Digitalisierung in HR noch mit viel Potenzial

Über die Hälfte aller global agierenden Unternehmen ist nicht in der Lage, ihre Vorgänge zur Lohn- und Gehaltsabrechnung einheitlich zu erfassen. Des Weiteren wird deutlich, dass noch immer digitale Möglichkeiten nicht voll ausgeschöpft werden, weshalb HR-Aufgaben zu viele Ressourcen binden. Das zeigt eine Untersuchung der Global Payroll Alliance in Zusammenarbeit mit SD Worx, dem führenden Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Lohnabrechnung und HR.
Die Studie untersuchte die Herausforderungen, vor denen erfahrene Payroll-Experten in global agierenden Unternehmen stehen. So haben trotz zunehmender Berücksichtigung von Compliance-Anforderungen, zum Beispiel in Bezug auf die Gleichberechtigung bei der Bezahlung von Frauen und Männern, viele multinationale Unternehmen noch immer keine ausreichende Übersicht über ihre Lohnabrechnung. Das Fehlen einer konsolidierten Berichterstattung zeigt, wie schwierig die Umsetzung einheitlicher Richtlinien und Prozesse für viele Unternehmen ist.

Einige Unternehmen versuchen diesen Herausforderungen zu begegnen, indem sie auf eine digitale Gehaltsabrechnung setzen. Aber: Trotz der Vorteile bezüglich Effizienz, Schnelligkeit und Genauigkeit, die die Digitalisierung bieten kann, verwaltet ein ebenso hoher Anteil die Lohnabrechnungsprozesse und -pläne ausschließlich manuell. Demnach nutzen 12 Prozent der Unternehmen keine intelligente Technologie zur Abwicklung von Prozessen, während 13 Prozent diese Arbeit vollständig online erledigen. Immerhin versuchen sich 72 Prozent in einer Mischung aus teils digital sowie teils manuell verwalteter Lohnabrechnungsprozesse.

Besonders auffällig in gerade international agierenden Unternehmen: Obwohl neue Vorschriften die Arbeitsbelastung weiter erhöhen, zweifeln 38 Prozent der Befragten daran, dass ihr Unternehmen von der Nutzung von digitalen Prozessen für die Lohn- und Gehaltsabrechnung profitieren würde. Dabei wird oft nicht verstanden, welche Prozesslösungen sich bereits zu einer wichtigen Technologie entwickeln.

„Multinationale Unternehmen kämpfen mit der Abwicklung der Gehalts- und Lohnabrechnung. Der Druck auf die Lohnstellen nimmt von Jahr zu Jahr zu. Ebenso die Aufwendungen bei den Lohn- und Gehaltsabrechnungen“, sagt Dr. Mark Eger, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei SD Worx Deutschland. „Gerade Deutschland ist Europas Schlusslicht bei der Online-Abwicklung grundlegender HR-Verwaltungsaufgaben: 69 Prozent werden nach wie vor offline bearbeitet. Dabei ist die Digitalisierung von Betriebsabläufen wesentlich, um Lohnstellen die notwendige Übersicht zu verschaffen und die Daten entsprechend nutzen zu können. Wenn Unternehmen nicht bereit sind, kontinuierlich Neues zu lernen, riskieren sie, die Vorteile der neuen Technologie für die Abteilung und das ganze Unternehmen zu verlieren. Und damit Professionals und Young Talents.“

Über den Bericht
An der Umfrage der Global Payroll Association nahmen 158 Lohn- Und Abrechnungsverantwortliche teil. 55 Prozent unter ihnen vertretenen Organisationen, die mindestens 2.500 Mitarbeiter beschäftigen. Die erfassten Lohnregionen waren APAC (Asien-Pazifik), EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) sowie Amerika.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Kimon Xynias, kx@freunde-agentur.de 

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Bericht NetOps meets DevOps

Das Netzwerkteam muss genauso agil und flexibel sein wie das Anwendungsteam und über die nötigen Voraussetzungen verfügen, um die Netzwerkagilität zu fördern. Welche Best Practices können NetOps von DevOps adaptieren, um eine agilere, geschäftlich orientierte Wertschöpfung für die Netzwerke von morgen zu erzielen?

Moderne agile Entwicklungspraktiken, Microservices, Container und Cloud-Infrastruktur bilden zusammen die Basis dafür, dass Anwendungsentwickler Innovationen schneller umsetzen und Anwendungen häufiger aktualisieren können als je zu vor. Um diese agilen Entwicklungs- und Betriebsstrategien realisieren zu können, sind besser skalierbare und flexiblere Infrastrukturteams und -prozesse erforderlich, die sicherstellen, dass das Produktionsnetzwerk, die Anwendungsdienste auf Layer 4 bis 7 sowie die Anwendungen nach Bedarf skaliert werden können. Deshalb stehen Entwicklungs- und Testressourcen auf Abruf bereit.

DevOps – Anwendungsentwicklung und IT-Betrieb als Einheit

Aus dem Bedarf heraus, diese Anforderungen zu erfüllen, ist eine neue Disziplin entstanden: DevOps (zusammengesetzt aus dem englischen „Development", d. h.  Entwicklung und „Operations" für Betrieb). DevOps stellt die Integration der Anwendungsentwicklung und des IT-Betriebs auf verschiedenen Ebenen dar, darunter Kultur, Prozessabläufe und Infrastrukturmanagement sowie Anwendungsentwicklung, -tests, -implementierung und -bereitstellung. In den IT-Teams von Unternehmen erwarten 72 Prozent, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monate zumindest für einige ihrer Entwicklungsaktivitäten DevOps-Methoden einführen werden.

Die ersten DevOps-Initiativen haben sich auf die Integration von Entwicklungs-, Test- und Recheninfrastruktur-Bereitstellung konzentriert, um die Entwicklerproduktivität zu erhöhen und Anwendungen schneller auf den Markt zu bringen. Immer mehr Unternehmen stellen um auf DevOps-unterstützte Abläufe zur Unterstützung produktiver Anwendungen.

NetOps – Netzwerkinfrastruktur und Anwendungsdienste im Verbund 

Die Auswirkungen auf den Netzwerkbetrieb (Network Operations oder auch „NetOps") sind beträchtlich. Konkret bedeutet das, dass Netzwerkbetriebsteams (NetOps-Teams) die Netzwerkinfrastruktur und Anwendungsdienste auf Layer 4 bis 7 schnell konfigurieren, skalieren, sichern und integrieren müssen. Sie müssen dynamische, sich ständig verändernde Workload-Anforderungen vorhersehen und darauf reagieren, da nur so flexible Kapazitäten, Anwendungssicherheit, Lastverteilung und Multi-Cloud-Integrationen möglich sind. Kurz gesagt, das Netzwerkteam muss genauso agil und flexibel sein wie das Anwendungsteam und über die nötigen Voraussetzungen verfügen, um die Netzwerkagilität zu fördern.

Automatisierung des Netzwerk-Betriebs

NetOps-Teams benötigen für die Steuerung der Netzwerkressourcen denselben Grad an wiederverwendbarer, skalierbarer und softwaredefinierter Automatisierung wie System- und Cloud-Administratoren für Rechner- und Speicherressourcen. Moderne Automation-as-Code-Lösungen auf Open-Source-Basis liefern bewährte Technologie, um die Transformation des Netzwerkbetriebs mittels Automatisierung zu beschleunigen, sodass digitale Initiativen und DevOps-Prioritäten unterstützt werden können.

F5 und Red Hat haben gemeinsam eine Umfrage unterstützt, an der über 400 IT-DevOps- und NetOps-Experten teilnahmen. Sie soll das Thema genauer beleuchten. Die Ergebnisse zeigen Möglichkeiten, wie NetOps-Teams von den Best Practices der DevOps-Teams lernen, sich in kontinuierliche Bereitstellungs-Toolchains integrieren und von modernen, Open-Source-Automatisierungstechnologien profitieren können, um eine agilere, geschäftlich orientierte Wertschöpfung für die Netzwerke von morgen zu erzielen.

Inhalt des Berichts „NetOps meets DevOps“

  • Die Vorteile der Automatisierung in DevOps-Umgebungen
  • Innovationen eröffnen neue Chancen für die NetOps-Automatisierung
  • Strategien für die erfolgreiche Einführung der NetOps-Automatisierung
  • Umstellung von manuellen Methoden auf moderne Tools
  • Anpassen und Fördern der Zusammenarbeit und Kultur durch gemeinsame Messgrößen
  • NetOps auf dem Weg zu agiler Automatisierung

Zum Download des kostenlosen, deutschsprachigen Berichts „NetOps meets DevOps“ (17-seitiges PDF):

https://www.it-daily.net/download/20496-netops-meets-devops

Weitere Informationen:

www.it-daily.net

Ansprechpartner:

Ulrich Parthier
it Verlag GmbH
Rudolf-Diesel-Ring 21
82054 Sauerlach
Telefon: +49-8104-649414
E-Mail: u.parthier@it-verlag.de

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Muttertag: Blumen sind immer noch der Klassiker für Mama

Das Geschenk zum Muttertag gehört für Viele zum Mai wie das Amen in der Kirche. Und Blumen sind nach wie vor der Geschenke-Klassiker! 54% der Deutschen schenken Blumen – wie aus einer aktuellen Umfrage von Appinio* zum Muttertag im Auftrag von Trusted Shops hervorgeht.

Die Umfrage ergab ferner, dass 32 Prozent vermehrt im Internet einkaufen würden, wenn Online-Shops eine stärkere Glaubwürdigkeit und Transparenz – beispielsweise durch Gütesiegel mit Käuferschutz – aufweisen würden. 26 Prozent der Befragten gibt darüber hinaus an, bessere und inviduelle Angebote würde sie dazu veranlassen, mehr im Internet zu kaufen.

Worauf eifrige Internet-Käufer schon jetzt achten sollten, für die ein Muttertagsgeschenk immer noch ein Muss ist, erläutert Dr. Carsten Föhlisch, Verbraucherrechtsexperte von Trusted Shops.

1. Ich habe Tulpen bestellt aber Sonnenblumen geliefert bekommen? Muss ich diese annehmen?

Dr. Carsten Föhlisch: Nein, denn in diesem Fall greift das normale Gewährleistungsrecht. Der Händler muss die Rosen noch liefern. Liefert er morgens am Muttertag die falschen Blumen, so hat er noch genügend Zeit, die bestellten Rosen nachzuliefern. Unter Umständen kann der Kunde aber auch in diesem Fall sofort vom Vertrag zurücktreten. Dies gilt dann, wenn besondere Umstände vorliegen, die unter Abwägung der beiderseitigen Interessen den sofortigen Rücktritt rechtfertigen. Dies dürfte z.B. dann gelten, wenn der Blumenhändler es am Muttertag nicht mehr schaffen würde, die richtigen Blumen nachzuliefern.

2. Welche Rechte habe ich, wenn die Blumen zu spät geliefert werden?

Dr. Carsten Föhlisch: Ist die Lieferung für den Muttertag explizit vereinbart, liegt ein sogenanntes Fixgeschäft vor. Erfolgt die Lieferung nicht an diesem Tag, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Er muss die Blumen weder annehmen noch bezahlen. Dabei ist es irrelevant, ob für die Bestellung ein Widerrufsrecht besteht oder nicht.

3. Ich habe online für meine Mutter goldene Ohrringe bestellt, leider reagiert sie darauf allergisch. Was kann ich machen?

Dr. Carsten Föhlisch: Grundsätzlich besteht bei Waren, die online gekauft wurden, das 14-tägige Widerrufsrecht. Allerdings gibt es von dieser Regel auch Ausnahmen, z.B. die Lieferung versiegelter Waren, die aus Gründen der Hygiene oder aus Gesundheitsgründen nicht zur Rückgabe geeignet sind und deren Versiegelung entfernt wurde. Ob allerdings Ohrringe unter diese Ausnahme fallen, ist in der Rechtsprechung noch nicht geklärt. Allerdings sollte man in einem solchen Fall prüfen, ob es sich hier wirklich um eine sehr seltene allergische Reaktion auf das Gold handelt oder ob evtl. Ohrringe geliefert wurden, die Nickel enthalten und worauf nicht hingewiesen wurde. In diesem Fall bestehen Gewährleistungsrechte und der Händler macht sich unter Umständen dann sogar schadenersatzpflichtig.

4. Ich habe bei einem Online-Reiseveranstalter einen Kurzurlaub für meine Mutter gebucht. Die Reise muss aufgrund von Krankheit kurzfristig storniert werden. Kann ich mein Geld zurückverlangen?

Dr. Carsten Föhlisch: In diesem Fall kann ich vom Vertrag zurücktreten. Bei einem Reisevertrag ist dies vor Reisebeginn jederzeit und ohne Begründung möglich. Dadurch verliert der Reiseveranstalter seinen ursprünglichen Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Allerdings kann er stattdessen eine angemessene Entschädigung verlangen, wobei er sich ersparte Aufwendungen und eine mögliche anderweitige Verwertung des frei gewordenen Platzes anrechnen lassen muss. Dies geschieht meist in Form einer pauschalierten Stornogebühr, die in den AGB festgehalten wird. Allerdings stellt sich hier immer die Frage, ob diese wirksam sind – meist ist das nicht der Fall.

5. Ich habe zum Muttertag einen Gutschein für einen Online-Shop gekauft, aber meine Mutter kauft nicht gerne online. Ist es möglich, ihn gegen die Erstattung des Geldes wieder zurückzugeben? Dr. Carsten Föhlisch: Gutscheine können im Rahmen des 14-tägigen Widerrufsrechtes zurückgegeben werden und der Händler muss hierfür den bezahlten Betrag erstatten. Der Händler ist dann verpflichtet, den Betrag auch auszuzahlen. Nicht ausreichend wäre eine Gutschrift auf das Kundenkonto.

*Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der APPINIO GmbH bereitgestellt. An der Befragung am 25.04.2019 nahmen 1.000 Personen ab 18 Jahren teil.

 

 

 

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Deutsche Industrie investiert weniger im Ausland

Der Wettbewerbsdruck auf die deutsche Wirtschaft nimmt zu. Die Abkühlung der Weltkonjunktur, die handelspolitischen Widrigkeiten und heimische Geschäftsrisiken belasten die stark exportorientierte deutsche Industrie immer stärker. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) mit mehr als 2.000 Unternehmensantworten hervor.

Die Industrie plant demnach für 2019 mit deutlich weniger Auslandsinvestitionen als im Vorjahr. Der Saldo sinkt auf 16 Punkte (2018: 27 Punkte). So niedrig waren die Investitionspläne für das Ausland zuletzt 2013. DIHK-Präsident Eric Schweitzer zeigt sich besorgt: "Der Druck auf die deutsche Wirtschaft wird größer: Das Hin und Her beim Brexit, die globalen Handelskonflikte und die US-Sanktionen belasten die Konjunktur und trüben spürbar die Investitionsfreude der deutschen Unternehmen für das Auslandsgeschäft. Inländische Kostenfaktoren wie hohe Strom- und Energiepreise oder Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel schmälern zudem die Budgets für Investitionen." Auch sinkt der Anteil der Industrieunternehmen, die außerhalb deutscher Standorte investieren, auf 46 Prozent – dem niedrigsten Wert seit 2014. Um sich besser gegen Risiken abzusichern, verteilen die Betriebe ihre verringerten Investitionsbudgets vermehrt auf verschiedene Kontinente.

Europa bleibt Investitionsstandort Nummer 1 für die deutsche Industrie. In der Eurozone planen 65 Prozent der im Ausland tätigen Betriebe neue Investitionen. In den Nicht-Euro-Staaten, der Schweiz und Norwegen planen immerhin 24 Prozent der Betriebe mit neuen Investitionen. "Die heimischen Geschäftsrisiken wie zum Beispiel der Fachkräftemangel, Energie- und Strompreise und Arbeitskosten bereiten den Unternehmen zunehmend Kopfzerbrechen – und machen den Weg ins Ausland attraktiver", so DIHK-Präsident Schweitzer.

Die Unternehmen sehen zwar nach wie vor im europäischen Binnenmarkt einen sicheren Hafen für ihre Investitionen. Allerdings verringert sich der Investitionssaldo im gemeinsamen Währungsraum von 29 auf 17 Punkte, in der sonstigen EU von 38 auf 25 Punkte. Zu Jahresbeginn 2019 planen 26 Prozent der auslandsaktiven Unternehmen aus Kostengründen im Ausland zu investieren. Von den auslandsaktiven Unternehmen, die ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht bezeichnen, geben fast 40 Prozent an, aus Rationalisierungsgründen im Ausland investieren zu wollen (Vorjahr 19 Prozent).

DIHK-Präsident Schweitzer sieht deshalb gerade im Inland großen Handlungsbedarf: "Ohne die Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wie etwa der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die sichere Versorgung mit bezahlbarer Energie oder eine Steuer- und Bürokratieentlastung für hiesige Unternehmen droht der Investitionsstandort Deutschland in Sachen internationaler Wettbewerbsfähigkeit den Anschluss zu verlieren. Hier sehe ich wichtige Ansatzpunkte für die Nationale Industriestrategie des Bundeswirtschaftsministers."

Die Umfrageergebnisse stehen hier zum Download bereit:

DIHK-Umfrage Auslandsinvestitionen 2019

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Die Pflege im Aufbruch

Das Thema Pflege ist in Deutschland nun endlich richtig angekommen – spätestens seit der Bundestagswahl 2017. Raimund Koch beschäftigt sich aber schon seit Langem mit der Situation von Pflegekräften – seit über 30 Jahren ist er Teil von HARTMANN und heute als gesundheitspolitischer Sprecher aktiv. Er war gerade bei der größten Branchenveranstaltung, dem Deutschen Pflegetag in Berlin. Was hat er vom Kongress mitgenommen?

Dass sich die Pflegesituation in Deutschland aktuell in einer Krise befindet, ist nichts Neues. Dass die Weichen für Veränderungen jetzt gestellt werden müssen, um den Pflegenotstand zu entschärfen, auch nicht. Ich höre das seit Jahren regelmäßig bei Kongressen und Konferenzen. Auch beim diesjährigen Deutschen Pflegetag in Berlin wurde das Thema von den Rednern mehrfach deutlich betont. Aber wo steht die deutsche Pflege heute?

Lassen wir Zahlen sprechen

Aktuell fehlen bundesweit rund 70.000 Pflegefachkräfte. Bis 2030 könnte sich diese Lücke auf bis zu 480.000 Fachkräfteerhöhen. Eine Zahl, die für viele schwer greifbar ist. Ich gebe Ihnen ein praktisches Beispiel für die Arbeitsüberlastung: Eine Pflegefachkraft findet eine Heimbewohnerin morgens um 7.00 Uhr auf einer Toilette, wartend. Auf Nachfrage, wo die für sie zuständige Pflegekraft sei, erwidert die Frau, dass sie nachts um 2.00 Uhr von einer Nachtschwester zur Toilette gebracht worden sei, diese sie aber nicht mehr zurück ins Bett gebracht habe. Sie habe sie wohl vergessen. Unglaublich? Nein, es ist Realität in der Pflege. Untragbar ist es nicht nur für Patienten, auch für das zuständige Pflegepersonal, das die tägliche Arbeit kaum noch stemmen kann.

Dabei geht es nicht nur um die eigentliche Arbeitsbelastung. Auch die psychischen Herausforderungen sowie eine schlechte Vergütung lassen die Gedanken an einen Ausstieg aus dem Pflegeberuf laut werden. Mehr als 50 % der Pflegekräfte in Deutschland denken aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen über einen Ausstieg aus ihrem Beruf nach. Dies ergab der erstmals von uns durchgeführte Pflexit-Monitor, eine Umfrage von 300 Pflegekräften in Deutschland. Warum „Pflexit“? Diese Wortneuschöpfung aus „Pflege“ und „Exit“ soll den aktuellen Pflegenotstand verdeutlichen. Warum denken also so viele Pflegekräfte über einen Ausstieg aus ihrem Beruf nach? Hauptgrund ist vor allem der permanente Personalmangel – dies bestätigten fast drei Viertel aller Befragten – sowie die generell hohe Arbeitsbelastung. Nochmals den gleichen Beruf wählen würden lediglich 35 Prozent – 43 Prozent würden anderen Jobs nachgehen. Auch erschreckend: Nur knapp ein Drittel würde den Beruf weiterempfehlen. Wie würde es also sein, wenn nun rund 600.000 Pflegekräfte von heute auf morgen aussteigen? Wie kann man einen solchen, wenn auch nur theoretischen Exodus verhindern? Denn: die gleiche Umfrage belegt auch, dass Pflegekräfte ihren Job gerne ausüben – Menschen zu helfen ist Motivation und Antrieb. Sollte man das nicht honorieren?

Die Pflege definiert sich neu

Was ich vom Deutschen Pflegetag mitgenommen habe: die Pflege ist im Umbruch. Dabei geht es in erster Linie nicht nur um eine gerechte Vergütung, die das Attraktivitätslevel der Pflege als Beruf zumindest erhöhen soll. Ein Gesamtkonzept ist gefragt und wird von der Pflege aktiv eingefordert. Denn sie sieht sich mittlerweile als weitaus mehr als eine einfache Assistenz-Tätigkeit zur Unterstützung des Arztes.

Die Pflege fordert eine Anerkennung als eigenständige Profession. Sie soll mit anderen Berufsgruppen, z. B. den Ärzten, gleichgestellt und gleichberechtigt sein. Entscheidungen bei der Behandlung des Patienten mitzutreffen und deren Durchführung eigenständig zu gestalten soll nicht nur irgendwo in der Praxis hinter vorgezogenem Vorhang umgesetzt werden. Es soll fester Bestandteil der täglichen Arbeit der Pflegefachkräfte sein – Arbeiten auf Augenhöhe. Das wissenschaftliche Hintergrundwissen aufgrund der vorangetriebenen Akademisierung der Pflege und das praktische Wissen durch die tägliche Arbeit sind bereits vorhanden. Ebenso das Selbstbewusstsein der Pflege hierfür einzustehen – jetzt geht es um die Umsetzung, auch und vor allem auf politischer Seite.

Was in den vergangenen Jahren in der Politik nur schrittweise und sehr zögerlich beim Thema Pflege angegangen wurde, hat durch den neuen Gesundheitsminister Jens Spahn das Potenzial, aktiv umgesetzt zu werden. Das spürt man. Als neuen Pflegebeauftragten hat Spahn den ehemaligen Präsidenten des Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, benannt. Auch dies spricht dafür, dass die Politik der Pflege in ihren Forderungen entgegenkommen wird. Denn Westerfellhaus ist Experte und Praktiker – und hoch geschätzt bei den Pflegern. Doch auch Spahn stellte während des Deutschen Pflegetages fest: „Für all das, brauche ich Ihre Unterstützung.“ Und damit hat er wohl nicht ganz Unrecht.

Der Deutsche Pflegetag als Katalysator

Unterstützung erfährt die Pflege vor allem durch den Deutschen Pflegerat (DPR). Vor 20 Jahren wurde er als unabhängige Instanz gegründet, um die Positionen und Interessen der Pflegeorganisationen einheitlich zu vertreten – um der professionellen Pflege eine Stimme zu geben. Mit dem Deutschen Pflegetag hat der DPR 2014 ein Forum für die Pflege geschaffen, in dem hochrangige Vertreter aus Politik, Verbänden, der Wissenschaft und Wirtschaft die Zukunft des Pflegeberufs diskutieren.

Seit 2005 unterstützt HARTMANN den DPR finanziell und ideell, um das gemeinsame Ziel, die Pflege aufzuwerten, voranzutreiben und nimmt dabei ganz konkret die Pflegefachkräfte in den Blick. Denn wissen Sie, wer die Wund- oder Inkontinenzprodukte in der Praxis anlegt und den Patienten tagtäglich betreut? Das sind nicht die Ärzte, die diese Produkte verschreiben, sondern die Pflegefachkräfte! Sie wissen, worauf es ankommt, was gute Pflege ausmacht und wo Veränderungen nötig sind. Wenn wir wirklich etwas in der Pflegesituation bewegen wollen, müssen wir sie endlich an den Tisch holen. Es ist an der Zeit, verbindliche Entscheidungen voranzutreiben, die diesen Wandel und das Empowerment der Pflege unterstützen. Für eine starke Pflege, die wirklich allen zugute kommt.

Über HARTMANNs 200-jähriges Jubiläum

2018 feiert HARTMANN sein 200-jähriges Jubiläum. Bereits 2017 starteten wir mit dem Countdown zu den offiziellen Feierlichkeiten im Juni 2018. Erfahren Sie in unseren Geschichten, wie unsere Mitarbeiter und Partner dazu beitragen, das Gesundheitswesen voranzubringen und welche Trends und Themen die Gesundheitssysteme bewegen, für die wir uns einsetzen.

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Bayernwerk bleibt „best place to learn“

Wer eine ehrliche Antwort zur Qualität seiner Ausbildung will, fragt am besten die Auszubildenden. Das hat das Bayernwerk getan. Die Auszubildenden des Unternehmens sowie die Ausbilder selbst nahmen an einer Umfrage der unabhängigen Gesellschaft AUBI-plus teil. Das Energieunternehmen bleibt Top-Ausbilder und wird mit dem Zertifikat „best place to learn“ für seine Ausbildung ausgezeichnet.

Bereits zum zweiten Mal erhält das Bayernwerk als Ausbildungsbetrieb das Zertifikat „best place to learn“. Hinter dem freiwilligen Detailcheck der eigenen Ausbildungsqualität steht die ständige Optimierung des Unternehmens im Wettbewerb. „Für unsere Zukunft brauchen wir junge Menschen, die mit hoher Qualität und mit Begeisterung für unsere Kunden und für das Unternehmen da sind“, betonte Beate Rubenbauer, Personalleiterin der Bayernwerk Netz GmbH. Im Gegensatz zu früher müsse man heute mit vielen Unternehmen und innovativen Branchen um junge Menschen werben. „Unser größtes Pfund ist dabei unsere hervorragende Ausbildung. Uns geht es darum, unseren Nachwuchs bestmöglich auf die hohen beruflichen Anforderungen einer heute hoch innovativen Energiebranche vorzubereiten. Wir wollen der beste Ort für die jungen Menschen sein, um zu Lernen und eine beruflich spannende und begeisternde Karriere zu starten“, so Beate Rubenbauer.

Das Ergebnis der neuerlichen Umfrage sieht Beate Rubenbauer äußerst positiv: „Wir sind natürlich überaus froh, dass Auszubildende und Ausbilder unsere Ausbildung schätzen und uns zu den Top-Ausbildungsunternehmen zählen. Es geht uns aber nicht um Selbstbeweihräucherung. Wir wollen Potentiale offenlegen, um uns weiter zu verbessern. Und da haben wir wertvolle Hinweise erhalten“, betonte Beate Rubenbauer. Die Umfrage verdeutliche auch, wie sehr sich Arbeitswelt und Erwartungen junger Menschen seit der letzten Umfrage in 2015 verändert haben. „Ganz klar: Die Ansprüche an die Ausbildung steigen. Und das ist gut so“, hob die Personalleiterin hervor.

Als besondere Stärken der Bayernwerk-Ausbildung werden die soziale Integration, das große Augenmerk auf Ausbildungspläne, die Ausbildungsinhalte, Arbeits- und Gesundheitsschutz, das hervorragende Lern- und Arbeitsklima, eine hohe Wertschätzung gegenüber den Auszubildenden sowie die Qualität der Ausbilder gesehen. Damit zusammen hängen auch die guten Ausbildungsergebnisse der Bayernwerk-Azubis. „Was wir jedoch brauchen, ist mehr Profil in unserem Ausbildungsmarketing. Zudem müssen wir weiter intensiv an unserer Feedback-Kultur und am regelmäßigen Informationsaustausch arbeiten. Das ist besonders für junge Menschen in der Ausbildung sehr wichtig“, so Rubenbauer. Man werde auch weiter daran arbeiten, den Auszubildenden noch intensiver Tätigkeiten in der Praxis zu ermöglichen.

Niels Köstring, Geschäftsführer von AUBI-plus stellte die Ergebnisse der Umfrage vor und übergab die Urkunde an Beate Rubenbauer: „Es spricht für eine gesunde Unternehmenskultur, wenn man sich dem Urteil der eigenen Auszubildenden stellt. Das Bayernwerk macht das zum wiederholten Mal und unterstreicht damit, dass man die Meinung der eigenen Azubis und Ausbilder annimmt und wertschätzt. Auch das steht Top-Ausbildern wie dem Bayernwerk gut zu Gesicht.“

Beim Bayernwerk sind derzeit 289 junge Menschen in der Ausbildung. Auch in den technischen Berufen sind immer mehr weibliche Auszubildende zu finden. In folgenden Berufen bildet das Bayernwerk aus: Elektroniker/in für Betriebstechnik, Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik, Mechatroniker/in, Anlagenmechatroniker/in Gas und Versorgungstechnik, Industriemechaniker/in, Industriekauffrau/Industriekaufmann und Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement. Ausbildungsstandorte des Unternehmens sind Regensburg, Würzburg, Bayreuth, Pfaffenhofen und München.

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Fehlende Sicherheit: 2 von 3 Deutschen brechen ihren Online-Einkauf wegen ungutem Gefühl ab

Online-Shopping ist bequem und praktisch: Rund um die Uhr steht alles zur Verfügung und wird bis an die eigene Tür geliefert. Jeder kennt aber auch die Probleme, die das Einkaufen im Internet mit sich bringen kann. Von falscher Lieferung über fehlende Rückerstattung bis zum täuschend echten Fakeshop birgt das World Wide Web zahlreiche Gefahren. Trusted Shops hat daher nachgefragt, wie sicher sich die Deutschen beim Online-Einkauf fühlen und welche Erfahrungen sie bisher gemacht haben.

Laut einer Appinio-Umfrage* im Auftrag von Trusted Shops, haben 63 Prozent der Deutschen schon einmal den Online-Einkauf aus einem unguten Gefühl fehlender Sicherheit heraus abgebrochen. Kein Wunder, denn jeder Zweite hat schon einmal eine negative Erfahrung beim Online-Shopping gemacht: Am häufigsten kommt es vor, dass Ware nicht (59 Prozent), zu spät (44 Prozent) oder falsch (31 Prozent) geliefert wird. Immerhin ist bereits mehr als jeder Neunte (12 Prozent) auf einem gefälschten Online-Shop reingefallen und zu ernsthaftem Schaden gekommen. Dies sind alles Gründe, warum mittlerweile fast jedem das Thema Sicherheit beim Online-Einkauf wichtig bis sehr wichtig ist. Rund 90 Prozent der Befragten vergewissern sich, dass der Shop seriös ist, bevor sie auf „Jetzt bestellen“ klicken.
 
Die folgenden Punkte bieten eine Orientierung:

  • Das Impressum ist unvollständig oder gar nicht vorhanden
  • Bezahlmethoden wie Rechnung werden nicht angeboten
  • Kundendaten werden nicht verschlüsselt übermittelt
  • Negative Kundenbewertungen häufen sich
  • Preis- oder Lieferfristangaben sind uneindeutig

*Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der APPINIO GmbH bereitgestellt. An der Befragung am 28.03.2019 nahmen 500 Personen ab 18 Jahren teil.

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Fachkräfteengpässe groß – trotz schwächerer Konjunktur

"Die Fachkräfteengpässe legen nochmals leicht zu", fasste Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), heute in Berlin die Ergebnisse des DIHK-Arbeitsmarktreports 2019 zusammen. Neu sei allerdings die Entkopplung vom Konjunkturverlauf.

Die Auswertung "Fachkräfteengpässe groß – trotz schwächerer Konjunktur" beruht auf mehr als 23.000 Unternehmensantworten.

49 Prozent der befragten Betriebe könnten offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil sie keine passenden Arbeitskräfte fänden, berichtete Dercks. Dies sei nochmals mehr als im vergangenen Jahr (47 Prozent) – und das trotz nicht mehr so positiver wirtschaftlicher Aussichten. "Daher sind die hohe Fachkräftenachfrage und die Stellenbesetzungsschwierigkeiten besonders bemerkenswert."

Besonders betroffen ist der Erhebung zufolge die Baubranche, aber auch technikorientierte Bereiche wie etwa der Werkzeugmaschinenbau. Zunehmend haben laut Dercks Großunternehmen Probleme bei der Stellenbesetzung, die gemeinhin bei Bewerbern besonders beliebt sind. "Die größeren Schwierigkeiten auch dort sind ein deutlicher Hinweis auf steigende Fachkräfteengpässe insgesamt."

Bei fast jedem zweiten Unternehmen mit aktuellen Stellenbesetzungsschwierigkeiten blieben inzwischen Vakanzen für Kandidaten mit dualer Ausbildung längerfristig frei, so der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. 38 Prozent suchten erfolglos Mitarbeiter mit einem Weiterbildungsabschluss, 33 Prozent Hochschulabsolventen und immerhin 30 Prozent Arbeitnehmer ohne abgeschlossene Berufsausbildung. "Bei den gering Qualifizierten ergibt sich im Vergleich zur Umfrage vor zwei Jahren die größte Steigerung." Inzwischen zeige sich mehr als die Hälfte der Betriebe grundsätzlich interessiert, Bewerber auch aus dem Nicht-EU-Ausland einzustellen.

Um dem Fachkräftemangel einzudämmen, plädierte Dercks unter anderem für die Förderung der Beruflichen Bildung inklusive der Höheren Berufsbildung, die Stärkung digitaler Kompetenzen sowie für Erleichterungen bei der Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte.

Zudem verwies der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer auf das Engagement von Unternehmen und Industrie- und Handelskammern (IHKs) bei der Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Beschäftigung. Die IHK-Organisation könne nach drei Jahren des Aktionsprogramms "Ankommen in Deutschland" eine erfreuliche Zwischenbilanz ziehen, lobte er.

Auf der Website des DIHK finden Sie das komplette Statement, den DIHK-Arbeitsmarktreport 2019 sowie eine Auswertung zum Aktionsprogramm "Ankommen in Deutschland" rechts oben zum Download.

 

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Nachhaltigkeit und Werbeartikel: ADLER mit neuer Infografik – verantwortungsvoll handeln und positives Markenimage stärken

In den Ozeanen und Meeren schwimmen Millionen Tonnen Plastikteilchen, die Natur und Tieren immensen Schaden zufügen. Nachhaltiges Denken ist zum Erhalt des Planeten und zur Sicherung der Lebensqualität unverzichtbar. Die ADLER Vertriebs GmbH & Co. Werbegeschenke KG lebt Innovation und unterstützt mit ökosozialen Werbeartikeln den Schutz der Umwelt. Nachhaltigkeit ist eines der zentralen Themen des Saarbrücker Werbemittelanbieters. Die neue Infografik auf der ADLER-Internetpräsenz veranschaulicht, wie Unternehmen mit nachhaltigen Werbeartikeln verantwortungsvoll handeln und ein positives Markenimage stärken.

Nachhaltiger werben – langlebige Werbemittel aus nachwachsenden Rohstoffen und recycelten Materialien

Riesige Plastikberge aus Wegwerfprodukten werden zu einer immer größeren Umweltbelastung mit fatalen Folgen. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Kooperation mit dem Onlineportal Statista zufolge, befürwortet die deutsche Bevölkerung ein von der Europäischen Union vorgeschlagenes Verbot für Einwegplastikprodukte. Auch die Nachfrage nach plastikfreien Werbegeschenken steigt kontinuierlich. Langlebige Werbeartikel aus nachwachsenden Rohstoffen und recycelten Materialien, hergestellt unter sozialverträglichen Arbeitsbedingungen, liegen klar im Trend. Unternehmen, die statt Plastikgadgets nachhaltige Werbemittel wie Öko-Kugelschreiber aus Bio-Kunststoff, Regenschirme mit Bambuselementen, klimaneutral produzierte Porzellantassen oder Fairtrade-zertifizierte Umhängetaschen wählen, fördern bei Kunden und Geschäftspartnern ein umweltverträgliches Image, schonen lebenswichtige Ressourcen und tragen zur gemeinsamen Wertschöpfung bei.

Der Full-Service-Anbieter ADLER Werbegeschenke zeigt in seiner neuen Infografik auf kompakte Weise, wie Firmen, Konzerne und Institutionen mit ökologischen Giveaways nachhaltiger werben können und welche entscheidenden Vorteile die intelligente Auswahl hochwertiger, sinnvoller und langlebiger Werbeartikel bringt.

Wachsende Werbewirksamkeit bei ökologischen Produkten

Ob recycelter Notizblock, Müslischale aus Bambusfasern oder wiederverwendbare Kaffeebecher: Ökologische Werbeartikel mit flexiblem Nutzen vermitteln Innovationswillen, repräsentieren eine umweltgerechte Marketingkommunikation und schaffen wertvolle Wettbewerbsvorteile. Bei der Nutzung, Verwendbarkeit und Verbreitung erzielen ökologische Produkte eine stetig wachsende Werbewirksamkeit. Im Hause ADLER hat die Regenerationsfähigkeit der Natur und das Prinzip der Ressourcenschonung oberste Priorität. Es gilt kreative Nachhaltigkeits-Werbemittel anzubieten, die höchsten Qualitätsansprüchen genügen und die Anforderungen der neuen Öko-Kultur erfüllen – seien es altbekannte Jutebeutel mit Firmenlogo, bedruckte Sweatshirts aus Bio-Baumwolle oder Werbe-Powerbanks aus Holz.

ADLER beleuchtet in seiner aktuellen Infografik das Trendthema „Nachhaltigkeit“, die Problemfelder der Plastikproduktion und die wichtigsten Sektoren beim Kauf von Werbeartikeln aus fairem Handel. Die Infografik steht jetzt kostenlos auf der ADLER Webpräsenz https://magazin.adlerwerbegeschenke.de/infografik/nachhaltiger-werben/ zum Download zur Verfügung.

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Vereinigtes Königreich verliert an Attraktivität

Die Diskussionen um den Brexit trüben schon jetzt die Geschäfte mit dem Vereinigten Königreich ein, wie die aktuelle Umfrage „Going International“ der Industrie- und Handelskammern (IHKs) zeigt. 54,2 Prozent der befragten Unternehmen im IHK-Bezirk Bonn/Rhein-Sieg bewerten die Geschäftssituation mit dem Vereinigten Königreich als schlecht, lediglich 12,5 Prozent schätzten ihre Geschäftssituation auf der Insel als „gut“ ein. Auf den nächsten Plätzen der Bewertungen einer „schlechten Geschäftssituation“ folgen die Türkei mit 36,4 Prozent und die USA mit 35,7 Prozent. Generell sieht die wirtschaftliche Lage gut aus: 39,4 Prozent der Befragten in der Region gaben an, dass die aktuelle Geschäftssituation in der Eurozone gut ist, weitere 51,5 Prozent beurteilen sie als befriedigend. Lediglich drei Prozent bewerten sie als schlecht.

„Die Eurozone bietet für Unternehmen der Region Bonn/Rhein-Sieg aktuell das weltweit beste Geschäftsumfeld, gefolgt von Kanada und der sonstigen EU als auch Schweiz und Norwegen“, sagt Armin Heider, Bereichsleiter der IHK Bonn/Rhein-Sieg: „Dies verdeutlicht nicht nur die enorme Bedeutung des Binnenmarktes, sondern auch den positiven Beitrag der gemeinsamen Währung für ein gutes Geschäftsumfeld. Die Ergebnisse spiegeln sehr stark die politischen und in der Folge auch wirtschaftlichen Unsicherheiten wider, auch wenn sich an den tatsächlichen rechtlichen Rahmenbedingungen nicht zwingend so viel verändert hat.“

Die Beurteilung der Geschäftssituation im Vereinigten Königreich hat sich binnen eines Jahres bundesweit nahezu komplett gedreht. Während im Jahr 2018 62 Prozent der Befragten angaben, die Situation auf der Insel wäre befriedigend, sagen aktuell 62 Prozent sie sei schlecht. Der Anteil der mit gut bewerteten Situation im VK ist mit 14 Prozent nur leicht seit 2017 (18 Prozent) zurückgegangen. Auch die Zukunftsperspektiven werden nunmehr von 52 Prozent als schlechter eingeschätzt, im Vorjahr waren es 40 Prozent.

Die größten Befürchtungen der Verschlechterungen für das VK beziehen sich auf die Zollbürokratie (59,1 Prozent), rechtliche Unsicherheiten (40,9 Prozent) und die Zunahme tarifärer Handelshemmnisse (36,4 Prozent). Weiterhin spielen Wechselkursrisiken und die Zunahme nicht-tarifärer Handelshemmnisse eine Rolle (31,8 und 27,2 Prozent).

Die Geschäftsbeziehungen der Unternehmen aus der Region Bonn/Rhein-Sieg zum VK stellen sich mannigfaltig dar: 54,8 Prozent exportieren Waren oder erbringen Dienstleistungen, 19,4 Prozent importieren Waren/Dienstleistungen, 22,6 Prozent unterhalten eine Niederlassung/Büro, 12,9 Prozent beschäftigen britische Staatsbürger in der Region und 9,7 Prozent beschäftigen deutsche Arbeitnehmer im VK. 32,3 Prozent der Umfrageteilnehmer unterhalten keinerlei Geschäftsbeziehungen über den Kanal.

„Die Herausforderungen im Umgang mit dem Brexit sind von daher für jedes Unternehmen anders gelagert, ein „Universalrezept“ zur Bewältigung der Unsicherheit insofern nicht gegeben. Hier können aber die Hinweise auf der Webseite der IHK Bonn/Rhein-Sieg, beim DIHK oder auch der AHK Großbritannien weiterhelfen. Eine individuelle Vorbereitung ist mittlerweile unumgänglich geworden, da gerademal ein Monat bis zum (noch geplanten) Austritt am 29. März 2019 verbleibt und lediglich 31,8 Prozent der Befragten angaben, gut auf den Brexit vorbereitet zu sein“, schließt Heider.

Nähere Informationen gibt es bei Armin Heider, E-Mail heider@bonn.ihk.de, oder unter www.bonn-ihk.de, Webcode 3273.

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