InfraTec-Beteiligung am EU-Projekt SPIRIT

Gemeinsam mit sieben europäischen Partnern aus Wissenschaft und Industrie arbeitet InfraTec im Rahmen des EU-Forschungsprojekts SPIRIT an Inspektionsroboter-Technik der nächsten Generation. Diese soll in der Industrie für völlig unterschiedliche Inspektionsaufgaben eingesetzt werden können – und das mit deutlich vereinfachter Programmierung.

Prüfroboter werden in der Industrie immer häufiger zur Qualitätskontrolle von komplex geformten Teilen eingesetzt – bisher in vielen Fällen für 3D-Oberflächenprüfung, zunehmend aber auch für alternative Verfahren wie Thermografie- oder Röntgenprüfung. Dabei besteht die Gemeinsamkeit darin, einen Sensor so über die Oberfläche des Teils zu bewegen, dass alle relevanten Bereiche inspiziert werden. Je nach Prüfverfahren sind allerdings die spezifischen Wirkungsweisen und daraus resultierenden unterschiedlichen Anforderungen der Sensoren an den Prüfvorgang bei der Pfadplanung des Roboters zu berücksichtigen. Als anwendungsspezifische Lösung ist dessen Programmierung daher zumeist eine zeitaufwändige und damit kostspielige Aufgabe. Halbautomatische Abstimm- und Planungsprozesse hingegen führen oft nur zu wenig zufriedenstellenden Ergebnissen.

Im dreijährigen EU-Forschungsprojekt SPIRIT soll nun eine Systemlösung entstehen, die mit unterschiedlichster Prüftechnik ausgestattet werden kann: Videokameras zur Oberflächenprüfung, Thermografiekameras für Rissprüfungen, Röntgensensoren oder auch 3D-Sensoren zur Vollständigkeitskontrolle. Hierfür wird eine Software entwickelt, die dem Roboter eine automatische Pfadplanung für jede dieser unterschiedlichen Prüfaufgaben ermöglicht. Das System wird lediglich mit dem CAD-Modell des Bauteils und – um Kollisionen auszuschließen – jenen der Arbeitszelle gespeist und berechnet automatisch und je nach Sensorik und Prüfaufgabe den Pfad für den Roboter.

Innerhalb dieses, unter dem Kennzeichen 779431 von der Europäischen Union geförderten, Vorhabens aus dem EU-Rahmenprogramm Horizont 2020 wird InfraTec Technik und Know-how für die Thermografieprüfung als einen der drei praktisch umzusetzenden Einsatzfälle bereitstellen. Beim österreichischen Spezialstahl-Hersteller BÖHLER, einer Tochter der voestalpine AG, soll damit die Rissprüfung geschmiedeter Hochleistungsbauteile für Luftfahrt, Energieerzeugung bzw. Antriebstechnik mittels High-End-Thermografietechnik aus dem Hause InfraTec automatisiert werden. Weitere Anwender im Projektverbund sind das FIAT Research Center mit einer automatisierten Prüfung von Motorbaugruppen sowie die Firma FACC, Hersteller von CFK-Leichtbau-Komponenten für Luftfahrt und Fahrzeugbau, wo eine höhere Flexibilität in der zerstörungsfreien Prüfung dieser Hightech-Bauteile das Ziel ist.

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UNIKA – Vertikale Begrünung mit Kalksandstein

Urbanität ist der Trend der Zukunft. Weltweit gibt es bereits 20 Megastädte, seit 2007 leben genauso viele Menschen in Städten wie auf dem Land. Und der Trend ist ungebrochen. So prognostiziert die UNO einen Anstieg der städtischen Bevölkerung bis 2030 auf über 60 Prozent. Keine 20 Jahre später sollen es dann schon rund 70 Prozent sein. Der stetige Zustrom an Bewohnern und die damit verbundene permanente Nachverdichtung stellen Planer, Architekten und Bauherren
vor neue Aufgaben.

Aus dieser Entwicklung heraus erwächst zwangsläufig die Notwendigkeit neuer Systeme für die Begrünung des urbanen Raums. Zum einen besteht der Wunsch, grüne Flächen als gestalterisches Element zu verwenden. Zum anderen ergeben sich wachsende Herausforderungen zur Bindung von CO2 und Stickoxiden, sowie bei der Filterung von Feinstaub und nicht zuletzt beim Schallschutz.

Längst haben sich die Dachbegrünungen im Stadtbild etabliert. Die vertikale Begrünung an Mauern, Wänden oder Fassaden hingegen, ist eine noch junge Gestaltungsoption. Vor allem im asiatischen Raum sind zunehmend Gebäude mit grünen Fassaden im Stadtbild anzutreffen. Hierzulande stehen vertikale Begrünungen noch am Anfang, rücken jedoch mehr und mehr in den Fokus von Städten und Gemeinden. Vielerorts werden sie bereits mit finanzieller Unterstützung gefördert.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes wirkte UNIKA als Projektpartner maßgeblich an der Entwicklung eines neuen vertikalen Begrünungssystems mit. Ergebnis ist das Begrünungssystem Biolit Vertical Green®, das anspruchsvolle und zugleich wirtschaftliche Lösungen zur vertikalen Begrünung bietet. Inzwischen liegt diesem System ein Patent des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits-  und Energietechnik UMSICHT und weiteren Partnern zugrunde.

Die konstruktive Basis des neuen Begrünungssystems bildet ein flexibel und skalierbar zusammenfügbares System aus speziell entwickelten Pflanzsteinen aus UNIKA Kalksandstein und zugehörigen Komponenten zur Bepflanzung und Bewässerung. Es entsteht eine Art „grüne Mauer“ – in die Pflanzen auf natürlich anmutende Art integriert werden. Dabei können die UNIKA Steinmodule sowohl als Vorsatzschale vermauert, als auch mittels einer Verankerung an bestehenden Fassaden angebracht werden. Auch eine Fortführung der „grünen Mauer“ über Eck oder gebäudeumlaufend ist dank spezieller Winkelsteine möglich. Mit eigenem Fundament oder einem Tragsystem ist ebenso der Einsatz als freitragende Wand, zum Beispiel zur Abtrennung einzelner Bereiche oder als Sichtschutz, denkbar. Zudem lassen sich mit kleinteiligeren Modulen Balkon- oder Terrassenflächen vertikal bepflanzen. Ob zur Gestaltung oder als vertikaler Kräutergarten – hier wird die Wand zum Naschgarten mit zusätzlicher Anbaufläche.

Der für das Biolit Vertical Green® System gefertigte Pflanzstein besitzt die bautechnischen Eigenschaften wie ein herkömmlicher Kalksandstein. Neben hervorragenden Schallschutzeigenschaften erfüllt er selbstverständlich auch relevante baurechtliche Anforderungen wie zum Beispiel im Brandschutzbereich. Eine Umwelt-Produktdeklaration (ISO 14025) für den Werkstoff liegt vor. Ist eine Wandfläche mit den UNIKA Pflanzsteinen fertiggestellt und mit den erforderlichen Bewässerungskomponenten ausgerüstet, können die Pflanzrinnen mit dem für das System entwickelten Substrat aufgefüllt und direkt bepflanzt werden. Eine Einsaat ist ebenso möglich.

Bereits seit Anfang 2015 sind Pilotsysteme in Castrop-Rauxel (UNIKA), in Orihuela in Spanien und in Oberhausen (Fraunhofer UMSICHT) zu Forschungszwecken installiert. Neben Schallabsorbtion, der hohen Bindungskraft für Stickoxide sowie einer feinstaubfilternden Wirkung verbessert die vertikale Begrünung nachweislich das Mikroklima. Besonders in großen Städten gibt es Areale, die signifikant wärmer sind als die Umgebung, sogenannte Urban Heat Islands. Mit der Vertikalbegrünung lässt sich die Überhitzung im urbanen Raum reduzieren. Das belegen auch Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera. Hierauf ist zu erkennen, dass die begrünte Wand deutlich kühler ist als die Umgebung.

Vertikalbegrünung von Gebäuden ist mit dem neuen Biolit Vertical Green® System nicht nur ein realisierbares architektonisches Gestaltungselement, sondern auch ein konkreter Beitrag zu einer besseren Lebensqualität und einem grüneren Stadtbild in urbanen Ballungsräumen. Informationen zu Biolit Vertical Green® liefert ein kostenlos unter www.unika-kalksandstein.de downloadbarer Flyer.

 

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IHK Bonn/Rhein-Sieg bildet 29 Auszubildende aus zehn Unternehmen zu Energie-Scouts weiter

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg hat insgesamt 29 Auszubildende aus zehn regionalen Unternehmen zu Energie-Scouts weiter gebildet. „Wir möchten bei den jüngsten Mitarbeitern ansetzen, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen zu fördern“, sagt Magdalena Poppe, Referentin für Energie und Umwelt bei der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Das dritte Mal hat die IHK von September 2017 an in drei, jeweils eintägigen Workshops diese kostenfreie Qualifikation angeboten – ergänzt durch eine intensive Projektphase in den Unternehmen.

Die Abschlussveranstaltung der Energie-Scouts 2016/2017 hat heute mit der Abschlusspräsentation der zehn Teams und der Preisverleihung in der IHK Bonn/Rhein-Sieg stattgefunden. Dabei präsentierten die Auszubildenden ihre Einsparprojekte. Eine Jury wählte daraus die drei besten Projekte aus, für die die Sparkasse KölnBonn ein Preisgeld von 1.500 Euro zur Verfügung gestellt hat. Auf Platz eins landeten die Auszubildenden der GKN Walterscheid aus Lohmar (700 Euro Preisgeld) vor der TROCELLEN GmbH aus Troisdorf (500 Euro) und der Bluhm Systeme GmbH aus Rheinbreitsbach (300 Euro). Poppe: „Während dem Projekt lernen die Auszubildenden ganz praktisch Energie und Ressourcen im Unternehmen einzusparen. Sie hörten Vorträge wie etwa zu Wirtschaftlichkeitsberechnungen und lernen den Umgang mit Messgeräte wie Wärmebildkamera und Luxmeter kennen.“ Zum Ende der Reihe planten sie jeweils ein eigenes Energiesparprojekt für ihr Unternehmen. Außerdem besichtigten sie mehrere Betriebe: Workshoptage fanden bei der Continental Emitec GmbH in Lohmar, dem WW-K Warmwalzwerk Königswinter GmbH in Königswinter und der Stadtwerke Troisdorf GmbH  in Troisdorf statt.

Die Ideen für die Abschlusspräsentation waren vielfältig: Die Einsparprojekte drehten sich z. B. um die Sensibilisierung der Mitarbeiter für Energieeffizienz und Energiesparen, die Umrüstung auf energieeffiziente Beleuchtung oder Überprüfung und Verbesserung der Brennwertheizung. Weitere Präsentationen betrafen neben der Optimierung des Bargeldmanagements und einer Batterieladestation, neue Kühlsysteme, Papiereinsparung, Austausch alter Umwälzpumpen und effizienteren Filtern sowie die Umrüstung auf eine Photovoltaikanlage.

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