Partnerschaft von Signify und sixData ermöglicht höhere Servicequalität für Kommunen

Signify, Weltmarktführer für Licht- und Beleuchtungslösungen und sixData, führender Anbieter im Bereich der Software für Straßenbeleuchtung, haben heute eine strategische Partnerschaft angekündigt. Kommunale Endkunden und Stadtwerke wünschen sich bei der Auswahl ihrer IT-Softwareumgebung für Beleuchtungsinfrastruktur größtmögliche Flexibilität und ein großes Anwendungsspektrum. Im Rahmen der Kooperation wird Signify künftig sixData durch die gezielte Verknüpfung mit dem Lichtmanagementsystem Interact City neue Anwendungen und Mehrwerte im Rahmen des IT-Dienstleistungsportfolios der sixData ermöglichen.

Mit Interact City bietet Signify das weltweit führende Lichtmanagementsystem für Straßenbeleuchtung an. Dieses verfügt über eine offene Systemarchitektur, die durch die Bereitstellung von standardisierten Softwareschnittstellen (APIs) den Zugriff auf das Interact City System und den Austausch von Daten mit Systemen und Anwendungen Dritter wie sixData ermöglicht. Aktuell ergeben sich zwei Anwendungsgebiete in der Kooperation zwischen Signify und sixData.

Betriebsmitteldaten, gemessene Energiewerte und Fehlermeldungen, die von vernetzten Interact City Lichtpunkten ermittelt werden, können automatisch in die luxData Software geladen werden. So werden zum Beispiel bei der Neuinstallation einer mit Interact City ausgestatteten Leuchte Betriebsmittelinformationen wie Geokoordinaten und Leuchtentyp automatisch in luxData dargestellt. Von Philips Leuchten, die nicht mit Interact City ausgestattet sind, können die Betriebsmittelinformationen, die über die Philips ServiceTag-App bei Installation erhoben wurden, in luxData dargestellt werden.

Eine der ersten Städte, die von der neu geschlossenen Partnerschaft profitieren, ist Simmerath. Die
Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr mit der Umrüstung auf vernetzte LED-Beleuchtung begonnen. Fast 2.800 Leuchten wurden seitdem durch Signify modernisiert und vernetzt und sind nun via Interact City ansteuerbar. Zum Anlagenmanagement setzen die Verantwortlichen in Simmerath auf die luxData-Applikation(en) von sixData.

„Die Kooperation von Signify und sixData erspart uns viel Arbeit“ sagt Gerhard Klöfkorn, Spezialist für Straßenbeleuchtung und Anstrahlungen von Aachen und Simmerath bei der Regionetz – ein Unternehmen von STAWAG und EWV. „Die Übertragung der Energiedaten von einem System ins andere hat bis vor kurzem noch viele Stunden händischer Datenübermittlung erfordert – nun ist es mit wenigen Klicks schneller und ohne Übertragungsfehler erledigt. Das macht den Betrieb und die Wartung der neuen Anlage natürlich noch einmal effizienter und viel einfacher.“

„Die Partnerschaft ermöglicht unseren gemeinsamen Kunden, die Synergien und Mehrwerte von zwei führenden Softwareanwendungen im Bereich Außenbeleuchtung maximal für sich zu nutzen. In naher Zukunft werden noch weitere Anwendungsfelder aus dieser Kooperation erschlossen“, erläutert Karsten Vierke, Geschäftsführer von Signify in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Bald können Monteure oder Wartungsmitarbeiter der gemeinsamen Kunden von Signify und sixData Schaltbefehle aus der luxData-Software an einzelne Leuchtengruppen oder Schaltschränke senden, die mittels Interact City miteinander vernetzt sind. Dadurch lassen sich tagsüber komfortabel Wartungsarbeiten durchführen und der jeweils zu kontrollierende Abschnitt ganz bequem zur Überprüfung ein- oder ausschalten. Das spart Einsatzzeit und damit Kosten.“

„Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit Signify. Als Weltmarktführer für Licht- und Beleuchtungslösungen ist das Unternehmen für uns der richtige Partner, um unseren Kunden das Management konventioneller und vernetzter Beleuchtungsanlagen noch leichter zu machen“, führt Armin Mühlberger, Geschäftsführer der sixData GmbH weiter aus. „Die Vorteile von smarten LED-Straßenleuchten liegen auf der Hand: Neben dem Energieeinsparungspotential von bis zu 80 Prozent im Vergleich zu konventioneller Beleuchtung lassen sich die Wartungskosten durch intelligentes Anlagenmanagement deutlich senken. Zudem lässt sich die Straßenbeleuchtung schnell und flexibel an wechselnde Gegebenheiten wie Wetter, Verkehrsaufkommen oder urbane Aktivitäten anpassen. Durch unsere Kooperation machen wir Städten und Gemeinden den Einstieg in eine vernetzte Zukunft noch leichter.“

Weitere Informationen zu Interact City: https://www.interact-lighting.com/…

Weitere Informationen zu luxData: https://www.sixdata.de/…

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5. IRES-Symposium zu Speichertechnologien am 8. November in Berlin

Das IRES-Symposium setzte seinen Schwerpunkt in diesem Jahr auf die Entwicklungen in der Energieinfrastruktur: Der Netzentwicklungsplan und der dazugehörige Szenariorahmen sehen nicht nur einen umfassenden Ausbau der Stromnetze vor. Auch Speicher müssen als Teil der Energiewende stetig bei Um- und Ausbau der Energieinfrastruktur mitgedacht werden. Dabei werden vor allem Solar- und Großspeichern, wie Pumpspeichern oder Gasspeichern, eine besondere Rolle zugeschrieben. Letztere sollen laut Szenariorahmen nach Möglichkeit erhalten bleiben und sogar ausgebaut werden.

Doch wie kann der Ausbau neuer Speicheranwendungen in der Praxis ermöglicht werden? Expertinnen und Experten streiten sich darum, ob aktuelle Regularien angepasst werden müssen oder ob sich die Speichertechnologien mit dem Ausstieg aus Kernenergie und einer rückläufigen Kohleverstromung zukünftig ganz von allein am Markt durchsetzen werden.

Dr. Frank Pieper, Geschäftsführer der WSW Netz der Wuppertaler Stadtwerke, beschreibt die Herausforderung für die Verteilnetzbetreiber so: „Im Prinzip sind wir auf Verteilnetzebene gut vorbereitet auf die Energiewende, zumindest hier im urbanen Raum. Essentiell wird jedoch sein, dass wir die vorhandene Infrastruktur intelligent nutzen und die zusätzlichen Lastflüsse, die insbesondere aus der E-Mobilität und anderen Sektorkopplungsmöglichkeiten resultieren, optimal steuern können.“

Professor Michael Sterner von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg, ist Experte für Energiespeicher und leitet die Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES). Er plädiert: „Über die Sektorenkopplung und Power-to-X können riesige Speicherkapazitäten und Flexibilitäten erschlossen werden, die für das Gelingen der Energiewende notwendig sind. Kostengünstiger Wind- und Solarstrom wird so zur Dekarbonisierung von Wärme, Mobilität und Industrie verfügbar. Es ist glasklar: Kohle- und Atomausstieg = Speichereinstieg. Daher sollten Speicher- und Power-to-X-Technologien sowie die Infrastrukturen für Strom und Gas sowie Wärme gemeinsam geplant und synchronisiert werden.“

Lothar Schneider, Geschäftsführer der Energie.Agentur.NRW freute sich über die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit EUROSOLAR: „Seit vielen Jahren gehen wir mit der IRES-Konferenz, die auch nächstes Frühjahr wieder in Düsseldorf stattfindet, gemeinsame Wege, seit fünf Jahren mit dem IRES-Symposium. Für uns und für das Land NRW ist diese Kooperation gut. Denn als Industrieland Nummer eins ist die Energiefrage für NRW essentiell. Und somit auch die Ausbauszenarien zu erneuerbaren Energien, zu rückläufiger Kohleverstromung, zur Sektorenkopplung, zum Netzausbau und nicht zuletzt zu Speichern.“

Rund 100 Teilnehmer diskutierten auf dem 5. IRES-Symposium die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Speichertechnologien. EUROSOLAR e.V. organisierte das Symposium in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW als Ergänzung zur IRES-Konferenzreihe. Die 13. Internationale Konferenz zur Speicherung Erneuerbarer Energien (IRES 2019) wird vom 12. bis zum 14. März gemeinsam mit der Energy Storage Europe auf dem Gelände der Messe Düsseldorf stattfinden.

Weitere Informationen zum Symposium oder zur IRES-Konferenz im März 2019 unter: www.eurosolar.de

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Erfahrungsaustausch zum Grünstrom für Stadtwerke

„Ich freue mich auf alle, die wir hier begrüßen dürfen!“ Einer so netten Aufforderung, wie der von Herrn Dr. von Smuda, Geschäftsführer der Anlage REMONDIS GmbH & Co. KG in Staßfurt, kann man eigentlich nur folgen. Daher freuen wir uns, dass unsere jährliche Veranstaltung für alle Betreiber von Stadtwerken diesmal in den Räumen dieses langjährigen Kunden stattfinden kann.

Unter dem Titel „Das Herkunftsnachweisregister für Strom aus EE: Interdisziplinärer Erfahrungsaustausch für MHKW“ verbindet die GUTcert seit Jahren aktuelle Analysen zum rechtlichen Rahmen mit bewährten Tipps zur Umsetzung und einem exklusiven Blick hinter die Kulissen: Teil der Veranstaltung ist stets auch ein Rundgang auf dem Gelände eines Müllheizkraftwerkbetreibers.

Die diesjährige Veranstaltung richtet sich auch an Stadtwerke, die ihre Kenntnisse zum Grünstrom und potentieller Vermarktungsmöglichkeiten vertiefen möchten. Die Referenten, isbesondere des Umweltbundesamts (UBA) und der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen (ITAD) stehen bereit, um Ihre Fragen zu beantworten. Spannendes Thema ist dieses Jahr die Novellierung der Herkunfts- und Regionalnachweis-Durchführungsverordnung (HkRNDV), die ab dem ersten Januar in Kraft treten soll.

Steigende Preise für Grünstromzertifikate

Herr Aron Simon, Makler bei Cleanworld AS gibt uns einen ersten Überblick über seinen Vortrag:

„Die Preise für einfache HKN aus Wasserkraft sind im letzten Jahr von 0,25 EUR auf über 2.00 EUR im September gestiegen. Zwar ist der Marktpreis seitdem wieder etwas gesunken, die Preise sind aber noch immer auf einem historisch extrem hohen Niveau.

Der enorme Preisanstieg für Herkunftsnachweise kann hauptsächlich mit gestiegener Nachfrage nach HKN erklärt werden. Verschiedene Entwicklungen führen zu steigender Nachfrage nach Grünstrom. Nachdem vor allem in Deutschland nach dem Fukushima Unglück Haushalte verstärkt Grünstrom beschafft haben, hat sich der Trend mittlerweile in Europa und teilweise weltweit entwickelt. Bei den meisten öffentlichen Ausschreibungen ist es inzwischen Standard, Grünstrom zu beschaffen. Auch für viele Gewerbe und Industriekunden ist es wichtig, nachhaltig produzierte Produkte anbieten zu können. Grünstrom ist eine Möglichkeit, um die Produktion nachhaltiger zu gestalten und den CO2 Fußabdruck von Produkten zu senken. Ereignisse wie der Protest gegen die Abholzung des Hambacher Forstes und die Reaktionen auf den UN-Klimabericht machen deutlich, dass erneuerbarer Strom stark nachgefragt wird.

Die Statistiken für HKN zeigen, dass sowohl Angebot und Nachfrage für HKN steigen. Wir erwarten, dass die Preise historisch gesehen hoch bleiben. Allerdings auch, dass sich der Preis auf einem Niveau zwischen 1,50-2,00 EUR einpendelt und weniger volatil sein wird.“

Das Programm finden Sie auf der Veranstaltungsseite der GUTcert Akademie, und hier geht es direkt zum Buchungsformular. ITAD-Mitglieder und Bestandskunden der GUTcert erhalten übrigens einen Rabatt von 50 Euro: Ein kurzer Vermerk im Mitteilungsfeld genügt.

Bei Fragen zur Veranstaltung oder zum Schulungsangebot steht Ihnen das Team der Akademie (+49 30 2332021-21) gerne zur Verfügung. Fachliche Fragen zum Thema HkNR beantwortet Ihnen Herr Nicolas Fouquet (+49 30 2332021-78).

Übrigens: Aktuelles zum HkNR-Erfahrungsaustausch und anderen Themen rund um Verifizierung und Zertifizierung erfahren Sie auch über Twitter und XING.

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Ökostrom für Streuobstwiesen: Grüner Strom-Label fördert erstmals Naturschutz und Artenvielfalt

Die Stadtwerke Menden kombinieren bei ihrem Grüner Strom-zertifizierten Ökostromtarif naturliebeStrom Investitionen in Energiewende-Projekte sowie Naturschutz und Artenvielfalt. Mit dem neuen Angebot beziehen Kunden von naturliebeStrom zertifizierten Ökostrom aus erneuerbaren Energien. Zusätzlich fließt für jede verbrauchte Kilowattstunde Ökostrom 1,0 Cent jeweils zur Hälfte in Energiewende-Projekte wie Photovoltaikanlagen oder E-Mobilität und in regionale Naturschutzprojekte.

Erstmalig werden durch das Ökostromlabel der Umweltverbände – von unter anderem BUND, NABU und Deutscher Naturschutzring – nicht nur Energiewende-Projekte, sondern auch konkrete Naturschutzmaßnahmen realisiert. Die Förderprojekte werden dabei vom Grüner Strom Label e.V. geprüft und begleitet.

„Das Grüner Strom-Label ist das einzige Ökostromsiegel, das für jede zertifizierte Kilowattstunde substanzielle Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien garantiert. Nun erweitern wir unseren Fokus. Auf diese Weise entsteht ein doppelter Nutzen für den Umwelt- und Naturschutz: Erstens durch neue Investitionen in eine nachhaltige, naturverträgliche Energiezukunft auf Basis Erneuerbarer Energien und zweitens durch Kombination mit direkten Maßnahmen für den Erhalt von Flora und Fauna vor Ort“, kommentiert Marcus Bollmann, Vorstandsmitglied des Grüner Strom Label e.V. und stellvertretender Sprecher des Arbeitskreis Energie beim BUND. Durch die Förderung regionaler Naturschutzprojekte wird die Artenvielfalt gestärkt, indem vor Ort Lebensräume für Bienen und Hummeln, Schmetterlinge, Vögel, Kleinsäuger und Reptilien geschaffen werden.

„Wir legen ab Oktober 2018 auf einem Grünstreifen von 8.500 Quadratmetern eine Streuobstwiese mit 53 Obsthochstämmen an“, erläutern Projektleiterin Tina Haberle und Mit-Initiatorin Xenia Kehnen von den Stadtwerken Menden das erste Naturschutzprojekt. Die zunehmende Flächenversiegelung sowie weniger Blühpflanzen in Vorgärten und auf Privatgrundstücken schränken die Lebensräume und das Nahrungsangebot für Insekten und Vögel immer weiter ein. Die Initiative der Stadtwerke Menden wird zu einer Entlastung von Flora und Fauna beitragen. Mit der ersten Maßnahme wird neuer Lebensraum für 3.000 Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

Weitere Grünflächen der Stadtwerke werden sukzessiv in insektenfreundliche Blühareale verwandelt. Die Blühareale bieten Nektar für Schmetterlinge und Bienen, die Samen sind Nahrung zahlreicher Vögel. Den Bienen widmen die Stadtwerke Menden besonders viel Aufmerksamkeit: Einige Grundstücke der Stadtwerke werden dem Imkerverein Menden überlassen, um auf den Flächen Bienenvölker anzusiedeln. Somit fördern Kunden von naturliebeStrom durch ihren Strombezug die Energiewende und den Naturschutz vor Ort, geprüft nach den anspruchsvollen Kriterien des Grüner Strom-Labels.

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Kooperation der Stadt Waldburg und der Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH

Stadt Waldenburg und Stadtwerke Schwäbisch Hall kooperieren bei der Trinkwasserversorgung

Die Stadt Waldenburg hat sich entschieden, die Stadtwerke Schwäbisch Hall mit der Betriebsführung des Wassernetzes in Waldenburg und allen Ortsteilen zu beauftragen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung dem Abschluss des Betriebsführungsvertrages zugestimmt, der ab sofort läuft.

Im Rahmen der Betriebsführung des Wassernetzes in der Stadt Waldenburg übernehmen die Stadtwerke Schwäbisch Hall die technische Netzbetreuung des Wassernetzes in Waldenburg, mit einer Länge der Hauptleitungen von 27km, sowie rund 1.000 Hausanschlüssen, 3 Hoch- und Sammelbehälter sowie einem Wasser- und einem Pumpwerk. „Steigenden Anforderungen an den Betrieb von Trinkwasserversorgungsanlagen sowie die Vorgaben an einen Bereitschafts- und Entstördienst“ führt Bürgermeister Markus Knobel als Beweggründe der Stadt für die Partnersuche an. „Mit unserer erfahrenen Betriebsmannschaft sowie der räumlichen Nähe sind wir ein verlässlicher Partner für die Stadt“, ergänzt Gebhard Gentner, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ändert sich damit insbesondere ab sofort die Kontaktdaten der Störungsstelle. Bitte rufen Sie zukünftig bei Rohrbrüchen, Versorgungsunterbrechungen oder Eintrübungen in der rund um die Uhr besetzten Netzleitstelle (24/7) der Stadtwerke Schwäbisch Hall an.

Diese erreichen Sie unter der Nummer: 0791 401-8754

Die Betriebsführung erstreckt sich auf den technischen Unterhalt des Wassernetzes sowie die Störungsbeseitigung und die vorgeschriebenen Prüfungen. Neuanschlüsse im Rahmen von Bautätigkeiten und Erschließungen, Änderungen an bestehenden Hausanschlüssen sowie deren Stilllegung, die Abrechnung des Wasserbezugs sowie die Festlegung des Wasserpreises bleiben nach wie vor bei der Stadt Waldenburg. „Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit, um die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auch weiterhin gewährleisten zu können“, so Bürgermeister Knobel zum Start der Kooperation.

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Insolvenzverfahren Phoenix Solar AG: Dr. Michael Jaffé als Insolvenzverwalter bestätigt -Verhandlungen mit Investoren für einzelne Tochtergesellschaften dauern an

Das Amtsgericht München hat heute das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Phoenix Solar AG eröffnet und Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé von der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter zum Insolvenzverwalter bestellt. In seinem der Eröffnung zugrundeliegenden Gutachten kommt Dr. Jaffé zu dem Ergebnis, dass bei der Phoenix Solar AG, die als Finanzholding für ihre weltweit tätigen Projekt- und Tochtergesellschaften fungierte, sowohl Zahlungsunfähigkeit als auch Überschuldung als Insolvenzgründe vorliegen. Derzeit laufen Verhandlungen mit potenziellen Investoren für die einzelnen operativen Beteiligungen.

"Das Vermögen der Phoenix Solar AG besteht im Wesentlichen noch aus den Beteiligungen an den nicht insolventen Tochtergesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum, in Italien, in Griechenland sowie im Nahen und Mittleren Osten. Hierfür laufen die Verhandlungen mit potentiellen Investoren. Der Ausgang ist allerdings noch ungewiss. Aller Voraussicht nach werden die Verwertungserlöse jedoch nicht ansatzweise ausreichen, um die fälligen Verbindlichkeiten der Phoenix Solar AG zu decken", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé in seinem Gutachten zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Tochtergesellschaften für strategische Investoren interessant

Der Wert der Beteiligungen besteht im Wesentlichen darin, dass funktionierende organisatorische Einheiten für die Durchführung von Projekten bestehen und zumindest ein Portfolio an angebahnten Projekten existiert, die mit Unterstützung eines Investors gegebenenfalls noch aufgegriffen werden können. "Die Tochtergesellschaften sind damit für strategische Investoren interessant, die in Verbindung mit eigenen Projekten nach einer solchen etablierten Einheit suchen und hier entsprechende Synergien heben können", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé.

Vor diesem Hintergrund wurden bereits im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung intensiv Verwertungsmöglichkeiten für einzelne Beteiligungen geprüft und forciert. In der Folge wurden innerhalb kürzester Zeit Interessenten in aller Welt kontaktiert und Gespräche über die Investitionsobjekte und den weiteren Verfahrensgang geführt.

Am aussichtsreichsten ist dabei der Verkauf der italienischen Beteiligungen, die einen Solarpark auf Sizilien im Eigentum halten. Hierzu wurden bereits zahlreiche Gespräche mit mehreren potenziellen Käufern geführt, erste indikative Kaufangebote liegen vor. Dies gilt auch für Anteile an einer Photovoltaik-Anlage in Waltenhofen, Deutschland.

Umfangreiche Markenrechte

Für die Tochtergesellschaften der Phoenix Solar AG im asiatisch-pazifischen Raum wird ebenfalls angestrebt, mit einem der interessierten potentiellen Investoren schnellstmöglich zu einem Vertragsabschluss zu kommen. "Ob dies gelingt, kann noch nicht prognostiziert werden", so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé in seinem Gutachten. Auch für die Tochtergesellschaften in der Türkei und in Oman wird noch mit potentiellen Interessenten verhandelt, wobei hier erheblich schwierigere Rahmenbedingungen gegeben sind. Daneben wird nach einer Fortführungsmöglichkeit für die Tochtergesellschaft in Griechenland (Phoenix Solar M.E.P.E., Athen) gesucht.

Für die mit einem Anteil von zuletzt 78 Prozent am Konzernumsatz größte Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG, die US-Tochtergesellschaft Phoenix Solar Inc., gibt es keine Fortführungslösung. Die Auftraggeber der Phoenix Solar Inc. hatten bereits vorinsolvenzlich wichtige Aufträge gekündigt, sodass die US-Gesellschaft selbst am 29. Dezember 2017 einen Insolvenzantrag nach Chapter 7 des US Bankruptcy Code stellte.

Die Phoenix Solar AG hatte am 13. Dezember 2017 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, nachdem ein großer Kunde der Phoenix Solar Inc. projektbezogene Akkreditive im Umfang von rund 8 Mio. USD gezogen hatte. Dadurch war die Muttergesellschaft Phoenix Solar AG mit Erstattungsansprüchen der ausstellenden Banken in gleicher Höhe konfrontiert. Dies überstieg ihre finanziellen Möglichkeiten. Versuche der Unternehmensführung, mit dem US-Kunden und dem Bankenkonsortium in Deutschland zu einer Lösung zu kommen, blieben erfolglos.

Interesse haben potenzielle Investoren an den umfangreichen Markenrechten der Phoenix Solar AG angemeldet. Auch hierzu laufen Verwertungsverhandlungen, für deren Abschluss der Weg mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens frei ist.

Weitere Informationen

Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. Michael Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia, der Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des ehedem größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa. Darüber hinaus gelang es ihm unter anderen die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen. Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera, die mit der Daseinsvorsorge für rund 200.000 Menschen befasst waren, konnte er die Betriebe nach dem Insolvenzantrag schnell stabilisieren und in der Folge ohne Einschränkungen fortführen. Zwischenzeitlich wurde für alle Beteiligungen eine dauerhafte Fortführungslösung realisiert. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé im Sommer 2016 zudem eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Vor kurzem bestellte ihn das Amtsgericht München auch als Insolvenzverwalter für das Rinecker Proton Therapy Center (RPTC), das erste vollklinische Protonen-Bestrahlungscenter in Europa zur Behandlung von Krebspatienten.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Die Anwälte der Kanzlei verstehen Unternehmenskrise und Insolvenz nicht als Ausdruck unternehmerischen Scheiterns, sondern setzen sich mit großem Nachdruck und Erfolg dafür ein, dass das Unternehmen in der Insolvenz saniert wird, Arbeitsplätze erhalten und zugleich die Gläubiger bestmöglich befriedigt werden, und zwar sowohl innerhalb eines klassischen Insolvenzverfahrens als auch im Rahmen von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren. Dr. Jaffé und die Anwälte der Kanzlei werden regelmäßig als Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt; ihre Erfahrungen und ihre Unabhängigkeit sind ein Garant für ein faires und erfolgreiches Verfahren.

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Insolvenzverfahren für die insolventen deutschen P&R Gesellschaften eröffnet

Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé
Insolvenzverwalter der P&R Container Vertriebs- und
Verwaltungs-GmbH, Grünwald, der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, sowie der P&R Transport-Container GmbH, Grünwald

Rechtsanwalt Dr. Philip Heinke
Insolvenzverwalter der P&R Container Leasing GmbH, Grünwald

Insolvenzverfahren für die insolventen deutschen
P&R Gesellschaften eröffnet – Insolvenzverwalter bestätigt

Im Zuge der Sicherung von Vermögenswerten erste 
Zahlungseingänge aus der Schweiz bewirkt

Anleger können nun ihre Forderungen anmelden – 
Hinweise der Insolvenzverwalter dazu

Das Amtsgericht München hat mit Beschluss vom 24. Juli 2018 die Insolvenzverfahren für die deutschen P&R Container-Verwaltungsgesellschaften eröffnet und die Rechtsanwälte Dr. Michael Jaffé und Dr. Philip Heinke (beide Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter) als Insolvenzverwalter bestellt. Beide waren in den jeweiligen Verfahren bislang schon als vorläufige Insolvenzverwalter tätig. Mit der Eröffnung der Insolvenzverfahren ist nun der Weg für die rund 54.000 Anleger frei, ihre Forderungen gegenüber den insolventen Gesellschaften anzumelden. Das Gericht hat dafür eine Frist bis zum 14.09.2018 gesetzt. Die ersten gerichtlichen Gläubigerversammlungen (sog. Berichtstermine) finden am 17. und 18. Oktober 2018 statt. Hierfür wurde die Münchener Olympiahalle reserviert, um möglichst vielen interessierten Gläubigern die Teilnahme zu ermöglichen. Das Gericht bestätigte zudem die bestehenden Gläubigerausschüsse und erweiterte diese angesichts der Größe und Komplexität der Insolvenzverfahren um jeweils zwei Mitglieder. Diese bestehen nun aus sieben bzw. fünf Mitgliedern und vertreten die Interessen aller Gläubiger. In den Ausschüssen sind Anlegeranwälte ebenso vertreten wie Großgläubiger und Vertreter der Kleingläubiger- und Arbeitnehmerinteressen. Zudem wurde nunmehr auch ein unabhängiges Mitglied bestellt, das über eine langjährige Erfahrung in Insolvenzsachen verfügt.

Verträge über nicht-existente Container

In ihrem nun bei Gericht zur Insolvenzeröffnung eingereichten Gutachten bestätigten die Insolvenzverwalter die bislang veröffentlichten Erkenntnisse. Demnach hat die Auswertung der vorinsolvenzlich nicht miteinander vernetzten Datensysteme in Deutschland und der Schweiz ergeben, dass die Zahl der von den vier deutschen Gesellschaften an die Anleger verkauften Container deutlich über der Zahl der vorhandenen und verwalteten Container liegt. Während rund 1,6 Mio. Container vorhanden sein müssten, da diese an die Anleger verkauft wurden, beläuft sich die tatsächlich verwaltete Containerflotte auf rund 618.000 Stück. Die Fehlmenge besteht bereits seit Jahren und hat sich – so die heutigen Erkenntnisse – seit dem Jahr 2007 immer weiter vergrößert.

"Dass heute so viele Container fehlen, bedeutet nicht, dass diese früher vorhanden waren und dann verloren gingen. Tatsächlich zeigen die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchungen, dass die deutschen Gesellschaften offensichtlich über viele Jahre hinweg Verträge mit Anlegern über Container geschlossen haben, die es de facto nie gegeben hat und die auch nicht angeschafft wurden. Vielmehr wurden die neu eingeworbenen Gelder dazu genutzt, laufende Verbindlichkeiten aus Mietzahlungen und Rückkäufen gegenüber Altanlegern zu begleichen. Da erhebliche Zahlungen für Container geleistet wurden, die es gar nicht gab, standen auch keine Mittel zur Verfügung, um die Containerflotte weiter aufzubauen und so die Fehlmengen zu reduzieren. Vielmehr vergrößerte sich der Fehlbestand seit dem Jahr 2007 kontinuierlich", so Dr. Jaffé.

Ziel: Minimierung der Schäden der Gläubiger

Jetzt geht es vor allem darum, die bestehende Containerflotte bestmöglich zu verwerten, denn nur hierdurch lassen sich die Schäden der Anleger minimieren. "Wir haben in den letzten vier Monaten insbesondere die Geschäftsbeziehungen der Schweizer P&R-Gesellschaft zu den Leasinggesellschaften und den Endkunden stabilisieren und Vertrauen aufbauen können, was angesichts der äußerst schwierigen Ausgangslage einen erheblichen Erfolg darstellt. Derzeit wird das weiterhin stabil laufende Vermietungsgeschäft fortgeführt. Ein übereilter Verkauf der gut vermieteten und nahezu vollständig ausgelasteten Containerflotte würde zum jetzigen Zeitpunkt unnötig Werte vernichten. Es geht uns darum bestmögliche Ergebnisse für die Gläubiger zu erzielen. Wir möchten nicht, dass Dritte die Gelegenheit nutzen, um auf Kosten der Gläubiger Geschäfte zu machen. Hierdurch würden die Anleger nur weiter geschädigt", erläutert Dr. Jaffé.

Aufgrund der vertraglichen und historisch gewachsenen Strukturen werden die laufenden Einnahmen aus der Fortsetzung der Container-Vermietung an Leasing- und Transportgesellschaften ausschließlich in der Schweizer Gesellschaft erzielt. Diese verfügte jedoch – ebenso wie die deutschen Gesellschaften – bei Insolvenzantragstellung über nahezu keine Liquidität mehr, was auch der Grund für die Insolvenzanträge der deutschen Gesellschaften war. Die Liquidität war durch die letzten Zahlungen an Anleger im Februar und März fast vollständig aufgebraucht worden. Durch die jetzt erreichten und weitere geplante Sicherungs- und Stabilisierungsmaßnahmen sollen die Einnahmen aus der Vermarktung der Container ebenso wie die Verwertungserlöse des eigenen Vermögens der Schweizer Gesellschaft einschließlich deren Beteiligungen letztlich allen Anlegern und Gläubigern der deutschen P&R Gesellschaften zu Gute kommen und in den deutschen Insolvenzverfahren an die Gläubiger verteilt werden.

Hierbei wurden weitere Fortschritte erzielt: So ist es gelungen, eine erste Auszahlung der Schweizer P&R Gruppen-Gesellschaft auf die Anderkonten der Insolvenzverwalter der deutschen Gesellschaften zu bewirken.

Die Insolvenzverwalter machen auch weiter deutlich, dass eine Verwertung und Befriedigung der Anlegeransprüche außerhalb der deutschen Insolvenzverfahren rechtlich wie faktisch ausgeschlossen ist. "Nur durch eine koordinierte Verwertung im Insolvenzverfahren können die Schäden für die Anleger so gering wie möglich gehalten werden. Eine Verwertung der Container durch die Anleger selbst ist nicht möglich und wirtschaftlich sinnlos."

Eine Verwertung durch die Anleger ist losgelöst davon auch deshalb unmöglich, weil diese kein Eigentum erworben haben: Die wirksame Übereignung von Gegenständen setzt nämlich voraus, dass der zu übereignende Gegenstand so präzise bezeichnet ist, dass ein Dritter schon an Hand der zwischen den Parteien getroffenen Absprachen diesen Gegenstand identifizieren kann (sog. "Sachenrechtlicher Bestimmtheitsgrundsatz"). Dies ist vorliegend mit den mit den Anlegern getroffenen Vereinbarungen nicht möglich, denn diese enthalten keine Bezugnahme auf konkrete Container. Die bloße Übereignung einer bestimmten Zahl eines bestimmten Containertyps genügt nicht, um zu bestimmen, welche Container im Einzelnen gemeint waren. Dies hat das Landgericht München I zwischenzeitlich in einer rechtskräftigen Entscheidung vom 20.06.2018 bestätigt. Auch in den wenigen Fällen, in denen die Anleger nach Vertragsschluss Zertifikate erhalten haben, ändert sich an diesem Ergebnis nichts.

"Dies ist jedoch kein wirtschaftlicher Nachteil für die Anleger", betonen die Insolvenzverwalter, "denn sie werden über die auf ihre Insolvenzforderungen gezahlte Quote an den Erlösen aus der koordinierten Verwertung partizipieren. Eine solche Verwertung kann jedoch nur erfolgreich sein, wenn sie ungestört verläuft. Störungen des koordinierten Verwertungsprozesses können zu erheblichen Schäden für den einzelnen Anleger wie auch für die Gläubigergesamtheit bis hin zum Totalverlust führen. Die Anleger haben durchweg verstanden, dass es keine Alternative zu einer koordinierten Verwertung gibt und lassen sich nicht verunsichern. Wir wissen aus unzähligen Gesprächen, die wir mit Anlegern und deren Anwälten geführt haben, dass die große Mehrheit der Anleger mit der gewählten Vorgehensweise einverstanden ist und auf die Verwertung durch die Insolvenzverwalter vertraut, die ja bereits erste Erfolge gezeigt hat. Hierfür bedanken wir uns bei den Anlegern."

"Die Zahl der Anleger und Anwälte, die die Reedereien, die Leasinggesellschaften oder die Schweizer P&R-Gesellschaft ansprechen und dort Informationen über vermeintlich "ihre" Container oder direkte Zahlungen an sich verlangen, ist sehr klein. Es ist allen klar, dass keine dieser Firmen direkte Zahlungen an Anleger leisten wird. Allerdings besteht die Gefahr, dass Anleger durch solche Aktionen einen erheblichen Schaden verursachen. Denn die Geschäftspartner der Schweizer Gesellschaft haben mit den Vorkommnissen der Vergangenheit nichts zu tun und möchten das auch gar nicht. Wenn sie die Container nicht ungestört nutzen können, kann es passieren, dass sie P&R Container insgesamt außer Dienst stellen. Dann werden die Container auf einen Schlag zu einer Last und könnten zur Abdeckung der enorm hohen Standkosten durch Dritte zwangsverwertet werden. Für die Anleger würde dann nichts mehr übrigbleiben. Gleiches würde im Falle eines Konkurses der Schweizer P&R-Gesellschaft gelten", ergänzt Dr. Jaffé.

Durchsetzung von Haftungsansprüchen gegen die Verantwortlichen

Die Aufarbeitung der Insolvenzursachen und der sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen dauert noch an. Insbesondere werden weiterhin die umfangreichen Unterlagen ausgewertet, die für die weiter zurück liegende Vergangenheit teilweise nur in Papierform vorliegen und händisch aufgearbeitet werden müssen. Dabei geht es auch um die Analyse der Zahlungsflüsse innerhalb der P&R-Gruppe, um zu überprüfen, ob Gelder zweckwidrig verwendet wurden. Derzeit gibt es noch keine Anhaltspunkte dafür, dass signifikante Geldbeträge rechtsgrundlos an einzelne Beteiligte oder Dritte geflossen wären. Die Untersuchungen werden jedoch weiter fortgesetzt. Unabhängig davon bestehen Haftungsansprüche gegen die für die Vorgänge verantwortlichen Personen, die mit Nachdruck durchgesetzt werden. Erste Ansprüche daraus sind bereits geltend gemacht worden. Weitere Anspruchsgeltendmachungen werden folgen. "Die Anleger haben ein Recht darauf, dass die Verantwortlichen auch zivilrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden", so Dr. Jaffé.

Er warnt jedoch davor, zu große wirtschaftliche Erwartungen daran zu knüpfen: "Die daraus bestenfalls für die Masse zu generierenden Vermögenswerte werden kaum geeignet sein, die enormen Schäden in Milliardenhöhe auch nur ansatzweise auszugleichen. Für einzelne Anleger macht es wirtschaftlich wenig Sinn, hier selbst aktiv zu werden. Es ist unsere Aufgabe, erfolgversprechende Ansprüche gegen die Verantwortlichen durchzusetzen, wenn sich hierdurch Gelder realisieren lassen. Die Erlöse aus der Durchsetzung von Haftungsansprüchen werden im weiteren Verlauf der Insolvenzverfahren über die Quote an die Gläubiger verteilt".

Parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft München I weiter gegen mögliche Verantwortliche, wobei der damalige Geschäftsführer Feldkamp bereits im Jahr 2016 verstorben war und der Geschäftsführer Stömmer, der ebenfalls in der relevanten Zeit tätig war, vor wenigen Wochen überraschend verstorben ist, was auch für die Insolvenzverwaltung die Aufarbeitung der Vergangenheit nicht erleichtert.

Forderungsanmeldung mit vorausgefüllten Formularen

Mit der Eröffnung der Insolvenzverfahren werden die Insolvenzverwalter die Anleger anschreiben und ihnen Formulare für die Anmeldung ihrer Forderungen in den verschiedenen Insolvenzverfahren übermitteln. Diese werden voraussichtlich Anfang August versandt werden. Um Anlegern die Anmeldung dieser Schadenersatzforderungen möglichst zu erleichtern, aber auch, um im Interesse der Gläubiger die Verfahrensabwicklung effizient zu gestalten, wurden aus den Systemen der Gesellschaften Daten zu möglichen Ansprüchen der Anleger ermittelt und die Formulare entsprechend vorausgefüllt, so dass es für die Forderungsanmeldung genügt, das Formular zu überprüfen, ggf. zu korrigieren und unterzeichnet zurückzusenden. Eine Forderungsanmeldung per E-Mail ist nicht möglich. Die Prüfung der Forderungsanmeldungen erfolgt unabhängig von der Anmeldung zu einem späteren Zeitpunkt.

Auch Anleger, die ihre Forderungen bereits vor Eröffnung der Insolvenzverfahren geltend gemacht hatten, müssen ihre Forderungen jetzt formal zur Insolvenztabelle anmelden, damit sie berücksichtigt werden. In jedem Fall werden die Anleger gebeten, den Erhalt der Formulare abzuwarten und diese nach Möglichkeit zu nutzen, um eine effiziente Erfassung der weit über 80.000 Forderungsanmeldungen sicherzustellen. Wer die vorausgefüllten Formulare nutzt, muss den Anmeldungen keine weiteren Unterlagen beifügen, da diese bei den insolventen Gesellschaften bereits vorhanden und den Formularen zugeordnet sind.

Die Rücksendung der Formulare soll bis spätestens zum 14.09.2018 erfolgen. "Wir bitten vor allem die Anleger, die zur Gläubigerversammlung erscheinen wollen, darum, die Formulare möglichst rasch zurückzusenden, damit sie rechtzeitig erfasst werden können", so die Insolvenzverwalter.

Berichtstermine im Oktober in der Olympiahalle

Das Gericht hat für die ersten Gläubigerversammlungen (Berichtstermine) die folgenden Termine festgesetzt:

P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH | Datum: 17.10.2018, 10:00 Uhr (Einlass ab 08:00), Ort: Olympiahalle München, Eingang Ost, Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München

P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH | Datum: 18.10.2018, 09:00 Uhr (Einlass ab 08:00), Olympiahalle München, Eingang Ost, Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München

P&R Transport-Container GmbH | Datum: 18.10.2018, 15:00 Uhr (Einlass ab 14:00), Olympiahalle München, Eingang Ost, Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München

Die Versammlungen finden angesichts der hohen Zahl an Gläubigern in der Olympiahalle statt. Der Berichtstermin der P&R Container Leasing GmbH wird wegen der geringeren Zahl der zu diesem Termin erwarteten Gläubiger im Anschluss in den Räumen des Insolvenzgerichts stattfinden.

Im Berichtstermin wird der Insolvenzverwalter den Gläubigern ausführlich über den aktuellen Stand des Verfahrens berichten. Auch wird zu den Hintergründen der Insolvenz, den Krisenursachen, zu den Verwertungsmöglichkeiten und dem weiteren Vorgehen berichtet werden. Zudem werden im Berichtstermin wichtige verfahrensleitende Entscheidungen getroffen. Die Gläubiger sind eingeladen, an der Versammlung teilzunehmen, wenn sie sich aus erster Hand informieren wollen.

Aktualisierte Fragen und Antworten

Zudem wurden die laufenden Fragen der Anleger und der Vertriebspartner ausgewertet. Dementsprechend wurden auch die Antworten auf häufig gestellte Fragen ergänzt und enthalten jetzt auch zahlreiche neue Antworten zu Fragen zur Forderungsanmeldung und zum Berichtstermin. Die Gläubiger und Anleger finden diese auf der eigens dafür eingerichteten Internetseite www.frachtcontainer-inso.de, die regelmäßig aktualisiert wird.

Weitere Informationen

Dr. Michael Jaffé zählt zu den erfahrensten und renommiertesten Insolvenzverwaltern Deutschlands. Er wird seit über zwei Jahrzehnten regelmäßig von den Gerichten in schwierigen und großen Insolvenzfällen bestellt, in denen es darum geht, das Vermögen für die Gläubiger zu sichern und bestmöglich zu verwerten. Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia des verstorbenen Dr. Leo Kirch, der vormals weltweit tätige Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des ehedem größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa, deren Anteile ebenfalls von einer Gesellschaft in der Schweiz gehalten wurden. In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH konnte er vor kurzem den Gläubigern mitteilen, dass ihre Forderungen in voller Höhe befriedigt werden können. Darüber hinaus gelang es ihm unter anderen die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen.

Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera, die mit der Daseinsvorsorge für rund 200.000 Menschen befasst waren, konnte er die Betriebe nach dem Insolvenzantrag schnell stabilisieren und in der Folge ohne Einschränkungen fortführen. Zwischenzeitlich wurde für alle Beteiligungen eine dauerhafte Fortführungslösung realisiert. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Derzeit ist er darüber hinaus als Insolvenzverwalter für die ProHealth AG, die Phoenix Solar AG und die Dero Bank AG bestellt.

Dr. Philip Heinke ist seit vierzehn Jahren Rechtsanwalt in der Kanzlei JAFFÉ und wird seit zehn Jahren überregional als Insolvenzverwalter bestellt. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen in grenzüberschreitenden Insolvenzverfahren ebenso wie in Kapitalanlageverfahren.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Die Anwälte der Kanzlei verstehen Unternehmenskrise und Insolvenz nicht als Ausdruck unternehmerischen Scheiterns, sondern setzen sich mit großem Nachdruck und Erfolg dafür ein, dass das Unternehmen in der Insolvenz saniert wird, Arbeitsplätze erhalten und zugleich die Gläubiger bestmöglich befriedigt werden, und zwar sowohl innerhalb eines klassischen Insolvenzverfahrens als auch im Rahmen von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren. Die Anwälte der Kanzlei werden regelmäßig in schwierigen Verfahren als Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt; ihre Erfahrungen und ihre Unabhängigkeit sind ein Garant für ein faires und erfolgreiches Verfahren.

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4.500 Gläubiger bei Berichtsterminen der insolventen P&R Gesellschaften – Insolvenzverwalter einstimmig bestätigt

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Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé

Insolvenzverwalter der P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, sowie der P&R Transport-Container GmbH, Grünwald

Mehr als 4.500 Gläubiger bei ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R Gesellschaften in der 
Münchner Olympiahalle

Insolvenzverwalter und Gläubigerausschüsse bestätigt

Insgesamt mehr als 4.500 Gläubiger fanden sich zu den ersten Gläubigerversammlungen (Berichtstermine) in den Insolvenzverfahren für die P & R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs GmbH, die P & R Container Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH sowie die P & R Transport-Container GmbH in der Münchner Olympiahalle ein. Dabei wurde Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé in jeder Versammlung einstimmig als Insolvenzverwalter bestätigt. Auch die Mitglieder der einzelnen Gläubigerausschüsse wurden mit großer Mehrheit in dieser Funktion bestätigt. Zu den nicht-öffentlichen Gerichtsterminen hatten sich ursprünglich insgesamt über 9.000 Gläubiger (Anleger) angemeldet.

Für die Organisation und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen gab es durchweg positive Reaktionen seitens der Teilnehmer. Insgesamt sorgten 24 Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger, vier Richterinnen und Richter, sowie 39 Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister vor Ort für einen zügigen und ungestörten Verlauf.

Auch für den ausführlichen Bericht des Insolvenzverwalters Dr. Michael Jaffé über die Krisenursachen, die Hintergründe der Insolvenz und die Möglichkeiten zur Verwertung des vorhandenen Vermögens gab es große Zustimmung und vielfachen Applaus.

Jaffé betonte, dass er möglichst zügig die Voraussetzungen für eine erste Abschlagsverteilung schaffen und grundsätzlich die gegebenenfalls vorhandene Masse so schnell wie möglich an die Gläubiger auszahlen wolle. Allerdings müsse zunächst Rechtssicherheit über die generierten Mittel und auch über die festgestellten Forderungen hergestellt sein.

"Wir müssen noch viele rechtliche und steuerliche Fragen klären. Wenn wir jedoch wie geplant bei unserem mehrstufigen koordinierten Verwertungskonzept vorankommen, erscheint eine erste Zahlung an die Gläubiger im Jahr 2020 möglich. Dies ist ein vergleichsweise früher Zeitpunkt in Insolvenzverfahren dieser Größenordnung und Komplexität", so Dr. Jaffé.

Zunächst müsse weiterhin eine Stabilisierung und Sicherung des Vermögens bei der Schweizer P&R erreicht werden, weil diese Vertragspartner der Leasinggesellschaften ist und dort die Mieteinnahmen bzw. etwaige Veräußerungserlöse auflaufen. Die von dieser Gesellschaft derzeit fast vollständig vermietete Containerflotte (aktueller Bestand 629.832 Einheiten) stelle einen erheblichen Vermögenswert dar. Allerdings sei derzeit eine seriöse Bewertung der Containerflotte nicht möglich, weil diese von mehreren Faktoren abhänge, insbesondere der Möglichkeit der ungestörten Weitervermietung durch die Schweizer P&R, der Entwicklung der Weltwirtschaft, Wechselkursschwankungen und anderen.

Als Anhaltspunkt nannte Jaffé die – unter der Voraussetzung eines weiterhin ungestörten Vermietungs- und Verwertungsprozesses – von der Schweizer P&R erzielbaren Einnahmen. Diese könnten bis Ende 2021 bereits bei rund 560 Mio. Euro liegen, weitere Erlöse seien in den Folgejahren zu erwarten.

"Eine bestmögliche Verwertung im Interesse der Gläubiger ist nur durch eine Kombination aus Weitervermietung und Verkauf der Container erreichbar", machte Jaffé abschließend deutlich.

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Dr. Michael Jaffé zählt zu den erfahrensten und renommiertesten Insolvenzverwaltern Deutschlands. Er wird seit über zwei Jahrzehnten regelmäßig von den Gerichten in schwierigen und großen Insolvenzfällen bestellt, in denen es darum geht, das Vermögen für die Gläubiger zu sichern und bestmöglich zu verwerten. Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia des verstorbenen Dr. Leo Kirch, der vormals weltweit tätige Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des ehedem größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa, deren Anteile ebenfalls von einer Gesellschaft in der Schweiz gehalten wurden. In dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH konnte er vor kurzem den Gläubigern mitteilen, dass ihre Forderungen in voller Höhe befriedigt werden können. Darüber hinaus gelang es ihm unter anderen die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen.

Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera, die mit der Daseinsvorsorge für rund 200.000 Menschen befasst waren, konnte er die Betriebe nach dem Insolvenzantrag schnell stabilisieren und in der Folge ohne Einschränkungen fortführen. Zwischenzeitlich wurde für alle Beteiligungen eine dauerhafte Fortführungslösung realisiert. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen. Derzeit ist er darüber hinaus als Insolvenzverwalter für die ProHealth AG, die Phoenix Solar AG und die Dero Bank AG bestellt.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten eine der führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Die Anwälte der Kanzlei verstehen Unternehmenskrise und Insolvenz nicht als Ausdruck unternehmerischen Scheiterns, sondern setzen sich mit großem Nachdruck und Erfolg dafür ein, dass das Unternehmen in der Insolvenz saniert wird, Arbeitsplätze erhalten und zugleich die Gläubiger bestmöglich befriedigt werden, und zwar sowohl innerhalb eines klassischen Insolvenzverfahrens als auch im Rahmen von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren. Die Anwälte der Kanzlei werden regelmäßig in schwierigen Verfahren als Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt; ihre Erfahrungen und ihre Unabhängigkeit sind ein Garant für ein faires und erfolgreiches Verfahren.

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Ermittelt: Die internen Haupthindernisse der digitalen Transformation

Veraltete IT-Systeme, zentralisierte Entscheidungsmacht und hierarchisch geprägte Kommunikation – das sind die aktuellen Haupthindernisse in den Unternehmen beim Vorantreiben der Digitalen Transformation. Dies ist ein Ergebnis der zweiten Studie der Initiative „Digital Transformer of the Year“ rund um den Stand der Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft – dieses Jahr mit dem Fokus auf die Unternehmenskultur. Schirmherrin der Initiative ist Dorothee Bär, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung.

Die „Digitale Transformation“ ist in aller Munde, aber noch nicht überall ausreichend in der Umsetzung. Genau diesen Befund zur Lage der digitalen Nation will die Initiative rund um den Award „Digital Transformer of the Year“ ändern: Sie will praktische Hilfestellung bieten und Transformationsleistungen von Unternehmen auszeichnen, die als Orientierung dienen können. „Der Wandel Deutschlands von der erfolgreichen Industrienation zur erfolgreichen Digitalnation entscheidet sich nicht durch das Kopieren amerikanischer oder chinesischer Unternehmen, sondern durch die erfolgreiche digitale Transformation im Mittelstand. Die Unternehmen, die hier vorangehen und digitale Innovationen mit unserer Kultur, unseren Werten und unserer industriellen Basis verknüpfen, sind echte Vorbilder“, erklärt Staatsministerin Bär: „Deshalb ist es mir eine Freude und eine Ehre, die Schirmherrschaft zu übernehmen für den Digital Transformer of the Year, mit dem die Initiative von _Mediate und Vogel Communications Group diese deutschen Champions ehrt."

Vogel Communications Group und _MEDIATE, die Transformationsbeschleuniger, vergeben 2018 diesen renommierten Preis zum zweiten Mal. Für den Award konnte man sich nicht bewerben; stattdessen wurden in einer breit angelegten Befragung, an der sich über 3.000 Fach- und Führungskräfte beteiligten, Vorreiter in den unterschiedlichen Branchen von ihren Marktbegleitern nominiert. Daraus werden die Gewinner von einer Fachjury gewählt und am 6. November in Berlin, im Atrium der Microsoft-Hauptstadtrepräsentanz in einer exklusiven Award-Verleihung gekürt.

Anmeldemöglichkeiten zur Veranstaltung finden Sie unter www.digitaltransformeroftheyear.de.

Und das sind die als Vorreiter nominierten Unternehmen des Jahres 2018 in den fünf Branchen:
Automotive: BMW AG, Continental AG, Daimler AG
Energie: E.ON SE, EWE AG, Stadtwerke München GmbH
Industrie und Technik: Phoenix Contact GmbH & Co. KG; Festo AG & Co. KG, BASF SE
Maschinen- und Anlagenbau: Siemens AG, Robert Bosch GmbH, KUKA AG
Medien: Axel Springer SE; Haufe Gruppe GmbH; Gruner + Jahr GmbH

Die Studie der Initiative „Digital Transformer of the Year 2018“ hat außerdem weitere interessante Erkenntnisse zu Tage befördert:
Nur 24% der TeilnehmerInnen waren der Meinung, dass die Unternehmen ihrer Branche in der Digitalen Transformation „sehr weit“ oder „weit“ fortgeschritten sind – weniger als im Vorjahr(28%). Im Vergleich zu diesem Durchschnitt ist die Industrie (ohne Automotive) weniger selbstbewusst: Nur 21% geben sich eine Note 1 oder 2 – bei den Medien sind es hingegen doppelt so viel.

Die Bedeutung der Digitalen Transformation für das Employer Branding ist von den Unternehmen inzwischen erkannt: Unter den Chancen der Digitalen Transformation hat sich die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber für junge Talente 2018 auf Platz 3 geschoben.

Bei den externen Herausforderungen durch die Digitale Transformation hat sich das Bild gewendet: Für 2017 wurden als größte Herausforderungen noch neue Marktteilnehmer bzw. eine veränderte Wettbewerbsstruktur eingeschätzt. 2018 sind es mit deutlichem Abstand die anspruchsvolleren Kunden mit digitalem Nutzungsverhalten. Das sehen 63% der Teilnehmer als „sehr große“ oder „große“ Herausforderung. Auf Platz 2 der Herausforderungen steht der Mangel an digitalen Fachkräften (61%).

Weitere Erkenntnisse aus der Studie und interessante Einsichten aus der Praxis zum Themenschwerpunkt „Kultur“ werden ebenfalls auf der Preisverleihung am 6.11. in Berlin präsentiert.

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Deutscher Solarpreis 2018 – Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger

Seit 1994 zeichnet EUROSOLAR e.V. mit dem Deutschen Solarpreis beispielhafte Akteure aus, die durch Engagement und Innovation die erneuerbare, dezentrale und bürgernahe Energiewende aktiv voranbringen. Denn die Energiewende ist nicht nur unbedingt nötig, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken und eine umweltgerechte Entwicklung zu fördern. Sie bringt zudem enormes wirtschaftliches Potenzial für die Bereiche regionale Wertschöpfung, Architektur und Stadtentwicklung, den unternehmerischen und gesellschaftlichen Mittelstand sowie den Transportsektor mit sich.

Dieses Potenzial veranschaulichen die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger, welche anlässlich des 30. Jubiläums von EUROSOLAR und der damit verbundenen Jahrespartnerschaft mit der Stadt Bonn in der EUROSOLAR-Heimatstadt gewürdigt werden. In Zusammenarbeit mit der EnergieAgentur.NRW findet die feierliche Preisverleihung am Samstag, den 15. September 2018, im Bonner Münster-Carré statt.

Die Veranstaltung beginnt mit Grußworten von Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, Reinhard Limbach, Bürgermeister der Stadt Bonn und Tobias Jaletzky, Geschäftsführer von EUROSOLAR. Mit inhaltlichen Beiträgen zur Rolle lokaler Initiativen für die Energiewende von Staatssekretär Christoph Dammermann, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und Prof. Peter Droege, Präsident von EUROSOLAR, bietet das Programm einleitende Impulse. Anschließend führt Dr. Axel Berg, Vorstandsvorsitzender von EUROSOLAR Deutschland, durch die Verleihung der Preise und stellt die ausgezeichneten Projekte, Initiativen und Personen dem Publikum vor.

Im Anschluss wird zu einem gemeinsamen Beisammensein mit Imbiss geladen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Anmeldung bis zum 10. September wird gebeten.

Weitere Informationen und Anmeldung

Der Deutsche Solarpreis 2018 wird an acht Preisträgerinnen und Preisträger verliehen:

Kategorie: Städte, Gemeinden, Landkreise, Stadtwerke

  • Kreis Steinfurt – energieland2050 e.V.
    Erfolgreiches überparteiliches Bündnis von regionalen Akteuren zur Realisierung der Energiewende- und Klimaziele des Landkreises.

Kategorie: Solare Architektur und Stadtentwicklung

  • Vernetzte Mehrfamilienhäuser mit Mieterstrom und Mieterwärme, Cottbus
    Vorzeigeprojekt von Prof. Timo Leukefeld und der eG Wohnen 1902 für den Strukturwandel in der Lausitz und politisches Signal für ein alternatives Mieterstrommodell zum EEG. 

Kategorie: Industrielle, kommerzielle oder landwirtschaftliche Betriebe/Unternehmen

  • Erneuerbares „Kraftdach“ für die Bäckereifiliale Zipper, Gelsenkirchen-Erle
    Nachhaltiges und technisch anspruchsvolles Energiekonzept für Strom, Wärme und Kälte.

Kategorie: Lokale und regionale Vereine/Gemeinschaften

  • Solar Powers e.V., Berlin
    Herausragendes Engagement der Studierenden und Signalwirkung für das Nutzungspotenzial von Solarstrom auf den Dächern von Bildungseinrichtungen.

Kategorie: Medien

  • Heinz Wraneschitz, Wilhermsdorf
    Langjähriges und konsequentes journalistisches Engagement für die dezentrale Energiewende auf Basis 100 % Erneuerbarer Energien.

Kategorie: Transportsysteme

  • e.GO Mobile AG, Aachen
    Starkes Signal für den Aufbruch in das Zeitalter der Elektromobilität und Vorbildfunktion für die etablierten Automobilhersteller in Deutschland.

Kategorie: Bildung und Ausbildung

  • Werner-Heisenberg-Schule, Rüsselsheim
    Langjähriges und fächerübergreifendes Konzept zur Integration erneuerbarer Energieprojekte in den Unterricht.

Kategorie: Sonderpreis für persönliches Engagement

  • Dr. Aribert Peters, Unkel
    Jahrzehntelanges authentisches Engagement und gesamtgesellschaftliches Wirken im Interesse der Energieverbraucher.

Mitglieder der Jury
Dr. Axel Berg, Vorsitzender des Vorstands, EUROSOLAR Deutschland e.V.
Prof. Peter Droege, Präsident, EUROSOLAR e.V.
Hermann Fellner, Vorstandsmitglied, EUROSOLAR e.V.
Dr. Joachim Frielingsdorf, Leiter Kommunikation und Pressesprecher, EnergieAgentur.NRW
Stephan Grüger, MdL, Vizepräsident, EUROSOLAR e.V.
Frantz Hantmann, 2. Vorsitzender, DGS Landesverband NRW e.V.
Rosa Hemmers, Vorstandsmitglied, EUROSOLAR e.V.
Dr. Fabio Longo, Vizepräsident, EUROSOLAR e.V.
Dr. Nina Scheer, MdB, Vorstand, Hermann-Scheer-Stiftung
Irm Scheer-Pontenagel, Ehrenvorstandsmitglied, EUROSOLAR e.V.
Prof. Eberhard Waffenschmidt, 1. Vorsitzender, SFV Deutschland e.V.

 

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