3D-Rohstoffprognose des Erzgebirges vorgestellt

Beak Consultants GmbH stellt auf dem Innovationstag Mittelstand 2018 gemeinsam mit den Projektpartnern der TU Bergakademie Freiberg ein dreidimensionales Rohstoffprognosemodell des Erzgebirges vor.

Das geologische Modell umfasst einen Raum von ca. 34.000 km3, hat eine flächenhafte Erstreckung von ca. 62 x 155 km und eine vertikale Erstreckung bis -3000 m. Es wurde unter Nutzung der Daten von 6700 Bohrungen, ca. 300 geologischen Karten, 300 Profilschnitten und umfangreichen geophysikalischen und geochemischen Altdaten konstruiert. Derzeit enthält es Informationen zu mehr als 50 geologischen Körpern und ca. 100 bekannten Rohstofflagerstätten.

Mittels der neu entwickelten advangeo® 3D Prediction Software wurden die vorhandenen Daten mit künstlichen neuronalen Netzen analysiert. Anschließend werden in dem Modell Prognosen für bisher unbekannte Lagerstätten berechnet. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass mit verdeckten Rohstoffvorkommen in verschiedenen Teilen des Erzgebirges zu rechnen ist. Neue interessante Ergebnisse werden innerhalb des nächsten Jahres durch die Integration neuer geochemischer Daten aus dem Projekt WISTAMERZ erwartet.

Das vorgestellte Projekt ist wichtiges Ergebnis mehrerer FuE – Projekte, welche mit Hilfe des Programms ZIM des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) (3D advangeo: KF3236902KM3) und FONA des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) (GEM: 033R134C, WISTAMERZ: 033R133A) finanziert wurden.

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Moderne Datentechnologien in den Geowissenschaften

Wir laden zum alljährlichen Kolloquium am 20. April 2018 nach Freiberg ins GIZEF ein.
Inhaltlich steht die Veranstaltung im Zeichen der Verknüpfung geowissenschaftlicher Themen mit moderner Datenverarbeitung:

  • Rohstoffhöffigkeitsprognosen – Von der Intuition zur hybriden 3D-Modellierung,
  • Neufassung des geologischen 3D-Modells des Erzgebirges,
  • Neues zur advangeo® Prediction Software: Random Forests für hochauflösende Bodenkarten,
  • advangeo® Prediction Software zur Analyse der Vulnerabilität von Infrastruktur: Prognose von Hangrutschungen entlang des deutsches Schienennetzes,
  • Beak engagiert sich in EU-Forschungsprojekten zur Entwicklung moderner Explorationstechnologien: MAP / LIGHTS / NEXT,
  • Artenschutzrecht und Umweltbaubegleitung – ein „dicker Brocken“ in Genehmigungsverfahren,
  • advangeo® Geodata Database: Das neue web-basierte Informationssystem der Independent Commission for Mines and Minerals des Kosovo,
  • advangeo® Field Cap: Das neue digitale Felddatenerfassungssystem,
  • Neues zu den absoluten Altersdaten der erzgebirgischen Gesteine. (Gastreferent Herr Prof. Dr. Klaus Stanek, TU Bergakademie Freiberg)

    Die Veranstaltung ist kostenfrei und beginnt wie immer um 10:00 Uhr.

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Verlässliche Erneuerbare Energien aus dem Untergrund

Nachdem sich die bisher durchgeführten DBI-Fachforen GEO-Energie an einer positiven Resonanz der Teilnehmer erfreuen konnten, findet nun vom 15. bis 16. Mai 2018 die fünfte Auflage dieses Fachforums in Berlin statt.

Der fachliche Schwerpunkt am ersten Veranstaltungstag liegt in diesem Jahr auf der Tiefen Geothermie. Ausgehend von aktuellen Forschungen und Erfahrungen aus Pilotprojekten werden hier die Erschließung neuer Potenziale als grundlastfähiger erneuerbarer Energieträger sowie Herausforderungen für die Tiefe Geothermie diskutiert. Herr Dr. Knapek vom Bundesverband Geothermie wird das diesjährige Fachforum mit einem Plenarvortrag zum Thema „Tiefe Geothermie in Deutschland und Europa – Status und Entwicklung in Regionen mit Niederenthalpie“ eröffnen. Auf der Forschungsseite wird u.a. ein Vortrag von Prof. Amro von der TU Bergakademie Freiberg zum Thema „Fluid Flow und Scales in Geothermie-Bohrungen“ zu hören sein.

Am zweiten Veranstaltungstag wird das Thema Untergrundspeicherung mit dem Fokus auf der Wasserstoffspeicherung durch Vorträge aus Wissenschaft und Industrie beleuchtet. So konnte die Firma Untergrundspeicher- und Geotechnologie-Systeme GmbH mit einem Vortrag zum Thema „Well Integritiy Management für die Speicherung und Gewinnung alternativer Energien“ gewonnen werden. Auch die DBI wird die Endergebnisse ihres auslaufenden Projektes „WESpe – Wissenschaftliche Forschung zu Windwasserstoff- Energiespeichern“ darstellen.

Durch die Vernetzung der Themenschwerpunkte Untergrundgasspeicherung mit der Wasserstoffspeicherung und Tiefe Geothermie sollen Synergien für die Nutzung des Untergrundes identifiziert und ggf. gemeinsame Strategien zur Überwindung aktueller Hemmnisse abgeleitet werden. Die Teilnehmer aus Wirtschaft, Forschung sowie Politik werden in den beiden Tagen mit den aktuellen Ergebnissen laufender Projekte zur Energie-Versorgungssicherheit, über innovative Speicherkonzepte bis zur grundlastfähigen Versorgung mit Erneuerbaren Energieträgern informiert. Das gemeinsame „Get together“ am Abend des ersten Veranstaltungstages bietet den Raum für den weiteren fachlichen Austausch und Diskussionen.

Ausführliche Informationen zum Programm sowie zu den Anmeldungsmodalitäten sind auf der Website unter www.dbi-gti.de zu finden.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen, Untergrundgasspeicherbetreiber, Behörden, Engineering-Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie an Interessierte innovativer Energiekonzepte.

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Für die Forschung an Polymerwerkstoffen

Leder ist seit vielen Jahrhunderten ein vielseitig verwendeter und stark nachgefragter Rohstoff. Da er nur begrenzt verfügbar ist, wird er schon seit einigen Jahren synthetisch hergestellt. Natürlich soll auch das vom Menschen geschaffene Leder ähnlich gute Materialeigenschaften aufweisen wie natürliches Leder. Mit der Erforschung und Verbesserung entsprechender Materialeigenschaften beschäftigt sich das Forschungsinstitut Leder und Kunststoffbahnen in Freiberg, kurz FILK genannt.

Das FILK ist eine unabhängige, außeruniversitäre Forschungseinrichtung und akkreditiertes Prüflabor. Der thematische Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt auf flächig-flexiblen Polymerwerkstoffen wie Leder und dessen natürlicher Rohstoff Kollagen sowie Materialverbunde auf der Basis synthetischer Polymere.

Für die Ausstattung seines Prüflabors hat das Forschungsinstitut nun zum zweiten Mal seit 2004 eine Zeitstandvorrichtung der Firma Hegewald & Peschke erworben. In der Anlage werden Lederproben unter Klimaeinwirkungen auf ihr Verhalten hin untersucht, wobei je 5 Prüfplätze für die Einspannung mit fester Länge bzw. mit konstanter Last enthalten sind. Bei der ersten Variante wird die Probe mit 100mm Länge fest eingespannt und mit Hilfe einer Kraftmesszelle aufgezeichnet, welche Kräfte die Probe durch Schrumpfungsvorgänge entwickelt. Das ist z.B. wichtig zur Beurteilung von Materialien für feste Bespannungen, um die Gefahr des Reißens an Nahtstellen abschätzen zu können.

An den anderen Prüfstellen wird die Probe ebenfalls mit 100mm Länge eingespannt, wobei das untere Spannzeug sehr leicht ist und die Probe praktisch nicht belastet. Über ein Wegmesssystem wird beobachtet, um welchen Betrag die Probe schrumpft. Damit können z.B. Materialien für Teile ausgewählt werden, die unter Temperatur- oder/und Feuchteeinwirkung möglichst formstabil bleiben sollen.

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