Energieaudit vs. Energiemanagementsystem: Infoabend zu den neuen Regelungen

Sekt, Häppchen und angeregte Diskussionen- so gestaltete sich der 20. März in der GUTcert – und leitete damit ein neues Veranstaltungsformat ein.

Zum Thema Energieaudit vs. Energiemanagementsystem stellte der Experte und GUTcert Akademie-Referent Dr. Bastian Rüther Neuerungen in der Energieberichterstattung nach DIN EN 16247 vor. Ergänzt wurden die Ausführungen durch die Kollegen der GUTcert aus dem Blickwinkel der ISO 50001.

Die Präsentation eines Best-of aus dem neuen BAFA-Merkblatt und dem entsprechenden Leitfaden führte zu großem Frage- und Diskussionsbedarf bei den zahlreich eingetroffenen Teilnehmern.

Gerade das umfassende Thema der (Weiter-) Qualifikation stieß dabei nicht immer auf Verständnis: So müssen Auditoren, die zukünftig Energieaudits anbieten und auf der entsprechenden Liste auftauchen wollen, eine Fortbildung im Gesamtumfang von 80 Unterrichtseinheiten absolvieren. Die Anforderungen sind an das bestehende BAFA-Förderprogramm "Energieberatung im Mittelstand" angeglichen – wer dort bereits eingetragen ist, erfüllt also automatisch die Kriterien. Um die Zulassung aufrechtzuerhalten, sind alle zwei Jahre weitere 16 UE zur Auffrischung nachzuweisen. (mehr dazu im Akademie-FAQ)

Darüber hinaus stellt sich die Stichprobenprüfung in bestimmten Branchen wie z.B. Krankenhäuser oder Produktionen als herausfordernd für das Energieaudit dar – zukünftig wird hier nämlich eine Vollprüfung aller Standorte gefordert sein. Ob und inwiefern an dieser Stelle Interpretationsspielräume gegeben werden können, wurde heiß diskutiert.

Nicht zuletzt wurden auch die Themen der nun viel umfassenderen Berichtsinhalte und die Tiefe der notwendigen technischen Analysen angesprochen.

Weiterer Termin: 06. Mai in Dortmund

Es bleibt spannend, wie sich das Thema Energieaudit auf dem Markt weiter entwickelt. Klar ist jedoch bereits, dass die Anforderungen und auch die Prüftiefe der Audits steigen werden. Damit verbunden erhöhen sich die nötigen zeitlichen Ressourcen, womit es für einige Unternehmen lukrativ sein könnte, auf die ISO 50001 zu wechseln.

Wir werden Sie natürlich über die weitere Entwicklung informieren – gern auch wieder im Rahmen eines gemütlichen Info-Abends am 06.05.2019 in Dortmund.

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Boston und Asperitas stellen auf dem CloudFest sofort einsatzfähige, immersive Cloud- und Rechnerlösungen vor

Mit der Vorstellung von vier Plug-and-Play-Lösungen für Cloud- und Einzelserver mit CPU- und GPU-Workloads haben Boston und Asperitas ihre beim CloudFest 2018 angekündigte Partnerschaft auf die nächste Stufe gehoben. Die Lösungen sind für verschiedene Einsatzbereiche optimiert, ihre Bandbreite reicht von Standard-Plattformen mit voller Stack-Unterstützung und umfangreichem integrierten Speicher über Systeme mit hoher Packungsdichte bis zu GPU-Computing-Anwendungen. Alle Lösungen sind auf Synergien zwischen Serversystemen sowie auf das einzigartige Immersed Computing®-Technologiekonzept ausgelegt und für diese optimiert.

Immersed Computing®-getriebene Lösungen

Zwei der vier Lösungen basieren auf leistungsstarken Prozessoren der AMD EPYC 7000-Reihe. Der Fenway-AIC24-DSi überzeugt mit 1536 Rechenkernen, 48 TB Arbeitsspeicher und bis zu 960 TB integriertem Speicher als ideale Plattform für Standardanwendungen und Serverclouds. Die zweite auf dem AMD EPYC basierende Lösung, der Fenway AIC24-DST, ist mit 3072 Rechenkernen, 96 TB Speicher und 768 TB integrierten Speicher auf hochverdichtete Rechnerplattformen ausgerichtet und damit ideal für HPC-Anwender.

Das ANNA AIC24-System ist eine auf Intel® und NVIDIA® aufgebaute Lösung, die für Computing-Anwendungen mit hoher Packungsdichte und GPU-Workloads entwickelt wurde. Sie bietet 1056 CPU-Cores und bis zu 331.776 Cuda-Cores auf den 72 integrierten GPUs, die ursprünglich für HPC-Benutzer entwickelt wurden. Mit steigender Nachfrage nach GPUs sowohl in der Cloud als auch physisch vor Ort ist diese Lösung für Service Provider und Unternehmen gleichermaßen attraktiv.

Hinter einer weiteren auf dem CloudFest vorgestellten Lösung mit dem Namen Fenway-AIC24-DDW steckt ein generisches System für Cloud-Plattformen mit voller Stack-Unterstützung, das einen großen integrierten Speicher mit bis zu 960 TB und 1056 Rechenkerne bereithält.

Alle Lösungen wurden basierend auf den tatsächlichen Kundenbedürfnissen verschiedener Branchen entwickelt – von Cloud-Service-Providern über Enterprise- bis zu HPC-Rechenzentren – und sind für Immersed Computing® optimiert. Damit können sie warmwassergekühlt werden. Jede der Lösungen lässt sich äußerst flexibel einsetzen, das Spektrum reicht von der vollständig integrierten Stand-Alone-Lösung für Unternehmen bis hin zur Inbetriebnahme in großen Rechenzentren – in jeder Klimasituation. Weil sie das volle Potenzial der flüssigkeitsgekühlten Immersed Computing®-Technologie ausschöpfen, arbeiten sie geräuschlos und benötigen keine Overhead-Energie. Dies sorgt für bis zu 40 Prozent mehr CPU- und GPU-Leistung im Vergleich zu luftgekühlten Lösungen. Nicht zuletzt ist die Warmwasserkühlung jedes Systems sehr effizient, da die abgeleitete Wärme weitergenutzt werden kann.

Für die Bilanz – und für Nachhaltigkeit

„Eine immersive Kühlung gilt für unsere Kunden nicht als Geschäftsziel“, erklärte Maikel Bouricius, Marketing Manager bei Asperitas während einer Keynote beim CloudFest. „Stattdessen setzen sie sich Ziele für ihre Rechen- und Cloud-Plattformen sowie für ihr Business. Mit Immersed Computing® können sie diese Ziele erreichen, denn es senkt die Betriebskosten für Rechenzentren, beschleunigt die Prozesse, ermöglicht leistungsstarke Anwendungen und bietet genügend Flexibilität, um alle unternehmerischen Chancen zu ergreifen. Die heute präsentierten Lösungen bringen unsere Kunden damit ihren Zielen näher. Sie stützen sich auf Bostons enormes Know-how zu hochwertigen Serverlösungen sowie auf die von Asperitas entwickelte, preisgekrönte und umweltfreundliche Technologie.“

Manoj Nayee, Managing Director von Boston Limited, ergänzte: „Zusammen bringen Asperitas und Boston eine völlig neue Sichtweise auf die Technologie des Immersed Cooling – sowohl zugunsten unserer Umwelt als auch zugunsten des Bilanzergebnisses. Laut des Supermicro®- Whitepapers ‚Data Centers and the Environment‘ beanspruchen Rechenzentren drei Prozent der globalen Energieversorgung und sind für zwei Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wir sind der Meinung, dass wir nicht nur eine ökologische Verantwortung gegenüber der Welt haben, sondern auch die unternehmerische Pflicht, mit unseren Lösungen die Bedürfnisse und technischen Anforderungen unserer Kunden wirksam zu erfüllen. Die Zusammenarbeit zwischen Boston und Asperitas hat bereits zu einer Reihe industriegerechter Lösungen geführt, von denen in Kürze weitere bekannt gegeben werden.“

GPU für KI-Lösung angekündigt

In der Keynote zeichneten Boston und Asperitas ihre gemeinsame Vision dessen, wie sie ihr Portfolio anwendungszentrierter Lösungen erweitern wollen. Dabei fokussieren sie sich besonders auf aufstrebende digitale Technologien etwa der Künstlichen Intelligenz. Die Kooperationspartner rechnen damit, im Laufe des Jahres eine hochverdichtete GPU-Rechenlösung für KI-Anwendungen vorzustellen. Sie soll bei Entwicklern und Unternehmen eingesetzt werden können, die an Künstlicher Intelligenz arbeiten – ohne, dass ein Upgrade oder gar ein Rechenzentrum erforderlich ist.

Über Asperitas | www.asperitas.com
Asperitas ist ein Clean und High-Tech-Unternehmen aus den Niederlanden, das mehrfach preisgekrönte Immersed Computing®-Technologielösungen entwickelt. Asperitas‘ Mission ist es, mit Immersed Computing® nachhaltige und leistungsstarke Rechenzentren für aufstrebende, digitale Unternehmen zu ermöglichen, dort wo sie benötigt werden. Asperitas glaubt daran, mit Verantwortungsbewußtsein, technischen Fokus, Effizienz und neuen Denkansätzen den CO2-Footprint positiv zu verändern.

 

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SolidarSolar 2.0: Förderprogramm für gemeinwohlorientierte Einrichtungen gestartet

Das Förderprogramm SolidarSolar zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden geht in die zweite Runde. In diesem Jahr ist das Förderprogramm mit 70.000 Euro ausgestattet und ermöglicht gemeinwohlorientierten Einrichtungen und Organisationen, eigene Projekte zum Ausbau erneuerbarer Energien und zur Energieeffizienz umzusetzen. Bürgerenergie-Genossenschaften sowie genossenschaftliche oder kommunale Baugesellschaften können ebenfalls Zuschüsse erhalten. Neu ist, dass Mieterstromprojekte eine Extra-Förderung erhalten. Bewerbungen können ab sofort bis zum 31. Mai 2019 eingereicht werden.

„Unser Förderprogramm SolidarSolar richtet sich gezielt an Einrichtungen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. So können sie und die Menschen, die dort arbeiten, wohnen oder ihre Freizeit verbringen, direkt vom Ausbau der erneuerbaren Energien profitieren“, erklärt Rosa Hemmers, Vorstandsmitglied des Grüner Strom Label e.V. Bereits im Zeitraum von 2014 bis 2016 konnten über 20 Projekte mit Hilfe der Zuschüsse des Grüner Strom-Labels erfolgreich umgesetzt werden.

Das Förderprogramm setzt sich aus kombinierbaren Elementen zusammen, die zu einem zukunftsweisenden Gesamtprojekt geschnürt werden können. Grundbaustein ist die Installation einer Photovoltaik-Anlage. Die Anlage darf eine Leistung von 2 bis 50 Kilowatt-Peak haben und kann einen Zuschuss von 20 Prozent der Kosten erhalten. Zusätzlich können optionale Komponenten gefördert werden, die mit der Photovoltaik-Anlage zusammenhängen:

  • Die Installation eines Stromspeichers mit 30 Prozent der Kosten
  • Hardware und Installation für ein Messsystem bei einem PV-Mieterstrommodell mit 30 Prozent der Kosten
  • Energieeffizienzmaßnahmen, wie der Austausch älterer Elektrogeräte oder der Beleuchtung gegen hocheffiziente Systeme mit 20 Prozent der Kosten

Voraussetzung ist, dass die Antragssteller Ökostrom mit Grüner Strom-Label beziehen oder den Strombezug darauf umstellen. Finanziert wird das Programm aus dem Grüner Strom-Fonds, einem Fördertopf des Ökosiegels Grüner Strom. Kern des Ökostromlabels der Umweltverbände ist, dass ein fest definierter Förderbetrag je verbrauchter Kilowattstunde Ökostrom in neue Energiewende-Projekte fließt, wie Solar- und Windenergieanlagen oder E-Mobilität. Im Privatkundenbereich sind dies 0,5 Cent je Kilowattstunde. So wird nachweislich die Energiewende vorangebracht. Mittlerweile gibt es bundesweit über 1.300 Projekte, die mit Hilfe des Grüner Strom-Labels realisiert wurden.

Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie das Antragsformular sind zu finden unter www.gruenerstromlabel.de/gruener-strom/energiewende-projekte/solidarsolar/. Über die Förderanträge wird Ende Juni entschieden

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Neue BAFA-Regeln zu Energieaudits: GUTcert-Infoabend am 20.03. in Berlin

Die einen genießen die letzten Tage des Karnevals, die anderen erfreuen sich an den ersten Sonnenstrahlen im Frühling – und die GUTcert kämpft mit stürmischen Neuerungen im Energiemanagement.

Hürden für Energieaudits steigen deutlich 

Bereits am 13.02.2019 veröffentlichte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) das neue Merkblatt und einen Leitfaden für Energieaudits (GUTcert berichtete). Derzeit wird noch rege diskutiert, aber eins ist bereits klar: Energieaudits nach DIN EN 16247-1 werden deutlich ambitionierter – sowohl inhaltlich als auch im gesamten Auditverfahren! So wird beispielsweise Produktionsunternehmen und Unternehmen ohne einheitliche Filialstruktur (Krankenhäuser, Hotelbetriebe, etc.) grundsätzlich die Anwendung des Clusterverfahrens verwehrt.

Infoabend mit Dr. Bastian Rüther und Jochen Buser am 20. März in Berlin

Wir wollen Licht ins Dunkel bringen und laden Sie herzlich zu unserem Info-Abend Energieaudits 2019 am 20.03.2019 ab 17 Uhr in die GUTcert Akademie ein. Zwei unserer Experten (Dr. Bastian Rüther, Herr Jochen Buser) werden Ihnen kurz und prägnant vorstellen, was Sie künftig erwartet. Selbstverständlich bleibt bei Schnittchen und Softgetränken auch noch ausreichend Zeit für Diskussionen und Fragen.

Wir freuen uns auf Sie!

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TÜV Rheinland: Technik am Arbeitsplatz unterstützt beim Energie sparen

Für den Arbeitsalltag in Büros wird viel Energie benötigt. Was auch daran liegt, dass Einsparungspotenziale nicht erkannt oder nicht genutzt werden. So wird in durchschnittlichen Bürogebäuden für Heizungsbetrieb, Beleuchtung und IT-Arbeitsplatz fast doppelt so viel Energie verbraucht, wie in den sogenannten Niedrigenergie-Bürogebäuden. Dabei tragen schon einfache Verhaltensweisen zur Energieeffizienz im Büro bei: Den Rechner wann immer möglich in den Energiesparmodus versetzen, das Licht nicht unnötig brennen lassen, Stoß- statt Dauerlüften, das Heizthermostat nicht zu hoch- und zum Feierabend abdrehen. „Energie sparen fängt im Kopf an. Doch im Arbeitsalltag gerät dieser Aspekt häufig in Vergessenheit“, sagt Florian Grießl, Experte für Energieeffizienz bei TÜV Rheinland. „Es gibt jedoch einfache technische Lösungen, die automatisch beim Energiesparen unterstützen.“ Zu diesen zählen beispielsweise Bewegungsmelder und Tageslichtsensoren, die die Beleuchtung in weniger frequentierten Räumen oder Fluren steuern.

Auf flächendeckende Beleuchtungssysteme verzichten

In den Büros sollten Unternehmen hingegen auf individuelle statt flächendeckende Beleuchtungssysteme setzen – Schreibtischlampen statt großzügiger Deckenbeleuchtung. Wenn diese Lampen mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet sind und nur funktionieren, wenn auch der Rechner am entsprechenden Arbeitsplatz angeschaltet ist, verringert sich der Energieverbrauch um ein Vielfaches. Den gleichen Effekt erzielen schlaue Heizthermostate. Diese schalten die Heizung automatisch ab, sobald keine Menschen mehr im Raum sind. Zudem lernen sie selbstständig dazu und passen sich automatisch an die tatsächlichen Arbeitszeiten im Büro an.

Bestandsaufnahme aller vorhandenen IT-Geräte kann helfen

„Generell kann es hilfreich sein, eine Bestandsaufnahme aller IT-Geräte zu machen. Schließlich sind diese in den vergangenen Jahren deutlich energieeffizienter geworden – der Austausch von älteren Geräten kann sich so auch in finanzieller Hinsicht auszahlen“, rät Grießl. Laptops beispielsweise sind in der Regel energieeffizienter als Desktop-PCs, da diese für einen möglichst Batteriesparenden Betrieb ausgelegt sind. Als Anstoß für die Bestandsaufnahme bietet sich der internationale Energiespartag am 5. März an.

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Energieeffiziente Lösungen im Gebäudebereich – SPIE ist Aussteller der BHKW-Jahreskonferenz 2019

Am 07./08. Mai 2019 findet die 17. BHKW Jahreskonferenz mit Fokus auf innovative BHKW-Technologien und neue Rahmenbedingungen in Dresden statt.
In den vergangenen Jahren durfte sich der BHKW-Kongress über mehr als 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen.
Durch den BHKW-Jahreskongress bieten sich hervorragende Gelegenheiten, das eigene Unternehmen einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren, neue Kunden zu gewinnen und neue Kontakte zu knüpfen.

SPIE Deutschland & Zentraleuropa ist einer der Aussteller auf der BHKW-Jahreskonferenz 2019.

Multitechnische Dienstleistungen für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen
SPIE Deutschland & Zentraleuropa, eine Tochtergesellschaft des SPIE Konzerns, des unabhängigen europäischen Marktführers für multitechnische Dienstleistungen in den Bereichen Energie und Kommunikation, ist der führende Multitechnik-Dienstleister für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Das Leistungsspektrum umfasst Systemlösungen im Technischen Facility Management, Energieeffizienz-Lösungen, technische Dienstleistungen bei der Energieübertragung und -verteilung, Services für Industriekunden und Dienstleistungen auf den Gebieten der Elektro- und Sicherheitstechnik, der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik sowie der Informations-, Kommunikations-, Netzwerk- und Medientechnik. SPIE Deutschland & Zentraleuropa beschäftigt mehr als 14.500 Mitarbeiter an über 200 Standorten. Mit mehr als 46.500 Mitarbeitern und einer starken lokalen Präsenz, erwirtschaftete SPIE 2017 einen konsolidierten Umsatz von 6,1 Milliarden Euro und einen konsolidierten EBITA von 388 Millionen Euro.

Weiterführende Informationen zu Dienstleistungen und Produkten
Die Konzeption des BHKW-Jahreskongresses sieht eine Verbindung zwischen Fachvorträgen und Ausstellungsfläche vor. Dies ermöglicht den Teilnehmenden, sich vor Ort über Dienstleistungen und Produkte aus dem BHKW-Sektor zu informieren.

Im Rahmen des BHKW-Jahreskongresses 2019 wir Herr Thomas Knorr von der SPIE Energy Solutions ein Projekt in einem Bamberger Klinikum vorstellen, das zum „BHKW des Jahres 2018“ gekürt wurde.

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In Kooperation mit GUTcert und ÖKOTEC: DENEFF-Übersicht zur neuen ISO 50000er Familie erschienen

Im November 2018 wurde die neue DIN EN ISO 50001:2018 veröffentlicht. Damit Sie sich im Dschungel der verwandten Normen und deren Auswirkungen auf Ihr Unternehmen zurechtfinden, hat die GUTcert in Kooperation und der DENEFF ein Kurzpapier verfasst.

Es informiert Unternehmen über die wichtigsten Inhalte der 50000er Normenfamilie sowie über die Änderungen durch die Revision, auch im Hinblick auf die Zertifizierung Ihres EnMS nach ISO 50001. Mit einem Exkurs zum systematischen Aufstellen von Energiekennzahlen bekommen Sie einen praxisnahen Einblick in das Festlegen von Grenzen und Anwendungsbereichen.

Das Kurzpapier steht Ihnen auf unserer Homepage kostenlos zum Download zur Verfügung.

Die GUTcert ist Mitglied bei der DENEFF (Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz). Die DENEFF ist ein unabhängiges industrieübergreifendes Netzwerk von Vorreiterunternehmen der Energieeffizienzbranche in Deutschland zur gemeinsamen politischen Interessensvertretung.

Zu diesem und vielen anderen Themen bietet die GUTcert Akademie sehr erfolgreiche Schulungen an. In unserer Seminar-Expertenreihe können Sie sich praxisnah weiterbilden.

Fragen oder Hinweise richten Sie bitte an Herrn Nico Behrendt, Tel.: +49 30 2332021-81.

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Qualitätsoffensive Energieaudits – Quo Vadis Energieaudit? (Interview mit Dr. Bastian Rüther)

Am 13.02.2019 hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) relativ unerwartet ein neues Merkblatt für Energieaudits nach den gesetzlichen Bestimmungen des §§ 8 ff. EDL-G veröffentlicht. Neu dazugekommen ist der Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach den Vorgaben der DIN EN 16247-1 und den Festlegungen des BAFA, die ab jetzt verbindlich gelten.

Das Veröffentlichen der neuen Anforderungen bezweckt sehr wahrscheinlich eine Qualitätsoffensive: Die Erfahrungen aus der Verwaltungspraxis hatten wohl gezeigt, dass hinsichtlich der Anforderungen an Energieaudits Klarstellungsbedarf besteht, um die Qualität der Energieauditberichte signifikant zu erhöhen.

Damit die Auswirkungen der neuen Regelungen für Anwender besser fassbar werden, haben wir einzelne Akteure aus der Branche interviewt. Im ersten Interview zum Thema sprach Jochen Buser, GUTcert Prokurist und Verantwortlicher für Energiedienstleistungen mit Dr. Bastian Rüther, Geschäftsführer der EnPQM Group.

Dr. Bastian Rüther ist als international agierender Unternehmensberater sowie als Interimsmanager und Personalcoach für namhafte Konzerne tätig. In seiner Rolle als Referent, Hochschuldozent und leitender Auditor setzt er sich für das kontinuierliche Weiterentwickeln und strategische Ausrichten unterschiedlicher Managementsysteme ein.

Eine kurzfristige Informationsveranstaltung über Änderungen und Neuheiten im BAFA Merkblatt / Leitfaden findet am 20. März 2019 von 17 – 20 Uhr in der GUTcert-Akademie statt. Hier können Sie sich anmelden!

Interview mit Dr. Bastian Rüther

  • Auszug: BAFA “Merkblatt für Energieaudits“, Seite 16

„3.2.1 Unternehmen mit mehreren gleichartigen Standorten

Bei Unternehmen, die über eine Vielzahl an vergleichbaren Standorten verfügen, wird das Energieaudit als verhältnismäßig und repräsentativ bewertet, wenn Energieaudits nur an einer repräsentativen Anzahl von Standorten durchgeführt werden. Zu diesem Zweck können sogenannte Multi-Site-Verfahren zur Anwendung kommen, bei denen Cluster von Standorten gebildet werden. Wichtig hierbei ist, dass auch bei Anwendung des Multi-Site-Verfahrens der Gesamtenergieverbrauch des jeweiligen Unternehmens ermittelt werden muss. Erst dann können die Standorte unter Verwendung von Vergleichskriterien geclustert werden. Das Multi-Site-Verfahren reduziert lediglich die Anzahl der Außeneinsätze.

Sinn und Zweck des Multi-Site-Verfahrens ist es, durch geeignete und definierte Vergleichskriterien, mehrere gleichartige Standorte zu identifizieren und somit die Anzahl der Außeneinsätze zu reduzieren (Wurzelfunktion). Demnach müssen die Energieauditberichte der Standorte, welche einer kompletten Analyse unterzogen wurden, auf die restlichen, im Cluster befindlichen Standorte übertragbar sein. Diese Übertragbarkeit kann nur dann gegeben sein, wenn alle Standorte energetisch und strukturell ähnlich und vergleichbar sind (z.B. Filialen).

Nicht geeignet ist die Anwendung des Multi-Site-Verfahrens aufgrund der komplexen und differenzierten gegebenen technischen Infrastruktur z.B. für den Krankenhausbereich oder für Produktionsstätten.

Das Energieaudit ist dann als verhältnismäßig und repräsentativ anzusehen, wenn Energieaudits nach der DIN EN 16247-1 an einer Anzahl an Standorten des jeweiligen Clusters durchgeführt werden, die der Quadratwurzel der Gesamtzahl an Standorten des jeweiligen Clusters, gerundet auf die höhere ganze Zahl, entspricht. Dies bedeutet, dass zunächst aus der Anzahl aller Standorte des Unternehmens geeignete Cluster an vergleichbaren Standorten zu bestimmen sind.

Näheres hierzu finden Sie in dem Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten, Kapitel VI.“

Jochen Buser (GUTcert): Welche Auswirkungen haben die neuen Regelungen bzw. Möglichkeiten zur Clusterung auf die Kalkulation Ihrer Angebote, im Hinblick auf die Tatsache, dass die 90/10 Regelung für Mischsysteme jetzt deutlich anders angewendet wird?

Dr. Bastian Rüther (EnPQM): Die Neuregelung des Multi-Site-Verfahrens im Rahmen von Energieaudits führt das Fortsetzen von Mischsystemen (ISO 50001 + Energieaudits) ad absurdum. Zukünftig kann nur auf die Energieaudit-Unternehmensteile die 90/10 Regelung angewandt werden. Betrachtet man dabei jedoch das ganzheitliche Firmenkonstrukt, kann es bei Anwenden von Mischsystemen zu einer benötigten Abdeckung von weit mehr als 90% des Gesamtenergieverbrauchs kommen. Dies wiederum steht den vollwertigen Single-Systemen (reine ISO 50001-Konstrukte oder Energieaudits) entgegen. Alleine aus organisatorischer und unternehmerischer Sicht werden daher bei komplexen Konzernstrukturen die Mischsysteme aussterben. Denn bekanntlich „springt ein gutes Pferd nur so hoch, wie es muss.“

  • Auszug: BAFA “Merkblatt für Energieaudits“, Seite 16

„Nicht geeignet ist die Anwendung des Multi-Site-Verfahrens aufgrund der komplexen und differenzierten gegebenen technischen Infrastruktur z.B. für den Krankenhausbereich oder für Produktionsstätten.“

  • Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 50

„Cluster von beispielsweise Produktionsstätten oder Krankenhäuser können nicht gebildet werden, da bei diesen Einrichtungen keine eindeutige Vergleichbarkeit im Cluster gewährleistet werden kann. Es ist in solchen Fällen nicht möglich, die Ergebnisse aus Standortuntersuchungen auf die restlichen, im Cluster befindlichen Standorte im Rahmen einer Vergleichbarkeit zu übertragen.“

Buser: Laut der neuen Regelungen ist das Multi-Site-Verfahren auf komplexe Systeme wie etwa Produktionsstätten und Krankenhäuser nicht mehr anwendbar. Was bedeutet das konkret für Ihre Kunden? Und für die Planung und Durchführung Ihrer Audits? Wie werden sich die Kosten für Energieaudits verändern? Und welche Branchen/Unternehmen sind Ihrer Meinung nach ebenfalls von dieser Regelung betroffen?

Dr. Rüther: Der Umstand, dass komplexe Strukturen wie z.B. Produktionsunternehmen, Krankenhäuser (gleiches dürfte auch für große Hotels, etc. gelten) aus dem Multi-Site-Verfahren im Energieaudit ausgeschlossen werden, bestätigt uns nur in unserer Vorgehensweise bei den Kunden. Das Energieaudit mit seiner nun geforderten Tiefe wird für Produktionskonzerne weder abbildbar noch bezahlbar werden.

Weiterhin reden wir dann nicht mehr von einer Stichprobe, sondern von einer Vollprüfung. Hier bleibt nur der Ausweg in die ohnehin für komplexe Unternehmen intelligentere und strategisch richtige Lösung – die ISO 50001. Denn diese birgt die Vorteile sehr hochwertiger ISO-Audits durch bestens geschulte ISO-Auditoren und lässt außerdem die Anwendung von Multi-Site-Verfahren zu.

  • Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 18

„Unter diesem Punkt muss der energetische IST-Zustand des Unternehmens beschrieben, analysiert und bewertet werden. Es sind die energieerzeugenden, transportierenden und verbrauchenden Anlagen schematisch darzustellen und textlich zu beschreiben. Die eingesetzten Energieträger sind sowohl absolut als auch prozentual bezogen auf den Energieverbrauch des untersuchten Objekts anzugeben. Die erhobenen Daten sind durch grafische Abbildungen darzustellen.

Grundlage für die Erhebung und Bewertung des Energieverbrauchs ist nach DIN EN 16247-1 Ziffer 5.5 eine umfassende, systematische Bestandsaufnahme und Analyse der Energieströme des Unternehmens zusammen mit einer übersichtlichen Dokumentation der Ergebnisse.“

Buser: Technische Analyse – wie beurteilen Sie die Qualitätsanforderungen an die technische Analyse zur Aufschlüsselung des Gesamtenergieverbrauchs, insbesondere bzgl. 4.1 Querschnittstechnologie, 4.3 Transport und 4.4 Gebäudehülle?

Dr. Rüther: Die hier geforderte technische Tiefe wird nicht nur das eine oder andere Unternehmen, sondern auch die ausführenden Berater vor neue Herausforderungen stellen. Gewisse Bereiche, wie der Bereich der Kältetechnik, Drucklufttechnik oder dergleichen werden ohne teure und anspruchsvolle Messtechnik und speziell geschultes Personal nicht ohne weiteres abbildbar sein.

Dieser Umstand kann zwei Folgen haben: Erstens werden Audits voraussichtlich teurer, da der Kreis der Beratungsunternehmen, die diese Qualität und Tiefe inkl. des entsprechenden Equipments abbilden kann, sehr elitär wird. Oder die BAFA muss, wie im ersten Durchgang (die vergangenen 4 Jahre), Abstriche bei den späteren Berichten machen. Obwohl diese Qualitätsoffensive endlich den weder nachvollziehbaren noch vergleichbaren Angeboten bis in den Bereich des Dumpings ein Ende setzen würde, kann weder die eine noch die andere Folge im Extremum im Sinne der BAFA sein.

  • Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 28

„6 Energieleistungskennzahlen

Gemäß DIN EN 16247-1 Ziffer 5.5 a) Nummer 5) sind eine oder mehrere Energieleistungskennzahlen, die zur Evaluierung des auditierten Objekts geeignet sind, zu bilden.

Kennzahlen ermöglichen die Bewertung und Überwachung der Energieeffizienz vom gesamten Unternehmen, Prozessen oder einzelnen Bereichen. Dabei ist auf aussagekräftige Energiekennzahlen zu achten, die für die Verbesserung der Energieeffizienz sinnvoll sind. Um eine möglichst zielgerichtete Anwendung zu erreichen, sollte bei der Erstellung insbesondere auf folgende Punkte eingegangen werden:

  • Zielgruppe (Geschäftsführung, Mitarbeiter, etc.)
  • Aussageziel mit Begründung
  • Wirkung
  • Aufwand
  • Nutzen/Anwendbarkeit

Bezugswerte für Kennzahlen sollten, wenn möglich folgendes umfassen:

  • Gesetzliche Bestimmung zu Neubauten (EnEV)
  • Gesetzliche Bestimmungen für Sanierung (EnEV, KfW)
  • Beste, am Markt verfügbare Technik
  • Typische (statistische) Werte für bereits vorhandene oder neu errichtete Gebäude

Beispiele für jährliche Kennzahlen:

  • Energieverbrauch/spez. Verbraucher bezogen auf die Bezugsfläche in kWh/m² pro Jahr oder auf das Raumvolumen kWh/m³ pro Jahr
  • : Heizung kWh/m², Warmwasser kWh/m³, Nutzung kWh/Person“

Buser: Energiekennzahlen – die Anforderungen an Aussagekraft und Systematik (Bottom Up) der Energiekennzahlen unterscheiden sich erheblich von den alten Verfahren. Was bedeutet dies für die Energieberatung?

Dr. Rüther: Das Thema Kennzahlen verursacht bis heute bei fast jeder Organisation Bauchschmerzen, egal ob groß oder klein und auch nahezu in jedem nicht-betriebswirtschaftlichen Themenfeld. Problematisch sehe ich hier, dass die Organisation bei den verschiedenen Prozessen eine exzellente Datenlage aufweisen müsste.

Dies ist in der Realität, bei sogenannten „gewachsenen Strukturen“, leider nie ohne große Kosten und erheblichen technischen Aufwand wirklich gegeben. Unternehmen, die schon sehr professionell und mit viel Aufwand Kennzahlen im Rahmen der ISO 50001 bilden und komplexe Modelle mit und ohne Software-Lösungen betreiben, tun sich bis heute schwer mit Kennzahlen und sind selten ganz „glücklich“ mit den gebildeten Systemen. Daher bedeutet auch dieser Umstand, dass sich Unternehmen mit einfachen Strukturen (Bürostandorte, Vertriebsstandorte, Filialisten, etc.)  aufgrund der geringen technischen Komplexitätstiefe und der einfachen Kennzahlenstruktur weiterhin im Energieaudit beheimatet fühlen und Unternehmen mit hohem Komplexitätsgrad den Rückzug in die ISO 50001 antreten werden.

Denn alleine die Kennzahlenfindung ist ein iterativer und langwieriger Prozess und im Bereich Kennzahlen heißt es immer noch „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut“: Dies kann binnen weniger Monate nahezu kein Unternehmen leisten.

  • Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 49

„3.2 Maßnahmenplan

Gemäß DIN EN 16247-1 Ziffer 5.6.2 Buchstabe a) muss die Zusammenfassung der Ergebnisse in Form eines Maßnahmenplans dokumentiert werden. Aus diesem Plan müssen die wichtigsten Kennzahlen für eine ökologische und wirtschaftliche Bewertung der ermittelten Energieeinsparmaßnahmen hervorgehen. Darüber hinaus muss die mit dem Unternehmen vereinbarte Bewertung und Definition der Rangfolgekriterien eindeutig ersichtlich sein.“

„3.3 Umsetzungsplan

Anschließend ist mit Absprache des auditierten Unternehmens anhand der festgelegten Kriterien ein Maßnahmenplan zu erstellen und die Schritte der Umsetzung sind zu beschrieben. Folgendes Beispiel zeigt eine grafische Darstellung eines Maßnahmenplans in Form eines zeitlichen Umsetzungs-/Ablaufplans für ein Jahr.“

Auszug: BAFA „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach Vorgaben der DIN EN 16247-1 […]“, Seite 5

„Daher ist die Amortisationszeit als Kriterium für Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzvorhaben ungeeignet. Eine dynamische Betrachtung erfolgt z.B. über eine Kapitalwertbetrachtung oder die interne Verzinsung.“

Buser: Maßnahmenplan – laut Leitfaden ist ein Maßnahmenplan inklusive Wirtschaftlichkeitsanalyse zu erstellen. Die oft angewendete statische Amortisationszeit wird als ungeeignetes Kriterium für diese Analyse eingestuft. Sind Unternehmen Ihrer Meinung nach in der Lage, kurzfristig eine passende und aussagekräftige Kennzahl zu bilden?

Dr. Rüther: Der Ansatz des Maßnahmenplans und der Priorisierung ist nicht schlecht. Meiner Meinung nach lag einer der größten Kritikpunkte der ersten Runde darin, dass Unternehmen zwar ein Energieaudit durchgeführt, die wenigsten aber die Potentiale gehoben haben.

Die Forderungen nach Kennzahlenbildung, tiefergehenden betriebswirtschaftlichen Betrachtungen bei Maßnahmen, etc. werden zwar die Kosten und den Aufwand seitens der Unternehmen erhöhen, aber ohne Druck trotzdem nicht das Ausschöpfen der Potentiale vorantreiben. Wobei zudem fraglich ist, ob alle Unternehmen mit der vorhandenen Datenlage im Stande sein werden, zufriedenstellende Kennzahlen zu bilden. Daher sollte dieser Ansatz noch einmal diskutiert werden.

Buser: Wie werden Sie mit den erhöhten Qualifikationsanforderungen an die Beratertätigkeit durch die verstärkten Anforderungen, die in den Fragen 3. ,4. ,5. bereits angesprochen wurden, umgehen?

Dr. Rüther: Unsere Unternehmensgruppe ist durch unsere international aufgestellten Konzernkunden permanent dazu angehalten, die Ausbildung unserer Ingenieure auch im nationenübergreifenden Kontext voranzutreiben und stetig Investitionen in neue Technologien zu tätigen. Daher zahlt sich für uns hier unsere Größe und unser großes Leistungsportfolio aus.

Im Zweifelsfall ziehen wir aus unseren Tochtergesellschaften Know-how und Spezialisten zum Projekt hinzu. Kleinen Beratungsfirmen und Einzelberatern wird aber wohl nur der Weg der Konsolidierung durch Aggregation mit anderen Firmen und Beratern bleiben, um die hier geforderten Punkte leisten zu können. 

  • Auszug: BAFA “Merkblatt für Energieaudits“, Seite 22 ff.

„Nicht richtige oder nicht vollständige Durchführung

Bei Energieaudits, die nicht richtig oder nicht vollständig anhand der DIN EN 16247-1 und den vom BAFA herausgegebenen Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten durchgeführt worden sind, bleibt die Verpflichtung zur ordnungsgemäßen Durchführung bestehen. Das BAFA behält sich vor, bei mangelhaften Energieauditberichten die Durchführung eines weiteren Energieaudits durch eine andere Person als derjenigen, die das zu bemängelnde Energieaudit durchgeführt hat, zu verlangen. Die Verpflichtung bleibt über den gesamten Zeitraum bestehen und endet erst mit der richtigen und vollständigen Durchführung des Audits. Auch in diesem Fall können bei dauerhafter Nicht-Erfüllung der Pflicht mehrere Bußgeldbescheide gegen ein verpflichtetes Unternehmen erlassen werden.“

Buser: Die Änderungen im Merkblatt sind augenscheinlich marginal, dafür sorgt der neue Leitfaden für größere Überraschungen, insbesondere im Hinblick auf die Zeit der Veröffentlichung kurz vor der zweiten Verpflichtungsperiode der Wiederholungsaudits. Wie verbindlich ist dieser Leitfaden Ihrer Meinung nach?

Dr. Rüther: Im Merkblatt wird immer wieder auf den Leitfaden eingegangen, und es wurde hier viel Arbeit und Know-how in die Verbesserung der Qualität der Audits und der entsprechenden Berichte investiert. Daher nehmen wir den Leitfaden sehr ernst und begrüßen den Vorstoß der BAFA. Es wäre auch ein fatales Signal seitens der BAFA, im Merkblatt auf die Qualität des Berichts und der Audits im Hinblick auf die Vorgaben des Leitfadens zu verweisen und diese Vorgaben dann später nicht einzufordern. Das würde die gesamte Arbeit, die die BAFA hier investiert hat, zunichtemachen.

Buser: Was würden Sie bei der Entscheidung ISO 50001 versus DIN EN 16247-1 als Fazit ziehen? Kommt die ISO 50001 in einen neuen Frühling? Welche Vor- und Nachteile sehen Sie in den jeweiligen Systemen?

Dr. Rüther: Unserer Einschätzung nach geht mit dem Merkblatt in Kombination mit dem Leitfaden eindeutig der Punktesieg an die ISO 50001 und EMAS. Das Energieaudit wird in die Bereiche verwiesen, wo es unserer Ansicht nach schon in der ersten Runde nur hätte angewendet werden sollen: Filialisten und Unternehmen mit reinen Büro- und Verwaltungsstandorten und geringem technischen Komplexitätsgrad.

Hier ist es angebracht und schlägt sinnhafterweise die Managementsysteme mit Blick auf Kosten und Aufwand. Sobald wir aber über Produktionsunternehmen oder komplexe und international agierende Unternehmensstrukturen reden, führt kein Weg an Managementsystemen vorbei.

Quellen:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): „Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach den Vorgaben der DIN EN 16247-1 und den Festlegungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)“, Stand 19.02.2019

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA): „Merkblatt für Energieaudits nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§8 ff. EDL-G“, Stand 13.02.2019

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1. Akkreditierung für ISO 50001:2018 in Deutschland geht an die GUTcert

Die GUT Certifizierungsgesellschaft für Managementsysteme erhält von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) als erste Zertifizierungsstelle in Deutschland die Akkreditierung für die neue internationale Norm für Energiemanagementsysteme (EnMS) ISO 50001:2018. Ab sofort können also akkreditierte Zertifikate für effizientes Energiemanagement nach der revidierten Norm ausgestellt werden.

In einer Begutachtung durch die DAkkS hat die GUTcert den Nachweis erbracht, dass sie Zertifizierungsverfahren im Zusammenhang mit der ISO 50001:2018 fachlich kompetent nach den geforderten normativen Anforderungen durchführt.

Seit der Erstveröffentlichung der ISO 50001 im Jahr 2011 etablierte sich die Norm international. So wurden laut dem letzten ISO Survey für 2017 weltweit 22.870 EnMS-Zertifikate vergeben. Dies entspricht einem Wachstum von ca. 13% gegenüber dem Jahr 2016. Deutschland ist dabei mit insgesamt 8.314 ISO 50001-Zertifikaten im Jahr 2017 „Weltmeister“ im Hinblick auf Energieeffizienz.

ISO 50001 erfüllt Pflichten gem. EDL-G und erleichtert Integriertes Management

Die rechtzeitige Umstellung auf die neue ISO 50001:2018 ist für die GUTcert ein Garant, um auch in Zukunft diese erfolgreiche Entwicklung mitgestalten zu dürfen. Auch im Rahmen des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) wird eine Zertifizierung des EnMS anerkannt, um der Energieauditpflicht gerecht zu werden.

Mit der neuen Normversion wird zudem eine annähernd nahtlose Integration in bereits bestehende Systeme z.B. nach ISO 14001, ISO 9001, ISO 55001 und ISO 45001 möglich. Die deutsche Übersetzung „Energiemanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“ ist noch druckfrisch: Sie wurde im November 2018 publiziert.

Die GUTcert Akademie bietet kompetente Schulungen zu allen gängigen Managementnormen, natürlich und besonders auch zum Energiemanagement.

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Zum Gesundheits- und Klimaschutz taugen Diesel-Fahrverbote eher nicht

Luft ist ein wichtiges Lebensmittel. Zu hohe Atemluftanteile an Feinstaub oder NOschaden der menschlichen Gesundheit und zu hohe CO 2-Emissionen schaden dem Klima. In städtischen Ballungsräumen sollen aktuell Grenzwertüberschreitungen mit Dieselfahrverboten verhindert werden. Drei Gründe sprechen gegen Fahrverbote:

1. Dieselfahrverbote verhindern örtliche Schadstoff-Grenzwertüberschreitungen. Doch in der Summe bleibt die Schadstoffemission gleich und wirkt unkontrolliert anderswo schädlich.
2. Menschen leben bis zu ~85 % in Gebäuden und hier ist die Innenraumluft i.d.R. weit höher mit Schadstoffen beladen als die Außenluft. Es ist technisch sinnvoll Luftschadstoffe an der Stelle zu reduzieren, wo ihre Konzentration und Gesundheitsschädlichkeit am höchsten ist.
3. Die gerätelose Reduzierung von gesundheitsschädlichen Luftschwebstoffen in Gebäuden ermöglicht ein moderner Funktions-Innenanstrich wie untenstehend erklärt:

PHN KLIMAFARBE schafft genial einfach gesunde feinstaubarme Innenraumluft. 

Als ab 1998 die Beschwerden vieler Hausstauballergiker nach dem Innenanstrich mit der o.g. PHN Klimafarbe ausblieben, wurde die “Entstaubungswirkung des Anstrichs“ entdeckt. Später konnten Wissenschaftler den Wirkungsmechanismus der passiven Raumluftentstaubung wie folgt bestätigen:

Während der Heizperiode, ab Oktober bis Mai, unterdrückt der besondere Innenanstrich die Raumluftthermik und stoppt die Luftzirkulation. Schwebstäube wie Pollen, Feinstaub, Keime, Allergene etc. sinken in der nun strömungsberuhigten Raumluft schneller ab und konzentrieren sich ohne neu aufzuwirbeln am Boden. Bewohner atmen in Raumhöhe gesunde feinstaub- und schadstoffarme, allergenfreie Luft. (Die Entsorgung des ungesunden Staubkonzentrats erfolgt mit dem üblichen Staubsaugen und Nassaufwischen).

Die stete indirekte Raumluftentstaubung bremst das schnelle Verstauben von Innenräumen, minimiert hohe konvektive Wärmeverluste der Raumluft an kalte Fenster und Außenwände und spart bis zu ca. 25 % Heizkosten. Zusätzlich puffert der Klimaanstrich Feuchtigkeit mehr-fach besser als Lehmbaustoffe und optimiert das Raumklima feuchteregulierend, erhöht die thermische Behaglichkeit, hält bei Hitze Innenräume kühl oder entlastet Klimaanlagen. 

FAZIT: Innenanstriche mit PHN KLIMAFARBE schützen uns Menschen in Neubauten oder im Baubestand vor ungesunden Luftschwebstoffen. Der Anstrich trägt in hoch schadstoffbe-lasteten städtischen Ballungsräumen effektiver zum Gesundheits- und Klimaschutz bei als Dieselfahrverbote. Letztere mindern lediglich örtliche Grenzwertüberschreitungen ab, ohne auch Schadstoffemissionen zu reduzieren.

[Solarcolor-Info: Dünne PHN Innen- und Fassadenanstriche dämmen nicht, sondern wirken thermisch isolierend. Da sie das Preisniveau herkömmlicher Qualitätsbeschichtungen haben, erhöhen sie die Energieeffizienz im Neubau und im Baubestand objektgebunden bis zu 25 %].

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