Dr. Markus Böning ist neuer Chief Financial Officer (CFO) der Tekfor Gruppe

Die TEKFOR Gruppe, ein führender Hersteller von hochdifferenzierten Produkten für die globale Automobilindustrie, beendet nun auch im Bereich Finanzen/Controlling die Übergangsphase. Mit Dr. Markus Böning hat Tekfor zum 01. Juli 2018 einen international erfahrenen Manager und Finanzspezialisten für die Position des Finanzvorstands (Chief Financial Officer, CFO) gewinnen können.

Dr. Markus Böning promovierte nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaften/Verwaltung an der Universität Bochum im Bereich Finanzen. In seiner bisherigen beruflichen Karriere hat er umfassende Berufserfahrung auf diesem Gebiet gesammelt, davon mehrere Jahre in den USA. Er war dabei unter anderem bei American Specialty Alloys Inc., der ThyssenKrupp AG und der Siemens AG beschäftigt. Zuletzt hatte er die Position des CFO bei der Aenova Holding GmbH, einem der weltweit größten pharmazeutischen Auftragshersteller mit einem Umsatz von rund 750 Mio. Euro, in Starnberg/Deutschland inne. Dr. Böning berichtet als Geschäftsführer und Managing Director der Tekfor Global Holding an den Vorstandsvorsitzenden (CEO) Johann Ecker.

Er übernimmt bei Tekfor die Verantwortung für die Bereiche Finanzen und Controlling von Peter Neubacher von AlixPartners, der das Topmanagement von Tekfor als Interim CFO in den vergangenen zwölf Monaten wirkungsvoll unterstützte.

Die TEKFOR Gruppe hat sich seitdem wieder finanziell unabhängig und strategisch eigenständig als "Global Player" im Automotive-Markt aufgestellt. Das aktuell starke Wachstum der Gruppe geht vor allem auf die Erweiterung der Wertschöpfungskette zurück: Massivumformung, Zerspanungstechnik, Wärme- und Oberflächenbehandlung bis hin zu einbaufertigen Einzelteilen und zur Montage kompletter Baugruppen. Heute ist TEKFOR führend in der Herstellung gewichtsreduzierter, leistungsstarker Komponenten.

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Regelinsolvenzverfahren eröffnet – Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig startet M&A Prozess

– Investorensuche für POLIGRAT wird beschleunigt
– Geschäftsbetrieb läuft in vollem Umfang weiter – Sanierung wird fortgesetzt

Das Amtsgericht München hat zum 01. September 2018 das Regelinsolvenzverfahren für die POLIGRAT GmbH eröffnet und den bisherigen vorläufigen Sachwalter, Dr. Max Liebig von der bundesweit renommierten Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter, zum Insolvenzverwalter bestellt. Sein Hauptaugenmerk gilt der Investorensuche für das weltweit tätige und technologisch führende Unternehmen in der Veredelung von Metalloberflächen, wie er den Mitarbeitern bei einer Betriebsversammlung erläuterte. Dazu wird nun ein M&A Prozess gestartet. Die im Antragsverfahren bereits eingeleitete operative Sanierung zeigt unterdessen erste Erfolge, so dass der Geschäftsbetrieb in Deutschland und bei den europäischen Tochtergesellschaften in vollem Umfang fortgeführt werden kann.

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter nun die Befugnisse, um mit potenziellen Interessenten zügig eine dauerhafte Fortführungslösung für POLIGRAT zu verhandeln. "Wenn alle Beteiligten und insbesondere die Kunden und Lieferanten POLIGRAT weiter so unterstützen wie bisher, dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Zukunft dieses Unternehmens und der über 200 Arbeitsplätze in der Gruppe sichern können", so der Insolvenzverwalter in einer ersten Einschätzung bei der gestrigen Mitarbeiterversammlung.

Am Hauptstandort München und per Video-Live-Übertragung an die übrigen drei deutschen Standorte informierte er die Mitarbeiter dabei über die Eröffnung des Verfahrens und die weiteren Schritte. Von Mitarbeiterseite gab es dazu ein positives Echo und ein klares Signal zur Unterstützung des Investoren- und Sanierungsprozesses.

Das mittelständische Unternehmen mit Hauptsitz in München war in Schieflage geraten, als es sich mit Tochtergesellschaften im Ausland engagierte und dort Verluste verzeichnen musste. Diese belasteten die Muttergesellschaft letztlich so, dass die POLIGRAT GmbH am 22. Juni 2018 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens – zunächst in Eigenverwaltung – stellen musste.

In der Folge gelang es unter Aufsicht des vorläufigen Sachwalters, die operative Sanierung einzuleiten, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und ohne Einschränkung weiter zu produzieren. Im Interesse einer bestmöglichen Gläubigerbefriedigung durch eine erfolgreiche Sanierung entschied das Amtsgericht München mit Beschluss vom 01. September 2018 einen Insolvenzverwalter einzusetzen, da es das Regelinsolvenzverfahren zur Erreichung der Verfahrensziele gegenüber dem zunächst angestrebten Eigenverwaltungsverfahren als erfolgversprechender erachtete.

"POLIGRAT ist ein sanierungsfähiges und -würdiges Unternehmen mit Potenzial. Schon die bisherigen Gesellschafter strebten eine Nachfolgelösung mit Beteiligung neuer Investoren an. Im Insolvenzverfahren treiben wir die Investorensuche nun mit Hochdruck voran, um dieses Zukunftspotenzial im Interesse der Gläubiger wie der Arbeitnehmer auszuschöpfen", erläutert Dr. Max Liebig.

Seit über 65 Jahren ist das Unternehmen spezialisiert auf die Entwicklung, Produktion und Anwendung von Verfahren zur chemischen und elektrochemischen Veredelung von Metalloberflächen unter anderem in Architektur, Maschinenbau und Medizintechnik und verfügt hier über technische Alleinstellungsmerkmale. POLIGRAT-Verfahren werden weltweit erfolgreich eingesetzt für Oberflächen, die höchsten Anforderungen an Funktionalität und Aussehen entsprechen müssen und deren Herstellung betriebssicher erfolgen muss. Die Umsetzung erfolgt durch die Lieferung schlüsselfertiger Verfahren und Einrichtungen einschließlich Anlagen und Chemikalien oder durch die Anwendung der Verfahren als Dienstleistung in eigenen Lohnbetrieben und vor Ort beim Kunden.

Der auf seinem Gebiet international führende Systemanbieter beschäftigt rund 230 Mitarbeiter an neun Standorten in Europa, davon 150 in Deutschland. Der Umsatz der POLIGRAT-Gruppe beläuft sich auf rund 25 Millionen Euro im Jahr. POLIGRAT-Verfahren wurden unter anderem beim Bau des Münchner U-Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum und bei der Herstellung von Mars-Sonden angewendet.

Weitere Informationen

Diplom-Kaufmann Dr. Max Liebig ist aufgrund seines betriebswirtschaftlichen Hintergrunds fokussiert auf die operative Fortführung von Unternehmen in Krisensituationen. Er wird seit 2010 häufig von Gerichten als Insolvenzverwalter sowie als Sachwalter bestellt, um in dieser Funktion nachhaltige Sanierungslösungen für Not leidende Betriebe und deren Gläubiger zu finden. Ende 2017 schloss er sich der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter an, die seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren in Deutschland gehört.

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Die Branche Gummi- und Kunststoffmaschinen wächst um rund 10% stärker als der Maschinenbau – Quest Branchenreport

Der Quest Branchenreport vergleicht Produktion und Umsatz von Gummi- und Kunststoffmaschinen mit dem Maschinenbau seit der Weltwirtschaftskrise 2008 bis 2017. Dieser langfristige Vergleich macht die Besonderheiten der Branche deutlich sichtbar.

Die Produktion von Gummi- und Kunststoffmaschinen stagnierte zunächst nach Überwindung des Krisentiefs über mehrere Jahre. Anfang 2015 setzte erneut ein Wachstum der Produktion bis 2017 ein, das um 9% stärker ausfiel als das des Maschinenbaus im gleichen Zeitraum.

Während die Produktion des Maschinenbaus bis 2017 ihr Vorkrisenniveau nicht überschreiten konnte, gelang dies der Branche Gummi- und Kunststoffmaschinen bereits 2011. 2017 liegt die Produktion der Branche 22% über ihrem Vorkrisenniveau.

Im Umsatzvergleich schneidet die Branche der Gummi- und Kunststoffmaschinen sogar noch etwas besser ab. Wie der Quest Branchenreport unter Verwendung der Daten des Statistischen Bundesamtes aufzeigt, wuchs der Branchenumsatz um 10% stärker als der Umsatz des Maschinenbau im Zeitraum von 2014 bis 2017.

Der Umsatz von Gummi- und Kunststoffmaschinen liegt 2017 um 38% über seinem Vorkrisenniveau, beim Maschinenbau sind es 9%.

Gummi- und Kunststoffmaschinen gehören seit Anfang 2015 zu den dynamischen Wachstumsbranchen im Maschinenbau.

Die Quelle dieses stärkeren Umsatzwachstums liegt im Auslandsumsatz. Der Auslandsumsatz von Gummi- und Kunststoffmaschinen wächst von 2014 bis 2017 um 10% stärker als der des Maschinenbaus und liegt 2017 um 77% über seinem Vorkrisenniveau.

Beim Inlandsumsatz bleiben sowohl Gummi- und Kunststoffmaschinen wie auch Maschinenbau 2017 unter ihren Vorkrisenniveaus.

Der Quest Branchenreport ist in Deutsch und Englisch verfügbar unter https://www.quest-trendmagazin.de/maschinenbau/gummi-und-kunststoffmaschinen/produktion-und-umsatz-gummi-und-kunststoffmaschinen.html

Erst im langfristigen Vergleich einer Maschinenbau-Branche mit dem Maschinenbau erschließen sich die Branchenbesonderheiten. Weitere Quest Reporte behandeln in dieser Art die Exportmärkte, die Wachstumserwartungen bis 2020 und die Firmenstruktur. Eine Übersicht bietet dazu https://www.quest-trendmagazin.de/maschinenbau/gummi-und-kunststoffmaschinen.html

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Fünf der zehn Produktsegmente prägen Produktion und Umsatz der Branche Werkzeugmaschinen – neuer Quest Branchenreport

Der neue Quest Branchenreport differenziert die zehn Produktsegmente der Branche Werkzeugmaschinen nach ihren Stück- und Wertanteilen am gesamten Stück- und Wertvolumen der Branche im Jahr 2017. Die Grunddaten stammen vom Statistischen Bundesamt.

Daraus ergeben sich vielfältige Positionen der zehn Produktsegmente im Hinblick auf ihren Einfluss auf das Stück- und Umsatzvolumen der Branche.

Lediglich drei der zehn Produktsegmente, nämlich Schmiedemaschinen und Pressen, Entgrat- und Schleifmaschinen sowie Bohr-, Fräs- und Gewindeschneidemaschinen umfassen bereits 61% des Stückvolumens der Branche. Ihr Wert- bzw. Umsatzanteil liegt aber mit 29% deutlich niedriger.

Der Quest Branchenreport fügt weitere zwei Produktsegmente hinzu, nämlich Bearbeitungszentren und Drehmaschinen.

Der Wert- bzw. Umsatzanteil dieser fünf Produktsegmente erhöht sich auf 70%, ihr Anteil am Stückvolumen auf 72%. Die Hälfte der zehn Produktsegmente prägen also maßgeblich Produktion und Umsatz der Branche Werkzeugmaschinen.

Der neue Quest Branchenreport ist in Deutsch und Englisch verfügbar unter https://www.quest-trendmagazin.de/maschinenbau/werkzeugmaschinen/produktsegmente-werkzeugmaschinen.html

Ein weiterer Branchenreport beleuchtet die stärkere Position mittelgroßer Firmen bei Werkzeugmaschinen im Vergleich zum Maschinenbau unter https://www.quest-trendmagazin.de/maschinenbau/werkzeugmaschinen/branchenstruktur-werkzeugmaschinen.html 

Das Quest Trend Magazin hat Branchenreporte zu zehn Maschinenbau-Branchen veröffentlicht, die Bedeutung für die Automatisierungstechnik haben.

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BV ESUG: Das Rettungswerkzeug Eigenverwaltung funktioniert – ESUG Evaluierung zieht positives Fazit: Erwartungen wurden erfüllt

Das ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) hat die Erwartungen erfüllt und ist ein Meilenstein für eine Verbesserung der deutschen Insolvenzkultur. Die Evaluierung des vor rund sechs Jahren in Kraft getretenen Sanierungsgesetzes zieht damit ein positives Fazit, erklärte Justizministerin Dr. Katarina Barley bei der Ergebnisvorstellung im Bundestag.

„Das Rettungswerkzeug Eigenverwaltung funktioniert. Als Erfolgsfaktoren erweisen sich die rechtzeitige Antragstellung und eine professionelle Beratung. Das umfasst die Vorabstimmung mit dem Gericht, ein plausibles Sanierungskonzept und die Unterstützung der wesentlichen Gläubiger für den Sanierungsweg“, sieht sich Robert Buchalik, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes ESUG und Sanierung (BV ESUG), durch das Gutachten bestätigt. Er begrüßt die positiven Einschätzungen von Justizministerin Barley ausdrücklich, die eher in großen gesamtwirtschaftlichen Bögen und nicht in kleinen Karos denkt. „Frau Barley zeigt“, so Buchalik, „dass Justizpolitik an dieser schwierigen Schnittstelle zwischen Krise und Insolvenz immer auch Gesellschafts- und in diesem Fall besonders auch Wirtschaftspolitik ist, und dieses Denken wird durch die Ministerin in hervorragender Weise repräsentiert.“

Die Kritiken zum ESUG sind durchaus unterschiedlich: So bewerten vor allem Schuldner- und Unternehmensberater, Geschäftsleiter wie auch Gläubiger, Gläubigerberater und Mitglieder im Gläubigerausschuss das ESUG positiv und sehen ihre Erwartungen eher als erfüllt an. Die Sachwalter und Insolvenzverwalter, die bei der Eigenverwaltung anstatt einer Regelinsolvenz wirtschaftliche Nachteile erfahren, bewerten es zumindest als befriedigend, fürchten aber erkennbar um ihren Einfluss im Insolvenzverfahren. Einige Richter und Rechtspfleger stehen dem Gesetz immer noch skeptisch gegenüber. Eine Rückkehr zum alten Insolvenzrecht wird von der fünfköpfigen Expertenkommission in dem 330 Seiten starken Bericht jedoch erfreulicherweise nicht empfohlen. „Der bestehende gesetzliche Werkzeugkasten kann noch verbessert werden, jedoch ist er im Interesse der Wirtschaft weiter auszubauen“, fordert Sanierungsexperte Buchalik, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Buchalik Brömmekamp.

Die Studie untersuchte rund 1.600 Eigenveraltungsverfahren innerhalb der vergangenen fünf Jahre. Das ist ein Anteil von rund 3,5 Prozent an allen Unternehmensinsolvenzen. Besonders beliebt ist das Verfahren bei größeren Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 10 Mio. Euro. Laut der Expertenanalyse funktioniere das Insolvenzplanverfahren im Wesentlichen gut und die Anwendungsmöglichkeiten haben sich deutlich erweitert. Die positiven Auswirkungen vor allem auf die Gläubiger zeigen darüber hinaus die erzielten Befriedigungsquoten. In der Eigenverwaltung liegen diese durchschnittlich bei zehn Prozent, so eine erweiterte Studie des BV ESUG. Dieser Wert liegt damit deutlich über den oft niedrig einstelligen Werten von zwei bis drei Prozent, die im klassischen Regelverfahren erreicht werden.

Die Befürchtung, dass durch die Stärkung der Gläubigerrechte die Unabhängigkeit der Verwalter leide, haben sich nicht bewahrheitet. Zumal viele Sachwalter ihre Aufsichtsrolle deutlich aktiv wahrnehmen und teilweise Aufgaben des Schuldners übernehmen. Dass sich auf diese Weise der Kreis der Insolvenzverwalter, die für solche Sanierungen überhaupt als Sachwalter infrage kommen, deutlich verkleinert, ist aus der Sicht des Beiratsvorsitzenden des BV ESUG, Prof. Dr. Hans Haarmeyer, ein zu begrüßender Effekt des ESUG. Das Gesetz fördere die unternehmerisch denkenden Verwalter mit Sanierungsansatz gegenüber den „Plattmachern“.

Deutliche Vorteile des vielfach gerühmten Schutzschirmverfahrens nach § 270b InsO werden in der Studie nicht gesehen. Diese zweite Form der Eigenverwaltung, die Unternehmen nutzen können, sofern diese noch nicht zahlungsunfähig sind, fristet auch aufgrund einer gesetzlichen Fehlkonstruktion ein Schattendasein und kommt in der Praxis immer weniger zur Anwendung. Lediglich 300 Verfahren wurden bisher gezählt. Vor diesem Hintergrund fordert der BV ESUG den schnellen Aufbau eines präventiven, außergerichtlichen Sanierungsverfahrens nach der für Anfang 2019 zu erwartenden Richtlinie der EU. Bei dessen Inkrafttreten könnte das Schutzschirmverfahren ersatzlos entfallen.

Bei der Anordnung der Eigenverwaltung sind sich das Justizministerium und die Expertengruppe uneins. Der Bericht empfiehlt eine stärkere Begrenzung des Zugangs zur Eigenverwaltung. Justizministerin Barley bekräftigt dagegen, dass die Studienteilnehmer keine zu häufige Anordnung der Eigenverwaltung oder gar eine häufige Anordnung an nicht geeignete Schuldner gesehen hätten. „Hier sind“, so Prof. Haarmeyer, „insbesondere die Insolvenzgerichte gefordert, um schon im Rahmen der Zulassung eines Antrags die Ziele des Gesetzgebers konsequenter zur Anwendung zu bringen. Die dabei anzuwendenden Kriterien liegen seit Jahren offen, werden aber in der Praxis leider immer noch zu häufig nicht zur Anwendung gebracht und ungeeignete Schuldner werden gerichtlich durchgewunken“.  Weitere Ausschlusskriterien wie Lohn- und Gehaltsrückstände oder noch offene öffentlichen Abgaben und Steuern könnten ungeeignete Unternehmen von vornherein vom Zugang ausschließen.

Während die Zusammenarbeit mit den Gerichten schon bei den Vorgesprächen als auch später bei der Abstimmung des Insolvenzplanes gut verläuft, sehen die Beteiligten die Befähigung der Gerichte im Umgang mit komplexen Sanierungen eher skeptisch. „Ein für das Insolvenzgericht verpflichtendes Vorgespräch sollte deshalb zwingend in das Gesetz aufgenommen werden, denn nur so können etwaige Hürden bereits vor Beginn des Verfahrens beseitigt werden“, erklärt Robert Buchalik. Ebenso müsste zwingend die Berechtigung des eigenverwaltenden Schuldners im Rahmen einer Betriebsfortführung Masseverbindlichkeiten begründen zu können, gesetzlich klar geregelt werden.

Das komplexe Eigenverwaltungsverfahren funktioniert in der Regel immer dann, wenn es von einer vorherigen professionellen Beratung begleitet wird. Im Fokus stehen dabei die Kosten von Verwaltern, Gerichten und Beratern. „Das vordergründige Argument, die Eigenverwaltung produziere Mehrkosten, geht in der Praxis allerdings in Leere. Die Gerichte fordern immer einen Kostenvergleich zwischen Eigenverwaltung und Regelinsolvenz. Liegen die Kosten der Eigenverwaltung höher, wird die Eigenverwaltung von den Gerichten abgelehnt“, meint der Sanierungsexperte und BV ESUG Vorstand Robert Buchalik. Die Steigerung der Kosten wird zudem maßgeblich durch die erhöhten gesetzlichen und gerichtlichen Anforderungen an einen Antrag auf Eigenverwaltung getrieben. Die Vorlage einer solchen Vergleichsrechnung sollte daher zwingend vorgeschrieben werden, um möglichem Missbrauch vorzubeugen und zugleich den Gerichten eine eindeutige Entscheidungsvorlage zur Verfügung stellen zu können.

 

Hintergrundinformationen:

Mit dem ESUG sollten ab März 2012 die Rahmenbedingungen für eine Sanierung von Unternehmen in der Krise verbessert werden. Gefährdeten Unternehmen soll eine zweite Chance gegeben werden. Dazu wurden die Rechte der Gläubiger, insbesondere bei der Auswahl des Insolvenzverwalters, und das Eigenverwaltungsverfahren gestärkt. In diesem Verfahren entwickelt der Unternehmer eigenverantwortlich ein Sanierungskonzept. Dieses Konzept wird dann anschließend regelmäßig als Insolvenzplan, dem die Gläubiger zustimmen müssen, umgesetzt.

Dokumente zur Evaluierung des ESUG sowie die Studie finden Sie unter: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2018/101018_Bericht_ESUG.html

 

Zum BV ESUG und Sanierung e.V.

Der Bundesverband ESUG und Sanierung (BV ESUG) ist eine berufsgruppenübergreifende Vereinigung. Ziel des BV ESUG ist die Verbesserung der Sanierungschancen von Unternehmen. Mit der Verbesserung der Sanierungschancen soll zugleich eine Kultur der zweiten Chance für Unternehmer geschaffen und gefördert werden. Die Insolvenz soll nicht mehr länger als Scheitern, sondern auch als Mittel und Chance der nachhaltigen Sanierung unter dem Schutz des Rechts wahrgenommen werden.

www.bv-esug.de

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Heiße Phase in den Sommermonaten

Die Sommermonate sorgten in Südbaden nicht nur für Rekordtemperaturen, sondern auch für eine heiße Phase der Handwerks-Konjunktur im Kammerbezirk Freiburg. Laut der vierteljährlichen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Freiburg meldeten die Betriebe positive Entwicklungen bei Aufträgen, Umsatz und Auslastung. Im Gegensatz zu den abgeschwächten Wachstumsprognosen des IWF für Deutschland sehen die südbadischen Handwerker in den nächsten Monaten keine Konjunktureintrübung.

Die große Mehrheit der befragten Handwerker ist weiterhin mit ihrer Geschäftslage zufrieden. 81,0 Prozent der Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage als gut. Lediglich 2,1 Prozent vergaben schlechte Noten. Hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung bleiben die Handwerker in der Region optimistisch: 70,6 Prozent rechnen damit, dass die derzeit gute Geschäftslage auch in den nächsten Monaten stabil bleibt. Von einer weiteren Verbesserung gehen derzeit sogar 27,1 Prozent der Befragten aus.

Positive Auftragsentwicklung

Die Auftragsentwicklung der südbadischen Handwerksbetriebe war auch im dritten Quartal äußerst positiv. Jeder dritte Befragte (34,3 Prozent) meldete vollere Auftragsbücher, nur 10,8 Prozent meldeten weniger Auftragseingänge in den letzten Wochen. Für das nächste Quartal rechnen derzeit 35,1 Prozent der südbadischen Handwerksunternehmen mit einem Auftragsplus. Ein Auftragsminus halten 7,7 Prozent für wahrscheinlich.

Kapazitätsauslastung weiter auf hohem Niveau

Dank der guten Auftragslage bleibt auch die Kapazitätsauslastung der Handwerksfirmen im Kammerbezirk auf hohem Niveau: Die Hälfte der Befragten (49,6 Prozent) meldete in den vergangenen drei Monaten eine nahezu 100-prozentige Auslastung. Der Anteil der Betriebe, die sogar über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus produzieren konnten, lag bei 16,2 Prozent. Lediglich 6,1 Prozent der befragten Handwerker meldeten nennenswerte Kapazitätsfreiräume.

Umsätze legen zu

Bei den Umsätzen konnte das südbadische Handwerk im dritten Quartal 2018 insgesamt weiter zulegen. Jeder dritte Handwerker (34,4 Prozent) verbuchte in den letzten Wochen ein Umsatzplus. Ein Umsatzminus stand dagegen bei rund jedem siebten Befragten in den Büchern (13,9 Prozent). Die befragten Handwerker rechnen damit, dass sich diese Entwicklung auch in den kommenden Wochen fortsetzt. Auf höhere Umsätze in den nächsten Monaten stellen sich derzeit 41,7 Prozent der Befragten ein. Mit Sorge schauen lediglich 10,3 Prozent der südbadischen Handwerksfirmen auf ihre künftige Umsatzlage.

Investitionen

Die südbadischen Handwerker investieren dabei weiterhin in ihre Betriebe. So haben im dritten Quartal 2018 zwei von drei Handwerkern (64,7 Prozent) ihr Investitionsvolumen beibehalten. Jeder fünfte Befragte hat seine Investitionssumme sogar erhöht (20,0 Prozent). In den kommenden Wochen wollen knapp drei Viertel der Betriebe (72,2 Prozent) ihre Investitionssumme konstant halten. Über eine Erhöhung ihres Investitionsbudgets denken derzeit 16,7 Prozent der Befragten nach.

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Schwankungsbreite von Produktion und Umsatz des Maschinenbaus seit 2012 deutlich vergrößert

Der Trendreport wendet Bollinger Bands auf den Verlauf von Produktion und Umsatz seit dem Jahr 2000 an. Dieses statistische Maß, das in der Finanzwelt weit verbreitet ist, umfasst 67% aller Werte, die vom Durchschnitt der letzten 12 Monate abweichen. So veranschaulichen die Bänder auf einen Blick die Schwankungsbreite von Produktion und Umsatz über einen Zeitraum von 18 Jahren.

Der Trendreport unterteilt diesen langen Zeitraum in vier Perioden. Erwartungsgemäß war in der Zeit der letzten Weltwirtschaftskrise die Schwankungsbreite der Produktion mit 43,5 Indexpunkten und beim Umsatz mit 7,8 Mrd. € am größten.

Nach Überwindung des Krisentiefs von 2013 bis zum ersten Halbjahr 2018 liegt die Schwankungsbreite der Produktion bei 37,9 Indexpunkten und die des Umsatzes bei 7,4 Mrd. €.

Stellt man nun diesen Zeitraum dem vergleichbaren Konjunkturzyklus der Jahre 2005 bis 2008 gegenüber, so lautet das überraschende Ergebnis: Die Schwankungsbreite der Produktion liegt um 17% und die des Umsatzes um 27% höher als beim vergleichbaren Konjunkturzyklus vor der letzten Krise.

In dem Zeitraum vor der letzten Krise wuchs aber die Produktion deutlich stärker bei geringerer Schwankungsbreite, während sie seit 2013 bei einer um 17% höheren Schwankungsbreite nahezu stagniert.

Ähnlich ist es mit dem Umsatz: Der Umsatz des Maschinenbaus wuchs vor der Krise stärker bei geringerer Schwankungsbreite, während er nach der Krise schwächer wächst bei einer um 27% vergrößerten Schwankungsbreite.

Der Quest Trendreport kennzeichnet diese neue Erscheinung als weitere, als sechste strukturelle Veränderung, die sich im Verlauf der weltweiten Industrieproduktion entwickelt hat. Die fünf strukturellen Veränderungen sind in weiteren Trendanalysen dargelegt.

Der neue Quest Trendreport ist in Deutsch und Englisch verfügbar unter https://www.quest-trendmagazin.de/maschinenbau/produktion-und-umsatz/produktion-und-umsatz-maschinenbau-seit-2000.html

Der Trendreport zu den strukturellen Veränderungen im Verlauf der weltweiten Industrieproduktion ist verfügbar unter https://www.quest-trendmagazin.de/weltwirtschaft/perspektiven/strukturelle-veraenderungen.html

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Branche Nahrungsmittelmaschinen wächst etwas stärker als Maschinenbau, Wachstumserwartungen bis 2020 niedriger

Der Quest Branchenreport stellt zwei Ergebnisse fest. Erst acht Jahre nach Krisenausbruch konnte die Produktion von Nahrungsmittelmaschinen ihr Vorkrisenniveau von 2008 übertreffen. Die Produktion des Maschinenbaus lag auch bis 2017 unter ihrem Vorkrisenniveau.

Von 2014 bis 2017 konnte die Produktion von Nahrungsmittelmaschinen um 3% stärker als dies des Maschinenbaus wachsen.

Der Quest Branchenreport vergleicht die Umsätze und stellt fest, dass der Umsatz von Nahrungsmittelmaschinen um 2% stärker als der Umsatz im Maschinenbaus in der Zeit von 2014 bis 2017 gewachsen ist.

Dieses leicht stärkere Umsatzwachstum von Nahrungsmittelmaschinen geht auf ein um 1% höheres Wachstum des Auslandsumsatzes bei Nahrungsmittelmaschinen im Vergleich zum Maschinenbau zurück. Auch der Inlandsumsatz von Nahrungsmittelmaschinen wuchs stärker als im Maschinenbau und konnte im Gegensatz zum Maschinenbau sein Vorkrisenniveau übertreffen.

Diese leicht überdurchschnittliche Entwicklung der Branche spiegelt sich in den Wachstumserwartungen der Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen nicht vollständig wider. Die Maschinenbauer dieser Branche erwarten ein Wachstum ihrer Maschinenproduktion bis 2020 in Höhe von 3,3% pro Jahr, während der Maschinenbau von 5,5% pro Jahr ausgeht.

Dieses Ergebnis aus einer Marktuntersuchung von Quest TechnoMarketing zeigt auf dem zweiten Blick, dass mehr als die Hälfte der Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen von bis zu 10% Wachstum pro Jahr ausgehen, eine Erwartung, die im Maschinenbau nur ein gutes Drittel teilen. Erwartungen von einem Wachstum über 10% pro Jahr haben im Maschinenbau mit 17% einen höheren Anteil als bei Nahrungsmittelmaschinen mit 11%.

So relativieren sich die insgesamt etwas niedrigeren Wachstumserwartungen der Branche Nahrungsmittelmaschinen.

Der Quest Branchenreport zu Produktion und Umsatz von Nahrungsmittelmaschinen ist in Deutsch und Englisch verfügbar unter https://www.quest-trendmagazin.de/maschinenbau/nahrungsmittelmaschinen/produktion-und-umsatz-nahrungsmittelmaschinen.html.

Der Report zu den Wachstumserwartungen der Branche unter https://www.quest-trendmagazin.de/maschinenbau/nahrungsmittelmaschinen/wachstumserwartungen-der-branche-nahrungsmittelmaschinen.html

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Tetenal Europe stellt sich durch Sanierungsverfahren wieder profitabel auf

Der seit Jahren rückläufige Umsatz in der Fotodruck-Industrie im zweistelligen Prozentbereich und ein rund fünfmonatiger Lieferausfall eines Herstellers für Colorpapiere haben die Tetenal Europe GmbH in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Vor diesem Hintergrund hat Geschäftsführer Daniel Middendorf für das Unternehmen beim Amtsgericht Norderstedt einen Antrag auf eine Sanierung unter Insolvenzschutz gestellt. „Tetenal steht seit Jahren unter hohem Anpassungsdruck durch radikale Veränderungen in unseren Märkten. Dieser Druck von außen führt jetzt dazu, dass wir unsere gesamten Strukturen überprüfen und anpassen müssen. Der jetzt eingeschlagene Sanierungsweg wird das Unternehmen auf neue Beine stellen und uns zu nachhaltiger Profitabilität führen“, erklärt Geschäftsführer Middendorf.

Das Gericht hat dem Antrag stattgegeben und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Mit dem ESUG, dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen, hat der Gesetzgeber seit 2012 hierzu die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen. Sie sollen Unternehmen eine wettbewerbliche Auszeit ermöglichen, um sich wieder marktgerecht aufzustellen.

Das Besondere des Eigenverwaltungsverfahrens ist, dass der bisherige Geschäftsführer weiterhin im Amt bleibt und die Sanierung selbstständig durchführen kann. Dabei wird er durch die Sanierungsexperten des Beratungsunternehmens Buchalik Brömmekamp begleitet. Tim Langstädtler ergänzt die Unternehmensleitung als Sanierungsgeschäftsführer. Weiterhin übernimmt ein vorläufiger Sachwalter eine Aufsichtsfunktion. Er hat die Aufgabe, die wirtschaftliche Lage des Schuldners zu prüfen. Das Amtsgericht hat Dr. Sven-Holger Undritz von der Kanzlei White & Case zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

„Die Produktion, der Vertrieb sowie unsere Handelsplattformen bleiben während des Verfahrens weiterhin uneingeschränkt geöffnet. Die Anordnung der Eigenverwaltung hat keinerlei Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb. Es ist sichergestellt, dass alle Aufträge weiter ausgeführt und auch neue Aufträge angenommen werden können“, so Daniel Middendorf. Die Tetenal Europe GmbH entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige chemische Spezialprodukte für die professionelle Fotobilderzeugung (Imaging), die Wasseraufbereitung (Aquaristik), den Agrar- und Biogasbereich (Mikronährstofflösungen) sowie Kosmetik. Weiterhin verkauft das Norderstedter Traditionsunternehmen Geräte und Verbrauchsmaterialien ausgewählter Markenhersteller im Bereich Druck und Fotobilderzeugung. Am Produktionsstandort in Norderstedt sind rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. Die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Frankreich und Polen sind von dem Eigenverwaltungsverfahren nicht betroffen.

Die Mitarbeiter wurden bereits in einer Mitarbeiterversammlung über das Verfahren informiert. Die Löhne und Gehälter sind in den nächsten drei Monaten über das Insolvenzgeld gesichert, danach übernimmt das Unternehmen wieder die Zahlungen.

In dem Verfahren wird das Unternehmen von der Kanzlei und Unternehmensberatung Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf begleitet, die mit der Geschäftsführung ein Zukunftskonzept entwickelt. Dem Zukunftskonzept, das die Fortführung von Tetenal und die Entschuldung aufzeigt, müssen später die Gläubiger zustimmen. „Tetenal ist im operativen Bereich in fast allen Geschäftsbereichen kerngesund. Nicht gesunde Bereiche werden wir nachhaltig restrukturieren. Die Eigenverwaltung ist der richtige Weg, um die Sanierung im Interesse aller Beteiligten umzusetzen. Im Verfahren müssen wir nun die grundsätzlichen Strukturen schaffen, um das Unternehmen so aufzustellen, dass es mittel- bis langfristig eine gute Chance hat und an die gesunkenen Umsätze angepasst ist“, erklärt Langstädtler. Der Sanierungsexperte hat erst kürzlich die Höltl Retail Solutions (Bad Hersfeld) durch ein Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich begleitet.

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asknet AG mit Umsatzsteigerung von 22 % im 1. Halbjahr 2018 und für weiteres beschleunigtes Wachstum gerüstet

  • Konzernumsatz steigt um 22 Prozent auf 41,41 Mio. EUR (H1 2017: 34,08 Mio. EUR)
  • Rohertrag bei 4,34 Mio. EUR (H1 2017: 4,31 Mio. EUR)
  • Negatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von -0,24 Mio. EUR, Verlust im Vergleich zur Vorjahresperiode halbiert (H1 2017: -0,51 Mio EUR)
  • Prognose 2018: Stetiges Wachstum von Umsatz und Rohertrag, EBT bleibt aufgrund der Einstellung zusätzlichen Personals und Technologieinvestitionen noch negativ
  • Wachstumsplan 2018 – 2020: Beschleunigung des aktuellen Wachstums durch weitere Investitionen und eine Kapitalerhöhung, deren Abschluss in Q4 2018 geplant ist

Die asknet AG, ein eCommerce-Service-Unternehmen im Mehrheitsbesitz des in der Schweiz gelisteten, internationalen Technologie- und Medienunternehmens The Native SA (www.thenative.ch), hat im ersten Halbjahr 2018 einen starken Anstieg des Konzernumsatzes um 22 Prozent auf 41,41 Mio. EUR erzielt. Der Zuwachs beruht zum Teil auf der hohen Zahl an Neukunden, die die Business Unit eCommerce Solutions im ersten Halbjahr gewonnen hat. Darüber hinaus wurden neue, bereits im zweiten Halbjahr 2017 eingerichtete Shops weiter hochgefahren. Auch die Gewinnung von Neukunden in der Business Unit Academics trug zur guten Entwicklung der Umsatzerlöse der asknet AG bei.

Der Rohertrag, die wesentliche Leistungskennzahl der asknet Gruppe, stieg von 4,31 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 4,34 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2018. Die auf Umsatzerlöse bezogene Rohertragsmarge sank von 12,6 Prozent auf 10,5 Prozent. Die im Vergleich zum starken Umsatzwachstum geringere Wachstumsrate des Rohertrags erklärt sich primär aus längeren Ertragsrealisierungszeiträumen in der Business Unit Academics. Darüber hinaus wurden einige Projekte in die zweite Jahreshälfte verschoben.

Insgesamt verbesserte die asknet Gruppe in den ersten sechs Monaten 2018 ihr Ergebnis vor Steuern (EBT) auf -0,24 Mio. EUR, nach -0,51 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Konzern-Periodenergebnis betrug -0,47 Mio. EUR (Vorjahr: -0,51 Mio. EUR).

In der Business Unit eCommerce Solutions führte das erfolgreiche Hochfahren neuer Shops im Berichtszeitraum zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 29 Prozent auf 30,72 Mio. EUR (Vorjahr: 23,81 Mio. EUR). Auch der Rohertrag dieses Geschäftsbereichs stieg deutlich um 17 Prozent auf 3,21 Mio. EUR. Der leicht unterproportionale Anstieg ist insbesondere auf die höhere Anzahl kleiner und mittelständischer Kunden zurückzuführen, was einerseits zu geringeren Margen, aber andererseits auch zu einem breiteren und damit stabileren Kundenstamm führt. In der Business Unit Academics verzeichnete asknet einen Anstieg der Umsatzerlöse um 4 Prozent auf 10,69 Mio. EUR. Der Rohertrag ging von 1,56 Mio. EUR auf 1,13 Mio. EUR zurück. Das Minus von 27 Prozent ist in erster Linie auf noch nicht verbuchte abgeschlossene Geschäfte sowie auf Projektverschiebungen in die zweite Jahreshälfte zurückzuführen.

Vor dem Hintergrund der guten Ergebnisse des ersten Halbjahres haben Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft am 26. September 2018 den neuen Wachstumsplan für 2018 – 2020 verabschiedet. Er zielt darauf ab, die asknet AG mit zusätzlichem Kapital auszustatten, um so ein größeres Geschäftsvolumen und eine nachhaltige langfristige Rentabilität zu erreichen. Der Schwerpunkt liegt auf der Verstärkung der Mitarbeiterbasis in den Bereichen Vertrieb und Marketing sowie der Entwicklung neuer Technologien und Systeme, die eine schnellere Neukundengewinnung und eine verbesserte Kundenbindung ermöglichen. Im Zusammenhang mit der neuen Wachstumsstrategie hat das Unternehmen auch seine Ziele für 2018 und die Folgejahre angepasst. asknet geht für das Gesamtjahr 2018 zwar weiterhin von einem starken Umsatz- und Rohertragswachstum aus, nimmt aber im laufenden Jahr noch ein negatives Ergebnis vor Steuern (EBT) im hohen sechsstelligen Bereich zugunsten eines stärkeren Wachstums in Kauf. Neben zusätzlichen hohen Investitionen zielt der Wachstumsplan auf eine weitere Beschleunigung des Umsatzwachstums und eine Überschreitung der Gewinnschwelle in 2019 ab. Bis 2020 will die Gesellschaft ihre Umsatzerlöse und den Rohertrag gegenüber den für das Gesamtjahr 2018 geplanten Zahlen mindestens verdoppeln und so eine starke und nachhaltige Profitabilität auf EBT-Basis erreichen.

Zur Finanzierung des Wachstumsplans hat der Vorstand der asknet AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats jüngst eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen beschlossen. Hierfür sollen 93.395 neue Aktien zum Bezugspreis von 10,5 EUR je Aktie ausgegeben werden. Den Aktionären wird ihr gesetzliches Bezugsrecht gewährt. Ein Investor, der bisher nicht Aktionär der asknet AG ist, wird die Kapitalerhöhung garantieren und die von den bestehenden Aktionären bis zum Ende der Bezugsfrist nicht gezeichneten Aktien zeichnen. Das öffentliche Angebot im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung soll prospektfrei erfolgen. Jedoch wurde ein Wertpapier-Informationsblatt bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Gestattung eingereicht. Die Gestattung wird voraussichtlich im Laufe des heutigen Tages erfolgen. Es wird damit gerechnet, dass das Bezugsangebot am 4. Oktober 2018 im Bundesanzeiger veröffentlicht werden wird, bei vollständigem Abschluss der Kapitalerhöhung bis zur ersten Novemberwoche 2018.

Ausgewählte Kennzahlen im Konzern

1. Januar – 30. Juni 2018

Umsatzerlöse: 41,41 Mio. EUR
Roherträge: 4,34 Mio. EUR
Rohertragsmarge (auf Umsatzerlöse): 10,5%
EBT: -0,24 Mio. EUR
Periodenergebnis: -0,47 Mio. EUR
Finanzschulden: –

1. Januar – 30. Juni 2017

Umsatzerlöse: 34,08 Mio. EUR
Roherträge: 4,31 Mio. EUR
Rohertragsmarge (auf Umsatzerlöse): 12,6 %
EBT: -0.51 Mio. EUR
Periodenergebnis: -0.51 Mio. EUR
Finanzschulden: –

Der vollständige Halbjahresbericht 2018 ist ab sofort auf der Unternehmenswebseite unter www.asknet.de verfügbar.

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