Wickelprozesse erfolgreich meistern

Zu wickelnde Materialien stellen verschiedenste Anforderungen an Antriebe: Mal geht es um hohe Geschwindigkeiten, mal um Präzision und dann wieder um die Bewältigung großer Massen. Das Spektrum reicht dabei von Rohpapier mit bis zu zehn Metern Breite über dünne Folien bis hin zu Kohlefaserfäden mit geringer Elastizität und extremer Reißfestigkeit.

Papierbahnen beispielsweise werden bei einem Rollendurchmesser von etwa zwei Metern mit einer hohen Geschwindigkeit von bis zu 2.000 m/min aufgespult. Folien sind empfindliche Materialien, die sehr präzise auf- oder abgewickelt werden müssen und das Wickeln von Metallen führt dagegen zu hohen Massen, die wiederum den Wickelprozess beeinflussen. Als Antrieb eignen sich vor allem Druckluftmotoren der DEPRAG SCHULZ GMBH u. CO.: sie bieten die geforderte Vielseitigkeit.

Dabei arbeitet der Lamellenmotor nach einem einfachen Prinzip. Der in einem exzentrischen Zylinder umlaufende Rotor wird in Bewegung gesetzt. Die Lamellen werden mittels Fliehkraft an die Rotorwand gedrückt und bilden so die Arbeitskammern. In diesen Arbeitskammern expandiert die verdichtete Druckluft, Druckenergie wird in kinetische Energie umgewandelt – der Rotor dreht sich.

Typisch für Pneumatikmotoren ist die automatische Anpassung der Drehzahl bei Lastveränderung. Im Leerlauf arbeitet der Druckluftmotor bei völliger Entlastung. Steht eine geringe Last entgegen, also ein geringes Drehmoment an der Motorspindel, liegt die Arbeitsdrehzahl nahe der Leerlaufdrehzahl. Die Arbeitsdrehzahl verringert sich, sobald das Drehmoment ansteigt. Bei 50 % der Leerlaufdrehzahl erreicht der Druckluftmotor seine maximale Leistung. In diesem Bereich ist er besonders energieeffizient.

Im Vergleich zum Elektromotor liefert der Druckluftmotor ein hohes Startmoment und kann problemlos bis zum Stillstand belastet bzw. überlastet werden. Nach Reduzierung der Last läuft er sofort wieder an. Ein weiterer Vorteil ist der sinkende Energiebedarf von Druckluftmotoren bei ansteigendem Drehmoment während der Elektromotor beim Maximalmoment den höchsten Stromverbrauch hat. Außerdem ist Druckluft grundsätzlich ein unproblematischer Energieträger: Es entsteht keinerlei Gefahr durch Elektrizität, ein Kurzschluss ist ausgeschlossen.

Auslegung auf Maximaldrehmoment

Für die Motorauslegung sind vor allem die gewünschte Wickelgeschwindigkeit und das Maximaldrehmoment entscheidend. Zur Berechnung des Maximaldrehmoments wird der größtmögliche Rollendurchmesser, d. h. die Rolle im komplett aufgewickelten Zustand, zur Berechnung herangezogen. Die Wickelgeschwindigkeit soll auch im voll aufgewickelten Zustand sicher gestellt sein. Wenn jedoch die Rolle weniger Material trägt, der Rollendurchmesser kleiner wird, wickelt der Motor das Wickelgut automatisch schneller – die Arbeitsdrehzahl passt sich entsprechend der Last (dem geringen Drehmoment) an. Dreht der Motor zu schnell, kann diese Drehzahl durch Veränderung der Luftmenge, des Betriebsdrucks oder einer Kombination aus beiden stufenlos angepasst werden.   

Drehzahlregelung durch Luftmenge

Durch die Regelung der Luftmenge lässt sich die Drehzahl einfach und flexibel reduzieren. Zu- oder Abluftdrosselung stehen je nach Anwendungssituation zur Auswahl. Durch Abluftdrosselung verringert sich die Drehzahl des Motors ohne die Leistung bzw. das Drehmoment des Druckluftmotors nennenswert herabzusetzen. Ein Drosselventil hält die Abluft zurück und erzeugt so einen Stau- oder Gegendruck – die Drehzahl verringert sich.

Möchte man zusätzlich auch die Leistung bzw. das Drehmoment des Motors verringern, dann empfiehlt es sich die Zuluft zu drosseln. Geht es beispielsweise bei einer Wickelanwendung darum, das Endlosmaterial beim Wickeln straff zu halten, muss die Druckluft dauerhaft am Motor anstehen.

Drehzahlregelung durch Betriebsdruck

Die technischen Daten der DEPRAG Druckluftantriebe basieren auf einem Betriebsdruck von 6 bar. Jeder dieser Motoren kann beliebig zwischen 4 und 6,3 bar betrieben werden, um die Leistungsstärke entsprechend an die jeweilige Anwendung anzupassen. Ist beispielsweise ein Druckluftmotor für das Wickelgut Papier zu „stark“ ausgelegt, könnte das Papier bei der Wickelung reißen. Hier empfiehlt sich eine Reduzierung des Betriebsdrucks. Mit Hilfe der Zuluftdrosselung kann die Motorleistung so verringert werden, dass ein Abreißen verhindert wird. Die Absenkung des Betriebsdrucks um 1 bar bewirkt eine Reduzierung des Drehmoments um 17 %. Betreibt man den Motor bei 4 bar, verringert sich das Drehmoment um 33 %.

In einer Wickelanwendung kann der Druckluftmotor, der mit 4 bar betrieben wird für eine leerer werdende Rolle immer noch zu stark sein. Um den Drehmomentbereich des Druckluftmotors noch weiter auszunutzen, bietet DEPRAG die Möglichkeit, den Motor mit federbelastenden Lamellen, den sogenannten Zwangsanlauflamellen auszustatten. Mit Hilfe dieser Lamellen mit Schenkelfeder ist es möglich, den Pneumatikmotor sogar mit einem Betriebsdruck von weniger als 1 bar zu betreiben.

ATEX und Lebensmittelkonformität

Die Druckluftmotoren der BASIC LINE, ADVANCED LINE und POWER LINE Serie sind zudem ATEX-konform und für den explosionsgeschützten Bereich zugelassen. Durch die Entspannung der Luft kühlt entstehende Reibungswärme ab und auch unter Last ist eine Überhitzung des Lamellenmotors und somit das Zünden von Gasen ausgeschlossen. Durch den inneren Überdruck wird außerdem das Eindringen von Staub und Schmutz verhindert.

Für den Einsatz im Lebensmittelbereich, z. B. in Verpackungsmaschinen müssen Druckluftmotoren Reinigungsmitteln und Wasserdampf standhalten. ADVANCED LINE Motoren mit Außenteilen aus Edelstahl sind abgedichtet und müssen nicht speziell eingehaust werden. DEPRAG Druckluftmotoren können ölfrei, d. h. mit ungeölter Luft, betrieben werden. Für die Schmierung der Planetengetriebe verwendet DEPRAG ein lebensmittelkonformes USDA-H1-Fett.

Die DEPRAG SCHULZ GMBH u. CO. mit Firmensitz in Amberg ist mit ca. 700 Mitarbeitern in über 50 Ländern weltweit vertreten. DEPRAG zählt zu den marktführenden Herstellern von Druckluftmotoren mit dem größten Spektrum an hochwertigen Edelstahlantrieben und innovativen Turbinen. Das inhabergeführte Familienunternehmen bietet mit seinem Standardprogramm an Druckluftmotoren eine Vielzahl von Varianten, aus denen nach dem Baukastenprinzip individuelle Antriebslösungen für die nachgefragte Anwendung zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis entwickelt und gefertigt werden können.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Reifen für Vans und Transporter von Continental

  • Fünf aktuelle Sommer-, Ganzjahres- und Winterreifen für unterschiedliche Anforderungen
  • Höchste Fahrsicherheit und Wirtschaftlichkeit

Mit fünf aktuellen Reifen für den Sommer-, Ganzjahres- und Wintereinsatz hat Continental ein umfangreiches Angebot für nahezu alle Van- und Transportereinsätze im Angebot. Langstreckenfahrten auf der Autobahn, schwerer Einsatz auch auf schlechteren Straßen, innerstädtische Transportaufgaben oder der Einsatz an Wohnmobilen, Fahrten im Winter auf verschneiten Strecken – für jede Anforderung sind Reifenmodelle von Continental im Angebot. Die Lieferpalette beginnt bei Reifen von 14 Zoll Durchmesser, die größten Pneus passen auf Felgen von 18 Zoll.

ContiVanContact 100 und ContiVanContact 200 für unterschiedliche Einsätze

Als robuster Reifen für den Transport hoher Lasten auch auf schlechten Wegstrecken empfiehlt sich der ContiVanContact 100. Mit seiner starken Scheuerleiste auf der Seitenwand trotz er dem Kontakt mit Bordsteinkanten, Steineabweiser im Profilgrund und ein besonders widerstandsfähiges Profildesign lassen ihn problemlos auch schlechtere Straßen meistern. Durch die verstärkte Karkasse ist der Dauereinsatz mit hohen Lasten möglich; davon profitiert auch die Fahrstabilität. Mit einer Teil-Silikamischung und der flachen Bodenaufstandsfläche bietet er hohe Laufleistung auch unter schwierigen Bedingungen.

Für Transportaufgaben auf Autobahnen und Landstraßen sowie im innerstädtischen Verkehr wurde der ContiVanContact 200 entwickelt. Sein Makroblockprofil mit Stabilisatoren zwischen den Blöcken bietet hohe Kraftübertragung und präzises Handling auch unter schweren Lasten. Bei Regenfahrten liefern Lamellen und zusätzliche Aquaplaningrillen guten Kraftschluss und schnelle Wasserableitung der Aufstandsfläche. Als besonders wirtschaftlicher Reifen verfügt er über eine rollwiderstandsarme Laufflächenmischung mit hoher Laufleistung.

VanContact 4Season und VanContact Camper – Ganzjahresreifen für Transporter und Wohnmobile

Der VanContact 4 Season wurde vor allem für innerstädtische Transportaufgaben entwickelt. Mit seinen vielen Lamellen mit hoher Kantenlänge ermöglicht er guten Grip auch auf nasser Fahrbahn, die V-förmigen Drainagerillen und breite Seitenrillen leiten Wasser schnell ab. Auf verschneiter Straße bieten die wellenförmigen Lamellen sicheren Grip, die Stufen in den Mittelrillen bilden kräftige Griffkanten aus. So ist auch sichere Fahrt unter winterlichen Bedingungen möglich. Auf trockener Straße sorgt die Bandstruktur in der Reifenmitte und Handlingrillen in der Reifenschulter für kurze Bremswege und Präzises Handling. Die Silika-Laufflächenmischung der neuesten Generation sorgt durch ihren niedrigen Rollwiderstand für weniger Kraftstoffverbrauch.

Für den oft schwierigen Einsatz an Wohnmobilen hat Continental den VanContact Camper im Angebot. Der Ganzjahresreifen mit seiner hohen Tragfähigkeit nach dem CP-Standard (CP = Camping Pneu) bietet ein Plus an Sicherheit auch bei hohem Fahrzeuggewicht. Auf nasser Straße können sich seine Lamellen gut mit dem Asphalt verzahnen, breite Rillen führen Wasser schnell aus der Aufstandsfläche ab. So kommen auch schwere Camper auf Nässe sicher zum Stehen, die Aquaplaninggefahr wird verringert. Im Winter bieten die wellenförmigen Lamellen guten Grip, das Profil bildet viele Griffkanten für guten Schneegriff aus. Kurze Bremswege auf trockener Fahrbahn und gute Lenkreaktion erreicht der robuste Reifen durch sein Bandprofil.

VanContact Winter – sicher in der kalten Jahreszeit

Mit dem VanContact Winter bietet Continental einen Spezialisten an, der für die besonderen Anforderungen von Vans und Transportern in der kalten Jahreszeit entwickelt wurde. Viele Griffkanten erhöhen beim Fahren auf Schnee die Verzahnung mit dem Untergrund, Rillen im Profil lassen die Schnee- / Schneeverzahnung zu. Davon profitieren kurze Bremswege und gute Traktion. Die hohe Profilsteifigkeit mit Rillen sowie 3D-Lamellen in den Blöcken bieten hohe Lenkpräzision auf trockener Fahrbahn. Bei Regenfahrten wird das Wasser durch die Rillen abgeleitet; die Lamellen verkürzen den Bremsweg auf Nässe. Die rollwiderstandarme Silikamischung verringert den Rollwiderstand, eine ausgewogene, große Bodenaufstandsfläche erlaubt hohe Laufleistung. Die sehr robuste Seitenwand ist mit einem effektiven Scheuerbereich gegen Bordsteinkanten geschützt.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Von 5 auf 150 HC Sorter in fünf Jahren: VanRiet vervielfacht Installationen

Seit 2013 hat die VanRiet Material Handling Systems die Anzahl der pro Jahr installierten HC Sorter verdreißigfacht. Weltweit werden in 2018 150 Gleitschuhsorter bei Kunden implementiert. Die komplett geschlossene Sortierlösung ist für unterschiedliche Produktgruppen flexibel einsetzbar und sorgt für zuverlässige Sortierergebnisse. Vom 23. bis 27. April präsentiert der niederländische Hersteller für automatisierte Förder- und Sortierlösungen den HC Sorter auf der CeMAT. Zu finden ist VanRiet auf der Weltleitmesse für Intralogistik in Halle 21 an Stand F23.

„Die wachsende Nachfrage nach dem HC Sorter zeigt uns, dass er optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten ist“, sagt Rik van den Boog, Geschäftsführer bei VanRiet. Der Gleitschuhsorter zeichnet sich durch individuelle Anpassungsmöglichkeiten aus und kann hohe Durchlaufzahlen erreichen. Dadurch ist er optimal geeignet für den Einsatz im E-Commerce und in der KEP-Branche, die von kurzen Lieferzeiten und hohen Sendungsaufkommen bestimmt werden. Auch in der Mode- und Foodware- sowie in der Küchenindustrie kommen die automatischen Förder- und Sortierlösungen des Unternehmens zum Einsatz.

Nicht nur auf dem deutschen Markt, sondern auch international wächst die Nachfrage nach Förder- und Sortiersystemen. Unter anderem in Polen, Serbien, China und den USA vertrauen Kunden auf die Lösung von VanRiet.

Zur CeMAT bringt der Systemspezialist einen HC Sorter mit. Die Besucher können vor Ort sehen, wie der HC Sorter die Förder- und Sortier-Prozesse optimiert. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu drei Metern pro Sekunde kann der Gleitschuhsorter innerhalb einer Stunde 15.000 Pakete bearbeiten. Dabei können gleichzeitig kleine und schmale Produkte sowie Pakete bis zu 50 Kilogramm befördert und sortiert werden. Das geschlossene Deck führt dazu, dass der HC Sorter die niedrigste Betriebslautstärke im Markt hat. Zudem ist die Wartungshäufigkeit gering, da Lamellen auf der Oberfläche verhindern, dass unerwünschte Teile ins Innere des Sorters gelangen.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Modulares Sicherungs- und Relaishalter-System

Ein neues Sicherungs- und Relaishaltersystem im Sortiment Elparts erleichtert vor allem Nutzern und Entwicklern im Fahrzeugbau die Konstruktionsarbeit. Das modulare System verfügt über Sicherungsdosen mit verbessertem Kontakt und besticht durch einen platzsparenden Aufbau. Es ermöglicht dem Anwender, die Fahrzeugelektrik auf seine individuellen Anforderungen zu konfigurieren.

Was sind die Vorteile dieses modularen Systems?

  • verbessertes Kontaktsystem und platzsparender modularer Aufbau
  • beachtliches Einsparpotential im Kabelsatz bei Brückenverwendung für hohe Ströme
  • neues Lamellen-Kontaktsystem für hohe Ströme (Einzelkontakt bis 60 A; Sammelschiene bis 125 A)
  • Sicherungsdosen und Relaissockel können zusammen mit dem Halterahmen zu einer Zentralelektrik kombiniert werden

Das System ist für alle Fahrzeugtypen universal verwendbar, der Planer und Aufbauer kann innovativ modular konfigurieren und zum Einbau ist kein Spezialwerkzeug notwendig.

Funktionsweise

Die Sicherungsdosen für Standardflachstecksicherungen und Standardflachsteckautomaten (ATO) sind in den Ausführungen normal, hoch und flach als Komplettsets inkl. Einzelkontakten und Deckeln erhältlich. Der Kunde kann sich darüber hinaus eine Sicherungsdose nach eigenen Anforderungen zusammenstellen. Die jeweiligen Ausführungen dazu sind als einzelne Komponenten bestellbar. Die Kontakte sind als einzelne Steckverteiler, aber auch als Sammelschiene mit und ohne Laschen für Brücken zu haben.
Die Möglichkeit der Brückung garantiert die kompakte Montage der Sicherungsdosen. Drei Varianten der Brückung sind möglich: Brücke 1-fach, 2-fach und 3-fach. Ähnlich verhält es sich bei den Haltern der Sicherungsdose, sie gibt es 2-fach und 3-fach. Neben den genannten ATO-Dosen sind des Weiteren auch Sicherungsdosen für Mini-Flachstecksicherungen und Mini-Sicherungsautomaten bestellbar. Die Mini-Sicherungsdosen ermöglichen eine Vielzahl von Absicherungen auf engstem Bauraum.
Anwender, Planer und Entwickler im Fahrzeugbau haben mit diesem System innovative Konfigurationsmöglichkeiten bis hin zur Einrichtung einer Zentralelektrik.

Sicherungsdose
Artikelnummer: 50300001/ -002, 50300030, -032

Relaissockel
Artikelnummer: 50390963/ -964

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox