Meyer Burger schliesst ersten Grossauftrag über CHF 74 Mio. für 600 MW Heterojunction- und SmartWire Zellverbindungs-Technologie mit führendem PV-Produzenten ab

Meyer Burger Technology AG (SIX Swiss Exchange: MBTN) hat einen strategischen Grossauftrag für ihre Heterojunction (HJT) und SmartWire Zellverbindungstechnologie (SWCTTM) unterzeichnet. Ein führendes, nicht-chinesisches Solarunternehmen hat die Kernausstattung für eine integrierte 600 MW Heterojunction- und SWCTTM-Produktionslinie bestellt. Mit diesem Auftrag hat sich der Kunde für die aktuell fortschrittlichste industrielle PV Produktionsplattform entschieden, um Solarmodule mit höchster Watt-Leistung herzustellen. Die Lieferung beginnt im 1. Quartal 2019, mit geplantem Produktionsstart von Zellen und Modulen in der zweiten Jahreshälfte 2019. Die Gesamtkapazität soll im 1. Quartal 2020 in Betrieb gehen. Das Auftragsvolumen beträgt insgesamt rund CHF 74 Mio.

Für Hans Brändle, CEO von Meyer Burger, ist die Vereinbarung richtungsweisend: „Dieser strategisch wichtige Auftrag eines etablierten und renommierten Zell- und Modulherstellers ist ein echter Durchbruch. Es bestätigt nicht nur unsere Technologieführerschaft, sondern stärkt auch wesentlich die Marktakzeptanz und Glaubwürdigkeit unserer Heterojunction- und SmartWire-Technologien.“

Spitzentechnologien für die Produktion von Solarzellen

Die Heterojunction (HJT) Zellbeschichtungstechnologie verbindet die Vorteile kristalliner Silizium-Solarzellen mit denen von Dünnschichttechnologien. Die Solarzellen erzielen dadurch höhere Wirkungsgrade. Aufgrund der hohen Lichtausbeute und der hervorragenden Passivierungseigenschaften des amorphen Siliziums ist es möglich, Wirkungsgrade von mehr als 24% zu erreichen. Weitere Vorteile ergeben sich aus dem relativ einfachen Niedertemperatur-Herstellkonzept, das deshalb wirtschaftlich attraktiv ist, weil es Energie spart und weniger Produktionsschritte erforderlich macht. Durch die hohe Zelleffizienz und den niedrigeren Temperaturkoeffizienten liefern HJT-Module eine deutlich höhere Stromausbeute als Module mit konventionellen Siliziumsolarzellen.

Die SmartWire-Zellverbindungstechnologie (SWCT™) maximiert den Energieertrag von HJT-Solarmodulen und stellt die perfekte Kombination für die industrialisierte und hocheffiziente Massenproduktionslinie dar. Die SmartWire Methode ist die effizienteste Methode der Zellverbindung mittels einer Folien-Draht-Elektrode. Der Silberverbrauch pro Heterojunction-Solarmodul reduziert sich dadurch um mehr als 50% für PV Modulhersteller. Mit der dichten Drahtkontaktmatrix erfüllen SWCT™-Module die Anforderungen an eine erhöhte Energiegewinnung, die heutzutage an hocheffiziente Heterojunction-Solarzellen gestellt werden.

Aktuelle Geschäftsentwicklung

Insgesamt bleibt der Markt für PV-Ausrüstung herausfordernd. Der Margendruck bei PV Standardlösungen unterstreicht die Bedeutung des am 16. Oktober 2018 angekündigten Transformationsprogramms und macht eine verstärkte Auslagerung der Produktionskapazitäten von Meyer Burger nach China umso wichtiger.

Für das Geschäftsjahr 2018 bestätigt Meyer Burger den Nettoumsatz innerhalb der veröffentlichten Guidance von CHF 400 bis 440 Mio. Das EBITDA inklusive Restrukturierungskosten wird voraussichtlich im höheren einstelligen Prozentbereich liegen (frühere EBITDA-Prognose 2018: rund 10%).

Meyer Burger bestätigt ausserdem die bisherige Erwartung, dass nach Abschluss des Transformationsprogramms mit einem Nettoumsatzvolumen von rund CHF 250 Mio. der Breakeven auf Stufe Nettoergebnis erreicht werden kann (ab dem Geschäftsjahr 2021).

 

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Bertrandt erzielt über eine Milliarde Euro Gesamtleistung und richtet den Konzern konsequent auf die Zukunft aus

Der Bertrandt-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2017/2018 die Gesamtleistung und das EBIT gegenüber dem Vorjahr steigern. Erstmals in der Unternehmenshistorie wurde unter heterogenen und anspruchsvollen Rahmenbedingungen eine Gesamtleistung von mehr als einer Milliarde Euro erzielt.

Umweltfreundliche, individuelle Mobilität sowie autonomes und vernetztes Fahren sind weiterhin wichtige Markttrends, die alle Kernbereiche der Automobilindustrie betreffen und sich dort in vielen Facetten widerspiegeln. Die heterogenen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres haben sich fortgesetzt. Es kam weiterhin teilweise zu Verzögerungen bei der Vergabe von Entwicklungsaufträgen an externe Engineering-Dienstleister und die Anspannung auf der Preisseite blieb deutlich spürbar. Im Rahmen der bestehenden konjunkturellen Bedingungen sowie der derzeitigen Markt- und Technologietrends entwickelte sich das Unternehmen positiv. „Der Themenvielfalt als essenzieller Erfolgsfaktor im Engineering-Umfeld kommt eine wesentliche Bedeutung zu. Bertrandt übernimmt als verlässlicher Technologiepartner deshalb immer mehr Verantwortung“, sagt Dietmar Bichler, Vorstandsvorsitzender der Bertrandt AG.

Die Gesamtleistung stieg auf 1.021.020 TEUR. Der Bertrandt-Konzern konnte damit erstmals in seiner Unternehmenshistorie eine Gesamtleistung von über einer Milliarde Euro erzielen. Bei zwei Arbeitstagen weniger im Vergleich zum letzten Berichtszeitraum und weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen in der Automobilbranche konnte Bertrandt ein EBIT in Höhe von 72.141 TEUR und eine Marge von 7,1 Prozent erwirtschaften. Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug 47.385 TEUR. Im laufenden Geschäftsjahr wurden zukunftsorientiert 52.500 TEUR in Gebäude und technische Anlagen entlang der Trendthemen investiert. Mit einer Eigenkapitalquote von 50,6 Prozent steht Bertrandt auf einer soliden finanziellen Basis. Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich im Berichtszeitraum um 259 auf 13.229 Personen. Die unterschiedlichen Aufgaben bieten Perspektiven für Fachkräfte in verschiedenen Bereichen.

Veränderungen im Markt, Technologiesprünge zu neuen Antriebsformen oder Digitalisierung – die Herausforderungen sind vielfältig. Durch Investitionen in Infrastruktur und Know-how, aber auch mit innovativen Lösungsansätzen und steigender Projektverantwortung trägt Bertrandt diesen Rahmenbedingungen Rechnung und stellt die Weichen für die Zukunft. Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden neu errichtete Versuchseinrichtungen sukzessive in Betrieb genommen, die Leistungsumfänge speziell für elektrifizierte Antriebe ermöglichen. Im Geschäftsjahr 2018/2019 wird am Hauptsitz in Ehningen ein Hochvoltprüfzentrum für klimaüberlagerte Batterietests entstehen. Zudem plant der Konzern zwei Prüfzentren für neue Antriebstechnologien. Außerdem investiert Bertrandt in eigene Kompetenzinitiativen im Bereich elektrifiziertes, vernetztes und automatisiertes Fahren sowie in zukunftsweisende Lösungen im Themengebiet Leichtbau. Darüber hinaus setzt Bertrandt künftig auch auf agile Einheiten mit Start-up-Charakter in den Bereichen Medizintechnik, Virtual und Augmented Reality, Cloud Solutions, Machine Learning und Big Data. Dies wird die Präsenz des Unternehmens am Markt zusätzlich stärken und die Leistungsfähigkeit in Projekten wirksam unterstreichen. Hinzu kommt die ständig wachsende Überlagerung von Mobilität und Daten, aus welcher sich für Bertrandt neben den angestammten Kernkompetenzen auch neue Themen und Leistungen ergeben. So sind im Berichtszeitraum beispielsweise neue Projekte im Bereich Cloud Computing mit Microsoft entstanden.

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SMA Vorstand stellt Restrukturierungspläne vor – Abbau von weltweit ca. 425 Vollzeitstellen geplant

Der Vorstand der SMA Solar Technology AG (SMA/FWB: S92) hat den Mitarbeitern die im September angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen vorgestellt. Zu den wesentlichen geplanten Maßnahmen gehört die Aufgabe der Standorte in China und der Verkauf der chinesischen Gesellschaften an das dortige Management. Mit der Restrukturierung ist der Abbau von weltweit ca. 425 Vollzeitstellen verbunden. Die Restrukturierungsmaßnahmen sind notwendig, um SMA in einem von starkem Preisverfall geprägten Umfeld schnell wieder in die Profitabilität zurückzuführen. Darüber hinaus wird sich SMA als System- und Lösungsanbieter für die Zukunft positionieren.

„Im Zentrum unserer Überlegungen zur Restrukturierung stand die Standortfrage. Mit den nun beschlossenen Maßnahmen bekennt sich der SMA Vorstand zum Standort Deutschland. Sie sind darauf ausgerichtet, durch die Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen, die Auslagerung und Automatisierung von Tätigkeiten sowie einen Umbau der Strukturen die Fixkosten der SMA zu senken und unsere Kapazitäten am Hauptstandort optimal auszulasten. Der Abbau von weltweit ca. 425 Vollzeitstellen ist dabei leider unumgänglich. Es ist uns ein großes Anliegen, den geplanten Personalabbau sozialverträglich umzusetzen“, erklärt SMA Vorstandssprecher Dr. Jürgen Reinert. „Der Verkauf der Unternehmenseinheiten in China an das dortige Management schafft gute Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung auf beiden Seiten. Um den Erfolg der SMA langfristig zu sichern, werden wir die bereits begonnene Weiterentwicklung des Unternehmens zum System- und Lösungsanbieter verstärkt vorantreiben und weiterhin in die Zukunftsthemen Energiemanagement, Speicherintegration, Repowering und digitale Geschäftsmodelle investieren.“

Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen sollen, vorbehaltlich der Zustimmung des Betriebsrats, ab Januar 2019 umgesetzt werden. Bezogen auf die 3.307 Vollzeitstellen (ohne Zeitarbeitskräfte) per 31. Dezember 2018 plant der SMA Vorstand, bis 2020 weltweit ca. 425 Vollzeitstellen abzubauen. Davon entfallen mehr als 100 Vollzeitstellen auf den Standort Deutschland und mehr als 300 Vollzeitstellen auf die Standorte im Ausland. Der SMA Vorstand strebt einen sozialverträglichen Personalabbau an. Zum aktuellen Zeitpunkt können aber betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden.

Der SMA Vorstand bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr. Sie geht von einem Umsatz von 760 Mio. Euro bis 780 Mio. Euro und einem negativen EBITDA im mittleren bis oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich aus. Für 2019 strebt der SMA Vorstand einen wachsenden Umsatz und ein positives EBITDA an.

Disclaimer:

Diese Pressemitteilung dient lediglich zur Information und stellt weder ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren der SMA Solar Technology AG („Gesellschaft“) oder einer gegenwärtigen oder zukünftigen Tochtergesellschaft der Gesellschaft (gemeinsam mit der Gesellschaft: „SMA Gruppe“) dar noch sollte sie als Grundlage einer Abrede, die auf den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der Gesellschaft oder eines Unternehmens der SMA Gruppe gerichtet ist, verstanden werden.

Diese Pressemitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der SMA Solar Technology AG (SMA oder Gesellschaft) derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die SMA in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der SMA Webseite www.SMA.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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SINGULUS TECHNOLOGIES meldet starkes Wachstum bei Umsatz und Ergebnis

  • Umsatzanstieg von 63,6 Mio. EUR um 43 % auf 91,0 Mio. EUR
  • Positives EBIT für neun Monate 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR)
  • Bruttomarge mit 30,1 % auf hohem Niveau
  • Aufträge für die neuen Arbeitsgebiete verbucht
  • Letters of Intent (Absichtserklärungen) in Höhe von rund 200 Mio. EUR aktuell für CIGS Projekte unterzeichnet

SINGULUS TECHNOLOGIES meldet einen positiven Verlauf der vergangenen neun Monate und veröffentlicht eine deutliche Steigerung von Umsatz und Ergebnis (EBIT). Das Unternehmen hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 91,0 Mio. EUR umgesetzt und lag damit 43 % über Vorjahr mit 63,6 Mio. EUR. Das EBIT für die ersten neun Monate in Höhe von 4,0 Mio. EUR übertrifft das Vorjahresergebnis in Höhe von 0,4 Mio. EUR deutlich.

Während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2018 lag der Auftragseingang mit 74,6 Mio. EUR ebenfalls klar über dem Vergleichswert von 2017 mit 53,4 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum 30. September 2018 beträgt 90,3 Mio. EUR (Vorjahr: 99,7 Mio. EUR). Die Bruttomarge von 30,1 % (Vorjahr: 29,7 %) ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Die frei verfügbaren liquiden Mittel lagen zum 30. September 2018 bei 27,4 Mio. EUR (31. Dezember 2017: 27,2 Mio. EUR).

SINGULUS TECHNOLOGIES hat in der vergangenen Woche anlässlich der China International Import Expo Show ("CIIE" vom 5. – 10. November 2018) in Shanghai, China, mehrere Letters of Intent (Absichtserklärungen oder LOI) für die Lieferung von Produktionsanlagen für die Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen unterzeichnet.

Dr.-Ing. Stefan Rinck, CEO SINGULUS TECHNOLOGIES AG: "Die Absichtserklärungen, die unser Unternehmen in der letzten Woche für die Lieferung von großen Produktionsanlagen für die Fertigung von CIGS-Solarmodulen unterzeichnet hat, bestätigen unsere enge Partnerschaft zu CNBM und eine führende Position in dem Marktsegment für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule." Dr. Rinck fährt fort: "Die unterzeichneten Vereinbarungen betreffen drei Standorte in China in den Städten Bengbu, Xuzhou und Meishan. Das Volumen der geplanten Lieferungen für die drei Standorte liegt in Summe bei rund 200 Mio. EUR."

CNBM strebt den Aufbau von insgesamt 1,2 GW CIGS-Produktionskapazität an und setzt damit seine Investitionen und Ausbaupläne in China für den Aufbau von Fertigungskapazitäten von 6 GW planmäßig fort. SINGULUS TECHNOLOGIES erarbeitet nun mit dem Kunden auf der Basis der Vereinbarungen die Unterzeichnung der rechtsverbindlichen Lieferverträge. Die Produktion und Lieferung der Anlagen sollen zu großen Teilen in den Jahren 2019 und 2020 erfolgen.

Die Mitarbeiterzahl im SINGULUS TECHNOLOGIES Konzern stieg hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Aufbau der Tochtergesellschaft mit Sitz in Shanghai, China, auf 343 Personen zum 30. September 2018 (31. Dezember 2017: 315 Mitarbeiter).

Ausblick
SINGULUS TECHNOLOGIES erwartet für das vierte Quartal einen positiven Verlauf und bestätigt die Prognose für das Gesamtjahr 2018 mit Umsatzerlösen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Das EBIT soll im Geschäftsjahr 2018 entsprechend im mittleren einstelligen Millionenbereich positiv abschließen. Die wichtigsten Umsatz- und Ergebnisimpulse werden dabei aus dem Segment Solar erwartet.

Für das Jahr 2019 geht die Gesellschaft derzeit von einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse und des operativen Ergebnis (EBIT) aus. Diese Entwicklung basiert auf der Annahme weiter wachsender Solarmärkte insbesondere im Bereich CIGS. Außerdem sollen die neuen Arbeitsgebiete dekorative Beschichtung und Medizintechnik zu Umsatz und Ergebnis beitragen.

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Die privaten Krankenversicherer – die Besten im aktuellen IVFP Rating KV Unternehmensqualität 2018

Mit seinem fünften Folgerating in der KV-Unternehmensqualität greift das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) auf Zeitreihen und Erfahrungswerte zurück, in deren Verlauf sich die Kompetenz eines Versicherers immer deutlicher zeigt – oder eben nicht.

Von Beginn dieses Ratings an lag der Fokus darauf, die Qualität eines Versicherers zu bewerten. Welcher Versicherer ist wirklich in der Lage, stabile und leistungsstarke Produkte anbieten zu können? Dafür muss ein Versicherer diverse betriebswirtschaftliche Kennzahlen nachweisen, die sich eben nicht nur auf das jeweilige Geschäftsjahr beziehen, sondern über längere Zeiträume.

„Dem Kunden ist schließlich wichtig, einen Krankenversicherer zu haben, der eine stabile Beitragspolitik gewährleistet. Der dahinter liegende Gedanke ist, dass nur ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen mit einer kompetenten Kapitalanlagepolitik in der Lage ist, mögliche Beitragsanpassungen in moderater Form an seine Kunden weiterzugeben“, so Frank Nobis, Geschäftsführer des IVFP.

Und so zeigt sich im fünften Jahr der Untersuchung eine gewisse Kontinuität in den Unternehmensbewertungen. Die ausbleibenden Schwankungen in den Ergebnissen kann dahin interpretiert werden, dass die KV-Versicherer trotz der Umstellung auf Solvency II und der anhaltenden Niedrigzinsphase solide Kennzahlen aufweisen, die auf ihre Qualität Rückschlüsse ziehen lassen.

Was wurde untersucht?
210 Punkte werden anhand von 23 Kriterien vergeben, aufgeteilt in die Qualitätsbereiche Stabilität, Sicherheit, Ertragskraft und Markterfolg. Dabei werden nur Werte untersucht, die sich aus den Zahlenwerken der Krankenversicherungsunternehmen respektive deren Einbettung in eine Unternehmensgruppe (Konzernbericht) und aus öffentlich zugänglichen Quellen (Geschäftsbericht, BaFin-Berichte) herauslesen lassen.

Das Ratingsystem des IVFP wurde dabei hinsichtlich seiner Homogenität überprüft und zusätzlich durch Sensitivitäts- und Abhängigkeitsanalysen anhand geeigneter Monte Carlo Simulationen verifiziert. Für die Punktevergabe hat das Institut Prinzipien festgelegt, die sicherstellen, dass jedes Unternehmen fair und objektiv bewertet wird.

Unter www.ivfp.de/KV-Rating Unternehmensqualität stehen die Ergebnisse online zur Verfügung.

Weitere Informationen gibt es unter www.ivfp.de

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Folgen des Markteinbruchs in China beeinträchtigen Umsatz und Ergebnis der SMA Solar Technology AG in den ersten neun Monaten 2018

Überblick Januar bis September 2018:

  • 6,2 GW verkaufte Wechselrichter-Leistung (Q1-Q3 2017: 5,9 GW)
  • Umsatz mit 575,1 Mio. Euro (Q1-Q3 2017: 592,5 Mio. Euro) und operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) mit 50,5 Mio. Euro (Q1-Q3 2017: 55,3 Mio. Euro) leicht unter Vorjahresniveau
  • Bilanzielle Stabilität durch solide Eigenkapitalquote von 53,3 Prozent (31.12.2017: 50,3 Prozent) und hohe Nettoliquidität von 373,2 Mio. Euro (31.12.2017: 449,7 Mio. Euro)
  • Vorstand bestätigt die am 27. September 2018 angepasste Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr

Die SMA Solar Technology AG (SMA/FWB: S92) verkaufte von Januar bis September 2018 Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 6,2 GW (Q1-Q3 2017: 5,9 GW). Trotz der Absatzsteigerung ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent zurück auf 575,1 Mio. Euro (Q1-Q3 2017: 592,5 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von Januar bis September 2018 ebenfalls leicht auf 50,5 Mio. Euro (EBITDA-Marge: 8,8 Prozent; Q1-Q3 2017: 55,3 Mio. Euro, 9,3 Prozent). Das EBITDA im Berichtszeitraum sowie im Vergleichszeitraum 2017 ist durch positive Sondereffekte beeinflusst. Die Bruttomarge lag bei 23,1 Prozent (Q1-Q3 2017: 21,1 Prozent). Der Umsatz- und Ergebnisrückgang ist insbesondere auf den infolge des Markteinbruchs in China erhöhten Preisdruck in allen Märkten und Regionen und der damit verbundenen Verschiebung von PV-Großprojekten in das kommende Jahr zurückzuführen.

Das Konzernergebnis betrug von Januar bis September 2018 8,5 Mio. Euro (Q1-Q3 2017: 25,0 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag somit bei 0,24 Euro (Q1-Q3 2017: 0,72 Euro). Mit einer Nettoliquidität von 373,2 Mio. Euro (31.12.2017: 449,7 Mio. Euro) und einer Eigenkapitalquote von 53,3 Prozent (31.12.2017: 50,3 Prozent) weist SMA weiterhin eine sehr solide Bilanzstruktur auf. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über eine langfristige Kreditlinie bei inländischen Banken von 100 Mio. Euro.

„Für 2018 rechnen wir im weltweit größten Solarmarkt China mit einem Markteinbruch um 26 Prozent. Die bereits vor der unerwarteten und deutlichen Kürzung der PV-Ausbauziele durch die chinesische Regierung geplanten PV-Projekte wurden mittlerweile realisiert, so dass die chinesischen Modul- und Wechselrichter-Produzenten nun verstärkt auf die internationalen Märkte drängen und einen massiven Preisdruck verursachen“, erklärt SMA Vorstandssprecher Dr. Jürgen Reinert. „Um in den kommenden Monaten von noch niedrigeren Preisen zu profitieren, verschieben Projektentwickler und Investoren daher den Bau großer PV-Projekte immer häufiger in das kommende Jahr. Der Auftragseingang der SMA blieb vor diesem Hintergrund in den vergangenen Monaten erheblich hinter den Erwartungen zurück. Der SMA Vorstand hat bereits auf diese Entwicklung reagiert. Wir werden unsere Strukturen anpassen, um noch flexibler auf die neuen Bedingungen reagieren zu können und die Profitabilität der SMA schnell und nachhaltig zu steigern. Die Restrukturierungsmaßnahmen werden wir bis Ende des Jahres mit den Arbeitnehmervertretern abstimmen und verabschieden. Darüber hinaus werden wir neben den bereits vorhandenen kostenoptimierten Produkten weitere Neuentwicklungen in die Märkte einführen, um den steigenden Preisdruck im Komponentengeschäft zu kontern. Langfristig ist es unser Ziel, auf Basis unserer umfassenden Erfahrungen und Kompetenzen im Energiemanagement und der Integration von Batteriespeichern das margenstärkere System- und Dienstleistungsgeschäft zu erschließen.“

Der SMA Vorstand bestätigt die am 27. September 2018 angepasste Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018. Sie sieht bei einem Umsatz von 800 Mio. Euro bis 850 Mio. Euro (vormals: 900 Mio. Euro bis 1.000 Mio. Euro) ein ausgeglichenes bis leicht negatives operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) nach Sondereffekten aus Restrukturierung vor (vormals: EBITDA von 90 Mio. Euro bis 110 Mio. Euro). Das EBITDA berücksichtigt erstmals Aufwendungen für den Aufbau des digitalen Geschäfts von mehr als 10 Mio. Euro. Die Abschreibungen werden sich nach Vorstandsschätzung auf ca. 50 Mio. Euro belaufen.

Die Quartalsmitteilung Januar bis September 2018 steht auf der Internetseite www.SMA.de/IR/Finanzberichte zum Abruf bereit.

Disclaimer:
Diese Pressemitteilung dient lediglich zur Information und stellt weder ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren der SMA Solar Technology AG („Gesellschaft“) oder einer gegenwärtigen oder zukünftigen Tochtergesellschaft der Gesellschaft (gemeinsam mit der Gesellschaft: „SMA Gruppe“) dar noch sollte sie als Grundlage einer Abrede, die auf den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der Gesellschaft oder eines Unternehmens der SMA Gruppe gerichtet ist, verstanden werden.

Diese Pressemitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der SMA Solar Technology AG (SMA oder Gesellschaft) derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die SMA in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der SMA Webseite www.SMA.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Folgen des Markteinbruchs in China beeinträchtigen Umsatz und Ergebnis der SMA Solar Technology AG in den ersten neun Monaten 2018

Überblick Januar bis September 2018:

  • 6,2 GW verkaufte Wechselrichter-Leistung (Q1-Q3 2017: 5,9 GW)
  • Umsatz mit 575,1 Mio. Euro (Q1-Q3 2017: 592,5 Mio. Euro) und operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) mit 50,5 Mio. Euro (Q1-Q3 2017: 55,3 Mio. Euro) leicht unter Vorjahresniveau
  • Bilanzielle Stabilität durch solide Eigenkapitalquote von 53,3 Prozent (31.12.2017: 50,3 Prozent) und hohe Nettoliquidität von 373,2 Mio. Euro (31.12.2017: 449,7 Mio. Euro)
  • Vorstand bestätigt die am 27. September 2018 angepasste Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr

Die SMA Solar Technology AG (SMA/FWB: S92) verkaufte von Januar bis September 2018 Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 6,2 GW (Q1-Q3 2017: 5,9 GW). Trotz der Absatzsteigerung ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent zurück auf 575,1 Mio. Euro (Q1-Q3 2017: 592,5 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank von Januar bis September 2018 ebenfalls leicht auf 50,5 Mio. Euro (EBITDA-Marge: 8,8 Prozent; Q1-Q3 2017: 55,3 Mio. Euro, 9,3 Prozent). Das EBITDA im Berichtszeitraum sowie im Vergleichszeitraum 2017 ist durch positive Sondereffekte beeinflusst. Die Bruttomarge lag bei 23,1 Prozent (Q1-Q3 2017: 21,1 Prozent). Der Umsatz- und Ergebnisrückgang ist insbesondere auf den infolge des Markteinbruchs in China erhöhten Preisdruck in allen Märkten und Regionen und der damit verbundenen Verschiebung von PV-Großprojekten in das kommende Jahr zurückzuführen.

Das Konzernergebnis betrug von Januar bis September 2018 8,5 Mio. Euro (Q1-Q3 2017: 25,0 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag somit bei 0,24 Euro (Q1-Q3 2017: 0,72 Euro). Mit einer Nettoliquidität von 373,2 Mio. Euro (31.12.2017: 449,7 Mio. Euro) und einer Eigenkapitalquote von 53,3 Prozent (31.12.2017: 50,3 Prozent) weist SMA weiterhin eine sehr solide Bilanzstruktur auf. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über eine langfristige Kreditlinie bei inländischen Banken von 100 Mio. Euro.

„Für 2018 rechnen wir im weltweit größten Solarmarkt China mit einem Markteinbruch um 26 Prozent. Die bereits vor der unerwarteten und deutlichen Kürzung der PV-Ausbauziele durch die chinesische Regierung geplanten PV-Projekte wurden mittlerweile realisiert, so dass die chinesischen Modul- und Wechselrichter-Produzenten nun verstärkt auf die internationalen Märkte drängen und einen massiven Preisdruck verursachen“, erklärt SMA Vorstandssprecher Dr. Jürgen Reinert. „Um in den kommenden Monaten von noch niedrigeren Preisen zu profitieren, verschieben Projektentwickler und Investoren daher den Bau großer PV-Projekte immer häufiger in das kommende Jahr. Der Auftragseingang der SMA blieb vor diesem Hintergrund in den vergangenen Monaten erheblich hinter den Erwartungen zurück. Der SMA Vorstand hat bereits auf diese Entwicklung reagiert. Wir werden unsere Strukturen anpassen, um noch flexibler auf die neuen Bedingungen reagieren zu können und die Profitabilität der SMA schnell und nachhaltig zu steigern. Die Restrukturierungsmaßnahmen werden wir bis Ende des Jahres mit den Arbeitnehmervertretern abstimmen und verabschieden. Darüber hinaus werden wir neben den bereits vorhandenen kostenoptimierten Produkten weitere Neuentwicklungen in die Märkte einführen, um den steigenden Preisdruck im Komponentengeschäft zu kontern. Langfristig ist es unser Ziel, auf Basis unserer umfassenden Erfahrungen und Kompetenzen im Energiemanagement und der Integration von Batteriespeichern das margenstärkere System- und Dienstleistungsgeschäft zu erschließen.“

Der SMA Vorstand bestätigt die am 27. September 2018 angepasste Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018. Sie sieht bei einem Umsatz von 800 Mio. Euro bis 850 Mio. Euro (vormals: 900 Mio. Euro bis 1.000 Mio. Euro) ein ausgeglichenes bis leicht negatives operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) nach Sondereffekten aus Restrukturierung vor (vormals: EBITDA von 90 Mio. Euro bis 110 Mio. Euro). Das EBITDA berücksichtigt erstmals Aufwendungen für den Aufbau des digitalen Geschäfts von mehr als 10 Mio. Euro. Die Abschreibungen werden sich nach Vorstandsschätzung auf ca. 50 Mio. Euro belaufen.

Die Quartalsmitteilung Januar bis September 2018 steht auf der Internetseite www.SMA.de/IR/Finanzberichte zum Abruf bereit.

Disclaimer:
Diese Pressemitteilung dient lediglich zur Information und stellt weder ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren der SMA Solar Technology AG („Gesellschaft“) oder einer gegenwärtigen oder zukünftigen Tochtergesellschaft der Gesellschaft (gemeinsam mit der Gesellschaft: „SMA Gruppe“) dar noch sollte sie als Grundlage einer Abrede, die auf den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der Gesellschaft oder eines Unternehmens der SMA Gruppe gerichtet ist, verstanden werden.

Diese Pressemitteilung kann zukunftsgerichtete Aussagen enthalten. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der SMA Solar Technology AG (SMA oder Gesellschaft) derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die SMA in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der SMA Webseite www.SMA.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Umsatz wächst trotz schwierigerer Marktbedingungen, leichter Margenrückgang

  • Umsatz wächst in den ersten neun Monaten währungsbereinigt um 5,1 Prozent
  • EBIT-Marge vor Sondereffekten im gleichen Zeitraum bei 10,7 Prozent (Vorjahr: 11,4 Prozent)
  • Rückläufige Performance der beiden Automotive-Sparten, anhaltend starkes Geschäft der Sparte Industrie
  • Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten mit 127 Millionen Euro unter Vorjahr (247 Millionen Euro)
  • Mehr Fokus auf Kosten- und Kapitaldisziplin

Der weltweit tätige Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler hat heute seinen Zwischenbericht für die ersten neun Monate des Jahres 2018 veröffentlicht. Im Berichtszeitraum lag der Umsatz der Schaeffler Gruppe bei rund 10,7 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 10,5 Milliarden Euro). Währungsbereinigt stieg der Umsatz in diesem Zeitraum um 5,1 Prozent und im dritten Quartal um 3,7 Prozent. Wie schon im ersten Halbjahr konnten alle drei Konzernsparten und alle vier Regionen in den ersten neun Monaten zum währungsbereinigten Umsatzwachstum beitragen. Hierbei wies wiederum die Region Greater China mit 14,3 Prozent auf währungsbereinigter Basis das stärkste Umsatzwachstum auf.

Die Schaeffler Gruppe erwirtschaftete in den ersten neun Monaten ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) vor Sondereffekten in Höhe von 1.150 Millionen Euro (Vorjahr: 1.196 Millionen Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 10,7 Prozent (Vorjahr: 11,4 Prozent). Im dritten Quartal lag das EBIT vor Sondereffekten bei 355 Millionen Euro (Vorjahr: 416 Millionen Euro), was einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 10,1 Prozent (Vorjahr: 12,1 Prozent) entspricht.

Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis betrug im Berichtszeitraum 766 Millionen Euro und lag damit annähernd auf Vorjahresniveau (in Höhe von 791 Millionen Euro). Das Ergebnis je Vorzugsaktie lag bei 1,16 Euro (Vorjahr: 1,19 Euro).

Zum Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten und im dritten Quartal sagte Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG: „Das dritte Quartal hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir sowohl ein Automobil- als auch ein Industriezulieferer sind. Während unser Automotive OEM-Geschäft von der schwachen Marktentwicklung in China betroffen ist, hat sich unser Industriegeschäft auch im dritten Quartal weiter positiv entwickelt. Hier erreichten wir bei überdurchschnittlich hohem Umsatzwachstum eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 12,1 Prozent.“

Automotive OEM mit marktbedingt schwächerem Umsatzwachstum

Die Sparte Automotive OEM erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von rund 6,8 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 6,7 Milliarden Euro). Währungsbereinigt stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent. Damit lag das Wachstum um 3,5 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Wachstum der weltweiten Produktion für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, die im Berichtszeitraum um 0,8 Prozent gestiegen ist. Nach der positiven Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr verzeichnete die Sparte Automotive OEM im dritten Quartal aufgrund eines anhaltend herausfordernden Umfelds in der Automobilbranche im Vergleich zum Vorjahresquartal ein abgeschwächtes Umsatzwachstum in Höhe von 3,2 Prozent. Im dritten Quartal, in dem die globale Automobilproduktion um 2,0 Prozent zurückging, lag die Outperformance bei 5,2 Prozentpunkten.

Das geringere Umsatzwachstum ist insbesondere auf eine schwächere Nachfrage in den Regionen Europa und Greater China zurückzuführen. In Europa waren hierfür vor allem die Produktionsverzögerungen durch die Umstellung auf die neue Abgasnorm WLTP maßgeblich, während sich in China die Zurückhaltung der Verbraucher aufgrund des Handelsstreits mit den USA sowie der verschärften Praxis zur Kreditvergabe bemerkbar machten. Alle vier Unternehmensbereiche der Sparte Automotive OEM trugen auf neun Monate gerechnet zum Umsatzwachstum bei, wobei der Unternehmensbereich „E-Mobilität“ seinen Umsatz währungsbereinigt mit 13,6 Prozent erneut am stärksten steigerte. Trotz der Abschwächung des Umsatzwachstums der Sparte Automotive OEM in der Region Greater China im dritten Quartal war das Wachstum hier mit 9,5 Prozent auch weiterhin am stärksten, gefolgt von der Region Americas mit 5,7 Prozent, Asien/Pazifik mit 2,4 Prozent und Europa mit 2,2 Prozent.

In den ersten neun Monaten wurde von der Sparte ein EBIT vor Sondereffekten in Höhe von 596 Millionen Euro (Vorjahr: 712 Millionen Euro) erzielt. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag damit im selben Zeitraum bei 8,8 Prozent und somit unter dem Vorjahreswert von 10,7 Prozent. Maßgeblich für den Rückgang waren Anlaufkosten, Projektverzögerungen in China, erhöhte Produktionskosten unter anderem aufgrund gestiegener Rohstoffpreise sowie Mixeffekte. Für das Gesamtjahr 2018 gilt nunmehr die Prognose vom 30. Oktober 2018, wonach ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum in Höhe von 3,5 bis 4,5 Prozent (vorher: 4,5 bis 5,5 Prozent) und eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 8 bis 8,5 Prozent (vorher: 8,5 bis 9,5 Prozent) erreicht werden sollen.

Automotive Aftermarket mit temporärem Umsatzrückgang im dritten Quartal

Nach einem insgesamt soliden ersten Halbjahr verzeichnete die Sparte Automotive Aftermarket im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal einen Rückgang der Umsatzerlöse. Auf währungsbereinigter Basis betrug der Rückgang 3,0 Prozent. Bezogen auf die ersten neun Monate des Jahres steigerte die Sparte ihren Umsatz auf währungsbereinigter Basis um 1,3 Prozent und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 1.401 Millionen Euro (Vorjahr: 1.434 Millionen Euro). Maßgeblich für den Umsatzrückgang im dritten Quartal war in erster Linie das starke Wachstum im Vorjahresquartal in den Regionen Europa und Americas. Das stärkste währungsbereinigte Umsatzwachstum zeigten in den ersten neun Monaten wie schon im ersten Halbjahr die Regionen Greater China (mit 39,0 Prozent) und Asien/Pazifik (mit 16,0 Prozent) gefolgt von Europa (mit 1,9 Prozent). In der Region Americas war die Umsatzentwicklung auf bereinigter Basis (mit minus 8 Prozent) rückläufig. Ursächlich hierfür waren einmalige Zusatzbedarfe eines Kunden im Bereich Original Equipment Service (OES) in der Vorjahresperiode.

Das EBIT vor Sondereffekten für die Sparte Automotive Aftermarket betrug in den ersten neun Monaten 256 Millionen Euro (Vorjahr: 278 Millionen Euro). Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag auf dieser Basis bei 18,3 Prozent (Vorjahr: 19,4 Prozent). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auch auf die temporär gestiegenen Kosten für Vertriebs- und Logistikleistungen zurückzuführen. Der Konzern geht für das Geschäftsjahr 2018 auf Basis der Prognoseanpassung vom 30. Oktober 2018 nun für die Sparte Automotive Aftermarket von einem Umsatzwachstum vor Währungseinflüssen von 1,5 bis 2,5 Prozent (vorher 3 bis 4 Prozent) und einer EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 17 bis 17,5 Prozent (vorher: 16,5 bis 17,5 Prozent) aus.

Industriegeschäft auch im dritten Quartal mit positiver Entwicklung

Die Sparte Industrie steigerte ihre Umsatzerlöse im dritten Quartal kräftig auf 854 Millionen Euro (Vorjahr: 790 Millionen Euro), was einem Anstieg auf währungsbereinigter Basis um 9,4 Prozent entspricht. In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 stieg damit der Umsatz auf rund 2,5 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 2,4 Milliarden Euro). Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum im Berichtszeitraum somit bei 9,8 Prozent, woran Industrial Distribution einen maßgeblichen Anteil hatte. Zudem trugen insbesondere die Sektorcluster Raw Materials, Power Transmission, Railway und Offroad mit zweistelligen währungsbereinigten Umsatzzuwächsen deutlich zum Umsatzanstieg bei. Neben allen Sektoren verzeichneten auch alle Regionen ein Umsatzwachstum. Den stärksten Zuwachs erzielte auf währungsbereinigter Basis die Region Greater China (mit 29,4 Prozent), vor Asien/Pazifik (mit 8,7 Prozent), Americas (mit 8 Prozent) und Europa (mit 6 Prozent).

Die Sparte Industrie erzielte in den ersten neun Monaten ein EBIT vor Sondereffekten in Höhe von 298 Millionen Euro (Vorjahr: 206 Millionen Euro), was einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 11,8 Prozent entspricht (Vorjahr: 8,7 Prozent). Die Margenverbesserung ist auf positive Volumeneffekte sowie auf Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen des Programms CORE zurückzuführen. Am 30. Oktober 2018 bestätigte die Schaeffler Gruppe für die Sparte Industrie ihre Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2018 von 8 bis 9 Prozent, die am 19. September 2018 angehoben worden war. Das Ziel, eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 10 bis 11 Prozent zu erzielen, wurde auf nunmehr 10,5 bis 11 Prozent spezifiziert.

Positiver Free Cash Flow im dritten Quartal

Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten der Schaeffler Gruppe war mit 201 Millionen Euro (Vorjahr: 333 Millionen Euro) im dritten Quartal positiv. In den ersten neun Monaten lag dieser Wert mit 127 Millionen Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (247 Millionen Euro), was insbesondere auf die schwächere Ergebnisqualität und die höhere Kapitalbindung im Vorratsvermögen zurückzuführen ist. In den ersten neun Monaten lagen die Investitionsauszahlungen (Capex) für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit 857 Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahrs (873 Millionen Euro). Dies entspricht einer Investitionsquote von 8 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent).

Dietmar Heinrich, Finanzvorstand der Schaeffler AG, sagte: „Wir streben auch zum Jahresende eine Investitionsquote von rund 8 Prozent an. Um diese zu erreichen werden wir die Investitionsauszahlungen im vierten Quartal restriktiv handhaben. Zusammen mit dem Abbau von Vorratsvermögen wird sich dies positiv auf die Entwicklung des Free Cash Flow auswirken.“

Die Netto-Finanzschulden erhöhten sich zum 30. September 2018 um 274 Millionen Euro auf 2.644 Millionen Euro. Dabei verringerte sich das Gearing-Ratio, also das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital, auf 91 Prozent (31. Dezember 2017: 93 Prozent). Die Schaeffler Gruppe, deren Bilanzsumme sich zum 30. September 2018 auf rund 12,3 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 11,5 Milliarden Euro) belief, beschäftigte zum selben Stichtag 92.836 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 89.359), was einem Anstieg von rund 3,9 Prozent entspricht.

Auf Basis der Prognoseanpassung vom 30. Oktober 2018 rechnet die Schaeffler Gruppe nunmehr für das Jahr 2018 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent (vorher 5 bis 6 Prozent), einer EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 9,5 bis 10,5 Prozent (vorher 10,5 bis 11,5 Prozent) und einem Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten von rund 300 Millionen Euro (vorher rund 450 Millionen Euro).

„In den vergangenen sieben Wochen hat sich die Lage der globalen Automobilindustrie insbesondere in China und auch in Europa weiter verschlechtert. Auch wenn wir einen Teil dieser Verschlechterung durch unser Industriegeschäft ausgleichen können, sind wir vor diesem Hintergrund in besonderem Maße gefordert, möglichst vorausschauend und umsichtig zu steuern und unsere Ressourcen auf die sich ändernde Marktlage auszurichten. Was jetzt zählt ist Kosten- und Kapitaldisziplin“, sagte Klaus Rosenfeld.

Schaeffler Gruppe auf einen Blick (Zwischenbericht 3. Quartal 2018)

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Bei bestimmten Aussagen in dieser Pressemitteilung handelt es sich um zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind naturgemäß mit einer Reihe von Risiken, Unwägbarkeiten und Annahmen verbunden, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen von den in den zukunftsgerichteten Aussagen angegebenen oder implizierten Ergebnissen oder Entwicklungen in wesentlicher Hinsicht abweichen. Diese Risiken, Unwägbarkeiten und Annahmen können sich nachteilig auf das Ergebnis und die finanziellen Folgen der in diesem Dokument beschriebenen Vorhaben und Entwicklungen auswirken. Es besteht keinerlei Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Entwicklungen oder aus sonstigen Gründen durch öffentliche Bekanntmachung zu aktualisieren oder zu ändern. Die Empfänger dieser Pressemitteilung sollten nicht in unverhältnismäßiger Weise auf zukunftsgerichtete Aussagen vertrauen, die ausschließlich den Stand zum Datum dieser Pressemitteilung widerspiegeln. In dieser Pressemitteilung enthaltene Aussagen über Trends oder Entwicklungen in der Vergangenheit sollten nicht als Aussagen dahingehend betrachtet werden, dass sich diese Trends und Entwicklungen in der Zukunft fortsetzen. Die vorstehend aufgeführten Warnhinweise sind im Zusammenhang mit späteren mündlichen oder schriftlichen zukunftsgerichteten Aussagen von Schaeffler oder in deren Namen handelnden Personen zu betrachten.

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Wenn sensible Daten in Geiselhaft geraten

Ransomware ist nach wie vor ein beliebtes Mittel der Cyberkriminalität. Wem drohen rechtliche Konsequenzen aus dem entstandenen Schaden? Sophos klärt auf.

Verschlüsselung von Daten ist für die Sicherheit von sensiblen und personenbezogenen Informationen die beste Lösung zum Schutz. Im Falle eines zunehmend beliebten und ganz perfiden Cyberkriminellen-Szenarios ist sie dagegen die Bedrohung: Ransomware. Von Cyberkriminellen perfide ins Unternehmen geschleust, entfaltet Ransomware seine schädliche Wirkung. Sofort beginnt die Ransomware Dateien auf dem Rechner oder Server inklusive der vorhandenen Backups zu verschlüsseln. Die Unternehmensdaten werden quasi in Geiselhaft genommen. Gegen die Zahlung eines Lösegelds versprechen die Kriminellen, die Daten wieder zu entschlüsseln. Der Schaden für den Zeitraum, in dem die Daten nicht zugänglich sind, kann je nachdem, um welche Branche und Art der Daten es sich handelt, verheerend sein: Prozesse könnten eingefroren werden, Termine und Lieferungen platzen, Löhne nicht ausgezahlt, lebenswichtige Behandlungen nicht fortgeführt werden. Die Liste ließe sich endlos weiterführen.

Aus technischer Sicht sind die nächsten Schritte in einem solchen Fall klar: Aufgrund der eingeschleusten Ransomware müssen die betroffenen Systeme isoliert und im nächsten Schritt gesäubert werden. Im folgenden Schritt gilt es, die Daten wieder verfügbar zu machen. Rechtlich mag es komplizierter aussehen. Ein Kunde kann grundsätzlich etwa wegen nicht eingehaltener Liefertermine vom Vertrag zurücktreten und im Voraus gezahlte Beträge zurückfordern. Zudem kann er Schadensersatz wegen Nichterfüllung der vereinbarten Leistung verlangen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Kunde durch die späte Lieferung selbst einen Schaden nachweisen kann.

Und nicht nur das Unternehmen, durch das der Schaden ausgelöst wird, sondern auch der Unglücksrabe aus der Belegschaft, der beispielsweise eine schadhafte E-Mail geöffnet hat, kann unter Umständen mit Haftungsansprüchen konfrontiert werden.

Die Rechtslage: Konsequenzen für den Arbeitgeber und den Mitarbeiter

Schäden durch Ransomware (Verzögerungen in der Lieferung etc.) können sowohl für das verursachende Unternehmen als auch für den einzelnen Mitarbeiter, der etwa fahrlässig (was der Arbeitgeber im Bestreitensfall nachweisen muss) eine E-Mail geöffnet und damit den Schaden für seinen Arbeitgeber verursacht hat, erhebliche rechtliche Folgen haben. Können geschädigte Kunden den Eintritt des Schadens beweisen und dessen Höhe beziffern und wurde vertraglich nicht etwas Abweichendes vereinbart, dann sind sie in der Lage, vom schädigenden Unternehmen Schadensersatz zu fordern. Auch dem verursachenden Mitarbeiter drohen dann erhebliche Haftungsrisiken.

War der betreffende Mitarbeiter zuvor durch seinen Arbeitgeber nachweislich und hinreichend über die Gefahren sowie den Umgang mit den Daten belehrt worden, könnte ihm folgende Situation drohen: Im Rahmen des sogenannten innerbetrieblichen Schadensausgleichs kann sich der Arbeitgeber den Betrag des Schadensersatzes, den er an einen geschädigten Kunden zu zahlen hatte, von seinem Mitarbeiter zurückfordern. Dies gilt aber nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts uneingeschränkt dann, wenn der Mitarbeiter vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Im Falle der sogenannten mittleren Fahrlässigkeit setzt das Gericht im Streitfall eine sogenannte Haftungsquote nach billigem Ermessen fest, nach der bestimmt wird, zu welchen Anteilen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber den Schaden tragen müssen. Hierbei werden sämtliche Umstände des Einzelfalles, wie etwa das Maß des Verschuldens, als auch das Einkommen aufseiten des Arbeitnehmers, berücksichtigt.

Damit trägt der Arbeitgeber letztlich dennoch das Hauptrisiko, denn selbst, wenn das Gericht den Mitarbeiter wegen vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Schädigung verurteilt, seinem Arbeitgeber den Schadensbetrag zurückzuzahlen, ist kaum davon auszugehen, dass dieser die volle Summe erhalten wird.

„Ein Schadenfall in Millionenhöhe wird von einem Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Verdienst kaum realisierbar sein. Da hilft auch ein gerichtlich erwirkter Titel nicht weiter,“ so Rechtsanwalt Sebastian Müller aus Magdeburg. Dennoch wird ein Fehlverhalten sicher nicht ohne weitere Konsequenzen für den Mitarbeiter bleiben, da neben finanziellen Haftungsrisiken auch arbeitsrechtliche Konsequenzen, wie Abmahnung und Kündigung drohen.“

Sensibilisierung und Eigenverantwortung auch von Mitarbeitern

Unternehmen stehen in der Pflicht, ihre eigenen Daten wie auch die Daten von Dritten zu schützen. Dies gilt seit der Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) umso mehr. Unternehmen müssen in jedem Fall sogenannte technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) zur Gewährleistung des Schutzes personenbezogener Daten durchführen. Entsprechende technische Lösungen für die Datensicherheit sind daher obligatorisch. Zu den organisatorischen Maßnahmen gehört hingegen das Schulen von Mitarbeitern und Implementieren von Sicherheitsrichtlinien innerhalb des Unternehmens.

Viele Unternehmer sind sich auch nach Inkrafttreten der EU-DSGVO ihrer Rolle als verantwortliche Stelle für die Datenverarbeitung nicht bewusst. Ein Schadensfall, bei dem Daten unrechtmäßig verarbeitet werden, indem sie insbesondere in Hände von Kriminellen kommen, stellt eine Verletzung des Grundsatzes der Datenintegrität dar und kann mit empfindlichen Bußgeldern in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweit erzielten Umsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr sanktioniert werden. Hierbei ist auch zu beachten, dass der Unternehmer auch für das Verschulden seiner eigenen Arbeitnehmer haftet, da er insoweit die verantwortliche Stelle im Sinne der EU-DSGVO darstellt.

Es ist daher unerlässlich, auch an die Mitarbeiter zu appellieren: Lieber einmal mehr nachfragen, Schulungen einfordern und wahrnehmen und sich vielleicht auch zusätzlich zu informieren kann jedem Einzelnen dabei helfen, die Gefahr eines Fehlers und die Haftbarkeit aller Beteiligten auf ein vertretbares Minimum zu reduzieren.

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RRS-MITCOS gegründet: Rheinmetall und Rohde & Schwarz bringen sich für Digitalisierung der Bundeswehr in Position

RRS-MITCOS ist der Name des Joint-Ventures, unter dem Rheinmetall und Rohde & Schwarz gemeinsam antreten, um den Bedarf für integrierte Einsatz- und Kommunikationssysteme der Streitkräfte zu bedienen. Im Schwerpunkt wollen Rheinmetall und Rohde & Schwarz für die Bundeswehr eine führende Rolle bei der Digitalisierung der deutschen Landstreitkräfte übernehmen. Das Großvorhaben umfasst ein Investitionsvolumen von mehreren Milliarden Euro.

Die „RRS-MITCOS Rheinmetall – Rohde & Schwarz – Military IT and Communications Solutions GmbH“ hat nun in Berlin ihre Tätigkeit aufgenommen, nachdem die notwendigen europäischen und nationalen kartellrechtlichen Überprüfungen abgeschlossen wurden und der Eintrag ins Handelsregister erfolgt ist. Die Geschäftsführung besteht aus Peter Obermark (Sprecher) und Udo Stoll.

Bereits im März 2017 hatten Rheinmetall und Rohde & Schwarz eine weitreichende Partnerschaft vereinbart, die zur Gründung dieses Joint Ventures führte. Rheinmetall hält 74,9% der Anteile an der neuen Gesellschaft, die übrigen 25,1% liegen bei Rohde & Schwarz.

Mit der RRS-MITCOS wollen sich die beiden Muttergesellschaften um das Vorhaben D-LBO (Digitalisierung landbasierter Operationen) der Bundeswehr bewerben, ehemals „Mobile taktische Kommunikation (MoTaKo)“ und „Mobiler taktischer Informationsverbund (MoTIV)“. Das Joint Venture ist offen für die Einbeziehung der Kompetenzen und Lösungen weiterer Partner, die in den jeweils anstehenden Projektphasen eingebunden werden sollen.

D-LBO ist das zentrale Modernisierungsvorhaben der Bundeswehr und realisiert das zukünftige digitale Gefechtsführungssystem der Landstreitkräfte. Allein tausende von Bundeswehr-Fahrzeugen stehen mittelfristig vor der Umrüstung.

Über die Kooperationspartner

Der Rheinmetall-Konzern ist ein Hochtechnologieunternehmen für Mobilität und Sicherheit. Der Unternehmensbereich Defence mit seinen drei Divisionen Vehicle Systems, Electronic Solutions sowie Weapon and Ammunition gehört zu den führenden wehrtechnischen Unternehmen weltweit und bietet ein weites Spektrum militärischer Ausrüstung an: von Fahrzeug-, Schutz- und Waffensystemen über Infanterieausstattung und Flugabwehr bis hin zur Vernetzung von Funktionsketten sowie in den Bereichen Sensoren, Elektrooptik und Simulation und Ausbildung. Mit rund 24.000 Beschäftigten erwirtschaftet der in Düsseldorf ansässige Konzern einen Jahresumsatz von über 6 MrdEUR.

Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz entwickelt, produziert und vermarktet innovative Produkte der Kommunikations-, Informations- und Sicherheitstechnik für professionelle Anwender. Mit den Geschäftsfeldern Messtechnik, Broadcast-und Medientechnik, Aerospace | Verteidigung | Sicherheit sowie Netzwerke und Cybersicherheit adressiert Rohde & Schwarz eine Reihe von Marktsegmenten in der Wirtschaft und im hoheitlichen Sektor. Zum 30. Juni 2018 betrug die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 11.500. Der unabhängige Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017/2018 (Juli bis Juni) einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. Der Firmensitz ist München. Das internationale Geschäft wird in mehr als 70 Ländern über Tochterfirmen betrieben. In Asien und Amerika steuern regionale Hubs die Geschäfte.

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