Nachhaltiges Wirtschaften fördern – Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Wirtschaftsförderung

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg und das dort angesiedelte CSR-Kompetenzzentrum Rheinland laden zum Dialogforum „Nachhaltiges Wirtschaften fördern – Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Wirtschaftsförderung“ ein. Es findet mit freundlicher Unterstützung der Volksbank Köln Bonn eG und dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen am Dienstag, 7. Mai 2019, 13.30 Uhr bis 17 Uhr in der Volksbank Köln Bonn eG, Volksbank-Haus, Heinemannstraße 15, 53175 Bonn, statt.

„Eine Herausforderung für Kommunen ist die Erschließung und Nutzung von Gewerbeflächen. Auch in der Region Bonn/Rhein-Sieg werden potenzielle Flächen immer knapper. Ein Anstoß für die Wirtschaftsförderung könnte es sein, nachhaltige Aspekte in die Gewerbeförderung zu integrieren“, sagt IHK-Präsident Stefan Hagen. Doch was heißt der Begriff „nachhaltig“ in der Wirtschaftsförderung, wie lässt sich Nachhaltigkeit steuern und welche Möglichkeiten bieten sich für die Wirtschaftsförderung? Diese Fragen sollen beim Dialogforum mit verschiedenen Akteuren aus der Wirtschaft, Kammern, Verbänden, Politik und der Finanz- und Immobilienwirtschaft diskutiert werden.

Das Impulsreferat steuert Professor Dr. Christian Kammlott, Professor am Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier, bei. In der anschließenden Podiumsdiskussion erläutern Dr. Ulrich Ziegenhagen, Wirtschaftsförderung Bonn, Joachim Strauß, Wirtschaftsförderung Bornheim, und Dirk Schwindenhammer, Wirtschaftsförderung Meckenheim, ihre Strategien bei der Vermarktung von Gewerbeflächen. In moderierten Workshops wird das Thema aus den Perspektiven Politik und Verwaltung, Finanzwirtschaft sowie Immobilienwirtschaft beleuchtet.

Nähere Informationen und Anmeldung unter www.ihk-bonn.de, Webcode 6492221.

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Schuldenbarometer 2018: Privatinsolvenzen sinken auf den niedrigsten Stand seit 2004

Die Privatinsolvenzen sind 2018 auf den niedrigsten Stand seit 2004 gesunken. Insgesamt mussten im vergangenen Jahr inklusive ehemals Selbstständiger 88.995 Privatpersonen eine Insolvenz anmelden. Damit verringerten sich die Verbraucherinsolvenzen in Deutschland zum achten Mal in Folge – 2018 um 5,4 Prozent. So lauten die zentralen Ergebnisse der CRIFBÜRGEL Studie „Schuldenbarometer 2018“. Im Gegensatz zu den Firmeninsolvenzen rechnet CRIFBÜRGEL auch 2019 mit einem weiteren Absinken der Privatinsolvenzen auf bis zu 84.000 Fälle.

„Der erneute Rückgang der Privatinsolvenzen liegt vorrangig an der weiterhin guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung bei den Privatpersonen“, sagt CRIFBÜRGEL Geschäftsführer Christian Bock. Grundsätzlich gibt es sechs Hauptursachen, die die Betroffenen in eine finanziell prekäre Lage führen und damit eine Privatinsolvenz auslösen können. Zu den Gründen gehören Arbeitslosigkeit und reduzierte Arbeit, Einkommensarmut, gescheiterte Selbstständigkeit, unwirtschaftliche Haushaltsführung, Veränderungen in der familiären Situation wie Scheidung beziehungsweise Trennung und Krankheit. Hauptgrund für den erneuten Rückgang der Privatinsolvenzen ist die derzeit niedrige Arbeitslosenquote. „Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Einkommensverschlechterung ist mit Abstand Haupttreiber für eine Privatinsolvenz. Steigen die Beschäftigtenzahlen, sinken die Verbraucherinsolvenzen. Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, wird es zwangsläufig mehr Insolvenzen in Deutschland geben, da die Personen bei weiterhin hohen Kosten über weniger Geld verfügen“, erklärt Bock.

Den Einfluss der Arbeitslosigkeit auf die Zahl der Privatinsolvenzen belegt ein Vergleich zwischen Nord-und Süddeutschland. Bremen hat im relativen Vergleich mit 166 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner nicht nur die höchste Zahl an Privatpleiten, sondern auch die höchste Arbeitslosenquote im Februar 2019 (9,8 Prozent). Am wenigsten Privatinsolvenzen gab es hingegen in Baden-Württemberg (72 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner) – dort ist die Arbeitslosenquote mit 3,2 Prozent ebenfalls am niedrigsten. Ein weiterer Grund für weniger Privatinsolvenzen ist methodischer Natur: So sehen viele überschuldete Bürger, die ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) nutzen, keine Notwendigkeit, eine Privatinsolvenz anzumelden. Die Personen haben ein so geringes Einkommen, dass es unter dem pfändbaren Betrag von 1.133,80 Euro je Monat liegt. Diese Personen melden daher bewusst keine Privatinsolvenz an, obwohl sie verschuldet sind.

Das bekannte Nord-Süd-Insolvenzgefälle setzt sich – mit Ausnahme des Saarlands –  auch 2018 fort. Insolvenzspitzenreiter im relativen Vergleich der Bundesländer ist Bremen mit 166 Privatpleiten je 100.000 Einwohner. Es folgen Niedersachsen (150 Insolvenzen je 100.000 Einwohner), das Saarland (146), Schleswig-Holstein (145) und Hamburg (143). Der Bundesdurchschnitt lag 2018 bei 107 Privatpleiten je 100.000 Einwohner. Deutlich unter diesem Wert liegen Baden-Württemberg (72) und Bayern (73). Hinsichtlich der absoluten Privatinsolvenzzahlen stehen mit Nordrhein-Westfalen (22.329), Niedersachsen (11.872) und Bayern (9.405) zugleich die bevölkerungsreichsten Bundesländer an der Spitze der Insolvenzstatistik.

Das Insolvenz-Ranking der 30 größten Städte führt Mannheim mit 224 Pleiten je 100.000 Einwohner an. Ebenfalls viele Privatinsolvenzen meldeten die drei NRW-Städte Gelsenkirchen (223 Insolvenzen je 100.000 Einwohner), Mönchengladbach (214) und Dortmund (189). Am wenigsten Privatinsolvenzen gab es im Städtevergleich wie schon in den letzten beiden Jahren in Stuttgart. In der Hauptstadt Baden-Württembergs wurden 70 Privatinsolvenzen je 100.000 Einwohner gemeldet.

2018 sind die Privatinsolvenzen in allen 16 Bundesländern rückläufig. Bremen (minus 16,6 Prozent), Rheinland-Pfalz (minus 11,5 Prozent), Baden-Württemberg (minus 10,4 Prozent) und Sachsen-Anhalt (minus 10,2 Prozent) meldeten zweistellige Rückgänge.

Es ist ein Mythos, dass Privatpersonen erst hoch verschuldet sein müssen, um in die Privatinsolvenz zu rutschen. Über alle Altersgruppen hinweg liegt die Durchschnittsschuldenhöhe der Betroffenen bei rund 30.000 Euro. Bei den unter 30-Jährigen ist der Wert jedoch weitaus geringer. Hier liegt die durchschnittliche Schuldensumme bei knapp unter 11.000 Euro. Mit steigendem Alter steigen auch die Schulden auf durchschnittlich bis zu 45.000 Euro bei den Bundesbürgern in der Altersgruppe 61 Jahre und älter. Der überwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz hat vor allem bei Kreditinstituten, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften Schulden.

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IHKs im Rheinland fordern Anbindung des Hafens Antwerpen über die Schiene an das Rheinland

Die IHKs im Rheinland, die Metropolregion Rheinland und der Hafen Antwerpen sind in Sorge, weil die vorhandene Verkehrsinfrastruktur im Rheinland das prognostizierte Verkehrsaufkommen bis 2030 nicht wird aufnehmen können. Auf dem Hafentag Antwerpen am 18. März in Düsseldorf machten sie sich daher gemeinsam für deren Ausbau stark. „Die Verkehrsmenge, die zukünftig aus den ZARA-Häfen über die deutsche Grenze in das Rheinland kommen wird, wird von der Bundesregierung erheblich unterschätzt“, so Jacques Vandermeiren, CEO der Antwerp Port Authority. Eine Studie der sieben IHKs im Rheinland hat bereits 2016 darauf hingewiesen, dass die im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) angenommenen Werte zu gering sind. „Wir gehen für das Jahr 2030 von gut 50 Prozent mehr Transportvolumen aus, das nach Deutschland importiert wird“, so Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. „Hinzu kommt, dass die ZARA-Häfen Erweiterungen planen, in Antwerpen etwa ein zusätzliches Hafenbecken und das Saeftinghedock“, ergänzte Vandermeiren.

„Laut Deutschem Verkehrsforum fehlen in der deutschen Statistik vielfach die von ausländischen Bahnen transportierten Mengen“, so Berghausen, „die Auswirkungen für die Infrastruktur im Rheinland sind erheblich, denn die für den BVWP zugrunde gelegten Nutzen-Kosten-Verhältnisse stimmen nicht. Die Projekte werden entsprechend falsch eingestuft und aufgrund begrenzter Mittel später oder gar nicht gebaut. Zusätzliche Infrastruktur ist für das Rheinland dringend notwendig, denn internationaler Schienengüterverkehr hat Vorrang vor dem Personenverkehr. Sonst wird dieser ausgebremst und es trifft am Ende wahrscheinlich auch die Pendler.“

Vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Rheinischen Revier fordern die IHKs daher gemeinsam mit dem Antwerpener Hafen die Finanzierung der Infrastrukturvorhaben mit grenzüberschreitender Bedeutung durch den Strukturfonds. „Konkret geht es uns um die Anbindung des Antwerpener Hafens an das Rheinland über die Schiene. Das umfasst Projekte für den Aachener Schienenkorridor, den Ausbau der Schiene von der niederländischen Grenze über Kaldenkirchen in Richtung Krefeld und für die Ertüchtigung der relevanten Knoten etwa im Raum Mönchengladbach/Viersen“, so Berghausen abschließend.

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„Jugend schweißt“ startet in neue Wettkampfsaison

Der bekannteste deutsche Wettbewerb für die Fügetechnik startet in eine neue Wettkampfsaison: „Jugend schweißt“, der Wettbewerb des DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e. V. ruft alle zwei Jahre junge Schweißer im Alter von 16 bis 23 Jahren auf, ihr fachkundliches und ihr praktisches Können unter Beweis zu stellen. In vier Handschweißprozessen treten sie auf Bezirksebene, bei Erfolg auch auf Landesebene und schließlich auf Bundesebene gegeneinander an.

In einigen Bezirksverbänden (BV) des DVS haben bereits Wettbewerbe stattgefunden, so zum Beispiel in den BVs Chiemgau, Ingolstadt, Niederbayern und Schwaben. In vielen anderen ist eine Anmeldung zum DVS-Schweißwettbewerb noch möglich. Junge Schweißer können aktuell an den DVS-Bezirkswettbewerben beispielsweise in Berlin-Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, in der Regionen Mittel- und Norddeutschland, in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen teilnehmen.

Die Sieger der DVS-Landeswettkämpfe dürfen beim DVS-Bundeswettbewerb „auf Schalke“ im Bildungszentrum Gelsenkirchen (in der DVS-Verbundbildungseinrichtung der GSI mbH, Bildungszentren Rhein-Ruhr) gegeneinander um die beste Schweißnaht kämpfen. Vom 26. bis 28. September 2019 wird dort der 13. DVS-Bundeswettbewerb unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski, ausgerichtet.

Noch besteht also für viele Jugendliche die Chance, dabei zu sein, Wettkampferfahrung zu sammeln, Spaß mit Gleichgesinnten zu haben und sich einen der begehrten Plätze auf dem Siegertreppchen zu sichern. Wann und wo die Wettbewerbe stattfinden, findet sich in der angefügten Übersicht. Weitere Informationen gibt es online unter: www.jugend-schweisst.de

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TÜV Rheinland: Technik am Arbeitsplatz unterstützt beim Energie sparen

Für den Arbeitsalltag in Büros wird viel Energie benötigt. Was auch daran liegt, dass Einsparungspotenziale nicht erkannt oder nicht genutzt werden. So wird in durchschnittlichen Bürogebäuden für Heizungsbetrieb, Beleuchtung und IT-Arbeitsplatz fast doppelt so viel Energie verbraucht, wie in den sogenannten Niedrigenergie-Bürogebäuden. Dabei tragen schon einfache Verhaltensweisen zur Energieeffizienz im Büro bei: Den Rechner wann immer möglich in den Energiesparmodus versetzen, das Licht nicht unnötig brennen lassen, Stoß- statt Dauerlüften, das Heizthermostat nicht zu hoch- und zum Feierabend abdrehen. „Energie sparen fängt im Kopf an. Doch im Arbeitsalltag gerät dieser Aspekt häufig in Vergessenheit“, sagt Florian Grießl, Experte für Energieeffizienz bei TÜV Rheinland. „Es gibt jedoch einfache technische Lösungen, die automatisch beim Energiesparen unterstützen.“ Zu diesen zählen beispielsweise Bewegungsmelder und Tageslichtsensoren, die die Beleuchtung in weniger frequentierten Räumen oder Fluren steuern.

Auf flächendeckende Beleuchtungssysteme verzichten

In den Büros sollten Unternehmen hingegen auf individuelle statt flächendeckende Beleuchtungssysteme setzen – Schreibtischlampen statt großzügiger Deckenbeleuchtung. Wenn diese Lampen mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet sind und nur funktionieren, wenn auch der Rechner am entsprechenden Arbeitsplatz angeschaltet ist, verringert sich der Energieverbrauch um ein Vielfaches. Den gleichen Effekt erzielen schlaue Heizthermostate. Diese schalten die Heizung automatisch ab, sobald keine Menschen mehr im Raum sind. Zudem lernen sie selbstständig dazu und passen sich automatisch an die tatsächlichen Arbeitszeiten im Büro an.

Bestandsaufnahme aller vorhandenen IT-Geräte kann helfen

„Generell kann es hilfreich sein, eine Bestandsaufnahme aller IT-Geräte zu machen. Schließlich sind diese in den vergangenen Jahren deutlich energieeffizienter geworden – der Austausch von älteren Geräten kann sich so auch in finanzieller Hinsicht auszahlen“, rät Grießl. Laptops beispielsweise sind in der Regel energieeffizienter als Desktop-PCs, da diese für einen möglichst Batteriesparenden Betrieb ausgelegt sind. Als Anstoß für die Bestandsaufnahme bietet sich der internationale Energiespartag am 5. März an.

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Einstieg mit MINT

Zugewanderte, die in ihrer Heimat Maschinen konstruiert, Sensorsysteme konzipiert oder Software programmiert haben, bringen gute Voraussetzungen mit, um auch in Deutschland in ihren Berufen Arbeit zu finden. Fachkräfte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT), sind im High-Tech-Land gefragt. Das Aus- und Weiterbildungsnetzwerk pro-mst an der Hochschule Kaiserslautern unterstützt sie dabei – in seinem Integrations- und Qualifizierungszentrum für MINT-Berufe in Rheinland-Pfalz (IQ-Z-MINT).

Für eine neue Runde der „Ingenieurwissenschaftlichen abschlussorientierten Qualifizierung“ (IAQ) im Rahmen dieses Programms können sich Interessierte aus Rheinland-Pfalz ab sofort bewerben. Neben einer individuellen ingenieurwissenschaftlichen Anpassungsqualifizierung werden den Teilnehmenden fachsprachliche, interkulturelle und arbeitsmarktrelevante Kompetenzen vermittelt.

Die Weiterbildung startet am 15. August 2019 am Campus Zweibrücken bereits zum fünften Mal. Gut 90 Prozent der IAQ-Absolventinnen und -absolventen haben den Berufseinstieg in Deutschland geschafft und arbeiten heute gemäß ihrer Qualifizierung als Maschinenbauingenieurinnen, Informatiker oder Physiker.

Die Weiterbildung ist ein Teilprojekt des IQ Landesnetzwerkes Rheinland-Pfalz und wird im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) finanziert. Für Teilnehmende entstehen keine Kosten. Der Lebensunterhalt wird weiterhin durch den jeweiligen Leistungsträger gesichert. Bewerbungsschluss ist der 30. Mai 2019. Alle Informationen und Unterlagen zur Bewerbung unter

www.pro-mst-iaq.de.

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DSGVO mit Zertifikat

Zertifizierungen erleichtern das Geschäftsleben. Man weist gegenüber Geschäftspartnern nach, dass man einen hohen Standard einhält. Sollte trotzdem mal etwas schief gehen kann der Geschäftsführer belegen, dass er alles Erforderliche getan hat. Die EU-Datenschutzgrundverordnung sieht die Möglichkeit einer Zertifizierung ausdrücklich vor, aber wie und wo kann man ein solches Zertifikat erhalten?

Einfacher Vertragsschluss zur Verarbeitung im Auftrag

So gut wie jede Firma lässt personenbezogene Daten durch Externe verarbeiten. Sie müssen daher Vereinbarungen zur Verarbeitung im Auftrag nach Art. 28 DSGVO mit ihren Auftragnehmern abschließen. Für den Vertragstext werden zumeist allgemein verfügbare Vorlagen genommen. Die Formulierung der Technisch-Organisatorischen-Maßnahmen (TOM) ist dagegen regelmäßig ein Problem. Selbst von großen Firmen bekomme ich als Datenschutzbeauftragter immer wieder TOM die oberflächlich und ohne jede Aussagekraft sind. Praktisch unmöglich, als Auftraggeber anhand dieser Unterlagen der Pflicht nachzukommen, zu prüfen ob der Auftragnehmer geeignete Garantien zur Einhaltung der Datenschutzvorschriften bietet. Bei halbwegs strikter Auslegung der gesetzlichen Vorgaben müssten hier eigentlich viele Beauftragungen scheitern. Das Gesetz zeigt aber auch einen Ausweg (Art. 28 Abs. 5), da eine Zertifizierung des Auftragnehmers gemäß Art. 42 DSGVO herangezogen werden kann um die geforderten Garantien nachzuweisen.

Geringeres Bußgeld nach Zwischenfällen

Zwischenfälle passieren, das lässt sich nie ganz verhindern. Einer der wesentlichen Gründe, warum die DSGVO für so viel Wirbel gesorgt hat, liegt in der Höhe der möglichen Bußgelder. Bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Umsatzes, was auch immer höher ist, schreckt gleichermaßen große wie kleine Unternehmen. Wenn eine Firma eine gültige Zertifizierung besitzt und damit nachweisen kann alle erforderlichen Maßnahmen getroffen zu haben, kann sie jedoch gemäß Art. 83 DSGVO mit einem geringeren Bußgeld rechnen. Auch kann die Haftung der Geschäftsführung in diesem Fall anders ausfallen, da grobe Fahrlässigkeit oder Organisationsversagen ausgeschlossen werden kann.

Zertifizierungs-Standards

Datenschutzzertifikate findet man bei verschiedenen Datenschutz Verbänden oder Zertifizierungsunternehmen wie dem TÜV Rheinland. Jedoch erfüllt Keines die Anforderungen der DSGVO. Stand Februar 2019 ist noch keine Zertifizierungsstelle oder und kein Zertifizierungs-Standard offiziell zugelassen.

ISO 27001

Vor Einführung der DSGVO nahm die ISO/IEC 27001 Zertifizierung eine wichtigere Rolle ein. Es war allgemein anerkannt, dass bei einer Beauftragung der Auftraggeber mit einer Überprüfung eines solchen Zertifikates seiner Sorgfaltspflicht weitgehend nachgekommen ist. Allerdings enthält die ISO/IEC 27001 neben einem allgemeinen Vermerk zum Datenschutz keine konkreten Vorgaben zur DSGVO. Für Cloud-Dienstleister gibt es daneben schon länger die Ergänzungen ISO 27017 und ISO 27018. Neben den großen Anbietern wie Apple, Microsoft, Amazon und Google haben sich bisher wenige Cloud Provider, wie z.B. netfiles, dieser Ergänzungen angenommen.

ISO 27522

Mit der ISO/IEC 27522 befindet sich ganz aktuell eine Ergänzung zur ISO 27001 in der finalen Abstimmung, die das Thema Datenschutz allgemein aufgreift und auch ausdrückliche Referenzen auf die DSGVO enthält.

Der neue Standard ergänzt die bestehende ISO 27001 an verschiedenen Stellen, wobei jeweils genau angegeben ist, welche Teile der ISO 27001 unverändert weiter gelten und an welchen Stellen Ergänzungen angebracht werden. So wird das Thema Risikomanagement ergänzt, unter anderem um die Datenschutzfolgenabschätzung (Art. 35 DSGVO). Auch zu den Maßnahmen aus dem Anhang A der ISO 27001 bzw. der Anleitung zur Umsetzung ISO/IEC 27002 gibt es zahlreiche Ergänzungen. Dies sind zum Teil spezifische Hinweise zur Umsetzung der bestehenden Maßnahmen, aber auch ganz neue Maßnahmen. Sowohl für Auftraggeber als auch für Verarbeiter personenbezogener Daten. An verschiedenen Stellen findet man dabei den Wortlaut der DSGVO wieder. Z.B. findet sich im Kapitel 7.2.2 des Standards die Aufzählung der Grundlagen der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung aus DSGVO Art. 6 Abs. 1 a) – f). Auch zahlreiche andere Aspekte der DSGVO, wie Verarbeitung im Auftrag, Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und „privacy by design“ finden sich in den ergänzenden Maßnahmen. Zuletzt haben sich die Ersteller der Norm noch die Mühe gemacht eine Referenztabelle zwischen der ISO 27522 und der DSGVO sowie der ISO 27017 und 27018 zu erstellen.

Für die zahlreichen Unternehmen, die heute schon eine ISO 27001 Zertifizierung besitzen, kann die ISO 27522 eine sinnvolle Ergänzung sein, um die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung DSGVO gegenüber Kunden, Partnern und Behörden nachzuweisen. Sie lässt sich einfach in das bestehende Schema integrieren und im Rahmen des regelmäßigen ISO 27001 Audits zertifizieren.

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TÜV Rheinland: Kooperation mit Start-up-Accelerator Plug And Play

Seit 1. Februar ist TÜV Rheinland Kooperationspartner des Start-up-Accelerators Plug And Play. Mit dieser Kooperation verfolgt der global tätige Prüfdienstleister TÜV Rheinland konsequent seine Innovations- und Digitalisierungsstrategie. „Die Zusammenarbeit mit Plug And Play ermöglicht uns einen hervorragenden Zugang zu einem weltweiten Netzwerk an Start ups und so den intensiven Kontakt mit einer Gründerszene, die innovative Lösungen mit Blick auf unser TÜV Rheinland-Portfolio entwickelt“, sagt Dana Goldhammer, Global Officer Innovation & Digitalization bei TÜV Rheinland. Das im amerikanischen Silicon Valley ansässige Innovationszentrum zählt zu einem der weltweit führenden Start up-Plattformen und fördert jedes Jahr mehr als 100 neugegründete Unternehmen und vermittelt ihnen unter anderem Partnerschaften mit international etablierten Konzernen.

TÜV Rheinland als Start up-Partner

Heute ist das Umfeld von TÜV Rheinland geprägt durch die Digitalisierung der globalisierten Welt, in der sich Technik, Wirtschaft und Gesellschaft ständig wandeln und Innovationen immer wichtiger werden. Als Motor einer modernen Gesellschaft, als Garant technischer Innovation und als Prüfdienstleister, bei dem es im Kerngeschäft um die Verlässlichkeit von Systemen ebenso wie um Sicherheit geht und der so für viele Menschen zu mehr Lebensqualität beitragen kann, nutzt TÜV Rheinland die Chancen der Digitalisierung konsequent. Mit der Entwicklung neuer Technologien (u.a. IoT, Künstliche Intelligenz) wandelt sich auch das Unternehmen, digitalisiert sein klassisches Prüfgeschäft und entwickelt neue Dienstleistungen, die seine Kunden dabei unterstützen, ihre Produkte auch in der digitalen Welt sicherer zu machen. „Die Partnerschaft mit Plug And Play gibt uns die Möglichkeit, digitale Geschäftsideen entlang unserer Kernaufgaben zu identifizieren und innovative Ideen zu nutzen. Umgekehrt unterstützen wir als etabliertes Unternehmen Gründer gerne mit unseren Marktkenntnissen und Zugang zu Equipment, denn Innovation ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Tätigkeit“, so Goldhammer.

David Neef, Partnership Director bei Plug And Play Germany, fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, dass TÜV Rheinland sich unserer Innovationsplattform anschließt. Als führender Prüfdienstleister ist TÜV Rheinland AG ein wichtiger strategischer Partner für unsere Programme in Silicon Valley, Deutschland und China.” Die Partnerschaft zwischen TÜV Rheinland und Plug And Play wird am heutigen Tag im Rahmen des EXPO Day der STARTUP AUTOBAHN in Stuttgart bekanntgegeben. Die Kooperation mit Plug and Play nimmt TÜV Rheinland zum Anlass, unter dem Titel „Future HUB – TÜV Rheinland Innovation Program“ seine sämtlichen Innovations-Aktivitäten zu bündeln und unter einem neuen Zeichen nach außen sichtbar zu machen.

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TÜV Rheinland: Cooperation with Start up-Accelerator Plug And Play

TÜV Rheinland has been a cooperation partner of the Plug And Play start-up accelerator since 1 February. With this cooperation, the globally active testing service provider TÜV Rheinland is consistently pursuing its innovation and digitization strategy. "The cooperation with Plug And Play gives us excellent access to a worldwide network of start-ups and thus intensive contact with a start-up scene that develops innovative solutions with a view to our TÜV Rheinland portfolio," says Dana Goldhammer, Global Officer Innovation & Digitalization at TÜV Rheinland. Based in Silicon Valley in the United States, the Innovation Center is one of the world’s leading start-up platforms and supports more than 100 newly founded companies every year, including partnerships with internationally established corporations.

TÜV Rheinland as a start-up partner

Today, TÜV Rheinland’s environment is characterised by the digitalisation of the globalised world, in which technology, business and society are constantly changing and innovations are becoming increasingly important. As the engine of a modern society, as the guarantor of technical innovation and as a testing service provider whose core business is the reliability of systems as well as security and which can thus contribute to a better quality of life for many people, TÜV Rheinland consistently uses the opportunities offered by digitalisation. With the development of new technologies (e.g. IoT, artificial intelligence), the company is also changing, digitizing its classic test business and developing new services that support its customers in making their products more secure in the digital world. "The partnership with Plug And Play gives us the opportunity to identify digital business ideas along the lines of our core business and to leverage innovative ideas. Conversely, as an established company, we are happy to support founders with our market knowledge and access to equipment, because innovation is an indispensable part of our business," says Goldhammer.

David Neef, Partnership Director at Plug And Play Germany, adds: "We are very proud of having TÜV Rheinland join our innovation platform. As a leading testing service provider, TÜV Rheinland becomes an important strategic partner for our programs in Silicon Valley, Germany and China". The partnership between TÜV Rheinland and Plug And Play will be announced today at the STARTUP AUTOBAHN EXPO Day in Stuttgart. TÜV Rheinland takes the cooperation with Plug and Play as an opportunity to bundle all innovation activities under the title "Future HUB – TÜV Rheinland Innovation Program" and make them visible to the public under a new sign.

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Konferenz-Programm ist jetzt online

EUROSOLAR e.V. und die Stadtwerke Marburg GmbH veranstalten in diesem Jahr gemeinsam die 13. Ausgabe der Stadtwerkekonferenz am 15. und 16. Mai 2019 im Technologie- und Tagungszentrum Marburg. Die Kooperationspartner freuen sich, nun das hochkarätige Konferenzprogramm bekannt zu geben.

Tarek Al-Wazir, Staatsminister des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, wird in seiner Keynote-Speech die Rolle von Stadtwerken und Kommunen für die hessische Energiewende beleuchten. Im Rahmen einer anschließenden Podiumsdiskussion wird er gemeinsam mit Dr. Thomas Spies, Oberbürgermeister der Stadt Marburg, Holger Armbrüster, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg GmbH, Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg GmbH, und Dr. Fabio Longo, Vizepräsident von EUROSOLAR e.V., über die Zukunft der Kommunalversorger in der Energiewende diskutieren. Moderiert wird die Diskussion von Margit Conrad, Staatsministerin a.D., die die Energiewende in Rheinland-Pfalz entscheidend mitgestaltet hat.

www.stadtwerke-konferenz.eurosolar.de

Das Programm umfasst zudem zahlreiche innovative Praxisbeispiele. Eine Vielzahl an Führungskräften von Stadtwerken stellen dem Publikum ihre erfolgreichen Projekte für die Energiewende vor Ort vor. Brandaktuelle Themen wie die Auswirkungen des Energiesammelgesetzes auf Solar-Mieterstrom sowie auf die Kraft-Wärme-Kopplung werden ebenfalls fokussiert. Außerdem wird der Frage nachgegangen, welche Chancen und Herausforderungen sich für Stadtwerke bei der Sektorenkopplung und der Digitalisierung ergeben.

Zum Programm

Für Aussteller und Sponsoren
Die Konferenz wird von einer Ausstellung begleitet, bei der sich Unternehmen, Organisationen und Institutionen dem Publikum präsentieren. Nähere Informationen über die Teilnahme als Aussteller oder Sponsor sind hier verfügbar.

Über die Konferenzreihe
EUROSOLAR e.V. veranstaltet die erfolgreiche und jährlich stattfindende Konferenzreihe „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“ bereits seit dem Jahr 2006 in Kooperation mit wechselnden Stadtwerken in der gesamten Bundesrepublik. Seit jeher rückten die Erneuerbaren Energien und die Akteure einer umweltfreundlichen und verbrauchernahen Energieversorgung dabei in den Mittelpunkt. Stadtwerke nehmen eine zentrale Rolle in einer Neuen Energiemarktordnung (NEMO) ein, für die sich EUROSOLAR aktiv einsetzt.

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