Jugendliche entdecken Wirtschaft vor Ort

„KURS steht für die lebendige Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen in unserer Region.

Seit der Gründung als Gemeinschaftsinitiative der Bezirksregierung mit den Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg und Köln sowie der Handwerkskammer zu Köln sind mehr als 1000 Vereinbarungen unterschrieben worden", lobt Kölns Regierungspräsidentin Gisela Walsken das Engagement aller Akteure. "Das macht uns stolz und spornt uns an weiterzumachen. Wir laden auch weiterhin alle Unternehmen und Schulen zum Mitmachen ein", hob die Regierungspräsidentin bei der heutigen Unterzeichnung des Vertrages zur Fortführung von KURS hervor.

„Für uns ist der kleine Handwerksbetrieb als Lernpartner einer Schule ebenso wichtig wie der Global Player. Auf der anderen Seite möchten wir für den Hauptschüler wie für die Gymnasiastin die gleichen Möglichkeiten schaffen, Wirtschaft vor Ort und in der Nachbarschaft im Unterricht zu erleben. Und damit es mit der lebendigen Nachbarschaft klappt, stellen wir auch in Zukunft personelle Ressourcen bereit. In den Kreisen und Städten stehen Profis als Ansprechpartner und Unterstützer zur Ver­fügung, wenn sich interessierte Schulen und Unternehmen auf den Weg machen, eine KURS-Lernpartnerschaft ins Leben zu rufen“, so Regierungspräsidentin Walsken.

Dr. Ortwin Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Köln, warb für das Handwerk als Partner in Lernpartnerschaften. „Wir sehen, dass Jugendliche häufig falsche Vorstellungen von den verschiedenen Gewerken und den Tätigkeiten in den Betrieben haben. Wir stellen auch fest, dass Eltern manchmal auf die Bremse treten, wenn ihre Kinder eine Ausbildung im Handwerk anstreben. Wir finden es wichtig, dass Schülerinnen und Schüler durch Besuche von Handwerkern im Unterricht oder durch Erkundungen in den Betrieben den rasanten Wandel in der Arbeitswelt in vielen Handwerksberufen entdecken und damit überkommene Vorstellungen revidieren können. Und wenn sie dann noch ihre Eltern informieren, dass eine Ausbildung im Handwerk viele weitere Berufswege, Studien- und Karrieremöglichkeiten offenhält, dann freuen wir uns. Wir finden gut, dass KURS realistische Einblicke in das Handwerk eröffnet“, fasste Dr. Weltrich seine Begeisterung für KURS zusammen.

„Für uns ist zweierlei wichtig; die Jugendlichen sollen durch den Dialog mit den Betrieben vor Ort realistische Einblicke in Beruf und Arbeitswelt erhalten und wir möchten, dass Wirtschaftsthemen am Beispiel der Partnerunternehmen konkret und praxisnah in den Unterricht gelangen“, betonte Dr. Hubertus Hille, Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg, das Engagement der Kammer für KURS. „Für uns verbindet KURS diese beiden Anforderungen. Damit sei KURS auch das ideale Trägersystem, um im Sinne der Landesinitiative KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss) zu wirken. Wesentliche Elemente von KAoA, wie die Durchführung von Berufsfelderkundungen, sind in den KURS-Vereinbarungen festgeschrieben, die in unserem Kammerbezirk unterzeichnet werden“, so Hille. Sein Fazit: „KURS und KAoA ergänzen sich perfekt.“

In den Augen von Heike Krier, Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Aachen, liefert KURS einen wertvollen Beitrag zur Fachkräftesicherung. „Die Entwicklung zeigt deutlich, dass es den Unternehmen immer schwerer fallen wird, ausreichend viele geeignete Bewerber für die Ausbildung zu finden. Das gilt vor allem für unsere Betriebe in den Bereichen Tech, Hightech, EDV und Logistik. Wenn sich Unternehmen in der Initiative KURS engagieren, dann ist das für sie die Chance, sich bei den Jugendlichen ins Gespräch zu bringen. Dabei sind wir froh, dass in jüngster Zeit in unserer Region zunehmend auch Gymnasien und Gesamtschulen bei KURS mitmachen, da viele der Betriebe auch an Abiturienten für die Ausbildung oder für das duale Studium interessiert sind.“

„Der durch KURS vermittelte praxisnahe Unterricht begeistert Jugendliche für das Thema Wirtschaft. Lehrerinnen und Lehrer möchten wir darin bestärken und unterstützen, Wirtschaftsthemen in ihren Unterricht einzubeziehen. Maßgeblich für den Erfolg von KURS ist die Arbeit der Koordinatoren. Sie betreuen die Lernpartnerschaften persönlich, überwinden Hindernisse, halten die Qualität hoch. Das ist ein großer Mehrwert des Programms. Schule und Wirtschaft profitieren gleichermaßen. Wir danken den KURS-Koordinatoren herzlich für ihr Engagement“, sagt Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln.

Ein konkretes Anliegen hatte Karsten Fuhr, Geschäftsführer vom Dental-Labor Hans Fuhr, als er den Kontakt zum KURS-Büro Köln suchte. Aufgrund sinkender Bewerberzahlen für die jährlich zu vergebenen drei Ausbildungsplätze suchte er den Kontakt zu Kölner Schulen. Unterstützt vom KURS-Büro ging das Unternehmen eine Lernpartnerschaft mit der Gesamtschule Köln-Mülheim ein.

„Das KURS-Projekt ist gut organisiert und die KURS-Koordinatoren standen uns stets mit Rat und Tat zur Seite. Mit überschaubarem Einsatz nutzen wir so die Möglichkeit, unser familiengeführtes Handwerksunternehmen bei der Generation der zukünftigen Ausbildungsplatzanwärter vorzustellen. Dafür ermöglichen wir jährlich eine Betriebsbesichtigung für interessierte Schüler, kommen mit vorbereiteten Aufgaben in den Technikunterricht der Schule und bieten den Schülern nach einem erfolgreichem Eignungstest ein Praktikum zum gegenseitigen Kennenlernen an,“ berichtet Karsten Fuhr.

Als Beleg für den Erfolg hatte er seinen Auszubildenden Adriano Memedov mit in die Bezirksregierung genommen. „Adriano war Schüler der Gesamtschule Mülheim und hat unser Dental-Labor bei verschiedenen KURS Projekten kennengelernt. Wir freuen uns, dass Adriano heute im ersten Lehrjahr bei uns in der Firma ist.“

KURS ist eine Gemeinschaftsinitiative der Bezirksregierung Köln, der Industrie- und Handelskammern Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Köln sowie der Handwerkskammer Köln.

KURS-Basisbüros, angesiedelt bei den elf Schulämtern im Regierungsbezirk Köln, unterstützen interessierte Schulen und Unternehmen beim Aufbau und bei der Entwicklung auf Dauer angelegter Lernpartnerschaften. KURS wird in seiner Gesamtheit gesteuert über das KURS-Zentralbüro mit Sitz in Bonn.

Weitere Informationen zu KURS und den bestehenden Partnerschaften finden Sie im Internet unter www.kurs-koeln.de.

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Schüler entwickeln „Sockensortiermaschine“

"Junge Menschen für Technik begeistern, erste Einblicke in die Arbeitswelt vermitteln, mit praktischen Beispielen eine Brücke zwischen theoretischem Schulwissen und praktischer Umsetzung bauen, sind für uns bedeutende unternehmerische und auch gesellschaftspolitische Ziele", erklärte Pia Müller, Human Relation Manager bei der EATON Industries GmbH. Für das Unternehmen ist es schon die zweite KURS- Lernpartnerschaft mit einer weiterführenden Schule.

Das Hardtberg Gymnasium ist ein perfekter Partner für das Energiemanagementunternehmen EATON Industries GmbH. Es bietet seinen Schülern, neben dem französisch-bilingualen Zweig, ein besonders vielfältiges Angebot im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Schulleiter Günther Schlag freut sich auf interessante und fruchtbare gegenseitige Impulse: „Begeisterung bei unseren Schülern und Schülerinnen wecken, sie für Berufe und Studiengänge interessieren, ist für uns eine Herzensaufgabe“.

An der vom Neuntklässler Vincent Sudmeier moderierten Gesprächsrunde nahmen neben den Vertretern von Schule und Unternehmen auch Martina Schwarz, Dezernentin bei der Bezirksregierung Köln und Dario Thomas von der IHK Bonn-Rhein/Sieg als Vertreter der Träger der Gemeinschaftsinitiative KURS teil. Es  wurde angeregt über mögliche Zukunftsperspektiven, Technikprojekte und über den Sinn und Zweck von Lernpartnerschaften diskutiert.

Dank EATON erwerben die Junior-Ingenieure in der Praxis Elektronik-Grundlagen für den Aufbau von Schaltungen mit originalen Industriebauteilen zur Automatisierung. Im Rahmen mehrtägiger Workshops gewinnen sie gleichzeitig wichtige Einblicke in ein modernes Industrieunternehmen.

Silas Woyda, Schüler des Projektkurses Technik, entwickelt in seinem Projektteam eine „Sockensortiermaschine“. Damit dies gelingt, erlernen die Schüler im Rahmen eines CNC-Lehrganges die Fertigung einzelner Komponenten aus Metall, die sie für die Realisierung ihrer Idee benötigen.

Die KURS-Lernpartnerschaft wird von Rita Siegemund vom KURS-Basisbüro Bonn begleitet. Alle Beteiligten werden sich in einem Jahr erneut treffen, um die gemeinsamen Projekte  zu bewerten und weitere Aktivitäten  zu entwickeln.

Über KURS

KURS (Kooperation von Unternehmen der Region und Schulen) ist eine Gemeinschaftsinitiative der Bezirksregierung Köln, der Industrie- und Handelskammern zu Köln, Aachen, Bonn/Rhein-Sieg sowie der Handwerkskammer zu Köln. Angesiedelt bei den Schulämtern im Regierungsbezirk Köln, unterstützen 11 Basisbüros interessierte Schulen und Unternehmen beim Aufbau und der Entwicklung auf Dauer angelegter Lernpartnerschaften. Mittlerweile werden mehr als 750 KURS-Kooperationen im Regierungsbezirk Köln betreut.

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Hand in Hand in die Zukunft 4.0: Kunstprojekt zur Berufsorientierung

Gemeinsam auf dem Weg in die Arbeitswelt von morgen: 80 Jugendliche haben sich mit Impulsgeberinnen und Impulsgebern aus der Wirtschaft sowie Wegbegleitern aus Schule und Agentur für Arbeit in Kooperation mit der Region Hannover kreativ und intensiv mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandergesetzt. Dabei sind reale und virtuelle Kunstwerke entstanden, die am

Dienstag, 13. November 2018, 16 Uhr,
im Calder-Saal des Sprengel Museum Hannover,
Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover,

der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ziel des Projekts ‚Hand in Hand in die Zukunft‘ ist es, Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, sich mit beruflichen Perspektiven zu beschäftigen – außerhalb der üblichen Rahmenbedingungen in der Schule. „Das Konzept befreit die Jugendlichen zunächst von den klassischen Fragen zur Berufswahl“, so Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. „Sie lernen sich in der Projektarbeit kennen und erfahren von beteiligten Unternehmensvertretern, welche Herausforderungen in der Arbeitswelt von morgen stecken.“

In den Projektmodulen #IchBin, #WirSind, #IchWageNeues und #WirWagenNeues haben Schülerinnen und Schüler aus fünf Förder- und Real- und Gesamtschulen einen individuellen Berufsorientierungsprozess durchlaufen und sich mit ihren persönlichen Themen auseinandergesetzt. Klare Strukturen und Ziele, Zeitvorgaben und Aufgaben helfen dabei, dass die Jugendlichen besser planen, entscheiden, umsetzen und reflektieren lernen. Das Präsentieren der Ideen und Ergebnisse aus den Workshops, verbunden mit dem Feedback der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, fördert die Selbstwahrnehmung und -reflektion, die kommunikativen Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein. Unternehmensvertreter/innen werden in die künstlerische Arbeit mit einbezogen. Sie geben Impulse aus ihren Unternehmen, bringen Fragen aus der Arbeitswelt mit und bearbeiten diese gemeinsam mit den Jugendlichen in einem künstlerischen Prozess.

Fünf Schulen haben in diesem Jahr teilgenommen: die Gutzmannschule in Langenhagen, die Schule Auf der Bult in Hannover, die Calenberger Schule in Pattensen, die Ernst-Reuter-Schule in Pattensen, die Robert-Koch-Realschule in Langenhagen sowie die IGS Südstadt in Hannover. Das Projekt ist für 80 Schülerinnen und Schüler der achten bis zehnten Klasse ausgelegt. In inklusiven Gruppen durchlaufen alle gemeinsam die Projektwochen.

„Wir ermöglichen Jugendlichen von Unternehmen, ein Feedback zu ihren Talenten und Kompetenzen zu erhalten. Damit stärken wir das Selbstbewusstsein der Jugendlichen und ermöglichen eine Orientierung in verschiedenen Berufen“, lobt Heike Döpke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hannover, den Ansatz des Projekts. Besonders bei Workshops, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens eng mit den Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten, werden Barrieren ab- und Kontakte aufgebaut.

Das Projekt „Hand in Hand in die Zukunft“ läuft seit 2014 in Trägerschaft der Einfach Genial gGmbH. Finanziert wird es durch die Agentur für Arbeit Hannover in Kooperation mit der Region Hannover und dem Verein „Mehr Aktion! Für Kinder und Jugend e. V.“.

Der aktuelle Projektdurchlauf ist am 1. Mai gestartet und endete am 30. Juni 2019. Die Projektpartner teilen sich die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von rund 80.000 Euro.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind zur Präsentation „Hand in Hand in die Zukunft“ am Dienstag, 13. November, 16 Uhr, im Calder-Saal des Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover, herzlich willkommen.

Das Programm:

16.00 Uhr      Check in und Empfang im Spaceport Sprengel Museum Hannover
16.30 Uhr      Take off im Auditorium
16.40 Uhr      Begrüßung der Crew und Passagiere

  • Carina Plath, stellvertretende Direktorin, Sprengel Museum Hannover
  • Susanne Langenkamp, Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Hannover
  • Reinhard Biederbeck, Leiter des Teams Beschäftigungsförderung, Region Hannover
  • Alexa von Wrangell, Mehr Aktion! Für Kinder und Jugend e. V.
  • Erfahrungsberichte von Schülerinnen und Schülern, Unternehmerinnen und Unternehmern sowie der Geschäftsführung von Einfach Genial

17.10 Uhr      Eröffnung des Rundgangs. Die Shuttlecrew sorgt für das leibliche Wohl.

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Gründerwoche und Gründungsmesse in der Region Bonn/Rhein-Sieg

In der Region Bonn/Rhein-Sieg haben sich zahlreiche Akteure aus der Gründungslandschaft zusammen gefunden, um gemeinsam während der bundesweiten Gründerwoche für das Gründen zu werben. Die Aktivitäten stellen Victoria Appelbe (Wirtschaftsförderin der Bundesstadt Bonn), Dr. Hermann Tengler (Wirtschaftsförderer des Rhein-Sieg-Kreises), Dr. Hubertus Hille (Hauptgeschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg) und Regina Rosenstock (Gesamtbereichsleiterin Unternehmensförderung der IHK Bonn/Rhein-Sieg) vor. Mit der Gründerwoche Deutschland sollen Unternehmertum und Gründergeist gestärkt werden. Sie ist Teil der internationalen Global Entrepreneurship Week, die weltweit vom 12. bis 18. November 2018 zeitgleich in 165 Ländern stattfindet. Die Aktionswoche richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende, junge Erwachsene sowie andere Gründungsinteressierte. In Veranstaltungen können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Chancen und Möglichkeiten einer Gründung informieren, eigene Geschäftsideen entwickeln oder weiterentwickeln und Kontakte knüpfen. Auch dieses Jahr findet mit den Akteuren der Region eine gemeinsame Gründungsmesse am Samstag, 17. November, 10 bis 15 Uhr, in den Räumlichkeiten der IHK Bonn/Rhein-Sieg statt.

„Bei den freiberuflichen Gründungen liegt Bonn laut dem Institut für Mittelstandsforschung auf Platz fünf unter den Regionen in Deutschland hinsichtlich der Gründungsintensität. Bei den Existenzgründungsberatungen der Bonner Wirtschaftsförderung verzeichnen wir eine Steigerung in der Qualität der Gründungsvorhaben. Diese Gründungen erfolgen zunehmend auf der Grundlage von Fachwissen und Berufserfahrung in speziellen Marktnischen“, stellte Victoria Appelbe fest. „Neugründungen sind für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region essentiell wichtig. Sie schaffen neue Arbeitsplätze, tragen zur Modernisierung und Erneuerung der Wirtschaft bei und fördern die Dynamik der Region. Die vielen hundert Unternehmen und Arbeitsplätze, die beispielsweise im BusinessCampus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg- und im Gründer- und Technologiezentrum Rheinbach entstanden sind, belegen diese Effekte nachdrücklich“, ergänzte Dr. Hermann Tengler.

Nach einer Studie der Creditreform vom Juni 2018 ist die Dynamik des Gründungsgeschehens in Bonn/Rhein-Sieg weiterhin schwach ausgeprägt. In der IT-Wirtschaft verlangsamte sich die Gründungsdynamik zwischen 2012 und 2017; überdurchschnittlich ausgeprägt ist die Gründungsquote in der Gesundheitswirtschaft. „Mit unseren Aktivitäten im Digitalen Hub und der verstärkten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wollen wir für mehr Dynamik in der Region sorgen“, sagte Dr. Hubertus Hille. Ferner sei der Gewerbesaldo aus An- und Abmeldungen im Bezirk der IHK Bonn/Rhein-Sieg im vergangenen Jahr auf den höchsten Stand seit 2013 geklettert. „Viele Gründungen bei uns erfolgen mit Substanz und weniger aus der Not heraus“, erläuterte Regina Rosenstock, Gesamtbereichsleiterin Unternehmensförderung der IHK Bonn/Rhein-Sieg. So wurden im Jahr 2017 781 mehr Anmeldungen als Abmeldungen registriert: „Die Gewerbeanmeldungen sind zwar auch im vergangenen Jahr noch einmal zurückgegangen, was wir auch auf den deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen mit zurückführen. In Regionen mit nahezu Vollbeschäftigung ist der Druck, sich selbständig zu machen (zu müssen) nicht so groß.“

 

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Zahl der Ausbildungsverträge deutlich angestiegen

Die Handwerksunternehmen in der Region Bonn-Rhein-Sieg konnten im Ausbildungsjahr 2017/2018 erneut eine deutliche Steigerung neu abgeschlossener Ausbildungsverträge erreichen und übertrafen das Vorjahresergebnis deutlich. „Die Messlatte liegt sehr hoch, wenn man den Fachkräftebedarf der Wirtschaft insgesamt vor Augen hat. Entsprechend hoch ist auch das Ausbildungsplatzangebot der Unternehmen. In diesem Jahr scheinen auch die Vermittlungsbemühungen aller Akteure wieder gut gelungen zu sein, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen“, so Alois Blum, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn  Rhein-Sieg. Dass der Ausbildungsmarkt noch weiter aufnahmefähig ist, zeigt sich an vielen Stellen. In einigen Gewerken klagten die Unternehmen über zu wenige Bewerbungen junger Menschen, nicht alle Ausbildungsplätze konnten mangels geeigneter Bewerber besetzt werden. Das Handwerk wirbt auf vielen Ebenen verstärkt um den Nachwuchs von zukünftigen Fach- und Führungskräften. „Nicht zuletzt ist die Imagekampagne des Deutschen Handwerks darauf angelegt, Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern. Zum 30.09.2018 schloss die Ausbildungsbilanz des Handwerks in der Region mit einem Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Dies bedeutet eine Steigerung der neuen Ausbildungsplatzzahlen im vierten Jahr hintereinander. Insgesamt wurden bis zum 30.09.2018 in den bei der Kreishandwerkerschaft ansässigen Innungen 1.533 neue Ausbildungsverträge in die Lehrlingsrolle eingetragen. Mit insgesamt ca. 5.000 Auszubildenden in allen 3,5 Lehrjahren liegt die Ausbildungsquote bei ca. 8%.

Eine gewerblichtechnische Ausbildung gilt nach wie vor als eine solide Basis für den weiteren beruflichen Aufstieg. Die Meisterprüfung, ein berufsbegleitendes Studium oder eine triale Ausbildung bieten ausgezeichnete Karrieremöglichkeiten. „Eine Analyse des Ausbildungsmarktes zeigt uns, dass wir auch in den nächsten Jahren kein Angebotsproblem an Ausbildungsstellen erwarten, sondern wir müssen um jeden ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen werben oder an dieser oder jener Stelle auch ein Defizit in Kauf nehmen“, meint Alois Blum. Jetzt geht es der Wirtschaft insbesondere darum, die jungen Menschen nach dem Schulabschluss direkt in eine Ausbildung zu bringen. Das ist auch das Ziel des Übergangsmanagements Schule-Beruf, das vom Handwerk unterstützt wird. Bereits mit den Berufsfelderkundungen der 8. Klasse sollen die Schüler in den Unternehmen erste Eindrücke über die Arbeitswelt gewinnen. Die Zusammenführung der Praktikumsbetriebe und der Schüler der 8. Klasse wird von der Kreishandwerkerschaft unterstützt.

Die Bereitstellung eines Ausbildungsplatzes hängt oft von der wirtschaftlichen Einschätzung und der Zukunftsperspektive der Ausbildungsbetriebe ab, und die ist nach Umfragen nach wie vor als sehr gut zu bezeichnen. Viele Handwerksbetriebe sehen die Ausbildung nicht nur als eine traditionelle Verpflichtung, sondern nutzen die Gelegenheit, mit der Ausbildung im eigenen Betrieb den Fachkräftenachwuchs zu sichern und qualifizierte Mitarbeiter aus erster Hand zu gewinnen. Angesichts rückläufiger Bewerberzahlen in den nächsten Jahren wird das Handwerk seine Bemühungen, geeignete Nachwuchskräfte zu finden und den Nachwuchs zu fördern, noch weiter verstärken.

Wichtig dabei sind eine gute Vernetzung und eine zielgerichtete Kooperation der Akteure am Arbeitsmarkt. Beeindruckend ist die Flexibilität des Mittelstandes, schnell und kompetent auf neue Marktfelder zu reagieren, konsequent die Dienstleistungsaspekte umzusetzen und zu erkennen, dass dafür gut ausgebildete junge Menschen das wichtigste Kapital der Unternehmen sind.

Hohe Steigerungsraten sind wieder in den KFZ Handwerken festzustellen, aber auch im Bauhauptgewerbe, bei den Tischlern, den Metallberufen, Mechatronikern, Friseuren, Fleischern und Parkettlegern.

Bei den Anlagenmechanikern und Bäckern bzw. Fachverkäufern stagnieren die Ausbildungszahlen.

Deutliche Rückgänge gibt es lediglich im Maler- und Lackiererhandwerk sowie bei den Raumausstattern.

Die „Hitliste“ der 10 ausbildungsstärksten Gewerke wird angeführt vom KFZ Handwerk mit 284 neu abgeschlossen Verträgen, gefolgt vom Elektroniker (205), Anlagemechaniker (176), Friseure (150), Bäcker und Fachverkäufer (124), Maler- und Lackierer (121), Dachdecker (97), Metall (90), Tischler (84), Bau (52), Fleischer (28) und Gebäudereiniger (27). Insgesamt liegt der Anteil der Auszubildenden an der Gesamtbelegschaft bei 8%. Der Anteil der Abiturienten wuchs kontinuierlich von 8,5% im Jahr 2011 auf rund 20% in 2017. Der Anteil der Haupt- und Sonderschulabgänger betrug ca. 43% aller Ausbildungsverhältnisse, der Anteil der mittleren Abschlüsse lag bei 37%. Seit Jahren liegt die Auflösungsquote von Berufsausbildungsverhältnissen kontinuierlich bei ca. 15%, wobei davon ca. 30% die Ausbildung abbrechen und ca. 70% lediglich die Lehrstelle oder den Ausbildungsberuf wechseln.

Das Handwerk sucht nach wie vor qualifizierte Bewerber für eine Ausbildung, um mit gut ausgebildeten Fachkräften den Markt bedienen zu können. Schulabgänger mit akzeptablen Abschlussnoten, guten Umgangsformen und Interesse an dem Beruf können sich jederzeit bewerben und eine Ausbildung beginnen. Die Chancen stehen nicht schlecht, in den Nahrungsmittelhandwerken, den haustechnischen Berufen, im gesamten Bau- und Ausbauhandwerk oder auch im Gebäudereinigerhandwerk noch einen unbesetzten Platz zu finden.

Die Kreishandwerkerschaft Bonn / Rhein-Sieg ist auf regionaler Ebene zuständig für die Belange des selbstständigen Handwerks. Sie vertritt die gemeinsamen Interessen des gesamten Handwerks in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft werden 21 Innungen mit ca. 2.300 Mitgliedsbetrieben betreut. Neben dem Schwerpunktthema „Ausbildung“ umfasst das Dienstleistungsspektrum ein umfangreiches Beratungs- und Bildungsangebot.

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Campus Days Ostwürttemberg – Anmeldung läuft!

Wie läuft eigentlich eine Vorlesung ab? Wie sieht die Hochschule von innen aus? Und wie schmeckt das Essen in der Mensa? Studieren probieren – das können Schülerinnen und Schüler wieder in den Herbstferien bei den Campus Days Ostwürttemberg vom 29. bis 31. Oktober 2018 an der Hochschule Aalen und der DHBW Heidenheim. Auf dem Programm stehen neben dem Besuch von Vorlesungen auch Campusführungen, individuelle Beratungsgespräche und Kontakte zu Studierenden. Interessierte können sich noch bis 24. Oktober anmelden.

Wer sich fragt, wie es nach dem Abitur weitergehen soll und welches Studium in Frage kommt, findet bei den Campus Days Ostwürttemberg eine geeignete Plattform. Studieninteressierte können sich in reguläre Vorlesungen setzen und sich so einen ersten Eindruck von den Lehrinhalten eines Studiengangs verschaffen. „Eindrücke von Vorlesungen und von der Hochschule sind ein entscheidender Faktor für die Studienwahl. Wir möchten Interessierten möglichst realitätsnahe Einblicke geben und mit dem vielfältigen Angebot an Schnupper-Vorlesungen nicht nur Orientierungshilfe bieten, sondern auch die Vorfreude auf das Studium wecken“, sagt Isabel Sandel, Leiterin der Zentralen Studienberatung an der Hochschule Aalen. Von Maschinenbau über Augenoptik bis zur Betriebswirtschaftslehre finden Studieninteressierte ein breites Spektrum an Vorlesungen und können dabei auch mehrere Fachgebiete vergleichen.

So richtig in den Hochschulalltag eintauchen können die Studieninteressierten auch beim Besuch der Mensa, bei einer Campusführung oder in den Gesprächen mit Studierenden. So erfahren sie aus erster Hand, was sie im Studium erwartet. Ein Workshop zur Studienorientierung oder individuelle Beratungsgespräche können die Tage an der Hochschule zusätzlich abrunden. „Wir begleiten die Studieninteressierten in ihrer Orientierungsphase, indem wir gemeinsam die Interessensbereiche, Zukunftsvorstellungen und bereits vorhandenen Kompetenzen erarbeiten. Im zweiten Schritt gleichen wir diese mit den Besonderheiten der verschiedenen Studiengänge ab“, sagt Nadine Belau, Studienberaterin an der DHBW Heidenheim.

Anmeldemöglichkeiten bestehen bis zum Mittwoch, 24. Oktober 2018. Infos zu den Campus Days und zur Anmeldung gibt es auf www.hs-aalen.de/campusdays und www.dhbw-heidenheim.de.

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azubi- & studientage Leipzig 2018

Am 09. und 10. November 2018 ist es endlich wieder soweit. Die azubi- & studientage Leipzig gehen in die 17. Runde und öffnen in der Leipziger Messe, Halle 5, die Tore für motivierte Nachwuchskräfte vom Schüler bzw. Schulabgänger bis hin zu jungen Berufseinsteigern. Die Messe bietet die perfekte Möglichkeit, sich über interessante Angebote zu (dualem) Studium, aber auch zu Aus- und Weiterbildung in verschiedensten Sparten der Berufswelt zu informieren und direkt mit Unternehmen, Schulen und Hochschulen in Kontakt zu treten. Im Fokus der Veranstaltung stehen vor allem die persönlichen Beratungsgespräche zwischen den Besuchern und den Ausstellern.

Rund 90 Unternehmen, Hochschulen, Institutionen und Kammern informieren die Messebesucher an ihren Ständen in persönlichen Gesprächen über die beruflichen Perspektiven, die sie den interessierten Besuchern anbieten können.

Jobcaching 2null18 | Nachwuchssuche 2null18

Die Face-to-Face-Kommunikation am Stand bekommt zusätzlich interaktive Unterstützung und neue Impulse. Mit der neu entwickelten Online-Anwendung auf m.azubitage.de können die Besucher der Messe zum ersten Mal mit ihrem Mobiltelefon interaktiv und gezielt passende Bildungsangebote filtern. Der kostenlose WLAN-Zugang erlaubt es den Schülern, die angebotenen Touren während des kompletten Messebesuchs wie ein Location-based-Game zu nutzen und die jeweiligen Aussteller anzusteuern.

Das neue Tool erlaubt es auch den Unternehmen, das Interesse der begehrten Nachwuchskräfte und Berufseinsteiger auf die individuellen Angebote zu fokussieren.

Das persönliche Informations- und Beratungsgespräch erreicht eine neue Ebene und bietet Raum für neue Perspektiven.

Rahmenprogramm | Anregung | Motivation

Die Schüler, Eltern und Lehrer erwartet ein abwechslungsreicher, informativer und spannender Messebesuch. Das Rahmenprogramm bietet interessante Vorträge rund um die Themen berufliche Perspektiven, berufliche Ausbildung, Bildung, Bewerbung und Kleidung im Job. Zum Thema Stilberatung wird Norbert Schaal referieren, der Geschäftsführer von De Scale Maßkonfektion. Weitere interessante Impulse und Hilfestellungen auf dem Weg zum Traumberuf werden von Axel Kahl, Finanzfachwirt, freiberuflicher Dozent und freiberuflicher Coach bei Motiv-coaching.de, vermittelt. Sein Vortrag zu Bildungswegen, Motivationen und abweichenden persönlichen Interessen zwischen Kindern und Eltern sowie auch Differenzierung zwischen kurzfristiger und nachhaltiger Motivation wird schon wie im Vorjahr mit Spannung erwartet.

Die Messe öffnet am Freitag von 09 bis 14 Uhr und am Samstag von 10 bis 16 Uhr in der Leipziger Messe, Halle 5 ihre Pforten. Der Eintritt ist frei.

Alle Informationen zur Veranstaltung finden sich unter www.azubitage.de/leipzig. [DC]

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LieberLieber Software: Praktikumsplätze sehr gefragt

Im Rahmen der Zusammenarbeit von LieberLieber mit dem Christian Doppler Labor (CDL-MINT) der Technischen Universität Wien wurden im August sieben Praktikanten und eine Praktikantin in die Grundlagen der modellbasierten Entwicklung eingeführt. Die Arbeit an konkreten Projekten begeisterte die jugendlichen Teilnehmer für das immer wichtiger werdende Fachgebiet.

Das Interesse an einem Praktikum bei LieberLieber war heuer so groß, dass sich Unternehmensgründer und Inhaber Peter Lieber für die Aufteilung der acht Personen entschied: „Wir freuen uns sehr über das große Interesse für die modellbasierte Entwicklung in den Schulen. Um eine optimale Betreuung sicherstellen zu können, halbierten wir die Gruppe. So kamen vier HTL-Schüler zu unserem Forschungspartner an die TU Wien, während die AHS-SchülerInnen direkt bei LieberLieber arbeiteten. Da mir der Praxisbezug besonders wichtig ist, konnten alle an konkreten Projekten arbeiten. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass so die Begeisterung der Jugendlichen für die modellbasierte Entwicklung wächst.“

Umgang mit dem „Digitalen Zwilling“

Fabian und Lukas lernten bei ihrem Praktikum an der TU Wien den Umgang mit dem „Digitalen Zwilling“, im konkreten Fall der digitalen Repräsentanz eines sechsachsigen Fließbandroboters. Sie arbeiteten dabei mit der freien Software „Blender“, mit der sich Körper modellieren und animieren lassen. Darüber hinaus setzten sie sich auch mit der realen Hardware auseinander, mussten Servomotoren des Roboters tauschen und steuerten diesen über einen Server. Der Roboter ist ein zentraler Teil der Forschungsarbeiten im von LieberLieber mitfinanzierten Christian Doppler Labor „CDL für modellintegrierte intelligente Produktion“ (CDL-MINT). Ziel der gemeinsamen Forschungsarbeit ist es hier, im Rahmen von Industrie 4.0 anfallende Live-Datenströme direkt in Modelle überzuführen. Der sechsachsige Roboter wird übrigens durch den Hedgehog-Mikrokontroller gesteuert. Er wurde vom „Practical Robotics Institute Austria“ (PRIA) am TGM Wien im Forschungsprojekt „RoboUML“ auf Basis von Enterprise Architect und LieberLieber Embedded Engineer entwickelt.

Modellauto fährt autonom

Moritz und Tamim beschäftigten sich mit dem höchst aktuellen Thema „Autonomes Fahren“. Sie arbeiteten dabei mit einem Modellauto, ausgerüstet mit jeder Menge Sensoren und einzeln angesteuerten Rädern. Das Fahrzeug orientiert sich mit Hilfe von Sensoren und Kameras, die aber auch immer wieder ihre Störanfälligkeit unter Beweis stellten. Deshalb erwies sich der Aus-Knopf am Fahrzeug als unumgänglich. Für die Programmierung kamen C-Sprachen sowie Python zum Einsatz.

Schaltungen selbst gelötet

Da die AHS-Gruppe Max, Paul (2x) und Shini über keine Programmierkenntnisse verfügte, wurde sie mit einfachen Raspberry-Rechnern ausgestattet und konnte sich selbständig über die Arbeit mit Datenbanken sowie die Grundbausteine der Netzwerktechnik informieren. Nach einigen Tagen individueller Recherche begann die interne Kooperation und der Austausch von Skripten. Am Lehrplan stand auch das Löten einer Schaltung mit jeweils 64 Lötstellen. „Oft fällt in einer Schaltung nur ein Bauteil aus und es ist wesentlich effizienter und ressourcensparender, einen entsprechenden Ersatz-Bauteil selbst einzulöten. Daher gehört inzwischen das Löten auch zum fixen Programmpunkte in Coder Dojos für Kinder und Jugendliche“, so Peter Lieber. Als Programmiersprache kam vor allem PHP zum Einsatz und fallweise auch Java Script. Die selbst gebauten Schaltungen wurden letztlich in eine „easy box“ eingebaut und steuerten dort eine Lichtschaltung.

Das Fazit der PraktikantInnen fiel durchwegs positiv aus, da sie in ihrem Praktikumsmonat an realen Projekten arbeiten durften. „In einem Praktikum ist es besonders wichtig, in kleinen Schritten vorzugehen und dabei Theorie und Praxis eng zu verzahnen. Mit diesem Ansatz können wir die Jugendlichen für das Thema Software begeistern und sichern uns so den Nachwuchs, den wir dringend brauchen“ resümiert Lieber. Als bester Beweis hat sich die einzige Frau in der Gruppe schon dafür entschlossen, gleich nach der Matura mit einem Informatikstudium zu beginnen.

Über die Christian Doppler Labors
In Christian Doppler Labors wird anwendungsorientierte Grundlagenforschung auf hohem Niveau betrieben, hervorragende WissenschafterInnen kooperieren dazu mit innovativen Unternehmen. Für die Förderung dieser Zusammenarbeit gilt die Christian Doppler Forschungsgesellschaft international als Best-Practice-Beispiel. Christian Doppler Labors werden von der öffentlichen Hand und den beteiligten Unternehmen gemeinsam finanziert. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW). Im CDL-MINT sind die beiden Industriepartner CertiCon (Modul „Cooperative Simulation Megamodels“) und LieberLieber (Modul „Reactive Model Repositories“) eingebunden.

https://cdl-mint.big.tuwien.ac.at/

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Hamelner Studienluft schnuppern

Mit dem Herbst beginnt an der Hochschule Weserbergland (HSW) die Zeit des Schnupperstudiums. Interessierte Schülerinnen und Schüler sind im Oktober und November herzlich eingeladen sich unter die Studierenden zu mischen und an einer richtigen Vorlesung teilzunehmen.

Das Schnupperstudium wird in den drei dualen Bachelorstudiengängen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen angeboten. Die Themen der Schnuppervorlesungen sind vielfältig und reichen zum Beispiel von Mathematik und Buchführung über technische Grundlagen der Informatik und Grundlagen der Programmierung  bis zu Einführung in die Betriebswirtschaftslehre und in die Grundlagen der Organisation.

Während der 90-minütigen Schnuppervorlesung sitzen Schülerinnen und Schüler zwischen Studierenden der HSW, erhalten einen ersten Eindruck von den Studieninhalten, lernen Professoren kennen und erleben die Studienatmosphäre an der HSW. Im Anschluss gibt es zudem die Gelegenheit, Fragen zu stellen – zum Beispiel zum dualen Studienmodell oder zum Bewerbungsablauf bei unseren Partnerunternehmen aus ganz Deutschland.

Für eine individuelle Terminabstimmung und Rückfragen steht Pauline Schneiders von der HSW gerne per E-Mail an schneiders@hsw-hameln.de zur Verfügung.

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Schnell bewerben: LANGE NACHT DER INDUSTRIE Rhein-Ruhr fast ausgebucht

Wer Industrie live und hautnah erleben möchte, sollte sich schnell um kostenfreie Plätze für die 8. LANGE NACHT DER INDUSTRIE Rhein-Ruhr am 11. Oktober 2018 bewerben. Vor Ort können die Teilnehmer außergewöhnliche Einblicke in Technologien, Arbeitsprozesse und Produkte der Unternehmen bekommen – bei spannenden Werksführungen, Vorträgen und Gesprächen mit Unternehmensvertretern. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach möglichen Ausbildungsplätzen bietet sich eine tolle Gelegenheit.

Insgesamt 93 Industrie- und industrienahe Unternehmen und Institutionen öffnen in diesem Jahr ihre Tore für interessierte Besucher. Am Veranstaltungsabend besuchen die Teilnehmer zwischen 17:00 Uhr bis 22:30 Uhr nacheinander jeweils zwei Unternehmen. Die insgesamt 59 Bus-Touren starten von verschiedenen Plätzen in der Region. Das Mindestalter ist 14 Jahre. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Erstmals engagiert sich auch die Industrie im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg. „Zwölf Unternehmen an Rhein und Sieg beteiligen sich – auch finanziell – und werden sich als potenzielle Arbeitgeber präsentieren“, sagt IHK-Vizepräsident Peter Kuhne. Mit dabei sind aus Bonn die Magnetfabrik Bonn GmbH, SGL CARBON GmbH, Wilh. Stolle GmbH, KAUTEX TEXTRON GMBH & CO. KG, Kautex Maschinenbau GmbH, RSAG GmbH (Papiersortieranlage Bonn) und die MVA Müllverwertungsanlage Bonn GmbH sowie Viktor Baumann GmbH & Co. KG (Bornheim), Grafschafter Krautfabrik Josef Schmitz KG (Meckenheim), DSG-Canusa GmbH (Rheinbach), Kuhne GmbH (Sankt Augustin) und LEMO Maschinenbau GmbH (Niederkassel-Mondorf).

„Über 5.000 Interessierte haben sich bereits um einen der begehrten Plätze beworben. Einige Touren sind inzwischen ausgebucht, bei anderen Touren besteht für Kurzentschlossene noch die Chance zur Teilnahme“, weiß der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie e.V. Rolf A. Königs zu berichten. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie viele innovative Produkte in ihrem unmittelbaren Umfeld entwickelt und hergestellt werden. Sie werden staunen zu erfahren, wie modern, leistungsfähig und chancenreich die Industrie ist“, so Königs weiter.

Mit der LANGEN NACHT DER INDUSTRIE möchten der Verein sowie die Industrie- und Handelskammern, Unternehmerverbände und Industriegewerkschaften in der Region Industrie erlebbar machen, Transparenz über Zusammenhänge zu schaffen und so Begeisterung bei den Besuchern wecken.

Interessierte sollten sich umgehend online um die begehrten Plätze bewerben:

https://www.langenachtderindustrie.de/regionen/rhein-ruhr/

Für folgende Touren sind noch letzte Plätze vorhanden:

Bonn:

  • Tour 49 – DSG-Canusa & Grafschafter Krautfabrik
  • Tour 50 – SGL CARBON & Wilh. Stolle
  • Tour 51 – KAUTEX TEXTRON & LEMO Maschinenbau
  • Tour 52 – MVA Müllverwertungsanlage & RSAG
  • Tour 53 – Kuhne & Viktor Baumann
  • Tour 54 – Kautex Maschinenbau & Magnetfabrik Bonn

Über Zukunft durch Industrie e.V.

Zukunft durch Industrie e.V. ist als gesamtgesellschaftliche Initiative unabhängig von einzelnen Unternehmen, Parteien, Verbänden oder sonstigen Institutionen. Der Verein versteht sich als Kommunikationsplattform, die alle gesellschaftlichen Gruppen zum Dialog einlädt, um den Nutzen einer modernen Industrie für die Gesellschaft verständlich aufzuzeigen und bestehende Chancen und Risiken zu diskutieren. Ein besonderer Fokus liegt darin, die Begeisterung für industrielle Produktion und Zusammenhänge bei jungen Menschen zu wecken. Dem Verein Zukunft durch Industrie gehören knapp 160 Mitglieder an. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetpräsenz des Vereins: http://www.zukunft-durch-industrie.de/

Über die LANGE NACHT DER INDUSTRIE

Die LANGE NACHT DER INDUSTRIE ist ein bundesweit einzigartiges Veranstaltungskonzept, in dessen Rahmen Unternehmen potenziellen Mitarbeitern, Schülern, Studierenden und anderen Interessierten einen Blick hinter ihre Werkstore gewähren. Ziel ist es, die Industriebetriebe und die Menschen in einer Region in Kontakt zu bringen. In spannenden Führungen erhalten die Besucher Einblicke in Arbeitsprozesse, sie können Fragen stellen und sich ein persönliches Bild vom Betrieb als möglicher zukünftiger Arbeitgeber machen.

Die erste Veranstaltung dieser Reihe fand erstmalig 2009 in Hamburg statt. Seitdem haben 60 Veranstaltungen stattgefunden. Weitere Infos unter: http://www.lndi.de/standorte/rhein-ruhr/region.html

Achtung! Die Abfahrtszeiten der Busse können von Startplatz zu Startplatz variieren.

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