84. Vollversammlung der Handwerkskammer

„Das konjunkturelle Umfeld für unsere etwas mehr als 19.000 Mitgliedsbetriebe ist auch im 10. Jahr in Folge gut“, so Präsident Joachim Wohlfeil bei der 84. Vollversammlung der Handwerkskammer Karlsruhe. Wohlfeil kann dies mit Indikatoren aus den letzten drei Konjunkturumfragen untermauern. Besonders erfreulich: Für das 4. Quartal 2018 erwarten nur 4,5% der befragten Betriebe eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, das Jahr 2018 wird damit für das Handwerk in den vier Land- und drei Stadtkreisen mit einem voraussichtlichen Umsatzplus von 3% abschließen.

Erfreuliches kann auch der Geschäftsbereich Bildung vermelden: Die Trendkurve für die Ausbildung im Handwerk zeigt nach oben – Ende Oktober wies die Lehrlingsrolle 2.636 neueingetragene Lehrverhältnisse auf. Zurückzuführen, so Hauptgeschäftsführer Gerd Lutz, sei dies auch auf die intensiven Maßnahmen bei der Berufsorientierung. Beispielhaft führte er die Werkstatt- camps in der Bildungsakademie, die Aktivitäten der Ausbildungsbotschafter in den Schulen und die Präsenz der Ausbildungsberater auf den Ausbildungsmessen zurück.

Die Entwicklung der Betriebszahlen stellt sich, wie bereits in den Jahren zuvor, als ein zweigeteiltes Bild dar. Das zulassungspflichtige Handwerk nimmt leicht ab (derzeit 10.708 Anlage A Betriebe), die Betriebszahlen im zulassungsfreien Handwerk nehmen zu (derzeit 8.350 Anlage B1 und B2 Betriebe). Lutz ging auf diesen Trend, der insbesondere seit der Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2004 signifikant ist, näher ein. Er verwies darauf, dass es derzeit im politischen Raum rechtliche und wirtschaftliche Prüfungen zur Rückführung von ehemals meisterpflichtigen Gewerken in die Anlage A gebe.

Der Bereich Gewerbeförderung berichtete von zahlreichen Beratungen im Rahmen der neuen Datenschutzverordnung und technologischen Hilfestellungen für die Betriebe, die immer mehr den Schwerpunkt auf die Digitalisierung der Arbeitswelt legen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Vollversammlung, sie setzt sich aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern aus dem gesamten Kammerbezirk zusammen, war die Behandlung des Jahresabschlusses 2017 sowie der Beschluss zum Wirtschaftsplan 2019. Der Haushalt der Handwerkskammer Karlsruhe sieht für das nächste Jahr ein Volumen von ca. 20,5 Mio. Euro vor.

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In der Logistik wird Digitales mit Realem kombiniert

Unter dem Motto „Digitales trifft Reales“ hat am heutigen Mittwoch der 35. Deutsche Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. in Berlin begonnen. Der Wirtschaftsbereich meldet gute Zahlen und nutzt die Chancen der technologischen Entwicklung.

„Kapazitätsengpässe bei Transportangeboten und Infrastruktur sowie Fachkräftemangel mit Ansage – das sind nur zwei Beispiele für sehr reale Problemstellungen, mit denen unser Wirtschaftsbereich derzeit konfrontiert ist“, so der Vorstandsvorsitzende der BVL Robert Blackburn. Die Digitalisierung schaffe beeindruckende Werkzeuge, zum Beispiel beim Einsatz intelligenter autonomer Systeme. Neue digitale Tools, so Blackburn, könnten einen entscheidenden Beitrag zur Lösung drängender Fragestellungen leisten. Er sprach zum Auftakt des Kongresses, ebenso wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Professor Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa Carsten Spohr, Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender der Sick AG und der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) Bernhard Mattes.

Die großen Trends, mit denen es die Logistik zu tun hat, verändern sich. In den letzten Jahren ging es um Komplexität, Kosten und Kooperation. Jetzt treten Kundenorientierung, Nachhaltigkeit,  neue Technologien, disruptive Geschäftsmodelle und neue Anforderungen an Personalführung und Personalentwicklung in den Mittelpunkt der Diskussionen. „Dabei haben wir im Blick: Mensch und Maschine werden nach und nach zu Partnern in einer Social Networked Industry“, so Blackburn.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für diesen Wandel sind gut und die September-Umfrage zum Logistik-Indikator der BVL spiegelt am Übergang zum vierten Quartal eine verhalten optimistische Stimmung wider. In Industrie und Handel wird die aktuelle Geschäftslage aber signifikant besser eingeschätzt als die Erwartungen für die nächsten Monate. Bei den Logistik-Dienstleistern dagegen sind die Erwartungen steigend. Das ist nach Blackburns Einschätzung kein Jubelszenario, aber Ausdruck solider Zuversicht.

„Allen Unkenrufen zum Trotz – und trotz der kleinen konjunkturellen Delle im Sommer: Der Wirtschaftsbereich Logistik bleibt auf seinem erfolgreichen Kurs“, sagte er.

Am Jahresende 2018 kann der Wirtschaftsbereich Logistik voraussichtlich zum achten Mal hintereinander ein stabiles Wachstum vermelden. Die Hochrechnung der Logistikweisen für den Umsatz lautet: 274 Milliarden Euro (nach 267 Milliarden Euro 2017), für die Beschäftigtenzahl: 3,2 Millionen Menschen (nach 3,15 Millionen 2017).  

„Dieses positive Szenario ist nicht selbstverständlich“, so Blackburn. Er verwies auf schwierige Rahmenbedingungen wie den weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Kontext, die Irritationen in der EU, ungelöste Probleme in der urbanen Logistik und den Personalmangel.

An die Politik gerichtet forderte Blackburn „Sacharbeit, Sacharbeit, Sacharbeit!“ Nach den zwölf mühsamen Monaten seit der Bundestagswahl seien die Herausforderungen immer noch dieselben: Der Investitionsstau bei Straße und Schiene müsse aufgelöst werden, die Intermodalität der Verkehrsträger sei zu stärken, flächendeckend seien leistungsfähige IT-Netze zu schaffen. „Wir brauchen Deregulierung, Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, Planungssicherheit durch Stabilität politischer Prozesse und Support für wirtschaftliche Vorhaben“, so Blackburn.

Jenseits primär logistikrelevanter Anliegen forderte der Vorstandsvorsitzende der BVL den Ausstieg aus dem Soli noch in dieser Legislaturperiode und eine insgesamt der wirtschaftlichen Lage angemessene Steuerpolitik.

Einige Highlights des Kongresses

Transatlantische Beziehungen

Die Logistik ist ein international agierender Wirtschaftsbereich. Sie hat mit ihren Leistungen die Globalisierung operativ möglich gemacht – und ist mit dem internationalen Austausch von Gütern und Dienstleistungen gewachsen. Die Gefahr von Handelsbarrieren, von Zöllen oder sonstigen Hindernissen bis hin zu einem „Handelskrieg“ ist für Logistiker in Industrie, Handel und Logistikdienstleistungen von höchster Brisanz. Beim Kongress wird Robin S. Quinville, die Gesandte der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, zu Gast sein. In der Abendveranstaltung des ersten Kongresstages geht sie in einen Gedankenaustausch mit Frank Sportolari, dem Präsidenten der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham) und Prof. Thomas Wimmer, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der BVL.

Schwerpunkt Personalthemen

Gleich fünf Programmpunkte des 35. Deutschen Logistik-Kongresses sind dem Thema „Personal“ gewidmet. Schließlich kann der technologische Wandel nur erfolgreich gestaltet werden, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter mit auf die Reise nehmen.

Der Wirtschaftsbereich Logistik eignet sich aufgrund seiner starken Prozessorientierung ausgezeichnet für Digitalisierung und Automatisierung. Zukünftig werden sich 

menschliche und maschinelle Arbeit mehr und mehr ergänzen. Viele Aufgaben kommen damit auch auf die Personalverantwortlichen im Wirtschaftsbereich Logistik zu: IT-bezogene Kompetenzen wie Informatik, Data-Engineering, Modellierungs- und Analysefähigkeiten („Erkennen“), Branchen- und Geschäftsprozesswissen („Anwenden“) sowie Storytelling-Kompetenzen („Überzeugen“) sind neue Fertigkeiten, die für die Gestaltung von Logistikprozessen und für agile Supply Chains benötigt werden.  

Die Personalschwerpunkte sind: die Podiumsdiskussion „Digitales trifft Reales“, die Fachsequenz „Schöne neue Arbeitswelt“, die Fachsequenz „Lernen aus digitalen Projekten“, das LOG.Camp „HR and Recruiting”, organisiert als World Café, und der Hauptvortrag „Zukunft der Arbeit: Welche neuen Anforderungen stellt die digitale Transformation?“ von Julie Linn Teigland (Ernst & Young).

Ganz operativ: Digitales trifft Reales

Die vier Themenbereiche „Neue Technologien“, „Methoden“, „Märkte“ und „Science und Research“ werden in zahlreichen Fachsequenzen in unterschiedlichen Formaten behandelt und liefern Beispiele für das Zusammenspiel von Logistik und IT, ganz nach dem Motto „Digitales trifft Reales“. Ein Blick auf verschiedene Schwerpunkte:

Robotik und autonome Logistik         

Bis vor zwei Jahrzehnten noch als Science Fiction angesehen, stellt die Robotik heute einen Eckpfeiler der Digitalisierung dar. Sowohl in der Produktion als auch in der Erbringung von Dienstleistungen sind autonome Systeme dank erheblicher technologischer Fortschritte stellenweise bereits im Einsatz. In einer Fachsequenz wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Bandbreite bestehender Robotikanwendungen berichtet und es gibt Impulse zu Einsatzmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette. 

Collaborative Supply Chain      

Collaboration ist die gemeinsame, vernetzte Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg. Spätestens bei der Bereitstellung aller notwendigen Daten tun sich viele Unternehmen aber bisher schwer mit der Vorstellung, Collaboration tatsächlich zu leben. Dabei bietet sie viele Chancen, um Problemen wie Leerfahrten oder Doppelarbeiten zu begegnen. Welcher Wechsel in der Haltung von Unternehmensführungen ist nötig, welche Lösungen müssen neutrale Plattformen bieten, um das ungenutzte Effizienzpotenzial zu heben und wo sind die Grenzen der Collaboration? 

Blockchain  

Das enorme Potenzial, das der Blockchain zugeschrieben wird, hat in den letzten Monaten einen Hype ausgelöst. Diverse Start-ups und etablierte Unternehmen entwickeln bereits Lösungen und prüfen so die Grenzen der Technologie. Wo ihr Einsatz einen Mehrwert erzeugt und welche Anwendungen in Zukunft realistisch sind, erfahren die Teilnehmer in dieser Sequenz. 

Künstliche Intelligenz    

Dank der rasanten Weiterentwicklung der Technik hat künstliche Intelligenz (KI) mit ihren unterschiedlichen Bereichen wie Machine Learning, neuronale Net und Deep Learning bereits heute Einzug in viele Bereiche der Logistik gehalten. Mit Hilfe intelligenter Algorithmen werden die Prozesse entlang der Wertschöpfungsketten stetig smarter und effektiver. Konkrete Anwendungsfälle finden sich bereits heute zum Beispiel in Predictive Analytics und im Risikomanagement. KI wird dabei zum Servicepartner für Entscheider in Unternehmen.

Lernen aus digitalen Projekten

Die Herausforderung, bestehende Prozesse zu digitalisieren und digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln, führt zu einer Vielzahl an digitalen Projekten. Nicht immer verläuft das erfolgreich, nicht immer ist das Ziel sofort klar ersichtlich. Agile Entwicklungsansätze ermöglichen es, Konzepte auszuprobieren und gehören mittlerweile zum Standard. Es gibt gute Beispiele, wo Trial-and-Error am Ende zum Erfolg geführt hat. Der Kongress präsentiert drei davon.

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Erste Wolken am Konjunkturhimmel

Die Wirtschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg kühlt sich etwas ab. Während die gegenwärtige Lage nach wie vor ausgesprochen gut eingeschätzt wird, ziehen erste dunkle Wolken am Horizont auf. Das zeigt die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg zum Herbst 2018. Die IHK-Konjunkturklimaindikator liegt mit 126 Punkten unter dem Ergebnis vom Frühsommer 2018 (130 Punkte). „Auslöser sind die zurückhaltenden Erwartungen. Zwar rechnet noch ein Viertel der Unternehmen in den kommenden Monaten mit einer positiven Geschäftsentwicklung, aber 12 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verschlechterung“, erläuterte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille beim heutigen Pressegespräch in der IHK. Die aktuelle Geschäftslage wird hingegen unverändert positiv eingeschätzt. Fast jedes zweite Unternehmen bezeichnet diese als gut, weitere 43 Prozent noch als befriedigend.

Gründe für die anhaltend gute Lage sind eine hohe Binnennachfrage und die Tatsache, dass Deutschland zumindest kurzfristig nicht mehr im Mittelpunkt der Handelsstreitigkeiten steht. Hille: „Das in Zukunft prognostizierte reduzierte Wachstum der Weltwirtschaft wird sich auch auf die exportabhängige regionale Wirtschaft auswirken. Dazu kommen als bedeutende Risiken Probleme bei der Gewinnung von Fachkräften und Wettbewerbsnachteile durch die im internationalen Vergleich hohe Besteuerung.“ Den kommenden Herausforderungen begegnet die regionale Wirtschaft mit einer steigenden Investitionsbereitschaft. Vier von zehn Unternehmen wollen in Zukunft mehr investieren, lediglich 15 Prozent planen Einschnitte. Die positive Beschäftigungsentwicklung in der Region Bonn/Rhein-Sieg wird sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Der IHK-Beschäftigungsindikator deutet mit 13 Punkten auf ein weiteres kontinuierliches Wachstum hin. Zwei Drittel der befragten Unternehmen wollen ihre Mitarbeiterzahlen unverändert belassen, jedes vierte Unternehmen plant eine Erhöhung.

Die Ergebnisse nach Branchen

Seit Jahren nahezu unverändert präsentiert sich der IHK-Geschäftsklimaindex für den Dienstleistungssektor. Diese, den Standort prägende Branche erreicht mit 137 Punkten erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage fällt im Vergleich zur Vorumfrage sogar nochmal ein wenig besser aus. Nur sieben Prozent sind unzufrieden, 56 Prozent der befragten Dienstleister berichten von guten Geschäften. Ein Ende der Hochkonjunktur ist auch in den kommenden Monaten nicht abzusehen. Ein Drittel der Dienstleistungsunternehmen

rechnet mit einer weiteren Verbesserung der Geschäfte. Die Mehrheit geht von einem gleichbleibend hohen Niveau aus. „40 Prozent der Unternehmen können allerdings aktuell offene Stellen längerfristig nicht besetzen“, sagte IHK-Konjunkturreferent Michael Schmaus: „Bei den Dienstleistern ergeben sich dabei die größten Schwierigkeiten bei der Suche nach Arbeitskräften mit Hochschulabschluss insbesondere im Bereich ITK und Unternehmensberatung. Damit bleibt der Fachkräftemangel weiterhin das Hauptrisiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Ein möglicher Rückgang der Inlandsnachfrage folgt mit steigender Tendenz auf Platz zwei.

Der IHK-Geschäftsklimaindex für die Industrie muss im Herbst 2018 einen deutlichen Dämpfer hinnehmen. Nach dem Rekordwert im Frühsommer hat er 17 Punkte verloren und notiert jetzt bei 122 Punkten. Hauptursache für den Rückgang ist eine weniger positive Beurteilung der aktuellen Lage. Trotzdem bezeichnet noch immer die Hälfte aller Unternehmen die Situation als gut und nur elf Prozent als schlecht. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate werden reduziert. Die Anzahl der Industriebetriebe mit negativen Aussichten hat sich mit 20 Prozent im Vergleich zum Frühsommer mehr als verdoppelt. Hintergrund ist eine weit verbreitete Stagnation bei den Auftragseingängen aus dem In- und Ausland.

Der Einzelhandel in der Region beurteilt seine Lage wieder etwas besser. Der IHK-Geschäftsklimaindex legt um zwei Punkte zu und befindet sich mit 111 Punkten weiterhin auf einem für die Branche durchschnittlichen Niveau. 34 Prozent der Einzelhändler bezeichnen ihre Situation als gut, weitere 50 Prozent als befriedigend. Schmaus: „Bei vielen Händlern konnte der im Frühsommer beobachtbare Rückgang der Umsätze gestoppt werden. Aktuell halten sich die Unternehmen mit steigenden und sinkenden Umsätzen im Kammerbezirk in etwa die Waage.“ Die Erwartungen deuten in den nächsten Monaten auf eine konstante

Entwicklung hin. Der Großteil der Einzelhändler geht von gleichbleibenden Geschäften aus. „Auf der einen Seite befeuern der gute Arbeitsmarkt und steigende Löhne die Konsumlaune, auf der anderen Seite sorgen eine steigende Inflationsrate und eine höhere Sparquote für Abkühlung“, so Schmaus.

Der IHK-Geschäftsklimaindex für die Informations- und Kommunikationsbranche kann auch im Herbst 2018 mit 138 Punkten einen hervorragenden Wert erzielen und den leichten Rückgang aus dem Frühsommer zumindest teilweise kompensieren. Die zuletzt rückläufige Erwartungshaltung hat sich wieder deutlich aufgehellt. 36 Prozent der Unternehmen gehen in den kommenden zwölf Monaten von sich verbessernden Geschäften aus. Im Gegensatz dazu fallen die Lagebeurteilungen nicht mehr ganz so euphorisch wie im Frühsommer aus. Allerdings bezeichnen noch immer fast 60 Prozent der Unternehmen ihre Situation als gut und nur zwölf Prozent als schlecht. Die Hälfte der antworteten Unternehmen hat längerfristig Schwierigkeiten offene Stellen erfolgreich zu besetzen. Schmaus: „Aktuell mangelt es hauptsächlich an Bewerbern mit Hochschulabschluss, aber auch im Bereich der dualen Ausbildung besteht Bedarf. Hauptgrund für die Ablehnung von Bewerbern ist eine nicht ausreichende oder nicht passende Qualifikation.“

Das Gastgewerbe muss einen weiteren Rückgang des IHK-Geschäftsklimaindex hinnehmen. Zum dritten Mal in Folge verliert der Index an Boden und liegt mit 103 Punkten nur noch knapp über der wichtigen 100-Punkte-Linie. Dies ist das schlechteste Ergebnis seit über vier Jahren. Auslöser ist eine Eintrübung der Erwartungen. Nur noch jedes zehnte Unternehmen rechnet mit einer Verbesserung

der Geschäfte innerhalb der nächsten zwölf Monate. Die Mehrheit geht von einer gleichbleibenden Entwicklung aus, immerhin ein Viertel der Gastwirte erwartet einen Rückgang.

Der IHK-Geschäftsklimaindex für das Verkehrsgewerbe setzt mit 124 Punkten die Seitwärtsbewegung der letzten Umfragen unverändert fort. Die Lageeinschätzung verbessert sich deutlich, der Anteil der Logistiker mit guten Geschäften steigt von 33 auf 52 Prozent. Im Gegensatz dazu geht die Erwartungshaltung seit der Vorumfrage eindeutig zurück. Schmaus: „Dies ist angesichts der sehr guten Ausgangslage und der zu erwartenden Verlangsamung des weltweiten Wachstums allerdings auch nicht verwunderlich. Hinzu kommt, dass die Verkehrsinfrastruktur in vielen Bereichen an ihre Grenzen kommt und damit einem weiterem Wachstum im Wege steht.“

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Business braucht Planungssicherheit

Deutliche Worte sind angebracht: Deutschland hat – als eines der am stärksten vernetzten Länder der Welt – ein fundamentales Interesse an offenen Märkten, fairen Regeln und an der Weiterentwicklung der internationalen Wirtschaft. Das bedeutet: Öffnung ist besser als Protektionismus, egal, ob dieser als Staatskapitalismus in China sichtbar wird, als America First-Politik oder als Brexit. Die Welt des Handels und der Logistik ist global, Handelskriege sind kontraproduktiv. Business braucht Planungssicherheit.

Wenn momentan die globale Welthandelsordnung in Frage gestellt wird, erinnern wir uns daran, dass die Menschen in UK mehr verdient haben als wirtschaftspolitische Destruktion und dass die USA weit mehr sind als ein paar Tweets. Wir wollen unseren langjährigen Partnern weiterhin mit ausgestreckter Hand entgegengehen. „Wunderbar together“, ist das richtige Motto für das frisch begonnene Deutschlandjahr in den USA, denn es umfasst so viel mehr als nur die politischen Beziehungen mit einzelnen Personen.

Laut BDI konnte UK 0,1 Prozent Wirtschaftswachstum im 1. Quartal 2018 verzeichnen, damit liegen die Briten auf Platz 27 von 28 EU-Staaten. Auch Deutschland ist davon betroffen: Im Ranking der wichtigsten Handelspartner ist UK um zwei Plätze auf Rang 5 gefallen. Doch trotz Abschwächung des Auslandsgeschäfts und Engpässen am Arbeitsmarkt wuchs die Nachfrage nach logistischen Leistungen und sie wird auch in den kommenden Monaten weiter steigen. Preiserhöhungen stehen spürbar im Raum.

China ist ein hoch lukrativer Markt, aber China wird auch immer mehr zum Konkurrenten. Gegen die von dort resultierenden Bedrohungen gibt es Einigkeit mit den USA. Auch die von China mit Macht vorangetriebene „Neue Seidenstraße“ kann zur Bedrohung werden, wenn China für sich allein handelt. Die neue Seidenstraße darf keine Einbahnstraße sein. Wir sollten sie auch für uns zu nutzen wissen.

Die September-Umfrage zum Logistik-Indikator spiegelt in Deutschland eine verhalten optimistische Stimmung für das dritte Quartal 2018 wider. In Industrie, Handel und Dienstleistung wird die aktuelle Geschäftslage signifikant besser eingeschätzt als die Erwartungen für die nächsten Monate. Bei den Logistik-Dienstleistern sind diese sogar steigend. Das ist kein Jubelszenario, aber Ausdruck solider Zuversicht.

Gegen die Engpässe am Arbeitsmarkt helfen eine Politik und unternehmerische Entscheidungen ohne Vorurteile. Wir brauchen bunt, nicht braun. Wir wollen qualifizierte Arbeitskräfte, egal aus welchem Kulturkreis. In der Logistik wird nach Qualifikation eingestellt und nicht nach Alter, Geschlecht oder Nationalität. Die Menschen werden das Herzstück der Logistik bleiben – auch wenn Kollege Roboter, Automatisierung und Co. die Personalstrukturen neu definieren.

Besonders in solchen Zeiten sind qualifizierte Dialoge hilfreich und zielführend. Am Mittwoch dieser Woche werden Supply Chain Manager aus 40 Nationen zum 35. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin zusammenkommen. Wir sind gespannt, was Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Robin S. Quinville, die Gesandte der US-Botschaft in Berlin, und Bundesaußenminister a. D. Sigmar Gabriel aus politischer Perspektive zu den Turbulenzen sagen werden. Die Verbandspräsidenten Prof. Dieter Kempf (BDI) und Bernhard Mattes (VDA) bringen die Industrie- und Automotive-Standpunkte ein. Prof. Michael Hüther (IW) wird ein Szenario für Europa nach dem Brexit entwickeln. Sie alle und 130 Weitere sprechen beim Jubiläumskongress der BVL. Es werden spannende Tage in Berlin, das verspreche ich Ihnen.

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Handwerk hat gut zu tun

"Auch im III. Quartal 2018 hat die Konjunktur im Bezirk der Handwerks-kammer Karlsruhe nicht an Schwung verloren", so Präsident Joachim Wohlfeil zur Bewertung der aktuellen Zahlen der Konjunkturumfrage. Die Stimmung in den Betrieben ist gut – drei von vier Unternehmen (76%) waren mit ihrer Geschäftslage im III. Quartal mehr als zufrieden, lediglich für 4,2% der Befragten lief es in letzter Zeit nicht rund. Auf-tragsbestand und Kapazitätsauslastung der Unternehmen sind in den letzten drei Monaten weiter gewachsen.

Konjunkturmotor bleibt das Baugewerbe aber auch das Handwerk für den gewerblichen Bedarf meldet eine hohe Auslastung. Die allgemeine Geschäftslage bewerten im Bauhauptgewerbe für die letzten drei Mo-nate 83,3% der Unternehmen mit gut, die übrigen 16,7% waren mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Die den Betrieben vorliegenden Aufträge rei-chen im Durchschnitt für 13 Wochen. Das Bauausbauhandwerk meldet ähnliche Zahlen: 86,4% berichten von guten Geschäften in den letzten drei Monaten, 13,6% waren zufrieden. Der Auftragsbestand liegt bei 12 Wochen.

Die hohe Auslastung in den meisten Gewerken, die Impulse kamen mehrheitlich aus der Inlandsnachfrage, spiegelt sich auch in den Um-satzzahlen des Handwerks wider. So konnten 38,5% der Befragten ge-genüber dem Vorquartal höhere Umsätze verbuchen, während 17,4% Umsatzrückgänge verkraften mussten. Die Zuversicht, dass sich die Umsatzlage weiter verbessert, hat unter den Handwerksbetrieben im Kammerbezirk Karlsruhe im Jahresverlauf zugenommen. Nach der ak-tuellen Umfrage rechnen 42,6% der Betriebe mit Umsatzsteigerungen für das IV. Quartal 2018 während 12,1% von Umsatzrückgängen aus-gehen.

Die gute Konjunktur hat in den letzten drei Monaten im Handwerk für einen Beschäftigungszuwachs gesorgt. So hat nach der aktuellen Um-frage jeder 5. Betrieb (20,3%) neue Arbeitsplätze geschaffen, während im selben Zeitraum bei jedem 11. Handwerksunternehmen (8,8%) we-niger Personal als im Vorquartal beschäftigt war. Die knapp 19.000 Handwerksbetriebe in den vier Land- und drei Stadtkreisen im Kammer-bezirk Karlsruhe gehen mit Optimismus in das letzte Quartal 2018, 69,9% der Befragten rechnen damit, dass sich die gute konjunkturelle Entwicklung auch in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Und je-der vierte Handwerker (25,5%) geht davon aus, dass sich die Ge-schäftslage weiter verbessert.

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Heiße Phase in den Sommermonaten

Die Sommermonate sorgten in Südbaden nicht nur für Rekordtemperaturen, sondern auch für eine heiße Phase der Handwerks-Konjunktur im Kammerbezirk Freiburg. Laut der vierteljährlichen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Freiburg meldeten die Betriebe positive Entwicklungen bei Aufträgen, Umsatz und Auslastung. Im Gegensatz zu den abgeschwächten Wachstumsprognosen des IWF für Deutschland sehen die südbadischen Handwerker in den nächsten Monaten keine Konjunktureintrübung.

Die große Mehrheit der befragten Handwerker ist weiterhin mit ihrer Geschäftslage zufrieden. 81,0 Prozent der Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage als gut. Lediglich 2,1 Prozent vergaben schlechte Noten. Hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung bleiben die Handwerker in der Region optimistisch: 70,6 Prozent rechnen damit, dass die derzeit gute Geschäftslage auch in den nächsten Monaten stabil bleibt. Von einer weiteren Verbesserung gehen derzeit sogar 27,1 Prozent der Befragten aus.

Positive Auftragsentwicklung

Die Auftragsentwicklung der südbadischen Handwerksbetriebe war auch im dritten Quartal äußerst positiv. Jeder dritte Befragte (34,3 Prozent) meldete vollere Auftragsbücher, nur 10,8 Prozent meldeten weniger Auftragseingänge in den letzten Wochen. Für das nächste Quartal rechnen derzeit 35,1 Prozent der südbadischen Handwerksunternehmen mit einem Auftragsplus. Ein Auftragsminus halten 7,7 Prozent für wahrscheinlich.

Kapazitätsauslastung weiter auf hohem Niveau

Dank der guten Auftragslage bleibt auch die Kapazitätsauslastung der Handwerksfirmen im Kammerbezirk auf hohem Niveau: Die Hälfte der Befragten (49,6 Prozent) meldete in den vergangenen drei Monaten eine nahezu 100-prozentige Auslastung. Der Anteil der Betriebe, die sogar über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus produzieren konnten, lag bei 16,2 Prozent. Lediglich 6,1 Prozent der befragten Handwerker meldeten nennenswerte Kapazitätsfreiräume.

Umsätze legen zu

Bei den Umsätzen konnte das südbadische Handwerk im dritten Quartal 2018 insgesamt weiter zulegen. Jeder dritte Handwerker (34,4 Prozent) verbuchte in den letzten Wochen ein Umsatzplus. Ein Umsatzminus stand dagegen bei rund jedem siebten Befragten in den Büchern (13,9 Prozent). Die befragten Handwerker rechnen damit, dass sich diese Entwicklung auch in den kommenden Wochen fortsetzt. Auf höhere Umsätze in den nächsten Monaten stellen sich derzeit 41,7 Prozent der Befragten ein. Mit Sorge schauen lediglich 10,3 Prozent der südbadischen Handwerksfirmen auf ihre künftige Umsatzlage.

Investitionen

Die südbadischen Handwerker investieren dabei weiterhin in ihre Betriebe. So haben im dritten Quartal 2018 zwei von drei Handwerkern (64,7 Prozent) ihr Investitionsvolumen beibehalten. Jeder fünfte Befragte hat seine Investitionssumme sogar erhöht (20,0 Prozent). In den kommenden Wochen wollen knapp drei Viertel der Betriebe (72,2 Prozent) ihre Investitionssumme konstant halten. Über eine Erhöhung ihres Investitionsbudgets denken derzeit 16,7 Prozent der Befragten nach.

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Weiterer Dämpfer für die Saarkonjunktur

Die Stimmung in der Saarwirtschaft hat sich im September weiter verschlechtert. Das signalisieren die Einschätzungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Lageindikator fiel um 4,6 Punkte auf 43,8 Zähler und damit auf den niedrigsten Wert in diesem Jahr. Hauptgrund dafür ist die schwächere Entwicklung in Teilen der Industrie. Besonders betroffen davon ist der Fahrzeugbau. Insgesamt ist der Lageindikator für die Industrie nach einem bereits deutlichen Rücksetzer im Vormonat nochmals um 5,5 Punkte gesunken. Erneut eingetrübt haben sich auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator verringerte sich um 3,9 Punkte. Das war der vierte Rückgang in Folge. Mit 2,3 Zählern liegt er nun sogar unter dem langjährigen Durchschnitt von 4,4 Zählern. „Das heißt: Die Saarwirtschaft kommt nur noch in Trippelschritten voran. Dass es nicht mehr so zügig bergauf geht wie noch im ersten Halbjahr liegt vor allem an der Eintrübung des außenwirtschaftlichen Umfeldes. Dies trifft die exportorientierte Saarindustrie stärker als die deutsche Wirtschaft im Ganzen. Mehr als ein Mini-Wachstum von 0,75 Prozent ist deshalb in diesem Jahr kaum noch erreichbar.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die Ergebnisse der September-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 50 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 43 Prozent mit befriedigend und sieben Prozent mit schlecht. Weiterhin mit viel Schwung laufen die Geschäfte in der Medizin- und Automatisierungstechnik. Etwas verhaltener, aber weiterhin gut, ist die Lage im Stahlbau, in der Herstellung von Metallwaren, im Maschinenbau, in der Glas- und Keramikindustrie sowie in der Bauwirtschaft. Im Fahrzeugbau drücken die rückläufige Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten und neue Prüfverfahren für Abgasmessungen auf die Stimmung. Dies trägt zur Verunsicherung der Kunden bei und belastet die Branche. In der Stahlindustrie, im Ernährungsgewerbe, in der Elektroindustrie, in der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie bei den Gießereien ist die Situation überwiegend zufriedenstellend.

Im Dienstleistungssektor berichten 94 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Weiterhin sehr zufrieden zeigen sich vor allem das Versicherungsgewerbe, die IT-Branche sowie die Hotellerie und Gastronomie. Im Einzelhandel, der im Verlauf des heißen Sommers und der dadurch bedingten Kaufzurückhaltung der Konsumenten erhebliche Frequenz- und Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte, ist die Lage in weiten Teilen eher befriedigend. Ebenfalls befriedigend ist die Geschäftslage bei den Banken und im Verkehrsgewerbe.

Investitionsoffensive rasch starten!
 
Die Unternehmen blicken nur noch verhalten optimistisch auf die kommenden Monate. Insgesamt rechnen 10 Prozent der befragten Betriebe mit besseren, 82 Prozent mit gleichbleibenden und acht Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen dabei vor allem aus der Medizin- und Automatisierungstechnik, dem Ernährungsgewerbe, der Elektroindustrie sowie aus dem aus dem Handel. „Hilfreich für die Saarkonjunktur wären jetzt zusätzliche Wachstumsimpulse durch mehr öffentliche Investitionen von Land und Kommunen. Die Politik sollte daher zügig die planungsrechtlichen und personellen Voraussetzungen schaffen, um rasch die angekündigte Investitionsoffensive an der Saar starten zu können“, so Klingen.

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Saarkonjunktur: Aufschwung wird schwächer

Anders als im Bund hat der Aufschwung an der Saar im August einen Dämpfer erhalten. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Lageindikator fiel um 2,9 Punkte auf 48,4 Zähler. Das ist der niedrigste Wert in diesem Jahr. Hauptgrund dafür ist eine schwächere Entwicklung in Teilen der Industrie. Hier ist der Lageindikator gegenüber dem Vormonat um 6,0 Punkte gesunken. Nochmals leicht eingetrübt haben sich auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator verringerte sich um 3,1 Punkte. Das war der dritte Rückgang in Folge. Mit 4,5 Zählern liegt er damit nur knapp über dem langjährigen Durchschnitt von 4,4 Punkten. „Das heißt: Die Saarwirtschaft wird in den kommenden Monaten zwar weiter wachsen, aber nur noch mit einem gemäßigten Tempo. Vor allem vom Export kommen nur noch schwache Impulse. Die Binnennachfrage stützt zwar weiterhin die Konjunktur, kann aber das schwächere Exportgeschäft nicht kompensieren. Vor diesem Hintergrund revidieren wir unsere Wachstumsprognose für dieses Jahr von 1,5 Prozent auf +/-0,75 Prozent.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen die Ergebnisse der August-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 55 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 38 Prozent mit befriedigend und sieben Prozent mit schlecht. Weiterhin mit viel Schwung laufen die Geschäfte in der Medizin- und Automatisierungstechnik. Etwas verhaltener, aber weiterhin gut, ist die Lage im Ernährungsgewerbe, in weiten Teilen des Fahrzeugbaus, im Maschinenbau, in der Herstellung von Metallwaren, im Stahlbau, in der Keramikindustrie und in der Bauwirtschaft. Bei den Gießereien, in der Stahlindustrie, in der Elektroindustrie sowie in der Gummi- und Kunststoffindustrie ist die Situation überwiegend zufriedenstellend.

Im Dienstleistungssektor berichten 93 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Weiterhin sehr zufrieden zeigen sich vor allem das Versicherungs- und Verkehrsgewerbe, die IT-Branche sowie die Hotellerie und Gastronomie. Im Handel und bei den sonstigen unternehmensnahen Dienstleistern ist die Lage eher befriedigend.

Aussichten: verhalten optimistisch

Mit Blick auf die kommenden Monate sind die Unternehmen nicht mehr ganz so zuversichtlich wie zuletzt. Zwölf Prozent der Betriebe rechnen mit besseren, 83 Prozent mit gleichbleibenden und nur fünf Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen vor allem aus der Medizin- und Automatisierungstechnik, der Stahlindustrie, der Gummi- und Kunststoffindustrie, der Elektroindustrie sowie aus dem Handel. „Für den weiteren Konjunkturverlauf im Saarland kommt es jetzt entscheidend darauf an, dass die internationalen Handelskonflikte beigelegt werden. In diesem Fall sollte unsere Industrie über den Export wieder mehr Rückenwind erhalten“, so Klingen.

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Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage für das 2. Quartal 2018 und Erwartungen für die Folgemonate

Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg führt seit dem Frühjahr 1991 regelmäßig quartalsweise Umfragen zur gegenwärtigen und zukünftig erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung unter repräsentativ ausgewählten Mitgliedsunternehmen durch und wertet sie aus.

Die wesentlichen Ergebnisse werden nachfolgend in der Zusammenfassung dargestellt.

Gesamttendenz

Stimmungswerte sind stabil mit Indexanstieg auf 114 Punkte, Annahmen an das Folgequartal bleiben verhalten und Exporterwartungen sinken

Industrie

Vorleistungsgüterproduzenten stützen die gute Lagebewertung der Branche, diese erwartet im Folgequartal rückläufige Exporte und Umsätze

Baugewerbe

Positive Lagebewertung durch steigende Auftragseingänge, solide Auftragsreichweiten lassen auf positive Fortführung im 2. Halbjahr schließen

Handel

trotz sinkender Umsätze Aufschwung in der aktuellen Geschäftslage, für das Folgequartal rechnet die Branche mit erneuter Eintrübung

Gastgewerbe

Saisonstart sorgt für deutliche Stimmungsaufhellung, Erwartungen an das 3. Quartal gehen von einer Fortschreibung der aktuellen Lage aus

Verkehrsgewerbe

Verkehrskonjunktur kühlt sich durch sinkende Umsätze und Fachkräftemangel merklich ab, laut Prognose weitere Verschlechterung im Folgequartal

Dienstleister

Unternehmensnahe Dienstleister profitieren von gestiegenen Aufträgen, Branche erwartet nachlassende Dynamik für die kommenden Monate

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Saarwirtschaft weiterhin auf robustem Wachstumskurs

Die Geschäfte der Saarwirtschaft laufen weiterhin überwiegend gut. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage. Der IHK-Lageindikator ist nach leichten Rücksetzern in den Vormonaten im Juli wieder angestiegen. Mit einem Plus von 1,8 Zählern erreicht er nun 51,3 Punkte. Etwas eingetrübt haben sich dagegen die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator ist geringfügig um 0,6 auf 7,6 Punkte gesunken. Damit liegt er aber noch deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt. „Das heißt: Die Saarwirtschaft bleibt auch im zweiten Halbjahr auf Wachstumskurs. Allerdings hinterlässt die aggressive Handelspolitik der USA inzwischen erste Spuren in der Industrie. Die Unternehmen zeigen sich zunehmend verunsichert. Sie wissen nicht, was da noch auf sie zukommt und werden bei geplanten Investitionen zögerlicher. Noch sehen wir aber keinen Grund, unsere Wachstumsprognose für das Saarland von 1,5 Prozent für dieses Jahr zu revidieren.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die Ergebnisse der Juli-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 59 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 34 Prozent mit befriedigend und nur sieben Prozent mit schlecht. Weiterhin mit viel Schwung laufen die Geschäfte vor allem in der Medizin- und Automatisierungstechnik sowie in der Keramikindustrie. Etwas verhaltener, aber dennoch gut, ist die Lage im Maschinenbau, bei den Herstellern von Metallwaren, im Stahlbau, in der Bauwirtschaft und im Ernährungsgewerbe. Durchaus zufriedenstellend ist die Situation in der Stahlindustrie, in der Elektroindustrie, in der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie bei den Gießereien.

Im Dienstleistungssektor berichten rund 92 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Nach wie rund laufen die Geschäfte bei den Versicherungen, im Verkehrsgewerbe und in der IT-Branche. Gleiches gilt für die Hotellerie und Gastronomie. Hier profitieren die Betriebe von der effektiven überregionalen Vermarktung der Destination Saarland und dem anhaltend guten Sommerwetter. Im Handel und in der Kreditwirtschaft ist die Lage dagegen nur überwiegend befriedigend.

Arbeitsmarkt bleibt freundlich

Insgesamt gehen die Unternehmen der Saarwirtschaft zuversichtlich in die Herbstmonate. Zwölf Prozent der Betriebe rechnen mit besseren, 83 Prozent mit gleichbleibenden und nur fünf Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen vor allem aus der Medizin- und Automatisierungstechnik, der Stahlindustrie, der Gummi- und Kunststoffindustrie, der Elektroindustrie sowie aus dem Handel. Im Zuge des anhaltenden Aufschwungs dürfte der Arbeitsmarkt weiter freundlich tendieren. „Wir erwarten daher im Jahresschnitt 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze und ein Absinken der Arbeitslosenquote auf unter sechs Prozent“, so Klingen.

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