Zum Welt-Energie-Tag am 22. Oktober: Ist Deutschland Europas Energiesparmeister?

Ist Deutschland Europas Energiesparmeister? Laut einer Umfrage von E.ON und KantarEMNID glauben das zumindest 14 Prozent der Deutschen. Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus. Denn von den an der Umfrage beteiligten zehn europäischen Ländern belegt Rumänien mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 18.515 Kilowattstunden (kWh) Primärenergie im Jahr den ersten Platz.

Auf den Plätzen Zwei und Drei folgen die Türkei und Ungarn, mit einem Jahresverbrauch von 19.271 beziehungsweise 28.296 kWh. Laut der Befragten würden diese Plätze aber an Dänemark mit 16 Prozent und Deutschland mit 11 Prozent gehen – eine komplette Fehleinschätzung.

So kommt auch das tatsächlich drittplatzierte Ungarn im Ergebnis der Umfrage mit einem Prozent nur auf den letzten Platz. Und Rumänien − das Land, in dem am wenigsten Energie verbraucht wird − sehen nur zwei Prozent der Befragten als Europas Energiesparmeister.

Dieser Energiesparmeister liegt in der Einschätzung aller Befragten eher im Norden des Kontinents. Im Durchschnitt über alle Länder der Umfrage hinweg sind es 26 Prozent, die Schweden als Nation der besten Energiesparer sehen.

Das glauben die von E.ON und KantarEMNID befragten Menschen in neun von zehn Ländern – und liegen damit vollkommen falsch. Nur die Dänen sind, ebenfalls fälschlicherweise, fest davon überzeugt, selbst die Nation zu sein, die am energiesparendsten ist – mit 34 Prozent der Teilnehmer.

Diese Ergebnisse sind Teil der Studie "Wohnen in Europa". E.ON und KantarEMNID befragten dazu rund 10.000 Menschen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien, Schweden, Tschechien, in der Türkei und in Ungarn. Die Zahlen zum tatsächlichen Energieverbrauch basieren auf den World Development Indicators der Weltbank (2015), veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt.

Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich vonden hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON SE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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DIHK-Konjunkturumfrage im Herbst: Die Luft wird dünner

Die deutsche Wirtschaft läuft derzeit noch auf hohem Niveau. Doch die aktuelle Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zeichnet kein ungetrübtes Bild. Vor allem die Industrie spürt, dass der Wind international rauer wird.

"Die Luft wird dünner. Die Sorgen werden größer", bilanzierte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben die Ergebnisse der Erhebung, die er gemeinsam mit DIHK-Konjunkturexpertin Sophia Krietenbrink in Berlin präsentierte. "Die Unternehmen blicken deutlich verhaltener auf ihre künftigen Geschäfte."

Das zeige sich besonders in der Industrie und bei den Exporterwartungen. Immerhin, so Wansleben: "Die Investitions- und Beschäftigungspläne bleiben vergleichsweise stabil."

Auf Grundlage der Umfrage, die auf rund 27.000 Unternehmensantworten basiert, senkt der DIHK seine Wachstumsprognose von ursprünglich 2,7 Prozent (Jahresbeginn 2018) über 2,2 (Frühsommer 2018) auf nunmehr 1,8 Prozent. "Aufgrund der zu Jahresbeginn guten Ausgangslage hatten die Unternehmen mehr erwartet", betonte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Die konjunkturelle Dynamik bleibt weit hinter den Erwartungen zurück."

Auch die DIHK-Prognose für 2019 liegt nur bei 1,7 Prozent. "Sorgen bereitet uns, dass Investitionen und vor allem der Export an Schubkraft einbüßen", erläuterte Wansleben. Dagegen werde der Inlandskonsum wieder stärker zur Konjunkturstütze. "Hier macht sich die gute Arbeitsmarktsituation mit steigenden Einkommen bemerkbar – auch als Ergebnis der bisher guten Weltkonjunktur und des für uns damit verbundenen Exportwachstums."

Eine bessere Entwicklung sei möglich, wenn der internationale Handelsstreit schneller und besser gelöst werde, als es derzeit zu erwarten sei, beim Brexit die paneuropäische Zusammenarbeit mit Großbritannien aufrechterhalten werden könne und die Bunderegierung in Deutschland die Weichen auf Aufbruch und mehr Investitionen stelle.

Weiter positiv entwickle sich die Beschäftigung: "Wir rechnen mit einem Plus von 580.000 zusätzlichen Stellen in diesem Jahr", sagte Wansleben. Und: "Angesichts der Knappheiten auf dem Arbeitsmarkt beobachten wir eine gewisse Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsaufbau."

DIHK-Konjunkturexpertin Krietenbrink erläuterte die Resultate der Umfrage vom Herbst 2018 im Detail. Die deutsche Wirtschaft laufe "derzeit noch auf hohem Niveau", berichtete sie; lediglich die Industrie bewerte ihre Geschäftssituation weniger gut als im Frühsommer.

Von Investitionen in Ausrüstungen, Bauten oder sonstige Anlagen seien im kommenden Jahr etwas weniger Impulse zu erwarten als vom Konsum, und die Exporterwartungen sänken erneut. Dass der DIHK seine Prognose für die Ausfuhren in diesem Jahr bereits zwei Mal deutlich nach unten korrigieren musste, führte sie vor allem auf die handelspolitischen Konflikte, weniger Dynamik auf wichtigen Absatzmärkten, den gestiegenen Ölpreis und die Abwertung vieler Schwellenländer-Währungen zurück.

Sie finden die ausführlichen Statements hier zum Download:
Statements zur DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2018 (PDF, 106 KB)  

Die Umfrageergebnisse und viele weitere Dokumente sind abrufbar unter www.dihk.de/konjunktur.

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Handwerk hat gut zu tun

"Auch im III. Quartal 2018 hat die Konjunktur im Bezirk der Handwerks-kammer Karlsruhe nicht an Schwung verloren", so Präsident Joachim Wohlfeil zur Bewertung der aktuellen Zahlen der Konjunkturumfrage. Die Stimmung in den Betrieben ist gut – drei von vier Unternehmen (76%) waren mit ihrer Geschäftslage im III. Quartal mehr als zufrieden, lediglich für 4,2% der Befragten lief es in letzter Zeit nicht rund. Auf-tragsbestand und Kapazitätsauslastung der Unternehmen sind in den letzten drei Monaten weiter gewachsen.

Konjunkturmotor bleibt das Baugewerbe aber auch das Handwerk für den gewerblichen Bedarf meldet eine hohe Auslastung. Die allgemeine Geschäftslage bewerten im Bauhauptgewerbe für die letzten drei Mo-nate 83,3% der Unternehmen mit gut, die übrigen 16,7% waren mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Die den Betrieben vorliegenden Aufträge rei-chen im Durchschnitt für 13 Wochen. Das Bauausbauhandwerk meldet ähnliche Zahlen: 86,4% berichten von guten Geschäften in den letzten drei Monaten, 13,6% waren zufrieden. Der Auftragsbestand liegt bei 12 Wochen.

Die hohe Auslastung in den meisten Gewerken, die Impulse kamen mehrheitlich aus der Inlandsnachfrage, spiegelt sich auch in den Um-satzzahlen des Handwerks wider. So konnten 38,5% der Befragten ge-genüber dem Vorquartal höhere Umsätze verbuchen, während 17,4% Umsatzrückgänge verkraften mussten. Die Zuversicht, dass sich die Umsatzlage weiter verbessert, hat unter den Handwerksbetrieben im Kammerbezirk Karlsruhe im Jahresverlauf zugenommen. Nach der ak-tuellen Umfrage rechnen 42,6% der Betriebe mit Umsatzsteigerungen für das IV. Quartal 2018 während 12,1% von Umsatzrückgängen aus-gehen.

Die gute Konjunktur hat in den letzten drei Monaten im Handwerk für einen Beschäftigungszuwachs gesorgt. So hat nach der aktuellen Um-frage jeder 5. Betrieb (20,3%) neue Arbeitsplätze geschaffen, während im selben Zeitraum bei jedem 11. Handwerksunternehmen (8,8%) we-niger Personal als im Vorquartal beschäftigt war. Die knapp 19.000 Handwerksbetriebe in den vier Land- und drei Stadtkreisen im Kammer-bezirk Karlsruhe gehen mit Optimismus in das letzte Quartal 2018, 69,9% der Befragten rechnen damit, dass sich die gute konjunkturelle Entwicklung auch in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Und je-der vierte Handwerker (25,5%) geht davon aus, dass sich die Ge-schäftslage weiter verbessert.

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IHK-Energiewende-Barometer: Die Stimmung ist gekippt

Die Unternehmen hierzulande sind unzufrieden mit dem Status quo der Energiewende und der Unsicherheit über deren Entwicklung. Das zeigt die jüngste Umfrage der IHK-Organisation zur Energiewende, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) jetzt vorgelegt hat.

An der Online-Erhebung für das "IHK-Energiewende-Barometer 2018" beteiligten sich knapp 2.200 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammern (IHKs).

Das Fazit von DIHK-Präsident Eric Schweitzer ist ernüchternd: "Die Stimmung zur Energiewende ist gekippt. Die Unternehmen sehen inzwischen mehr Risiken als Chancen in der Energiewende."

Erstmals seit 2014 falle die Bewertung schlechter aus als im Vorjahr. Schweitzer: "Die Akzeptanz schwindet vor allem wegen steigender Energiekosten, nicht nur bei Öl und Gas." Rund 40 Prozent der Unternehmen hätten 2018 von steigenden Strompreisen berichtet; die Hauptlast trage der Mittelstand. "In keinem EU-Land sind die Strompreise für mittelständische Industriebetriebe höher als hierzulande", kritisiert der DIHK-Präsident.

Und er warnt: "Der aktuell diskutierte Ausstieg aus der Kohleverstromung wird zu weiteren Kostensteigerungen führen." Die Entwicklung betreffe nicht nur energieintensive Unternehmen. "Sie behindert Investitionen und die Neuansiedlung von Unternehmen in der Breite und wird damit zu einer gesamtwirtschaftlichen Herausforderung", so Schweitzer.

Das gelte besonders für die vom Braunkohleausstieg direkt betroffenen Regionen, die auf die Ansiedlung von Zukunftstechnologien hofften, etwa der Batteriezellenfertigung oder der Verarbeitung von Carbonfasern. "Hohe Stromkosten machen den angestrebten Strukturwandel noch schwieriger."

Notwendig sei deshalb eine zügige Entlastung der Wirtschaft. Das fordern laut Energiewende-Barometer zwei Drittel der Unternehmen. Als "guten Weg dafür" schlägt der DIHK-Präsident vor, einen großen Teil der EEG-Umlage aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. "Zu den Top-Forderungen gehören außerdem eine Beschleunigung des Netzausbaus und eine bessere Abstimmung der vielen Einzelmaßnahmen zur Umsetzung der Energiewende."

Sie finden die aktuelle Umfrage hier zum Download:

IHK-Energiewende-Barometer 2018 (PDF, 1,1 MB)

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Weiterer Dämpfer für die Saarkonjunktur

Die Stimmung in der Saarwirtschaft hat sich im September weiter verschlechtert. Das signalisieren die Einschätzungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Lageindikator fiel um 4,6 Punkte auf 43,8 Zähler und damit auf den niedrigsten Wert in diesem Jahr. Hauptgrund dafür ist die schwächere Entwicklung in Teilen der Industrie. Besonders betroffen davon ist der Fahrzeugbau. Insgesamt ist der Lageindikator für die Industrie nach einem bereits deutlichen Rücksetzer im Vormonat nochmals um 5,5 Punkte gesunken. Erneut eingetrübt haben sich auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator verringerte sich um 3,9 Punkte. Das war der vierte Rückgang in Folge. Mit 2,3 Zählern liegt er nun sogar unter dem langjährigen Durchschnitt von 4,4 Zählern. „Das heißt: Die Saarwirtschaft kommt nur noch in Trippelschritten voran. Dass es nicht mehr so zügig bergauf geht wie noch im ersten Halbjahr liegt vor allem an der Eintrübung des außenwirtschaftlichen Umfeldes. Dies trifft die exportorientierte Saarindustrie stärker als die deutsche Wirtschaft im Ganzen. Mehr als ein Mini-Wachstum von 0,75 Prozent ist deshalb in diesem Jahr kaum noch erreichbar.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die Ergebnisse der September-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 50 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 43 Prozent mit befriedigend und sieben Prozent mit schlecht. Weiterhin mit viel Schwung laufen die Geschäfte in der Medizin- und Automatisierungstechnik. Etwas verhaltener, aber weiterhin gut, ist die Lage im Stahlbau, in der Herstellung von Metallwaren, im Maschinenbau, in der Glas- und Keramikindustrie sowie in der Bauwirtschaft. Im Fahrzeugbau drücken die rückläufige Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten und neue Prüfverfahren für Abgasmessungen auf die Stimmung. Dies trägt zur Verunsicherung der Kunden bei und belastet die Branche. In der Stahlindustrie, im Ernährungsgewerbe, in der Elektroindustrie, in der Gummi- und Kunststoffindustrie sowie bei den Gießereien ist die Situation überwiegend zufriedenstellend.

Im Dienstleistungssektor berichten 94 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Weiterhin sehr zufrieden zeigen sich vor allem das Versicherungsgewerbe, die IT-Branche sowie die Hotellerie und Gastronomie. Im Einzelhandel, der im Verlauf des heißen Sommers und der dadurch bedingten Kaufzurückhaltung der Konsumenten erhebliche Frequenz- und Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte, ist die Lage in weiten Teilen eher befriedigend. Ebenfalls befriedigend ist die Geschäftslage bei den Banken und im Verkehrsgewerbe.

Investitionsoffensive rasch starten!
 
Die Unternehmen blicken nur noch verhalten optimistisch auf die kommenden Monate. Insgesamt rechnen 10 Prozent der befragten Betriebe mit besseren, 82 Prozent mit gleichbleibenden und acht Prozent mit schlechteren Geschäften. Mehr Besser- als Schlechtermeldungen kommen dabei vor allem aus der Medizin- und Automatisierungstechnik, dem Ernährungsgewerbe, der Elektroindustrie sowie aus dem aus dem Handel. „Hilfreich für die Saarkonjunktur wären jetzt zusätzliche Wachstumsimpulse durch mehr öffentliche Investitionen von Land und Kommunen. Die Politik sollte daher zügig die planungsrechtlichen und personellen Voraussetzungen schaffen, um rasch die angekündigte Investitionsoffensive an der Saar starten zu können“, so Klingen.

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Mehr als 75 Prozent der Auszubildenden lernen ihren Wunschberuf

Mehr als 75 Prozent der Auszubildenden lernen ihren Wunschberuf. Das ist ein Ergebnis der jährlichen Umfrage der Industrie- und Handelskammern der neuen Bundesländer unter den Auszubildenden des 1. Ausbildungsjahres zu ihren Erfahrungen vor und in der Ausbildung.

Ziel der Umfrage war es, Zugänge zwischen Unternehmen und Bewerbern, sowie die Arbeitszufriedenheit der Auszubildenden zu ermitteln. An der Umfrage beteiligten sich auch über 600 Auszubildende aus dem Kammerbezirk der IHK Magdeburg. Die Ergebnisse geben wichtige Hinweise zur Gestaltung der Berufsorientierung und des Ausbildungsmarketings.

Mehr als die Hälfte der befragten Auszubildenden nutzten Praktika als Mittel zur Berufsorientierung. Gern genutzt werden zudem Betriebsbesichtigungen, Ausbildungsmessen und das Internet. Die wichtigsten Einflussfaktoren bei der Wahl des Ausbildungsunternehmens bleiben laut Umfrage die Eltern (20 Prozent), gefolgt von den Agenturen für Arbeit (17 Prozent) und Internetquellen (15 Prozent).

Festzustellen ist auch, dass die Attraktivität der Ausbildungsbetriebe steigt. Dazu trägt unter anderem die zunehmende Übernahme für Berufsschulkosten durch Unternehmen bei. Für den Bezirk der IHK Magdeburg gaben mehr als 90 Prozent der Befragten an, dass sie ihren Betrieb weiterempfehlen würden, da Wertschätzung und Arbeitsklima im Betrieb stimmen.

Für Ausbildungsunternehmen kann die Ansprache beispielsweise von Studienabbrechern ein Pluspunkt sein. Zehn Prozent der Teilnehmer der Umfrage, hatten bereits einmal ein Studium begonnen und sich dann umentschieden. Für 19 Prozent war es bereits die zweite Ausbildung, die sie begonnen haben. Ausbildungsvertragslösungen sind nach wie vor keine Seltenheit und sprechen für einen Bewerbermarkt. Sehr positiv für Ausbildungsplatzsuchende ist die Tatsache, dass in der Regel nur wenige Bewerbungen für eine Anstellung notwendig sind. 43 Prozent benötigen nur ein bis fünf Bewerbungen, um einen Ausbildungsvertrag zu erhalten.

Unternehmen wünschen sich frühe Bewerbungen, Bewerber schnellere Antworten und Entscheidungen – diese zeitliche Passgenauigkeit hat sich zu den Vorjahren leicht verbessert. Eine gute Orientierung im Dschungel der Ausbildungsberufe macht dies allerdings nicht überflüssig. Hier helfen die Arbeitsagenturen und die IHK Magdeburg mit umfangreichen Beratungsleistungen.

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Deutschland pendelt wenig

Im Durchschnitt verbringen deutsche Arbeitnehmer 59 Minuten am Tag mit Pendeln und legen dabei insgesamt 24,36 km zurück – knapp jeder Sechste (17,9%) pendelt allerdings täglich 90 Minuten und mehr. Zu diesem Ergebnis kommt eine in sechs europäischen Ländern durchgeführte Studie des Payroll- und HR-Dienstleisters SD Worx.

Mehr als die Hälfte der deutschen Befragten (58,7 %) braucht im Durchschnitt weniger als eine Stunde pro Tag zur Arbeit und zurück. Ein gutes Viertel davon (27,1 %) benötigt weniger als eine halbe Stunde pro Tag, 55 % reisen zwischen 30 und 90 Minuten. Tägliche Pendelzeiten von 90 Minuten und mehr haben in Deutschland nur 17,9 % – der geringste Wert unter allen befragten Ländern. Die Briten sind am längsten unterwegs: 28,8 % geben eine Pendelzeit von mindestens 90 Minuten an. An zweiter Stelle stehen die Arbeitnehmer in Belgien, von denen 24 % über 90 Minuten benötigen.

Gemessen an der zurückgelegten Wegstrecke fahren durchschnittlich 17,5 % der Deutschen täglich 40 km oder sogar mehr, während 34,1 % weniger als 10 km zurücklegen. Die Pendelzeit sagt mehr aus als die Pendelstrecke, denn selbst wenn man nur 15 km von der Arbeit entfernt wohnt, kann die Fahrzeit je nach Standort, Verfügbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel und gewähltem Verkehrsmittel stark variieren.

Wer viel pendeln muss, sucht eher einen neuen Arbeitsplatz

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Pendelzeit und Mitarbeiterfluktuation. Ein knappes Drittel (31 %) der deutschen Arbeitnehmer mit einer täglichen Pendelzeit über 30 Minuten ist aktiv auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, von den Pendlern mit einer Reisezeit von weniger als 30 Minuten pro Tag tun dies nur ganze 7 %. Niederländer und Franzosen sind offenbar am häufigsten wegen eines langen Arbeitswegs über 90 Minuten unzufrieden: 28 % bzw. 25 % suchen einen neuen Arbeitgeber. Arbeitnehmer in Belgien lassen sich am wenigsten von diesen langen Arbeitswegen abschrecken – nur 8 % denken aktiv über einen neuen Arbeitsplatz nach.

Heimarbeit ist Teil der Lösung

Eine mögliche Lösung für lange Pendelzeiten oder Entfernungen ist flexibles Arbeiten. In Europa hat rund ein Drittel (30,2 %) der Beschäftigten die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Betrachtet man dies auf Länderebene, so liegen Deutschland (31,6 %), Großbritannien (30,6 %) und Belgien (30,3 %) im europäischen Schnitt, während die Niederlande mit 40,1 % der Befragten ganz vorne liegen. Französische und österreichische Arbeitnehmer haben hingegen mit 23,3 % bzw. 25,4 % am seltensten die Möglichkeit zum Home-Office.

Vielen Beschäftigten gefällt die Möglichkeit der Heimarbeit: 35,7 % der deutschen Arbeitnehmer schätzen sie. Allerdings sind 32,7 % der Befragten nicht daran interessiert (weil es für sie möglicherweise uninteressant ist oder sie in der Nähe ihrer Arbeitsstelle leben). 31,6 % könnten flexibel arbeiten, halten diese Möglichkeit in ihrem speziellen Beruf allerdings nicht für realistisch. Doch nicht jeder Arbeitgeber erlaubt jedem Beschäftigten derartiges flexibles Arbeiten und für manche Arbeitnehmer ist dies aus praktischen Gründen nicht möglich. Von denjenigen, denen diese Möglichkeit in Deutschland nicht angeboten wird, sind 19,2 % enttäuscht, 30,4 % sind nicht daran interessiert und 50,4 % geben an, dass dies in ihrem Beruf praktisch unmöglich ist.

Es gibt viele Gründe für flexibles Arbeiten. Die Mitarbeiter erhalten mehr Autonomie und haben weniger Zeitdruck, private Angelegenheiten können besser koordiniert werden. Dies ist im Hinblick auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Verbesserung der Arbeitseffizienz von großer Bedeutung. Heimarbeit erspart lange Arbeitswege und somit Stress und Zeit. Kein Wunder also, dass flexibles Arbeiten gerade von Menschen mit langen Pendelzeiten gerne angenommen wird.

In Deutschland ist Home-Office nicht sonderlich beliebt

Doch nicht jeder nutzt diese Möglichkeit. Von den europäischen Arbeitnehmern mit der Option des flexiblen Arbeitens nutzen 30,7 % selten oder nie diese Möglichkeit, 12,7 % machen an höchstens einem Tag pro Monat Home-Office. Die Deutschen stehen hier ganz vorne: 28,2 % der Befragten nutzen die Option der Heimarbeit überhaupt nicht.

Blickt man auf das Lebensalter, so profitieren in Deutschland am ehesten die Beschäftigten über 45 Jahre von Heimarbeit: 23,2 % dieser Altersgruppe arbeiten mehrere Tage in der Woche außerhalb der Unternehmensräume. Die Altersgruppe von 30-45 arbeitet mit 20,3 % am ehesten einmal wöchentlich von zu Hause aus.

„Flexibles Arbeiten wird nur einen begrenzten Beitrag zur Lösung des Mobilitätsproblems leisten“, so Sigurd Seifert, Director of Marketing and Business Development bei SD Worx. „Neben der Heimarbeit müssen noch viele andere Dinge getan werden, um das Problem der Mobilität insgesamt anzugehen. Ergänzend zu einer kohärenten und stimmigen staatlichen Mobilitätspolitik müssen die Arbeitgeber auch eine ausgefeilte integrale Mobilitätspolitik für Arbeitnehmer in Betracht ziehen, welche die Zugänglichkeit der angebotenen Möglichkeiten, die Pendelthematik und die Transportoptionen der Arbeitnehmer ganzheitlich angeht.“

Über die Umfrage
Die Europe-LTD-Umfrage ist ein Fragebogen zu einhundert arbeitsbezogenen Aspekten, welche für die Zufriedenheit, Motivation, Beteiligung und das Engagement der Mitarbeiter relevant sind. Seit 2009 wird die Umfrage jährlich unter 2500 belgischen Arbeitnehmern unter dem Namen NV Belgium durchgeführt. Aufgrund seines internationalen Wachstums erweiterte SD Worx diese Studie 2017 auf Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Österreich und Großbritannien. In diesen Ländern werden jeweils 500 Mitarbeiter befragt.

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Neues Verpackungsgesetz ab dem 1. Januar 2019

Langsam wird die Zeit knapp: Ab dem 1. Januar 2019 gilt das neue Verpackungsgesetz. Laut einer Umfrage von Trusted Shops unter 700 Online-Händlern weiß jeder zweite (49 Prozent) noch nicht, welche Neuerungen das Gesetz mit sich bringt.

Wenige Monate vor Inkrafttreten des neuen Gesetzes sind die Meinungen und Stimmungen der Online-Händler dazu größtenteils von Unkenntnis geprägt. Rund 32 Prozent der befragten Internethändler ist die bevorstehende Änderung gänzlich unbekannt. Lediglich knapp zwei Drittel (63 Prozent) haben bislang überhaupt von dem neuen Verpackungsgesetz gehört. Jedoch sind sich nur 50 Prozent davon darüber im Klaren, welche Neuerungen diese für die Shop-Betreiber bereithält.

Am 1.1.2019 tritt das neue Verpackungsgesetz (VerpackG) in Kraft und löst somit gleichzeitig die Verpackungsverordnung (VerpackV) als geltendes Recht ab. Händler müssen sich rechtzeitig registrieren und vorbereiten.

„Angesichts dieser Wissensdefizite erscheint es nicht verwunderlich, dass jeder dritte der befragten Online-Händler immer noch nicht weiß, was er konkret tun muss“ sagt Rechtsexperte Dr. Carsten Föhlisch von Trusted Shops.

Knapp die Hälfte (48 Prozent) befürchtet, dass mit der Einführung ein erheblicher Mehraufwand verbunden ist. Fast 40 Prozent können nicht einschätzen, ob es für sie einen Mehraufwand bedeutet. Lediglich zwölf Prozent befürchten keinen Mehraufwand.

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Veränderte Anforderungen an Führungskräfte: Manager halten Cyber-Security für ihre größte Herausforderung

  • Financial Times & IE Business School analysieren das veränderte Anforderungsprofil an Top-Führungskräfte auf Basis einer internationalen Umfrage
  • Cyber-Security verdrängt 2018 die Digitalisierung als Top-Priorität für Manager
  • Fähigkeiten im Risiko-und Reputationsmanagement gewinnen stark an Bedeutung
  • Weltpolitik muss stärker in Unternehmensentscheidungen berücksichtigt werden
  • Digitalisierung erfordert neue Formen der Unternehmensorganisation
  • Erlernen neuer Denkweisen wichtig für die Weiterentwicklung von Führungskräften

Cyber-Security ist die momentan größte Herausforderung für Unternehmenslenker und verdrängt die Digitalisierung auf Platz zwei der Top-Prioritäten des Managements. In einer Umfrage der Corporate Learning Alliance von Financial Times, London, und IE Business School, Madrid, in 13 Ländern Europas, den Golfstaaten und Asien waren sich die Befragten mit Bezug auf ihre größten aktuellen Herausforderungen und veränderten Anforderungen an die Führungsebene einig: Für 45% aller befragten Manager ist die Sicherheit von Daten im Netz von höchster Priorität – eine Steigerung von 73% gegenüber dem Vorjahr. Den Spitzenwert unter allen 13 Ländern erreicht Deutschland: für 49% der deutschen Führungskräfte ist 2018 innerhalb der 16 wichtigsten Management-Aufgaben die IT-Sicherheit von oberster Priorität (gegenüber 24% im Vorjahr). Im Vorjahr belegte noch die Digitalisierung mit weitem Abstand den ersten Platz unter den Top-Prioritäten von Führungskräften. 

Die größte Veränderung unter den deutschen Managern bei der Bewertung von Weiterbildungsprioritäten gab es auf dem Gebiet des Risiko- und Reputationsmanagements. 61% der deutschen Führungskräfte waren 2018 der Meinung, dass die Weiterbildung auf dem Gebiet Risiko- und Reputationsmanagement von höchster Dringlichkeit ist, verglichen mit 50% im Jahr 2017.   

Den größten Bedeutungszuwachs innerhalb der 16 wichtigsten Aufgabenfelder für Unternehmenslenker erreichte das Thema Unternehmensorganisation, das die Manager aus dem Trend zur Digitalisierung ableiten, in deren Folge Prozesse, Abläufe und Aufgaben in Unternehmen grundlegend neu organisiert werden müssen. Rund ein Fünftel aller befragten Führungskräfte bezeichnet diesen Wandel als ihre derzeit wichtigste Aufgabe, eine Zunahme von 133% gegenüber der Befragung von 2017.

Eine weitere große Veränderung gab es bei der Bewertung von Politik für den Unternehmensalltag. Erfolgreiche Manager brauchen angesichts der derzeitigen Weltlage ein ausgeprägtes Politikverständnis und müssen politische Aspekte in ihren Entscheidungen berücksichtigen. Die Bedeutung der Weltpolitik für Unternehmensentscheidungen verzeichnete in der Umfrage global einen Anstieg um 75% gegenüber der Umfrage vom Vorjahr.

Unverändert hoch bewerten die befragten Top-Manager die Bedeutung von Fort- und Weiterbildung für Führungskräfte. Wie im Vorjahr sind 81% der Meinung, dass kontinuierliche Weiterbildung eine Voraussetzung für den Unternehmenserfolg und das Erreichen der Geschäftsziele darstellt.

Als Folge der Digitalisierung und der dadurch notwendig werdenden Änderungen in der Unternehmensorganisation, ändern sich auch die Weiterbildungsinhalte stark. Neben den klassischen Inhalten und Methoden zur Führungskräfteentwicklung gewinnt das Erlernen neuer Denkweise – eines neues ‚Mindsets‘ – immer mehr an Bedeutung. 

„Wir sehen in den Ergebnissen der Befragung dieses Jahres eine fundamentale Veränderung. Ging es in der Vergangenheit bei der Fortbildung von Führungskräften vorwiegend darum, feststehende, definierte Fähigkeiten weiter zu entwickeln, müssen jetzt komplett neue unternehmerische Denk- und Herangehensweisen erlernt und trainiert werden, um mit dem Innovationstempo mithalten zu können“, so Gustaf Nordbäck, CEO der Financial Times/IE Business School Corporate Learning Alliance.  

Link zur Studie: http://go.ftiecla.com/pulse2018

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Schulische Berufsorientierung verstärkt Akademisierungstrend

Nicht nur an den Gymnasien, sondern auch an anderen weiterführenden Schulen wird deutschen Schülern nach dem Eindruck ihrer Eltern immer öfter vermittelt, dass der Weg ins Berufsleben in erster Linie über die Hochschulen führt. Das zeigt eine vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) beauftragte Umfrage.

In der repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey gab die Hälfte der Eltern von Gymnasiasten an, dass die schulischen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung ihrer Kinder eine Tendenz zum Studium haben. Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) ist sogar der Meinung, dass die Angebote zur Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium eindeutig auf ein Studium abzielen.

Auch an anderen weiterführenden Schulen sind die Angebote nach dem Eindruck von fast 30 Prozent der Eltern auf die Hochschule ausgerichtet.

"Diese Ergebnisse zeigen: Wir müssen alle gemeinsam mehr dafür tun, dass mögliche Azubis und Studierende schon im frühen Schulalter genauso viel über die duale Ausbildung informiert werden", kommentiert DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Umfrage, die sich mit den Erfahrungen der Industrie und Handelskammern (IHKs) deckt.

"Auch die Eltern müssen wir dabei mitnehmen. Denn zu viele von ihnen wissen gar nicht, dass der Weg über eine Ausbildung und eine anschließende Höhere Berufsbildung oftmals ebenso gute Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten wie ein akademischer Werdegang bietet."

Der DIHK setzt deshalb darauf, Schülerinnen und Schülern frühzeitig mehr praktische Erfahrungen zu vermitteln: "Raus aus dem Klassenzimmer, rein in den Betrieb und die Praxis erleben. Nur so können Jugendliche konkrete Erfahrungen machen, die ihre Berufswahl erleichtern", so Schweitzer. "Ich glaube, dass so weniger junge Menschen ein Studium aufnehmen, das sie dann später frustriert abbrechen."

Das Angebot zur Berufs- und Studienorientierung, das ihren Kindern hauptsächlich gemacht wird, sind laut Eltern Betriebspraktika und Unternehmensbesuche (36 Prozent Gymnasium, 38 Prozent andere weiterführende Schulen).

Noch höher wird deren Nutzen bewertet. Sowohl Eltern von Gymnasiasten (56 Prozent) als auch von Kindern auf anderen weiterführenden Schulen (62 Prozent) sehen in Betriebspraktika und Unternehmensbesuchen die mit Abstand größte Hilfe bei der beruflichen Orientierung. Auf Platz zwei und drei folgen das Schulfach Berufsorientierung sowie Ausbildungs- und Jobmessen.

Erschreckend ist, dass rund ein Fünftel der Eltern wahrnehmen, dass ihren Kindern keinerlei Angebote zur Berufs- und Studienorientierung in der Schule gemacht werden. Dazu Schweitzer: "Die verschiedenen Angebote zur Berufs- und Studienorientierung müssen besser ineinandergreifen und entlang der gesamten Bildungskette aufeinander aufbauen. Dazu müssen alle beteiligten Akteure Hand in Hand arbeiten. Die Verzahnung von Schule und Betrieb darf nicht erst in der Ausbildung beginnen."

Das zeige auch die DIHK Ausbildungsumfrage 2018: "Aus Sicht der befragten Betriebe ist die Unsicherheit bei der Berufswahl aktuell das größte Ausbildungshemmnis. Die unklaren Berufsvorstellungen und fehlende Berufsorientierung führen zu Ausbildungs- und Studienabbrüchen, verzögern den Eintritt in den Arbeitsmarkt und verstärken den Fachkräftemangel. Daher pochen wir als Wirtschaft darauf, die Berufs- und Studienorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen zu verbessern und auszubauen."

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