10 Jahre Android-Betriebssystem – Die Sicherheit wird langsam besser

In diesen Tagen feierte das beliebteste Smartphone-Betriebssystem seinen 10. Geburtstag. Ende Oktober 2008 kam das erste Handy mit Android auf den Markt und startete damit seine Erfolgsgeschichte. Dabei war Android eigentlich gar nicht für Telefone konzipiert. Ursprünglich wollte Firmengründer Andy Rubin mit seinem Start-up die Bedienung von Digitalkameras erleichtern. Allerdings wurde das Unternehmen bald von Google übernommen und zum iPhone-Konkurrenten aufgebaut. Mit Erfolg, denn heute verfügt Android über einen Marktanteil von 85 Prozent und hat – bis auf Apple – alle anderen Betriebssysteme von Microsoft über Palm bis hin zu Nokia und Blackberry vom Markt weitestgehend verdrängt.

Ein Grund für den großen Erfolg sind sicherlich die vielen Freiheiten und individuellen Anpassungsmöglichkeiten. Neben dem deutlich günstigeren Preis und der Vielzahl an Herstellern, ein weiterer Vorteil gegenüber dem iPhone. Doch die Vorzüge haben auch einen entscheidenden Nachteil: Android gilt als deutlich unsicherer als iOS. Ein besonderer Kritikpunkt: Viele Hersteller, sowohl von Smartphones als auch von Tablets, verzichten darauf, die von Google zur Verfügung gestellten Updates an die Endnutzer auszuspielen. Dabei tut Google einiges dafür, die Sicherheit seiner Software immer weiter zu verbessern, sucht u. a. mit eigenen Sicherheitsforschern und zusätzlich mit einem Bug-Bounty-Programm aktiv nach Verbesserungsmöglichkeiten. Diese werden anschließend als Update an die Gerätehersteller verteilt. Die müssen das Update auf die jeweilige Firmware und oft auch auf verschiedene Modelle anpassen, bevor die Aktualisierung an die Nutzer weitergegeben werden kann. Das bedeutet für die Hersteller natürlich einen immensen Aufwand, den sie oft nur für die aktuellen Top-Modelle auf sich nehmen wollen. Günstigere oder ältere Geräte fallen da häufiger unter den Tisch.

Dieser Widerwille bei der Verbreitung von Sicherheitsupdates war Google schon lange ein Dorn im Auge, da die Hersteller dem Ansehen des Betriebssystems insgesamt schaden. Hier hat es Apple mit seinem geschlossen iOS-System einfacher. Doch Google, der Software-Riese aus Mountain View, ist sich des Problems bewusst und arbeitet gezielt an Verbesserungen. Wie das Magazin The Verge nun berichtete, verpflichtet Google die Hersteller von Android-Geräten in den aktuellen und eigentlich vertraulichen Lizenzverträgen innerhalb der EU dazu, zwei Jahre lang mindestens vier Sicherheitsupdates mit den monatlich veröffentlichten Patches an beliebte Smartphones auszuspielen. Beliebte Geräte sind gemäß Google jene, die von mehr als 100.000 Nutzern aktiviert wurden. Ob eine entsprechende Regelung auch in den internationalen Verträgen auftaucht, konnte das Magazin nicht prüfen.

Damit leistet Google einen wichtigen Beitrag zur Schließung kritischer Sicherheitslücken in seinem Android-Betriebssystem und zeigt, dass es die Problematik ernst nimmt. Bereits früher in diesem Jahr hatte ein Google-Sprecher deutlich gemacht, dass ein Bug-Fix innerhalb von 90 Tagen zu den Mindeststandards bei der Sicherheit zählt. Auch das „Android One“-Programm deutet auf ein verstärktes Sicherheitsbewusstsein bei Google hin. Teilnehmende Gerätehersteller haben sich verpflichtet, ihre Geräte ebenfalls für mindestens zwei Jahre mit Updates zu versorgen. Leider profitieren immer noch viel zu wenige Nutzer von diesem Programm. Und auch bei den neuen Lizenzverträgen ist Vorsicht geboten: Wie The Verge berichtet, gilt die neue Update-Regelung nur für Geräte, die nach dem 31. Januar 2018 von mehr als 100.000 Nutzern aktiviert wurden. Wer jedoch bereits jetzt in den Genuss der Updates kommt, sollte nicht zögern, diese auch zu installieren, denn nur so wird Android Stück für Stück ein bisschen sicherer.

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Vorsicht vor Videoanrufen über WhatsApp

Die Sicherheitsexperten von Googles Project Zero sind bei ihrer unermüdlichen Suche nach Sicherheitslücken in beliebten Anwendungen erneut fündig geworden, diesmal beim beliebten Messenger-Dienst WhatsApp. Den Erkenntnissen des Teams rund um Natalie Silvanovich zufolge kann ein Videoanruf über die App ausreichen, um das angerufene Smartphone zu kapern. Wie unter Sicherheitsforschern üblich, nutzte die Forscherin den von ihr entdeckten Fehler in einem Beispiel-Exploit, um WhatsApp kontrolliert zum Absturz zu bringen.

Das Problem: Die Speicherverwaltung des Video-Conferencings lässt sich durch ein übertragenes RTP-Paket so verwirren, dass ein Angreifer eigene Datenpakete hinzufügen kann. Noch scheint es zwar nicht so weit gekommen zu sein, aber man kann davon ausgehen, dass Kriminelle den Exploit problemlos weiterentwickeln können, um wirklich gefährliche Software über WhatsApp auf die Handys zu schleusen.

WhatsApp wurde bereits weit vor der öffentlichen Bekanntmachung der Sicherheitslücke über das Risiko informiert, damit das Unternehmen reagieren und die Lücke zu schließen konnte. Sowohl für iOS als auch für Android hat WhatsApp in der vergangenen Woche entsprechende Updates zur Verfügung gestellt. Nutzer des Messengers sollten nachprüfen, ob sie das Update bereits installiert und somit die Sicherheitslücke geschlossen haben. Die neueste Version trägt für iOS die Nummer 2.18.93, für Android 2.18.302. Welche Version auf dem eigenen Handy installiert ist, lässt sich für Android über die WhatsApp-Einstellungen unter „Hilfe“, „App-Info“ herausfinden, bei iOS steht die Versionsnummer in den Einstellungen unter „Hilfe“ im Header.

Das News-Portal Heise berichtet jedoch von Problemen mit dem Update. Einigen Android-Nutzern wurde offenbar die aktuellste Version noch nicht im Google Play Store zur Installation angeboten. Das kann vorkommen, wenn Updates nach und nach ausgerollt werden, um eine Überlastung der Server zu verhindern. In diesem Fall sollte man nicht versuchen, das Update über andere Quellen zu beziehen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt prüfen, ob das Update verfügbar ist. In der Zwischenzeit reicht es, keine Videoanrufe unbekannter Anrufer anzunehmen.

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21 SEO Tipps, die das Ranking verbessern

Mit diesen SEO-Tipps verbessern Händler ihr Ranking und gewinnen neue Kunden.

1. Nutzen Sie kurze URLs

Achten Sie darauf, dass URLs kurz & prägnant sind. Sie sehen besser aus & werden von den Suchmaschinen bevorzugt. Bei vielen Online-Shops ist die URL-Struktur ein komplettes Chaos. Das verwirrt nicht nur Besucher, sondern auch die Crawler der Suchmaschinen. Deswegen sollte die URL möglichst kurz und prägnant sein, dabei aber den Produktnamen bzw. den Suchbegriff enthalten, für den es gefunden werden soll.

2. Unique Content gewinnt

Verwenden Sie einzigartige Texte und Bilder auf Ihrer Webseite. Schreiben Sie Ihre Produktbeschreibungen also selbst (und hauchen Sie Ihnen etwas Leben ein), anstatt sie vom Hersteller zu übernehmen wie Ihre Konkurrenz.

3. Content Update

Prüfen Sie in der neuen Google Search Console, wo einzelne Unterseiten zu finden sind und wie oft sie angeklickt werden. Ist die Zahl der Impressionen hoch, aber die Position schlechter als 3 entgehen Ihnen viele wertvolle Klicks. Die Unterseiten, die fast ein gutes Ranking haben, sollten unbedingt optimiert werden!

4. Analysieren Sie die Konkurrenz

Analysieren Sie, mit welchen Suchbegriffen die Konkurrenz Besucher gewinnt (z.B. mit Sistrix) und entwickeln Sie eine Content-Strategie, um sich diese Traffic-Quellen zu sichern.

5. Die Geschwindigkeit der Webseite verbessern

Eine schnelle Webseite sollte ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen. Die Nutzer werden immer ungeduldiger und wollen nicht lange warten. Optimieren Sie deswegen Bilder, Hosting und investieren Sie ggfs. in ein Cloud Delivery Network. Die Geschwindigkeit Ihrer Webseite können Sie auf Pingdom oder direkt bei Google prüfen.

6. Responsive Design ist Pflicht

Immer mehr Nutzer surfen auf ihrem Smartphone oder Tablet. Google weiß dies und bevorzugt Webseiten, die auf jeder Bildschirmgröße gut aussehen und leicht zu bedienen sind.

7. Nutzen Sie Metadaten

Diese Daten sind Informationen im Quelltext einer Webseite, die an Suchmaschinen übermittelt werden. Es ist empfehlenswert, den Meta-Titel und die Meta-Beschreibung für jede Seite zu setzen, um den Klick aus den Suchergebnissen heraus attraktiver zu machen.

8. Meta-Titel testen und optimieren

Wenn Sie auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu finden sind, aber einfach nicht die Pole-Position knacken, kann das an dem Titel liegen. Testen Sie verschiedene Titel, die spannender oder interessanter sind, um Suchende auf Ihre Webseite zu leiten.

9. Strukturierte Daten

Nicht nur Meta-Daten können Ihnen einen Vorteil verschaffen, sondern auch strukturierte Daten können Suchmaschinen und Suchenden weitere Daten (Öffnungszeiten, Adressdaten, Navigationspfade und/oder Produktbewertungen) vermitteln.

10. Dedizierte Landingpages

Wer in AdWords oder andere Werbung investiert, sollte testen, ob sich die Konversionsrate erhöht, wenn der Besucher auf eine speziell für die Werbekampagne angelegte Landingpage geleitet wird.

11. Setzen Sie auf leicht konsumierbare Inhalte

Achten Sie darauf, dass die Inhalte auf Ihrer Webseite leicht konsumierbar sind. Verwenden Sie keine Textblöcke wie Wikipedia, sondern lockern Sie die Seite mit Absätzen, Bildern, Videos oder anderen Medien auf.

12. Verknüpfen Sie Social Media

Kann eine Webseite oder Produkt faszinieren, wird es auf sozialen Plattformen geteilt. Oft ein Zeichen dafür, dass eine Webseite in den Suchergebnissen ganz oben stehen sollte.

13. Bauen Sie Ihre Webseite logisch & effizient auf

Jede Unterseite sollte mit wenigen Klicks erreichbar sein und der Weg dahin sollte sinnvoll sein.

14. Sicher ist sicher: SSL-Verschlüsselung

SSL-Zertifikate sorgen dafür, dass die Adresse Ihrer Domain statt mit http mit https beginnt. Wichtiger ist jedoch, dass eine SSL-Verschlüsselung die Daten Ihrer Nutzer schützt, Vertrauen in Ihre Webseite schafft und seit dem 25. Mai 2018 von Google erwartet wird.

15. Nutzen Sie Autocomplete zur Keyword-Recherche

Wer ab und zu googelt – und es nicht deaktiviert hat – wird bemerkt haben, dass Google versucht Suchanfragen für Sie zu vervollständigen. Eine praktische Hilfe. Auch für die Recherche von Suchbegriffen, denn die Vorschläge sind oft Anfragen, die andere Nutzer suchen. Nutzen Sie auch das Vorschlag-Feature von z.B. Amazon und YouTube, um weitere Ideen zu finden.

16. Legen Sie Fokus auf die ersten Sekunden

Erfahrene Werbetexter wissen, dass die Überschrift einer Werbeanzeige über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Ähnlich verhält es sich mit Ihrer Webseite. Wenn sie die Aufmerksamkeit Ihrer Besucher nicht halten bzw. gewinnen kann, werden sie die Webseite wieder verlassen und vielleicht nie wieder kommen. Versuchen Sie also Besucher sofort zu fesseln.

17. Kaufen Sie keine Backlinks, sondern verdienen Sie sich welche

Durch gelungene PR-Aktionen, Content- oder Guerilla Marketing, Sponsoring oder tausende andere Strategien können Backlinks effizient gewonnen werden.

18. Prüfen Sie regelmäßig auf 404 Error

Ein 404-Fehler bedeutet, dass eine Seite nicht mehr zu erreichen ist, was verschiedene Gründe haben kann. So oder so sollte dieser Fehler jedoch vermieden werden. Tools wie SEO Quake können dabei helfen diese toten Links zu finden und wieder zu reparieren.

19. Mehr Informationen = Besseres Ranking

Webseiten, die wenige Informationen liefern sind selten auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu finden, da sie die Frage des Googlenden nicht beantworten. Ausführliche, gut recherchierte Artikel, die echten Mehrwert liefern, dominieren oft die ersten Positionen. Achten Sie darauf, Suchanfragen thematisch zu betrachten, nicht nur auf ein Keyword zu optimieren, sondern eine holistische Antwort zu liefern.

20. Legen Sie den Fokus auf den Nutzer und die Suchintention

Alle Tipps, sogar ganze SEO-Strategien, lassen sich auf den folgenden Tipp herunterbrechen.
Da Google daran interessiert ist, das bestmögliche Suchergebnis auszuspielen, sollten Sie sich darauf konzentrieren den Suchenden (& Google) das bestmögliche Suchergebnis zu liefern.

21. Unbedingt dran bleibenGutes SEO, das langfristig erfolgreich ist und stetig neue Kunden liefert, braucht Zeit. Üben Sie sich also in Geduld und bleiben Sie dran. Immer mehr Content erstellen, immer weiter optimieren.

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SAP Leonardo Machine Learning with SAP HANA

Am Freitag, den 09.11.2018 ist consenso Gastgeber einer SAP CodeJam zum Thema „SAP Leonardo Machine Learning with SAP HANA, express edition”.

Was heißt „Maschinelles Lernen“?

Maschinelles Lernen nutzt ausgefeilte Algorithmen, um aus enormen Big-Data-Mengen zu „lernen‟. Je größer die Datenmenge, auf die die Algorithmen zugreifen können, desto mehr lernen sie. Beispiele für den Einsatz maschinellen Lernens begegnen uns im täglichen Leben bereits überall. Denken Sie an die personalisierten Empfehlungen von Produkten bei Amazon, die Gesichtserkennung bei Facebook oder die Vorschläge für die schnellste Route bei Google Maps.

Machine Learning Foundation

SAP entwickelt eine Plattform für Entwickler und Partner, damit Anwendungen für maschinelles Lernen leichter erstellt werden können. Diese Services werden Entwicklern als APIs offenstehen. So können sie Funktionen für maschinelles Lernen ganz einfach in vorhandene Anwendungen einbinden. Mit der Entwicklung neuer Anwendungen durch die SAP und ihr Partnernetz wird diese Servicepalette weiter ausgebaut.

SAP CodeJam „Machine Leaning“ am 09.11.2018 in Bielefeld

SAP CodeJam präsentiert Ihnen ein SAP Leonardo Machine Learning mit SAP HANA, einem Express-End-to-End-Szenario, in dem Sie sehen, wie verschiedene Technologien beim Erstellen Ihrer Lösung integriert werden und zusammenarbeiten. Als Teilnehmer erhalten Sie Zugriff auf Tools, Sandboxes, interaktive Zeit mit Experten und vieles mehr.

SAP CodeJam wird gemeinsam von SAP und consenso angeboten.

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Automatisierung im Digitalmarketing: „Agenturen müssen sich jetzt neu aufstellen“

Die Digitalmarketing-Branche befindet sich im Zuge der fortschreitenden Automatisierung in einem tiefgreifenden Wandel. Das ist ein Ergebnis der Studie „Automatisierung im digitalen Marketing – Geschäftsmodelltransformation als Chance für Agenturen“, die Google gemeinsam mit der Universität Lübeck durchgeführt hat und deren Ergebnisse auf dem diesjährigen Digital Day der metapeople GmbH am Vortag der DMEXCO erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurden. metapeople, Teil der internationalen Agenturgruppe Artefact, war maßgeblich an der Studie beteiligt. Zentrale Fragen der Untersuchung: Wie verändert die zunehmende Automatisierung das Digitalmarketing der Zukunft? Wird sie Agenturen überflüssig machen? Jan Brockmann, Managing Director von metapeople, ist sich sicher: Agenturen werden auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen – aber welche genau?

1. Frage: Zu welchen zentralen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie von Google und der Universität Lübeck?

Jan Brockmann: Die Branche befindet sich in einem Stadium der Transformation, das ist überall spürbar. Durch die zunehmende Automatisierung fallen frühere Kernaufgaben weg, weil die Kunden diese selbst übernehmen können. Wir und viele der Befragten sehen diese Entwicklung aber grundsätzlich sehr positiv.

2. F: Was ist schon heute möglich – ist die vollautomatische Kampagne bereits Realität?

JB: Die technologische Entwicklung ist weit fortgeschritten und automatisierte Kampagnen sind heute bereits möglich. Jedoch wissen wir, und die vorliegende Studie bestätigt dies, dass die Ergebnisqualität von automatisierten Kampagnen noch nicht so hoch ist, wie sie sein könnte. Bei der Nutzung von Automatisierung lernen wir jeden Tag die Grenzen der Technologie kennen und testen sie aus. Wir können schon jetzt auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, daraus unsere Schlüsse ziehen und so dem optimalen Ergebnis wieder einen Schritt näher kommen.

3. F: Welche Auswirkungen hat die zunehmende Automatisierung auf das Geschäftsmodell von Agenturen?

JB: Agenturen, die weiterhin als reine Dienstleister agieren, werden zukünftig aus dem Markt verdrängt werden. Darauf haben wir schon beim Launch der Google Marketing Platform im Juli hingewiesen: Lediglich Kampagnen, Tracking und Daten neu aufzusetzen, wird nicht ausreichen, um Unternehmen einen echten Mehrwert zu bieten. Vielmehr wird Consultancy in den Fokus rücken.

4. F: Macht die Automatisierung den Menschen überflüssig?

JB: Nein. Die Automatisierung braucht den Menschen.

Zwar stimmt es, dass sich Berufsbilder, wie das des Kampagnenmanagers, verändern werden, weil Kunden einen Teil der Aufgaben selbst erledigen können. Doch fehlt vielen dazu das nötige Wissen. Hier sind wir durch unsere Erfahrung im Vorteil und können diese Kompetenz nutzen, um Unternehmen beratend zur Seite zu stehen und so dafür zu sorgen, dass diese erfolgreiche Kampagnen fahren. Außerdem ist die Basis für Automatisierung eine hohe Datenqualität – diese Daten in perfekt aufbereiteter Form zur Verfügung zu stellen und die nötigen Automatisierungsstrukturen bereitzustellen, wird weiterhin Aufgabe von Menschen und damit der Agenturen sein. 

5. F: Wie müssen sich Agenturen zukünftig intern aufstellen, um diese neuen Anforderungen erfüllen zu können?

JB: Als Agentur tragen wir die Verantwortung für unsere Mitarbeiter. Sie sind das Fundament für die Transformation. Wir haben die Aufgabe, ihnen die notwendigen Fähigkeiten zu vermitteln und sie in die Lage zu versetzen, den technologischen Wandel mitzugestalten und sich dabei stets weiterzuentwickeln. So müssen beispielsweise Learnings aus der Vergangenheit in die Entwicklung von Algorithmen einfließen, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, auch in Zukunft die bestmöglichen Ergebnisse für unsere Kunden zu erzielen.  

Über Artefact artefact.com

Artefact (zuvor Artefact-Netbooster) ist eine börsennotierte Marketingagentur (Alternext Paris, ALBNT), die Marketers und Techniker perfekt vereint. Um die Customer Experience von morgen durch moderne Technologien neu zu erfinden, arbeitet die Agentur mit den größten globalen Marken zusammen. Das Unternehmen hat mehr als 25 Niederlassungen mit 1000+ Mitarbeitern und bietet die Serviceangebote Daten-Consulting, Expertise im Digitalmarketing und Technologieentwicklung (Big Data und Artificial Intelligence) an. Artefact wurde zur innovativsten Agentur 2017 gewählt. Mehr als 600 Kunden vertrauen auf die fundierte Marketingerfahrung der Agentur, darunter mehr als 100 Blue Chips wie AccorHotels, Orange, Carrefour, Emirates, Deutsche Telekom und Monoprix. Gegründet wurde Artefact von drei Absolventen der Universität Polytechnique (Guillaume de Roquemaurel, Vincent Luciani and Philippe Rolet). Seit der Gründung im Jahr 2015 ist Artefact schnell und stetig gewachsen. Im September 2017 fusionierte die Agentur mit der französischen Digital Marketing Agentur NetBooster Group.

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Digitalisierung des Gesundheitswesens als Chance für mehr Patientensicherheit

Anlässlich des 4. Internationalen Tages der Patientensicherheit war Mediteo in Kooperation mit dem Arzneimittelkonto NRW in Wuppertal unter dem Motto „Gefahrenquelle Medikamentenmix“ unterwegs, um Apothekenbesucher für das Thema Patientensicherheit zu sensibilisieren und mobilisieren.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet auch in Deutschland immer weiter voran: Chronisch kranke Patienten können ihre Messwerte in einem digitalen Tagebuch festhalten und überblicken, gebehinderte Menschen haben die Möglichkeit per Videosprechstunde ihren Arzt zu konsultieren und Apps erinnern zuverlässig an die Medikamenteneinnahme. Diese digitalen Lösungen beschützen Patienten bereits jetzt schon vor gefährlichen Doppelverordnungen, Versorgungslücken und möglichen Wechselwirkungen. Dass eine falsche Medikation nicht so leicht auf die Schulter genommen werden darf, berichtet auch das ARTE-Wissensmagazins Xenius: „Jährlich sterben in Deutschland als auch in Frankreich bis zu zehnmal mehr Menschen an den Folgen von unerwünschten Neben- oder Wechselwirkungen von Medikamenten als im Straßenverkehr.“

Die Mediteo-App unterstützt Patienten bei der Medikamenteneinnahme

Um diese Zahlen zu senken, hat sich auch die Mediteo GmbH die Digitalisierung zu Nutzen gemacht und eine Adhärenz-App entwickelt, die Patienten an die regelmäßige Medikamenteneinnahme erinnert. Zudem weist die App auch auf mögliche Doppelmedikationen, zeigt Wechselwirkungen auf und speichert Messwerte in einem integrierten Tagebuch.

Ihm Rahmen des diesjährigen Internationalen Tag der Patientensicherheit, bei dem der Fokus auf genau dieser Art von Digitalisierung lag, war Mediteo zusammen mit dem Team des Arzneimittelkontos NRW (AMK) in einigen Apotheken in Wuppertal vor Ort, um Patienten über ihre digitalen Möglichkeiten zu einer besseren Arzneimitteltherapiesicherheit zu informieren und sie für die Gefahren eines Medikamentenmixes zu sensibilisieren.

Mit dem Arzneimittelkonto NRW zur besseren Arzneimitteltherapiesicherheit

Am AMK-Projekt teilnehmende Apotheken und Ärzte können Patienten im Arzneimittelkonto NRW registrieren und ihnen somit die Möglichkeit bieten, direkt von der Mediteo-App auf das persönliche Arzneimittelkonto zuzugreifen. So können Patienten mit der Mediteo-App jederzeit ihren aktuellen Medikationsplan einsehen und selbst pflegen. Wird ein neues Medikament hinzugefügt, überprüft die App, ob Gefahr einer potentiellen Doppelmedikation besteht und kann so rechtzeitig vor unerwünschten Arzneimittelwirkungen warnen. In der Folge wird jedes neue Medikament automatisch bei jeder ärztlichen Verordnung im Rahmen der Prüfung der Arzneimittel-therapiesicherheit mit berücksichtigt. Ebenso werden Änderungen in der Arzneimitteleinnahme sofort im persönlichen Arzneimittekonto gespeichert und können von teilnehmenden Ärzten eingesehen werden, insofern der Patient hierfür eine Zugriffsberechtigung erteilt hat.

Die TÜV-geprüfte Mediteo-App wird von Ärzten entwickelt und richtet sich genau an die Bedürfnisse der Nutzer. Interessenten können die App kostenlos im App-Store oder Google PlayStore herunterladen und sie ohne Registrierung oder Angabe von persönlichen Daten nutzen.

Über die Gotthardt Healthgroup AG

„Medical Evidence to Action“ ist der Leitgedanke der Gotthardt Healthgroup AG und ihrer digitalen Lösungen und Services für die Gesundheitsbranche. Diese unterstützen, so die Mission des Unternehmens, alle Teilnehmer im Gesundheitsmarkt positiv und nachhaltig bei Arbeitsabläufen, Prozessen und Verhaltensweisen und bieten zudem aussagekräftige Erkenntnisse über heutige Behandlungswege. Beispiel für diese Lösungen aus der Digitalen Medizin sind etwa die Therapieadhärenz-App mediteo (www.mediteo.com), die sich als mobile Health App direkt an die Patienten wendet. Sie unterstützt Patienten bei der Einnahme und Verwaltung ihrer Medikation und ist kostenlos im App Store und Play Store verfügbar. Außerdem erhalten niedergelassene Ärzte über den GHG Praxisdienst wertvolle Informationen zu klinischen Studien, die ihren Patienten und Familien helfen können. Die Gotthardt Healthgroup wurde 2015 gegründet und hat ihren Sitz in Heidelberg.

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Schweizer ICT mit Rekordwachstum

Die Computerworld-Ausgabe «Top 500» 2018 ist da. Das Trendbarometer der Schweizer ICT zeigt eitel Sonnenschein an. Die Umsätze im heimischen ICT-Business kletterten auf Rekordhöhe. Jedoch bremst die angespannte Situation am Fachkräftemarkt die wirtschaftliche Entwicklung aus.

Die Schweizer ICT-Wirtschaft befindet sich in Feierlaune. 2017 war ein gutes Jahr für die Anbieter, die an der Umfrage für die Computerworld «Top 500» teilgenommen haben. Der gesamte Umsatz aller an der Ausmarchung einbezogener helvetischen ICT-Unternehmen erreichte 2017 ein Rekordhoch von 74,8 Milliarden Franken. Das ist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 5,2 Prozent. Beflügelt wird der Markt durch prall gefüllte Auftragsbücher. Freuten sich im Vorjahr gut 43 Prozent über volle Bücher, sind es gemäss der aktuellen Erhebung knapp 60 Prozent (58,1 Prozent).

Ein weiterer Grund ist der Druck auf Anwenderunternehmen, auf die Herausforderungen der digitalen Transformation zu reagieren. Ein Symptom dafür ist das Kryptofieber in der Branche. Fast jeder fünfte ICT-Anbieter nannte in der Computerworld-Umfrage die Blockchain-Technik als wichtigen Treiber für das Business. Obwohl die zahlreichen Blockchain-Experimente nicht immer zu klaren Resultaten führen, sind diese dennoch wichtig für künftige und teils neuartige Geschäftsmodelle. Verschiedene namhafte Anbieter präsentieren in der diesjährigen Computerworld «Top 500» ihre spannendsten Blockchain-Projekte.

Hersteller und Dienstleister rüsten sich für die Zukunft

Die digitale Transformation und die damit einhergehenden Paradigmen beim Einsatz von IT treiben auch die Anbieter selbst um. Im Interview erläutert Martin Kull von Orange Business Services, wie er als Country Manager den Dienstleister auf Zukunftskurs ausgerichtet hat und weshalb das Unternehmen heute mit Google um die besten Fachkräfte wirbt. Im Porträt zeigt das Beispiel Informatec, wie aus einem IT-Anbieter mit gemischten Portfolio ein Spezialist mit Ambitionen auf Marktführerschaft werden kann.

Wie man junge Frauen für ICT-Berufe begeistert

Was tun gegen Fachkräftemangel? Diese Frage stellte die Redaktion den Geschäftsführerinnen der im Ranking gelisteten umsatzstärksten ICT-Anbieter. Denn insbesondere Frauen sind in der Branche untervertreten. Nur jede sechste Fachkraft ist weiblich, wie Zahlen von ICT Berufsbildung Schweiz belegen. Auf dem Top-Level sind es noch weniger.

Das erweiterte Ranking der Computerworld «Top 500» zählt gerade mal rund 20 Managerinnen. Im Magazin benennen sie die Probleme, die es zu lösen gilt, um in der Schule, in der Ausbildung und an den Universitäten Frauen für eine Karriere in der ICT zu begeistern. Zudem erklären Top Shots wie Jacqueline Badran von Zeix, Marianne Janik von Microsoft, Gabriela Keller von Ergon, Sonja Meindl von Check Point oder Bak-Heang Ung von Digicomp, wie sie Mitarbeiterinnen fördern.

Das Standardwerk

Die Spezialausgabe der Computerworld «Top 500» ist längst zum Standardnachschlagewerk der Branche geworden. Das Redaktorenteam der Computerworld sezierte hierfür auch dieses Jahr den Markt. Auf rund 170 Seiten zeigen wir, wer seine Umsätze steigern konnte, wer nicht und auch weshalb. Ergänzend zum Ranking analysierte die Redaktion die momentane Marktsituation in den unterschiedlichen Branchen wie Hardware, Software oder Cloud Computing. Wie gewohnt finden Sie hier das komplette Ranking der 500 grössten ICT-Firmen der Schweiz, die Analyse der Umsätze und Entwicklungen sowie viele Hintergrundinformationen. Abonnenten unseres Marktforschungsportals www.ict-analytics.chstehen sämtliche Auswertungen und die Top-500-Liste auch als Excel-Files zum Download zur Verfügung.

Über Computerworld

Computerworld ist das wichtigste Fachmagazin für Business-Anwender in der Schweiz und veröffentlicht die Liste der 500 umsatzstärksten ICT-Unternehmen der Schweiz seit 1997.

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Das Gespinst der Digitalisierung

Übernehmen bald die Roboter? Hat die Menschheit noch eine Zukunft? Und was hat das mit der Ausbreitung des Populismus zu tun? Der Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump, die Abstimmung für den Brexit und die Abschaffung demokratischer Grundregeln in Ungarn, Polen und der Türkei haben nach Meinung von Ulrich Sendler eines gemeinsam: „Die aktuellen Angriffe auf die demokratischen Freiheiten kamen nicht durch einen Militärputsch, sondern

durch demokratische Abstimmungen zustande.“ Der Autor des bei Springer erschienenen Sachbuchs Das Gespinst der Digitalisierung vermutet, dass dieses Bröckeln gedachter demokratischer Gewissheiten etwas mit einer allgemeinen Entwicklung in der Welt zu tun hat, die einem großen Teil der Menschheit Angst macht: mit der globalen Digitalisierung, der digitalen Vernetzung und dem Eindringen künstlicher Intelligenz in scheinbar jede Ritze unseres menschlichen Lebens. In seinem Buch spannt Sendler jetzt einen Bogen von der Digitalisierung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Umbrüchen und verknüpft seine Analyse mit politischen, historischen, wirtschaftlichen, soziologischen und philosophischen Fragestellungen.

„Das, wofür sich da in einem Land nach dem anderen Mehrheiten entscheiden, sind keine neuen Ideen – es sind alte, längst überholt gedachte: Nationalismus, Ausgrenzung von Andersartigem sowie linke und rechte Wutparolen der extremen Art, denen man noch vor ein paar Jahren in kaum einem demokratischen Land der westlichen Welt das Erreichen einer Mehrheit zugetraut hätte“, gibt Ulrich Sendler zu Bedenken. Ausgerechnet in den führenden Industrieländern sei diese Epidemie ausgebrochen. Die Demokratie werde in immer mehr Ländern reduziert auf das Wahlrecht, während wichtige Elemente des Rechtsstaats aus der Verfassung gestrichen, Verfassungsgerichte in ihren Kontrollrechten beschnitten und Meinungs- und Pressefreiheit attackiert oder gänzlich beseitigt werden. Gleichzeitig verändert sich die Industrie, so Sendler weiter: „Die Art, wie mit Produktentwicklung und Produktion sowie mit Dienstleistung und Handel Werte geschöpft werden, ändert ihre Gestalt.“ In weniger als 20 Jahren habe sich die gesamte Gruppe der führenden Großkonzerne erneuert: „Die großen alten Industrien wie Konsumgüter- und Autohersteller oder Energieerzeuger und die Pharmaindustrie sind zwar noch da, aber ihre Führungsrolle ist in Frage gestellt – seit 2013 haben Apple und Google sich vor Coca-Cola an die Spitze der laut Interbrand wertvollsten Marken der Welt gesetzt.“ Die digitale Vernetzung sei zum Kern des Geschäftsmodells der führenden Unternehmen der Welt geworden.

Nach Sendlers Analyse gehen die gegenwärtigen Angriffe auf die Demokratie und deren schwache Abwehr nicht zufällig mit der Digitalisierung von Wirtschaft und Industrie einher: Sie sind vielmehr zwei Seiten derselben Medaille: „Es deutet sich erneut und in vielerlei Hinsicht vergleichbar mit der Situation zu Beginn der Industrialisierung an, dass als Folge der Digitalisierung bald weltweit eine neue Wirtschaftsordnung an die Stelle der kapitalistischen Marktwirtschaft treten könnte.“ Vieles ließe zudem vermuten, dass sich der Übergang vom industriellen ins digitale Zeitalter nicht ohne Revolten, Umstürze und Kriege vollziehen wird.

Übersichtlich strukturiert und leicht verständlich geschrieben hilft das Buch Lesern, das Wesen der digitalen Transformation zu begreifen –  unter anderem, indem es Parallelen zur industriellen Revolution aufzeigt. In seinem Rückblick auf die Geschichte zeigt Ulrich Sendler, auf welche Art und Weise gesellschaftliche Phänomene wie Klassenkampf, Nationenbildung und Demokratisierung mit dem Industriezeitalter verwoben sind. Er beschreibt, wie die Digitalisierung spätestens seit den 1970er Jahren mit der massenhaften Herstellung von Mikrochips die Welt erobert. Diese Entwicklung ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass fast alle privaten und öffentlichen Bereiche davon geprägt sind. Der Autor verknüpft seine Schilderung mit politisch-gesellschaftlichen Umbrüchen – von der Revolte der 68er bis zum neoliberalen Gesellschaftsentwurf. Das Buch sagt nicht vorher, was auf uns zukommt. Es stellt Zusammenhänge her, hilft aktuelle Entwicklungen zu verstehen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ulrich Sendler will damit eine Debatte über das anbrechende digitale Zeitalter und damit über den dritten großen Umbruch der Menschheit nach der landwirtschaftlichen und der industriellen Revolution anstoßen.

Ulrich Sendler ist seit mehr als drei Jahrzehnten als Fachjournalist, Technologieanalyst und Autor rund um die Digitalisierung der Industrie tätig. Sein Buch Industrie 4.0 wurde in China ein Bestseller.

Ulrich Sendler
Das Gespinst der Digitalisierung
2018, 319 S.
Hardcover + eBook € 24,99 (D) | € 25,58 (A) | sFr 25.50 (CH)
ISBN 978-3-658-21896-6
Auch nur als eBook verfügbar

Weitere Informationen

Informationen zum Buch
www.springer.com/de/book/9783658218966

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Informatikerin der TU Kaiserslautern in Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ berufen

Der Bundestag hat Professorin Dr. Katharina Anna Zweig in die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ berufen. Die Informatikerin setzt sich an der Technischen Universität Kaiserslautern mit ihrem Team im Algorithm Accountability Lab kritisch mit dem Umgang von Algorithmen auseinander. Die Kommission kommt am 27. September zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Sie hat die Aufgabe, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um Chancen der Künstlichen Intelligenz (KI) für die Gesellschaft nutzbar zu machen und Risiken zu begrenzen.

Die Kaiserslauterer Informatik-Professorin untersucht algorithmische Entscheidungssysteme, die wichtige Lebenssituationen von Menschen bewerten. Dabei erforscht sie auch Methoden, mit denen sie sich künftig besser kontrollieren lassen. Über die Berufung freut sich die Forscherin: „Die Sachverständigen decken eine hohe Bandbreite an Expertise ab, viele von den Bundestagsabgeordneten haben auch Erfahrung in der IT; das ist eine gute Grundlage. Es ist wichtig, dass wir den Gestaltungspielraum für KI heute abstecken, um damit auf der einen Seite wirtschaftlich innovativ zu bleiben und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen, und auf der anderen Seite soziale und menschliche Entscheidungen zu treffen.“

Im vergangenen Jahr hat Zweig zum Beispiel mit der Initiative AlgorithmWatch und einem Konsortium von Landesmedienanstalten vor der Bundestagswahl überprüft, wem die Suchmaschine Google welche Nachrichten beziehungsweise Ergebnisse anzeigt. Ihre Untersuchung hat gezeigt, dass Google deutlich weniger personalisiert als angenommen: Bei der Suche nach Politkern gab es im Durchschnitt nur ein bis zwei unterschiedliche Links, auch bei den Parteien stimmte der Großteil überein.

Der Kommission gehören 19 Mitglieder des Bundestages sowie 19 Sachverständige an. Weitere Informationen unter http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/029/1902978.pdf

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15 Tipps: So wird der Online-Shop fit für Weihnachten

Wie jedes Jahr steht bereits vier Monate vor Weihnachten der Spekulatius in den Regalen. Was Verbraucher nervt, ist für Online-Händler ein guter Startschuss, um den Shop rechtzeitig auf die umsatzstärkste Zeit des Jahres vorzubereiten. Unsere 15 Tipps für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft.

1. Bestellprozess einfach halten
So wenige Klicks wie möglich, so viele wie nötig. Erleichtern Sie Ihren Kunden von der Produktauswahl bis zum Warenkorb den Bestellprozess. Denken Sie auch an eilige Shopper oder Silver Surfer, die eine klare Menüführung benötigen.

2. Frühzeitig Kundenbewertungen sammeln
Rüsten Sie Ihre Seiten rechtzeitig mit Bewertungen. Shopbewertungen schaffen Vertrauen in Ihr Unternehmen, Produktbewertungen helfen bei der Produktauswahl und halten die Retourenquote niedrig.

3. Warenbestand aufstocken
Wer nicht rechtzeitig zum Fest liefert, verprellt Kunden. Prüfen Sie deshalb jetzt schon Ihre Warenbestände und geben Sie Lieferzeiten realistisch an.

4. Website rechtssicher gestalten
Post vom Abmahnanwalt ist das Letzte, was Sie in der Hochphase des Jahresgeschäfts gebrauchen können. Checken Sie, ob Ihre Website allen rechtlichen Anforderungen genügt, insbesondere denen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

5. Neukunden Sicherheit beim Einkauf vermitteln 
Im Weihnachtsgeschäft finden besonders viele Gelegenheitskäufer zu Ihnen. Diese gilt es davon zu überzeugen, dass sie es mit einem seriösen Online-Shop zu tun haben. Vermitteln Sie Sicherheit, indem Sie einen Käuferschutz anbieten, ein Gütesiegel anzeigen, ausreichend Kontaktmöglichkeiten bereitstellen sowie Impressum und AGB auf dem neuesten Stand halten. 

6. Online-Werbung vorbereiten
Überlegen Sie schon jetzt Themen für Ihre Online-Werbung. Was interessiert Ihre Käufer und in welchen Formaten können Sie darauf eingehen? Möglich sind beispielsweise Facebook- oder Google-Anzeigen, spezielle Landingpages, Mailings oder in sozialen Medien veröffentlichte Kundenbewertungen.

7. Ausreichend Mitarbeiter einstellen
Der Ansturm in der Weihnachtszeit ist für Sie als Händler nur dann erfreulich, wenn Sie ihn auch bewältigen können. Stellen Sie ausreichend Mitarbeiter ein, bedenken Sie auch vorab schon Ausfälle durch mögliche Erkältungswellen und berücksichtigen Sie ebenso die Zeit nach Weihnachten, in der Retouren und Rückfragen kommen oder Gutscheine eingelöst werden.

8. Serverkapazität auf hohe Auslastung vorbereiten
Ein Website-Ausfall aufgrund von hohen Zugriffszahlen stellt in der Weihnachtszeit den Albtraum aller Händler dar. Checken Sie deshalb rechtzeitig in Testszenarien und Analysen die Leistung Ihrer Server. Ebenso ist die Seitengeschwindigkeit dafür entscheidend, dass Käufer nicht abspringen.

9. Angebote auf der Startseite platzieren
Die Startseite ist die perfekte Werbefläche, da sich dort die meisten Besucher aufhalten. Geben Sie entweder den Produkten, die sich ohnehin gut verkaufen, mit einem Banner einen zusätzlichen Schub, oder bringen Sie weniger beachtete Produkte in den Fokus Ihrer Besucher.

10. Google-Präsenz ausbauen
Kunden finden Ihren Online-Shop auf Google über Werbeanzeigen, organische Suchergebnisse oder Bewertungssterne in Google Shopping. Außerdem sollten Sie als SEO-Maßnahme häufige Suchbegriffe, die zu Ihren Produkten passen, abklopfen und auf Ihrer Website platzieren. Denkbar ist auch eine eigene Landingpage zu ausgewählten Produkten. Die Häufigkeit von Suchbegriffen können Sie gut auf Google Trends prüfen.

11. Den Online-Shop festlich dekorieren
Erzeugen Sie auf der Startseite Weihnachtsgefühle durch eine passende Dekoration. Seien Sie bei der Motivauswahl kreativ und achten Sie darauf, dass das Styling mit Ihrer Ware harmoniert. Weihnachtskugeln, Zuckerstangen, Tannenzweige und Holzhintergrund haben Kunden schon oft genug gesehen. Versuchen Sie auch mal weniger gängige Motive wie Glöckchen, Kerzen, Kaminfeuer, Zimt oder Rentiere.

12. Produkte als Geschenkpaket bündeln
Gerade Kunden, die bei Geschenken weniger einfallsreich sind, lieben schöne Pakete, die sie ohne weiteren Aufwand verschenken können. Schauen Sie, ob Sie Produkte anbieten, die sich dafür eignen, zum Beispiel Bücherkisten, Winterkleidung, Süßigkeiten. Oder ein Paket mit Weihnachtskrimi, Rentierpullover und einer Tafel Schokolade?

13. Jetzt schon auf das neue Verpackungsgesetz vorbereiten
Am 01.01.2019 tritt das neue Verpackungsgesetz in Kraft und löst die bisherige Verpackungsverordnung ab. Für viele Online-Händler bedeutet das eine Registrierung bei der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister. Kümmern Sie sich bereits jetzt um dieses Thema, damit es Sie in der Weihnachtszeit nicht überfällt.

14. Besucher auf der Seite halten
Die umsatzreichste Zeit des Jahres stellt eine gute Gelegenheit dar, neue Kunden zu gewinnen. Dafür ist entscheidend, dass Besucher Ihre Website nicht gleich wieder verlassen. Dies erreichen Sie über eine klare Menüführung, ausreichende, aber nicht überbordende Informationen zu den Artikeln oder ein Pop-up mit einem Rabatt, das sich öffnet, sobald der Kunde den Mauszeiger aus dem Browserfenster hinausbewegt.

15. Geschenkpapier besorgen
Da in der Weihnachtszeit naturgemäß überwiegend Geschenke gekauft werden, wünschen sich viele Kunden, dass die Ware in Geschenkpapier eingepackt wird. Nutzen Sie die Gelegenheit, um mit gutem Service gleich doppelt zu glänzen: Die hübsche Verpackung sehen sowohl der Käufer als auch der oder die Beschenkte.

Niemand hat im Spätsommer Lust auf Weihnachten, doch wenn Sie als Online-Händler frühzeitig die Planung beginnen, besitzen Sie einen klaren Wettbewerbsvorteil.

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