Messe München setzt auf Besuchermanagement von ADITUS

Die Einlasskontrollsysteme des Hannoveraner Ticketing-Spezialisten ADITUS sind international gefragt. Die Besuchermanagementsysteme vereinfachen und entzerren die Zutrittskontrolle bei zahlreichen Messegesellschaften rund um den Globus. Jetzt hat ADITUS auch die Messe München GmbH mit ihren innovativen Systemlösungen überzeugt und die Ausschreibung „Zutrittsmanagement, Registrierung und Ticketing“ gewonnen. Die Bestandstechnik wird in den nächsten Monaten gegen modernste Technologie ausgetauscht, die von der Online-Registrierung bis zum Self-Badging-Gate, vernetzte Lösungen beinhaltet. Zur EXPO-REAL 2018 wird das Einlass-Kontroll-System erstmals die Besucherströme leiten und eine reibungslosen Zugang ohne Wartezeiten ermöglichen.

Herzstück des Besuchermanagement-Systemlösung ist der SB-Einlass-Einheit „Speedy“: Ein Scanning-Terminal mit integriertem Online-Registrierungs- und Ticketingsystem kombiniert mit einem Hochleistungsbadgedrucker, der auf ein Drehkreuz montiert ist. Die Drehsperren mit eingebauten Ticketlesern leiten die Besucherströme so, dass die Situation im Eingangsbereich entzerrt und die Wartezeit für die Gäste minimiert wird. Quasi im Vorbeigehen werden registrierte Besucher anhand ihres E-Tickets oder des personalisierten Gutscheins erkannt. Direkt bei der Einlasskontrolle bekommen Fachbesucher und Aussteller dann ein persönliches Namensschild am Self-Badging-Gate ausgedruckt.

Über das komfortable ADITUS-Besucherportal, das weit über Grundfunktionen wie Ticketkauf und Gutschein-Registrierung hinausgeht, nutzt die Messe München künftig auch die #VisitorGROWTH-Tools von ADITUS und steigert damit das digitale Besuchererlebnis. Besucher loggen sich über ihre soziale Netzwerk-Accounts ein, buchen darüber Tickets, teilen ihre Aktivitäten mit ihrer Community und sprechen damit potentielle Neukunden an.

„Im Rahmen der Bieterpräsentationen hat ADITUS vollumfänglich überzeugt“, sagt Martin Nissle, Director Customer Interaction Center, und ergänzt: „Das neue Drehkreuz ist eines der Highlights bei der Systemumstellung. Damit erreichen wir das gesetzte Ziel, unseren Besuchern einen angenehmen und gleichzeitig effizienten Messebesuch zu bieten. Wir setzen auf die neuen Online-Services und fühlen uns mit dem neuen Gesamtsystem von ADITUS für die Zukunft gut gewappnet.“

Die Messe München ist einer der weltweit führenden Messeveranstalter – der Anspruch des Kunden an ein modernes Gesamtsystem für Aussteller, Besucher und Teilnehmer für internationale Messen, Konferenzen und Kongresse ist entsprechend hoch. „Aus diesem Grund mussten wir ein Konzept darlegen, das exakt die Anforderungen erfüllt und bisherige Prozesse vereinfacht und erheblich verbessert. Wir sind überzeugt, dass der Veranstalter aus unserem #VisitorGROWTH-Portfolio neue Services erleben und alternative Erlösquellen erschließen wird. Wir freuen uns auf die kommenden Events in München.“, ergänzt Marc Luzoff, ADITUS-Geschäftsführer.

Über Messe München GmbH:

Die Messe München ist mit über 50 eigenen Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Insgesamt nehmen jährlich über 50.000 Aussteller und rund drei Millionen Besucher an den mehr als 200 Veranstaltungen auf dem Messegelände in München, im ICM – Internationales Congress Center München, im MOC Veranstaltungscenter München sowie im Ausland teil. Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften organisiert die Messe München Fachmessen in China, Indien, Brasilien, Russland, der Türkei, Südafrika, Nigeria, Vietnam und im Iran. Mit einem Netzwerk von Beteiligungsgesellschaften in Europa, Asien, Afrika und Südamerika sowie rund 70 Auslandsvertretungen für mehr als 100 Länder ist die Messe München weltweit präsent.

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Exporte aus dem Iran: erdöl ist nicht alles

Traditionell gilt Weißrussland als Hauptlieferant von Milcherzeugnissen auf dem russischen Markt, aber kürzlich ist ein neuer östlicher Konkurrent, der Iran, am Horizont des westlichen Nachbarn Russlands aufgetaucht. Sanktionen, die seit vielen Jahren bestehen, haben zur Entwicklung des iranischen Agrarsektors beigetragen. Derzeit decken mehr als 400 Verarbeitungsbetriebe im Iran nicht nur die Binnennachfrage ab, sondern ermöglichen auch Exporte von fast 600.000 Tonnen von Milcherzeugnissen im Wert von mehr als 625 Mio. US-Dollar pro Jahr. Die iranische Regierung plant, diesen Wert auf eine Million zu erhöhen, was das Land zu einem der zwanzig größten Exporteure von Milchprodukten machen wird. Die Entwicklung der russisch-iranischen Beziehungen ermöglicht die Feststellung, dass diese Pläne noch in diesem Jahr umgesetzt werden könnten.

Ab dem Jahr 2016 hat der Föderale Dienst für Veterinär- und Pflanzenschutzüberwachung (Rosselkhoznadzor) die Zertifizierung vieler iranischer Milchproduzenten durchgeführt. Die ersten Lieferungen erfolgten kurz nach der Verifizierung. Über einen der Transporte von Magermilchpulver (MMP) von Iran nach Moskau erzählt Mohammad Sadeghikhorabadi, Country Manager für den Iran in der Unternehmensgruppe AsstrA.

Im März dieses Jahres erhielten wir eine Anfrage von einem der größten iranischen Produzenten, Milchprodukte nach Russland zu transportieren. Dabei wurden 500 Tonnen von Magermilchpulver auf Paletten vom Hafen von Anzali in den Hafen von Astrachan geliefert. Alle weiteren Operationen in der gesamten Logistikkette in Russland wurden von Spezialisten von AsstrA durchgeführt. Informationen des Kunden über den Beginn des Frachttransports aus dem Hafen von Astrachan kamen Anfang Mai an. Am 5. Mai wurde das erste Auto geschickt und nach zwei Wochen war das Projekt fast fertig. Insgesamt haben wir 26 Fahrzeuge zur Beladung bereitgestellt. Die Milch wurde nach den Prinzipien des Zolltransits nach Moskau transportiert. Versandanmeldungen wurden von einem beteiligten Zollagenten erstellt und die Mitarbeiter von AsstrA befassten sich mit Angelegenheiten im Zusammenhang mit der EPI-Zollsoftware für 26 Fahrzeuge. Auf diese Weise haben wir den Kunden in Russland von der Lagerung bis zur Erstellung der Dokumentation einen umfassenden Frachtumschlag ermöglicht.

Wie gestaltet sich derzeit die Situation mit der Transportsuche auf der Strecke Iran-Russland?Ist es schwierig, einen zuverlässigen Geschäftspartner zu finden, der optimale Preise anbietet?

Es war ein multimodaler Transport: Der Absender war für den Transport auf dem Seeweg verantwortlich, während wir den Transport auf russischem Territorium übernommen haben. Es stellte sich jedoch als Problem heraus, einen Subunternehmer zu finden, da der Kunde mit den ursprünglich vorgeschlagenen Preisen nicht einverstanden war. Doch dank dem bewährten Agenten im Hafen von Astrachan, mit dem wir bereits zuvor gearbeitet haben, konnten wir einen geeigneten lokalen Frachtführer sowohl mit eigenem, als auch mit gemietetem Fuhrpark finden.

Gibt es spezielle Anforderungen in Bezug auf Sicherheit, Ladungszertifizierung und Einhaltung der vorgeschriebenen Temperatur?

Der Transport von Milchpulver erfordert nicht die Einhaltung einer vorgeschriebenen Temperatur und daher wurden hauptsächlich Standard-LKW mit Plane und teilweise Kühlfahrzeuge ohne Temperaturkontrollsysteme verwendet. Mit Blick auf die Dokumentation hat der Absender vor dem Transport die notwendigen Unterlagen vorbereitet: Veterinärbescheinigung mit einer Übersetzung ins Russische, Qualitätsnachweise für die Produkte, Zertifikat über unterbliebenen GMO-Einsatz und das Ursprungszeugnis des Formulars A. Vor der Zollabfertigung jedes Fahrzeugs wurde eine interne Inspektion durchgeführt, es wurden Siegel platziert und erst nach diesen Prozeduren wurde die Ware verschickt. Nach der Auslieferung an ein Speziallager in Moskau wurde die Fracht erneut von einem Veterinärinspektor geprüft.

Wie wird sich Ihrer Meinung nach der Transport von Milchprodukten aus dem Iran entwickeln?Wird das Exportvolumen zunehmen oder ist es eher unwahrscheinlich, dass der Iran zum zweiten Weißrussland für Russland avancieren wird?

Zunächst einmal sollte daran erinnert werden, dass fast die Hälfte der iranischen Molkereiprodukte, die für den Export nach Russland zertifiziert wurden, von den größten Herstellern des Landes mit einem Marktanteil von fast 90 % stammen. Daher sind die derzeitigen Transportmengen nach Russland erst der Anfang. Wir erkunden uns über die Perspektiven. Der Großteil der Exporte geht nach wie vor in den benachbarten Irak und nach Afghanistan.

Zweitens, trotz des relativ hohen Verkaufspreises von Milch im Iran, der durchschnittlich bei 30 Cent liegt (Anmerkung der Redaktion: der durchschnittliche Verkaufspreis in der EU beträgt 21,5 Cent), gewährt die iranische Regierung zur Unterstützung der Exporte Subventionen an verarbeitende Unternehmen, was die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der iranischen Milchprodukte erhöht. Auf dem russischen Markt hat der Iran bereits die weißrussischen Preise für pasteurisierte Milch (Anm. d. Red.: Iran – bis zu 0,18 Euro pro Liter, Weißrussland bis 0,23 Euro pro Liter) und für Milchpulver (Anm. d. Red.: Iran – bis 1,8 Euro/kg, Weißrussland – bis 2,23 Euro/kg) übertroffen.

Drittens sind iranische Produkte für den russischen Verbraucher immer noch eine Terra Incognita. Mit dem Wachstum der Markenbekanntheit und als Folge von Werbe- und Marketingkampagnen werden iranische Milchprodukte ihren Anteil am russischen Markt erobern. Derzeit können wir noch nicht abschätzen, wie groß dieser Teil sein wird.

Die zweijährigen Gespräche über die Errichtung einer Freihandelszone (FTA) zwischen dem Iran und der Eurasischen Wirtschaftsunion neigen sich langsam dem Ende. Das neue Abkommen wird es dem Iran ermöglichen, mehr als fünfzig verschiedene Gruppen Güter mit niedrigerem Zoll, einschließlich landwirtschaftlicher Erzeugnisse, zu transportieren.

All dies erlaubt es uns, mit einem Anstieg der Lieferungen aus dem Nahen Osten zu rechnen.

Was sind die Haupthindernisse für die Entwicklung des Transportes von Milchprodukten aus dem Iran?

Wenn wir über den Export nach Russland sprechen, haben wir hier Widerstand auf dem Binnenmarkt. Von 2016 bis 2017 stiegen die Milchpulverimporte aus dem Nahen Osten um fast 20 %, während sich das Transportvolumen aus dem Iran verfünffachte. Von diesem Moment an begannen russische Unternehmen, das Landwirtschaftsministerium zu ersuchen, Importe aus dem Iran, der Türkei und anderen Ländern zu kontrollieren, um Preisdumping auf Produkte von inländischen Produzenten zu verhindern, aber es wurden keine Maßnahmen ergriffen. Es ist die Rede davon, dass es in der Perspektive eine Möglichkeit gibt, die Lieferung einer bestimmten Menge von Waren zu beschränken, aber dafür gibt es bisher keine wirklichen Voraussetzungen.

Wenn wir über die Entwicklung des Güterverkehrs in einem ganzheitlichen Ansatz sprechen, ist das größte Problem die geografische Lage des Iran. Unter den führenden Importeuren grenzt der Iran nur an China und Russland. Der Transport nach Deutschland, Frankreich und in andere EU-Länder erfordert mehr Zeit, mehr Kosten und mehr Arbeitsaufwand. Es ist definitiv zu früh, um über globale Exportpläne zu sprechen, aber selbst wenn das derzeitige Exportwachstum beibehalten wird, werden 500 Tonnen Milchpulver bald „nur 500 Tonnen” für uns sein.

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Uwe Rotermund spricht vor iranischen Geschäftsleuten über mitarbeiterorientierte Unternehmensführung

Manager und Unternehmer aus dem Iran besuchten am Dienstag, 3. Juli 2018, im Rahmen eines 4-wöchigen Studienaufenthaltes in Deutschland die noventum consulting GmbH in Münster. Geschäftsführer Uwe Rotermund begrüßte die Gäste und referierte über das Thema „mitarbeiterorientierte Unternehmensführung“ und die Etablierung eines „GREAT PLACE to WORK“. Die anschließende Diskussion offenbarte neben großem Interesse der Gäste einige grundlegende Unterschiede der Erfahrungen und Ideen in Sachen Arbeitsplatzkultur.

Nicht erst der demografische Wandel und der Fachkräftemangel haben Uwe Rotermund und sein Leitungsteam zu der Überzeugung gebracht, dass zufriedene Mitarbeiter die beste Basis für erfolgreiches Arbeiten sind. In einem engagierten Vortrag stellte Rotermund den Gästen aus dem Iran seine Philosophie und sein Unternehmen vor. noventum consulting ist in den Jahren 2010, 2011 und 2012 für seine hervorragende Personalarbeit von seinen Mitarbeitern zum besten Arbeitgeber Deutschlands gewählt worden. Seitdem ist Uwe Rotermund auch als „Botschafter“ des GREAT PLACE to WORK Instituts unterwegs und berät Unternehmen dabei, eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur zu entwickeln.

Die Carl Duisberg Centren organisieren ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) finanziertes Managerfortbildungsprogramm für iranische Führungskräfte und junge Unternehmer. Diese arbeiten in ihrer Heimat im Dienstleistungsgewerbe, im Handel, in der Industrie oder auch in der öffentlichen Verwaltung. Neben dem Anknüpfen konkreter Geschäftskontakte steht das Kennenlernen unterschiedlicher Aspekte des deutschen Wirtschaftslebens auf dem Programm ihrer Exkursion.

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Irangeschäfte werden schwieriger

Die Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA verunsichert die Unternehmen in Bonn/Rhein-Sieg. Das hat eine aktuelle Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg unter exportorientierten Unternehmen ergeben. Zwar wollen die Unternehmen weiter an ihren Irangeschäften festhalten, fordern aber entsprechende Rechtssicherheit. „Die jüngste Entscheidung des US-Präsidenten zum Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran schafft Unsicherheiten für die Unternehmen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis“, resümiert Dr. Hubertus Hille, Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg die Ereignisse der vergangenen Wochen: „Dabei wird deutlich: Unsere Unternehmen wünschen sich eine klare Positionierung der deutschen und europäischen Politik gegenüber dem Iran.“

97 Prozent der Unternehmen sprechen sich bei der Umfrage gegen die Kündigung des Atomvertrags durch die USA aus. 42 Prozent votieren für eine weitere Lockerung der EU-Sanktionen, 56 Prozent fordern zumindest die aktuellen europäischen Verpflichtungen aus dem Vertrag einzuhalten – und so die Planungssicherheit für Geschäfte mit iranischen Unternehmen weiter zu gewährleisten. Trotz der aktuellen Diskussionen möchte fast jeder zweite Teilnehmer (44 Prozent) seine Geschäfte mit dem Iran noch ausbauen, ein Viertel (25 Prozent) plant den aktuellen Geschäftsumfang beizubehalten und lediglich fünf Prozent der Unternehmen geben an, dass sie ihr Irangeschäft reduzieren werden.

Die größten Probleme bei den Geschäften mit dem Iran sehen die befragten Unternehmen in den verschärften US-Sanktionen (64 Prozent). Unabhängig davon sind aber auch die Finanztransaktionen mit dem Iran ein häufig genannter Stolperstein (44 Prozent). Weiterhin werden die allgemeine Unsicherheit (41 Prozent), aber auch die EU-Sanktionen und die deutsche Exportkontrolle (je 35 Prozent) als Hindernisse genannt.

Nähere Informationen gibt es unter www.ihk-bonn.de

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70 Jahre Ideenreichtum! Erfindermesse iENA feiert Jubiläum

1948 fand die erste Erfinder- und Neuheitenausstellung in Nürnberg statt. Seitdem hat sich Nürnberg zur Stadt der Erfinder und die iENA zum Treffpunkt des internationalen Erfinderwesens etabliert. Zahlreiche Erfindungen, die auf der iENA ihren Anfang nahmen, sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und haben für Industrie, Technik und Medizin neue Wege eröffnet. Zum 70-jährigen Jubiläum der iENA präsentieren Erfinder aus der ganzen Welt rund 800 Erfindungen in Nürnberg.

Internationaler Treffpunkt der Erfinderszene
Erfinderverbände und Kollektive aus der ganzen Welt treffen sich zur iENA in Nürnberg, um ihre Neuheiten zu präsentieren, sich zu vernetzen und um Kontakte zu Partnern und Investoren zu knüpfen. Partner der iENA 2018 ist der Iran, der mit zahlreichen Erfindungen in Nürnberg vertreten sein wird. Der iranische Erfinderverband hat sich bereits in den vergangenen Jahren mit einem großen Ideenreichtum auf der iENA präsentiert. Vor allem bei den jungen Erfindern, die über Hochschulbeteiligungen auf die Messe nach Nürnberg kommen, ist ein großes Potential erkennbar. Die iranischen Erfinder präsentieren regelmäßig vielversprechende Innovationen zum Beispiel aus dem medizinischen Bereich.
Die iENA pflegt sowohl national als auch international starke Partnerschaften, die das Angebot und Potential für Erfinder vorantreiben. Die seit 2017 bestehende Partnerschaft mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) wirkte sich bereits im ersten Jahr positiv aus: Dank der neuen Kooperation konnten weitere Zielgruppen, wie Ingenieure und professionelle Anwender erreicht werden.

70 Jahre Ideen, Erfindungen und Neuheiten
Vom ersten Katalysator über das erste Tastentelefon und den Tipp-Ex Korrekturstift bis hin zum Rollenkoffer und der Isolations-Rettungsdecke, nahmen viele Erfindungen auf der iENA ihren Anfang. Auch zahlreiche wissenschaftliche Entwicklungen für Medizin und Industrie wurden erstmals in Nürnberg der Öffentlichkeit präsentiert. Die Neuheiten der iENA werden jedes Jahr mit Spannung erwartet. In diesem Jahr zieht die iENA als erste Veranstaltung in die neue Halle 3C des Nürnberger Messezentrums und präsentiert den Besuchern neben den vielfältigen Erfindungen auch eine neue Messehalle.

Unterstützung und Inspiration für Erfinder und Kreative
Die iENA bietet ein breites Informationsangebot für Erfinder und Kreative, rund um Patentanmeldungen sowie über Schutz- und Markenrechte. Das Deutsche Patent- und Markenamt steht den Erfindern bei patentrechtlichen Fragen zur Seite. Im Forum der Messe treffen Unternehmer, Experten und ein enormes Ideenpotential aufeinander.

iENA-Innovationskongress am 2. November 2018
Innovationen gelten als wichtigste Triebfeder für den langfristigen Erfolg von Unternehmen und somit als Treiber für das Wachstum von Morgen. Der Innovationskongress informiert am Freitag, 2. November unter dem Motto „Erfolgreich durch Innovation – wie sich Innovationen managen lassen“ rund um das Thema Innovationsmanagement. So wird u.a. auch „Open Innovation“ ein Thema sein: weg von konservativer Ideengenerierung, hin zu offenen und effizienten Innovationsprozessen. Der Innovationskongress findet im Rahmen der iENA, mit Unterstützung durch den IHK-Anwender-Club „Produkt und Innovationsmanagement“, statt.

Ideen und Impulse im iENA-Programm
Das iENA-Symposium stellt am Samstag, 3. November die Frage nach der richtigen Schulbildung zu Zeiten der Digitalisierung. In einem Science Slam stellen die VDI-ZUKUNFTSPILOTEN ihre Innovationen vor und auch die iENA-Erfinder dürfen auf die Bühne, um ihre Erfindungen dem Fachpublikum persönlich zu präsentieren. Highlight der iENA ist in jedem Jahr die Medaillenverleihung: Alle Erfindungen werden von einer Fachjury bewertet und die vielversprechendsten Ideen, Erfindungen und Neuheiten werden mit der begehrten iENA-Medaille ausgezeichnet.

Women & Work Erfinderinnenpreis 2018
Von der Spülmaschine, über die erste Computersprache der Welt, bis hin bis zur Grundlage für den ersten Autopiloten – all diese Erfindungen kommen von Frauen. Doch kaum jemand kennt sie: die Erfinderinnen und Pionierinnen aus Vergangenheit und Gegenwart. Der weibliche Erfindergeist wird auf der iENA geehrt: Am Donnerstag, 1. November wird der Women & Work Erfinderinnenpreis 2018 im Rahmen der iENA verliehen. Die Keynote zur Preisverleihung spricht Dr. Thomas Zielke, Referatsleiter „Technologietransfer durch Normung und Patente" beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Für den Women & Work Erfinderinnenpreis können sich Frauen ab 18 Jahren bewerben, die eine Erfindung in Deutschland entwickelt und/oder beim Deutschen Patent- und Markenamt oder beim Europäischen Patentamt angemeldet haben. Es werden Preise in den Kategorien Technologie, Service und Sozial sowie Geschäftsmodell und Organisation vergeben.

iENA 2018: Ein Fest für Erfinder, Maker und Existenzgründer
Die iENA hat es sich für 2018 zur Aufgabe gemacht, das Ideenpotential und den Erfindergeist in verschiedenen Bereichen weiter zu fördern. So bekommt erstmals auch die „Maker-Szene“ am 3. und 4. November auf der Messe den passenden Rahmen und findet dort Tipps zum Selbermachen und Tüfteln sowie Ideen und Anregungen für Technikbegeisterte. Die „Hack & Make“ ist ein Format des FabLab Nürnberg, das sich an ein breit aufgestelltes Publikum richtet: Sowohl Technik- und Computerfreaks, Besucher mit Vorkenntnissen in der Maker-Szene aber auch interessierte Schüler und Erwachsene, die wissen wollen, was sich hinter den Abdeckungen der technischen Geräte verbirgt, sind bei der „Hack & Make“ genau richtig.

Die START-Messe Nürnberg begleitet die iENA ebenfalls am 3. und 4. November und leistet Hilfestellung bei allen Fragen rund um die Existenzgründung. Dabei stehen die Themen Unternehmens-Gründung, -Finanzierung, -Nachfolge und Franchising im Fokus. Wer bereits eine ausgereifte Idee oder ein marktreifes Konzept hat, findet dort Informationen und Tipps.

Die internationale Erfindermesse Ideen, Erfindungen, Neuheiten – iENA 2018 findet vom 1. bis zum 4. November 2018 statt.

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Getreidelieferungen für den Iran

Die Frühjahrszeit ist für die Experten aus der Transport- und Logistikbranche mit einem Anstieg des Transportvolumens von solchen Frachten wie Saatgut, Pestizide, Düngemittel, d. h. mit Waren im Zusammenhang mit der Aussaat, verbunden.

In südlichen Ländern, beispielsweise im Iran, beginnt dieser Zeitraum etwas früher als bei den nördlichen Nachbarn und zwar bereits gegen Ende Februar stehen für Landwirte schwierige Monate vor der Tür. Problematisch sind nicht nur der enorme Arbeitsaufwand, sondern auch die ungünstigen klimatischen Bedingungen. Während die Weizen- und Gerstenressourcen die Selbstversorgung des iranischen Inlandsmarktes sicherstellen, ist der Verarbeitungssektor viel abhängiger von den importierten Rohstoffen. Im Jahr 2017 avancierte der Iran nach Saudi-Arabien und China zum drittgrößten Gerstenimporteur der Welt. Ein Viertel der Rohstoffe wurde aus Russland geliefert.

Wir befragten Mohammad Sadeghiharabadi, Country Manager von AsstrA-Associated Traffic AG für den Iran, zur Spezifität der Getreidetransporte zwischen Russland und dem Iran.

Herr Sadeghiharabadi, sehen Sie eine Zunahme oder eine Abnahme der Nachfrage nach Getreidetransporten auf der Strecke Russische Föderation – Iran. Worauf ist das zurückzuführen? Wie schätzen Sie die Marktsituation in naher Zukunft ein?

Ich kann definitiv sagen, dass die Getreidemenge, die in Russland für weitere Exporte in den Iran gekauft wird, stetig wächst. Dies zeigt sich auch bei den Meldungen seitens unserer Kunden: Zuletzt haben wir fast gleichzeitig eine Anfrage von zwei verschiedenen Kunden bezüglich des Transportes von Gerste und Linsen aus Saratow und Wolgograd in den Iran erhalten. Das Gesamtgewicht der zu transportierenden Ladungen betrug ca. 3.500 Tonnen. Wir erhalten regelmäßig Anfragen nach Kostenschätzungen für Transportaufträge von Getreide auf dieser Strecke. Das wachsende Interesse am iranischen Markt ist vor allem auf atmosphärische Bedingungen zurückzuführen. Gegen Ende Februar hat das iranische Nationale Krisenmanagementzentrum die Dürre im ganzen Land ausgerufen (97 % des Staatsgebiets). Unter solchen Bedingungen ist es kaum wahrscheinlich, dass die im Juli gesammelte Ernte die Bedürfnisse des iranischen Binnenmarktes abdecken wird, ganz zu schweigen von den Getreidemühlen im Land, die selbst in der Erntezeit nur zu 50 % mit iranischen Rohstoffen gefüllt sind. Daher erwarten wir in naher Zukunft nicht nur einen Anstieg der Anzahl und des Volumens der Gersten- und Linsentransporte, sondern ergänzen diese Liste auch um Weizen, Reis und andere Getreidearten.
In den letzten Jahren hat der Iran eine Reihe von Einfuhrverboten für landwirtschaftliche Erzeugnisse einschließlich Getreide eingeführt. Wie wirkt sich das auf die Anzahl der realisierten Transporte aus?

Die Verbote im iranischen Agrarsektor sind recht flexibel. Im November letzten Jahres wurde das Einfuhrverbot für Reis aufgehoben. Vor nur drei Wochen haben der Iran, Russland und Kasachstan trotz des zweijährigen Verbotes, das im vergangenen März eingeführt wurde, ein Dreiparteien-Abkommen über den Weizenhandel geschlossen.
Um bei der Logistik zu bleiben: Wird Getreide hauptsächlich in Containern oder mit LKW mit Planen transportiert? Welche Option ist für den Kunden profitabler?

Dies hängt vom Beladungsort ab. Im Falle von Saratow war der Landtransport eine kostengünstigere Art, Gerste zu transportieren, weshalb wir dem Kunden die Möglichkeit des Transportes mit 20-Tonnen-Kühlwagen angeboten haben. Im Falle von Astrachan haben wir uns natürlich für den Seetransport entschieden, aber wir haben Getreide nicht in Containern, sondern lose transportiert. Generell beeinflusst die Wahl des Fahrzeugs nur den Endpreis des Transportes und somit den Endpreis des Getreides für den Verbraucher.
Was sind die formellen Hindernisse und Schwierigkeiten, die mit dem Transport von Getreide in den Iran verbunden sind?

Aus rechtlicher Sicht sind für Getreidetransporte die Gesundheitsbescheinigung, begleitende Dokumente und ein Frachtbrief erforderlich. Wenn der Kunde keine Zeit für die Vorbereitung der Dokumentation verschwenden möchte, übernehmen wir diese Aufgabe für ihn. Die Zusammenarbeit mit iranischen Unternehmen unterliegt eigenen Gesetzen, erfordert Wissen und Verständnis. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrungen in dieser Hinsicht, die den Transportprozess erheblich erleichtern und beschleunigen.

Aus praktischer Sicht liegt die Hauptschwierigkeit für Logistikdienstleister auf der Strecke zwischen Russland und dem Iran im Fehlen von Fahrzeugen, Schiffen oder freien temporären Lagern in Häfen. Aber in unserem Fall ist AsstrA dank des umfangreichen Netzwerks zuverlässiger Geschäftspartner immer in der Lage, dem Kunden die richtige Lieferoption anzubieten.
Der Leiter der Abteilung namens AsstrA Grain Logistics, Aleksej Sorokin, erzählt über die Möglichkeiten von AsstrA im Agrarsektor:

AsstrA realisiert internationale Transporte von Getreide in die EU-, GUS-Länder und nach Asien. Wir bieten lose Getreidelieferungen oder jene in Containern sowie See-, Binnenschifffahrts- und Schienentransporte in spezialisierten Getreidewaggons sowie den Handel mit Getreide- und Ölprodukten an. Die Menge von Gerste, Malz, Weizen und anderen Getreidegruppen, die von AsstrA transportiert werden, ist im Jahr 2017 gegenüber 2016 um 40 % gestiegen. Wir planen, das gleiche Entwicklungstempo auch im Jahr 2018 beizubehalten.

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TU Ilmenau koordiniert Projekt zur Modernisierung des Agraringenieurwesens in Russland und im Iran

Die Technische Universität Ilmenau koordiniert ein großangelegtes EU-Projekt, in dem zehn internationale Universitäten das Agraringenieurwesen in Russland und im Iran modernisieren werden. Die Universitäten aus Europa, Russland und dem Iran errichten unter anderem ein multinationales internetbasiertes Netzwerk und ein Masterstudium „Agromechatronik“. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt „Förderung der Internationalisierung im Agraringenieurwesen im Iran und in Russland” startet mit einem Kick-off-Meeting an der TU Ilmenau vom 12. bis zum 16. Februar 2018.

In dem Projekt „Förderung der Internationalisierung im Agraringenieurwesen im Iran und in Russland”, angeführt vom Fachgebiet Mechatronik der TU Ilmenau, streben zehn Universitäten aus Deutschland, Italien, Russland und dem Iran an, bis Oktober 2020 die Hochschulsysteme im Agraringenieurwesen in russischen und iranischen Universitäten zu harmonisieren. Dies soll nach dem Vorbild des Bologna-Prozesses geschehen, wonach seit 1999 Studiengänge und Studienabschlüsse europaweit harmonisiert wurden. Konkrete Ziele des Universitätsverbundes sind der Aufbau eines internetbasierten Netzwerkes von Dozenten und Studenten der am Projekt beteiligten Universitäten, des Masterstudiums „Agromechatronik“, des virtuellen Sommerkurses „Nachhaltige Landwirtschaft” und die Verbesserung der Ausstattung in allen Partneruniversitäten.

Mit dem Erasmus+-Projekt will die Europäische Union die höhere Bildung in Russland und im Iran modernisieren und internationalisieren. Um bessere Möglichkeiten für den Wissensaustausch zu schaffen, wird ein internationales Lehrprogramm errichtet, das die regionale Integration und die überregionale Kooperation fördert. Dabei sollen auch nicht-akademische Einrichtungen in der Europäischen Union, in Russland und im Iran unterstützt werden. Das Studium der Mechatronik in der Landwirtschaft soll in allen beteiligten Ländern attraktiver gestaltet und die Beschäftigung in ländlichen Gebieten insbesondere für junge Menschen, für Frauen und Arbeitslose gefördert werden.

Mit dem Erasmus+-Programm bietet die Europäischen Union Studenten im Zeitraum 2015 bis 2020 zahlreiche Möglichkeiten der Mobilität, zum Beispiel in speziellen Projekten, die ihnen einen Aufenthalt im Ausland ermöglichen. Entsprechend wird das Erasmus+-Projekt „Agromechatronik im Iran und in Russland” mit 695.000 Euro für den Zeitraum von drei Jahren gefördert. An dem Projekt beteiligt sind folgende Universitäten:

  • Technische Universität Ilmenau, Deutschland (Koordinator)
  • Universität L’Aquila (UNIVAQ), L’Aquila, Italien
  • Slowakische Landwirtschaftliche Universität Nitra (SUA), Nitra, Slowakei
  • Südrussische Staatliche Polytechnische M.I. Platow (NPI) (SRSPU), Nowotscherkassk, Russland
  • Staatliche Universität Astrachan (ASU), Astrachan, Russland
  • Russische Staatliche Agraruniversität (SSAU), Stawropol, Russland
  • Staatliche Universität Südural (SUSU), Tscheljabinsk, Russland
  • Staatliche Technische Universität Wolgograd (VSTU), Wolgograd, Russland
  • Universität der Agrarwissenschaften und Bodenschätze Sari (SANRU), Sari, Iran
  • Technische Universität Babol Noshirvani (BNUT), Babol, Iran

Das Projekt „Agromechatronik im Iran und in Russland“ wird von der Europäischen Kommission gefördert. Diese Pressemitteilung gibt die Meinung des Autors wider. Die Kommission ist nicht für den Inhalt dieser Veröffentlichung verantwortlich.

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Handwerkskammer setzt Anerkennungsgesetz um

Seit vor fünf Jahren das Anerkennungsgesetz beschlossen wurde, haben über 1.000 Anträge die Stuttgarter Handwerkskammer erreicht. Sie ist für alle Handwerksberufe im Kammerbezirk zuständig. Etwa drei Viertel der ausländischen Berufsabschlüsse wurden in vollem Umfang anerkannt. Von dem Verfahren profitieren alle Seiten – die ausländischen Antragsteller wie auch die personalsuchenden Betriebe in Deutschland.

„Das Gesetz wirkt“, bilanziert Anette Groschupp, zuständige Beraterin bei der Handwerkskammer. Die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen verbessere die Lebenslagen der Antragsteller maßgeblich, weil die Chancen mit einem Anerkennungsbescheid auf dem Arbeitsmarkt steigen. Auch der Vorteil für die Betriebe liege auf der Hand. Wegen des hohen Bedarfs an qualifizierten Mitarbeitern im Handwerk seien Fachkräfte mit im Ausland erworbenen Zeugnissen eine interessante Arbeitnehmergruppe. „Das ist eine Möglichkeit, um dem Personalmangel zu begegnen.“

Seit 2012 haben Personen mit einem ausländischen Berufsabschluss durch das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz Anspruch auf Prüfung der Gleichwertigkeit ihrer Qualifikationen mit einem deutschen Abschluss. Das Prüfen der Anträge beinhaltet einen Vergleich der Ausbildungsinhalte. Zusätzlich werden auch Weiterqualifizierungen sowie Berufserfahrung berücksichtigt. Groschupp: „Anhand von Lehrplänen und Ausbildungsordnungen versuchen wir, so korrekt wie möglich zu bewerten. Wenn Berufsqualifikationen nicht durch Unterlagen nachgewiesen werden können, kann der praktische Nachweis der beruflichen Kompetenzen, etwa durch eine Arbeitsprobe oder ein Fachgespräch, erbracht werden.

Die Antragsteller kommen vorwiegend aus Bosnien und Herzegowina (13 %), der Türkei (12%), Griechenland (9%), Serbien (7%), Kroatien (6%), Polen, Rumänien und Italien (jeweils 5%). Die Anträge aus den Flüchtlingsländern sind noch gering – Tendenz steigend. 21 Fälle aus Syrien und 13 aus dem Iran wurden jüngst geprüft. Beraterin Anette Groschupp betont, dass es in diesen Ländern ein kaum vergleichbares Ausbildungssystem gibt. „Die Schwierigkeit besteht darin, dass dort in der Regel direkt im Betrieb der Handwerksberuf direkt und ohne staatlichen Abschluss gelernt wird. Die berufliche Anerkennung angestrebt wird vor allem als Elektroniker (34%), Kraftfahrzeugmechatroniker (30%), Friseur (8%), Anlagenmechaniker SHK (5%) und Metallbauer (6%). Bei etwa drei Viertel der Fälle wird eine „volle Gleichwertigkeit“ festgestellt, bei 18 % eine „teilweise Gleichwertigkeit“. 7 % sind „gar nicht gleichwertig“. Im Bundesvergleich liegt Baden-Württemberg im Hinblick auf die Antragszahlen an zweiter Stelle.

Liegt lediglich eine „teilweise Gleichwertigkeit“ vor, hat der Antragsteller die Möglichkeit der Nachqualifizierung. Damit kann er die im Bescheid festgestellten wesentlichen Unterschiede in der Ausbildung ausgleichen. In der Regel sind hierzu je nach Gewerk Weiterbildungskurse oder eine betriebliche Nachschulung in einem Handwerksbetrieb notwendig. „Nicht selten wird er Nachschüler gleich vom Betrieb übernommen“, stellt Groschupp fest.

Das Anerkennungsverfahren ist kostenpflichtig. Über das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist eine Übernahme der Kosten zwischen 100 und 600 Euro bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen möglich. Besonderer Netzwerkpartner bei der Bearbeitung von Anträgen aus dem Elektrohandwerk ist das Elektro Technologie Zentrum Stuttgart. Die Lehrmeister unterstützen die Handwerkskammer Region Stuttgart bei der Beurteilung der ausländischen Berufsabschlüssen, führen Fachgespräche durch und informieren über Qualifizierungsmöglichkeiten. Weitere Netzwerkpartner sind die Handwerkskammern in Deutschland, das Welcome Center Stuttgart, die AWO Stuttgart, die Baden-Württemberg Stiftung, das   IQ-Netzwerk, das Institut der deutschen Wirtschaft und das Projektbüro Unternehmen Berufsanerkennung. Das „Leitkammersystem“ weist der Stuttgarter Handwerkskammer die Spezialzuständigkeiten für Italien und Australien zu.

Interessierte Unternehmen oder Fachkräfte aus der Region Stuttgart können sich an die Handwerkskammer Region Stuttgart wenden, Tel. 0711 1657-291. Ein Webinar erläutert ebenfalls die Hintergründe und den Ablauf der Anerkennung der ausländischen Zeugnisse. Es findet am 28. Februar 2018 von 11 Uhr bis 12 Uhr statt. Selbstverständlich bleibt auch Zeit für Fragen. Teilnahmevoraussetzung ist ein internetfähiger Computer oder ein mobiles Endgerät. Anmeldelink: https://tinyurl.com/WebinarBerufsanerkennung

Jeweils am ersten und dritten Donnerstag im Monat findet um 10 Uhr in der Handwerkskammer Region Stuttgart eine Erstinformation über das Antragsverfahren und die erforderlichen Dokumente statt. Anmeldungen bei Ajoke de la Cruz, Tel. 0711 1657 206.

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Das Jahr endet mit einem Minus

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 verzeichnet die IHK Heilbronn-Franken 4.536 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse. Dies entspricht einem Minus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die duale Ausbildung sichert seit Jahrzehnten den Fachkräftenachwuchs und bietet Jugendlichen hervorragende Karriereperspektiven. Dennoch streben immer mehr Schüler nach der Schule ein Studium an. Zudem verlassen aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Jugendliche die Schule.

Die IHK setzt sich aktiv für die duale Ausbildung ein. Beispiele dafür sind Schulpartnerschaften, Ausbildungsbotschafter und die Ausbildungsoffensive Dualis. Und mit Hilfe der passgenauen Vermittlung unterstützt die IHK Jugendliche und Unternehmen gleichermaßen dabei besser zusammenzufinden. Diese Aktivität schließt auch die Vermittlung von Flüchtlingen ein: Im Jahr 2017 haben 123 junge Menschen aus den Herkunftsländern Afghanistan, Iran, Irak, Syrien, Eritrea, Nigeria, Pakistan, Somalia und Gambia eine Ausbildung im Kammergebiet begonnen. Und die vergangene Woche veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zeigen, dass gut 16 Prozent der Betriebe die Einstellung von Flüchtlingen als Auszubildende erwägen.

Zum 31. Dezember wurden im Stadt- und Landkreis Heilbronn 2.193 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse (davon 915 in technischen und 1.278 in kaufmännischen Berufen), im Landkreis Hohenlohe 780 (davon 372 in technischen und 408 in kaufmännischen Berufen), im Main-Tauber-Kreis 580 (davon 248 in technischen und 332 in kaufmännischen Berufen) und im Landkreis Schwäbisch Hall 983 (davon 433 in technischen und 550 in kaufmännischen Berufen) verzeichnet.

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Wandelanleihe soll internationales Wachstum stärken

  • Ermächtigungsbeschluss auf außerordentlicher Hauptversammlung der ABO Wind AG angestrebt
  • Vorstand avisiert Ausweitung der Geschäftstätigkeit und weiterhin hohe Eigenkapitalquote
  • Weltweites Engagement auch als Photovoltaik-Projektierer

Vorstand und Aufsichtsrat der ABO Wind AG ersuchen die Aktionäre bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am Mittwoch, 20. Dezember, um die Ermächtigung, eine Wandelanleihe zu emittieren. „Die hervorragende Situation und Entwicklung des Unternehmens schaffen eine günstige Basis, um weitere Investoren für unser Unternehmen zu gewinnen“, sagt Vorstand Dr. Jochen Ahn. „Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als sechs spiegelt die Börsenbewertung die Stärke unseres Unternehmens nicht adäquat wider“, sagt Dr. Ahn. Die unmittelbare Platzierung neuer Aktien sei daher weniger attraktiv und die Platzierung einer Wandelanleihen eine interessante Alternative. Für 2017 prognostiziert das Unternehmen einen ebenso hohen Gewinn wie im Vorjahr. Auch für die folgenden Jahre sind die Aussichten gut. Allerdings erwartet der Vorstand dann nicht ganz so hohe Gewinne wie in den Rekordjahren 2016 und 2017.

ABO Wind sieht sich bestens gerüstet, die aktuell schwierigen Bedingungen in Deutschland zu meistern, unter denen insbesondere die Hersteller leiden. „Wir haben bereits vor drei Jahren auf Diversifizierung gesetzt und unsere internationalen Aktivitäten weiter ausgebaut. Davon profitieren wir nun.“ Bis 2016 trug das internationale Geschäft rund ein Drittel zum Umsatz bei. In diesem Jahr steigt der Anteil auf die Hälfte und mittelfristig voraussichtlich auf zwei Drittel. „Deutschland bleibt unser wichtigster Markt. Schwankungen gleichen wir mit umfangreichen internationalen Aktivitäten aus“, sagt Dr. Ahn. Seit vielen Jahren ist ABO Wind mit großem Erfolg etwa in Frankreich, Irland und Finnland tätig. In jüngster Zeit liefen auch die Geschäfte in Argentinien sehr gut, kleinere Abschlüsse gab es zudem in Spanien. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass auch in Deutschland weiterhin Bedingungen herrschen, die eine erfolgreiche Entwicklung von Erneuerbaren-Energien-Projekten für einen erfahrenen Spezialisten wie ABO Wind ermöglichen.

Obwohl die Liquiditätsausstattung ausgezeichnet ist, möchte sich ABO Wind aus einer Position der Stärke kurzfristig an den Kapitalmarkt wenden. Vorbehaltlich der Ermächtigung durch die Hauptversammlung am 20. Dezember soll voraussichtlich im Frühjahr 2018 eine Wandelanleihe mit einem Volumen von mindestens zehn Millionen Euro platziert werden. Während der voraussichtlich zweijährigen Laufzeit sollen Zeichner die Anleihen zu einem Wandlungspreis zwischen 15 und 20 Euro in Aktien umtauschen können.

Mit dem Emissionserlös will ABO Wind die internationalen Aktivitäten in zusätzlichen Ländern vorantreiben. In den vergangenen Jahren wurde begonnen, Wind- und Photovoltaikprojekte beispielsweise im Iran, in Kanada, Tansania, Tunesien und Griechenland zu entwickeln. In Ländern wie Frankreich, Spanien oder Argentinien ergänzt die PV-Entwicklung nun das Windkraftgeschäft. Wegen der kürzeren Planungszyklen nähern sich viele PV-Projekte der Baureife. Der erste kleinere PV-Park im Iran ist – wie unlängst berichtet – bereits am Netz, größere Projekte sind planerisch fortgeschritten. In Tunesien bewirbt sich ABO Wind aktuell qua Ausschreibung um eine Vergütung. Eine erfolgreiche Platzierung der Anleihe würde das internationale Wachstum beflügeln und böte die Möglichkeit, die Vorfinanzierung für Projekte aus eigener Kraft zu stemmen.

Mittelfristig soll die Wandelanleihe das Eigenkapital stärken. ABO Wind zeichnet sich von jeher durch eine hohe Eigenkapitalquote aus. Im Geschäftsjahr lag sie inklusive Mezzanine-Mittel bei 55 Prozent. „Es ist uns wichtig, auch bei einer deutlichen Ausweitung der internationalen Geschäftstätigkeit die Solidität der Bilanzkennzahlen zu bewahren. Auch dabei kann uns die Emission helfen“, sagt Dr. Ahn.   

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