Die Cloud als Lösung für DSGVO-geplagte Lehrer

Seit gut einem Monat ist die Europäische Datenschutzgrundverordnung nun in Kraft – und lange nicht jeder in Deutschland ist glücklich damit. Fotografen sind unsicher, ob sie jetzt noch Menschenmengen ablichten dürfen, Freiberufler, Handwerker und Privatpersonen sehen sich einer aufwändigen Dokumentation von Alltagshandlungen gegenüber – und an einer Düsseldorfer Schule schreiben Lehrer die nächsten Zeugnisse wegen Unklarheiten um den Schutz von Schülerdaten mit der Hand. Eine deutsche Cloudlösung wie etwa PowerFolder könnte zumindest letzteres Problem lösen.

An der Düsseldorfer Gemeinschaftsgrundschule an der Fliednerstraße im Stadtteil Kaiserswerth werden die Lehrer die Zeugnisse in diesem Jahr für die rund 300 Schüler mit der Hand schreiben. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kein Einzelfall – auch andere Schulen in NRW werden so verfahren. Grund ist die EU-Datenschutzgrundverordnung. Die nämlich verlangt von den Lehrern, die wie gewohnt die Zeugnisse weiterhin auf ihrem privaten Rechner zu Hause verfassen wollen, die Unterzeichnung einer 11-seitigen Erklärung, in der sie versichern, dass ihre PCs so sicher seien wie es der Datenschutz verlange – sie also persönlich für die Sicherheit der Schülerdaten haften. So müssen sie zum Beispiel sicherstellen, dass ihr privates Betriebssystem regelmäßig aktualisiert wird, dass ein hinreichender Zugriffsschutz auf die gespeicherten Daten besteht (etwa durch einen Passwortschutz und/oder ein abschließbares Arbeitszimmer) oder dass personenbezogene Daten der Schüler verschlüsselt abgespeichert werden. Hohe Hürden, weshalb viele Lehrer sich auch scheuen, die geforderte Erklärung zu unterschreiben. Zu Recht findet die GEW: Man rate den Lehrkräften, sich sehr genau zu überlegen, ob sie das Dokument unterschreiben wollen, da sie ein Risiko damit eingehen, erklärte GEW-Pressesprecher Berthold Paschert. Und auch der Philologen-Verband riet Lehrern davon ab, die Datenschutzerklärung zu unterzeichnen.

Eine (theoretische) Alternative wäre die Nutzung von Dienst-PCs in der Schule. Wovon es aber in der Praxis viel zu wenig gibt. Das Schulamt geht von einem Zuteilungsschlüssel von einem Rechner für zehn Lehrer aus. Im Falle der Düsseldorfer Schule heißt das dann auch tatsächlich, dass dort zwei Computer für 21 Lehrer bereitstehen. Und da besonders die Zeugnisse für die ersten beiden Klassen sehr ausführlich ausformuliert werden, hätte man – so hat man es in Kaiserswerth ausgerechnet – schon im Februar mit dem Verfassen der Zeugnisse beginnen müssen, um noch rechtzeitig zu den Sommerferien damit fertig zu werden.

Die Lage ist verworren: Während das Schulamt auf „neue diesbezügliche Erkenntnisse in den nächsten Monaten“ bei der Landesregierung hofft (und nun prüfen will, ob die handgeschriebenen Zeugnisse überhaupt gültig seien), reagiert das Land irritiert auf die Aktion der Düsseldorfer Schule und verweist darauf, dass „bis zum heutigen Tag keine Fälle bekannt seien, wo Lehrerinnen und Lehrer für mögliche Missachtungen von datenschutzrechtlichen Vorgaben belangt worden seien“ – so Mathias Richter, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW – während die GEW mehr Dienst-PCs für Lehrer fordert. Während selbige verwirrt dann doch lieber zum dokumentenechten Kugelschreiber greifen.

Nicht nur Lehrer sind betroffen

Nun sind allerdings nicht nur die Lehrer betroffen. In Zeiten, in denen das Kürzel „BYOD“ („Bring your own device“) geradezu zum Schlachtruf von hippen Unternehmen etwa aus dem Kreativ- und Startup-Bereich geworden ist – und damit immer mehr Firmen erlauben, auch private Notebooks am Arbeitsplatz zu nutzen –  landen auch immer häufiger sensible Kundendaten in den vier Wänden der Angestellten. Auch die bewegen sich aktuell in einer Grauzone und müssten dann eigentlich eine Erklärung zur GSDVO-Konformität ihrer privaten IT unterzeichnen.

Alternative LOGINEO NRW?

Mit dem digitalen Prestigeprojekt sollten die NRW-Schulen bereits 2016 flächendeckend eine Plattform bekommen, über die unter anderem die 5.800 Schulen digital Lerninhalte unter einander austauschen und vertrauliche Daten in einer Cloud gespeichert werden können. Wegen gravierender technischer Probleme und erheblicher Mängel bei Sicherheit und Datenschutz wollte die zuständige Medienberatung NRW LOGINEO dann aber nicht abnehmen, so dass die neue Landesregierung im Oktober 2017 das Projekt, das bis dahin schon gut vier Millionen Euro gekostet hatte, stoppte und überarbeiten ließ. Ab Oktober 2018 soll LOGINEO NRW nun endlich versuchsweise eingeführt werden – erst einmal an 20 Schulen, wo es vier Monate lang getestet werden soll. Ab Februar 2019 ist dann die schrittweise Umsetzung des regelbetriebs geplant. Es dürfte also noch geraume Zeit vergehen, bis alle Schulen in NRW von LOGINEO profitieren werden. Und ob die Plattform am Ende dann wirklich wie geplant funktioniert, steht – nach der zweifelhaften Vorgeschichte – wohl auch in den Sternen.

Die Lösung steckt in der Cloud – aber nicht in jeder

Warum also nicht einfach eine bereits erprobte Cloud nutzen? Da allerdings gilt es für die Nutzer, genau auszuwählen, denn (noch) nicht alle Anbieter erfüllen die Anforderungen der DSGVO. Um den Vorgaben Genüge zu tun, ist es erforderlich, dass die abgelegten Daten verschlüsselt werden, der Zugang durch ein Passwort geschützt wird und dass der Cloud-Anbieter eine revisionssichere Ablage personenbezogener Daten gewährleisten kann, über die jede Änderung genau nachvollzogen werden kann. Und schließlich ist auch der Server-Standort relevant. So dürfen nach dem Cloud-Act beispielsweise US-Behörden von amerikanischen Cloud-Providern die Herausgabe sämtlicher Daten einer Person oder eines Unternehmens verlangen. Da Recht erstreckt sich zwar auch auf europäische Tochtergesellschaften von US-Firmen, kollidiert da aber mit der EU-DSGVO, so dass im EU-Wirkungsbereich gehostete Daten sicher sein sollten. Noch besser aber ist es, wenn Cloud-Anbieter und Server ihren Standort in Deutschland haben – so, wie es zum Beispiel bei PowerFolder des Düsseldorfer Unternehmens dal33t GmbH der Fall ist. Das bietet zudem die Möglichkeit, auch mobil auf die Daten zuzugreifen und Dokumente online in der Cloud zu bearbeiten – auch mit ausgewählten Kollegen zusammen. Was für die Pädagogen dann auch die gesündere Alternative wäre: Berichten zufolge hätten einige Lehrer in Düsseldorf bereits beim Vize-Vorsitzenden der Schulpflegschaft, der  hauptberuflich als Physiotherapeut arbeitet, bereits um Termine gebeten, da sie durch die auf sie zukommende, ungewohnte Schreibarbeit per Hand eine Sehnenscheidenentzündung befürchten.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

B+W Flächenfilter erhalten Erweiterung: Wertvolle Programmergänzung durch extrem starken ND Filter für beeindruckende Langzeitaufnahmen

B+W erweitert sein Flächenfilterprogramm für 100 x 100 x 2 mm Filterhaltersysteme um eine Version mit außergewöhnlich hoher Dichte für besonders eindrucksvolle Langzeitbelichtungen. Als Basis wird ein exzellent geschliffenes und feinpoliertes Spezialglas verwendet. Dies garantiert die unentbehrlich hohe optische Qualität, mit der auch bei professionell hochauflösenden Kamerasystemen die volle Kontrast- und Schärfeleistung erhalten bleibt. Die Filterscheiben sind mechanisch eng spezifiziert und passen somit nicht nur in den eigenen B+W-Filterhalter, sondern in alle auf dem Markt befindlichen Modelle, die für Filterkanäle mit 100 mm Breite und 2 mm Glasdicke ausgelegt sind.

Die hohe ND Dichte wird mit einem speziellen Vergütungsverfahren erreicht. Dank optimierter Farbwiedergabe über das gesamte sichtbare Lichtspektrum gestaltet sich die nachträgliche Bildbearbeitung für den Fotografen einfacher und zeitsparender. Die Filterscheiben mit hochwertiger Antireflex- und gehärteter Abschlussschicht, die neben Kratzfestigkeit auch schmutz- und wasserabweisende Eigenschaften aufweisen, lassen sich besonders effektiv und schnell reinigen. Die optische Dichte ND 4.5 entspricht +15 Blendenstufen. Das bedeutet in der Praxis: Die Belichtungszeit bei 1/60s ohne Filter erhöht sich mit Filter auf acht Minuten.

Die Filterscheibe ist über den Fotofachhandel unter der Artikelnummer 1093504 zum UVP von 189,00 € erhältlich.

Weitere Informationen unter: www.schneiderkreuznach.com

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Neue Partnerschaft: CULLMANN ist ab sofort exklusiver Distributor der bekannten Marke Lexar in Deutschland

Der Zubehörspezialist CULLMANN weitet sein Sortiment für den deutschen Vertrieb weiter aus. Nachdem im April 2018 die exklusive Distribution der Marke Kenko bekanntgegeben wurde, erfolgt nun die Bekanntmachung, dass die CULLMANN Handelspartner ab Juni 2018 Speicherkarten, Kartenlesegeräte und Zubehör der Marke Lexar beziehen können.

Lexar ist eine der weltweit führenden Marken für Speicherlösungen und entwickelt und produziert seit 20 Jahren Speicherprodukte wie Speicherkarten, Kartenlesegeräte oder USB-Sticks. Im August 2017 hat Micron Technologies den Verkauf von Lexar an den chinesischen Spezialisten für Speicherlösungen, dem Longsys Konzern verkündet.

Die durch diesen Eigentümerwechsel für einige Monate entstandenen Lieferengpässe sind nunmehr weitgehend gelöst. Viele Produkte sind bereits wieder lieferbar und die volle Lieferfähigkeit wurde für Ende Juli 2018 angekündigt.

Lexar besticht insbesondere durch ein hervorragendes Preis- Leistungs-Verhältnis und ein komplettes Sortiment an Speicherkarten, das alle Formfaktoren für Fotografen und Videofilmer unterstützt. Das bei der Firma CULLMANN verfügbare Lexar Sortiment umfasst SDKarten, microSD-Karten, CF-, Cfast- und XQD-Karten in verschiedenen Speicherkapazitäten. Desweitern befinden sich im Sortiment zahlreiche Kartenlesegeräte, Workflow-Management-Lösungen und Zubehör. USB-Sticks und SSD Backup-Lösungen werden zu einem späteren Zeitpunkt in das Sortiment aufgenommen.

Zur Photokina 2018 wird Lexar gemeinsam mit CULLMANN ausstellen.

Günter Kiener, Geschäftsführer von CULLMANN: "Unser Unternehmen verfügt über ein großes und erfahrenes Team in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Kundendienst und in der Logistik.

Darüber hinaus haben wir ein breites Vertriebsnetz in Deutschland.

Wir freuen uns sehr darüber, ab sofort der exklusive Distributor für die Marke Lexar in Deutschland zu sein und gemeinsam mit unseren Handelspartnern diese beim Konsumenten sehr bekannte Marke für Speicherlösungen wieder erfolgreich auf den Markt zurückzubringen."

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Impulse für HR-Neudenker

Das Personalmagazin von Haufe erscheint ab sofort mit einem neuen Konzept und im frischen Look. Mit einem erweiterten Themenspektrum tritt Deutschlands meistgelesenes Fachmagazin im Personalwesen für ein neues Verständnis von HR ein.

Kaum ein Berufsfeld ist so im Wandel wie HR: Personalthemen rücken in den Fokus unternehmerischer Entscheidungen, gleichzeitig wird diskutiert, ob HR zukünftig überhaupt noch gebraucht wird. In diesen Zeiten setzt das Personalmagazin – Deutschland meistgelesenem Fachmagazin für HR-Themen –  mit seinem Relaunch ein deutliches Zeichen. „Wir sehen HR auf Augenhöhe mit dem CEO. Dieses Selbstverständnis von HR-Arbeit spiegelt unser neues Heftkonzept wieder, mit dem wir unsere Leser unterstützen wollen, die Arbeitswelt besser und die Unternehmen erfolgreicher zu machen“, erläutert Herausgeber Reiner Straub die Neuausrichtung des Magazins. Joachim Rotzinger, Geschäftsführer von Haufe bestätigt das und ergänzt: „Digitalisierung und disruptive Geschäftsmodelle stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen, die häufig zu radikalen Veränderungen der Organisation führen und die HR neue Gestaltungsfelder eröffnen. Das neue Personalmagazin transportiert ein zukunftsgerichtetes HR-Verständnis, für das Haufe seit geraumer Zeit mit vielfältigen Angeboten am Markt steht.“

Neue Themen, neue Rubrik und modernes Design

Themenschwerpunkt der heute erscheinenden ersten Ausgabe im neuen Look and Feel sind HR Influencer. In den Listen der Top Influencer sind HR-Vorstände, aber auch Managementberater und CEO versammelt. Die neue Rubrik „Strategie & Führung“ bietet Beiträge mit Gesamtrelevanz für das Unternehmen. Dabei wird Storytelling großgeschrieben: Durch Bilder von Top-Fotografen und Grafiken angesehener Illustratoren wie Joanna Gniady, die schon für den The Guardian, Arte und die Pariser Oper gearbeitet hat, sollen Inhalte nicht nur durch Worte, sondern auch durch eine emotionale Bildsprache inspirieren. 

Über Personalmagazin
Das Personalmagazin, das von der Haufe Group publiziert wird, ist die meistgelesene Fachzeitschrift für das HR-Management. Die Printtitel mit einer verkauften Auflage von 28.307 (IVW 4. Quartal 2017) erreicht zwei Drittel aller Personalfachleute in Deutschland, die dazugehörige Website haufe.de/Personal zählt monatlich über 1.200.000 Visits.

 

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

„Künstlerische Naturfotografie“: Zwei Wochenend-Termine im März und Mai

Die Naturfotografie hat lange Zeit vorwiegend versucht, das Gesehene allein dokumentarisch festzuhalten. Seit etwa 20 Jahren gibt es darüber hinaus eine immer größer werdende Anzahl von Fotografinnen und Fotografen, die sich von der reinen Darstellung der gesehenen Wirklichkeit lösen. Am 3. und 4. März 2018 startet ein Wochenend-Seminar zur künstlerischen Naturfotografie mit dem Dozenten Michael Lohmann, das am 5. und 6. Mai fortgesetzt wird. Vorkenntnisse in der Fotografie sind erwünscht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind eingeladen, sich – inspiriert von der Natur in ihrer eigenen Umgebung – auf die Suche nach Motivfindung und fotografischer Umsetzung zu begeben. Die Ergebnisse werden reflektiert und Verbesserungsmöglichkeiten werden herausgearbeitet, um das fotografische Bild weiter zu verdichten.

Die Veranstaltungsdetails: 3. und 4. März und 5. und 6. Mai 2018, samstags von 12 bis 19 Uhr und sonntags von 9 bis 15:30 Uhr, „Von der Dokumentation zur Abstraktion – künstlerisch orientierte Naturfotografie“ (VANR 9612). Die Anmeldung ist online, per E-Mail oder per Fax möglich und sollte möglichst 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn erfolgen. Weitere Informationen und Anmeldung: Martina Gilicki, Hochschule Bremen, Koordinierungsstelle für Weiterbildung, Telefon: 0421-5905 4162, E-Mail: koowb@hs-bremen.de, www.kunst.hs-bremen.de.

Gestaltende Kunst ist ein gemeinsames künstlerisches Weiterbildungsangebot der Hochschule Bremen und der Hochschule für Künste, Bremen und richtet sich mit seinen vier Studienschwerpunkten an alle Interessierten. Die Teilnahme ist auch ohne Abitur oder Bewerbungsmappe möglich.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Handwerk integriert Flüchtlinge

Die Berufsorientierung für Flüchtlinge – eine Maßnahme gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und unterstützt durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg – schließt mit einer erfolgreichen Bilanz für das Jahr 2017 ab. In der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe wurden im fast abgelaufenen Jahr 2017 drei Maßnahmen mit 41 Teilnehmern angeboten – 38 von ihnen schlossen die Berufsorientierung im Handwerk erfolgreich ab.

Die Teilnehmer der Berufsorientierungsmaßnahmen kommen aus VAB-Klassen (Vorqualifizierung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse der beruflichen Schulen) und VKL-Klassen (Vorbereitungsklassen der allgemein bildenden Schulen). Sie sind zwei Wochen in der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe und lernen dabei in der Regel drei Berufsfelder kennen. Erproben können sich die Flüchtlinge bei den Anlagenmechanikern, Bäcker/Konditoren, in der Elektrotechnik, bei den Fliesenlegern, Fotografen, als Maurer, Raumausstatter, Zahntechniker oder Zimmerer.
Die Maßnahme war im Jahr 2016 mit 10 Teilnehmern gestartet. Für das kommende Jahr 2018 kann die Handwerkskammer Karlsruhe in ihrer Bildungsakademie mit ihren Werkstätten und Ausbildern 80 Plätze für die Maßnahme anbieten.
Vor der zweiwöchigen Berufsorientierung ist eine Vorstellung des Projekts in der Schule unter Einbeziehung von Lehrern und Sozialarbeitern terminiert. Eine Kompetenzanalyse, die auf die Gruppe abgestimmt ist, hilft bei der Auswahl der zu belegenden Berufsfelder. Teilnehmer der Berufsorientierungsmaßnahme mit Potential und Bleibeperspektive werden im Rahmen des "Kümmererprojekts" – die Handwerkskammer Karlsruhe hat zwei Mitarbeiter, die die Flüchtlinge bei der Beschaffung von Praktikumsplätzen oder Ausbildungsstellen unterstützen – weiter begleitet. Die ersten Praktikumsstellen wurden bereits vergeben, auch Ausbildungsverträge mit Betrieben abgeschlossen.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Regulierung der Helligkeit bei Bildaufnahmen: Forscher entwickeln elektrischen Verlaufsfilter

Um eine drohende Überbelichtung bei Fotos oder Filmaufnahmen zu vermeiden, kommen bei Gegenlichtaufnahmen Verlaufsfilter zum Einsatz. Ändern sich die Lichtverhältnisse, müssen diese jedoch manuell nachjustiert oder sogar ausgetauscht werden. Abhilfe soll hier ein elektrisch aktiv steuerbarer Gradientenfilter schaffen, der von Physikern der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) mit Partnern aus der Industrie und Chemikern der Universität Osnabrück entwickelt wird. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Initiative „Photonik Plus“.

Um einen Sonnenuntergang am Strand im Film oder auf einem Foto stimmungsvoll in Szene zu setzen, nutzen Filmemacher und Fotografen gerne Gradientenfilter, auch Verlaufsfilter genannt. „Die Handhabung ist mit einigem Aufwand verbunden“, sagt Professor Dr. Egbert Oesterschulze, der an der TUK den Lehrstuhl für Physik und Technologie der Nanostrukturen innehat. „Denn die konventionellen passiven Verlaufsfilter können an die sich ändernden Lichtbedingungen nicht angepasst werden. So muss eine Filmaufnahme unterbrochen werden, um geeignete Filter zu installieren.“

Ganz anders ist dies bei einem elektrisch steuerbaren Filter, an dem die Physiker um Professor Oesterschulze derzeit arbeiten. „Er lässt sich aktiv an die bestehenden Lichtverhältnisse anpassen“, führt der Physiker weiter aus. Für ihr System nutzen die Forscher sogenannte elektrochrome Materialien. Sie bringen eine besondere Eigenschaft mit, die sie für diese Anwendung interessant macht: Sie bestehen aus Molekülen, deren Absorptionseigenschaften sich beim Anlegen einer elektrischen Spannung verändern. So kann die Lichtstärke in ausgewählten Bildbereichen durch Abdunkeln gezielt reduziert werden. „Auf diese Weise können wir sowohl die Stärke des Gradientenverlaufs als auch seine Richtung elektrisch steuern, ohne die Filmaufnahme unterbrechen zu müssen“, so der Kaiserslauterer Professor, „auch wenn sich die Lichtbedingungen verändern.“

Das Verbundprojekt „gradEC“ wird vom BMBF im Rahmen der Fördermaßnahme „Photonik Plus – Neue optische Basistechnologien“ mit rund 2,35 Millionen Euro gefördert. Neben der TUK sind beteiligt: die drei Industriepartner Jos. Schneider Optische Werke GmbH (Bad Kreuznach), Saueressig GmbH & Co. KG (Vreden) und das Centrum für Angewandte Nanotechnologie (CAN) GmbH (Hamburg) sowie die Universität Osnabrück mit den Arbeitskreisen „Molekulare Elektrochemie“ und „Funktionale Nanomaterialien“ am Institut für Chemie neuer Materialien.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Mit einer Schnupperlehre Beruf und Betrieb kennenlernen

Wer vor dem Sprung ins Arbeitsleben steht, kann im Handwerk eine ganze Reihe interessanter Ausbildungsmöglichkeiten entdecken. Doch welcher der 130 Ausbildungsberufe passt am besten – und welcher Betrieb ist für mich ideal? „Wer es nicht darauf ankommen lassen möchte, der kann Projektwochen oder Schulferien nutzen, um vorab in einen Beruf reinzuschnuppern. Es können drei, vier oder fünf Tage sein – vielleicht aber auch zwei Wochen“, erklärt Lisa Schulz, Berufsorientierungsberaterin bei der Handwerkskammer Region Stuttgart. Gleichzeitig gebe es eine zweite Erkenntnis gratis dazu: Passt auch der Betrieb? „Ob die Chemie zwischen Praktikant und Ausbildungsmeister und dem Team stimmt, stellt sich meist schon nach wenigen Tagen heraus.“ Aus Erfahrung weiß Schulz, dass aus einem Praktikum nicht selten eine Ausbildungsstelle wird. Einen weiteren Vorteil kennt die Ausbildungsexpertin: „Ein Praktikum kann auch Ausbildungsabbrüchen vorbeugen. Man kennt sich schließlich und weiß, was auf einen zukommt.“ Immerhin wurden 2016 über 600 Ausbildungsverhältnisse während der Probezeit beendet. „Das ist unwirtschaftlich und kostet Geld und Nerven“, erklärt Lisa Schulz.

Welche Betriebe im Umkreis Schnupperlehren anbieten, weiß oft der Klassenlehrer. Auch die Arbeitsämter kennen sich aus. Am schnellsten geht es aber über die Praktikumsbörse, in der viele Handwerksbetriebe aus der Region Stuttgart freie Stellen anbieten. Wer noch keine Ahnung hat, was nach dem Schulabschluss kommt, der kann unbesorgt bleiben. Lisa Schulz betont: „Das geht vielen so.“ Eine ganze Menge an Berufen kennen Jugendliche gar nicht oder sie haben falsche Vorstellungen: Friseur-Azubis sind zu Beginn der Ausbildung oft erstaunt, wie anstrengend stundenlanges Stehen ist. Angehende Fotografen hingegen verbringen mehr Zeit vor dem Computer und am Telefon, als sie gedacht haben. Und wer kennt schon den Ausbildungsberuf des Baugeräteführers, Dachdeckers, Graveurs oder Textilreinigers.

Nicht immer klappt der Sprung von der Schule in den Beruf auf Anhieb. Wenn in einem solchen Fall kein Jahr verlieren möchte, für den ist die Einstiegsqualifizierung (EQ) eine Alternative. An dem Langzeitpraktikum können Jugendliche teilnehmen, die bis zum 30. September noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben. Sie dauert zwischen sechs und 12 Monaten. In der Zeit besteht wiederum reichlich Gelegenheit, handwerkliches Geschick unter Beweis zu stellen. Und wer weiß: Wenn der Chef sieht, mit wie viel Motivation und Freude jemand bei der Sache ist, kann nach der EQ ein Ausbildungsvertrag auf dem Tisch liegen. Manchmal können die Zeiten der EQ auch auf die nachfolgende Ausbildung im selben Beruf angerechnet werden. Wer noch berufsschulpflichtig ist, besucht an einem Tag in der Woche die "Praktikantenklasse Einstiegsqualifizierung". Dort gibt es die theoretischen Hintergrundinfos zu den praktischen Tätigkeiten, die der Betrieb an den restlichen vier Tagen in der Woche vermittelt.

Infos: www.hwk-stuttgart.de/lehrstellenboerse, www.azubitv.de

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox