Neue Zukunftsperspektiven für die Maschinenbau Kolk GmbH

Der Eigenverwaltung, unter Begleitung der Unternehmensberatung Valetis und Rechtsanwalt Dr. Andreas Töller, Kanzlei ROTTHEGE I WASSERMANN gelingt zusammen mit der Sachwalterin Britta Hoff in einem von FalkenSteg geführten Investorenprozess ein wichtiger Schritt zum Verkauf des Unternehmens an das Investorenkonsortium Touranos.

Nach fünfmonatigen intensiven Bemühungen ist damit ein wichtiger Schritt zur Fortführung des Bergbau- und Tunnelspezialisten Kolk aus Recklinghausen Suderwich gelungen. „Das ist ein großer Erfolg“, freut sich Dr. Jan Duch von der Düsseldorfer Unternehmensberatung Valetis, der gemeinsam mit Dr. Töller als Sanierungs- und Restrukturierungsexperten seit Antragstellung am 10. Juli 2018 das in Eigenverwaltung geführte Verfahren begleitet. „Mit der sich anbahnenden Übernahme durch drei langjährig erfahrene Unternehmer und Investoren hat die Maschinenbau Kolk GmbH nach der Restrukturierung im Insolvenzverfahren verlässliche und dynamische Partner gefunden und ist bestens für eine erfolgreiche Zukunft gewappnet“, so Dr. Duch weiter. Auch die Geschäftsführer Peter Thielen und Dieter Köhler zeigen sich zufrieden, dass der über ein gerichtliches Eigenverwaltungsverfahren eingeleitete Sanierungsprozess innerhalb von 5 Monaten einem erfolgreichen Abschluss bedeutend nähergekommen ist.

Die Maschinenbau Kolk GmbH hatte am 10. Juli 2018 beim Amtsgericht Recklinghausen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt, um den Geschäftsbetrieb der Maschinenbau Kolk GmbH im Rahmen dieses Eigenverwaltungsverfahrens zu restrukturieren und zu sanieren. Durch Beschluss des Amtsgerichts Bochum vom 01. Oktober 2018 wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Zur Sachwalterin wurde Rechtsanwältin Britta Hoff von der Kanzlei Antoniadis & Ure Rechtsanwaltsgesellschaft GmbH bestellt.

Nach Antragstellung wurden in einem durch Herrn Steffen Brand von der Frankfurter Restrukturierungsberatung FalkenSteg geführten internationalen Investorenprozess Übernahmekonzepte mehrerer Interessenten erarbeitet. An dessen Ende setzte sich das Konzept des Investorenkonsortiums Touranos durch. Das Investorenkonsortium möchte den Geschäftsbetrieb im Rahmen einer übertragenden Sanierung (Asset Deal) durch die neugegründete Kolk Engineering und Metall-Bau GmbH fortführen. Hierdurch kann es gelingen, rund 30 Arbeitsplätze zu erhalten. „Ohne die konstruktive Einbringung und Mitarbeit aller Beteiligten wäre eine Fortführung des Geschäftsbetriebes weder im Insolvenzverfahren noch in der anstehenden Übertragung auf einen Investor realisierbar gewesen. Durch intensive Anstrengungen ist es gelungen, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, welches den Erhalt der größtmöglichen Anzahl von Arbeitsplätzen ermöglicht und eine erfolgreiche und langfristige Perspektive für den operativen Geschäftsbetrieb bietet“, führt die Sachwalterin Britta Hoff aus. Dr. Töller ergänzt: „Alle Verfahrensbeteiligten haben konstruktiv an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet; dies gilt im besonderen Maße für die Sparkasse Vest Recklinghausen als Hausbank, welche die Fortführung in der Insolvenz durch ihr finanzielles Engagement überhaupt erst ermöglicht hat.“

Das Investorenkonsortium plant, ausgehend von den heutigen Geschäftsaktivitäten, mit den langfristigen Kundenbeziehungen eine Weiterentwicklung der Aktivitäten orientiert an dem hohen technischen Know-How des Unternehmens. „Unser Ziel“, so Bernd Habicht, „ist es, basierend auf der bemerkenswerten Qualität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter, sowohl den langjährigen Kunden, als auch den Lieferanten, die Kolk auch in der Phase der Insolvenz die Treue gehalten haben, weiterhin als verlässlicher Partner für hohe Qualität und beste Leistungen zur Verfügung zu stehen“.

Die Transaktion steht noch unter üblichen Bedingungen und formalen Zustimmungsvorbehalten, die bis zum 01. Januar 2019 noch zu bearbeiten sind. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Sachwaltung

Antoniadis & Ure Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Rechtsanwältin Britta Hoff (Sachwalterin)

Antoniadis & Ure Rechtsanwaltsgesellschaft mbH ist eine ausschließlich auf dem Gebiet der professionellen Insolvenzverwaltung und Sachwaltung sowie der Steuerberatung tätige Sozietät von Rechtsanwälten und Steuerberatern mit Sitz in Düsseldorf, Duisburg, Mönchengladbach, Jena, Recklinghausen, Wuppertal und Prag. Die Kombination von rechtlichem, betriebswirtschaftlichem und steuerlichem Fachwissen mit unternehmerischer Kompetenz ermöglicht es den Insolvenzverwaltern von Antoniadis & Ure Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Zusammenhänge zu überblicken und kreative unternehmerische Lösungen zu entwickeln. Weitere Infos: www.anure.de

Berater Eigenverwaltung

Valetis
Dr. Jan Duch (Partner), Dr. Ulrich David, Melina Siegel, Sebastian Busse

Valetis ist eine inhabergeführte Unternehmensberatung an den Standorten Düsseldorf und Halle (Saale), spezialisiert auf die Durchführung von Projekten für Unternehmer und Gesellschafter in Sondersituationen. Dazu zählen insbesondere die Bewältigung von Unternehmenskrisen sowohl vor als auch in der Insolvenz, die wertorientierte Ausrichtung von Unternehmen, die Gestaltung und Begleitung von Integrations- und Veränderungsprozessen sowie M&A Transaktionen. Weitere Infos:  www.valetis.de

ROTTHEGE I WASSERMANN Partnerschaftsgesellschaft mbB
Dr. Andreas Töller (Partner)

ROTTHEGE | WASSERMANN ist eine wirtschaftsrechtlich tätige Kanzlei mit Beratungsschwerpunkt auf Unternehmens- und Immobilientransaktionen, sowie die Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und gesellschaftsrechtliche Beratung nationaler und internationaler Mandanten. Zudem verfügt das Team über langjährige Erfahrung im Insolvenz- und Restrukturierungsbereich. Weitere Infos: www.rotthege.com

Berater M&A

FalkenSteg GmbH
Johannes von Neumann-Cosel (Partner)
Steffen Brand (Director)

FalkenSteg ist eine partnergeführte Restrukturierungs- und Corporate Finance-Beratung mit Standorten in Düsseldorf, Frankfurt am Main und München. Mit den zwei Säulen Corporate Finance und Recovery Advisory bietet das Unternehmen seinen Kunden ein ganzheitliches Spektrum der gängigen Corporate Finance-Produkte und Sanierungsinstrumente. Weitere Infos: www.falkensteg.de

Erwerber

Investorengruppe Touranos

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Lützenkirchen Lagertechnik startet nach Eigenverwaltungsverfahren neu durch

Das Eigenverwaltungsverfahren der Lützenkirchen Lagertechnik GmbH aus Leichlingen (Rheinland) ist vom Amtsgericht Köln aufgehoben worden. Damit ist die im Juni 2017 begonnene Sanierung des Familienbetriebes erfolgreich beendet. Trotz gut gefüllter Auftragsbücher geriet Lützenkirchen Lagertechnik Mitte vergangenen Jahres in finanzielle Schwierigkeiten und führte eine Sanierung unter Insolvenzschutz durch. Das Unternehmen, das 1983 gegründet wurde, ist weltweit aktiv und auf die maßgeschneiderte Planung, Fertigung und Montage von Regalsystemen und Lagertechnik spezialisiert.

Mit der Eigenverwaltung nutzte der Lagertechnikspezialist eine Sanierungsmöglichkeit, die Unternehmen erst seit 2012 zur Verfügung steht. Das Ziel des Verfahrens ist die Fortführung des Unternehmens. Deshalb bleibt die unternehmerische Verantwortung bei der Geschäftsführung, die den Sanierungsprozess selbstständig durchführt. Während des Verfahrens wurde der Geschäftsbetrieb unverändert weitergeführt. Ebenso erfolgten die Lieferungen an Kunden termingerecht. „Ich bedanke mich bei allen Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und weiteren Beteiligten, die den Sanierungsweg mitgegangen sind, vollumfänglich hinter dem Sanierungskonzept stehen und uns immer unterstützt haben“, so Geschäftsführer Manfred Lützenkirchen.

Lützenkirchen Lagertechnik hatte nach der Antragstellung zusammen mit dem Beratungsunternehmen Buchalik Brömmekamp (Düsseldorf) ein tragfähiges Sanierungskonzept entwickelt, dem das Gericht und die Gläubiger zustimmten. Darüber hinaus unterstützte Buchalik Brömmekamp (www.buchalik-broemmekamp.de) das Unternehmen in allen rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Belangen. Wesentliche Eckpfeiler der Sanierung waren die Einführung moderner Controllinginstrumente, der weitere Ausbau des Marketings und Vertriebs sowie die Erweiterung der Geschäftsführung um einen Finanzexperten.

„Mit Adrian Huwald konnten wir einen ausgewiesenen Spezialisten für die Bereiche Administration und Finance gewinnen. Er verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Unternehmensführung, Finance, Controlling und Risk Management – auch in internationalen Unternehmen. Er wird Lützenkirchen Lagertechnik wieder als Hidden Champion etablieren“, erklärt Manfred Lützenkirchen. Der Senior-Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens wird dem Unternehmen noch für einen gewissen Zeitraum mit seinem technischen Know-how zur Verfügung stehen. Er verantwortet in der neuen Geschäftsführung den Bereich Produktion. Sein Sohn Mark Lützenkirchen zeichnet im Unternehmen für die Bereiche Vertrieb und Konstruktion neuer Produkte verantwortlich. Adrian Huwald ist mit der Beendigung des Eigenverwaltungsverfahrens als Mitgesellschafter in die Lützenkirchen Lagertechnik eingestiegen.

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Bundestag und Bundesrat beschließen erneut Steuerbefreiung des Sanierungsgewinns

Nach dem Bundestag (8. November 2018) hat heute auch der Bundesrat die Steuerbefreiung des Sanierungsgewinns erneut gebilligt und damit endlich für mehr Rechtsicherheit gesorgt. Durch das neue Gesetz können Unternehmen in der Krise wieder aufatmen. Sie erhalten innerhalb eines Insolvenz- oder Eigenverwaltungsverfahrens eine Steuerbefreiung, um die Sanierung zu erleichtern oder überhaupt möglich zu machen. Es ist bereits das zweite Gesetz innerhalb eines Jahres. Damit der erste Anlauf hätte in Kraft treten können, sollte die EU-Kommission wegen einer möglichen rechtswidrigen Beihilfe der Steuerbefreiung zustimmen. Brüssel hatte zwar keine Bedenken, entschied aber nicht durch förmlichen Beschluss. Dadurch musste der Gesetzgeber nacharbeiten. Das Gesetz gilt auch für Altfälle, die bis zum 8. Februar 2017 vollzogen wurden.

Die Regelung ist grundsätzlich nicht neu, vielmehr waren Unternehmenssanierungen bisher in einem steuerlichen Schwebezustand. Gerichte, Finanzministerium und Finanzverwaltungen stritten um die formale Grundlage, auf der die Befreiung des sogenannten Sanierungsgewinns durchgeführt werden kann. Mit dem neuen Gesetz verfügen die Unternehmen im Insolvenzplanverfahren nun über ertragsteuerliche Planungssicherheit, denn die Finanzämter haben keinen Ermessensspielraum mehr. „Damit geht eine nun mehrjährige Hängepartie zwischen dem Bundesfinanzministerium und dem BFH zu Ende, die vor allem auf dem Rücken der erfolgreichen sanierten Unternehmen ausgetragen wurde. Eine Vielzahl von Sanierungen, insbesondere solche unter Insolvenzschutz, sind im Vertrauen auf den Bestand des Sanierungserlasses eingeleitet worden. Die Chancen, das Unternehmen dem Unternehmer auch im Rahmen einer Eigenverwaltung zu erhalten, erhöhen sich damit signifikant“, erklärt Robert Buchalik, Geschäftsführer von Buchalik Brömmekamp und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes ESUG.

Aufgrund des sogenannten Sanierungserlasses konnten bis Anfang 2017 die Finanzämter die sanierten Unternehmen von der Steuer, die auf den Sanierungsgewinn anfielen, befreien. Der Gewinn entsteht, wenn Gläubiger wie Lieferanten, Banken oder Sozialversicherungen innerhalb einer Sanierung ganz oder teilweise auf ihre Forderungen verzichten. Durch den Verzicht erhöht sich das Betriebsvermögen, das grundsätzlich steuerpflichtig ist.

Der Bundesfinanzhof hatte in einer im Februar 2017 veröffentlichten Entscheidung den Steuererlass gekippt, da dieser Vorgehensweise eine gesetzliche Grundlage fehlte. Der Gesetzgeber beschloss daraufhin bereits Anfang Juni 2017 eine gesetzliche Regelung. Die Einführung machte er jedoch von der Zustimmung der EU-Kommission abhängig, die eine Unbedenklichkeit zum europäischen Beihilfenrecht untersuchen sollte. Allerdings erteilte Brüssel diese Bestätigung in der Form eines „comfort letters“ und nicht als förmlichen Beschluss. Die Neuregelung konnte damit noch nicht in Kraft treten und musste eine zusätzliche Runde im Gesetzgebungsverfahren drehen.

Der vom Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetzentwurf weist im Grundsatz Übereinstimmungen mit dem bisherigen Sanierungserlass von 2003 auf. So bleibt es bei der Steuerbefreiung der Sanierungsgewinne und der Ausrichtung des Anwendungsbereichs auf fortführungsorientierte (unternehmensbezogene) Sanierungen.

In Teilen geht die gesetzliche Neuregelung deutlich über den Erlass hinaus. Es bezieht sich nun sowohl auf die Einkommensteuer und Körperschaftsteuer (§§ 3a EStG, ggf. i. V. m. 8 KStG) als auch auf die Gewerbesteuer (§ 7a GewStG). Die Folgen sind weitreichend. Es ist nur noch das Finanzamt für die Entscheidung der Steuerbefreiung zuständig, auch im Bereich der Gewerbesteuer, die eigentlich in die Zuständigkeit der Kommunen fällt. Weiterhin ist bei Personengesellschaften nur noch das Betriebsfinanzamt der Personengesellschaft selbst zuständig. Die Einbeziehung der Wohnsitzfinanzämter der Gesellschafter (Kommanditisten bzw. Vollhafter) entfällt.

Neu ist im zweiten Anlauf der Gesetzgebung hinzugekommen, dass auf Antrag der §§ 3a EStG, 7b GewStG auch für Altfälle gilt, die bis zum 8. Februar 2017 verwirklicht wurden. Wird dieser Antrag gestellt, ist auch in den Altfällen ausschließlich das Betriebsfinanzamt für die gesamte Ertragsbesteuerung einschließlich der Gewerbesteuer zuständig.

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Buchalik Brömmekamp macht das Triple beim Best of Consulting perfekt

Buchalik Brömmekamp hat erneut die Auszeichnung „Best of Consulting“ in der Kategorie Restrukturierung Mittelstand der Wirtschaftswoche erhalten. Für die Düsseldorfer Unternehmensberatung setzt sich damit eine Erfolgsserie fort, denn sie erhält das Qualitätssiegel der Wirtschaftszeitung zum dritten Mal hintereinander. Prämiert wurde von der fünfköpfigen Jury das Sanierungskonzept für die Arnstädter Frischback-Gruppe, die sich im Rahmen einer Eigenverwaltung wieder wettbewerbsfähig aufgestellt hat. WiWo verlieh gestern Abend in Düsseldorf die begehrten Awards für die Beratungsbranche.

„Die Auszeichnung ist eine Bestätigung für die gemeinsame Arbeit aller unserer Berater, Anwälte und Mitarbeiter von Frischback. Wir freuen uns, dass wir das Traditionsunternehmen erfolgreich durch eine Sanierung unter Insolvenzschutz führen konnten und dafür nun gewürdigt werden“, erklärt Bozidar Radner, Geschäftsführender Gesellschafter der Buchalik Brömmekamp Unternehmensberatung und projektbegleitender Partner.

Discounter und SB-Backshops machen es dem traditionellen Bäckerhandwerk durch Kampfpreise immer schwerer. Der Margenverfall, Lohnerhöhungen im Mindestlohnbereich und der hohe Investitionsbedarf im Bereich der 139 Filialen sowie an den beiden Produktionsstandorten der Frischback waren die Auslöser für die Liquiditätskrise. Im August 2017 wurden deshalb für drei Unternehmen der Gruppe Insolvenzanträge in Eigenverwaltung gestellt. Inzwischen ist die Krise überwunden: Die Sanierungsverfahren wurde Ende April 2018 nach einer einstimmigen Entscheidung der Gläubigerversammlung aufgehoben. Frischback betreibt heute 120 Filialen und beschäftigt rund 800 Mitarbeiter.

„Im Vordergrund der Neuausrichtung der Frischback-Gruppe standen von Beginn an die Reduktion der Komplexität, die Optimierung der Filialstruktur sowie die Positionierung als regionaler, inhabergeführter Qualitätsanbieter. Gemeinsam mit dem Unternehmen haben wir hierzu ein passgenaues Konzept erarbeitet und die Neuausrichtung auf einen guten Weg gebracht“, erklärt Sanierungsexperte Bozidar Radner.

Die zentrale Maßnahme bei der Neuausrichtung der Frischback-Gruppe, die Komplexität zu reduzieren, zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzept. In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmerfamilie Heyl wurde das Produktportfolio überarbeitet und rund 50 unrentable Produkte wurden aus dem Sortiment genommen. Hierdurch konnten auch die Produktionsabläufe nachhaltig verbessert werden. Aus diesem Grund wurde die Produktion schrittweise auf den neuen Standort Erfurt konzentriert. Durch die Verkürzung der Wege und die Optimierung der gesamten Prozesse sowie der Logistik kann somit noch mehr Frische in den Filialen gewährleistet werden.

Dass mit der Sanierung und Restrukturierung eines Unternehmens nicht zwangsläufig ein Stellen- und Filialabbau, sondern vielmehr ein entsprechender Ausbau verbunden sein kann, zeigt sich im hiesigen Fall deutlich: Im Rahmen der Optimierung der Filialstruktur übernahm die Frischback von der ebenfalls insolventen elmi-Bäckerei sechs Filialen. Den dort gekündigten Mitarbeitern konnten von Frischback neue Stellen angeboten werden. Weiterhin übernahm der Traditionsbäcker innerhalb des Sanierungsverfahrens weitere attraktive Filialstandorte. Die diesbezüglichen Verhandlungen und die Einarbeitung der teilweisen Übernahme des Wettbewerbers in das Gesamtsanierungskonzept waren dabei von großer Individualität geprägt und bewegten sich weit außerhalb jedweden üblichen Sanierungsansatzes.

„In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmerfamilie ist es uns so gelungen, die Frischback-Gruppe sowohl auf die Bedürfnisse der Unternehmerfamilie Heyl anzupassen als auch produktions- und vertriebsseitig fit für die Zukunft zu trimmen. Mit einer weiteren Verstärkung durch einen branchenerfahrenen Vertriebsgeschäftsführer wird die Neuausrichtung in den kommenden Jahren nachhaltig fortgeführt und vertieft werden“, so Dr. Hubertus Bartelheimer, der federführend die insolvenzrechtliche Beratung der Unternehmensgruppe begleitet. Dr. Bartelheimer ist Geschäftsführender Gesellschafter sowie Leiter der Berliner und Dresdner Büros von Buchalik Brömmekamp.

Frischback ist eines von rund 40 Unternehmen, die Buchalik Brömmekamp jedes Jahr innerhalb eines Eigenverwaltungsverfahrens begleitet. Es basiert auf dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG), das erst vor sechs Jahren in Kraft trat. Es stellt Unternehmen ein effektives Verfahren zur Krisenbewältigung bereit. Hierbei handelt es sich um eine Insolvenz ohne klassischen Insolvenzverwalter. Der Unternehmer bleibt weiterhin am Ruder und führt die Sanierung durch. Es bietet eine Vielzahl von Effekten zum Liquiditätsaufbau. Buchalik Brömmekamp erhielt die Auszeichnungen „Best of Consulting Mittelstand“ in den Vorjahren für die Sanierungen des Möbelherstellers Wellemöbel und des Busunternehmens Pfeiffer Reisen.

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TESTRUT stellt sich weiter zukunftsfähig auf

Geschäftsführung, Sachwalter sowie die Berater der Kanzlei Görg haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Testrut (DE) GmbH sowie der Testrut Service GmbH darüber informiert, dass TESTRUT sich weiter zukunftsfähig aufstellt.

Die in der Eigenverwaltung erarbeitete Unternehmensplanung gewährleistet die positive Fortsetzung des Geschäftsbetriebs und wurde durch externe Aufsichtsgremien bestätigt. „Die langjährigen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten haben sich in dieser schwierigen Situation als außergewöhnlich belast- bar dargestellt. Viele Kunden, Zulieferer und Dienstleister unterstützen uns aktiv in diesem Prozess. Dies auch an Stellen, die wir in dieser Form nicht erwartet hätten.“, so Jörg Schoening, Geschäftsführer der Testrut (DE) GmbH. Weiter führt er aus: „Ein besonderer Dank geht nicht nur an unsere Geschäftspartner, sondern insbesondere an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die teilweise in den vergangenen Wochen über sich hinausgewachsen sind und die aktuellen Herausforderungen positiv angenommen haben.“

Das zuständige Amtsgericht hatte Dr. Andreas Röpke von der Kanzlei hrm, Henneke Röpke Rechtsanwälte, zum 1. November 2018 zum Sachwalter bestellt und die Eigenverwaltung für die beiden TESTRUT-Gesellschaften angeordnet. Die eingeleitete Restrukturierung wird für beide Gesellschaften auch in den nun eröffneten Verfahren, in denen Löhne und Gehälter für rund 130 Beschäftigte in Wesel und 50 in Triptis (Thüringen) nun wieder regulär durch die Gesellschaften gezahlt werden, planmäßig fortgeführt.

Als Generalbevollmächtigter bleibt Rolf Weidmann, der von Anwälten der Sozietät GÖRG aus Essen unterstützt wird, in den eröffneten Verfahren an Bord. „In den zurückliegenden Wochen konnten wir sehr stark das handelsspezifische Know-how der Sozietät GÖRG einbringen, den Geschäftsbetrieb stabilisieren, fortführen und somit die Arbeitsplätze erhalten. Der Geschäftsführung haben wir den Rücken für Tagesgeschäft und die strategische Weiterentwicklung freigehalten.“, erläutert Weidmann.

„Damit konnten wir einen wesentlichen Grundstein für die anstehende Saison 2019 legen und unsere breite Kundenbasis auch weit darüber hinaus absichern. Bereits heute sind wir mit der Konzeption der Folgesaison beschäftigt.“, ergänzt Schoening.

Regelinsolvenzverfahren über Vermögen der Robert Testrut GmbH & Co. KG

Über das Vermögen der Robert Testrut GmbH & Co. KG hat das zuständige Insolvenzgericht Dr. Andreas Röpke antragsgemäß zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb dieser Gesellschaft mit zwölf Beschäftigten muss kurzfristig eingestellt werden.

Zum Hintergrund der Entscheidung: Die Robert Testrut GmbH & Co. KG hatte sich in den vergangenen Jahren erfolgreich auf die Zusammenarbeit mit einem namhaften Discounter spezialisiert. Für die Saison 2018 hatte die Gesellschaft als Pilot-Lieferant ein neues Geschäftsmodell bedient und die gesamte Prozesskette mit umfassenden Dienstleistungen bis hin zur Lieferung an den Endverbraucher abgedeckt. Die von der Robert Testrut GmbH & Co KG vorgehaltene Saisonware, insbesondere handelte es sich dabei um Gartenmöbel, wurde nicht wie geplant abgenommen. Dies hatte letztendlich auch zu dem Liquiditätsengpass der weiteren Unternehmen der Testrut-Gruppe beigetragen.

„Besonders nachdenklich macht, dass die kritische Situation für die Robert Testrut GmbH & Co KG nach fast 20 Jahren der Zusammenarbeit und im Rahmen einer strategischen Partnerschaft der Parteien eingetreten ist“, ergänzt Robert Testrut, Geschäftsführer der Gesellschaft.

Röpke: „Eine Fortführung der Geschäftsbeziehung und damit auch des Geschäftsbetriebs der Robert Testrut GmbH & Co KG ist unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich.“

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HOB GmbH & Co. KG geht in die Insolvenz in Eigenverwaltung

Die HOB GmbH & Co. KG aus Cadolzburg bei Fürth stellt die Weichen für die Zukunft und geht in die Eigenverwaltung nach § 270a InsO (Insolvenzordnung). Den entsprechenden Antrag hat das Amtsgericht Fürth am 23. Oktober 2018 bestätigt. Mit dieser Nachricht wenden sich die beiden Geschäftsführer Klaus Brandstätter und Zoran Adamovic nun an die Öffentlichkeit. Sanierungsexperte Thomas Planer (Planer & Kollegen GmbH aus Landsberg am Lech) wird das Verfahren fachgerecht begleiten. Als vorläufiger Sachwalter wurde vom Amtsgericht Fürth Herr Dr. Zaremba von der Kanzlei Schwartz Rechtsanwälte Insolvenzverwalter aus Nürnberg bestellt.

Thomas Planer: „Wir freuen uns, dass das Amtsgericht unserer Einschätzung gefolgt ist und den Antrag auf Eigenverwaltung bestätigt hat.“ Nur auf diese Weise ist es möglich, das in Schieflage geratene Unternehmen wieder vollständig zu sanieren. Planer weiter: „Die HOB GmbH & Co. KG ist nicht nur sanierungswürdig, sondern auch sanierungsfähig – was insbesondere dem schnellen und weitsichtigen Handeln der Geschäftsführung zu verdanken ist.“ Entscheidend für die Eigenverwaltung ist in Planers Augen, dass sich ein Unternehmen frühzeitig Hilfe holt.

Besonders wichtig aus Sicht der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten: Auch bei der Eigenverwaltung steht der Erhalt des Unternehmens im Fokus. Die Geschäftsführung selbst bleibt Herr des Geschehens, es kommt hier kein externer Insolvenzverwalter ins Haus. Geschäftsführer Klaus Brandstätter: „HOB wird sich nun auf seine etablierten Kernkompetenzen und -produkte fokussieren. Für den profitablen Bereich Networking sind keine Änderungen zu erwarten, im Bereich der Software-Neuentwicklung wird es eine Straffung des Portfolios geben. Den Kunden und Lieferanten wird HOB wie gewohnt als zuverlässiger und leistungsstarker Geschäftspartner erhalten bleiben. Wir nutzen die Eigenverwaltung auch ganz gezielt, um das Unternehmen für zeitnahe strategische Partnerschaften und Investoren attraktiv zu gestalten. Ich bedauere, dass diese Maßnahme nötig geworden ist, begrüße aber, dass das hohe Sanierungspotential nun bestmöglich umgesetzt werden kann.“

Gute Chancen auf Sanierung

Die Chancen, dass es für das Unternehmen mit den beiden Tätigkeitsfeldern „Softwareentwicklung“ und „Systemhaus für Netzwerkinfrastruktur“ zu einem erfolgreichen Abschluss der Eigenverwaltung kommt, schätzt Thomas Planer äußerst positiv ein. So zeigen schon allein die Auftragsbücher, dass die Zukunftschancen des Unternehmens sehr gut sind: „Gemeinsam werden wir den gesamten Betrieb auf den Kopf stellen, Prozesse durchleuchten und neu definieren – und HOB wieder fit machen für eine sichere Zukunft.“

Eigenverwaltung nach § 270a InsO

Die Eigenverwaltung nach § 270a InsO ist ein Instrument zur Sanierung und Restrukturierung. Es kann zum Einsatz kommen, wenn eine Insolvenz nicht mehr zu vermeiden ist, das Unternehmen gleichwohl über einen fortführungswürdigen Geschäftsbetrieb und eine konkrete Perspektive verfügt. Die Eigenverwaltung bedeutet, dass der Schuldner die Verfügungsgewalt und Finanzhoheit über sein Unternehmen behält und insoweit Herr des Geschehens bleibt – anders als im herkömmlichen Insolvenzverfahren, in dem die Unternehmensführung die Kontrolle an den Insolvenzverwalter abgibt. Bei der Eigenverwaltung agiert der Unternehmer selbst als Insolvenzverwalter. Meist verfügen diese jedoch nicht über das nötige Know-How – hier kommt der Sanierungs- und Insolvenzverwalter ins Spiel. In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung geht er auf Gläubiger, Banken und Partner zu, um alle Beteiligten sowie das Insolvenzgericht in den Prozess einzubinden. Professionalität, Kompetenz und Transparenz in der Durchführung sorgen für Vertrauen – die wichtigste Säule für eine letztlich erfolgreiche Sanierung.

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Regelinsolvenzverfahren eröffnet – Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig startet M&A Prozess

– Investorensuche für POLIGRAT wird beschleunigt
– Geschäftsbetrieb läuft in vollem Umfang weiter – Sanierung wird fortgesetzt

Das Amtsgericht München hat zum 01. September 2018 das Regelinsolvenzverfahren für die POLIGRAT GmbH eröffnet und den bisherigen vorläufigen Sachwalter, Dr. Max Liebig von der bundesweit renommierten Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter, zum Insolvenzverwalter bestellt. Sein Hauptaugenmerk gilt der Investorensuche für das weltweit tätige und technologisch führende Unternehmen in der Veredelung von Metalloberflächen, wie er den Mitarbeitern bei einer Betriebsversammlung erläuterte. Dazu wird nun ein M&A Prozess gestartet. Die im Antragsverfahren bereits eingeleitete operative Sanierung zeigt unterdessen erste Erfolge, so dass der Geschäftsbetrieb in Deutschland und bei den europäischen Tochtergesellschaften in vollem Umfang fortgeführt werden kann.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter nun die Befugnisse, um mit potenziellen Interessenten zügig eine dauerhafte Fortführungslösung für POLIGRAT zu verhandeln. "Wenn alle Beteiligten und insbesondere die Kunden und Lieferanten POLIGRAT weiter so unterstützen wie bisher, dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Zukunft dieses Unternehmens und der über 200 Arbeitsplätze in der Gruppe sichern können", so der Insolvenzverwalter in einer ersten Einschätzung bei der gestrigen Mitarbeiterversammlung.

Am Hauptstandort München und per Video-Live-Übertragung an die übrigen drei deutschen Standorte informierte er die Mitarbeiter dabei über die Eröffnung des Verfahrens und die weiteren Schritte. Von Mitarbeiterseite gab es dazu ein positives Echo und ein klares Signal zur Unterstützung des Investoren- und Sanierungsprozesses.

Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in München war in Schieflage geraten, als es sich mit Tochtergesellschaften im Ausland engagierte und dort Verluste verzeichnen musste. Diese belasteten die Muttergesellschaft letztlich so, dass die POLIGRAT GmbH am 22. Juni 2018 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens – zunächst in Eigenverwaltung – stellen musste.

In der Folge gelang es unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters, die operative Sanierung einzuleiten, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und ohne Einschränkung weiter zu produzieren. Im Interesse einer bestmöglichen Gläubigerbefriedigung durch eine erfolgreiche Sanierung entschied das Amtsgericht München mit Beschluss vom 01. September 2018 einen Insolvenzverwalter einzusetzen, da es das Regelinsolvenzverfahren zur Erreichung der Verfahrensziele gegenüber dem zunächst angestrebten Eigenverwaltungsverfahren als erfolgversprechender erachtete.

"POLIGRAT ist ein sanierungsfähiges und -würdiges Unternehmen mit Potenzial. Schon die bisherigen Gesellschafter strebten eine Nachfolgelösung mit Beteiligung neuer Investoren an. Im Insolvenzverfahren treiben wir die Investorensuche nun mit Hochdruck voran, um dieses Zukunftspotenzial im Interesse der Gläubiger wie der Arbeitnehmer auszuschöpfen", erläutert Dr. Max Liebig.

Seit über 65 Jahren ist das Unternehmen spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und Anwendung von Verfahren zur chemischen und elektrochemischen Veredelung von Metalloberflächen unter anderem in Architektur, Maschinenbau und Medizintechnik und verfügt hier über technische Alleinstellungsmerkmale. POLIGRAT-Verfahren werden weltweit erfolgreich eingesetzt für Oberflächen, die höchsten Anforderungen an Funktionalität und Aussehen entsprechen müssen und deren Herstellung betriebssicher erfolgen muss. Die Umsetzung erfolgt durch die Lieferung schlüsselfertiger Verfahren und Einrichtungen einschließlich Anlagen und Chemikalien oder durch die Anwendung der Verfahren als Dienstleistung in eigenen Lohnbetrieben und vor Ort beim Kunden.

Der auf seinem Gebiet international führende Systemanbieter beschäftigt rund 230 Mitarbeiter an neun Standorten in Europa, davon 150 in Deutschland. Der Umsatz der POLIGRAT-Gruppe beläuft sich auf rund 25 Millionen Euro im Jahr. POLIGRAT-Verfahren wurden unter anderem beim Bau des Münchner U-Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum und bei der Herstellung von Mars-Sonden angewendet.

Weitere Informationen

Diplom-Kaufmann Dr. Max Liebig ist aufgrund seines betriebswirtschaftlichen Hintergrunds fokussiert auf die operative Fortführung von Unternehmen in Krisensituationen. Er wird seit 2010 häufig von Gerichten als Insolvenzverwalter sowie als Sachwalter bestellt, um in dieser Funktion nachhaltige Sanierungslösungen für Not leidende Betriebe und deren Gläubiger zu finden. Ende 2017 schloss er sich der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter an, die seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren in Deutschland gehört.

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BV ESUG: Das Rettungswerkzeug Eigenverwaltung funktioniert – ESUG Evaluierung zieht positives Fazit: Erwartungen wurden erfüllt

Das ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) hat die Erwartungen erfüllt und ist ein Meilenstein für eine Verbesserung der deutschen Insolvenzkultur. Die Evaluierung des vor rund sechs Jahren in Kraft getretenen Sanierungsgesetzes zieht damit ein positives Fazit, erklärte Justizministerin Dr. Katarina Barley bei der Ergebnisvorstellung im Bundestag.

„Das Rettungswerkzeug Eigenverwaltung funktioniert. Als Erfolgsfaktoren erweisen sich die rechtzeitige Antragstellung und eine professionelle Beratung. Das umfasst die Vorabstimmung mit dem Gericht, ein plausibles Sanierungskonzept und die Unterstützung der wesentlichen Gläubiger für den Sanierungsweg“, sieht sich Robert Buchalik, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes ESUG und Sanierung (BV ESUG), durch das Gutachten bestätigt. Er begrüßt die positiven Einschätzungen von Justizministerin Barley ausdrücklich, die eher in großen gesamtwirtschaftlichen Bögen und nicht in kleinen Karos denkt. „Frau Barley zeigt“, so Buchalik, „dass Justizpolitik an dieser schwierigen Schnittstelle zwischen Krise und Insolvenz immer auch Gesellschafts- und in diesem Fall besonders auch Wirtschaftspolitik ist, und dieses Denken wird durch die Ministerin in hervorragender Weise repräsentiert.“

Die Kritiken zum ESUG sind durchaus unterschiedlich: So bewerten vor allem Schuldner- und Unternehmensberater, Geschäftsleiter wie auch Gläubiger, Gläubigerberater und Mitglieder im Gläubigerausschuss das ESUG positiv und sehen ihre Erwartungen eher als erfüllt an. Die Sachwalter und Insolvenzverwalter, die bei der Eigenverwaltung anstatt einer Regelinsolvenz wirtschaftliche Nachteile erfahren, bewerten es zumindest als befriedigend, fürchten aber erkennbar um ihren Einfluss im Insolvenzverfahren. Einige Richter und Rechtspfleger stehen dem Gesetz immer noch skeptisch gegenüber. Eine Rückkehr zum alten Insolvenzrecht wird von der fünfköpfigen Expertenkommission in dem 330 Seiten starken Bericht jedoch erfreulicherweise nicht empfohlen. „Der bestehende gesetzliche Werkzeugkasten kann noch verbessert werden, jedoch ist er im Interesse der Wirtschaft weiter auszubauen“, fordert Sanierungsexperte Buchalik, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Buchalik Brömmekamp.

Die Studie untersuchte rund 1.600 Eigenveraltungsverfahren innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Das ist ein Anteil von rund 3,5 Prozent an allen Unternehmensinsolvenzen. Besonders beliebt ist das Verfahren bei größeren Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 10 Mio. Euro. Laut der Expertenanalyse funktioniere das Insolvenzplanverfahren im Wesentlichen gut und die Anwendungsmöglichkeiten haben sich deutlich erweitert. Die positiven Auswirkungen vor allem auf die Gläubiger zeigen darüber hinaus die erzielten Befriedigungsquoten. In der Eigenverwaltung liegen diese durchschnittlich bei zehn Prozent, so eine erweiterte Studie des BV ESUG. Dieser Wert liegt damit deutlich über den oft niedrig einstelligen Werten von zwei bis drei Prozent, die im klassischen Regelverfahren erreicht werden.

Die Befürchtung, dass durch die Stärkung der Gläubigerrechte die Unabhängigkeit der Verwalter leide, haben sich nicht bewahrheitet. Zumal viele Sachwalter ihre Aufsichtsrolle deutlich aktiv wahrnehmen und teilweise Aufgaben des Schuldners übernehmen. Dass sich auf diese Weise der Kreis der Insolvenzverwalter, die für solche Sanierungen überhaupt als Sachwalter infrage kommen, deutlich verkleinert, ist aus der Sicht des Beiratsvorsitzenden des BV ESUG, Prof. Dr. Hans Haarmeyer, ein zu begrüßender Effekt des ESUG. Das Gesetz fördere die unternehmerisch denkenden Verwalter mit Sanierungsansatz gegenüber den „Plattmachern“.

Deutliche Vorteile des vielfach gerühmten Schutzschirmverfahrens nach § 270b InsO werden in der Studie nicht gesehen. Diese zweite Form der Eigenverwaltung, die Unternehmen nutzen können, sofern diese noch nicht zahlungsunfähig sind, fristet auch aufgrund einer gesetzlichen Fehlkonstruktion ein Schattendasein und kommt in der Praxis immer weniger zur Anwendung. Lediglich 300 Verfahren wurden bisher gezählt. Vor diesem Hintergrund fordert der BV ESUG den schnellen Aufbau eines präventiven, außergerichtlichen Sanierungsverfahrens nach der für Anfang 2019 zu erwartenden Richtlinie der EU. Bei dessen Inkrafttreten könnte das Schutzschirmverfahren ersatzlos entfallen.

Bei der Anordnung der Eigenverwaltung sind sich das Justizministerium und die Expertengruppe uneins. Der Bericht empfiehlt eine stärkere Begrenzung des Zugangs zur Eigenverwaltung. Justizministerin Barley bekräftigt dagegen, dass die Studienteilnehmer keine zu häufige Anordnung der Eigenverwaltung oder gar eine häufige Anordnung an nicht geeignete Schuldner gesehen hätten. „Hier sind“, so Prof. Haarmeyer, „insbesondere die Insolvenzgerichte gefordert, um schon im Rahmen der Zulassung eines Antrags die Ziele des Gesetzgebers konsequenter zur Anwendung zu bringen. Die dabei anzuwendenden Kriterien liegen seit Jahren offen, werden aber in der Praxis leider immer noch zu häufig nicht zur Anwendung gebracht und ungeeignete Schuldner werden gerichtlich durchgewunken“.  Weitere Ausschlusskriterien wie Lohn- und Gehaltsrückstände oder noch offene öffentlichen Abgaben und Steuern könnten ungeeignete Unternehmen von vornherein vom Zugang ausschließen.

Während die Zusammenarbeit mit den Gerichten schon bei den Vorgesprächen als auch später bei der Abstimmung des Insolvenzplanes gut verläuft, sehen die Beteiligten die Befähigung der Gerichte im Umgang mit komplexen Sanierungen eher skeptisch. „Ein für das Insolvenzgericht verpflichtendes Vorgespräch sollte deshalb zwingend in das Gesetz aufgenommen werden, denn nur so können etwaige Hürden bereits vor Beginn des Verfahrens beseitigt werden“, erklärt Robert Buchalik. Ebenso müsste zwingend die Berechtigung des eigenverwaltenden Schuldners im Rahmen einer Betriebsfortführung Masseverbindlichkeiten begründen zu können, gesetzlich klar geregelt werden.

Das komplexe Eigenverwaltungsverfahren funktioniert in der Regel immer dann, wenn es von einer vorherigen professionellen Beratung begleitet wird. Im Fokus stehen dabei die Kosten von Verwaltern, Gerichten und Beratern. „Das vordergründige Argument, die Eigenverwaltung produziere Mehrkosten, geht in der Praxis allerdings in Leere. Die Gerichte fordern immer einen Kostenvergleich zwischen Eigenverwaltung und Regelinsolvenz. Liegen die Kosten der Eigenverwaltung höher, wird die Eigenverwaltung von den Gerichten abgelehnt“, meint der Sanierungsexperte und BV ESUG Vorstand Robert Buchalik. Die Steigerung der Kosten wird zudem maßgeblich durch die erhöhten gesetzlichen und gerichtlichen Anforderungen an einen Antrag auf Eigenverwaltung getrieben. Die Vorlage einer solchen Vergleichsrechnung sollte daher zwingend vorgeschrieben werden, um möglichem Missbrauch vorzubeugen und zugleich den Gerichten eine eindeutige Entscheidungsvorlage zur Verfügung stellen zu können.

 

Hintergrundinformationen:

Mit dem ESUG sollten ab März 2012 die Rahmenbedingungen für eine Sanierung von Unternehmen in der Krise verbessert werden. Gefährdeten Unternehmen soll eine zweite Chance gegeben werden. Dazu wurden die Rechte der Gläubiger, insbesondere bei der Auswahl des Insolvenzverwalters, und das Eigenverwaltungsverfahren gestärkt. In diesem Verfahren entwickelt der Unternehmer eigenverantwortlich ein Sanierungskonzept. Dieses Konzept wird dann anschließend regelmäßig als Insolvenzplan, dem die Gläubiger zustimmen müssen, umgesetzt.

Dokumente zur Evaluierung des ESUG sowie die Studie finden Sie unter: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2018/101018_Bericht_ESUG.html

 

Zum BV ESUG und Sanierung e.V.

Der Bundesverband ESUG und Sanierung (BV ESUG) ist eine berufsgruppenübergreifende Vereinigung. Ziel des BV ESUG ist die Verbesserung der Sanierungschancen von Unternehmen. Mit der Verbesserung der Sanierungschancen soll zugleich eine Kultur der zweiten Chance für Unternehmer geschaffen und gefördert werden. Die Insolvenz soll nicht mehr länger als Scheitern, sondern auch als Mittel und Chance der nachhaltigen Sanierung unter dem Schutz des Rechts wahrgenommen werden.

www.bv-esug.de

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Tetenal beantragt Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Der klassische Fotomarkt schrumpft weiter. Die Key-Player der analogen Boomzeiten haben Schwierigkeiten sich der neuen Situation anzupassen.

Teils fallen Technologien ganz weg, teils bestehen Sie als Nischenprodukte weiter. Diese können oft nur von kleinen Spezialunternehmen weiter betrieben werden. Die klassischen Handelsstrukturen (Hersteller-Distributor-Großhandel-Handel) gehören in vielen Branchen bereits der Vergangenheit an.

So hat jetzt auch Tetenal seine Kunden darüber in Kenntnis gesetzt, dass die #Tetenal Europe GmbH am 28.09.2018 einen Antrag auf Eröffnung des #Insolvenzverfahrens verbunden mit einem Antrag auf Anordnung einer (vorläufigen) Eigenverwaltung für Tetenal Europe GmbH beim Amtsgericht Norderstedt gestellt hat. Tetenal gibt an, dass die starken Veränderungen des Marktes in den letzten Jahren im klassischen Geschäft der Fotochemie als auch in der Markendistribution zu starken Umsatz- und Margenverlusten geführt haben, die durch die positive Entwicklung im Neuproduktegeschäft nicht kompensiert werden konnten.

Das zuständige Gericht hat mit Beschluss vom 28.09.2018 die vorläufige Eigenverwaltung nach § 270a InsO über das Vermögen der Gesellschaft angeordnet. Damit hat die Tetenal Europe GmbH die Möglichkeit im Rahmen eines lnsolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung die Firma zu sanieren. Nach eigenen Angaben soll die Verfahrensaufhebung bis spätestens im 2. Quartal 2019 angestrebt werden.

Tetenal betont ausdrücklich, dass der Geschäftsbetrieb vollumfänglich fortgeführt wird!

Zudem sind die Geschäfte der Auslandstöchter in UK, Frankreich und Polen durch diesen Schritt in keiner Weise betroffen. Diese Gesellschaften sind eigenständig und somit nicht wirtschaftlich von der Tetenal Europe GmbH abhängig.

Tetenal hat sich in der Vergangenheit neben der klassischen Fotochemie für die sogenannten Naßlabs / Minilabs und mit vielen Produkten rund um den Digitaldruck beschäftigt. Dazu gehörten auch Drucksystem von Kodak und Epson. Auch in der hochwertigen Fotobuchproduktion hat sich Tetenal versucht. Eine kurzzeitige Vermarktung der schweizer Ilford-Papiere scheiterte am Konkurs der schweizer Firma Ilford.

Hier zeigt sich, dass Qualitätsprodukte auch keine Erfolgsgarantie darstellen. Dies gilt auch für die Vermarktung der FineArt Papiere von Hahnemühle. Für diese hochwertigen Fotopapiere von Hahnemühle sind Spezialkenntnisse vonnöten. Das klassische Fotostudio setzt diese Papiere nur bedingt ein, da diese beratungsintensiv sind und die Laufkundschaft oft auch den Wert der Papiere nicht erkennt oder einfach das Preis-/Leistungsverhältnis nicht akzeptiert. Somit werden diese Papiere zunehmend im E-Commerce Handel vertrieben. Die semiprofessionellen Fotografen mit eigenem Drucker fragen danach. Diese sind jedoch online unterwegs und bevorzugen die qualitative Beratung. Der Spagat zwischen der Online Präsenz (Preisschere) und der abgeforderten kostenfreien Beratung wird in Zukunft sicher noch schwieriger.

In diesem schwierigen aber interessanten Umfeld ist auch die Photolux GmbH beheimatet. Jedoch hat sich Photolux frühzeitig auf diese Situation eingestellt. Photolux ist Distributor für viele Marken wie z.B. #Hahnemühle, #Canson, Museo aber auch Spezialist für die Drucksysteme von #Canon und Epson und bedient den klassischen Fotomarkt / Fotostudio aber auch Labore. Hier stellt Photolux mit der Eigenmarke die sogenannte Cash-Cow für diese Zielgruppe bereit. Teils sogar maßgeschneidert auf die individuellen Bedürfnisse (Rollenbreiten, Lauflänge, Spezialpapiere, etc.).

In der gehobenen Hobbyszene geht der Trend zur hochwertigen Präsentation. Deshalb betreibt Photolux eine große Demo-Galerie und bezeichnet den Erstellungsprozess (Workflow) von der Auswahl des Papieres über die Bildveredelung, Druck, Montage bis zur Wand als #FinaleKomposition

Mittlerweile nutzen viele Fotografen und Fotoclubs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dieses Angebot um sich neu zu orientieren. Fotografie wird damit wieder zum Erlebnis.

Bei Interesse kann man sich an Photolux wenden. Tel. 09122 833029 oder email: info@photolux.de

Fotografen und Fotoclubs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen dieses Angebot um sich neu zu orientieren. Fotografie wird damit wieder zum Erlebnis.

Das gesamte Sortiment der Photolux GmbH finden Sie hier

 

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Tetenal Europe stellt sich durch Sanierungsverfahren wieder profitabel auf

Der seit Jahren rückläufige Umsatz in der Fotodruck-Industrie im zweistelligen Prozentbereich und ein rund fünfmonatiger Lieferausfall eines Herstellers für Colorpapiere haben die Tetenal Europe GmbH in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Vor diesem Hintergrund hat Geschäftsführer Daniel Middendorf für das Unternehmen beim Amtsgericht Norderstedt einen Antrag auf eine Sanierung unter Insolvenzschutz gestellt. „Tetenal steht seit Jahren unter hohem Anpassungsdruck durch radikale Veränderungen in unseren Märkten. Dieser Druck von außen führt jetzt dazu, dass wir unsere gesamten Strukturen überprüfen und anpassen müssen. Der jetzt eingeschlagene Sanierungsweg wird das Unternehmen auf neue Beine stellen und uns zu nachhaltiger Profitabilität führen“, erklärt Geschäftsführer Middendorf.

Das Gericht hat dem Antrag stattgegeben und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Mit dem ESUG, dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen, hat der Gesetzgeber seit 2012 hierzu die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen. Sie sollen Unternehmen eine wettbewerbliche Auszeit ermöglichen, um sich wieder marktgerecht aufzustellen.

Das Besondere des Eigenverwaltungsverfahrens ist, dass der bisherige Geschäftsführer weiterhin im Amt bleibt und die Sanierung selbstständig durchführen kann. Dabei wird er durch die Sanierungsexperten des Beratungsunternehmens Buchalik Brömmekamp begleitet. Tim Langstädtler ergänzt die Unternehmensleitung als Sanierungsgeschäftsführer. Weiterhin übernimmt ein vorläufiger Sachwalter eine Aufsichtsfunktion. Er hat die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen. Das Amtsgericht hat Dr. Sven-Holger Undritz von der Kanzlei White & Case zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

„Die Produktion, der Vertrieb sowie unsere Handelsplattformen bleiben während des Verfahrens weiterhin uneingeschränkt geöffnet. Die Anordnung der Eigenverwaltung hat keinerlei Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb. Es ist sichergestellt, dass alle Aufträge weiter ausgeführt und auch neue Aufträge angenommen werden können“, so Daniel Middendorf. Die Tetenal Europe GmbH entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige chemische Spezialprodukte für die professionelle Fotobilderzeugung (Imaging), die Wasseraufbereitung (Aquaristik), den Agrar- und Biogasbereich (Mikronährstofflösungen) sowie Kosmetik. Weiterhin verkauft das Norderstedter Traditionsunternehmen Geräte und Verbrauchsmaterialien ausgewählter Markenhersteller im Bereich Druck und Fotobilderzeugung. Am Produktionsstandort in Norderstedt sind rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. Die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Frankreich und Polen sind von dem Eigenverwaltungsverfahren nicht betroffen.

Die Mitarbeiter wurden bereits in einer Mitarbeiterversammlung über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter sind in den nächsten drei Monaten über das Insolvenzgeld gesichert, danach übernimmt das Unternehmen wieder die Zahlungen.

In dem Verfahren wird das Unternehmen von der Kanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf begleitet, die mit der Geschäftsführung ein Zukunftskonzept entwickelt. Dem Zukunftskonzept, das die Fortführung von Tetenal und die Entschuldung aufzeigt, müssen später die Gläubiger zustimmen. „Tetenal ist im operativen Bereich in fast allen Geschäftsbereichen kerngesund. Nicht gesunde Bereiche werden wir nachhaltig restrukturieren. Die Eigenverwaltung ist der richtige Weg, um die Sanierung im Interesse aller Beteiligten umzusetzen. Im Verfahren müssen wir nun die grundsätzlichen Strukturen schaffen, um das Unternehmen so aufzustellen, dass es mittel- bis langfristig eine gute Chance hat und an die gesunkenen Umsätze angepasst ist“, erklärt Langstädtler. Der Sanierungsexperte hat erst kürzlich die Höltl Retail Solutions (Bad Hersfeld) durch ein Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich begleitet.

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