Die HSB erweitert ihr Portfolio für die Herausforderungen der Energiewende – Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Energie gestartet

Woher kommt unser Strom in Zukunft? Wie können wir natürliche Ressourcen verantwortungsvoll nutzen? Auf welche Weise können wir unseren Energiebedarf decken und zugleich die Umwelt schützen? Das Thema Energie sorgt zurzeit für viel Diskussionsstoff. „Um die Ziele der Energiewende zu erreichen, braucht es neue technische Lösungen, aber auch eine Sensibilisierung der Gesellschaft für das Thema“, erklärt Prof. Dr. Ingo Haug. Er leitet den neuen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Energie an der Hochschule Bremen (HSB). Seit dem Wintersemester 2017/18 bereitet sich der erste Jahrgang Studierender darauf vor, Antworten auf die Energiefragen von heute und morgen zu finden.

Ein Hauptziel der Energiewende ist, die Klimaerwärmung auf unter zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Dazu sollen die Emissionen von Kohlenstoffdioxid (CO2) bis zum Jahr 2050 um bis zu 95 Prozent der 1990 ausgestoßenen Menge sinken. Erneuerbare Energien sollen bis dahin 80 Prozent am Bruttostromverbrauch ausmachen. Auch der Primärenergieverbrauch soll gegenüber 2008 halbiert werden. Diese ambitionierten Ziele erfordern Maßnahmen im Strom-, Wärme- und Verkehrssektor.

Der neu gestartete Bachelor-Studiengang an der HSB vermittelt den Studierenden deshalb umfassende Kenntnisse im Themenfeld Energie. In den sieben Semestern beschäftigen die Studierenden sich beispielsweise mit Energieressourcen, Energieeffizienz, Passivhaustechnik, Wind und Sonne als regenerative Energiequellen sowie mit Möglichkeiten zur Energiespeicherung. Neben betriebswirtschaftlichen Grundlagen steht auch das Thema Energiehandel auf dem Plan. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Digitale Technik kommt im Energiesektor an vielen verschiedenen Punkten zum Einsatz: Kleinkraftwerke können zu sogenannten virtuellen Kraftwerken zusammengefasst und gesteuert werden. Intelligente Netze können die Effizienz der Energieversorgung steigern. Privatleute können ihren selbsterzeugten Strom auf „Peer to Peer“-Plattformen direkt an Verbraucher verkaufen.

Während des Studiums haben die Studierenden im Praxissemester und in Projektmodulen Gelegenheit, ihr Wissen anzuwenden. Hier können sie verschiedene Themen bearbeiten und eigene Schwerpunkte für eine Spezialisierung setzen. Auch in der Bachelor-Arbeit können sie sich mit Fragestellungen aus der Praxis befassen.  Unternehmen profitieren dabei von dem Wissen, das die Studierenden mitbringen. Diese wiederum sammeln wertvolle Erfahrungen für das Berufsleben.

„An der HSB gehen wir Zukunftsfragen mit einer anwendungsorientierten Perspektive an“, sagt Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey. „Konkret heißt das: Wir bündeln das Know-how unterschiedlicher Fachrichtungen, um Lösungen für komplexe Herausforderungen wie die der Energieversorgung zu finden. Mit unserem bedarfsorientierten Studienangebot sorgen wir für bestens qualifizierte Fachkräften. Die Nähe zur Praxis ermöglicht es uns, in technischen und gesellschaftlichen Fragen wichtige Impulse für die regionale Entwicklung zu geben.“ Mit dem neuen Studiengang erweitert die HSB ihren Schwerpunkt im Bereich Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit. Sie unterstreicht damit ihren Anspruch als eine zentrale Adresse für diese Zukunftsthemen.

Nach dem Abschluss können die Studierenden mit ihrer breiten Qualifikation außer in der Energiebranche auch in angrenzenden Bereichen arbeiten, in denen Wirtschaftsingenieurs-Kompetenzen gefragt sind. Sie können zum Beispiel Abläufe in der Produktion optimieren oder die Entwicklung des Energiesektors in Behörden begleiten.

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Energie ist laut Prof. Dr. Haug das Ergebnis guter Teamarbeit: „Ich bin dankbar für die Unterstützung von vielen Beteiligten, die den neuen Studiengang erst ermöglicht haben.“ Über mangelnde Nachfrage kann er nicht klagen: Zum Start konnten alle geplanten Studienplätze vergeben werden.

Terminhinweis
Interessierte können sich an zwei Terminen über den Studiengang informieren: am 24. Januar 2019 und am 27. Juni 2019, jeweils von 17 bis 18 Uhr, Neustadtswall 30, AB-Gebäude, Raum S12.

Studiengangs-Website: www.hs-bremen.de/enwi

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Weiterbildung von Führungspersonal aus der Volksrepublik: Chinesische Delegation stattet Hochschule Bremen Besuch ab

Um das Thema: „Weiterbildung von Führungspersonal aus der Volksrepublik China“ ging es bei einem Besuch der CAIEP, einer chinesischen Fachbehörde, die sich um den internationalen Austausch von Führungskräften kümmert. CAIEP steht für: „China Association for International Exchange of Personal“ und ist eine Tochter-Einrichtung der „State Agency of Foreign Affairs“, kurz: SAFEA. Die SAEFA ist einem Ministerium vergleichbar und ist unter anderem für die Weiterbildung chinesischen Führungspersonals zuständig, die die Hochschule Bremen (HSB) seit knapp zehn Jahren anbietet. In dem gut einstündigen Gespräch ging es um Fragen der weiteren Zusammenarbeit, insbesondere der kooperativen Qualitätsentwicklung.

Die dreiköpfige chinesische Delegation wurde von Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey, Prof. Reinhard Strömer, dem Beauftragten der HSB für die Weiterbildung von Führungspersonal aus der Volksrepublik China, und Ramón Spiecker, Geschäftsführer des International Graduate Center der HSB, empfangen. Die chinesischen Gesprächspartner äußerten sich sehr zufrieden über die bisherige gute Zusammenarbeit und die vielversprechenden Perspektiven, die ihnen die Hochschule Bremen bietet.

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„HSBflex²“: 750.000 Euro an Bundesmitteln für leichtere Übergänge zwischen beruflicher Bildung und Studium

Bereits 2011 haben Bund und Länder den Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ gestartet. Gefördert werden seitdem Programme, die unter anderem die Anrechnung von Prüfungsleistungen aus der beruflichen Bildung in ein Studium ermöglichen oder den Übergang aus der beruflichen Bildung erleichtern. Damit ist die Zielgruppe klar umrissen: Insbesondere Berufstätige und beruflich Qualifizierte mit und ohne Familienpflichten erhalten so bessere Möglichkeiten, Beruf und Familie mit einem Studium zu vereinbaren. Nach einer ersten erfolgreichen Wettbewerbsbeteiligung konnte die Hochschule Bremen (HSB) eine weitere Förderung im unmittelbaren Anschluss erfolgreich einwerben. Das neue Projekt mit dem Titel „HSBflex² – Verstetigung flexibler Studienstrukturen für eine Offene Hochschule“ ist auf weitere zweieinhalb Jahre angelegt und wird vom Bundesbildungsministerium mit rund 750.000 Euro finanziert. „Mit diesem Programm schafft die HSB mehr Durchlässigkeit bei unterschiedlichen Bildungsbiographien und fördert die Gewinnung neuer Zielgruppen“, betont Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen. „Die bisher in der ersten Projektlaufzeit gewonnenen Erkenntnisse und erarbeiteten Lösungen zur Flexibilisierung von Studienstrukturen sollen bis Ende Juli 2020 auf andere Studiengänge übertragen und zum Regelangebot ausgebaut werden.“

Einerseits soll dies über ein Qualifizierungsangebot (Workshop-Reihe) zur Digitalisierung der Lehre erfolgen. Mit Hilfe einer systematischen Vernetzung von Hochschullehrenden und deren Erfahrungen aus entsprechenden Lehrprojekten wird ein Austauschformat bestehend aus kollegialer Beratung, Expert-to-Expert-Beratung und kollaborativer Weiterbildung geschaffen, das nicht nur die Professionalisierung der Lehrtätigkeit durch systematische Qualifikation voranbringen soll, sondern gleichzeitig auch die dauerhafte Verstetigung von raum-zeitlich flexibilisierter Lehre durch Digitalisierung vorbereitet (Projektbaustein 1). Hierzu bedarf es der temporären didaktischen wie wissenschaftlichen Begleitung des Transfers von erfolgreichen Digitalisierungskonzepten kompetenzorientierter Lehre. HSBflex² unterstützt die Entwicklung eines räumlich und zeitlich unabhängigen, „flexiblen“ und selbstgesteuerten Lernens durch den Einsatz von Blended Learning. Gemeint ist damit ein Mix aus Online- und Präsenzlehre.

„Blended Learning ist also nicht gleichzusetzen mit einem Fernstudium, bei dem man weitgehend auf sich allein gestellt ist,“ so Prof. Axel Viereck, Konrektor für Studium und Lehre. „Vielmehr ist Blended Learning in integriertes Lehr-Lernkonzept, das neue Medien mit klassischen Lehrmethoden wie Vorlesung und Seminar vernetzt und mehr studienbegleitende Unterstützung durch E-Tutoren vorsieht.“ Der Lehr- und Lernprozess orientiert sich folglich noch stärker an den Lernenden und ihren Bedürfnissen. Trotz der Vernetzung über neue Medien fallen die klassische Vorlesung und der direkte Austausch mit anderen also nicht weg, sie konzentrieren sich lediglich auf gezielte Anwesenheitstermine. Dadurch kann das Studium besser mit einer parallelen Berufstätigkeit vereinbart werden.

Ferner wird die Weiterentwicklung kompetenzorientierter (E-)Prüfungen unter Berücksichtigung der Ergebnisse der ersten Förderphase vorangetrieben. Der Weg zu kompetenzorientierten (E-)Prüfungen erfolgt in Anlehnung an die Planungsschritte des Constructive-Alignment-Ansatzes (Projektbaustein 2). Andererseits bedarf es der Institutionalisierung eines Anrechnungsmanagements, das auf den bereits in der ersten Förderphase erarbeiteten und erprobten Grundlagen zur Durchführung von Anrechnungsverfahren für außerhochschulisch erworbene Kompetenzen fußt (Projektbaustein 3). „Die HSB möchte beruflich Qualifizierte bei ihrer Studienentscheidung und ihrem Wechsel zwischen Beruf und Hochschule unterstützen. Damit leisten wir auch regionalökonomisch einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung und Sicherung von dringend benötigten Fachkräften“, betont Axel Viereck. Die Frage nach den Anforderungen im Studium und den bereits erworbenen Kompetenzen spielt für beruflich Qualifizierte eine besondere Rolle bei einer Studienentscheidung. Auch die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium ist nicht leicht zu bewältigen.

Sowohl bei der Digitalisierung als bei der Anrechnung wurden in der ersten Förderphase bereits wesentliche Grundlagen geschaffen. Sie gilt es nun im Rahmen der zweiten Förderphase in die Hochschulstrukturen dauerhaft breitenwirksam zu verankern. Die Ergebnisse der in diesem Zusammenhang auftretenden Forschungsfragen von HSBflex² können als Grundlage für andere Hochschulen genutzt werden, um ihre Öffnung durch Flexibilisierung ihrer Studienstrukturen ebenfalls voranzutreiben.

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Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey: „Wir sind dank unserer fachlichen Breite eine wichtige Impulsgeberin und Dialogpartnerin in den komplexen Zukunftsfragen“

„Internationalität und Praxisnähe prägen das einzigartige Potential der Hochschule Bremen (HSB) zur Fachkräftesicherung und lebensbegleitenden Personalentwicklung. Durch Forschungs- und Transferaktivitäten sind wir exzellent vernetzt.“ Mit diesen Worten umreißt Rektorin Prof. Dr. Karin Luckey die Positionierung der HSB in der Bremer Wissenschaftslandschaft. Wie diese sich im zurückliegenden Studienjahr 2016/2017 niederschlägt, ist im aktuellen Geschäftsbericht („Entwicklungen im Studienjahr 2016/2017“) nachzulesen, der dem Akademischen Senat im November vorgelegt wurde.

Auf rund 70 Seiten veranschaulicht die HSB neben aktuellen Kennzahlen – etwa zu Studierenden, Beschäftigten oder Finanzen – in ausgewählten Kurzberichten die ganze Bandbreite ihrer Leistungen. „Im Bereich Studium und Lehre sind wir stolz, dass wir das Angebot an dualen Studiengängen weiter ausbauen konnten“, erklärt Karin Luckey. „Zudem bleibt die Internationalität ein wichtiges Profilmerkmal. Aber auch die Möglichkeit, mit flexiblen Studienstrukturen für eine offene Hochschule die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie besser miteinander zu vereinbaren, ist uns ein zentrales Anliegen.“ Bemerkenswert sind aber auch innovative methodische Ansätze in der Lehre, die zum „Transfer über die Köpfe beitragen: Im Wintersemester 2016/2017 starteten erstmals integrierte Lehrveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus der Bremer Neustadt unter dem Motto: „Tandemlehre“.

Einige transferorientierte Lehr- und Forschungsformate entwickelt die HSB zudem zu weiteren Profillinien der HSB: Dazu gehören Projekte wie Airbus-Café, Mercedes-Benz Innovationcamp, ARBEITSSPEICHER-Innovationcamp Bremen (in Kooperation mit dem u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln), Interspace (kooperatives, integratives Lehrformat), Learners‘ Company (Theorie-Praxis-Projekt im Bereich Freizeitwissenschaft/Tourismusmanagement) oder weitere Kooperationen mit Kultureinrichtungen im Stadtteil – um nur einige Beispiele zu nennen.

Inter- und Transdisziplinarität wird auch groß geschrieben, wenn es um „Angewandte Forschung und Entwicklung, Wissens- und Technologietransfer“ geht. In diesem Kapitel stehen im Geschäftsbericht die sechs fakultätsübergreifend arbeitenden Forschungscluster im Mittelpunkt, ergänzt beispielsweise um Übersichten über die im Berichtszeitraum abgeschlossenen Promotionen, Patente und Schutzrechte oder die zahlreichen Unterstützungsleistungen des Career Service der HSB, der seit 2016 Studierende rund um Karriere und Bewerbung berät und sie auf ganz unterschiedlichen Veranstaltungen mit Unternehmen in Kontakt bringt. Zudem werden die Aktivitäten der HSB beschrieben, die Existenzgründungen als berufliche Alternative zum Inhalt haben.
Weitere Kapitel haben unter anderem die Internationalität, die Gleichstellung von Frauen und Männern, die Personal- und Organisationsentwicklung, die aktuellen Baumaßnahmen und die kulturellen Aktivitäten der HSB zum Inhalt.

„Wir unterstreichen mit unserem Geschäftsbericht, dass die HSB dank ihrer fachlichen Breite eine wichtige Impulsgeberin und Dialogpartnerin in den komplexen technologischen, ökologischen, ökonomischen sowie städtebaulichen und gesellschaftlichen Zukunftsfragen ist,“ bringt Rektorin Karin Luckey die Quintessenz des Jahresberichtes 2016/2017 der Hochschule Bremen auf den Punkt.

Die gut lesbare und ansprechend gestaltete Broschüre steht zum Download unter: http://www.hs-bremen.de/mam/hsb/referate/r01/hsb_geschaeftsbericht_2017_web.pdf bereit.

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