Die publicplan GmbH informiert über den praktischen Einsatz von Drupal in Behörden

Die publicplan GmbH veranstaltet dieses Jahr zum dritten Mal den Anwendertag „Drupal in der Öffentlichen Verwaltung“ in Düsseldorf. Am 27. September 2018 dreht sich alles um die vielseitigen Funktionen und Anwendungsbereiche des Content-Management-Systems „Drupal“ und den sinnvollen Einsatz für E-Government-Vorhaben. Neben praxisnahen Fachvorträgen von Vertretern des Öffentlichen Sektors liegt der Fokus in diesem Jahr auf bereits erfolgreich umgesetzten Drupal-Projekten.

Die Öffentliche Hand steht mehr und mehr vor der Herausforderung, Bürgern Informationen und Verwaltungsprozesse im Web einfach zugänglich zu machen. Um ihren digitalen Bürgerservice zu optimieren, setzen Verwaltungen zunehmend auf das Content-Management-System Drupal. Der 3. Anwendertag „Drupal in der Öffentlichen Verwaltung“ bietet Entscheidern und Redakteuren die einzigartige Gelegenheit, sich über die breitgefächerten Einsatzmöglichkeiten der Software zu informieren. „Drupal hat für Verwaltungen viele Vorteile, weil es exakt an die vielseitigen Anforderungen in einer Behörde angepasst werden kann“, sagt Dr. Christian Knebel, Geschäftsführer der publicplan GmbH. Die Open-Source-Software ist frei im Web verfügbar und profitiert von einer der weltweit größten Entwickler-Gemeinschaft, die das System ständig weiterentwickelt und verbessert. „Für E-Government-Vorhaben ist das optimal: Drupal verfügt dadurch über einen großen Funktionsumfang, der sich flexibel für Websites, E-Government-Portale oder Intranet-Anwendungen einsetzen lässt.“

Drupal in der Praxis

Die publicplan GmbH hat zudem gemeinsam mit ihren Partnern 1xINTERNET und Reinblau die Software deGov auf Basis von Drupal entwickelt. Die Software ist genau auf den Einsatz im Öffentlichen Sektor zugeschnitten und bietet damit die ideale technische Grundlage für E-Government-Projekte. Dass die maßgeschneiderte Lösung gut ankommt, lässt sich anhand von vielen erfolgreichen Praxiseinsetzen ablesen. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr viele Best-Practices vorstellen können, die wir mit deGov umgesetzt haben“, sagt Dr. Knebel. Besondere Highlights der Veranstaltung sind Vorträge über den Website-Relaunch des nordrhein-westfälischen Ministerium des Innern und die erst kürzlich realisierte elektronische Gewerbeanmeldung in NRW. Der Tag hält zudem praxisnahe Präsentationen zur Umsetzung von Intranet-Anwendungen und die Backend-Bearbeitung von deGov-Auftritten bereit. Die ausgewählten Referenten aus dem Public Sector gewähren darüber hinaus Einblicke in die Welt des agilen Projektmanagements und der Umsetzung von Barrierearmut mit Drupal.

Der Anwendertag „Drupal in der Öffentlichen Verwaltung“ findet im Hotel "Melià Düsseldorf“ statt. Informationen zum Tagesprogramm und zur kostenlosen Anmeldung stehen unter www.publicplan.de/anwendertag-2018 bereit.

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Tangiert die „Digitale Revolution“ unsere nationalen Interessen?

o Mangelnder Glasfaserausbau gefährdet Industrie 4.0 & IOT
o DVTM und sein „Think Tank“ arbeiten an einer „Digitalisierungs-Initiative“

Der Blick auf die aktuelle Lage lässt den Betrachter erschrecken: Deutschland liegt beim Glasfaserausbau, wichtige Voraussetzung für Industrie 4.0 und dem zukunftsträchtigen Thema IOT, laut FTTH Council* in der EU auf Platz 20 und in der Weltrangliste sogar nur auf Platz 59 von 63 Nationen. Anstatt nach vorne zu rücken, rutschte das Land zuletzt sogar ab. Die „Digitale Revolution“: Deutschland ist dabei, sie zu verschlafen! Dabei dürfte sich an dieser Frage die Zukunft des Landes entscheiden. Der frühere E-Plus-Chef Dr. Horst Lennertz und Pionier des deutschen Mobilfunks, forderte daher auf einem hochkarätig besetzten Panel anlässlich der Hauptversammlung des Deutschen Verbandes für Telekommunikation und Medien (DVTM e.V.) eine Milliarden-Investition sowie eine konzertierte Aktion der Politik und aller Marktteilnehmer. Der Verband selbst kündigte noch für dieses Jahr eine Digitalisierungs-Initiative an.

Er müsse nun nicht mehr nur das Interesse eines einzelnen Marktteilnehmers vertreten, sondern könne unabhängig sagen, was für die dringend erforderliche „Digitale Revolution“ in Deutschland nötig sei, sagte Dr. Lennertz auf der Paneldiskussion. Lennertz zu Folge entscheide sich an dieser Stelle das Wohl und Wehe der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Insofern sei die Digitalisierung ganz klar von „Nationalem Interesse“. „Wenn wir den Standort Deutschland entwickeln möchten, brauchen wir 5G und damit Glasfaser. In den nächsten sechs Jahren ist dies dringend erforderlich“, so Horst Lennertz. Er schätzt in diesem Zusammenhang Kosten in Höhe von 70 Milliarden Euro. Die könnten „meiner Meinung nach durch eine „Gemeinschaftsplattform“, eine Netzgesellschaft, in die alle Marktplayer Ihre Assets mit einbringen, geschultert werden. Im Rahmen derer sollten alle Marktteilnehmer – die kleinen und die großen – abgesprochen und zeitlich befristet für dieses Projekt zusammenarbeiten“, fuhr er fort. Dr. Lennartz fordert weiterhin eine Renditegarantie für verlegte Glasfaser, egal wer sie verlegt und einbringt. Damit stünde dann genügend Kapital zur Verfügung, so dass der Ausbau vorangetrieben werden könnte. Auch die Politik müsse ihren Beitrag im Sinne unseres „Nationalen Interesses“ leisten und eine Führungs- und Vorreiterrolle übernehmen.

Fr. Dr. Henseler Unger, Geschäftsführer des renommierten WIK Institutes, unterstützt diesen Ansatz: Südkorea, Japan und Singapur haben andere Wege als Europa beschritten und sind gute Beispiele, die zeigen, dass mit hohem staatlichen Engagement der Glasfaserausbau erfolgreich voran getrieben wurde, und gleichwohl nun intensiver Dienste Wettbewerb zum Wohl des Kunden herrscht.

DVTM-Vorstandsvorsitzender Renatus Zilles kündigte noch für dieses Jahr eine „Digitalisierungs-Initiative“ seines Verbands gemeinsam mit dem renommierten DVTM „Think Tank“ an. Er forderte endlich mehr Glasfaser, eine Initialzündung und Wettbewerb: „Wir haben in unserem „Think Tank“ zur „Digitalen Revolution“ in Deutschland in den letzten Tagen und Wochen kontrovers diskutiert, uns viele Gedanken gemacht, erste Lösungsansätze konzipiert und entwickeln weiterführende Ideen, wie der Prozess kurzfristig, effizient und nachhaltig angeschoben werden kann. Denn es geht hierbei weniger um Wettbewerbsthemen, als vielmehr um die Wahrung „Nationaler Interessen“. Das ist dringend nötig!“ Dem DVTM„Think Tank“ gehört unter anderem der ex-RTL-Chef Helmut Thoma, jetzt Aufsichtsrat-Chef der freenet AG an, der auch an der Talkrunde teilnahm. Seine ernüchternde Analyse: „Viele haben die Bedeutung des Themas noch nicht erfasst. Dazu gehört auch die Politik, die nicht weitsichtig genug denkt, sondern nur bis zur nächsten Wahl. Das muss sich ändern“, so der frühere Medienmanager.

*FTTH/B European & Global Ranking – Sep 2017

Dem „Think Tank“ gehören an Dr. Ing. e.h., Dr. jur. h.c. Wolfgang Clement (Ministerpräsident NRW und Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit a.D.), Dr. Detlef Eckert (Global Policy Affairs bei Huawei Technologies Co. Ltd., ehemaliger Direktor der Europäischen Kommission), Dr. Iris Henseler-Unger (Direktorin und Geschäftsführerin der WIK GmbH und Geschäftsführerin der WIK Consult GmbH, ehemalige Vizepräsidentin der BNetzA), Dr. Karl-Heinz Neumann (Senior Advisor WIK Consult GmbH, ehemaliger Direktor und Geschäftsführer der WIK GmbH / WIK Consult GmbH), Dr. h.c. Hans-Joachim Otto (Rechtsanwalt und Notar, Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundeswirtschaftsminister a.D.), Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring (Rechtsanwalt, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien a.D.), Peter Schaar (Vorsitzender der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz, Berlin, (EAID); Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit a.D.), Prof. Dr. Norbert Schneider (Direktor Landesanstalt für Medien NRW a.D.), Prof. Dr. Patrick Sensburg (Mitglied des Deutschen Bundestags, Vorsitzender des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung, Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucher-schutz und im Parlamentarischen Kontrollgremium PKGr, Mitglied des Ältestenrates des Deutschen Bundestages), Dr. Georg Serentschy (International tätiger Berater, davor Chef der österreichischen Telekom-Regulierungsbehörde RTR und Vorsitzender der BEREC), Prof. Dr. Helmut Thoma (Gründer von RTL Television, Aufsichtsratsvorsitzender der freenet AG, Medienberater), Dr. Michael Vesper (Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident NRW, ehemaliger
Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

 

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3D-Druck-Pionier RUHRSOURCE vergibt Unternehmensanteile an Investoren zwecks Wachstumsfinanzierung

Das Gründungs- und erste Geschäftsjahr 2017 war für die RUHRSOURCE auf ganzer Linie ein Erfolg: sowohl finanziell, strategisch als auch vom Learning der drei Gründer. Nach aktueller Planung wird bereits bei gleichbleibender Leistung in 2019 die 2.000.000,- € Umsatzmarke geknackt.

Um schneller weitere Märkte zu erschließen und Länder zu erreichen, sucht die Invest-förderfähige RUHRSOURCE GmbH nun nach einem tatkräftigen, innovativen Investor als Sparringspartner. Für eine Wachstumsfinanzierung werden Unternehmensanteile zu attraktiven Konditionen vergeben.

Die RUHRSOURCE GmbH mit Sitz in Bochum blickt bereits auf eine fast dreijährige Historie zurück. Die drei Gründer (Dominik Halm, Christopher Maiwald und E. Christian Fleischmann, geb. Urginus) schrieben es sich 2015 auf die Kappe, den 3D-Druck zu revolutionieren, indem sie ihn so einfach wie Drucken auf einem weißen Blatt Papier machen wollten. Mit Erfolg. Im Februar 2017 wurde die RUHRSOURCE GmbH, teils aus eigenen Mitteln, teils aus Fremdkapital, aber vor allem aus Software-Verkäufen gegründet und gelten seither als ernst zu nehmender Konkurrent von Autodesk sowie Materialise. O-Ton der Software-Kunden:

  • "CUR3D fängt da an, wo andere Branchenlösungen aufhören!", Winfried Tilke, XTRUDR UG
  • "In unserem Unternehmen häufen sich die Anfragen, Architekturmodelle unserer Bauvorhaben, zu drucken. Leider war die Aufbereitung bisher entweder sehr zeitintensiv oder erst gar nicht möglich bzw. unwirtschaftlich. Zudem finde ich es toll, dass ihre Software keinerlei Clouddienste in Anspruch nimmt und trotzdem eine wahnsinnige Performance bietet. […] Diese Software trifft 100% unsere Ansprüche, an Möglichkeiten der Einstellungen […]", Benjamin Kapfinger, Lindner Group KG

Zu den Aufgabenfeldern der RUHRSOURCE gehören seit jeher die Eigenentwicklung von Software zur Vereinfachung des 3D-Drucks (CUR3D – die erste echte 3D-Druckvorstufe, die konkurrenzlos alles in Sekundenschnelle und ohne Aufwand 3D-druckbar macht), aber auch Dienstleistungen im gesamten Feld der additiven Fertigung; darunter unter anderem Architektur, Medizin sowie Metallbau. Nicht nur in NRW sind die Bochumer deshalb in aller Munde. Deutschlandweit wird das junge Unternehmen als Speaker oder sogar Publikumsmagnet gebucht; immer die eigene Mission im Hinterkopf: der 3D-Druck muss einfacher und für jedermann zugänglich werden. Seit kurzem ist die RUHRSOURCE GmbH außerdem offizieller Dozent der IHK, Fachbereich "Additive Fertigung".

Durch den Vertrieb innovativer Hardware der Hersteller CraftUnique aus Ungarn und Mosaic Manufacturing aus Kanada runden sie ihr 3D-Druck-Portfolio vollkommen ab.

Interessierte Investoren und Business Angels dürfen mit den geschäftsführenden Gesellschaftern gerne direkt in Kontakt treten:

Herr Dominik Halm

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Mit Lean-Methoden zur schlanken und effizienteren Fertigung

Dank schlankerer Prozessstrukturen erhöhte der Armaturenspezialist DALMINEX nicht nur seine Produktivität, sondern auch seine Material- und Energieeffizienz. Unterstützung bei der Planung und Umsetzung erhielt das Unternehmen von der Effizienz-Agentur NRW, dem Kompetenzzentrum für Ressourceneffizienz in Nordrhein-Westfalen.

Die DALMINEX GmbH fertigt am Standort Schloß Holte-Stukenbrock Bedienungselemente für Armaturen, insbesondere Einbaugarnituren und Schlüsselstangenverlängerungen für erdverlegte Armaturen. Der Standort wurde seit 1993 kontinuierlich ausgebaut und die Produktion dem Wachstum angepasst.

„Im Zuge von geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen kamen wir über die Volksbank Bielefeld-Gütersloh mit der Effizienz-Agentur NRW in Kontakt“, erklärt Markus Kerstingjohänner, Geschäftsführer von DALMINEX.

Diese vermittelte zunächst eine Potenzialberatung der Regionalagentur OWL. Darauf aufbauend entschied sich DALMINEX für eine vertiefende Ressourceneffizienzberatung der Effizienz-Agentur NRW (EFA).

„Unser Ziel war es, Fertigungsabläufe, Flächennutzung und Einsatzquote des Rohmaterials zu verbessern. Zudem sollten die Umlaufbestände und die Variantenvielfalt in einzelnen Produktelementen reduziert werden“, erläutert Kerstingjohänner.

Die Produktion der Einbaugarnituren erfolgte zuvor konventionell als Werkstattfertigung, mit häufig langen Durchlaufzeiten und vermeidbarem Ausschuss. Ziel der Ressourceneffizienzberatung war es, die Grundlage zu schaffen, um für alle Produktvarianten eine Fließfertigung aufzubauen.

Erste Schritte in diese Richtung hatte DALMINEX bereits nach der Potenzialberatung vorgenommen. Die Kunststoffabteilung wurde in die ehemalige Schlosserwerkstatt verlegt – nahe an die Stahlfertigung. In die frei gewordene ehemalige Kunststoffhalle zogen Versand, Qualitätskontrolle und Logistik.

„Der Schlüssel zur weiteren erfolgreichen Maßnahmenentwicklung im Rahmen der Ressourceneffizienzberatung war die konsequente und frühzeitige Einbindung der Mitarbeiter“, so Ressourceneffizienzberaterin Heike Wulf vom EFA-Regionalbüro Bielefeld. „Dies geschah vor allem durch Workshops zur Analyse bestehender und der Planung künftiger Abläufe.“

Auf dieser Basis, ergänzt durch eine Prozessanalyse, wurde die Fertigung in den Fluss gebracht. Heute kann DALMINEX entlang der Produktionslinie die Mitarbeiter so flexibel einsetzen, dass die jeweiligen Fertigungsstationen entsprechend der Produktanforderung ideal besetzt werden können. Die Durchlaufzeiten entsprechen daher annähernd der Summe der Planzeiten der einzelnen Produktionsschritte.

Personalbedingte Engpässe, Wartezeiten und Suchzeiten entfallen. Gleichzeitig verringerte sich der Materialbedarf durch eine verbesserte Materialausnutzung und gesenkte Ausschussquoten. Die neu angeordneten Produktionsschritte erhöhten darüber hinaus auch die Prozesssicherheit.

Das Unternehmen konnte ebenfalls die Kommissionierung, die verwaltungstechnische Bearbeitung der Aufträge sowie die Vorfertigung vereinfachen und damit schneller gestalten.

Durch die Maßnahmen senkte DALMINEX seinen Materialverbrauch um jährlich ca. 29 t. Auch der Energieverbrauch verringerte sich um 68.000 kWh pro Jahr. Durch die Neustrukturierung der Prozesse gewann der Betrieb rund 1.000 m² an freien Flächen. Ein vor dem Projekt ausführungsreif geplanter Neubau musste nicht realisiert werden. Dadurch wurden ca. 690 t Beton und Stahl nicht verbaut und infolge ca. 156 t CO2-Äquivalente vermieden.

Insgesamt investierte das Unternehmen ca. 113.000 Euro in die Sanierung der Gebäudeinfrastruktur.

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Rheinlandtourismus auf Erfolgskurs

Das Rheinland generierte 2017 mit 28,5 Millionen Übernachtungen mehr als die Hälfte aller gewerblichen Übernachtungen Nordrhein-Westfalens und erzielte damit ein Rekordergebnis. Insgesamt kam es zu einer Millionen zusätzlicher Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr. Von 2012 bis 2017 stieg demnach der Marktanteil von 54,0 auf 55,3 Prozent bezüglich der Gesamtnachfrage in NRW. Auch der Kapazitätsausbau erfährt einen positiven Trend: Stagnierten die Werte 2015 und waren 2016 sogar rückläufig, so kam es 2017 zu einem dynamischen Zuwachs von 4.000 Schlafgelegenheiten. „Der Tourismus ist ein wichtiges Standbein der Wirtschaft im Rheinland“, sagte  Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, bei der Präsentation des zweiten Tourismusbarometers Rheinland im Lehmbruck Museum Duisburg. Die IHK-Initiative Rheinland (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Duisburg/Wesel/Kleve, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid)  hat mit Unterstützung der IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen das Tourismusbarometer Rheinland entwickelt, welches Auskünfte über den Tourismus im Rheinland gibt.

Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium: „Der Tourismus ist ein entscheidender Wachstums-Treiber für das Land Nordrhein-Westfalen. 2017 war wieder ein Rekordjahr für den nordrhein-westfälischen Tourismus. Zum achten Mal in Folge konnten bei den Gästeübernachtungen und bei den Gästeankünften die Vorjahreswerte übertroffen werden. Auf diesen Erfolgen können und wollen wir uns aber nicht ausruhen: Seit Mai erarbeiten wir eine neue Tourismusstrategie. Darin werden der große Einfluss der Digitalisierung und der internationale Wettbewerb um die Gäste von morgen von zentraler Bedeutung sein.“

Alle acht touristischen Regionen des Rheinlands verbuchten 2017 eine positive Übernachtungsbilanz gegenüber 2012. Das Übernachtungsplus für 2017 lag mit 4,3 Prozent wieder oberhalb des Landes- und Bundesdurchschnitts. Einflussfaktoren auf die Nachfragedynamik waren 2017 Entwicklungen auf internationaler Ebene, aber auch der MICE-Markt (Kongresse, Veranstaltungen, Tagungen) mit herausragenden Veranstaltungen, wie etwa der UN-Klimakonferenz. Auch der Incoming-Tourismus (Reisende aus dem Ausland) ist im Rheinland weiterhin von hoher Bedeutung: Kommen in Deutschland etwa 18 Prozent der Gäste aus dem Ausland, so sind es im Rheinland 27 Prozent, in den großen Rheinlandstädten sogar bis zu 40 Prozent. Das Gastgewerbe kam 2017 im Rheinland auf 106.513 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (+14,3 Prozent seit 2014) und 110.958 geringfügig Beschäftigte (+3,9 Prozent seit 2014).                                      

Mit knapp 3 Millionen Übernachtungen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis konnte die Region im achten Jahr in Folge 2017 einen Übernachtungsrekord erzielen. Gemeinsam verzeichneten Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis ein Plus von rund 2,7 %. Ein weiter starkes Geschäftsreiseaufkommen, die positiven Entwicklungen im Deutschlandtourismus und nicht zuletzt die internationale Weltklimakonferenz COP23 haben dazu beigetragen. Ein deutliches Wachstum der Übernachtungen ausländischer Gäste hat im Jahr 2017 um 14,9 % für Bonn und 12,7 % für den Rein Sie Kreis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2016 positiv gestimmt. Weiteres Potenzial verspricht sich die IHK Bonn/Rhein-Sieg von den direkten und indirekten Impulsen durch die UN-Klimakonferenz, welche ein sehr positives Licht auf den regionalen Kongress-Markt geworfen hat.

Die IHK-Initiative Rheinland wünscht sich von Politik und Landesregierung,  den eingeschlagenen Weg des Bürokratieabbaus weiterzugehen: „Die Entfesselungspakete sind ein wichtiger erster Schritt zur Entbürokratisierung des Gastgewerbes und der Wirtschaft allgemein. Die Themen Digitalisierung, Unternehmensnachfolge und der Fachkräftemangel sind weitere Herausforderungen“, so Dietzfelbinger. Hiermit ist nicht nur die Bürokratie bei Kommunen und dem Land Nordrhein-Westfalen gemeint. Auch die eingeführten bürokratischen und finanziellen Belastungen durch die Beherbergungssteuer für das Gastgewerbe zählen hierzu. Kommunen, die eine Bettensteuer erheben, sollten diese daher so schnell wie möglich abschaffen.

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Die Cloud als Lösung für DSGVO-geplagte Lehrer

Seit gut einem Monat ist die Europäische Datenschutzgrundverordnung nun in Kraft – und lange nicht jeder in Deutschland ist glücklich damit. Fotografen sind unsicher, ob sie jetzt noch Menschenmengen ablichten dürfen, Freiberufler, Handwerker und Privatpersonen sehen sich einer aufwändigen Dokumentation von Alltagshandlungen gegenüber – und an einer Düsseldorfer Schule schreiben Lehrer die nächsten Zeugnisse wegen Unklarheiten um den Schutz von Schülerdaten mit der Hand. Eine deutsche Cloudlösung wie etwa PowerFolder könnte zumindest letzteres Problem lösen.

An der Düsseldorfer Gemeinschaftsgrundschule an der Fliednerstraße im Stadtteil Kaiserswerth werden die Lehrer die Zeugnisse in diesem Jahr für die rund 300 Schüler mit der Hand schreiben. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kein Einzelfall – auch andere Schulen in NRW werden so verfahren. Grund ist die EU-Datenschutzgrundverordnung. Die nämlich verlangt von den Lehrern, die wie gewohnt die Zeugnisse weiterhin auf ihrem privaten Rechner zu Hause verfassen wollen, die Unterzeichnung einer 11-seitigen Erklärung, in der sie versichern, dass ihre PCs so sicher seien wie es der Datenschutz verlange – sie also persönlich für die Sicherheit der Schülerdaten haften. So müssen sie zum Beispiel sicherstellen, dass ihr privates Betriebssystem regelmäßig aktualisiert wird, dass ein hinreichender Zugriffsschutz auf die gespeicherten Daten besteht (etwa durch einen Passwortschutz und/oder ein abschließbares Arbeitszimmer) oder dass personenbezogene Daten der Schüler verschlüsselt abgespeichert werden. Hohe Hürden, weshalb viele Lehrer sich auch scheuen, die geforderte Erklärung zu unterschreiben. Zu Recht findet die GEW: Man rate den Lehrkräften, sich sehr genau zu überlegen, ob sie das Dokument unterschreiben wollen, da sie ein Risiko damit eingehen, erklärte GEW-Pressesprecher Berthold Paschert. Und auch der Philologen-Verband riet Lehrern davon ab, die Datenschutzerklärung zu unterzeichnen.

Eine (theoretische) Alternative wäre die Nutzung von Dienst-PCs in der Schule. Wovon es aber in der Praxis viel zu wenig gibt. Das Schulamt geht von einem Zuteilungsschlüssel von einem Rechner für zehn Lehrer aus. Im Falle der Düsseldorfer Schule heißt das dann auch tatsächlich, dass dort zwei Computer für 21 Lehrer bereitstehen. Und da besonders die Zeugnisse für die ersten beiden Klassen sehr ausführlich ausformuliert werden, hätte man – so hat man es in Kaiserswerth ausgerechnet – schon im Februar mit dem Verfassen der Zeugnisse beginnen müssen, um noch rechtzeitig zu den Sommerferien damit fertig zu werden.

Die Lage ist verworren: Während das Schulamt auf „neue diesbezügliche Erkenntnisse in den nächsten Monaten“ bei der Landesregierung hofft (und nun prüfen will, ob die handgeschriebenen Zeugnisse überhaupt gültig seien), reagiert das Land irritiert auf die Aktion der Düsseldorfer Schule und verweist darauf, dass „bis zum heutigen Tag keine Fälle bekannt seien, wo Lehrerinnen und Lehrer für mögliche Missachtungen von datenschutzrechtlichen Vorgaben belangt worden seien“ – so Mathias Richter, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW – während die GEW mehr Dienst-PCs für Lehrer fordert. Während selbige verwirrt dann doch lieber zum dokumentenechten Kugelschreiber greifen.

Nicht nur Lehrer sind betroffen

Nun sind allerdings nicht nur die Lehrer betroffen. In Zeiten, in denen das Kürzel „BYOD“ („Bring your own device“) geradezu zum Schlachtruf von hippen Unternehmen etwa aus dem Kreativ- und Startup-Bereich geworden ist – und damit immer mehr Firmen erlauben, auch private Notebooks am Arbeitsplatz zu nutzen –  landen auch immer häufiger sensible Kundendaten in den vier Wänden der Angestellten. Auch die bewegen sich aktuell in einer Grauzone und müssten dann eigentlich eine Erklärung zur GSDVO-Konformität ihrer privaten IT unterzeichnen.

Alternative LOGINEO NRW?

Mit dem digitalen Prestigeprojekt sollten die NRW-Schulen bereits 2016 flächendeckend eine Plattform bekommen, über die unter anderem die 5.800 Schulen digital Lerninhalte unter einander austauschen und vertrauliche Daten in einer Cloud gespeichert werden können. Wegen gravierender technischer Probleme und erheblicher Mängel bei Sicherheit und Datenschutz wollte die zuständige Medienberatung NRW LOGINEO dann aber nicht abnehmen, so dass die neue Landesregierung im Oktober 2017 das Projekt, das bis dahin schon gut vier Millionen Euro gekostet hatte, stoppte und überarbeiten ließ. Ab Oktober 2018 soll LOGINEO NRW nun endlich versuchsweise eingeführt werden – erst einmal an 20 Schulen, wo es vier Monate lang getestet werden soll. Ab Februar 2019 ist dann die schrittweise Umsetzung des regelbetriebs geplant. Es dürfte also noch geraume Zeit vergehen, bis alle Schulen in NRW von LOGINEO profitieren werden. Und ob die Plattform am Ende dann wirklich wie geplant funktioniert, steht – nach der zweifelhaften Vorgeschichte – wohl auch in den Sternen.

Die Lösung steckt in der Cloud – aber nicht in jeder

Warum also nicht einfach eine bereits erprobte Cloud nutzen? Da allerdings gilt es für die Nutzer, genau auszuwählen, denn (noch) nicht alle Anbieter erfüllen die Anforderungen der DSGVO. Um den Vorgaben Genüge zu tun, ist es erforderlich, dass die abgelegten Daten verschlüsselt werden, der Zugang durch ein Passwort geschützt wird und dass der Cloud-Anbieter eine revisionssichere Ablage personenbezogener Daten gewährleisten kann, über die jede Änderung genau nachvollzogen werden kann. Und schließlich ist auch der Server-Standort relevant. So dürfen nach dem Cloud-Act beispielsweise US-Behörden von amerikanischen Cloud-Providern die Herausgabe sämtlicher Daten einer Person oder eines Unternehmens verlangen. Da Recht erstreckt sich zwar auch auf europäische Tochtergesellschaften von US-Firmen, kollidiert da aber mit der EU-DSGVO, so dass im EU-Wirkungsbereich gehostete Daten sicher sein sollten. Noch besser aber ist es, wenn Cloud-Anbieter und Server ihren Standort in Deutschland haben – so, wie es zum Beispiel bei PowerFolder des Düsseldorfer Unternehmens dal33t GmbH der Fall ist. Das bietet zudem die Möglichkeit, auch mobil auf die Daten zuzugreifen und Dokumente online in der Cloud zu bearbeiten – auch mit ausgewählten Kollegen zusammen. Was für die Pädagogen dann auch die gesündere Alternative wäre: Berichten zufolge hätten einige Lehrer in Düsseldorf bereits beim Vize-Vorsitzenden der Schulpflegschaft, der  hauptberuflich als Physiotherapeut arbeitet, bereits um Termine gebeten, da sie durch die auf sie zukommende, ungewohnte Schreibarbeit per Hand eine Sehnenscheidenentzündung befürchten.

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it’s OWL: Projekte starten im Herbst

Das Technologie-Netzwerk it´s OWL startet ab Herbst mit neuen Projekten. Darin entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen Ansätze in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Digitale Plattformen, Digitaler Zwilling und Arbeitswelt der Zukunft. Darüber hinaus können sich Unternehmen für Transferprojekte bewerben, in denen sie gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation lösen. Das Land NRW stellt für Projekte Fördermittel im Umfang von 50 Millionen Euro zur Verfügung, mindestens die gleiche Summe kommt aus der Industrie. Insgesamt sollen im Spitzencluster bis 2022 Projekte im Umfang von 200 Millionen Euro umgesetzt werden. Neben der Landesförderung sollen dafür auch Bundes- und EU-Mittel genutzt werden.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sagt: „it’s OWL steht europaweit für einen überaus erfolgreichen Technologietransfer mit Fokus auf die mittelständische Wirtschaft. Das Spitzencluster trägt maßgeblich dazu bei, die Möglichkeiten und Verfahren der Industrie 4.0 greifbar zu machen. Dank der Transferprojekte gibt es einen großen Innovationsschub für die ganze Region: Das Cluster öffnet wichtigen Branchen neue Perspektiven, schafft neue Angebote für Ausbildung und Studium und macht Arbeitsplätze zukunftsfähig.“

Prof. Jürgen Gausemeier, Vorsitzender des Clusterboards, zieht eine positive Zwischenbilanz und erläutert die neue Ausrichtung des Technologie-Netzwerks: „Die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei it´s OWL ist ein Erfolgsmodell. So sind in den vergangenen fünf Jahren beispielsweise rund 7.500 neue Arbeitsplätze in den Kernbranchen und sieben neue Forschungsinstitute entstanden, 34 Unternehmen wurden aus dem Spitzencluster heraus gegründet. Mit der Neuausrichtung von it´s OWL bieten wir Unternehmen einen Plattform, um die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei geht es sowohl um die Entwicklung und Anwendung von neuen Technologien – beispielsweise in den Bereichen maschinelles Lernen, IT-Sicherheit und disziplinübergreifende Produktentwicklung. Aber auch um die Gestaltung der Arbeitswelt, Qualifizierungsangebote, neue Geschäftsmodelle und Unternehmensgründungen.“

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl ergänzt: „it´s OWL gilt in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland als Paradebeispiel, wie Unternehmen und Forschungseinrichtungen den digitalen Wandel in der Industrie gemeinsam angehen. Daher wird das Land die Projekte von it´s OWL mit 50 Millionen Euro und das Clustermanagement mit 3 Millionen Euro fördern. Die Bezirksregierung Detmold und der Projektträger Jülich stehen dabei den Projektpartnern beratend zur Seite. Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit und die Ergebnisse aus den Projekten sollen auch für andere Unternehmen und Regionen in ganz Nordrhein-Westfalen bereitgestellt werden.“

Maschinelles Lernen für die intelligente Produktion

Die 24 Kernunternehmen und sechs Hochschulen des Technologie-Netzwerks haben in einem Arbeitsausschuss in den vergangenen sechs Monaten fünf Projekte in den oben genannten Themenfeldern entwickelt. Dabei geht es beispielsweise um maschinelles Lernen in der Produktion. Ziel des Projekts ist es, dass Maschinen und Anlagen nicht nur auf einprogrammierte Muster reagieren, sondern aus Erfahrungen lernen. So können sie ihre Leistungsfähigkeit im Laufe ihrer Einsatzzeit verbessern und sich automatisch an sich ändernde Bedingungen anpassen. Sechs Unternehmen – darunter Miele – und vier Forschungseinrichtungen wollen dafür neue Methoden entwickeln und auf einer Plattform für weitere Unternehmen verfügbar machen.

„Durch maschinelles Lernen können wir die Produktivität und Effizienz unserer Produktion von Staubsaugern und Waschmaschinen erheblich steigern. Maschinenausfälle und Ausschuss werden vermieden. Der Einsatz von Energie und Materialien wird erheblich reduziert“, erläutert Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer von Miele & Cie. KG. „Durch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und den Hochschulen können wir schnell und zuverlässig neue Verfahren entwickeln und in die Anwendung bringen. Aktuelle Forschungsergebnisse aus den Hochschulen sind dafür genauso wichtig wie die Erfahrungen und Perspektiven der anderen Unternehmen.“

Digitale Plattformen und Digitaler Zwilling

In zwei weiteren Projekten geht es neun Unternehmen und vier Forschungseinrichtungen darum, die Potenziale digitaler Plattformen für kleine und mittlere Unternehmen auszuschöpfen. Hintergrund ist, dass der Anteil des digitalen Geschäfts im Maschinenbau kontinuierlich ansteigt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihren Kundenzugang zu erhalten, müssen die Unternehmen ihre Produkte immer stärker mit Services verzahnen. Durch digitale Plattformen können sie vom Auftragseingang über Produktion bis zur Logistik eine durchgehende Lösung für den Kunden anbieten.

Ein weiteres Projekt fokussiert die Entwicklung, die Nutzung und die Interaktion von digitalen Zwillingen. Darunter versteht man eine digitale Abbildung einer Maschine, welche die reale und virtuelle Welt miteinander verbindet. Die Abbildung im virtuellen Raum entsteht unter Einsatz von Daten, die beispielsweise durch Sensoren ermittelt werden. Mithilfe von digitalen Zwillingen können Maschinen und Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus dargestellt werden. So können beispielsweise schon während der Planung einer neuen Anlage digitale Simulationen genutzt werden, um die realen Abläufe zu optimieren.

Die Projekte werden derzeit beim Land beantragt. Bei positiver Bewertung sollen sie im Oktober starten. Zudem werden weitere Ausschreibungen veröffentlicht, bei der sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Cluster mit Projektideen bewerben können.

Neue Arbeitsplätze und die Entlastung der Beschäftigten

Informations- und Kommunikationstechnologien halten zunehmend Einzug in die Produktion und die Entwicklungsarbeit. Dabei rücken insbesondere die sozialen Aspekte der Arbeitsplatzgestaltung in den Vordergrund. In einem weiteren it´s OWL-Projekt wollen Unternehmen gemeinsam mit Hochschulen und der IG Metall die Potenziale der Digitalisierung für die Arbeitswelt erschließen und in den Betrieben erproben. Dabei geht es um neue Ansätze von Führung und Personalentwicklung, Lernplattformen sowie die Benutzerfreundlichkeit von Assistenzsystemen. So wird bei Weidmüller beispielsweise erforscht, wie Augmented und Virtual Reality in der beruflichen Bildung eingesetzt werden können, um individualisiertes Lernen zu ermöglichen. 

„Auch in der digitalisierten Fabrik bleibt der Mensch im Zentrum. Um die Arbeitsplätze der Zukunft zu gestalten, müssen wir die Beschäftigten aktiv einbinden. Und ihnen vermitteln, welche Chancen die Digitalisierung bietet, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Menschen die Arbeit zu erleichtern“, erläutert Prof. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld und Vorsitzende von Campus OWL.

„Die Hochschulen in OWL bringen aktuelle Forschungsergebnisse und Erfahrungen in die neuen it´s OWL-Projekte ein. Wir sehen uns als wichtige Partner für die Innovationsentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen – sowohl in den Ingenieurswissenschaften und in der Informatik als auch in den Sozialwissenschaften.“

Einen Überblick über neue Lösungen für die Gestaltung der Arbeitswelt bietet der Kongress „Faszination 4.0 – Arbeit“ am 3. September in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld. Veranstalter sind die OWL GmbH, it´s OWL, die Bertelsmann Stiftung, OWL Maschinenbau und die Regionalagentur OWL. Das Spektrum reicht von neuen Technologien über Arbeiten im ländlichen Raum und beruflicher Bildung bis zu New Work.

Den Mittelstand beim digitalen Wandel unterstützen

Der erfolgreiche Technologietransfer in den Mittelstand ist ein Alleinstellungsmerkmal von it´s OWL. Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere – können in Transferprojekten mit einer Hochschule oder Forschungseinrichtung neue Technologien nutzen, um konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation zu lösen. Prof. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement, erläutert: „Die Transferprojekte bieten einen schnellen und einfachen Zugang zu neuen Technologien und aktuellem Forschungswissen. Die Wirkungen werden direkt im Betrieb sichtbar. So können Unternehmen wichtige Schritte auf dem Weg zur Industrie 4.0 gehen.“ Anwendungsbereiche sind beispielsweise die Einführung von Assistenzsystemen, Ansätze für maschinelles Lernen, neue Verfahren der Produktentwicklung oder die Entwicklung von Smart Services. Die Unternehmen erhalten für Transferprojekte eine Förderung zwischen 60 bis 80 Prozent der Gesamtkosten. Ein Unternehmen kann bis zu 60.000 Euro Fördermittel erhalten.

Dazu reichen Unternehmen gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung eine Projektskizze beim it´s OWL Clustermanagement ein, in der sie die geplanten Aktivitäten und Ergebnisse beschreiben und mit einem Angebot versehen. Nach Prüfung durch das Clustermanagement und die Bezirksregierung Detmold wird ein Gutschein ausgestellt, der nach Abschluss des Projekts ausgezahlt wird. Interessierte Unternehmen können sich bei der Entwicklung der Idee und der Vermittlung eines Forschungspartners durch die it´s OWL Clustermanagement GmbH und die Transferpartner von it´s OWL beraten lassen. Transferpartner von it´s OWL sind die IHK Ostwestfalen, die IHK Lippe, OWL Maschinenbau, InnoZent OWL und die OWL GmbH.

Neue Geschäftskonzepte für die intelligente Fertigung

Ein weiterer Schwerpunkt von it´s OWL ist die Entwicklung neuer Geschäftsideen in den Bereichen intelligente Fertigung und Digitalisierung. „Aus unseren Projekten werden viele Ansätze für Smart Services entstehen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir 30 neue Geschäftsideen identifizieren und gemeinsam mit den Unternehmen und Hochschulen zu erfolgreichen Geschäftskonzepten ausarbeiten. Die Region und unser Cluster bieten dafür ein optimales Umfeld. Denn hier finden die Start-ups einen direkten Zugang zu ihren Kunden. Dabei wollen wir sie mit unserem Netzwerk unterstützen. Dadurch unterscheidet sich OstWestfalenLippe von anderen gründungsstarken Regionen wie beispielsweise Berlin, wo zwar viele Gründer sind, aber keine realen Kunden,“ verdeutlicht Günter Korder, Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement GmbH.

Mit dem Innovationslabor OWL der vier Hochschulen sowie Initiativen wie garage33 (Paderborn), Innovationszentrum Campus Bielefeld, knOWLedgeCube (Lemgo), Founders Foundation (Bielefeld) und Denkwerk (Herford) finden Start-ups in OWL zudem eine hervorragende Unterstützung. Und der Technologiefonds OWL und die Business Angels OWL bieten Zugang zu Wachstumskapital.

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Regenmengen richtig planen

Aufgrund der zunehmenden Starkregenereignisse und den sich daraus ergebenden Hochwassersituationen stellt sich für Architekten, Planer und Kommunen die Frage, wie sie zukünftig in der Projektierung verfahren. Das zweitägige Seminar „Regenwassertage“ beschäftigt sich auf Grundlage der aktuellen Normen ausführlich mit den Themen Regenrückhaltung, Regenwassermanagement und Planung von Drainage- und Versickerungsanlagen. Es ist als Fortbildungsveranstaltung durch die Ingenieurkammer-Bau NRW anerkannt und findet am 4. und 5. September bei Jung Pumpen in Steinhagen statt.

Referenten und Anmeldung

In einem Mix aus Vorträgen, Praxisdemonstrationen und Workshop geben die Referenten Bernd Ishorst (Geschäftsführer des Informationszentrum Entwässerungstechnik Guss e.V.), Eberhard Dreisewerd (Systemberater bei Fränkische Rohrwerke) und Marco Koch (Leiter der Verkaufsförderung bei Jung Pumpen) einen fundierten Einblick in die verschiedenen Themenfelder. Mehr Informationen zu den Seminarinhalten sowie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden sich unter www.jung-pumpen-forum.de/workshop-regenwasservorsorge.

Das Seminar kostet 99 € pro Person und ist auf 20 Teilnehmer/innen begrenzt. Eine Anmeldung ist auch per Mail  (forum.jungpumpen(at)pentair.com) oder telefonisch unter der Nummer 05204-17162 möglich.

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Wirtschaft im Gespräch mit NRW-Finanzminister Lienenkämper

Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, ist auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg und des Internationalen Clubs La Redoute (ICR), mit 20 Persönlichkeiten der Region Bonn/Rhein-Sieg, darunter zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmen, zu einem Gedankenaustausch zusammengetroffen. Begrüßt wurde er von Professor Dr. Tilman Mayer (Präsident des ICR) und Dr. Hubertus Hille als IHK-Hauptgeschäftsführer, Vizepräsident und Leiter des ICR-Wirtschaftskreises.

Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen, führte dabei aus: „Wir haben in nur einem Jahr 39 erfolgreiche Initiativen zum Bürokratieabbau umgesetzt. Das ist ein echtes Entfesselungspaket und spart rund 500.000 Arbeitsstunden bei den betroffenen Betrieben. Zusätzlich beschleunigen wir Planungs- und Genehmigungsprozesse. „Wir wollen und werden auch bundespolitisch weiter starke Akzente setzen, um Firmen zu entlasten und den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland zu fördern. Beispielsweise hat die Landesregierung vor einigen Tagen ihre Initiative für eine Unternehmenssteuerreform in den Bundesrat eingebracht. Mehr Europa liegt im Interesse Nordrhein-Westfalens – aber mit den richtigen inhaltlichen Leitplanken. Deshalb erheben wir unsere Stimme lauter in Brüssel. Gerade, wenn es um die mehrjährige Finanzplanung 2021-2027 geht. Wenn wir erfolgreich weniger Bürokratie dabei erreichen können, werden wir unsere eigenen Vorschriften auf den Prüfstand stellen. Dann wird auch die Diskussion um Kürzungen der EU-Programme weniger einschneidend.“

IHK-Hauptgeschäftsführer Hille ging auf wichtige Handlungsbedarfe aus Sicht der Wirtschaft ein. Bei den Gewerbesteuerhebesätzen befinde sich die Region in direktem Wettbewerb mit den subventionierten Sätzen in Rheinland-Pfalz: „Einige Unternehmen profitieren inzwischen von den günstigen Standortbedingungen in der rheinland-pfälzischen Grafschaft, nachdem sie ihren Sitz dorthin verlegt haben. Wollen wir Unternehmen am Standort NRW und Bonn/Rhein-Sieg halten bzw. neue Unternehmen anziehen, muss aus Sicht der Wirtschaft der steuerliche Wettbewerbsdruck reduziert werden: Nicht nur im Bundesländervergleich, sondern auch im internationalen Maßstab haben Unternehmen in NRW mit hohen und teilweise weiter steigenden Steuern zu kämpfen“.

Vor dem Hintergrund steigender Gewerbesteuern sei der Ansatz der Landesregierung richtig, die Altschuldenproblematik der Kommunen offensiv zu diskutieren und die Städte und Gemeinden ab 2020 stärker an den Gemeinschaftssteuern zu beteiligen. Diese Verbundquote sollte aus Sicht der NRW-Wirtschaft auf bis zu 28,5 Prozent steigen. Hier müsse das Finanzministerium die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, um die Kommunen und damit schließlich die dort ansässigen Unternehmen zu entlasten.

Hille sprach sich ferner für zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur des Landes aus, was für die Wirtschaft von großer Bedeutung ist. Drei Euro pro 100 Euro Haushaltsmittel investierte NRW im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2016 in Breitbandausbau, Straßen, Schulen und sonstige Infrastruktur. Bayern und Sachsen hingegen mit über acht Euro deutlich mehr als das Doppelte. Aufgrund der dynamischen Wirtschaftsentwicklung der Region Bonn/Rhein-Sieg stehen Unternehmen immer weniger Gewerbeflächen für Neuansiedlungen und Expansionen zur Verfügung. Hille: „Der Eindruck der Wirtschaft ist, dass trotz knappen Expansionsraums verschiedene Flächen und Gebäude auf dem Bonner Stadtgebiet ungenutzt bleiben. Darunter sind auch Objekte, die durch das Land NRW, genauer gesagt durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb, verwaltet werden. Hier sollten die vom Land verwalteten Liegenschaften auf dem Bonner Stadtgebiet auf Leerstand überprüft und im Sinne der Unternehmen möglichst in die Vermarktung gegeben werden.“

„Für die Wirtschaft in NRW sind die drei Top-Handlungsfelder Bildung, Infrastruktur und Bürokratieabbau. Der Koalitionsvertrag und erste politische Initiativen wie die NRW-Entfesselungspakete stimmen optimistisch, dass die genannten Punkte in den kommenden vier Jahren weiter in Angriff genommen werden“, sagte Hille. Bereits umgesetzt seien beispielsweise die Flexibilisierung des Ladenöffnungs- und Tariftreuevergabegesetzes, Stopp der Hygieneampel und der Start der elektronischen Gewerbeerfassung. Auch die aktuellen Verlautbarungen zur Novellierung des Hochschulgesetzes und zur Gründungsförderung seien zu begrüßen.

Tilman Mayer wies auf die Bedeutung des Internationalen Clubs als wertvolles Gesprächsforum auch weit über Bonn hinaus hin – vergleichbar mit dem Düsseldorfer Industrieclub und dem Hamburger Atlantik-Club, wie die Liste prominenter Redner (u. a. Angela Merkel, Jean-Claude Juncker, Tim Höttges, Hans-Werner Sinn) zeige. Nach dem Berlin-Umzug von Regierung und Parlament habe sich der ehemalige Diplomaten-Club erfolgreich für Wirtschaft- und Wissenschaft in Bonn und Region geöffnet und sei nun auch ein Forum für Gespräche zwischen Landesregierung und Wirtschaft.

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OBO Bettermann Group feiert Eröffnung der digitalen Bereiche in Köln

Ein Standort, mitten im Herzen des rechtsrheinischen Köln-Mülheim, dazu ein Gebäude, das besser nicht zu einem jungen Digital-Team passen könnte.

In einem früheren Fabrikgebäude, das heute als Büroräumlichkeit mit dunklem Holzboden und Backsteinwänden fungiert, arbeiten seit nun einem halben Jahr rund ein Dutzend OBO-Kolleginnen und -Kollegen am Ausbau der digitalen Bereiche des Mendener Traditionsunternehmens.

Am Freitag, den 29. Juni 2018, fand nun die offizielle Eröffnungsfeier der rund 620 Quadratmeter großen Bürofläche statt. Gemeinsam mit etwa 150 Gästen durften die Geschäftsführer Ulrich und Andreas Bettermann dafür Minister Andreas Pinkwart begrüßen, der eigens zur Eröffnung nach Köln gekommen war.

Pinkwart nannte das Invest von OBO Bettermann eine vorbildliche Entscheidung für den Digitalstandort Nordrhein-Westfalen: „NRW kann digital hervorragend in Europa mithalten und bietet mit 25.000 Technik- und IT-Absolventinnen und -Absolventen jährlich ein Fachkräftepotenzial wie keine andere Region in Deutschland“, erklärte Pinkwart in seiner Eröffnungsrede.

Die Entscheidung, die digitalen Bereiche auszugliedern und dort anzusiedeln, wo die digitale Transformation geschieht, nämlich in der Medienmetropole Köln, war logisch. Schließlich bietet Köln mit einer Entfernung von rund 100 Kilometern zur sauerländischen Zentrale in Menden, einen optimalen Kompromiss. Dafür erntete OBO Bettermann ein großes Lob von Minister Andreas Pinkwart: „Das zeigt, dass wir in NRW Digitalisierung können und gute Rahmenbedingungen bieten. Unser Vorteil ist, dass wir dazu noch eine starke Industrie und einen starken Mittelstand haben.“

Auch Klaus Jung vom Fachverband Elektroinstallationssysteme im ZVEI unterstützte die Ausgliederung des Bereichs: „Die Digitalisierung ändert unseren Arbeitsmarkt, bietet dabei aber enorme Chancen. OBO hat diese Chance der digitalen Zukunft ergriffen und geht mit dem neuen Standort und dem damit verbundenen Ausbau der digitalen Bereiche den richtigen Weg. Es wird eine neue Gestaltungskultur eingeleitet.“

Das Team am Kölner Standort unter der Leitung von Jörg Borgardt verantwortet neben dem Ausbau von OBO Construct, einem digitalen Planungstool für den maßgeschneiderten Einsatz von Produkten, die Betreuung und Weiterentwicklung aller Webseiten des Unternehmens weltweit. Außerdem erarbeitet das Team einen Online-Katalog, lenkt sämtliche Social-Media-Kanäle und koordiniert die digitalen Beziehungen des Unternehmens zu seinen Kunden.

„Es passiert gerade sehr viel auf diesem Gebiet, da müssen wir dort vor Ort sein, wo sich der Wandel vollzieht und wir auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, die es bisher in den ländlichen Regionen nicht gibt“, erklärte Andreas Bettermann.

Eines steht fest, da ist sich Karl-Heinz Land, der als Digital-Guru gilt und die Gäste ebenfalls begrüßte, sicher: „Wir leben in der Zeit vor der großen Transformation. So langsam wie sich Prozesse heute verändern, wird es nie mehr werden.“ Gut für OBO, schließlich wird bei zusätzlicher Vernetzung auch zusätzliche Elektroinstallationstechnik benötigt.

Passenderweise wurde Geschäftsführer Andreas Bettermann jüngst in den Beirat der Initiative „Digitale Wirtschaft NRW“ im NRW-Wirtschaftsministerium berufen. Damit trägt er ab sofort aktiv dazu bei, gemeinsam mit dem Ministerium und weiteren achtzehn Branchenexpertinnen und -experten aus der Start-up-Szene, aus Großunternehmen sowie aus den Bereichen Venture Capital, Wissenschaft und aus Verbänden, die Zukunft zu gestalten und eine Strategie für den Einsatz der Fördersummen zu entwickeln.

Dazu sind im neu berufenen Beirat auch Vertreterinnen und Vertreter von digitalen Schlüsseltechnologien wie zum Beispiel Künstlicher Intelligenz, Blockchain und eHealth sowie der digitalen Bildung vertreten.

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