Bau des Innovationszentrums in Künzelsau gestartet

Die Würth-Gruppe ist Weltmarktführer im Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Die Adolf Würth GmbH & Co. KG, das Mutterunternehmen des weltweit tätigen Konzerns, baut nun am Hauptsitz im baden-württembergischen Künzelsau ein neues Innovations- und Forschungszentrum. Um die passende architektonische Lösung für das Vorhaben zu finden, lobte das Unternehmen 2016 einen Realisierungswettbewerb aus, den die Architekten von OBERMEYER für sich entscheiden konnten. Mit dem Spatenstich am 29. März 2019 ist der Startschuss zur Realisierung gefallen. Ende 2021 soll das Innovationszentrum fertiggestellt sein.

Die Produktentwicklung der Adolf Würth GmbH & Co. KG (AW KG) ist ein stetig wachsender Geschäftsbereich und bildet den Grundstein für zukünftige Produkte des Unternehmens. Dafür werden für die Forschung und Entwicklung am Firmensitz in Künzelsau neue flexible Räumlichkeiten benötigt.
Beim Realisierungswettbewerb für den Neubau des Innovationszentrums war gefordert, das neue Gebäude in Teilbereichen auch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zudem soll der Neubau durch seine Architektur die Innovationskraft des Unternehmens verdeutlichen.

Der Entwurf von OBERMEYER, der auf dem Prinzip der räumlichen Faltung beruht, sieht zwei sich ergänzende Baukörper vor. Die Funktionen wie Werkstätten, Labore und Schulungsräume ordnen sich im Hauptgebäude dreiecksförmig um einen gemeinsamen Innenhof, der von einer Stahl-Glaskonstruktion überdacht wird. Das formale Bild des Gebäudes steht für den Kreislauf im Innovationsprozess: Forschung – Entwicklung – Umsetzung – Kontrolle/Optimierung. Das Nebengebäude beinhaltet eine große Werkshalle mit elf Metern lichter Höhe und Labore für unterschiedlichste Test- und Versuchsaufbauten. Form- und Materialsprache greifen die des Hauptgebäudes auf.

Der öffentliche sowie der geschlossene Bereich im Hauptgebäude des Innovationszentrums werden über ein gemeinsames Foyer erschlossen. Dort befinden sich der Empfang, der Showroom und die Cafeteria. Die öffentlichen Werkstätten grenzen direkt an das Foyer an und sollen als „gläserne Werkstätten“ inszeniert werden. Vom Nebengebäude führt ein verglaster Gang direkt in den öffentlichen Bereich des Innovationszentrums. Die beiden Gebäude stehen im Dialog zueinander und formulieren zur angrenzenden Straße eine attraktive Platzsituation. Großzügige Sitz- und Treppenanlagen, die in die bewegte topographische Situation eingepasst sind, bieten attraktive Aufenthaltsbereiche für Mitarbeiter und Besucher.

Ferner soll auf dem Firmengelände ein offenes Parkhaus mit 750 Stellplätzen in Split-Level entstehen, mit dessen Planung OBERMEYER beauftragt wurde. Die Fassadengestaltung soll sich dabei an die des Innovationszentrums anpassen, um den Ensemblecharakter zu stärken.

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DIHK: Beim Brexit-Steuerbegleitgesetz die Realwirtschaft im Blick behalten!

Im Zuge seiner heutigen Beratung über den Gesetzentwurf zum Brexit-Steuerbegleitgesetz (Brexit-StBG) hört der Finanzausschuss des Bundestages Sachverständige an. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) empfiehlt gesetzliche Schritte zur Sicherung des Derivatehandels.

"Derivategeschäfte haben für die deutsche Wirtschaft eine wichtige, wenn nicht sogar unerlässliche Funktion", betont DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. "Sie sind für viele Unternehmen der Realwirtschaft unentbehrlich, um sich gegen Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen abzusichern."

Der Sicherung des weltweiten Derivatehandels, der vornehmlich über Handelsplätze im Vereinigten Königreich laufe, komme demzufolge eine Schlüsselrolle zu.

"Um im Fall eines harten Brexit die Risikoabsicherung der Unternehmen nicht zu gefährden, sollte übergangsweise ein Abschluss von Derivate-Neugeschäften über britische Finanzdienstleister für deutsche Unternehmen weiterhin möglich sein", so Treiers Appell. "An einer entsprechenden gesetzlichen Regelung fehlt es derzeit noch – auch wenn das clearingpflichtige Bestandsgeschäft bereits temporär abgesichert ist."

Gesetzlichen Nachsteuerungsbedarf sieht der DIHK auch für das nicht-clearingpflichtige Derivategeschäft – sei es Bestands-, sei es Neugeschäft. "Der vorliegende Entwurf zum Brexit-StBG ist hier nicht ausreichend", kritisiert Treier.

Der DIHK hat diese Bedenken zusammen mit dem Deutschen Aktieninstitut und dem Verband Deutscher Treasurer in einer Stellungnahme an den Gesetzgeber übermittelt (http://brexit-kompendium.de)

Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen zum Vereinigten Königreich rät der DIHK dringend, sich mithilfe der DIHK-Brexit-Checkliste (www.ihk.de/brexitcheck) und den dort verlinkten Empfehlungen zu Derivategeschäften von Unternehmen in der Realwirtschaft auf das Szenario eines harten Brexit vorzubereiten.

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