Anforderungen an moderne Montageanlagen

Das Jahr 1908 war sowohl für den motorisierten Personenverkehr wie auch für die industrielle Montage eines der historisch bedeutendsten Jahre. Die Ford Motor Company brachte mit dem Modell T erstmals ein Automobil auf den Markt, das in großen Stückzahlen zu einem bezahlbaren Preis gefertigt werden konnte. Damit war nicht nur das Zeitalter des massentauglichen Individualverkehrs geboren, sondern durch die erstmalige Fließmontage wurde auch der Startschuss für die industrielle Serienproduktion im Automobilbau gelegt. Durch die voranschreitende Rationalisierung – unter anderem in Form hochgradiger Arbeitsteilung – wurde die Montage zunehmend effizient genug, um später bereits bis zu 9000 Autos täglich zu produzieren.

Trotz enormer Leistungssteigerung ist das Grundprinzip für manuelle Montagearbeiten im Wesentlichen erhalten geblieben. Erst die zunehmende Automatisierung und die Digitalisierung haben die Produktmontage schließlich revolutionär beeinflusst. Vollautomatische Anlagen werden heute dank intelligenter, Industrie 4.0 fähiger Hard- und Softwarekomponenten ferngesteuert betrieben und sind mit korrelierenden Systemen, etwa aus der Zuführtechnik, vernetzt. So wird ein Bauteil in die Montageanlage befördert und positioniert, während gleichzeitig bereits Verbindungselemente wie Schrauben oder Muttern lagerichtig sortiert, vereinzelt und direkt in das Schraubwerkzeug eingespeist werden – und das alles in nur wenigen Augenblicken. Relevanzänderungen von aktuellen und zukünftigen Einflussfaktoren oder immer neue Anforderungen zwingen die Branche dennoch unaufhörlich zu weiterem Fortschritt.

Einer dieser mittlerweile höchst relevanten Gesichtspunkte ist die voranschreitende Miniaturisierung. Moderne Prozessoren mit wenigen Quadratmillimetern Größe werden heute mit mehreren Milliarden Transistoren bestückt. Bei solch kleinen Strukturen im Nanometerbereich wirken die meisten Schmutzpartikel vergleichsweise riesig und können, je nach Anwendung, eine bedeutende Gefahr darstellen. Zum Beispiel können bei elektronischen Baugruppen bereits kleinste leitfähige Partikel zu Kurzschlüssen führen. Der Einsatz neuer, leistungsstärkerer Materialien verstärkt diesen Effekt zusätzlich, da ausgerechnet die Partikel von Werkstoffen, wie kohlefaserverstärkte Kunststoffe, leitfähig sind. Unter anderem deshalb nimmt die Bedeutung der Technischen Sauberkeit im Zuge der Miniaturisierung zu.

Im Bereich der automatisierten Schraub- und Zuführtechnik gehört DEPRAG SCHULZ GmbH aus Amberg zu den marktführenden Unternehmen. Der fortwährende Drang nach Evolution und Innovation, verbunden mit der Entwicklung intelligenter und effizienter Systemlösungen, ist deren Rezept für langfristigen Erfolg. So hat DEPRAG Schulz GmbH für die Anforderungen der Technischen Sauberkeit in der Zuführtechnik das durchgängige CleanFeed-Konzept mit spezifischen CleanFeed-Komponenten entwickelt. Es besteht unter anderem aus Elementen zur abriebarmen Teilezuführung, um die Entstehung schädlicher Partikel bereits von vornherein zu minimieren. Abriebarme Hubschienenförderer sortieren, vereinzeln und befördern Verbindungselemente beispielsweise besonders schonend. Dabei ermittelt das Gerät die Anzahl der notwendigen Hubbewegungen dank Sensorsteuerung automatisch, da jede überflüssige Hubbewegung auch unerwünschten Abrieb verursachen kann. Darüber hinaus helfen Bandbunker, die Anzahl der Verbindungselemente im Zuführsystem stets niedrig zu halten, da weniger Schrauben natürlich auch weniger Verunreinigungen erzeugen. Da die Partikelentstehung trotzdem nicht ausgeschlossen werden kann, sind Absaugsysteme eine effektive Möglichkeit, um Sauberraumbedingungen zu erreichen. Der „Particle Killer“ von DEPRAG saugt Schmutzpartikel bereits vor der Verschraubung gezielt ab und schleust diese über einen Filter aus. Das DEPRAG SFM-V Vakuumschraubmodul hingegen saugt den Restschmutz direkt beim Zustellen des Schraubers über zusätzliche Vakuumquellen ab. Neben Hardwareanpassungen wird die Partikelkontamination außerdem mittels intelligenter Steuerungsanpassungen – wie etwa eine Drehzahlverringerung während der Klingeneinführung in den Schraubenkopf – reduziert, was gleichzeitig in einer effizienteren Werkzeugbelastung resultiert.

Über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg war Effizienz seit jeher ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit von Montageanlagen. So bietet DEPRAG mit dem Vibrationswendelförderer eacy feed ein besonders effizientes Antriebskonzept. Steuerung und Antrieb dieses verbrauchsarmen Förderers basieren auf einer Stromversorgung mit 24 V/DC. Dies ist ausreichend, um mittels Schwingmagneten den Fördertopf in seine periodische Schwingbewegung zu setzen und dabei eine Energieeinsparung von ca. 80% zu erreichen. Durch den Einsatz eines Weitspannungsnetzteils kann das Gerät weltweit ohne Umrüstung verwendet werden. Die intelligente Steuerung PFC100 ermöglicht darüber hinaus individuelle Einstellungen ohne zeitaufwändige, mechanische Eingriffe. Wenn die Montage bis zu einem möglichst hohen Grad automatisiert werden soll, die Stückzahl jedoch keine vollautomatische Zuführung rechtfertigt, bieten sich Schraubengeber als günstige, kompakte und schnell implementierbare Lösung an. Schraubengeber lassen sich mit wenigen Griffen auf die benötigte Schraubengröße umrüsten, fördern besonders schonend, sind handgeführt und stationär einsetzbar und können dank der integrierten Steuerung völlig autark betrieben werden.

Das globale Marktgeschehen ist heute dynamischer denn je. Neue Produkte kommen in immer kürzeren Abständen auf den Markt oder die kapazitive Zukunft von Produkten ist nicht eindeutig planbar. So sind im Bereich der E-Mobilität mangelnde Erfahrungswerte und Unsicherheiten in der Stückzahlplanung allgegenwärtig. Dieser Umstand fordert möglichst flexible Lösungen mit geringer Reaktionszeit, wie es beispielsweise in hybriden Montagesystemen – durch die Verkettung von manuellen und automatisierten Prozessen – der Fall ist. So kann die Produktion durch die Implementierung von intelligenten Handarbeitsplätzen nach Bedarf erweitert werden, ohne an Prozesssicherheit einzubüßen. Der Werker wird dabei Schritt für Schritt durch die Schraubaufgabe geführt. Dank der Sensortechnik aktiviert das System für jede Schraubposition die richtigen Parameter, gibt Verbindungselemente frei, weist auf bevorstehende Aufgaben hin und wertet die Ergebnisse aus. Per Pick-and-Place Verfahren greift der Werker schließlich die Verbindungselemente und bekommt punktgenau vorgegeben, an welcher Stelle geschraubt werden muss. Damit bleibt die Montage flexibel und dennoch prozesssicher. Eine der größten Herausforderungen von hybriden Montagesystemen ist jedoch die Kopplung von Mensch und Maschine, die nicht konstant in gleicher Geschwindigkeit arbeiten. Die Lösung hierfür sind Pufferzonen, etwa durch intelligente Linearförderer. Mit ihnen können größere Distanzen überbrückt sowie der Teilestrom gesteuert werden. Je nach Bedarf stellen die Förderer Teilepuffer bereit oder ziehen den Teilestrom funktional auseinander. Als weitere Maßnahme für höchste Flexibilität bietet sich die Nutzung modularer Anlagenkonzepte mit standardisierten Komponenten an. DEPRAG führt ein vollumfängliches Modulportfolio aus sensorgesteuerten Schraubern, Zuführsystemen, Steuerungen etc. aus einer Hand. Diese einzelnen Module sind bereits aufeinander abgestimmt und müssen nicht erst aufwändig aneinander angepasst werden, wodurch sich der Individualaufwand pro Anlage auf ein Mindestmaß reduziert. Durch die hohe Flexibilität können Montageanlagen zügig an die jeweilige Marktsituation angepasst werden, Planungsunsicherheiten kann entgegengewirkt und auf gewünschte Anforderungen reagiert werden.

Schon Henry Ford hatte intelligente und effiziente Ideen, um seine Produktion so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten. So produzierte sein Unternehmen zehn Jahre lang nur schwarze Karosserieteile oder verpflichtete Zulieferer zu maßgenauen Versandkisten aus Holz, deren Bretter anschließend für den Fahrzeugbau genutzt wurden. Solche Maßnahmen sind heute zwar nicht mehr zeitgemäß, doch der Drang nach Effizienz und intelligenten Systemlösungen bleibt weiterhin ungebrochen. Montageanlagen sind komplexe, perfekt ineinander greifende Systeme aus einer Vielzahl von Komponenten. Eine Systemstörung in der Zuführtechnik kann daher eine Verschiebung von großen Teilen der Wertschöpfungskette verursachen und somit zu weitreichenden finanziellen und organisatorischen Schäden führen. Mit einem breit gefächerten Komponentenportfolio für verschiedenste Anforderungen bietet DEPRAG Schulz GmbH flexible und prozesssichere Optionen, um Montagesysteme mit hoher Rentabilität zu realisieren.

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P&R Gläubigerversammlung: Anleger können nur auf Rückzahlung hoffen – Anfechtung weiter offen

Mehr als 2.500 Gläubiger besuchten die erste von insgesamt vier Gläubigerversammlungen (Berichtstermin) für die insolventen deutschen P&R Gesellschaften. Dazu kamen in die Münchner Olympiahalle weitere 7.723 Anwälte, darunter auch Sascha Borowski von Buchalik Brömmekamp. Viel Neues konnte Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé den geschädigten Anlegern nicht mitteilen, und bei der Höhe der Verluste blieb er sehr vage. Dennoch soll 2020 eine erste Abschlagszahlung an die Investoren erfolgen.

Laut Jaffé bestand die drohende Zahlungsunfähigkeit bereits seit 2010. Schon damals reichten die Erlöse aus der Vermietung der Containerflotte nicht mehr aus, um die Mietansprüche der Anleger zu bedienen. Die fälligen Zahlungen an die Investoren wurden mit neu eingeworbenen Geldern finanziert. Das Schneeballsystem brach dann infolge der Insolvenz des Wettbewerbers Magellan in den Jahren 2016 und 2017 sowie der Prospektpflicht ein, da kaum Neukunden gewonnen werden konnten. Als die Liquidität im März 2018 aufgebraucht war, stellten die P&R Gesellschaften die Insolvenzanträge.

P&R hatte rund 3,5 Milliarden Euro eingesammelt und sollte rund 1,6 Mio. Container dafür kaufen. Vorhanden sind allerdings nur rund 630.000 Boxen. Die Münchner Staatsanwaltschaft, die P&R-Firmengründer Heinz R. im September wegen Betrugsverdachts in Untersuchungshaft nehmen ließ, schätzt den Schaden auf 1,5 bis zwei Milliarden Euro. Schadensersatzansprüche gegen die Geschäftsführer will Jaffé durchsetzen. Er sieht jedoch keine nennenswerten Zuflüsse in die Insolvenzmasse.

Der Insolvenzverwalter versucht, die Vermietung der vorhandenen Container, die vom schweizerischen Zug aus an Reedereien und Leasingfirmen erfolgt, weiterzuführen. Die Boxen sollen erst nach und nach verkauft werden. Bis 2021 könnten damit 560 Millionen Euro erwirtschaftet werden, sofern die schweizerische P&R-Gesellschaft nicht selbst in die Insolvenz rutscht und die Vermietung und Verwertung ungestört weiterläuft.

Einen übereilten Verkauf der Container schließt Jaffé derzeit aus. „Erste Abschlagszahlungen können jedoch erst erfolgen, wenn entsprechende Mittel generiert wurden und Rechtssicherheit auch über die festgestellten Forderungen hergestellt ist. Ziel ist es, möglichst zügig die Voraussetzungen für eine erste Abschlagsverteilung an die Gläubiger zu schaffen“, so der Verwalter. Ein Großteil der Anleger ist mehr als 70 Jahre alt und er wisse um die berechtigten Erwartungen der Anleger auf Zahlungen innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens. Erste Zahlung an die Gläubiger wären im Jahr 2020 möglich. Über die Höhe schwieg Jaffé, der wie auch der Gläubigerausschuss in der Gläubigerversammlung bestätigt wurde.

Brisant bleibt für die Anleger die Frage, ob der Insolvenzverwalter die gezahlten Mieten und Rückkaufszahlungen für Container im Rahmen der Anfechtung zurückfordert. Betroffen wären alle Zahlungen, die früher als vier Jahre vor Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorgenommen wurden. Das Anfechtungsvolumen dürfte mehrere Milliarden Euro betragen. Die Gläubiger müssen zudem die Kosten für die Durchsetzung der Anfechtungsansprüche tragen. Hier könnten allein die damit beschäftigten Anwälte mehrere 100 Millionen Euro verschlingen. Auf der Gläubigerversammlung wollte sich Jaffé trotz intensiver Nachfragen zur Anfechtung nicht zu den Rückforderungen äußern. Wie in anderen Fällen bereiten die Verwalter die Ansprüche lieber von langer Hand vor. Jaffé kann sich dafür bis zur Verjährung im Jahr 2021 Zeit lassen.

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ASC Public Cloud geht an den Start

Die ASC Technologies AG bietet ab sofort ihr gesamtes Portfolio mit innovativen Lösungen für die Aufzeichnung, die Analyse und das Qualitätsmanagement von Unternehmenskommunikation in einer eigenen Public Cloud an – der ASC neo cloud. Die Cloud-Services gewährleisten Anwendern hohe Verfügbarkeit, größtmögliche Flexibilität bei geringen Investitionskosten und schneller Implementierung.

„Die ASC neo cloud ist die perfekte Lösung für Unternehmen jeder Größe – vom kleinen Mittelständler bis hin zum Großkonzern“, sagt Dr. Gerald Kromer, Chief Executive Officer von ASC. „Wir schaffen einen Mehrwert für unsere Kunden, indem wir ihnen Lösungen aus der Cloud bieten, die flexibel skalierbar, einfach bedienbar und ausfallsicher sind.“ Kunden profitieren ganz entscheidend vom Einsatz der Cloud Services: Sie nutzen und bezahlen die Dienste nur dann, wenn sie diese benötigen. Teure IT-Investitionen und hohe Administrationsaufwände gehören der Vergangenheit an – geringe „Total Cost of Ownership“ sind ein klarer Vorteil gegenüber klassischen On-Premise-Lösungen.

Bereits vor einigen Jahren hat ASC sich darauf ausgerichtet, sein Lösungsportfolio als Services aus der Cloud anzubieten – zunächst über Partner-Clouds und jetzt auch über die eigene neo cloud. Die Analysten von Gartner liefern die Zahlen zu dieser Strategie: Einer Studie zufolge wächst der Cloud-Telefonie-Markt in den kommenden drei Jahren um knapp 16 Prozent während die Investitionen in klassische Telefonanlagen um rund 10 Prozent rückläufig sind – eine tiefgreifende Veränderung. Der weltweite Markt für Cloud-Lösungen insgesamt soll im gleichen Zeitraum von knapp 190 Milliarden US Dollar auf über 300 Milliarden US Dollar wachsen.

Die Cloud Services der ASC neo cloud ermöglichen die Erfassung, Speicherung und Archivierung der kompletten Unternehmenskommunikation nach vorgegeben Sicherheitsstandards über alle Kanäle – Telefonie, Chat, SMS, Video und Screen – hinweg. So unterstützt die cloudbasierte Aufzeichnungslösung ihre Kunden bei der Einhaltung von Compliance-Vorgaben und gesetzlichen Richtlinien wie MiFID II und DSGVO. In Verbindung mit leistungsfähigen Analysefunktionen erhalten Unternehmen ein wichtiges Tool für Business Intelligence, zielgerichtete Service-Optimierung, Qualifizierung von Mitarbeitern sowie zur Steigerung der Kundenzufriedenheit.

Die ASC neo cloud bietet aufgrund ihrer ausgereiften Multimandantenfähigkeit höchste Datensicherheit: Der Zugriff und die Speicherung von Daten sind strikt nach Mandanten getrennt, sodass die Services nicht nur europäischen Datenschutz-Standards entsprechen, sondern auch in sensiblen Bereichen mit besonders hohen Anforderungen – wie in Banken – eingesetzt werden. Bereitgestellt werden die Services über die Plattform Microsoft Azure. Der Vertrieb der ASC neo cloud erfolgt weltweit über ein dichtes Netz an Businesspartnern.

Für mehr Informationen über das Portfolio von ASC besuchen Sie bitte www.asc.de.

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Wie sich Telekommunikationsanbieter im 15 Milliarden Dollar-Markt für Künstliche Intelligenz behaupten können

Die (R)evolution der Künstlichen Intelligenz ist in vollem Gange. Verbesserte maschinelle Lernverfahren, welche den wirtschaftlich bedeutendsten Teilbereich der KI-Technologie darstellen, ermöglichen Unternehmen den Zugang zu bisher verborgenen Erkenntnissen und deren Operationalisierung.

Die zunehmende Datenverfügbarkeit und höhere Rechenleistung fördern diese Entwicklung und ermöglichen es, effizientere Methoden einzusetzen, um Daten zu niedrigeren Kosten zu verarbeiten. Telekommunikationsanbieter befinden sich in einer guten Ausgangsposition, um von dieser Revolution zu profitieren, indem sie ihre eigenen unternehmerischen Aktivitäten optimieren und als „technische“ KI-Plattform für andere Branchen fungieren, die bis 2021 voraussichtlich jährlich ca. 15 Milliarden Dollar für den KI-Geschäftsbetrieb ausgeben werden.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse eines neuen Whitepapers, das Solon Management Consulting veröffentlicht hat. Es zeigt das enorme Potenzial für Telekommunikationsunternehmen, eine zentrale Rolle im KI-Markt zu spielen.

Mirko René Gramatke, Geschäftsführer bei Solon und Leiter der ‚technologiegestützten Business Innovation-Aktivitäten‘ des Unternehmens, sagt: „Angesichts der Herausforderungen bei der Diversifizierung weg vom reinen Telekommunikationsgeschäft, raten wir zu einem inkrementellen Ansatz, der es den Telcos ermöglicht, ihre KI-Fähigkeiten zu erweitern, ohne übermäßig viel Kapital zu binden. Die Umsetzung dieser Veränderungen, die zu einer signifikanten Margenerhöhung führen können, dauert in der Regel nicht allzu lang, da sie auf Vermögenswerten basiert, über die erfolgreiche Telekommunikationsanbieter bereits verfügen: Datenverfügbarkeit, Analyse-Know-how, eine starke Vertriebsorganisation und ein ergebnisorientiertes Management.“

Die Autoren skizzieren die ersten Schritte, die Telekommunikationsunternehmen einleiten müssen, um ihren Anteil an diesem stark wachsenden Markt einzufordern. Sie beschreiben vier Anwendungsfälle mit hoher Priorität für die KI-basierte Netzausbauplanung, die kundenorientierte Netzoptimierung, Optimierung des Marketings sowie die Vertriebssteuerung basierend auf KI/ fortschrittlichen Analysetechniken.

Das Whitepaper “How telcos can play a central role in the $15 billion AI market starting with 4 key use cases” steht auf Englisch zum Download zur Verfügung: www.solonstrategy.com.

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Appell an die Bundesregierung

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben die EEG-Umlage für das Jahr 2019 veröffentlicht. Sie beträgt 6,405 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) und ist damit 5,7 Prozent niedriger als im Vorjahr, hier hatte die Umlage die Höhe von 6,792 Cent pro Kilowattstunde.

Die ÜNB erheben die Umlage nach den gesetzlichen Vorgaben des EEG aufgrund der Prognose der für 2019 zu erwartenden Einspeisung aus regenerativen Stromerzeugungsanlagen sowie des prognostizierten Stromverbrauchs. Für 2019 ergeben die Berechnungen einen Umlagebetrag von 22,59 Milliarden Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr wird eine weitere Zunahme von Strom aus regenerativen Anlagen um ca. 13 TWh auf etwa 217 TWh prognostiziert.

„Dass die EEG-Umlage sinken wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Martin Sabel, Geschäftsführer des BWP. „Jedoch wird der Strompreis von vielen staatlich indizierten Bestandteilen, Umlagen und Entgelten in die Höhe getrieben. Sie machen inzwischen etwa 75 Prozent des Wärmepumpenstrompreises aus. Die sinkende EEG-Umlage wird voraussichtlich durch die steigende Offshore-Netzumlage überkompensiert. Das derzeitige Finanzierungsmodell der Energiewende, das alle Kosten per Umlage auf den Stromverbraucher abwälzt, stößt offensichtlich an seine Grenzen.“

Grundlegende Maßnahmen sind dringend erforderlich, will man, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, das Klimaziel für 2030 „auf jeden Fall“ erreichen. 

„Deshalb fordern wir erstens, die besondere Ausgleichsregelung für stromintensive Industriebetriebe zukünftig über den Bundeshaushalt zu finanzieren und zweitens, die Stromsteuer abzuschaffen“, so Sabel.

Das BWP/BDH-Positionspapier zu Sektorkopplung und Strompreis und finden Sie hier.

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IMAP berät Invision beim Verkauf von Kraft & Bauer an die DBAG

IMAP hat den Schweizer Finanzinvestor Invision beim Verkauf an die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) beraten. Die DBAG wird gemeinsam mit dem DBAG Fund VII die Mehrheit an dem führenden Anbieter von Brandschutzsystemen für Werkzeugmaschinen halten; die Familie des Gründers Klaus Bauer und der Geschäftsführer Frank Foddi bleiben an dem Unternehmen beteiligt. Der Vollzug des Kaufvertrags ist für das kommende Quartal vorgesehen; die zuständigen Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Kraft & Bauer entwickelt, produziert und installiert Brandschutzsysteme für rund 800 verschiedene Werkzeugmaschinentypen. Dabei liegt der Fokus auf Mikroprozessor-gesteuerten Löschanlagen, die sensorbasiert einen Brand erkennen und den Löschvorgang einleiten. Die Brandschutzsysteme werden entweder durch Mitarbeiter von Kraft & Bauer direkt an der Maschine installiert oder als Bausatz an den Hersteller der Maschine verkauft. Kraft & Bauer beschäftigt rund 80 Mitarbeiter am Stammsitz in Holzgerlingen (Baden-Württemberg), in einem Werk in Bannwil (Schweiz) sowie an 13 Servicestandorten in Deutschland, der Schweiz und Italien. Etwa 30 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Service-Geschäft.

Die börsennotierte Deutsche Beteiligungs AG initiiert und berät geschlossene Private- Equity-Fonds und investiert an der Seite der DBAG-Fonds in gut positionierte mittelständische Unternehmen mit Entwicklungspotenzial. Das von vom DBAG-Konzern verwaltete und beratene Kapital beträgt rund 1,8 Milliarden Euro.

Dr. Carsten Lehmann, Philipp Noack und Atanas Petkov von IMAP haben die Verkäufer exklusiv beraten und dabei unterstützt, die Transaktion im Rahmen eines kompetitiven Prozesses zu strukturieren, zu verhandeln und abzuschließen.

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Nuvias schließt sich mit Sinefa zusammen und stellt Real-Time Network Traffic Intelligence für EMEA bereit

Der EMEA-weit agierende Value Added Distributor Nuvias hat seine Advanced Networking Practice durch einen Distributionsvertrag mit dem Hersteller Sinefa weiter ausgebaut. Sinefa bietet innovative Lösungen für das Netzwerkmanagement an, die durch Real-Time Network Traffic Intelligence unterstützt werden. Darüber hinaus unterstützt Sinefa Unternehmen dabei, ihre digitale Transformation durch überragende Application Performance und eine zuverlässige User Experience zu stärken.

Diese Vereinbarung beschleunigt Sinefas Expansion in EMEA und stellt eine wichtige Ergänzung für das Advanced Networking Portfolio von Nuvias dar, das bereits wichtige Anbieter wie Juniper Networks, Nokia, Nuage und Riverbed umfasst.

Die Cloud-native Architektur von Sinefa ermöglicht einen umfassenden und agnostischen Traffic-Überblick über bestehende WANs, Branch/Edge-, Software-definierte, NFV-, Cloud-, Multi-Cloud- und Multi-Tenant-Umgebungen. Die einfache Bereitstellung und die benutzerfreundlichen Dashboards bieten sofortige Kundentransparenz, Analyse und Netzwerkkontrolle.

"Die eingeschränkte Netzwerksichtbarkeit ist für viele Unternehmen, die ein differenziertes digitales Erlebnis anstreben, eine erhebliche Erfolgsbremse", so Con Nikolouzakis, CEO von Sinefa. "Für die effektive digitale Transformation ist ein Hochleistungsnetzwerk erforderlich, das mit große Datenmengen, Komplexität und Änderungen umgehen kann.Unsere Partnerschaft mit Nuvias wird eine Schlüsselrolle bei der Nutzung dieser Multi-Milliarden-Dollar-Chance in den EMEA-Märkten spielen. Nuvias weist eine starke Erfolgsbilanz auf, was die Bereitstellung von Advanced Networking-Lösungen mit klarem Business-ROI angeht. Das Unternehmen ist daher ein hervorragender Partner für Sinefa."

"Sinefa bietet unseren Resellern die Möglichkeit, den Endkunden eine sofortige und hundertprozentige Transparenz über das Netzwerk, von jedem Standort aus, bereitzustellen. So kann die Produktivität gesteigert und die Netzwerkkosten gesenkt werden", so Hanspeter Eiselt, CMO der Nuvias Group. "Sinefa ist eine überzeugende Lösung für jedes Unternehmen, das eine erschwingliche Möglichkeit zur Messung und Verbesserung der Netzwerk- und Applikations-performance, als Teil der digitalen Transformationsstrategie, sucht."

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TÜV SÜD: Mängelquote bei Omnibussen sinkt

Busfahren ist sicher und beliebt: Rund 5,7 Milliarden Passagiere waren 2017 mit deutschen Bussen unterwegs. Das Sicherheitsniveau hat sich in den vergangenen Jahren auch dank zahlreicher neuer Sicherheitssysteme wie etwa Notbrems- und Spurhalteassistent, Feuerlöschanlage oder der Überrollfestigkeit weiter erhöht. Das zeigen die Ergebnisse des TÜV Bus-Reports 2018, der nun vom Verband der TÜV e.V. (VdTÜV) vorgestellt wurde. Demnach ist die durchschnittliche Quote der erheblichen Mängel seit dem letzten TÜV-Bus-Report 2015 um 3,2 Prozentpunkte auf jetzt 15,3 Prozent gesunken.

„Busse gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln in Deutschland“, sagt Jürgen Wolz, Leiter Operations bei der TÜV SÜD Auto Service GmbH. Dazu trägt nicht zuletzt die Hauptuntersuchung bei, die außerdem für eine größere Sensibilität seitens der Betreiber beim Thema Wartung sorgt.“ Busse ab acht Fahrgastplätzen müssen hierzulande alle zwölf Monate zur Hauptuntersuchung. Ab einem Jahr gibt es zusätzlich halbjährlich und ab dem dritten Jahr sogar vierteljährlich eine Sicherheitsprüfung. Die Hauptuntersuchung wird stets an die technologische Entwicklung angepasst. Seit Ende Mai 2018 gilt beispielsweise auf der Basis der europäischen Richtlinie 2014/45/EG die Mängelkategorie „gefährlicher Mangel“. Anders als bei der Einstufung „verkehrsunsicher“, bei der eine Meldung an die Zulassungsbehörde erfolgt, hat der Fahrzeughalter noch die Möglichkeit, die Mängel sofort zu beheben und innerhalb eines Monats zur Nachprüfung wiederzukommen.

Weniger Mängel

Blick auf die Ergebnisse des TÜV Bus-Reports 2018: Fast 85 Prozent der Fahrzeuge rollen ohne erhebliche Mängel über die Prüfgasse. Die Quote der erheblichen Mängel liegt bei 15,3 Prozent.
12,2 Prozent der Busse weisen lediglich geringe Mängel auf. Altersbedingt steigen die Mängelquoten an: Bei der ersten Hauptuntersuchung haben 5,3 Prozent der Fahrzeuge erhebliche Mängel, nach fünf Jahren 11,5 Prozent und nach zehn Jahren 17,3 Prozent. Zum Vergleich der Blick auf die Pkw: Satte
26,5 Prozent der Zehnjährigen müssen eine Werkstattrunde drehen, bevor es die Plakette gibt.

Leichte Verbesserungen

Eine insgesamt größere Sorgfalt bei Wartung sorgt beim Licht für einen leichten Rückgang der durchschnittlichen Quote bei den erheblichen Mängeln. Sorgenkind hier: die Rückstrahler mit einer durchschnittlichen Quote von 6,8 Prozent. Obwohl der Gesetzgeber Busfahrer gleich doppelt verpflichtet, das Fahrzeug vor Abfahrt zu kontrollieren – ganz allgemein für jeden Fahrzeugführer und zusätzlich durch die Erlaubnis zur Personbeförderung: Die Sorgfalt lässt mit zunehmender Entfernung zum Fahrerplatz nach. Dass also gerade die Rückstrahler besonders oft beanstandet werden, belegt weiteren Nachholbedarf bei der Sorgfalt gegenüber den passiven Lichteinrichtungen und untermauert die hohe Bedeutung der Kontrolle vor Fahrtantritt. „Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine engmaschige wiederkehrende technische Prüfung ist“, so Jürgen Wolz.

Große Verantwortung

TÜV SÜD-Fazit: Noch bessere Wartung, vor jeder Abfahrt ausführlicher Check, und: den Fahrern Zeit und Material zur Verfügung stellen wie beispielsweise für einen Lampentausch. Stehen Reparaturen an: sofort in die Werkstatt! „Beim Massenverkehrsmittel Bus mit hierzulande jährlich beinahe sechs Milliarden Passagieren haben alle Beteiligten – Betreiber, Werkstätten und Prüforganisationen – eine große Verantwortung“, unterstreicht Jürgen Wolz. Das gelte besonders auch vor dem Hintergrund, dass die Passagierzahlen auf der Langstrecke steigen.
„Der TÜV Bus-Report legt die Lupe auf die Technik und leistet damit einen wichtigen Beitrag für mehr Verkehrssicherheit“, so Wolz.

Sichergehen mit Zertifikat

Die neuesten Zahlen aus dem Bus-Report 2018 untermauern: Der Bus gehört zu den sichersten Verkehrsmitteln. Orientierung für Passagiere bietet zusätzlich das Zertifikat „Sicherheit im Busbetrieb“, das TÜV SÜD bereits seit Jahren vergibt. Bei der Zertifizierung stehen insbesondere Organisation, Fahrer und Fahrzeug im Fokus. Dabei geht es um die Einsatzpläne und Weiterbildung der Chauffeure ebenso wie um die regelmäßige Kontrolle der Sicherheitsausrüstung (Verbandskasten, Warnwesten etc.) oder den Umweltschutz im Betriebsablauf.

Weitere Informationen dazu unter www.sichererbusbetrieb.de

Den kompletten „Bus-Report 2018“ gibt es zum Herunterladen unter www.vdtuev.de

Datenbasis des TÜV Bus-Reports 2018 sind mehr als 50.000 Hauptuntersuchungen bei Reise-, Überland- und Linienbussen. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei 8,6 Jahren, die durchschnittliche Laufleistung bei 57.000 Kilometern. Als größter Fahrzeug-TÜV hat TÜV SÜD circa
40 Prozent der Datensätze bereitgestellt.

Weitere Infos zu TÜV SÜD unter www.tuev-sued.de.

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Wellness für Mitarbeiter

Mancher Arbeitgeber ist der Ansicht, ein ordentliches Gehalt reiche aus, um seine Mitarbeiter zu motivieren. Doch das stimmt nicht. Denn die Motivation von Mitarbeitern hängt mindestens genauso stark mit der Wertschätzung zusammen, die sie erfahren. Warum diese nicht mit Wellnessangeboten zum Ausdruck bringen? Diese haben nämlich einen doppelt positiven Effekt: Glückliche und entspannte Mitarbeiter arbeiten deutlich effektiver und sind dazu noch seltener krank.

Gute Arbeitsbedingungen: Das A und O für Mitarbeiter

Gute Arbeitsbedingungen sind das wichtigste Merkmal, wenn es um die Attraktivität eines Unternehmens geht. In der Gunst von Mitarbeitern liegen diese sogar noch vor der Entlohnung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Recruiting Trends 2018, die das Karriereportal Monster jährlich gemeinsam mit der Universität Bamberg veröffentlicht.

Die Ergebnisse der Erhebung deuten jedoch darauf hin, dass Arbeitgeber hier noch viel Spielraum haben. Jedenfalls wünschen sich 65 Prozent der Befragten ein besseres Arbeitsklima. Aus Sicht vieler Arbeitnehmer steht und fällt dieses mit der Wertschätzung, die der Arbeitgeber ihnen entgegenbringt.

Wellness für die eigenen Mitarbeiter: Die Bedeutung steigt

Ein stärkerer Fokus auf das Thema „Wellness für die eigenen Mitarbeiter“ täte vielen Unternehmen daher gut. Denn mit den entsprechenden Angeboten können Arbeitgeber gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie drücken ihre Wertschätzung aus und verhelfen dem einzelnen Arbeitnehmer zu mehr Wohlbefinden. Das stärkt die Motivation, die Leistungsfähigkeit und nicht zuletzt die Gesundheit.

Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Prüforganisation Dekra bestätigt diese Effekte und legt nahe, dass Arbeitgeber schnell handeln sollten. Denn die Belastung von Arbeitnehmern ist nicht kleinzureden.

Psychische Erkrankungen nehmen zu

Vier von fünf Arbeitnehmern (79 Prozent) stufen insbesondere die psychische Belastung infolge fehlender Wertschätzung als hoch oder sehr hoch ein. In der Folge ist die Zahl der Krankmeldungen wegen psychischen Drucks in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Kosten, die der Wirtschaft allein durch psychische Krankheiten entstehen, sind immens. Im Jahr 2015 betrugen sie laut Erhebungen des statistischen Bundesamts rund 44,4 Milliarden Euro.

Um zu vermeiden, dass sich Ausfälle wegen vermeidbarer Krankheiten weiter häufen, sind Arbeitgeber also gut beraten, ihren Mitarbeitern mehr Anerkennung zu zollen und gleichzeitig etwas dafür zu tun, dass ihre Angestellten auch einmal ausspannen und zur Ruhe kommen. Wellness-Angebote für Mitarbeiter sind somit kein Luxus mehr, sondern schon aus betriebswirtschaftlicher Sicht zur Notwendigkeit geworden.

4 Tipps für Wellness-Angebote am Arbeitsplatz

Wobei unter dem Stichwort „Wellnessangebote für Mitarbeiter“ nicht gleich der Spa-Bereich im eigenen Haus zu verstehen ist. „Es gibt zwar Unternehmen, die ihren Beschäftigten eine eigene und frei verfügbaren Wellness-Zone mit Sauna und Fitness-Studio bieten“, sagt Sven Jäschke, Country Manager bei GOJO Industries. „Es geht aber auch eine ganze Nummer kleiner.“

Die folgenden 4 Tipps helfen:

  • Psychisch belastete Mitarbeiter sitzen häufig verkrampft und krumm am Schreibtisch. Wer aber dauerhaft schlecht sitzt, riskiert Bandscheibenprobleme und Kopf- oder Rückenschmerzen. Das geht zu Lasten der Leistungsfähigkeit. Insofern sollten Arbeitgeber auf eine ergonomische Arbeitsplatzausstattung und regelmäßige Bewegungspausen ihrer Mitarbeiter achten. 
  • Für Bildschirmarbeiter kann auch eine mobile Massage Wunder wirken. Wer den ganzen Tag am Computer sitzt, empfindet eine Massage am Arbeitsplatz als wichtige Entspannungshilfe. Schon zehn oder 15 Minuten genügen, um in einer Pause richtig zur Ruhe zu kommen. 
  • Auch Veranstaltungen zur Gesundheitsprävention können Erkrankungen vorbeugen. Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern dazu kostenlose Vorträge zum Thema Ernährung, Stress und Gesundheit an.
  • Um bestehende Probleme und Differenzen zwischen Kollegen aus dem Weg zu räumen, sollten Arbeitgeber über Mediationsangebote nachdenken. 

Wellness-Gutscheine für Mitarbeiter

Oder: „Wirkt ein verdienter Mitarbeiter besonders erschöpft, kann der Arbeitgeber das zum Anlass nehmen, um ihn mit einem besonderen Incentive zu belohnen. Zum Beispiel wird sich dieser nach einem erfolgreichen Projektabschluss über einen zusätzlichen freien Tag und einen Wellnessgutschein freuen. Die wiederhergestellte Leistungsfähigkeit, die er anschließend an den Tag legt, machen die zusätzlichen Kosten schnell wieder wett“, rät Jäschke.

Gleichzeitig betont der Country Manager, dass Arbeitgeber auch die Wirkung kleinster Wellness-Maßnahmen nicht unterschätzen sollten. Dass diese im Zusammenspiel mit anderen Angeboten signifikante Erfolge erzielen können, legt jedenfalls eine amerikanische Studie im Auftrag von GOJO Industries, dem Hersteller des Handdesinfektionsmittels der Marke PURELL®, nahe.

Ein hygienisches Arbeitsumfeld: Wichtig für Wohlbefinden und Gesundheit

Dieser zufolge lässt sich das Wohlbefinden im Job bereits merklich steigern und die Ausfallquote um mehr als 13 Prozent verringern, indem Arbeitgeber auf eine angemessene Hygiene am Arbeitsplatz achten. „In unseren Büros befinden sich Abermillionen von Kleinstlebewesen. Auf Stühlen, Tischen, Telefonen, Türgriffen, Tastaturen und Handys tummeln sich Keime, die dem Menschen gefährlich werden können. Wenn diese durch Stress stark belastet sind, sind sie besonders anfällig“, erklärt Sven Jäschke.

Häufig gelangen die Erreger von den Händen auf die Schleimhäute. Von da ist es bis zur Erkrankung nur noch ein kurzer Weg. „Hier kann eine intensivere Handsauberkeit helfen, Schlimmeres abzuwenden. Moderne Seifen und Handhygiene-Produkte sorgen nicht nur für ein Plus an Sauberkeit, sondern aufgrund enthaltener Pflegestoffe auch für ein angenehmes Hautgefühl. Das ist Wellness für die Hände.“ Arbeitgeber, die die enstprechenden Produkte zur Verfügung stellen, signalisieren, dass sie sich sich um das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter kümmern und drücken so ihre Wertschätzung aus. Den Effekt eines Handhygiene-Programms können sie mit Plakaten in Sanitärräumen verstärken, die zu regelmäßigem Händewaschenauffordern.

Außerdem macht es Sinn, Tastatur, Telefonhörer und Computermaus mehrfach am Tag zu desinfizieren. Hier befinden sich nachweislich die meisten Erreger. Dafür bieten führende Hersteller für Hygieneprodukte ein spezielles Büro-Kit an, bestehend aus Pumpflaschen und antibakteriellen Hygienetüchern.

Arbeitgeber platzieren es auf den Schreibtischen ihrer Mitarbeiter, in Besprechungsräumen, Cafeterias oder Lobbys und geben ihren Angestellten damit überall die Möglichkeit zur schnellen, effektiven und regelmäßigen Desinfektion. Wellness für Mitarbeiter – alles andere als ein Hexenwerk.

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Strompreise haben sich in 18 Jahren fast verdreifacht

DIHK-Präsident Eric Schweitzer hat in der Diskussion um die Kommission "Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung" auf bisher nicht behandelte Themen hingewiesen. Er könne allen Beteiligten nur raten, die Herausforderungen ernstzunehmen und wichtige gesellschaftliche Akteure und Betroffene nicht vor den Kopf zu stoßen, sagte Schweitzer, der selbst Mitglied der Kommission ist, am Montag in Berlin. "Es  geht zum einen um die Perspektiven von Arbeitnehmern und vielen anderen Menschen in den Braunkohlerevieren, die wir vor einem Kohleausstieg entwickeln müssen. Es geht aber auch um die wirtschaftliche Zukunft des gesamten Landes", so der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. "Wichtig sind dafür wettbewerbsfähige Energiepreise, über die wir in der Kommission noch gar nicht im Detail gesprochen haben. Das ist aber bitter nötig."

Die Entwicklung der Strompreise in Deutschland seit der Jahrtausendwende spreche für sich, gab Schweitzer zu bedenken: "In diesen 18 Jahren haben sich die Strompreise für einen mittelständischen Industriebetrieb hierzulande fast verdreifacht." Die größten Preistreiber seien dabei staatlich verordnete Zusatzkosten wie Stromsteuer und die Erneuerbare-Energien-Umlage gewesen. "Diese haben sich seit der Jahrtausendwende um das 15-fache erhöht." Außerdem habe am aktuellen Rand eine Preisrallye bei den Beschaffungskosten begonnen, fügte er hinzu. Die Erzeugungspreise an der Strombörse seien binnen Jahresfrist von 3 auf 5 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. "Bezogen auf den Stromverbrauch der deutschen Wirtschaft pro Jahr (ca. 270 Terawattstunden) bedeutet das eine Mehrbelastung von rund 5,4 Milliarden Euro." Insbesondere bei der energieintensiven Industrie schlage das voll auf die Wettbewerbsfähigkeit durch, warnte Schweitzer. Mit weitreichenden Folgen: Wenn der Standort Deutschland weiter an Attraktivität für die energieintensive Produktion verlieren würde, hätte das auch Konsequenzen für Zulieferer und Kunden. "Käme jetzt noch ein vom Staat zusätzlich beschleunigter Kohleausstieg hinzu, würden die Preise noch schneller steigen und das Problem weiter verschärft."

Umso wichtiger sei es, dass das Thema Strompreise endlich auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung stehe. Entlastung wäre nach Einschätzung des DIHK-Präsidenten insbesondere an zwei Stellen möglich: Zum einen sollte die EEG-Umlage in Teilen aus dem Staatshaushalt finanziert werden – Geld dafür sei jedenfalls vorhanden. Zum anderen schlägt Schweitzer vor, die Rahmenbedingungen für die Eigenversorgung zu verbessern.

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