Mehr junge Handwerker am Start

Die Zahl der Jugendlichen, die eine berufliche Ausbildung und die Weiterbildungsmöglichkeiten im Handwerk als attraktiven Karriereweg wählen, hat im vergangenen Jahr zugenommen. Das Plus in der Region Stuttgart liegt bei 1,3 Prozent. Damit werden 4.283 Schulabgänger (Vorjahr 4228) in einem der 130 Ausbildungsberufe ausgebildet. Über alle Ausbildungsjahre hinweg sind derzeit 10.574 Azubis im Handwerk beschäftigt.

„Immer mehr Betriebe erkennen aufgrund des Fachkräftebedarfs, dass sie ihre Nachwuchssuche verändern und auf junge Menschen aktiv zugehen müssen“, betont Thomas Hoefling, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart. „Unternehmer lassen sich von unserer Ausbildungs- und Personalberatung dabei begleiten, ein Nachwuchsmanagement aufzubauen. Sie spüren immer mehr, dass ihre Qualität als Arbeitgeber gefragt ist und ein entsprechendes Ausbildungsmarketing entwickelt werden muss. Die Handwerksbetriebe bewerben sich nun intensiver und gezielter um die Jugendlichen“, so das Fazit des Kammerchefs. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Handwerk dokumentiere die große Bedeutung der beruflichen Bildung, wenn es darum gehe, den Fachkräftebedarf zu sichern. „So erfreulich die Entwicklung ist, bleibt es dennoch weiter eine Herausforderung, möglichst alle Lehrstellen mit ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Schulabgängern zu besetzen. Keine Lehrstelle darf zu einer Leerstelle werden – das können wir uns nicht erlauben.“ Immerhin blieben 2018 über 500 Ausbildungsplätze alleine in der Online-Lehrstellenbörse der Handwerkskammer als vakant zurück.

Eine wichtige Rolle übernimmt die duale Ausbildung auch bei der Integration junger Geflüchteter. Handwerksbetriebe bringen sich hier mit besonderem Engagement ein. Die Zahl der Azubis mit Staatsangehörigkeit aus Asylzugangsstaaten wie Afghanistan, Syrien, Iran oder Irak hat sich seit dem vergangenen Jahr fast verdoppelt und liegt nun bei insgesamt 656. Hoefling: „Wichtig ist allerdings der Unterstützungsbedarf auch nach dem Übergang in eine duale Ausbildung.“ Deshalb stelle die Kammer den Betrieben ein breit aufgestelltes Beratungsteam zur Seite.  „Klar ist aber auch: Sprachliche Förderung ist der zentrale Schlüssel, wenn die Integrationspfade erfolgreich weitergeführt werden sollen. Begleitende Deutschkurse an den Berufsschulen gibt es viel zu wenige. Jetzt ist die Politik am Zug, hier rasch Angebote zu schaffen“, erklärt der Hauptgeschäftsführer.

Nach wie vor rekrutiert sich der Handwerkernachwuchs hauptsächlich aus Schulabgängern mit der Mittleren Reife (2018: 1.831, -1,4 Prozent). Leicht zugenommen hat die Zahl der Abgänger von Hauptschulen. Das Plus liegt bei 3,3 Prozent (1.441). Für die Karriereleiter im Handwerk waren wie im Vorjahr 640 Abiturienten (2017: 643) zu begeistern. Mit noch mehr ansprechenden Angeboten für diese Zielgruppe muss die Attraktivität des Handwerks weiterentwickelt und in die Fläche getragen werden. Kammer-Hauptgeschäftsführer Hoefling baut deshalb auf die sogenannte Höhere Berufsbildung, also der systematisch miteinander verzahnten Aus- und Fortbildung im Handwerk. „Mit unserem sehr praxisnahen Angebot wollen wir deutlich machen, dass ein weiterführender Schulbesuch oder ein Studium nicht immer der Königsweg im Hinblick auf eine erfolgreiche Karriere darstellt.“

Entscheidende Partner bei der Berufsorientierung seien Lehrer, die in der Schule die Bedeutung einer betrieblichen Ausbildung vermitteln. Hoefling: „Noch wichtiger aber sind die Eltern. Deshalb appellieren wir nachdrücklich an alle Mütter und Väter, das Thema Berufswahl und Ausbildung möglichst früh anzusprechen und ihre Kinder zu ermutigen, die Angebote der Berufsorientierung anzunehmen.“ Gemessen an der Zahl der Neuverträge liegt einmal mehr der Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers vor dem Friseur, dem Elektroniker und dem Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik auf der Skala der beliebtesten Ausbildungsberufe im Handwerk in der Region ganz vorne. Dann folgen die Schreiner, Maler und Lackierer sowie die Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk.

Zur ausführlichen Ausbildungsbilanz 2018 kommen Sie hier: www.hwk-stuttgart.de/ausbildungsbilanz

Weitere Infos über Ausbildungsprofile im Filmformat: www.azubiTV.de

Zur Lehrstellenbörse der Handwerkskammer: www.hwk-stuttgart.de/lehrstellenboerse

Zum Lehrstellenradar: www.hwk-stuttgart.de/lehrstellenradar

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Diversity Preisvergabe am 10. Dezember 2018, 19.30 Uhr, Obere Rathaushalle – Für Vielfalt und die Wahrung der Menschenrechte

Am 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen, Montag, 10. Dezember 2018, wird der Bremer Diversity Preis in der Oberen Rathaushalle zum neunten Mal verliehen. 2018 geht der Preis an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen und an die Einrichtung Rückenwind für Leher Kinder e.V. in Bremerhaven; Diversity Persönlichkeit 2018 ist der Gründer des Bremer sujet Verlags, Madjid Mohit. „Der Bunte Schlüssel – Vielfalt gestalten!“ ist die einzige Auszeichnung zur ganzheitlichen Förderung von Diversity in Deutschland.

Am 70. Jahrestag der Menschenrechte, dem 10. Dezember 2018, wird in Bremen der Diversity Preis „Der Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten!“ zum 9. Mal von der Hochschule Bremen (HSB) mit dem Mercedes-Benz Werk Bremen und einer elfköpfigen Trägergemeinschaft an Unternehmen, Institutionen sowie Initiativen aus der Nordwestregion verliehen. Die Auszeichnung richtet sich an Firmen, Einrichtungen, Projekte, die durch gezielte Maßnahmen Vielfalt nutzen, für Chancengleichheit sowie Antidiskriminierung eintreten und die positive Wirkung von Diversity nach außen tragen. Die Spannweite der 17 Bewerbungen, die 2018 eingingen, reicht von der Erde bis in den Weltraum: Es bewarben sich Unternehmen, Organisationen sowie Initiativen aus dem Verlagswesen, dem Gesundheitsbereich, aus Kunst, Film, Theater, Soziales, Sport, Maschinenbau, IT, bis hin zu Luft- und Raumfahrt.

Zwei konnten gewinnen: Der „Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten! 2018“ geht an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bremen und an Rückenwind für Leher Kinder e.V. in Bremerhaven. Als Diversity Persönlichkeit 2018 wird Madjid Mohit, Gründer und Inhaber des sujet Verlags, geehrt.

Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Bremen hat eine umfassende Diversity Management Strategie implementiert, die nachhaltig und konsequent in die Tat umgesetzt wird. Für diesen erfolgreichen ganzheitlichen Ansatz wird das hochspezialisierte Forschungsinstitut für Raumfahrtsysteme mit dem Diversity Preis 2018 ausgezeichnet. Diversity ist im DLR strategisch direkt beim Vorstand angesiedelt und damit Bestandteil der Gesamtstrategie sowie der Personalpolitik. In seinen Leitlinien verpflichtet sich das DLR ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist und für Chancengerechtigkeit eintritt. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben wird unterstützt durch flexible Arbeits(zeit)modelle. Das DLR Bremen hat Kernarbeitszeiten aufgelöst. Nach der Elternzeit gibt es einen strukturierten Wiedereinstieg, Weiterbildungsangebote sind ausgerichtet auf verschiedene Lebensphasen und Zielgruppen. Damit reagiert das DLR vorbildlich auf verschiedene Bedürfnisse und Lebensmodelle der Mitarbeitenden und ist attraktiver Arbeitgeber für Fachkräfte. Im DLR Bremen arbeiten 183 Menschen aus ca. 30 Ländern. Neben der Fachkompetenz kommen auch ihr Sprach- und Kulturwissen zum Einsatz. Internationale Mitarbeitende werden aber auch vom DLR unterstützt, erhalten Einführungen und Deutschkurse. Besonders zukunftsweisend ist, dass sich das DLR verstärkt mit unbewussten Vorurteilen, zum Beispiel mit Gender Bias, auseinandersetzen will. Eine gerechtere Teilhabe von Frauen im wissenschaftlich-technischen Bereich, insbesondere in Führungspositionen, soll durch Zielquoten für Wissenschaftlerinnen erreicht werden. Durch die DLR_School_Labs werden Mädchen schon früh an Technik herangeführt.

Rückenwind für Leher Kinder e.V. hat in einem Stadtteil Bremerhavens, der von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft geprägt ist, eine Leuchtturmfunktion. Das offene Haus zur Freizeitgestaltung nach der Schule steht für ein Zusammensein ohne Ausgrenzung nach dem Motto „In Gemeinschaft glücklich leben lernen“. Die Einrichtung wird mit dem Diversity Preis dafür ausgezeichnet, dass individuelle Potentiale und Kompetenzen im Team gefördert und gezielt eingesetzt werden, dass Kindern spielerisch eine Reflexion über Werte, Toleranz und Respekt vermittelt wird, was zukunftsweisend ist. Das Team bildet Diversity in vielerlei Hinsicht ab: Bei Rückenwind engagieren sich Menschen zwischen 15 und 72, mit verschiedenen kulturellen Wurzeln und Berufsfeldern. Projekte werden im Einklang mit den Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter*innen entwickelt. Gleichzeitig erhalten Mitarbeitende Weiterbildungsangebote, die sie auch in ihrer persönlichen Entwicklung stärken. Besonders gewürdigt wird, dass den Rückenwind Kindern und Jugendlichen durch Musik, Sport, Spiel und Kochen vermittelt wird, mit Unterschiedlichkeiten sowie Gemeinsamkeiten positiv umzugehen. Bei Rückenwind steht das Voneinander Lernen im Vordergrund, im Team wie bei den Kindern. Auch die Kommunikation nach außen, in den gesamten Stadtteil hinein, wird von der Diversity Jury als sehr stark eingeschätzt. Kommentar eines Jurymitglieds: „Lehe ohne Rückenwind kann man sich nicht mehr vorstellen.“ Der Verein wurde auf ehrenamtlicher Basis aufgebaut und gründet bis heute weithin auf Ehrenamt. Wenige hauptamtliche Mitarbeiter*innen werden durch Spendengelder bezahlt.

Der Verleger Madjid Mohit wird als Diversity Persönlichkeit 2018 geehrt, weil er seit über 20 Jahren vor allem politisch verfolgte Autorinnen und Autoren aus dem Iran, aus afrikanischen und arabischen Ländern, in denen Menschenrechte kaum geachtet werden, eine Stimme gibt, sie übersetzt und veröffentlicht, aber auch mehrsprachige Autorinnen und Autoren fördert. Madjid Mohit wird auch dafür ausgezeichnet, dass er durch literarische Veranstaltungen gesellschaftspolitische Themen einem breiteren Publikum nahebringt. Madjid Mohit floh 1990 aus Teheran und gründete 1996 den sujet Verlag. Seit dieser Zeit publiziert er Literatur, die wichtige gesellschaftliche und politische Themen wie zum Beispiel Migration, Werte, kulturelle Identität, Entfremdung, Integration, behandelt. Sujet steht für „Luftwurzelliteratur“, das heißt die Wurzeln von Menschen sind nicht nur an einem Ort verankert, sondern beweglich. Reisen, Migration und Flucht führen zu einer komplexen kulturellen Identität. Durch Diskussionsrunden und Literaturveranstaltungen regt Madjid Mohit den kulturellen Austausch an und bringt das Publikum mit Schriftsteller*innen in Dialog.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten eine Skulptur der Bremer Künstlerin Gisela Eufe, einen eigenen Diversity Film, eine Urkunde sowie ein Siegel, die beiden Organisationen bekommen zudem ein Preisgeld von 2500 Euro pro Institution. Die Preisverleihung wird von Dörte Maack, Trainerin, Rednerin, Coach, moderiert. Dr. Carsten Sieling Präsident des Senats, Bürgermeister von Bremen und Schirmherr des Diversity Preises, wird zu dem besonderen Anlass des Zusammenfalls von Menschenrechtstag und Preisverleihung, das Grußwort sprechen sowie einen Impuls zum Thema Menschenrechte und Wertschätzung von Vielfalt geben. Die Human Rights wurden am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Der Ursprung von Diversity Management liegt in den Antirassismus- und Frauenrechtsbewegungen der 1960er und 70er Jahre. Diese Verbindung zwischen dem Einsatz für die Förderung von Vielfalt und dem Eintreten für das Wahren der Menschenrechte wird Prof. Dr. Jutta Berninghausen, Vorsitzende des Zentrums für Interkulturelles Management & Diversity, auf der diesjährigen Preisverleihung herausstellen. Musikalisch setzen die Schauspielerin und Sängerin Gabriele Möller-Lukasz, der Musiker Andy Einhorn sowie der Sozialarbeiter und Rapper Kerim Djilali ein Zeichen für Menschenrechte. Künstlerisch machen die Wertefahnen des Kulturladen Huchting auf Menschenrechte aufmerksam.

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Paris Call: Ein Schritt in Richtung Cybersecurity

In dieser Woche fand das jährliche Internet Governance Forum der UNESCO in Paris statt. In seiner Rede am Eröffnungstag kündigte Emmanuel Macron eine neue Initiative zur Schaffung von internationalen Standards für das Internet an. Unter dem Titel „Paris Call for Trust & Security in Cyberspace“ soll das Projekt beispielsweise Normen für Datensicherheit oder Regeln für die Veröffentlichung von Sicherheitslücken erarbeiten. Insgesamt werden neun Ziele verfolgt, darunter auch Punkte wie sichere Wahlen ohne Einmischung durch Hacker oder die Bekämpfung von Hackerangriffen auf Unternehmen.

Unterschrieben haben mehr als 50 Nationen, 90 Non-Profit-Organisationen und Universitäten sowie 130 Unternehmen, darunter Technologieriesen wie Microsoft, Facebook, Google, IBM oder HP. Dabei geht es in diesem ersten Schritt noch gar nicht darum, dass die Unterzeichnenden sich zu irgendetwas verpflichten. Es handelt sich lediglich um eine Absichtserklärung, den Herausforderungen und Gefahren einer vernetzten Welt gemeinsam zu begegnen. Auch Japan zählt zu den Unterstützern der Initiative. Dessen für Cybersicherheit zuständiger Minister hat gerade zugegeben, selbst noch nie mit einem Computer gearbeitet zu haben. Dafür habe er schließlich Mitarbeiter. Nicht mit dabei sind hingegen die USA, Russland, China, der Iran und Israel, von denen einige gerade Einheiten zur Cyberkriegsführung aufbauen.

Neben der Einigkeit darüber, dass sich Cyberkriminalität nur länderübergreifend bekämpfen lässt, enthält die Erklärung noch weitere erfreuliche Details: Nicht nur Staaten als Gesetzgeber und Exekutive beteiligen sich an diesem Kampf, sondern auch Unternehmen. Im aktuellen Fall hat insbesondere Microsoft eigenen Aussagen zufolge eng mit der französischen Regierung zusammengearbeitet. Damit übernimmt die Privatwirtschaft auch immer mehr Aufgaben, die bislang eigentlich den Staaten vorbehalten waren, wie beispielsweise die Sicherung von Wahlen vor Manipulation. Diese Zusammenarbeit ist auch durchaus sinnvoll, immerhin müssen Lösungen technisch von den Unternehmen umgesetzt werden.

Bereits im April hat Microsoft mit dem Cybersecurity Tech Accord eine ähnliche Initiative ins Leben gerufen, die mittlerweile von 60 Technologieunternehmen unterzeichnet worden ist. Microsoft zufolge soll es sich dabei um eine Art „Digitale Genfer Konvention“ handeln. Und das ist längst nicht die einzige Maßnahme des Unternehmens, um die Möglichkeiten der Technik sicherer und kontrollierbarer zu machen. Auch Microsoft ist nicht allein in diesem Bestreben. Facebook und Google haben im August mit der US-Regierung zusammengearbeitet, um eine Propaganda-Kampagne, die mutmaßlich aus dem Iran stammte, zu stoppen. Facebook hat darüber hinaus während der Zwischenwahlen einen „War Room“ ins Leben gerufen, der gezielt Falschinformationen aufspüren und löschen sollte.

Der Paris Call mag noch seine Schwächen haben und so mancher Unterzeichner und Leser wird wohl auch nicht mit allen Punkten zu 100 Prozent übereinstimmen, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Internationale Verbrechen verlangen auch nach internationaler Zusammenarbeit bei der Bekämpfung.

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„PortalMENA“ – Ihr Tor zu den Märkten des Nahen Ostens

Vielfältig, dynamisch, komplex: die Märkte des Nahen Ostens sind alles andere als einfach und dennoch sehr attraktiv für deutsche Unternehmen. Gebündelte Informationen rund um den Handel mit der Mena-Region ("Middle East and North Africa") bietet ab sofort eine neue Website.

Unter der Adresse www.portalmena.de haben der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) der Region und Industrie- und Handelskammern (IHKs) mit entsprechendem Länderfokus Know-how zu Marktpotenzialen, die Ansprechpartner bei IHKs und AHKs sowie aktuelle Projekte und Veranstaltungen im In- und Ausland zusammengetragen.

Das Portal behandelt die Maghreb-Staaten Marokko, Algerien und Tunesien, Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Jemen und andere Länder der arabischen Halbinsel sowie Irak und Iran.

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„Welthandelssystem gerät immer mehr aus den Fugen“

Die globale Handels- und Sanktionspolitik belastet deutsche Betriebe zunehmend, entsprechend steigt auch ihr Beratungsbedarf. Das zeigt der heute vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) veröffentlichte Außenwirtschaftsreport 2018.

"Das Welthandelssystem gerät immer mehr aus den Fugen", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer und verweist auf den aktuellen DIHK-Report, der auf den Erfahrungsberichten der Außenwirtschafts-Experten in den 79 IHKs basiert.

"Die globale Handels- und Sanktionspolitik treibt die Belastungen für die international agierenden deutschen Unternehmen in immer neue, traurige Dimensionen", berichtet Schweitzer. Denn neue Zölle zwischen USA und der EU, der Handelskonflikt zwischen USA und China, US-Sanktionen gegen Iran und Russland sowie der bevorstehende Brexit sorgten für Verunsicherung.

"So möchten viele Betriebe beispielsweise wissen, ob ihre Produkte von neuen Zöllen betroffen sind, wie sich US-Sanktionen auf das eigene Geschäft und Finanzierungsmöglichkeiten auswirken oder welche Folgen der Brexit auf den zukünftigen Warenverkehr hat", so der DIHK-Präsident.

Die Zahl der Beratungen, mit denen die IHKs die Unternehmen beim Umgang mit alten und neuen Hürden unterstützen, hat der aktuellen Erhebung zufolge im vergangenen Jahr mit mehr als 413.000 einen neuen Rekordwert erreicht. Nimmt man die rund 124.000 länderbezogenen Anfragen hinzu, belief sich die Gesamtzahl der außenwirtschaftlichen Unternehmenskontakte der IHK-Organisation 2017 auf mehr als 538.000.

Schweitzer: "Die IHK-Organisation unterstützt die Unternehmen im Umgang mit alten und neuen Hürden beim Handel und setzt sich gleichzeitig für den Abbau von Handelshemmnissen und für eine regelbasierte internationale Handelsordnung ein."

Den "DIHK-Außenwirtschaftsreport 2018" mit mehr Infos zu dem breiten Spektrum an Services, mit denen die IHKs die Unternehmen im Auslandsgeschäft unterstützen, finden Sie zum Download auf der Website des DIHK.

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Messe München setzt auf Besuchermanagement von ADITUS

Die Einlasskontrollsysteme des Hannoveraner Ticketing-Spezialisten ADITUS sind international gefragt. Die Besuchermanagementsysteme vereinfachen und entzerren die Zutrittskontrolle bei zahlreichen Messegesellschaften rund um den Globus. Jetzt hat ADITUS auch die Messe München GmbH mit ihren innovativen Systemlösungen überzeugt und die Ausschreibung „Zutrittsmanagement, Registrierung und Ticketing“ gewonnen. Die Bestandstechnik wird in den nächsten Monaten gegen modernste Technologie ausgetauscht, die von der Online-Registrierung bis zum Self-Badging-Gate, vernetzte Lösungen beinhaltet. Zur EXPO-REAL 2018 wird das Einlass-Kontroll-System erstmals die Besucherströme leiten und eine reibungslosen Zugang ohne Wartezeiten ermöglichen.

Herzstück des Besuchermanagement-Systemlösung ist der SB-Einlass-Einheit „Speedy“: Ein Scanning-Terminal mit integriertem Online-Registrierungs- und Ticketingsystem kombiniert mit einem Hochleistungsbadgedrucker, der auf ein Drehkreuz montiert ist. Die Drehsperren mit eingebauten Ticketlesern leiten die Besucherströme so, dass die Situation im Eingangsbereich entzerrt und die Wartezeit für die Gäste minimiert wird. Quasi im Vorbeigehen werden registrierte Besucher anhand ihres E-Tickets oder des personalisierten Gutscheins erkannt. Direkt bei der Einlasskontrolle bekommen Fachbesucher und Aussteller dann ein persönliches Namensschild am Self-Badging-Gate ausgedruckt.

Über das komfortable ADITUS-Besucherportal, das weit über Grundfunktionen wie Ticketkauf und Gutschein-Registrierung hinausgeht, nutzt die Messe München künftig auch die #VisitorGROWTH-Tools von ADITUS und steigert damit das digitale Besuchererlebnis. Besucher loggen sich über ihre soziale Netzwerk-Accounts ein, buchen darüber Tickets, teilen ihre Aktivitäten mit ihrer Community und sprechen damit potentielle Neukunden an.

„Im Rahmen der Bieterpräsentationen hat ADITUS vollumfänglich überzeugt“, sagt Martin Nissle, Director Customer Interaction Center, und ergänzt: „Das neue Drehkreuz ist eines der Highlights bei der Systemumstellung. Damit erreichen wir das gesetzte Ziel, unseren Besuchern einen angenehmen und gleichzeitig effizienten Messebesuch zu bieten. Wir setzen auf die neuen Online-Services und fühlen uns mit dem neuen Gesamtsystem von ADITUS für die Zukunft gut gewappnet.“

Die Messe München ist einer der weltweit führenden Messeveranstalter – der Anspruch des Kunden an ein modernes Gesamtsystem für Aussteller, Besucher und Teilnehmer für internationale Messen, Konferenzen und Kongresse ist entsprechend hoch. „Aus diesem Grund mussten wir ein Konzept darlegen, das exakt die Anforderungen erfüllt und bisherige Prozesse vereinfacht und erheblich verbessert. Wir sind überzeugt, dass der Veranstalter aus unserem #VisitorGROWTH-Portfolio neue Services erleben und alternative Erlösquellen erschließen wird. Wir freuen uns auf die kommenden Events in München.“, ergänzt Marc Luzoff, ADITUS-Geschäftsführer.

Über Messe München GmbH:

Die Messe München ist mit über 50 eigenen Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Insgesamt nehmen jährlich über 50.000 Aussteller und rund drei Millionen Besucher an den mehr als 200 Veranstaltungen auf dem Messegelände in München, im ICM – Internationales Congress Center München, im MOC Veranstaltungscenter München sowie im Ausland teil. Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften organisiert die Messe München Fachmessen in China, Indien, Brasilien, Russland, der Türkei, Südafrika, Nigeria, Vietnam und im Iran. Mit einem Netzwerk von Beteiligungsgesellschaften in Europa, Asien, Afrika und Südamerika sowie rund 70 Auslandsvertretungen für mehr als 100 Länder ist die Messe München weltweit präsent.

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Exporte aus dem Iran: erdöl ist nicht alles

Traditionell gilt Weißrussland als Hauptlieferant von Milcherzeugnissen auf dem russischen Markt, aber kürzlich ist ein neuer östlicher Konkurrent, der Iran, am Horizont des westlichen Nachbarn Russlands aufgetaucht. Sanktionen, die seit vielen Jahren bestehen, haben zur Entwicklung des iranischen Agrarsektors beigetragen. Derzeit decken mehr als 400 Verarbeitungsbetriebe im Iran nicht nur die Binnennachfrage ab, sondern ermöglichen auch Exporte von fast 600.000 Tonnen von Milcherzeugnissen im Wert von mehr als 625 Mio. US-Dollar pro Jahr. Die iranische Regierung plant, diesen Wert auf eine Million zu erhöhen, was das Land zu einem der zwanzig größten Exporteure von Milchprodukten machen wird. Die Entwicklung der russisch-iranischen Beziehungen ermöglicht die Feststellung, dass diese Pläne noch in diesem Jahr umgesetzt werden könnten.

Ab dem Jahr 2016 hat der Föderale Dienst für Veterinär- und Pflanzenschutzüberwachung (Rosselkhoznadzor) die Zertifizierung vieler iranischer Milchproduzenten durchgeführt. Die ersten Lieferungen erfolgten kurz nach der Verifizierung. Über einen der Transporte von Magermilchpulver (MMP) von Iran nach Moskau erzählt Mohammad Sadeghikhorabadi, Country Manager für den Iran in der Unternehmensgruppe AsstrA.

Im März dieses Jahres erhielten wir eine Anfrage von einem der größten iranischen Produzenten, Milchprodukte nach Russland zu transportieren. Dabei wurden 500 Tonnen von Magermilchpulver auf Paletten vom Hafen von Anzali in den Hafen von Astrachan geliefert. Alle weiteren Operationen in der gesamten Logistikkette in Russland wurden von Spezialisten von AsstrA durchgeführt. Informationen des Kunden über den Beginn des Frachttransports aus dem Hafen von Astrachan kamen Anfang Mai an. Am 5. Mai wurde das erste Auto geschickt und nach zwei Wochen war das Projekt fast fertig. Insgesamt haben wir 26 Fahrzeuge zur Beladung bereitgestellt. Die Milch wurde nach den Prinzipien des Zolltransits nach Moskau transportiert. Versandanmeldungen wurden von einem beteiligten Zollagenten erstellt und die Mitarbeiter von AsstrA befassten sich mit Angelegenheiten im Zusammenhang mit der EPI-Zollsoftware für 26 Fahrzeuge. Auf diese Weise haben wir den Kunden in Russland von der Lagerung bis zur Erstellung der Dokumentation einen umfassenden Frachtumschlag ermöglicht.

Wie gestaltet sich derzeit die Situation mit der Transportsuche auf der Strecke Iran-Russland?Ist es schwierig, einen zuverlässigen Geschäftspartner zu finden, der optimale Preise anbietet?

Es war ein multimodaler Transport: Der Absender war für den Transport auf dem Seeweg verantwortlich, während wir den Transport auf russischem Territorium übernommen haben. Es stellte sich jedoch als Problem heraus, einen Subunternehmer zu finden, da der Kunde mit den ursprünglich vorgeschlagenen Preisen nicht einverstanden war. Doch dank dem bewährten Agenten im Hafen von Astrachan, mit dem wir bereits zuvor gearbeitet haben, konnten wir einen geeigneten lokalen Frachtführer sowohl mit eigenem, als auch mit gemietetem Fuhrpark finden.

Gibt es spezielle Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Ladungszertifizierung und Einhaltung der vorgeschriebenen Temperatur?

Der Transport von Milchpulver erfordert nicht die Einhaltung einer vorgeschriebenen Temperatur und daher wurden hauptsächlich Standard-LKW mit Plane und teilweise Kühlfahrzeuge ohne Temperaturkontrollsysteme verwendet. Mit Blick auf die Dokumentation hat der Absender vor dem Transport die notwendigen Unterlagen vorbereitet: Veterinärbescheinigung mit einer Übersetzung ins Russische, Qualitätsnachweise für die Produkte, Zertifikat über unterbliebenen GMO-Einsatz und das Ursprungszeugnis des Formulars A. Vor der Zollabfertigung jedes Fahrzeugs wurde eine interne Inspektion durchgeführt, es wurden Siegel platziert und erst nach diesen Prozeduren wurde die Ware verschickt. Nach der Auslieferung an ein Speziallager in Moskau wurde die Fracht erneut von einem Veterinärinspektor geprüft.

Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Transport von Milchprodukten aus dem Iran entwickeln?Wird das Exportvolumen zunehmen oder ist es eher unwahrscheinlich, dass der Iran zum zweiten Weißrussland für Russland avancieren wird?

Zunächst einmal sollte daran erinnert werden, dass fast die Hälfte der iranischen Molkereiprodukte, die für den Export nach Russland zertifiziert wurden, von den größten Herstellern des Landes mit einem Marktanteil von fast 90 % stammen. Daher sind die derzeitigen Transportmengen nach Russland erst der Anfang. Wir erkunden uns über die Perspektiven. Der Großteil der Exporte geht nach wie vor in den benachbarten Irak und nach Afghanistan.

Zweitens, trotz des relativ hohen Verkaufspreises von Milch im Iran, der durchschnittlich bei 30 Cent liegt (Anmerkung der Redaktion: der durchschnittliche Verkaufspreis in der EU beträgt 21,5 Cent), gewährt die iranische Regierung zur Unterstützung der Exporte Subventionen an verarbeitende Unternehmen, was die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der iranischen Milchprodukte erhöht. Auf dem russischen Markt hat der Iran bereits die weißrussischen Preise für pasteurisierte Milch (Anm. d. Red.: Iran – bis zu 0,18 Euro pro Liter, Weißrussland bis 0,23 Euro pro Liter) und für Milchpulver (Anm. d. Red.: Iran – bis 1,8 Euro/kg, Weißrussland – bis 2,23 Euro/kg) übertroffen.

Drittens sind iranische Produkte für den russischen Verbraucher immer noch eine Terra Incognita. Mit dem Wachstum der Markenbekanntheit und als Folge von Werbe- und Marketingkampagnen werden iranische Milchprodukte ihren Anteil am russischen Markt erobern. Derzeit können wir noch nicht abschätzen, wie groß dieser Teil sein wird.

Die zweijährigen Gespräche über die Errichtung einer Freihandelszone (FTA) zwischen dem Iran und der Eurasischen Wirtschaftsunion neigen sich langsam dem Ende. Das neue Abkommen wird es dem Iran ermöglichen, mehr als fünfzig verschiedene Gruppen Güter mit niedrigerem Zoll, einschließlich landwirtschaftlicher Erzeugnisse, zu transportieren.

All dies erlaubt es uns, mit einem Anstieg der Lieferungen aus dem Nahen Osten zu rechnen.

Was sind die Haupthindernisse für die Entwicklung des Transportes von Milchprodukten aus dem Iran?

Wenn wir über den Export nach Russland sprechen, haben wir hier Widerstand auf dem Binnenmarkt. Von 2016 bis 2017 stiegen die Milchpulverimporte aus dem Nahen Osten um fast 20 %, während sich das Transportvolumen aus dem Iran verfünffachte. Von diesem Moment an begannen russische Unternehmen, das Landwirtschaftsministerium zu ersuchen, Importe aus dem Iran, der Türkei und anderen Ländern zu kontrollieren, um Preisdumping auf Produkte von inländischen Produzenten zu verhindern, aber es wurden keine Maßnahmen ergriffen. Es ist die Rede davon, dass es in der Perspektive eine Möglichkeit gibt, die Lieferung einer bestimmten Menge von Waren zu beschränken, aber dafür gibt es bisher keine wirklichen Voraussetzungen.

Wenn wir über die Entwicklung des Güterverkehrs in einem ganzheitlichen Ansatz sprechen, ist das größte Problem die geografische Lage des Iran. Unter den führenden Importeuren grenzt der Iran nur an China und Russland. Der Transport nach Deutschland, Frankreich und in andere EU-Länder erfordert mehr Zeit, mehr Kosten und mehr Arbeitsaufwand. Es ist definitiv zu früh, um über globale Exportpläne zu sprechen, aber selbst wenn das derzeitige Exportwachstum beibehalten wird, werden 500 Tonnen Milchpulver bald „nur 500 Tonnen” für uns sein.

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Uwe Rotermund spricht vor iranischen Geschäftsleuten über mitarbeiterorientierte Unternehmensführung

Manager und Unternehmer aus dem Iran besuchten am Dienstag, 3. Juli 2018, im Rahmen eines 4-wöchigen Studienaufenthaltes in Deutschland die noventum consulting GmbH in Münster. Geschäftsführer Uwe Rotermund begrüßte die Gäste und referierte über das Thema „mitarbeiterorientierte Unternehmensführung“ und die Etablierung eines „GREAT PLACE to WORK“. Die anschließende Diskussion offenbarte neben großem Interesse der Gäste einige grundlegende Unterschiede der Erfahrungen und Ideen in Sachen Arbeitsplatzkultur.

Nicht erst der demografische Wandel und der Fachkräftemangel haben Uwe Rotermund und sein Leitungsteam zu der Überzeugung gebracht, dass zufriedene Mitarbeiter die beste Basis für erfolgreiches Arbeiten sind. In einem engagierten Vortrag stellte Rotermund den Gästen aus dem Iran seine Philosophie und sein Unternehmen vor. noventum consulting ist in den Jahren 2010, 2011 und 2012 für seine hervorragende Personalarbeit von seinen Mitarbeitern zum besten Arbeitgeber Deutschlands gewählt worden. Seitdem ist Uwe Rotermund auch als „Botschafter“ des GREAT PLACE to WORK Instituts unterwegs und berät Unternehmen dabei, eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur zu entwickeln.

Die Carl Duisberg Centren organisieren ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) finanziertes Managerfortbildungsprogramm für iranische Führungskräfte und junge Unternehmer. Diese arbeiten in ihrer Heimat im Dienstleistungsgewerbe, im Handel, in der Industrie oder auch in der öffentlichen Verwaltung. Neben dem Anknüpfen konkreter Geschäftskontakte steht das Kennenlernen unterschiedlicher Aspekte des deutschen Wirtschaftslebens auf dem Programm ihrer Exkursion.

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Irangeschäfte werden schwieriger

Die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA verunsichert die Unternehmen in Bonn/Rhein-Sieg. Das hat eine aktuelle Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg unter exportorientierten Unternehmen ergeben. Zwar wollen die Unternehmen weiter an ihren Irangeschäften festhalten, fordern aber entsprechende Rechtssicherheit. „Die jüngste Entscheidung des US-Präsidenten zum Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran schafft Unsicherheiten für die Unternehmen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis“, resümiert Dr. Hubertus Hille, Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg die Ereignisse der vergangenen Wochen: „Dabei wird deutlich: Unsere Unternehmen wünschen sich eine klare Positionierung der deutschen und europäischen Politik gegenüber dem Iran.“

97 Prozent der Unternehmen sprechen sich bei der Umfrage gegen die Kündigung des Atomvertrags durch die USA aus. 42 Prozent votieren für eine weitere Lockerung der EU-Sanktionen, 56 Prozent fordern zumindest die aktuellen europäischen Verpflichtungen aus dem Vertrag einzuhalten – und so die Planungssicherheit für Geschäfte mit iranischen Unternehmen weiter zu gewährleisten. Trotz der aktuellen Diskussionen möchte fast jeder zweite Teilnehmer (44 Prozent) seine Geschäfte mit dem Iran noch ausbauen, ein Viertel (25 Prozent) plant den aktuellen Geschäftsumfang beizubehalten und lediglich fünf Prozent der Unternehmen geben an, dass sie ihr Irangeschäft reduzieren werden.

Die größten Probleme bei den Geschäften mit dem Iran sehen die befragten Unternehmen in den verschärften US-Sanktionen (64 Prozent). Unabhängig davon sind aber auch die Finanztransaktionen mit dem Iran ein häufig genannter Stolperstein (44 Prozent). Weiterhin werden die allgemeine Unsicherheit (41 Prozent), aber auch die EU-Sanktionen und die deutsche Exportkontrolle (je 35 Prozent) als Hindernisse genannt.

Nähere Informationen gibt es unter www.ihk-bonn.de

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70 Jahre Ideenreichtum! Erfindermesse iENA feiert Jubiläum

1948 fand die erste Erfinder- und Neuheitenausstellung in Nürnberg statt. Seitdem hat sich Nürnberg zur Stadt der Erfinder und die iENA zum Treffpunkt des internationalen Erfinderwesens etabliert. Zahlreiche Erfindungen, die auf der iENA ihren Anfang nahmen, sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und haben für Industrie, Technik und Medizin neue Wege eröffnet. Zum 70-jährigen Jubiläum der iENA präsentieren Erfinder aus der ganzen Welt rund 800 Erfindungen in Nürnberg.

Internationaler Treffpunkt der Erfinderszene
Erfinderverbände und Kollektive aus der ganzen Welt treffen sich zur iENA in Nürnberg, um ihre Neuheiten zu präsentieren, sich zu vernetzen und um Kontakte zu Partnern und Investoren zu knüpfen. Partner der iENA 2018 ist der Iran, der mit zahlreichen Erfindungen in Nürnberg vertreten sein wird. Der iranische Erfinderverband hat sich bereits in den vergangenen Jahren mit einem großen Ideenreichtum auf der iENA präsentiert. Vor allem bei den jungen Erfindern, die über Hochschulbeteiligungen auf die Messe nach Nürnberg kommen, ist ein großes Potential erkennbar. Die iranischen Erfinder präsentieren regelmäßig vielversprechende Innovationen zum Beispiel aus dem medizinischen Bereich.
Die iENA pflegt sowohl national als auch international starke Partnerschaften, die das Angebot und Potential für Erfinder vorantreiben. Die seit 2017 bestehende Partnerschaft mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) wirkte sich bereits im ersten Jahr positiv aus: Dank der neuen Kooperation konnten weitere Zielgruppen, wie Ingenieure und professionelle Anwender erreicht werden.

70 Jahre Ideen, Erfindungen und Neuheiten
Vom ersten Katalysator über das erste Tastentelefon und den Tipp-Ex Korrekturstift bis hin zum Rollenkoffer und der Isolations-Rettungsdecke, nahmen viele Erfindungen auf der iENA ihren Anfang. Auch zahlreiche wissenschaftliche Entwicklungen für Medizin und Industrie wurden erstmals in Nürnberg der Öffentlichkeit präsentiert. Die Neuheiten der iENA werden jedes Jahr mit Spannung erwartet. In diesem Jahr zieht die iENA als erste Veranstaltung in die neue Halle 3C des Nürnberger Messezentrums und präsentiert den Besuchern neben den vielfältigen Erfindungen auch eine neue Messehalle.

Unterstützung und Inspiration für Erfinder und Kreative
Die iENA bietet ein breites Informationsangebot für Erfinder und Kreative, rund um Patentanmeldungen sowie über Schutz- und Markenrechte. Das Deutsche Patent- und Markenamt steht den Erfindern bei patentrechtlichen Fragen zur Seite. Im Forum der Messe treffen Unternehmer, Experten und ein enormes Ideenpotential aufeinander.

iENA-Innovationskongress am 2. November 2018
Innovationen gelten als wichtigste Triebfeder für den langfristigen Erfolg von Unternehmen und somit als Treiber für das Wachstum von Morgen. Der Innovationskongress informiert am Freitag, 2. November unter dem Motto „Erfolgreich durch Innovation – wie sich Innovationen managen lassen“ rund um das Thema Innovationsmanagement. So wird u.a. auch „Open Innovation“ ein Thema sein: weg von konservativer Ideengenerierung, hin zu offenen und effizienten Innovationsprozessen. Der Innovationskongress findet im Rahmen der iENA, mit Unterstützung durch den IHK-Anwender-Club „Produkt und Innovationsmanagement“, statt.

Ideen und Impulse im iENA-Programm
Das iENA-Symposium stellt am Samstag, 3. November die Frage nach der richtigen Schulbildung zu Zeiten der Digitalisierung. In einem Science Slam stellen die VDI-ZUKUNFTSPILOTEN ihre Innovationen vor und auch die iENA-Erfinder dürfen auf die Bühne, um ihre Erfindungen dem Fachpublikum persönlich zu präsentieren. Highlight der iENA ist in jedem Jahr die Medaillenverleihung: Alle Erfindungen werden von einer Fachjury bewertet und die vielversprechendsten Ideen, Erfindungen und Neuheiten werden mit der begehrten iENA-Medaille ausgezeichnet.

Women & Work Erfinderinnenpreis 2018
Von der Spülmaschine, über die erste Computersprache der Welt, bis hin bis zur Grundlage für den ersten Autopiloten – all diese Erfindungen kommen von Frauen. Doch kaum jemand kennt sie: die Erfinderinnen und Pionierinnen aus Vergangenheit und Gegenwart. Der weibliche Erfindergeist wird auf der iENA geehrt: Am Donnerstag, 1. November wird der Women & Work Erfinderinnenpreis 2018 im Rahmen der iENA verliehen. Die Keynote zur Preisverleihung spricht Dr. Thomas Zielke, Referatsleiter „Technologietransfer durch Normung und Patente" beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Für den Women & Work Erfinderinnenpreis können sich Frauen ab 18 Jahren bewerben, die eine Erfindung in Deutschland entwickelt und/oder beim Deutschen Patent- und Markenamt oder beim Europäischen Patentamt angemeldet haben. Es werden Preise in den Kategorien Technologie, Service und Sozial sowie Geschäftsmodell und Organisation vergeben.

iENA 2018: Ein Fest für Erfinder, Maker und Existenzgründer
Die iENA hat es sich für 2018 zur Aufgabe gemacht, das Ideenpotential und den Erfindergeist in verschiedenen Bereichen weiter zu fördern. So bekommt erstmals auch die „Maker-Szene“ am 3. und 4. November auf der Messe den passenden Rahmen und findet dort Tipps zum Selbermachen und Tüfteln sowie Ideen und Anregungen für Technikbegeisterte. Die „Hack & Make“ ist ein Format des FabLab Nürnberg, das sich an ein breit aufgestelltes Publikum richtet: Sowohl Technik- und Computerfreaks, Besucher mit Vorkenntnissen in der Maker-Szene aber auch interessierte Schüler und Erwachsene, die wissen wollen, was sich hinter den Abdeckungen der technischen Geräte verbirgt, sind bei der „Hack & Make“ genau richtig.

Die START-Messe Nürnberg begleitet die iENA ebenfalls am 3. und 4. November und leistet Hilfestellung bei allen Fragen rund um die Existenzgründung. Dabei stehen die Themen Unternehmens-Gründung, -Finanzierung, -Nachfolge und Franchising im Fokus. Wer bereits eine ausgereifte Idee oder ein marktreifes Konzept hat, findet dort Informationen und Tipps.

Die internationale Erfindermesse Ideen, Erfindungen, Neuheiten – iENA 2018 findet vom 1. bis zum 4. November 2018 statt.

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