DIHK startet mit Resolution für Weltoffenheit ins neue Jahr

Mit dem Start des neuen Jahres hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Resolution "Deutsche Wirtschaft für Weltoffenheit und gegen Ausländerfeindlichkeit" veröffentlicht.

Der Aufruf war zuvor in der DIHK-Vollversammlung von allen Präsidentinnen und Präsidenten der 79 deutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs) einstimmig beschlossen worden.

Dazu erklärt DIHK-Präsident Eric Schweitzer:

"Wir waren uns unter den Präsidentinnen und Präsidenten in der IHK-Organisation sehr einig, dass wir bei diesem Thema in besonderer Weise gefragt sind.

Die deutsche Wirtschaft ist international so stark vernetzt wie kaum eine zweite. Allein in unserer Industrie hängt jeder zweite Arbeitsplatz am Export. Unser Wohlstand wäre ohne die europäische Einigung und den Wegfall nationaler Barrieren für Waren und Dienstleistungen, aber auch für Menschen innerhalb Europas nicht auf diesem Niveau möglich.

Dafür müssen wir mehr werben und wirtschaftliche Zusammenhänge besser erklären. Dabei wollen wir auch zuhören und verstärkt ins Gespräch kommen: Denn es ist wichtig, die bisweilen auch diffusen Ängste vor Veränderung ernst zu nehmen und ihnen ein positives Zukunftsbild gegenüberzustellen.

Wir als deutsche Wirtschaft sehen uns dabei besonders in der Pflicht. Denn wir können sehr viele positive Erfahrungen aus unserer betrieblichen Praxis berichten – zusammen mit Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräften, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie vielen anderen engagierten Menschen.

Wenn Menschen miteinander arbeiten und gemeinsam Probleme lösen, integrieren sie in den Betrieben in der Regel erfolgreich kulturelle Unterschiede. Und wir werden diesen Zusammenhalt gegen Versuche verteidigen, einen Keil in unsere immer internationaleren und vielfältigeren Belegschaften zu treiben.

Inzwischen werden übrigens vier von zehn neuen Unternehmen hierzulande von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet. Sie tragen damit erheblich zum Wohlstand des Landes und dem Zusammenhalt seiner Gesellschaft bei."

Die Resolution steht hier zum Download bereit:

"Deutsche Wirtschaft für Weltoffenheit und gegen Ausländerfeindlichkeit"

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DIHK veröffentlicht Aktionsplan: Chinas neue Rolle in der Welt – die Chancen nutzen

China ist der wichtigste Handelspartner für die deutsche Wirtschaft. Welche strategischen Punkte für die weitere erfolgreiche Kooperation essenziell sind, hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt in einem "Aktionsplan China 2019+" zusammengefasst.

Der Konflikt zwischen den Wirtschaftsgiganten USA und China spitze sich zu, und Deutschland drohe zunehmend in ein "Entweder-oder-Dilemma" zu geraten, erklärt DIHK-Präsident Eric Schweitzer das Erfordernis für einen solchen Aktionsplan.

"Im Interesse der weltweit tätigen deutschen Unternehmen und unserer international vernetzten heimischen Wirtschaft kann unsere Zukunft nur in einer ‚Sowohl-als-auch-Strategie‘ liegen", betont der DIHK-Präsident.

Das neue DIHK-Papier beschreibt – durchaus auch kritisch – Chinas neue Rolle in der Welt und Wege, wie die deutschen Wirtschaftsbeziehungen mit dem Reich der Mitte mittels "Wandel durch Handel" beeinflusst werden können.

Aufbauend auf der Expertise des Netzwerks von DIHK, Industrie- und Handelskammern (IHKs) sowie Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) wurden sieben Aktionsfelder benannt, auf denen ganz konkret Chancen identifiziert, kommuniziert und genutzt werden sollten.

Dabei wird die Handelspolitik ebenso analysiert wie chinesische Investitionen in Deutschland, das Thema Innovationen oder die "Neue Seidenstraße". Hierfür, aber auch für die Aktionsfelder Kommunikation, Kooperationen auf Drittmärkten sowie das Engagement bei Plattformen und Dialogforen, skizziert der DIHK jeweils die Ausgangslage und Maßnahmen, die das IHK/DIHK/AHK-Netzwerk vorschlägt.

Den "Aktionsplan China 2019+" finden Sie als pdf im Anhang.

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Für ein lebendiges Unternehmertum in Deutschland

Gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und den drei weiteren Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) heute seine neue Gründungsoffensive gestartet.

Die Initiative soll Menschen ermutigen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, und die Gründungskultur in Deutschland stärken. "Mit ihren Ideen, Produkten und Dienstleistungen tragen Gründerinnen und Gründer zu einer dynamischen, innovativen und international wettbewerbsfähigen Wirtschaft bei und sorgen für zukunftsfähige Arbeitsplätze", betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bei der Pressekonferenz an diesem Donnerstag in Berlin.

"Start-ups, Unternehmensgründungen und Unternehmensnachfolgen im Dienstleistungsbereich, im Handwerk, in der gewerblichen Wirtschaft und in freien Berufen machen den Wirtschaftsstandort Deutschland stark und sind ein wichtiger Pfeiler unserer Sozialen Marktwirtschaft", so Altmaier.

DIHK-Präsident Eric Schweitzer betonte, dass die gemeinsame Gründungsoffensive "zur richtigen Zeit" komme. Denn: "Die gewerblichen Existenzgründungen sind zwar sieben Jahre lang in Folge zurückgegangen. Wir sehen aber zugleich Chancen für eine Trendwende." So verzeichneten die Gründertage der Industrie- und Handelskammern (IHKs) wieder zweistellige Zuwachsraten.

"150.000 Menschen lassen sich pro Jahr in den IHKs beraten, weil sie ein Unternehmen neu gründen oder übernehmen wollen", berichtete Schweitzer. "Dieses Interesse müssen wir nutzen, denn der Mut zur Gründung hat unser Land auch in der Vergangenheit stark gemacht."

Außerdem verwies der DIHK-Präsident darauf, dass "auf allen Ebenen weniger Bürokratie" nötig sei, damit sich die neuen Unternehmer auf ihr Geschäft konzentrieren könnten. Auch dürfe die Unternehmensbesteuerung am Standort Deutschland keine Gründer abschrecken.

Zum Auftakt der Gründungsoffensive benennen BMWi, DIHK, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in einer gemeinsamen Erklärung die für eine Stärkung der Gründungskultur in Deutschland wesentlichen Punkte.

Darüber hinaus sind für 2019 vier Regionalkonferenzen geplant, die Gründerinnen und Gründern den direkten Austausch mit Bundesminister Altmaier und den Verbänden ermöglichen.

Sie finden das komplette Statement von DIHK-Präsident Schweitzer hier zum Download:
Statement Schweitzer zur Gründungsoffensive (PDF, 231 KB)

Die gemeinsame Erklärung, die Publikation "10 Punkte für mehr Gründungen" und weitere Details zur Gründungsoffensive gibt es auf deren Internetseite unter der Adresse www.existenzgruender.de/go.

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IHK-Energiewende-Barometer: Die Stimmung ist gekippt

Die Unternehmen hierzulande sind unzufrieden mit dem Status quo der Energiewende und der Unsicherheit über deren Entwicklung. Das zeigt die jüngste Umfrage der IHK-Organisation zur Energiewende, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt vorgelegt hat.

An der Online-Erhebung für das "IHK-Energiewende-Barometer 2018" beteiligten sich knapp 2.200 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammern (IHKs).

Das Fazit von DIHK-Präsident Eric Schweitzer ist ernüchternd: "Die Stimmung zur Energiewende ist gekippt. Die Unternehmen sehen inzwischen mehr Risiken als Chancen in der Energiewende."

Erstmals seit 2014 falle die Bewertung schlechter aus als im Vorjahr. Schweitzer: "Die Akzeptanz schwindet vor allem wegen steigender Energiekosten, nicht nur bei Öl und Gas." Rund 40 Prozent der Unternehmen hätten 2018 von steigenden Strompreisen berichtet; die Hauptlast trage der Mittelstand. "In keinem EU-Land sind die Strompreise für mittelständische Industriebetriebe höher als hierzulande", kritisiert der DIHK-Präsident.

Und er warnt: "Der aktuell diskutierte Ausstieg aus der Kohleverstromung wird zu weiteren Kostensteigerungen führen." Die Entwicklung betreffe nicht nur energieintensive Unternehmen. "Sie behindert Investitionen und die Neuansiedlung von Unternehmen in der Breite und wird damit zu einer gesamtwirtschaftlichen Herausforderung", so Schweitzer.

Das gelte besonders für die vom Braunkohleausstieg direkt betroffenen Regionen, die auf die Ansiedlung von Zukunftstechnologien hofften, etwa der Batteriezellenfertigung oder der Verarbeitung von Carbonfasern. "Hohe Stromkosten machen den angestrebten Strukturwandel noch schwieriger."

Notwendig sei deshalb eine zügige Entlastung der Wirtschaft. Das fordern laut Energiewende-Barometer zwei Drittel der Unternehmen. Als "guten Weg dafür" schlägt der DIHK-Präsident vor, einen großen Teil der EEG-Umlage aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. "Zu den Top-Forderungen gehören außerdem eine Beschleunigung des Netzausbaus und eine bessere Abstimmung der vielen Einzelmaßnahmen zur Umsetzung der Energiewende."

Sie finden die aktuelle Umfrage hier zum Download:

IHK-Energiewende-Barometer 2018 (PDF, 1,1 MB)

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„PortalMENA“ – Ihr Tor zu den Märkten des Nahen Ostens

Vielfältig, dynamisch, komplex: die Märkte des Nahen Ostens sind alles andere als einfach und dennoch sehr attraktiv für deutsche Unternehmen. Gebündelte Informationen rund um den Handel mit der Mena-Region ("Middle East and North Africa") bietet ab sofort eine neue Website.

Unter der Adresse www.portalmena.de haben der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) der Region und Industrie- und Handelskammern (IHKs) mit entsprechendem Länderfokus Know-how zu Marktpotenzialen, die Ansprechpartner bei IHKs und AHKs sowie aktuelle Projekte und Veranstaltungen im In- und Ausland zusammengetragen.

Das Portal behandelt die Maghreb-Staaten Marokko, Algerien und Tunesien, Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jemen und andere Länder der arabischen Halbinsel sowie Irak und Iran.

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„Welthandelssystem gerät immer mehr aus den Fugen“

Die globale Handels- und Sanktionspolitik belastet deutsche Betriebe zunehmend, entsprechend steigt auch ihr Beratungsbedarf. Das zeigt der heute vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlichte Außenwirtschaftsreport 2018.

"Das Welthandelssystem gerät immer mehr aus den Fugen", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer und verweist auf den aktuellen DIHK-Report, der auf den Erfahrungsberichten der Außenwirtschafts-Experten in den 79 IHKs basiert.

"Die globale Handels- und Sanktionspolitik treibt die Belastungen für die international agierenden deutschen Unternehmen in immer neue, traurige Dimensionen", berichtet Schweitzer. Denn neue Zölle zwischen USA und der EU, der Handelskonflikt zwischen USA und China, US-Sanktionen gegen Iran und Russland sowie der bevorstehende Brexit sorgten für Verunsicherung.

"So möchten viele Betriebe beispielsweise wissen, ob ihre Produkte von neuen Zöllen betroffen sind, wie sich US-Sanktionen auf das eigene Geschäft und Finanzierungsmöglichkeiten auswirken oder welche Folgen der Brexit auf den zukünftigen Warenverkehr hat", so der DIHK-Präsident.

Die Zahl der Beratungen, mit denen die IHKs die Unternehmen beim Umgang mit alten und neuen Hürden unterstützen, hat der aktuellen Erhebung zufolge im vergangenen Jahr mit mehr als 413.000 einen neuen Rekordwert erreicht. Nimmt man die rund 124.000 länderbezogenen Anfragen hinzu, belief sich die Gesamtzahl der außenwirtschaftlichen Unternehmenskontakte der IHK-Organisation 2017 auf mehr als 538.000.

Schweitzer: "Die IHK-Organisation unterstützt die Unternehmen im Umgang mit alten und neuen Hürden beim Handel und setzt sich gleichzeitig für den Abbau von Handelshemmnissen und für eine regelbasierte internationale Handelsordnung ein."

Den "DIHK-Außenwirtschaftsreport 2018" mit mehr Infos zu dem breiten Spektrum an Services, mit denen die IHKs die Unternehmen im Auslandsgeschäft unterstützen, finden Sie zum Download auf der Website des DIHK.

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Schulische Berufsorientierung verstärkt Akademisierungstrend

Nicht nur an den Gymnasien, sondern auch an anderen weiterführenden Schulen wird deutschen Schülern nach dem Eindruck ihrer Eltern immer öfter vermittelt, dass der Weg ins Berufsleben in erster Linie über die Hochschulen führt. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Umfrage.

In der repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey gab die Hälfte der Eltern von Gymnasiasten an, dass die schulischen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung ihrer Kinder eine Tendenz zum Studium haben. Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) ist sogar der Meinung, dass die Angebote zur Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium eindeutig auf ein Studium abzielen.

Auch an anderen weiterführenden Schulen sind die Angebote nach dem Eindruck von fast 30 Prozent der Eltern auf die Hochschule ausgerichtet.

"Diese Ergebnisse zeigen: Wir müssen alle gemeinsam mehr dafür tun, dass mögliche Azubis und Studierende schon im frühen Schulalter genauso viel über die duale Ausbildung informiert werden", kommentiert DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Umfrage, die sich mit den Erfahrungen der Industrie und Handelskammern (IHKs) deckt.

"Auch die Eltern müssen wir dabei mitnehmen. Denn zu viele von ihnen wissen gar nicht, dass der Weg über eine Ausbildung und eine anschließende Höhere Berufsbildung oftmals ebenso gute Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten wie ein akademischer Werdegang bietet."

Der DIHK setzt deshalb darauf, Schülerinnen und Schülern frühzeitig mehr praktische Erfahrungen zu vermitteln: "Raus aus dem Klassenzimmer, rein in den Betrieb und die Praxis erleben. Nur so können Jugendliche konkrete Erfahrungen machen, die ihre Berufswahl erleichtern", so Schweitzer. "Ich glaube, dass so weniger junge Menschen ein Studium aufnehmen, das sie dann später frustriert abbrechen."

Das Angebot zur Berufs- und Studienorientierung, das ihren Kindern hauptsächlich gemacht wird, sind laut Eltern Betriebspraktika und Unternehmensbesuche (36 Prozent Gymnasium, 38 Prozent andere weiterführende Schulen).

Noch höher wird deren Nutzen bewertet. Sowohl Eltern von Gymnasiasten (56 Prozent) als auch von Kindern auf anderen weiterführenden Schulen (62 Prozent) sehen in Betriebspraktika und Unternehmensbesuchen die mit Abstand größte Hilfe bei der beruflichen Orientierung. Auf Platz zwei und drei folgen das Schulfach Berufsorientierung sowie Ausbildungs- und Jobmessen.

Erschreckend ist, dass rund ein Fünftel der Eltern wahrnehmen, dass ihren Kindern keinerlei Angebote zur Berufs- und Studienorientierung in der Schule gemacht werden. Dazu Schweitzer: "Die verschiedenen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung müssen besser ineinandergreifen und entlang der gesamten Bildungskette aufeinander aufbauen. Dazu müssen alle beteiligten Akteure Hand in Hand arbeiten. Die Verzahnung von Schule und Betrieb darf nicht erst in der Ausbildung beginnen."

Das zeige auch die DIHK Ausbildungsumfrage 2018: "Aus Sicht der befragten Betriebe ist die Unsicherheit bei der Berufswahl aktuell das größte Ausbildungshemmnis. Die unklaren Berufsvorstellungen und fehlende Berufsorientierung führen zu Ausbildungs- und Studienabbrüchen, verzögern den Eintritt in den Arbeitsmarkt und verstärken den Fachkräftemangel. Daher pochen wir als Wirtschaft darauf, die Berufs- und Studienorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen zu verbessern und auszubauen."

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10. Mitteldeutscher Exporttag – Erfolgreich trotz Handelsprotektionismus

Unter dem Motto "Erfolgreich trotz Handelsprotektionismus“ findet am 11. September in der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) in Dresden der 10. Mitteldeutsche Exporttag der Industrie- und Handelskammern (IHKs) aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt. Teilnehmen werden mehr als 150 Unternehmen aus dem mitteldeutschen Raum.

Der Exporttag soll wertvolles Know-how mit Praxisbezug für das Auslandsgeschäft vermitteln: Wie lassen sich Handelsschranken überwinden? Wie nutzt man Freihandelsabkommen? Wie managt man in Zeiten eines zunehmenden Protektionismus optimal einen Markteintritt? Renommierte Experten geben Inspiration und praktische Ratschläge.

Zu dieser Veranstaltung (Pirnaische Str. 9, 01069 Dresden) laden wir Sie als Medienvertreter recht herzlich ein.

Programm:
10:30 bis 16:30 Uhr

Brexit, America first, China, Russland(Sanktionen) und vieles mehr. Das detaillierte Programm finden Sie beigefügt.

Anmeldung:
Sollten wir ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns über Ihr Kommen! Bitte informieren Sie uns bis zum 10. September über Ihre Teilnahme per E-Mail an fiehler.lars@dresden.ihk.de

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Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung: Viele Aufträge, ehrgeiziger Zeitplan

Monatelang wurde um die Besetzung der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung, landläufig als "Kohlekommission" bekannt, gerungen. Im Juni hat sie die Arbeit aufgenommen. Bis zum Jahresende soll sie einen Ausstiegspfad aus der Kohleverstromung und zugleich Perspektiven für die Begleitung des Strukturwandels in der Lausitz sowie dem Mitteldeutschen und dem Rheinischen Revier erarbeiten. Der Auftrag der Bundesregierung sieht auch vor, Vorschläge zu machen, wie die Klimaschutzziele 2020 und 2030 (weitgehend) erreicht werden können. Sowohl Arbeitsauftrag als auch Zeitplan sind damit sehr ambitioniert.

Regionale Initiativen berücksichtigen

Klar ist: Die Kohleregionen brauchen finanzielle, infrastrukturelle und regulatorische Unterstützung, um den mit einem Kohleausstieg verbundenen Strukturwandel zu bewältigen. Schon heute wird in dieser Hinsicht vor Ort sehr viel getan. Beispiele hierfür sind die Innovationsregion Lausitz und die Innovationsregion Rheinisches Revier. Der DIHK macht sich deshalb dafür stark, solche Initiativen in der Arbeit der Kommission zu berücksichtigen. Die Akteure vor Ort kennen die Herausforderungen, aber auch die Anknüpfungspunkte für eine erfolgversprechende Strukturentwicklung am besten. Ein von der Kommission verordneter Strukturwandel „auf der grünen Wiese“ würde es hingegen schwer haben, regional Früchte zu tragen.

Strukturbrüche vermeidbar

Strukturwandel braucht Zeit. Langfristig tragfähige Strategien lassen sich leichter entwickeln, wenn sich der Zeithorizont nicht nur bis 2035, sondern bis 2045 erstreckt. Grundsätzlich wäre es auch nicht zwingend notwendig, ein Enddatum für die Braunkohle festzulegen. Denn Mitte der 2040er-Jahre läuft die Genehmigung für den letzten Tagebau aus. Damit steht ein Enddatum de facto bereits fest. Abbau und Verstromung der Braunkohle werden ohnehin bis dahin Schritt für Schritt heruntergefahren – die CO2-Emissionen sinken. Auch der europäische Emissionshandel, dem alle Kraftwerke unterliegen, und der Ausbaupfad für erneuerbare Energien werden die Kohle nach und nach aus dem Markt drängen.

Strompreise, Versorgungssicherheit und Klimaschutz gleich gewichten

In der Diskussion um den Kohleausstieg müssen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Strompreise gleichermaßen Berücksichtigung finden. Denn ein schneller Kohleausstieg führt zu steigenden Preisen. Am Standort Deutschland haben Unternehmen aber schon jetzt die europaweit höchsten Strompreise zu schultern. Weitere Risiken sind bereits vorprogrammiert: Noch bestehende Überkapazitäten bei der Stromversorgung werden im Zuge des Atomausstiegs bis 2023 fast vollständig abgebaut. Ein zu schneller Ausstieg aus der Kohle wäre daher unter dem Aspekt der Versorgungssicherheit ein zusätzlicher Risikoposten.

Wertschöpfungsketten in Deutschland halten

Ein übereilter Kohleausstieg hätte weitaus umfangreichere Auswirkungen, als auf den ersten Blick ersichtlich: Die Wirtschaft in Deutschland steht bis heute auf einer starken industriellen Basis. Ihr Vorteil liegt in der engen Zusammenarbeit von Unternehmen aller Größen und Branchen, die es ermöglicht, industrielle Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze vor Ort zu halten. Am Anfang dieser Wertschöpfungsketten stehen die energieintensiven Grundstoffindustrien, die ganz besonders auf international wettbewerbsfähige Strompreise und eine sichere Strom- und Wärmeversorgung angewiesen sind. Ein Wegbrechen der Grundstoffindustrien hätte weitreichende wirtschaftliche Folgen – gerade auch in den Kohlerevieren, in denen sie aufgrund der traditionell hohen Verfügbarkeit von Energie bislang stark vertreten sind.[1]

[1] vgl. „Die Bedeutung der Wertschöpfungsfaktors Energie in den Regionen Aachen, Köln und Mittlerer Niederrhein“, Kurzstudie im Auftrag der IHKs Aachen, Köln und Mittlerer Niederrhein, Mai 2018.

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Hilfe für Unternehmer und Start-ups

Öffentliche Förderprogramme sind ein wichtiger Baustein der Mittelstandsfinanzierung. Zinsvergünstigte Darlehen, Zuschüsse, Bürgschaften und Beteiligungen bieten eine solide Grundlage zur betriebsgerechten Finanzierung und sichern die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen.

„Für Unternehmer und Start-ups ist es unerlässlich, sich rechtzeitig vor Investitionen über mögliche Förderprogramme zu informieren. Die zwölf baden-württembergischen IHKs bieten hierbei gezielte Unterstützung und fundierte Beratung zu den öffentlichen Förderprogrammen“, betont Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Unkelbach, Vize-Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags und Präsident der für den Bereich Gewerbeförderung der baden-württembergischen IHKs federführenden IHK Heilbronn-Franken.

Mit der Broschüre „Finanzielle Gewerbeförderung im Land Baden-Württemberg“ bieten die IHKs umfassende Information. Die unter der Federführung der IHK Heilbronn-Franken nun aktualisierte Publikation enthält auf 24 Seiten die wichtigsten Förderprogramme von Bund und Land. In kompakter Form wird informiert, wer antragsberechtigt ist, was gefördert wird, wie die Konditionen sind und wo die Förderanträge zu stellen sind.

Die Förderinstitute von Bund und Land unterstützen bei den unterschiedlichsten Investitions- und Finanzierungsvorhaben. Die häufigste Form der Förderung sind zinsgünstige Kredite mit langen Laufzeiten. Ebenso attraktiv sind Zuschüsse, die bspw. für Unternehmensberatungen gewährt werden können. Bei fehlenden Sicherheiten gibt es Bürgschaften, zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung können Beteiligungen beantragt werden.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei der örtlichen IHK und als PDF.

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