Hochwertiges Ausstellerspektrum – aus der Praxis für die Praxis

Die Fischökologie bayerischer Gewässer, Jagdbegleiter auf vier Pfoten, Waffenpräzision im Sport und auf der Jagd sowie funktionale, moderne und traditionelle Mode auf der Schaubühne zeigen nur einen kleinen Ausschnitt des mittlerweile umfassenden Ausstellungs- und Rahmenprogramms der JAGEN UND FISCHEN vom 17. bis 20. Januar 2019 in Augsburg. Die Bereiche Jagd, Fischerei und Sportschützen wachsen von Jahr zu Jahr und die Bogenschützen besitzen mit der AUGSBOW inzwischen ihre eigene Messe. Die Aussteller pochen auf hohe Qualität und Fachkompetenz, die ideellen Träger und Vereine informieren die Bevölkerung über brisante Themen und unterstützen mit viel Einsatz bei den Entscheidungsfindungen.

Schwäbisches Fisch-Monitoring

Auf dem Ausstellungsbeitrag der Fischereifachberatung des Bezirks Schwaben taucht der Besucher tief in das Leben schwäbischer Gewässer ein. Um deren ökologischen Zustand zu beurteilen, ist der Fischbestand einer der wesentlichen Indikatoren, denn die Schuppenträger zeigen die tatsächlichen Defizite der Gewässer am besten auf. „Selbst wenn Kleinlebewesen, Nährstoffbelastung und Pflanzenwachstum in Ordnung sind, haben die Fische meist das letzte Wort bezüglich der Ökologie“, erklärt Dr. Oliver Born, Leiter der Fischereifachberatung im Bezirk Schwaben. Schwerpunkt ist zurzeit die Untersuchung der Fischbestände Schwabens. Das schonendste Verfahren zur Bestimmung ist der Elektrofischfang, bei welchem die Tiere durch elektrischen Strom kurz betäubt werden. So kann man sie registrieren und Art, Alter und Anzahl der Fische notieren. Anschließend werden sie schonend in die Gewässer zurückgesetzt. Dafür haben die Mitarbeiter der Fischereifachberatung ihr gesamtes Equipment mitgebracht und einsatzbereit aufgebaut. Das Boot mit der Fanganode, Netze, Kescher, Gummihosen und auch die Art der Datenerfassung stellen in Kombination mit Filmmaterial die Untersuchungsmethodik lebensnah dar. „Gerne erklären wir den Besuchern weitere Details, wie zum Beispiel den Radius der Anode, wie lange die Fische betäubt sind und was wir bislang über die Fischbestände herausgefunden haben“, so Dr. Born. Die Vielfalt aus den Gewässern schaut man sich dann live in den Aquarien rundherum an. „Die Menschen sind sehr interessiert daran, welche Fischarten in welchem Bach oder Fluss leben. Das ist nicht nur für Fischer wichtig, sondern das finden auch Gewässerökologen und Naturliebhaber spannend“, weiß Dr. Born. Anhand dieser Untersuchungen können unter anderem sehr viele Fragen im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie beantwortet und nötige Maßnahmen für die Verbesserung des Gewässerzustandes abgeleitet werden. Die konkrete Umsetzung erfolgt dann durch die Wasserwirtschaftsämter. „Gerade in sogenannten FFH-Gebieten (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union) ist der Bestand spezieller Fischarten, wie zum Beispiel Koppe, Huchen, Rapfen und Bitterling, zu sichern und zu fördern“, erläutert Dr. Born. Die fischereilichen Beiträge für die Managementpläne erarbeitet das Team der Fischereifachberatung auf Basis der Erhebungen vor Ort. So trägt das spannende tägliche Arbeitsfeld der Fischereifachberatung dazu bei, dass den Fischen – Schuppe für Schuppe – auf die Flossen geholfen wird.

Frische Fische fischen

Treffpunkt für die Fischer ist traditionell die Halle 7 in Augsburg. Zur Messe JAGEN UND FISCHEN 2019 steht die Wertach ganz im Mittelpunkt der Präsentation des Fischereiverbandes Schwaben e.V. An der Wertach im Unterallgäu haben sich Naturschützer und die Fischerei zu den „Wertachfreunden Unterallgäu“ zusammengeschlossen und informieren die Besucher über ihr Zukunftskonzept zur Renaturierung der Wertach. Das Projekt „Wertach vital“ bei Augsburg hat hierbei absolute Vorbildfunktion für das Unterallgäu. Parallel dazu präsentiert das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, was dank „Wertach vital“ zwischen Bobingen und Augsburg bereits tatsächlich erreicht wurde. Die Anforderungen an das Gesamtkonzept waren neben der Stabilisierung der Flusssohle eine dynamische Wechselbeziehung zwischen Fluss- und Auenlandschaft, Strukturvielfalt, Durchgängigkeit und die Verbesserung des Hochwasserschutzes. In diesem Teilabschnitt hat sich seitdem sehr viel zum Positiven gewandelt, auch wenn diese Natur „nur“ von Menschenhand geschaffen wurde. Der Fluss ist wieder erlebbar und die Bevölkerung schätzt dies mittlerweile sehr.

Wenn nun nach diesem Informationsreichtum der Hunger anklopft, ist man im Ortlfinger Fischerstüble bestens aufgehoben. Hier verwöhnen heimische Fischgerichte den anspruchsvollen Gaumen. Der Castingbereich des Fischereiverbandes Schwaben e.V. animiert selbst Nichtangler zum Werfen mit der Rute unter Anleitung echter Profis. In den lebenden Werkstätten werden Ruten aus Bambus gefertigt und kunstvolle Fliegenköder zum Fliegenfischen gebunden. Kinder dürfen ihr Angelglück bei Holzfischen testen und die Brutrinne macht den seltenen Blick auf frisch geschlüpfte Minifische samt Dottersack möglich. Im großen Rundaquarium zieht die heimische Fischfauna ihre gemütlichen Runden und lässt so manche Schuppe glitzern. Zwei Aquarienbecken demonstrieren sowohl den idealen Lebensraum für unsere Fische am Kiesgrund des Flusses als auch die verschlammte Variante, wo durch Einschwemmungen aus der intensiven Landwirtschaft weder Nährtierchen noch abgelegte Eier Platz finden. Diese aufschlussreichen Zusammenhänge machen den richtigen Blick auf das große Ganze, unser Ökosystem, erst möglich.

Wildreichtum, der beeindruckt

28 Vertragsreviere bei Jagdgenossenschaften und Forstrevieren mit insgesamt 23.000 Hektar Fläche, grenznah zu Deutschland und mit einem enormen Wildbestand an Rotwild, Damwild, Schwarzwild, Rehwild, Niederwild und Raubwild verlocken zur Jagd mit Hubertus Hunting in Polen. Ansprechpartner im konzessionierten Jagdbüro ist Enrico Thierbach. Er organisiert das gebuchte Abenteuer für die Kunden von der Morgenpirsch bis zum Abendansitz inklusive Unterkunft und Verpflegung. Die Chancen auf ein kräftiges Waidmannsheil stehen sehr gut, denn die fast durchweg deutschsprachigen Revierbetreiber und Pirschführer verfügen über exzellente Revierkenntnisse samt Wildbestand. „Wir sind für unsere Kunden so flexibel wie möglich, freuen uns aber über Buchungen mit rund vier Wochen Vorlauf“, erklärt Thierbach, der sich komplett um das Organisatorische mit den polnischen Behörden kümmert. „Europäischer Feuerwaffenpass, Reisepass, Jagdschein und Waffenbesitzkarte reichen uns gescannt per E-Mail aus, um die Einreise und das Jagdvoucher zu beantragen“, so Thierbach. Für einen kapitaleren Hirsch sollte man sich fünf Jagdtage Zeit nehmen, so Thierbachs Erfahrung, der im Jahr zusammen mit seinen Mitarbeitern rund 180 Jagdgäste individuell betreut. Hinzu kommen noch 10 bis 12 Gruppenreisen, die sich speziell für Drückjagden anmelden. Der Klimawandel nimmt Einfluss auf die Brunft- und Blattzeit von Rot- und Rehwild, das sind mittlerweile Thierbachs Beobachtungen. „Inzwischen kann man in Polen schon ab Anfang bis Mitte Juli auf Böcke blatten und auch die Jagd auf den Rothirsch beginnt bereits im August“, erläutert der erfahrene Jäger. Der von Hubertus Hunting entwickelte innovative Zielstock mit Vierpunktauflage für morgendliche Pirschgänge und mehr ist natürlich auch in Augsburg mit dabei und steht für Testvisierungen zur Verfügung. Pirschjagd, Auslandsreise oder Bergjagd, der Stock erfüllt viele Zielwünsche, selbst auf lange Distanzen.

Aus der Praxis für die Praxis

Der Ausstellerbereich gewinnt von Jahr zu Jahr an Qualität. In 2019 gehört zum ersten Mal auch die Firma Umarex zur „Who is Who“-Liste der Schützen-, Jagd- und Fischereiausstatter. Mit im Boot auf der 120 Quadratmeter großen Messepräsentation ist die Carl Walther GmbH, die zur Umarex Corporate Group gehört. Ein Besuch am Stand lohnt sich: Die neuesten Modelle in die Hand nehmen, der Dialog mit dem Fachpersonal und der direkte Verkauf machen wichtigen Produktentscheidungen leicht. Diese wertvollen Gespräche sind auch durch gründliche Internetrecherchen nicht zu ersetzen. Langstreckenlampen zur Zielerkennung und die orange leuchtenden La Chasse-Taschenlampen sind beispielsweise für Jäger von Interesse. Qualitativ hochwertige Artikel aus dem Bogensport sind ebenfalls mit im Portfolio und wer die Deutsche Meisterschaft des Bogensports am Messewochenende besucht, sollte deshalb unbedingt am Umarex-Stand vorbeischauen. Wie aus einer Repetierpistole eine Langwaffe wird, ist beeindruckend und immer noch Made in Germany – genauso wie viele andere Druckluftwaffen von Umarex, die durch Präzision und Leistung punkten. Waffen, speziell für Sportschützen, inklusive Fachberatung und Kauf, das bietet auch die Carl Walther GmbH auf der JAGEN UND FISCHEN: Highlight ist die im Jahr 2018 aufgelegte Match Pressluftpistole LP 500, die durch ihr Baukastensystem unzählige Ausstattungsmöglichkeiten besitzt.

Getreu nach dem Motto „Von Jägern für Jäger“ erfolgt die Produktauswahl bei Pirscher Shop, der mit seinem Sitz in Meitingen bei Augsburg ein Heimspiel hat. Das angebotene Sortiment an Jagdbekleidung und Jagdausrüstung besteht aus traditionellen und modernen Produkten. Hauptauswahlkriterium ist die Funktionalität in der jagdlichen Praxis und genau hier bringt der Inhaber seine eigenen Erfahrungen und viel Herzblut seit 2010 mit ein. Ob online, im Jagdgeschäft oder auf der Messe, die Kundenbetreuung steht beim Team von Pirscher Shop immer ganz oben. Jagdhosen, Ansitzsäcke, eine neue Stiefelkollektion, lautlose Jacken und das trotz wasserdichter Membrane sowie weitere Innovationen aus der großen Welt der Jagdausrüster warten in Augsburg auf die Jäger und Jägerinnen.

Absolute Präzision in drei Disziplinen

Sportschützen, Biathleten und Jäger – die Firma ANSCHÜTZ aus Ulm bedient sowohl den Sport als auch den jagdlichen Bereich mit ausgeklügelter Waffentechnik. So wird auf der JAGEN UND FISCHEN unter anderem die Repetierbüchse Modell 1771 zu sehen sein, die für hochpräzise Punktschüsse beim Ansitz steht, aber auch durch ihr Mitschwingverhalten hervorragend für den jagdlichen Wettkampf geeignet ist. Der Luftgewehrklassiker Modell 9015 Black Alu Nuss präsentiert sich mit einem eleganten neuen Design durch die Kombination von schwarzem Systemträger und Nussbaumholz. Ein ergonomischer verstellbarer Pistolengriff, die neu entwickelte beliebig schwenk- und verschiebbare Vorderschafterhöhung sowie die Anbauteile aus geöltem Nussbaum sorgen dabei für den perfekten Anschlag. Das Kleinkalibersystem Modell 54.30 Black Precise Nuss ist ebenso präzise wie variabel und besitzt eine stufenlos höhenverstellbare Handstütze. Verarbeitung, Qualität und Schussleistung in Höchstform, das sind die Ansprüche, die ANSCHÜTZ an seine Waffen stellt. Im Bereich der Jagdwaffen steht Außendienstmitarbeiter Jochen Sauter, selbst Jäger, den interessierten Besuchern mit seiner Fachkompetenz beratend zur Seite.

Die ahg-Anschütz Handels GmbH ist Generalvertreter des Optikherstellers Hawke in Deutschland. Hawke übernimmt 10 Jahre Garantie für viele seiner hochwertigen Produkte. Ferngläser, handliche Spektive, Entfernungsmesser, Wildkameras, Nachtsichtgeräte, leistungsstarke Drückjagdgläser und Zielfernrohre gehören zum Portfolio. Beeindruckende Weitwinkeloptiken sowie eine hervorragende Lichtausbeute, das versprechen die verschiedenen Produktlinien von Hawke. Ansehen, in die Hand nehmen, sich beim Durchsehen ein eigenes Bild machen und das alles kombiniert mit der Kompetenz der Fachberater, das ist Entscheidungsfindung vom Feinsten direkt am Messestand.

Jagdkompetenz auf vier Pfoten

Knapp 50 Rassen und Schläge, so viele unterschiedliche Jagdbegleiter wie noch auf keiner JAGEN UND FISCHEN zuvor, erwarten die Besucher im Januar in der Halle 4. Vom Border Terrier über den Welsh Terrier bis hin zum Slowakischen Raubart, dem Barbet, einem französischen Wasserhund, der auch im Feld und für die Schweißarbeit einsetzbar ist sowie verschiedenste Retriever- und Spaniel-Arten, Pointer, und vier Setter-Rassen reicht das vielfältige Spektrum. Zudem sind fast alle Bracken-Arten mit dabei: Steierische Rauhaarbracken, Tiroler Bracken, Brandl Bracken, Deutsche Bracken, Westfälische Bracken, Slowakische Schwarzwildbracken, auch als Kopov bekannt und am Sonntag die Alpenländischen Dachsbracken, als Schweißhunde geführt, ergänzen das Spektrum jagdlicher Pfotenkompetenz neben den bekannten und bewährten Rassen. Zwei Mal täglich präsentieren Züchter und Jäger die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und rassespezifischen Merkmale ihrer unterschiedlichen Jagdhunde auf der Aktionsfläche in der so genannten Pfostenschau. Persönliche Gespräche mit Ausbildern, Hundehaltern und Züchtern sind die besten Berater, wenn es um die Entscheidung für den richtigen Jagdhelfer geht. Ergänzend dazu helfen die Vorführungen von Jagdhunden in Aktion, die ebenfalls zweimal täglich auf dem Programm stehen, bei der Auswahl. Natürlich dürfen auch die eigenen Hunde auf die Messe, um sich den eventuell zukünftigen Rudelpartner mit anzusehen. Hierfür ist das Mitführen des Impfpasses notwendig.

Jagd und Mode auf der Schaubühne

Die perfekte Ergänzung zu den ausgewiesenen Ladies-Passion-Produkten ist jagdliche Mode aus edlen, modernen, aber auch traditionellen Materialien wie Pelz und Loden. Einblicke und somit persönliche Ausblicke in diese Kollektionen gibt es täglich auf der Schaubühne. Das passende Collier zur Tracht, ein Charivari am Arm, Hirschhorn am Finger: Weder laut noch schrill, so tritt der in Handarbeit gefertigte Schmuck der Künstlerin „Die wilde Kaiserin“ auf. Unter dem Motto „Jägerschmuck – mehr als Juwelen“ ziehen die hochwertig verarbeiteten jagdlichen Trophäen, kombiniert mit Naturmaterialien sowie anderen edlen Werkstoffen, die Aufmerksamkeit unwillkürlich auf sich. Urbaner Look oder traditionelle Tracht, die Schmuckstücke unterstreichen beide Outfits auf außergewöhnliche Art und Weise. Am Wochenende zeigt der passionierte Jäger und Wildtierfotograf Marco Ritter seine teils einzigartigen Aufnahmen auf der Schaubühne. Den Auslöser „Mit den Augen des Jägers“ drücken, ist sein Motto, zu welchem er einige sehr persönliche Tipps und Tricks verrät.

Pirschgang zum Verschenken

Wer ein echtes „Pirsch"-Erlebnis zum frohen Fest verschenken möchte, legt die im Vorverkauf auf 10,00 Euro vergünstigten Eintrittskarten (regulär 11,00 Euro) zur JAGEN UND FISCHEN einfach unter den Weihnachtsbaum. Der neue Online-Ticketshop macht Schenken noch einfacher. Auf www.jagenundfischen.de auf Besucher gehen, dann erscheint bereits der Ticket-Shop zum Anklicken.

Weitere Informationen:
Die Social Wall der JAGEN UND FISCHEN 2019 zum Posten läuft unter www.jagenundfischen.de sowie www.jagderleben.de.
www.jagenundfischen.de
www.augsbow.de
www.facebook.com/jagenundfischen
www.facebook.com/augsbow

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Save the Children: Hacker bedienten sich bei Wohltätigkeitsorganisation

Weihnachten ist traditionell die Zeit, in der man auch einmal an andere denkt und die eine oder andere Spende macht. Doch auch vor wohltätigen Organisationen machen Hacker nicht halt. So war die angesehene amerikanische Save the Children Federation Opfer einer Phishing-Attacke, bei der fast eine Million US-Dollar erbeutet wurden. Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai 2017, wurde aber erst jetzt öffentlich gemacht.

Laut einer Erklärung der Charity-Organisation hatten Hacker das Postfach eines Angestellten gehackt und darüber falsche Rechnungen und Dokumente verschickt. Die Hacker behaupteten, dass rund eine Million US-Dollar gebraucht würden, um Solarzellen für ein Projekt in Pakistan zu kaufen, für das sich Save the Children bereits seit mehr als 30 Jahren engagiert. Als der Betrug nach einer Überweisung auf ein japanisches Konto aufflog, war es für eine Rückbuchung des Geldes bereits zu spät. Glücklicherweise hatte die Organisation für solche Fälle eine Versicherung abgeschlossen, sodass sich der endgültige Schaden auf „nur“ 112.000 Dollar belief. Für viele Spender – gerade von kleineren Beträgen – dürfte das ein geringer Trost sein, denn für sie ist auch das noch eine riesige Summe.

Neben diesem großen Vorfall kam es in den vergangenen Jahren auch zu kleineren Zwischenfällen. Einmal gaben sich Hacker per Mail als langjähriger Geschäftspartner aus, der seine Rechnungen nun auf ein neues Konto überweisen lassen wollte. Auch in diesem Fall war die Überweisung von rund 9.000 Dollar bereits gebucht, als klar wurde, dass man Betrügern aufgesessen war. Allerdings hatte Save the Children Glück im Unglück und konnte das Geld fast vollständig zurückbuchen.

Der Betrug mittels gefälschter E-Mails oder gehackter E-Mail-Konten ist eine beliebte Masche unter Hackern. Bereits vor zwei Jahren warnte das FBI vor einer Zunahme solcher Fälle nicht nur in den USA, sondern weltweit. Die Angreifer nutzen die Informationen über Geschäftskontakte oder geplante Projekte, die sie aus den gekaperten E-Mail-Accounts erhalten, um die Opfer mittels Social Engineering zu manipulieren. Aktuell ist ein Fall aus Österreich aus dem Jahr 2016 wieder präsent, bei dem eine Mitarbeiterin des Flugzeugteileherstellers FACC im Zuge eines Fake-President-Betrugs ganze 54 Millionen Euro an Kriminelle überwiesen hat, denn das Unternehmen verklagt nun zwei seiner Ex-Vorstände deswegen. Ihnen wird vorgeworfen, kein Kontrollsystem aufgebaut zu haben, um solche Betrugsfälle zu verhindern. Sollten die beiden zu den geforderten 10 Millionen Euro verurteilt werden, hätte das eine deutliche Signalwirkung auf andere Unternehmen.

Doch wie kann ein sinnvolles Schutzsystem vor solchen Angriffen aussehen? Diese Frage hat sich auch Save the Children gestellt und Kontrollmechanismen eingeführt. Demnach sollen alle Transaktionen über einem bestimmten Betrag, beispielsweise über 500 Euro, von einer weiteren Person abgesegnet werden. Das verhindert, dass einzelne Mitarbeiter dem Druck der Kriminellen nachgeben. Darüber hinaus soll vor der Überweisung die Richtigkeit der Kontodaten überprüft werden, beispielsweise durch einen telefonischen Abgleich mit dem betreffenden Geschäftspartner. So können legitime Zahlungen nicht umgeleitet werden. Diese Maßnahmen und vor allem deren Gründe sollte man Mitarbeitern klar kommunizieren und sie für derartige Betrugsmaschen ebenso sensibilisieren wie für andere Formen von Cyberangriffen. Zu guter Letzt ist auch eine Cyberversicherung durchaus sinnvoll, wie der Fall von Save the Children zeigt.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Künstliche Intelligenz: Wie Effektivität und Effizienz im Kredit- und Forderungsmanagement gesteigert werden können

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Finanzbranche lässt die Phantasien der Brancheninsider blühen. Dass auch die Politik das Potenzial des Themas erkannt hat, zeigte die Ankündigung der Bundesregierung auf dem Nürnberger Digitalgipfel, eine KI-Offensive ins Leben zu rufen, bei der die Finanzbranche eine Schlüsselrolle einnehmen soll. Innovative Anwendungen der neuen Technologie beschäftigen derzeit schon viele Institute. Weniger dynamisch sind die Entwicklungen bis dato im Kredit- und Forderungsmanagement, dabei birgt die Technologie das Potential, diesen Geschäftsbereich nachhaltig zu verändern.

Treiber der technologischen Revolution sind Verbesserungen in puncto „Effizienz, Effektivität und Usability“. So gilt es für Banken, verstärkt auf Automatisierung und Kostensenkungspotentiale zu setzen (Effizienz) und gleichzeitig die Risikosteuerung der Kreditvergabe und die Erfolge im Forderungsmanagement zu optimieren (Effektivität). Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Backend kann hier von großem Nutzen sein. Als dritte Dimension rückt zunehmend auch der Bereich „Experience“ in den Fokus. An der direkten Schnittstelle zum Kunden ist das Potential der neuen Technologie immens und birgt die Möglichkeit, Prozesse für den Kunden zu vereinfachen und ihn noch stärker an das eigene Unternehmen und dessen Serviceangebote zu binden. Im Zeitalter der Consumerization digitaler Angebote müssen Chatbots und Sprachprogramme immer höhere Reifegrade erreichen und können ergänzend zum Online-Portal und dem persönlichen Dialog die Kommunikation zwischen Bank und Kunde verbessern – der Kunde fühlt sich somit entlang der gesamten Wertschöpfungskette bedient.

Künstliche Intelligenz bietet viele Anknüpfungspunkte

Für die Optimierung entlang der Wertschöpfungskette eines Kredits werden künftig drei konkrete Formen der Künstlichen Intelligenz in den Fokus der Entwicklung geraten:

  • Predictive Analytics – die Auswertung großer Datenmengen zum Zwecke von Vorhersagen
  • Text Analytics – das Erkennen und Verarbeiten von Sprache
  • Social Network Intelligence – Analysen im Netzwerk zu Interessen, Präferenzen und Eigenschaften des Kreditnehmers usw.

Alle drei beinhalten eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, die auch für die Kreditvergabe und deren Nachverfolgung große Relevanz besitzen und die Kriterien Effizienz, Effektivität und Nutzerfreundlichkeit maßgeblich optimieren.

Massiver Wandel der Prozesskette des Kredits

Collenda CTO Christoph Tahedl betont: „Der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Forderungsmanagement und Inkasso bietet große Hebel – sowohl zur Effektivitäts- als auch zur Effizienzsteigerung“. Mit dem verstärkten Einsatz der neuen Technologie wird die Branche einen massiven Wandel entlang der gesamten Prozesskette sehen. Angefangen mit den Aktivitäten im Bereich Marketing und Sales, über den Kreditabschluss bis hin zur Kommunikation mit den Kunden. Ganz besonders relevant wird die Künstliche Intelligenz im Umgang mit notleidenden Krediten bzw. solchen mit dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit. Hier wird Künstliche Intelligenz Risiken der Banken und den Komfort der Kunden maßgeblich beeinflussen. „KI-basierte Empfehlungen können viel mehr Quellen berücksichtigen als menschliche Experten. Ferner kann die Vielzahl möglicher Variablen besser für Vorhersagen adaptiert werden. Denkbar ist etwa, dass nicht nur Rating und Scoring-Verfahren, sondern auch die internen Daten der Bank und ihr Wissen über den Kunden in die Segmentierung der Schuldner hinsichtlich der optimalen Inkassostrategie einfließen“, erläutert Tahedl.

Besuchen Sie Collenda im Internet: www.collenda.com

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Warnung vor altem Bekannten: Trojaner Emotet ist wieder auf dem Vormarsch

Bereits im September 2017 berichteten wir an dieser Stelle über eine gefährliche Schadsoftware namens Emotet, die sich immer weiter in Deutschland ausbreitete. Schon damals setzten die Hintermänner auf ausgefeilte Spam-E-Mails, um ihre Schadsoftware zu verbreiten. Derzeit ist eine neue Welle in vollem Gange, vor der nun auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt. Es sei bereits zu Fällen gekommen, bei denen komplette Unternehmensnetzwerke neu aufgesetzt werden mussten. Daraus resultierende Produktionsausfälle haben Schäden in Millionenhöhe nach sich gezogen. Die Bedrohungslage für Behörden und Unternehmen, aber auch für Privatanwender sei aktuell so akut, dass unbedingt Schutzmaßnahmen getroffen werden sollten.

Doch was macht Emotet im Vergleich zu anderen Trojanern so gefährlich? Hier sind insbesondere zwei Faktoren zu nennen. Der erste ist die Verbreitung über immer neue Wellen an E-Mails, die kaum noch als Spam zu identifizieren sind. Dazu bedienen sich die Angreifer des Social Engineerings: Emotet greift auf das sogenannte Outlook Harvesting zurück, bei dem E-Mail-Konversationen und Kontakte von bereits infizierten Rechnern ausgelesen und ausgewertet werden. Die dadurch gewonnenen Informationen nutzen die Hintermänner dann, um neue Spam-Wellen mit möglichst glaubhaften Inhalten und Absendern zu versenden. So werden auch ganz gezielte Angriffe auf bestimmte Personen innerhalb von Unternehmen ermöglicht.

Im Anhang der Mails, die bei der aktuellen Angriffswelle scheinbar von Kollegen oder Freunden stammen, befindet sich dann eine .doc-Datei, die beim Öffnen Makros ausführen möchte. Wer dem zustimmt, hat sich mit Emotet infiziert. Und damit wären wir bereits beim zweiten Faktor, der den Trojaner so gefährlich macht: Er verfügt über die Möglichkeit, Schadsoftware nachzuladen. Das BSI nennt hier als Beispiel den Banking-Trojaner Trickbot, der Zugangsdaten ausspäht. Aber auch Ransom- oder weitere Spyware könnte auf diesem Weg eigeschleust werden und es den Kriminellen ermöglichen, die komplette Kontrolle über einzelne Rechner und im schlimmsten Fall über das gesamte Netzwerk zu übernehmen.

Doch wie kann man sich vor derart ausgefeilten Angriffen und Schadprogrammen schützen? Nun, zum einen sollte man, wie bereits im Sommer 2017 empfohlen, die Ausführung von Makros deaktivieren. Netzwerkadministratoren können dies auch für Unternehmen als Standard festlegen. So verhindert man eine Einnistung von Emotet in den eigenen Systemen. Außerdem sollte man seine Mitarbeiter darin schulen, Gefahren im und aus dem Netz zu erkennen. Awareness heißt hier das Zauberwort, auf das auch das BSI hinweist.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Filmabend: „Who cares? Du machst den Unterschied“

Die Botschaft ist eindeutig: Jede und jeder kann durch das eigene Tun und wirtschaftliches Handeln einen wichtigen Unterschied machen und Veränderungsprozesse beeinflussen. Am Dienstag, 11. Dezember, 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr), veranstaltet das Social Innovation Center der Region Hannover gemeinsam mit dem Wissenschaftsladen Hannover und dem Koki den Filmabend „Who cares? Du machst den Unterschied“ mit anschließendem Gespräch im Kino im Künstlerhaus, Sophienstraße 2, Hannover. Eintritt: 6,50, ermäßigt 4,50 Euro.

Der Film präsentiert die sich schnell entwickelnde und wachsende Bewegung des sozialen Unternehmertums. Weltweit engagieren sich Menschen aus sozialen Einrichtungen und Organisationen mit innovativen Ideen und Visionen, um diese wirtschaftlich nutzen. Diese sozialen Unternehmer/innen, die einerseits gesellschaftliche Veränderungen vorangetrieben oder gar Lösungen für Probleme gefunden haben, werden mit ihren individuellen Geschichten und Projekten in verschiedenen Ländern der Welt präsentiert. Im daran anschließenden Gespräch im Foyer stellen Gründerinnen und Gründer aus dem Social Innovation Center der Region Hannover ihre Projektideen vor.

Das Social Innovation Center ist ein Modellprojekt der Region Hannover in Kooperation mit hannoverimpuls, NEXSTER, dem Entrepreneurship-Center der Hochschule Hannover, der Landesinitiative LINGA sowie dem Hafven Hannover, das sozial innovativen Gründerinnen und Gründern Starthilfe bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Idee bietet. In einem Entrepreneurship-Programm erhalten die Teilnehmer kostenlose Beratung und Workshops zu relevanten Gründerthemen, ein Mentorenprogramm, und einen Coworking-Arbeitsplatz. Das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanzierte Modellprojekt hat seinen Sitz und kreativen Umsetzungsort im Co-Working- und Makerspace Hafven.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

„Focus Money und Deutschlands Beste“ geben der iKratos Solar und Energietechnik GmbH Platz 1

100 Punkte waren zu vergeben und 100 Punkte erhielt die iKratos Solar GmbH für Platz 1 im Bereich Solartechnik durch Focus Money und Deutschlands Beste

PLATZ Nr 1 für die iKratos Solar und Energietechnik GmbH – 20.000 Firmen im Deutschland Test und FOCUS Money im Bereich Photovoltaik-Solar-Speicher.

Die Auszeichnung „Deutschlands Beste“ wird anhand der erreichten Punktzahl im Gesamt-Ranking vergeben. Ikratos arbeitet bundes- und bayernweit im Bereich Solartechnik und Wärmepumpen und führt Beratungen für erneuerbare Energien durch. Als Endverbraucher kann man sich im firmeneigenen "Sonnencafe" mit vielfältiger Ausstellung beraten lassen.

Platz 1 ist nicht zufällig

Es waren in Deutschland 20.000 Unternehmen und Marken auf dem Prüfstand – welche Anbieter aus den Bereichen Alltag, Beruf, Freizeit und Technik in über 200 Branchen Spitzenklasse sind.

Je erfolgreicher eine Firma ist, desto stärker ist auch die Marke positioniert. Und desto höher ist in der Regel auch der Markenwert. 

Hohe Kundentreue

Hinter dem Markenwert steht also auch die Beliebtheit bei den Verbrauchern. Sie ist durchaus messbar – und gibt dahinterstehenden Konzernen wichtige Hinweise zur eigenen Position und zum Beliebtheitsgrad der Wettbewerber. 

Der Markentest

In einer breit angelegten Studie hat DEUTSCHLAND TEST gemeinsam mit dem Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) rund 20.000 Marken beziehungsweise Unternehmen untersucht.

Eingeordnet wurden „Deutschlands Beste“ anschließend in vier Kernbereichen: Alltag, Beruf, Freizeit und Technik. Welche Anbieter in ihrer Branche die Nase vorn haben und den Sprung auf die Gewinnerliste geschafft haben, verraten die Siegerlisten. 

Für die Studie konnten rund 34 Millionen Nennungen zu den 20.000 bekanntesten Marken Deutschlands identifiziert und zugeordnet werden (von Dezember 2017 bis Mai 2018). Das Quellenset umfasst dabei Zehntausende Online-Nachrichten sowie mehrere Millionen Social-Media-Adressen.

Auswertung

Zur Berechnung der Punktwerte wurden für jede Marke folgende Werte ermittelt: der Saldo aus der Anzahl positiver und negativer Nennungen sowie die Anzahl neutraler Nennungen.

Die Auszeichnung „Deutschlands Beste“ wird anhand der erreichten Punktzahl im Gesamt-Ranking vergeben. Die Berechnung des Punktwerts erfolgte auf einer Skala von 0 bis 100. Der jeweilige Branchensieger erhielt 100 Punkte und setzt damit die Benchmark für alle anderen Marken innerhalb der Branche.

Die Studie wurde im Auftrag von DEUTSCHLAND TEST und FOCUS-MONEY durch das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) mit wissenschaftlicher Begleitung der International School of Management (ISM) realisiert.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

QGroup präsentiert Best of Hacks: Highlights August 2018

Im August haben Cyberkriminelle schon wieder großen Schaden bei Banken angerichtet. Diesmal sind die indische Cosmos Bank und die Banco de España betroffen. Darüber hinaus mussten Unternehmen wie T-Mobile, Air Canada und Reddit große Verluste im Bereich Kundendaten hinnehmen.

Der Telekommunikationsanbieter T-Mobile hat den Behörden in den USA einen Vorfall gemeldet, bei dem unbekannte Hacker Zugriff auf Kundendaten erlangen konnten. So sind bei diesem Angriff Daten von zwei Millionen Konten gestohlen worden, darunter E-Mail- Adressen, Telefonnummern, Postleitzahlen, Adressen, Kontonummern und andere Zahlungsinformationen. Jedoch seien die Angreifer, nach Angaben von T-Mobile, nicht an die Kreditkartendaten, Sozialversicherungsnummern und Passwörter gelangt.

Einen schwerwiegenden materiellen Schaden musste die indische Cosmos Bank hinnehmen. Cyber-Kriminelle haben es geschafft, mit einer Malware ca. 13,5 Millionen Dollar zu erbeuten. Zusätzlich verlor die Bank dabei auch noch Kundeninformationen an die Hacker. Die Malware wurde in die ATM Server eingeschleust.

Hacktivisten von Anonymous Catalonia haben die Webseite der Banco de España, der Zentralbank Spaniens, angegriffen. Die Webseite war daraufhin temporär nicht erreichbar. Begründet wurde der Angriff mit der angeblich unfairen Behandlung der protestierenden Katalanen. Auch sollte er ein Zeichen setzen für die Unabhängigkeit Kataloniens.

Hackern ist es gelungen die App von Air Canada zu hacken. Von den etwa 1,7 Millionen Nutzern der App wurden jedoch lediglich 20.000 Opfer des Angriffs. Die Hacker erbeuteten die Kontoinformationen dieser Nutzerkonten. Wie der Angriff genau durchgeführt wurde, bleibt unbekannt.

Der US-amerikanische Social-News-Aggregator Reddit, eine Website, auf der registrierte Benutzer Inhalte einstellen bzw. anbieten können, wurde zum Ziel von Cyberkriminellen. Hackern ist es gelungen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu besiegen und die Accounts zweier Reddit Mitarbeiter zu kapern. Mit den erbeuteten Zugriffsrechten konnten die Angreifer ein Backup von 2007, welches die Daten zu allen bis dahin registrierten Nutzer enthält, stehlen.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Eine europäische Erfolgsgeschichte aus dem Silicon Valley kommt nach Berlin – Snowflake eröffnet Forschungs- und Entwicklungslabor

Die Digitalisierung von Unternehmensinformationen bleibt so lange Stückwerk, bis Unternehmen die Daten auch schnell, einfach und kostengünstig analysieren können. Das Gleiche gilt für die Trendthemen Künstliche Intelligenz (KI) oder Maschinelles Lernen (ML). Denn entsprechende Algorithmen und Modelle zu entwickeln, ist eine Sache, sie produktiv einzusetzen und gewinnbringend im Tagesgeschäft zu nutzen, eine völlig andere. Der Aufgabe, diese grundlegenden Probleme der Digitalisierung zu lösen, hat sich Snowflake Computing verschrieben, das von europäischen IT-Experten im Silicon Valley gegründet wurde. Bislang betreibt das Unternehmen zwei Forschungs- und Entwicklungszentren, eines im Silicon Valley und eines im US-Bundesstaat Washington. Im November kommt ein drittes hinzu: Berlin wird Sitz des ersten F&E-Standorts außerhalb der USA.

Im Silicon Valley, dem weltweiten Inbegriff für Erfindergeist und Erfolg in der IT-Branche, haben zwei französische und ein polnischer Datenbankspezialist im Jahr 2012 Snowflake Computing ins Leben gerufen. Mit Hilfe seiner gleichnamigen Lösung – technisch gesprochen ein Cloud-natives Data-Warehouse – bietet Snowflake Unternehmen jeglicher Größe und aus allen Branchen die Möglichkeit, Datenbestände beliebigen Umfangs in Echtzeit und in beliebiger Häufigkeit zu analysieren. Abgerechnet wird der Cloud-Service sekundengenau, was das Kostenproblem klassischer Datenbanklösungen beseitigt.

Praxisnutzen statt grauer Theorie

Einer der Unternehmensgründer, Dr. Benoit Dageville, ist nun zusammen mit seinen deutschen Kollegen Dr. Martin Hentschel und Dr. Max Heimel von Kalifornien an die Spree umgezogen, um das dritte Forschungs- und Entwicklungszentrum aufzubauen. Sie werden sich hier bewusst anderen Themen widmen als an den beiden bereits bestehenden F&E-Standorten. Im Fokus stehen dabei die schnelle Verarbeitung paralleler SQL-Anfragen und Maschinelles Lernen.

Das möchten die drei Forscher kostengünstiger und einfacher nutzbar machen, auch für kleine Unternehmen und einzelne Entwickler – und sprechen in diesem Zusammenhang von der „Demokratisierung des Maschinellen Lernens“.

Rare Talente finden, Diversity vorleben

Dafür brauchen sie Verstärkung, doch Datenbank-Spezialisten sind rar. Weil sie das wissen, haben sich die Forscher bewusst für einen Standort entschieden, der im Herzen Europas eine besondere Attraktivität für europäische IT-Spezialisten besitzt.

Zumal das Team seit der Gründung an international ist: Der Leiter des Finanzwesens beispielsweise ist Elsässer, die Marketing-Leiterin Schwedin, die PR-Direktorin Ungarin und der Leiter des Produktmanagements ein in Berlin aufgewachsener Deutscher, Dr. Artin Avanes. „Nur“ der CEO ist US-Amerikaner: Bob Muglia, der über 20 Jahre bei Microsoft arbeitete, direkt an Steve Ballmer berichtete und von Bill Gates eingestellt worden war. Arbeitssprache im Berliner Büro wird Englisch sein. Entsprechend wird die Arbeitssprache im Berliner Büro Englisch sein.

„Genauso viel Kunst wie Wissenschaft“

Zwar zählt Snowflake bereits zu den so genannten „Einhörnern“ im Silicon Valley, mit einer Unternehmensbewertung von 3,5 Milliarden US-Dollar – aber noch steht für Berlin schnelles Wachstum nicht im Vordergrund, erst mittelfristig soll auch hier ein großer F&E-Standort entstehen. Laut Dageville liege der Fokus im ersten Jahr auf der sorgfältigen Weitergabe des Wissens an neue Kollegen. Ihm sei es wichtig, die Philosophie so weiterzugeben, wie es auch an den beiden anderen Standorten gelungen ist. Nicht zuletzt in diesem Kontext ist auch das künftige Engagement an Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu sehen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren Studierende gezielt auf die Berliner „Start-up-Zweigstelle“ des Silicon-Valley-Einhorns aufmerksam zu machen.

Kulturelle Vielfalt ist es, die laut Dageville nicht nur Snowflake von Anfang an auszeichnet – sie habe die Software-Entwicklung im Silicon Valley überhaupt erst so erfolgreich gemacht: „Software-Entwicklung ist nicht nur ein wissenschaftlicher, sondern auch ein kreativer Prozess, bei dem oft erst die Kombination unterschiedlicher Meinungen vor dem Hintergrund unterschiedlicher kultureller Einflüsse zum Erfolg führt. Anders ausgedrückt: Software-Entwicklung ist genauso viel Kunst wie Wissenschaft.“

Da passt es gut ins Bild, dass Deutschland künftig eine stärkere Rolle als Standort für bahnbrechende technologische Entwicklungen spielen will. Eine zentrale Rolle soll dabei die Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen einnehmen, die Ende August vorgestellt wurde und die Anfang 2019 ihren Betrieb aufnehmen soll. Eine der zu den Sprunginnovationen gezählten Technologien, die in diesem Kontext explizit genannt werden, ist Künstliche Intelligenz.

Killer-App für die Digitalisierung

Snowflake Computing, das im Oktober eine erneute Wachstumsfinanzierung in Höhe von 450 Millionen US-Dollar abgeschlossen hat, konnte bislang insgesamt 923 Millionen US-Dollar an Investorengeldern auf sich vereinen. Ein Teil dieses Geldes soll nun in den Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsteams an den drei Standorten fließen.

Daten sind die Währung der heutigen Wirtschaft, das Data-Warehouse ist deren Motor. Unternehmen benötigen heute eine Strategie zur Verwaltung ihrer Daten in der Cloud. Snowflake Computing macht das lang gehegte Versprechen wahr, Business Intelligence Teil der laufenden Geschäftsprozesse werden zu lassen – mittels neuer Technologien auf Basis bewährter Standards. Die Data-Warehouse- und Analytics-Lösung ist die Antwort auf Big Data in Zeiten von Social Media und IoT, was Geschwindigkeit und Skalierbarkeit betrifft. Das Cloud-basierte Data-Warehouse des Unternehmens dient dazu, die Anforderungen moderner Unternehmen an die Datenanalyse zu erfüllen, und weist alle wichtigen Eigenschaften traditioneller und aktueller Datenanalyse-Technologien auf: Dazu zählen die Leistungsfähigkeit von Data-Warehousing, die Flexibilität von Big-Data-Plattformen, die Elastizität der Cloud und die gemeinsame Echtzeit-Datennutzung.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

Angriffe auf Krankenhäuser über E-Mails: Das Problem ist Teil der Lösung

Knapp eineinhalb Wochen musste das Klinikum Fürstenfeldbruck ohne seine 450 Computer auskommen und war auch nicht per E-Mail, sondern nur noch telefonisch erreichbar. Ursache ist wohl ein E-Mail-Trojaner, der über einen Anhang ins System eingedrungen ist. Inzwischen ermittelt die Zentralstelle Cybercrime Bayern, und das Klinikum hat alle Bankkonten sperren lassen. Wie in anderen bekannt gewordenen Fällen auch spielen E-Mails eine zentrale Rolle, sie sind nach wie vor das Haupteinfallstor für Schad-Software aller Art. Das ist Teil des Problems und kann Teil der Lösung sein – wenn Einrichtungen, Unternehmen und Behörden die Art ihrer Kommunikation ändern. Der Vorfall zeigt, dass die Sensibilisierung von Mitarbeitern für das Thema Cyber-Sicherheit unabdingbar ist, aber nicht isoliert betrachtet werden sollte.

Berichten zufolge fiel der erste Rechner des Krankenhauses aus, vermutlich nachdem ein E-Mail-Anhang mit einer darin versteckten Schadsoftware geöffnet wurde, danach hätten immer mehr Abteilungen Probleme gemeldet. Zwar ist die Versorgung der Patienten nach Angaben der Klinikleitung gewährleistet, allerdings hatte sich das einzige Krankenhaus in dem westlich von München gelegenen Landkreis von der Rettungsleitstelle abgemeldet, damit Ambulanzen nur noch lebensgefährlich verletzte Menschen dorthin brachten.

Horrorszenario: Komplettausfall einer Klinik-IT

Es ist zu vermuten, dass dahinter eine Infektion mit der Schad-Software Emotet steckt: Die auf Passwort-Diebstahl und Onlinebanking-Betrug spezialisierte Malware wird derzeit verstärkt in Rechnungen per E-Mail verbreitet. Egal ob gefälschte Rechnungen oder Bewerbungen – die Kriminellen versuchen immer, den Empfänger einer E-Mail dazu zu bringen, einen Dateianhang zu öffnen und auszuführen oder Links zu infizierten Webseiten anzuklicken.

Überhaupt spielt E-Mail hier eine zentrale Rolle: Sie hat sich speziell im Unternehmensumfeld seit vielen Jahren als Hauptkommunikationsmittel etabliert, ist einfach zu bedienen und universell verfügbar – und andererseits seit langem ein bevorzugtes Angriffsziel von Kriminellen, Hackern und Wirtschaftsspionen. Wie auch das aktuelle Beispiel zeigt, lauern die Gefahren in der Art, wie Mitarbeiter kommunizieren. Daher kommt es für IT-Verantwortliche darauf an, die Angriffsfläche zu verringern.

KRITIS: Ein kritischer Blick auf Kommunikationsprozesse ist nötig

Bisheriger „Höhepunkt“ ähnlicher Fälle war die „WannaCry“-Attacke im Mai 2017, bei der mehr als 300.000 Rechner in rund 150 Ländern infiziert worden waren. Getroffen hatte es Unternehmen in der Logistik, der Telekommunikation und dem Gesundheitswesen: In Großbritannien kam es beispielsweise zu erheblichen Störungen in der medizinischen Versorgung, während hierzulande Anzeigetafeln und Fahrkartenautomaten auf Bahnhöfen ausfielen. Ein Jahr vorher machte das Lukas-Krankenhaus im nordrhein-westfälischen Neuss Schlagzeilen, als ein Erpressungstrojaner alle IT-Systeme lahmlegte. Drastischer hätte uns die Verwundbarkeit der digitalen Infrastruktur wohl kaum vor Augen geführt werden können. Wie eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger ergab, wurden knapp zwei Drittel der deutschen Krankenhäuser (64 Prozent) schon einmal Opfer eines Hacker-Angriffs. Es ist auffällig, dass sehr oft Systeme in so genannten „kritischen Infrastrukturen (KRITIS)“ infiziert wurden. Dazu zählen die großen Krankenhäuser, die in schwerwiegenden Fällen der Meldepflicht unterliegen.

Doch gerade hier tun sich die Betroffenen schwer, die immer wieder erhobenen Forderungen nach dem sofortigen Aktualisieren von Software umzusetzen. Vielmehr ist ein Perspektivenwechsel nötig – weg von der IT und hin zu den in vielen Unternehmen und Behörden vorherrschenden Kommunikationsprozessen.

Wie Einrichtungen, Behörden und Unternehmen die Angriffsfläche verringern können

Der aktuelle Vorfall zeigt erneut, dass die Sensibilisierung von Mitarbeitern für das Thema Cyber-Sicherheit in Form von regelmäßigen Schulungen unabdingbar ist, aber nicht isoliert betrachtet werden sollte.

Neben Informationen, die Angreifer aus den sozialen Medien ziehen, sind auch jene aus unverschlüsselten E-Mails ein Risiko. Und selbst bei verschlüsselten E-Mails (S/MIME und PGP) ist noch im Klartext ersichtlich, wer mit wem über welches Thema kommuniziert – über die Betreffzeile. Dies kann ausreichen, um einem der beiden Kommunikationsteilnehmer weitere Informationen zu entlocken, was für die Vorbereitung eines Social-Engineering-Angriffs genügen kann.

Hier bieten spezielle Software-Lösungen Schutz, mit deren Hilfe IT-Verantwortliche die Angriffsfläche von E-Mails verringern und so Kriminellen die Arbeit erheblich erschweren können. Eine spezielle Authentifizierung sowie das verschlüsselte Übertragen der Inhalte machen dann das Mitlesen von E-Mail-Korrespondenz unmöglich. Wenn auch die Betreffzeile verschlüsselt ist, können Angreifer nicht erkennen, wer mit wem worüber spricht und daraus Rückschlüsse für Social-Engineering-Angriffe ziehen. Zusätzlich wird es so äußerst schwer, Schad-Software einzuschleusen – eine Man-in-the-Middle-Attacke auf dem Weg einer Nachricht von A nach B, bei der die Zahlungsinformationen des eigentlichen Empfängers durch die der Kriminellen ersetzt werden, ist nahezu unmöglich.

Über Matthias Kess

Matthias Kess ist CTO der befine Solutions AG mit Sitz in Freiburg im Breisgau, die Kommunikationslösungen für Unternehmen entwickelt und vertreibt.

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox

ITK Engineering zählt zu Deutschlands begehrtesten Arbeitgebern

Der Entwicklungspartner ITK Engineering ist unter den Top-3 der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland in der Kategorie Technische Dienstleistungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine großangelegte Studie des F.A.Z.-Instituts in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. Untersucht wurden 350 Millionen Online-Quellen von 5.000 deutschen Unternehmen aus 132 Branchen hinsichtlich Aussagen zu den Reputationsfaktoren Wirtschaftlichkeit, Management, Produkte und Services sowie Nachhaltigkeit. Die relevanten Online-Quellen stammen aus dem Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis 30. Juni 2018. Begleitet hat die Studie Prof. Dr. Werner Sarges, einer der führenden Wissenschaftler und Berater zu eignungsdiagnostischen Fragen im Managementbereich.  

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und Anerkennung unserer Arbeit. Die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter und die Reputation, die man sich im Markt erarbeitet hat, sind zwei wesentliche Faktoren für erfolgreiches Wachstum, denn Unternehmen mit einem schlechten Ruf werden es schwer haben, neue Mitarbeiter zu gewinnen“, sagt Sylvia Stiasny, Personalleiterin bei ITK Engineering.

In Zeiten von Fachkräftemangel und angehender Vollbeschäftigung achten Bewerber bei der Wahl ihres Arbeitgebers längst nicht mehr nur auf eine gutes Gehalt und optimale Karrieremöglichkeiten. Viel stärker beeinflussen weiche Kriterien wie Arbeitsklima, Arbeitsbedingungen oder Sicherheit des Arbeitsplatzes die Wahl des Arbeitgebers (vgl. Bevölkerungsbefragung „Beruf und Karriere 2017“). Vor diesem Hintergrund untersucht und bewertet die Studie „Deutschlands begehrteste Arbeitgeber“ Aussagen im deutschsprachigen Internet in den fünf oben genannten Reputationsfaktoren. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Indikatoren zur Arbeitgeber-Performance. Unternehmen mit einer hohen Reputation fällt es leichter, begehrte Fachkräfte für sich zu gewinnen, so die Annahme.

Insgesamt wurden 143 Millionen Nachrichtenseiten, 123 Millionen Web-Seiten, 24 Millionen Foren, 42 Millionen Blogs, 7 Millionen Pressemitteilungen, 7 Millionen Consumer-Seiten und die wichtigsten Social-Media-Kanäle von 5.000 deutschen Unternehmen aus 132 Branchen ausgewertet. ITK Engineering belegt im Ranking der begehrtesten Arbeitgeber, in der Kategorie Technische Dienstleistungen, einen erfolgreichen dritten Platz. Zu möglichen Gründen für das gute Abschneiden sagt Stiasny: „Unser Unternehmen ist vor allem als Mannschaft stark. Wir verstehen uns als Team, das Spaß bei der Arbeit hat. Uns ist der einzelne Mensch wichtig und dieser Gedanke ist in unserer Unternehmenskultur klar verankert. Außerdem ist eine offene Feedbackkultur unglaublich wichtig, denn kein Mitarbeiter sollte Hemmungen davor haben, auf seinen Vorgesetzten zuzugehen. Auch die Wahl des Arbeitsortes gestalten wir so flexibel wie möglich. Mitarbeiterfeste und andere Freizeitaktivitäten sind darüber hinaus verbindende Elemente, die als bereichernd bei ITK Engineering empfunden werden. Die richtige Work-Life-Balance ist also sehr wichtig – für die Mitarbeiterzufriedenheit, für die eigene Leistung und für die Entwicklung des Unternehmens.“

ITK Engineering sucht für alle zehn Standorte in Deutschland stetig Ingenieure und Naturwissenschaftler aus den Bereichen Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Mathematik, Medizintechnik und Physik mit den Fachrichtungen Embedded Systems, Software-Engineering, Mechatronik, Regelungs- sowie Fahrzeugtechnik.

Weiterführende Informationen:

Originalmeldung direkt auf PresseBox lesen
Mehr von Firma PresseBox