C&S auf dem 11. Kongress der Sozialwirtschaft

Am 16. und 17. Mai findet in Magdeburg der 11. Kongress der Sozialwirtschaft statt. Dieser richtet sich an Entscheider*innen aus der Sozialwirtschaft und lädt zur Diskussion geschäftsstrategischer Fragestellungen sowie aktueller Herausforderungen ein. Im Rahmen von Vorträgen und Workshops finden Wissenstransfer und intensiver Austausch statt.

C&S ist auf dem Kongress mit einem Messestand vertreten. Präsentiert werden sofort verfügbare Lösungen gegen den Pflegenotstand und die Prozessplattform ManagingCareDigital. Die sofort verfügbaren Lösungen gegen den Pflegenotstand vereinen verschiedene Lösungen zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem, das Pflegekräfte entlastet, deren Arbeitsbedingungen verbessert und die Pflegequalität für die zu Pflegenden erhöht. Die Prozessplattform ManagingCareDigital dient für diese Lösung als Datendrehscheibe über die beispielsweise Sensorsysteme und Pflegedokumentation miteinander verknüpft werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch an unserem Messestand – Nr. 5

https://www.managingcare.de/

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Journalistennachwuchs-Preise Sachsen-Anhalt 2018 gehen an MDR und „Mitteldeutsche Zeitung“

Der Deutsche Journalisten-Verband, Landesverband Sachsen-Anhalt, und die Industrie- und Handelskammer Magdeburg haben in Magdeburg die Gewinner des „Journalistennachwuchs-Preises Sachsen-Anhalt 2018“ geehrt. Die Auszeichnung wird verliehen für die besten Beiträge in den Themenbereichen Wirtschaft, Soziales und Bildung in den drei Kategorien Print, TV/Radio sowie Multimedia. Darüber hinaus wird eine lobende Erwähnung ausgesprochen.

Der „Journalistennachwuchs-Preis Sachsen-Anhalt 2018“ in der Kategorie Print geht an Tina Schwarz für ihren Beitrag „Ein letztes Mal am Meer“ in der „Mitteldeutschen Zeitung“. Die Autorin berichtet in einer eindringlichen Reportage über die letzte Reise eines schwerstkranken Jungen mit dem Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes an die Ostsee.

Der „Journalistennachwuchs-Preis Sachsen-Anhalt 2018“ in der Kategorie TV/Radio geht an ein Azubi-Team des MDR für die Reportage „Grenzenlose Kunst“, ausgestrahlt im MDR-Fernsehen. Hautnah begleitet werden Menschen mit Handicap, die sich der Musik, der Malerei und dem Tanz verschrieben haben und auf beeindruckende Weise zeigen, dass ihr Leben ein Leben mit sehr viel Freude und Natürlichkeit ist.

Der „Journalistennachwuchs-Preis Sachsen-Anhalt 2018“ in der Kategorie Multimedia geht an Volontäre des MDR für ihr Projekt „Dessau – Aufgeben oder Aufgabe“, das vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des Schrumpfens von Städten am Beispiel von engagierten Bürgern tiefe Einblicke in das Thema Städteplanung gibt.

Eine „Lobende Erwähnung“ geht an Daniel George von MDR Sachsen-Anhalt für den Multimediabeitrag „1. FC Magdeburg – der Weg nach oben“. Geschildert wird u.a. in Interviews und zahlreichen Porträts, wie sich der Traditionsverein in drei Jahren Zugehörigkeit zur dritten Liga entwickelt hat und welche Herausforderungen auf und abseits des Platzes dabei bewältigt werden mussten.

Hintergrund: Der „Journalistennachwuchs-Preis Sachsen-Anhalt“ wird seit 2002 von der Industrie- und Handelskammer Magdeburg und dem DJV-Landesverband Sachsen-Anhalt ausgelobt, um journalistisch herausragende Arbeiten von Nachwuchsjournalisten zu fördern. Der Preis ist mit insgesamt 3500 Euro dotiert. Bewertet werden Beiträge junger Autoren bzw. Teams, die wirtschaftliche Themen, den digitalen Wandel, soziale oder gesellschaftliche Fragen einfühlsam aufarbeiten, Zusammenhänge kritisch hinterfragen, sie analysieren und dem Leser, Hörer oder Zuschauer allgemeinverständlich vermitteln.

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Digitale Trendsetter aus Sachsen-Anhalt gesucht

Noch bis zum 30. April 2019 können digitale Trendsetter aus Sachsen-Anhalt ihre Erfolgsgeschichte erzählen und dabei gleich doppelt profitieren. Die Handwerkskammern sowie die Industrie- und Handelskammern (IHKn) in Magdeburg und Halle (Saale) loben zum dritten Mal den Landeswettbewerb „Digitale Erfolgsgeschichten aus Sachsen-Anhalt“ aus. Dabei winkt den drei Erstplatzierten neben der öffentlichen Aufmerksamkeit auch ein Preisgeld von insgesamt 9.000 Euro.

Bewerbungen sind bis zum 30. April 2019 möglich.

André Rummel, Geschäftsführer der Magdeburger IHK betont, dass es Ziel ist, mit diesen Vorreitergeschichten bei anderen Unternehmen die Lust und den Mut auf neue Technologien zu wecken. „Denn die Chancen der Digitalisierung können den Unternehmen über kurz oder lang helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu halten und weiter auszubauen“, ergänzt er.

Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen sind im Internet unter www.digitale-erfolgsgeschichten-sachsen-anhalt.de einzusehen. Dort sind auch alle eingereichten Beispiele und die Siegergeschichten aus den Jahren 2017 und 2018 veröffentlicht.

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Netzwerk Unternehmensnachfolge Sachsen-Anhalt: Nachfolgewoche Sachsen-Anhalt

Mit Plan und Weitsicht gelingt die Unternehmensübergabe!“ ist das Motto der Nachfolgewoche der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Handwerkskammer Magdeburg (HWK).

Zusammen mit ihren Schwesterkammern in Halle (Saale) bilden Sie das Nachfolgenetzwerk Sachsen-Anhalt. Die Thematik wird von Unternehmen (zu) oft unterschätzt. Plötzlich steht man vor bisher nie gestellten Fragen: Wie finde ich einen Nachfolger, gehen die Arbeitsverhältnisse über, hafte ich danach weiter und wie wird schließlich der Kaufpreis ermittelt? Die Nachfolge ist zugleich eine Chance für Gründungswillige, weil Unternehmensstrukturen bereits vorhanden sind. Auch Unternehmer profitieren davon, wenn sie Ihr Geschäftsfeld festigen oder erweitern möchten.

Wie jedes Jahr ist ein erster Höhepunkt der gemeinsamen Aktivitäten die Nachfolgewoche beginnend mit einem Telefonforum am 1. März. Es folgen ein Expertensprechtag zu Recht und Steuern am 5. März, ein Informationsabend zu den typischen Stolperfallen im Übergabeprozess am 6. März und ein Finanzierungssprechtag am 7. März.

Anmeldemöglichkeiten sowie weiterführende Informationen finden Sie in der Veranstaltungsdatenbank auf den Internetseiten der Kammern oder unter www.unternehmensnachfolge-lsa.de.

Hintergrund: Die Fortführung bestehender Unternehmen, die aus Alters- oder anderen Gründen einen Nachfolger suchen, ist eine wichtige unternehmerische Aufgabe, die von den Handwerkskammern und den Industrie- und Handelskammern in Sachsen-Anhalt unterstützt wird. Dazu wurde von den gewerblichen Kammern das Netzwerk Unternehmensnachfolge Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen. Mit dem Netzwerk unterbreiten die Kammern in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern ein landesweit einheitliches und abgestimmtes Angebot zur Unterstützung von Unternehmen im Übergabeprozess und bei der Suche nach einem Nachfolger.

Alle Infos unter: https://www.magdeburg.ihk.de/starthilfe/Unternehmensnachfolge/nachfolgewoche_2019/4325246

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Hochschule Aalen top im Gründungsradar 2018

Gründer und Gründungswillige erhalten an der Hochschule Aalen eine breite Unterstützung – das bestätigt nun auch der Gründungsradar 2018 des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Darin wird die Hochschule Aalen in der Gruppe der mittelgroßen Hochschulen mit dem deutschlandweit achten Platz ausgezeichnet. Unter den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) erreicht die Hochschule damit deutschlandweit Platz 4, in Baden-Württemberg unter 24 HAW sogar Platz 1.

Die Hochschule Aalen erreichte beim Ranking des Stifterverbandes 10,6 von 12 möglichen Punkten. Vor allem im Bereich der Gründungsunterstützung hebt der Gründungsradar den bundesweiten Erfolg der Hochschule Aalen hervor: „Bei den Hochschulen mit 5.000 bis 15.000 Studierenden sichert sich die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg den ersten Platz, gefolgt von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und der Hochschule Aalen.“

Mit dem Gründungsradar 2018 wurde zum vierten Mal die Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland in den Blick genommen. Im Fokus stand dabei die Frage, wie Hochschulen die Gründung von Unternehmen fördern – durch Gründungssensibilisierung und -unterstützung sowie durch institutionelle Verankerung einer nachhaltigen Gründungskultur. In die Bewertung floss außerdem ein, welche Gründungsaktivitäten dabei am Ende realisiert werden, also welchen Output die Bemühungen in der Gründungsförderung hervorbringen.

Themenschwerpunkt waren dieses Mal die Gründungsaktivitäten selbst. Der Stifterverband wollte wissen, aus welchen Bereichen die Gründungen stammen, ob die Hochschulen mit den Gründern noch in Kontakt stehen, wo die neuen Unternehmen sich niedergelassen haben und ob sich die Hochschulen an den Ausgründungen beteiligen. In ausgewählten Regionen untersucht der Gründungsradar außerdem die volkswirtschaftlichen Effekte durch Unternehmensgründungen aus Hochschulen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Dezember 2018 veröffentlicht.

Wissens- und Technologietransfer sind neben Forschung und Lehre ein zentrales Handlungsfeld für Hochschulen in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren wurde dieses Handlungsfeld durch zahlreiche Förderinitiativen gestärkt. Gründungen aus Hochschulen durch Studierende und Wissenschaftler stellen inzwischen einen wichtigen Mechanismus für den Wissens- und Technologietransfer dar.

Gelebte Gründerkultur in Aalen

Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider ist stolz auf die Platzierung seiner Hochschule: „Es freut mich, dass unser Engagement als Gründerhochschule Früchte trägt. Dass wir damit auch deutschlandweit ganz oben mitspielen, ist ein Zeichen der hohen Qualität, die wir Gründungsinteressierten hier bieten“, so der Rektor.

Ein wichtiger Faktor für die gelebte Gründerkultur in Aalen sei sicher das Innovationszentrum an der Hochschule. Auch die Gründungsinitiative stAArt-UP!de und der noch junge Studiengang Business Development / Produktmanagement & Start-up-Management spielten eine wichtige Rolle. Schneider mahnt die politisch Verantwortlichen in Bund und Land aber auch zu Kontinuität: „Es ist Aufgabe der Politik die Gründungsförderung an Hochschulen weiter finanziell und ideell zu fördern.“

Die sehr erfolgreich laufenden Förderprojekte der Hochschule zur Stärkung der Gründungskultur in Studium und Lehre, „Spinnovation“ und „Spinnovation plus“, sehen der projektverantwortliche Professor Dr. Harry Bauer und Christian Kling, Leiter des stAArt-UP!de-Teams, nur als Anfang: „Wir sind quasi im Start-up-Modus, wollen das Team weiter aufbauen, um kontinuierlich neue Formate und curriculare Angebote zu testen. Dabei treffen wir auf immer mehr begeisterte Studierende, die für ihre Start-up-Idee brennen.“

„Wir haben den Gründungsgedanken an der Hochschule weit verbreitet“, sagt auch Dr. Andreas Ehrhardt, Geschäftsführer des Innovationszentrums an der Hochschule Aalen, kurz INNO-Z. „Das war eine engagierte Zusammenarbeit aller Beteiligten – Hochschule und Stadt, Rektor, Oberbürgermeister und Wirtschaftsförderer, Kreissparkasse und IHK“, sagt er. Vor allem im vergangenen Jahr habe die Dynamik noch einmal deutlich zugenommen. „Die Start-ups im INNO-Z haben sich sehr positiv entwickelt“, so Ehrhardt. Seit Januar 2018 sei man zudem komplett ausgelastet. Im Shared-Desk-Bereich seien weitere Gründungsinteressierte aber immer willkommen. Über vierzig studentische Gründungsteams nutzen diesen derzeit, rund sechzig Start-up-Teams sind insgesamt im Haus. „Ein paar Start-ups haben sich bereits in der Stadt niedergelassen. Und weitere Auszüge werden dieses Jahr folgen“, benennt Ehrhardt erste Erfolgsgeschichten. Raum für neue Ideen entstehe.

Zum Hintergrund

Der Gründungsradar wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und vom Stifterverband in Kooperation mit der Heinz Nixdorf Stiftung durchgeführt. Dies geschah 2018 zum vierten Mal seit der ersten Erhebung im Jahr 2012. Ausführliche Informationen zum Gründungsradar gibt es unter www.gruendungsradar.de.

Mehr zu den Gründungsaktivitäten der Hochschule Aalen gibt es unter www.staart-up.de, unter www.innovationszentrum-aalen.de sowie unter www.hs-aalen.de.

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Online-Terminbuchung für die Universitätsmedizin Magdeburg

Patientinnen und Patienten in der Ambulanz der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie Magdeburg können ihren Termin ab sofort bequem online vereinbaren. Dieser Online-Service erspart nicht nur viel Zeit in der Warteschleife, sondern entlastet auch die Mitarbeiter der Klinik. Obwohl die digitale Terminlösung erst seit kurzem im Einsatz ist, sind die Auswirkungen bereits spürbar.

Die Universitätsmedizin Magdeburg gehört deutschlandweit zu den ersten Universitätskliniken, die die Websoftware samedi nutzen: Seit Mitte Oktober 2018 wird die SaaS-Lösung zur Terminvergabe in der HNO-Ambulanz eingesetzt. Dabei schafft der intelligente Planungsmechanismus eine klare Struktur und priorisiert Kontingente und Verfügbarkeiten nach individuellen Vorgaben. Im zentralen Kalender werden alle Termine in Echtzeit verwaltet und mit den entsprechenden Ressourcen eingeplant. So wird Überlastung und Doppelbuchungen im hektischen Alltag der HNO-Ambulanz vorgebeugt, denn eine Buchung ist nur möglich, wenn tatsächlich alle für den Termin erforderlichen Räume, Geräte und Mitarbeiter frei sind.

Nah am Patienten

Um die Patientinnen und Patienten immer auf dem Laufenden zu halten, erfolgen entsprechend individueller Voreinstellungen automatische Benachrichtigungen. Die Universitätsmedizin Magdeburg versendet so im Rahmen des Qualitätsmanagements eine Zufriedenheitsumfrage. Die Resonanz ist positiv, bislang hinterließen alle Teilnehmer vollständiges Feedback. „Das zeigt auch das Interesse der Patientinnen und Patienten an digitalen Serviceangeboten“, bestätigt Prof. Dr. med. Christoph Arens, Direktor der Magdeburger HNO-Universitätsklinik. „Die Digitalisierung verändert das Informationsverhalten. Online-Interaktionen wie die Terminvereinbarung oder ein virtueller Rundgang durch die Klinik werden zukünftig gefragt sein“, ist der Mediziner überzeugt.

Weniger Telefonklingeln, mehr Spaß bei der Arbeit

Auch MitarbeiterInnen auf den Stationen können die digitale Terminbuchung in der HNO-Ambulanz mit wenigen Klicks online nutzen – ohne den Telefonhörer in die Hand zu nehmen. „Die Kommunikation ist wesentlich einfacher und nimmt bereits in den ersten Wochen weniger Zeit in Anspruch. Die Arbeit mit samedi ist sehr angenehm und effizient“, resümiert Schwester Melanie Matke, die in der HNO-Ambulanz neben der Betreuung von PatientInnen auch für Organisatorisches zuständig ist. Dazu tragen unter anderem die individuellen Konfigurationsmöglichkeiten bei. So können einzelne Terminarten nur für bestimmte Altersgruppen freigegeben werden. Dies wird zum Beispiel in der HNO-Ambulanz für das Neugeborenen-Hörscreening genutzt. Hier können nur Neugeborene bis zum vierten Lebensmonat angemeldet werden.

Effiziente Zusammenarbeit mit Kollegen

Die HNO-Ambulanz ist der erste Bereich der Magdeburger Universitätsmedizin, der das digitale Terminmanagement nutzt. Ob eine Ausweitung auf weitere Fachbereiche im Ambulanzsektor folgt, wird nach einer umfassenden Evaluierung entschieden. Um das volle Potential zu nutzen, werden derzeit auch die ortsansässigen Arztpraxen an das System angebunden. Diese können dann als Zuweiser für ihre PatientInnen direkt per Klick verbindliche Termine im Universitätsklinikum buchen und so die Behandlungskoordination effizienter und serviceorientierter gestalten. Alle für den Termin relevanten Daten werden dabei entsprechend strengster Datenschutzauflagen vollständig übertragen.

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Solarprojekt von Asstra: Alternative Energie in Kasachstan

Der Bau eines Kraftwerks in der Nähe von Karaganda begann im Sommer 2017. Die geschätzte Kapazität des neuen Kraftwerks wird 100 MW betragen. Es ist derzeit das leistungsstärkste Solarkraftwerk nicht nur in Kasachstan, sondern auch in der gesamten Region. Sein Standort ist laut Experten einer der erfolgreichsten im Land und berücksichtigt die Faktoren wie die Anzahl der Sonnentage und den Sonneneinstrahlungsfaktor.

Der Transport der Ausrüstung dauerte von Juni bis September 2018 – drei Monate intensive Arbeit. In dieser Zeit lieferten die AsstrA-Experten über acht Tausend Tonnen Fracht mit LKW: Module für Sonnenkollektoren, Pfosten, Pfähle.

Im Rahmen des Projektes wurden 393 Kraftfahrzeuge eingesetzt, die etwa 550 Fahrten umfassten. Die Ladung wurde von verschiedenen Herstellern in Deutschland, Polen, Slowenien und den Niederlanden nach Kasachstan geliefert.

Laut Yulia Sadovodova, Verkaufsleiterin in den Fokusmärkten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Benelux, war das Projekt ehrgeizig. „Kurze Fristen, lange Strecken, hohe Frachtkosten – und das ist erst der Anfang. Um den Lieferprozess zu optimieren, konsolidierten die AsstrA-Spezialisten die Waren nach dem Abholen beim Lieferanten in Zwischenlagern in Polen und Deutschland, von wo aus sie durch bereits gebildete Sendungen nach Kasachstan verschickt wurden. In Astana wurde die Ausrüstung erneut in Zwischenlagern für Zollverfahren entladen. Die letzte Stufe war die Lieferung der Verzollungsware direkt an die Baustelle.“

Um maximale Sicherheit zu gewährleisten, wurde die Ladung „vor allen Risiken“ geschützt. Darüber hinaus informierten die AsstrA-Experten den Kunden online über alle Ladungsbewegungen in jeder Transportphase.

Präzise und zeitnahe Aktualisierung der Informationen über den Warenstandort, zeitnahe Suche nach Lagermöglichkeiten in Europa und Kasachstan, exakter Zeitplan für den Export von Waren aus Zolllagern, geplante Transporte innerhalb Kasachstans, korrekte und rechtzeitige Abrechnung und Registrierung für alle Anforderungen – der Firmenkunde erhielt umfassende Dienstleistungen vom AsstrA-Team, das aus einem Dutzend Mitarbeitern bestand.

Die positive Bewertung des Kunden und seine vollständige Zufriedenheit mit dem Ergebnis sind die Ziele, die wir bei der Umsetzung jedes Projekts anstreben. Das AsstrA-Team ist stolz auf die Umsetzung derartiger Großprojekte. Die gut koordinierte Arbeit der AsstrA-Spezialisten aus den Büros in Magdeburg, Warschau, Minsk, Almaty wurde zum Schlüssel zum Erfolg. Es ist besonders erfreulich, dass die hohe Qualität der angebotenen Dienste und die effektive Kommunikation das Vertrauen des Kunden vollkommen rechtfertigen“, schließt Yulia Sadovodova.

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Tourismuswirtschaft feiert „Supersommer“

Die sachsen-anhaltische Tourismuswirtschaft ist mit ihrem Geschäft in der abgelaufenen Saison sehr zufrieden. Dies belegt eine aktuelle Umfrage der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Sachsen-Anhalt (LAG) unter 700 Gastronomen, Hoteliers, Reisebüros und -veranstalter im Land. Mehr als die Hälfte der Unternehmen bewerten demnach ihre wirtschaftliche Lage im „Supersommer 2018“ gut. Jedoch lassen fehlende Arbeitskräfte und gestiegene Kosten nahezu alle Unternehmen mit Sorge in die Zukunft blicken.

„Besser konnte die Sommersaison für die Gastronomie kaum verlaufen“, meint Antje Bauer, Geschäftsführerin Starthilfe und Unternehmensförderung der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau. Das warme Wetter bis in den Spätherbst hinein habe dazu beigetragen, dass die Außengastronomie früh in Schwung kam und lange profitierte. „Der dauerhafte ‚Supersommer‘ hat insbesondere Tagesausflugstouristen und Kurzurlauber zum Reisen und zur Einkehr bewegt“, erklärt Bauer. Deshalb meldeten alle Bereiche der Tourismuswirtschaft deutlich gestiegene Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Doch trotz der Umsatzsteigerungen blickt die Branche skeptisch nach vorn, wie die Umfrage weiter zeigt: Die Erwartungen an die bevorstehende Wintersaison 2018/2019 sind sowohl bei den Hotelbetrieben als auch in der Gastronomie eher negativ. Lediglich die Reisebranche geht mit leichtem Optimismus in die kommende Saison. Fehlendes Personal stellt aber für nahezu alle Unternehmen inzwischen das größte Risiko dar. Mehr als die Hälfte der Beherbergungs- und Reisebetriebe und fast drei Viertel der Gastronomen sehen ihre wirtschaftliche Entwicklung dadurch bedroht. Fast jedes zweite der gastgewerblichen und ein Viertel der Reiseunternehmen melden derzeit offene Stellen, die sie schon länger nicht besetzen können. Gestiegene Arbeits-, Energie-, Lebensmittel- und Rohstoffkosten stellen zusätzliche wirtschaftliche Heraus­forderungen dar. Einen Spielraum auf Ertragsseite gebe es kaum noch, so dass branchenübergreifend mit Preiserhöhungen zu rechnen ist: Ein Drittel aller befragten Hoteliers, knapp die Hälfte der Gastronomen sowie über die Hälfte der Reisebüros und -veranstalter planen ihre Preise anzuheben.

André Rummel, Geschäftsführer im Geschäftsbereich Industrie und Infrastruktur bei der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, verweist auf die komplexen Rahmenbedingungen der Branche: „Die Daten zeigen deutlich: Gestiegene Übernachtungszahlen und gute Umsätze allein sind kein Garant für eine weiter florierende Tourismuswirtschaft.“ So belasteten die Unternehmen unter anderem die gestiegenen Anforderungen an Kassensysteme oder starre Arbeitszeitregeln, aber auch die EU-Datenschutzgrundverordnung und die Novellierung des Reiserechts mit Einführung der EU-Pauschalreiserichtlinie – demnach können Reisende künftig etwa zwei Jahre lang Mängel­ansprüche gegen den Reiseveranstalter geltend machen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Das Beherbergungsgewerbe schätzt seine Geschäftslage überwiegend positiv ein. 64 Prozent aller befragten Hoteliers vermelden gute Geschäfte in der abgelaufenen Sommersaison – Spitzenreiter ist dabei die Harzregion. Getragen wird die Grundstimmung von einer positiven Umsatzentwicklung: Über drei Viertel der befragten Hoteliers melden gestiegene oder zumindest gleich bleibende Umsätze aus dem Sommergeschäft, die hauptsächlich dank der Urlaubsgäste erzielt wurden. Insgesamt besuchten nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt von Januar bis September 2018 2,6 Millionen Gäste die Beherbergungstätten des Landes und buchten dabei rund 6,3 Millionen Übernachtungen – ein leichtes Plus gegenüber dem Spitzenergebnis im Vorjahr. Fehlende Fachkräfte sowie hohe Arbeits- und  Energiekosten lassen die Branche jedoch verhalten auf die Folgesaison schauen.

Mit einer sehr guten Geschäftslage und gestiegenen Umsätzen wartet auch die Gastronomie auf und profitiert damit vom langen und sonnigen Sommer 2018. Über die Hälfte der Befragten meldet eine gute Sommersaison, knapp ein Drittel verzeichnet Umsatzsteigerungen. Die Erwartungen an die bevorstehenden Monate sind jedoch getrübt. Die Fachkräfteproblematik sowie weiter steigende Arbeits-, Lebensmittel- und Rohstoffkosten verunsichern die Unternehmer.

Ebenso zufrieden mit der Sommersaison in diesem Jahr zeigen sich die sachsen-anhaltischen Reisebüros und -veranstalter. 55 Prozent von ihnen melden eine gute Geschäftslage. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die steigenden Auslandsbuchungen und ein Umsatzplus durch Urlaubsreisende. Rückläufig hingegen waren die Buchungen für den Inlandsreisemarkt (minus zwei Punkte verglichen mit 2017) sowie das sogenannte Incoming-Reisesegment, also Touristen, die von außerhalb der Landesgrenzen kommen. Diese Sparte verzeichnet minus 20 Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Prognosen für die kommende Wintersaison sind dennoch optimistisch. Ein Fünftel der Unternehmen rechnet mit günstigeren und weitere zwei Drittel mit gleich gut bleibenden Geschäften.

Hintergrund:

Die Landesarbeitsgemeinschaft der beiden Industrie- und Handelskammern in Sachsen-Anhalt (LAG) besteht seit 1997 und vertritt die Interessen von rund 110.000 Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in Sachsen-Anhalt. Die Landesarbeitsgemeinschaft führt Umfragen unter ihren Mitgliedsunternehmen durch, erarbeitet fachliche Stellungnahmen und vertritt das Gesamtinteresse der Unternehmen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Die ausführlichen Ergebnisse dieser LAG-Umfrage stehen auf den Internetseiten der IHKn unter www.halle.ihk.de und www.magdeburg.ihk.de zum Download bereit.

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Brücken bauen im Ost-West-Handel

Seit über 25 Jahren ist die ENERTEC NORD GmbH Schwerin im Handel zwischen Ost- und Westeuropa tätig.

Als wir vor 27 Jahren das Übersetzungsunternehmen WORLD TEXT – zunächst mit dem Schwerpunkt auf osteuropäische Sprachen – gründeten, hatten wir viele Kunden, die in die eine oder andere Richtung Handel treiben wollten. Wir waren mehr als Dolmetscher und Übersetzer, haben auch geschäftliche Kontakte geknüpft, die notwendigen Begleitdokumente besorgt, Kunden ins „fremde Land“ begleitet. Dafür waren wir prädestiniert, denn die eine von uns, Natalia Jentzsch aus Kiew, hatte an der TU Dresden Textiltechnik studiert, die andere, die Rostockerin Kerstin Voigt, studierte in Minsk Philosophie und Soziologie und erwarb zusätzlich den Abschluss einer Russischlehrerin.

Aus diesen und den Nachwendeerfahrungen heraus gründeten wir unser erstes eigenes Außenhandelsunternehmen ImpexConsult Schwerin, aus dem einige Jahre später die Enertec Nord GmbH wurde. Unser erstes großes Geschäft war der Kauf von Ersatzteilen für riesige Bergbaumaschinen von einem SKET Magdeburg-Nachfolger, für die wir Interessenten in Belarus hatten.

Vertrauen ist die Geschäftsgrundlage für unser Unternehmen, denn westeuropäische Firmen haben häufig Bauchschmerzen, mit osteuropäischen Partnern zu arbeiten. Sie kennen die Marktregeln nicht und sind oft unsicher. Die Marktkultur ist anders. ENERTEC NORD ist eine Brücke zwischen diesen Welten, die man so beschreiben kann: Im Westen sind geschäftliche Beziehungen kaum privater Natur, im Osten dagegen ist ein freundschaftliches Verhältnis die Voraussetzung für Geschäfte. Im Westen ist sehr viel reguliert, die gesetzlichen Rahmen sehr eng. In manchen Regionen Osteuropas gibt es solche Regularien noch nicht oder sie sind veraltet. Das macht Improvisationen nötig. Beides ist nicht einfach auf einen Nenner zu bringen. Wenn auch das Verständnis füreinander nur sehr langsam wächst, so stellen wir doch schon Veränderungen fest: Während wir anfangs nur exportiert haben, überwiegen heute die Importe.

Die ENERTEC NORD GmbH betrachtet sich als Logistikzentrum von in beide Richtungen arbeitenden Geschäftspartnern. Zum unserem Kundenkreis gehören sowohl Unternehmen aus Russland, der Ukraine und Belarus, die Interesse an Investitionsgütern, Waren und Dienstleistungen des deutschen Marktes haben oder auf diesem ihre Produkte absetzen möchten, als auch deutsche Unternehmen, denen es wichtig ist, einen kompetenten und zuverlässigen Partner für die Belange des entsprechenden osteuropäischen Marktes zu haben. Wir unterstützen sie beim Absatz und Vertrieb ihrer hochwertigen Produkte auf den osteuropäischen bzw. deutschen Märkten sowie beim Einkauf von Anlagen, Maschinen und Ersatzteilen bis hin zu Verbrauchsgütern und Materialien.

Im Verlauf der Firmengeschichte handelten wir auch mit Massivholzplatten aus der Ukraine für deutsche Möbel- und Treppenbauer oder mit Holzpellets für Industrieheizzwecke, importiert aus Belarus via Litauen nach Westeuropa per Schiff. Heute wären diese Handelsgeschäfte gar nicht mehr möglich. Die Verordnung (EU) Nr. 995/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Oktober 2010 über die Verpflichtungen von Marktteilnehmern, die Holz und Holzerzeugnisse in Verkehr bringen (sog. Holzhandelsverordnung), ist so gespickt von engmaschigen Kontroll- und Nachweis- sowie Dokumentationsvorschriften, dass sich kleine Unternehmen diesen Aufwand nicht mehr leisten können. Zumal – lt. Auskunft von Prüfern der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung – der Korruptionsindex der Ukraine so hoch sei, dass man selbst von höchsten ukrainischen Stellen unterschriebenen Nachweisen eines legalen Holzeinschlags nicht glauben würde.

Unser aktuell wichtigster Handelspartner ist die Firma ENRAN, der größte Möbelhersteller und Objekteinrichter der Ukraine. Die Geschäftsbeziehung reicht bis ins Jahr 1993 zurück. So belieferten wir 15 Jahre lang deren Fensterproduktion, kauften alle notwendigen Maschinen, Profile, Beschläge, Ersatzteile etc. bei westeuropäischen Herstellern ein und verkauften sie an das ukrainische Unternehmen. Aus diesem Betrieb ist heute ein weltweit agierender Ausstatter von Büros, Shops, Hotels oder Flughäfen geworden, der die für die Möbelproduktion notwendigen Holzplatten, Furniere usw. aus bereits in der EU in Verkehr gebrachten Holzteilerzeugnissen herstellt. Damit ist ENERTEC NORD kein Marktteilnehmer i. S. v. Art 2 Buchstabe c) der Verordnung (EU) Nr. 995/2010. Seit dem 15.11.2018 haben wir dies schwarz auf weiß bescheinigt.

Obwohl die Möbel sehr hochwertig sind, haben wir immer wieder mit dem Vorurteil zu kämpfen, aus der Ukraine, aus Osteuropa käme doch nur minderwertige Ware. Mit unserer Arbeit wollen und können wir genau das Gegenteil beweisen.

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Wenn sensible Daten in Geiselhaft geraten

Ransomware ist nach wie vor ein beliebtes Mittel der Cyberkriminalität. Wem drohen rechtliche Konsequenzen aus dem entstandenen Schaden? Sophos klärt auf.

Verschlüsselung von Daten ist für die Sicherheit von sensiblen und personenbezogenen Informationen die beste Lösung zum Schutz. Im Falle eines zunehmend beliebten und ganz perfiden Cyberkriminellen-Szenarios ist sie dagegen die Bedrohung: Ransomware. Von Cyberkriminellen perfide ins Unternehmen geschleust, entfaltet Ransomware seine schädliche Wirkung. Sofort beginnt die Ransomware Dateien auf dem Rechner oder Server inklusive der vorhandenen Backups zu verschlüsseln. Die Unternehmensdaten werden quasi in Geiselhaft genommen. Gegen die Zahlung eines Lösegelds versprechen die Kriminellen, die Daten wieder zu entschlüsseln. Der Schaden für den Zeitraum, in dem die Daten nicht zugänglich sind, kann je nachdem, um welche Branche und Art der Daten es sich handelt, verheerend sein: Prozesse könnten eingefroren werden, Termine und Lieferungen platzen, Löhne nicht ausgezahlt, lebenswichtige Behandlungen nicht fortgeführt werden. Die Liste ließe sich endlos weiterführen.

Aus technischer Sicht sind die nächsten Schritte in einem solchen Fall klar: Aufgrund der eingeschleusten Ransomware müssen die betroffenen Systeme isoliert und im nächsten Schritt gesäubert werden. Im folgenden Schritt gilt es, die Daten wieder verfügbar zu machen. Rechtlich mag es komplizierter aussehen. Ein Kunde kann grundsätzlich etwa wegen nicht eingehaltener Liefertermine vom Vertrag zurücktreten und im Voraus gezahlte Beträge zurückfordern. Zudem kann er Schadensersatz wegen Nichterfüllung der vereinbarten Leistung verlangen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Kunde durch die späte Lieferung selbst einen Schaden nachweisen kann.

Und nicht nur das Unternehmen, durch das der Schaden ausgelöst wird, sondern auch der Unglücksrabe aus der Belegschaft, der beispielsweise eine schadhafte E-Mail geöffnet hat, kann unter Umständen mit Haftungsansprüchen konfrontiert werden.

Die Rechtslage: Konsequenzen für den Arbeitgeber und den Mitarbeiter

Schäden durch Ransomware (Verzögerungen in der Lieferung etc.) können sowohl für das verursachende Unternehmen als auch für den einzelnen Mitarbeiter, der etwa fahrlässig (was der Arbeitgeber im Bestreitensfall nachweisen muss) eine E-Mail geöffnet und damit den Schaden für seinen Arbeitgeber verursacht hat, erhebliche rechtliche Folgen haben. Können geschädigte Kunden den Eintritt des Schadens beweisen und dessen Höhe beziffern und wurde vertraglich nicht etwas Abweichendes vereinbart, dann sind sie in der Lage, vom schädigenden Unternehmen Schadensersatz zu fordern. Auch dem verursachenden Mitarbeiter drohen dann erhebliche Haftungsrisiken.

War der betreffende Mitarbeiter zuvor durch seinen Arbeitgeber nachweislich und hinreichend über die Gefahren sowie den Umgang mit den Daten belehrt worden, könnte ihm folgende Situation drohen: Im Rahmen des sogenannten innerbetrieblichen Schadensausgleichs kann sich der Arbeitgeber den Betrag des Schadensersatzes, den er an einen geschädigten Kunden zu zahlen hatte, von seinem Mitarbeiter zurückfordern. Dies gilt aber nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts uneingeschränkt dann, wenn der Mitarbeiter vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Im Falle der sogenannten mittleren Fahrlässigkeit setzt das Gericht im Streitfall eine sogenannte Haftungsquote nach billigem Ermessen fest, nach der bestimmt wird, zu welchen Anteilen der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber den Schaden tragen müssen. Hierbei werden sämtliche Umstände des Einzelfalles, wie etwa das Maß des Verschuldens, als auch das Einkommen aufseiten des Arbeitnehmers, berücksichtigt.

Damit trägt der Arbeitgeber letztlich dennoch das Hauptrisiko, denn selbst, wenn das Gericht den Mitarbeiter wegen vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Schädigung verurteilt, seinem Arbeitgeber den Schadensbetrag zurückzuzahlen, ist kaum davon auszugehen, dass dieser die volle Summe erhalten wird.

„Ein Schadenfall in Millionenhöhe wird von einem Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Verdienst kaum realisierbar sein. Da hilft auch ein gerichtlich erwirkter Titel nicht weiter,“ so Rechtsanwalt Sebastian Müller aus Magdeburg. Dennoch wird ein Fehlverhalten sicher nicht ohne weitere Konsequenzen für den Mitarbeiter bleiben, da neben finanziellen Haftungsrisiken auch arbeitsrechtliche Konsequenzen, wie Abmahnung und Kündigung drohen.“

Sensibilisierung und Eigenverantwortung auch von Mitarbeitern

Unternehmen stehen in der Pflicht, ihre eigenen Daten wie auch die Daten von Dritten zu schützen. Dies gilt seit der Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) umso mehr. Unternehmen müssen in jedem Fall sogenannte technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) zur Gewährleistung des Schutzes personenbezogener Daten durchführen. Entsprechende technische Lösungen für die Datensicherheit sind daher obligatorisch. Zu den organisatorischen Maßnahmen gehört hingegen das Schulen von Mitarbeitern und Implementieren von Sicherheitsrichtlinien innerhalb des Unternehmens.

Viele Unternehmer sind sich auch nach Inkrafttreten der EU-DSGVO ihrer Rolle als verantwortliche Stelle für die Datenverarbeitung nicht bewusst. Ein Schadensfall, bei dem Daten unrechtmäßig verarbeitet werden, indem sie insbesondere in Hände von Kriminellen kommen, stellt eine Verletzung des Grundsatzes der Datenintegrität dar und kann mit empfindlichen Bußgeldern in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweit erzielten Umsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr sanktioniert werden. Hierbei ist auch zu beachten, dass der Unternehmer auch für das Verschulden seiner eigenen Arbeitnehmer haftet, da er insoweit die verantwortliche Stelle im Sinne der EU-DSGVO darstellt.

Es ist daher unerlässlich, auch an die Mitarbeiter zu appellieren: Lieber einmal mehr nachfragen, Schulungen einfordern und wahrnehmen und sich vielleicht auch zusätzlich zu informieren kann jedem Einzelnen dabei helfen, die Gefahr eines Fehlers und die Haftbarkeit aller Beteiligten auf ein vertretbares Minimum zu reduzieren.

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