RPA und die Zukunft – Wohin geht die Reise?

Softwarebasierte Automationsstrategien fristen noch immer in vielen Bereichen ein Nischendasein. Doch vielen Experten zufolge wird dies nicht mehr lange so bleiben. Zu vielversprechend sind die Optimierungspotentiale, die Robotic Process Automation (RPA) für Unternehmen zu bieten haben. Vor allem im Rechnungswesen und in einigen anderen Back Office-Bereichen sparen Unternehmer mit Pioniergeist schon heute viele Ressourcen – und jeden Monat werden es mehr. Mittelfristig, so sind sich die Experten diverser Studien einig, werden RPA-Strategien aus kaum einer Branche mehr wegzudenken sein.

RPA – eine Branche mit Milliardenwachstum

Eine Studie der Consultantfirma A.T. Kearneyund Arvato prognostizierte unlängst ein weltweites Wachstum für RPA-Anbieter auf ein Gesamtvolumen von schätzungsweise fünf Milliarden US-Dollar im Jahre 2020. Schon im nächsten Jahr dürfte selbst nach konservativen Schätzungen knapp ein Viertel der Back Office Prozesse roboterunterstützt abgewickelt werden. Im Jahre 2026 könnten es schon mehr als 50% aller Prozesse sein. Für die DACH-Region sieht eine Studie der Information Service Group (ISG) ähnliche Zahlen voraus. Laut einer repräsentativen Umfrage unter 248 Unternehmern der DACH-Region nutzen zwar erst knapp ein Drittel überhaupt RPA, doch mehr als die Hälfte plant es bis 2020 fest ein und trifft bereits Vorbereitungen.

Finance und Health als Vorreiter

Der Markt für RPA ist noch jung. Bislang haben vor allem größere Unternehmen aus den Bereichen Finance und Health RPA in ihre Prozesse integriert. Zudem wurden Software Roboter anfangs auch nur als punktuelle Verstärkungen für gewisse Buchhaltungsprozesse gesehen. Doch mit den positiven Erfahrungen der ersten Kunden wachsen wie bei jeder neuen Technologie auch das Vertrauen und die Erwartungshaltung. Die Unternehmen merken, dass RPA nicht nur viel mehr kann, sondern auch, dass sich Mitbewerber diesen Vorteil auch sichern werden. Folglich dürfte das Wachstum in der Branche der RPA-Anbieter eher exponentiell steigen. Zudem wissen die Anbieter mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Projekt, wozu ihre Software Roboter in der Lage sind und können immer mehr Prozesse abdecken – branchenübergreifend und flächendeckend.

Immer mehr Prozesse möglich

Parallel steigt auch die Bereitschaft, immer mehr Prozesse einem softwaregesteuerten Roboter zu überverantworten. Laut der Studie der ISG in der DACH-Region planen Unternehmer, die bereits ein paar Prozesse mit RPA abwickeln, das Engagement auf 25 oder mehr Prozesse auszubauen. Das spricht für positive Erfahrungen und eine veränderte Haltung zum ganzen Prinzip der automatischen Prozessoptimierung. Allerdings rangieren branchenspezifische Prozesse meist ganz unten auf der Anwendungsskala. Überwiegend planen Entscheider RPA für Einkauf, Logistik und Supply Chain sowie Kundenbetreuung und Auftragsbearbeitung mit ein.

Vertrauen und Budgets wachsen

Jede innovative Technologie steht am Anfang vor dem Problem, intern im Unternehmen auf viele Zweifler zu treffen. Hohe Investitionskosten, unbekannte Performance-Qualität und auch Widerstände bei der Belegschaft sind Hemmschwellen, die es zu überwinden gilt. Doch das Vertrauen der CIOs und anderer Entscheider wächst. RPA wird mehr und mehr als das wahrgenommen, was es mittelfristig sein könnte, nämlich nicht weniger als eine Revolution im Office-Bereich beinahe aller Unternehmen jeglicher Branche und Umsatzstärke. Führende RPA-Anbieter wie AmdoSoft schaffen es mittlerweile, ihren Kunden nicht nur die Berührungsängste zu nehmen, sondern auch Bedenken bezüglich Sicherheit, Compliance und Unruhe im Mitarbeiterstamm zu zerstreuen. Parallel wachsen bei den Unternehmen die Budgets für Automation und sorgen so für das nötige Kapital, um RPA ganzheitlich denken zu können und nicht nur als punktuelle Ergänzungslösung.

Sind Sie schon dabei?

Wo stehen Sie in der umwälzenden Entwicklung, die die Robotic Process Automation in den letzten Jahren angestoßen hat? Haben Sie schon Prozesse mit RPA optimiert? Planen Sie diesen Schritt in den nächsten Monaten und Jahren? Oder gehören Sie noch zu den wenigen Unternehmen, die diesen zukunftsträchtigen Schritt scheuen? Wo auch immer Sie im Vergleich zu Ihren Mitbewerbern stehen – wir von AmdoSoft möchten Sie bei Ihrem Weg in die automatisierte Prozessoptimierung begleiten – ins Jahr 2019, 2020 und gerne auch weit darüber hinaus!

 

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Dualer Studiengang Betriebswirtschaft B.A. gewinnt die Thermo Fisher Scientific (Bremen) GmbH als neues Partnerunternehmen

Mit der Thermo Fisher Scientific (Bremen) GmbH reiht sich ein weiteres Unternehmen in die Runde der Partnerunternehmen ein, die gemeinsam mit der Hochschule Bremen (HSB) junge Talente im Dualen Studiengang Betriebswirtschaft B.A. (DSBW) ausbilden.

Durch die Kooperation mit der HSB ermöglicht die Thermo Fisher Scientific ihren Nachwuchskräften, sowohl den Abschluss ‚Bachelor of Arts‘ als auch einen Berufsabschluss als Industriekauffrau bzw. Industriekaufmann zu erlangen. Studieninteressierte können sich ab sofort für den Studienstart zum WS 2019/20 bewerben. Nähere Informationen über Inhalt und Verlauf des Studiengang unter: www.dsbw.hs-bremen.de.

Thermo Fisher Scientific ist mit einem Umsatz von mehr als 20 Milliarden US-Dollar und weltweit rund 70.000 Mitarbeitern Weltmarktführer im Bereich der Wissenschaft. Die Mission: den Kunden zu ermöglichen, die Welt gesünder, sauberer und sicherer zu machen. Das Unternehmen hilft seinen Kunden, die Forschung im Bereich Life Sciences zu beschleunigen, komplexe analytische Herausforderungen zu lösen, die Patientendiagnose zu verbessern, Medikamente auf den Markt zu bringen und die Laborproduktivität zu steigern. Mit den führenden Marken – Thermo Scientific, Applied Biosystems, Invitrogen, Fisher Scientific und Unity Lab Services – wird eine unerreichte Kombination aus innovativen Technologien, Einkaufskomfort und umfassenden Dienstleistungen geboten.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Vereinbarkeitstag 2018: „Familienfreundliche Unternehmenskultur ist ein zentraler Faktor für die Gewinnung von Fachkräften“

Wie kann eine familienfreundliche Unternehmenskultur im betrieblichen Alltag aussehen und gelebt werden? Das ist eine der zentralen Fragen beim jährlichen Unternehmenstag des Netzwerks „Erfolgsfaktor Familie.“ Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer begrüßten heute rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum „Vereinbarkeitstag 2018 – Fortschritt durch familienorientierte Unternehmenskultur“ in Berlin.

Das Bundesfamilienministerium und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) betreiben zusammen das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ mit knapp 7.000 Mitgliedsunternehmen.

„Die Zahl der Unternehmen, die ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen, hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Wir sehen, das hilft nicht nur den Familien, sondern auch den Unternehmen. Familienorientierung in der Wirtschaft ist längst nicht mehr nur eine nette Geste, sondern Standortfaktor und Notwendigkeit, um Fachkräfte zu gewinnen, zu halten und um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein.“, betonte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

„In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine familienorientierte Unternehmenskultur ein wichtiger Teil der Arbeitgeberattraktivität. Dabei geht es um mehr als einzelne Maßnahmen, es geht letztlich um eine Haltung und eine strategische Ausrichtung des Betriebs. Gerade kleine und mittelständische Arbeitgeber können sich hierbei mit kreativen Ideen und im direkten Dialog mit den Belegschaften attraktiv aufstellen“, so Dr. Eric Schweitzer.

Eine aktuelle repräsentative Umfrage zur Bedeutung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur im Auftrag des Bundesfamilienministeriums spiegelt die Relevanz des Themas wider:

  • Knapp 80 Prozent aller Befragten schätzen eine familienfreundliche Unternehmenskultur für die Arbeitgeberattraktivität als wichtig oder sehr wichtig ein.
  • 56 Prozent der Beschäftigten mit Kindern im Haushalt achten bereits heute auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur bei der Wahl ihres Arbeitgebers.
  • Ein Drittel der Befragten (knapp 36 Prozent) ist mit der Familienfreundlichkeit des eigenen Arbeitgebers zufrieden.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesfamilienministerium im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ mit Wirtschaftsverbänden, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Bundesverband der Personalmanager Leitlinien für eine familienorientierte Unternehmenskultur entwickelt. Sie bilden kulturprägende Elemente wie Strategie, Vielfalt, Kommunikation und Verbindlichkeit ab, an denen Betriebe sich orientieren können, wenn sie Familienfreundlichkeit stärker in der Unternehmenskultur verankern wollen. Auf dieser Grundlage wird derzeit der Fortschrittsindex Vereinbarkeit erarbeitet. Er soll Betriebe dabei unterstützen, Familienfreundlichkeit Jahr für Jahr zu messen und die Fortschritte so sichtbar zu machen.

„Familienorientierung muss im betrieblichen Alltag, im Umgang zwischen Beschäftigten und Führungskräften verankert sein und gelebt werden. Das gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Lebensphasen und jeder Qualifikationsstufe, denn nur so wird sie für alle sichtbar und wirksam“, so Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. „Von unserer Seite aus bleibt es dabei, dass wir zwei Milliarden Euro in den Ausbau der Ganztagsbetreuung investieren. Das hat höchste Priorität.“

Weitere Informationen zur aktuellen Umfrage, die Leitlinien und Bildmaterial vom Vereinbarkeitstag 2018 finden Sie unter: www.erfolgsfaktor-familie.de

Hintergrund:

Das Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“

Mit dem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie" setzt sich das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft, Gewerkschaften und großen Stiftungen dafür ein, dass immer mehr Unternehmen den Nutzen von Familienfreundlichkeit erkennen und unterstützt sie bei der Umsetzung. Thematisch greift das Unternehmensprogramm die gesamte Bandbreite der familienbewussten Personalpolitik auf. Ein Schwerpunkt liegt auf einer familienfreundlichen Arbeitszeitgestaltung, betrieblichen Rahmenbedingungen für Mütter und Väter und der betrieblich unterstützten Kinderbetreuung sowie auf den Themen Förderung des beruflichen Wiedereinstiegs nach der Elternzeit und Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Mehr Informationen zum Programm finden Sie unter www.erfolgsfaktor-familie.de

Das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“

Zum Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ gehört das mit rund 7.000 Mitgliedern bundesweit größte Netzwerk für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die sich für eine familienbewusste Personalpolitik engagieren oder interessieren. Das Netzwerk bietet Unternehmen kostenlos Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch, Beratung und eine umfangreiche Wissensdatenbank. Das Unternehmensnetzwerk wurde gemeinsam vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ins Leben gerufen. Mehr Informationen zum Unternehmensnetzwerk finden Sie unter: www.erfolgsfaktor-familie.de/netzwerken

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Wissen, wer wo langfährt

Auf der diesjährigen INTERGEO vom 16. bis 18. Oktober 2018 in Frankfurt a. M. war das Interesse für Mobilitätsdaten bemerkenswert groß. Die DDS Digital Data Services GmbH hat ihr auf dem PTV-Verkehrsmodell Validate basierendes Verkehrsmengenprodukt präsentiert und gezeigt, dass kaum eine Standortplanung ohne verlässliche Verkehrsdaten auskommt.

Verkehrsströme zu erfassen und zu lenken, ist eine große politische Aufgabe und Herausforderung, denn das Verkehrsaufkommen weltweit, aber auch in Deutschland, wächst stetig. Mehrere Hundertmilliarden Kilometer legen allein die fast 50 Millionen in Deutschland zugelassenen Pkw zurück – im Jahr 2016 zum Beispiel 650 Milliarden Kilometer. Auf welchen Straßen dabei wie viele Fahrzeuge unterwegs sind, wird zum einen bei klassischen Verkehrszählungen festgestellt, aber auch in Modellen errechnet.

So bietet das Karlsruher Unternehmen DDS Digital Data Services GmbH für ganz Deutschland Angaben zu Verkehrsmengen auf Ebene von Straßensegmenten an, die auf Validate beruhen, einem Verkehrsmodell der PTV AG, das seit 2005 kontinuierlich erweitert wurde. Beim aktuellen Release wurden die Verkehrszellen, in die das Untersuchungsgebiet eingeteilt ist, verdoppelt, sodass die Basis nun 20.000 Zellen bilden, die jeweils ca. 4000 Einwohner repräsentieren. Die Verkehrszellen werden außerdem durch 80.000 Marktzellen mit soziodemographischen Angaben ergänzt und verfeinert, wodurch die lagegenaue, prozentuale Einspeisung des Verkehrs der Verkehrszellen in das Gesamtnetz unterstützt wird. Aus den amtlich verfügbaren Strukturdaten der Gemeinden und Marktzellen sowie den einwohnertypischen Verkehrsverhaltensansätzen wird dann mithilfe eines PTV-Simulationsmodells die Verkehrsverflechtung modellhaft errechnet. Im Ergebnis liefert Validate Pkw- und Lkw-Belastungen – Letztere sogar unterteilt nach zulässigem Gesamtgewicht – für das gesamte deutsche Hauptstraßennetz. Auch eine Differenzierung im Tagesverlauf über 24 Stunden sowie nach Wochentagskategorien ist im Modell enthalten.

„Wir haben auf der diesjährigen INTERGEO feststellen können, dass sich sehr viele Vertreter aus den unterschiedlichsten Branchen für Verkehrsmodelle interessieren und wir haben Validate mehrmals vorgeführt“, berichtet DDS-Mitarbeiter Andreas Lehr. „Die Einsatzzwecke waren dabei breit gefächert. Vor allem Geomarketinganwendungen standen im Fokus – angefangen bei Standortbewertungen bis zu zeitabhängigen Analysen des Kundenaufkommens.“ So sind Angaben zu Verkehrsmengen zum Beispiel für die Werbebranche von Interesse, denn die Wirksamkeit eines Werbetafelstandorts hängt ganz wesentlich davon ab, wie viele Autos ihn passieren. Aber auch Schnellrestaurants oder Tankstellen setzen bei ihrer Filialplanung vermehrt auf Verkehrszahlen wie Validate sie liefert und betreiben so effizientes und punktgenaues Geomarketing.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

RRS-MITCOS gegründet: Rheinmetall und Rohde & Schwarz bringen sich für Digitalisierung der Bundeswehr in Position

RRS-MITCOS ist der Name des Joint-Ventures, unter dem Rheinmetall und Rohde & Schwarz gemeinsam antreten, um den Bedarf für integrierte Einsatz- und Kommunikationssysteme der Streitkräfte zu bedienen. Im Schwerpunkt wollen Rheinmetall und Rohde & Schwarz für die Bundeswehr eine führende Rolle bei der Digitalisierung der deutschen Landstreitkräfte übernehmen. Das Großvorhaben umfasst ein Investitionsvolumen von mehreren Milliarden Euro.

Die „RRS-MITCOS Rheinmetall – Rohde & Schwarz – Military IT and Communications Solutions GmbH“ hat nun in Berlin ihre Tätigkeit aufgenommen, nachdem die notwendigen europäischen und nationalen kartellrechtlichen Überprüfungen abgeschlossen wurden und der Eintrag ins Handelsregister erfolgt ist. Die Geschäftsführung besteht aus Peter Obermark (Sprecher) und Udo Stoll.

Bereits im März 2017 hatten Rheinmetall und Rohde & Schwarz eine weitreichende Partnerschaft vereinbart, die zur Gründung dieses Joint Ventures führte. Rheinmetall hält 74,9% der Anteile an der neuen Gesellschaft, die übrigen 25,1% liegen bei Rohde & Schwarz.

Mit der RRS-MITCOS wollen sich die beiden Muttergesellschaften um das Vorhaben D-LBO (Digitalisierung landbasierter Operationen) der Bundeswehr bewerben, ehemals „Mobile taktische Kommunikation (MoTaKo)“ und „Mobiler taktischer Informationsverbund (MoTIV)“. Das Joint Venture ist offen für die Einbeziehung der Kompetenzen und Lösungen weiterer Partner, die in den jeweils anstehenden Projektphasen eingebunden werden sollen.

D-LBO ist das zentrale Modernisierungsvorhaben der Bundeswehr und realisiert das zukünftige digitale Gefechtsführungssystem der Landstreitkräfte. Allein tausende von Bundeswehr-Fahrzeugen stehen mittelfristig vor der Umrüstung.

Über die Kooperationspartner

Der Rheinmetall-Konzern ist ein Hochtechnologieunternehmen für Mobilität und Sicherheit. Der Unternehmensbereich Defence mit seinen drei Divisionen Vehicle Systems, Electronic Solutions sowie Weapon and Ammunition gehört zu den führenden wehrtechnischen Unternehmen weltweit und bietet ein weites Spektrum militärischer Ausrüstung an: von Fahrzeug-, Schutz- und Waffensystemen über Infanterieausstattung und Flugabwehr bis hin zur Vernetzung von Funktionsketten sowie in den Bereichen Sensoren, Elektrooptik und Simulation und Ausbildung. Mit rund 24.000 Beschäftigten erwirtschaftet der in Düsseldorf ansässige Konzern einen Jahresumsatz von über 6 MrdEUR.

Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz entwickelt, produziert und vermarktet innovative Produkte der Kommunikations-, Informations- und Sicherheitstechnik für professionelle Anwender. Mit den Geschäftsfeldern Messtechnik, Broadcast-und Medientechnik, Aerospace | Verteidigung | Sicherheit sowie Netzwerke und Cybersicherheit adressiert Rohde & Schwarz eine Reihe von Marktsegmenten in der Wirtschaft und im hoheitlichen Sektor. Zum 30. Juni 2018 betrug die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 11.500. Der unabhängige Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017/2018 (Juli bis Juni) einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro. Der Firmensitz ist München. Das internationale Geschäft wird in mehr als 70 Ländern über Tochterfirmen betrieben. In Asien und Amerika steuern regionale Hubs die Geschäfte.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Eingespart: Optimierung der Entsorgung erzielt herausragende Ergebnisse

Der Technologiekonzern ZF konnte am Standort Schweinfurt durch die Optimierung seiner Entsorgung finanzielle Einsparungen in sechsstelliger Höhe erzielen. Das junge Unternehmen GlobalFlow hat die Führungsriege mit seinem Konzept des integrierten Wertstoffmanagements überzeugt und die Umsetzung vor Ort begleitet. Nun wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen und im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert.

Abfall- und Entsorgungsmanagement auf dem Prüfstand

Vor gut zwei Jahren rückte der Entsorgungsbereich im ZF-Werk in Schweinfurt in den Fokus. Die Motivation lag dabei ganz klar in der Kostenersparnis. Durch eine öffentliche Ausschreibung suchte das Unternehmen nach einem geeigneten Fachexperten, der in dieser Hinsicht Optimierungsvorschläge machen konnte. Neben etablierten Beratungsunternehmen lud ZF unter anderem auch das damalige Start-up GlobalFlow ein, ihr Konzept zu präsentieren. „Wir haben uns letztlich für GlobalFlow entschieden, weil sie uns einfach davon überzeugt haben, dass sie das Thema Entsorgung in jedem Detail verstehen. Sie konnten das anhand ihrer Beispiele sehr authentisch und glaubwürdig am besten belegen. Und wenn wir das Ergebnis ansehen, dann hatten wir ein gutes Gespür für den richtigen Partner.“, erinnert sich Thorsten Rümmler, der als Global Commodity Manager im Einkauf unter anderem den Bereich Entsorgung und Wertstoffmanagement am ZF-Standort Schweinfurt verantwortet und das Projektteam innerhalb von ZF leitete.

Gesamtheitlicher Ansatz kann mehr als die Rückvergütung erhöhen

Inhaltlich konzentrierte sich das Optimierungsprojekt zunächst auf die Neustrukturierung der Sammlung von Schrotten und Standortabfällen, die Reduktion der Entsorgungskosten, die Optimierung der internen Abfalllogistik und das Erzeugen von vermarktungsfähigen Abfallströmen. Wichtig für GlobalFlow war es dabei, möglichst schnell erste Erfolge sichtbar zu machen. „Wir wollten von Anfang veranschaulichen, wie viel selbst kleine Mittel bewirken können, um die Basis dafür zu schaffen, Schritt für Schritt voranzugehen.“ Damit beschreibt Nadine Antic, eine der beiden Geschäftsführerinnen der GlobalFlow, bereits einen Kerngedanken ihrer Arbeit, nämlich durch durchdachte und effiziente Maßnahmen große Erfolge zu erzielen: Finanzielle Investitionen und personeller Aufwand halten sich dabei in den meisten Fällen in Grenzen. „Als junges Unternehmen müssen wir von Natur aus mit wenigen Mitteln und kleineren Ressourcen viel machen. Davon profitiert natürlich auch der Kunde. Wir können gute Transformationen leisten und Innovation viel einfach denken als ein Großkonzern.“

Unterm Strich hat das Optimierungsprojekt neben einem sechsstelligen Einsparungsbetrag auch dazu geführt, internes Know-how in Bezug auf Entsorgung und Ressourcenmanagement aufzubauen und für das Thema zu sensibilisieren. „Schweinfurt war für uns ein Pilotprojekt. Mittlerweile optimieren wir das Wertstoffmanagement am ZF-Standort Saarbrücken und wir machen uns bereits Gedanken darüber, wie wir das Thema für weitere Standorte sinnvoll gestalten können.“, so Thorsten Rümmler.

Standortweit hat ein Umdenken stattgefunden

Das über zwei Jahre laufende Projekt mit GlobalFlow hat am ZF-Standort Schweinfurt für reges Interesse gesorgt. Denn beteiligt waren neben Einkauf, Umweltschutz und Entsorgung auch Bereiche wie Produktion, Intralogistik und Brandschutz. „Während des Projektverlaufs stellte sich immer wieder die Frage, wen holen wir wann und an welcher Stelle mit ins Boot? Kommunikation war dabei enorm wichtig.“, erinnert sich Thorsten Rümmler. Nadine Antic ergänzt: „Die Frage nach dem Warum zu klären, ist für alle Mitarbeiter essentiell. Nur, wenn es uns das gelingt, sind die Mitarbeiter auch bereit mitzukommen. Wir haben deshalb ein Schulungskonzept erarbeitet, das komplexe Inhalte einfach aufbereitet und die Belegschaft umfassend informiert.“ Mit Erfolg, denn dass Abfall gleichbedeutend mit Sekundärressourcen gesehen werden kann, hat sich durchgesetzt. „Für mich war das einer der tollsten Effekte, dass wir Interesse geweckt haben und nun Bereiche aktiv mit ihren Ideen auf uns zukommen und Veränderung wollen“, sagt Thorsten Rümmler.

Über die ZF Friedrichshafen AG

ZF ist ein weltweit führender Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie der aktiven und passiven Sicherheitstechnik. Er ist mit 146.000 Mitarbeitern an rund 230 Standorten in nahezu 40 Ländern vertreten. Im Jahr 2017 hat ZF einen Umsatz von 36,4 Milliarden Euro erzielt. ZF zählt zu den weltweit größten Automobilzulieferern.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Anlegern wird mit eToro der Zugang zum medizinischen Cannabissektor eröffnet

Die globale Investment-Plattform eToro gibt bekannt, dass sie am Donnerstag, den 1. November, den Zugang zu ihrem Cannabis Care CopyPortfolio wieder eröffnen wird. Investoren des Cannabis Care CopyPortfolios erhalten geregelten Zugang zu einer Gruppe führender Biotech-Unternehmen, die in Nordamerika notiert sind und sich auf medizinischen Cannabis spezialisiert haben.

Medizinischer Cannabis ist eine schnell wachsende Branche, die auf eine Reihe von regulatorischen Änderungen folgt, die den Zugang zu Marihuana verbessert haben. Das Wachstum auf dem globalen legalen Cannabismarkt wird von den USA und Kanada angeführt, aber auch Europa folgt diesem Beispiel. Es wird erwartet, dass die Branche bis 2027* weltweit 57 Milliarden Dollar erreichen wird.

Yoni Assia, CEO und Mitbegründer von eToro, kommentiert: „Trotz des ohnehin schon beeindruckenden Wachstums glauben viele, dass der Markt für medizinisches Marihuana gerade erst anfängt, seine Spuren zu hinterlassen. Es wird erwartet, dass die Branche in den nächsten Jahren deutlich vorankommen wird, da die Legalisierung der medizinischen Nutzung von Cannabis weltweit immer weiter voranschreitet und die Zahl der Erwachsenen, die in Märkten mit legaler Nutzung leben, zunimmt.“  

Die heutige Nachricht folgt auf den Start im September, bei dem 1000 Kunden in weniger als zwei Wochen investiert hatten. Die Entscheidung, den Zugang zum CopyPortfolio wieder zu öffnen, basiert auf starker Kundennachfrage. An dem Tag, an dem das CopyPortfolio insgesamt 2000 Investoren erreicht, wird es um Mitternacht für neue Investoren geschlossen. 

Das Cannabis Care CopyPortfolio wird vom Investment Committee von eToro verwaltet. Das CopyPortfolio investiert derzeit in 10 Unternehmen, darunter Firmen, die medizinisches Marihuana anbauen, Arzneimittel auf Cannabisbasis entwickeln und andere branchenspezifische Unternehmen.

Yoni Assia fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, es den Anlegern so einfach wie möglich zu machen, auf die von ihnen gewünschten Vermögenswerte zuzugreifen. Auch die Nachfrage nach Anlageobjekten in der schnell wachsenden medizinischen Cannabisindustrie ist groß, was sich bereits bei der Einführung dieses Fonds gezeigt hat. Wir freuen uns, dass wir mehr Investoren den Zugang zu dieser Branche ermöglichen können.“

„Unsere Kunden schätzen die Diversifizierung. Medizinischer Cannabis ist eine volatile Branche, und unser Cannabis Care CopyPortfolio ermöglicht es Investoren, ihr Engagement in diesem Sektor zu diversifizieren.“

Die CopyPortfolio umfasst ein Mindestinvestment von 5000 US-Dollar und ist ein Teil von anderen marktgerechten CopyPortfolios, die auf der eToro-Plattform verfügbar sind. Darunter befinden sich auch CopyPortfolios für diejenigen, die sich ein Engagement bei Banken, Big Tech, Kryptoassets, Spieleunternehmen und Genom-Engineering-Technologien wünschen.  

 


Hinweise für die Redaktion

* Quelle: BDS Analytik

 

Weitere Informationen zum Cannabis Care Portfolio finden Sie hier.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

DIHK-Präsident Schweitzer: „Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Italien aufrechterhalten“

Die EU-Komission hat den italienischen Haushaltsentwurf zurückgewiesen. Nach Auffassung von Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), liegt die Verantwortung für Nachbesserungen jetzt in Rom.

Schweitzer: "Die Eurozone kann nur funktionieren, wenn sich all ihre Mitglieder an die vereinbarten Regeln halten. Europa sollte hier weiter an Glaubwürdigkeit gewinnen.

Daher liegen die Nachbesserungen in der Verantwortung der italienischen Regierung. Denn letztlich ist es im Interesse Italiens, durch solide Finanzen Vertrauen in den Wirtschaftsstandort aufrecht zu erhalten.

Auch die deutschen Unternehmen vor Ort setzen darauf: Mehr als 2.000 deutschen Unternehmen haben knapp 40 Milliarden Euro investiert und beschäftigen dort rund 200.000 Mitarbeiter."

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Anforderungen an moderne Montageanlagen

Das Jahr 1908 war sowohl für den motorisierten Personenverkehr wie auch für die industrielle Montage eines der historisch bedeutendsten Jahre. Die Ford Motor Company brachte mit dem Modell T erstmals ein Automobil auf den Markt, das in großen Stückzahlen zu einem bezahlbaren Preis gefertigt werden konnte. Damit war nicht nur das Zeitalter des massentauglichen Individualverkehrs geboren, sondern durch die erstmalige Fließmontage wurde auch der Startschuss für die industrielle Serienproduktion im Automobilbau gelegt. Durch die voranschreitende Rationalisierung – unter anderem in Form hochgradiger Arbeitsteilung – wurde die Montage zunehmend effizient genug, um später bereits bis zu 9000 Autos täglich zu produzieren.

Trotz enormer Leistungssteigerung ist das Grundprinzip für manuelle Montagearbeiten im Wesentlichen erhalten geblieben. Erst die zunehmende Automatisierung und die Digitalisierung haben die Produktmontage schließlich revolutionär beeinflusst. Vollautomatische Anlagen werden heute dank intelligenter, Industrie 4.0 fähiger Hard- und Softwarekomponenten ferngesteuert betrieben und sind mit korrelierenden Systemen, etwa aus der Zuführtechnik, vernetzt. So wird ein Bauteil in die Montageanlage befördert und positioniert, während gleichzeitig bereits Verbindungselemente wie Schrauben oder Muttern lagerichtig sortiert, vereinzelt und direkt in das Schraubwerkzeug eingespeist werden – und das alles in nur wenigen Augenblicken. Relevanzänderungen von aktuellen und zukünftigen Einflussfaktoren oder immer neue Anforderungen zwingen die Branche dennoch unaufhörlich zu weiterem Fortschritt.

Einer dieser mittlerweile höchst relevanten Gesichtspunkte ist die voranschreitende Miniaturisierung. Moderne Prozessoren mit wenigen Quadratmillimetern Größe werden heute mit mehreren Milliarden Transistoren bestückt. Bei solch kleinen Strukturen im Nanometerbereich wirken die meisten Schmutzpartikel vergleichsweise riesig und können, je nach Anwendung, eine bedeutende Gefahr darstellen. Zum Beispiel können bei elektronischen Baugruppen bereits kleinste leitfähige Partikel zu Kurzschlüssen führen. Der Einsatz neuer, leistungsstärkerer Materialien verstärkt diesen Effekt zusätzlich, da ausgerechnet die Partikel von Werkstoffen, wie kohlefaserverstärkte Kunststoffe, leitfähig sind. Unter anderem deshalb nimmt die Bedeutung der Technischen Sauberkeit im Zuge der Miniaturisierung zu.

Im Bereich der automatisierten Schraub- und Zuführtechnik gehört DEPRAG SCHULZ GmbH aus Amberg zu den marktführenden Unternehmen. Der fortwährende Drang nach Evolution und Innovation, verbunden mit der Entwicklung intelligenter und effizienter Systemlösungen, ist deren Rezept für langfristigen Erfolg. So hat DEPRAG Schulz GmbH für die Anforderungen der Technischen Sauberkeit in der Zuführtechnik das durchgängige CleanFeed-Konzept mit spezifischen CleanFeed-Komponenten entwickelt. Es besteht unter anderem aus Elementen zur abriebarmen Teilezuführung, um die Entstehung schädlicher Partikel bereits von vornherein zu minimieren. Abriebarme Hubschienenförderer sortieren, vereinzeln und befördern Verbindungselemente beispielsweise besonders schonend. Dabei ermittelt das Gerät die Anzahl der notwendigen Hubbewegungen dank Sensorsteuerung automatisch, da jede überflüssige Hubbewegung auch unerwünschten Abrieb verursachen kann. Darüber hinaus helfen Bandbunker, die Anzahl der Verbindungselemente im Zuführsystem stets niedrig zu halten, da weniger Schrauben natürlich auch weniger Verunreinigungen erzeugen. Da die Partikelentstehung trotzdem nicht ausgeschlossen werden kann, sind Absaugsysteme eine effektive Möglichkeit, um Sauberraumbedingungen zu erreichen. Der „Particle Killer“ von DEPRAG saugt Schmutzpartikel bereits vor der Verschraubung gezielt ab und schleust diese über einen Filter aus. Das DEPRAG SFM-V Vakuumschraubmodul hingegen saugt den Restschmutz direkt beim Zustellen des Schraubers über zusätzliche Vakuumquellen ab. Neben Hardwareanpassungen wird die Partikelkontamination außerdem mittels intelligenter Steuerungsanpassungen – wie etwa eine Drehzahlverringerung während der Klingeneinführung in den Schraubenkopf – reduziert, was gleichzeitig in einer effizienteren Werkzeugbelastung resultiert.

Über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg war Effizienz seit jeher ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit von Montageanlagen. So bietet DEPRAG mit dem Vibrationswendelförderer eacy feed ein besonders effizientes Antriebskonzept. Steuerung und Antrieb dieses verbrauchsarmen Förderers basieren auf einer Stromversorgung mit 24 V/DC. Dies ist ausreichend, um mittels Schwingmagneten den Fördertopf in seine periodische Schwingbewegung zu setzen und dabei eine Energieeinsparung von ca. 80% zu erreichen. Durch den Einsatz eines Weitspannungsnetzteils kann das Gerät weltweit ohne Umrüstung verwendet werden. Die intelligente Steuerung PFC100 ermöglicht darüber hinaus individuelle Einstellungen ohne zeitaufwändige, mechanische Eingriffe. Wenn die Montage bis zu einem möglichst hohen Grad automatisiert werden soll, die Stückzahl jedoch keine vollautomatische Zuführung rechtfertigt, bieten sich Schraubengeber als günstige, kompakte und schnell implementierbare Lösung an. Schraubengeber lassen sich mit wenigen Griffen auf die benötigte Schraubengröße umrüsten, fördern besonders schonend, sind handgeführt und stationär einsetzbar und können dank der integrierten Steuerung völlig autark betrieben werden.

Das globale Marktgeschehen ist heute dynamischer denn je. Neue Produkte kommen in immer kürzeren Abständen auf den Markt oder die kapazitive Zukunft von Produkten ist nicht eindeutig planbar. So sind im Bereich der E-Mobilität mangelnde Erfahrungswerte und Unsicherheiten in der Stückzahlplanung allgegenwärtig. Dieser Umstand fordert möglichst flexible Lösungen mit geringer Reaktionszeit, wie es beispielsweise in hybriden Montagesystemen – durch die Verkettung von manuellen und automatisierten Prozessen – der Fall ist. So kann die Produktion durch die Implementierung von intelligenten Handarbeitsplätzen nach Bedarf erweitert werden, ohne an Prozesssicherheit einzubüßen. Der Werker wird dabei Schritt für Schritt durch die Schraubaufgabe geführt. Dank der Sensortechnik aktiviert das System für jede Schraubposition die richtigen Parameter, gibt Verbindungselemente frei, weist auf bevorstehende Aufgaben hin und wertet die Ergebnisse aus. Per Pick-and-Place Verfahren greift der Werker schließlich die Verbindungselemente und bekommt punktgenau vorgegeben, an welcher Stelle geschraubt werden muss. Damit bleibt die Montage flexibel und dennoch prozesssicher. Eine der größten Herausforderungen von hybriden Montagesystemen ist jedoch die Kopplung von Mensch und Maschine, die nicht konstant in gleicher Geschwindigkeit arbeiten. Die Lösung hierfür sind Pufferzonen, etwa durch intelligente Linearförderer. Mit ihnen können größere Distanzen überbrückt sowie der Teilestrom gesteuert werden. Je nach Bedarf stellen die Förderer Teilepuffer bereit oder ziehen den Teilestrom funktional auseinander. Als weitere Maßnahme für höchste Flexibilität bietet sich die Nutzung modularer Anlagenkonzepte mit standardisierten Komponenten an. DEPRAG führt ein vollumfängliches Modulportfolio aus sensorgesteuerten Schraubern, Zuführsystemen, Steuerungen etc. aus einer Hand. Diese einzelnen Module sind bereits aufeinander abgestimmt und müssen nicht erst aufwändig aneinander angepasst werden, wodurch sich der Individualaufwand pro Anlage auf ein Mindestmaß reduziert. Durch die hohe Flexibilität können Montageanlagen zügig an die jeweilige Marktsituation angepasst werden, Planungsunsicherheiten kann entgegengewirkt und auf gewünschte Anforderungen reagiert werden.

Schon Henry Ford hatte intelligente und effiziente Ideen, um seine Produktion so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten. So produzierte sein Unternehmen zehn Jahre lang nur schwarze Karosserieteile oder verpflichtete Zulieferer zu maßgenauen Versandkisten aus Holz, deren Bretter anschließend für den Fahrzeugbau genutzt wurden. Solche Maßnahmen sind heute zwar nicht mehr zeitgemäß, doch der Drang nach Effizienz und intelligenten Systemlösungen bleibt weiterhin ungebrochen. Montageanlagen sind komplexe, perfekt ineinander greifende Systeme aus einer Vielzahl von Komponenten. Eine Systemstörung in der Zuführtechnik kann daher eine Verschiebung von großen Teilen der Wertschöpfungskette verursachen und somit zu weitreichenden finanziellen und organisatorischen Schäden führen. Mit einem breit gefächerten Komponentenportfolio für verschiedenste Anforderungen bietet DEPRAG Schulz GmbH flexible und prozesssichere Optionen, um Montagesysteme mit hoher Rentabilität zu realisieren.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

P&R Gläubigerversammlung: Anleger können nur auf Rückzahlung hoffen – Anfechtung weiter offen

Mehr als 2.500 Gläubiger besuchten die erste von insgesamt vier Gläubigerversammlungen (Berichtstermin) für die insolventen deutschen P&R Gesellschaften. Dazu kamen in die Münchner Olympiahalle weitere 7.723 Anwälte, darunter auch Sascha Borowski von Buchalik Brömmekamp. Viel Neues konnte Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé den geschädigten Anlegern nicht mitteilen, und bei der Höhe der Verluste blieb er sehr vage. Dennoch soll 2020 eine erste Abschlagszahlung an die Investoren erfolgen.

Laut Jaffé bestand die drohende Zahlungsunfähigkeit bereits seit 2010. Schon damals reichten die Erlöse aus der Vermietung der Containerflotte nicht mehr aus, um die Mietansprüche der Anleger zu bedienen. Die fälligen Zahlungen an die Investoren wurden mit neu eingeworbenen Geldern finanziert. Das Schneeballsystem brach dann infolge der Insolvenz des Wettbewerbers Magellan in den Jahren 2016 und 2017 sowie der Prospektpflicht ein, da kaum Neukunden gewonnen werden konnten. Als die Liquidität im März 2018 aufgebraucht war, stellten die P&R Gesellschaften die Insolvenzanträge.

P&R hatte rund 3,5 Milliarden Euro eingesammelt und sollte rund 1,6 Mio. Container dafür kaufen. Vorhanden sind allerdings nur rund 630.000 Boxen. Die Münchner Staatsanwaltschaft, die P&R-Firmengründer Heinz R. im September wegen Betrugsverdachts in Untersuchungshaft nehmen ließ, schätzt den Schaden auf 1,5 bis zwei Milliarden Euro. Schadensersatzansprüche gegen die Geschäftsführer will Jaffé durchsetzen. Er sieht jedoch keine nennenswerten Zuflüsse in die Insolvenzmasse.

Der Insolvenzverwalter versucht, die Vermietung der vorhandenen Container, die vom schweizerischen Zug aus an Reedereien und Leasingfirmen erfolgt, weiterzuführen. Die Boxen sollen erst nach und nach verkauft werden. Bis 2021 könnten damit 560 Millionen Euro erwirtschaftet werden, sofern die schweizerische P&R-Gesellschaft nicht selbst in die Insolvenz rutscht und die Vermietung und Verwertung ungestört weiterläuft.

Einen übereilten Verkauf der Container schließt Jaffé derzeit aus. „Erste Abschlagszahlungen können jedoch erst erfolgen, wenn entsprechende Mittel generiert wurden und Rechtssicherheit auch über die festgestellten Forderungen hergestellt ist. Ziel ist es, möglichst zügig die Voraussetzungen für eine erste Abschlagsverteilung an die Gläubiger zu schaffen“, so der Verwalter. Ein Großteil der Anleger ist mehr als 70 Jahre alt und er wisse um die berechtigten Erwartungen der Anleger auf Zahlungen innerhalb eines überschaubaren Zeitrahmens. Erste Zahlung an die Gläubiger wären im Jahr 2020 möglich. Über die Höhe schwieg Jaffé, der wie auch der Gläubigerausschuss in der Gläubigerversammlung bestätigt wurde.

Brisant bleibt für die Anleger die Frage, ob der Insolvenzverwalter die gezahlten Mieten und Rückkaufszahlungen für Container im Rahmen der Anfechtung zurückfordert. Betroffen wären alle Zahlungen, die früher als vier Jahre vor Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens vorgenommen wurden. Das Anfechtungsvolumen dürfte mehrere Milliarden Euro betragen. Die Gläubiger müssen zudem die Kosten für die Durchsetzung der Anfechtungsansprüche tragen. Hier könnten allein die damit beschäftigten Anwälte mehrere 100 Millionen Euro verschlingen. Auf der Gläubigerversammlung wollte sich Jaffé trotz intensiver Nachfragen zur Anfechtung nicht zu den Rückforderungen äußern. Wie in anderen Fällen bereiten die Verwalter die Ansprüche lieber von langer Hand vor. Jaffé kann sich dafür bis zur Verjährung im Jahr 2021 Zeit lassen.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox