Mädchenpower in der Messtechnik-Fertigung: Der erste Girls’Day bei Polytec

Mädchen unter anderem für technische Berufe zu begeistern und ihnen neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen, darum geht es beim Girls’Day, dem größten Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Der Waldbronner Entwickler und Hersteller für optische Messtechnik Polytec machte nun bei dieser tollen Initiative mit und lud Schülerinnen aus der Region ein, einen Tag lang die Fertigung zu erleben, selbst mit Werkzeug und Maschinen zu arbeiten und ein eigenes Werkstück herzustellen.

Organisiert hat die Aktion Oliver Huck, Ausbilder bei Polytec. Und er brachte Verstärkung mit: Zerspanungsmechaniker-Auszubildende Larissa Heller, selbst also als junge Frau in einem männerdominierten Ausbildungsberuf tätig, demonstrierte den Fünf- bis Siebtklässlerinnen, dass sie alles werden können, was sie möchten. Außerdem lernten die Girls Zukunftstechnologien wie den 3D-Druck und das beeindruckende, automatisierte Testcenter RoboVib® bei Polytec kennen.

Am Ende des ereignisreichen Tages hielten die Schülerinnen stolz ihr selbst gebautes und bemaltes Werkstück in den Händen – einen Spielwürfel aus Aluminium auf einem fluoreszierenden Ständer aus dem 3D-Drucker. „Wir hoffen“, resümiert Oliver Huck, „dass wir den Mädchen neben den hoffentlich spannenden Einblicken in unseren Beruf vor allem ganz viel Inspiration für ihre eigene berufliche Zukunft mitgeben konnten.“

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Handwerk zum Ausprobieren

Die Handwerkskammer Karlsruhe unterstützt den Girls‘ Day 2019. In ihrer Bildungsakademie öffnet sie die Tore von sechs Werkstätten – bei den Bäckern, den Karosserie- und Fahrzeugbauern, den Metallbauern, Tischlern, Zahntechnikern und Polsterern und ermöglicht Mädchen Einblicke in die Praxis verschiedenster Bereiche der Arbeitswelt und neuer Berufsfelder.

Im Fokus des Girls‘ Day stehen technischgewerbliche Berufe und deren Karrierewege. Die Ausbilderinnen und Ausbilder der Bildungsakademie haben sich für den Tag interessante Kleinprojekte überlegt, die zum Ausprobieren animieren. Das Werkstück darf nach getaner Arbeit mitgenommen werden. Ziel des Girls‘ Day ist es, Neugier zu wecken, vielleicht auch auf ein Praktikum in einem Handwerksbetrieb.

Präsident Joachim Wohlfeil: „Frauen im Handwerk können alles, das beweisen sie jeden Tag in unseren Betrieben. Der Girls‘ Day ist ein Baustein unserer Berufsinformation, er zeigt Perspektiven auf und wirbt für alternative Karriereideen".

Die Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe bietet in diesem Jahr den Mädchen 30 Plätze zum Berufe schnuppern an.

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Girls’Day-Auftakt 2019: Mädchen für MINT-Berufe begeistern

Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel startet heute der Girls’Day 2019 mit einer Auftaktveranstaltung im Bundeskanzleramt. Zum deutschlandweiten Aktionstag am 28. März lernen Mädchen und junge Frauen in tausenden Angeboten von Unternehmen und Organisationen Berufsbilder kennen, in denen bislang nur wenige Frauen eine Ausbildung machen oder arbeiten. Seit 18 Jahren richtet die Initiative D21, in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V., und gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt den Auftakt aus. In einem „Technik-Parcours“ von acht Ausstellern erhalten dieses Jahr 24 Schülerinnen aus Berlin Einblicke in die Vielseitigkeit von MINT-Berufen.

Ungleiche Verteilung zwischen Mädchen und Jungen in MINT-Berufen

Nach wie vor entscheiden sich deutlich mehr Jungen als Mädchen für die sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Der bundesweite Girls’Day ermöglicht Mädchen und jungen Frauen bereits während der Schulzeit praktische Einblicke in diese Berufsmöglichkeiten und Begegnungen mit weiblichen Vorbildern in den Branchen.

„Mit dem Girls’Day zeigen wir den Mädchen und jungen Frauen Perspektiven auf: Sie erfahren hautnah, dass sie die technischen oder naturwissenschaftlichen Berufe nicht nur können, sondern diese konkret, sozial, kreativ, lebendig und spannend sein können. Berufsentscheidungen sollten unabhängig vom Geschlecht sein und wir wollen dazu beitragen, dass sich junge Menschen an ihren Talenten und Interessen orientieren – und nicht an überholten Rollenbildern“, so Prof. Barbara Schwarze, Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., das bundesweit den Girls’Day koordiniert, und Präsidiumsmitglied der Initiative D21.

Positive Wirkung des Girls’Days

Rund 1,8 Millionen Girls’Day-Plätze gab es insgesamt seit 2001. 40 Prozent der Teilnehmerinnen gaben an, dass sie die Erfahrungen des „Mädchen-Zukunftstags“ für eine spätere Ausbildung motivierte. Auch für Unternehmen und Institutionen lohnt sich die Teilnahme: Ein Drittel erhielt bereits Bewerbungen von Teilnehmerinnen – und 65 Prozent davon fanden in ihnen Auszubildende oder Praktikantinnen. Der Girls’Day ist auch international ein Erfolg und findet mittlerweile in 23 Ländern statt.

Ausgeprägte Digitalkompetenzen bei jungen Frauen

Die jungen Generationen der 14 bis 29-Jährigen sind die digitalaffinste Altersgruppe in Deutschland, wie die Studie „D21-Digital-Index 2018 / 2019“ belegt. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind hier weniger stark ausgeprägt als in der Gesamtbevölkerung. Hinsichtlich der bewussten Internetnutzung haben junge Frauen sogar leicht die Nase vorn: Sie recherchieren kompetenter, nutzen mehr unterschiedliche Quellen und sind vorsichtiger beim Verbreiten sensibler Daten.

„Digitalkompetenzen sind in immer mehr Berufen essenziell – insbesondere im MINT-Bereich. Viele junge Frauen bringen diese als ‚Digital Natives‘ mit und haben damit hervorragende Voraussetzungen, sie auch für ihre berufliche Perspektive zu nutzen“, so Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21. „Der Girls’Day soll die Mädchen und jungen Frauen darin bestärken, das ganze Spektrum der Berufsmöglichkeiten zu entdecken und mutig nach vorne zu schauen.“

Der Technik-Parcours stellt zukunftsträchtige MINT-Berufsbilder vor

  • Deloitte: Die Schülerinnen entdecken, was hinter KI steckt. Sie programmieren einen einfachen Empfehlungsalgorithmus, durch den ein Softwareroboter errät, worauf sie Appetit haben. Die Übung führt in die Arbeit von Data Scientists ein. Sie vermittelt sowohl ein kontextuelles wie auch ein technisches Verständnis für die Aufgabe und deren Umsetzung.
    MINT-Berufsbilder: SoftwareentwicklerIn, Data Scientist
  • Ericsson: Die Mädchen lernen Anwendungsfelder der 5G-Technologie kennen und erfahren durch das Fallbeispiel am Stand mehr zu den Themen Hologramming/Teleporting und Remote Learning. Mithilfe einer Augmented-Reality-Brille nehmen sie an einem virtuellen Musikunterricht teil, den ein per Hologramm zugeschalteter Musiklehrer individuell gestaltet und leitet.
    MINT-Berufsbilder: InformatikerIn, Software-Engineer, IT-Fachleute
  • Fraunhofer-Institut FOKUS: Autonome Autos können Bilder ihres Laserscanners nicht gleich verstehen. Sie brauchen eine Künstliche-Intelligenz (KI)-TrainerIn, die ihnen die Welt erklärt. Die Mädchen steuern die KI-DO-Roboterin, die viele Daten mit Smartphone und Laser erfasst. Im Etikettierungs-Labor ordnen sie den Laserpunkten dann die passenden Label für Objekte zu.
    MINT-Berufsbilder: IngenieurIn für KI, Data Set-DesignerIn, KI-TrainerIn
  • Intel Deutschland: Per Live-Programming bringen die Mädchen dem Roboter Vector bei, Emotionen seines Gegenübers zu erkennen und auf Grundlage der menschlichen Mimik ein Bild zu skizzieren, das diese Stimmung widerspiegelt. Das Programm entwickelten eigens Studentinnen der Hochschule Pforzheim.
    MINT-Berufsbild: (Entwicklungs-)IngenieurIn
  • Ramboll GmbH: Auf einer virtuellen Radtour erkunden die Mädchen Kopenhagen und fahren auf modernsten Fahrradwegen. Anschließend planen sie selbst eine Strecke und lernen, worauf es bei der Entwicklung solcher Verkehrswege ankommt.
    MINT-Berufsbilder: IngenieurInnen, Verkehrs – und StadtplanerInnen, IT-Fachleute

  • Sopra Steria Consulting: Industrielandschaft der Zukunft: Die Mädchen entwickeln ein industrienahes Modell auf Basis der FischerTechnik-Fabriksimulation. Sie programmieren ein sensorbestücktes Modul per grafischer Oberfläche, um Daten auszulesen und in die Cloud weiterzugeben und entwickeln einen Sprachassistenten zur Datenabfrage und Steuerung.
    MINT-Berufsbilder: FachinformatikerIn, AnwendungsentwicklerIn, Informatikkauffleute, IT-Systemkauffleute, IT-SystemelektronikerIn, FachberaterIn für Softwaretechnik

  • Texas Instruments: Die Mädchen programmieren ein Parksystem, bei dem das Roboterfahrzeug mittels Ultraschallsensoren die Größe einer vermeintlichen Lücke misst und anschließend den TI-InnovatorTM Rover elegant in zwei Zügen einparken lässt. Das Programm macht die wesentlichen Elemente des echten Assistenzsystems verständlich.
    MINT-Berufsbilder: MechatronikerIn Chipfertigung, ApplikationsentwicklerIn

Fotos ab ca. 16:00 Uhr unter: https://www.flickr.com/…

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ORBIT-Azubis geben Schülerinnen Einblick in ihre Ausbildungsberufe

IT-Girls gesucht! Am 28.03.2019 lädt ORBIT zum GirlsʼDay ein. 16 Mädchen bekommen Einblick in die technische Ausbildung zur Fachinformatikerin. Das Besondere: Die ORBIT-Auszubildenden des ersten Lehrjahres gestalten selbstständig das Programm und führen durch den abwechslungsreichen Tag. Denn wer wäre besser dafür geeignet, die Teilnehmerinnen für die Ausbildung und den Arbeitgeber ORBIT zu begeistern?

Beim IT-Dienstleister ORBIT arbeiten deutlich mehr Männer als Frauen – das Verhältnis ist drei zu eins. Auch die Azubis, die den Aktionstag planen, sind allesamt Jungen. Also ist IT „typisch männlich“? Von wegen! Das sollen vor allem praktische Übungen den Mädchen zeigen: Rechner zerlegen beim Komponentenmarathon, eine kleine Programmieraufgabe bewerkstelligen oder im Serverraum die Technik hinter der Technik erfassen. Natürlich darf auch der Austausch mit Mitarbeiterinnen nicht fehlen – wie ist es denn als Frau in der IT zu arbeiten? Ziel ist es, die Hemmschwelle in diesem Zusammenhang herabzusetzen und zukünftig mehr Mädchen für diese Ausbildungsberufe zu begeistern. ORBIT bildet im technischen Bereich zur „Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung“ und zur "Fachinformatikerin für Systemintegration" aus.

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Von wegen Gleichstellung – Faktencheck zum Frauentag am 8. März

Ein Viertel weniger Taschengeld als Jungs, ein Fünftel weniger Arbeitslohn als Männer, in den Kommunalparlamenten nur ein Viertel aller Sitze – der Faktencheck zeigt: Frauen und Mädchen sind gegenüber Männern und Jungen nach wie vor im Nachteil. Darauf weist die Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hin.

Und weil Fakten Schwarz auf Weiß eingängiger sind, gibt es den Fakten-Check zur Gleichstellung jetzt auch als Postkarte, herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen. Sieben nackte Tatsachen sind dort versammelt, veranschaulicht durch einprägsame Grafiken, die zeigen: Der Kuchen für Frauen ist nicht so groß wie der der Männer. Besonders krass: Frauen erhalten weniger als halb so viel Alterssicherungsleistungen wie Männer. Dafür leisten sie deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit – kümmern sich also um Kinder oder zu pflegende Angehörige.

„Schon dieser kurze Faktencheck auf einer  Postkarte macht deutlich, wie es um die Gleichstellung von Männern und Frauen bestellt ist“, sagt Petra Mundt, die Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover. Sie erinnert daran, dass die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Verfassung festgeschrieben ist. „Diesen Verfassungsauftrag müssen wir erfüllen. Es zählen nicht gute Worte, sondern Taten. Bisher sind die Schritte zur Veränderung zu klein.“

Die Postkarte wird in Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen in der gesamten Region verteilt werden. Wer sie dort  nicht findet, kann die Postkarten beim Team Gleichstellung per Mail an gleichstellung@region-hannover.de bestellen.

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Social Innovation Center: Projekt ist erfolgreich angelaufen

Alt und Jung anhand von virtueller Realität unabhängig von Zeit und Ort in Kontakt bringen, Mädchen beim Umgang mit Instagram & Co. stärken oder mithilfe einer Plattform für seltene Erkrankungen den Austausch für Betroffene und Forschung ermöglichen: Die Projektteams, die im Social Innovation Center aktiv sind, gehen mit sozialen Gründungsideen an den Start, die eine Antwort auf gesellschaftliche Probleme geben und die Welt ein Stück besser machen sollen. Heute (26.2.) präsentierten die angehenden Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Geschäftsmodelle beim „Demo Day“ im Coworking- und Makerspace Hafven in Hannover erstmals der Öffentlichkeit. Damit endete der erste Durchlauf des sozialen Entrepreneurship-Programms, das die Region Hannover im Mai 2018 gestartet hatte. Zugleich gaben die niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung Birgit Honé und Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Bildung und Verkehr der Region Hannover, den Startschuss für den nächsten Durchgang des Projekts.

„Das Social Innovation Center hat sich als Modellprojekt schon jetzt einen bundesweiten Ruf erarbeitet und dient anderen Kommunen als Vorbild für die Förderung von sozialem Unternehmertum“, betonte Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz. „Es ist toll zu sehen, wie aktiv die soziale Gründerszene auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen eingeht und wie viele innovative Ansätze der erste Durchlauf des Projekts hervorgebracht hat.“ Birgit Honé, niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung: „Das Social Innovation Center ist ein besonders erfolgreiches und nachahmenswertes Projekt, das wir über die niedersächsische Förderrichtlinie ‚Soziale Innovation‘ mit EU-Mitteln fördern. Mit dieser Richtlinie hat Niedersachsen bundesweit eine Vorreiterrolle eingenommen und Impulse gesetzt. Auch das Social Innovation Center ist ein echter Impulsgeber, und ich freue mich auf viele weitere kreative Ideen und Projekte. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir soziale Innovationen auch weiter fördern können.“

Die Resonanz auf den ersten Wettbewerbsaufruf des Social Innovation Center war groß: Bis Ende September lagen achtzehn Bewerbungen vor, darunter überdurchschnittlich viele weibliche und junge Bewerberinnen. Für den Pitch Mitte Oktober vor einer Fachjury wurden neun Projekte ausgewählt. Diese präsentierten ihre Ideen und stellten sich den Fragen der Fachleute. Bei der Bewertung ging es um die Relevanz des Problems, den Neuigkeitswert der Idee, den soziale Mehrwert, das Ertragsmodell und das damit verbundene Marktpotenzial, den Wettbewerb sowie die vorhandenen Kompetenzen im Team.

Nach dem Juryentscheid lief im November das dreimonatige Gründer-Programm mit fünf ausgewählten Projektteams an: „Tantiveta“ – das sind Iuliana Adina Apostol, Alexander Foremny sowie Imtisal Elmalih – wollen mithilfe virtueller Realität ältere, zumeist im Pflegeheim untergebrachte Menschen mit jungen Leuten zusammen zusammenbringen und Teilhabe ermöglichen. Beim „Heldinnen Workshop“ von Annekatrin Utke und Jessica Dietz geht es darum, junge Frauen zu stärken und fit für den Umgang mit Social Media zu machen. Das Projekt „Mederest“ von Heike Kielhorn, Prof. Dr. Matthias Schönermark, Beate Kasper, Christina Schneider und Thora Mrosowsky ist eine Plattform für seltene Erkrankungen, die ein Forum für Betroffene und Forschung bieten soll. Bei den „Changemakers“ Jennifer Thimm, Patrick Geller, Mona-Marie Thüsing und Alicia Geller geht es darum, Berufsorientierung für Gymnasiasten durch eine digitale Austauschmöglichkeit mit jungen Berufserfahrenen zu erleichtern. Mit „Care Match“ wollen Roman Helbig und Julia Hildebrandt von Diakovere eine App entwickeln, die Angehörigen und ambulanten Pflegeanbietern die Suche und Belegung von Pflegeplätzen erleichtert.

Jetzt startet der zweite Durchgang des Projekts: Angehende Gründerinnen und Gründer können sich ab sofort mit ihrem Konzept für einen der fünf Plätze im Social Innovation Center bewerben. Anmeldeschluss ist am 30. April. Eine Fachjury wählt im Mai die besten Geschäftsideen aus – wer den Zuschlag erhält, dem bietet das Social Innovation Center ab dem 1. Juni für vier Monate kostenfreie Arbeitsplätze im Hafven. In Kreativworkshops arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an ihrer Idee und tauschen sich dazu untereinander aus. Sie entwickeln ihre Geschäftsidee weiter, lernen alles Wichtige rund ums Thema Gründung und Geschäftsführung, Bedarfs- und Marktanalyse, Prototyping und Kundenakquise.

Die Bandbreite der gesuchten Geschäftsideen ist vielfältig: Gefragt sind Innovationen für mehr Teilhabe und Inklusion am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft, für zugewanderte, langzeitarbeitslose oder ältere Menschen. Auch Kultur, Umweltschutz, Gesundheitswesen, Demokratieförderung, nachhaltiges Wirtschaften, Gleichstellung und Kinderbetreuung sind mögliche Bereiche, in denen neue Ansätze und Geschäftsideen gebraucht und gefördert werden.

Informationen und Formulare zur Bewerbung finden interessierte Gründerinnen und Gründer auf www.denkdieweltneu.de.

Social Innovation Center – Starthilfe für soziale Geschäftsideen

Innovation und soziales Unternehmertum in der Region Hannover und Niedersachsen stärken, unternehmerische Konzepte entwickeln, um gesellschaftliche Probleme zu lösen: Das ist die Idee des Social Innovation Center. Sozial innovative Gründungskonzepte werden über ein mehrmonatiges, kostenloses Entrepreneurship-Programm begleitet und gefördert. Zudem werden interdisziplinäre Zukunftsworkshops zur Ideenentwicklung für konkrete gesellschaftliche und sozialwirtschaftliche Herausforderungen angeboten.

Projektträgerin des ESF-geförderten Modellprojekts ist die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover. Strategische Partnerin für Gründung und Entrepreneurship ist die Wirtschaftsentwicklungs­gesellschaft hannoverimpuls. Sitz und kreativer Umsetzungsort des Zentrums ist der Co-Working- und Makerspace Hafven in der Nordstadt von Hannover. Das Entrepreneurship-Center der Hochschule Hannover NEXSTER unterstützt in Gründungsfragen und veranstaltet Zukunftsworkshops mit dem Social Innovation Center. Die Landesinitiative Niedersachsen generationengerechter Alltag (LINGA) ist Initiatorin des Projekts und Partnerin aus dem Bereich Gesundheitswirtschaft.

Weitere Partnerinnen und Partner sind das Bürgerbüro Stadtentwicklung Hannover e. V., CIVILIA Hannover e. V., das Institut für Universal Design, PlatzProjekt e. V., Vincentz Network GmbH & Co. KG.

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Girls’Day 2019 wieder bei inovex in Karlsruhe

Der IT-Dienstleister inovex öffnet am 28.03.2019 seine Türen für interessierte Schülerinnen ab der 5. Klasse, die sich über die IT-Branche informieren möchten.

Der Girls’Day bei inovex

Am Girls’Day geben Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland Schülerinnen ab der 5. Klasse die Möglichkeit, die Bereiche IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik näher kennenzulernen – Bereiche, in denen Frauen bisher leider noch nicht so häufig vertreten sind.

Auch inovex öffnet an diesem Tag seine Türen für 16 Schülerinnen. Einige Plätze sind noch frei, so dass Anmeldungen über die Girls’Day-Seite noch möglich sind.

„Wir freuen uns, den Girls’Day auch in diesem Jahr wieder zu unterstützen“, so Christian Meder, Chief Technology Officer bei inovex. „Mädchen sind allgemein im Bereich Informatik noch deutlich weniger vertreten. Glücklicherweise haben wir bei inovex trotzdem viele Frauen in den Fachabteilungen, die sehr leidenschaftlich ihrem Job nachgehen. Diese Begeisterung wollen wir gerne den Mädchen beim Girls’Day vermitteln.“

Dabei legt inovex auch großen Wert auf praktische Erlebnisse: Die Mädchen werden unter anderem den Roboter Pepper und dessen Funktionen näher kennenlernen und dürfen ihm selbst einige Arbeitsaufträge geben. Außerdem gibt es wie immer Informationen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen und Studiengängen mit Informatik-Bezug.

Der Girls’Day

Der Girls’Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 haben etwa 1,9 Millionen Mädchen teilgenommen. Im Jahr 2018 erkundeten rund 100.000 Mädchen Angebote in Technik und Naturwissenschaften, mehr als 10.000 Angebote von Unternehmen und Organisationen waren auf der Girls’Day Website eingetragen.

Infos und Anmeldung zum Girls’Day:

Zur Girls’Day Website

Zum Angebot von inovex

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i.m.a – das Bildungszentrum auf dem ErlebnisBauernhof

Am Ende von zehn Messetagen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin steht fest: Der i.m.a Wissenshof ist und bleibt das Bildungszentrum vom ErlebnisBauernhof. Wie bereits in den vergangenen Jahren, so haben sich auch 2019 wieder tausende Verbraucher an den i.m.a Wissensstationen informiert. Schwerpunkt dabei war die außerschulische Bildungsarbeit, an der allein mehr als zweitausend Kinder teilgenommen haben. Im Mittelpunkt stand die Wertschöpfungskette zum Brotgetreide. Hier wurde der Weg vom Korn zum Brot anschaulich vermittelt und Konsumenten mit vielen begleitenden Aktivitäten verdeutlicht, welche Bedeutung die Arbeit der Bauern und Bäuerinnen, der Müller, Bäcker und der Menschen in den weiteren Bereichen in der Lebensmittelherstellung für unsere Gesellschaft hat.

An den Werktagen waren täglich mehrere Schulklassen und Kindergartengruppen am i.m.a Stand zu Gast. Ihnen wurde ein vielseitiges Aktionsprogramm geboten, bei dem sie die sechs Brotgetreide Dinkel, Einkorn, Emmer, Hafer, Roggen und Weizen kennenlernen konnten. Bei Experimenten im Grünen Labor Gatersleben wurde neben vielen Experimentierangeboten das Wachstum des Getreidekorns erläutert. An der Mehlstation konnte Korn gemahlen und die Herstellung verschiedener Mehltypen ausprobiert werden. An der Haferstation wurden Haferflocken gepresst, die sich die Kinder mit Milch und Honig zu einem schmackhaften Müsli anrichten und probieren konnten. Auch die von den kleinen Besuchern im Backbus hergestellten Backwaren konnten noch am i.m.a Stand verzehrt werden. Schließlich haben Brotprüfer die Besucher unermüdlich über die vielen Brotsorten informiert.

„Immer wieder gab es Begegnungen mit Verbrauchern, die falsch oder unzureichend informiert waren“, hat i.m.a Pressesprecher Bernd Schwintowski festgestellt. „Manch ein Besucher erklärte stolz, er würde Dinkelmehl verwenden, weil es kein Gluten nicht enthalte. Da mussten wir viel Aufklärungsarbeit leisten.“

Auch mit der i.m.a Schülerpressekonferenz, an der fast 300 Jungredakteure von Schülerzeitungen aus Berlin und Brandenburg teilgenommen hatten, wurde Basiswissen zum Brotgetreide vermittelt. Diese Veranstaltung wirkt regelmäßig über die Grüne Woche hinaus, wenn in den Schülerzeitungen über die Erkenntnisse aus dem Messebesuch berichtet wird.

Nicht zuletzt dürften auch die von den Agrar-Scouts begleiteten Führungen von zwanzig weiteren Schulklassen mit fast 380 Jungen und Mädchen über den ErlebnisBauernhof zur Wissensvermittlung in den vielen landwirtschaftlichen Themen beigetragen haben.

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Grüne Woche: Eine Idee macht Karriere

Wenn morgen in Berlin die Internationale Grüne Woche eröffnet wird, feiert eine Idee Geburtstag: Vor zwanzig Jahren wurde das Konzept vom „ErlebnisBauernhof“ beim i.m.a e.V. entwickelt. Auf einer Serviette entstand die Skizze eines Dreiseitenhofes, wie er seit Jahrhunderten Bestand hat. Er war die Basis für die Gestaltung einer Messehalle, in der den Besuchern die Vielfalt der Landwirtschaft präsentiert wird.

Es war Hermann Bimberg, einst Geschäftsführer vom i.m.a e.V., der am 28. Februar 1999 die Idee für eine Gemeinschaftsschau der Landwirtschaft hatte. Im Ambiente eines Bauernhofs sollten die städtischen Besucher, die in einer Großstadt wie Berlin so fern der realen Landwirtschaft leben, erfahren, wie es auf einem Bauernhof aussieht, wie die Menschen dort leben und arbeiten.

Die Kulisse des Dreiseitenhofes war mehr als ein inszenierter Ausstellungsort. Denn rings um das Ensemble aus drei typischen Bauernhäusern entstand ein ganzes Dorf. Häuser mit markanten roten Giebeldächern zogen die Besucher an. Vor und in den Häusern präsentierten sich die Aussteller: Betriebe zeigten, wie sie arbeiten, stellten ihre Geräte aus und erklärten deren Funktion. Und natürlich gab es so wie heute auch einst ein Hof-Café, in dem man sich gemütlich zusammensetzen konnte. Und die Musik spielte dazu. Auf der Bühne wurde nicht nur für Stimmung gesorgt, sondern auch informiert.

Bevor der „ErlebnisBauernhof“ an den Start gehen konnte, mussten Partner begeistert werden. An erster Stelle die Messe Berlin. Dort hatte man rasch erkannt, dass sich mit einer speziellen Halle, in der die Bauern ihre Landwirtschaft authentisch präsentieren, Besucher begeistern lassen. Auch der Deutsche Bauernverband ließ sich von dem Konzept überzeugen. Und mit den Landfrauen, der Landjugend, der damals noch aktiven CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) sowie weiteren Ausstellern hatte man schnell wichtige Partner gewonnen, die sich alle für den „ErlebnisBauernhof“ stark machten.

Nur ein Jahr nachdem beim i.m.a e.V. die Idee skizziert war, ging der „ErlebnisBauernhof“ an den Start – und wurde ein Riesenerfolg. Wohl auch, weil neben der Präsentation landwirtschaftlicher Geräte und Arbeitsabläufe besondere Erlebnisse geboten wurden: Der i.m.a e.V. organisierte viele Führungen für Schulklassen und erstmals eine Pressekonferenz für Schülerzeitungsredakteure. Die gibt es auch heute noch, und damit ist sie wohl die einzige Veranstaltung in der Halle, die sich über all die Jahre ununterbrochen großer Beliebtheit erfreut. In diesem Jahr haben sich wieder dreihundert Jungen und Mädchen angemeldet, um sich bei Landwirten und anderen Experten am 23. Januar 2019 um 11.00 Uhr über „Brot, Brötchen & Co.: Coole Körner und ihr Mehrwert beim Nährwert“ schlau zu machen und in ihren Schülerzeitungen darüber zu berichten.

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Diversity Preisvergabe am 10. Dezember 2018, 19.30 Uhr, Obere Rathaushalle – Für Vielfalt und die Wahrung der Menschenrechte

Am 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen, Montag, 10. Dezember 2018, wird der Bremer Diversity Preis in der Oberen Rathaushalle zum neunten Mal verliehen. 2018 geht der Preis an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen und an die Einrichtung Rückenwind für Leher Kinder e.V. in Bremerhaven; Diversity Persönlichkeit 2018 ist der Gründer des Bremer sujet Verlags, Madjid Mohit. „Der Bunte Schlüssel – Vielfalt gestalten!“ ist die einzige Auszeichnung zur ganzheitlichen Förderung von Diversity in Deutschland.

Am 70. Jahrestag der Menschenrechte, dem 10. Dezember 2018, wird in Bremen der Diversity Preis „Der Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten!“ zum 9. Mal von der Hochschule Bremen (HSB) mit dem Mercedes-Benz Werk Bremen und einer elfköpfigen Trägergemeinschaft an Unternehmen, Institutionen sowie Initiativen aus der Nordwestregion verliehen. Die Auszeichnung richtet sich an Firmen, Einrichtungen, Projekte, die durch gezielte Maßnahmen Vielfalt nutzen, für Chancengleichheit sowie Antidiskriminierung eintreten und die positive Wirkung von Diversity nach außen tragen. Die Spannweite der 17 Bewerbungen, die 2018 eingingen, reicht von der Erde bis in den Weltraum: Es bewarben sich Unternehmen, Organisationen sowie Initiativen aus dem Verlagswesen, dem Gesundheitsbereich, aus Kunst, Film, Theater, Soziales, Sport, Maschinenbau, IT, bis hin zu Luft- und Raumfahrt.

Zwei konnten gewinnen: Der „Bunte Schlüssel: Vielfalt gestalten! 2018“ geht an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Bremen und an Rückenwind für Leher Kinder e.V. in Bremerhaven. Als Diversity Persönlichkeit 2018 wird Madjid Mohit, Gründer und Inhaber des sujet Verlags, geehrt.

Das Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt (DLR) in Bremen hat eine umfassende Diversity Management Strategie implementiert, die nachhaltig und konsequent in die Tat umgesetzt wird. Für diesen erfolgreichen ganzheitlichen Ansatz wird das hochspezialisierte Forschungsinstitut für Raumfahrtsysteme mit dem Diversity Preis 2018 ausgezeichnet. Diversity ist im DLR strategisch direkt beim Vorstand angesiedelt und damit Bestandteil der Gesamtstrategie sowie der Personalpolitik. In seinen Leitlinien verpflichtet sich das DLR ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist und für Chancengerechtigkeit eintritt. Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben wird unterstützt durch flexible Arbeits(zeit)modelle. Das DLR Bremen hat Kernarbeitszeiten aufgelöst. Nach der Elternzeit gibt es einen strukturierten Wiedereinstieg, Weiterbildungsangebote sind ausgerichtet auf verschiedene Lebensphasen und Zielgruppen. Damit reagiert das DLR vorbildlich auf verschiedene Bedürfnisse und Lebensmodelle der Mitarbeitenden und ist attraktiver Arbeitgeber für Fachkräfte. Im DLR Bremen arbeiten 183 Menschen aus ca. 30 Ländern. Neben der Fachkompetenz kommen auch ihr Sprach- und Kulturwissen zum Einsatz. Internationale Mitarbeitende werden aber auch vom DLR unterstützt, erhalten Einführungen und Deutschkurse. Besonders zukunftsweisend ist, dass sich das DLR verstärkt mit unbewussten Vorurteilen, zum Beispiel mit Gender Bias, auseinandersetzen will. Eine gerechtere Teilhabe von Frauen im wissenschaftlich-technischen Bereich, insbesondere in Führungspositionen, soll durch Zielquoten für Wissenschaftlerinnen erreicht werden. Durch die DLR_School_Labs werden Mädchen schon früh an Technik herangeführt.

Rückenwind für Leher Kinder e.V. hat in einem Stadtteil Bremerhavens, der von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft geprägt ist, eine Leuchtturmfunktion. Das offene Haus zur Freizeitgestaltung nach der Schule steht für ein Zusammensein ohne Ausgrenzung nach dem Motto „In Gemeinschaft glücklich leben lernen“. Die Einrichtung wird mit dem Diversity Preis dafür ausgezeichnet, dass individuelle Potentiale und Kompetenzen im Team gefördert und gezielt eingesetzt werden, dass Kindern spielerisch eine Reflexion über Werte, Toleranz und Respekt vermittelt wird, was zukunftsweisend ist. Das Team bildet Diversity in vielerlei Hinsicht ab: Bei Rückenwind engagieren sich Menschen zwischen 15 und 72, mit verschiedenen kulturellen Wurzeln und Berufsfeldern. Projekte werden im Einklang mit den Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter*innen entwickelt. Gleichzeitig erhalten Mitarbeitende Weiterbildungsangebote, die sie auch in ihrer persönlichen Entwicklung stärken. Besonders gewürdigt wird, dass den Rückenwind Kindern und Jugendlichen durch Musik, Sport, Spiel und Kochen vermittelt wird, mit Unterschiedlichkeiten sowie Gemeinsamkeiten positiv umzugehen. Bei Rückenwind steht das Voneinander Lernen im Vordergrund, im Team wie bei den Kindern. Auch die Kommunikation nach außen, in den gesamten Stadtteil hinein, wird von der Diversity Jury als sehr stark eingeschätzt. Kommentar eines Jurymitglieds: „Lehe ohne Rückenwind kann man sich nicht mehr vorstellen.“ Der Verein wurde auf ehrenamtlicher Basis aufgebaut und gründet bis heute weithin auf Ehrenamt. Wenige hauptamtliche Mitarbeiter*innen werden durch Spendengelder bezahlt.

Der Verleger Madjid Mohit wird als Diversity Persönlichkeit 2018 geehrt, weil er seit über 20 Jahren vor allem politisch verfolgte Autorinnen und Autoren aus dem Iran, aus afrikanischen und arabischen Ländern, in denen Menschenrechte kaum geachtet werden, eine Stimme gibt, sie übersetzt und veröffentlicht, aber auch mehrsprachige Autorinnen und Autoren fördert. Madjid Mohit wird auch dafür ausgezeichnet, dass er durch literarische Veranstaltungen gesellschaftspolitische Themen einem breiteren Publikum nahebringt. Madjid Mohit floh 1990 aus Teheran und gründete 1996 den sujet Verlag. Seit dieser Zeit publiziert er Literatur, die wichtige gesellschaftliche und politische Themen wie zum Beispiel Migration, Werte, kulturelle Identität, Entfremdung, Integration, behandelt. Sujet steht für „Luftwurzelliteratur“, das heißt die Wurzeln von Menschen sind nicht nur an einem Ort verankert, sondern beweglich. Reisen, Migration und Flucht führen zu einer komplexen kulturellen Identität. Durch Diskussionsrunden und Literaturveranstaltungen regt Madjid Mohit den kulturellen Austausch an und bringt das Publikum mit Schriftsteller*innen in Dialog.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten eine Skulptur der Bremer Künstlerin Gisela Eufe, einen eigenen Diversity Film, eine Urkunde sowie ein Siegel, die beiden Organisationen bekommen zudem ein Preisgeld von 2500 Euro pro Institution. Die Preisverleihung wird von Dörte Maack, Trainerin, Rednerin, Coach, moderiert. Dr. Carsten Sieling Präsident des Senats, Bürgermeister von Bremen und Schirmherr des Diversity Preises, wird zu dem besonderen Anlass des Zusammenfalls von Menschenrechtstag und Preisverleihung, das Grußwort sprechen sowie einen Impuls zum Thema Menschenrechte und Wertschätzung von Vielfalt geben. Die Human Rights wurden am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Der Ursprung von Diversity Management liegt in den Antirassismus- und Frauenrechtsbewegungen der 1960er und 70er Jahre. Diese Verbindung zwischen dem Einsatz für die Förderung von Vielfalt und dem Eintreten für das Wahren der Menschenrechte wird Prof. Dr. Jutta Berninghausen, Vorsitzende des Zentrums für Interkulturelles Management & Diversity, auf der diesjährigen Preisverleihung herausstellen. Musikalisch setzen die Schauspielerin und Sängerin Gabriele Möller-Lukasz, der Musiker Andy Einhorn sowie der Sozialarbeiter und Rapper Kerim Djilali ein Zeichen für Menschenrechte. Künstlerisch machen die Wertefahnen des Kulturladen Huchting auf Menschenrechte aufmerksam.

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