Zahl der Ausbildungsverträge deutlich angestiegen

Die Handwerksunternehmen in der Region Bonn-Rhein-Sieg konnten im Ausbildungsjahr 2017/2018 erneut eine deutliche Steigerung neu abgeschlossener Ausbildungsverträge erreichen und übertrafen das Vorjahresergebnis deutlich. „Die Messlatte liegt sehr hoch, wenn man den Fachkräftebedarf der Wirtschaft insgesamt vor Augen hat. Entsprechend hoch ist auch das Ausbildungsplatzangebot der Unternehmen. In diesem Jahr scheinen auch die Vermittlungsbemühungen aller Akteure wieder gut gelungen zu sein, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen“, so Alois Blum, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn  Rhein-Sieg. Dass der Ausbildungsmarkt noch weiter aufnahmefähig ist, zeigt sich an vielen Stellen. In einigen Gewerken klagten die Unternehmen über zu wenige Bewerbungen junger Menschen, nicht alle Ausbildungsplätze konnten mangels geeigneter Bewerber besetzt werden. Das Handwerk wirbt auf vielen Ebenen verstärkt um den Nachwuchs von zukünftigen Fach- und Führungskräften. „Nicht zuletzt ist die Imagekampagne des Deutschen Handwerks darauf angelegt, Jugendliche für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern. Zum 30.09.2018 schloss die Ausbildungsbilanz des Handwerks in der Region mit einem Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr ab. Dies bedeutet eine Steigerung der neuen Ausbildungsplatzzahlen im vierten Jahr hintereinander. Insgesamt wurden bis zum 30.09.2018 in den bei der Kreishandwerkerschaft ansässigen Innungen 1.533 neue Ausbildungsverträge in die Lehrlingsrolle eingetragen. Mit insgesamt ca. 5.000 Auszubildenden in allen 3,5 Lehrjahren liegt die Ausbildungsquote bei ca. 8%.

Eine gewerblichtechnische Ausbildung gilt nach wie vor als eine solide Basis für den weiteren beruflichen Aufstieg. Die Meisterprüfung, ein berufsbegleitendes Studium oder eine triale Ausbildung bieten ausgezeichnete Karrieremöglichkeiten. „Eine Analyse des Ausbildungsmarktes zeigt uns, dass wir auch in den nächsten Jahren kein Angebotsproblem an Ausbildungsstellen erwarten, sondern wir müssen um jeden ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen werben oder an dieser oder jener Stelle auch ein Defizit in Kauf nehmen“, meint Alois Blum. Jetzt geht es der Wirtschaft insbesondere darum, die jungen Menschen nach dem Schulabschluss direkt in eine Ausbildung zu bringen. Das ist auch das Ziel des Übergangsmanagements Schule-Beruf, das vom Handwerk unterstützt wird. Bereits mit den Berufsfelderkundungen der 8. Klasse sollen die Schüler in den Unternehmen erste Eindrücke über die Arbeitswelt gewinnen. Die Zusammenführung der Praktikumsbetriebe und der Schüler der 8. Klasse wird von der Kreishandwerkerschaft unterstützt.

Die Bereitstellung eines Ausbildungsplatzes hängt oft von der wirtschaftlichen Einschätzung und der Zukunftsperspektive der Ausbildungsbetriebe ab, und die ist nach Umfragen nach wie vor als sehr gut zu bezeichnen. Viele Handwerksbetriebe sehen die Ausbildung nicht nur als eine traditionelle Verpflichtung, sondern nutzen die Gelegenheit, mit der Ausbildung im eigenen Betrieb den Fachkräftenachwuchs zu sichern und qualifizierte Mitarbeiter aus erster Hand zu gewinnen. Angesichts rückläufiger Bewerberzahlen in den nächsten Jahren wird das Handwerk seine Bemühungen, geeignete Nachwuchskräfte zu finden und den Nachwuchs zu fördern, noch weiter verstärken.

Wichtig dabei sind eine gute Vernetzung und eine zielgerichtete Kooperation der Akteure am Arbeitsmarkt. Beeindruckend ist die Flexibilität des Mittelstandes, schnell und kompetent auf neue Marktfelder zu reagieren, konsequent die Dienstleistungsaspekte umzusetzen und zu erkennen, dass dafür gut ausgebildete junge Menschen das wichtigste Kapital der Unternehmen sind.

Hohe Steigerungsraten sind wieder in den KFZ Handwerken festzustellen, aber auch im Bauhauptgewerbe, bei den Tischlern, den Metallberufen, Mechatronikern, Friseuren, Fleischern und Parkettlegern.

Bei den Anlagenmechanikern und Bäckern bzw. Fachverkäufern stagnieren die Ausbildungszahlen.

Deutliche Rückgänge gibt es lediglich im Maler- und Lackiererhandwerk sowie bei den Raumausstattern.

Die „Hitliste“ der 10 ausbildungsstärksten Gewerke wird angeführt vom KFZ Handwerk mit 284 neu abgeschlossen Verträgen, gefolgt vom Elektroniker (205), Anlagemechaniker (176), Friseure (150), Bäcker und Fachverkäufer (124), Maler- und Lackierer (121), Dachdecker (97), Metall (90), Tischler (84), Bau (52), Fleischer (28) und Gebäudereiniger (27). Insgesamt liegt der Anteil der Auszubildenden an der Gesamtbelegschaft bei 8%. Der Anteil der Abiturienten wuchs kontinuierlich von 8,5% im Jahr 2011 auf rund 20% in 2017. Der Anteil der Haupt- und Sonderschulabgänger betrug ca. 43% aller Ausbildungsverhältnisse, der Anteil der mittleren Abschlüsse lag bei 37%. Seit Jahren liegt die Auflösungsquote von Berufsausbildungsverhältnissen kontinuierlich bei ca. 15%, wobei davon ca. 30% die Ausbildung abbrechen und ca. 70% lediglich die Lehrstelle oder den Ausbildungsberuf wechseln.

Das Handwerk sucht nach wie vor qualifizierte Bewerber für eine Ausbildung, um mit gut ausgebildeten Fachkräften den Markt bedienen zu können. Schulabgänger mit akzeptablen Abschlussnoten, guten Umgangsformen und Interesse an dem Beruf können sich jederzeit bewerben und eine Ausbildung beginnen. Die Chancen stehen nicht schlecht, in den Nahrungsmittelhandwerken, den haustechnischen Berufen, im gesamten Bau- und Ausbauhandwerk oder auch im Gebäudereinigerhandwerk noch einen unbesetzten Platz zu finden.

Die Kreishandwerkerschaft Bonn / Rhein-Sieg ist auf regionaler Ebene zuständig für die Belange des selbstständigen Handwerks. Sie vertritt die gemeinsamen Interessen des gesamten Handwerks in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Unter dem Dach der Kreishandwerkerschaft werden 21 Innungen mit ca. 2.300 Mitgliedsbetrieben betreut. Neben dem Schwerpunktthema „Ausbildung“ umfasst das Dienstleistungsspektrum ein umfangreiches Beratungs- und Bildungsangebot.

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Film ab: Verleihung der Hannover Filmklappe 2018

Sie gehört zu den gefragtesten regionalen Kurzfilmwettbewerben in Niedersachsen: die Hannover Filmklappe. Die zwölfte Auflage erfreute sich in diesem Jahr erneut konstanter Teilnehmerzahlen: 30 Filme wurden eingereicht, rund 170  Kinder und Jugendliche haben sich in diesem Jahr mit dem Medium Film beschäftigt und ihre Freizeit in die Produktion eines Kurzfilmes investiert. Morgen (20. Oktober) werden im Kino am Raschplatz die Preise an die besten Kreationen junger Filmschaffender aus der Region Hannover und den Landkreisen Celle und Hildesheim verliehen. Michaela Michalowitz, stellvertretende Regionspräsidentin, zeigt sich beeindruckt von der Kreativität und dem Einfallsreichtum der Kinder und Jugendlichen: „In Zeiten von Smartphones, Tablets und fortschreitender Digitalisierung wird das Thema Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche immer wichtiger. Umso schöner ist es zu sehen, mit wie viel Engagement und Kreativität schon die Jüngsten mit dem Medium Film umgehen und welche Themen die Kinder und Jugendlichen beschäftigen.“

Rund 170 Kinder und Jugendliche haben sich in den vergangenen Monaten in 30 Kurzfilmproduktionen als Drehbuchautor, Cutter oder Kameramann versucht. 13 eingereichte Kurzfilme sind aus privater Initiative heraus entstanden, 17 sind schulische Filmprojekte. Nicht nur für die Kinder und Jugendlichen ist es ein bewegender Moment, den eigenen Film dann als Sieger auch auf großer Leinwand zu sehen. Uwe Plasger, medienpädagogischer Berater und Filmklappen-Organisator vom Medienzentrum der Region Hannover, fiebert diesem Moment jedes Mal ebenso entgegen. „Die Präsentation der Siegerfilme schließlich so groß in toller Auflösung und bester Tonqualität im Kino zu sehen, ist für die Nachwuchsfilmemacher die Belohnung  für die monatelange Arbeit an ihren Filmen. Und wenn es uns gelingt, der heranwachsenden Generation die Faszination für das Medium Film zu vermitteln, dann ist das erfolgreiche Nachwuchsarbeit“, sagt Plasger. 

„Zwar waren die Genres Fantasy/Horror (5) und Komödie (3) mit Bezug zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen bei den jungen Filmschaffenden beliebt, doch mit insgesamt 14 Filmen bildete das Drama einen Genre-Schwerpunkt in diesem Jahr“, berichtet Uwe Plasger. In den Alterskategorien sind die Klassen 11 bis 13 mit 14 Beiträgen und die Acht- bis Zehntklässler mit sieben Filmen am besten vertreten. In der Sonderkategorie „60 Seconds Clip“ wurden zwei Filme eingereicht, bei den Dokumentarfilmen waren es drei Beiträge. „Es waren wieder so viele tolle Filme unter den Einreichungen, dass die Jury gerne auch noch einige dritte Plätze vergeben hätte, doch das ist nach den für alle regionalen Filmklappen in Niedersachsen einheitlichen Statuten nicht möglich“, erläutert Plasger. „Hier in Hannover können wir das auffangen mit einer lobenden Erwähnung für einen Film und einem Platz für die Filmcrew bei ‚To the Movies!‘, der jungen Filmschule der Region Hannover. Eine solche lobende Erwähnung haben wir diesmal für den Film ‚Wir müssen reden‘ ausgesprochen. In dem Zweiminüter setzen sich Robin Tielker und Jonas Küster aus Burgdorf kritisch mit dem Handykonsum unter Jugendlichen auseinander“, berichtet Plasger begeistert. In der Jungen Filmschule der Region Hannover werden filmbegeisterte Jugendliche in mehreren ganztägigen und kostenlosen Workshops von professionellen Filmschaffenden geschult. „To the Movies 2019“ startet im März, Bewerbungen sind ab Mitte Januar möglich.
Bewertet wurden die Wettbewerbsfilme von einer fachkundigen Jury aus medienpädagogischen Beratern, Experten aus der Filmbranche sowie jungen Filmschaffenden nach der Qualität der Story, der schauspielerischen und kreativen Inszenierung sowie dem Einsatz filmgestalterischer Mittel. Zehn Filme schafften den Sprung aufs Siegerpodest, zudem gab es eine lobende Erwähnung. Als Gewinn erhielten die Erstplatzierten in den jeweiligen Alterskategorien jeweils 200 Euro, die Zweitplatzierten einen Kinobesuch mit Freigetränk für die ganze Filmcrew, die Sonderpreise wurden mit jeweils 100 Euro bedacht. Die ersten Sieger der „Hannover Filmklappe 2018“ nehmen automatisch an der „Niedersachsen Filmklappe“ teil, bei der sie gegen die Erstplatzierten aus den 15 anderen regionalen Filmklappen Niedersachsens antreten.

Die „Hannover Filmklappe“ gibt es seit dem Jahr 2007. Der jährliche Kurzfilmwettbewerb für Kinder und Jugendliche aus der Region Hannover und den Landkreisen Celle und Hildesheim ist inzwischen zu einer festen Größe in der Jugend-Filmszene Hannovers geworden. Kooperationspartner sind die Hochhaus-Lichtspiele, das Kino am Raschplatz, die Kammer-Lichtspiele Celle, die Neue Schauburg in Burgdorf, das Andere Kino in Lehrte sowie das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten folgende Schulen:

Region Hannover: IGS Roderbruch, Ricarda-Huch-Schule, Gymnasium Langenhagen, Gymnasium Burgdorf, Freie Waldorfschule Hannover Maschsee, Gymnasium Mellendorf, IGS Hämelerwald, Dr. Buhmann Schule, Käthe-Kollwitz-Schule, Kurt-Schwitters- Gymnasium, Sophienschule, Multimedia-BBS, BBS ME, Elsa-Brändström Schule, Matthias-Claudius-Gymnasium Gehrden, Albert-Schweitzer-Grundschule, Theodor-Heuss-Grundschule Ronnenberg 

Landkreis Celle: Gymnasium Ernestinum, Oberschule Westercelle, Sprachheilschule Celle, Oberschule Lachendorf, Kaiserin Auguste-Viktoria-Gymnasium 

Landkreis Hildesheim: Gymnasium Sarstedt, Goethe-Gymnasium Hildesheim

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„Bildung in der digitalen Welt“: Schulmedientag in Hannover

„Augmented und Virtual Reality“, Tablets als Lernwerkzeuge, Calliope für Grundschulen: für Lehrerinnen und Lehrer ist es eine Herausforderung, auf dem neusten Stand der Technik und Digitalisierung zu bleiben. Die Schulmedientage wollen dabei unterstützen und Lehrkräfte gezielt über neue Unterrichts- und Schulentwicklungen informieren. In Hannover findet der Schulmedientag 2018 unter dem Motto „Bildung in der digitalen Welt“ am Mittwoch, 7. November, von 9 bis 16 Uhr in der Multi-Media Berufsbildende Schule, Expo Plaza 3, statt. Die 50 Workshops richten sich an Lehrkräfte aller Schulformen. Anmeldungen und weitere Informationen unter: www.schulmedientage.de

Neben einem Impulsvortrag von Prof. Olaf-Axel Burow von der Universität Kassel zu Chancen und Risiken der Digitalisierung werden rund 50 Workshops angeboten, die sich rund um das Thema Medienanwendung in Schulen drehen. Ziel der Medientage ist es, Impulse zu geben, damit Lehrkräfte gezielt Medienbildung und Medienkompetenzen im Unterricht anwenden und den Schülerinnen und Schülern vermitteln können.

Die Schulmedientage werden vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) veranstaltet mit Unterstützung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt, der Medienberatung des Medienzentrums der Region Hannover sowie der Landesinitiative N21.de.

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Bau und Betrieb von Bildungseinrichtungen

Zukunft bauen: Schulen und Hochschulen werden zu innovativen Lernumgebungen, die ihren Beitrag zum effektiven Lernen von Schülern und Studenten leisten. Was Architekten, Bauherren und Schulleiter erschaffen, ist spannend.

Alles ist im Wandel, auch im Bildungswesen. Die Trends in Schulbau und Sanierung zeigen, wie intensiv verstanden wurde, dass Lernen durch die Lernumgebung gefördert oder behindert werden kann. Zukunftweisende Lösungen für Akustik, Licht und Gesundheit, sowie für die digitale Transformation haben sich bereits etabliert. Und auch das Bauen mit Modulen und die Bauplanung mit Building Information Modeling (BIM) sind Trends, deren Vorteile so umfassend sind, dass Bauherren sie kennen sollten.

Alle Entwicklungen werden auf der Konferenz intensiv diskutiert. Die Teilnehmer besichtigen zudem drei Best Practice Schulbauten: Einen Erweiterungsbau, einen Neubau und eine generalsanierte Schule.

Bau und Betrieb von Bildungseinrichtungen
am 4./5. Dezember 2018 in München
www.management-forum.de/…

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„KoPro“ unterstützt junge Geflüchtete beim Einstieg in die Arbeitswelt

Fuß fassen im Arbeits- und Ausbildungsmarkt – dabei unterstützt das Projekt Kooperative Produktionsschule („KoPro“), das 2016 an den Start ging und nun ausgeweitet wird. Das Angebot von der Werk-statt-Schule e.V. in Zusammenarbeit mit der Leonore-Goldschmidt-Schule (ehemals IGS Mühlenberg) richtet sich an junge Geflüchtete zwischen 15 und 25 Jahren aus der Region Hannover. Ziel ist es, unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer (umA) und anerkannte Flüchtlinge, die sich bereits im SGB II befinden, beruflich und sprachlich auf die Anforderungen des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes in technisch-handwerklichen Bereichen vorzubereiten. Die Region bezuschusst das Projekt für den Förderzeitraum von Anfang November 2018 bis Ende Oktober 2019 mit 75.000 Euro. Dafür hat der  Jugendhilfeausschuss der Region am Donnerstag (13.9.) grünes Licht gegeben.

„Bei ,KoPro‘ können junge geflüchtete Menschen praktische Erfahrungen sammeln und sich gleichzeitig sprachlich und fachlich weiterentwickeln“ sagte Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. „Die Zahlen zeigen, wie erfolgreich das Projekt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei unterstützt, erste berufliche Interessen zu entwickeln.“

Aktuell qualifizieren sich 32 junge Menschen in dem Projekt „KoPro“, das die Teilnehmenden bis zu einem Jahr schrittweise an den Arbeitsmarkt heranführt. Allein in diesem Jahr konnten bereits 17 Teilnehmende in weitergehende Maßnahmen, Beschäftigungen oder Ausbildungen vermittelt werden. Vormittags Praxis, nachmittags Sprachunterricht: Die Maßnahme mit 30 Wochenstunden umfasst, neben dem Unterricht an drei Nachmittagen in Deutsch und Mathe, mehrere Praxisbereiche: Holz- und Landschaftsbau, Elektro- und Solartechnik sowie das Zweirad. Neu hinzukommen soll nun die Metallwerkstatt, in der die Teilnehmenden Grundlagen der Metallverarbeitung lernen können. Außerdem gibt es eine Kochgruppe, die für die Versorgung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuständig ist. Mehrere Kurzpraktika während des Projektzeitraums bieten den Projektteilnehmern außerdem die Möglichkeit, in den Berufsalltag hinein zu schnuppern.

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Schulische Berufsorientierung verstärkt Akademisierungstrend

Nicht nur an den Gymnasien, sondern auch an anderen weiterführenden Schulen wird deutschen Schülern nach dem Eindruck ihrer Eltern immer öfter vermittelt, dass der Weg ins Berufsleben in erster Linie über die Hochschulen führt. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Umfrage.

In der repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey gab die Hälfte der Eltern von Gymnasiasten an, dass die schulischen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung ihrer Kinder eine Tendenz zum Studium haben. Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) ist sogar der Meinung, dass die Angebote zur Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium eindeutig auf ein Studium abzielen.

Auch an anderen weiterführenden Schulen sind die Angebote nach dem Eindruck von fast 30 Prozent der Eltern auf die Hochschule ausgerichtet.

"Diese Ergebnisse zeigen: Wir müssen alle gemeinsam mehr dafür tun, dass mögliche Azubis und Studierende schon im frühen Schulalter genauso viel über die duale Ausbildung informiert werden", kommentiert DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Umfrage, die sich mit den Erfahrungen der Industrie und Handelskammern (IHKs) deckt.

"Auch die Eltern müssen wir dabei mitnehmen. Denn zu viele von ihnen wissen gar nicht, dass der Weg über eine Ausbildung und eine anschließende Höhere Berufsbildung oftmals ebenso gute Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten wie ein akademischer Werdegang bietet."

Der DIHK setzt deshalb darauf, Schülerinnen und Schülern frühzeitig mehr praktische Erfahrungen zu vermitteln: "Raus aus dem Klassenzimmer, rein in den Betrieb und die Praxis erleben. Nur so können Jugendliche konkrete Erfahrungen machen, die ihre Berufswahl erleichtern", so Schweitzer. "Ich glaube, dass so weniger junge Menschen ein Studium aufnehmen, das sie dann später frustriert abbrechen."

Das Angebot zur Berufs- und Studienorientierung, das ihren Kindern hauptsächlich gemacht wird, sind laut Eltern Betriebspraktika und Unternehmensbesuche (36 Prozent Gymnasium, 38 Prozent andere weiterführende Schulen).

Noch höher wird deren Nutzen bewertet. Sowohl Eltern von Gymnasiasten (56 Prozent) als auch von Kindern auf anderen weiterführenden Schulen (62 Prozent) sehen in Betriebspraktika und Unternehmensbesuchen die mit Abstand größte Hilfe bei der beruflichen Orientierung. Auf Platz zwei und drei folgen das Schulfach Berufsorientierung sowie Ausbildungs- und Jobmessen.

Erschreckend ist, dass rund ein Fünftel der Eltern wahrnehmen, dass ihren Kindern keinerlei Angebote zur Berufs- und Studienorientierung in der Schule gemacht werden. Dazu Schweitzer: "Die verschiedenen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung müssen besser ineinandergreifen und entlang der gesamten Bildungskette aufeinander aufbauen. Dazu müssen alle beteiligten Akteure Hand in Hand arbeiten. Die Verzahnung von Schule und Betrieb darf nicht erst in der Ausbildung beginnen."

Das zeige auch die DIHK Ausbildungsumfrage 2018: "Aus Sicht der befragten Betriebe ist die Unsicherheit bei der Berufswahl aktuell das größte Ausbildungshemmnis. Die unklaren Berufsvorstellungen und fehlende Berufsorientierung führen zu Ausbildungs- und Studienabbrüchen, verzögern den Eintritt in den Arbeitsmarkt und verstärken den Fachkräftemangel. Daher pochen wir als Wirtschaft darauf, die Berufs- und Studienorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen zu verbessern und auszubauen."

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Berufsorientierung Handwerk statt Ferien: Werkstattcamp begeistert Jugend

Vier Handwerksberufe in zwei Wochen näher kennen zu lernen – das haben sich 40 Schülerinnen und Schüler von insgesamt 23 Schulen aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe für die Zeit vom 27. August bis zum 7. September vorgenommen. Dafür „opfern“ sie einen Teil ihrer Schul-ferien und bauen eine Musikbox oder Musiktower. Nach Abschluss die-ses „Werkstattcamps im Sommer“ in der Bildungsakademie der Hand-werkskammer Karlsruhe erhalten die Jugendlichen ein Teilnahmezerti-fikat, das sich in jeder Bewerbungsmappe gut macht.

Viel wichtiger aber: Die Jugendlichen können zahlreiche Handwerksbe-rufe ausprobieren und bekommen auf diese Weise eine Einschätzung ihrer Stärken und Talente. Für die Musiktools durchlaufen die Schüler und Schülerinnen die Berufsbilder Schreiner, Elektroniker und Raum-ausstatter. Zusätzlich können die Jugendlichen in die Berufsbilder An-lagenmechaniker, Konditor, Fotograf, Goldschmied, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Kaufmann für Veranstaltungsmanagement, KFZ-Me-chatroniker, Maßschneider, Mediengestalter, Metallbauer, Sattler und Zahntechniker hineinschnuppern.

Das Werkstattcamp im Sommer richtet sich an Schülerinnen und Schü-ler von Werkreal-, Gemeinschafts- und Realschulen, die in der Schule bereits an der Kompetenzanalyse Profil AC teilgenommen haben. Das Ausprobieren der Handwerksberufe in den Ausbildungswerkstätten in der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe findet unter Anleitung von qualifizierten Ausbildungsmeistern statt.

Die Abschlussfeier, mit Übergabe der Zertifikate, findet Freitag, den 07.09. um 14 Uhr in der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe in der Hertzstraße 177 in Karlsruhe statt.

Das Werkstattcamp im Sommer wird unterstützt vom Bundesministe-rium für Bildung und Forschung und vom Ministerium für Wirtschaft, Ar-beit und Wohnungsbau, Baden-Württemberg.

Weiter Infos unter www.bia-karlsruhe.de/werkstattcamp-sommer

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Sommerschule erleichtert Schulstart

An 47 Sommerschulen bietet das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg in diesem Jahr 1.300 Schülerinnen und Schülern ein Bildungsangebot, das Lernen, Berufsorientierung und Freizeit verbindet – eine Woche Schule in den Ferien. In Karlsruhe kooperiert die Sommerschule 2018 mit der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe, einem der größten beruflichen Fort- und Weiterbildungszentren in der Region.

In kleinen Gruppen erarbeiten qualifizierte Lehrkräfte mit den Jugendlichen Stoff aus den Fächern Mathematik, Deutsch oder Englisch, daneben haben die Schülerinnen und Schüler aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe an zwei Tagen Gelegenheit, handwerkliche Berufe kennenzulernen und die eigenen praktischen Tätigkeiten zu testen. Zu den Berufsbildern, die unter Aufsicht von qualifizierten Ausbildungsmeistern in der Bildungsakademie angeleitet werden gehören: Maler, Metallbauer und Raumausstatter.

Die Sommerschule in der Bildungsakademie der Handwerkskammer Karlsruhe startet für die 30 Jugendlichen am 3. September. Am Ende der Woche gibt es eine Abschlussveranstaltung mit den Lehrern, Ausbildern und Eltern, an der jedem Teilnehmer ein Zertifikat überreicht wird.

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Wettbewerb: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Wissen Schülerinnen und Schüler heute noch, was das Grundgesetz ist, was in ihm steht und was das bedeutet? Im kommenden Jahr feiert das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 70-jähriges Bestehen. Die richtige Zeit für die Region Hannover, einen Wettbewerb zum Artikel 1 des Grundgesetzes auszurufen: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Mitmachen können alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in der Region Hannover, Klasse 5 bis Klasse 13. Egal ob als Klasse, als Kurs, in Arbeitsgemeinschaften, Projekt-, Fach- oder Themengruppen,  als ganze Schule oder auch als einzelner Schüler oder Schülerin: Ziel des Wettbewerbs ist die kreative Auseinandersetzung mit dem Begriff der Menschenwürde und dem Satz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Münden soll der kreative Prozess in ein Kunstobjekt, das in einen DINA 0-Rahmen passt.

Einsendeschluss der Werke ist der 1. Dezember 2018. Eine Jury bewertet die eingereichten Kunstobjekte sowie die dazugehörigen Konzeptbeschreibungen. Zu gewinnen gibt es 8.000 Euro (Platz 1), 5.000 Euro (Platz 2), 2.000 (Platz 3) sowie weitere Geld- und Sachpreise.

Alle Infos und die Bewerbungsunterlagen sind auch online zu finden auf www.hannover.de/schulwettbewerb. Fragen zum Wettbewerb beantwortet Desislava Tzvetkova-Gerken vom Fachbereich Schulen der Region Hannover: telefonisch unter (0511) 616 27180 oder per E-Mail an desislava.tzvetkova-gerken@region-hannover.de.

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Pilotprojekt bei itemis: Mit Kindern programmieren

Am 25.07. fand am itemis-Standort in Lünen ein Pilotprojekt zum Thema “Mit Kindern programmieren” statt. Aufgrund des großen Erfolgs soll das Projekt nun weitergeführt und ausgeweitet werden. 

Die Idee, Kindern bereits im Grundschulalter programmieren beizubringen, entstand bei itemis bereits im Frühjahr diesen Jahres. Die Digitalisierung macht auch vor dem Alltag von Kindern keinen Halt. Bereits im (Vor)-Grundschulalter kommen sie mit Smartphones, Tablets und Apps in Kontakt und auch auf ihren zukünftigen Berufsalltag werden die aktuellen Veränderungen, die die Digitalisierung für den Arbeitsmarkt bringt, Einfluss haben.
“Eine spielerische Art, programmieren zu lernen, hilft Kindern dabei, zu verstehen, wie Computer funktionieren und arbeiten – und erleichtert somit den Zugang und vor allem den sicheren Umgang mit Smartphones, Tablets und Co.”, sagt itemis-Vorstand Wolfgang Neuhaus zur Motivation, die theoretische Idee des Projektes nun in die Praxis umzusetzen.

Das Pilotprojekt fand am 25.07.2018 von 10 bis 14 Uhr in den Räumen der itemis AG in Lünen statt. Vier Jungen und fünf Mädchen im Alter von 7–9 Jahren nahmen unter der Leitung dreier Software-Entwickler von itemis an dem Projekt teil. Dabei haben die Kinder ein Musikinstrument aus einem kleinen Minicomputer und Alltagsgegenständen wie Löffel, Kugelschreiber oder Flaschenöffner zusammengebaut. Beim Programmieren des Minicomputers legten sie fest, welcher Ton oder welche Melodie abgespielt werden sollte, wenn ein bestimmter Gegenstand berührt wurde. Durch das Austauschen der Gegenstände konnten die Kinder spielerisch die elektrische Leitfähigkeit verschiedener Materialien erkunden und stellten erstaunt fest, dass auch Bananen leitfähig sind.

Das Feedback der Kinder war nach dem Tag durchweg positiv und auch die Leiter des Projektes waren vom Erfolg des Projektauftaktes begeistert: “Die Kinder waren trotz Sonnenschein und Sommerferien hochmotiviert und mit viel Spaß bei der Sache”, so IT-Berater und Software-Entwickler Dr. Benjamin Bolte. “Mit unserer gemischten Gruppe konnten wir außerdem die gängige Annahme, Mädchen hätten aufgrund ihres Geschlechtes weniger Interesse an technischen Themen, nicht bestätigen. Unser Ziel war es, Jungen und Mädchen gleichermaßen mit unserem Projekt abzuholen und zu begeistern – und das ist uns gelungen.”

Der Kontakt zu Schulen in der Region und der Stadt Lünen besteht bereits. Nach den Sommerferien sind Gespräche geplant, welche Möglichkeiten es gibt, das Projekt in die Schulen und Förderprogramme zu bringen.

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