Das müssen Verbraucher beim Fahrradkauf im Netz beachten

Der Frühling naht und die Lust auf Bewegung an der frischen Luft lockt wieder jede Menge Radler vor die Tür. Ob Rennrad, Mountainbike, City-Rad oder E-Bike, nur für den Weg zur Arbeit oder quer durchs Gelände – Radeln ist im Trend und das Angebot an Zweirädern vielfältig. Auf der Suche nach dem perfekten Drahtesel nutzen immer mehr Verbraucher das Internet.

Doch was, wenn bei der Lieferung Montagefehler festgestellt werden oder die Schaltung des neuen Rades nach vierwöchiger Nutzung schon nicht mehr richtig funktioniert? Und welche Fahrradgröße ist überhaupt die richtige für mich? Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops, hat die wichtigsten Tipps rund um den Fahrradkauf parat.

1. Nach Lieferung weist das neue Fahrrad einen eindeutigen Montagefehler auf. Die hintere Bremse ist nicht richtig ausgerichtet und schleift stark. Muss der Händler entstandene Kosten für eine Korrektur durch eine stationäre Fahrradwerkstatt erstatten?

Dr. Carsten Föhlisch: Nein, das muss er nicht. Denn der Kunde hat hier zunächst ein Gewährleistungsrecht, welches er gegenüber dem Händler ausüben muss. Das bedeutet, er muss sich an den Händler wenden, den Mangel melden und kann sich dann entscheiden, ob er Reparatur oder Neulieferung einer mangelfreien Ware haben möchte. Der Händler kann die gewählte Art der Nacherfüllung aber verweigern, wenn sie unverhältnismäßig ist. Bei einer nur falsch montierten Bremse wäre die Neulieferung eines Fahrrades wohl unverhältnismäßig. In dem Fall wäre das Recht auf Nacherfüllung dann auf die Reparatur beschränkt.

2. Nach vier Wochen funktioniert die Schaltung des Fahrrades nicht mehr richtig. Besteht jetzt noch ein Anspruch auf Gewährleistung? Und ist der Nutzer in der Beweispflicht, dass die Funktionsprobleme nicht durch die Nutzung entstanden sind?

Dr. Carsten Föhlisch: Zeigt sich innerhalb der ersten sechs Monate nach Gefahrübergang – als nach der Lieferung des Fahrrades an den Verbraucher – ein Mangel, so wird gesetzlich vermutet, dass der Mangel bereits beim Gefahrübergang vorgelegen hat, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar. In diesem geschilderten Fall (hier ist immer eine Einzelfallprüfung notwendig) würde die Vermutung wohl noch greifen. Der Verbraucher muss dann nur nachweisen, dass überhaupt ein Mangel vorliegt und dass sich dieser innerhalb der ersten sechs Monate gezeigt hat.

3. Gilt ein Gewährleistungsrecht auch für gebrauchte Fahrräder, die bei einem Online-Händler erworben wurden?

Dr. Carsten Föhlisch: Ja, das Gewährleistungsrecht gilt auch für gebrauchte Ware. Allerdings sollte man sich hier die AGB des Händlers genau durchlesen. Denn bei gebrauchter Ware besteht die Möglichkeit für den Händler, die Gewährleistungsfrist auf ein Jahr nach der Übergabe der Ware zu begrenzen. Allerdings machen nicht alle Händler von dieser Möglichkeit Gebrauch.

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EZB – quo vadis?

Kornelius Purps, Fixed Income Strategist im Research der UniCredit Bank AG, stellt beim fpmi inside business breakfast für die Teilnehmer leicht nachvollzieh-bar die Ursachen der Zinsentwicklung seit der Finanzkrise dar und leitet daraus die künftige Entwicklung ab. Die zahlreichen Gäste erfahren dabei auch, dass politische Prokrastination die Märkte beherrscht und ob eine Zinsanhebung von den Jahreszeiten abhängt. Allerdings nimmt Purps ihnen die Hoffnung, dass eine Zinswende noch 2019 bevorstehen könnte.

„Auf der heutigen Sitzung beschloss der EZB-Rat, den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenre-finanzierungsfazilität und die Einlagefazilität unverändert bei 0,00 %, 0,25 % bzw. -0,40 % zu belassen.“ Diesen Einleitungssatz vieler geldpolitischer Beschlüsse des EZB-Rats kennt Kornelius Purps inzwischen auswendig; seit März 2016 und damit seit knapp drei Jahren liegen die Leitzinsen unverändert auf diesem Niveau – mit gravierenden Auswirkungen für Verbraucher, Finanz- und Realwirtschaft. Doch wann ist eine Trendwende zu erwarten? Wie könnte „der steinige Weg aus dem Nullzinstal“, so Purps, aussehen?

Zunächst stellt Purps fest, dass seit Beginn der langen Phase immer wieder reduzierter Leitzinsen im Sommer 2008 mehrere Signale Anlass für eine Kehrtwende hätten geben können, zuvorderst die gute Konjunktur und der Anzug der Inflationsrate ab dem Jahr 2015. Dem zum Trotz wurden die Zinssätze aber weiter gesenkt. Lediglich die Wertpapier-Kaufprogramme der EZB wurden zuletzt schrittweise zurückgefahren, was allerdings seitens der EZB ausdrücklich nicht als Zeichen einer Straffung der EZB-Geldpolitik zu verstehen sei. Eine gute Konjunkturentwicklung allein rechtfertigt in den Augen der EZB offensichtlich keine Zinserhöhungen, so Purps. Vor allem die anhaltend niedrige Kerninflationsrate in der Eurozone stand einem Straffungskurs der Notenbank immer wieder entgegen.

Purps erklärt, welche Unsicherheiten die weltpolitische Bühne betreten haben. Die Entwicklung der lange Jahre positiven deutschen Konjunktur ist inzwischen nicht mehr so klar, wie noch vor einem Jahr. Ab wann in diesem Zusammenhang aus einer Konjunkturdelle ein Abschwung wird, lässt sich bislang noch nicht abschließend beurteilen, so Purps. Zudem werfen die wenigen verbleibenden Tage bis zu einem – im schlimmsten Falle ungeregelten – Brexit viele Fragen auf. Und nicht zuletzt lassen die Handelsstreitigkeiten zwischen den größten Volkswirtschaften sowie eine gewisse Wankelmütigkeit eine klare politische Linie vermissen. Anstatt Streitfragen zu klären, werden Entscheidungen vertagt; politische Prokrastination bestimmt das Handeln. All das bedeutet Unsicherheit, aus denen Investitionshemmnisse entstehen, führt Purps weiter aus.

Günstige Zeitpunkte für eine Straffung der lockeren EZB-Geldpolitik sind also nicht nur verstrichen, vielmehr sind neue Hemmnisse für eine baldige Abkehr von der Niedrigzinsphase entstanden. Die EZB setzt folgerichtig konsequent weiter auf Niedrig- und Negativzinsen. „Über den Sommer 2019 hinweg“ will sie die Zinssituation unangetastet lassen. Wann der Herbst in den Augen der EZB beginnt und damit eventuell der Beginn einer vorsichtigen Zinserhöhung eingeläutet werden wird, bleibt weiter unklar, so Purps.

Er stellt schließlich fest, dass dass sich Sparer, Investoren und Entscheidungsträger von der
Hoffnung verabschieden sollten, kurzfristig wieder wesentlich höhere Zinsen erwarten zu können. „Zwar stirbt die Hoffnung zuletzt, aber sie stirbt.“ Trotzdem gilt weiter, was auf alle Negativthemen zutrifft: Sie bieten auch das Potenzial für einen positiven Ausgang.

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TÜV SÜD gibt praktische Tipps für den Kauf der Heißmacher

Bei Teeliebhabern ist in der kalten Jahreszeit der Wasserkocher besonders häufig in Gebrauch. Ob aus Kunststoff, Edelstahl, Glas oder Keramik, die Auswahl ist groß. Weil Wasserkocher zu den gebräuchlichsten Küchenutensilien gehören, entscheidet sich manch einer für das günstigste Modell – was kann man da schon falsch machen?

TÜV SÜD-Produktexperte Christian Kästl erklärt, was Verbraucher bei der Kaufentscheidung beachten sollten.

Moderne Wasserkocher besitzen in der Regel einen vom Behälter getrennten Sockel. Das Stromkabel sollte an diesem Sockel befestigt sein, damit der Wasserkocher selbst frei beweglich ist. Wichtig ist dabei eine gute Positionierung auf der Küchenarbeitsfläche mit möglichst viel Arbeitsfreiheit. Idealerweise funktioniert das Anschalten nur, wenn der Stecker eingesteckt ist. Die meisten Geräte mit elektronischer Regelung verhindern so den versehentlichen Start direkt nach dem Einstecken, sollte das Gerät eingeschaltet sein.

Technische und sicherheitsrelevante Aspekte

Wasserkocher mit einer gekapselten Heizspirale im Sockel haben den größten Marktanteil. In Deutschland kaum mehr erhältlich sind Produkte mit einer offen liegenden Heizwendel. Zwar sind diese Geräte beim Erhitzen leiser als die gekapselten Modelle, doch sie verkalken leicht und sind dann schwer zu reinigen. Meist kocht das Wasser bei einem neuen Gerät innerhalb von ein bis drei Minuten.

Ist der Siedepunkt erreicht, sollte sich das Gerät sofort automatisch abschalten. Dies spart Energie und dient der Sicherheit, damit das Wasser nicht verdampft und das leere Gerät im schlimmsten Fall oder bei technischen Problemen weiter erhitzt wird.

„Beim Kauf sollten Verbraucher auf eine einfache Bedienbarkeit und einen guten Griff achten. Das Gerät muss auch mit über einem Liter Wasser einfach am Griff zu halten sein, damit es beim Ausgießen nicht zu Verbrühungen kommt“, so TÜV SÜD-Experte Christian Kästl. Gerade für ältere Menschen ist das Gewicht des Kochers wichtig. Sie sollten lieber eine leichtere Variante aus Kunststoff wählen, um Unfälle beim Umfüllen des heißen Wassers zu vermeiden. Bei Wasserkochern aus Edelstahl bieten doppelwandige Geräte den Vorteil, dass sie außen nicht so heiß werden. Durch einen dichten Deckel und einer guten Positionierung vom Griff zum Ausgießer entweicht weniger heißer Wasserdampf und verhindert damit Verbrühungen an der Hand.

Fassungsvermögen und Energiebedarf

Zunächst sollten Käufer überlegen, wie hoch der Bedarf an Heißwasser ist. Die Standardgröße beträgt ein Liter, erhältlich sind auch Wasserkocher mit einem Fassungsvermögen von 1,25 Litern, 1,5 oder sogar mehr als zwei Litern. Alleinstehende und Menschen, die häufiger am Tag nur eine Tasse Tee trinken möchten, sollten darauf achten, dass die Mindestfüllmenge unter einem halben Liter liegt. Sonst ist der Energiebedarf zu hoch. Außerdem schaltet der Kocher nicht automatisch ab. Generell gilt: Je mehr Watt, desto schneller kocht das Wasser. Es gibt am Markt Geräte mit bis zu 3.000 Watt, durchschnittliche Wasserkocher mit einer Füllmenge bis 1,7 Liter bieten etwa 2.000 Watt. 1.000 Watt sollte das Gerät auf jeden Fall haben.

Neuheiten und Gimmicks

Trendsetter haben für sich entdeckt, ihre Gerichte im Wasserkocher zuzubereiten, neudeutsch Waterboiling. Viele Geräte eignen sich aber ausschließlich zum Kochen von Wasser. So sind für diesen Einsatzzweck vor dem Kauf des Gerätes die Sicherheitshinweise und die Bedienungsanleitung des Herstellers genau zu prüfen.

Technische Spielereien ohne echten Mehrwert gibt es viele. Ein Kocher leuchtet in bunten Farben, ein anderer fällt durch verschiedene akustische Töne auf. Der Glasbehälter ermöglicht das Beobachten des Kochvorgangs. Einen echten Vorteil für Teeliebhaber bieten Produkte, bei denen man die Wassertemperatur wählen kann oder Kocher, die die Temperatur eine gewisse Zeit halten können. Zudem gibt es bereits Kombigeräte, die Wasser- und Teekocher in einem sind.

„Die praktische Handhabung sollte im Vordergrund stehen. Eine gut lesbare Skala für die Wassermenge und ein Sieb, das Kalkrückstände herausfiltert, bieten im täglichen Gebrauch Komfort“, so Christian Kästl. Ein weit zu öffnender Deckel erleichtert das Befüllen des Wasserkochers unter dem Wasserhahn ebenso wie ein sich automatisch durch den Wasserstrahl absenkender Deckel.

Diese Kriterien geben beim Kauf Orientierungshilfe:

  • Fassungsvermögen
  • Gewicht
  • Einfache Reinigung
  • Erhitzungsdauer
  • Extra Funktionen

Markenprodukte in edlem Design liegen preislich natürlich etwas höher. Wer nicht so viel investieren möchte, findet im Fachhandel eine große Auswahl an erschwinglichen Wasserkochern in ausgezeichneter Qualität. Eine Entscheidungshilfe ist immer das TÜV SÜD-Oktagon und das

GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Diese Geräte sind nach neuesten Sicherheitsstandards getestet und stellen zum Beispiel sicher, dass das Material BPA-frei ist und keine Weichmacher ans Wasser abgibt. Weiterführende Informationen gibt es unter www.tuev-sued.de/ps

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Die menschliche Komponente – Kundenbetreuung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg deutscher Einzelhändler

Der deutsche Einzelhandel befindet sich derzeit in einer noch nie dagewesenen Phase rasanter Veränderung. In dieser neuen, kundenfokussierten Einzelhandelslandschaft spielt das Verkaufspersonal weiterhin die zentrale Rolle, wenn es darum geht, das Überleben und den dauerhaften Erfolg von Einzelhandelsunternehmen zu sichern. Laut einem Bericht von Reflexisist den Kunden ein freundliches und reibungsloses Einkaufserlebnis enorm wichtig.

Die Studie mit mehr als 1000 deutschen Verbrauchern aus allen Bundesländern unter dem Titel “Zeitgewinn im Tagesgeschäft – smarter Personaleinsatz erhöht Kundenzufriedenheit“zeigt die entscheidende Rolle des Verkaufspersonals: 75 % der Studienteilnehmer geben an, dass eine gute, ladeninterne Kundenbetreuung sie dazu bewegt, auch künftig dort zu kaufen.

62 % der Verbraucher sagen, dass sie in einem Geschäft, das guten Service bietet, wahrscheinlich mehr ausgeben und 70 % geben an, dass gute Betreuung insgesamt zu einer positiveren Markenwahrnehmung beiträgt. Welche wichtige Rolle die menschliche Komponente bei den Kundenerwartungen spielt, zeigen folgende Zahlen: Immerhin 70 % der Befragten in Rheinland-Pfalz gaben an, Wert auf einen „Service mit einem Lächeln“ zu legen, gefolgt von jenen aus Brandenburg (62%) und Schleswig-Holstein (53%). Laut Studienergebnissen legen die Hamburger mit 29% den geringsten Wert auf einen Service, der mit einem Lächeln einhergeht. Deutliche regionale Unterschiede ergeben sich auch bei den Erfahrungen der Kunden hinsichtlich der Höflichkeit und Freundlichkeit des Personals. So gaben 53% der befragten Berliner an, schon mal einen Laden verlassen zu haben, weil das Personal unhöflich war. In Thüringen hingegen machten erst 19% diese Erfahrung.

Doch auch der Einfluss negativer Erlebnisse beim Einkauf darf nicht unterschätzt werden, denn 64 % der Kunden nutzen Mundpropaganda, um Freunde und Familie vor dem Einkauf in Filialen zu warnen, in denen sie ein schlechtes Kundenerlebnis hatten. 59 % sind sogar überzeugt, dass sie nie wieder dort einkaufen werden.

In einer Zeit, in der Verbraucher praktisch jeden Artikel innerhalb von Sekunden online bestellen können, erwarten sie direkten und schnellen Service. Dazu geben deutsche Verbraucher an, dass sie im Durchschnitt gerade mal vier Minuten bereit sind, im Geschäft zu warten, bevor sie den Laden mit leeren Händen wieder verlassen. Daher ist es umso beunruhigender,dass laut Studie ein Fünftel aller Kunden bereits 10 Minuten oder länger warten musste, um einen Artikel im Geschäft abzuholen, den sie online gekauft oder reserviert hatten. Das bedeutet, dass es für Ladenbesitzer im Bereich Click-and-Collect noch viel zu tun gibt, um diesen Service zu optimieren.

David Rogers, Vice President Verkauf und Marketing (EMEA) bei Reflexis, sagt: „In einer Einzelhandelsbranche, die sich im ständigen Wandel befindet, stellen wir fest, dass ein ganz persönliches Kundenerlebnis mit einer ausgeprägten menschlichen Komponente wichtiger ist denn je. Wir wissen, dass Unternehmen, die ihre Belegschaft optimieren, einen Mehrwert schaffen, das Kundenerlebnis verbessern und letztlich die Konversionsrate und langfristige Kundenbindung steigern können.“

David Rogers fügt hinzu: „Unsere Erfahrungen zeigen,Einzelhändler, die cloud-basierte Workforce-Management Systeme verwenden, lösen ihre Personaleinsatzplanung besser, sparen ihren Verkaufsmitarbeitern pro Woche ca. sieben Stunden Zeit ein und können ihre allgemeinen Personalausgaben um ein Fünftel reduzieren. Durch diese optimierten Abläufe kann das Verkaufspersonal produktiver arbeiten und den Kunden ein erstklassiges Einkaufserlebnis bieten.“

Deutsche Verbraucher legen großen Wert auf eine professionelle Verkaufsberatung. Fast die Hälfte aller Befragten gab an, dass sie ihren Kauf abbrechen, wenn sie merken, dass Mitarbeiter ihre Fragen nicht beantworten können oder nicht genug über das Produkt wissen. 87 % der Befragten sagten, dass ihnen die Fähigkeit des Verkaufspersonals, sie auf ihrer Customer Journey zu betreuen und zu beraten, wichtig ist.

„Informative Interaktionen zwischen Kunden und Verkaufspersonal sind der Schlüssel zur erfolgreichen Konversion und zur Stärkung der Kundenbindung, doch das Personal braucht dafür auch die Zeit und notwendigen Ressourcen. Einzelhändler, die softwarebasierte Arbeitsmanagement-Lösungen einsetzen, steigern nachweislich die Zeitspanne um über 30 %,  die Top-Verkäufer mit Kunden verbringen. So können Einzelhändler ihre größte Stärke, nämlich ihr Personal, optimal nutzen können“, fügt David Rogers abschließend hinzu.

Der Bericht sowie weitere Informationen stehen hier zur Verfügung https://www.reflexisinc.com/smarter-personaleinsatz-erhoht-kundenzufriedenheit

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So kommen Blumen & Co. zum Valentinstag garantiert gut an

Schokolade, Blumen, Dessous oder Parfüm – Millionen Deutsche nehmen den Tag der Liebe zum Anlass, um ihr Herzblatt zu beschenken. Wer rechtzeitig dran denkt, bestellt kleine oder große Aufmerksamkeiten bequem im Internet.

Doch wie sieht es da mit der rechtzeitigen Lieferung aus? Und lassen sich auch Ohrstecker und Dessous umtauschen? Was Online-Shopper wissen sollten, damit Geschenke am Valentinstag in doppelter Hinsicht gut ankommen, erklärt Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops.

1. Ich habe online Blumen für den Valentinstag bestellt, aber die Lieferung kam zu spät an. Muss ich die Blumen dennoch annehmen?

Dr. Carsten Föhlisch: Ist die Lieferung für den Valentinstag explizit vereinbart, liegt ein sogenanntes Fixgeschäft vor. Erfolgt die Lieferung nicht an diesem Tag, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Er muss die Blumen weder annehmen noch bezahlen. Dabei ist es irrelevant, ob für die Bestellung ein Widerrufsrecht besteht oder nicht.

2. Ich habe von meinem Partner Ohrstecker geschenkt bekommen, leider reagiere ich allergisch auf das Material. Kann mein Partner den Schmuck beim Online-Händler zurückgeben und bekommt dafür sein Geld zurück?

Dr. Carsten Föhlisch: Grundsätzlich besteht bei Waren, die online gekauft wurden, das 14-tägige Widerrufsrecht. Allerdings gibt es von dieser Regel auch Ausnahmen. Eine davon lautet, dass bei versiegelten Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, kein Widerrufsrecht besteht, wenn ihre Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde. Wenn die Ohrstecker versiegelt waren und dieses Siegel entfernt wurde, dann liegt hier m. E. ein solcher Fall vor. Die Ohrstecker sind aus hygienischen Gründen vom Widerrufsrecht ausgenommen und können daher im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten nicht zurückgegeben werden. Anders liegt der Fall, wenn die Ohrstecker in einer unversiegelten Verpackung geliefert werden. Dann muss der Händler sie zurücknehmen. Dies ist allerdings von der Rechtsprechung noch nicht geklärt.

3. Ich habe ein Armband mit persönlicher Gravur gekauft, leider ist es aber zu groß. Kann ich personalisierte Geschenke zurückgeben?

Dr. Carsten Föhlisch: Zu den Waren, die von der Rückgabe ausgeschlossen sind, gehören unter anderem Artikel, die nach Kundenspezifikation angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Wer sich also seine persönliche Liebesbotschaft in ein Armband eingravieren lässt, der sollte dringend beachten, dass eine Rückgabe gesetzlich ausgeschlossen ist.

4. Ich habe mir Dessous in einem Online-Shop gekauft. Beim Anprobieren habe ich festgestellt, dass sie leider nicht passen. Gilt bei Dessous eine Ausnahme vom Widerrufsrecht?

Dr. Carsten Föhlisch: Nein, denn ein bloßes Anprobieren ist nicht ausreichend, um Dessous als Hygieneartikel vom Widerruf auszunehmen. Dann wären auch Schuhe, T-Shirts etc. vom Widerrufsrecht ausgenommen, sofern diese Produkte versiegelt versendet werden und der Verbraucher die Versiegelung entfernen würde, was dem Willen des Gesetzgebers widerspricht. Wurden die Dessous allerdings einen Tag lag getragen, kann der Händler sogenannten Wertersatz beanspruchen, der bis zu 100% des Kaufpreises beträgt.

5. Ich habe bei einem Online-Reiseveranstalter eine Valentinsreise gebucht. Jetzt muss die geplante Reise aufgrund von Krankheit kurzfristig storniert werden. Kann ich mein Geld zurückverlangen?

Dr. Carsten Föhlisch: In diesem Fall kann ich vom Vertrag zurücktreten. Bei einem Reisevertrag ist dies vor Reisebeginn jederzeit und ohne Begründung möglich. Dadurch verliert der Reiseveranstalter seinen ursprünglichen Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Allerdings kann er stattdessen eine angemessene Entschädigung verlangen, wobei er sich ersparte Aufwendungen und eine mögliche anderweitige Verwertung des frei gewordenen Platzes anrechnen lassen muss. Dies geschieht meist in Form einer pauschalierten Stornogebühr, die in den AGB festgehalten wird. Diese wird höher ausfallen, je näher der Reiseantritt rückt. Dem Reiseveranstalter sollte daher der Rücktritt möglichst frühzeitig angezeigt werden. Empfehlenswert ist weiterhin der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, die in den meisten Fällen die Stornogebühren übernimmt.

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Es wird (erst einmal) keinen QIDF-Standard (aus Basis der DIN 77230) geben!

Die QIDF-Gruppe hat sich seit Veröffentlichung der DIN 77230 sehr klar und deutlich positioniert. Wir befürworten die Standardisierung der Bedarfsanalyse aus Kundensicht bzw. durch die Verbraucherbrille, da wir seit Jahren mit sog. „Beratungsdrehbüchern“ genau diese Berechenbarkeit von der Dienstleistung „Beratung“ einfordern.

Lesen Sie mehr zu unserer konstruktiven und kritischen Einschätzung auf unserer Homepage:

https://qualitaet-in-der-finanzberatung.de/…

 

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artimeltsurface verklebt Etiketten manipulationssicher

Nicht nur für Medikamentenhersteller ist es mit Inkrafttreten der europäischen Fälschungsschutzrichtlinie für Medikamente ab 9. Februar 2019 unabdingbar, Manipulationen an Kartonagen zu verhindern. Auch andere Hersteller suchen immer mehr nach Möglichkeiten, ihre Produkte so zu kennzeichnen oder zu verschließen, dass Verbraucher eindeutig erkennen können, ob die Verpackung vom Hersteller original verschlossen ist oder ob sie bereits geöffnet wurde. Eine wesentliche Rolle spielen hierbei Etiketten, die so stark haften, dass sie beim Ablösen den Karton zerstören. Gerade auf hochwertigen lackierten Oberflächen haften die für Etiketten verwendeten herkömmlichen Haftklebstoffe jedoch nicht stark genug, sodass Etiketten sich relativ einfach entfernen lassen. Mit artimeltsurface hat artimelt einen Klebstoff entwickelt, der sich immer stärker mit der Oberfläche verbindet, je länger er sich auf ihr befindet. Beim Versuch ein mit artimeltsurface beschichtetes Etikett zu entfernen, zerreißt das Etikett oder die Oberfläche der beklebten Verpackung wird zerstört.

Der neue Klebstoff artimeltsurface wird auf der ICE, der internationalen Leitmesse für die Veredelung und Verarbeitung von Papier, Film und Folie, vom 12. -14.3.2019 in München vorgestellt.

artimeltsurface haftet auch auf silikonhaltigen Oberflächen

Viele Kartonagen dienen nicht nur der Verpackung und dem Schutz des eigentlichen Produktes. Gerade bei hochwertigen Inhalten sollen sie außerdem gut aussehen, einen wertigen Eindruck vermitteln und zum Kauf animieren. Ansprechende Verpackungen werden aufwändig bedruckt, teilweise geprägt und zum Schutz vor Verschnutzung und Beschädigung zusätzlich mit einem hochglänzenden oder auch matten Lack versehen. „Damit der Lack die gewünschten Funktionen ausüben kann, benötigt er spezielle Zusätze“, weiß Wolfgang Aufmuth von der artimelt AG. Eine dieser Komponenten ist häufig Silikon. Dank seiner geringen Oberflächenspannung ist Silikon abweisend gegenüber Fett, Schmutz und Staub. Allerdings halten auch Haftklebstoffe sehr schwer auf silikonhaltigen Oberflächen.

artimeltsurface ist so konzipiert, dass er mit zunehmender Zeit eine immer stärkere Verbindung mit der silikonhaltigen Oberfläche eingeht. „Laboruntersuchungen auf silikonisierten Oberflächen haben gezeigt, dass die Haftung stetig ansteigt.“ Bereits nach einigen Tagen ist es nicht mehr möglich, das Etikett unsichtbar von der beklebten Oberfläche zu entfernen. Bei Versuchen wurden die Etiketten vollständig zerstört. Lediglich in Bruchteilen konnten sie von der Verpackung abgelöst werden. Dabei riss an den verklebten Stellen der Lack von der Kartonage aus. Dass hier eine Manipulation am Karton stattgefunden hat, wird so deutlich ersichtlich.

artimeltsurface kann auch für Verklebungen unter Wasser verwendet werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass Klebebänder, die mit artimeltsurface ausgerüstet waren, sich gut auf glatten Oberflächen unter Wasser verkleben ließen. So können beispielsweise Risse in  Swimmingpools von innen abgedichtet werden, ohne das Wasser abzulassen.

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Aus Überzeugung verantwortungsbewusst handeln

Im Zeitalter von Klimawandel und Umweltschutz steigt auch der Druck auf Hersteller, Marken und Handel im textilen Bereich. Immer mehr Verbraucher fordern darüber hinaus die Einhaltung von sozialen Mindeststandards bei der Herstellung ihrer Textilien. Um allen Beteiligten entlang der textilen Wertschöpfungskette optimale Sicherheit und weitreichende Transparenz zu ermöglichen, hat die OEKO-TEX® Gemeinschaft gemeinsam mit Hohenstein als eines ihrer Gründungsmitglieder ein umfassendes Produktportfolio entwickelt.

Dabei bietet speziell das Produktlabel MADE IN GREEN by OEKO-TEX® eine klare Aussage: die damit ausgezeichneten Textilien wurden unter umweltfreundlichen und sozialverträglichen Produktionsbedingungen hergestellt und bieten Sicherheit hinsichtlich möglicher Schadstoffe. Verbraucher können sich direkt über die am Endprodukt angebrachte eindeutige Produkt-ID bzw. über einen QR-Code Auskunft geben lassen, in welchen Produktionsbetrieben und Ländern die Fertigung des vorliegenden textilen Artikels stattfand. Doch MADE IN GREEN kommt auch Händlern und Unternehmen zugute, die gezielt nach verantwortungsvollen Kooperationspartnern und Lieferanten entlang der textilen Kette Ausschau halten. Hier erleichtert der OEKO-TEX® Einkaufsführer die Auswahl von MADE IN GREEN gelabelten Produkten. Er steht unter www.oeko-tex.com/produkte kostenfrei zur Verfügung.

Der Maschenwaren-Hersteller Mattes & Ammann GmbH & Co. KG war einer der ersten Betriebe, die unter der Rubrik MADE IN GREEN by OEKO-TEX® im Einkaufsführer zu finden waren. Kein Wunder, denn der Grundsatz, aus Überzeugung verantwortungsbewusst zu handeln, ist in der Firmenphilosophie von Mattes & Ammann fest verankert. Das schwäbische Familienunternehmen mit Sitz in Meßstetten-Tieringen hat sich als Hersteller feiner Maschenstoffe für die Automobilindustrie und die Matratzenindustrie einen Namen gemacht. „Wenn es um Zertifizierungen in den Bereichen Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Soziales geht, sind wir wahre Überzeugungstäter,“ offenbart Werner Moser, Direktor Verkauf bei Mattes & Ammann, „und – was ganz wichtig ist – wir leben die Zertifikate auch.“ Bereits im Sommer 2013 wurde Mattes & Ammann als erster Textilbetrieb im europäischen Wirtschaftsraum von Hohenstein nach Sustainable Textile Production STeP by OEKO-TEX® zertifiziert, um die eigenen nachhaltigen Produktionsbedingungen nach außen hin kommunizieren zu können. Im Sommer 2015 erhielt das Unternehmen als einer der ersten Betriebe im b2b-Bereich MADE IN GREEN Labels für seine textilen Produkte für den Hygiene- Markt. Hinzugekommen ist mittlerweile das Sortiment an Stoffen für die Matratzenindustrie. „In diesem Bereich haben wir unsere Produktionskapazität in den letzten Jahren nahezu verdoppelt.“, fügt Moser hinzu. Mit derzeit rund 270 Mitarbeitern und einer Gesamt- Produktionsfläche von rund 36.000 Quadratmetern fertigt Mattes & Ammann jährlich über 46 Millionen Quadratmeter textile Flächengebilde in Rundstrickerei, Rundwirkerei und Kettenwirkerei – mit genügend Spielräumen zum Ausbau. Dabei steht der traditionelle Leitgedanke immer im Fokus: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in jeglicher Hinsicht einwandfrei zu agieren. Dazu gehören für uns neben dem Qualitätsgedanken auf jeden Fall auch die ökologische und soziale Gesinnung.“ Tatsächlich hat kaum ein anderer Zulieferer der Textilbranche in ganz Europa seinen Betrieb in den Bereichen Qualität, Ökologie und Arbeitssicherheit so umfangreich zertifiziert. Moser erläutert: „Unser Anspruch ist es, immer eine Nasenlänge voraus zu sein. Aus diesem Grund halten wir kontinuierlich Ausschau nach Zertifizierungsmöglichkeiten, die zu uns passen.“ Bei Mattes & Ammann ist man davon überzeugt, dass der Nutzen von entsprechenden Zertifzierungen die Nachteile bei weitem überwiegt. „Sicherlich muss man Geld in die Hand nehmen, um so ein Projekt durchzuziehen, ganz zu schweigen von den Anforderungen an die innerbetriebliche Infrastruktur oder die Arbeitskapazität. Für uns jedoch hat sich gezeigt, dass sich die Zertifikate auch ökonomisch durchaus rechnen. Dabei kommt nicht ausschließlich der verkaufsfördernde Aspekt zum Tragen, sondern auch das Potential, durch die Optimierung von innerbetrieblichen Vorgängen wie beispielsweise von Güterströmen Kosteneinsparungen verbuchen zu können.“ Zudem geht Werner Moser davon aus, dass sich mittelfristig das Bewusstsein von Verbrauchern ändern wird, was die Herstellungsbedingungen von textilen Produkten betrifft. „Heute kann man schon deutlich erkennen, wie die Nachfrage nach unter fairen Bedingungen hergestellten Artikeln von Jahr zu Jahr wächst. Wir als Unternehmen haben an dieser Stelle unsere Vorleistung bereits erbracht und sind gut gerüstet.“ Dabei will man bei Mattes & Ammann auch in Zukunft keinesfalls in den eigenen Bestrebungen nachlassen, das Richtige zu tun. Werner Moser betont: „Für uns ist Hohenstein mit dem Produktlabel MADE IN GREEN by OEKO-TEX® der richtige Partner, wenn es darum geht, Geschäftspartnern und auch Verbrauchern nachgewiesene Produktsicherheit und nachvollziehbare Transparenz hinsichtlich der Wertschöpfung zu signalisieren.“

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BvD gratuliert Ulrich Kelber zum Amtsantritt

Anlässlich des Wechsels an der Spitze des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) gratuliert der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. dem neuen Amtsinhaber Ulrich Kelber zum Amtsantritt. „Mit Ulrich Kelber erhält Deutschland einen engagierten Datenschutzbeauftragten. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und einen fruchtbaren und regelmäßigen Austausch“, sagte BvD-Vorstandsvorsitzender Thomas Spaeing am Montag in Berlin.

Unterstützung sicherte Spaeing unter anderem bei der von Kelber angeregten Transparenz bei Bußgeldverfahren zu, die bei den Datenschutz-Aufsichtsbehörden der Länder anhängig sind. „Transparenz ist eines der zentralen Werte der Informationsfreiheit, aber auch beim Datenschutz“, sagte Spaeing. Gerade für Unternehmen und Behörden sei es wichtig, Einblick zu erhalten, über welche Verstöße der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) derzeit Bußgelder verhängt würden. „Das hilft, Vergehen und Fehler zu vermeiden. Dafür treten auch die qualifizierten Datenschutzbeauftragten des BvD ein“, betonte Spaeing.

Zugleich dankte er der vorherigen Bundesdatenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff für den guten und engen Austausch insbesondere während der heißen Phase des Inkrafttretens der DS-GVO. „Mit der europaweiten Datenschutz-Grundverordnung haben wir eine gemeinsame Grundlage für den Datenschutz in Unternehmen und Behörden, aber auch für die Verbraucher“, sagte Spaeing. „Jetzt muss es darum gehen, den Datenschutz in Deutschland praxisnah und zugleich für die Verbraucher nachvollziehbar umzusetzen.“

Dabei bekräftige Spaeing die Notwendigkeit, die Benennungspflicht für Datenschutzbeauftragte auch für kleinere Unternehmen zu erhalten. „Datenschutzbeauftragte sichern mit ihrem Knowhow Datenschutz vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben, die intern nicht über das erforderliche Fachwissen verfügen. Gerade bei dem aktuellen Beratungs-Wildwuchs ist die fachliche Kompetenz zertifizierter Datenschutzberater unerlässlich“, betonte er.

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Privatpleiten: Immer weniger Verbrauchern gelingt der Schuldenschnitt nach drei Jahren

Zum 1. Juli 2014 wurde das Privatinsolvenzverfahren reformiert. Seit dem Start der Reform konnten 7,4 Prozent der Betroffenen die Restschuldbefreiung auf drei Jahre verkürzen.

Die Reform hatte unter anderem das Ziel, dass zahlungsunfähige Verbraucher schneller ihre Schulden loswerden können. Eine Bilanz nach eineinhalb Jahren zeigt jedoch, dass die Reform an der Mehrheit der betroffenen Verbraucher vorbeigeht.

Dies belegen aktuelle Zahlen des Informationsdienstleisters CRIFBÜRGEL. Vom 1.7.2014 bis zum 31.12.2015 mussten in Deutschland 150.496 Privatpersonen eine Insolvenz anmelden. 7,4 Prozent (11.170 Privatpersonen) von ihnen ist es gelungen, die Restschuldbefreiung auf drei Jahre zu verkürzen. Der Trend zeigt zudem, dass es immer weniger Verbrauchern gelingt, die Restschuldbefreiung zu verkürzen. So meldeten von Anfang Juli bis Ende Dezember 2015 in Deutschland 48.491 Menschen eine Privatinsolvenz an. Davon erreichten 5,8 Prozent der Verbraucher (2.795) im gleichen Zeitraum 2018 die Restschuldbefreiung bereits nach drei statt wie üblich nach sechs Jahren.

In den ersten beiden Halbjahren nach dem Start der Reform lag die Quote mit 8,3 Prozent (Restschuldbefreiungen 1.7.2017 – 31.12.2017 aus den Insolvenzverfahren vom 1.7.2014 – 31.12.2014) bzw. 8,1 Prozent (Restschuldbefreiungen 1.1.2018 – 30.06.2018 aus den Insolvenzverfahren vom 1.1.2015 – 30.06.2015) deutlich höher.

„Zu Beginn der Reform haben viele Personen auf die erstmalige Restschuldbefreiung nach drei Jahren hingearbeitet. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass immer weniger Privatpersonen von der Reform profitieren. Die meisten Betroffenen sind erst nach sechs Jahren schuldenfrei“, kommentiert CRIFBÜRGEL Geschäftsführer Christian Bock die aktuelle Auswertung. Insgesamt warten derzeit knapp 620.000 Personen in Deutschland auf die Restschuldbefreiung. Bei regulären sechs Jahren Wohlverhaltensphase können 2019 Personen aus dem Jahr 2013 die Restschuldbefreiung erlangen.

Im bundesweiten Vergleich der letzten eineinhalb Jahre war die Quote jener Personen, die einen Schuldenschnitt nach drei Jahren erlangten, in Thüringen (11,0 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (10,0 Prozent) am höchsten. Im Saarland (4,1 Prozent) und in Bremen (4,4 Prozent) gelang es den wenigsten Privatpersonen, die Restschuldbefreiung zu verkürzen.

Laut CRIFBÜRGEL ist es weiterhin auffällig, dass es überproportional mehr jungen Menschen gelingt, die Restschuldbefreiung nach 3 Jahren zu erreichen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass diese Personen im Vergleich zum Rest der Betroffenen relativ weniger Schulden haben und bei einer Arbeitslosigkeit schneller wieder in den Arbeitsmarkt zurückfinden. Über alle Altersgruppen hinweg liegt die Durchschnittsschuldenhöhe der Betroffenen bei rund 30.000 Euro. Bei den unter 30-Jährigen ist der Wert jedoch weitaus geringer. Hier liegt die durchschnittliche Schuldensumme bei knapp unter 11.000 Euro. Mit steigendem Alter steigen auch die Schulden auf durchschnittlich bis zu 45.000 Euro bei den Bundesbürgern in der Altersgruppe 61 Jahre und älter.

Die wesentlichen Ursachen für eine Privatinsolvenz sind eng verbunden mit der Einkommenssituation der betroffenen Personen. Es gibt sechs Hauptursachen („Big Six“), die immer wieder Erwähnung finden, wenn es um die Ursachen oder die Gründe von Privatinsolvenzen geht. Zu den Gründen gehören Arbeitslosigkeit und reduzierte Arbeit, Einkommensarmut, gescheiterte Selbstständigkeit, ein zum Einkommen unpassendes Konsumverhalten, Veränderungen in der familiären Situation wie Scheidung beziehungsweise Trennung und Krankheit. Der überwiegende Teil der Privatpersonen in einer Insolvenz steht vor allem bei Kreditinstituten, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften in der Kreide.

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