Biofrontera setzt neue Arzneimittel-Fälschungsschutzrichtlinie um

Die Biofrontera AG (ISIN: DE0006046113), ein internationales biopharmazeutisches Unternehmen, hat alle notwendigen Maßnahmen zur Umsetzung der neuen delegierten Verordnung (EU) 2016/161 zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen umgesetzt. Seit dem Inkrafttreten der Verordnung am 9. Februar 2019 dürfen nur solche verschreibungspflichtigen Arzneimittel in den Verkehr gebracht werden, die die Sicherheitsmerkmale der delegierten Verordnung (EU) 2016/161 aufweisen. Produktchargen, die vor dem 9. Februar 2019 zum Verkauf freigegeben wurden, dürfen weiter verkauft werden.

"Mit der Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie über die gesamte Arzneimittellieferkette hinweg wird vor allem eines erreicht: eine höhere Arzneimittelsicherheit. Diese ist in Deutschland bereits auf einem sehr hohen Niveau, wird jedoch durch die EU-weite Gesetzgebung noch weiter vorangetrieben", erklärt Prof. Dr. Lübbert, Vorstandsvorsitzender der Biofrontera AG. "Mit der neuen Verordnung wurde nun eine weitere und deutlich höhere Hürde für Arzneimittelfälscher geschaffen. Patienten werden so noch besser vor gefälschten Medikamenten von niedriger Qualität oder falscher Dosierung von Wirkstoffen geschützt."

Die delegierte Verordnung (EU) 2016/161 sieht im Wesentlichen die Einführung von zwei Sicherheitsmerkmalen vor. Ein individuelles Erkennungsmerkmal (sog. "unique identifier"), macht jede Packung zu einem Unikat und über die enthaltene Seriennummer, kombiniert mit dem Produktcode, der Chargennummer und dem Verfallsdatum eindeutig identifizierbar. Der Erstöffnungsschutz (sog. "anti-tampering device") ist zudem eine Vorrichtung zum Schutz vor Manipulationen der Außenverpackung.

Diese Mitteilung enthält ausdrücklich oder implizit bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Geschäftstätigkeit der Biofrontera AG betreffen. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen spiegeln die Meinung der Biofrontera zum Zeitpunkt dieser Mitteilung wider und beinhalten bestimmte bekannte und unbekannte Risiken. Die von Biofrontera tatsächlich erzielten Ergebnisse können wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder Leistungen abweichen, die im Rahmen der zukunftsbezogenen Aussagen gemacht werden. Biofrontera ist nicht verpflichtet, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.

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Ascom sichert sich wichtigen Auftrag im vielversprechenden und hochmodernen Gesundheitsmarkt in Singapur

Es ist die Strategie des neuen Kunden, das beste Pflegeangebot anzubieten, weshalb er  sich von der Spitzentechnologie von Ascom überzeugen liess. Ascom liefert die Ascom Telligence Schwesternruflösung, ein modulares, skalierbares Patientenreaktionssystem, das sich nahtlos mit bestehenden Geräten und Applikationen integrieren und einfach erweitern lässt, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Es bietet alles, von einem eigenständigen Schwesternrufsystem hin zu einer vollintegrierten durchgehenden Patientenreaktionslösung. Effizientere Workflows helfen stressvolle Situationen des Pflegepersonals zu reduzieren und bieten eine bessere Pflegeerfahrung für Patienten.

Der Auftrag ist bedeutend für Ascom, weil er zeigt, dass ein weiteres herausragendes Krankenhaus im ambitiösen Gesundheitsmarkt von Singapur die vielfältigen Angebote von Ascom schätzt und sich für Ascom entschieden hat, um die Patientenpflege in seinen Einrichtungen zu unterstützen und zu verbessern.

Aage Rask Andersen, Vice President für Asien, Australien und Afrika (AAA), unterstreicht: "Dieser Erfolg ist strategisch wichtig für Ascom, weil Singapur eine erstklassige Adresse im asiatischen Gesundheitsmarkt ist und unsere starke internationale Stellung widerspiegelt. Wir sind stolz, bei einem solch prominenten Projekt mitzuarbeiten. Unsere Lösungen werden Ärzte, Pflegemitarbeitende und Administratoren dabei unterstützen, durch die Bereitstellung einer umfassenderen Übersicht von Patientenstatus eine bessere Pflegeerfahrung anzubieten. Deshalb freuen wir uns, diese modernste Lösung an ein Krankenhaus des 21. Jahrhunderts zu liefern."

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Khiron Life: Analysten heben Kursziel drastisch an

Khiron Life Sciences (TSX-V KHRN / WKN A2JMZC) gehört mit Sicherheit zu den besten Cannabisaktien der letzten Monate. Allein seit Jahresbeginn ist die Aktie bei drastisch gestiegenem Handelsvolumen von 1,50 auf zuletzt 2,71 CAD geschossen. GOLDINVEST.de-Leser wurden sogar schon bei 1,00 CAD auf Khiron aufmerksam gemacht! Doch trotz des rasanten Kursanstiegs ist das Potenzial der Khiron-Aktie noch lange nicht ausgereizt – glauben zumindest die Analysten von Canaccord Genuity. Sie heben ihr Kursziel nach den letzten News von 3,40 auf 5,00 CAD an!

Das resultiert unter anderem daraus, dass sich die Experten vor Ort in Kolumbien ein Bild machten und danach ihre Schätzung zur Patientengewinnung von Khiron anhoben. So sei das Patientenwachstum in Khirons ILANS-Klinik 2018 mit 19% erheblich deutlicher ausgefallen als von Canaccord erwartet (5%) und mehr als 80% der ILANS-Patienten seien zudem von Erkrankungen betroffen, die potenziell für die Anwendung von Cannabis geeignet sein. Die Analysten betrachten den Patientenstamm von ILANS als Wettbewerbsvorteil für Khiron im kolumbianischen Markt für medizinisches Cannabis, der dem Unternehmen helfen sollte, diesen zu dominieren.

Khiron Life: Analysten heben Kursziel drastisch an

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Digitale Patientenakte: Der Kampf gegen Manipulation durch Kriminelle

„Viele Versicherungen wollen auf den Digitalisierungszug aufspringen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, fürchten aber die Sicherheitsrisiken der Digitalisierung. Ihnen wollen wir mit einer Informationsveranstaltung weiterhelfen“, Frank Schlottke, Geschäftsführer der Applied Security GmbH.

Patienten können spätestens ab 2021 mit dem Smartphone Daten wie Röntgenbilder und Rezepte in einer digitalen Patientenakte managen. Doch in Zeiten der Digitalisierung können sich erhebliche Sicherheitsschwachstellen verbergen, warnt der IT-Sicherheitsexperte Applied Security GmbH (apsec), der seit 21 Jahren Banken, Behörden und Unternehmen berät. Wie sie sich schließen lassen, darüber informiert am 6. Februar 2019 die Veranstaltung "GesUndSicher " in Potsdam.

Brauchen Versicherte eine Mitgliedsbescheinigung, schreiben sie ihrer Krankenkasse eine E-Mail oder greifen zum Telefon. Auf Ärzte-Odysseen müssen sie ausgedruckte Röntgenbilder und Arztbriefe hin- und herschleppen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist das zu umständlich. Versicherte und Ärzte sollen spätestens ab 2021 Patientendaten auch per Smartphone und Tablet managen können – ähnlich einfach wie beim Online-Banking. Krankenkassen, Ärzte und das Gesundheitsministerium arbeiten deswegen unter Hochdruck an einem Grundkonzept für die digitale Patientenakte.

Viele Versicherungen fürchten die Sicherheitsrisiken der Digitalisierung

Eine der größten Herausforderungen: Verhindern, dass IT-Kriminelle Medikationspläne und andere Daten verändern oder klauen – ein Super-GAU für jede Versicherung. Die Verantwortlichen kämpfen dabei gegen 800 Millionen Schadprogramme, die laut Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) im Internet kursieren. „Ein entsprechend hoher Druck lastet auf den IT-Verantwortlichen der Krankenkassen“, weiß Frank Schlottke, Geschäftsführer der Applied Security GmbH (apsec), ein IT-Sicherheitsexperte aus Großwallstadt bei Aschaffenburg, „Sie wollen auf den Digitalisierungszug aufspringen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, fürchten aber die Sicherheitsrisiken der Digitalisierung.“

Gemeinsam Chancen der Digitalisierung identifizieren –Informationsveranstaltung am 6. Februar 2019 in Potsdam

Um Versicherungen auf ihrem Weg zur digitalen Patientenakte zu unterstützen, veranstaltet apsec am 6. Februar die Informationsveranstaltung „GesUndSicher“ in der Biosphäre Potsdam –gemeinsam mit der m.Doc GmbH, ein Kölner Spezialist für Gesundheitsplattformen. Sicherheitsexperten diskutieren mit Vertretern der Krankenkassen aus dem gesamten Bundesgebiet, wie sich digitale Services realisieren und Gesundheitsdaten schützen lassen. „Die Veranstaltung bietet einen Rahmen, um gemeinsam Chancen der Digitalisierung zu identifizieren und Kooperationen auszuloten“, ist Schlottke überzeugt. „Gemeinsam können die Teilnehmer Weichen stellen, damit die Beteiligten der Gesundheitsbranche von der Digitalisierung profitieren und gleichzeitig Patientendaten vor Kriminellen geschützt sind.

Versicherter oder Krimineller? Podiumsdiskussion behandelt das Thema Identity & Access Management

Wie können Versicherungen beispielsweise sicherstellen, dass sich tatsächlich die Versicherten in die digitale Patientenakte einzuloggen versuchen – und nicht etwa Kriminelle, die Daten wie eine HIV-Bestätigung abgreifen und als Druckmittel missbrauchen wollen? Hier bietet die Veranstaltung Podiumsdiskussionen und Workshops zum Thema Identitäts- und Zugriffsverwaltung (IAM) an. Die Teilnehmer lernen Sicherheitslösungen kennen – unter anderem die Verschlüsselungssoftware fideAS® iam von apsec, mit der Versicherungen Cloudlösungen absichern. „Versicherte können das Smartphone als Authentisierungstoken für eine sichere, schnelle und unkomplizierte Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen“, erklärt Schlottke. „Moderne kryptographische Methoden schützen die Cloud-Dienste zuverlässig vor unberechtigtem Zugriff.“

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Wirtschaft warnt vor Innovationsbremsen bei Medizinprodukten: Umfrage zeigt Probleme für Anbieter und Patienten

Wegen neuer EU-Regulierungen rechnen fast 80 Prozent der Medizintechnik-Unternehmen hierzulande nach einer aktuellen Umfrage mit erheblichen Schwierigkeiten, künftig innovative Produkte auf den Markt zu bringen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht die Patientenversorgung in Gefahr.

Gemeinsam mit dem Industrieverband Spectaris hatte der DIHK die Unternehmen der Branche nach den Auswirkungen von zwei Ende Mai 2017 in Kraft getretenen EU-Vorschriften gefragt, die in näherer Zukunft wirksam werden sollen: die EU-Verordnung zu Medizinprodukten (MDR) nach einer Übergangsfrist von drei Jahren und die EU-Verordnung zur In-vitro-Diagnostik (IVDR) nach fünf Jahren.

Das – richtige und wichtige – Ziel dieser Vorschriften ist es, für sichere und verlässliche Medizinprodukte zu sorgen. Die Erhebung macht jedoch klar, dass sie zusätzliche Bürokratie verursachen und den Marktzugang vor allem für kleine und mittlere Anbieter erschweren. Letztlich bangt jedes dritte Medizintechnikunternehmen um seine Existenz, und die Versorgung der Patienten wird erheblich ausgebremst.

Konkret bewirken die Verordnungen, dass immer mehr Unternehmen bei einer "Benannten Stelle" eine Zulassung für ihre Medizinprodukte beantragen müssen. Doch: "75 Prozent der Unternehmen klagen schon heute unter anderem über zu lange Wartezeiten von der Antragsstellung bis zur Zertifizierung", berichtet der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks.

Zudem gibt es in Europa schlichtweg noch zu wenige "Benannte Stellen", um in Zukunft Medizinprodukte nach den neuen EU-Verordnungen zuzulassen. Und auch die geringe Personaldecke bei den Benannten Stellen ist ein Problem.

Wenn die neuen EU-Verordnungen zur Anwendung kommen, könnten lebenswichtige Nischenprodukte – etwa Medizinprodukte für Kinder – womöglich nicht mehr wirtschaftlich produziert werden, warnt Achim Dercks: "Wir sehen die Gefahr, dass vor allem viele kleinere Hersteller Probleme mit dem Marktzugang für ihre Produkte bekommen werden."

Etwa ein Drittel der von DIHK und Spectaris befragten Betriebe, die ihre Produkte gemäß der MDR höher klassifizieren müssen, plant bereits, die Produkte vom Markt zu nehmen. Ein weiteres Drittel hat sich noch nicht festgelegt, ob es sein Produktportfolio bereinigen wird.

Ein großes oder sehr großes Problem sehen drei Viertel der Befragten in der unklaren Rechtslage rund um die MDR – schließlich ist bei einigen Produktkategorien immer noch unklar, welchen Risikoklassen sie am Ende zugeordnet werden.

"Was die vielen mittelständischen Firmen jetzt brauchen, ist die Zuversicht, auch in Zukunft ihre Produkte auf den Markt bringen zu können", fordert Dercks. "Dafür ist die Unterstützung der Politik notwendig. Nur so lässt sich sowohl das Patientenwohl als auch die Innovationskraft der Industrie sichern."

Die Politik solle deshalb praktikablere Übergangsphasen, einen Bestandsschutz für bewährte Altprodukte und Sonderregelungen für Nischenprodukte umsetzen, so sein Appell.

Die Ergebnisse der Erhebung gibt es hier:

DIHK-Spectaris-Unternehmensumfrage zu innovativen Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika (PDF, 292 KB)

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TU Ilmenau entwickelt zukunftsweisendes Verfahren zur Untersuchung von Augengefäßen

Die Technische Universität Ilmenau hat gemeinsam mit dem Medizintechnikhersteller Imedos Systems aus Jena ein medizinisches Verfahren entwickelt, mit dem die Veränderungen kleinster Gefäße im Auge sichtbar gemacht werden. Mit der neuen Methode kann künftig, im Gegensatz zu heute, das Risiko für eine Netzhautschädigung schon vor einer Erkrankung abgeschätzt werden. Dann könnten effektive Therapie- und Behandlungsmaßnahmen gegen Krankheiten wie den Grünen Star frühzeitig eingeleitet werden. Das innovative medizintechnische Verfahren zur Analyse der Netzhautgefäße, auf das die Projektpartner weltweit Patente angemeldet haben, bestimmt schon heute den internationalen Standard.

Die kapillaren Blutgefäße im Auge sind mit einem Durchmesser von weniger als zehn Mikrometern die kleinsten Blutgefäße des menschlichen Körpers. Sie dienen dazu, das umliegende Gewebe mit Sauerstoff zu versorgen. Dieser Austausch, Mikrozirkulation genannt, wird durch Autoregulation stabil gehalten. Bei Störungen der Zirkulation, wenn sich beispielsweise der Blutdruck oder der Augeninnendruck verändern, ändert sich der Durchmesser der Gefäße. So wird verhindert, dass bei der Durchblutung und der Sauerstoffversorgung Mangelzustände auftreten, was zu Sehstörungen oder gar zur Erblindung führen kann.

Die Wissenschaftler des Instituts für Biomedizinische Technik der TU Ilmenau und der Imedos Systems GmbH, eines führenden Hersteller von Analysesystemen für Netzhautgefäße, haben weltweit erstmals die Autoregulation sichtbar dargestellt und so eine Untersuchung der Kapillaren möglich gemacht. Prof. Sascha Klee, Leiter des Fachgebiets Optoelektrophysiologische Medizintechnik und wissenschaftlicher Leiter des Forschungsprojekts an der TU Ilmenau, beschreibt die Wirkweise des Verfahrens: „Wir haben die wissenschaftlich-technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, den kapillaren Blutgefäßen bei ihrer Arbeit zuzusehen“.

Die neue Methode basiert auf der künstlichen Erhöhung des Augeninnendrucks und ist für die Patienten völlig schmerzfrei. Um den Augeninnendruck zu erhöhen, wird ein kleiner Ballon, der an einem Brillengestell in Höhe des Lidwinkels befestigt ist, aufgeblasen. „Die so hervorgerufenen Reaktionen der Kapillaren können im Bereich des Sehnervenkopfs aufgezeichnet und ausgewertet werden“, erläutert Dr. Walthard Vilser, Geschäftsführer der Imedos Systems GmbH und Gastdozent an der TU Ilmenau. Aus den Änderungen der Gefäßreaktionen kann dann die Fähigkeit der Autoregulation bewertet werden.

Schon seit längerem können die Kapillaren der Netzhaut mit bildgebenden Verfahren betrachtet werden. Herkömmliche Methoden haben aber den Nachteil, dass damit nur bereits vorhandene Schäden erkannt werden. Mit der neuen Möglichkeit, die Funktion der Mikrozirkulation des Auges zu beobachten und zu bewerten, streben die TU Ilmenau und die Imedos Systems GmbH an, in Zukunft Schädigungen der Netzhaut durch Gefäßerkrankungen im Vorhinein zu erkennen und so verhindern zu können. Prof. Dr. med. Nagel, Spezialist für Augenheilkunde aus Rudolstadt und Honorarprofessor für Ophthalmologie an der TU Ilmenau, der die Studie leitete, ist optimistisch, dass die neue Methode Patienten schon in naher Zukunft große Vorteile bringen wird: „Ich bin zuversichtlich, damit schon sehr frühzeitig Risiken zur Entstehung und Fortschreiten von gefäßbedingten Netzhauterkrankungen erkennen zu können. Das könnte eine Voraussetzung für einen neuen diagnostischen Parameter und folgend völlig neue Behandlungsverfahren beim Glaukom, dem Grünen Star, sein.“ In Deutschland sind in etwa eine Million Menschen von Grünem Star betroffen. Die Krankheit führt im schlimmsten Fall zur Erblindung.

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Erwerb der apceth Biopharma GmbH durch Hitachi Chemical Co., Ltd.

apceth Biopharma GmbH, ein führender Anbieter für die Herstellung von Zell- und Gentherapien, gibt heute bekannt, dass Hitachi Chemical Co., Ltd. eine Vereinbarung zum Erwerb aller Anteile von apceth Biopharma GmbH abschließen wird. Die Übernahme wird voraussichtlich im April 2019 wirksam.

apceth wurde 2007 gegründet, ist ein Pionier der Zell- und Gentherapie und hat sich zu einem in Europa führenden Anbieter von Auftragsentwicklung und Lohnherstellung (CDMO) für neuartige Therapien (ATMP) entwickelt. Das Unternehmen besitzt hochmoderne Herstellungslabore in München, die alle europäischen Vorschriften für ATMP, BSL2 und ICH-Richtlinien erfüllen.

Durch den Erwerb von apceth wird Hitachi Chemical seine Präsenz und Geschäftstätigkeit in Europa ausbauen – dem weltweit nach den USA zweitgrößten Markt für regenerative Medizin.

“Wir freuen uns sehr, ein Teil von Hitachi Chemical zu werden. Unsere vereinten Stärken innerhalb von Hitachi Chemical erlauben uns die Herstellung von komplexen Zell- und Gentherapien für Kunden in Nordamerika, Asien und Europa. Dies wird es unseren Kunden ermöglichen, Patienten auf der ganzen Welt mit dringend benötigten innovativen und hochqualitativen Zell- und Gentherapien zu versorgen“, sagt Dr. med. Christine Günther, CEO von apceth Biopharma.

„apceth wurde von einem herausragenden Team und mit starker Unterstützung der Gesellschafter zu Europas führendem unabhängigen Hersteller von Zelltherapien entwickelt. Wir sind sehr stolz darauf, dass diese gemeinsamen Anstrengungen dazu geführt haben, dass apceth nun von Hitachi Chemical als europäisches Zentrum für Zelltherapien ausgewählt wurde“, kommentiert Dr. Manfred Rüdiger, Beiratsvorsitzender von apceth.

“Wir sind stolz darauf, dass wir apceth auf dem erfolgreichen Weg von der Gründung 2007 bis heute begleiten konnten. Wir sind sehr erfreut, dass wir mit Hitachi Chemical einen ausgezeichneten Partner für apceths zukünftige Vorhaben gefunden haben“, sagt Helmut Jeggle, Geschäftsführer der Santo Holding (Deutschland) GmbH, dem Mehrheitsgesellschafter von apceth.

“Die Ergänzung von Hitachi Chemical um apceth Biopharma wird unsere Präsenz auf dem zweitgrößten Zell- und Gentherapiemarkt der Welt stärken, das Angebot von wirklich harmonisierten und globalen Services ermöglichen, unserem Kunden einen einfachen Zugang zu neuen Märkten bieten und den Wert, den wir der Branche bieten, maximieren“, sagt Dr. Robert A. Preti, CEO und Präsident von Hitachi Chemical Advanced Therapeutics Solutions, LLC sowie General Manager von Hitachi Chemicals Geschäftsfeld Regenerative Medicine.

About Hitachi Chemical

Hitachi Chemical Co., Ltd. (TSE:4217), hat seinen Hauptsitz in Tokio, Japan, und beliefert globale Märkte mit einem breiten Portfolio von innovativen Produkten, z.B. elektronische Materialien, Autoteile, Energiespeichereinrichtungen und -systeme. Die konsolidierten Umsätze des Konzerns betrugen insgesamt 669 Mrd. Yen (5,4 Mrd. Euro*) für das Geschäftsjahr 2017 (endet am 31.03.2018). Für weitere Informationen zu Hitachi Chemical besuchen Sie bitte die Webseite unter http://www.hitachi-chem.co.jp/… *Der Wechselkurs ist 1 Euro = 124 Yen.

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Ein Balanceakt: Vertrauen schaffen, Distanz wahren

Jobs in der Pflege

Die Bewegungen fallen jeden Tag schwerer, der Toilettengang ist nicht mehr alleine zu schaffen und die alltäglichen Besorgungen bleiben auf der Strecke – das Älterwerden hat seine Tücken und manchmal dauert es lange, bis Pflegebedürftige und deren Angehörige erkennen, dass sie Unterstützung benötigen. Schließlich gewähren sie mit dieser Entscheidung Pflegekräften Einblicke in intimste Momente. Die emotionale Bindung, die durch die intensive Pflege und Betreuung zwischen Pflegekraft und Bewohnern entsteht, ist für den Aufbau von Vertrauen wichtig, kann die Pflegekraft aber auch emotional belasten. Es ist ein Balanceakt, dem die Pflegekräfte ausgesetzt sind.

Mit voller Hingabe kümmern sich Pflegekräfte jeden Tag aufs Neue um ihre Patienten und Bewohner. Dabei sind neben Fachwissen in Pflege und Medizin sowie Sozialkompetenzen ein zentraler Baustein. Denn die Zusammenarbeit mit anderen Menschen – insbesondere von pflegebedürftigen – erfordert jede Menge Einfühlungsvermögen. „In der Pflege besteht die Besonderheit, dass in kurzer Zeit sehr viel Nähe aufgebaut wird. Unter Stress und Druck gehen die Kräfte individuell auf die Persönlichkeiten ein. Sie pflegen Bewohner und Patienten in intimen Momenten, die zum Teil mit Scham besetzt sind – dafür benötigen sie Feingefühl – ohne Empathie geht hier nichts“, erklärt Annette Pursche, Niederlassungsleiterin von inCare, Personaldienstleister im Bereich Pflege und Medizin, und beschreibt damit eine Seite der Medaille. Denn auf der anderen Seite erschwert die starke Bindung das eigentlich distanzierte Berufsverhältnis zwischen Pflegekraft und Patient. Denn die Pflegekraft muss auch auf sich selbst achten und ihre Bedürfnisse verständlich machen.

Wenn die Berufung zur Belastung wird, muss gehandelt werden.

„Um ein Gefühl der Sicherheit bei den Patienten und Bewohnern auszulösen, besteht eine gewisse Nähe, die über die Grundversorgung hinausgeht und das ist auch gut so“, erklärt Pursche. Pflegekräfte entwickeln so eine starke Bindung zu den Bewohnern und vermitteln ihnen, dass sie sich auf sie verlassen können. Das enge vertrauensvolle Verhältnis erschwere es allerdings, eine emotionale Distanz zu halten. „Über dieses Spannungsfeld wird in der Branche wenig gesprochen“, weiß die Niederlassungsleiterin. „Wir fordern unsere Mitarbeiter gezielt auf, zu uns zu kommen, wenn die emotionale Belastung zu groß wird. Wir begleiten Einsätze vor Ort oder setzen Nachbesprechungen an, um die Belastungen zu reduzieren. Manchmal reicht schon ein Wechsel auf eine andere Station oder eine Anpassung der Arbeitszeiten“. Dem Personaldienstleister ist es wichtig, die emotionale und psychische Belastung so gering wie möglich zu halten. „Jeder macht seine Erfahrungen, lernt Dinge kennen, die ihm liegen oder merkt, dass das nicht das Richtige ist. Beides ist vollkommen in Ordnung – Hauptsache wir sprechen darüber“, erklärt Annette Pursche. „Denn sich komplett für den Job aufzuopfern, hat nichts mehr mit Berufsehre zu tun, da muss man sich selbst ganz klar schützen. Das geben wir allen unseren Mitarbeitern mit auf den Weg“. Denn durch die Leidenschaft für den Pflege-Beruf würden die Kräfte schnell zu viel auf sich nehmen: „Unsere Mitarbeiter möchten ihren Job nicht nur ordnungsgemäß verrichten, sondern etwas Gutes tun. Sie sehen ihre Tätigkeit als Berufung und sind mit Herzblut bei der Sache. Da sollen sie selbst nicht auf der Strecke bleiben“, erklärt Pursche.

Emotionale Nähe und Jobwechsel – wie gehen Mitarbeiter damit um?

Jobwechsel sind in der Zeitarbeit üblich und ganz normal, unabhängig davon, ob sie wegen zu hoher Belastungen angeregt wurden, um sich weiterzuentwickeln oder weil der Wohnort gewechselt wird. Annette Pursche hat in der Vergangenheit viele positive Erfahrungen gemacht: „Durch die Jobwechsel haben unsere Mitarbeiter eine deutlich höhere Fach- und Sozialkompetenz. Sie können sich schnell auf neue Gegebenheiten einlassen und finden auch zu schwierigeren Persönlichkeiten einen Draht. Das geht natürlich auch mit Lebenserfahrung und Menschenkenntnis einher. Denn Kräfte, die verstehen, was Bewohner denken und fühlen, können entsprechend reagieren. Gleichzeitig fällt es ihnen leichter, emotionale Distanz zu wahren, um sich selbst zu schützen“. Konflikten wird so für alle Parteien vorgebeugt und Probleme werden schneller erkannt.

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Verkehrsrecht: Ohne Blaulicht keine guten Karten

Manchmal eilt es, und dann drückt der Arzt schon mal das Gaspedal ganz durch. Was aber, wenn er auf dem Weg zum Patienten eine Radarfalle auslöst?

Eine große deutsche Boulevardzeitung titelte im Frühsommer dieses Jahres: „Bei Noteinsatz geblitzt! Arzt will Praxis wegen Knöllchen schließen!“. Der Hausarzt aus Görlitz war auf dem Weg zu einem Notfalleinsatz mit über 80 Stundenkilometern in einer 30erZone geblitzt worden. Die Folge: zwei Punkte, ein Bußgeld und zwei Monate Fahrverbot. „Für den betroffenen Arzt war das Fahrverbot deshalb existenzgefährdend, weil er mehr als 60 Kilometer entfernt von seiner Praxis wohnte“, sagt Tim Müller, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht bei Ecovis in München. Wie gut aber sind die Chancen, gegen eine solche Strafe vorzugehen?

Überschreitet ein Arzt aufgrund eines Notstands beispielsweise die zulässige Höchstgeschwindigkeit, kann die Verletzung der Verkehrsvorschrift gerechtfertigt sein. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass er nur durch sein überhöhtes Tempo die erforderliche schnelle Hilfe leisten kann. Ein Beispiel aus der Rechtsprechung: Ein Arzt fährt zu schnell, weil er in eine Belegklinik zu einem Patienten gerufen wird, der möglicherweise sofort notoperiert werden muss. Dann ist die Geschwindigkeitsübertretung gerechtfertigt.

Wenn geprüft wird, ob ein Notstand vorliegt, der es erlaubt, sich rechtswidrig zu verhalten, sind immer die widerstreitenden Interessen – also die jeweils betroffenen Rechtsgüter – im Einzelfall abzuwägen. Im Fall des Görlitzer Arztes war die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit gegenüber der dringenden Behandlungsbedürftigkeit eines akut erkrankten Patienten abzuwägen. Je schwerer die Erkrankung und je geringer die Regelüberschreitung, desto eher wird ein Gericht von einem Notstand ausgehen.

Geschwindigkeit der Verkehrssituation anpassen

Aber auch wenn die Rechtsgüterabwägung zugunsten des Arztes ausgeht, bleibt die Geschwindigkeitsüberschreitung dann unzulässig, wenn der Arzt auf der Fahrt andere Verkehrsteilnehmer gefährdet oder wenn seine Fahrweise eine solche Gefährdung befürchten lässt. Es kommt deshalb auch entscheidend darauf an, welche Gefahren mit der unzulässig hohen Geschwindigkeit im konkreten Fall verbunden sind und wie die Verkehrslage und Verkehrsdichte zur Tatzeit waren. „Ist zudem der Zeitgewinn durch die zu schnelle Fahrweise gering und ist die Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer durch die Geschwindigkeit hoch, dann muss der Arzt ebenfalls das Tempolimit beachten“, sagt Müller.

Praxistipp

Auch wenn die Güterabwägung nicht zu einer Notstandslage führt, lohnt sich die Diskussion mit der Behörde. Oft kann auf ein Fahrverbot verzichtet werden, wenn der Arzt die konkrete Konfliktsituation, in der er sich befunden hat, glaubhaft darstellt

Tim Müller, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht bei Ecovis in München

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Personalisierte Medizin

Die Psychiatrie befindet sich derzeit im Wandel. Die aktuelle psychologische Behandlungspraxis von ADHS und Depression bewegt sich immer weiter weg vom Einsatz von Psychostimulanzien und Antidepressiva und hin zu nicht-invasiven Methoden, die besser auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind.

Während Behandlungsmethoden wie die kognitive Verhaltenstherapie wirksam in der Behandlung von Depression angewendet werden, ist die berichtete Effektivität der Verfahren oft vom Publikations-Bias in der Wissenschaft beeinflusst. In der Behandlung von ADHS wurde in verschiedenen Studien eine begrenzte Wirksamkeit von stimulierenden Medikamenten und Verhaltenstherapien gefunden. Gleichzeitig konzentrieren sich Pharma-Unternehmen immer weniger auf die Entwicklung von Medikamenten im Bereich der Neurowissenschaften.

Die Art und Weise, wie wir Depressionen und ADHS behandeln – psychische Krankheiten, die mehr als 386 Millionen Menschen weltweit betreffen – sollte nicht auf einer „eine-für-alle“- oder „Versuch-und-Irrtum“-Methode basieren.

Ein personalisierter Ansatz in der Psychiatrie ist für das beste Ergebnis beim Patienten von entscheidender Bedeutung.

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