TESTRUT stellt sich weiter zukunftsfähig auf

Geschäftsführung, Sachwalter sowie die Berater der Kanzlei Görg haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Testrut (DE) GmbH sowie der Testrut Service GmbH darüber informiert, dass TESTRUT sich weiter zukunftsfähig aufstellt.

Die in der Eigenverwaltung erarbeitete Unternehmensplanung gewährleistet die positive Fortsetzung des Geschäftsbetriebs und wurde durch externe Aufsichtsgremien bestätigt. „Die langjährigen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten haben sich in dieser schwierigen Situation als außergewöhnlich belast- bar dargestellt. Viele Kunden, Zulieferer und Dienstleister unterstützen uns aktiv in diesem Prozess. Dies auch an Stellen, die wir in dieser Form nicht erwartet hätten.“, so Jörg Schoening, Geschäftsführer der Testrut (DE) GmbH. Weiter führt er aus: „Ein besonderer Dank geht nicht nur an unsere Geschäftspartner, sondern insbesondere an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die teilweise in den vergangenen Wochen über sich hinausgewachsen sind und die aktuellen Herausforderungen positiv angenommen haben.“

Das zuständige Amtsgericht hatte Dr. Andreas Röpke von der Kanzlei hrm, Henneke Röpke Rechtsanwälte, zum 1. November 2018 zum Sachwalter bestellt und die Eigenverwaltung für die beiden TESTRUT-Gesellschaften angeordnet. Die eingeleitete Restrukturierung wird für beide Gesellschaften auch in den nun eröffneten Verfahren, in denen Löhne und Gehälter für rund 130 Beschäftigte in Wesel und 50 in Triptis (Thüringen) nun wieder regulär durch die Gesellschaften gezahlt werden, planmäßig fortgeführt.

Als Generalbevollmächtigter bleibt Rolf Weidmann, der von Anwälten der Sozietät GÖRG aus Essen unterstützt wird, in den eröffneten Verfahren an Bord. „In den zurückliegenden Wochen konnten wir sehr stark das handelsspezifische Know-how der Sozietät GÖRG einbringen, den Geschäftsbetrieb stabilisieren, fortführen und somit die Arbeitsplätze erhalten. Der Geschäftsführung haben wir den Rücken für Tagesgeschäft und die strategische Weiterentwicklung freigehalten.“, erläutert Weidmann.

„Damit konnten wir einen wesentlichen Grundstein für die anstehende Saison 2019 legen und unsere breite Kundenbasis auch weit darüber hinaus absichern. Bereits heute sind wir mit der Konzeption der Folgesaison beschäftigt.“, ergänzt Schoening.

Regelinsolvenzverfahren über Vermögen der Robert Testrut GmbH & Co. KG

Über das Vermögen der Robert Testrut GmbH & Co. KG hat das zuständige Insolvenzgericht Dr. Andreas Röpke antragsgemäß zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Geschäftsbetrieb dieser Gesellschaft mit zwölf Beschäftigten muss kurzfristig eingestellt werden.

Zum Hintergrund der Entscheidung: Die Robert Testrut GmbH & Co. KG hatte sich in den vergangenen Jahren erfolgreich auf die Zusammenarbeit mit einem namhaften Discounter spezialisiert. Für die Saison 2018 hatte die Gesellschaft als Pilot-Lieferant ein neues Geschäftsmodell bedient und die gesamte Prozesskette mit umfassenden Dienstleistungen bis hin zur Lieferung an den Endverbraucher abgedeckt. Die von der Robert Testrut GmbH & Co KG vorgehaltene Saisonware, insbesondere handelte es sich dabei um Gartenmöbel, wurde nicht wie geplant abgenommen. Dies hatte letztendlich auch zu dem Liquiditätsengpass der weiteren Unternehmen der Testrut-Gruppe beigetragen.

„Besonders nachdenklich macht, dass die kritische Situation für die Robert Testrut GmbH & Co KG nach fast 20 Jahren der Zusammenarbeit und im Rahmen einer strategischen Partnerschaft der Parteien eingetreten ist“, ergänzt Robert Testrut, Geschäftsführer der Gesellschaft.

Röpke: „Eine Fortführung der Geschäftsbeziehung und damit auch des Geschäftsbetriebs der Robert Testrut GmbH & Co KG ist unter den gegebenen Umständen nicht mehr möglich.“

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Die automatisierte Kanzlei – janoLawyers

janolaw hat nun mit seiner Partnerkanzlei janolaw chung Rechtsanwälte (JC) ein Produkt entwickelt, dass die Arbeit der Anwälte spürbar entlastet und das Zeug dazu hat, ein Gamechanger in der anwaltlichen Beratung zu werden. Die Kanzlei JC, die selbst Preisträger des diesjährigen PMN Awards in der Kategorie Legal Tech ist, stand vor der Aufgabe, gestiegene Anforderungen der internationalen Mandantschaft zu bewältigen ohne die Zahl der Mitarbeiter wesentlich zu erhöhen. Die klassische Ausgangslage für die Suche nach Effizienz.

Zusammen mit den Kollegen der janolaw AG entstand die Idee für janoLawyers, einem sich organisch entwickelnden Enterprise-Tool für die Rechtsdienstleistung der Zukunft. Rechtsanwalt Stefan Schiefer, Programmleiter Legal Tech und Leiter Recht bei der janolaw AG: „ Mit janoLawyers nutzen wir unsere bewährte Technologie für die Bedürfnisse der Kanzleien. In enger Zusammenarbeit mit den Anwaltskollegen von JC werden wir janoLawyers immer weiter ausbauen und den Bedürfnissen der Kollegen anpassen.“

Zunächst besteht janoLawyers aus einem Tool zur Erstelllung der regelmäßig am Beginn des Mandats stehenden Dokumente: Das sind die Vollmacht, die Vergütungsvereinbarung und – neu –die datenschutzrechtlichen Pflichtinformationen. Zugleich wird ein Stammblatt für die Anwaltsakte erstellt, auf dem die Kerndaten des Mandanten erhalten sind. Alle Dokumente sind miteinander verknüpft, so dass Redundanzen vermieden werden. Fest vereinbart sind schon Anwendungen für die Abteilungen Immobilienwirtschaft und Arbeitsrecht.

RA Schiefer zu den neuen Features: „Bei Streitwerten von 150 Euro im Mietrecht können Sie als Anwalt nicht stundenlang mit dem Mandanten zusammensitzen, um die Rechtslage zu erörtern. Wer sagt, dass Sie als Anwalt den Mandanten selbst über die Voraussetzungen einer Mietminderung informieren müssen. Hier und in anderen Fällen der Standardisierung werden wir Tools einsetzen, mit denen sich der Mandant zunächst über die Kernfragen seines Rechtsproblems selbst informiert. Das kann auch in Form eines Videos – ggf. in der Muttersprache des Mandanten – geschehen, dass dem Mandanten vor dem Beratungsgespräch (soweit denn ein solches noch notwendig ist) zugeschickt wird.“

Das Besondere an janoLawyers ist, dass es sich nach dem Bedarf der Anwälte richtet. Anders als bei herkömmlicher Anwaltssoftware, wird hier nur das erstellt, was wirklich benötigt wird. Schiefer: „Ein Großteil der Funktionen herkömmlicher Anwaltssoftware wird von den Anwälten nicht genutzt. Das ist menschlich, denn niemand möchte ein System lernen, dass er nur zu 10% selbst in seiner Arbeit verwenden kann. Wir gehen einen anderen Weg. Wir unterhalten uns mit den Anwälten und entwickeln gemeinsam mit ihnen Tools, die sie wirklich brauchen und mit denen es Spaß macht zu arbeiten.

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HOB GmbH & Co. KG geht in die Insolvenz in Eigenverwaltung

Die HOB GmbH & Co. KG aus Cadolzburg bei Fürth stellt die Weichen für die Zukunft und geht in die Eigenverwaltung nach § 270a InsO (Insolvenzordnung). Den entsprechenden Antrag hat das Amtsgericht Fürth am 23. Oktober 2018 bestätigt. Mit dieser Nachricht wenden sich die beiden Geschäftsführer Klaus Brandstätter und Zoran Adamovic nun an die Öffentlichkeit. Sanierungsexperte Thomas Planer (Planer & Kollegen GmbH aus Landsberg am Lech) wird das Verfahren fachgerecht begleiten. Als vorläufiger Sachwalter wurde vom Amtsgericht Fürth Herr Dr. Zaremba von der Kanzlei Schwartz Rechtsanwälte Insolvenzverwalter aus Nürnberg bestellt.

Thomas Planer: „Wir freuen uns, dass das Amtsgericht unserer Einschätzung gefolgt ist und den Antrag auf Eigenverwaltung bestätigt hat.“ Nur auf diese Weise ist es möglich, das in Schieflage geratene Unternehmen wieder vollständig zu sanieren. Planer weiter: „Die HOB GmbH & Co. KG ist nicht nur sanierungswürdig, sondern auch sanierungsfähig – was insbesondere dem schnellen und weitsichtigen Handeln der Geschäftsführung zu verdanken ist.“ Entscheidend für die Eigenverwaltung ist in Planers Augen, dass sich ein Unternehmen frühzeitig Hilfe holt.

Besonders wichtig aus Sicht der Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten: Auch bei der Eigenverwaltung steht der Erhalt des Unternehmens im Fokus. Die Geschäftsführung selbst bleibt Herr des Geschehens, es kommt hier kein externer Insolvenzverwalter ins Haus. Geschäftsführer Klaus Brandstätter: „HOB wird sich nun auf seine etablierten Kernkompetenzen und -produkte fokussieren. Für den profitablen Bereich Networking sind keine Änderungen zu erwarten, im Bereich der Software-Neuentwicklung wird es eine Straffung des Portfolios geben. Den Kunden und Lieferanten wird HOB wie gewohnt als zuverlässiger und leistungsstarker Geschäftspartner erhalten bleiben. Wir nutzen die Eigenverwaltung auch ganz gezielt, um das Unternehmen für zeitnahe strategische Partnerschaften und Investoren attraktiv zu gestalten. Ich bedauere, dass diese Maßnahme nötig geworden ist, begrüße aber, dass das hohe Sanierungspotential nun bestmöglich umgesetzt werden kann.“

Gute Chancen auf Sanierung

Die Chancen, dass es für das Unternehmen mit den beiden Tätigkeitsfeldern „Softwareentwicklung“ und „Systemhaus für Netzwerkinfrastruktur“ zu einem erfolgreichen Abschluss der Eigenverwaltung kommt, schätzt Thomas Planer äußerst positiv ein. So zeigen schon allein die Auftragsbücher, dass die Zukunftschancen des Unternehmens sehr gut sind: „Gemeinsam werden wir den gesamten Betrieb auf den Kopf stellen, Prozesse durchleuchten und neu definieren – und HOB wieder fit machen für eine sichere Zukunft.“

Eigenverwaltung nach § 270a InsO

Die Eigenverwaltung nach § 270a InsO ist ein Instrument zur Sanierung und Restrukturierung. Es kann zum Einsatz kommen, wenn eine Insolvenz nicht mehr zu vermeiden ist, das Unternehmen gleichwohl über einen fortführungswürdigen Geschäftsbetrieb und eine konkrete Perspektive verfügt. Die Eigenverwaltung bedeutet, dass der Schuldner die Verfügungsgewalt und Finanzhoheit über sein Unternehmen behält und insoweit Herr des Geschehens bleibt – anders als im herkömmlichen Insolvenzverfahren, in dem die Unternehmensführung die Kontrolle an den Insolvenzverwalter abgibt. Bei der Eigenverwaltung agiert der Unternehmer selbst als Insolvenzverwalter. Meist verfügen diese jedoch nicht über das nötige Know-How – hier kommt der Sanierungs- und Insolvenzverwalter ins Spiel. In enger Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung geht er auf Gläubiger, Banken und Partner zu, um alle Beteiligten sowie das Insolvenzgericht in den Prozess einzubinden. Professionalität, Kompetenz und Transparenz in der Durchführung sorgen für Vertrauen – die wichtigste Säule für eine letztlich erfolgreiche Sanierung.

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Regelinsolvenzverfahren eröffnet – Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig startet M&A Prozess

– Investorensuche für POLIGRAT wird beschleunigt
– Geschäftsbetrieb läuft in vollem Umfang weiter – Sanierung wird fortgesetzt

Das Amtsgericht München hat zum 01. September 2018 das Regelinsolvenzverfahren für die POLIGRAT GmbH eröffnet und den bisherigen vorläufigen Sachwalter, Dr. Max Liebig von der bundesweit renommierten Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter, zum Insolvenzverwalter bestellt. Sein Hauptaugenmerk gilt der Investorensuche für das weltweit tätige und technologisch führende Unternehmen in der Veredelung von Metalloberflächen, wie er den Mitarbeitern bei einer Betriebsversammlung erläuterte. Dazu wird nun ein M&A Prozess gestartet. Die im Antragsverfahren bereits eingeleitete operative Sanierung zeigt unterdessen erste Erfolge, so dass der Geschäftsbetrieb in Deutschland und bei den europäischen Tochtergesellschaften in vollem Umfang fortgeführt werden kann.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter nun die Befugnisse, um mit potenziellen Interessenten zügig eine dauerhafte Fortführungslösung für POLIGRAT zu verhandeln. "Wenn alle Beteiligten und insbesondere die Kunden und Lieferanten POLIGRAT weiter so unterstützen wie bisher, dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Zukunft dieses Unternehmens und der über 200 Arbeitsplätze in der Gruppe sichern können", so der Insolvenzverwalter in einer ersten Einschätzung bei der gestrigen Mitarbeiterversammlung.

Am Hauptstandort München und per Video-Live-Übertragung an die übrigen drei deutschen Standorte informierte er die Mitarbeiter dabei über die Eröffnung des Verfahrens und die weiteren Schritte. Von Mitarbeiterseite gab es dazu ein positives Echo und ein klares Signal zur Unterstützung des Investoren- und Sanierungsprozesses.

Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in München war in Schieflage geraten, als es sich mit Tochtergesellschaften im Ausland engagierte und dort Verluste verzeichnen musste. Diese belasteten die Muttergesellschaft letztlich so, dass die POLIGRAT GmbH am 22. Juni 2018 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens – zunächst in Eigenverwaltung – stellen musste.

In der Folge gelang es unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters, die operative Sanierung einzuleiten, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und ohne Einschränkung weiter zu produzieren. Im Interesse einer bestmöglichen Gläubigerbefriedigung durch eine erfolgreiche Sanierung entschied das Amtsgericht München mit Beschluss vom 01. September 2018 einen Insolvenzverwalter einzusetzen, da es das Regelinsolvenzverfahren zur Erreichung der Verfahrensziele gegenüber dem zunächst angestrebten Eigenverwaltungsverfahren als erfolgversprechender erachtete.

"POLIGRAT ist ein sanierungsfähiges und -würdiges Unternehmen mit Potenzial. Schon die bisherigen Gesellschafter strebten eine Nachfolgelösung mit Beteiligung neuer Investoren an. Im Insolvenzverfahren treiben wir die Investorensuche nun mit Hochdruck voran, um dieses Zukunftspotenzial im Interesse der Gläubiger wie der Arbeitnehmer auszuschöpfen", erläutert Dr. Max Liebig.

Seit über 65 Jahren ist das Unternehmen spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und Anwendung von Verfahren zur chemischen und elektrochemischen Veredelung von Metalloberflächen unter anderem in Architektur, Maschinenbau und Medizintechnik und verfügt hier über technische Alleinstellungsmerkmale. POLIGRAT-Verfahren werden weltweit erfolgreich eingesetzt für Oberflächen, die höchsten Anforderungen an Funktionalität und Aussehen entsprechen müssen und deren Herstellung betriebssicher erfolgen muss. Die Umsetzung erfolgt durch die Lieferung schlüsselfertiger Verfahren und Einrichtungen einschließlich Anlagen und Chemikalien oder durch die Anwendung der Verfahren als Dienstleistung in eigenen Lohnbetrieben und vor Ort beim Kunden.

Der auf seinem Gebiet international führende Systemanbieter beschäftigt rund 230 Mitarbeiter an neun Standorten in Europa, davon 150 in Deutschland. Der Umsatz der POLIGRAT-Gruppe beläuft sich auf rund 25 Millionen Euro im Jahr. POLIGRAT-Verfahren wurden unter anderem beim Bau des Münchner U-Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum und bei der Herstellung von Mars-Sonden angewendet.

Weitere Informationen

Diplom-Kaufmann Dr. Max Liebig ist aufgrund seines betriebswirtschaftlichen Hintergrunds fokussiert auf die operative Fortführung von Unternehmen in Krisensituationen. Er wird seit 2010 häufig von Gerichten als Insolvenzverwalter sowie als Sachwalter bestellt, um in dieser Funktion nachhaltige Sanierungslösungen für Not leidende Betriebe und deren Gläubiger zu finden. Ende 2017 schloss er sich der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter an, die seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren in Deutschland gehört.

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ZEITFRACHT wächst weiter und übernimmt SPESA

Die Berliner Unternehmen Zeitfracht Logistik wächst weiter und erweitert ihr Portfolio. Sie übernimmt die insolvente Münsteraner Spedition SPESA Speditionsgesellschaft. Die 1980 gegründete SPESA verfügt derzeit über eine Flotte von rund 80 LKW und beliefert bundesweit unter anderem Endverbrauchermärkte in der Kühl- und Tiefkühllogistik. Damit wurde auch für die 106 Mitarbeiter der Münsteraner Firma eine neue berufliche Perspektive geschaffen.

Der Vertrag mit dem Münsteraner Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Stephan Michels wurde mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens unterzeichnet. Die SPESA hatte am 06. Juli einen Insolvenzantrag bei dem Amtsgericht Münster stellen müssen. Am selben Tag wurde das vorläufige Insolvenzverfahrens angeordnet und Rechtsanwalt Stephan Michels zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

„SPESA passt hervorragend zur Zeitfracht Gruppe. Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag in dem Bieterverfahren erhalten haben und somit den Mitarbeitern eine neue Heimat bieten können“, sagte Wolfram Simon-Schröter, Geschäftsführer der ZEITFRACHT Gruppe am Dienstag.

Auch Michels zieht ein positives Fazit der Sanierung: „In kürzester Zeit ist es uns gelungen, gemeinsam mit den Mitarbeitern den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und eine konkrete Fortführungsperspektive zu entwickeln. Mit der ZEITFRACHT Gruppe haben wir einen geeigneten Investor gefunden, da die wesentlichen Kompetenzen und das Knowhow der Mitarbeiter erhalten und in die Unternehmensgruppe integriert werden können. In diesem neuen strukturellen Umfeld hat das Unternehmen sehr gute Ausgangsvoraussetzungen, um sich langfristig am Markt etablieren zu können.“

Die Zeitfracht Logistik zählt zu den erfahrensten Systemlogistik Dienstleistern in Deutschland und Europa. Über 620 Mitarbeiter sorgen mit 335 LKW und 1000 Wechselbrücken an sieben Standorten in Deutschland für zuverlässige Frachttransporte.   

MichelsVorast Insolvenzverwaltungen GbR ist eine der führenden Insolvenzverwalterkanzleien in Nordrhein-Westfalen. Die Kanzlei unterhält Büros in Münster, Dortmund, Paderborn, Bad Iburg, Werl, Oberhausen, Bielefeld, Köln, Bonn und Gladbeck. Namensgeber Stephan Michels und seine Partner Marcus Vorast und Jana Dettmer werden regelmäßig als Insolvenzverwalter bestellt.

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Bei Ecovis sind 64 Azubis gestartet

Insgesamt 64 Steuerfachangestellte und Kaufleute für Büromanagement haben diesen Herbst bei Ecovis ihre Ausbildung angefangen. Bei dem auf den Mittelstand spezialisierten Beratungsunternehmen haben damit so viele Azubis wie noch nie neu angefangen. Woran das liegen kann, das erklärt Ecovis-Personalchef Bernd Dobmann.

Deutschlandweit haben bei Ecovis diesen Herbst 64 Azubis ihre Ausbildung begonnen. „Das ist ein richtig starker Jahrgang von Azubis“, freut sich Bernd Dobmann. Denn damit haben etwa ein Viertel mehr als im Vorjahr bei Ecovis angefangen. „Für gewöhnlich starten immer zwischen 45 und 50 Auszubildende in einem Jahr“, sagt er.

Seiner Meinung nach spricht es sich herum, welche Vorteile eine Ausbildung bei Ecovis hat:

  • Zum Start bekommt jeder neue Jahrgang drei Wochen intensives Training, das die neuen Azubis auf den Alltag in den Kanzleien vorbereitet.
  • Auf der Tagesordnung stehen Fachthemen, das Kennenlernen der Kanzleisoftware sowie Allgemeines zum Berufseinstieg.
  • Zusätzlich legt Ecovis Wert auf Softskills und Teamarbeit, wozu es ebenfalls Schulungseinheiten gibt.

„Wir wollen, dass die neuen Azubis gut vorbereitet sind auf den Umgang mit Kollegen, Chefs und Kunden sowie auf die Arbeit in der Kanzlei“, sagt Dobmann. Doch bei Ecovis kann man nicht nur mit einer Ausbildung einsteigen. Auch duale Studenten sind willkommen.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob eine Ausbildung in einer Steuerkanzlei das richtige für sie oder ihn ist, kann aber auch erst mal ein Schnupperpraktikum bei Ecovis an einem der über 100 Standorte in Deutschland machen. „Uns sind auch Studienabbrecher willkommen“, sagt Dobmann. Seiner Meinung nach sind genau diese jungen Leute mit Zickzack-Lebenslauf schon etwas reifer. „Für die Beratung von Mandanten und die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, sind das gute Voraussetzungen.“

Ecovis-Kanzleien gibt es aber nicht nur an über 100 Standorten in Deutschland. Weltweit gibt es Büros in mehr als 70 Ländern. „In der ein oder anderen Kanzlei können die jungen Leute in internationale Projekte hineinschnuppern.“ Wer ein Faible fürs Ausland hat und sehr gut in Fremdsprachen ist, kann das laut Dobmann sicherlich auch mit einem Auslandspraktikum vertiefen.

Für 2019 gibt es bei Ecovis bereits schon offene Ausbildungsplätze. Bewerben können sich Interessierte schon jetzt auf www.ecovis-karrierewelt.com

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STP Informationstechnologie AG Schweiz: Übernahme der WinJur International AG und der WinYou Law AG

STP Informationstechnologie AG Schweiz: Übernahme der WinJur International AG und der WinYou Law AG

Die STP Informationstechnologie AG Schweiz gibt die Übernahme der WinJur International AG mit dem WinJur-Produktportfolio sowie die Übernahme der WinYou Law AG zum 9. August 2018 bekannt. Die WinJur International AG ist Schweizer Marktführer im Bereich von Kanzlei-Software. Die WinYou Law AG betreibt das Auslandsgeschäft der WinJur International AG.

Nach der Übernahme der Schweizer WinJur International AG durch die STP Informationstechnologie AG, steht WinJur-CEO Jan Laukemann auch weiterhin als Berater zur Verfügung. "Für mich war es wichtig, einen professionellen und führenden Softwarehersteller von Anwaltssoftware gefunden zu haben, der auch bereits in der Schweiz etabliert ist", so Laukemann.

"WinJur-Kunden werden im gewohnten Umfang unterstützt. Zudem steht den Kunden, neben der Niederlassung in Zürich, die gerade gegründet wird, und der Niederlassung in Liechtenstein, das gesamte Partner-Netzwerk der WinJur und der STP zur Verfügung", so Uwe Richter, Vorstand der STP Informationstechnologie AG. "Durch den Zusammenschluss entsteht der größte Anbieter für Anwaltssoftware in der Schweiz mit mehr als 200 Mitarbeitern in ganz Europa", so Richter weiter.

"Wir freuen uns auf unsere neuen Kundenbeziehungen – Lernen Sie uns kennen, wir berichten über unsere Strategie", so Christian Kreis, und Willi Wildhaber die beide als Geschäftsführer verantwortlich zeichnen.

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P&R Insolvenz – Die unplausible Forderungsanmeldung der Insolvenzverwalter und die versteckten Risiken für die Anleger

Lange haben die Anleger der insolventen P&R-Gesellschaften auf die angekündigten und vorausgefüllten Forderungsanmeldungen der Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé und Dr. Philip Heinke gewartet. Das Warten hat für viele Investoren zwar ein Ende, gelohnt haben wird es sich allerdings nicht.

Für die Geschädigten der P&R-Insolvenz klangen die Ankündigungen der Insolvenzverwalter sehr vielversprechend. Die Verwalter wollten den Anlegern unterschriftsreife Forderungsanmeldungen überlassen. Eine anwaltliche Vertretung, so die Verwalter, sei zwar rechtliche zulässig, doch eine rechtliche Beratung und Vertretung nicht unbedingt erforderlich.

Offensichtlich wollen Jaffè und Heinke sich die Arbeit vereinfachen, indem sie den Anlegern vorausgefüllte Forderungsanmeldungen überlassen. Den Investoren erweisen die Verwalter damit jedoch keinen Gefallen. Die Befürchtung, dass die überlassenen Anmeldungen nicht ausreichend individualisiert, substantiiert und damit nicht aus sich selbst heraus nachvollziehbar sind, hat sich bestätigt. Dies wird jeder Anleger, der mehr als einen Vertrag geschlossen hat, bestätigen können.

Folgende Fragen sind weiterhin offen:

  1. Warum sind die vorausgefüllten Forderungsanmeldungen fehlerhaft?
  2. Welche Risiken gehen Anleger ein, wenn sie die Forderungsanmeldungen der Verwalter verwenden?
  3. Welche Besonderheiten ergeben sich aus dem Schreiben und der vorausgefüllten Forderungsanmeldung für die Anleger (Verzicht auf Rechte)?
  4. Kostenlose Vertretung auf den Gläubigerversammlungen im Oktober 2018 durch die Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

 

1. Warum sind die vorausgefüllten Forderungsanmeldungen fehlerhaft?

Den fieberhaft erwarteten und mehreren Seiten starken Briefen ist ein vorausgefüllter Vordruck eines Standardformulars (wie er im Internet heruntergeladen werden kann) sowie eine Aufstellung der anzumeldenden Beträge beigefügt. Individuell sind die Angaben zum Namen, zur Anschrift, zur Kontoverbindung sowie zur Höhe der anzumeldenden Forderungssumme. Der standarisiert angegebene Forderungsgrund „Forderung aus Vertrag/Schadensersatz“ wird ebenso wenig erläutert, wie er begründet wird. Ansprüche, die auf eine deliktische Anspruchsgrundlage gestützt werden könnten, werden ebenfalls nicht berücksichtigt. Das OLG München hat – auch dort ging es um eine Forderungsanmeldung – unter Bezugnahme auf den Bundesgerichtshof festgestellt, dass es einer „hinreichenden Darlegung des Lebenssachverhalts“ in der Forderungsanmeldung bedarf, damit dem „Insolvenzverwalter und den Gläubigern eine zutreffende rechtliche Beurteilung der angemeldeten Forderung“ möglich ist. Die hier von den Verwaltern vorgelegten Forderungsanmeldungen erfüllen die vom OLG München geforderten Voraussetzungen wohl nicht.

2. Welche Risiken gehen Anleger ein, wenn sie die Forderungsanmeldung der Verwalter verwenden?

Investoren, die diese Anmeldung verwenden, gehen das Risiko ein, dass andere Anleger ihre Forderung bestreiten, da diese nicht nachvollziehbar ist. Allein für die Insolvenzverwalter und vielleicht noch für den Anleger selbst, ist die Forderungsanmeldung nachvollziehbar. Anleger, die mehr als einen Vertrag geschlossen haben, werden die vorausgefüllten Forderungsanmeldungen in der Regel auch nur nachvollziehen können, wenn sie ihre Zeichnungsunterlagen etc. hinzuziehen. Wie soll es den anderen Gläubigern gehen, denen diese Unterlagen nicht zur Verfügung stehen, die sich im Prüftermin aber rund 80.000 nahezu gleichlautenden Forderungsanmeldungen ausgesetzt sehen? Kurz gesagt: Dies wird nicht möglich sein! Den anderen Gläubigern, denen weder die Finanzbuchhaltung der Verwalter noch die Unterlagen der Anleger zur Verfügung stehen, können die vorausgefüllten Forderungsanmeldungen nicht nachvollziehen. Sie könnten folglich diese Anmeldungen bestreiten. Das hätte für die Anleger fatale Folgen: Denn bestrittene Forderungen erhalten keine Quote im Insolvenzverfahren und ihre Ansprüche im Insolvenzverfahren können verjähren. Für die Gläubiger, deren Forderungen nicht bestritten wurde, würde sich die Quote dagegen erhöhen (sie nehmen selbst an der Verteilung der Masse teil, die bestrittenen Forderungen hingegen nicht).

3. Welche Besonderheiten ergeben sich aus dem Schreiben und der vorausgefüllten Forderungsanmeldung für die Anleger (Verzicht auf Rechte)?

Zudem enthält die zur Verfügung gestellte, vorausgefüllte Forderungsanmeldung den Aufdruck: „Ich mache keine Aussonderungsrechte oder Absonderungsrechte geltend.“ Die Investoren sollen also auf dahingehende Rechte vor dem Berichtstermin verzichten und zugleich bis zum 29.08.2018 sowohl die Forderungen als auch ihre Teilnahme an dem Berichtstermin im Oktober 2018 bei den Insolvenzverwaltern anmelden, obwohl die vom Gericht gesetzte Frist erst am 14.09.2018 abläuft.

Anleger sollten nicht dem Irrtum aufsitzen, dass die Insolvenzverwalter sie vertreten. Den Insolvenzverwaltern obliegt es, die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen. Wenn hierzu die Inanspruchnahme der Anleger erforderlich ist, werden die Verwalter auch davor nicht zurückschrecken. Gläubiger, die nicht zugleich Anleger sind, könnten durchaus an der Neutralität der Verwalter zweifeln.

Die Vorausfüllung der Forderungsanmeldung sowie der Hinweis darauf, dass man diese verwenden solle, wozu die Gläubiger nicht verpflichtet sind, erleichtert in erster Linie dem Verwalterbüro die Arbeit. Allerdings auf Kosten der Anleger. Einfacher als mit dem Versand von vorausgefüllten mit QR-Codes versehenen Forderungsanmeldungen (die wohl über einen Dienstleister erstellt wurden, den wohlmöglich noch die Masse zahlen soll) kann es sich das Verwalterbüro nicht machen. Es muss nur noch prüfen, ob die Formulare zurückkommen, und die Daten in die Insolvenztabelle übertragen.

Auf die Belange der Anleger, die ein Interesse daran haben, dass ihre Anmeldungen einer gerichtlichen Überprüfung im Bestreitensfalle standhalten, wird somit keine Rücksicht genommen. Die Verwalter halten die von ihnen selbst ermittelte Forderungshöhe sogar für streitbar, was auf Seite 3 der Schreiben der Verwalter klargestellt wird: „Es bedeutet aus den geschilderten Gründen aber nicht, dass die Ansprüche auch in der angegebenen Höhe berechtigt wären und so wie angemeldet zur Tabelle festgestellt werden könnten.“ Die Verwalter schließen also nicht aus, dass sie die von ihnen selbst vorausgefüllten Anmeldungen bestreiten werden.

4. Kostenlose Vertretung auf den Gläubigerversammlungen im Oktober 2018 durch Buchalik Brömmekamp

"Wir raten geschädigten Anlegern, die Forderungen professionell anmelden zu lassen, was wir für die Anleger gerne übernehmen. Allen nicht von uns vertretenen Anlegern, die nicht rechtsschutzversichert sind oder deren Versicherung die Teilnahme an den Berichtsterminen nicht übernimmt, bieten wir eine kostenlose Vertretung in den Berichtsterminen am 17.10. und 18.10.2018 in München sowie einen ausführlichen Bericht innerhalb von zehn Tagen nach der Versammlung an", so Fachanwalt Sascha Borowski. Zahlreiche Anleger scheuen sowohl den Kostenaufwand für die Anreise nach München, als auch die Beauftragung eines Rechtsanwalts mit der Anmeldung der Forderung im Insolvenzverfahren. Buchalik Brömmekamp nimmt diese Rechte für geschädigte Anleger wahr. 

Anleger, die von Buchalik Brömmekamp nur in den Berichtsterminen/Gläubigerversammlungen am 17.10. und 18.10.2018 vertreten werden möchten, sollten eine Stimmrechtsvollmacht, die unter https://www.kapitalanlagen-krise.de/wp-content/uploads/2018/08/Vollmacht-f%C3%BCr-die-Gl%C3%A4ubigerversammlung.pdf abgerufen werden kann, zusammen mit dem Anmeldeformular (bitte jeweils handschriftlich unterzeichnet und im Original) und einer Kopie der eingereichten Forderungsanmeldung übersenden.

Über Buchalik Brömmekamp

Seit über zehn Jahren vertritt Rechtsanwalt Sascha Borowski (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht) von der Kanzlei Buchalik Brömmekamp erfolgreich Investoren sowohl bei der Abwehr von Forderungen durch den Insolvenzverwalter, als auch bei der Durchsetzung von Ansprüchen geschädigter Investoren.

Die Kanzlei Buchalik Brömmekamp zählt zu den markführenden Insolvenz- und Sanierungsberatern und wurde vielfach, so u.a. vom FOCUS zur TOP Wirtschaftskanzlei im Bereich Insolvenz & Sanierung ausgezeichnet.

Gerne beraten wir Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Setzen Sie sich einfach per E-Mail: kapitalanlagen@buchalik-broemmekamp.de, per Telefon 0211 828977-200 oder postalisch: Buchalik Brömmekamp Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Prinzenallee 15, 40549 Düsseldorf, in Verbindung.

Besuchen Sie uns auch unter: https://www.kapitalanlagen-krise.de/

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Insolvenzverfahren des Containervermieters P&R eröffnet

Das Amtsgericht München hat am 24. Juli 2018 für die vier P&R-Vertriebsgesellschaften (P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs GmbH, P&R Transport-Container GmbH und P&R Container Leasing GmbH) das Verfahren eröffnet. Die rund 54.000 Anleger können nun ihre Forderungen bei den Insolvenzverwaltern Dr. Michael Jaffé sowie Dr. Philip Heinke anmelden. Die Frist zur Anmeldung der Insolvenzforderung läuft bis zum 14. September 2018. Die Gläubigerversammlungen sollen am 17. und 18. Oktober in der Münchner Olympiahalle stattfinden.

Ein Gutachten des Verwalters zur Insolvenzeröffnung zeigt auf, dass die Anleger erhebliche Verluste erleiden werden. Sie hatten zuletzt rund 3,5 Milliarden Euro in rund 1,6 Millionen Container investiert. Der tatsächliche Bestand beläuft sich aber auf nur 618.000 Boxen. Für die Monate Februar und März zahlte P&R noch die Mieten für die Container. Damit könnte sich der Verdacht erhärten, dass es sich um ein Schneeballsystem handeln könnte. Das Geld von neuen Anlegern könnte für die Mietzahlungen und Container-Rückkäufe der Altanleger genutzt worden sein. Damit steigt für die Anleger das Risiko einer Rückzahlung ihrer P&R-Einnahmen.

Insolvenzverwalter Jaffé kündigte an, dass er die Anleger anschreiben und diese zur Anmeldung ihrer Insolvenzforderung auffordern wird. Dazu würde er ein vorausgefülltes Formular versenden, den die Anleger nur unterschreiben und zurücksenden müssten. „Auch wenn dieses Anmeldeverfahren sehr anlegerfreundlich klingt, sollten Anleger alle Daten der Anmeldung prüfen lassen. Sind die Summen verkehrt oder wird bei einer falschen Gesellschaft die Forderung angemeldet, könnte das zum Totalverlust führen“, erklärt Sascha Borowski, Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht bei der Wirtschaftskanzlei Buchalik Brömmekamp.

Schon Ende Juni hatte der Insolvenzverwalter Michael Jaffé auch das Eigentum derjenigen Anleger angezweifelt, die von P&R sogenannte Eigentumszertifikate erhalten hatten. Damit will der Verwalter alle Investoren gleichbehandeln und die Insolvenzmasse hochhalten. Sollten Anleger dennoch einen Eigentumsnachweis erbringen können, könnten sie Aus- und Absonderungsrechte geltend machen. Der Container steht dann den Anlegern zur weiteren Verwertung zu. Ob das sinnvoll ist, bleibt offen, jedoch stärkt es die Position des Anlegers gegenüber dem Verwalter. Die Anmeldung zur Aussonderung muss ein Anwalt vornehmen. „Warum der Verwalter das Eigentum in Frage stellt, ist bis jetzt nicht begründet worden. Eigentümer von Containern sollten nicht auf ihr Recht und letztendlich auf ihr Investment verzichten, nur um es vielen Beteiligten einfach zu machen. Schon deshalb sollten sich die Anleger über geeignete Maßnahmen beraten lassen und das vorausgefüllte Forderungsanmeldung sogar von einem Fachmann prüfen lassen“, erklärt Borowski.

Buchalik Brömmekamp bietet einen Quickcheck zur Forderungsanmeldung für die Gläubiger an, die ihre Forderungen selbst anmelden wollen. In jedem Fall sollten die Forderungen im Insolvenzverfahren richtig angemeldet werden. Die Anmeldung ist ausreichend zu individualisieren und zu substantiieren. Allein die Mitteilung der Forderungshöhe, ohne diese zu begründen, wird nicht ausreichen. Weitere Informationen finden Sie dazu auf der Seite https://www.kapitalanlagen-krise.de/…

Seit über zehn Jahren vertritt Rechtsanwalt Sascha Borowski (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht) von der Kanzlei Buchalik Brömmekamp erfolgreich Investoren sowohl bei der Abwehr von Forderungen durch den Insolvenzverwalter, als auch bei der Durchsetzung von Ansprüchen geschädigter Investoren.

Die Kanzlei Buchalik Brömmekamp zählt zu den markführenden Insolvenz- und Sanierungsberatern und wurde vielfach, so u.a. vom FOCUS zur TOP Wirtschaftskanzlei im Bereich Insolvenz & Sanierung ausgezeichnet.

Besuchen Sie uns auch gerne unter: https://www.kapitalanlagen-krise.de/… oder www.insolvenzanfechtung-buchalik.de

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Haftstrafen für Ex-Infinus Manager

Das Landgericht Dresden verurteilte am 9. Juli 2018 sechs Angeklagte der insolventen Infinus Unternehmungsgruppe (Dresden). Die Strafen belaufen sich auf mehrere Jahre Haft. Ihnen wurde gewerbsmäßiger Bandenbetrug und Kapitalanlagebetrug vorgeworfen. Dieses Urteil wird entscheidende Auswirkungen auf den zivilrechtlichen Prozess der Anleger haben, so Rechtsanwalt Matthias Kilian von der Kanzlei BKR Rechtsanwälte (Jena).

Für fünf Ex-Manager und einem weiteren Mitarbeiter hat das Dresdner Landgericht am 9. Juli 2018 die Freiheitsstrafe ausgesprochen. Laut Anklage wurde ein Schneeballsystem von den ehemaligen Führungskräften betrieben. Etwa 22.000 Anleger mit einem Gesamtvermögen von rund 312 Millionen Euro wurden mittels dieses Systems hinters Licht geführt.

Nach mehr als 160 Prozesstagen wurde, laut Urteil, folgende Strafen verkündet:  Jörg Biehl 8 Jahre, Andreas Kison 4 Jahre und 6 Monate, Rudolf Ott 6 Jahre und 10 Monate, Kewa Kadkhodai 6 Jahre, Siegfried Bullin 5 Jahre und 10 Monate, Jens Pardeike 5 Jahre und 4 Monate.

„Bei einem rechtskräftigen Urteil haben geschädigte Anleger die Möglichkeit, erfolgreich gegen die Hintermänner vorzugehen und diese direkt auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen“, so RA Kilian. „Bisher hat der Insolvenzverwalter die deliktisch angemeldeten Forderungen vorläufig bestritten. Das könne sich mit diesem Urteil stark ändern. Wir empfehlen daher, Ihre Ansprüche im Einzelfall umgehend prüfen zu lassen.“

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