarbeiterversammlung über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter sind in den nächsten drei Monaten über das Insolvenzgeld gesichert, danach übernimmt das Unternehmen wieder die Zahlungen.

In dem Verfahren wird das Unternehmen von der Kanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf begleitet, die mit der Geschäftsführung ein Zukunftskonzept entwickelt. Dem Zukunftskonzept, das die Fortführung von Tetenal und die Entschuldung aufzeigt, müssen später die Gläubiger zustimmen. „Tetenal ist im operativen Bereich in fast allen Geschäftsbereichen kerngesund. Nicht gesunde Bereiche werden wir nachhaltig restrukturieren. Die Eigenverwaltung ist der richtige Weg, um die Sanierung im Interesse aller Beteiligten umzusetzen. Im Verfahren müssen wir nun die grundsätzlichen Strukturen schaffen, um das Unternehmen so aufzustellen, dass es mittel- bis langfristig eine gute Chance hat und an die gesunkenen Umsätze angepasst ist“, erklärt Langstädtler. Der Sanierungsexperte hat erst kürzlich die Höltl Retail Solutions (Bad Hersfeld) durch ein Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich begleitet.

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Restrukturierung durch Insolvenz in Eigenverwaltung weiter vorantreiben

Geschäftsführung und vorläufiger Sachwalter haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Robert Testrut GmbH & Co. KG, der Testrut (DE) GmbH sowie der Testrut Service GmbH in einer Belegschaftsversammlung darüber informiert, dass die Restrukturierung der Unternehmensgruppe in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung weiter vorangetrieben werden soll.

Die drei Unternehmen hatten am 28. August 2018 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht in Duisburg gestellt. Das Insolvenzgericht hat am 31. August 2018 Dr. Andreas Röpke von Kanzlei hrm Henneke Röpke Rechtsanwälte zum vorläufigen Sachwalter der drei Unternehmen mit insgesamt rund 140 Beschäftigten in Wesel sowie 50 in Treptis bestellt.

Bei den Restrukturierungsanstrengungen wird die Testrut-Gruppe von Anwälten der renommierten Sozietät GÖRG aus Essen beraten, Rolf Weidmann zum Generalbevollmächtigten bestellt. Weidmann hat unter anderem die Sanierung von Karstadt maßgeblich verantwortet, die Sozietät ist auf Sanierungen, Insolvenz- und Wirtschaftsrecht spezialisiert und hat eine Reihe von Handelsunternehmen in diesem Bereich erfolgreich begleitet.

„Die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes für die Monate August, September und Oktober 2018 haben wir bereits eingeleitet“, erläutert Weidmann. „Unser gemeinsames Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb reibungslos fortzuführen und das Geschäftsmodell nachhaltig neu auszurichten“.

Weitere Gesellschaften der Testrut-Gruppe sind nicht betroffen.

„Wir gehen fest davon aus, durch die Eigenverwaltung bereits eingeleitete Maßnahmen zur Restrukturierung abzusichern und eine nachhaltige finanzwirtschaftliche Stabilisierung zu erreichen“, ergänzt. Robert Testrut, Geschäftsführer der Robert Testrut GmbH & Co. KG. „Immerhin sind unsere Auftragsbücher für das Jahr 2019 bereits sehr gut gefüllt“.

Die Anträge waren dennoch geboten, da Gespräche mit Finanzierern nicht zeitgerecht erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Bereits im Vorfeld der Insolvenzanträge wurden insbesondere bei der Testrut (DE) GmbH und der Testrut Service GmbH weitreichende Maßnahmen in die Wege geleitet, um die Struktur des Unternehmens auch weiterhin an die zukünftigen Marktanforderungen auszurichten. Neben Investitionen im Online-Bereich und in internationale Märkte wurde in den vergangenen Monaten zudem das Management-Team in den Geschäftsführungsbereichen Vertrieb, Einkauf, Marketing sowie Finanzen verstärkt.

Über die TESTRUT-Gruppe

Testrut ist ein inhabergeführtes, internationales Handelshaus. Seit über achtzig Jahren handelt Testrut in Non-Food-Kategorien rund um Haus und Garten und vermarktet dabei an den Einzelhandel: Stationär wie Online.

Testrut bietet viele Services aus einer Hand und steht für eine faire Partnerschaft mit Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten. In den Produktkategorien Indoor (Haushalt, Küche und Bad) und Outdoor (Gartenmöbel und -zubehör) erwirtschaftet die Testrut-Gruppe mit rund 250 Mitarbeitern 140 Mio. Euro Umsatz pro Jahr – größtenteils in Europa.

Für die über 5.000 Sortimentsartikel verfügt Testrut, 1934 in Wesel gegründet, über mehr als 35.000qm Logistikfläche. Die Artikelhighlights, Trends und Neuheiten werden im hauseigenen Showroom in Wesel auf über 2.000qm eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Über GÖRG

GÖRG Insolvenzverwalter GbR ist als Spezialeinheit der bundesweit im Wirtschaftsrecht agierenden renommierten Kanzlei GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB ausschließlich im Bereich der Insolvenzverwaltung tätig.

GÖRG Insolvenzverwalter GbR verfügt mit namhaften Verwaltern über bundesweit anerkannte Experten, die darüber hinaus auch in Verfahren mit internationalem Bezug auf sich aufmerksam gemacht und sich einen exzellenten Ruf durch Sanierungen und Restrukturierungen in Insolvenzverfahren erarbeitet haben.

Die Verbindung mit GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB mit insgesamt 270 Spezialisten aus den Bereichen Gesellschaftsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeits- und Steuerrecht, Immobilienwirtschafts- und IT-Recht, Wettbewerbs- und Energierecht sowie Wirtschaftsverwaltungsrecht und Notariat ermöglicht es den Insolvenzverwaltern auf wirtschaftsrechtliche Fachkompetenz auf „kurzem Weg“ zuzugreifen und für das Insolvenzverfahren nutzbar zu machen.

Im Ranking des INDAT-Reports rangiert die Kanzlei unter den Top 10 der deutschen Verwalterbüros.

Bei TESTRUT wird Rolf Weidmann von Nils Meissner (Insolvenzrecht) und Joachim Mohlitz (Restrukturierung/Insolvenzrecht) unterstützt.

Über hrm Henneke Röpke Rechtsanwälte

Die Kanzlei hrm Henneke Röpke Rechtsanwälte hat sich auf die Übernahme von Insolvenzverwaltungen und Zwangsverwaltungen spezialisiert und konzentriert sich ausschließlich auf diese beiden Bereiche.

Mit einem Team von acht Rechtsanwälten und über 30 Fachkräften bieten sie juristischen und betriebswirtschaftlichen Einsatz auf höchstem Niveau und decken mit Büros in Duisburg, Bocholt, Dortmund, Düsseldorf und Mönchengladbach weite Teile des Ruhrgebiets, Westfalens und des Rheinlandes ab.

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EU-Kommission stimmt deutscher Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen zu / Noch formelle Gesetzgebung erforderlich

Die EU-Kommission hat in einem Schreiben an das Bundesministerium der Finanzen der Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen zugestimmt und die Vereinbarkeit der deutschen gesetzlichen Regelung mit dem europäischen Beihilfenrecht bestätigt, wie die Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp aus gut unterrichteten Kreisen in Berlin erfuhr. Das BMF hat den Eingang des Schreibens bestätigt. „Wir begrüßen die Entscheidung der EU-Kommission, denn die rechtlichen Unsicherheiten bei der steuerlichen Behandlung von Sanierungsgewinnen, insbesondere im Rahmen eines Insolvenzplans, sind damit ausgeräumt. Ohne die Bestätigung wären Sanierungen innerhalb eines Insolvenzverfahrens kaum noch möglich gewesen und einige erfolgreich sanierte Unternehmen hätten doch noch eine Folgeinsolvenz anmelden müssen, wenn es zu einer Besteuerung des Sanierungsgewinns oftmals in Millionenhöhe gekommen wäre“, erklärte Robert Buchalik, Geschäftsführer von Buchalik Brömmekamp und Vorstandsvorsitzender des BV ESUG.

Verzichten Gläubiger innerhalb einer Sanierung ganz oder teilweise auf ihre Forderungen, dann erhöht sich das Betriebsvermögen. Dieser durch die Verzichte entstehende Gewinn ist grundsätzlich steuerpflichtig. Aufgrund des sogenannten Sanierungserlasses konnten die Finanzämter die sanierten Unternehmen von dieser Steuer, die auf den Sanierungsgewinn anfielen, befreien. Der Bundesfinanzhof hatte in einer im Februar 2017 veröffentlichten Entscheidung diese Regelung allerdings gekippt, da dieser Vorgehensweise eine gesetzliche Grundlage fehlte. Bundestag und Bundesrat beschlossen daraufhin bereits Ende April und Anfang Juni 2017 eine neue gesetzliche Regelung. Der Gesetzgeber machte die Einführung jedoch von der Zustimmung der EU-Kommission abhängig, die eine Unbedenklichkeit zum europäischen Beihilfenrecht untersuchen sollte. Da die EU-Kommission nur einen „Comfort Letter“ an das Finanzministerium schrieb und keinen formellen Beschluss fasste, kann das Gesetz nicht wie geplant automatisch in Kraft treten. Der Gesetzgeber muss nun noch einmal nachbessern.

„Mit der jetzt geklärten Wirksamkeit der Steuerbefreiung für Sanierungsgewinne wird ein erheblicher Fortschritt im Bereich der steuerlichen Beurteilung von Sanierungen insbesondere mittels Insolvenzplan erreicht. Die Unternehmen im Insolvenzplanverfahren verfügen endlich über ertragssteuerliche Planungssicherheit, und bei den derzeit schwebenden Verfahren wird die große Rechtsunsicherheit beseitigt. Die Entscheidung ist eine weitere deutliche Erleichterung für Sanierungen in Deutschland, insbesondere im Rahmen von Eigenverwaltungsverfahren. Die Chancen, das Unternehmen dem Unternehmer auch im Rahmen eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zu erhalten, erhöhen sich damit signifikant. Das Risiko eines Kommanditisten einer KG bei einer Plansanierung in Eigenverwaltung zur Einkommensteuer auf den Sanierungsgewinn herangezogen zu werden, entfällt völlig“, erklärt Sanierungsexperte Robert Buchalik.

Die Bestätigung bezieht sich sowohl auf § 3a EStG für Einkommensteuer und Körperschaftsteuer (i. V. m. § 8 KStG) als auch auf § 7a GewStG für die Gewerbesteuer. Die Folgen sind weitreichend. Es ist nur noch das Finanzamt für die Entscheidung der Steuerbefreiung zuständig, auch im Bereich der Gewerbesteuer. Die Zuständigkeit der Kommunen im Bereich der Gewerbesteuer entfällt. Weiterhin ist bei Personengesellschaften nur noch das Betriebsfinanzamt der Personengesellschaft selbst zuständig. Die Einbeziehung der Wohnsitzfinanzämter der Gesellschafter (Kommanditisten bzw. Vollhafter) entfällt.

Durch die dann verpflichtende gesetzliche Regelung haben die Finanzämter keinen Ermessensspielraum mehr. Bei einer Ablehnung der Bewilligung durch das Finanzamt hat das Unternehmen vor den Finanzgerichten umfassenden gerichtlichen Rechtsschutz. Die Neuregelung geht damit auch inhaltlich deutlich über die Regelungen des Sanierungserlasses hinaus. Noch nicht entschieden sei, ob die bisherige Anwendungsregelung nur für Sanierungen im Rahmen eines Insolvenzplans, die nach dem 8. Februar 2017 rechtskräftig wurden, anwendbar sind oder ob die Neuregelung auch für ältere Fälle gelten wird und diese Fälle beispielsweise im Hinblick auf die Gewerbesteuer von den Kommunen entschieden werden.

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Valetis GmbH berät Maschinenbau Kolk GmbH bei Sanierung in Eigenverwaltung

Die Geschäftsführung der Maschinenbau Kolk GmbH hat beim zuständigen Amtsgericht Bochum am 09.07.2018 einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. "Der zunehmende Margendruck sowie gestiegene Kosten belasten unser Geschäft nachhaltig", berichten die Geschäftsführer des Unternehmens, Dieter Köhler und Peter Thielen. Wir haben uns daher entschieden, den bereits eingeschlagenen Weg der Sanierung unseres Unternehmens im Rahmen eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung erfolgreich zu Ende zu gehen."

Im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens bleibt die Unternehmensführung im Amt und ist weiterhin voll handlungsfähig. Das Amtsgericht Bochum hat mit Beschluss vom 10.07.2018 Frau Britta Hoff, Kanzlei Antoniadis & Ure, zur vorläufigen Sachwalterin bestellt. Maschinenbau Kolk wird im Sanierungsprozess zudem von einem erfahrenen Team von Experten verschiedener Fachrichtungen um die Herren Dr. Andreas Töller, Rechtanwalt und Partner der Kanzlei ROTTHEGE | WASSERMANN, sowie Dr. Jan Duch, Partner der Valetis GmbH, unterstützt.

„Das Verfahren soll es uns ermöglichen, die notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Interesse aller Beteiligten konsequent umzusetzen und so die Zukunft des Unternehmens dauerhaft zu sichern“, so Dieter Köhler weiter: Wir werden alle Kundenaufträge planmäßig erfüllen.“ Peter Thielen ergänzt: "Selbstverständlich erhalten unsere Kunden neben unserem hochqualifizierten und flexiblen Service auch weiterhin erstklassige und termingerechte Qualität zu einem wettbewerbsfähigen Preis."

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Summary AG im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung weiter fortführen

Das Amtsgericht Itzehoe hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Summary AG eröffnet und eine Eigenverwaltung angeordnet.  Nicolas F. Grimm von der Kanzlei „Ehler Ermer & Partner“ (EEP) wurde zum Sachwalter der Summary AG i.I. bestellt. Das Handelsunternehmen hatte Ende März 2018 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Der erfahrene Sanierungsgeschäftsführer Thomas Fox, der unter anderem KARSTADT in der Insolvenz gemanagt hatte, führt das Handelsunternehmen als eigenverwaltender Vorstand. „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr konzentriert Strukturen, Prozesse und das Geschäftsmodell marktgerecht neu ausgerichtet“, so Fox. „Mit 60 Beschäftigten führen wir die Summary AG stabil fort und haben für das dritte Quartal 2018 bereits 40 Prozent mehr Aufträge als im Vergleichszeitraum des Vorjahres akquiriert“.

Sachverständig unterstützt wird Fox von Rolf Weidmann und Oliver Dankert von der Sozietät GÖRG. Weidmann war unter anderem Sachwalter bei der Sanierung von SinnLeffers, Oliver Dankert Insolvenzverwalter der Schneider Versand GmbH.

„Auf Basis des stabilen Geschäftsbetriebs und der auskömmlichen Auftragslage haben wir nunmehr  einen strukturierten Investorenprozess auf den Weg gebracht, um das Geschäft nachhaltig zukunfts- und marktfähig aufzustellen“, erläutert Sachwalter Grimm. „Im wohl verstandenen Interesse der Gläubiger sehe ich uns auf einem sehr guten Weg“.

Die Summary AG beschäftigte zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro.

Über die Summary AG

Die Summary AG ist ein global aufgestelltes Unternehmen mit europäischem Hauptsitz in Itzehoe. Als Handelsunternehmen mit dem Leitmotiv ‚The ideas company‘ entwickelt die Summary AG exklusive Produkte mit Full Service von der Idee über die Herstellung, Qualitätskontrolle, Verpackung, Warenlogistik und Vertrieb bis hin zum Web-Content und umfassenden Kundenservice.

Als international agierendes E-Commerce-Unternehmen arbeitet die Summary AG seit 2009 für weltweit führende und namhafte Online-Marktplätze, Einzelhandelshäuser sowie eigene Webshops. Neben der deutschen Firmenzentrale gehören zur Summary AG Schwestergesellschaften in Europa, Asien und den USA.

Das Portfolio umfasst insbesondere Produkte und Marken in den Segmenten Fitness, Sport, Freizeit, Haushalt, Garten, Fashion oder Lifestyle.

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ESUG Studie: Rettungswerkzeug Eigenverwaltung funktioniert und hat sich etabliert

Sechs Jahre nach Inkrafttreten des ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) etabliert sich die Eigenverwaltung immer mehr zu einem Erfolgsmodell. Laut einer Studie des DIAI, des BV ESUG und der Westfälischen Hochschule zeigten sich 80 Prozent der Unternehmen, die ein solches Verfahren durchlaufen haben, mit dem Verlauf sehr zufrieden. Neun von zehn Unternehmer würden den Weg in einer Krise erneut gehen. Auch gesamtwirtschaftlich gesehen schneiden die Eigenverwaltungsverfahren deutlich besser ab als eine Regelinsolvenz: So erhalten die ungesicherten Gläubiger eine rund zwei- bis dreimal höhere Insolvenzquote und es werden deutlich mehr Arbeitsplätze gerettet. Im Durchschnitt bleiben 78 Prozent der Arbeitsplätze erhalten, die in einer Liquidation verloren gegangen wären.

„Die Eigenverwaltung nimmt mit steigenden Umsatz und steigender Mitarbeiterzahl immer weiter an Attraktivität zu. Damit hat das Insolvenzverfahren wesentlich zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland beigetragen. In Zukunft wird es aber wichtig sein, dass weiter intensive Aufklärung betrieben wird, um möglichst vielen Unternehmen den Weg in die Eigenverwaltung zu öffnen“, fasst Prof. Dr. Hans Haarmeyer, Leitender Direktor des DIAI, die Ergebnisse zusammen.

Das Deutsche Institut für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI) e.V. in Kooperation mit dem Bundesverband ESUG und Sanierung Deutschland e.V. (BV ESUG) und dem Lehrstuhl für Wirtschaftsrecht an der Westfälischen Hochschule in Recklinghausen befragte 668 Unternehmer und Insolvenzexperten zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen. Diese hatten als Geschäftsführer oder CRO (Sanierungsgeschäftsführer) ein Eigenverwaltungsverfahren durchgeführt. Im ersten Teil der Studie wurden die statistischen Daten analysiert, wie erfolgreich die Eigenverwaltungsverfahren im Vergleich zu Regelinsolvenzverfahren in den Jahren 2012 bis 2016 verlaufen sind und welche Unterschiede zwischen den beiden Verfahrensarten bestehen. Danach gaben 82 Unternehmer Auskunft über die Zusammenarbeit der Akteure des Insolvenzverfahrens wie z.B. Berater, Sachwalter, Insolvenzverwalter, Gläubigerausschuss und Richter.

„Erst jetzt, etwas mehr als sechs Jahre nach Inkrafttreten des ESUG, werden die Auswirkungen und insbesondere die Nachhaltigkeit der Reformbemühungen sichtbar – für Gläubiger wie auch für Unternehmer“, erklärt BV ESUG Vorstand Robert Buchalik. Zwei Drittel der Unternehmer seien weiterhin noch vollständig (ca. 60 Prozent) oder teilweise (6 Prozent) im Besitz ihres Unternehmens. Hier zeigt sich deutlich, welch überragende Rolle die Eigenverwaltung mittlerweile für den Mittelstand spielt. Denn in der Regelinsolvenz ist der Unternehmenserhalt für den bisherigen Eigentümer nach wie vor die absolute Ausnahme. „Damit steigt die Motivation für den Unternehmer, frühzeitig einen Insolvenzantrag zu stellen: Denn nur, wenn er nicht von vornherein damit rechnen muss, dass er sein Unternehmen verliert, macht der frühzeitige Insolvenzantrag für ihn Sinn“, ergänzt Buchalik.

Im Vergleich mit den Regelinsolvenzverfahren liegen die Planquoten in Eigenverwaltungsverfahren deutlich höher. Die Deckungsquote über alle Unternehmensinsolvenzen, die im Zeitraum 2012 bis 2016 eröffnet wurden, lag laut Destatis im Durchschnitt bei 4,1 Prozent. Aus der Untersuchung von 63 erfolgreich vom Insolvenzgericht bestätigten Insolvenzplänen ging hervor, dass in 52 Prozent der Fälle den ungesicherten nicht nachrangigen Insolvenzgläubigern eine Planquote zwischen 5 und 10 Prozent angeboten werden konnte. In 16 Prozent der Verfahren erhielten die Gläubiger sogar eine Quote zwischen 10 und 22 Prozent. Für ungesicherte Kleingläubiger ließ sich in neun Verfahren darüber hinaus eine durchschnittliche Quote von 52 Prozent erzielen. Die durchschnittliche Quote in Insolvenzplanverfahren liegt damit deutlich über 10 Prozent. Darüber hinaus ist die Zeitspanne bis zur Auszahlung einer Quote an die Gläubiger und damit bis zur Aufhebung des Insolvenzverfahrens in einem Eigenverwaltungsverfahren mit durchschnittlich zwölf Monaten (75%) deutlich kürzer als in einem Regelverfahren, das sich über mehrere Jahre hinziehen kann.

„Der deutsche Gesetzgeber hat ein erfolgreiches Instrument geschaffen, um Unternehmen unter Insolvenzschutz zu sanieren. Über ein vergleichbares Sanierungsinstrument verfügt jedenfalls in Europa kein anderes Land. Als wichtigste Erkenntnisse haben die befragten Unternehmer ausgeführt, dass es auf die rechtzeitige Antragstellung und professionelle Beratung im Wesentlichen ankommt“, resümiert Prof. Dr. Achim Albrecht (Westfälische Hochschule).

Eine Zusammenfassung der Studie erhalten Sie unter: ESUG Studie

Über das DIAI e.V.
Das Deutsche Institut für angewandtes Insolvenzrecht – DIAI – ist ein seit mehr als 10 Jahren bestehender, unabhängiger Zusammenschluss von Hochschullehrern aus ganz Deutschland, die einen wesentlichen Teil ihrer Forschungs- und Lehrvorhaben dem Unternehmen in der Krise und insbesondere dem Insolvenzrecht widmen. Der Leitgedanke des Instituts ist die Verbesserung der Sanierungschancen für Unternehmen, die Veränderung des Bewusstseins hin zu einer "Kultur der zweiten Chance" und zur Förderung des Gedankens von Sanierungen unter Insolvenzschutz.
DIAI e.V. Prof. Dr. Hans Haarmeyer, hans.haarmeyer@diai.org, Tel.: 0228 / 359462

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Kalenderspezialist Neumann Gruppe übernimmt Arti Kalender & Promotion Service

Die Kieler Kalenderspezialisten der Neumann-Gruppe haben Arti Kalender & Promotion Service GmbH aus Herzebrock-Clarholz im Rahmen einer übertragenden Sanierung übernommen. Der Kaufvertrag wurde Mitte März unterzeichnet. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Sowohl der vorläufige Gläubigerausschuss als auch der Sachwalter Rechtsanwalt Stefan Meyer, Partner der Kanzlei PLUTA Rechtsanwalts GmbH, haben ihre Zustimmung zum Verkauf erteilt. Der operative Betriebsübergang fand am 1. April 2018 statt. Durch den Verkauf von Arti können 71 der ursprünglich 121 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die nicht vom Investor übernommenen Mitarbeiter wechseln in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Die neue Gesellschaft firmiert künftig unter dem Namen arti Promotion GmbH.

„arti ergänzt hervorragend das Kalender- und Werbemittelportfolio der B2B-Sparte, und wir freuen uns, dass Kunden und Interessenten mit den Marken ALPHA Edition, DUMONT, PALAZZI, teNeues und Zettler Kalender eine großartige Angebots- und Markenvielfalt erhalten“, erklärt der neue Geschäftsführer Axel Klug. Die Neumann-Gruppe besteht seit mehr als 65 Jahren und verlegt, produziert und vertreibt Kalender, Druck- und Papeterieprodukte.

Arti hatte Ende September 2017 einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Die Sanierung wurde durch die Düsseldorfer Rechts- und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp begleitet. „Mit dem Verkauf haben wir den einzuschlagenden Sanierungspfad überzeugend aufzeigen können und somit die Weiterführung des Unternehmens erreicht. Ermöglicht wurde das Ergebnis durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gläubigerausschuss, Sachwalter und Gericht. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihren Einsatz. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern, die durch ihren Beitrag erst die Übernahme ermöglicht haben, sowie dem ehemaligen Geschäftsführer Ralf Kunz. Er hat mit viel Engagement den Verkauf vorbereitet und damit den Weg zur Übernahme geebnet“, so Dr. Jasper Stahlschmidt, projektbegleitender Partner von Buchalik Brömmekamp. Geschäftsführer Ralf Kunz ist mit dem Verkauf aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Mit dem Verkauf der Arti Kalender & Promotion Service GmbH können die Gläubiger eine hohe Befriedigungsquote erwarten. So sollen die ungesicherten Gläubiger voraussichtlich eine überdurchschnittlich hohe Quote zwischen 60 und 70 Prozent erhalten. Zum Vergleich: Laut Statistischem Bundesamt liegt die durchschnittliche Quote in Regelinsolvenzverfahren zwischen drei und vier Prozent.

In einem Eigenverwaltungsverfahren werden die Geschäfte unter der Leitung der bisherigen Geschäftsführung geführt. Dazu hatte Heinz-Peter Derrix-Belau (Buchalik Brömmekamp) als Sanierungsgeschäftsführer die Unternehmensleitung der Arti Kalender & Promotion Service GmbH ergänzt. Die Geschäftsführung steht in der Eigenverwaltung unter der Aufsicht eines Sachwalters. Das Amtsgericht Bielefeld hatte als Sachwalter den Sanierungsexperten Stefan Meyer, Partner der Kanzlei PLUTA Rechtsanwalts GmbH, bestellt. Zum PLUTA-Team zählt neben dem bestellten Sachwalter auch Rechtsanwalt Christoph Chrobok.
Rechtsanwalt Meyer zur gefundenen Sanierungslösung: „Ich freue mich nicht nur für die Gläubiger, sondern auch im Sinne der erhaltenen Arbeitsplätze. Die Mitarbeiter haben in der Phase des Verfahrens – trotz berechtigter Sorgen um ihren Arbeitsplatz – einen sehr guten Job gemacht. Die gemeinsamen Anstrengungen zum Erhalt des Unternehmens haben Früchte getragen, was sich zudem in einer erfreulichen Befriedigungsquote für die Insolvenzgläubiger widerspiegeln wird.“

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