Rheinmetall liefert Laser-Licht-Paket für Sturmgewehr Spezialkräfte der deutschen Bundeswehr

Rheinmetall ist vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr mit der Lieferung des Laser-Licht-Paketes des „Sturmgewehr Spezialkräfte Bundeswehr, leicht“ beauftragt worden. Der Auftrag umfasst die Herstellung und Lieferung von 1745 Sätzen des Laser-Licht-Paketes und hat einen Wert von rund fünf MioEUR. Die Lieferung beginnt im ersten Quartal 2019. Damit hat Rheinmetall für sein neu entwickeltes Laser-Modul „Variable Tactical Aiming Laser (VTAL)“ binnen kürzester Zeit einen namhaften Erstkunden gewinnen können.

Der VTAL bildet das Kernstück des neuen Laser-Licht-Paketes. Das äußerst gehärtete und kompakte System ist insbesondere für die Verwendung an modernen kurzen Sturmgewehren entwickelt worden. Dazu kommen pro Satz zwei separate Waffenleuchten „Lumenator“ – eine Standardversion mit Dual-LED-Kopf und eine Version „Retten&Befreien“ – sowie diverses Zubehör wie Kabel und taktische Schalter. Typischerweise sind an der Waffe der VTAL und eine der beiden Waffenleuchten montiert. Alle Geräte stammen aus dem Hause der Rheinmetall Soldier Electronics GmbH in Stockach.

Das wasserdichte, leichte und stabile Metallgehäuse des VTAL hat eine integrierte MIL-STD 1913/STANAG 4694-Schnittstelle. Der VTAL ragt nur rund 25 mm über die Montageschiene heraus und beeinträchtigt daher die Visierlinie optischer Visierungen nicht. Der VTAL bietet einen extrem starken roten sichtbaren Zielpunktlaser, einen Zielpunktlaser im nahen Infrarot sowie einen Beleuchter im nahen Infrarot. Die überlegene Qualität der Lichtstrahlen sowie deren Gleichförmigkeit steigern das Lagebewusstsein des Anwenders in allen Einsatzumgebungen. Der VTAL ist mit allen gängigen Restlichtverstärkern kompatibel. Der voll integrierte Laserblock ist herstellerseitig ausgerichtet, so dass sich die Justierung auf der Waffe einfach bewerkstelligen lässt.

Aufgrund der modernen Gestaltung des Gerätes kann der Operator die Stärke der beiden Zielpunktlaser mithilfe der farblich kodierten Kabelschalter festlegen. Der Beleuchter lässt sich über einen separaten Drehknopf fokussieren. Der VTAL lässt sich des Weiteren mit anderen taktischen Waffenleuchten – wie der Lumenator – koppeln und über einen kombinierten 2-Tasten Kabelschalter bedienen.

Das gehärtete Design bietet Stabilität und Zuverlässigkeit. Das System widersteht widrigsten Bedingungen auf dem Gefechtsfeld und ist bis 30 Meter wasserdicht. Damit bietet es dem Operator jederzeitige Einsatzbereitschaft.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Rheinmetall erhält weiteren Millionenauftrag für moderne Artilleriemunition

Rheinmetalls Tochterfirma Rheinmetall Denel Munition ist von einem internationalen Kunden mit der Lieferung von Komponenten für Artilleriemunition im Wert von rund 52 MioEUR beauftragt worden. Dieser Auftrag schließt sich an vorangegangene Bestellungen von Zündern, Ladungen und verschiedenen Geschossen aus dem ersten Halbjahr 2018 im Wert von rund 28 MioEUR an.

Einen Grund für die steigende Nachfrage von Rheinmetalls High-Tech-Munition – insbesondere im Bereich der Artillerie – sieht das Unternehmen in der Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit seiner Geschosse. Diese würden bei Artillerie-Kräften weltweit auf hohes Interesse und Akzeptanz stoßen. Die gegenwärtigen Aktivitäten des Unternehmens bei der Geschossentwicklung zielen auf verbesserte Produkteigenschaften, um den neuen Kundenanforderungen hinsichtlich Reichweite, Präzision und Wirkung auch weiterhin gerecht zu werden. Alle Varianten sind sowohl mit NATO- als auch Nicht-NATO-gängigen Geschützen von 39 bis 52 Kaliberlängen kompatibel.

Rheinmetall verzeichnet aufgrund seiner langjährigen Beziehungen zu Kunden weltweit und wegen seiner umfangreichen Expertise einen kontinuierlichen Eingang von Aufträgen im Bereich der Artilleriemunition.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Rheinmetall: Automotive mit profitablem Wachstum

.

  • Konzernumsatz im ersten Quartal von Währungseffekten beeinflusst und mit 1.260 MioEUR leicht rückläufig bei stabiler Ergebnismarge
  • Operatives Konzernergebnis von 47 MioEUR im ersten Quartal 2018
  • Automotive steigert Umsatz um 2% auf 751 MioEUR und Profitabilität auf 8,6%
  • Defence steigert Auftragseingang signifikant von 391 MioEUR auf 857 MioEUR
  • Auftragsbestand im Konzern bei über 7 MrdEUR
  • Prognose für das Geschäftsjahr 2018 bestätigt

Mit wichtigen Weichenstellungen in großvolumigen Beschaffungsprogrammen und einem deutlich gesteigerten Auftragseingang ist die Düsseldorfer Rheinmetall AG in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns im ersten Quartal 2018 zeigt Umsatzrückgänge der Defence-Sparte, die sich aus Engpässen bei Zulieferungen und Verschiebungen auf Kundenwunsch erklären.

Der Technologiekonzern bestätigt seine Jahresprognose 2018 vom März dieses Jahres und peilt für das Geschäftsjahr weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen 8% und 9% an sowie eine operative Ergebnismarge von rund 7%.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Der etwas schwächere Start unserer Defence-Sparte in das neue Geschäftsjahr erklärt sich vor allem aus Projekten, bei denen sich die Auslieferung an den Kunden aus unterschiedlichen Gründen ins zweite Quartal verschoben hat. Wir haben nun wieder volle Fahrt aufgenommen und halten an den Zielen der Rheinmetall AG für das laufende Geschäftsjahr fest. Die Weichen für weiteres Wachstum sind gestellt. Angesichts des umfassenden Nachholbedarfs bei der Beschaffung für die Streitkräfte sehen wir für uns im Defence-Bereich große Chancen – in Deutschland wie auch international.

Unsere Automotive-Sparte überzeugt weiterhin mit einer hohen Profitabilität und einem Wachstum, das die Marktentwicklung übertrifft. Mit unseren zukunftsweisenden Technologien, optimierten Kostenstrukturen und einem globalen Standortnetzwerk sind wir bestens aufgestellt, um weiter profitabel zu wachsen. Auch mit Produkten für die Elektromobilität bauen wir unsere Position aus und unterstreichen unsere Rolle als ein führender Zulieferer der Automobilindustrie.“

Für das erste Quartal 2018 weist die Rheinmetall AG einen Konzernumsatz von 1.260 MioEUR aus, nach 1.349 MioEUR im Vorjahresquartal. Dieser Rückgang um 89 MioEUR oder 6,6% ist ausschließlich auf die im ersten Quartal noch schwächere Umsatzentwicklung im Defence-Bereich zurückzuführen. Währungsbereinigt liegt der Umsatz um 3,7% hinter dem Vorjahr zurück.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) geht infolge des geringeren Umsatzes von 50 MioEUR im Vorjahr auf 47 MioEUR zurück. Die operative Ergebnismarge auf Konzernebene liegt jedoch unverändert bei 3,7%.

Mit einem deutlichen Zuwachs erreicht der Auftragseingang auf Konzernebene 1.599 MioEUR. Dies entspricht einer Steigerung von 40% gegenüber 1.146 MioEUR im Vorjahresquartal. Der Auftragsbestand erhöht sich zum 31.3.2018 auf 7.251 MioEUR, nach 6.877 MioEUR zum 31.3.2017.

Automotive mit Wachstum in allen Divisionen und nochmals erhöhter Profitabilität

Rheinmetall Automotive knüpft im ersten Quartal 2018 an die gute Geschäftsentwicklung des Vorjahres an. Die Sparte erzielte einen Umsatz von 751 MioEUR und übertrifft damit den Vorjahreswert von 737 MioEUR um 2%. Der um Wechselkurseffekte bereinigte Zuwachs liegt bei 5% und somit deutlich über der Produktionsentwicklung der weltweiten Automobilindustrie. Die Zahl der weltweit produzierten Light Vehicles (unter 6t) war im ersten Quartal 2018 um 0,7% rückläufig, wobei für das Gesamtjahr weiter mit einem Produktionswachstum von 1,9% gerechnet wird.

Das operative Ergebnis der Sparte erhöhte sich um 3 MioEUR oder 5% auf 65 MioEUR. Damit stieg auch die Profitabilität nochmals, sie erhöhte sich von 8,4% im Vorjahres-quartal auf 8,6% im ersten Quartal 2018.

Alle drei Divisionen konnten sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag zulegen und auch die EBIT-Marge jeweils leicht verbessern.

Der Bedarf der Automobilhersteller an Lösungen für die Reduzierung von Schadstoff-emissionen hält weiter an, so dass der Umsatz der Division Mechatronics im ersten Quartal 2018 leicht auf 429 MioEUR (+1%) anwuchs. Das operative Ergebnis erhöhte sich von 43 MioEUR auf 44 MioEUR.

Die Division Hardparts konnte mit einem Umsatz von 254 MioEUR im ersten Quartal 2018 ein Plus von 2% gegenüber dem Vorjahresquartal erreichen. Das operative Ergebnis der Division verbesserte sich auf 18 MioEUR (+6%).

Besonders erfolgreich hat das Jahr 2018 für die Division Aftermarket begonnen. Der Umsatz der Division stieg um 11% auf 92 MioEUR, was im Wesentlichen auf die Umsätze mit Produkten der konzerneigenen Marken Kolbenschmidt und Pierburg zurückzuführen war. Das operative Ergebnis erhöhte sich ebenfalls, von 7 MioEUR im Vorjahr auf 8 MioEUR im ersten Quartal 2018.

Die in den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs Automotive nicht enthaltenen Joint Venture-Gesellschaften in China konnten ihre Erlöse in Landeswährung im ersten Quartal des Jahres 2018 operativ trotz eines um 3% rückläufigen Marktes in China erneut steigern.

Der Wechselkurs wirkte sich allerdings deutlich negativ aus, weshalb der Umsatz unter Berücksichtigung von Währungseffekten lediglich auf dem Vorjahresniveau in Höhe von 218 MioEUR verharrte (Vorjahr: 218 MioEUR). Das operative Ergebnis erhöhte sich von 16 MioEUR im Vorjahr auf 17 MioEUR im ersten Quartal 2018.

Defence: Mit Auftragserfolgen Weichen für künftiges Wachstum gestellt

Mit 509 MioEUR hat sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Defence im ersten Quartal um 103 MioEUR oder 17% gegenüber dem vergleichsweise hohen Vorjahres-wert von 612 MioEUR rückläufig entwickelt. Währungsbereinigt beträgt der Rückgang 14%. Dies resultiert zu einem erheblichen Teil aus Verschiebungen einzelner Auslieferungen.

Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von -10 MioEUR auf -13 MioEUR.

Mit einem mehr als verdoppelten Auftragseingang konnte Rheinmetall Defence in den ersten drei Monaten eine solide Grundlage für künftiges Umsatzwachstum legen. Volumenstarke Aufträge trieben den Auftragseingang auf 857 MioEUR, was einem Zuwachs von 466 MioEUR gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (2017: 391 MioEUR) entspricht.

Der Auftragsbestand des Unternehmensbereichs erhöhte sich damit auf 6.740 MioEUR nach 6.402 MioEUR im Vorjahresquartal.

Rückläufig zeigte sich die Division Weapon and Ammunition beim Umsatz, der sich nach einem starken Vorjahresquartal um 52 MioEUR auf 139 MioEUR reduzierte. Fehlende Exportgenehmigungen in Folge der verzögerten Regierungsbildung sowie Liefer-verschiebungen auf Kundenwunsch haben die Umsatzrealisierung im ersten Quartal 2018 deutlich gebremst. Gleichzeitig konnte die Division jedoch ihren Auftragseingang ausgehend von 207 MioEUR im Vorjahr auf 617 MioEUR fast verdreifachen. Das operative Ergebnis lag im ersten Quartal 2018 bei -19 MioEUR, nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr.

Die Division Vehicle Systems hat ihre internationale Position im ersten Quartal weiter ausgebaut und in zwei weltweit bedeutenden Beschaffungsvorhaben wichtige Zwischenerfolge errungen. In Australien werden nun Endverhandlungen über die Lieferung von mehr als 200 Boxer-Fahrzeugen geführt. Großbritannien hat vor kurzem den Wiedereinstieg in das europäische Boxer-Beschaffungsprogramm bekanntgegeben.

Der Umsatz der Division hat sich im ersten Quartal 2018 gemessen am Vorjahreswert rückläufig entwickelt, weil sich LKW-Auslieferungen aufgrund von Kapazitätsproblemen in der Zulieferkette verzögert haben. Der Umsatz reduzierte sich auf 297 MioEUR nach 350 MioEUR im Vorjahr. Durch günstige Produktmixeffekte und eine reduzierte Kostenbasis verbesserte sich das operative Ergebnis auf 11 MioEUR.

Die Division Electronic Solutions blieb beim Umsatz zwar mit 126 MioEUR um 12 MioEUR hinter dem Vorjahreswert zurück, konnte aber dennoch das operative Ergebnis von -4 MioEUR im Vorjahr auf -1 MioEUR verbessern. Die Ergebnis-verbesserung ist unter anderem auf Kosteneinsparungen zurückzuführen.

AUSBLICK UNVERÄNDERT:

Fortsetzung des Umsatzwachstums in beiden Unternehmensbereichen

Rheinmetall erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine Fortsetzung des Wachstums-kurses im Konzern. Der Jahresumsatz der Rheinmetall AG soll im laufenden Geschäfts-jahr – ausgehend von 5,9 MrdEUR im Jahr 2017 – organisch um 8% bis 9% ansteigen. Dabei wird in beiden Unternehmensbereichen mit einem Umsatzwachstum gerechnet.

Der Umsatzverlauf im Unternehmensbereich Automotive wird entscheidend von der Konjunkturentwicklung in den bedeutenden Automobilmärkten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien beeinflusst. Basierend auf den aktuellen Expertenprognosen für die Entwicklung der globalen Automobilproduktion in diesem Jahr, die von einem Zuwachs von rund 2% ausgehen, erwartet Rheinmetall für den Unternehmensbereich Automotive ein Umsatzwachstum von 3% bis 4%.

Für den Defence-Bereich prognostiziert Rheinmetall im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatzzuwachs von 12% bis 14%. Diese Umsatzerwartung für 2018 ist durch eine relativ hohe Abdeckung aus dem bestehenden Auftragsbestand weitgehend abgesichert.

Die Wachstumsprognose unterstellt, dass sich die Währungskurse für das verbleibende Geschäftsjahr 2018 nicht wesentlich gegenüber dem aktuellen Niveau verändern.

Weitere Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2018 erwartet

Für das Automotive-Segment rechnet Rheinmetall im Geschäftsjahr 2018 bei einer stabilen Konjunkturentwicklung mit einer absoluten Verbesserung des operativen Ergebnisses und einer operativen Ergebnisrendite von rund 8,5%. Auch in der Defence-Sparte geht Rheinmetall für 2018 von einer weiteren Verbesserung beim operativen Ergebnis aus und erwartet eine operative Ergebnisrendite zwischen 6,0% und 6,5%.

Für den Rheinmetall-Konzern ergibt sich – unter Berücksichtigung der Holdingkosten und unter Einrechnung von Aufwendungen in niedriger zweistelliger Millionenhöhe für die Realisierung und Vermarktung neuer Technologien – eine Rendite von rund 7%.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen der Rheinmetall AG sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Diese sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Rheinmetall übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Großaufträge von Premiumhersteller

Als langjähriger Zulieferer eines international tätigen europäischen Premiumherstellers hat die Rheinmetall Automotive AG in verschiedenen Produktbereichen zusätzliche Aufträge im Gesamtwert von rund 200 Mio EUR erhalten. Zu den aktuell teilweise als Alleinlieferant beauftragten Komponenten gehören Otto- oder Dieselkolben samt Ringen des Kooperationspartners Riken für 3-, 4- oder 6-Zylindermotoren sowie Gleitlager, Anlaufscheiben, elektrische Pumpen, Abgasrückführ- und Schubumluftventile.

Mit einem Serienstart in 2018 liefert Rheinmetall Automotive Aluminiumkolben – ebenfalls mit Riken-Ringen – für einen Sechszylinder-Ottomotor des Automobilherstellers. Hinzu kommen Kolben für einen Sechszylinder-Dieselmotor, dessen Serienstart im kommenden Jahr erfolgt und die im tschechischen Kolben-Werk in Ústí nad Labem produziert werden. Der Lifetime-Umsatz allein für diese Projekte beträgt über 110 MioEUR .

Darüber hinaus liefert Rheinmetall Automotive ab 2019 als alleiniger Lieferant über sein chinesisches Joint Venture KSHP mit Ringen des Kooperationspartners Riken fertig komplettierte Kolben für ein Dreizylinder-Ottoaggregat. Dieser für den chinesischen Markt bestimmte Auftrag hat ein Volumen von über 30 MioEUR.

Alleinlieferant ist der Kolbenspezialist bereits seit 2015/2016 für alle vierzylindrigen Motorreihen des OEMs. Aktuell liefert er aus seinem tschechischen Werk dazu Otto- und Dieselkolben samt Riken-Ringen in insgesamt dreistelliger Millionenhöhe.

Die Konzernschwester KS Gleitlager GmbH hat außerdem kürzlich einen Zuschlag über die Haupt- und Pleuellager sowie die Anlaufscheiben für ein Vierzylinder-Dieselaggregat erhalten. Mit einem Umsatzvolumen von mehr als 15 MioEUR umfasst der 2020 anlaufende Auftrag einen Lieferzeitraum von sechs Jahren.

Mechatronische Komponenten für Vier- und Sechszylinder

Auch die international aufgestellte Konzerntochter Pierburg GmbH ist für einige Produkte Alleinlieferant für den Premium-OEM. So gehen noch in diesem Jahr Schubumluftventile aus dem deutschen Werk Niederrhein für einen Sechszylinder-Ottomotor im Wert von 7 MioEUR in Serie. In einem weiteren deutschen Pierburg Werk in Hartha werden für einen Vierzylinder im Dieselbereich seit dem letzten Jahr Wasserumwälzpumpen mit einem Lifetime-Umsatz von 10 MioEUR für den europäischen Markt gefertigt. Aus seinem spanischen Werk in Abadiano kommen ab 2019 Niederdruck-Abgasrückführventile im Wert von 21 MioEUR für einen Sechszylinder-Dieselmotor.

Beim chinesischen Mehrheits-Joint-Venture Pierburg Mikuni Pump Technology ist noch in diesem Jahr Serienstart für eine Wasserumwälzpumpe mit einem Lifetime-Umsatzvolumen von 5 MioEUR. Sie wird in einem Vierzylinder-Ottomotor eingesetzt. Für dasselbe Aggregat liefert Pierburg bereits in Deutschland und China produzierte Schubumluftventile für mehr als 26 MioEUR.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Millionenauftrag eines internationalen Kunden: Rheinmetall schützt neuen Marinehafen

Rheinmetall schützt im Auftrag eines internationalen Kunden einen neuen Marinehafen. Der mehrstufig erteilte Auftrag hat einen Wert im zweistelligen MioEUR-Bereich und sieht die Installation modernster Sensor- und Führungstechnologie vor, um die Anlage vor unberechtigtem Zutritt, Schäden und Sabotage zu bewahren. Die Arbeiten beginnen noch 2018 und werden voraussichtlich 2021 abgeschlossen sein.

Zum Schutz der Anlage kommt ein Netzwerk unterschiedlichster Sensoren – verschiedene Tag- und Nachtsichtkameras, Radare, Annäherungssensoren und Sonare – zum Einsatz, um so ein umfassendes Lagebild zu wahren. Weiterhin bindet Rheinmetall weitere Überwachungstechnologie und Steuerungssysteme ein, darunter das integrierte Gebäudemanagement, die Energieversorgung, das Feuermeldesystem oder das Schiffsverkehr-Überwachungssystem. Alle Informationen fließen in der Operationszentrale zusammen, von der aus die Hafenanlage überwacht wird.

Kernstück der Überwachungseinrichtung bildet Rheinmetalls Führungssystem-Software. Rheinmetalls Command and Control Software ist eine leistungsfähige, innovative Software zur Führungsunterstützung, die alle NATO-Anforderungen erfüllt. Rheinmetalls Command and Control Software unterstützt die Entscheidungsfindung der Führungs- und Stabsorganisation. Die Software verarbeitet, dokumentiert und verwaltet Sensordaten beliebiger Menge und Größe und unterstützt die Planung und den Einsatz taktischer Mittel.

Rheinmetall verfügt als Hochtechnologieunternehmen für Sicherheit und Mobilität über eine ausgewiesene Expertise beim Schutz kritischer Infrastruktur. So kam Rheinmetall-Technologie beispielsweise beim Schutz der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver zum Einsatz.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Rheinmetall weiter auf profitablem Wachstumskurs – Auch 2018 Umsatzzuwachs und Ergebnissteigerung erwartet

.
Ausblick 2018

  • Umsatzsteigerung im Konzern von 8% bis 9% erwartet
  • Operative Ergebnisrendite soll im Konzern auf rund 7% steigen
  • Automotive prognostiziert weiteres Umsatzwachstum in Höhe von 3% bis 4% und eine operative Ergebnisrendite von rund 8,5%
  • Defence rechnet mit Umsatzzuwachs von 12% bis 14% und einer Rendite-Verbesserung auf 6,0% bis 6,5%

Geschäftsjahr 2017

  • Konzernumsatz ist um 5% auf 5.896 MioEUR gestiegen
  • Operatives Ergebnis um 13% auf 400 MioEUR verbessert
  • Ergebnis nach Steuern erhöht sich um 37 MioEUR auf 252 MioEUR
  • Operativer Free Cash Flow von 161 MioEUR auf 276 MioEUR verbessert
  • Dividende soll um 17% auf 1,70 EUR angehoben werden

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern rechnet auch für das Geschäftsjahr 2018 in seinen beiden Unternehmensbereichen Automotive und Defence mit anhaltendem organischen Umsatzwachstum und einer weiteren operativen Ergebnissteigerung. Der Jahresumsatz des Technologiekonzerns soll im laufenden Geschäftsjahr organisch um 8% bis 9% wachsen.

Dabei erhöht sich die für den Konzern prognostizierte operative Ergebnisrendite auf 7%, nach 6,8% im Geschäftsjahr 2017.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Wir haben alle Chancen, bei Umsatz und Ertrag weiter zu wachsen. Mit unserer Präsenz in den wichtigen globalen Märkten sind wir mit beiden Sparten bestens aufgestellt und haben das Fundament für weiteres profitables Wachstum gelegt. Bei Automotive werden wir uns auch in Zukunft auf einen Mix an Antriebstechnologien einstellen müssen. Wir profitieren mit unseren Produkten zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung von der wachsenden Nachfrage nach umweltgerechter Mobilität. Gleichzeitig bauen wir unsere Aktivitäten im Bereich E-Mobilität zielgerichtet aus. Bei Defence wird der allgemeine Trend zur verstärkten Sicherheitsvorsorge in Deutschland und im Ausland unser Geschäft positiv beeinflussen.“

Operatives Ergebnis und Free Cash Flow in 2017 deutlich erhöht

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Rheinmetall-Konzern einen Umsatz von 5.896 MioEUR erzielt und damit – gemessen am Vorjahreswert von 5.602 MioEUR – ein Wachstum von 5% realisiert. Zur Erlössteigerung im Konzern haben erneut beide Sparten beigetragen.

Der Unternehmensbereich Automotive erhöhte seinen Umsatz um 8% auf 2.861 MioEUR. Defence erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 3.036 MioEUR und lag damit um 3% über dem Vorjahreswert. Der Auslandsanteil des Konzernumsatzes blieb im Geschäftsjahr 2017 mit 76% unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Der Auftragseingang des Rheinmetall-Konzerns lag im Geschäftsjahr 2017 mit 5.884 MioEUR (Vorjahr: 5.720 MioEUR) auf dem Niveau des Umsatzes. Der Auftragsbestand belief sich am 31. Dezember 2017 auf 6.936 MioEUR und blieb damit leicht unter dem Vorjahreswert (7.114 MioEUR).

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) kletterte um 13% auf 400 MioEUR, nach 353 MioEUR im Vorjahr. Die operative Marge im Konzern erhöhte sich auf 6,8% (Vorjahr: 6,3%).

Unter Berücksichtigung von Sondereffekten in Höhe von -15 MioEUR beläuft sich das berichtete EBIT auf 385 MioEUR. Sondereffekte entstanden einerseits durch Restrukturierungskosten an zwei Standorten (-24 MioEUR) sowie den Erlös aus einem Immobilienverkauf (+9 MioEUR).

Das Ergebnis nach Steuern erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Konzernebene 252 MioEUR, nach 215 MioEUR im Jahr 2016. Unter Berücksichtigung des auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Ergebnisses errechnet sich für 2017 ein Ergebnis je Aktie von 5,24 EUR (2016: 4,69 EUR).

Der operative Free Cash Flow ist ebenfalls gestiegen. Im Konzern lag er 2017 bei 276 MioEUR und damit signifikant über dem Vorjahreswert von 161 MioEUR.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 8. Mai 2018 vor, die Dividende auf 1,70 EUR je Aktie zu erhöhen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 32%. Im Vorjahr wurde eine Dividende von 1,45 EUR je Aktie ausgeschüttet.

Automotive wächst stärker als der Markt und zeigt anhaltend hohe Profitabilität

Rheinmetall Automotive konnte sein Geschäftsvolumen 2017 spürbar erhöhen und erzielte einen Umsatz von 2.861 MioEUR, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 205 MioEUR oder 8% entspricht. Der Anstieg übertrifft damit deutlich das Wachstum der weltweiten Produktion von Light Vehicles in Höhe von 2,1%.

Der Umsatzzuwachs wird von allen drei Divisionen getragen. Mechatronics legte beim Umsatz im Berichtsjahr um 9% auf 1.621 MioEUR zu und verdankt dies einer hohen Nachfrage nach Produkten zur Emissions- und Verbrauchsreduzierung. Die Umsatzerlöse der Division Hardparts stiegen um 5% auf 968 MioEUR, was insbesondere auf eine Erholung der Nachfrage im Großkolbengeschäft zurückging. Das Handelsgeschäft der Division Aftermarket verzeichnete eine Steigerung um 11% auf 359 MioEUR.

Dabei blieben die Anteile der drei Divisionen am Umsatz der Sparte weitgehend unverändert. Mechatronics war mit einem Anteil von 55% (Vorjahr: 54%) innerhalb des Unternehmens-bereichs Automotive auch im Geschäftsjahr 2017 die umsatzstärkste Division. Der Umsatzanteil des Bereichs Hardparts belief sich auf 33% (Vorjahr: 34%), Aftermarket trug wie im Vorjahr 12% zum Umsatz bei.

Das operative Ergebnis des Unternehmensbereichs Automotive erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 249 MioEUR, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 26 MioEUR oder 12%. Zum operativen Ergebnis steuerte die Division Mechatronics mit 176 MioEUR den größten Anteil bei. Mit einer operativen Umsatzmarge von 8,7% hat Automotive das bereits gute Vorjahresniveau der Sparte von 8,4% übertroffen.

Unter Berücksichtigung eines Sondereffekts in Höhe von -22 MioEUR aus der Schließung eines Kolbenwerks in Frankreich ergibt sich ein berichtetes EBIT in Höhe von 227 MioEUR.

Die chinesischen 50/50-Joint-Ventures des Unternehmensbereichs Automotive, deren Umsatz nicht bei Rheinmetall konsolidiert wird, haben sich im Geschäftsjahr 2017 erfolgreich weiter entwickelt. Die Erlöse der Joint-Ventures sind in lokaler Währung um 7% auf 6.447 MioCNY gestiegen (2016: 6.037 MioCNY), bei einem allgemeinen Produktions-wachstum im Bereich Light Vehicles in China von rund 2%. Die in die Konsolidierung einbezogenen 100%-Tochtergesellschaften in China sind noch dynamischer gewachsen, ihr Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2017 um 21% auf 969 MioCNY (2016: 798 MioCNY). In EUR haben sich die Erlöse der chinesischen Joint-Ventures um 2% von 825 MioEUR auf 845 MioEUR erhöht. Die 100%-Tochtergesellschaften konnten ihren Umsatz um 17% von 109 MioEUR auf 127 MioEUR steigern.

Defence mit deutlich gesteigertem operativem Ergebnis

Der Unternehmensbereich Defence hat den Umsatz im Berichtszeitraum um 90 MioEUR oder 3% auf 3.036 MioEUR erhöht, nach 2.946 MioEUR im Vorjahr.

Die Sparte verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Auftragseingang in Höhe von 2.963 MioEUR und blieb damit nur leicht unter dem hohen Niveau des Vorjahres (2016: 3.050 MioEUR).

Der Auftragsbestand am 31. Dezember 2017 erreichte 6.416 MioEUR (2016: 6.656 MioEUR). Größte Einzelaufträge im Auftragsbestand sind die in der Auslieferung befindlichen Programme Land 121 für Australien (militärische Lkw), Schützenpanzer Puma für Deutschland sowie Bauteile für die algerischen Fuchs-Fahrzeuge.

Das weiterhin hohe Niveau beim Auftragsbestand sichert wesentliche Teile des geplanten organischen Wachstums im Defence-Bereich für 2018 und in den Folgejahren ab.

Beim Ergebnis hat der Unternehmensbereich Defence deutlich zugelegt. Er erzielte im vergangenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) von 174 MioEUR, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 27 MioEUR oder 18% entspricht. Sondereffekte in Höhe von -2 MioEUR – resultierend aus der Kapazitäts-anpassung an einem niederländischen Standort – führen zu einem berichteten EBIT in Höhe von 172 MioEUR für das Geschäftsjahr.

Wie im Jahr zuvor resultiert die Ergebnisverbesserung aus der positiven Entwicklung in den Divisionen Weapon and Ammunition und Vehicle Systems. Hervorzuheben sind hierbei unter anderem margenstarke Munitionsumsätze sowie die weiter gute Auslastung im Bereich Vehicle Systems.

Die Profitabilität der Sparte ist dabei weiter gestiegen. Die operative Ergebnisrendite erhöhte sich um 0,7 Prozentpunkte von 5,0% auf 5,7%. Der operative Free Cash Flow hat sich auf 238 MioEUR mehr als verdoppelt (2016: 103 MioEUR).

Ausblick 2018

Fortsetzung des Umsatzwachstums in beiden Unternehmensbereichen

Rheinmetall erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine Fortsetzung des Wachstumskurses im Konzern. Der Jahresumsatz der Rheinmetall AG soll im laufenden Geschäftsjahr – ausgehend von 5,9 MrdEUR im Jahr 2017 – organisch um 8% bis 9% ansteigen. Dabei wird in beiden Unternehmensbereichen mit einem Umsatzwachstum gerechnet.

Der Umsatzverlauf im Unternehmensbereich Automotive wird entscheidend von der Konjunkturentwicklung in den bedeutenden Automobilmärkten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien beeinflusst. Basierend auf den aktuellen Expertenprognosen für die Entwicklung der globalen Automobilproduktion in diesem Jahr, die von einem Zuwachs von rund 2% ausgehen, erwartet Rheinmetall für den Unternehmensbereich Automotive ein Umsatzwachstum von 3% bis 4%.

Für den Defence-Bereich prognostiziert Rheinmetall im Geschäftsjahr 2018 einen zweistelligen Umsatzzuwachs von 12% bis 14%. Diese Umsatzerwartung für 2018 ist wie im Vorjahr durch eine relativ hohe Abdeckung aus dem bestehenden Auftragsbestand weitgehend abgesichert.

Weitere Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2018 erwartet

Für das Automotive-Segment rechnet Rheinmetall im Geschäftsjahr 2018 bei einer stabilen Konjunkturentwicklung mit einer absoluten Verbesserung des operativen Ergebnisses und einer operativen Ergebnisrendite von rund 8,5%. Auch in der Defence-Sparte geht Rheinmetall für 2018 von einer weiteren Verbesserung beim operativen Ergebnis aus und erwartet eine operative Ergebnisrendite zwischen 6,0% und 6,5%.

Für den Rheinmetall-Konzern ergibt sich – unter Berücksichtigung der Holdingkosten und unter Einrechnung von Aufwendungen in niedriger zweistelliger Millionenhöhe für die Realisierung und Vermarktung neuer Technologien – eine Rendite von rund 7%.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen der Rheinmetall AG sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Diese sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Rheinmetall übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Schaltbau vollzieht Bubenzer-Transaktion plangemäß

  • Überbrückungsfinanzierung vor Fälligkeit zurückgeführt
  • Pintsch Bubenzer wie angekündigt veräußert

Nach dem gerade erfolgten erfolgreichen Abschluss ihrer mehrfach überzeichneten Kapitalerhöhung hat die Schaltbau Holding AG bereits einige Tage vor Fälligkeit eine Überbrückungsfinanzierung und weitere Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt rund 32,5 Mio. EUR zurückgeführt. Wie erwartet hat Schaltbau zudem den angekündigten Mittelzufluss aus der planmäßigen Veräußerung von Pintsch Bubenzer in Höhe von rund 30 Mio.EUR erhalten.

Das Schaltbau-Management führt seit Anfang 2017 einen umfangreichen Restrukturierungs- und Neupositionierungsprozess für den Konzern durch. Zur Gewinnung notwendiger finanzieller Spielräume ist Anfang des Jahres 2018 eine Kapitalerhöhung mit großem Erfolg abgeschlossen worden, aus der dem Unternehmen netto rund 46 Mio.EUR zugeflossen sind. Die insgesamt 2.242.420 neuen Aktien der Schaltbau Holding AG sind am 19. Februar 2018 in den Börsenhandel aufgenommen worden.

Zusätzlich zu dem neu gewonnenen Eigenkapital verfügt Schaltbau nun über den Mittelzufluss aus der vollzogenen Veräußerung der nicht zum Kerngeschäft gehöhrenden Pintsch Bubenzer. Auch stehen dem Unternehmen weitere bislang auf einem Sonderkonto gehaltene rund 16 Mio. EUR aus einer Kapitalerhöhung zur Verfügung, die im Frühjahr 2017 durchgeführt worden war. Nach der bereits erfolgten Rückführung der Überbrückungsfinanzierung kann das Management somit auf umfangreiche liquide Mittel zurückgreifen und damit die Finanzierungssituation des Konzerns weiter wesentlich verbessern.

Schaltbau hält in seinen Kerngeschäften eine führende Marktposition, die das Management im Rahmen der laufenden Restrukturierung weiter stärkt. Profitable und nachhaltig erfolgreiche Geschäftsfelder werden gezielt weitergeführt und zugleich effizienter aufgestellt. Die bislang hohe Komplexität der Schaltbau-Gruppe wird dabei wesentlich verringert und das Unternehmen wettbewerbsfähiger ausgerichtet.

Das von Schaltbau ausgewiesene Konzern-Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 wird durch die bereits im November angekündigten negativen Sondereffekte aus der vorgenommenen Wertberichtigung auf den Beteiligungsansatz der Sepsa wesentlich beeinflusst sein. Für das Geschäftsjahr 2018 strebt das Management auf Basis der stabilisierten Auftragslage unverändert eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte operative Ertragslage an.

Disclaimer
Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf der gegenwärtigen Sicht, Erwartungen und Annahmen des Managements der Schaltbau Holding AG und beinhalten bekannte und unbekannte Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Resultate, Ergebnisse oder Ereignisse erheblich von den darin enthalten ausdrücklichen oder impliziten Aussagen abweichen können. Die tatsächlichen Resultate, Ergebnisse oder Ereignisse können wesentlich von den hierin beschriebenen aufgrund von Faktoren abweichen, die die Schaltbau Holding AG betreffen, unter anderem Veränderungen des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds oder der Wettbewerbssituation, Kapitalmarktrisiken, Wechselkursschwankungen und dem Wettbewerb durch andere Unternehmen, sowie Änderungen in einer ausländischen oder inländischen Rechtsordnung, insbesondere das steuerrechtliche Umfeld betreffend. Die Schaltbau Holding AG übernimmt keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Rheinmetall legt vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vor

.

– Konzernumsatz wächst um 5% auf 5.896 MioEUR
– Operatives Ergebnis um 13% auf 400 MioEUR gesteigert
– Operativer Free Cash Flow signifikant auf 276 MioEUR verbessert
– Automotive erzielt operatives Ergebnis von 249 MioEUR und erhöht operative Marge auf 8,7%
– Defence steigert operatives Ergebnis auf 174 MioEUR – operative Rendite klettert auf 5,7%

Der Düsseldorfer Technologiekonzern Rheinmetall hat im Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz von 5.896 MioEUR erwirtschaftet. Gemessen am Vorjahreswert von 5.602 MioEUR ist der Umsatz um 294 MioEUR oder 5% gestiegen. Zur Erlössteigerung im Konzern haben erneut beide Unternehmensbereiche beigetragen.

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) konnte im Geschäftsjahr 2017 um 47 MioEUR oder 13% auf 400 MioEUR gesteigert werden, nach 353 MioEUR im Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung von Sondereffekten in Höhe von -15 MioEUR beläuft sich das EBIT auf 385 MioEUR. Sondereffekte entstanden einerseits durch Restrukturierungskosten an zwei Standorten (-24 MioEUR) sowie ertragsseitig durch einen Immobilienverkauf (+9 MioEUR) im Zusammenhang mit dem ehemaligen Produktionsgelände in Hamburg.

Die operative Ergebnisverbesserung wird von der soliden Geschäftsentwicklung beider Unternehmensbereiche getragen. Damit steigert Rheinmetall im Jahr 2017 die operative Marge im Konzern auf 6,8%, nach 6,3% im Vorjahr. Der zuletzt gegebene Ausblick, der auf eine operative Marge von leicht über 6,5% abzielte, wird damit in vollem Umfang erfüllt.

Der operative Free Cash Flow ist ebenfalls gestiegen. Im Konzern lag er 2017 bei 276 MioEUR und damit signifikant über dem Vorjahreswert von 161 MioEUR.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: "Unser Technologiekonzern ist weiter auf gesundem Wachstumskurs. Im Geschäftsjahr 2017 haben wir beim Umsatz und Ergebnis weiter zugelegt. Auch beim Cash Flow ist uns erneut eine erhebliche Steigerung gelungen. Mit unseren Themen Mobilität und Sicherheit sehen wir uns sehr gut aufgestellt, um in den weltweiten Wachstumsmärkten erfolgreich zu sein und das Geschäftsvolumen weiter zu steigern. Unser Ziel ist es nicht nur, technologisch wichtige Trends zu setzen und Marktpositionen auszubauen, sondern insbesondere auch das Ergebnis und den Cashflow weiter zu steigern.“

Automotive erzielt Rekordumsatz

Der Unternehmensbereich Automotive hat sich im Geschäftsjahr 2017 weiter positiv entwickelt und bei allen wesentlichen Kennzahlen die jeweiligen Vorjahreswerte übertroffen. Beim Umsatz legte der Bereich um 8% zu und steigerte die Erlöse auf einen neuen Höchstwert von 2.861 MioEUR (Vorjahr: 2.656 MioEUR).

Den größten Wachstumsbeitrag leistete im Jahr 2017 wieder die Division Mechatronics, die mit ihren Produkten zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung ein Umsatzwachstum in Höhe von 130 MioEUR oder 9% gegenüber dem Vorjahr erzielte.

In den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs sind die Beiträge der Joint-Ventures in China nicht enthalten. Dort sind die Erlöse um 20 MioEUR auf 845 MioEUR gestiegen (Vorjahr: 825 MioEUR). Um Währungseinflüsse bereinigt beträgt das Erlöswachstum in China 9%. Die 100%-Tochtergesellschaften von Rheinmetall Automotive in China haben ihren Umsatz um 17% von 109 MioEUR im Vorjahr auf 127 MioEUR im Jahr 2017 erhöht.

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) des Automotive-Bereichs erreichte im Geschäftsjahr 2017 einen neuen Höchstwert von 249 MioEUR (Vorjahr: 223 MioEUR). Nach Einbeziehung von Kosten in Höhe von 22 MioEUR für die Schließung eines Produktionsstandorts in Frankreich beläuft sich das EBIT der Sparte auf 227 MioEUR.

Die operative Marge im Jahr 2017 stieg auf 8,7%, nach 8,4% im Vorjahr.

Defence mit Wachstum und signifikanter Ergebnisverbesserung

Der Unternehmensbereich Defence erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 3.036 MioEUR. Dies entspricht einem Zuwachs von 3% oder 90 MioEUR gemessen am Vorjahreswert von 2.946 MioEUR.

Die Sparte verbuchte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Auftragseingang in Höhe von 2.963 MioEUR, der damit nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (3.050 MioEUR) lag. Der Umsatz wie auch der Auftragseingang des Defence-Bereichs zeigten sich im vierten Quartal 2017 beeinflusst von ausstehenden Exportentscheidungen der Bundesregierung, die ihren Grund in der verzögerten Regierungsbildung haben, sowie von einzelnen Projektverschiebungen ins Geschäftsjahr 2018.

Der Auftragsbestand von Rheinmetall Defence zeigte sich angesichts umfangreicher Auslieferungen leicht rückläufig und lag zum Jahresende 2017 bei 6.416 MioEUR (31. Dezember 2016: 6.656 MioEUR).

Beim Ergebnis hat der Unternehmensbereich 2017 überproportional zum Umsatzwachstum zugelegt. Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) erreichte im Berichtsjahr 174 MioEUR und übertrifft damit den Vergleichswert des Vorjahres um 27 MioEUR oder 18%. Nach Abzug von Einmalaufwendungen in Höhe von 2 MioEUR, die für die Kapazitätsanpassung eines Standorts in den Niederlanden entstanden sind, beträgt das EBIT der Sparte 172 MioEUR.

Die operative Marge von Rheinmetall Defence erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 auf 5,7%, nach 5,0% im Vorjahr.

Die endgültigen Geschäftszahlen und den Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 wird Rheinmetall am 15. März 2018 veröffentlichen.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox