Klimafreundliche Kraft- und Brennstoffe können fast eine halbe Million neue Arbeitsplätze schaffen

Ein wachsender Weltmarkt für erneuerbare Kraft- und Brennstoffe, die Mineralöl und Erdgas zunehmend ergänzen, wird sich für die deutsche Wirtschaft und potenzielle Partnerländer sehr positiv auswirken. Nach Effizienzsteigerungen und dem Ausbau der inländischen Ökostrom-Erzeugung sind Importe erneuerbarer Energie aus Ländern mit günstigeren Produktionsbedingungen ein Standbein für eine zukünftige bezahlbare Energieversorgung in Deutschland. Die heimische Wirtschaft übernähme in einem globalen Markt für alternative Kraft- und Brennstoffe dann die Rolle eines Technologie-, Maschinen- und Anlagenexporteurs. Dadurch würden sich hierzulande zusätzliche Wertschöpfungseffekte von jährlich im Schnitt bis zu 36,4 Milliarden Euro sowie bis zu 470.000 neue Arbeitsplätze bis 2050 ergeben. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Synthetische Energieträger – Perspektiven für die deutsche Wirtschaft und den internationalen Handel“ von Frontier Economics und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.

Will Deutschland seine klimapolitischen Ziele für 2050 erreichen, müssen Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas zunehmend treibhausgasneutral werden. Möglich wäre das durch die Herstellung und den Import erneuerbarer Kraft- und Brennstoffe. „Eine autarke Energieversorgung Deutschlands ist auch nach der Energiewende unrealistisch – das ergibt sich schon allein aus der faktisch begrenzten Standortverfügbarkeit für Anlagen zur erneuerbaren Stromerzeugung“, erklärt Dr. Jens Perner, Associate Director bei Frontier Economics und einer der Autoren der Studie.

Deutschland führt bei Schlüsseltechnologien

Zur Herstellung zunehmend treibhausgasneutraler Brenn- und Kraftstoffe können verschiedene Pfade genutzt werden. Derzeit sind biomassebasierte Produkte auf dem Markt erhältlich, die bereits heute Treibhausgasminderungen aufweisen. Durch den Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff können Raffinerieprodukte mit weniger Treibhausgasemissionen produziert, aber auch biomassebasierte Produkte hydriert werden. Der Bedarf an erneuerbaren Kraft- und Brennstoffen wird weltweit allerdings derart groß sein, dass zukünftig auch synthetische Brenn- und Kraftstoffe aus regenerativ erzeugtem Wasserstoff und CO2 als Kohlenstoffquelle, auch Power-to-X (PtX) genannt, benötigt werden.

Großer Bedarf an industriellen Anlagen

Allein die weltweite Nachfrage nach PtX kann gemäß des in der Studie untersuchten Referenz-Szenarios bis zum Jahr 2050 Größenordnungen von 20.000 Terrawattstunden oder mehr erreichen – das entspräche in etwa der Hälfte der heutigen weltweiten Nachfrage nach Rohöl. Diese Menge würde einen großen Bedarf an industriellen Anlagen auslösen. Dazu gehören etwa Elektrolyseure zur Wasserstofferzeugung und Anlagen zur Herstellung flüssiger Kraft- und Brennstoffe. „Die PtX-Produktion würde überwiegend in Ländern stattfinden, die im Hinblick auf Wind- und Solarstromproduktion bessere Bedingungen als Deutschland bieten. Dennoch wirkt sie sich auch auf die heimische Wirtschaft positiv aus, da diese bei wichtigen Schlüsseltechnologien bereits heute führend ist“, so Perner.

Für Deutschland ergeben sich so laut Studie zusätzliche Wertschöpfungseffekte in Höhe von jährlich insgesamt rund 36,4 Milliarden Euro bis 2050. Im selben Zeitraum würden hierzulande insgesamt bis zu 470.000 neue Arbeitsplätze insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau geschaffen. Ein wichtiger Beschäftigungseffekt, gerade im Hinblick darauf, dass im Zuge der Energiewende in Deutschland anderswo Arbeitsplätze wegfallen könnten.

„Durch den Aufbau neuer Industrien bieten sich aber auch für PtX-Erzeugerländer große Chancen. Gerade für entwicklungsbedürftige Regionen, aber auch für Schwellenländer, könnten sich dadurch neue Entwicklungsperspektiven ergeben“, so Perner. Zudem verschaffe der Export erneuerbarer Kraft- und Brennstoffe auch jenen Ländern eine zusätzliche Perspektive, die gegenwärtig vor allem fossiles Öl und Gas ausführen.

Zusätzliche Option für die Energiewende

Erneuerbare Kraft- und Brennstoffe sind ein wirksamer Lösungsbeitrag für den globalen Klimaschutz. Um deren ökonomische und ökologische Vorteile nutzen zu können, sind jedoch erhebliche Investitionen nötig. Diese Investitionen setzen langfristig verlässliche Rahmenbedingungen voraus. Die Studienautoren empfehlen daher eine rechtzeitige politische Weichenstellung. Aktuell ist zum Beispiel die Anrechnung erneuerbarer Kraftstoffe bei der CO2-Flottenregulierung für Pkw und Nutzfahrzeuge dringend geboten, wie auch Dr. Kurt-Christian Scheel, Geschäftsführer des Verbands der Automobilindustrie (VDA), meint: „Um die Energiewende zu meistern, brauchen wir technologieoffene Lösungen. Daher ist es wichtig, neben der Elektromobilität und anderen alternativen Antrieben auch den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe voranzutreiben. Die Politik sollte hierfür zügig für die passenden Voraussetzungen sorgen.“

Auftraggeber der Studie „Synthetische Energieträger – Perspektiven für die deutsche Wirtschaft und den internationalen Handel“ sind: Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO), MEW Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland sowie UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen. Die vollständige Studie sowie eine Kurzfassung sind auf den Websites der Verbände erhältlich: www.zukunftsheizen.de, www.mew-verband.de, www.uniti.de.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Von Anfang an Nachhaltig

UNIKA Kalksandstein ist ein durch und durch umweltverträgliches Produkt. Im direkten Vergleich mit anderen Mauerwerksbaustoffen zeigt sich UNIKA Kalksandstein in ökologischer Hinsicht schon aufgrund der natürlichen Rohstoffe Kalk, Sand und Wasser besonders günstig. Zudem ist UNIKA Kalksandstein nicht nur umwelt-neutral, sondern auch unschädlich für das Grundwasser.

UNIKA Kalksandsteine bestehen aus den natürlich vorkommenden Rohstoffen Kalk und Sand. Der Sand wird in unmittelbarer Nähe zum jeweiligen Produktionsstandort gewonnen. Allein die kurzen Transportwege bei der Rohstoffbereitstellung führen deshalb schon zu einer sehr günstigen Ökobilanz. Unter Zusatz von Wasser werden Sand und Kalk als Bindemittel gemischt, zum Rohling gepresst, geformt und unter Dampfdruck gehärtet. Reststoffe aus der Produktion werden zerkleinert und als Zuschlag dem Herstellungsprozess erneut zugeführt.

Außer Wasserdampf fällt bei der Härtung keinerlei Emission an. Deshalb ist der gesamte Produktionsprozess schadstoffarm. Kurze Härtezeiten von 4 bis 8 Stunden bei einer Härtetemperatur von nur 200 °C sorgen für einen äußerst niedrigen Energieverbrauch. Zudem wird der Wasserdampf vor allem auf umweltfreundlicher Basis von Erdgas, Leichtöl oder Biogas erzeugt und für weitere Produktionsprozesse genutzt. Auch deshalb trägt UNIKA Kalksandstein schon bei der Herstellung in modernsten Fertigungsanlagen erheblich zur Ressourcenschonung und zum Schutz der Umwelt bei.

Nicht mehr genutzte Sandgruben werden komplett rekultiviert. Vielfach erwachen diese wieder urbar gemachten Areale als Biotop zu neuem Leben und bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen neuen Lebensraum. Teilbereiche dienen nicht selten als Naherholungsgebiete in Verbindung mit Badezonen.

Auch beim eigentlichen Einsatz als hochwertiger Mauerwerksbaustoff sorgt UNIKA Kalksandstein für Nachhaltigkeit. UNIKA Funktionswände als Außenhülle und Innenwände aus UNIKA Kalksandstein ermöglichen energieeffiziente, wirtschaftliche und wohngesunde Bauwerke. Während der Nutzungsphase lässt sich kostbare Heizenergie sparen, was sich positiv auf die CO2-Bilanz auswirkt. Entsprechende Lebenszyklusanalysen zeigen deutlich, dass sich mit gedämmten Wandkonstruktionen aus UNIKA Kalksandstein Energieaufwand und Emissionen minimieren lassen.

Darüber hinaus überdauern UNIKA Kalksandsteine als besonders widerstandsfähiger Baustoff problemlos die Nutzungszeit der daraus errichteten Gebäude. Theoretisch könnte der Wandbaustoff nach dem Rückbau ohne Einschränkungen erneut verwendet werden; in der Praxis kommt das jedoch nicht vor. Aufbereitetes Kalksandstein-Abbruchmaterial wird deshalb für den uneingeschränkten Einbau als Verfüllungen z.B. im Erd-, Straßen- und Wegebau sowie als Vegetationssubstrat und auf Deponien genutzt. UNIKA Kalksandsteine sind damit in vollem Umfang recyclingfähig.

Von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, den Transport, die eigentliche Nutzung als Baumaterial bis zum Rückbau und Recycling bleibt UNIKA Kalksandstein als hochwertiger Mauerwerksbaustoff immer umweltfreundlich und ist damit besonders nachhaltig.

Manu UNINachhaltigkeit201808

 

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

KWK als Partnerin der erneuerbaren Energien zu etablieren, ist das Gebot der Stunde

Dass Klima und Wetter keine identischen Begriffe sind – das ist auch uns klar. Das Klima in der Großen Koalition ist derart angespannt, dass wir zunehmende Investitionsunsicherheit in der effizienten Energieversorgung verspüren und keine konsequente Politik zur Einhaltung selbst gesteckter CO2-Minderungsziele zu erkennen ist – das ist aus unserer Sicht ein fatales Signal.

Umso mehr ist es für Akteurinnen und Akteure in Kommunen, Wohnungswirtschaft und Industrie Anlass genug, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Denn konsequenter Klimaschutz fängt bei rationeller Strom- und Wärmebereitstellung mit Kraft-Wärme-Kopplung an und hört bei Energieeinsparung noch lange nicht auf.

Gerade in diesen heißen Tagen, in denen bestehende Großkraftwerke wegen der hohen Außentemperaturen ihre Leistung drosseln und reihenweise abgeschaltet werden müssen, werden zur Sicherung der Stromversorgung längst zum Alteisen gelegte ineffiziente Kraftwerke wieder angefahren, weil die Strompreise hoch sind und es sich mit den alten Schleudern Geld verdienen lässt!

Die Umsetzung der vom B.KWK geforderten Ausbaustrategie, um die hochflexible KWK in der Residuallast flächendeckend als ideale Partnerin der PV- und Windstromerzeugung etablieren, ist – das aktuelle Geschehen am Strommarkt beweist es – das Gebot der Stunde.

Kommunen und kommunale Werke können damit ihre Pflicht zur Daseinsvorsorge erfüllen, die Wohnungswirtschaft erfüllt die Anforderungen an die Energieversorgung ihrer Gebäude im Rahmen des nachhaltigen Bauens, Gewerbe und Industrie vermindern ihren CO2-Fußabdruck und stellen obendrein netzdienliche Leistungen zur Verfügung.

Ausbau der KWK und zielorientierte Umgestaltung des Strommarktdesigns inklusive aller Regularien, Beitrag der KWK zum Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit – diesen und vielen anderen packenden Themen werden wir auf dem B.KWK-Kongress am 17. und 18. Oktober 2018 in Berlin widmen. Sie erwartet ein spannendes Programm und prominente Redner u.a. Thomas Bareiß (Parlamentarischer Staatssekretär im BMWi), Dr. Thomas Griese (Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz), Dr. Simone Peter (Präsidentin des BEE) und Dr. Timm Kehler (Geschäftsführer von Zukunft ERDGAS).

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

coneva und Stadtwerke München entwickeln gemeinsam ein integriertes Energiemanagement-System

Die Stadtwerke München und die coneva GmbH (eine Tochtergesellschaft der SMA Solar Technology AG) starten eine Kooperation zur gemeinsamen Entwicklung eines integrierten Energiemanagement-Systems. Damit können Haushalte und gewerbliche Kunden ihren Strom selbst erzeugen, speichern und dessen Nutzung optimieren. Das softwarebasierte und modulare Energiemanagement-System auf Basis der von SMA entwickelten IoT-Plattform für Energiemanagement ennexOS soll dabei in das Smart Meter Gateway integriert werden.

„Gemeinsam mit den Stadtwerken München investiert die coneva GmbH in den Zukunftsmarkt der digitalen Energiewirtschaft. Der Smart Meter Rollout ist für Deutschland gesetzlich beschlossen. Im Rahmen der Kooperation untersuchen wir nun, ob und wie diese digitale Infrastruktur von Energieversorgern und Endkunden gleichermaßen sinnvoll genutzt werden kann, um für den Endkunden relevante Zusatznutzen generieren zu können, ihm die Teilnahme am Energiemarkt zu ermöglichen und zu optimieren“, erklärt Jochen Schneider, Geschäftsführer der coneva GmbH.

Durch die Verbindung des Energiemanagement-Systems mit dem Smart Meter Gateway kann das Gateway nicht nur zur Übertragung von Verbrauchsdaten genutzt werden. Auch die Ansteuerung von Erzeugungsanlagen, Energiespeichern und Verbrauchern, beispielsweise aus den Bereichen Photovoltaik, stationäre und mobile Speicher sowie Haushaltsgeräte kann über die sichere Infrastruktur des Gateways erfolgen.

Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: „Als grundzuständiger Messstellenbetreiber in München liegt es für uns natürlich nahe, die Nutzung der bereits vorhandenen, digitalen Smart Meter Infrastruktur weiter auszubauen. In engem Schulterschluss mit coneva wollen wir nun die Digitalisierung der Energiewende weiter vorantreiben und um den Funktionsumfang des Energiemanagements erweitern. Dabei sehen wir das gemeinsame Pilotprojekt als nächsten logischen Schritt, die Ausbauoffensive erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben.“

Über die SWM
Die SWM sind das kommunale Energie- und Infrastrukturunternehmen Münchens. Sie stehen für eine sichere und ressourcenschonende Versorgung mit Strom, Erdgas, Fernwärme und Fernkälte, mit Telekommunikation sowie mit quellfrischem Trinkwasser. Als Gestalter der Energiewende bauen die SWM die erneuerbare Energienutzung seit 2008 im Strom- und Wärmebereich kontinuierlich aus. Die SWM betreiben darüber hinaus 18 Hallen- und Sommerbäder. Die SWM Verkehrstochter MVG ist als Mobilitätsdienstleister verantwortlich für U-Bahn, Bus, Tram und MVG Rad. Die SWM digitalisieren die Stadt: Sie bauen die Smart-Meter-Infrastruktur und das Glasfasernetz flächendeckend aus und erweitern mit dem LoRa-Netz die sicheren Datenübertragungswege Münchens. Damit schaffen die SWM die Grundlagen für die vernetzte und lebenswerte Stadt der Zukunft.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

KKU CONCEPT und FLÄKTGROUP: Systempartnerschaft für ökonomische Behaglichkeit

Eine behagliche Raumatmosphäre schaffen und dabei strikte ökonomische Vorgaben einhalten – das erfordert neben erstklassiger Anlagentechnik auch umfassende Planungskompetenz. Die neue Systempartnerschaft der Premiumanbieter KKU CONCEPT und FLÄKTGROUP gewährleistet genau diese Bündelung sorgfältig abgestimmter Produkte und Services. So ist sichergestellt, dass sich Gewerbeobjekte jeder Größenordnung mit einem leistungsfähigen, hocheffizienten System auf Basis von Gasmotorwärmepumpen perfekt kühlen, lüften und heizen lassen.

„Die Partnerschaft unserer beiden Unternehmen ist ein starkes Signal an alle Kunden im gewerblichen Bereich. Denn für sie stellt die hohe Wirtschaftlichkeit eines Klimasystems, das mit Erdgas als smarter Alternative zum elektrischem Strom arbeitet, einen entscheidenden Vorteil dar“, erklärt Sven Schwarze, Geschäftsführer von KKU CONCEPT. „Gleichzeitig geben wir wertvolle Orientierung auf dem HLK-Markt mit seiner stetig wachsenden Zahl zur Verfügung stehender Komponenten“, so Ulrich Päßler, Geschäftsführer von FläktGroup Deutschland. „Durch unsere Systempartnerschaft helfen wir Planern und Bauherren, den Überblick über diese Vielfalt zu behalten und stets die optimale Lösung zu finden!“

Als Generalvertrieb für YANMAR-Gasmotorwärmepumpen hat KKU CONCEPT bereits Kühl-, Heiz- und Klimalösungen mit Leistungen bis in den Megawatt-Bereich für Kunden aus den verschiedensten Branchen erfolgreich realisiert. FläktGroup genießt als europaweit führender Anbieter von Raumluftlösungen hohes Ansehen aufgrund einer klaren Qualitäts- und Effizienzorientierung. Die beiden renommierten Anbieter pflegen darüber hinaus enge, auf Dauer ausgelegte Beziehungen zu bewährten Partnern im Handwerk. Indem sie dieses Kompetenznetzwerk massiv erweitert, gibt die nun eingegangene Systempartnerschaft allen Auftraggebern zusätzliche Sicherheit im Hinblick auf eine schnelle und reibungslose Umsetzung ihrer Projekte.

Bauherren, Generalunternehmer und Investoren, aber auch Architekten, Planungsbüros und Handwerksbetriebe: Sämtliche Beteiligten bei der Planung und Realisierung gewerblicher Objekte haben somit die gute Gewissheit, dass sich mit Luft-Luft- sowie Luft-Wasser-Systemkomponenten von KKU CONCEPT und FLÄKTGROUP jedes Gebäude flüsterleise, zugluftfrei und kostenoptimiert klimatisieren lässt. Das gilt für Büro-, Verkaufs- und Gasträume, für Tagungs- und Konferenzsäle ebenso wie für großflächige Produktionshallen und Logistikzentren. Nicht zuletzt lassen sich durch die Nutzung von Erdgas als sauber verbrennendem Primärenergieträger auch sämtliche Vorgaben des Gesetzgebers für eine ressourcenschonende Klimatechnik mühelos erfüllen.

Über FläktGroup

FläktGroup wurde durch den Zusammenschluss der erfolgreichen Unternehmen DencoHappel und Fläkt Woods Group im Jahre 2016 gegründet. FläktGroup ist der neue europäische Marktführer für energieeffiziente Raumlufttechnologielösungen und bietet seinen Kunden höchste Qualitätsstandards für einen verbesserten Luftkomfort und ein angenehmes Wohlbefinden. Unser Produktportfolio beinhaltet acht Luftfunktionen innerhalb des HLK-Systems, um den besten Raumluftkomfort – auch für kritischen Anwendungen bereitzustellen. Um bestmögliche Lebenszykluskosten zu erreichen, entwickeln wir stets auch wirtschaftliche Lösungen. So sorgen wir gemeinsam mit unseren Kunden für die Zukunft.

Unsere Marken Denco, Happel, Semco, Fläkt, Woods, Delbag und Iloxair sind weltweit bekannt und gelten als zuverlässige Fabrikate für qualitativ hochwertige und energieeffiziente Lösungen.  Im Rahmen unserer Kundenprojekte agieren wir als internationaler Lieferant und nationaler Partner. Die FläktGroup erzielt mit seinen 3.600 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz 680 Mio. Euro.

www.flaktgroup.de

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Alternative Antriebe im Aufwind

  • Aktuell zugelassene Batteriefahrzeuge: rund 116.000 (+78,7 Prozent in 12 Monaten)
  • Starker Zuwachs bei Lade- und Tankinfrastruktur für erneuerbare Kraftstoffe
  • Wasserstoff: spürbarer Anstieg bei Pkw, Bussen und Zügen
  • Starkes Interesse bei der Förderung von Seeschiffen mit LNG-Antrieb
  • NOW GmbH weitet internationale Tätigkeit aus

Der Markthochlauf von alternativen Antrieben und Kraftstoffen im Mobilitätsbereich schreitet in immer schnellerem Tempo voran. Allein in den vergangenen zwölf Monaten ist die Zahl der zugelassenen Batteriefahrzeuge um fast 80 Prozent gestiegen. Viel bewegt sich auch beim Ausbau entsprechender Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe. Die Zahl der Wasserstofftankstellen hat sich verdoppelt, die Investitionen in den Ausbau eines flächendeckenden Netzes an Ladepunkten steigen kontinuierlich an. NOW-Geschäftsführer Dr. Klaus Bonhoff: „Der Tipping Point, ab dem eine Entwicklung eine deutliche Beschleunigung erfährt, ist für die Elektromobilität in den wichtigsten Märkten der Welt erreicht. Wir müssen jetzt die Integration erneuerbarer Energien in unser Energiesystem – inklusive des Verkehrsbereichs – vorantreiben und die entsprechende Wertschöpfung in Deutschland aufbauen.“

Die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert als Bundesgesellschaft seit 2008 nationale Strategien und öffentlich-private Programme im Technologiefeld nachhaltige Antriebe. Dazu zählen insbesondere die Elektromobilität mit Brennstoffzellen und Batterien, aber auch Erdgas und strombasierte Kraftstoffe sowie die Einführung und der Markthochlauf der Brennstoffzellentechnologie im stationären Bereich.

Förderrichtlinie Elektromobilität des BMVI fokussiert Kommunen
Flottenbetreiber und Kommunen als zentrale Beschaffer investieren in emissionsfreie Mobilität. Das zeigen die circa 160 Beschaffungs- und 130 Konzeptanträge, die im Rahmen des BMVI-Programms Elektromobilität vor Ort eingegangen sind. 2.500 Flottenfahrzeuge und für deren Betrieb notwendige 600 Ladeinfrastruktureinheiten konnten bisher bewilligt werden. Zum März 2018 waren 4,25 Prozent der neuzugelassenen PKW in Deutschland (teil-) elektrisch, das sind rund 55.000 Fahrzeuge; insgesamt sind 62.963 reine batterie-elektrische PKW und 52.866 Plug-in-Hybride angemeldet. Die Förderprogramme des BMVI leisten einen wesentlichen Beitrag zum Markthochlauf der Elektrofahrzeuge.

Ladeinfrastruktur: kundengerechter Ausbau geht weiter
Die Auswertung des ersten Förderaufrufs im Bundesprogramm Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge liegt vor: Mit insgesamt 808 bewilligten Anträgen und mehr als 7.000 Normal- und 1.600 Schnellladepunkten liegt die Zahl der bewilligten Ladepunkte deutlich über den Erwartungen. Insgesamt hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) für den ersten Förderaufruf 45 Millionen Euro für den Aufbau von Schnelllade- und Normalladestationen bereitgestellt. Der weitere kundengerechte Aus-bau von Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe (IAK) wird durch die Entwicklung eines Standorttools unterstützt, mit dessen Hilfe belastbare Daten zum konkreten Nutzerverhalten in die Planungen einbezogen werden können.

NIP: Mehr Wasserstofftankstellen, mehr Brennstoffzellenfahrzeuge
Der Ausbau des Wasserstofftankstellen-Netzes in Deutschland schreitet voran. Insgesamt umfasst das Netz heute bereits 43 Stationen, weitere 43 Tankstellen sind aktuell in Bau und Planung. Bis 2019 sollen es bereits 100 sein, um die Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen zu flankieren. Seit 2016 konnte, u.a. durch die Unterstützung aus dem Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesregierung, die Zahl der Pkw auf rund 500 verdoppelt werden. Auch bei Bussen steigt die Zahl: Mehrere ÖPNV-Betriebe in Deutschland schaffen insgesamt über 60 Brennstoffzellenbusse an. Ein Augenmerk der Förderung im NIP liegt derzeit auf dem Aufbau einer Brennstoffzellenstack-Produktion um Wertschöpfungsanteile und Arbeitsplätze für Deutschland zu sichern. Für ihren Regionalverkehr hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen 14 Brennstoffzellenzüge bestellt. Weitere Wasserstoffzüge sind vorgesehen für Strecken in Hessen.

Mit der Förderung von Pkw, Bussen und Zügen für den ÖPNV deckt das NIP alle Verkehrs-träger ab. Darüber hinaus wurden in diesem Programm Brennstoffzellenheizgeräte durch die Förderung von Entwicklungsprojekten und durch Feldtests wie CALLUX an den Markt herangeführt. Seit September 2016 werden die Anlagen über das KfW Programm 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“ gefördert. Hier wurden laut KfW Geschäftsbericht bis Ende 2017 über 1.900 Förderzusagen für Brennstoffzellen Heizgeräte erteilt. Außerdem werden über das NIP 2 Brennstoffzellensysteme zur autarken Energieversorgung kritischer oder netzferner Infrastrukturen gefördert. Der Förderaufruf hat ein Volumen von 5 Millionen Euro, damit können etwa 500 bis 600 brennstoffzellenbasierte Netzersatzanlagen gefördert werden.

Klimaschonende Schiffe mit Flüssigerdgas (liquified natural gas, LNG)
Mit der Förderung von LNG als Schiffskraftstoff wird ein weiterer Weg geöffnet, der zur Senkung der Treibhausgas- und der Luftschadstoffemissionen beiträgt. Mit der Förderrichtlinie für die Aus- und Umrüstung von Seeschiffen zur Nutzung von LNG als Schiffskraftstoff vom 17. August 2017 wird die Einführung von LNG in der deutschen Schifffahrt vorangetrieben. Ziel der Richtlinie ist die Nachfrage nach LNG als Schiffskraftstoff in Deutschland zu steigern, um damit auch Anreize für den Aufbau der entsprechenden LNG-Versorgungsinfrastruktur in Häfen zu geben. Im ersten Förderaufruf wurden von 17 Unternehmen ein oder mehrere Anträge eingereicht. Dies bestätigt das große Interesse an der Nutzung von LNG im Schiffsverkehr.

NOW weitet internationale Tätigkeit aus
Im Rahmen der Exportinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) haben NOW und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) vereinbart, gemeinsam ein Netzwerk in Schwellen- und Entwicklungsländern aufzubauen, um Projekte zur klimafreundlichen Nutzung von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien voranzubringen. Im Zuge der Beauftragung durch das BMU baut die NOW außerdem ihre Partnerschaften mit Japan im Bereich Power-to-Gas-Technologien aus. Darüber hinaus wird mit der Gründung des Sino-German Electro-Mobility Innovation and Support Center (SGEC), des deutsch-chinesischen Innovationszentrums für Elektromobilität, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China institutionell verstetigt.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Potenziale nutzen: Verschwendete Energie in Strom umwandeln

Im Kampf gegen den Klimawandel gibt es viele Ansatzpunkte. Der Einsatz erneuerbarer Energien ist einer. Ein anderer wichtiger Baustein ist die Rückgewinnung verschwendeter Energie, die in vielen industriellen Prozessen freigesetzt wird. Leider entweicht sie häufig ungenutzt in die Atmosphäre…

„In vielen industriellen Prozessen entweicht Prozessgas ungenutzt in die Atmosphäre. Der Ausgangspunkt war, diese Gase energetisch nutzbar zu machen“, erklärt Dr.-Ing. Rolf Pfeiffer, geschäftsführender Gesellschafter bei DEPRAG. Dabei ist die Rückgewinnung von Energie aus Prozessgasen nicht neu. „Neu ist aber, dass mit unserer Entwicklung in einer kleinen, kompakten, dezentralen Energierückgewinnungsanlage auch geringe Mengen von Restenergie im Leistungsbereich von 5 bis 200 Kilowatt in Strom umgewandelt werden können.“ Der DEPRAG GET® Turbinengenerator kann überall dort eingesetzt werden, wo diese Energie ungenutzt den industriellen Prozess verlässt.

Die Universität Bayreuth, die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden und die DEPRAG SCHULZ GMBH u. CO. haben 2011 ein gemeinsames Forschungsprojekt ins Leben gerufen – gefördert durch die Bayerische Forschungsstiftung. Ziel der Forschungsarbeiten war es, bislang ungenutzte Energie nutzbar zu machen. Den Projektpartnern gelingt es dabei, vorhandene Abwärmeströme effizient in elektrische Energie umzuwandeln.

Liegt das ungenutzte Energiepotential nicht in Form von Druck sondern als Wärme vor, muss die Nutzung über einen gesonderten, geschlossenen Kreislauf erfolgen – zum Beispiel einem ORC-Prozess (Organic Rankine Cycle). Auf dieser Basis entwickelten die drei Projektpartner eine ORC-Versuchsanlage, die am Zentrum für Energietechnik (ZET) der Universität Bayreuth aufgebaut und getestet wurde. In einem zweiten Forschungsprojekt (2015-2016), im Rahmen des Kompetenzzentrums für Kraft-Wärme-Kopplung (KoKWK), optimierten die Partner die Anlage sowie den von DEPRAG gelieferten Turbinengenerator, so dass der Wirkungsgrad nochmals erheblich gesteigert werden konnte.

Um die Forschungsergebnisse vorzustellen, organisierte die DEPRAG zusammen mit den Kooperationspartnern eine Kunden-Informationsveranstaltung an der Universität in Bayreuth. An diesem Tag hatten die Teilnehmer die einmalige Gelegenheit, das ORC-Forschungskraftwerk zu erleben, die Prozesse kennenzulernen und Näheres über den integrierten GET® Turbinengenerator zu erfahren.

Der DEPRAG GET® Turbinengenerator

Eine kompakte Einheit aus einer Mikro-Expansionsturbine mit einem elektrischen Generator erzeugt Strom aus Gas. Ohne den dazugehörigen elektrischen Schaltschrank ist der Expander nicht viel größer als eine Schuhschachtel und kann dort eingesetzt werden, wo Gas von einem höheren Druckniveau auf ein niedrigeres gebracht wird. Die dabei frei werdende Druckenergie wird bisher in nur wenigen Fällen zur Gewinnung von Strom verwendet und somit wertvolles Energiepotential verschwendet.

Der innovative GET® Turbinengenerator wandelt die im Arbeitsfluid enthaltene Energie in Strom um. Gas strömt in die Turbine ein, wird durch Düsen „entspannt“, beschleunigt, trifft auf das Turbinenrad und gibt dort seine Energie ab. Dessen kinetische Energie wird durch den Generator in elektrische Energie umgewandelt. In diesem innovativen System stellen Turbine und elektrischer Generator eine kompakte Einheit dar – sie besitzen eine gemeinsame Welle. Die Folge: Dreht sich die Turbine, dreht sich auch der Rotor des Generators.

Der DEPRAG GET® Turbinengenerator ist in den Baugrößen 5 kW, 30 kW, 60 kW, 120 kW und 175 kW erhältlich und wird individuell für den jeweiligen Prozess konfiguriert. Zur strömungsmechanischen Auslegung und Konstruktion des Turbinengenerators ist es notwendig, die spezifischen Prozessparameter zu definieren: Art des Mediums, Eingangs- und Ausgangsdruck, Massenstrom sowie Eingangs- und Ausgangstemperatur. Zudem benötigen die DEPRAG Fachleute eine genaue Anwendungs- und Prozessbeschreibung.

Das eigens entwickelte Turbinenberechnungsmodell unterstützt die Ingenieure bei der Auslegung. Das Tool ist mit einer Stoffdatenbank verknüpft, um für unterschiedlichste Arbeitsfluide die entsprechenden Fluideigenschaften bei gegebenen Betriebspunkten zu ermitteln. Des Weiteren sind verschiedene Verlustmodelle in der Software integriert, die durch Messungen validiert worden sind. Dadurch ist es möglich, die Geometrie der strömungsführenden Bauteile exakt festzulegen. Das Berechnungstool wurde immer wieder angepasst und verbessert, so dass die Leistungskenndaten sehr schnell und effizient ermittelt werden können. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis für den Kunden. Mit dem Turbinenberechnungsmodell sind nicht nur strömungsmechanische Auslegungen von einstufigen Axialturbinen möglich. Es können auch zweistufige Axialturbinen – sogenannte Curtis-Turbinen – sowie Cantilever-Turbinen berechnet werden.

Vielseitige Anwendungsbereiche

Der GET® Turbinengenerator ist sowohl in einem offenen als auch in einem geschlossenen Prozess einsetzbar. Er kann für verschiedene Medien wie z. B. Druckluft, Erdgas, CO2, Stickstoff, Cyclopentan oder Kältemittel wie R245fa, R134a und Ähnliche ausgelegt werden. Bei der ORC-Versuchsanlage in Bayreuth wird beispielsweise MM aus der Gruppe der Siloxane verdampft. Dr.-Ing. Rolf Pfeiffer: „Unser Rückgewinnungssystem lässt sich für eine Vielzahl von Anwendungen einsetzen, um direkt Prozessgase zu verstromen oder durch Integration unserer GET®-Einheit in einen ORC-Prozess indirekt ungenutzte Abwärme zu verwerten.“

Die Energierückgewinnung mit dem DEPRAG Turbinengenerator ist in weiteren Anwendungsbereichen denkbar. Beim Transport von Erdgas über tausende Kilometer bestehen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für GET®-Lösungen. Die besondere Herausforderung ist dabei vor allem, den hohen Anforderungen im EX-Schutz und diversen Zulassungsbestimmungen nachzukommen. Diese Richtlinien wurden 2017 erstmals erfüllt. Die Green Energy Turbine kann so beispielsweise in Gasverteilungsstationen von Stadtwerken eingesetzt werden: Das Gas wird dabei nach dem Transport in den Pipelines auf einen niedrigeren Druck entspannt. Bei der Transformation von Drücken wandelt der Expander wertvolle Energie in elektrischen Strom um.

Wärmeenergie kann jedoch auch von natürlichen Vorkommen (Geothermie) stammen. Hierbei wird die kostenlose Wärme des Thermalwassers, welches mit 100 – 180°C aus der Tiefe kommt, über Wärmetauscher in den ORC-Kreisprozess eingekoppelt. Die Restwärme wird meist noch in ein Fernwärmenetz eingespeist, bevor das Thermalwasser über eine weitere Bohrung wieder zurück in die Erde geschickt wird.

Aber auch Wärmequellen von stationären Anwendungen (BHKWs, Schiffsmotoren, usw.) können in einem ORC-Prozess genutzt werden. Grundsätzlich eignet sich jeder Verbrennungsmotor für die zusätzliche Verwendung von Turbinen. Die Grundlage: Selbst ein sehr effizient arbeitender Verbrennungsmotor kann nur rund ein Drittel der Energie, die im Kraftstoff steckt, in mechanische Arbeit umsetzen. Die verbleibenden 60 Prozent gehen dagegen als Abwärme im Abgas und im Kühlwasser verloren. Ein Ansatz besteht darin, diese thermische Energie auf der Grundlage eines Kreisprozesses zu nutzen. Hierbei stellt der Turbinengenerator eine Schlüsselkomponente dar. Durch die gewonnene elektrische Leistung können andere Verbraucher versorgt werden und der Gesamtwirkungsgrad verbessert werden.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Deutschland braucht KWK für die Wärmewende!

Der B.KWK präsentierte am 15. März 2018 in Berlin die Ergebnisse der Kurzstudie „Perspektiven der Kraft-Wärme-Kopplung in der Energiewende“.

Für die Studie haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM) zwei Szenarien der Sektorenkopplung für Strom und Wärme verglichen: eine weitgehende Ablösung von Heiz­kesseln durch Elektro-Wärmepumpen und einen verstärkten Ausbau von Syste­men der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Kurzstudie bezieht sich auf ein weit fortgeschrittenes Stadium der Energiewende im Jahr 2050.

Das Ergebnis belegt eindeutig, dass die auf dezentrale Elektro-Wärmepumpen setzende Strategie den Anspruch einer weitgehenden Dekarbonisierung des Wär­mebereichs kaum einlösen kann. Ein Ausbau von gasbasierten KWK-Systemen mit Wärmespeichern, die als ergänzende Komponenten Elektro-Kessel und Groß-Wärmepumpen als Power-to-Heat-Technologien enthalten, würde hingegen zum Ausbau der Stromerzeugung aus fluktuierenden Erneuerbaren Energien passen. Die KWK-Anlagen können vorteilhaft die Residuallast decken, wenn der Strom aus Wind und Sonne nicht ausreicht. Die Zahl der Vollaststunden der KWK-Anlagen sinkt zwar im Vergleich zu heute deutlich, aber sie liefern dann auch besonders wertvollen Strom. In Überschusszeiten kann mit Strom aus Erneuerbaren zum einen Wärme mittels der Power-to-Heat-Komponenten der KWK-Systeme bereit­gestellt werden, zum anderen können die Stromüberschüsse mit Power-to-Gas-Technologien genutzt werden, um Brennstoff für die zuvor mit Erdgas betriebe­nen KWK-Anlagen regenerativ zu erzeugen.

Damit bekommt die KWK eine dauer­hafte Perspektive in einem vollständig dekarbonisierten Energiesystem. Die vorhandene Gas-Infrastruktur und die daran gekoppelten Speicherkapazitä­ten, die auch einen saisonalen Ausgleich zulassen, werden Bestandteil dieses künftigen Energiesystems sein.

Heinz Ullrich Brosziewski, der Vizepräsident des B.KWK, betonte: „Die Ergebnisse der Studie belegen, dass ein intensiver Ausbau gasbasierter KWK mit Wärmenetzen für den Klima­schutz mittel- und langfristig eine zielführende Strategie ist. Die KWK-Anlagen können sowohl im kommunalen als auch im gewerblichen Bereich eine zentrale Rolle in der Wärmewende spielen und damit zur Entlastung und Stützung der Netze beitragen. Wir im B.KWK sind überzeugt, dass diese Perspektive Grundlage für die im Koali­tionsvertrag von CDU/CSU und SPD angekündigte Weiterentwicklung und um­fassende Modernisierung der KWK-Politik sein kann und sein sollte.“

Herr Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, führte weiter aus: „Unser zukünftiges, dezentral ausgerichtetes Energieversorgungssystem wird vor allem durch einen hohen Anteil an fluktuierender Stromerzeugung aus Windenergie und Photovoltaik gekennzeichnet sein. Die Kraft-Wärme-Kopplung kann bedeutende  Beiträge für die dadurch notwendige Flexibilisierung des gesamten Energieversorgungssystems und die Verknüpfung der Verbrauchssektoren Strom, Wärme und Gas leisten. Das sichert eine verlässliche und kosteneffiziente Energieversorgung für unsere Industrie, Gewerbe, kommunale Einrichtungen sowie unserer Bürgerinnen und Bürger. Durch den zunehmenden Einsatz regenerativer Brennstoffe, wie z. B. Biogas oder Methan aus Power-to-Gas-Anlagen, wird die KWK zukünftig in steigendem Umfang zur notwendigen Dekarbonisierung unserer Energieversorgung beitragen, damit die internationalen, europäischen und nationalen Klimaschutzziele erreicht werden können. Die KWK ist somit ein wichtiger Partner der Energiewende in Deutschland.“     

Die Kurzstudie „Perspektiven der Kraft-Wärme-Kopplung in der Energiewende“ wurde vom B.KWK beauftragt und von IFAM in Form einer vergleichenden Szenarioanalyse erstellt. Verwendet wurden dafür stundenscharfe Zeitreihen für Strom und Wärme aus erneuerbarer und konventioneller Erzeugung, Stromspeicherung, Lastmanagement etc.. Dadurch wurde es möglich, das Zusammenspiel der beiden jeweils dominanten Wärmeversorgungs-Systeme in hoher zeitlicher Auflösung zu beurteilen.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Die Meistermetzgerei Ponnath betreibt das BHKW des Jahres 2017

Der B.KWK und Energie & Management zeichneten gemeinsam am heutigen Freitag die Projektbeteiligten aus.

Das BHKW des Jahres – eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage (KWKK-Anlage) – betreibt die Fleisch- und Wurstfabrik „Ponnath Die Meistermetzger GmbH“ im oberpfälzischen Kemnath. Das Unternehmen produziert täglich rund 120 Tonnen Fleisch- und Wurstwaren und benötigt dafür neben elektrischer Energie auch Dampf, Warmwasser und vor allem Kälte für die Kühlung der Rohstoffe und der fertigen Lebensmittel.

Das Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden hat ein betriebliches Gesamtenergiekonzept für Ponnath erarbeitet und dafür insgesamt sechs Varianten untersucht. Die Anlage besteht aus einem Erdgas-BHKW von MTU Onsite Energy mit knapp 1,3 MW elektrischer Leistung. Dieses BHKW erzeugt über einen Abhitzedampfkessel von APROVIS 760 kg Sattdampf pro Stunde bei 8,5 bar Überdruck. Dieser Dampf wird für die Wurst- und Fleischproduktion benötigt. Die eingesetzte Absorptionskälteanlage vom Typ „Ago congelo“ leistet bis zu 550 kW Kälteleistung und kann besonders tiefe Vorlauftemperaturen von bis zu -10°C liefern. Diese Temperatur ist notwendig für das Einfrieren der Wurst- und Fleischprodukte. Die Anlage kann darüber hinaus als Notstromaggregat und zur Netzersatzversorgung eingesetzt werden. Gefördert wurde das Projekt vom Bayrischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

Gabi Markert, Vorstandsmitglied im B.KWK, lobte bei der feierlichen Überreichung der Urkunde ein besonders flexibles Energieversorgungskonzept aus einem BHKW, einem Kessel und einer Kältemaschine: „Die Anlage von Ponnath ist ohne Zweifel ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, was die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung im industriellen Bereich erreichen kann. Mit ihrem hocheffizienten Betrieb bringt diese Anlage für den Betreiber auf lange Sicht nicht nur die Energiekosteneinsparung. Sie ist zudem äußerst umwelteffizient: Der Beitrag zum Klimaschutz mit rund 1 800 Tonnen CO²-Einsparung pro Jahr unterstreicht deutlich den Wert dieser Anlage.“

Traditionell wählt die fünfköpfige Jury jährlich das BHKW des Jahres aus den 12 jeweils als BHKW des Monats gekürten Projekten aus. Besonders überzeugte die Jury bei der KWKK-Anlage in Ponnath das durch umfangreiche professionelle Planungsarbeit entwickelte Energieversorgungssystem. Es demonstriert, wie hocheffiziente KWKK-Lösungen unter voller Berücksichtigung aller Anforderungen einer hochspezialisierter Industrie entwickelt werden können. Mit dem Know-how der Fachhochschule wurde für die sehr komplizierten Produktionsanforderungen der Großfleischerei ein optimales Energieversorgungssystem entwickelt. Eine enge Zusammenarbeit mit den Herstellern der Anlagenkomponenten ermöglichte eine den Anforderungen gerechte Abstimmung der einzelnen Teile der Anlagen aufeinander. So konnten die gewünschten Parameter erreicht werden.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Stadt Bonn und EUROSOLAR starten Jahrespartnerschaft

Zum Auftakt ihrer Jahrespartnerschaft haben die Stadt Bonn und EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, am Donnerstag, 22. Februar 2018, einen gemeinsamen Empfang im Alten Rathaus veranstaltet. In Redebeiträgen und einer Podiumsdiskussion stand die Frage im Mittelpunkt, wie Städte und Kommunen von einer echten Energiewende profitieren können.

Professor Peter Droege, Präsident von EUROSOLAR, erklärte dazu: „Städte und Kommunen profitieren durch den energetischen Umbau mehrfach: Durch verlässliche Rahmenbedingungen werden private Investitionen angereizt, die zur lokalen Wertschöpfung beitragen und Lärm und Luftverschmutzung mindern. Dabei muss uns bewusst sein, dass es um existenzielle Ziele geht: nämlich das Abgleiten ins Klimachaos abzubremsen, und den Erdgas- und Erdölkonflikten unserer Zeit – Stichwort Syrien – den Treibstoff zu entziehen.“

Stephan Grüger, MdL und Vizepräsident von EUROSOLAR ergänzte mit Blick auf die aktuelle Bundespolitik: „Die vollständige Umstellung auf Erneuerbare Energien innerhalb einer Generation ist eine einmalige wirtschaftliche und soziale Chance für Deutschland, für Europa und für die Welt. Je schneller und konsequenter eine dezentrale Versorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien erreicht wird, umso kostengünstiger kann der notwendige Wandel erfolgen.“

Margit Conrad, Staatsministerin a.D. und Mitglied des Vorstands von EUROSOLAR, stellte die Arbeit der gemeinnützigen Energiewendeorganisation vor und unterstrich die strategische Bedeutung der Kommunen für die Umsetzung der Energiewende. Dabei lobte sie: „Die Stadt Bonn hat viele Impulse von EUROSOLAR sehr früh aufgegriffen und sich als einer der Pioniere zu einer Energiewendestadt mit Vorbildcharakter entwickelt.“

Beharrlicher Einsatz für die Energiewende

Oberbürgermeister Ashok Sridharan dankte dem Verein für die seit drei Jahrzehnten geleistete Arbeit: „Ich bin dankbar, dass EUROSOLAR die Erneuerbaren Energien immer wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt und sich mit großer Beharrlichkeit auch auf politischer Ebene für die Energiewende einsetzt. Wir möchten die Jahrespartnerschaft dazu nutzen, die Bonnerinnen und Bonner noch mehr für das Thema zu sensibilisieren. Denn auch wenn sich in Bonn bei diesem Thema schon viel getan hat ist, um den Klimawandel zu stoppen, müssen wir unsere Anstrengungen vervielfachen.“

Der OB verwies darauf, dass die Stadt Bonn sich schon sehr früh für die Förderung regenerativer Energien stark gemacht habe. Bereits seit 2012 bezieht die Stadt grünen Strom für ihre Liegenschaften. Außerdem liegt der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix der Stadtwerke Bonn bei 69 Prozent. „Damit sind wir Spitzenreiter in Deutschland“, so Sridharan weiter.

Mit der Bonner Energie Agentur hat die Stadt zudem ein unabhängiges Beratungsangebot für Wohnungseigentümer und Mieter geschaffen, das diesen bei Fragen der energetischen Gebäudesanierung und beim Einsatz Erneuerbarer Energien hilft. Und mit dem Solardachkataster der Stadt (www.bonn.de/@solardachkataster) können sich Hauseigentümer schnell und zuverlässig per Internet darüber informieren, ob sich ihr Gebäude für die Installation von Solaranlagen eignet.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox