Bertrandt baut zwei hochmoderne Fahrzeug-Emissions-Prüfzentren

Bertrandt investiert rund 80 Millionen Euro in den Bau von zwei Fahrzeug-Emissions-Prüfzentren in Freising bei München und Tappenbeck bei Wolfsburg und legt damit den Grundstein für die Absicherung von Antriebskonzepten der Zukunft. Zudem erweitert der Konzern sein Leistungsspektrum und begegnet dem steigenden Bedarf an Prüfeinrichtungen in der Automobilindustrie.

Die deutsche Automobilindustrie steht derzeit vor vielfältigen Herausforderungen. Zum einen sind das die verschärften Rahmenbedingungen rund um WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) und RDE (Real Driving Emissions). Das neue Testverfahren WLTP, das das Fahrverhalten eines Pkw weltweit repräsentativ abdeckt, soll es den Automobilherstellern ermöglichen, realitätsnähere Verbrauchs- und Emissionswerte zu ermitteln und zu kommunizieren. Ergänzt wird die im Labor stattfindende WLTP-Prüfung durch den RDE-Test, bei dem die Schadstoffemissionen erstmals direkt auf der Straße gemessen werden.

Eine weitere Herausforderung stellt die zunehmende Antriebsvielfalt dar. Moderne Verbrenner mit unterschiedlichen Kraftstoffen, Elektro, Hybrid oder Brennstoffzelle – die Automobilindustrie verfolgt derzeit viele verschiedene Konzepte gleichzeitig.

Um diese beiden Aufgaben in kurzer Zeit zu bewältigen, werden die Automobilhersteller und Zulieferer nach Meinung der Experten von Berylls Strategy Advisors verstärkt auf die Entwicklungskompetenz von Technologiepartnern wie Bertrandt zurückgreifen. „Wir erkennen einen deutlichen Trend zur Verlagerung von Entwicklungs- und Absicherungsverantwortung zu externen Partnern. Hier sehen wir großes Potenzial, um Bertrandt weiter am Markt zu positionieren und unser Know-how auszubauen“, sagt Matthias Rühl, Fachbereichsleiter Powertrain/Fahrwerk bei Bertrandt.

Um den immer höheren und komplexeren Entwicklungs- und Prüfaufwand zu bewältigen, positioniert sich Bertrandt weiter als Partner der Automobilindustrie. Mit dem Bau von zwei hochmodernen Fahrzeug-Emissions-Prüfzentren in Freising bei München und Tappenbeck bei Wolfsburg legt Bertrandt den Grundstein für die Absicherung von Antriebskonzepten der Zukunft. Das Investitionsvolumen des Bauvorhabens beträgt rund 80 Millionen Euro. Die Schwerpunkte der Prüfzentren liegen auf Zertifizierung, Homologation, RDE-Entwicklungen sowie weiteren Entwicklungsumfängen.

„Wir gehen neue Wege bei Bertrandt und nehmen auch die Absicherung von Antriebskonzepten in unser Leistungsspektrum auf. Das Besondere an diesen beiden Prüfzentren ist, dass wir neben konventionellen Antrieben mit unterschiedlichen Kraftstoffen auch alternative Antriebskonzepte wie Hybrid- oder Elektroantriebe nach den neuesten gesetzlichen Vorgaben testen und absichern können. Durch die strategische Positionierung in Nord- und Süddeutschland entstehen für die Kunden und Partner von Bertrandt kurze Wege“, so Rühl.

Die beiden Prüfzentren sind baugleich und haben jeweils eine Größe von etwa 1,5 Fußballfeldern. Im ersten Bauabschnitt gibt es an jedem Standort drei Allradrollen-Prüfstände mit einer Systemleistung von 360 kW je Prüfstand. Alle Kammern können einen Temperaturbereich von -7 °C bis +35 °C abdecken. Beide Prüfzentren verfügen über 80 Stellplätze im Inneren des Gebäudes, die auf Temperaturen zwischen -25 °C und +23 °C konditionierbar sind. Die Fahrzeuge können somit schon vorab auf das spätere Prüfverfahren vorbereitet werden.

Eine Besonderheit an beiden Standorten ist der Rollenprüfstand mit Höhenkammer. In dieser speziellen Kammer können Höhen von bis zu 4.200 m simuliert werden. Zusätzlich verfügt diese über eine Sonnensimulation, welche unterschiedliche Sonneneinstrahlungen abbilden kann. Diese Prüfzelle ist als Hochleistungssystem mit 550 kW Nennleistung und einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 300 km/h ausgelegt. Damit ist es möglich, besondere Fahrsituationen zu simulieren, z. B. Bergfahrten oder Heißland-Tests. Das bedeutet, Automobilhersteller müssen nicht mehr für jeden einzelnen Test in die spezifischen Länder fahren, sondern können diese vor Ort durchführen. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Effizienz, aber auch Nachhaltigkeit und Umweltschutz in diesem Bereich.

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Speedtest: LTE zwischen Gigabit und Wirklichkeit

Die 4G-Netze der Mobilfunkprovider leisten in Deutschland mittlerweile bis zu 1000 MBit/s. Zumindest auf dem Papier!  Konkret entspräche das mehr als dem Sechzigfachen eines schnellen DSL-Zugangs und den besten Glasfaser-Tarifen. Doch Realität und Marketing divergieren bei den LTE-Anbietern immer weiter auseinander. Das merken Mobilfunkkunden besonders auf dem Land und zu Hauptverkehrszeiten.

Vodafone startete Anfang 2018 mit vier Städte ins Gigabitzeitalter, im Rest des Landes sind den Tarifangaben zufolge, bis zu 500 MBit möglich. Auch die Deutsche Telekom wirbt mit „LTE Max“ und 300 MBit in der Spitze.

Doch die Praxis sieht anders aus. Schon ein Blick in die Fußnoten der Tarifangaben verrät, dass es sich dabei nur um technische und nur im Idealfall mögliche Maximalwerte handelt. Es folgen stets relativierende Verweise. Derart, dass die tatsächliche Endgeschwindigkeit unter anderem vom Standort, Gerät und der Zahl der Nutzer in einer Mobilfunkzelle abhängen. Die Zeitschrift „connect“ ermittelte so im letzten Netztest (Ausgabe 1/2018) für Vodafone in Stadtgebieten lediglich eine durchschnittliche LTE-Downloadrate von mageren 44,53 MBit und 18,83 MBit beim Upload. Die Deutsche Telekom verweist auf den etwas älteren Connect-Netzt 1/2017, wo ein mittlerer Datendurchsatz von 55,75 MBit (Download) und 27,89 MBit (Upload) bestimmt wurde. Auch unsere Analyse von mehreren tausend Speedtest-Ergebnissen der letzten 2 Jahre zeigt: „Messwerte von deutlich über 100 MBit gehören, trotzt markiger Versprechen und neuer Generationen á la LTE Advanced Pro, immer noch zur Ausnahme“, sagt Sebastian Schöne vom Onlinemagazin LTE-Anbieter.info. „Erst wenn im Zuge des 5G-Ausbaus mehr Funkmasten direkt mit Glasfaser angebunden werden, steigt auch die durchschnittliche Übertragungsrate in den Netzen weiter“, so der Experte.

Mit einem Speedtest speziell für LTE optimiert, können Breitbandkunden sich selbst regelmäßig einen Überblick zu den realen Leistungen verschaffen. Gerade jene Verbraucher, die immer noch mangels Breitbandausbau im ländlichen Raum auf LTE als DSL-Alternative angewiesen sind, ringen mitunter um jedes Megabit. Hier klaffen Marketing und Wirklichkeit stark auseinander. Der nun nochmals optimierte Speedtest von LTE-Anbieter.info, ermittelt zuverlässig die maximale und durchschnittliche Datenrate sowie die Latenzzeit (Ping). Die Ergebnisse bilden nicht nur den Status quo ab, sondern liefern gleichzeitig auch die Grundlage für mögliche Optimierungen der eigenen LTE-Peripherie. In diesem Zusammenhang finden Verbraucher auf dem Portal Hilfe und zahlreiche Tipps zur Empfangsverbesserung.

Zum Speedtest auf LTE-Anbieter.info
http://www.lte-anbieter.info/…

Übersicht der Ratgeber für LTE-Kunden
http://www.lte-anbieter.info/…

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