Neue Job-Ticket-Regelung für Unternehmen ab 50 Mitarbeiter

„Die günstigeren Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen beim Job-Ticket sind ein guter Schritt in die richtige Richtung, dem aber weitere folgen müssen, wollen wir den ÖPNV in Bonn/Rhein-Sieg stärken.“ So kommentierte Stefan Hagen, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg, die Diskussion bei der IHK-Vollversammlung. Dabei referierten Anja Wenmakers, Geschäftsführerin Stadtwerke Bonn (SWB), und Michael Reinhardt, Geschäftsführer Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG) über die aktuelle Situation und die zukünftige Herausforderungen bei der Verkehrsinfrastruktur.

Insbesondere stellten beide Referenten die Beteiligung am Projekt Lead-City heraus mit der Bereitstellung neuer Buslinien und Taktverdichtungen sowie speziell modifizierten Job-Ticket-Angeboten für Unternehmen. Auf großes Interesse stieß das neue Job-Ticket-Angebot für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und weniger als 5.000 Mitarbeiter in diesem und im nächsten Jahr. Diese Unternehmen müssen als Neukunden das Job-Ticket nun nicht mehr für alle Mitarbeiter beantragen. 2019 reichen bereits 35 Prozent der Gesamtmitarbeiterzahl und 2020 müssen es 50 Prozent der Mitarbeiter sein. Nun komme es allerdings darauf an, dass das neue Angebot auch angenommen wird, damit über eine Fortführung auch nach Ablauf der Förderung 2020 diskutiert werden könne.

Für diese Nachhaltigkeit sprach sich auch die IHK-Vollversammlung aus, so dass der ÖPNV eine gute und dauerhafte Alternative zum motorisierten Individualverkehr sei. Wenmakers und Reinhardt machten deutlich, welch großer Aufwand in Bonn/Rhein-Sieg im ÖPNV bereits betrieben werde. Demnach verfügt Bonn im landesweiten Vergleich über ein herausragendes ÖPNV-Angebot – zumindest was die Haltestellendichte und die Taktung angeht. Der Rhein-Sieg-Kreis hat sein Angebot besonders in ländlichen Raum in den letzten Jahren erheblich ausgeweitet.

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Schulnote 3,3 für die Bad Godesberger Innenstadt

Mit der Gesamt-Note 3,3 wird die Bad Godesberger Innenstadt von den Besuchern deutlich schlechter bewertet als vergleichbar große Orte (Durchschnitt 2,5). Bemängelt wurde von den befragten Besuchern unter anderem das allgemeine Flair mit den Gebäuden, Fassaden und Sehenswürdigkeiten, Sauberkeit und Sicherheit sowie das gastronomische Angebot und der Erlebnis- und Unterhaltungswert in der Innenstadt. Die bundesweite Befragung des Instituts für Handelsforschung IFH in Köln zu „Vitalen Innenstädten 2018“ wurde in Bonn von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg als Partner unterstützt. Die Befragung wurde Ende September 2018 zum ersten Mal in Bad Godesberg durchgeführt, während 2014 und 2016 die Bonner Innenstadt befragt worden ist.

„Die Ergebnisse zeigen, dass in Bad Godesberg dringender Handlungsbedarf besteht. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern, müssen Gebäude und Fassaden aufgewertet, Plätze, Wege und Grünflächen gepflegt, Sehenswürdigkeiten saniert und sichtbarer werden“, sagte IHK-Geschäftsführer Professor Dr. Stephan Wimmers beim heutigen Pressegespräch in Bad Godesberg. Auch die Sauberkeit und die Sicherheit müssen in der Innenstadt verbessert werden, so Wimmers weiter. Zudem müssten das Zentrum lebendiger und mehr attraktive Veranstaltungen geboten werden. Bei vielen weiteren Beurteilungskriterien erreicht die Godesberger Innenstadt gerade einmal den Durchschnitt vergleichbarer Orte. Dies betrifft die Erreichbarkeit mit dem Fahrrad, die Ladenöffnungszeiten, das Freizeit- und das Dienstleistungsangebot. „Mit einer drei minus als Gesamtnote dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Zusätzliche Veranstaltungen und Feste können nur ein Teil zur Lösung sein, wir brauchen aber auch eine bauliche Aufwertung und Begrünung unserer Innenstadt“, so Jürgen Bruder, Vorsitzender des Stadtmarketing Bad Godesberg e.V. Investitionen in die Innenstadt seien notwendig, um den Abstand zu vergleichbaren Orten zu verkürzen. Wimmers: „Die Ergebnisse müssen im weiteren Verlauf des Leitbildprozesses berücksichtigt werden.“ Beim Einzelhandelsangebot wurden insbesondere die Bereiche Unterhaltungselektronik und Wohnen / Einrichten schlecht bewertet. Nur das Angebot bei Lebensmitteln wird besser beurteilt als in vergleichbaren Orten.

Positiv hingegen wurde die verkehrliche Erreichbarkeit mit dem ÖPNV dabei mit einer Durchschnittsnote von 1,9 bewertet. „Die ÖPNV-Erreichbarkeit ist gerade in Zeiten, wo Fahrverbote diskutiert und viele Straßen saniert werden müssen, positiv zu sehen“, sagte Wimmers. Schlechter schnitten bei der Befragung der Kunden in der Innenstadt die PKW-Parkmöglichkeiten mit einer Note von 3,2 ab. Demnach entspricht diese Note dem bundesweiten Durchschnitt der vergleichbaren Orte und ist immerhin besser als der Wert der Bonner Innenstadt in der Befragung 2016. Als Anlass für den Innenstadtbesuch wurden neben dem Einkauf Behördengänge und das Kulturangebot vergleichsweise häufig genannt. Wegen des gastronomischen Angebots kommen im Vergleich mit anderen Orten weniger Besucher in die Godesberger Innenstadt. Folgerichtig erhält die Innenstadt mit Blick auf das gastronomische Angebot nur eine 2,7 (Ortsvergleich: 2,3). Das Durchschnittsalter der Besucher in Godesberg betrug 53 Jahre gegenüber 46 Jahren im Ortsgrößendurchschnitt und 39 Jahren in der Bonner Innenstadt (Zahl von 2016).

Die Befragung wurde an fünf Standorten in Bad Godesberg unter 150 Personen am 27. und 29. September 2018 durchgeführt.

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ÖPNV App wird wichtigster Vertriebsweg

Laut aktueller ÖPNV Marktstudie der TAF mobile GmbH ist für den Ticketverkauf die ÖPNV App der wichtigste Vertriebsweg neben dem Ticket-Automaten. Die Smartphone- und Online-Nutzung wird in den nächsten 5 Jahren weiterhin rasant zunehmen. 83 Prozent der Fahrgäste, die bislang noch kein mobiles Ticket erworben haben, können sich künftig vorstellen, Tickets über eine ÖPNV App zu kaufen – rund ein Fünftel nutzt diese Möglichkeit bereits.

Das Marktforschungsinstitut Statista, hatte im Auftrag des Softwareexperten, der TAF mobile GmbH, eine ÖPNV Marktforschungsstudie unter Fahrgästen und Verkehrsunternehmen im November 2018 online durchgeführt. In Zusammenarbeit wurden zwei Fragebögen entwickelt und an über 1.000 Fahrgäste und 450 Entscheider aus deutschen Verkehrsunternehmen versandt.

Die Marktstudie „Kundenwünsche und -erwartungen an Apps und mobile Zahlungsmöglichkeiten im ÖPNV“ ist auf Anfrage an marketing@tafmobile.de bei TAF erhältlich.

Weitere Informationen unter: www.tafmobile.de

 

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Projekt 10/17 in Innenstadt abgeschlossen

Mehr als 8.000 Fahrgäste steigen jeden Tag am Steintor ein und um – barrierefrei durch den neuen Hochbahnsteig. Das Großprojekt 10/17 ist im Innenstadtbereich abgeschlossen, nach dreieinhalb Jahren Bauzeit sind alle Bahnsteige der Linien 10 und 17 zwischen Goetheplatz und Endhaltestelle Raschplatz barrierefrei zugänglich. Grund zum Feiern: Mit einem Fest am Steintor haben heute (16. Februar 2019) die Region Hannover gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover, der Infra und der Üstra den Abschluss der City-Bauarbeiten gefeiert und sich gleichzeitig bei den Bürgerinnen und Bürgern, den Anliegerinnen und Anliegern sowie den Geschäftsleuten vor Ort bedankt.

„Insgesamt sind damit jetzt fast 80 Prozent aller Stadtbahnhaltestellen barrierefrei zugänglich“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. „Das ist besonders im Innenstadtbereich sehr wichtig und trägt zur Attraktivität des ÖPNV bei. Der Abschluss der Arbeiten in der Innenstadt ist für uns ein Meilenstein nach Jahren der Untersuchung, Diskussion, Planung und Baustellen“, so Jagau weiter. Die Landeshauptstadt Hannover hat im Zuge des Stadtbahnausbaus die Kurt-Schumacher-Straße, Münzstraße sowie Goethestraße nach modernen Maßstäben neu gestaltet, so dass auch insbesondere Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrer profitieren. Oberbürgermeister Stefan Schostok betont, dass mit der neugestalteten Stadtbahnführung eine sehr stadtverträgliche Mobilität umgesetzt worden sei: „Im Zuge der Umbauarbeiten haben wir viele Bäume gepflanzt, neue Radverkehrsanlagen gebaut, Blindenleitsysteme und erneuerte Fuß- und Radüberwege konzipiert. Dadurch konnten wir von Seiten der Stadt wichtige Bereiche gezielt aufwerten und die Aufenthaltsqualität steigern.“

Die Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover, kurz Infra, zeigt sich als Eigentümerin und Bauherrin der neuen Stadtbahnhaltestellen ebenfalls zufrieden: „Wir haben die Baumaßnahmen in der Innenstadt in der vorgegebenen Zeit von vier Jahren zeitgerecht abschließen können. Mit dem Hochbahnsteig Steintor ist jetzt der barrierefreie Ausbau der Stadtbahn innerhalb des Cityrings fertiggestellt“, sagt Christian Weske, Geschäftsführer der infra. Der neue bequeme Umstieg zu den vier Stadtbahnlinien im Untergrund biete ab sofort für viele Fahrgäste kürzere und sichere Wege, so Weske. Dr. Volkhardt Klöppner, Vorstandsvorsitzender der Üstra, ergänzt: „Für unsere Fahrgäste sind die neuen Hochbahnsteige in der City und die neuen Umsteigemöglichkeiten am Steintor und am Hauptbahnhof ein großer Gewinn an Barrierefreiheit und Komfort.“

Über Aufzüge und Treppen erreichen Fahrgäste auf kurzem Weg vom Hochbahnsteig Steintor aus die unterirdisch fahrenden Stadtbahnlinien 4, 5, 6 und 11. Der neue Hochbahnsteig ist mit taktilen Leitelementen, dynamischen Informationsanzeigern, Fahrplänen und Fahrscheinautomaten sowie Notruf- und Infosprechstelle ausgestattet. Ein besonderer Blickfang ist das an der Unterseite verspiegelte Dach, das nach einem Entwurf des Architektenbüros Bünemann & Collegen aus Hannover umgesetzt wurde. Zusätzlich zum Hochbahnsteig wurden die Haltestellen der Regiobuslinien 300, 500 und 700 sowie der Stadtbuslinien 128 und 134 ausgebaut, so dass die Fahrgäste auch hier barrierefrei umsteigen können.

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Projekt 10/17 in Innenstadt abgeschlossen

Mehr als 8.000 Fahrgäste steigen jeden Tag am Steintor ein und um – barrierefrei durch den neuen Hochbahnsteig. Das Großprojekt 10/17 ist im Innenstadtbereich abgeschlossen, nach dreieinhalb Jahren Bauzeit sind alle Bahnsteige der Linien 10 und 17 zwischen Goetheplatz und Endhaltestelle Raschplatz barrierefrei zugänglich. Grund zum Feiern: Mit einem Fest am Steintor haben heute (16. Februar 2019) die Region Hannover gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover, der Infra und der Üstra den Abschluss der City-Bauarbeiten gefeiert und sich gleichzeitig bei den Bürgerinnen und Bürgern, den Anliegerinnen und Anliegern sowie den Geschäftsleuten vor Ort bedankt.

„Insgesamt sind damit jetzt fast 80 Prozent aller Stadtbahnhaltestellen barrierefrei zugänglich“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. „Das ist besonders im Innenstadtbereich sehr wichtig und trägt zur Attraktivität des ÖPNV bei. Der Abschluss der Arbeiten in der Innenstadt ist für uns ein Meilenstein nach Jahren der Untersuchung, Diskussion, Planung und Baustellen“, so Jagau weiter. Die Landeshauptstadt Hannover hat im Zuge des Stadtbahnausbaus die Kurt-Schumacher-Straße, Münzstraße sowie Goethestraße nach modernen Maßstäben neu gestaltet, so dass auch insbesondere Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrer profitieren. Oberbürgermeister Stefan Schostok betont, dass mit der neugestalteten Stadtbahnführung eine sehr stadtverträgliche Mobilität umgesetzt worden sei: „Im Zuge der Umbauarbeiten haben wir viele Bäume gepflanzt, neue Radverkehrsanlagen gebaut, Blindenleitsysteme und erneuerte Fuß- und Radüberwege konzipiert. Dadurch konnten wir von Seiten der Stadt wichtige Bereiche gezielt aufwerten und die Aufenthaltsqualität steigern.“

Die Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover, kurz Infra, zeigt sich als Eigentümerin und Bauherrin der neuen Stadtbahnhaltestellen ebenfalls zufrieden: „Wir haben die Baumaßnahmen in der Innenstadt in der vorgegebenen Zeit von vier Jahren zeitgerecht abschließen können. Mit dem Hochbahnsteig Steintor ist jetzt der barrierefreie Ausbau der Stadtbahn innerhalb des Cityrings fertiggestellt“, sagt Christian Weske, Geschäftsführer der infra. Der neue bequeme Umstieg zu den vier Stadtbahnlinien im Untergrund biete ab sofort für viele Fahrgäste kürzere und sichere Wege, so Weske. Dr. Volkhardt Klöppner, Vorstandsvorsitzender der Üstra, ergänzt: „Für unsere Fahrgäste sind die neuen Hochbahnsteige in der City und die neuen Umsteigemöglichkeiten am Steintor und am Hauptbahnhof ein großer Gewinn an Barrierefreiheit und Komfort.“

Über Aufzüge und Treppen erreichen Fahrgäste auf kurzem Weg vom Hochbahnsteig Steintor aus die unterirdisch fahrenden Stadtbahnlinien 4, 5, 6 und 11. Der neue Hochbahnsteig ist mit taktilen Leitelementen, dynamischen Informationsanzeigern, Fahrplänen und Fahrscheinautomaten sowie Notruf- und Infosprechstelle ausgestattet. Ein besonderer Blickfang ist das an der Unterseite verspiegelte Dach, das nach einem Entwurf des Architektenbüros Bünemann & Collegen aus Hannover umgesetzt wurde. Zusätzlich zum Hochbahnsteig wurden die Haltestellen der Regiobuslinien 300, 500 und 700 sowie der Stadtbuslinien 128 und 134 ausgebaut, so dass die Fahrgäste auch hier barrierefrei umsteigen können.

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busplaner Exklusiv zum Thema E-Bus-Ausschreibungen

Derzeit schreiben viele Verkehrsunternehmen in Deutschland im Rahmen der anlaufenden E-Bus-Beschaffung Tender aus. Dabei scheint es zu Wettbewerbsverzerrungen zu kommen. Die ganze Story finden die Leser in der am 30. Januar 2019 erscheinenden busplaner-Ausgabe.

Es ist ein schwerwiegender Verdacht: Bei den Ausschreibungen von Fahrzeuglosen für E-Bus-Tender könnte es in einer Reihe von deutschen Verkehrsunternehmen zu erheblichen Manipulationen gekommen sein. Nach Recherchen von busplaner werden demnach die Regularien der Vergabeverfahren so festgesetzt, dass eine Reihe von Anbietern – vor allem kleinere und mittelgroße Bushersteller – nicht zum Zug kommen kann. Die Zeitschrift busplaner aus dem HUSS-VERLAG in München ist dem Verdacht auf den Grund gegangen, indem die Redaktion einige Ausschreibungen analysiert hat, die in Beispielfällen dargestellt werden.

Eigentlich ist der Ausschreibungswettbewerb, was die Vergabe von Fahrzeuglosen angeht, im deutschen ÖPNV klar geregelt. Ziel des Gesetzgebers ist es, zur Wahrung des Wettbewerbsgrundsatzes und des Gleichbehandlungsgebots Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Der Auftraggeber hat die Pflicht, den Zuschlag auf das wirtschaftlichste Angebot zu erteilen. Soweit die juristische Basis. Die Praxis sieht häufig ganz anders aus.  Offensichtlich wird mit harten Bandagen gekämpft und jede Möglichkeit genutzt, um gerade kleinere und mittelgroße Bushersteller de facto auszuschließen. Die müssen je abgegebenes Angebot Kosten von ca. 7.000 bis 12.000 Euro kalkulieren und stehen am Ende doch mit leeren Händen da. Das führt den eigentlichen hehren Ausschreibungsgedanken ad absurdum.

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Autonomer Bus der Sylter Verkehrsgesellschaft geht auf die Teststrecke in Keitum

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Gemeinsame Pressemitteilung der Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) und des Schleswig-Holsteiner Forschungsprojekts NAF-Bus (Nachfragegesteuerter-Autonom-Fahrender-Bus)

Die Sylter Verkehrsgesellschaft (SVG) gehört zu den innovativsten Unternehmen ihrer Branche und ist als einer von acht Teilnehmern des Forschungsprojektes NAF-Bus (Nachfragegesteuerter-Autonom-Fahrender-Bus) einen weiteren Schritt Richtung Zukunft unterwegs.

Im Rahmen des Projekts NAF-Bus hat die SVG – welche den gesamten öffentlichen Nahverkehr auf der Insel Sylt betreibt – Ende letzten Jahres einen kleinen autonomen Bus der französischen Firma NAVYA gekauft. Der 8-Sitzer wird seitdem für den Einsatz auf einer Teststrecke in Keitum auf Sylt vorbereitet.

Das NAF-Bus-Projekt unter Leitung der Technologie- und Innovationsberatung EurA AG, mit Niederlassungssitz in Enge-Sande auf dem dortigen GreenTEC Campus, wird durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit einer Gesamtsumme von 2,4 Millionen Euro unterstützt und soll mit seinen Ergebnissen dazu beitragen, wie die Automatisierung des ÖPNV in ländlichen Räumen in Zukunft funktionieren kann. In weiteren wichtigen Punkten sollen neue Ansätze für die individuelle und gesellschaftliche Akzeptanz dieser neuen Technologie des autonomen Fahrens gefunden werden, rechtliche Grundlagen erarbeitet werden sowie Risiko-Nutzen-Abwägungen stattfinden. Der Einsatz und die Erprobung auf Sylt ist der zweite wichtige Schritt im Projekt, nachdem der erste NAF-Bus bereits seit Juni 2018 auf GreenTEC Campus in Enge-Sande im Einsatz ist.

Seit dem 14. Januar wird nun vom Fahrzeughersteller NAVYA die zukünftige Strecke in Keitum auf Sylt ausgemessen, um dann zeitnah mit autonomen Testfahrten beginnen zu können. Sobald die gewünschte ganze Strecke eingemessen ist, werden diese und der Bus noch einmal vom TÜV abgenommen als Grundlage für die abschließende Genehmigung durch das Wirtschaftsministerium in Kiel und den Kreis Nordfriesland. Weiterhin sollen drei Mitarbeiter der SVG zum sogenannten Operator ausgebildet werden, die den Bus zukünftig bei allen autonomen Fahrten begleiten und falls notwendig jederzeit manuell eingreifen können. Der autonome Kleinbus soll dann zusätzlich und zunächst kostenlos zum bestehenden Liniennetz der SVG eingesetzt werden.

Der elektrisch betriebene NAVYA wird nachts in Zukunft in einem eigens dafür konzipierten Container auf dem Parkplatz in Keitum am Kreisverkehr geladen. In Keitum selbst weisen schon jetzt auffällige Hinweisschilder auf den zukünftigen Einsatz des autonomen Fahrzeugs hin.

Die SVG beteiligt sich seit 2017 an diesem bundesweit erstmaligen Forschungsprojekt für autonomes Fahren in ländlichen Räumen, welches auf der Insel Sylt in Kooperation gemeinsam mit dem LZV und den Inselgemeinden durchgeführt wird. Die Kenntnisse hieraus sollen dazu beitragen den Busverkehr auf der Insel auch in Randzeiten attraktiver zu gestalten. Die SVG untersucht "On-Demand"-Buskonzepte zum Einsatz von Klein- und Midi-Bussen, um auch abseits von zentralen Hauptachsen und Haltestellen sowie in Nacht- und Randzeiten nachfrageorientierte Verkehre anzubieten.

Eine Eröffnung der neuen Buslinie in Keitum und ein regelmäßiger Einsatz des autonomen Busses ist für März 2019 geplant.

Pressekontakte:
Ansprechpartner SVG: Sven-Olaf Seddig, Projektleiter SVG
E-Mail: sven.seddig@svg-busreisen.de

Ansprechpartner Projekt NAF-Bus: Ralph E. Hirschberg, Gesamtprojektleiter
E-Mail: ralph.hirschberg@eura-ag.de

Weitere Informationen:
SVG www.svg-busreisen.de
Projekt NAF-Bus www.naf-bus.de
EurA AG www.eura-ag.de

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

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Auch beim Umsteigen verbunden bleiben

Im Jahr 2018 haben die Stadtwerke Remscheid WLAN-Hotspots in Bussen und an Haltestellen eingerichtet. Gemeinsam mit der hotsplots GmbH, einem der größten Anbieter von WLAN-Hotspots in Fahrzeugen und an stationären Standorten, bauen die Stadtwerke Remscheid den Service für ihre Kunden weiter aus.

WLAN-Lösungen sind in den Fahrzeugen des ÖPNV bereits angekommen. Mit dem vernetzten Angebot zwischen Bussen und Haltestellen, gehen die Stadtwerke Remscheid den nächsten logischen Schritt: Kunden, die sich einmal einloggen, bleiben automatisch auch beim Umsteigen oder bei Wartezeiten an den Haltestellen mit dem WLAN der Stadtwerke verbunden.

Ende 2018 wurde der Service an den zentralen Haltestellen Hauptbahnhof und dem Rathaus Lüttringhausen aktiviert. „Das WLAN in den Bussen wurde bei einer Testphase Anfang 2018 von unseren Fahrgästen sehr gut angenommen. Wir haben inzwischen mehr als 10.000 Sessions monatlich“, erklärt Michael Mandt, Administrator Vertrieb und Informationstechnik bei den Stadtwerken Remscheid. „Mit dem automatischen Roaming zwischen den Hotspots in den Bussen und an den Haltestellen und auch mit dem automatischen Login bieten wir insbesondere Pendlern einen täglichen Mehrwert.“

Im Jahr 2019 soll der Service für die Kunden sukzessive erweitert werden: Neue Fahrzeuge werden mit WLAN ausgestattet und auch zusätzliche Haltestellen sind in der Planung.

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NOxBUSTER® City auch ohne zusätzliche Heizmodule funktionssicher

PROVENTIA hat die Effizienz und Qualität seiner weltweiten führenden Technologie zur Stickoxid-Reduzierung bei Stadtbussen erneut unter Beweis gestellt: Ein Test mit einem beim Kraftfahrtbundesamt akkreditierten Prüflabor in Finnland hat ergeben, dass das Nachrüstsystem NOxBUSTER® City des finnischen Unternehmens auch bei Temperaturen von bis zu minus sieben Grad den vorgeschriebenen Grenzwert bei Weitem unterschreitet.

In letzter Zeit hatte sich bei den Nachrüstmöglichkeiten von Bussen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit Stickoxid-Minderungssystemen eine Diskussion darüber ergeben, ob die Reduktionsleistung bei diesen Temperaturen ohne zusätzliche Heizmodule, wie sie Mitbewerber von PROVENTIA verwenden, erreicht werden kann. Ein Test im hohen Norden  Finnlands hat dies nun eindeutig belegt. Auch ohne externe Beheizung konnte der NOxBUSTER® City noch mehr als 95 Prozent der gefährlichen Stickoxide reduzieren, nur unwesentlich weniger als bei einem Test über + 30°C. Damit ist auch ein weiterer Aspekt, der die kontinuierliche Effizienz von Nachrüst-systemen beeinflussen kann, beim PROVENTIA-System nicht gegeben: Ein elektrisches Heizelement bedeutet immer ein Risiko für die mechanische Haltbarkeit sowie für den Energiebedarf des Fahrzeugs.

Über PROVENTIA:

PROVENTIA hat sich dem Schutz der Umwelt verschrieben, mit dem Schwerpunkt Luftreinhaltung. Das finnische Unternehmen hilft Motoren- und Maschinenherstellern, die strengen Emissionsnormen zu erfüllen. Städten gelingt es dadurch, die Luftverschmutzung durch den Fahrzeugverkehr zu reduzieren. PROVENTIA entwickelt, fertigt und liefert innovative Abgasnachbehandlungslösungen für Dieselmotoren bei Erstausrüstungen und nachträglichem Einbau. Das finnische Unternehmen bietet auch einzigartige modulare Testlabors und -Zentren, in denen Tests von Verbrennungsmotoren, Hybrid- und Elektroantrieben sowie von elektrischen Komponenten und Batterien durchgeführt werden können.

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Ulf-Birger Franz: „Die Verkehrswende erfordert mehr Mut“

Die Hälfte der Wege wird in der Region Hannover nach wie vor mit dem Auto zurückgelegt – das belegen die aktuellen Zahlen „Mobilität in Deutschland 2017“ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die Werte sind zwar deutlich besser als im deutschlandweiten Vergleich – hier werden drei Viertel der Wege mit dem Auto zurückgelegt. Dennoch bleibt die Region Hannover damit hinter ihren selbst gesteckten Zielen zurück. Wie kann die Verkehrswende in der Region Hannover gelingen? Welche Faktoren sind ausschlaggebend? Wie können mehr Menschen dazu gebracht werden, vom Pkw aufs Rad oder in den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) umzusteigen? Fragen, die bei der Veranstaltung „Verkehrswende – aber wie“ heute (26. November) mit Expertinnen und Experten diskutiert werden.

„Die Verkehrswende erfordert mehr Mut. In den vergangenen Jahren sind die Anteile von Öffis und Radverkehr in der Stadt Hannover im Gegensatz zum Bundestrend und übrigens auch zum Umland nicht weiter gestiegen“, sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. Hannover sei nach wie vor als autogerechte Stadt konzipiert. Deshalb sei ein gemeinsames Konzept von Landeshauptstadt und Region erforderlich, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.

16 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in der gesamten Region Hannover haben ihre Wege im Jahr 2017 mit den Rad zurückgelegt – ein Anstieg im Vergleich zu den Jahren 2011 (15 Prozent) und 2002 (12 Prozent). Ähnlich sieht die Situation auch bei der Nutzung des ÖPNV aus: 16 Prozent ist der Anteil ÖPNV an den zurückgelegten Wegen in der Region. 2011 waren es 15 Prozent, 2002 12 Prozent. Der Anteil der Pkw-Mitfahrenden ist derweil seit 20011 stabil bei zwölf Prozent. Der Anteil der Pkw-Fahrerinnen und -fahrern auf den Straßen der Region sinkt hingegen: Legten 2002 und 2011 noch 37 Prozent ihre Wege mit dem Auto zurück, waren es 2017 nur noch 35 Prozent. „Unsere Ziele, die wir uns mit dem Verkehrsentwicklungsplan pro Klima selbst gesteckt haben, waren durchaus ehrgeiziger“, bilanziert Franz.

Ein Beispiel, das beim Thema Verkehrswende gern herangezogen wird, ist Wien. Die 1,8-Millionen-Einwohner-Stadt hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt: Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen der Wiener Bevölkerung ist von 37 Prozent im Jahr 2000 auf 27 Prozent in 2015 zurückgegangen. Mit einem Anteil von 39 Prozent an allen Wegen wird der ÖPNV in Österreichs Hauptstadt durch die Wiener Bevölkerung deutlich häufiger als jeweils die anderen Verkehrsmittel genutzt. Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer vom Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel hat sich wissenschaftlich mit der Verkehrsentwicklung in Wien beschäftigt. „Es sind verschiedene Maßnahmen, die aufeinander aufbauen und sich ergänzen, die zu einer erfolgreichen Verkehrswende in Wien geführt haben“, so Prof. Sommer. Gern auch in Hannover herangezogen wird das „Wiener Modell“: die Absenkung der Preise für die Jahreskarte auf 365 Euro sowie die Erhöhung der Preise für Gelegenheitskunden (eine Einzelfahrt um rund 17 Prozent). „Das ist aber nicht allein der Erfolgsfaktor“, betont Prof. Sommer. Eine stetige Erweiterung des ÖPNV-Netzes und der gebührenpflichtigen Parkzonen, die Erhöhung der Parkgebühren um 67 Prozent sowie die städtische Förderung des Radverkehrs hätten sich gegenseitig ergänzt und unterstützt. „Das ‚Wiener Modell‘ hat einen deutlichen Effekt auf die Anzahl der verkauften Jahreskarten, während der Effekt auf die Fahrgastzahlen eher gering ausfällt“, erläutert Prof. Sommer. Sein Fazit: „Das Wiener Modell führt im Wesentlichen zu einer Wanderung zwischen Fahrausweisarten und weniger zum Gewinn von Neukunden. Nur eine langfristige und konsequent nachhaltige integrierte Stadt- und Verkehrsplanung unter Nutzung des gesamten Maßnahmenspektrums führen zur Verkehrswende.“

Zurück zur Region Hannover: „Die aktuellen MiD-Zahlen ermöglichen neue Analysen. Damit werden wir unseren Verkehrsentwicklungsplan pro Klima evaluieren und fortschreiben“, sagt Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover. Grundsätzlich zeige sich ein Trend zur Abkehr vom Auto in der jüngeren Generation, „allerdings wächst die Bedeutung in den älteren Generationen“, so van Zadel. Es sei zudem ein Trend zur vielfältigeren Mobilität in den Großstädten erkennbar, während die Bedeutung der Automobilität im ländlichen Raum wächst. „Die MiD-Zahlen zeigen, dass die Verkehrswende in Ansätzen erkennbar ist, aber die erwartete und erhoffte Dynamik ausgeblieben ist“, so van Zadel. Das Fazit von Verkehrsdezernent Franz: „Nur eine abgestimmtes Verkehrspolitik, die Nahverkehr und Radwege ausbaut und gleichzeitig den Autoverkehr in der Innenstadt deutlich reduziert, hat Zukunft.“

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