it’s OWL: Projekte starten im Herbst

Das Technologie-Netzwerk it´s OWL startet ab Herbst mit neuen Projekten. Darin entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen Ansätze in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Digitale Plattformen, Digitaler Zwilling und Arbeitswelt der Zukunft. Darüber hinaus können sich Unternehmen für Transferprojekte bewerben, in denen sie gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation lösen. Das Land NRW stellt für Projekte Fördermittel im Umfang von 50 Millionen Euro zur Verfügung, mindestens die gleiche Summe kommt aus der Industrie. Insgesamt sollen im Spitzencluster bis 2022 Projekte im Umfang von 200 Millionen Euro umgesetzt werden. Neben der Landesförderung sollen dafür auch Bundes- und EU-Mittel genutzt werden.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sagt: „it’s OWL steht europaweit für einen überaus erfolgreichen Technologietransfer mit Fokus auf die mittelständische Wirtschaft. Das Spitzencluster trägt maßgeblich dazu bei, die Möglichkeiten und Verfahren der Industrie 4.0 greifbar zu machen. Dank der Transferprojekte gibt es einen großen Innovationsschub für die ganze Region: Das Cluster öffnet wichtigen Branchen neue Perspektiven, schafft neue Angebote für Ausbildung und Studium und macht Arbeitsplätze zukunftsfähig.“

Prof. Jürgen Gausemeier, Vorsitzender des Clusterboards, zieht eine positive Zwischenbilanz und erläutert die neue Ausrichtung des Technologie-Netzwerks: „Die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei it´s OWL ist ein Erfolgsmodell. So sind in den vergangenen fünf Jahren beispielsweise rund 7.500 neue Arbeitsplätze in den Kernbranchen und sieben neue Forschungsinstitute entstanden, 34 Unternehmen wurden aus dem Spitzencluster heraus gegründet. Mit der Neuausrichtung von it´s OWL bieten wir Unternehmen einen Plattform, um die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei geht es sowohl um die Entwicklung und Anwendung von neuen Technologien – beispielsweise in den Bereichen maschinelles Lernen, IT-Sicherheit und disziplinübergreifende Produktentwicklung. Aber auch um die Gestaltung der Arbeitswelt, Qualifizierungsangebote, neue Geschäftsmodelle und Unternehmensgründungen.“

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl ergänzt: „it´s OWL gilt in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland als Paradebeispiel, wie Unternehmen und Forschungseinrichtungen den digitalen Wandel in der Industrie gemeinsam angehen. Daher wird das Land die Projekte von it´s OWL mit 50 Millionen Euro und das Clustermanagement mit 3 Millionen Euro fördern. Die Bezirksregierung Detmold und der Projektträger Jülich stehen dabei den Projektpartnern beratend zur Seite. Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit und die Ergebnisse aus den Projekten sollen auch für andere Unternehmen und Regionen in ganz Nordrhein-Westfalen bereitgestellt werden.“

Maschinelles Lernen für die intelligente Produktion

Die 24 Kernunternehmen und sechs Hochschulen des Technologie-Netzwerks haben in einem Arbeitsausschuss in den vergangenen sechs Monaten fünf Projekte in den oben genannten Themenfeldern entwickelt. Dabei geht es beispielsweise um maschinelles Lernen in der Produktion. Ziel des Projekts ist es, dass Maschinen und Anlagen nicht nur auf einprogrammierte Muster reagieren, sondern aus Erfahrungen lernen. So können sie ihre Leistungsfähigkeit im Laufe ihrer Einsatzzeit verbessern und sich automatisch an sich ändernde Bedingungen anpassen. Sechs Unternehmen – darunter Miele – und vier Forschungseinrichtungen wollen dafür neue Methoden entwickeln und auf einer Plattform für weitere Unternehmen verfügbar machen.

„Durch maschinelles Lernen können wir die Produktivität und Effizienz unserer Produktion von Staubsaugern und Waschmaschinen erheblich steigern. Maschinenausfälle und Ausschuss werden vermieden. Der Einsatz von Energie und Materialien wird erheblich reduziert“, erläutert Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer von Miele & Cie. KG. „Durch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und den Hochschulen können wir schnell und zuverlässig neue Verfahren entwickeln und in die Anwendung bringen. Aktuelle Forschungsergebnisse aus den Hochschulen sind dafür genauso wichtig wie die Erfahrungen und Perspektiven der anderen Unternehmen.“

Digitale Plattformen und Digitaler Zwilling

In zwei weiteren Projekten geht es neun Unternehmen und vier Forschungseinrichtungen darum, die Potenziale digitaler Plattformen für kleine und mittlere Unternehmen auszuschöpfen. Hintergrund ist, dass der Anteil des digitalen Geschäfts im Maschinenbau kontinuierlich ansteigt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihren Kundenzugang zu erhalten, müssen die Unternehmen ihre Produkte immer stärker mit Services verzahnen. Durch digitale Plattformen können sie vom Auftragseingang über Produktion bis zur Logistik eine durchgehende Lösung für den Kunden anbieten.

Ein weiteres Projekt fokussiert die Entwicklung, die Nutzung und die Interaktion von digitalen Zwillingen. Darunter versteht man eine digitale Abbildung einer Maschine, welche die reale und virtuelle Welt miteinander verbindet. Die Abbildung im virtuellen Raum entsteht unter Einsatz von Daten, die beispielsweise durch Sensoren ermittelt werden. Mithilfe von digitalen Zwillingen können Maschinen und Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus dargestellt werden. So können beispielsweise schon während der Planung einer neuen Anlage digitale Simulationen genutzt werden, um die realen Abläufe zu optimieren.

Die Projekte werden derzeit beim Land beantragt. Bei positiver Bewertung sollen sie im Oktober starten. Zudem werden weitere Ausschreibungen veröffentlicht, bei der sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Cluster mit Projektideen bewerben können.

Neue Arbeitsplätze und die Entlastung der Beschäftigten

Informations- und Kommunikationstechnologien halten zunehmend Einzug in die Produktion und die Entwicklungsarbeit. Dabei rücken insbesondere die sozialen Aspekte der Arbeitsplatzgestaltung in den Vordergrund. In einem weiteren it´s OWL-Projekt wollen Unternehmen gemeinsam mit Hochschulen und der IG Metall die Potenziale der Digitalisierung für die Arbeitswelt erschließen und in den Betrieben erproben. Dabei geht es um neue Ansätze von Führung und Personalentwicklung, Lernplattformen sowie die Benutzerfreundlichkeit von Assistenzsystemen. So wird bei Weidmüller beispielsweise erforscht, wie Augmented und Virtual Reality in der beruflichen Bildung eingesetzt werden können, um individualisiertes Lernen zu ermöglichen. 

„Auch in der digitalisierten Fabrik bleibt der Mensch im Zentrum. Um die Arbeitsplätze der Zukunft zu gestalten, müssen wir die Beschäftigten aktiv einbinden. Und ihnen vermitteln, welche Chancen die Digitalisierung bietet, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Menschen die Arbeit zu erleichtern“, erläutert Prof. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld und Vorsitzende von Campus OWL.

„Die Hochschulen in OWL bringen aktuelle Forschungsergebnisse und Erfahrungen in die neuen it´s OWL-Projekte ein. Wir sehen uns als wichtige Partner für die Innovationsentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen – sowohl in den Ingenieurswissenschaften und in der Informatik als auch in den Sozialwissenschaften.“

Einen Überblick über neue Lösungen für die Gestaltung der Arbeitswelt bietet der Kongress „Faszination 4.0 – Arbeit“ am 3. September in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld. Veranstalter sind die OWL GmbH, it´s OWL, die Bertelsmann Stiftung, OWL Maschinenbau und die Regionalagentur OWL. Das Spektrum reicht von neuen Technologien über Arbeiten im ländlichen Raum und beruflicher Bildung bis zu New Work.

Den Mittelstand beim digitalen Wandel unterstützen

Der erfolgreiche Technologietransfer in den Mittelstand ist ein Alleinstellungsmerkmal von it´s OWL. Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere – können in Transferprojekten mit einer Hochschule oder Forschungseinrichtung neue Technologien nutzen, um konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation zu lösen. Prof. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement, erläutert: „Die Transferprojekte bieten einen schnellen und einfachen Zugang zu neuen Technologien und aktuellem Forschungswissen. Die Wirkungen werden direkt im Betrieb sichtbar. So können Unternehmen wichtige Schritte auf dem Weg zur Industrie 4.0 gehen.“ Anwendungsbereiche sind beispielsweise die Einführung von Assistenzsystemen, Ansätze für maschinelles Lernen, neue Verfahren der Produktentwicklung oder die Entwicklung von Smart Services. Die Unternehmen erhalten für Transferprojekte eine Förderung zwischen 60 bis 80 Prozent der Gesamtkosten. Ein Unternehmen kann bis zu 60.000 Euro Fördermittel erhalten.

Dazu reichen Unternehmen gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung eine Projektskizze beim it´s OWL Clustermanagement ein, in der sie die geplanten Aktivitäten und Ergebnisse beschreiben und mit einem Angebot versehen. Nach Prüfung durch das Clustermanagement und die Bezirksregierung Detmold wird ein Gutschein ausgestellt, der nach Abschluss des Projekts ausgezahlt wird. Interessierte Unternehmen können sich bei der Entwicklung der Idee und der Vermittlung eines Forschungspartners durch die it´s OWL Clustermanagement GmbH und die Transferpartner von it´s OWL beraten lassen. Transferpartner von it´s OWL sind die IHK Ostwestfalen, die IHK Lippe, OWL Maschinenbau, InnoZent OWL und die OWL GmbH.

Neue Geschäftskonzepte für die intelligente Fertigung

Ein weiterer Schwerpunkt von it´s OWL ist die Entwicklung neuer Geschäftsideen in den Bereichen intelligente Fertigung und Digitalisierung. „Aus unseren Projekten werden viele Ansätze für Smart Services entstehen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir 30 neue Geschäftsideen identifizieren und gemeinsam mit den Unternehmen und Hochschulen zu erfolgreichen Geschäftskonzepten ausarbeiten. Die Region und unser Cluster bieten dafür ein optimales Umfeld. Denn hier finden die Start-ups einen direkten Zugang zu ihren Kunden. Dabei wollen wir sie mit unserem Netzwerk unterstützen. Dadurch unterscheidet sich OstWestfalenLippe von anderen gründungsstarken Regionen wie beispielsweise Berlin, wo zwar viele Gründer sind, aber keine realen Kunden,“ verdeutlicht Günter Korder, Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement GmbH.

Mit dem Innovationslabor OWL der vier Hochschulen sowie Initiativen wie garage33 (Paderborn), Innovationszentrum Campus Bielefeld, knOWLedgeCube (Lemgo), Founders Foundation (Bielefeld) und Denkwerk (Herford) finden Start-ups in OWL zudem eine hervorragende Unterstützung. Und der Technologiefonds OWL und die Business Angels OWL bieten Zugang zu Wachstumskapital.

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Kaiserslauterer Physiker verändern atomare Wechselwirkung in ultrakalter Materie

Physikern der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) um Professor Dr. Herwig Ott ist es erstmals gelungen, die Wechselwirkung zwischen zwei Atomen in ultrakalter Materie mit Hilfe von sogenannten Rydbergmolekülen zu verändern. Diese erst kürzlich entdeckten großen Moleküle bestehen aus nur zwei Atomen, deren Bindungsmechanismus nicht mit gängigen chemischen Modellen beschrieben werden kann. Sie besitzen außergewöhnliche Eigenschaften wie etwa eine große Bindungslänge. Die Studie wurde nun in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Wechselwirkungen sind der fundamentale Baumeister unserer Welt. Nicht nur im sozialen Leben, sondern auch in der Materie, die uns umgibt. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts stellte der Physiker Ernest Rutherford fest, dass selbst Gold zu über 99 Prozent aus Nichts besteht. Erst die Wechselwirkung einzelner Teilchen macht Materie zu dem, was sie ist. Sie sorgt dafür, dass unsere Welt im Innersten zusammenhält.

Dies gilt nicht nur für unsere Alltagswelt, sondern auch für die Welt der Quantenphysik. Um Quanten-Phänomene zu erforschen, setzen Physiker oftmals auf ultrakalte atomare Gase. „Hierbei herrschen Temperaturen um den absoluten Nullpunkt, rund -273 Grad Celsius“, sagt Professor Dr. Herwig Ott, der an der TUK zu ultrakalten Quantengasen und Quantenatomoptik forscht. „Das Verhalten der atomaren Gase wird dabei von der Wechselwirkung zwischen den Atomen bestimmt.“ Experten sprechen in diesem Zusammenhang auch von einem quantenmechanischen Streuprozess. „Für die Wissenschaft sind solche Gase bei der Erforschung von quantenmechanischen Effekten von großer Bedeutung, weil sich diese Wechselwirkungen im Labor verändern lassen“, fährt der Professor fort.

Bei der Materie, die uns im Alltag umgibt, ist das in der Regel nicht der Fall. „Die Wassermoleküle in einem Glas Wasser zum Beispiel haben immer dieselbe Wechselwirkung und die Frage, was wären die Eigenschaften von Wasser, wenn sich die Wassermoleküle doppelt so stark anziehen würden, lässt sich experimentell nicht beantworten“, so der Physiker.

Den Wissenschaftlern um Professor Ott ist es nun erstmals gelungen, die Wechselwirkung zwischen ultrakalten Atomen mit Hilfe sogenannter Rydbergmoleküle zu verändern. Die Idee für den Versuch: Zwei Atome, die zusammenstoßen, werden kurzzeitig mittels eines Laserstrahls in einen Zustand versetzt, der einem Molekül entspricht. „Dadurch verbringen sie eine längere Zeit beieinander“, erläutert der Professor. „Dies verändert den quantenmechanischen Streuprozess zwischen den beiden Atomen und damit auch die Wechselwirkung zwischen ihnen.“

Im Experiment konnten die Kaiserslauterer Forscher dies jetzt beobachten: Dazu haben sie aus zwei Rubidium-Atomen ein Rydbergmolekül „gebaut“. Diese Form der Moleküle wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt. Es handelt sich hierbei um Moleküle, die so groß wie Viren sein können, aber nur aus zwei Atomen bestehen. In der Regel sind Moleküle, die aus zwei Atomen bestehen, wesentlich kleiner. Im Gegensatz zu bislang bekannten Bindungen, bei denen sich zum Beispiel zwei Atome jeweils ein Elektron teilen, wirkt hier ein anderer Mechanismus: Ein Elektron weist zum Atomkern nur eine sehr schwache Bindung auf und befindet sich auf einer äußeren Elektronenbahn, es ist in einem sogenannten Rydbergzustand. Das zweite Atom erfährt nun eine quantenmechanische Wechselwirkung mit dem Elektron und es entsteht eine schwache Bindung zwischen den beiden Atomen.

„Diese Moleküle zeichnen sich durch eine Reihe außergewöhnlicher Eigenschaften aus“, sagt der Professor, „wie etwa ihre extrem große Bindungslänge von einigen hundert Nanometern sowie ihre sehr großen elektrischen Dipolmomente.“ Darunter versteht die Wissenschaft die Tatsache, dass Moleküle eine räumlich getrennte positive und negative Ladung besitzen können.

Die Ergebnisse der Kaiserslauterer Wissenschaftler ermöglichen es zum einen, die Wechselwirkung in nahezu jedem ultrakalten Gas zu ändern. Zum anderen eröffnen sie auch neue  Anwendungsmöglichkeiten wie die direkte Kontrolle von Mehrteilchenwechselwirkungen. „Aber auch Wechselwirkungen mit längeren Reichweiten als bislang möglich lassen sich so künftig induzieren“, nennt der Physiker als weiteres Beispiel. „Damit könnten in Zukunft neuartige Materiezustände in ultrakalten Gasen realisiert werden.“

Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht: „Experimental realization of a Rydberg optical Feshbach resonance in a quantum many-body system“; O. Thomas, C. Lippe, T. Eichert & H. Ott

DOI: https://doi.org/…

Finanziert wurde die Arbeit durch das Landesforschungszentrum Optik und Materialwissenschaften, kurz OPTIMAS, die Graduiertenschule „Materials science IN MainZ“ (MAINZ) sowie die beiden Sonderforschungsbereiche „Condensed Matter Systems with Variable Many-Body Interactions“ und „OSCAR – Open System Control of Atomic and Photonic Matter“.

Ein Foto des Experiments gibt es unter https://idw-online.de/…. Das Foto darf im Rahmen der Berichterstattung frei verwendet werden. Bitte geben Sie die Quelle an.

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Für „mitdenkende“ Technik viele Funktionen auf kleinstem Raum bündeln – 3D Druck ermöglicht völlig neue Herangehensweisen und Einsatzgebiete

„Mitdenkende“ Technik, wie sie zunehmend in Autos, Maschinen, medizinischen Anwendungen oder den eigenen vier Wänden Einzug hält, benötigt funktionierende Datenströme. „Die Integration von Sensorik in 3D-gedruckte Elemente bietet optimale Möglichkeiten, Daten zuverlässig und schnell an Ort und Stelle zu erheben. Auf minimalem Raum kann eine hohe Funktionalität erreicht werden. Wir beginnen gerade erst, diese Potenziale zu erschließen und wollen uns in Erfurt zum aktuellen Stand der Forschung sowie der Anwendung austauschen. Dafür haben wir das bisherige Forum 3D-gedruckte Elektronik neu konzipiert und rücken das Thema Funktionalität in den Vordergrund“, erklärt Wolfgang Mildner. Der Inhaber des Technologiedienstleisters für gedruckte Elektronik MSWtech verantwortet die inhaltliche Ausrichtung des Forums 3D-gedruckte Elektronik & Funktionalität am 6. Juni 2018 zur Rapid.Tech + FabCon 3.D in der Messe Erfurt.

Die Möglichkeiten der Funktionsintegration werden anhand verschiedener Anwendungen dargestellt. Beispielhaft für die Medizintechnik ist die Miniaturisierung von Analysegeräten (lab-on-a-chip), u. a. um den Verbrauch kostenintensiver und umweltbeeinträchtigender Chemikalien zu senken. Mittels additiver Verfahren lassen sich Bohr- und Ätzvorgänge für Mikrokanäle günstig realisieren. Um dennoch hohe Messgenauigkeiten zu erhalten, wird die Oberfläche in den Kanälen durch Fasereinlagerung vergrößert und deren lichtabsorbierende Wirkung genutzt. Ergebnisse dieser Untersuchungen präsentiert die Universität Duisburg-Essen im Forum.

Wie sich 3D-gedruckte lichtleitende Strukturen in Sensor- und Kommunikationskomponenten einbetten lassen und für verschiedene Industrieanwendungen genutzt werden, darüber berichten Forscher der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU stellen die Integration beweglicher und sensorischer Elemente in additiv gefertigten Bauteilen am Beispiel eines Greifers für die Automatisierungstechnik vor. Dass es bereits möglich ist, verschiedene Fertigungsverfahren wie 3D-Druck, Druck von Elektronik sowie Bestückung von SMT-Bauteilen in einer Maschine zu kombinieren und  mechatronisch integrierte Baugruppen (3D-MID) herzustellen, ist Inhalt eines Vortrags der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Wissenschaftler am dortigen Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik erzeugen u. a. 3D-Funktionsstrukturen, mit denen völlig neuartige hochfrequenztechnische Funktionen realisiert werden können, z. B. für IoT-Anwendungen. Mittels MID-Technologie werden auch am Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM additiv gefertigte Bauteile funktionalisiert. Verdeutlicht wird der Prozess u. a. an einem additiv gefertigten Füllrohr mit integrierter Füllstandssensorik.

Den aktuellen Stand zur vollständig im 3D-Druck erzeugten Elektronik stellt das deutsche Unternehmen Neotech AMT vor. Wie man der Multi-Material-Herausforderung für 3D-gedruckte Elektronik begegnet, wird von Nano Dimension aus Israel vorgetragen.

Das Forum 3D-gedruckte Elektronik & Funktionalität ist Teil der Internationalen Messe und Konferenz für additive Technologien Rapid.Tech + FabCon 3.D vom 5. bis 7. Juni 2018 in der Messe Erfurt. Die Veranstaltung feiert in diesem Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum. Sie findet seit 2004 in Erfurt statt und ist damit einer der internationalen Vorreiter für die 3D-Druck Technologien. Zum umfangreichen und in dieser Form einmaligen Programm der Kongressmesse gehören die Anwendertagung und das Forum AM Science, jeweils am 6. und 7. Juni. Neu auf der Agenda steht an beiden Tagen das Forum Medizin-, Zahn- und Orthopädietechnik. Ebenfalls erstmals im Programm ist das Forum Recht am 5. Juni. An diesem Tag finden außerdem die Foren Additive Lohnfertigung, Konstruktion, Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau sowie Automobilindustrie statt. Am 6. Juni laden das Forum 3D Metal Printing und am 7. Juni das Forum Luftfahrt ein und runden das hochkarätige Kongressprogramm der drei Messetage ab.

Die 3D-Druck Community trifft sich erneut an allen drei  Tagen zur 3D Printing Conference. Neben Trendthemen und technischen Innovationen präsentieren die Referenten auch Einblicke hinter die Kulissen ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie von ausgerichteten Wettbewerben. Die Themenauswahl erstreckt sich von der Start-Up Finanzierung über Digital Fabrication bis hin zu Bildungsthemen. Beim Start-Up-Award werden wieder die innovativsten Gründer und bei der 3D Pioneers Challenge die besten Designideen gesucht.

Mehr als 200 Aussteller werden in der ausgebuchten Messe die neuesten Entwicklungen, Produkte und Leistungen rund um das Additive Manufacturing vorstellen.

2017 kamen 4.800 (2016: 4.500) Fachbesucher und Kongressgäste sowie 207 Aussteller (2016: 176) aus 13 Ländern zur Rapid.Tech + FabCon 3.D nach Erfurt.

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Der Weg zur digitalen Kommune

Auf der CEBIT stellt das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe vom 12. bis 15. Juni 2018 seinen Weg zu onlinebasierten, sicheren und zeitgemäßen E-Government-Lösungen vor. Der Lemgoer IT-Dienstleister präsentiert sich auf dem Stand des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen in Halle 14/44 und erläutert hier die gemeinsam mit Verbandskommunen entwickelte „Digitalisierungsstrategie 2020“.

Beim Wandel der öffentlichen Verwaltung ist Digitalisierung nicht Kür, sondern Pflicht – unser Alltag ist längst digital. Dieser Wandel bietet viele Chancen, wichtig dabei ist jedoch, dass Verwaltungsabläufe selbst hierzu verändert und neu gedacht werden müssen.

Um das krz-Angebot auf die Anforderungen der Kommunen abzustimmen, wird aktuell der Digitalisierungsgrad von acht Referenzkommunen untersucht. Mit fachkundiger externer Begleitung erarbeiten der IT-Dienstleister und die Zweckverbandsmitglieder daraus gemeinsame Ziele und Handlungsempfehlungen für eine zeitgemäße bürgernahe Verwaltung.

Das Projekt beginnt mit einer systematischen Bestandsaufnahme aus der Innen- wie auch der Außensicht. In die Analyse der Daten auf Basis von Referenzgrößen anderer Kommunen bringt das beratende Institut seine Expertise aus vorherigen systematisierten Erhebungen ein und berücksichtigt gleichzeitig die Besonderheiten vor Ort. Die Bewertung zieht dabei so unterschiedliche Einflussfaktoren wie Gesetzesanforderungen, Zielsetzungen in der Verwaltung, Wünsche der Kunden vor Ort oder politische Beschlüsse in Betracht. Auch parallele Entwicklungen zur Modellregion OWL werden hier einbezogen.
Aufgrund der Ergebnisse werden sowohl individuelle als auch kollektive Handlungsempfehlungen erarbeitet. Dabei werden Faktoren wie Aufbau- und Ablauforganisation sowie technische Gegebenheiten in den Kommunen ebenso berücksichtigt wie E-Government-Investitionen, E-Government-Strategie und nicht zu vergessen die konkrete Bedarfslage vor Ort.

Das krz arbeitet schon seit vielen Jahren an Lösungen zur digitalen Transformation. Der Anspruch ist dabei, nicht nur die Kommunikation von Bürgerschaft und Unternehmen zur Verwaltung digital zu gestalten, sondern diese in einen medienbruchfreien Ablauf zu integrieren, der gleichzeitig die Prozesse in den Kommunen vereinfacht.

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Mit Employer Branding gegen den Fachkräftemangel

Für viele Unternehmen ist die Personalsuche aktuell ein sehr schwieriges und leidiges Thema, da sie nicht wissen wie sie als Unternehmen potenzielle Bewerber auf sich aufmerksam machen können. An dieser Stelle bietet Werbeagentur 21 Unterstützung an: Die Agentur aus Lemgo (Lippe) nutzt Employer Branding bzw. Arbeitgebermarketing, um Unternehmen für qualifizierte Fach- und Führungskräfte oder auch Auszubildende interessant zu machen und aus der Masse an möglichen Arbeitgebern herauszustechen.

Die Werbeagentur entwickelt für Unternehmen eine eigene und individuelle Arbeitgebermarke, mit der sie sich im großen Bewerbermarkt als attraktiver Arbeitgeber positionieren können und so für Aufmerksamkeit sorgen. Hierbei werden nicht einfach Mitbewerber nachgeahmt, sondern eigene Unternehmensstärken betont und hervorgehoben. Jobsuchende sollen auf diese Weise einen positiven Mehrwert des Arbeitgebers sehen und Lust darauf bekommen sich dort zu bewerben.

Um genau dieses Ziel zu erreichen kommt Werbeagentur 21 zu Ihnen „ins Haus“ und macht sich dort erstmal ein Bild vom Unternehmen als Arbeitgeber. Das Team führt Gespräche mit der Geschäftsleitung, aber auch gerne mit Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen und Auszubildenden, die selbst berichten können, warum sie gerne dort arbeiten und was sie an ihrem Arbeitgeber besonders gut finden. Aus diesen Informationen entwickelt die Agentur moderne, frische und kreative Ideen sowie Verbesserungsvorschläge und erstellt eine Konzeption, die genau zum Unternehmen, seinen Mitarbeiter und Werten passt.

Großen Wert legt Agentur-Inhaber Christian Kugelmann auf eine individuelle und persönliche Beratung und Betreuung: „Viele Firmen haben selbst keine Zeit sich näher mit dem Employer Branding zu beschäftigen. Dennoch ist ihnen bewusst, wie wichtig dies ist, um gute und motivierte Mitarbeiter zu finden. Denn nur mit diesen kann ein Unternehmen weiter wachsen und Erfolg haben. Eine gemeinsame Planung hilft beiden Seiten das Thema Personalsuche stressfrei und vor allem erfolgreich zu meistern.“

Weitere Informationen zum Thema Employer Branding erhalten Sie unter:
https://werbeagentur21.de/….

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Mit visueller Kommunikation überzeugen

Um als Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen und sich von der Konkurrenz abzuheben, kommen Sie in der heutigen Zeit nicht an einer auffälligen visuellen Kommunikation vorbei: Zu guter Werbung gehören ansprechende Bilder und Videos. Egal ob Website, Flyer, Image-Broschüre oder Social-Media-Auftritt – ohne hochwertige Fotos und Videos mit einer aussagekräftigen Bildsprache bleibt den Kunden oder potenziellen Interessenten kaum etwas in positiver Erinnerung. Das Team der Werbeagentur 21 aus Lemgo produziert für Sie eindrucksvolle Fotos, Videos und Drohnenvideos.

Besonders ein Drohnenvideo bietet Unternehmen die Möglichkeit sich mal aus einer ganz anderen Perspektive darzustellen. Mit dem Einsatz einer Kameradrohne werden Aufnahmen in höchster Qualität und aus spektakulären Positionen aufgenommen, die ein Kamera-Kran nicht erreichen kann. Die Drohne ist klein, wendig und schnell einsatzbereit. Sie erreicht gut schwer zugängliche Orte und arbeitet unabhängig vom Blickwinkel. Eine Drohne ermöglicht Ihnen neue, ungewöhnliche Eindrücke und sorgt so für beeindruckende Luftvideos aus der Höhe.

Werbeagentur 21 produziert Ihnen auch Videos in anderer Form, die in Ihrem Marketing-Plan nicht fehlen sollten, wie zum Beispiel Imagevideos, Produktvideos, Social-Media-Clips oder Dokumentationen. Dem steigenden Potenzial von Videos liegt vor allem das Wachstum von Smartphones, Tablets und mobilen Endgeräten zugrunde. Praktisch überall werden (potenzielle) Kunden von Videos angesprochen. Durch Videos auf der Website oder in den Social-Media-Kanälen steigt die Besuchszeit sowie Verweildauer der Nutzer – das hat ebenfalls positive Auswirkungen für die Suchmaschinen wie Google.

Selbstverständlich produziert Werbeagentur 21 auch aussagekräftige Fotos für Sie, wie beispielsweise Portraitaufnahmen von Mitarbeitern, individuelle Produktfotos, eindrucksvolle Stimmungsbilder oder kreative Momentaufnahmen. Die Fotos können entweder bei einem Shooting in Ihrem Unternehmen, bei einem Referenzkunden vor Ort oder auf einer Messe gemacht werden. Zusätzlich bietet das eigene Fotostudio der Agentur ausreichend Platz und eine gute Möglichkeit, um zu fotografieren. Dort stehen wechselbare Hintergründe und eine hochwertige Ausstattung zur Verfügung – egal bei welchem Wetter.

Weitere Informationen zur Fotografie und Videoproduktion von Werbeagentur 21 erhalten Sie unter: https://werbeagentur21.de/… oder https://werbeagentur21.de/….

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Die nächste Stufe der Digitalisierung in der Steuerberatung

ADDISON move on, die Eventreihe zur Digitalisierung in der Steuerberatung, findet am 19. April 2018 in Berlin und am 26. April 2018 in Köln statt. Unter dem Titel „To the next level“ geht es um wegweisende Trends und wichtige innovative Produktneuankündigungen. Gezeigt wird die nächste Version der Online-Collaboration-Plattform ADDISON OneClick mit neuen Applikationen für Steuerberater und Mandanten.

Als die „ADDISON move on“-Reihe vor vier Jahren startete, war Digitalisierung noch ein Randthema in der Steuerberatung. Heute gibt es kaum eine Branchenveranstaltung, in der nicht über Digitalisierung geredet wird. ADDISON move on erhebt nicht nur den Anspruch, das Original zu sein, sondern auch immer einen Schritt weiter zu gehen. Bei ADDISON move on 2018 wird der nächste Level der digitalen Transformation mit innovativen Produktneuankündigungen für die Steuerberatung präsentiert.

Bereits heute nutzen rund 5.000 Steuerkanzleien die ADDISON OneClick-Plattform und arbeiten dabei mit über 50.000 Mandanten online zusammen. Das bedeutet Prozessvereinfachung im Stil der Steuerberatung 4.0: Kassenbücher und andere Erfassungsbücher werden online geführt, komplette Geschäftsprozesse durch Kollaboration via Cloud digital unterstützt. Mit dem Ergebnis, dass Arbeitszeit sowohl bei den Mandanten als auch bei den Steuerberatern eingespart wird, detaillierte Auswertungen zeitnah zur Verfügung stehen und Steuerberater intensiver ihre Kernkompetenz zur Geltung bringen können ─ die Beratung ihrer Mandanten.“

„Auf unseren Veranstaltungen in Berlin und Köln zeigen wir den nächsten Level der Digitalisierung in der Steuerberatung“, sagt Andreas Hermanutz, in der Geschäftsführung von Wolters Kluwer Software und Service zuständig für Produktmanagement und -innovation sowie Marketing. „Dort besteht die Möglichkeit, die entscheidenden digitalen Trends in der Steuerberatung kennenzulernen und die fortschrittlichsten Technologien und deren Bedeutung im Kanzleialltag zu erleben.“

Die Keynote hält Dr. Steffi Burkhart, Psychologin und Erfolgsautorin. Als „Sprachrohr der Generation Y“ spricht sie über neue Denk- und Verhaltensmuster und ihre Bedeutung für das Unternehmen „Kanzlei“ ‒ beispielsweise bei der Suche und Motivation von Mitarbeitern oder Mandanten. Online-Pionier André Kwakernaat gewährt Einblick in das europäische Forschungslabor von Wolters Kluwer. Er erklärt, was in Zukunft das Potenzial hat, die Steuerberatung zu revolutionieren.

Veranstaltungsdaten:

19. April 2018 Berlin Radialsystem V
26. April 2018 Köln E-Werk

Die Veranstaltungsreihe „ADDISON move on“ wird von den Steuerberaterverbänden in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Westfalen-Lippe empfohlen.

Webseite zur Veranstaltung mit Anmeldemöglichkeit: www.addison.de/move-on

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Höchste Sicherheitsstufe bestätigt

Fristgerecht hat sich das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rezertifizieren lassen. Mit Datum vom 06. März 2018 erreichte der Lemgoer IT-Dienstleister jetzt die erfolgreiche BSI-Zertifizierung nach ISO 27001 auf Basis von IT-Grundschutz, welche die hohen Standards und die Umsetzung internationaler Normen für Informationssicherheit des krz belegt.

„Informationssicherheitsmanagement wird nachweislich aktiv gelebt, das bestätigt uns die Re-Zertifizierung unseres Hauses“, freut sich Patrick Feldmann, IT-Sicherheitsbeauftragter des krz. In der Weihnachtszeit hatten sich die krz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter der Abteilung für Revision, Sicherheit und Datenschutz akribisch auf die Erstellung der Referenzdokumente und das dazugehörige BSI-Audit vorbereitet. Nun haben sie erneut die Belohnung für ihre Mühen erhalten.

Das krz ist als Vorreiter für IT-Sicherheit und Datenschutz bekannt. Mit seiner BSI-Zertifizierung erfüllt das krz die höchsten Standards in der IT-Sicherheit und im Datenschutz. Bereits 2007 wurde das krz als erstes Kommunales Rechenzentrum in Deutschland BSI-zertifiziert. Nun erfolgte die inzwischen fünfte Re-Zertifizierung für weitere drei Jahre. Dieser Standard gilt für den vollständigen Betrieb des Rechenzentrums als Informationsverbund sowie für alle selbst genutzten oder für Kunden zur Verfügung gestellten Anwendungen und IT-Systeme. Das schafft für Kunden und Geschäftspartner gleichermaßen Transparenz, Vertrauen und Sicherheit. „Daten- und Informationssicherheit – vor allem im Umgang mit Bürgerdaten – haben in den Kommunen oberste Priorität“, sagt krz-Geschäftsführer Reinhold Harnisch. „Wir überprüfen den etablierten Sicherheitsprozess in unserem Verbandsgebiet kontinuierlich, um das gewohnte Niveau zu halten, und unterstützen die Verwaltung in ihrer Arbeit.“

Durch zahlreiche Maßnahmen und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird gewährleistet, dass die Daten der Verwaltungen und der von ihnen betreuten Bürgerinnen und Bürger mit einem Höchstmaß an Sicherheit geschützt werden. Diese Überprüfungen sind keine isolierten Aktionen, die in großen Abständen stattfinden, sondern setzen einen kontinuierlichen Überwachungsprozess voraus, der von externer Seite regelmäßig überprüft wird.

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krz hat Pilotkunden plangemäß auf Infoma newsystem umgestellt

Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg / Lippe (krz) hat zum Jahreswechsel 2017/2018 die drei Pilotkommunen Rödinghausen, Kirchlengern und Lübbecke erfolgreich auf die Finanzsoftware Infoma newsystem umgestellt.

„Die Umstellung hat für die Anwenderinnen und Anwender reibungslos funktioniert und war das Ergebnis von eineinhalb Jahren intensiver Vorbereitung, unzähligen Tests und einer tollen Zusammenarbeit zwischen Kommunen und IT-Dienstleister“, zieht Martin Kroeger, Abteilungsleiter Finanzservice im krz ein erstes Fazit.

Das Einführungsprojekt war in mehrere Phasen gegliedert. Die Meilensteine auf dem Weg zum Produktivgang waren Schulungen der Anwenderinnen und Anwender, Einrichtung der Technik, Anlage der Mandanten in den Bereichen der Buchhaltung, Zahlungsabwicklung und Veranlagung sowie die Datenüberleitung aus den Altsystemen. Daneben hat das Projektteam verschiedene Entwicklungen für die Anbindung von vor- und nachgelagerte Fachverfahren wie die Personalabrechnung LOGA, das Bußgeldverfahren WiNOWiG usw. umgesetzt.

Um den Kommunen die gleiche Servicetiefe wie in den Vorsystemen anbieten zu können, wurde gleichzeitig die elektronische Aktenführung über das krz-Dokumentenmanagementsystem (DMS) und der krz-Freigabeworkflow integriert. Im krz-DMS sind für den Finanzservice verschiedene Aktenlösungen wie die Finanzakte, die SEPA-Mandatsakte und die Veranlagungsakte verankert. Der Freigabeworkflow sorgt dafür, dass alle Geschäftsvorfälle in der Buchhaltung elektronisch abgewickelt werden. Unter Nutzung des seit 2010 im krz realisierten elektronischen Rechnungseingangs besteht so die Möglichkeit, im Zusammenspiel der krz-Komponenten DMS und Freigabeworkflow komplett papierlos zu arbeiten. Ein weiterer Vorteil dieser Einbindung liegt darin, dass sich beide Komponenten unter Nutzung intelligenter Steuerungen nahtlos in die kommunalen Prozesse einfügen.

Innerhalb von newsystem wurden einzelne funktionale und prozessuale Entwicklungen vorangetrieben, die die Anwenderinnen und Anwender in der täglichen Arbeit unterstützen. Ziel des krz ist es, dass sich die Bearbeitenden zu 100% auf die inhaltlichen Aufgaben konzentrieren können und dabei maximal unterstützt werden.

In den Pilotkommunen ist das Projekt durchweg positiv bewertet worden, trotz des Pilotstatus haben die Arbeiten gut funktioniert, lediglich in der Migration gab es zwischenzeitlich Verzögerungen, die aber wieder aufgeholt werden konnten, so dass der zeitgerechte Umstieg zum Jahreswechsel vollzogen wurde.

So konnten alle Bescheide für die Grundbesitzabgaben und Gewerbesteuer wie geplant mit newsystem erstellt und versendet werden, und folglich wurde auch der erste große Abbuchungslauf zum 15.02.2018 erfolgreich durchgeführt. Beide Vorgänge, Bescheide und Abbuchungen, haben reibungslos funktioniert; in den Pilotkommunen gab es keinen signifikanten Anstieg von Anfragen von den Bürgerinnen und Bürgern. Dieser Erfolg ist der intensiven konstruktiven Zusammenarbeit im Projekt geschuldet und basiert auf den umfangreichen Tests, die zur Qualitätssicherung vorgenommen wurden. Mögliche Schwierigkeiten und Fehler konnten so frühzeitig erkannt und gelöst werden.
Einzelne Nacharbeiten wie z.B. die vollständige Automatisierung der Schnittstellen beziehungsweise Anpassungen von einzelnen Einstellungen oder Prozesse innerhalb von newsystem, die sich aus den Erfahrungen bei den Pilotkunden ergeben, werden vom Projektteam aktiv angegangen.

Das gute Ergebnis und das positive Fazit aus den Pilotkommunen geben dem Projektteam Energie für die weitere Arbeit. Bis Ende 2019 werden sieben weitere Verbandskommunen auf die neue Finanzsoftware umgestellt.

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Bremer Wasser für alte Dampflok

Am Samstag, 9.12.2017, ab etwa 12.15 Uhr wird eine Dampflok aus dem Weserbergland am Rangierbahnhof Bremen-Gröpelingen, am Schwarzen Weg erwartet. Das Dampfross aus dem Jahr 1943 braucht zum fahren Kohlen und Wasser. Wesernetz, der Bremer Netzbetreiber, wird die alte Dame, mit Unterstützung der Feuerwehr, mit etwa 30 Kubikmeter (30.000 Liter) Wasser versorgen.

Der Anlass
Der Sternberger Heimat- und Verkehrsverein aus dem Extertal, Kreis Lippe, hat den Zug als Dampfzug-Sonderfahrt zum Besuch des Weihnachtsmarktes in Bremen gechartert. Der Zug startet um 05:00 Uhr in Stadthagen und verkehrt über die Rinteln-Stadthagener Eisenbahn zunächst nach Rinteln. Dort erfolgt der Zustieg der 170 Fahrgäste und dann geht es weiter über Hameln – Wunstorf – Nienburg – Verden nach Bremen Hauptbahnhof mit fahrplanmäßiger Ankunft und Ausstieg um 11:48 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zug im Bremer Hauptbahnhof zu fotografieren. Da die Versorgung von Dampflokomotiven und die Abstellung des Zuges in Bremen Hauptbahnhof nicht mehr möglich ist, fährt der Zug in die Abstellung nach Bremen-Rangierbahnhof und wird dort ab ca. 12:15 Uhr für die Rückfahrt vorbereitet.

Die Lok
Die Dampflokomotive aus dem Jahre 1943 stammt aus der Lokomotivfabrik Krenau. Bekannt geworden ist sie als sogenannte "Kriegslok" im zweiten Weltkrieg,  ausgelegt lediglich für eine Lebenserwartung von fünf bis zehn Jahren. Von den über 6000 gebauten Exemplaren wurde diese Lokomotive ursprünglich mit der Betriebsnummer 52 5274 in den Dienst gestellt. Eine umfassende Rekonstruktion erfolgte 1961 bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR bei gleichzeitiger Umzeichnung in 52 8038.

Technische Daten Die Maschinen dieser ‚Baureihe 52‘ sind mit dem Wannentender 2’2’T30 gekuppelt, 23 Meter lang und bringen 136 Tonnen auf die Waage, davon im Tender allein 10 Tonnen Kohle und 30 Tonnen Wasser.  Mit einem Treib- und Kuppelraddurchmesser von 1400 mm ist sie vorwärts 80 km/h und rückwärts 50 km/h schnell und hat 1700 PS.
 

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