it’s OWL: Projekte starten im Herbst

Das Technologie-Netzwerk it´s OWL startet ab Herbst mit neuen Projekten. Darin entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen Ansätze in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Digitale Plattformen, Digitaler Zwilling und Arbeitswelt der Zukunft. Darüber hinaus können sich Unternehmen für Transferprojekte bewerben, in denen sie gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation lösen. Das Land NRW stellt für Projekte Fördermittel im Umfang von 50 Millionen Euro zur Verfügung, mindestens die gleiche Summe kommt aus der Industrie. Insgesamt sollen im Spitzencluster bis 2022 Projekte im Umfang von 200 Millionen Euro umgesetzt werden. Neben der Landesförderung sollen dafür auch Bundes- und EU-Mittel genutzt werden.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sagt: „it’s OWL steht europaweit für einen überaus erfolgreichen Technologietransfer mit Fokus auf die mittelständische Wirtschaft. Das Spitzencluster trägt maßgeblich dazu bei, die Möglichkeiten und Verfahren der Industrie 4.0 greifbar zu machen. Dank der Transferprojekte gibt es einen großen Innovationsschub für die ganze Region: Das Cluster öffnet wichtigen Branchen neue Perspektiven, schafft neue Angebote für Ausbildung und Studium und macht Arbeitsplätze zukunftsfähig.“

Prof. Jürgen Gausemeier, Vorsitzender des Clusterboards, zieht eine positive Zwischenbilanz und erläutert die neue Ausrichtung des Technologie-Netzwerks: „Die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei it´s OWL ist ein Erfolgsmodell. So sind in den vergangenen fünf Jahren beispielsweise rund 7.500 neue Arbeitsplätze in den Kernbranchen und sieben neue Forschungsinstitute entstanden, 34 Unternehmen wurden aus dem Spitzencluster heraus gegründet. Mit der Neuausrichtung von it´s OWL bieten wir Unternehmen einen Plattform, um die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei geht es sowohl um die Entwicklung und Anwendung von neuen Technologien – beispielsweise in den Bereichen maschinelles Lernen, IT-Sicherheit und disziplinübergreifende Produktentwicklung. Aber auch um die Gestaltung der Arbeitswelt, Qualifizierungsangebote, neue Geschäftsmodelle und Unternehmensgründungen.“

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl ergänzt: „it´s OWL gilt in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland als Paradebeispiel, wie Unternehmen und Forschungseinrichtungen den digitalen Wandel in der Industrie gemeinsam angehen. Daher wird das Land die Projekte von it´s OWL mit 50 Millionen Euro und das Clustermanagement mit 3 Millionen Euro fördern. Die Bezirksregierung Detmold und der Projektträger Jülich stehen dabei den Projektpartnern beratend zur Seite. Die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit und die Ergebnisse aus den Projekten sollen auch für andere Unternehmen und Regionen in ganz Nordrhein-Westfalen bereitgestellt werden.“

Maschinelles Lernen für die intelligente Produktion

Die 24 Kernunternehmen und sechs Hochschulen des Technologie-Netzwerks haben in einem Arbeitsausschuss in den vergangenen sechs Monaten fünf Projekte in den oben genannten Themenfeldern entwickelt. Dabei geht es beispielsweise um maschinelles Lernen in der Produktion. Ziel des Projekts ist es, dass Maschinen und Anlagen nicht nur auf einprogrammierte Muster reagieren, sondern aus Erfahrungen lernen. So können sie ihre Leistungsfähigkeit im Laufe ihrer Einsatzzeit verbessern und sich automatisch an sich ändernde Bedingungen anpassen. Sechs Unternehmen – darunter Miele – und vier Forschungseinrichtungen wollen dafür neue Methoden entwickeln und auf einer Plattform für weitere Unternehmen verfügbar machen.

„Durch maschinelles Lernen können wir die Produktivität und Effizienz unserer Produktion von Staubsaugern und Waschmaschinen erheblich steigern. Maschinenausfälle und Ausschuss werden vermieden. Der Einsatz von Energie und Materialien wird erheblich reduziert“, erläutert Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer von Miele & Cie. KG. „Durch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und den Hochschulen können wir schnell und zuverlässig neue Verfahren entwickeln und in die Anwendung bringen. Aktuelle Forschungsergebnisse aus den Hochschulen sind dafür genauso wichtig wie die Erfahrungen und Perspektiven der anderen Unternehmen.“

Digitale Plattformen und Digitaler Zwilling

In zwei weiteren Projekten geht es neun Unternehmen und vier Forschungseinrichtungen darum, die Potenziale digitaler Plattformen für kleine und mittlere Unternehmen auszuschöpfen. Hintergrund ist, dass der Anteil des digitalen Geschäfts im Maschinenbau kontinuierlich ansteigt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihren Kundenzugang zu erhalten, müssen die Unternehmen ihre Produkte immer stärker mit Services verzahnen. Durch digitale Plattformen können sie vom Auftragseingang über Produktion bis zur Logistik eine durchgehende Lösung für den Kunden anbieten.

Ein weiteres Projekt fokussiert die Entwicklung, die Nutzung und die Interaktion von digitalen Zwillingen. Darunter versteht man eine digitale Abbildung einer Maschine, welche die reale und virtuelle Welt miteinander verbindet. Die Abbildung im virtuellen Raum entsteht unter Einsatz von Daten, die beispielsweise durch Sensoren ermittelt werden. Mithilfe von digitalen Zwillingen können Maschinen und Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus dargestellt werden. So können beispielsweise schon während der Planung einer neuen Anlage digitale Simulationen genutzt werden, um die realen Abläufe zu optimieren.

Die Projekte werden derzeit beim Land beantragt. Bei positiver Bewertung sollen sie im Oktober starten. Zudem werden weitere Ausschreibungen veröffentlicht, bei der sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Cluster mit Projektideen bewerben können.

Neue Arbeitsplätze und die Entlastung der Beschäftigten

Informations- und Kommunikationstechnologien halten zunehmend Einzug in die Produktion und die Entwicklungsarbeit. Dabei rücken insbesondere die sozialen Aspekte der Arbeitsplatzgestaltung in den Vordergrund. In einem weiteren it´s OWL-Projekt wollen Unternehmen gemeinsam mit Hochschulen und der IG Metall die Potenziale der Digitalisierung für die Arbeitswelt erschließen und in den Betrieben erproben. Dabei geht es um neue Ansätze von Führung und Personalentwicklung, Lernplattformen sowie die Benutzerfreundlichkeit von Assistenzsystemen. So wird bei Weidmüller beispielsweise erforscht, wie Augmented und Virtual Reality in der beruflichen Bildung eingesetzt werden können, um individualisiertes Lernen zu ermöglichen. 

„Auch in der digitalisierten Fabrik bleibt der Mensch im Zentrum. Um die Arbeitsplätze der Zukunft zu gestalten, müssen wir die Beschäftigten aktiv einbinden. Und ihnen vermitteln, welche Chancen die Digitalisierung bietet, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Menschen die Arbeit zu erleichtern“, erläutert Prof. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld und Vorsitzende von Campus OWL.

„Die Hochschulen in OWL bringen aktuelle Forschungsergebnisse und Erfahrungen in die neuen it´s OWL-Projekte ein. Wir sehen uns als wichtige Partner für die Innovationsentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen – sowohl in den Ingenieurswissenschaften und in der Informatik als auch in den Sozialwissenschaften.“

Einen Überblick über neue Lösungen für die Gestaltung der Arbeitswelt bietet der Kongress „Faszination 4.0 – Arbeit“ am 3. September in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld. Veranstalter sind die OWL GmbH, it´s OWL, die Bertelsmann Stiftung, OWL Maschinenbau und die Regionalagentur OWL. Das Spektrum reicht von neuen Technologien über Arbeiten im ländlichen Raum und beruflicher Bildung bis zu New Work.

Den Mittelstand beim digitalen Wandel unterstützen

Der erfolgreiche Technologietransfer in den Mittelstand ist ein Alleinstellungsmerkmal von it´s OWL. Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere – können in Transferprojekten mit einer Hochschule oder Forschungseinrichtung neue Technologien nutzen, um konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation zu lösen. Prof. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement, erläutert: „Die Transferprojekte bieten einen schnellen und einfachen Zugang zu neuen Technologien und aktuellem Forschungswissen. Die Wirkungen werden direkt im Betrieb sichtbar. So können Unternehmen wichtige Schritte auf dem Weg zur Industrie 4.0 gehen.“ Anwendungsbereiche sind beispielsweise die Einführung von Assistenzsystemen, Ansätze für maschinelles Lernen, neue Verfahren der Produktentwicklung oder die Entwicklung von Smart Services. Die Unternehmen erhalten für Transferprojekte eine Förderung zwischen 60 bis 80 Prozent der Gesamtkosten. Ein Unternehmen kann bis zu 60.000 Euro Fördermittel erhalten.

Dazu reichen Unternehmen gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung eine Projektskizze beim it´s OWL Clustermanagement ein, in der sie die geplanten Aktivitäten und Ergebnisse beschreiben und mit einem Angebot versehen. Nach Prüfung durch das Clustermanagement und die Bezirksregierung Detmold wird ein Gutschein ausgestellt, der nach Abschluss des Projekts ausgezahlt wird. Interessierte Unternehmen können sich bei der Entwicklung der Idee und der Vermittlung eines Forschungspartners durch die it´s OWL Clustermanagement GmbH und die Transferpartner von it´s OWL beraten lassen. Transferpartner von it´s OWL sind die IHK Ostwestfalen, die IHK Lippe, OWL Maschinenbau, InnoZent OWL und die OWL GmbH.

Neue Geschäftskonzepte für die intelligente Fertigung

Ein weiterer Schwerpunkt von it´s OWL ist die Entwicklung neuer Geschäftsideen in den Bereichen intelligente Fertigung und Digitalisierung. „Aus unseren Projekten werden viele Ansätze für Smart Services entstehen. In den nächsten fünf Jahren wollen wir 30 neue Geschäftsideen identifizieren und gemeinsam mit den Unternehmen und Hochschulen zu erfolgreichen Geschäftskonzepten ausarbeiten. Die Region und unser Cluster bieten dafür ein optimales Umfeld. Denn hier finden die Start-ups einen direkten Zugang zu ihren Kunden. Dabei wollen wir sie mit unserem Netzwerk unterstützen. Dadurch unterscheidet sich OstWestfalenLippe von anderen gründungsstarken Regionen wie beispielsweise Berlin, wo zwar viele Gründer sind, aber keine realen Kunden,“ verdeutlicht Günter Korder, Geschäftsführer it´s OWL Clustermanagement GmbH.

Mit dem Innovationslabor OWL der vier Hochschulen sowie Initiativen wie garage33 (Paderborn), Innovationszentrum Campus Bielefeld, knOWLedgeCube (Lemgo), Founders Foundation (Bielefeld) und Denkwerk (Herford) finden Start-ups in OWL zudem eine hervorragende Unterstützung. Und der Technologiefonds OWL und die Business Angels OWL bieten Zugang zu Wachstumskapital.

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Starthilfe für innovative Gründungsideen

Die Managementberatung UNITY beteiligt sich mit 1,3 Mio. Euro am Technologiefonds OWL und wird damit ein bedeutender Finanzier des Fonds. Mit dem Venture Capital des Technologiefonds sollen junge, innovative Unternehmen aus der Gründerszene in OWL in einem frühen Entwicklungsstadium finanziert werden.

Tomas Pfänder, Vorstand bei UNITY, wird zudem Mitglied des vierköpfigen Investmentboards des Technologiefonds, das über die konkreten Investments entscheidet. Mit Unternehmensgründungen kennt er sich aus: Er selbst hat UNITY 1995 mit seinem Vorstandskollegen Christoph Plass und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Jürgen Gausemeier gegründet. Heute ist die Managementberatung mit 250 Mitarbeitern an weltweit 14 Standorten aktiv und führt rund um den Globus Projekte durch. Darüber hinaus hat Tomas Pfänder mit dem Company Builder der UNITY Beteiligungs-AG bereits zahlreiche Start-ups auf ihrem Wachstumspfad begleitet, darunter der Softwarehersteller DUALIS und das Medizintechnikunternehmen via medis.

„Der Technologiefonds OWL passt mit seiner Fokussierung auf innovative Geschäftsmodelle junger technologisch orientierter Unternehmen hervorragend zu unserer Ausrichtung auf Innovation und Digitalisierung“, begründet Tomas Pfänder den Einstieg in den Technologiefonds. „Die Digitalisierung verändert die Wertschöpfungsstrukturen und dadurch ganze Industrien. Hier entstehen viele Chancen für neue Geschäftsmodelle. Wir freuen uns, junge Unternehmer beim Ergreifen dieser Chancen unterstützen zu können.“

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Der Weg zur digitalen Kommune

Auf der CEBIT stellt das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe vom 12. bis 15. Juni 2018 seinen Weg zu onlinebasierten, sicheren und zeitgemäßen E-Government-Lösungen vor. Der Lemgoer IT-Dienstleister präsentiert sich auf dem Stand des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen in Halle 14/44 und erläutert hier die gemeinsam mit Verbandskommunen entwickelte „Digitalisierungsstrategie 2020“.

Beim Wandel der öffentlichen Verwaltung ist Digitalisierung nicht Kür, sondern Pflicht – unser Alltag ist längst digital. Dieser Wandel bietet viele Chancen, wichtig dabei ist jedoch, dass Verwaltungsabläufe selbst hierzu verändert und neu gedacht werden müssen.

Um das krz-Angebot auf die Anforderungen der Kommunen abzustimmen, wird aktuell der Digitalisierungsgrad von acht Referenzkommunen untersucht. Mit fachkundiger externer Begleitung erarbeiten der IT-Dienstleister und die Zweckverbandsmitglieder daraus gemeinsame Ziele und Handlungsempfehlungen für eine zeitgemäße bürgernahe Verwaltung.

Das Projekt beginnt mit einer systematischen Bestandsaufnahme aus der Innen- wie auch der Außensicht. In die Analyse der Daten auf Basis von Referenzgrößen anderer Kommunen bringt das beratende Institut seine Expertise aus vorherigen systematisierten Erhebungen ein und berücksichtigt gleichzeitig die Besonderheiten vor Ort. Die Bewertung zieht dabei so unterschiedliche Einflussfaktoren wie Gesetzesanforderungen, Zielsetzungen in der Verwaltung, Wünsche der Kunden vor Ort oder politische Beschlüsse in Betracht. Auch parallele Entwicklungen zur Modellregion OWL werden hier einbezogen.
Aufgrund der Ergebnisse werden sowohl individuelle als auch kollektive Handlungsempfehlungen erarbeitet. Dabei werden Faktoren wie Aufbau- und Ablauforganisation sowie technische Gegebenheiten in den Kommunen ebenso berücksichtigt wie E-Government-Investitionen, E-Government-Strategie und nicht zu vergessen die konkrete Bedarfslage vor Ort.

Das krz arbeitet schon seit vielen Jahren an Lösungen zur digitalen Transformation. Der Anspruch ist dabei, nicht nur die Kommunikation von Bürgerschaft und Unternehmen zur Verwaltung digital zu gestalten, sondern diese in einen medienbruchfreien Ablauf zu integrieren, der gleichzeitig die Prozesse in den Kommunen vereinfacht.

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it’s OWL vernetzt Menschen und Maschinen für Industrie 4.0

Künstliche Intelligenz, Smart Services und Arbeit 4.0: Damit die Fabrik der Zukunft Realität wird, müssen wir Menschen, Maschinen und IT stärker miteinander vernetzen. Konkrete Ansätze und Lösungen entwickelt das Technologie-Netzwerk it‘s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe. 50 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Startups zeigen Anwendungsbeispiele auf dem OWL-Gemeinschaftsstand (Halle 16 A04) auf der Hannover Messe.

Wie verarbeiten wir die Daten unserer Maschinen, um die Produktivität und Effizienz zu steigern? Wie entwickeln wir neue Services und Geschäftsmodelle? Und wie verbessern wir mit neuen Technologien die Arbeitsbedingungen und entlasten die Beschäftigten? „Für diese Herausforderungen entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei it‘s OWL gemeinsam praxisnahe Lösungen für den Mittelstand. Denn nur so können wir die Nutzenpotenziale von Industrie 4.0 erschließen“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer it‘s OWL Clustermanagement GmbH.

Auf dem Weg zu Smart Services

Die mittelständischen Maschinenbauer verzahnen ihre Produkte immer stärker mit Services. So präsentiert die Denios AG aus Bad Oeynhausen – weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für den betrieblichen Umweltschutz und die Sicherheit am Arbeitsplatz – neue Ansätze für das Gefahrstoffmanagement der Zukunft. Dazu gehört ein intelligentes Gefahrstofflager, das durch Sensoren Schadensfälle wie das Auslaufen von Chemikalien oder Feuergefahren bereits im Vorfeld erkennt und behebt. Mit der smarten App ‚Denios Connect‘ können Unternehmen zukünftig auf neue Services zugreifen. Dazu gehören beispielsweise das Dokumentenmanagement, eine intelligente Zustandsüberwachung und eine präventive Wartung. Weitere Funktionen sind die eigenständige Schadensbehebung sowie die Simulation in den Gefahrstofflagern. Dadurch werden nicht nur Arbeitssicherheit und Umweltschutz verbessert, sondern auch Stillstandzeiten und Kosten in erheblichem Umfang eingespart.

„Unsere Kunden wollen ein Gesamtpaket mit Rundumbetreuung 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Um uns erfolgreich am Markt zu behaupten, müssen wir aus der Analyse der Daten neue Angebote entwickeln. Dafür bietet die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen bei it´s OWL eine hervorragende Basis. Erste Lösungen zeigen wir auf der Hannover Messe“, erläutert Helmut Dennig, Vorstandsvorsitzender der Denios AG. Auf dem OWL Gemeinschaftsstand können Besucher unterschiedliche Schadensfälle als Film auf einer Leinwand erleben und die Analyse und die Gegenmaßnahmen auf der App verfolgen.

Auch BOGE Kompressoren kann beispielsweise Performance-Daten der High Speed Turbo-Kompressoren umfassend erheben und analysieren. Auf Basis der gesammelten Daten und durchgeführten Analysen werden Hard- und Software kontinuierlich weiterentwickelt und dem Kunden individuell zum Einbau angeboten. Das Resultat: ein maximal effizienter Betrieb der Druckluftstation über die gesamte Lebensdauer.

Data Analytics – vom Sensor in die Cloud

Intelligente Datenauswertung und maschinelles Lernen ermöglichen eine verteilte Produktionsplanung in Echtzeit, eine zustandsbasierte Prognose und eine Abwehr von Anomalien. Konkrete Ansätze für Data Analytics im Mittelstand zeigen die Weltmarktführer der Automatisierungstechnik Beckhoff, KEB, Lenze, Phoenix Contact, WAGO und Weidmüller. Besucher erhalten einen einzigartigen Überblick über praxisnahe Lösungen für das Erfassen, Transportieren und Analysieren von Daten – vom Sensor bis in die Cloud.

So macht WAGO beispielsweise Maschinenzustände einer virtuellen Apfelsaftfabrik mit den WAGO-Controllern PFC und der WAGO Cloud Data Control sichtbar. Die Cloud Data Control verwaltet und überwacht alle Controller PFC sowie deren Applikationen und Daten. Ein Web-Portal dient dem Anwender als Benutzeroberfläche für den Cloud-Dienst, über den er Zugriff auf Funktionen wie Benutzerverwaltung, Status-Monitoring, Alarmfunktionen und E-Mail-Benachrichtigungen erhält. Weidmüller hilft mit maßgeschneiderten Analytics-Lösungen dabei, Predictive Quality oder Predictive Maintenance zu realisieren. Mit kommunikationsfähigen Signalwandlern, I/O-Systemen, Routern, Switches sowie dem IoT-Controller werden die Daten im Netzwerk verfügbar und gewährleisten dabei IT-Sicherheit.

Optimales Umfeld für neue Geschäftsideen

Aus der Zusammenarbeit im Netzwerk entstehen neue Geschäftsideen. Auf dem OWL-Gemeinschaftsstand präsentieren sieben Startups ihre Konzepte. Das Spektrum reicht vom Einsatz von Drohnen über intelligente Messverfahren und additive Fertigung bis zu cloudbasiertem Einkaufsmanagement und künstlicher Intelligenz.

Gleich zwei Startups bieten Unternehmen individuelle Lösungen für den Einsatz von Drohnen: Die Bielefelder Third Element Aviation GmbH verfügt über umfangreiche Erfahrungen bei der Entwicklung und Produktion der unbemannten Fluggeräte. Durch innovative Sensor-Technik und ein Echtzeit-Satellitennavigations-System können sie Flächen schnell und genau untersuchen. Auch bei schwierigen Umweltbedingungen kann die Flugplattform ConVecDro bis zu 45 Minuten fliegen und so z.B. eine Fläche von bis zu 40.000 m² hochpräzise kartieren. Einsatzbereiche sind beispielsweise Industrieinspektionen, Überwachungsaufgaben, aber auch die Landminensuche.

Während bei Third Element Aviation der Schwerpunkt auf der Hardware liegt, konzentriert sich die Viafly GmbH auf die Software. Alleinstellungsmerkmale sind eine kinderleichte Steuerung und die künstliche Intelligenz der Drohnen, die mit Sensoren, Kameras und einer 360° Hinderniserkennung ausgestattet sind. Mit 14 Mitarbeitern an den Standorten Paderborn und im Centrum Industrial IT in Lemgo entwickelt die Viafly intelligente Lösungen für Anwendungen in den Bereichen Katastrophenschutz, Wartung und Sicherheit. Eine autonome Drohne kann beispielsweise Routinekontrollen von Industrieanlagen und elektrischen Leitungen übernehmen. Die Mitarbeiter werden in Echtzeit über alle relevanten Zustände und Ereignisse informiert und können sich jederzeit ein realitätsgetreues Bild der Anlagen machen.

Maßgeschneiderte Assistenzsysteme

Bei allen technischen Verbesserungen bleibt der Mensch im Zentrum der Fabrik. Assistenzsysteme, Verfahren der intuitiven Bedienung und neue Entwicklungsmethoden unterstützen und entlasten die Beschäftigten. Auch für diese Herausforderung bietet it‘s OWL neue Lösungen.

Das Detmolder Startup Assembly Solutions entwickelt individuelle Assistenzsysteme für die Fertigung, Montage und Logistik im Mittelstand. Über eine Projektion werden dem Werker Informationen zu einzelnen Verrichtungen auf die Arbeitsfläche, auf Arbeitsobjekte und auf Greifbehälter übermittelt. Die Systemsteuerung erfolgt über eine multimodale Schnittstelle mit Sprach-, Gesten- oder Tasteneingaben. Für HORA Regelarmaturen hat Assembly Solutions z. B. ein Assistenzsystem für die Montage von kundenindividuellen Stellantrieben in hoher Variantenvielfalt umgesetzt. Durch Koppelung mit dem ERP-System werden die Auftragsinformationen direkt übermittelt und im Sichtfeld des Beschäftigten angezeigt. So lassen sich Anlernzeiten reduzieren und Montagefehler vermeiden. Einen Beitrag zur Prozesssicherung und Qualität leistet ein Assistenzsystem bei BOGE Kompressoren, indem u.a. gesteuerte WLAN-Schraubtechnik zur Drehmomentüberwachung und Schraubfalldokumentation angebunden wurden.

Virtuelle Entwicklung neuer Arbeitsplätze

Das Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM zeigt, wie Augmented Reality für die Entwicklung neuer Produktionsarbeitsplätze eingesetzt werden kann. Das Unternehmen Hella verwendet dafür Module des Arbeitsplatzes aus Pappe, an denen Produk-tionsplaner und Konstrukteure bisher die Montage eines neuen Scheinwerfers real erproben und sukzessive die Abläufe optimieren. Allerdings kann dies erst erfolgen, wenn Prototypen der zu montierenden Bauteile fertig gestellt sind. Mit der neuen Technologie kann der Arbeitsplatz nun vorher und damit bereits deutlich früher konzipiert werden. Den Planern werden über eine Datenbrille die einzelnen Teile eingeblendet, so dass sie den Scheinwerfer virtuell in der realen Produktionsumgebung montieren können. Dadurch wird die Entwicklung des Arbeitsplatzes erheblich effizienter, schneller und kostengünstiger. Davon können sich Besucher der Messe an einem Demonstrator überzeugen.

Der Spitzencluster it‘s OWL

Im Technologie-Netzwerk it‘s OWL entwickeln 200 Unternehmen und Forschungseinrichtungen Lösungen für intelligente Produkte und Produktionsverfahren. Über ein innovatives Transferkonzept werden neue Technologien für kleine und mittlere Unternehmen verfügbar gemacht. Ausgezeichnet im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gilt it´s OWL als eine der größten Initiativen für Industrie 4.0 in Deutschland. it‘s OWL leistet einen wichtigen Beitrag für Wertschöpfung und Beschäftigung in OstWestfalenLippe. Seit dem Start des Technologie-Netzwerks in 2012 haben die Unternehmen 8.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Sechs Forschungseinrichtungen und 23 neue Studiengänge sind entstanden. 34 Unternehmen wurden gegründet.

Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.its-owl.de/hannovermesse

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MSF-Vathauer positioniert sich auf der my job OWL 2018

In diesem Jahr präsentierten sich 230 Unternehmen auf der Messe „my job OWL“ in der Halle 20 des Bad Salzufler Messegeländes. Die „my job OWL“ ist die regional größte Azubi- und Jobmesse und ist bereits ein festern Bestandteil der Jobsuche sowohl bei Schülern, Studenten, Absolventen als auch Facharbeitern geworden. „230 Aussteller – das ist Rekord“, freut sich die Organisatorin des Events, Melanie Welzel von G&W Messekonzept.

MSF-Vathauer Antriebstechnik nahm im Rahmen dieser etablierten Jobmesse die Gelegenheit wahr, sich dem kompetenten Fachpersonal als auch Auszubildenden und Praktikanten vorzustellen und ausgeschriebene Stellen auf der Messe zu veröffentlichen. „Die Nachfrage an Ausbildungsplätzen war in diesem Jahr immens, und junge Leute, die sich für die Elektrotechnik, IT und Elektronik allgemein interessieren sind unsere Zukunft“, sind sich Karl-Ernst Vathauer und Marc Vathauer, Geschäftsführung von MSF-Vathauer einig. „Nun liegt es an uns, die Gespräche mit geeigneten Fachleuten zu vertiefen und mögliche Chancen im Unternehmen aufzuzeigen. Zwar ist der Fachkräftemangel – auch in unserer Branche – allseits bekannt, doch wenn die Nachfrage an Ausbildungsplätzen weiter so ansteigt, ist das definit ein Schritt in die richtige Richtung, um das Fachpersonal von Morgen im eigenen Betrieb auszubilden und zu kompetenten Fachkräften aufzubauen.“

Wer die Messe im ostwestfälischen Bad Salzuflen nicht besuchen konnte, findet hier unsere aktuellen Stellenausschreibungen. Natürlich nehmen wir auch gerne Initiativbewerbungen unter jobs@msf-technik.de entgegen.

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Aus Alt mach Neu

Der VDI Ostwestfalen-Lippe, Projektgruppe Zirkuläre Wertschöpfung, und die IHK Bielefeld laden dieses Jahr gemeinsam mit der Effizienz-Agentur NRW Unternehmerinnen und Unternehmer zur Veranstaltungsreihe „Mit ressourceneffizienten Produkten zu einer Circular Economy“ ein. Die Reihe informiert, wie Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen in kleinen Schritten sowohl ressourceneffizient als auch wirtschaftlich gestalten können. Den Auftakt machte gestern die Veranstaltung "Remanufacturing: Industrielle Aufarbeitung von Altteilen" in der RecyclingBörse Herford.

Anhand von erprobten Methoden und Best-Practice-Beispielen erfuhren die über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie ihre Unternehmen mit dem Thema Remanufacturing zu einer zirkulären Wertschöpfung (Circular Economy) beitragen können.

„Kleine und mittlere Unternehmen können mit dem Aufarbeiten von Altteilen Material und Energie einsparen“, weiß Heike Wulf vom Regionalbüro Bielefeld der Effizienz-Agentur NRW. „Die Kurzanalyse „Ressourceneffizienz durch Remanufacturing – Industrielle Aufarbeitung von Altteilen“ der VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH (VDI ZRE) zeigt, dass die Wiederverwendung gebrauchter Produkte große Ressourceneffizienzpotenziale birgt und eine wesentliche Komponente für eine zirkuläre Wertschöpfung ist.“

Diese Effizienzpotenziale können noch verstärkt werden, wenn bereits bei der Produktgestaltung auf eine spätere Wiederverwendung geachtet wird. Dabei unterstützen gerade neue Geschäftsmodelle wie das „Nutzen statt Besitzen“ solche Kreislaufführungsoptionen von Materialien und Produkten. Die Chancen, aber auch die Hemmnisse, die das Remanufacturing bietet, wurden gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert.

Weitere Veranstaltungstermine der Reihe stehen bereits fest. So laden die Kooperationspartner am 07. März zum Thema „Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle mit Business Canvas“ in das Centrum für Energieeffizienz und Ressourcen (CER) nach Gütersloh sowie am 26.Juni zum Thema „Ressourceneffizienz in der Nutzungsphase mit Design Thinking“ in die JENZ GmbH nach Petershagen ein.

Die ca. dreistündigen Veranstaltungen sind kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist jeweils begrenzt.  

Zur RecyclingBörse Herford

Die RecyclingBörse (Trägerverein Arbeitskreis Recycling e.V.) ist eine gemeinnützige Einrichtung für Umweltschutz durch Secondhand und Weiterverwendung und zur Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen. Für die weitere Verwendung mit Prüfung und Aufbereitung als Sachspenden angenommen werden Hausrat und (Festtags-)Deko aller Art, Möbel, Textilien, Bücher, funktionsfähige Elektrokleingeräte und PCs, Spielsachen, Werkzeug, Gartengerät usw. Diese müssen tatsächlich für die Secondhand Weiterverwendung noch gut und funktionsfähig sein.

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Jubiläum für Ressourceneffizienz in der Region OWL

Vor 15 Jahren öffnete das Regionalbüro Bielefeld der Duisburger Effizienz-Agentur NRW (EFA) seine Türen im Technologiezentrum Bielefeld. Heike Wulf und Gabriele Paßgang begleiten und unterstützen produzierende Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe rund um das Thema Ressourceneffizienz, also beim material- und energiesparenden Wirtschaften. Gefeiert wurde dieser Geburtstag am 30. November im Technologiezentrum. Die Jubiläumsrede hielt Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär im NRW-Umweltministerium.

Die Effizienz-Agentur NRW hat seit ihrer Gründung 1998 durch das NRW-Umweltministerium immer wieder Trends und Entwicklungen aufgenommen und in die Wirtschaft getragen. Stand zu Beginn der produktionsintegrierte Umweltschutz mit dem Blick auf Verbesserungspotenziale in der Produktion im Fokus, geht es heute um den ganzheitlichen Ansatz der Ressourceneffizienz mit Angeboten zur CO2-Bilanzierung, zur umweltgerechten Produktgestaltung und zur Nutzung von Möglichkeiten der Industrie 4.0 für rohstoff- und umweltschonendes Wirtschaften. Mit diesen Angeboten hat die EFA gemeinsam mit Beratern aus NRW über 3.400 Projekte in mittelständischen Unternehmen angestoßen und umgesetzt.

Um diese Angebote besser in die Regionen NRWs mit ihren spezifischen Gegebenheiten und unterschiedlichen Branchenschwerpunkten zu platzieren, richtete die EFA seit 2002 insgesamt acht Regionalbüros in NRW ein – eines davon in Bielefeld.

Ob in einzelbetrieblichen Projekten, in Netzwerken, bei Veranstaltungen und Schulungen – Ressourcen schonen und Wirtschaft stärken ist dabei der Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten.

"Wir haben schnell erkannt, dass der Zugang zu den ortsansässigen Unternehmen mit einem Standort direkt in der Region und gemeinsam mit den regionalen Akteuren schneller und einfacher läuft, als das ganze Bundesland von einem zentralen Ort aus zu bedienen. Ein Gesicht vor Ort hilft ungemein beim Aufbau von Kontakten und der Anbahnung und Umsetzung von Projekten, die sowohl den Unternehmen wie auch der Umwelt und damit dem Wirtschaftsstandort NRW dienen", so Dr. Peter Jahns, Leiter der EFA.

Die Koordinatorinnen des EFA-Regionalbüros ergänzen: "Wichtig ist es vor allem, das Vertrauen der regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu gewinnen. Das geht nur, wenn man im wahrsten Sinne des Wortes mittendrin ist und das Tagesgeschäft vor Ort kennt, begleitet und mitgestaltet."

Das gelingt der Agentur seit 15 Jahren, und das wurde am 30. November gefeiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Rückblick auf 15 Jahre erfolgreiche Arbeit in der Region und der Ausblick auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Themenfeld Ressourceneffizienz, Umweltschonung und Umweltwirtschaft.

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